Future Meditation

Georg Grasser: Warum Angst, Panik und Burnout oft körperlich sind

Eren Kalkan Season 1 Episode 40

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In dieser Folge von Future Meditation ist Georg Grasser zu Gast - Heilpraktiker, Physiotherapeut, Autor und Spezialist für körperbasierte Zusammenhänge bei Schmerz, Angst, Panik und Burnout.

Wir sprechen darüber, warum der Körper oft früher die Wahrheit sagt als der Kopf, weshalb Aussagen wie „das ist psychisch“ häufig zu kurz greifen und wie sich emotionale Belastungen über Faszien, Gewebe und Körpersignale ausdrücken können.

Georg erklärt sein Fasziendistorsionsmodell, seine Grasser-Methode, die Rolle des Unterbewusstseins in der Behandlung und warum viele Menschen ihr Problem ständig beschreiben, aber nie wirklich an der Ursache arbeiten. Außerdem geht es um Burnout-Prävention, Ernährung, Netzwerken, Lernen, persönliche Blockaden und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht.

Eine Folge über Körperintelligenz, echte Praxisfälle und die Verbindung zwischen Heilung, Bewusstsein und Verantwortung.


Time Stamps

00:00 Intro & Vorstellung von Georg Grasser
02:02 Wie er zur Physiotherapie, Heilpraktik und Faszienarbeit kam
05:13 Angst, Panik und Burnout körperlich verstehen
07:05 Warum „ist es psychisch?“ oft in die falsche Richtung führt
09:02 Die 6 Faszienverformungen einfach erklärt
17:59 Unterbewusstsein, Körpersprache und emotionale Themen behandeln
24:53 Häufige körperliche Muster bei Angst und Panik
29:28 Freude statt Geld: Warum Georg diesen Beruf gewählt hat
01:03:00 Die Grasser-Methode, Ernährung, Lernen und persönliche Entwicklung
01:08:56 Glück, Flow-Zustand und Leben im Hier und Jetzt


🎙️Georg's Socials:
Instagram: https://www.instagram.com/eren.kxn
Webseite: https://der-grasser.de
Bücher: https://www.amazon.de/Faszinierend-schmerzfrei-Das-praxisorientierte-Rückenbuch/dp/3741212636/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=VFMSS933BTLJ&dib=eyJ2IjoiMSJ9.ZQV-5ytYTRcUTqdech1yd-8Cx88g4MJa9RWL43-4STaffKDyaSm0fMHtW7yS_pUHvPD9VhhII0vsWdDgfE7imRqzV8kHPwO4uJmhp0NbTT7cmlKyk9-ZLvqbcD58p260jZT1BqwYoxP9hJn_Hcf-L4pn9lIg5U5DyOcbybV8KyCNQEchxWIBmtVjUDzdRfKDSzOeVUhsQUSgULpRR5jmZYdo31f_U5dQtAs8cvr2Tns.JPpg0CGFMTgo6f9Ugqyd1ffhsv-HTinL3M-Io1TNIqM&dib_tag=se&keywords=georg+grasser&qid=1777142701&sprefix=georg+gasser%2Caps%2C153&sr=8-2

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SPEAKER_01

Haben möchte ich gar keine Situationen oder sowas haben, sondern die Leute müssen selbst so kurz reingehen, weil du weißt, wenn ich mich an etwas erinnere, ist es fürs Unterbewusstsein so, wie wenn ich es durchlebe. Genau. Das heißt, das, was körperlich passiert, das wissen die Leute. Und ich muss das Thema gar nicht wissen. Sondern ich frage einfach nur, wo sie spüren.

SPEAKER_02

Man hat immer wieder die Probleme. Dann sagt man, ja, es ist weg, aber es kommt immer, immer wieder. Und dann ist es interessant zu wissen, hey, eigentlich zeigt mein Körper schon das, was die Ursache ist. Und wir versuchen das immer mit den Worten zu erklären.

SPEAKER_01

Und er hat festgestellt, dass Menschen ihre Schmerzen mit Handzeichen beschreiben. Das heißt, egal ob das jetzt eine Linie, ein Punkt oder Kneten oder was auch immer fehlt, Handzeichen hat eine Bedeutung und zeigt eine Faszinverformung. Das heißt, das Unbewusste sagt mir ganz klar, welche Störung da ist im Faszinierung.

SPEAKER_00

Future Meditation.

SPEAKER_02

So, Ladies and Gentlemen, willkommen zurück bei Future Meditation. Ich bin euer Haus, Erin Kalikan, und in diesem Podcast gehen wir wirklich in die Tiefe. Verstehe das Mindset der Erfolgreichen, verstehe, wie diejenigen denken, die es wirklich geschafft haben. In der heutigen Folge habe ich einen sehr interessanten Gast dabei. Müsst ihr euch vorstellen, ich bin ja sehr, sehr tief, wenn es um das Thema Netzwerken geht und habe mich da viel damit befasst, bin sehr oft um die Welt gereist, habe mein eigenes Netzwerk aufgebaut und vor kurzem habe ich dann gesagt, okay, hey, ich möchte mein Netzwerk noch weiter erweitern und möchte wirklich ein Netzwerk nur mit Unternehmern haben, wo aus verschiedenen Branchen die Leute dann sozusagen in einem Roundtable sitzen. Und so bin ich dann auf BNI gestoßen und in diesem Roundtable mussten wir uns dann vorstellen, was wir so machen, hab das dann erzählt und dann hat jeder mal gesagt, was er so macht. Und dann ist eine Person mir wirklich aus dieser Masse herausgestochen und ich habe die Denkweise extrem unterstützt und gefeiert, hab dann nochmal ein kleines Gespräch danach gehabt und so bin ich dann zu dir gestoßen. Deswegen herzlich willkommen, herzlich willkommen beim Podcast. Ich werde dir ganz kurz nochmal eine Vorstellung zu dir machen, dass jeder weiß, worum es heute wirklich geht. Und dann darfst du gerne nochmal selber sagen, wer du bist, was du so machst, was deine Vision ist. Zu dem Thema, wir haben hier Georg Grasser, er steht für radikales Verstehen, warum der Körper oft schneller die Wahrheit sagt als der Kopf und weshalb die Aussage ist, es psychisch oft als Diagnose auch komplett in die falsche Richtung gehen kann. Und in dieser Folge sprechen wir über körperbasierte Arbeit mit Schmerz, Angst, Panik, das wirklich zu verstehen, wie auch mit dem Burnout. Da gibt es auch ein Buch, was du darüber geschrieben hast. Und über Faszien, Muster, Nervensysteme und echte Praxisfälle mit über drei Jahrzehnten Erfahrung, was du hast in der Selbstständigkeit, aber auch mit dem Körper im Allgemeinen. Und einem klaren Fünf-Schritte-Prozess, den du selber entwickelt hast. Und zwei veröffentlichen Fachbüchern verbindest du Performance-Denken mit Körperintelligenz. Wir gehen außerdem in Themen rein, wo es ein bisschen unbequem ist. Wir gehen in die Vergangenheit rein, so mache ich das allgemein bei einem Podcast nicht nur themembasiert, nicht nur Oberflächenkratzen, sondern wirklich in eine Tiefe. Deswegen noch einmal herzlich willkommen und du darfst dich gerne ganz kurz selber nochmal vorstellen.

SPEAKER_01

Ja, du hast mich schon sehr gut vorgestellt. Also ich bin Heilpraktiker, Physiotherapeut, Autor und beschäftige mich eben nicht nur so standardmäßig mit Themen, sondern ich habe eben vor, lass mich nachrechnen, 25, 26, 26 Jahren, 25 Jahren Entschuldigung, Stephen Tybaldus kennenlernen dürfen und der Mann ist Arzt gewesen und er hat festgestellt, dass Menschen ihre Schmerzen mit Handzeichen beschreiben. Das heißt, egal, ob das jetzt eine Linie, ein Punkt oder Kneten oder was auch immer ist, jedes Handzeichen hat eine Bedeutung und zeigt eine Faszienverformung. Das heißt, das Unbewusste sagt mir ganz klar, welche Störung da ist im Fasziengewebe.

SPEAKER_02

Das ist sehr interessant, weil vorhin, vor der Folge habe ich noch kurz gesagt, hey, ich habe auch ein Problem jetzt zum Beispiel, wenn es um Rücken geht, beim Kreuz ungefähr. Und was hast du da genau gelernt? Also, wo erkennt man nur durch die Finger oder wie ich das zeige, was das Problem ist. Weil wenn ich jetzt zu einem Arzt gehe, ist es ja zum Beispiel ganz anders, da sage ich, hey, ich habe da ein Problem und dann kriege ich zum Beispiel direkt eine Diagnose dazu.

SPEAKER_01

Genau, also das habe ich in dem Buch hier beschrieben. Und zwar machen wir verschiedene Handzeichen. Und das Handzeichen, das du gemacht hast, das war, dass du mit mehreren Fingern auf die Stelle gezeigt hast. Und mehrere Finger heißt, dass hier sich Stützgewebe durchgedrückt hat. Das heißt, du könntest dir vorstellen, wir haben eine Hülle, so eine Hülle wie eine Folie, und an einer Stelle weicht sich das ein bisschen auf und dann drückt sich was durch. Drückt sich nach außen. Und da ist das Gewebe eingeklemmt. Und das hast du gezeigt, indem du mit mehreren Fingern oder dem Daumen drauf zeigst.

SPEAKER_02

Interessant. Springen wir mal kurz zum Anfang, weil mich das immer interessiert. Ich habe bis jetzt noch nie jemanden im Podcast gehabt, der jetzt aus der Heilpraktik zum Beispiel kommt oder allgemein mit dem Körper arbeitet. Die meisten Leute waren eher Mindset, Business, ganz normal, klassisch. Wie kam es denn überhaupt dazu, dass du gesagt hast, ich gehe in diese Richtung und mache mich dann auch selbstständig?

SPEAKER_01

Also, eigentlich wollte ich so in die Pflege gehen. Ich habe irgendwie so eine soziale Ader. Und dann habe ich aber während meines Praktikums bei der Marine in der Klinik die Arbeit von Physiotherapeuten gesehen und war total begeistert. Und da habe ich mir gedacht, Physiotherapeut, das ist es. Und nach der Bundeswehrzeit bin ich dann gleich los und habe mir einen Ausbildungsplatz gesucht for Physiotherapie. And then war das natürlich so ein Prozess, weil ich wollte natürlich besonders gut sein. Ich wollte Probleme lösen. And so kam ich zu Chiropraktik, zu Akupunktur, zu Osteopathie, and then eventually in 2001 zum Faszendistorsionsmodell. And that was the game changer, weil bei den anderen Sachen war ich immer noch am Suchen, am Suchen, am Suchen. And here had ich gefunden. Here had ich gefunden. Und es ging es jetzt bloß darum, das natürlich zu intensivieren. Weil Stephen Dubaldus hat schon sehr viel entwickelt, aber es gibt noch viel mehr, wie wir zum Beispiel herausgefunden haben, dass wir auch Ängste behandeln können. Dass Ängste körperliche Probleme sind, die Leute, wenn man sich die Beschreibung von der Kategorisierung anschaut, werden ja nur körperlich wie Herzrasen oder Brustenge oder irgendwelche Sachen beschrieben. Das sind ja körperliche Symptome. Wie kommt man dann auf was Psychisches? Und da habe ich dann eben, und ein Psychiater, unabhängig von mir, hat es eben auch rausgefunden und wir haben es kennengelernt und haben gesagt, okay, da schreiben wir ein Buch drüber und das ist das zweite Buch.

