Future Meditation

Celine Boukhzar: Weiblichkeit, Heilung und innere Sicherheit

Eren Kalkan Season 1 Episode 35

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Was bedeutet Weiblichkeit wirklich jenseits von Rollenbildern, Social-Media-Konzepten und Oberflächlichkeit?

In dieser Folge spreche ich mit Celine über Weiblichkeit, innere Sicherheit, Vaterwunden, Grenzen, Heilung, Projektion in Beziehungen und die Frage, warum so viele Frauen sich selbst verloren haben. Wir reden darüber, warum ein Mann keine Frau heilen kann, warum eine Frau keinen Mann „retten“ sollte und weshalb echte Veränderung erst dann passiert, wenn man Verantwortung übernimmt und ins Handeln kommt.

Außerdem geht es um gesunde Grenzen, Wut als verdrängte Kraft, Therapieformen, Berufung, Präsenz im Hier und Jetzt, Männlichkeit in der heutigen Zeit und die tiefere Frage hinter allem: Was macht ein erfülltes Leben wirklich aus?

Eine intensive Folge über Heilung, Bewusstsein, Polarität und die Rückverbindung zu sich selbst.


Time Stamps

01:04 – Intro & Celine
01:56 – Wer Celine ist
02:52 – Emotionaler vs. finanzieller Erfolg
04:11 – Warum Frauen sich heute getrennt fühlen
06:12 – Missverständnisse über Weiblichkeit
07:17 – Wann die Trennung begann
08:22 – Was Weiblichkeit wirklich ist
10:15 – Frauen, Männer und falsche Rollen
11:41 – Sicherheit beginnt in dir
13:24 – Vaterwunde & Projektion
14:31 – Ungesunde Beziehungen & fehlende Grenzen
18:47 – Der Ursprung liegt oft früher
20:35 – Wie Heilung bei ihr begann
22:22 – Die „gute Frau“ und Aufopferung
24:13 – Wut als verdrängte Kraft
26:07 – Therapie, Alternativen & echte Veränderung
28:29 – Wann Coaching hilft – und wann nicht
30:04 – Umsetzung ist der Wendepunkt
31:01 – Ihr Why: innerer Frieden
35:31 – 7-mal tiefer zum echten Warum
37:32 – Berufung, Mut und Alleinsein
39:24 – Warum Männer heute oft schwach wirken
42:18 – Männer, Challenge und Standards
45:41 – Paar-Dynamik: Kontrolle loslassen
48:34 – Was Glück wirklich ist
49:47 – Nahtoderfahrung & pure Liebe
52:20 – Abschluss


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SPEAKER_01

Da kann übrigens ein Mann gar nichts tun. Der Mann ist nicht dafür verantwortlich, eine Frau zu heilen. Die Frau muss die Arbeit selber machen und dasselbe beim Mann. Meiner Meinung nach, und das ist vielleicht ein bisschen eine harte Aussage, wenn eine Frau permanent die Sicherheit in einem Mann sucht, dann ist das für mich eigentlich eine Energie des kleinen, verletzten Mädchens, das die Präsenz des Vaters möchte.

SPEAKER_00

Heißt, wenn wir jetzt nur den Anfang des Ende nehmen, es ging bis zur Gewalt, die man vielleicht im ersten Moment immer noch nicht verabschiedet hat, sondern ertragen hat, zugelassen hat, weil Vater gefehlt hat. Jeder andere wird sagen, guck mal, du lebst jetzt hier gerade. Eine Sache, die vor zehn Jahren passiert ist, blockiert dich jetzt, aber tatsächlich ist es so.

SPEAKER_01

Immer die gute Frau zu sein, ist gar nicht so geil. Weil im Endeffekt tut dir das nicht gut. Du kannst die gute Frau sein, aber sei die gute Frau mit gesunden Grenzen. Ich hatte eine Nahthode Erfahrung, muss man vielleicht noch dazu sagen. Und ich wusste es, wie es ist, nicht mehr auf dieser Welt zu sein.

SPEAKER_00

Also, Ladies and Gentlemen, welcome by Future Meditation. Ich bin euer Host Aaron Kalkan und in diesem Podcast gehen wir wirklich in die Tiefe. Verstehe das Mindset der Erfolgreichen. Verstehe, wie diejenigen denken, die es wirklich geschafft haben. Und in der heutigen Folge reden wir über ein sehr, sehr besonderes Thema mit meinem heutigen Special Guest, heiß Celine. Schön, dass du da bist. Celine ist Weiblichkeitscoach, sie macht 1:1 Mentoring und sie hat auch ein digitales Produkt, was du vor nicht allzu langer Zeit gelauncht hast. Deswegen stelle ich gerne ganz kurz selber vor.

SPEAKER_01

Hallo zusammen, mein Name ist Celine, ich bin 29 Jahre alt, ich komme aus der Schweiz und bin schon sehr lange in den Themen Weiblichkeit unterwegs, allgemein. Yes, es ist zu leise, oder?

SPEAKER_00

Start it again? Okay, ja, dann machen wir nochmal neu.

SPEAKER_01

Also nochmal.

SPEAKER_00

Schau immer, dass es maximal einen, also wenn du so machst, dass es eine Hand entfernt ist von dir.

SPEAKER_01

Gut, dann darf ich mich nicht groß bewegen, ne?

SPEAKER_00

Du kannst auch einfach näher hin.

SPEAKER_01

Yeah, yeah, alles gut.

SPEAKER_00

You will start from the beginning? Yeah.

SPEAKER_01

Okay, shy.

SPEAKER_00

Yeah, no problem, no problem.

SPEAKER_01

Chill. Yeah, better now. One, two, three, stop.

SPEAKER_00

So, ladies and gentlemen, willkommen by Future Meditation. Ich bin euer Host, Aaron Kalker, und in diesem Podcast gehen wir wirklich in die Tiefe. Verstehe das Mindset der Erfolgreichen. Verstehe, wie diejenigen denken, die es wirklich geschafft haben. Und in der heutigen Folge reden wir über ein sehr, sehr wichtiges Thema und zwar über Weiblichkeit. Und deswegen habe ich auch Celine dabei. Hey, herzlichen Glückwunsch, dass du dabei bist. Ich freue mich sehr. Wir haben hier einen Weiblichkeitscoach. Wie lange machst du das Ganze eigentlich schon? Nur ganz kurz?

SPEAKER_01

Ich glaube so drei, vier Jahre effektiv, ja.

SPEAKER_00

Alright. Drei, vier Jahre, du machst auch 1 zu 1 Mentoring. Du hast vor nicht so langer Zeit ein digitales Produkt gelauncht. Und du hast dann natürlich auch einen Kurs, du machst YouTube-Podcast, CellSoul, hast du es genannt. Und deswegen freut es mich umso mehr, dass wir auch einen weiteren Podcast-Host dabei haben und wir dann darüber reden können über diese Themen. Stell dich gerne nochmal kurz selber vor.

SPEAKER_01

Hallo zusammen, mein Name ist Celine, ich bin 29 Jahre alt. Ich komme aus der Schweiz und bin jetzt one way hier in Dubai. Und ja, mein Feld, in dem ich am meisten arbeite, ist die Weiblichkeitsarbeit, Bewusstseinscoaching und alles, was du brauchst, um dir als Mensch näher zu kommen.

SPEAKER_00

Perfekt, ja. Mir war es sehr, sehr wichtig, dass wir diesen Podcast gemeinsam aufnehmen. Wir haben uns ja vor, ich glaube, ein bis zwei Jahren das erste Mal gesehen gehabt. Wir haben uns da kennengelernt auf einem Event tatsächlich. Und wir sind ja dann auch mit einer Gruppe gemeinsam essen gegangen und habe schon gemerkt, du, wenn du redest, redest du tief. Es geht nicht nur um die Oberfläche. Und das ist mir persönlich sehr, sehr wichtig, weil das dann auch der Punkt ist, wo die meisten Menschen auch wirklich was mitnehmen können. Und nicht nur so, ja, du machst das und das einen Punkt, sondern wieso? Und meine erste Frage an dich wäre auch, und natürlich haben wir auch da das schon im Briefing noch besprochen und so weiter, aber gerne auch nochmal für die Leute, dass sie dich ein bisschen näher kennenlernen. Was war für dich persönlich, einmal emotional und auch gerne finanziell, dein größter Erfolg?

SPEAKER_01

Emotionale Erfolge sind einerseits das, was ich in mir transformieren konnte. Also wirklich die Tiefe in mir zu fühlen, weil ich glaube, dass das ist, nachdem wir Menschen am meisten streben. Und egal, was wir tun, es geht immer darum, dass wir uns wieder fühlen. Und ich würde sagen, dass ich früher sehr abgeschnitten von mir war, extrem. Ich konnte mich gar nicht fühlen und ich heute sehr mit mir verbunden bin. Und das ist einer der größten Erfolge für mich persönlich. Und natürlich auch das, was ich damit den Frauen auch kreieren kann. Weil ich bringe Frauen wieder dazu, dass sie sich wieder fühlen, dass sie sich wieder verbunden fühlen und das ändert alles. Und ich würde das als mein Erfolg emotional am meisten sehen. Finanziell hast du noch gefragt?