SPEAKER_02

Und das habt ihr dann gemeinsam verfasst zu genau diesem Thema und da ist ja auch Schlagwort eigentlich Burnout dann letzten Endes mit dabei. Weil das ist ja eigentlich die höchste Stufe, was dann so passieren kann. Also es gibt Stress, es gibt dann Ängste, die man entwickelt, aber irgendwann, wenn wirklich alle Stücke reißen, ist ein Burnout da. Und praktisch könnte man das schon verhindern, ganz am Anfang, wenn man sagt, hey, da gibt es körperliche Auswirkungen oder körperliche Punkte. Und wenn man daran arbeitet, kann man das verhindern, richtig?

SPEAKER_01

Das kann man verhindern, wobei man natürlich sagen muss, Leute, die Macher sind, die sind häufig so drauf, dass sie halt durchgehen, bis sie dahin kommen. Also manche erkennen schon frühzeitig und tun etwas, und das ist zum Beispiel auch Netzwerken ganz gut, um sich da ein bisschen davor zu schützen, aber viele sind präziniert dafür, dass sie eben immer bis ans Limit gehen. Okay. Deswegen ist man Unternehmer, ne?

SPEAKER_02

Ja, natürlich. Alright, ich habe dir zehn Fragen mitgebracht heute, dass wir über diese Themen heute ganz genau sprechen. Und es gibt ja immer wieder diese Aussage, wo die Leute sagen, hey, ist es psychisch? Ist es ein Problem, was mit meiner Psyche zu tun hat? Habe ich vielleicht da irgendetwas? Und es ist ja meistens eigentlich schon zu vorzeitig, dass man da sagt, ja, das liegt daran. Und meine Frage wäre, woran erkennst du in der Praxis, dass jemand zu früh in diese Schublade vielleicht auch gesteckt wurde?

SPEAKER_01

Also, ich mache es so, dass ich eben mich mit der Person unterhalte und wenn jetzt zum Beispiel Ängste sind, dann frage ich die Person, wo sie die Angst spürt. Und dann beschreibt sie mir das. Das heißt, es könnte möglich sein, dass sie zum Beispiel sagt, hier. Dann gehe ich davon aus, man muss immer so sehen, wir reden von einem Modell. Das heißt, ich kann nicht beweisen, dass es so ist. Ich kann nur sehen, wenn es anschließend funktioniert, dass ich wohl recht gehabt habe, aber es ist ein Modell. Und das ist bei vielen Dingen. Die Psychologie ist auch ein Modell. Eine Psyche hast du noch nicht gesehen, ich auch noch nicht. Das ist ein Modell von einer Psyche. Genau wie von der Anatomie. Es gibt keinen zerteilten Menschen. Der Mensch, wenn er zerteilt ist, dann kann er nicht mehr existieren. Das heißt, das anatomische Modell. Oder medizinisch-anatomische Modell, muss ich mal sagen. Und da wird immer das Modell weggelassen und dann heißt es, aber das stimmt doch, ne? Nein, das ist ein Modell. Also wir reden hier nur von Modellen. Und in meiner Vorstellung von Modell ist, wenn jemand das so zeigt, dass seine Ängste zeigt, dass er sozusagen beklemmung hat, er nicht richtig Luft bekommt oder so, dass die Wand, das Mediastino nennt sich das, dass das eben verspannt ist. Also zwischen Herz und Lunge haben wir sozusagen eine Wand und wenn die nicht flexibel genug ist, dann engt es jemanden ein. Und da kann ich dann eben mit einer speziellen Technik rangehen und dieses entspannen. Und dann sagt er, okay, Angst ist weg.

SPEAKER_02

Okay, interessant. Mir sind jetzt ein paar Punkte nochmal genau aufgefallen und das war jetzt zum Beispiel auch, wie ich es genannt habe, ich zeige da mit mehreren Fingern auf einen Punkt oder auf einen Bereich und da erkennst du es. Was gibt es da jetzt für verschiedene Varianten, wie man etwas deuten kann oder wo du weißt, okay, das ist das Problem jetzt gerade.

SPEAKER_01

Also wir haben nur sechs verschiedene Faszinverformungen. Und das heißt, das erste ist mal ein Band, Triggerband, wenn er zeigt. Das heißt, Trigger auslöse und eine bandartige Struktur wie eine Sehne oder wie ein Muskel ist verdreht. Und wenn du eine Schnur hast, die verdreht ist, die tu die Kraftleckscheide übertragen. Und so musst du dir vorstellen, der Muskel spannt an und dann tut das weh. Und das zeigt jemand, indem er einfach eine Linie zeigt. Ganz einfach. Und dann gibt es sechs verschiedene von diesen Klöpfen. Genau, zwei haben wir jetzt schon, den harnierten Triggerpunkt, den du geschrieben hast. Dann haben wir die Continuum-Distursion, das heißt, genau mit einem Finger zeigt der Patient auf einen Punkt. Hier haben wir Sehnenknochenübergang, ist ein bisschen kalk verrutscht. Stephen Tobaldus hat immer ganz gern die Frage gestellt, wie eine Sehne am Knochen befestigt ist.

SPEAKER_02

Hast du eine Idee? Also, ich habe die Frage von dir schon einmal gehört und ich habe beim letzten Mal habe ich die Antwort gegeben. Und das dachte ich wirklich. Also, ich weiß nicht warum, aber ich dachte an einem einzigen Punkt, dass es befestigt ist. Also ziemlich lose dann praktisch. Wäre jetzt meine Antwort doch immer noch. Also es ist das Gleiche.

SPEAKER_01

Eine Sehne und ein Knochen ist das Gleiche. Das heißt, wenn Kalk an einem sehnigen Gewebe dran ist, sprechen wir von einem Knochen. Und wenn kein Kalk da ist, dann sprechen wir von der Sehne. Ach, nur das macht den Unterschied. Ja. Ach, Wahnsinn, okay. Wenn du einen Hühnerknochen zum Beispiel nimmst und legst ihn für drei Tage in Essig oder Essig-Essenz, muss es, glaube ich, schon sein, dann löst sich der komplette Kalk raus und du hast ein Gummiteil.

SPEAKER_02

Und das macht dann letzten Endes eine Sehne aus, dass es einfach auch elastischer ist, oder? Okay, verstehe, verstehe.

SPEAKER_01

Und wenn jetzt da ein bisschen Kalk verrutscht ist, dann ist in dem elastischen Bereich Kalk und der macht es unelastisch. So einfach ist es.

SPEAKER_02

Also jetzt praktisch, die Achilleshneh hat dann einfach keinen Kalk. Das ist der Grund, warum es so elastisch ist in diesem Falle, oder? Genau. Als Beispiel. Okay, verstehe. Und es ist dann eigentlich dasselbe. Also es ist am Knochen direkt befestigt. Es ist ja dasselbe, oder? Es ist dasselbe. Es ist dasselbe. Es geht ineinander über. Okay, verstehe, verstehe.

SPEAKER_01

Schau mal her, am Knie zum Beispiel, du hast den Unterschenkelknochen und dann haben wir die Patella-Sähne.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_01

Das heißt, da geht eine Sehne raus. Dann haben wir die Kniescheibe. Die brauchen wir, weil wenn jetzt nur eine Sehne drüber gehen würde, dann hätten wir zu wenig Hebel. Also brauchen wir was drunter, also hat der Körper Kalk angelagert und hat die Kniescheibe gebaut.

SPEAKER_02

Okay, interessant, okay.

SPEAKER_01

Und so haben wir dann praktisch ein Umlenklager gebaut. Die Sehne geht aber eigentlich komplett durch.

unknown

Okay.

SPEAKER_02

An manchen Stellen ist Kalk und das findet man dann heraus, wenn dann mit einem Punkt gezeigt wird, dass da das Problem ist. Da haben wir jetzt schon drei oder vier? Ja, drei haben wir jetzt. Okay, was gibt es noch?

SPEAKER_01

Dann haben wir die Faltdissersion. Du kannst mal deinen Finger nehmen und so ein bisschen auseinanderziehen. Merkst du, den kann man verlängern, ne? Ja. Und du kannst ihn auch zusammenschieben ein bisschen. Merkst du? Jetzt machen wir es so, dass du ihn zusammenschiebst, verdrehst und in der Drehung versuchst, ihn jetzt lang zu ziehen. Das geht nicht mehr. Das ist eine Verfaltung. Das heißt, wir haben die Gelenkkapsleid, die kann sich eben erweitern und wieder zusammengehen. Und wenn jetzt zum Beispiel mal einer auseinandergezogen wurde, es wurde verdreht und in der verdrehten Position zusammengeschoben wieder, dann funktioniert es nicht mehr richtig. Und das heißt, es sitzt immer nicht richtig. Typisch ist es zum Beispiel, wenn einer mit dem Fuß umgeknickt ist. Der sagt dann immer, seitdem ich da einmal umgeknickt bin, passiert das immer wieder. Weil es nicht in der richtigen Mittelposition sitzt. Das heißt, ich müsste einmal hergehen, Feste anziehen, dann ist es automatisch in der Mittelposition wieder, wenn es zusammengeht. Okay, verstanden. Total einfach, ne?

SPEAKER_02

Ja, okay, es ist eigentlich alles einfach, was jetzt was genannt wurde. Also man zeigt mit der bestimmten Art, sage ich mal, was das Problem ist. Und dann ist es eigentlich nur eine Bewegung oder eine Behandlung und dann ist es weg. Jetzt haben wir noch zwei weitere. Was gibt es denn noch?

SPEAKER_01

Genau. Wir haben noch, dass es komplett steif ist, tektonische Fixation. Das heißt, häufig in Folge von zum Beispiel Schmerzen bewegt man sich nichts mehr so viel. Dann wird die Gelenkflüssigkeit fest. Und dann haben wir es so, dass das Gelenk einfach fest ist. Das tut dann auch meistens gar nicht weh. So ist es einfach nur steif. Einfach steif, okay.

SPEAKER_02

Ich bin fasziniert, weil letzten Endes bräuchte man ja sonst wahrscheinlich röntgen oder man muss es ganz anders bemessen, was jetzt da ist, weil wenn man jetzt zum Beispiel sagt, Körperflüssigkeit fehlt an dieser Stelle, wie willst du das herausfinden? Vielleicht durch Abtasten kann man das vielleicht leicht erkennen, aber sonst ja nicht. Und jetzt praktisch nur durch das, wie das gezeigt wird, kannst du diese Annahme dann eigentlich dann oder hast die Annahme, okay, das wird es sein und durch das Feedback weißt du dann, hat es gestimmt oder nicht. Genau.

SPEAKER_01

Okay, verstehe. Sehr gut. Weil ich mache ja gleich eine Probe und dann sehe ich, ob es funktioniert hat oder nicht.

SPEAKER_02

Und du hast ja auch ganz am Anfang, bevor wir die Folge gestartet haben, gesagt, hey, es gibt ja die Kommunikation, die ohne Worte auch stattfindet. Das ist ja praktisch das. Wo funktioniert das denn sonst auch? Also wo macht man das denn sonst noch so, diese Kommunikation?

SPEAKER_01

Also ich kann jetzt nur von meiner Arbeit jetzt mal so sprechen, weil es gibt natürlich viele Bereiche, zum Beispiel auch, was weiß ich, Profiler, die wissen dann, wer lügt und so weiter und so fort. Das mache ich nicht, sondern bei mir geht es wirklich nur um Therapie. Und ich habe es zum Beispiel so, wenn ich jetzt zum Beispiel ein Triggerband gezeigt bekomme, dann ist es ganz wichtig, dass ich genau die Struktur entlangfahre. Und da muss ich dann immer Rückfrage halten. Und da kann ich natürlich fragen, bin ich richtig oder so. Plus je komplizierter mein Satz ist, umso weniger exakt ist die Antwort. Weil ich immer mehr das Bewusstsein anspreche. Wenn ich mit dem Unterbewusstsein spreche, dann kann ich ganz einfache Fragen verwenden, teilweise noch nicht mal wirklich ganze Sätze oder noch nicht mal Worte. Das heißt, ich frage nur und der Patient sagt. Oder. Und das ist alles. Und so werde ich ganz genau geleitet, damit ich es richtig mache.

SPEAKER_02

Ist ja eigentlich praktisch schon Kindersprache, oder nicht? Also so wenn man jetzt mit den Geräuschen arbeitet, ist es ja so, wie ein Kind dann auch sein Feedback gibt, oder? In diesem Fall? Definitiv.

SPEAKER_01

Man behauptet ja auch, die Sprache vom Unbewussten wäre wie ein 13-, 14-Jähriger. Aber natürlich, je simpel und einfacher und je primitiver ich es mache, umso tiefer bin ich drin im Unbewussten. Und ich habe zum Beispiel auch mal früher so das Gefühl gehabt, warum müssen Leute manchmal so aggressiv sein? Da behandle ich und bin an der falschen Stelle. Okay, kann ja passieren. Aber dann kommt gleich so diese Aussage, nee, nee, das ist falsch. Hallo, kannst du auch ein bisschen freundlicher sein. Bis ich drauf gekommen bin, 13-, 14-Jährige sind Pubertierer. Das heißt, die sind halt einfach frei von den Emotionen und auch ein bisschen bockig dann. Da weiß ich jetzt halt, wenn jemand so ein bisschen leicht aggressiv ist, ich bin genau richtig.

SPEAKER_02

Okay, also praktisch, du weißt, du sprichst mit dem Unbewussten oder mit dem Unterbewusstsein, wenn so ein Feedback kommt und dann weißt du, du bist auf der richtigen Stelle. Oder falsch. Oder falsch, genau. Wenn er aber jetzt zu, sagen wir mal, detailliert antwortet, dann weißt du, okay, das ist jetzt zum Beispiel nicht das Unbewusste, was er gerade spricht.

SPEAKER_01

Okay. Definitiv. Wenn die Sätze zu kompliziert werden, wenn sie, dann weiß ich, okay, wir sind nicht auf der Ebene, dass hier das Gefühl durchkommt.

SPEAKER_02

Und was ist der Vorteil dann, wenn du jetzt jemanden hast, der wirklich aus dem Unterbewusstsein heraus spricht und auch in dieser Verfassung gerade ist, was hilft es dir in deiner Arbeit dann gerade?

SPEAKER_00

Es geht schneller.

SPEAKER_02

Es geht viel schneller.

SPEAKER_00

Er geht viel schneller.

SPEAKER_02

Ich frage aus dem Grund, weil ich ja auch sehr, sehr viel mit Menschen arbeite, auf psychologischer Ebene. Es ist etwas ganz anderes, aber trotzdem hat es sehr, sehr viele überschneidende Punkte. Und deswegen würde es mich interessieren. Wenn du jemanden dann in der Praxis hast und du behandelst ihn und er ist dann in diesem Zustand und gibt dir diese leichteren Feedback, geht es dann nur rein darum, dass es einfach schneller funktioniert. Oder gibt es noch weitere Vorteile, die du dann hast, wenn jemand so ein Feedback gibt, wenn er in dieser Verfassung ist, sage ich mal.

SPEAKER_01

Also für mich geht es natürlich schneller, weil ich die Dinge, die ich suche, nicht alle ausprobieren muss, sondern ich kriege sie ganz genau geliefert. Natürlich haben wir auch den Vorteil, dass wenn dieses Verständnis da ist, dann macht sich der Person noch mehr auf. Weil sie merkt, ich verstehe es.

SPEAKER_02

Ja, das ist jetzt, das ist ein Punkt, was ich wissen wollte. Anderer Punkt, was mich auch interessieren würde, weil wir, ich möchte jetzt nicht springen, aber du hast auch das andere Buch, wo es um Burnout dann geht. Und man kann ja auch durch die Behandlungen letzten Endes solche Dinge vermeiden, sag ich mal, oder? Und dagegen arbeiten, weil wenn jemand zum Beispiel sehr, sehr viel Stress hat, Angst und so weiter, das sind Dinge, die auch körperliche Themen sind. Wenn jemand aus dem Unterbewusstsein spricht oder in dieser Verfassung ist, dann löst man ja wirklich nicht nur, sage ich mir, den Ausmaß, sondern den Kern, wo das wirklich entstanden ist, weil die meisten Themen, Ängste, Blockaden und so weiter, sind irgendwo tief verankert. Und deswegen war meine Frage, wenn man jetzt zum Beispiel daran arbeitet, wenn jemand kommt und sagt, hey, ich habe völlige Angst zum Beispiel bei einem Thema und zeigt es dann, ist es dann leichter, wenn er dann in diesem unbewussten Zustand ist, richtig?

SPEAKER_01

Genau, es ist erstmal leichter, dass wir da dran kommen, wobei ich auch noch nicht mal irgendwelche Beschreibungen oder sowas haben möchte. Ich will gar keine Situation oder sowas haben, sondern die Leute müssen selbst so kurz reingehen, weil du weißt, wenn ich mich an etwas erinnere, ist es fürs Unterbewusstsein so, wie wenn ich es durchlebe. Genau, ja. Das heißt, das, was körperlich mit einem passiert, das wissen die Leute und ich muss das Thema gar nicht wissen. Sondern ich frage einfach nur, wo sie spüren. Und dann beschreiben sie es mir und dann kann ich es behandeln. Dann merken die Leute, hoppla, es funktioniert. Und dann gehen wir dann oftmals auch tiefer in Dinge hinein. Das heißt, das kann möglich sein, dass irgendwelche traumatischen Erlebnisse waren oder Misshandlungen oder was auch immer. Und die Menschen merken dann, hoppla, jetzt habe ich hier Vertrauen. Weil ich weiß, der versteht mich.

SPEAKER_02

Genau. Wahnsinn, Wahnsinn. Wir sind jetzt schon sehr tief in einem Thema drin. Das wäre vielleicht nochmal ganz cool zu erklären, dass es auch die Zuhörer verstehen. Bewusstsein und Unterbewusstsein, da verschwimmt es, dass man nicht weiß, ist es gerade Realität oder nicht, wenn man dann zum Beispiel sich erinnert an eine Situation, zum Beispiel, man kann es bewusst probieren, aber das Unterbewusstsein weiß jetzt nicht, passiert es gerade nochmal? Ist es gerade dieselbe Situation? Bin ich gerade sieben Jahre alt? Bin ich gerade in meinem jetzigen Alter? Und wenn man das da gerade wieder erlebt, was passiert dann? Und vor allem man weiß, hey, der, der gerade mich behandelt, hat das herbeigerufen, er hat das verstanden, er versteht mich, er versteht die Situation, er versteht diesen Schmerzen, dann ist Vertrauen viel besser da, dann ist man zugänglicher und erst dann kann man es auch behandeln. Also Wahnsinn, wie tiefgründig das eigentlich ist, aber letzten Endes für den Patienten, der da sitzt, denkt sich, hey, das ging in zehn Minuten, eine halbe Stunde, eine Stunde ging das Ratzfatz vorbei und vielleicht hat er dann die gesamte Angst bekämpft. Also das ist schon echt, echt Wahnsinn.

SPEAKER_01

Naja, ich habe manchmal schon Interviews gemacht mit Leuten, die dann vielleicht ein, zwei Jahre später kamen, weil sie vielleicht eine Sportverletzung hatten oder so, und habe gefragt, zu dem Thema können wir ein Interview machen und dann haben die erzählt, zack, zack, ja, er hat gemerkt, gleich, dass ich es verstanden habe und so weiter und so fort. Obwohl er schon eine Odyssee nach zwei, drei Jahren hatte, hinter sich und ja, und die Behandlung hat 10, 15 Minuten gedauert.

SPEAKER_02

Habe ich schon gut geschätzt, gerne mit 10, 15 Minuten Wahnsinn. Okay. Einversprechen. Ja, natürlich, natürlich. Aber trotzdem, diese Variante letzten Endes. Es gibt ja Leute, die gehen dann zum Beispiel hin und sagen, hey, ich habe ein Problem und dann wird dann einfach ein bisschen massiert und dann wird rausgeschickt, am nächsten Tag gefühlt könnte er schon wieder kommen, weil es hat ja nichts getan, es ist ja nichts passiert. Auch zum Beispiel Leute, die in die Therapie gehen, die gehen immer wieder in die Therapie und immer wieder in die Therapie, weil nicht das wirklich, dieser Punkt behandelt wurde, sage ich mal.

SPEAKER_01

Ich glaube es heute nicht mehr ganz so, aber früher hat man das ja immer wieder durchgekaut, durchgekaut, was ja eine Retraumatisierung aus meiner Sicht ist. Und davon will ich komplett weg. Also, das heißt, ich will schauen, dass es eine Lösung gibt und vor allem, dass diese Information gelöscht ist. Ich beschreibe das immer so gerne mit den ersten nicht Schallplatten, sondern es war so Rollen. Da wurde der Ton über den Trichter eingefangen und eine Nadel hat dann was eingekratzt. Und so konnte man das immer wieder wiederholen. Da kam dann praktisch über die Nadel, der Schall, Schall, Vorsicht. Und ja, und jetzt stellt sich die Frage natürlich, wie lösche ich das? Wenn es jetzt in meinem Gewebe, weil Informationen sind natürlich im Kopf, klar, Verarbeitung und so weiter. Aber Gefühle sind doch meistens, dass die Leute am Körper spüren. Und ich lasse mal das eben beschreiben dann. Und da kommen wir dann zum Beispiel auch zur nächsten fast in Verformung, die wir noch nicht besprochen haben. Wenn die Leute das flächig zeigen. Dann ist es eine Zylinderdistersion. Das heißt, die Verschieblichkeit dieser Körperhülle bewegt, die funktioniert nicht richtig. Und dann kann ich eben hergehen und das löschen. Bei der Schallplatte zum Beispiel, wie würde ich da eine Information löschen? Ich nehme einfach ein Bügeleisen, ne? Dann sind die ganzen Grillen weg.

SPEAKER_02

Aber das ja eingekratzt ist und so wurde es ja abgespeist und dann kann man das so drüber löschen, wenn man das dann. Ah, okay. Genau. Und das ist dann bei der Behandlung dann ähnlich, oder wie? Genau.