SPEAKER_00

Kannst du gerne nennen, ja. Wenn es dir wichtig ist. Eben nicht.

SPEAKER_01

Also ich sage, ich finde finanziell unfassbar wichtig. Und ich bin auch jetzt nicht so, ne, auch wenn man sich mit Spiritualität interessiert, man sagt, ja, Geld ist nicht wichtig, überhaupt nicht. Geld ist geil, Geld ist mega wichtig. Aber ich messe halt meinen Erfolg nicht daran. Weil Geld kommt automatisch, wenn du das tust, was du liebst. Du kannst Geld nicht erzwingen. Geld ist Energie. Geld folgt dir.

SPEAKER_00

Im Allgemeinen, was ist so das Topic, wo die meisten Frauen da auf dich dann zukommen?

SPEAKER_01

Wenn sie spüren, sie tun, sie machen, aber sie sind nicht mit sich verbunden. Und das ist heutzutage bei sehr vielen Frauen der Fall.

SPEAKER_00

Denkst du, das ist heutzutage mehr als früher?

SPEAKER_01

Absolut, ja. Ich weiß nicht, vielleicht wurde früher nicht mehr darüber gesprochen, aber wir sind heute an einem Wendepunkt und wir haben heute auch die Tools dafür. Heute werden diese Themen eigentlich viel mehr polarisiert und das ist voll schön. Weil wenn du jetzt nur an unsere Eltern oder vielleicht auch Großeltern denkst, die hatten nicht die Möglichkeit oder wenn es dir schlecht ging, dann, ja, du hast es einfach runtergeschluckt und du hast einfach weitergemacht. Und heute ist es so, auf Social Media, du kannst jetzt auf YouTube eingeben, Beziehung. Und dann kommen X Videos dazu und du hast Zugang dazu. Du hast die Möglichkeit, dich mit diesen Themen anders auseinanderzusetzen. Und dann kannst du auch reflektieren. Das heißt, wenn du dich hinsetzt und siehst, ah, so könnte vielleicht eine Beziehung auch sein, beginnst du vielleicht zu hinterfragen. Und deshalb glaube ich, beginnen heutzutage die Menschen tiefer zu blicken. Also wir sind in einem Riesenwandel, auch wenn du jetzt das kollektive Bewusstsein und so weiter, wenn man sich mit diesen Themen ein bisschen auseinandersetzt, was ich sehr stark tue, dann wissen wir, dass wir in einem Zeitalter sind, wo ein Wandel auf dieser Erde vollzogen werden muss. Wir sind hier, also gerade jetzt auch unsere Generation, wir sind hier für einen Wandel. Weil sehr oft denken wir auch gerade sehr anders als unsere Eltern. Die einen haben die Eltern ein bisschen ein ähnliches Mindset, aber sehr oft sind wir hier, um unsere Eltern aufzuwecken. Das können wahrscheinlich viele bestätigen, weil ich sehe das bei den meisten heutzutage so.

SPEAKER_00

Mit wie vielen Frauen hast du bis jetzt schon gearbeitet?

SPEAKER_01

Sehr viel. Also ich war nicht immer voll fokussiert aufs Coaching. Also früher habe ich auch alles kostenlos gemacht, muss ich dazu sagen. Und irgendwann habe ich gemerkt, also was du da für Arbeit reinsteckst und wie toll es auch ist und was für Veränderungen es gibt. Und dann habe ich mir ein Coaching, also das Coaching immer mehr aufgebaut. Ich bin immer noch voll am Anfang eigentlich, weil ich halt weiß, was noch alles möglich ist. Aber es ist richtig schön, also richtig schön, was da jetzt schon passiert ist, ja.

SPEAKER_00

Na voll gut. Also für mich persönlich ist das Thema so wichtig, weil du auch schon gesagt hast, heute ist es ganz anders als sonst. Heute hat sich sehr, sehr viel gewandelt oder wir sind auch in einem Wandel. Und vor allem das Thema Weiblichkeit, und deswegen wollte ich unbedingt auch dich dabei haben, wenn du dich am meisten auskennst, ist so missverstanden auch stückweit, dass erstens Frauen gar nicht selber wissen, was man am besten tun kann, um in die Weiblichkeit zu kommen, aber auch die Männer gar keine Ahnung haben. Und das ist so auch, was ich bezwecken möchte, dass die Männer verstehen, was können sie dazu beitragen, dass eine Frau Frau sein darf, beziehungsweise das ausleben kann. Und das ist auch das, worauf ich eingehen möchte, weil es wird zu wenig darüber gesprochen. Und es gibt zu viel Missverständnis. Männer denken, Maskulinität sind Dinge, die überhaupt nicht relevant sind und die denken, du musst ein Rambo sein oder keine Ahnung was. Und Frauen übernehmen halt dann die männliche Rolle und sind dann halt beides. Und das ist dann halt nicht gesund auf Dauer.

SPEAKER_01

Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir lernen, von den Konzepten wegzukommen. Das ist das, was ich eigentlich am meisten und auch was meine Botschaft ist. Weil wie du jetzt gerade sagst, wie kommen wir Frauen vielleicht wieder in die Weiblichkeit zurück? Da möchte ich jetzt vielleicht auch an die Frauen eine Frage stellen. Wann hast du dich denn von der Weiblichkeit getrennt? Glaubst du, dass da wirklich eine Trennung stattgefunden hat? Die Trennung hat nie stattgefunden. Jede Frau ist weiblich. Sie hat oder sie erlaubt es sich in dem Moment nicht, wieder mit sich die Verbindung zu fühlen. Und es ist gar nicht so schwierig, wie wir immer denken. Und ich kenne das ja, weil ich ja selber wirklich sehr, sehr getrennt von mir war. Ich hatte viele Phasen in meinem Leben, aber als wirklich so der Wendepunkt war, wo ich wusste, ich muss jetzt tiefer gehen, da habe ich mich dann wirklich gefragt, wann war die Trennung? Und ich habe mich nie getrennt. Ich war schon immer sehr weiblich, aber ich war so hart. Ich war so hart zu mir, zu meinem damaligen Partner. Es war einfach eine gewisse Härte und die hat auch sehr viel sabotiert. Und das als Frau zu erkennen, das Bereitsein fallen zu lassen, das erfordert unfassbar viel. Aber es ist nicht so, dass es ein lebenslanger Weg ist oder dass es sehr schwierig ist. Es ist einfach lediglich eine Bereitschaft und halt auch wirklich bereit sein, sich selbst in der Tiefe zu begegnen.

SPEAKER_00

Auf jeden Fall. Wie würdest du Weiblichkeit beschreiben?

SPEAKER_01

Weiblichkeit ist klar. Weiblichkeit ist so ruhend. Wenn du als Frau wirklich in dir die Verankerung hast, du bist präsent. Du bist nicht oder du brauchst nicht etwas zu verkörpern, was du nicht bist. Deine Energie alleine spricht. Und du kannst auch nichts faken. Und ich sage auch das Äußere an sich, weil wir sind heutzutage sehr bemüht, im Äußeren als Frau was zu repräsentieren, weil wir das Innere nicht mehr fühlen. Das heißt, wenn du dich als Frau weiblich fühlen willst, dann beginnen wir zuerst, uns vielleicht so zu kleiden, so zu schminken. Aber glaube mir, wenn du alleine als Frau wirklich in deiner Energie bist, du siehst viel weiblicher aus als eine Frau, die vielleicht sich komplett jetzt aufstylt und so, es ist schön, es ist wichtig. Aber trotzdem, die Energie ist das Erste, was ein Mensch das Gegenüber von dir wahrnimmt. Und das ist das Wichtige. Das ist für mich Weiblichkeit. Weiblichkeit ist einfach Präsenz. Deine Präsenz alleine spricht, du musst niemanden überzeugen. Du gibst auch Raum. Als Frau gibst du Raum, vor allem in einer Partnerschaft. Du gibst einem Mann den Raum, dass er Dinge in sich erkennt, die er vorhin nicht gesehen hat. Und das triggert natürlich auch einen Mann und gleichzeitig ist es was Wunderschönes, denn wir wachsen durch Trigger. Aber es ist nicht als Frau deine Aufgabe, dann zum Beispiel auch einen Mann zu überfordern, weil das tun dann viele. Viele Frauen beginnen zu pushen, sie wollen dann ihren Mann verändern. Das ist nicht die Aufgabe. Du bist nicht die Mutter. Weil sehr viele Frauen sind die Mutter für einen Mann. Du bist seine Partnerin. Du bist da, um einen Mann mit deiner Energie zu lenken, aber er darf die Aufgabe selber tun. Das ist nicht deine Aufgabe, das zu kontrollieren oder wie er sein muss. Das ist seine Aufgabe, da einzusteppen, wenn er ready ist. Und wir können niemandem seinen Prozess kontrollieren.