SPEAKER_01

Wenn das sozusagen wie ein Triggerband angegeben wird, dann mache ich meine Triggerbandtechnik, dann ist das gelöscht und weg.

SPEAKER_02

Und bei dem Flächigen ist es dasselbe, oder? Das ist dann auch, dass man einfach nochmal drüber streicht dann praktisch an die Trich.

SPEAKER_01

Da habe ich sozusagen das Triggerband wohl tiefer in Muskel oder Sehngewebe. Diese Zylinderdistorsion ist mehr die Körperhülle, hat aber trotzdem auch noch Verbindung in die Tiefe durch die intermuskulären Septen und so weiter und so fort. Manchmal sagen die Leute das auch, der Schmerz ist tief drin oder das Gefühl ist tief drin. Da weiß ich das auch, dass es sozusagen diese Verbindung hat. Das müsste man ein bisschen dreidimensional mal anschauen. Aber bloß mal zum Verständnis, die Menschen zeigen das, was sie für ein Problem haben. Und es ist löschbar, ne?

SPEAKER_02

Wahnsinn. Ja, weil, wenn ich jetzt aus meiner Erfahrung spreche, ich habe ja schon viele Behandlungen bekommen, ist es erstmal absurd zu hören, weil man immer wiederkommt. Man hat immer wieder die Probleme. Dann sagt man, ja, es ist weg, aber es kommt immer, immer wieder. Und dann ist es interessant zu wissen, hey, eigentlich zeigt mein Körper schon das, was die Ursache ist. Und wir versuchen das immer mit den Worten zu erklären und vielleicht missleiten wir sogar dann denjenigen, der das gerade behandeln möchte, weil wir selber nicht ganz genau wissen, aber unser Körper zeigt es dann letzten Endes. Und deswegen ein richtig interessanter Ansatz und auch für mich eigentlich das Plausibelste, wie man dann ein Problem lösen kann. Kommen wir zur zweiten Frage. Du hast Angst, Panik, Burnout oder lassen sich ja Körper behandeln, ist ja dann praktisch die Aussage. Und was sind dann deine drei häufigsten körperlichen Muster, die du an diesem Patienten siehst? Also wenn es jetzt vor allem um eher Ängste geht. Wir haben jetzt schon alles mal kurz besprochen.

SPEAKER_01

Also das ist sehr häufig. Okay. Dass die Leute mit beiden Händen sozusagen auf das Mediastinum drücken, das sehe ich sehr häufig. Was aber auch häufig ist, zum Beispiel hier vom Magenbereich. Die Leute zeigen mit mehreren Fingern im Magenbereich oder so in dieser Gegend. Das habe ich eben sehr häufig auch. Oftmals ist es gar nicht so, dass die Leute es so beschreiben, dass sie sagen, da, sondern ich frage, wo schwören sie die Angst? Ich. Und schon hat das Unterbewusstsein, ich. Das hätte ja auch anders sein können. Also ich. Bei mir. Sogar mit zwei Händen. Das heißt wirklich Nachdruck. Hier ist ein harnierter Triggerpunkt. Oder die Angst sitzt im Nacken natürlich.

SPEAKER_02

Es macht ja auch Sinn. Also es gibt auch tatsächlich, ich bin ja im NLP, also das ist ja wirklich das Psychologische, wie man dann auch Ängste, Blockaden behandelt. Habe ich mal Meister drin gemacht. Und da gibt es eine Struktur oder auch ein Muster letzten Endes oder ein Modell, wie du es vorhin beschrieben hast. Das ist dann das Teil-Modell. Und da fragt man genau dieselbe Frage, so, wo spürst du die Angst? Und dann zeigt man das und dann geht man auch davon aus, da ist das Teil, wo das fest sitzt, ein sehr interessanter Punkt. Und das macht aber auch Sinn, weil die meisten Leute sagen ja, hey, Ängste, Blockaden sind festgesetzt, zum Beispiel, wenn man sagt, im Nacken oder hier in diesem Bereich, weil man zum Beispiel nicht reden konnte früher oder wenn man Angst hat, vor Leuten zu sprechen oder sonstiges oder bei der Kommunikation. Und dann verspürt man das jetzt vielleicht irgendwas, was mit den Atemwegen zu tun hat. Deswegen, wenn man so hinzeigt oder wenn man sagt, auch es liegt, also man sagt ja auch oft dieses Sprichwort, es liegt tief im Magen. Es sitzt tief im Magen. Und dann macht es auch total Sinn, wenn die Leute es so beschreiben. Wahnsinn, dass man es aber körperlich behandeln kann letzten Endes. Wie wäre das jetzt zum Beispiel, wenn man sagt, es sitzt hier, ja? Wie würde man es jetzt hier im Bauchbereich behandeln zum Beispiel?

SPEAKER_01

Ich mache das so, dass ich praktisch dem Patienten sitzen lasse, ich setze mich dahinter und dann gehe ich mit meiner Hand ran und dann drücke ich praktisch mit einem Finger so rein, unterstütze noch mit der anderen Hand und dann gehe ich rein und warte ab, bis sozusagen das Gewebe wieder drin ist.

SPEAKER_02

Wahnsinn, ist es nicht schmerzhaft an der Stelle zu tun?

SPEAKER_01

Man kann schmerzhaft sein, ein bisschen, aber ja, manche Behandlungen sind schon schmerzhaft. Natürlich.

SPEAKER_02

Da würde mich interessieren, das sind ja auch Emotionen, die eigentlich da fest sitzen an diesen Stellen, wenn sie freigelassen werden, wie sieht das dann aus? Gibt es Leute, die oder Patienten, die schon mal emotional geworden sind?

SPEAKER_01

Ja klar, ja, ja. Also zum einen, dass sie emotional werden, das heißt, er fließt dann schon mal Trainer oder so, aber dann auch die Erleichterung. Das sieht man dann wahrscheinlich auch am Gesicht. Das sieht man und dann kommt das und dann, das hat mich jahrelang jetzt belastet. Wahnsinn. Da fällt den Leuten ein Stein vom Herzen.

SPEAKER_02

Ja, ist auch wieder so ein Sprichwort, Wahnsinn. Du hast mir letztens eine Sache gesagt, die muss ich jetzt nochmal aufgreifen. Es gibt ja Patienten, die haben dir Feedbacks gegeben und die haben dann zum Beispiel gesagt, hey, das hast du auch im Briefing ausgefüllt. Wenn dann zum Beispiel eine Mutter ihr Kind bringt zur Behandlung, ist es ja eine Situation bei dir gewesen und dann sagt diese Person, hey, wie oft muss das Kind noch kommen? Ich kenne mich nicht aus, du bist der Profi und ich weiß, dass du nicht wirtschaftlich denkst. Das ist ja eine Aussage, wo du gesagt hast, hey, da blickst du gerne mal auch wieder zurück zu dieser Situation und das, ich will nicht sagen, motiviert, aber das lässt einen Stolz zurückblicken, hey, ich mach das Richtige. Und wenn ich jetzt das mal im übertragenen Sinne nochmal erfrage, weil ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, mich hat Geld nie interessiert. Es war immer, wenn ich etwas getan habe und einem Menschen helfen konnte und du sagst gerade da, du hast Leuten geholfen, die sagen, hey, seit Jahren habe ich dieses Problem, du hast mir dieses Problem genommen. Ist es ja, und das macht auch Sinn, weil du vorhin gesagt hast, du hast ja auch einen kleinen Hilfersyndrom, du möchtest Leute unterstützen, ist es vielleicht das, was dich auch heute noch dabei hält, dass du weitermachst und dass du liebst, was du tust? Ich denke schon, ja.

SPEAKER_01

Also ich habe diesen, weißt du, in so einem Beruf wie in die Pflege oder Physiotherapeut, gehst du nicht aufs wirtschaftliche Interesse rein. Weil klar, vielleicht, wenn du dich selbstständig machst und so, kannst du schon ganz gut verdienen, da musst du mal eine Aufnahmen mitarbeiter haben, etc. Das heißt, du hast halt auch viel Arbeit. Also es war nicht der Beweggrund, sondern ich habe mir gesagt, also entweder habe ich einen Job, wo ich gut Geld verdiene, sozusagen Schmerzensgeld, oder aber ich mache das, was mir Spaß macht. Oder Freude. Spaß ist vielleicht das falsche Wort, Freude macht. Und ich habe die Freude gewählt. Und letztendlich hat es auch funktioniert, dass es wirtschaftlich dann ganz gut geklappt hat, aber das war nicht der Ausgang.

SPEAKER_02

Und wenn wir zu dem Punkt zurückgehen, wie du es beschrieben hattest, mit der Mutter und dem, war das ein Sohn oder war es die Tochter? Mit dem Kind dann praktisch. Okay. Was hat das für dich dafür eine Bedeutung gehabt, wenn du da jetzt zurückblickst?

SPEAKER_01

Also für mich war das schon so, dass das ein gewisses Aha-Erlebnis war, dass mir jemand klippungklas sagt, hey, du, ich sehe deine ehrliche Absicht und nicht, dass du mich hier irgendwie, ja. Also es hat mich gerührt. Ganz einfach.

SPEAKER_02

Perfekt. Ja, dann weiß ich Bescheid, das wollte ich nämlich gerade nochmal wissen.

SPEAKER_01

Aber Leute mit dem Helfer-Syndrom reden da nicht gern drüber.

SPEAKER_02

Ja. Okay? Verstehe. Du hast auch eine eigene Methode rausgebracht, oder hast sie entwickelt für dich dann auch nochmal. Und das ist dann die krasser Methode, die fünf Schritte beinhaltet. Magst du die mal ganz kurz erklären, bevor wir dann näher drauf eingehen?

SPEAKER_01

Also im Prinzip ist es die Methodik, wie ich tagtäglich vorgehe. Und ja, wir haben es jetzt mal so ein bisschen so benannt. Aber es ist eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Die Leute kommen mit einem Anliegen, ich höre mir es an, ich habe da eine Grafik zum Beispiel auch liegen, die können wir vielleicht zeigen, aber ich erkläre es lieber. Wir gucken, welche Ressourcen haben wir oder welche Probleme da sind. Und dann werde ich das aber auch fast in Verformungen runter reduzieren, welche das am besten kann. Mag sein, dass es schlimmere Sachen gibt, aber ich kann halt das besonders gut. Dann behandle ich das, dann evaluiere ich, dann sehe ich, ob ich mit dem Patienten schon einen Schnitt weiter bin. Dass er vielleicht in der Handlungsebene ist oder vielleicht erfolgreich. Oder wenn auch nicht, dann müssen wir das Ganze nochmal von vorne anfangen.

SPEAKER_02

Haben wir dann eine andere Methode gewählt oder dasselbe dann nochmal probiert?