SPEAKER_00

Das hast du sehr gut gesagt. Was denkst du, natürlich ist eine Transformation, ein Prozess immer variabel von jeder Person. Absolut. Aber im Allgemeinen zum Beispiel, wenn man sagt, dass du ein gewisses Mindset, einen bestimmten Status entwickeln kannst in diesem Bereich, spricht man gerne immer von fünf Jahren tatsächlich, drei bis fünf Jahren. Was würdest du sagen, eine Frau, die jetzt nicht voll in ihrer weiblichen ist, möchte es aber gerne sein, wie lange kann oder dauert es meistens?

SPEAKER_01

Es geht um die Bereitschaft. Du kannst in paar Sessions die größten Trigger heilen. Die Frage ist, wie sehr bist du wirklich bereit, das loszulassen? Weil du trägst ja. Du trägst ja einerseits die Härte seit Jahren mit dir. Und die Härte ist ein Schutz. Die Frage ist, wie sehr bist du bereit? Und da kann übrigens ein Mann gar nichts tun. Der Mann ist nicht dafür verantwortlich, eine Frau zu heilen. Die Frau muss die Arbeit selber machen und dasselbe beim Mann. Der Mann muss den Weg selber gehen. Und das ist so das, was ich auch in der heutigen Zeit oft auf Social Media teilweise auch ein bisschen sehe. Ja, aber wenn der Mann mir nicht das gibt oder wenn die Frau mir nicht das gibt, du bist selber verantwortlich. Weil das ist wieder, oder das ist auch bei oft, also das meist aufgegriffene Thema, ja, ein Mann muss mir die Sicherheit geben, ein Mann muss mir das geben. Hast du die Sicherheit als Frau in dir selber? Bist du als Frau in dir verankert? Der Mann ist nicht dafür zuständig. Meiner Meinung nach, und das ist vielleicht ein bisschen eine harte Aussage, wenn eine Frau permanent die Sicherheit in einem Mann sucht, dann ist das für mich eigentlich eine Energie des kleinen, verletzten Mädchens, das die Präsenz des Vaters möchte. Sie möchte eigentlich eine Vaterfigur, sie möchte diese Sicherheit des Vaters spüren, weil sie das wahrscheinlich nie von ihrem Vater bekommen hat. Bei mir war das tatsächlich auch so. Und ich habe dann gemerkt, wenn ich projiziert habe auf meinen Partner, Moment, ich projiziere gerade auf ihn meinen ungeheilten Anteil. Weil ich damals, mein Vater, war nicht präsent, ich bin ohne meinen Vater aufgewachsen. Also durfte ich lernen, diese Sicherheit in mir wieder zu kultivieren, dieser verletzte innere Anteil dieses kleinen Mädchens sozusagen, wieder zu heilen. Und ich habe mich wieder begonnen, ganz zu sehen. Und da waren nie meine Ex-Partner oder irgendwas, die war nie dafür verantwortlich. Ich habe viel projiziert. Das sehe ich heute. Aber es war nie die Aufgabe des Mannes. Und ich glaube, das ist eines der wichtigsten Dinge, gerade in männlichen und weiblichen Energien, weil es wird heutzutage immer, ja, aber wenn der Mann dann und wenn die Frau dann. Nein. Der Mann wird dich nicht heilen, die Frau wird dich nicht heilen. Niemals. Der einzige Mensch, der sich verändern kann, bist du, and nur dann kann die Heilung vollzogen werden.

SPEAKER_00

Sehr schön, ja, das stimmt. Man ist immer für sich selbst verantwortlich. Ich sag auch immer am Ende meiner Folgen immer, alles fängt an in deinem Kopf. Und auch Betonung auf deinem. Es ist alles eine Entscheidung und es fängt dort an und das kann niemand beeinflussen. Du hast jetzt auch kurz und ich wollte dich da nicht unterbrechen, gesagt, dass du selber Themen hattest und zum Beispiel auch Ungehalt in Bezug auf ohne Vater aufgewachsen und so weiter. Was war so das, was dich am meisten in dem Thema Weiblichkeit blockiert hat? Und wann war es? Wahrscheinlich Kindheit, Jugend?

SPEAKER_01

Ja, also ich würde sagen, meine ersten Beziehungen, die waren sehr ungesund. Ich habe sehr krass im Außen nach einer Vaterfigur gesucht und habe mich dementsprechend auch sehr schlecht von Männern behandeln lassen. Hauptsache, ich habe eine männliche Figur in meinem Leben. Meine erste Beziehung war sehr ungesund and ich konnte gar keine Grenzen ziehen, bis ich dann musste, sozusagen. Also es wurde dann ein bisschen so extrem, also auch mit wirklich Gewalt und so, and ich konnte keine Grenzen ziehen. Weil ich immer dachte, ja, Hauptsache ich habe einen Mann in meinem Leben. Und das ist, wenn du wirklich halt einfach keine Vaterfigur hattest, du weißt auch nicht, das ist noch krass, du weißt nicht, wie ein Mann mit dir umgehen soll. Du hast ja nicht wirklich eine Referenz. Mein Vater war da, aber nicht present, also wir hatten nicht wirklich Kontakt. Und ich glaube, das war für mich schon so, wo ich sehr früh gemerkt habe, wenn du da nicht beginnst, alleine tiefer zu gehen, wirst du ein Leben lang wahrscheinlich Probleme haben. Und das war meine eigene Entscheidung. Also ich hatte jetzt von außen nicht wirklich Unterstützung oder dass meine Mutter meinte, ja, vielleicht beschäftige ich mal mit diesen Themen. Ich war schon sehr früh sehr reflektiert. Immer. Also egal, was in meinem Leben geschehen ist, ich habe immer gewusst, Celine, das hat einen Grund. Und das geschieht dir gerade aus einem Grund. Und du darfst dir gerade tiefer gehen. Ich habe das Leben schon immer als Schule gesehen. Ich habe immer schon gesehen, ich bin hier, um zu lernen. Das war schon ganz früh eine ganz tiefe Verankerung in mir. Und ich bin immer so durchs Leben gegangen. Und ich würde sagen, deshalb habe ich auch sehr viele Dinge in meinem Leben verändert, gewandelt. Und ich würde schon sagen, ich habe schon sehr viele verschiedene Leben gelebt, weil ich einfach schon so viele andere Arten von Leben lebe. Also wenn ich mich jetzt mich vor zehn Jahren, das, also ich kenne mich wirklich gar nicht mehr. Auch Menschen, die mich von früher noch kennen, die sagen, du bist ein wirklich komplett neuer Mensch, aber wirklich auf allen Ebenen. Und das war für mich halt immer auch das, was ich wollte. Ich habe mich immer schon als eine ganz andere Frau gesehen. Ich habe immer gesagt, boah, du kannst dich so entwickeln, da ist so viel möglich. Und ich hatte Lust darauf. Ich wollte es. Und das ist halt sehr oft auch bei vielen Frauen, dass sie sich vielleicht nicht trauen, aber ich hatte halt einfach immer diesen Antrieb. Und dieser Antrieb ist auch jetzt noch größer als davor natürlich. Und das ist geil. Also ich finde das mega wichtig.

SPEAKER_00

Also du hast auf jeden Fall die Entwicklung hingelegt, das ist wichtig. Nur nochmal, um das ganz von oben einfach aus der Metaperspektive zu betrachten. Also die Steps. Vater war nicht präsent, heißt es vielleicht emotional nicht reich und er war nicht ganz da, hat aber existiert. Da war dann ein Defizit praktisch. Genau. Und dann wurde eine Rolle praktisch gesucht, die das dann wieder holt oder dass du dann spürst, war aber egal wer.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_00

Und dann gab es eine Person, wo dann auch keine Grenzen hast, weil du einfach jemanden gebraucht hast. Und dann ging es bis zu, wo dann die Grenze gezogen wurde, Gewalt. Heißt, wenn wir jetzt nur den Anfang und Gewalt, die man vielleicht im ersten Moment immer noch nicht verabschiedet hat, sondern ertragen hat, zugelassen hat, weil Vater gefehlt hat.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_00

And it is so interessant, this is jetzt sehr objektiv gewesen, aber einfach um zu verstehen, so oft hört man Fälle, wo Dinge passieren in einer Beziehung oder was Frauen passieren, was nicht okay ist. Und viele fragen sich dann immer so: ja, aber warum? Also sie hätte ja was sagen können. Es ist aber manchmal nicht so einfach. Und das einfach nochmal aus dieser Perspektive zu betrachten, es hat einen ganz anderen Effekt oder eine ganz andere Ursache, warum man vielleicht an einer Situation so handelt? Du hast in der Situation oder die meisten wahrscheinlich in dieser Situation das Bestmögliche getan. Absolut. Es ging halt einfach nicht anders. Und die Ursache liegt aber wie lange zurück von der Beziehung zu dem, wo es gefehlt hat?

SPEAKER_01

Also du meinst es, wann diese Beziehung war?

SPEAKER_00

Nein, von der Beziehung. Wie lange ist es entfernt, wo du gesagt hast, da war mein Vater nicht wirklich für mich da? Wie viele Jahre waren da dazwischen?

SPEAKER_01

Ich glaube schon so zehn Jahre wahrscheinlich. Zehn Jahre.

SPEAKER_00

Jeder andere würde sagen, guck mal, du lebst jetzt hier gerade. Eine Sache, die vor zehn Jahren passiert ist, blockiert dich jetzt, aber tatsächlich ist es so.