SPEAKER_01

Also natürlich muss ich erst mal schauen, ob ich einen Fehler gemacht habe. Weil ich meine, es ist ja so, wie gut bin ich mit dem Patienten schon connected. Wir müssen ja von Emotionen sprechen und das heißt, jeder Mensch ist da ein bisschen anders. Jeder tickt ein bisschen anders. Die Vertrauensbasis muss ich auch so aufbauen. Und dann arbeite ich erstmal damit. Wenn ich nicht weiterkomme, dann empfehle ich Leuten natürlich was anderes. Wobei, gerade wenn es um emotionale Dinge geht, haben wir natürlich noch unwahrscheinlich viele Dinge, die vorher noch überprüft werden müssen. Das sind Sachen, die Leute sagen, sie sind dann schon irgendwie körperlich untersucht worden oder Labor und Diagnostik. Aber in Wirklichkeit, die wirklich wichtigen Faktoren sind nicht gemacht worden. Das heißt, Vitamin D-Spiegel muss gemessen werden. Vitamin B, ja, sämtliche Vitamin Bs, aber nicht nur 1, vielleicht das B12, was meistens sozusagen, gerade wenn jemand Vegetarier ist, geguckt wird, hey, es müssen alle. Weil Vitamin B arbeiten nur im Team zusammen, wenn alle da sind. Eisen muss da sein, Magnesium und so weiter. Ich könnte jetzt eine ganze Latte aufzählen, aber da gibt es einen Haufen Sachen, die labortechnisch noch untersucht werden müssen. Das heißt, wenn es bei mir jetzt nicht klappt, dann habe ich auf jeden Fall noch genug Ideen, woran es liegen könnte. Okay, verstehe.

SPEAKER_02

Wenn es jetzt darum geht, während deiner Behandlung, dass du weißt, ich habe jetzt die richtige Spur. Ich bin jetzt wirklich beim richtigen Punkt. Bei welcher Phase passiert das? Also merkst du das jetzt zum Beispiel erst im oder schon besser gesagt im Analysegespräch oder erst dann bei der Faszien- und Musterdiagnose zum Beispiel?

SPEAKER_01

Also ich sehe die Dinge, aber ob es wirklich richtig funktioniert, das weiß ich erst bei der Evaluierung anschließend, weil alles andere ist sozusagen voreilig. Also ich bin knallhart, erst wenn es funktioniert, funktioniert es.

SPEAKER_02

Also man sieht es trotzdem schon am Feedback letzten Endes, oder du siehst es eigentlich schon fast direkt am Anfang, weil die zeigen es ja, aber du machst es erst davon abhängig, was sagt die Person, was ist das Feedback, ist es wirklich gelöst dann praktisch, okay? Genau.

SPEAKER_01

Und natürlich auch, wie die Kommunikation ist. Also einmal hatte ich einen Patienten, der hatte einen Schmerz im Gesichtbereich. Ich habe eine Zylinderdistorsion diagnostiziert und habe es eben mit herkömmlicher Technik behandelt. Und ich habe dann schon gemerkt, das funktioniert irgendwie nicht. Normalerweise spüre ich, wie das Gewebe dann schlagartig so eine Entspannung kommt. Das ist wirklich so weg. Kam nicht. Ich habe daran gearbeitet, kam nicht. Und dann habe ich gemerkt, wie der Patient auch schon ein bisschen ungeduldig wird. So nach dem Motto, der macht es dauernd falsch. Hat sein Unterbewusstsein gedacht. Und dann sagt er plötzlich zu mir, ach, und hier hatte ich eine Wurzelbehandlung. Dann wusste ich, er hat eine Continuum-Distorsion, dass wir vorhin hatten, sehen wir Knochenübergang am Jochbein. Weil hier hat man keine Zahnwurzel.

SPEAKER_02

Das ist das Jochbein. Ach, Wahnsinn, stimmt. Und er zeigt das da oben hin.

SPEAKER_01

Er zeigt das da hin, ich drücke drauf und das Problem war gelöst. Wahnsinn. Und dann habe ich mir das angeschaut, weil ich hatte noch nie, das gab das in der Continuum-Distorsion, eine Zylinderdistorsion auslöst. Aber logisch, klar. Mimische Muskulatur geht ja bis in die Haut rein. We have ja die mimische Muskulatur, die unser Gesicht verformt. Das haben wir ja sonst am Körper nicht. Und dementsprechend haben wir da andere anatomische Verhältnisse. Insofern ist es logisch, kann es da sein. Und das hat mich halt ein Patient beigebracht.

SPEAKER_02

Wahnsinn. Ja, durch das Feedback. Kannst du nochmal kurz die Zahl nennen, wie lange du jetzt schon Erfahrung hast jetzt in deiner Branche zum Beispiel spezifisch?

SPEAKER_01

Naja, wie gesagt, es hat sich ja durch verschiedene Sachen verändert. Aber so richtig toll, muss ich sagen, seit 2001, jetzt sind wir 2026, also 25 Jahre werden sie jetzt bald mit dem Fastin-Distorsionsmodell. Und das ist schon, ja, also ich habe vorher schon, ich würde mal sagen, nicht schlecht gearbeitet, weil ich war sehr interessiert an Osteopathie und Akupunktur und das waren schon auch Handwerkzeuge, die wirklich gut sind. Aber mit dem Fastin-Distorsionsmodell war es halt nochmal so richtig so ein Game Changer.

SPEAKER_02

Warum ich die Frage gestellt habe, es sind jetzt 25 Jahre, seitdem du dieses Modell kennengelernt hast, aber du sagst, du hattest einen Patienten, wo du auch wiederum ein Stück weit Neues dazulernen konntest. Und du hast auch im Briefing genannt, dass du immer offen bist, Neues zu lernen, weil man lernt nie aus. Und das ist auch meine Lebensdevise, weil in meinen Augen ein Mensch, der aufhört zu lernen, ist ein Mensch, der auch aufhört, sich zu entwickeln. Ein Mensch, der aufhört, in meinen Augen ist es schon übertrieben gesagt, aber auch zu leben. Weil nur wenn du dich weiterbildest, nur wenn du mehr lernst, dann hast du auch diese Lebensfreude, willst mehr daraus machen und kannst dich auch entwickeln. Und die meisten Leute sagen, nee, ich weiß schon alles oder denken, die sind hier perfekt bedient. Warum bist du da so offen, dass du sagst, es gibt immer wieder Neues, was man dazulernen kann? Warum gibt es für dich zum Beispiel, warum hörst du zum Beispiel mir zu? Ich bin wesentlich jünger, ich habe vielleicht eine ganz andere Branche als du. Warum würdest du so einer Person zum Beispiel dein Gehör schenken?

SPEAKER_01

Naja, wenn ich älter bin, heißt es ja, dass ich mehr Erfahrung habe. Aber unter Umständen fehlt mir jetzt der Drive oder das Neugierige. Also insofern muss ich sagen, ich habe viel mit wesentlich jüngeren Menschen zu tun, wenn ich so richtig drüber nachdenke. Weil es ist einfach spannend. Auch, ich meine, gut, du bist auch Apple-Fan. Mit Windows tue ich mich nicht beschäftigen, da muss man zu viel Nerdwissen haben. Aber Technik ist eine ganz geile Geschichte.

SPEAKER_02

Und dann sagst du, das wäre leichter von jüngeren Leuten dann praktisch zu lernen und mit denen zu sprechen und deswegen bist du offen dafür. Ja. Okay, interessant. Ja, ich habe halt schon, ich habe so viele Menschen schon kennengelernt und dann sehe ich halt immer wieder Leute, die dann sagen, hey, die machen zu zum Beispiel, die sind nicht offen, weiter sich zu bilden oder zu lernen und so weiter. Und 25 Jahre ist es schon her, aber du hast ja auch, obwohl du ja schon in der Branche drin warst, gesagt, hey, da fehlt mir noch etwas, ich will mich nochmal weiterbilden. Ich schaue und suche nach etwas anderem noch, wo in meiner Branche das nochmal vielleicht revolutionieren könnte, wo es einfach was Neues nochmal gibt. Und ich kenne halt Leute, die sind zum Beispiel voll festgefahren mit ihrer Methodik, egal in welchem Geschäftsmodell, sagen wir mal, oder was für ein Business sie machen, da gibt es aber wiederum andere Leute, die sich immer weiterbilden, die vielleicht das Business schon seit auch 20, 30 Jahren schon machen, da was geändert haben und auf einmal alles nochmal in die Höhe schießt. Und das ist auch mein Appell, warum ich diese Frage gestellt habe, für alle da draußen, es ist egal, wie lange man schon etwas macht letzten Endes, sondern es gibt immer wieder neue Methoden, es gibt immer nur wieder neue Wege. Es gibt auch heute immer wieder, man dachte ja, weil wir zum Beispiel den sozialen Medien, so als das Internet gekommen ist, erstmal, okay, Internet ist jetzt da, super, das ist was super Neues, bis das nächste, das nächste Zeitalter auch anbricht, wird es jetzt wieder lange dauern. Dann kam Social Media, war wieder was anderes. Jetzt kam die KI, wieder was ganz anderes. Und es passiert immer wieder was Neues. Und wenn man nicht auf Trap ist, wenn man nicht offen ist, was Neues zu lernen, ich habe schon bei KI gesagt, und ich fühle mich da praktisch schon alt und sage, ich habe da eigentlich gerade gar keine Lust, mich so viel damit zu befassen. Ich weiß, es ist wichtig für die Zukunft, aber bin da schon unoffen. Und da habe ich mich ertappt und habe gesagt, hey, du musst offen sein, du musst mit der Zeit gehen, ansonsten gehst du mit der Zeit.

SPEAKER_01

Ja, definitiv. Wobei man auch aufpassen muss, nicht alles macht vielleicht Sinn oder vielleicht doch, aber man muss auf jeden Fall drüber reden. Ich habe jetzt heute erst mit jemandem drüber gesprochen. Mit dem hatte ich vor zwei Jahren schon mal über ein KI-Projekt nachgedacht. Da war aber die KI noch nicht so weit wie heute. Und da muss man sagen, das geht da jetzt wirklich gigantisch schnell. Aber zum Beispiel diese ganze Diagnostik könnte eine KI auch übernehmen, was ich sozusagen. Ich könnte mein ganzes Wissen da reinpacken. Die Frage ist dann nur, macht es Sinn? Und vor allem auch, wie es dann rechtlich ausschaut.

SPEAKER_02

Und das ist in einem autonomen Fahren. Ja, genau dasselbe. Ich möchte gar nicht so tief auf das KI-Thema eingehen, aber was mir dazu einfällt, sobald es um so Diagnostik geht, ja, also es kann eine KI reproduzieren, wenn du dein Gehirn praktisch da reinpackst und alles, was du gelernt hast, alle Unterlagen etc. pp, wird das schon darauf basierend gute Diagnosen machen können. Was aber da wesentlich fehlt in meinen Augen, ist halt diese menschliche Kenntnis. Weil du analysierst ja den Menschen und du hast ja auch die Erfahrung, weil du gesehen hast, wie er der. Zum Beispiel hat er ja die Person hier dann auf einmal gezeigt. Und das war dann wieder was ganz anderes, als was du am Anfang als Diagnose hattest. Du hattest am Anfang gesagt, okay, das Problem ist jetzt hier wo ganz anders und mittendrin, nee, das ist doch woanders. Und ich glaube, eine KI, auch wenn sie sehr, sehr akkurat und sehr, sehr spezifisch ist, hat dieses emotionale Verständnis einfach nicht. Und das ist ja immer noch eine Maschine letzten Endes. Es kann zwar gut berechnen, gute Antworten geben, aber auch wenn ich jetzt zum Beispiel auf, also es kann, die KI kann ersetzen, Videografen, kann ersetzen, alles, was mit technologischen Abläufen zusammenhängt, aber einen Therapeuten zum Beispiel denke ich nicht, dass es, also in meiner Welt, in meinen Augen, glaube ich nicht, dass es das ersetzen könnte in diesem Falle. Es könnte es unterstützen, auf jeden Fall, aber ersetzen, glaube ich, nicht.