SPEAKER_01

Absolut, ja, das ist wichtig, ja. Und da muss man auch bereit sein zu reflektieren. Und ich habe mich ja auch dann verurteilt, warum lässt man das mit sich machen? Weil, also es war die Beziehung, ich war damals noch im Jugendalter, also ich stand unter Polizeischutz. Es war schon eine sehr intensive Beziehung. Ich bin dann auch im Krankenhaus gelandet, weil es dann wirklich ausgeartet ist. Und erst als das dann passiert ist und dann auch mit Gefängnissen, also wirklich, es war sehr extrem, es war nicht eine kleine Sache, es war sehr extrem und es hat mich auch lange geprägt, diese Erfahrung. Da habe ich mich dann gefragt. Und erst dann habe ich mich gefragt, ist das wirklich normal? Und da habe ich dann auch für mich erkannt, krass, du hattest wirklich keine Grenzen als Frau. Du wusstest einfach nicht, wann es stoppt. Und wenn ich jetzt so meine Kollegen gefragt hätten, die hatten das niemals mit sich machen lassen. Und für mich war das so ihre Hauptsache, ich kriege Liebe. Also es war eine Sucht nach Liebe und ich habe sogar dann noch das Gute in diesem Menschen gesehen. Obwohl ich nicht mehr gut ausgesehen habe, körperlich. Also es ging mir gar nicht mehr gut. Und dann habe ich gemerkt, okay, ich glaube, du darfst hier tiefer gehen. Und dann bin ich natürlich, ich bin damals sehr krass, also ich musste in Therapie. Ich wurde damals auch so auf eine, also Opferhilfe nennt man das in der Schweiz, du kommst da hin für häusliche Gewalt. Und da wurde ich dann auch in Psychiatrie, also da zugewiesen halt, zu Psychiatern und so. Und erst dann habe ich damals dann so gemerkt, okay, ich glaube, das ist gar nicht so normal, was ich mit mir machen lassen habe. Und dann hat mein Umdenken stattgefunden. Und da, wie du gesagt hast, das ist der Punkt. Es ist, ich sage nicht, alles is von der Kindheit, aber der Ursprung is schon sehr stark dort. Und ich bin auch kein Fan von immer nur Kindheit aufräumen, so arbeite ich auch heute zum Beispiel nicht. Aber es ist wichtig, dass we these connections erkennen. Also meine Eltern haben sich als ich sechs Jahre alt war. My Vater war dann halt, wir hatten nicht wirklich Kontakt, and as I 16 Jahre alt war, ist er dann auch wieder zurückgegangen. Also ich komme aus Tunesien und er ist dann nach Tunesien ausgewandert. And deshalb hatte ich dann auch nicht mehr so diese Connection zu ihm. Aber und auch nicht diese Präsenz. Und ich glaube, dann habe ich halt, ne, Hauptsache ein Mann gibt mir die Aufmerksamkeit. Und sobald eine Frau in dieser Situation ist, hat sie keine Grenzen.

SPEAKER_00

Es ist halt sehr interessant, dass man dann heraushört, meistens kommt dieses Umdenken, Hauptsache es kommt, das ist wichtig, aber einfach an einem Zeitpunkt, wo es vielleicht schon für die meisten einfach zu spät ist. Absolut. Und das sind, du hast recht, es ist nicht alles in der Kindheit. Vieles tatsächlich, aber warum ist es so, warum redet man oft immer über Kinder, Kindheit? Ja, weil die Dinge, die halt nicht aufgeräumt wurden, weil du nicht gearbeitet hast, haben halt noch einen Effekt. Wenn du die aufgeräumt hättest, dann können deine heutigen Themen auch aus der Jugend- oder Erwachsenenalter entstehen. Es geht eher darum, was sind die Referenzerlebnisse, die du hattest. Davon spreche ich immer sehr gerne. Und deswegen arbeite ich auch gerne mit Coache etc. Also ich kann mich da sehr, sehr gut reinfühlen. Und es ist krass, wie nur eine Sache, eine Situation. Schau mal, eine Person hat gefehlt, was da alles entstehen kann. Ja. Wo du dann die ganzen Verknüpfungen eigentlich selber in dem Moment gar nicht siehst. Dann gehen wir jetzt ein bisschen weiter, dann hast du angefangen, an dir zu arbeiten. Wie sah das für dich damals aus, weil du hattest ja noch nicht die Skits wie heute, richtig?

SPEAKER_01

Absolut gar nicht. Nein, ich war dann wie so, also ich wusste schon immer, es hatte viel mit mir zu tun. Ich habe auch nicht irgendwie der Person die Schuld gegeben, sondern ich habe gesagt, also ich habe es nicht gut geredet, auf gar keinen Fall. darf da so sagen, okay, das ist nicht absolut nicht okay. Aber ich habe dann gesagt, gut, was wollte diese Person mir spiegeln? Du hast keine gesunden Grenzen, du hast gar keinen Selbstwert, du lässt alles mit dir machen. Also wirklich, und dann habe ich dann begonnen, das mehr zu sehen. Meine Beziehungen danach haben mir dann auch Dinge gespiegelt, sie waren auch nicht gesund, muss ich ehrlich sagen, aber sie wurden besser. Zum Beispiel Gewalt war dann nicht mehr, aber dann vielleicht betrogen werden oder Männer mit Süchten, das war sehr krass für mich. Da habe ich auch immer, ich bin dann in die Retterrolle gegangen. Das war dann auch sehr extrem. Also ich habe immer nach Aufmerksamkeit oder ich war immer die gute Frau, wie sehr viele Frauen. Also das ist so ein Archetyp von uns, Frau nennt man das. Ich bin die gute Frau. Und gute Frau ist heutzutage sehr oft mit Aufopferung verbunden. Wenn ich eine gute Frau sein will, dann muss ich für meinen Mann da sein, da muss ich immer liebevoll sein, ich muss für die ganze Familie da sein. Und dann siehst du die heutigen Frauen mit 50, ich will jetzt niemanden urteilen, aber einfach so dieses Kollektiv, die dann nicht mehr können. Die dann sagen, ich habe mich ein Leben lang für alle aufgeopfert, weil ich ja die gute Frau bin. Und das halt zu erkennen, einfach das zu erkennen, bin ich wirklich die gute Frau und aus welchem Aspekt bin ich es? Weil im Endeffekt tust du es, weil du die Liebe willst. Du willst gesehen werden, du willst wahrgenommen werden. Und ich habe das halt sehr früh erkannt und habe gemerkt, immer die gute Frau zu sein, ist gar nicht so geil. Weil im Endeffekt tut dir das nicht gut. Du kannst die gute Frau sein, aber sei die gute Frau mit gesunden Grenzen. Und als ich das begonnen habe zu integrieren, und ich würde sagen, das ist jetzt vier, fünf Jahre her wahrscheinlich, wo ich das erst, also wirklich erst, ich bin jetzt 29, also Mitte 20 habe ich das erst für mich verstanden. Also ich bin ja dankbar dafür, aber das, was ich halt davor alles erlebt habe, war halt schon sehr einschneidend teilweise. Und gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich das in diesem jungen Alter erfahren habe und dann das verändert habe. Und dass ich dann begonnen habe, wirklich zu sehen, was es bedeutet, gesunde Grenzen zu ziehen, das ist jetzt nicht nur auf Beziehungen, das ist auch im Job. Ich meine, wie oft haben Leute Probleme mit ihrem Chef oder dies oder das, weil du keine gesunden Grenzen ziehst, weil du nicht klar bist, weil du nicht weißt, wo Stopp ist. Und zum Beispiel auch, was auch ein Riesenthema bei uns Frauen ist, wir lernen nicht mit unseren Gefühlen wirklich umzugehen. Also zum Beispiel, ich habe sehr oft Mühe gehabt, meine Wut zu verkörpern. Weil Wut kannte ich nicht. Ich war immer die nette Frau. Was bedeutet es, Wut zu fühlen? Ach, wenn ich Wut fühle, bin ich ein schlechter Mensch. Das hat dich sehr stark verankert. Also war ich immer sehr lieb, angepasst. Ich habe die Wut gelebt gegenüber meiner Familie. Also zum Beispiel meiner Mutter and Schwester, da war ich sehr wütend. Da habe ich mystery, da konnten die kleinsten Dinge sein, and ich bin explodiert. But given voll lieber. Immer. I have everyone geschluckt. And as I learned these Anteile to see and really to leave, hat sich vieles geshift. I have geleid the Wut to Leben. Wut is geil. I love all Anteile and this is also the Weiblichkeit. Weiblichkeit bedeutet für mich persönlich heute, alle Anteile in dir zu leben. Die Wut, die Lust, die Trauer, die Angst, alles da sein zu lassen. We must nicht angst haben von diesen Anteilen. But we have sehr oft nicht gelernt, wie wir diese Anteile gesund verkörpern können.

SPEAKER_00

Gibt es dir dann auch die Chance, mehr im Hier und Jetzt zu leben?

SPEAKER_01

Ja. Weil das, was da ist, das lebe ich. Ich fühle gerade Wut. Geil. Was will die Wut mir sagen? Wut, was ist Wut für dich für eine Farbe?

SPEAKER_00

Rot.

SPEAKER_01

Ja. Geil, oder? Was ist Rot? Feuer. Also wenn ich mir die Wut nicht erlaube, dann lebe ich mein Feuer nicht. Und ich sage nicht die Wut gegen andere Menschen. Das hat nichts mit Wut zu tun. Die Wut ist ein gesunder Anteil. Irgendwas ist gerade, gut, ich fühle die Wut. Die Wut darf da sein, aber nicht unterdrücken. Und das ist in sehr vielen Aspekten. Allgemein mit Gefühlen. Und das habe ich dann auch gelernt. Also ich musste da wirklich, also ich bin ja dann, ich bin so viel in Therapie gegangen, also was aber auch vielleicht noch wichtig ist zu sagen, ich bin am Anfang ein Jahr in diese Psychotherapie und alles Mögliche und habe dann aber für mich gemerkt, da komme ich nicht voran und habe dann sehr schnell alternative Therapien gesucht. Also ich bin viel in Kinesologie, NLP, Hypnose, alles. Also ich war schon, ich war glaube ich wirklich jedes halbe Jahr bei einer neuen Therapeutin, aber wirklich auf der Alternativschiene. Ich habe auch sehr viel mit meinem Körper gearbeitet, ich habe Familienaufstellungen gemacht, ich habe EDM, Ärger mit den Augentherapie, um Traumatas rauszulösen. Ich habe Rückführungen, also ich habe alles. Ich habe die ganze Palette, alles, was es in dieser spirituellen Dings auch gibt, habe ich alles durchgemacht.

SPEAKER_00

Kurz dazu. Ich glaube, viele Leute da draußen haben auch ein falsches Weltbild, wenn es um das Thema Therapie geht im Allgemeinen. Ich selber praktiziere ja auch NLP, Hypnose. Ich habe auch schon selber Ahnen-Themen lösen lassen, etc. Ich habe auch schon viel gemacht. Ich glaube, viele denken immer, Therapie ist immer gleich Psychiater oder irgendwie sowas. Dass irgendwann etwas Extremes passiert ist. Vielleicht leg mal na, was für dich auch Therapie ist und wie stark das eigentlich helfen kann, weil du hilfst ja auch anderen Frauen mit dieser Technik.

SPEAKER_01

Also ich glaube, wichtig ist für sich zuerst mal herauszufinden, wie ist gerade mein Leben. Und wenn du merkst, okay, es könnte besser sein, das ist meistens so. Also ich merke auch bei mir, es gibt immer was. Man muss jetzt da nicht übertreiben, aber wenn du spürst, hey, das ist vielleicht ein wiederkehrendes Thema, dann darf ich da vielleicht tiefer gehen. Und heutzutage, es ist ja nun mal so, wir lernen durch andere Menschen. Also wir sind auch nicht dazu gemacht, da können wir jetzt auch in die Evolution zurückgehen. Wir haben auch früher, ich übertreibe jetzt voll, aber wir haben vielleicht am Lagerfeuer gesessen und wir haben vielleicht miteinander diese Themen angeguckt, so übertrieben gesagt, früher waren wir mehr in Communities. Heute sprichst du vielleicht mit deinem besten Kollegen, du sprichst über diese Themen, aber wir sind trotzdem tendenziell mehr alleine. Oder viele haben nicht diese Tiefe, damit sie dir dann auch weiterhelfen können. Also wenn du jetzt mal mit deinem besten Kollegen zum Beispiel sprichst, vielleicht hast du jemanden, der sehr, sehr weit sich sehr tief mit sich auseinandersetzt. Vielleicht hast du aber auch jemanden, der projiziert. Projektion ist nichts Schlechtes, aber er mischt dann zum Beispiel seine Themen mit rein oder sieht die Dinge nicht klar und kann dir dementsprechend keinen neutralen Tipp oder Punkt geben. Und das ist halt zum Beispiel was, was eigentlich in einer Therapie der Fall sein sollte. Und deshalb ist zum Beispiel Therapie meiner Meinung nach sehr was Tolles. Und hier ist auch wieder der Punkt, ich sage nicht Therapie an sich, es kommt sehr stark auf die Form der Therapie an. Denn ich glaube nicht, dass es richtig ist, dass man vier, drei, vier Jahre in eine Therapie geht und nach wie vor immer noch so, also man hat immer Themen, aber immer noch so nicht wirklich vorankommt oder immer noch nicht weiß, wie man wirklich sein Leben verändern kann. Oder immer noch nicht wirklich in seiner Kraft ist. Also das ist für mich zum Beispiel wichtig. Also wenn man in einer Therapie ist, frage dich selber, wie sehr ist meine Lebensenergie, meine Klarheit, mein Feuer, meine Power, meine Lebenslust durch diese Therapie zurückgekommen. Das ist ein sehr wichtiger Indikator.

SPEAKER_00

Es ist auch, glaube ich, wichtig, dass man nicht zu viel coacht. Ja. Weil es gibt so viele Leute und das sind die, die viel machen. Es gibt Leute, die machen gar nichts. Deswegen da erstmal die Sensibilisierung, es ist gut, ja? Ja. Aber für die, die zu viel machen, ist auch nicht gut. Genau. Also es ist immer, egal was im Leben ist, es ist immer die Maße. Letzten Endes beim Coaching ist es halt so, es gibt grenzenlos Themen. Du findest immer irgendetwas. Wenn du suchst und ins Detail gehst, dann kommen so Mikrosachen auf. Es gibt aber irgendwo einen Punkt, wo du sagst, okay, wenn die wirklich groben Sachen, ich sage dann eher zum Beispiel Metathemen, das sind dann größere Sachen, wie zum Beispiel, wenn man allgemein dieses Ich bin es nicht wertgefühl hat. Dann ist es ein großes Topic, dann gibt es einen Punkt, wo das entstanden ist, dann macht man das Ganze, okay, dann gibt es noch ein paar kleinen Themen, die da dran geknüpft sind. Aber viel, viel, viel mehr muss man da nicht machen. Und das Wichtigste ist halt, dass danach dann die Umsetzung kommt, weil die Leute denken dann, ich muss noch mehr coachen und dadurch kommt der Umbruch. Oder dadurch starte ich dann. Starten musst du selber. Man kann durch die Therapie helfen, dass man das, was dich da blockiert oder zurückhält, diese Lasten, die an dir sind, wegzulegen. Springen oder sprinten musst du jetzt selber. Und das ist ein Point, ich glaube, das vergessen die Leute dann und verlieren aus den Augen.

SPEAKER_01

Ja, weil es ist ja immer Körper, Geist und Seele. Du musst auf allen Ebenen und wirklich die Umsetzung ist das Wichtigste in allem, ob es im Business ist, ob es im Mindset-Themen ist. Du kannst wir beide coachen Leute, wir könnten jetzt Leuten eine Stunde lang was erzählen, wenn sie es danach nicht umsetzen oder auch klar, vielleicht fehlt ihnen vielleicht, wie setze ich es um, das kann man ihnen auch erklären, aber machen müssen sie es selber. Weil Verkörperung, also Realitäts shiften, zum Beispiel, wenn wir jetzt auf der Bewusstseinsebene arbeiten, weil ich arbeite sehr stark auf der Bewusstseinsebene, das heißt halt wirklich quantenphysikmäßig, das ist dann für mich auch irgendwann so klar geworden, dass man dort noch viel mehr shiften kann. Und wenn du wirklich deine Realität shiften willst, weil ich habe meine Realität 365 Grad geshiftet, also wirklich komplett, dann geht es um die Umsetzung. Und meine Realität hat sich erst geshiftet, als ich wirklich in die Handlung gekommen bin. Ich wusste viel. Ich war seit 19 Jahren in Therapie. Also ich habe auch noch eine psychosoziale Beratungsausbildung gemacht. Ich hatte das Wissen, aber ich habe es nicht immer umgesetzt. Und erst als ich gemerkt habe, so, jetzt gehst du in die Umsetzung, wie gehst du in die Umsetzung, erst dann hat sich wirklich die Veränderung vollzogen.

SPEAKER_00

Was war dann für dich oder ist es heute so dein Antrieb, dein Why, dein Warum? Ich spreche davon und wir kennen das Wort für die Leute, die es dann nicht wissen, das why, dein Warum, ist das, was dein Motor ist. Wenn du etwas tust, gibt es immer eine Ursache, warum du diese Sache machst. Wenn man zum Beispiel sagt, hey, ich möchte finanziell frei werden, warum möchtest du das? Möchtest du, damit du einfach mehr Geld auf dem Konto hast, möchtest du mit dem Geld etwas erreichen? Und das ist sozusagen der Ursprung, woraus du dann deine Energie, also deine Ressource dann schöpfst, um voranzutreiben. Das ist einfach für alle nochmal, was ist es bei dir?