SPEAKER_01

Glaubenssachen. Wir wissen es nicht.

SPEAKER_02

Jeder denkt, denkst du oder anders?

SPEAKER_01

Naja, also ich habe jetzt seit die letzten Jahre so ein Spielchen, so am Handy gemacht. Und ein Kartenspiel. Und ich habe am Anfang nur gewonnen. Nur. Zigtausend Punkte, tack, zack, zack, zack, zack. Vor einem Jahr ging es dann so langsam los, dass es für mich schwieriger wurde und jetzt verliere ich.

SPEAKER_02

Gab's dann ein Update oder.

SPEAKER_01

Na, ich denke mal, die KI hat gelernt, wie ich spiele. Und jetzt ist sie besser. Ich verstehe. Also ich glaube nicht, dass ich schlechter geworden bin.

SPEAKER_02

Ja, okay. Also praktisch hat alles. Aufgrund von allem, was du getan hast, weiß es jetzt, okay, ich muss jetzt so und so handeln.

SPEAKER_01

Oder andere Menschen auch, die da mit, ne? Okay, verstehe. Genau. Das heißt, ich weiß es nicht. Also ich könnte mir vorstellen, was natürlich schon gefährlich ist, aber ich kann mir vorstellen, dass die KI eben von vielen Menschen das Wissen sammeln kann und wirklich sinnvoll einsetzen kann. Wobei man dann natürlich hergehen muss, and this müssen schon geschlossene Systeme sein. Weil dieses Allgemeinwissen, wenn da mit reinkommt, das haut nicht hin. Weil wenn du auch mit ChatGPT oder so unterhältst, da kommt so viel Bullshit. Wenn du von einer Ahnung, von irgendwas Ahnung hast, dann weißt du, wie viel Bullshit da erzählt wird. Und das darf da nicht rein. Das muss ein geschlossene KI sein, die nur die Informationen, die ich oder ein ausgewähltes Gremium sozusagen macht, darf da rein, um sowas zu entwickeln.

SPEAKER_02

Also dass es auch nur dieses Wissen bekommt und nicht beeinflusst wird sozusagen von anderen Menschen, von Meinungen und Bullshit, wie du es jetzt beschrieben hast. Genau. Okay, dann wird es natürlich nochmal akkurater. Ich bin jetzt zum Beispiel von ChatGPT ausgegangen. Ja, weil da viele Leute sagen zum Beispiel, hey ChatGPT, und halten dann so Dialoge, so, hey, wie geht's dir? Und hey, ich hatte so und so einen Tag, was kann ich am besten tun? Und da bin ich ja überhaupt kein Fan davon, weil du wirst zwar eine Antwort bekommen, aber ChatGPT sagt ja nur das, was du hören willst, letzten Endes. Also ist ja auch bestätigt. Wird dir aber keine gute Diagnose geben, was du jetzt tun sollst. Am besten, dass du jetzt jenes Problem dann beseitigen kannst. Es wird ihm Optionen geben, aber nicht das, was auf dich zugeschnitten das Beste wäre. Deswegen, aber sehr interessante Aussage und ich bin mir sicher, dass es uns ein Stück weit auch schon besser kennt als wir uns selber. Da bin ich fester Überzeugung, weil wir die meisten Menschen da draußen sich zu wenig befassen mit seiner eigenen Person. Du sagst, du hast perfekt gespielt, zum Beispiel jeden Kartenspiel hast du gewonnen und irgendwann ging es da nicht mehr. Du bist nicht schlechter geworden, die KI ist nur besser geworden. Es hat dich studiert letzten Endes. Wann haben wir das letzte Mal selber studiert? Deswegen unterstütze ich auf jeden Fall das, was du gerade gesagt hast. Ich bin immer noch nicht der Meinung, dass die KI alles ersetzen kann, aber.

SPEAKER_01

Na, alles mit Sicherheit nicht. Und aber ich sage mal so, wir kennen noch nicht die Grenzen.

SPEAKER_02

Ja, das stimmt auf jeden Fall.

SPEAKER_01

Also das, ähm, und wie gesagt, du kannst halt innerhalb kürzester Zeit viele, also jetzt nicht ein universelles Wissen. Das wird nicht hinhauen. Aber für spezifische Parts zum Beispiel, wenn ich jetzt einfach nur mein diagnostisches Modell mir anschaue, da könnte ich mir vorstellen, wenn sozusagen mein Wissen und ich habe noch vielleicht 10, 20, 50 gute Leute, die ihre Informationen mit reingeben. Weil jeder weiß ein paar extra Sachen, die ich noch nicht weiß. Wenn die dann da gesammelt werden, dann haben wir einen super Diagnostiker.

SPEAKER_02

KI steht ja für künstliche Intelligenz. Und ich habe jetzt noch einen weiteren Kurzbegriff. Da kannst du nur mal sagen, wofür das steht. Wofür steht FDM, die FDM-Techniken? Schon mal Technik.

SPEAKER_01

Entschuldigung, falsch. Es gibt keine FDM-Technik, sondern es gibt nur die FDM-Diagnostik. Das heißt Faszien-Distorsionsmodell. Ist ganz wichtig. Also jeder Instructor, der sagt dir gleich, wir machen keine Techniken. Wir machen eine Diagnose und dann weißt du, welche Technik du auswählst. Okay, verstanden. Und das kann natürlich hauptsächlich manuell sein, aber es könnte zum Beispiel auch medikamentös sein. Oder zum Beispiel, also ich sehe das so, dass manchmal Leute sich zum Beispiel sich nicht wohl in ihrer Haut fühlen, weil das Gewebe völlig verklebt ist am ganzen Körper. Und da müssen wir zum Beispiel dann auch über Ernährung, Nährstoffe reden, damit sozusagen dieses Gewebe wieder flexibel wird, weil du schaut, das müsste hier so abziehbar sein, ohne Schmerzen. Bei vielen Menschen ist es nicht der Fall. Wahnsinn. Und das war früher bei mir auch nicht. Aber du wusste ich das auch nicht.

SPEAKER_02

Okay, und da hast du auch mit diesen Technik, nein, nein, mit Ernährungsumstellung. Mit der Ernährungsumstellung hat sich das alles dann verändert. Genau. Jetzt, wenn wir über FDM sprechen, das kann ja auch teils, wie wir vorhin auch nochmal kurz angeschnitten haben, schmerzhaft sein, könnte intensiver sein, was natürlich notwendig sein muss in bestimmten Fällen. Und jetzt wäre meine Frage, wie gehst du jetzt ethisch oder praktisch mit Schmerz oder Erstverschlimmerung um? Und wie kommunizierst du das dann zum Beispiel mit Patienten?

SPEAKER_01

Naja, ich meine, wenn ich am Körper was tue, dann setze ich ja Reize. Wenn wir uns das Triggerband anschauen, da habe ich ja verdrehtes Gewebe. Dieses verdrehte Gewebe ist unter Umständen mit sogenannten Crosslings fixiert in der verdrehten Position. Jetzt muss ich hergehen und muss diese Crosslings kaputt machen, und dann muss ich das ausdrehen. Das heißt, es sind schon kleine Verletzungen. Und natürlich muss der Körper das heilen und heilen macht er eben mit Rubor, Tumor, Dolor, Kalo, Functiona, also Rötung, Schwellung, Erwärmung, Schmerz, eingeschränkte Funktion. Das heißt, so wie du vorhin vom deinem Muskelkater gesprochen hast, das ist eine Anpassung. Eine Anpassung geht halt meist nur mit Schmerzen einher. Aber das weißt du von anderen Themen auch. Eine Anpassung tut manchmal weh.

SPEAKER_02

Und das durch die Aufklärung ist es dann einfach für die Patienten dann auch verständlicher und die sagen, okay, passt perfekt. Und das ist, besprichst du es dann davor auch wahrscheinlich, oder bevor du dann ansetzt.

SPEAKER_01

Also oftmals, selbst wenn ich das sage, dann hören es die Leute nicht, weil sie auf etwas ganz was anderes gerade fokussiert sind. Also das passiert schon mal. Aber im Normalfall ist es so, dass es in kürzester Zeit wieder verschwindet, wieder Muskelkater. Es sei denn, sie haben wirklich diese generalisierte Zylinderdissersion. Das ist ein Begriff, den habe ich jetzt so mehr gebildet, wenn sich diese Hülle sich komplett nicht bewegt. Weil wenn ich da behandel, dann passiert es wirklich, und das war vor etlichen Jahren mal bei einer bei einer jungen Frau, die habe ich nur ganz leicht so mal getestet, so ganz leicht. Dann hat ihm erzählt, dass das drei Wochen wehgetan hat. Wahnsinn. Bei der mussten wir aber auch wirklich dann eine Entgiftung machen, weil die hat schon Schmerzen, KC-Störungen, alles Mögliche. Und erst durch Entgiftung haben wir das dann hinbekommen, dass die wieder ein normales Leben führen konnte.

SPEAKER_02

Du meintest auch eine jüngere Dame, richtig?

SPEAKER_01

Ja, das war noch keine 20, ja.

unknown

Wahnsinn, okay.

SPEAKER_02

Und wie lange hat das Ganze gedauert, bis sich das dann bei ihr verändert hat? Weil das ist ja eigentlich eine Ausgangslage, die jetzt nicht üblich ist in diesem Alter vor allem.

SPEAKER_01

Na gut, es hat schon ein paar Wochen gedauert, aber das ist sogar bei manchmal sportlichen Leuten so. Weil es gibt manchmal Coaches, die sagen, sie müssen Kohlenhydrate essen ohne Ende, wo ich überhaupt nicht dahinter stehe. Und da habe ich zum Beispiel auch schon Leute gehabt, die eine Verletzung hatten, wie ein Kreuzfandriss oder so. Und ich gesagt habe, also der Kreuzfandriss ist ein geringstes Problem. Du musst mir deine Ernährung umstellen. Und dann habe ich erfahren, dreimal am Tag hat er Spaghetti gewesen. Weil der Coach gesagt hat, er braucht Kohlenhydrate, er muss Masse, ne?

SPEAKER_02

Sehr interessant, weil aus der Brille des Sportlers ist ja das Richtige praktisch. Also der Coach sagt dann, das ist genau das Sinnvolle, du brauchst die Kohlenhydrate, weil du musst zunehmen, zum Beispiel, um genug Gewicht zu haben oder daraus dann Muskeln machen zu können. Also in deren Modell der Welt, sage ich jetzt mal bewusst, stimmt es ja, was sie da tun. Aber wenn man dann aus der gesundheitlichen Sicht dann betrachtet, ist es ja kompletter Quatsch. Also macht ja in dieser Situation zum Beispiel gar keinen Sinn. Und da gibt es natürlich ganz, ganz viele verschiedene Perspektiven. Da finde ich das echt cool, dass man das jetzt aus der Perspektive mal betrachtet. So, hey, das macht eigentlich gar keinen Sinn. Was ist denn zum Beispiel noch so ungesund, was die meisten Menschen tun? Und das kann auch eine Bewegung sein. Also ich habe zum Beispiel mal einen Schönheitsschirurgen gehabt, das ist mal ein Kunde von mir, und der hat mir dann mal erzählt, dass der beste Gesundheitstipp ist, auf dem Rücken einfach zu schlafen. Und das ist das, was auch letzten Endes jeder falsch macht, auf der Seite zu schlafen, weil das macht dein Gesicht asymmetrisch zum Beispiel. Also das ist das größte Problem. Und mich würde interessieren, wenn es jetzt um den Körper geht, was machen die Leute im Alltag zum Beispiel falsch? Oder was kann diese Probleme herbeiführen?