SPEAKER_01

Du meinst natürlich aufs Coaching oder auf mich persönlich. Auf dich persönlich. Auf mich persönlich. Meine Bewusstwerdung, mein innerer Frieden. Ja, also mein Antrieb ist einfach, das Glück des Lebens zu erfahren, ohne die äußeren Umstände dafür zu brauchen. Ich glaube, das war für mich ein riesen Learning. Weil ich war früher, und ich möchte das jetzt nicht verurteilen, wie gesagt, Geld ist geil, ich war nicht Geld fixiert, aber ich habe viele Dinge wegen Geld gemacht. Ich habe sehr viele Business auch ausprobiert. Ich habe damals mit E-Commerce gestartet, dann habe ich digitales Marketing gemacht, dann hatte ich eine Couchtische verkauft, einen Vertrag mit Istanbul gehabt, mit irgendwelchen Verkäufern, habe mir das in die Schweiz geliefert. Ich habe alles, dann habe ich Trading gemacht, ich habe alles und dann bin ich im Network Marketing gelandet. Ich habe alles Mögliche ausprobiert und ich habe es geliebt. Diese Sachen haben mir Fähigkeiten gegeben, die ich gebraucht habe. War unfassbar geil. Aber ich habe oft gemerkt, du machst das um das Geld, an das Geld, also Geld ist ja die Konsequenz daraus. Ist ja auch geil. Aber ich habe wie so gemerkt, es ist nicht mein Feuer, so es ist nicht meine pure Leidenschaft. Zum Beispiel, als ich einen E-Commerce Store hatte, da musst du die KPIs lesen, du musst das alles. Es ist geil. Aber ich habe dann wie so gespürt, eigentlich wirklich mein Feuer brennt, wenn ich mit Leuten spreche, wenn jemand mir seine Geschichte erzählt und ich sehe genau, ah, okay, das ist wegen dem. Und das können wir so lösen. Und da kommst du in deine Kraft. Und und um. Das ist mein Feuer. Und dann habe ich irgendwann so gespürt, okay, wenn du das tust und du würdest das auch ohne Geld machen, aber im Endeffekt Geld, so ist die Konsequenz daraus, dann ist ja das eigentlich auch so ein bisschen deine Berufung. Und dann habe ich, als ich das mehr gemerkt habe, habe ich gespürt, dann habe ich ja dadurch eine innere Zufriedenheit. Und umso mehr sind dem Außen die Dinge weggefallen. Also im Endeffekt, das Geld war mir nicht unwichtig, auf gar keinen Fall, aber nicht mehr so wichtig wie davor. Es war mir mehr wichtig, Dinge zu tun, die mich einfach erfüllen. Und es waren immer mehr die kleineren Dinge, die mir Fülle gebracht haben. Also ich lebe heute wirklich, also ich lebe jetzt hier in Dubai. Ich lebe das ruhigste Leben. Also ich stehe morgens auf, ich habe meine Morgenroutine so, ich habe auch keine Routine, ich mache das, was ich Bock habe. Wenn ich eine Gym-App zum Beispiel, ich gehe nicht für ins Gym, muss ich dazu sagen, aber dann, wenn ich Lust habe, ich bin sonst sehr aktiv, ich gehe halt sehr viel spazieren, ich fahre viel Fahrer, solche Sachen. Und wenn ich Bock habe, heute das zu machen, dann gehe ich dahin und ich mache das, was mir die Lust gerade, oder nach was mir gerade ist. Und das ist für mich eigentlich die Fülle. Also wirklich präsent in dem Moment zu sein, weil es geht immer um den Moment. Wir Menschen jagen nach allem Möglichen. Und wenn wir nach Geld jagen, und ich sage jetzt mal, wir sind Multimultimillionär, und wir dann nicht die Erfüllung spüren, dann hast du ein Problem. Weil du dann merkst, es ging nie um das. Es ging immer nur um das Gefühl dahinter. Du wolltest die Freiheit, aber Freiheit ist nicht Geld. Freiheit kann nie mit materiellen Dingen kommen. Freiheit entsteht in dir selber. Und ich laufe heutzutage wirklich täglich am Fluss zum Beispiel und ich habe die größte Freiheit, die ich je in meinem Leben gespürt habe. Einfach durch die Präsenz in dem Moment. Und mir kommen teilweise die Tränen. Wirklich, ich bin so, wenn mich jemand sehen würde, die denken, die hat einen Schaden. Und ich stehe einfach da und ich denke mir so, danke für meine Existenz, danke für, danke, dass ich einfach hier bin und danke, dass ich es erfahren darf, egal was gerade in meinem Leben ist. Und diese Dankbarkeit wirklich zu verkörpern, das ist für mich das Schönste, was das gibt.

SPEAKER_00

Und da höre ich auch wieder raus, dass du da wirklich im Hier und Jetzt bist. Und natürlich von außen hin wirkt es komisch für die Leute, weil aber keiner im Hier und Jetzt lebt, weil die das nicht verstehen, weil die sich nachvollziehen können. Aber dann hast du genau das erreicht, was eigentlich das Wichtigste in diesem Leben ist. Und für alle, die sich fragen, okay, wie kann ich mein Warum herausfinden, nur eine kleine Challenge, beziehungsweise To-Do, was sie machen können. Du hast jetzt schon wirklich ausgefahren, wie das bei dir war, die Steps auch und was es alles für einen Effekt hatte. Für jemanden, der jetzt nicht genau weiß, okay, was ist mein Warum, es gibt eine richtig gute Übung und das nenne ich siebenmal tiefer. Und du nimmst praktisch dann einmal eine Sache, die du machst. Zum Beispiel, wenn du sagst, hey, ich mache Business, ich möchte finanziell frei sein, dann, okay, das ist dann die Ausgangslage, dann fragst du, warum möchte ich finanziell frei sein? Oder warum möchte ich mehr Geld haben? Dann sagt man, ah, okay, weil ich möchte natürlich mehr Kaufkraft haben. Okay, wofür willst du diese oder warum willst du diese Kaufkraft haben? Ich möchte mir ein großes Auto kaufen. Okay, warum willst du dieses große Auto haben? Ja, weil ich dann auf der Straße anders wahrgenommen werde. Ah, okay, warum willst du anders wahrgenommen werden? Ja, weil ich als Kind zum Beispiel nicht so behandelt wurde. Ich wurde immer klein gemacht. Ja. Warum wurdest du immer klein gemacht? Und du gehst so immer tiefer. Und auf einmal bist du von, ich möchte mehr Geld verdienen zu einer Sache, wo du denkst, oh mein Gott, wo bin ich gelandet? Und wenn du nicht anfängst, Tränen in den Augen zu haben, dann hast du es nicht richtig gemacht.

SPEAKER_01

Genau, dann traust du dich nicht wirklich an den Kern zu gehen.

SPEAKER_00

Auf jeden Fall. Du findest da genau, was du auch gesagt hast, du findest deinen Kern, du findest deinen Painpoint.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Und das ist das Wichtige. Wenn du das gefunden hast, ist der Antrieb noch viel, viel stärker und intensiver.

SPEAKER_01

Und dann findest du deine wahre Berufung. Weil ich glaube, jeder hat hier eine Berufung, jeder Mensch. Keiner ist hier für nicht so. Und ich sage auch, jede Berufung sieht so anders aus. Und wir müssen uns nicht an anderen Menschen orientieren. Das Einzige, was wichtig ist, dass du wirklich bereit bist, dich kennenzulernen. Weil die meisten Menschen kennen sich nicht. Und sie leben ein Leben einfach vor sich hin. Und dann fragen sie sich, ey, ich habe vielleicht ein Haus, ich habe vielleicht Geld, aber ich fühle mich innerlich nicht wirklich erfüllt. Ja, vielleicht bist du gerade, ich sage jetzt irgendwas, du bist in einer krassen Managementposition, aber vielleicht wolltest du schon immer einen Blumenladen eröffnen. Zum Beispiel, wenn das wirklich dein inneres Feuer ist, und da geht es nicht um Geld, es geht darum, du liebst es vielleicht da mit den Leuten zu sprechen, sie zu beraten. Jeder hat einen anderen Antrieb. Und das ist das Wichtige, dass wir wieder bereit sind und auch wieder den Mut haben. Weil wir sind, also ich sage immer so, diese, also ich habe mir auch irgendwann so die Frage gestellt, oder ich will alles, alles einfach ausprobieren. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wirklich den Mut nicht aufgebracht zu haben, mein Leben so zu leben, wie ich möchte. Ich bin eingegangen wie eine Pflanze. Ich war irgendwann so verwelkt und ich bin wirklich so auf meiner Couch gesessen damals und habe mich so gefragt, also wenn das dein Leben ist, also boah. Und ich bin dann wirklich losgegangen. Ich bin für mich losgegangen. Und ich bin durch so viele Höhen und Tiefen und es kamen so viele Hindernisse und ich habe aber irgendwann dieses Feuer zurückbekommen. Und ich habe einfach gesagt, ich mache einfach. Ich gehe heutzutage alleine reisen. Ich habe meinen Geburtstag dieses Jahr komplett alleine verbracht. Ich bin dieses Jahr, ich wurde 29, bin alleine nach Zypern geflogen, habe mir eine Suite gebucht. Einfach so, das war wirklich auch nicht um, also es ging mir nicht ums Geld, aber ich so, einfach das Teuerste, ist mir egal, einfach das, was ich mich, was mich wohlfühlen lässt. Habe ich mir die Suite gebucht und bin alleine am Meer essen gegangen. An meinem Geburtstag. Und auch meine Mutter hat mir geschrieben, ja, wie geht's dir so allein? Und ich so, super, mir geht's verlendet. Und ich war so, es war so schön. Und ich bin einfach allein, dann bin ich nach Mabaya gegangen und ich bin einfach, und ich habe so gemerkt, es ist so schön. Und ich bin sehr oft alleine. Ich verbringe sehr oft Zeit mit mir alleine, aber ich liebe es. Und es ist kein Zwang. Weil ich bin nicht alleine. Ich fühle das Alleinsse. Ich bin verbunden. Ich bin immer verbunden. Aber mit mir und das ist das Wichtigste.

SPEAKER_00

Wir haben jetzt sehr, sehr viel über Themen, die mit uns selber zu tun haben und im Inneren geredet. Von Mann zu Frau. Was denkst du, was ist der Grund, dass die Männer heutzutage nicht männlich genug sind?

SPEAKER_01

Die Frage, die sich vielleicht jedermann stellen darf, wie sehr liebe ich es, Probleme zu lösen? Wie sehr liebe ich es, oder wie sehr habe ich eine Vision?

SPEAKER_00

Ich habe diese Fragen nicht gestellt.

SPEAKER_01

Ja, also es ist sehr wichtig, dass ein Mann eine Vision hat. Ich glaube, ein Mann braucht einen Antrieb und das ist auch jetzt egal, Mann oder Frau. Wir sind eigenständige Menschen. Und ich habe mich als Frau gefragt, was will ich in meinem Leben? Und ich habe nicht auf, also ich habe gesagt, der Mann wird kommen. Es geht mir nicht um den Mann. Also ein Mann ist kein Mittelpunkt meines Lebens. Ich bin der Mittelpunkt meines Lebens. Und somit wird sich auch im Äußeren alles fügen. Da bin ich der hundertprozentigen Überzeugung. Und das darf man auch als Mann machen. Weil viele Männer, und das ist, ne, zum Beispiel, warum kaufst du dir ein Auto? Warum willst du das? Wenn du es wirklich aus deiner inneren Überzeugung, weil du es für dich geil findest, aber nicht um Frauen zu beeindrucken oder so, ist jetzt sehr oberflächlich gesagt. Aber dass du wirklich als Mann dich fragst, was will ich? Wer bin ich als Mann? Wie kann ich zum Beispiel mich zur besten Version machen? Geh ins Gym, mach, löse Probleme, all diese Sachen und mach es für dich als Mann. Wie kann ich, und ich sage nicht, dass das Leben hart ist, weil das stimmt nicht, aber wie kann ich, wenn das Leben hart sein würde, mit diesem trotzdem umgehen und ich liebe es, da reinzugehen. Als Mann ist es wichtig, früher zum Beispiel, und ich bin, also Krieg ist ja absolut, na, muss man nicht drüber sprechen, aber trotzdem, die Männer mussten lernen, wie gehe ich damit um. Die Männer haben gelernt, in die Härte zu gehen. Und das ist das, also ich sage nicht, dass Krieg das Richtige ist, aber es geht einfach darum, dass Männer wieder lernen, voranzugehen. Männer dürfen wieder, und wie gesagt, wir Frauen, es geht, also wir Frauen dürfen trotzdem weiblich werden. Weil viele Frauen sagen, ja, wenn der Mann dann wieder. Nein, der Mann ist nicht dafür da, dass du trotzdem in die Weiblichkeit gehst. Der Mann macht seinen Weg, du machst deinen Weg. Und es ist keine Excuse, sozusagen, dass der Mann oder dass du jetzt nicht weiblich wirst, weil der Mann aktuell noch nicht in dieser Männlichkeit ist. Du bist selber für dich verantwortlich. Das finde ich sehr, sehr wichtig.

SPEAKER_00

Das ist auch sehr gut gesagt, dass das Leben nicht hart ist heute. Und auch das mit dem Krieg stimmt aber vollkommen. Ich glaube, dass genau das das Problem ist, weil das Leben heute keine Härte mehr fordert. Und da gibt es eine schöne Sagung, kommt ja vom Scheich hier aus Dubai, harte Zeiten kreieren gute, nein, starke Männer kreieren gute Zeiten. Gute Zeiten kreieren wieder schwache Männer. Und wir sind jetzt genau bei dem Punkt, wo unsere Vorfahren, die stark waren, Zeiten kreiert haben im Krieg, damit es jetzt besser wird. Jetzt haben wir gute Zeiten, wir müssen uns keine Sorgen machen und genau das ist das Problem, weil wir nicht gechallenged werden. Und deswegen ist diese Generation von Männern, die jetzt da sind, sagen wir mal, jetzt hier, die zwischen, sagen wir mal, 16 bis sogar 30 oder noch mehr, sind jetzt so, die nicht wirklich gefordert wurden. Das stimmt. Und ich glaube, dass ein Weg wäre, und du kannst da auch gerne aus deiner Perspektive noch ein paar Punkte nennen, das habe ich nämlich schon oft gesagt, mach dir das Leben schwer. Suche Dinge, die dich challengen. Mache zum Beispiel konstant Sport. Also dieser Vergleich mit Krieg ist gut. Natürlich ist Krieg im Prinzip nichts Gutes, aber das ist halt einfach die höchste Form von Forderung von einem Mann. Und jetzt hast du zwar keinen Krieg, mach dir deins in deinem Leben. Gut gesagt. Ja, aus dem Positiven. Ich hoffe, die haben die Karte. Leute verstehen das schon. Die sollen verstehen, was ich meine. Letzten Endes Sport machen, es ist eine harte körperliche Druck. Du machst etwas, worauf du keine Lust hast. Du lernst dadurch Disziplin. Und dann gibt es viele andere Dinge, die du machen kannst, einfach um härter und stärker zu werden und einfach nicht zu verweichlichen. Ich glaube, dieses Weiche, was die Männer haben, ist das, was denn auch wiederum die Männlichkeit ein Stück weit nimmt. Weil es eine Eigenschaft ist, die die Frau ausleben darf und der Mann nicht machen sollte oder müsste. Absolut.

SPEAKER_01

Also wo forderst du dich als Mann? Einfach wo forderst du dich? Und das hat nichts, das müssen nicht alle Männer gleich machen. Also erkenne dich als Mann, frage dich, was oder wer was für eine Art von Mann will ich sein? Und dich heraus, also auch nicht dich zu krähen, sondern herauszufinden, wer du bist. Und da einfach voranzugehen und dann dich zu challengen selber. Wie du sagst, zum Beispiel Sport ist sowas Geiles. Dann gehst du vielleicht einmal ins Boxen, dann machst du das. Erfinde dich als Mann. Finde heraus, was alles in dir steckt. Und viele Männer, so egal mit wem ich spreche, alle sagen, Gym ist mein Motor. Also wenn ich ins Gym gehe, Mein Kopf ist leer, das ist geil, dann mach das, dann bau das in deinem Alltag ein, dass du hier einfach wieder in die Stärke kommst. Und wenn du merkst, keine Ahnung, ich sage jetzt, diese Übung habe ich schon hunderttausend Mal gemacht, ich bin Pro darin, dann such dir eine neue Challenge. Dann geh ins Kickboxen, dann geh ins, ich weiß nicht was, aber es geht eben darum, dass du dich permanent auch wieder neu forderst. Und das ist jetzt auch das Wichtige. Wir Frauen fühlen uns halt zu Männern hingezogen, das ist auch biologisch gesehen, bei denen wir merken, die setteln nicht einfach und sind nicht einfach so, ist alles gut jetzt, sondern die sich permanent selber challengen. Weil wir sehen, der Mann ist lösungsorientiert, er will weitergehen, er will wachsen. Das bedeutet auch für uns Sicherheit. Wir symbolisieren damit Sicherheit. Früher zum Beispiel, wenn jetzt Männer aus dem Krieg gekommen sind, Frauen haben die meistens als die Helden gesehen, weil krass, die haben durchgezogen, die haben gemacht und getan. Wir haben halt eine gewisse Männlichkeit in denen gesehen. Aber warum? Weil sie sich mit sich so krass auseinandergesetzt haben. Und ich glaube, das sollte halt für jeden Mann, der vielleicht auch gerade bei Frauen gut ankommen kann, setz dich mit dir auseinander, geh deinen Weg, aber lerne auch als Mann, dann auch eine, wie sagt man dem, eine Rarität zu sein, dass du halt wirklich auch dann auch für dich hohe Standards setzt. Dass du dann auch weißt, okay, wenn ich so ein Mann bin, dann will ich auch eine Frau, die dasselbe hat und die dasselbe macht. Und so ist es ja bei einer Frau genau gleich. Wenn du dich entwickelst, dann ist für dich, also ein Mann, der das nicht mitbringt, kommt nicht mal in Frage. Und das ist halt sehr, sehr wichtig, dass man einfach bei sich selber halt diese Werte vertritt und dann halt auch im Gegenüber auch nur das akzeptiert.