SPEAKER_01

Also, was ich schon sehr bald gemerkt hatte, war Schweinefleisch, weil der menschliche Verdauungstrakt und der vom Schwein ist ziemlich identisch. Also wir sind ja sehr eng verwandt sozusagen mit dem Schwein. Bis auf diesen Wurmvorsatz am Blindarm ist es identisch. Und das heißt, alle Schadstoffe, die das Schwein aufgenommen hat und nicht ausscheiden konnte, hat sie eingelagert im Fleisch. Und wir essen sozusagen die Schadstoffe vom ganzen Leben des Schweins und können auch es nicht ausscheiden und es lagert sich ein. In dem ersten Buch habe ich da auch eine Geschichte von einem Metzger, der zu mir kam, der Schmerzen am ganzen Körper hatte schon Jahrzehnte. Und dann habe ich zu ihm gesagt, wissen Sie, ich kann es jetzt behandeln, aber es wird nicht viel bringen, weil Sie müssen weg vom Schwein. Kein Schweinefleisch mehr. Und der kam ein paar Wochen später und sagte, es ist der Wahnsinn. Also, wann hat mir das noch keiner gesagt? Dann langt er so einen Nacken und hat gesagt, schauen Sie mal, wie weich ich bin. Ich war ja hart wie ja Sau. Das Wortschnitt ist Wahnsinn, ja. Das ist eine sehr schöne Geschichte, die das sehr gut beschrieben hat. Und der war happy, ne?

SPEAKER_02

Also auch die Ernährung macht da einen riesen, riesen Unterschied dann letzten Endes. Ja, definitiv. Würdest du dann auch die Aussage unterstützen, so wie im Innen, so auch im Außen?

SPEAKER_01

Wahrscheinlich, ja. Also ich sag mal so, man kann nicht immer sagen, dass einer. Oder bei einem kann es mehr bewirken, beim anderen weniger. Wer weiß, wie viele Faktoren da immer reingehen. Also das heißt, wenn jemand das eine macht, der hat ein Problem. Und ein anderer sagt, nee, ich habe damit kein Problem. Oder die einen sagen, sie müssen sich unbedingt vegetarisch ernähren, damit es ihnen gut geht und die anderen sagen, ey, Fleisch, ist wichtig, fühle ich mich gut. Also das muss jeder für sich selber rausfinden. Also ich würde nicht sagen, dass es da Regeln gibt, aber es gibt natürlich schon Gifte, die, sollte man meiden, ja. Aber wir sind ja nur Menschen, also das heißt, wir sind auch empfänglich für falsche Dinge.

SPEAKER_02

Wir springen jetzt mal zu einem anderen Thema, was vor allem in meinem Podcast sehr, sehr relevant ist. Und wenn es dann um Themen geht, wie zum Beispiel bestimmte Glaubenssätze oder Blockaden oder andere Dinge, die einen im Leben blockieren. Es ist immer sehr interessant zu wissen. Ich hatte die Frage im Briefing-Dokument drin stehen: hey, gab es denn vielleicht Dinge, die dich in der Vergangenheit irgendwo gehindert haben oder auch blockiert haben? Und das hast du ausgefüllt. Was stand denn da? Was hast du ausgefüllt?

SPEAKER_01

Ja, dass ich nicht vor Menschen reden konnte. Also ich habe vielleicht schon als Krankengymnast mal Gymnastic Anleitung anders, but Vorträge halten oder so, das war nie das, was ich wollte. And habe dann aber trotzdem mal eine Ausbildung gemacht anders, that will ich wirklich nicht. Aber ich wollte das fast ein Distussionsmodell voranbringen. Ich wollte das bekannter machen. And then habe ich ein Buch geschrieben. And when du ein Buch geschrieben hast, dann wirst du auch gefragt, ob du einen Vortrag hältst. Und so war es dann immer mehr, dass ich Vorträge gehalten habe und teilweise dann auch bei Ärztefortbildungen, also dass ich sogar von der Pharmaindustrie eingeladen wurde, wahrscheinlich wegen einem guten Gewissen, ne? Alternativen. Aber selbst da konnte ich dann vor hunderten von Ärzten reden und habe sogar gute Bewertungen bekommen. Das als Heilpraktiker mit einem Alternativthema.

SPEAKER_02

Wahnsinn. Und vor allem auch, du hast auch eine Präsenz, du hast Bücher geschrieben, du hast jetzt Vorträge gehabt, du hast schon bei Podcasts Themen behandelt, du bist jetzt hier mit drei Kameras, die auf dich gerichtet sind. Es ist ja, ist es nur dieses Sprechen gewesen, weißt du das? Hast du dich da mal so richtig befasst mit dem Thema? Weil es steckt ja meist mehr noch dahinter. Wenn ich jetzt zum Beispiel überlege, ich hatte auch eine lange Zeit überhaupt keine Lust vor Leuten irgendwie zu sprechen oder sowas, dann kann es halt zwei Dinge geben. Entweder liegt das Thema bei einem selber, dass man sagt, hey, man möchte sich nicht aufspielen oder man hat kein Selbstbewusstsein, kann ja auch ein Thema sein, oder man kann sagen, hey, man möchte das nicht, weil man hat Angst, dass die Leute einen vielleicht irgendwas beleidigen oder was Schlechtes zurufen oder nicht zufrieden sind mit deiner Leistung. Es gibt da ganz verschiedene Sachen so. Also entweder es liegt dort das Problem, wo du dann sagst, deswegen ist die Bokale da, oder bei einem selbst. Was denkst du, was es da war damals?

SPEAKER_01

Also bei mir eher dieses Beleidigende oder dass mal runtergemacht wird, das war für mich das, wo ich, glaube ich, am meisten Angst hatte.

SPEAKER_02

Wahnsinn. Weißt du noch, in welchem Alter das vielleicht entstanden ist?

unknown

Nein.

SPEAKER_02

Also was schätzt du, war es? Jugend, Kindheit oder dann schon im Erwachsenenalter?

SPEAKER_01

Ich denke mal, ich habe es ausprobiert und ich habe gemerkt, dass es mir nicht gefällt. Also und das ist vielleicht, ich weiß es jetzt nicht. 20 Jahre her oder so? 20 Jahre.

SPEAKER_02

Wenn du jetzt niemals den Zwang hättest, vor Menschen zu sprechen, wenn es nicht passiert wäre danach, gell?

SPEAKER_01

Ich habe es freilich ausgesucht.

SPEAKER_02

Auch wenn das nicht passiert wäre. Sagen wir mal, das wäre nicht passiert. Du hättest nicht vor Leuten gesprochen. Denkst du, diese Angst oder diese Blockade wäre immer noch da?

SPEAKER_01

Spekulativ. Ich kann dir aber sagen, was sehr hilfreich war. Und zwar, du hast am Anfang BNI angesprochen. Bei BNI bist du gefordert, jede Woche mindestens einmal dich zu präsentieren. Ja. Und ich habe da schon Leute kennengelernt, die haben kaum was rausgebekommen als Handwerker. Und dann treffe ich die zwei, drei Jahre später und dann sagen die, oh ne, ich bin nicht mehr dabei beim BNI, weil ich bin jetzt Berufsschullehrer. Wahnsinn. Also genau was ganz anderes, ja. Genau. Und konnten sich kaum artikulieren vor einer Gruppe und dann sind sie Lehrer.

SPEAKER_02

Was ist ein BNI genau? Vielleicht magst du das nochmal ganz kurz erklären, weil wir benutzen die ganze Zeit die Abkürzung, haben schon gesagt, es ist eine Community. Vielleicht mal ganz kurz ein paar Worte nochmal.

SPEAKER_01

Genau, das heißt Business Network International und das heißt, Milsner, der Gründer von diesem weltweit umspannenden Netzwerk, das gibt es, glaube ich, in 70 Ländern, der hat sozusagen den Begriff Netzwerken entwickelt. Das heißt, der ist der Gründer von Netzwerken.

SPEAKER_02

Von allgemeinen Netzwerken.

SPEAKER_01

Sogar den Begriff, hat er definiert. Und genau, und das ist eben ein wirklich gut strukturierte Sache, die eben ausprobiert ist und wo es Regeln gibt. Und das heißt, wir treffen uns einmal in der Woche und haben ein eineinhalbstündiges Programm, wo wir einen Fortbildungslot haben. Jeder stellt sich kurz vor, sagt, was er braucht, wie man ihm helfen kann. Und dann machen wir einmal, darf jeder sich ein bisschen länger präsentieren. Und dann machen wir, was wir füreinander getan haben. Das heißt, wir sagen, welche Empfehlungen wir ausgesprochen haben für wen oder ein Testimonial gegeben haben oder welche Fortbildungen wir gemacht haben, oder was auch immer, was wir sozusagen für die Community gemacht haben. Und das ist eine sehr, sehr schöne Sache, muss ich sagen. Ich bin jetzt seit dreieinhalb Jahren dabei und habe gedacht am Anfang. Es war praktisch, weil es bei mir gleich noch Sack war, aber jetzt muss ich sagen, es ist eine ganz tolle Sache.

SPEAKER_02

In Netzwerken kann ich sowieso jeden ans Herz legen. Es ist eigentlich eine der wichtigsten Sachen, vor allem wenn man selbstständig ist, wenn man etwas Unternehmerisches unternimmt, ist es nicht nur wichtig, sondern es ist essentiell, weil die meisten Leute sind so, dass sie ihr Geschäft machen und die hören dann zum Beispiel auf, wenn es um beispielsweise Marketing geht oder um neue Ideen geht, um Coaches geht und so weiter. Und wenn man da ansetzt und sagt, okay, man ist offen, weil mit Coaches meine ich nicht, dass man sich einen Coach holt, sondern dass man einfach auf Meinungen anderer hört, die vielleicht eine andere Perspektive haben, eine andere Weitsicht haben. Weil meist ist man ja so im Business, man ist im Fokus, man ist voll im Tunnelblick. Und ich glaube auch, dass, das habe ich halt zum Beispiel gemerkt, als ich nur einmal kurz vorbeigekommen bin, so viele verschiedene Meinungen noch Ideen mitnehmen konnte für mein Projekt, wo ich gesagt habe, Wahnsinn, auch nur diese eineinhalb Stunden oder Stunde, wo man dann da war, wie viel man daraus mitnehmen kann. Und das ist ja im Allgemeinen so, du musst Marketing machen. Du musst irgendwo auch dich vernetzen mit den Menschen, weil ansonsten bist du abhängig von den paar Leuten, die vielleicht um dich herum sind und dann geht dein Business dementsprechend kurz, sage ich mal, also gar nicht lange.