SPEAKER_00

Du hast gesagt, Männer müssen für sich arbeiten und Frauen für sich. Es kann jetzt nicht ein Mann bestimmte Dinge tun, die der Frau bestimmt helfen, aber es kann er nicht bestimmen und genauso auch nicht andersrum. Machen wir mal ein Paartherapie, okay? Wenn jetzt ein Mann kommt, der nicht in der männlichen ist und er hat eine Freundin und die Dame ist auch nicht in der weiblichen. Was sollten beide tun? Nicht getrennt, sondern was könnten sie gemeinsam tun, dass beide aber für sich da da einen positiven Effekt anbekommen?

SPEAKER_01

Als erstes würde ich mal schauen, wer hat aktuell den Lied so stark, dass die Energien nicht mehr gesund switchen können? Also ich gehe jetzt, ich sage jetzt mal ein Beispiel, es sind da zwei Mann und Frau und die Frau ist zum Beispiel zu Hause sehr kontrollierend. Also der Mann kommt nach Hause, boah, du hast das nicht gemacht oder bring jetzt den Müll runter oder mach jetzt das. Das sind halt so die typischen Sachen, was heutzutage einfach sehr populär ist. Und dann halt als Frau darfst du dich fragen, bin ich bereit, die Kontrolle mehr loszulassen und den Mann mehr Mann sein zu lassen? Weil das ist wieder der Punkt bei einer Frau, du bist nicht zuständig, dass der Mann sich, keine Ahnung, dass er zu Hause so ist oder das, der Mann ist so, wie er ist. Und sehr oft lassen die Frauen jetzt halt wirklich gerade im Haushalt den Mann nicht entfalten, so wie er ist. Zum Beispiel, ich sage jetzt, die Küche muss immer aufgeräumt sein. Sobald der Mann da was hinstellt, explodiert die Frau. Das ist wirklich so ein Alltagsbeispiel. Das ist so, und hier, das darf man ansprechen. Aber man kann dann zum Beispiel als Frau auch lernen, wie kommuniziere ich das? Zum Beispiel hier dann zum Beispiel zu sagen, hey mir, ist es wichtig, dass die Küche immer aufgeräumt ist, weil dann fühle ich mich mehr wohl zu Hause. Der Mann muss das verstehen, aber ihn nicht anschreien und sagen, du räumst nie auf, du machst das nicht, du unterstützt mich nicht. Also das ist halt sehr oft diese Härte. Das ist mal das Erste, was die Frau sich fragen soll, bin ich bereit, wirklich die Kontrolle mehr loszulassen? Und dann halt zu fragen, wie kann ich dem Mann mehr Raum geben, dass er mehr die Männlichkeit zu Hause, weil im Endeffekt ist ja dann auch hier, die Frau hat den Lied. Wie kann ich dem Mann im Alltag wieder mehr den Lied geben, dass er sich auch wieder mehr maskulin fühlt? Also verstehst du, bis auf. Also man könnte jetzt hier noch ganz viel tiefer gehen, aber auch hier mal die erste Frage, wer ist aktuell zu seiner harten Dominanz oder wer ist aktuell vielleicht auch nicht bereit, seine eigene Rolle so stark loszulassen, dass hier die Polarität dann wieder switchen kann?

SPEAKER_00

Das hast du jetzt sehr gut gesagt. Man muss Dinge loslassen.

SPEAKER_01

Absolut, ja.

SPEAKER_00

Weil die meisten Leute halten so fest an Dingen, die halten so fest an den Sachen, wo die dann sagen, ja, ich kann mich anpassen, aber einen Teil von dir muss sterben. Und das sagt man immer. Wenn du eine Sache erreichen möchtest in deiner Zukunft, muss ein Teil von dir sterben, damit du eine neue Version von dir werden kannst. Und ich glaube, das ist das Ding, was die meisten dann auch, vor allem Paare dann zurückhält, weil einer von den beiden nicht bereit ist, Dinge loszulassen.

SPEAKER_01

Immer, es ist immer das, ja.

SPEAKER_00

Und wenn wir schon von Loslassen sprechen, ich habe eine Abschlussfrage, die ich alle meine Podcast-Gäste sehr gerne frage. Und es ist jetzt eine Welt, die du dir vorstellen darfst. Du darfst dir deine Antwort sehr, sehr gerne kurz überlegen, ist ein bisschen intensiver. Man redet doch oft über das Streben nach Glück. Ja. Und auch wenn wir jetzt natürlich über Energie und Weiblichkeit, Männlichkeit gesprochen haben, sind es wichtige Themen auf dem Weg. Aber wenn du am Ende deiner Tage angekommen hast, dann zählt nur eine Sache. Wie hast du dein Leben gelebt? Warst du glücklich oder nicht? Du kannst nichts mitnehmen, kein Geld, nichts. Alles war belanglos, du blickst zurück. Bist du dann dankbar oder bereust du Dinge? Und das, was ich sage, ist, das wichtigste Ziel im Leben, und danach musst du auch deinen ganzen Alltag oder dein Leben dann setten, ist glücklich zu sein, den Moment zu genießen. Die meisten Leute schaffen es nicht. Und vor allem große Einflussfaktoren spielen Geld und Zeit. Und jetzt meine Frage. Stell dir eine Welt vor, wo keine Zeit und kein Geld eine Rolle spielt. Was würde dich wirklich glücklich machen?

SPEAKER_01

Die Erfahrung. Die Erfahrung des Lebens. Wir sind hier nur für die Erfahrung. Das ist meine felsenfeste Überzeugung. Also ich hatte eine Nahthoderfahrung, muss man vielleicht noch dazu sagen. Und ich wusste es, wie es ist, nicht mehr auf dieser Welt zu sein. Und ich habe mich damals entschieden, zurückzukommen. Wenn du im Licht bist, dann hast du diese Möglichkeit. Und ich habe das Leben an mir vorbeiziehen sehen. Und ich habe gesehen, es geht nur um die Erfahrung. Wir sind hier für einen sehr kurzen Moment and I have mein Leben, es war ein Wimpernschlag. And ich habe die Demut gespürt. Ich habe gespürt, es ist ein Riesengeschenk, dass ich hier bin. Es ist so ein Geschenk, einfach nur hier leben zu dürfen, dass ich in diesem Körper bin, dass meine Seele sich entschieden hat, auf diese Erde zu kommen. Und es geht nur um die Erfahrung. Alles andere ist unser Ego und unser Ego probiert uns zu kontrollieren. Aber glaube mir, die Seele, sie will nur hier sein, um einfach die Erfahrung zu genießen. Und die Erfahrungen nicht zu werten, das ist die Kunst. Das ist die Kunst. Weil egal wie viel Geld du hast und wie wenig Geld du hast, das sind alles, also wenn du stirbst, du spürst wieder die Liebe. Ich habe damals, als ich weg, ich war 14 Stunden aus meinem Körper, ich habe die pure Liebe erfahren. Und ich bin zurückgekommen auf diese Erde und ich habe gedacht, oh mein Gott, wie wenig Liebe empfinde ich gerade. Weil wenn du weg bist, dann bist du in der pure Liebe. Und ich habe gespürt, wir sind hier inkarniert, um die Liebe wieder zu verkörpern. Das heißt, je mehr wir wieder beginnen zu lieben, die Liebe zu uns selber, zu anderen, einfach wieder die Liebe auf die Erde zu bringen, das ist für mich eigentlich das pure Glück. Weil Glück entsteht, wenn du es teilen kannst. And Glück ist für mich auch, dass wir diese Welt wieder verändern. Also ich glaube, sehr viele Menschen, gerade auch die, die jetzt diesen Podcast hören, we are schon in einem sehr hohen Bewusstsein. Und Bewusstsein wertet nicht. We all have ein Bewusstsein, aber Bewusstsein geht darum, dass du halt vielleicht schon mehrere Erfahrungen in mehreren Inkarnationen gemacht hast. Und dein Bewusstsein ist jetzt bereit zu expandieren. Dein Bewusstsein ist bereit, mehr Realitäten zu erfahren. Und wir sind hier, um diese Menschheit wieder aufzuwecken. Und ich würde sagen, wenn wir das wieder erreichen, wahrscheinlich nicht in diesem Leben, dann werden wir auch das Glück erfahren, weil wir die Liebe wieder mehr fühlen, die kollektive Liebe. Es geht um die Liebe auf diesem Planeten, denn wir sind gerade alle in der Trennung. Und wir dürfen wieder lernen zu lieben. Uns, als allererstes uns, unsere Mitmenschen. Und im Endeffekt, so werden wir die Mensch, die Menschheit wieder verändern können. Weil das ist gerade sehr, sehr wichtig. Wir sind an einem Wendepunkt aktuell.

SPEAKER_00

Alright, perfekt. Ich setze dahinter einen Punkt. Du hast alles gesagt. Danke, dass du dabei warst. Das war eine sehr geile Session. Sehr, sehr geil. Vielen Dank für die Einladung. Sehr gerne. Alright, ladies and gentlemen. Und wie immer, alles fängt an in deinem Kopf.