SPEAKER_01

Ja. Aber auch Thema Burnout. Ja, ich meine, ich habe früher mal locht ohne Ende, ich habe nur Patienten oder noch Kollegen gehabt. Es war kein abwechslungsreiches Leben, sondern es war halt wirklich fokussiert. Und jetzt lerne ich halt unwahrscheinlich verschiedene Leute kennen und wir passen auch aufeinander auf und geben uns Tipps.

SPEAKER_02

Jetzt zum Punkt Burnout, was du jetzt erzählt hattest. Ich habe noch zwei Buchfragen mitgenommen. Du hast ja ein Buch, was um Burnout geht, einmal dann für die Anfänger, das sind nochmal vor allem auf Rücken bezogen, da die Problematiken besser verstehen. Und meine erste Frage wäre, was ist der größte Mythos über Rückenschmerzen, den du in fastinierend schmerzfrei. Und zerstören wolltest? Das ist jetzt die Frage. Also, um welche 60 Sekunden Selbstprüfung aus dem FDM-Denken würdest du jetzt jedem geben? Das ist die zweite Frage. Ja, das ist die zweite Frage.

SPEAKER_01

Okay. Mach mal die erste, Wärme hilft. Wärme hilft definitiv nicht. Wenn du Wärme brauchst, dann hast du Hilfe nötig. Definitiv. Aber die Wärme hilft dir nur temporär, macht das Gewebe mit der Zeit immer schlechter. Wir haben einen Körper, der immer alles gleichmäßig haben will. Wenn du ein paar Grad wärmer bist, hast du Fieber, Gliederschmerzen etc. Always Strukturen gehen kaputt. Das heißt, Therapie mit Wärme. Nee, such dir einen guten Behandler. Wahnsinn.

SPEAKER_02

Okay, und zur zweiten Frage mit der 60 Sekunden Selbstprüfung.

SPEAKER_01

60 Sekunden Selbstprüfung?

SPEAKER_02

Also praktisch, um welche 60 Sekunden Selbstprüfung aus dem FDM-Denken würdest du jetzt ihm geben?

SPEAKER_01

Achso, ja. Frag dich mal, ob du ein Problem hast, beziehungsweise wenn du darüber sprichst, ob du dann sagst, das habe ich im Griff. Weil dann hat es dich im Griff.

SPEAKER_02

Das ist ein guter Denkansatz. Wahnsinn. Okay. Ich habe jetzt doch noch eine Frage mit. Und ich glaube, das geht dann auch zum zweiten Buch. Im Schmerz, Angst, Panik und Burnout verstehen, Buch, bringt ihr Fallbeispiele. Und da habt ihr auch den DZI-Kompass. Ich hoffe, ich habe das richtig ausgesprochen. Wenn du eine Fallgeschichte wählen müsstest, die einen Skeptiker in zwei Minuten komplett kippt, welche würdest du wählen? Welche Geschichte?

SPEAKER_01

Ich meine, die Sachen sind ja reproduzierbar und ich habe auch Interviews gemacht. Mit einem habe ich schon. Nee, das war ein Interview, das habe ich mit einer Frau gemacht, die kam zu mir, weil die kam rein und dann hat sie sich erstmal hingesetzt und hat das Wein angefangen. Sobald sie angesprochen wird, wo sie wein. Und sie traut sich schon gar nicht mehr aus dem Haus, weil sie lebt auf dem Land, wenn sie einkaufen geht und irgendein Bekannter und so, dann steht die da und heult.

SPEAKER_02

Wahnsinn.

SPEAKER_01

Und sie kannst du regulieren. Und hat halt Stress gehabt, ich will jetzt nicht auf die Einzelheiten eingehen. Und dann hat sie mir beschrieben, wo das ist und ich habe es entsprechend behandelt. Und dann ging sie gut. Also wir haben uns ein paar Tage später nochmal gesehen und dann sagt sie, ich bin gleich am nächsten Tag. Einkaufen gegangen. It hat mir Spaß gemacht. Wir haben das Problem mit einer Behandlung gelöst.

SPEAKER_02

Wahnsinn.

SPEAKER_01

Und sie kam dann, weil sie ein paar Jahr später wieder Stress hatte and then ging sie wieder nicht ganz so gut. And then habe ich es behandelt und then habe ich gesagt, wollen wir mal ein Interview machen zu dem, was damals gewesen ist, and so. And then hat so geschildert. And then Ich war ja heute da, weil ich wieder so ein bisschen Rückfall hatte. Und wie lange hat es gedauert und die Veränderung, Verwandlung sozusagen? Und sagte, weiß gar nicht, zehn Minuten oder so.

SPEAKER_02

Ja, das ist eigentlich eine Sache, vor allem wenn du, wenn du das erzählst, einem Skeptiker zum Beispiel oder einem, der jetzt sagt, das geht doch gar nicht, jetzt so Burnout oder vor allem Paniken oder sowas zu kippen oder zu verändern mit einer Behandlung, ist es schon sehr, sehr verblüffend. Wenn ich jetzt immer noch sagen würde, ja, okay, das ist doch jetzt eine Geschichte. Gibt es natürlich, man kann nicht alles beweisen, vor allem wenn es sich um Angst und Paniken handelt, aber gibt es vielleicht noch eine Sache, die du zeigen könntest oder beschreiben könntest, wo ich jetzt sage, okay, jetzt hat sich meine Meinung geändert. Es ist doch etwas Körperliches. Oder müsste ich es am eigenen Leiber fahren?

SPEAKER_01

Du müsstest es am eigenen Leiber fahren, wie es funktioniert, weil so ist es nur Theorie. Das ist genauso, wie wir haben jetzt von BNI gesprochen. Und du hast gemerkt, was für ein Drive das ist. Jetzt sind wir ein kleines Chapter gewesen. Ich weiß nicht, ob du größere Chapter noch kennst, wo noch viel mehr Dynamik da ist. Wenn du das nicht erlebt hast, weißt du nicht, wie es ist. Oder was weiß ich, ein Top-Kinofilm. Titanic. Den kann ich da erzählen. Da kommen da Emotionen rüber, mäßig. Schaust du dir an, dann fließen Tränen vielleicht und so weiter. Es ist immer was anderes, wenn man es erlebt. Und insofern, klar, ich habe auch früher zum Beispiel, ich habe Akupunktmassage gelernt. Da gab es noch kein Internet und so weiter. Da holt man sich dann ein Informationsmaterial und dann beschreiben die Sachen, wo man sagt, als junger Physiotherapeut, kann ja gar nicht sein. Da macht man einen Kurs, dann werden immer das anders sagt, uh, die haben untertrieben, da geht viel mehr. Und so ist es auch. Wir lernen. Es gab einen bekannten Sportphysiotherapeuten, Hansi Montag, der hat so Fußballnationalmannschaft betreut und so. Und da war ich mal beim Kurs und ich war kurz nach meiner Ausbildung. Und jetzt geht der da ran und macht mit einer Kraft da so Behandlungen, wo ich gelernt hatte, da muss man vorsichtig sein. Dann macht er das. Aber es hat funktioniert. Und so muss ich dann sagen, okay, das, was ich vorher gelernt habe, das war halt, naja, nett, aber es war nicht zielführend. Und so muss man sagen: Üge, was du gelernt hast, ob das wirklich deine Erfahrungen sind oder ob das Erfahrungen sind von irgendwelchen Leuten, die dir geschildert haben, dass es eben so ist. Und wenn du es nicht hinterfragst, dann dich auch nicht weiterentwickeln. Also steht alles in Frage.

SPEAKER_02

Verstehe. Okay. Am Ende der Folge stelle ich immer eine letzte Frage. Und das ist immer dieselbe Frage für die Special Guests. Und da darfst du dir auch gerne ein paar Sekunden Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, weil das ist eine bisschen tiefsehnigere Frage. Und da geht es um das Thema Glück. Weil jeder Mensch hat seinen Alltag, hat seine Familie, hat sein Geschäft, seine Berufung und lebt auch ein Stück weit vor sich hin. Wenn dann man am Ende der Tage angekommen ist und dann so zurückblickt und sagt, okay, ich habe jetzt mein Leben gelebt, bereue ich etwas, war das schön? War ich glücklich? Die meisten sagen dann, ah, es hat mir doch irgendwas gefehlt oder ich bereue die meisten Dinge. Da gibt es so eine Analyse auch davon und da sagen, dass über 95 Prozent der Menschen unglückliches Leben geführt haben tatsächlich. Also und die waren nicht glücklich, die bereuen sehr, sehr viele Dinge. Dinge, die sie nicht getan haben, auch Dinge, die sie getan haben. Und dann habe ich mir gedacht, okay, das kann ja eigentlich nicht sein. Wenn du am Ende der Tage angekommen bist, dann weißt du, alle Gegenstände zum Beispiel kannst du nicht mitnehmen. Alles, was du dir aufgebaut hast, das Geld, Wohlhabend, dein Fame, sage ich mal, alles, was du gemacht hast, bringt dir dann letzten Endes nichts mehr. Worauf kommt es dann an? Und dann hat sich für mich erschlossen, okay, dann kommt es ja auf die Momente darauf an, die du erlebt hast und dass du wirklich ein glückliches Leben geführt hast. Und wenn dich jemandem fragen würde, so was macht dich glücklich, kommt immer eine Antwort, was in der Abhängigkeit von Geld ist, also irgendwelche Gegenstände zum Beispiel, oder von der Zeit. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass keine Zeit und kein Geld eine Rolle spielt, was würde dich wirklich erfüllen?

SPEAKER_01

Also ich weiß nicht, ob dir Flow von Chick Sand Me High was sagt?

SPEAKER_02

Nein.

SPEAKER_01

Das ist ein Glücksforscher und der wollte herausfinden, wäre ich sind und wenn sie im Fluss sind. Das heißt, wenn du zum Beispiel ein Projekt hast und du bist da voll mit beschäftigt, bist voll im Gange, dann bist du glücklich. Wenn es abgeschlossen ist, ist es unter Umständen traurig, weil es ist ja vorbei. Und das kann aber auch sein, was ich, eine Oma strickt an Schal. Wenn er fertig ist, ist es vorbei. Das heißt, die geleisteten Dinge, die machen uns vielleicht stolz, aber glücklich, ja, wenn Interesse da ist.

SPEAKER_02

Also wenn du im Fluss bist. Wahnsinn. Es gibt auch ein anderes Wort, das nennt man Flow State. Ich weiß nicht, ob es da der richtige Begriff dafür ist, aber ich glaube im Deutschen, wenn man das jetzt nochmal kurz zusammenfassen würde, ist es ja dann praktisch, der Weg ist das Ziel, oder?

SPEAKER_01

Definitiv, ja.

SPEAKER_02

Wahnsinn. Ja, dann danke für diesen Input nochmal. Danke dir, Georg. Danke für deine ganzen Inputs, die du gegeben hast. Möchtest du noch irgendeine Message den Leuten da draußen geben? Gibt es noch etwas, was du vielleicht teilen willst, vor allem für die junge Generation da draußen?

SPEAKER_01

Ja, unbedingt im Hier und Jetzt leben, weil in der Zukunft haben wir Ängste. Wenn wir zurückblicken, vielleicht Depression. Leben tun wir jetzt und wir wissen auch nicht, was die Zukunft bringt. Aber jetzt können wir sie gestalten und vor allem interessant gestalten und ja, und vor allem nicht auf, also schon auf Ziele hinarbeiten, aber nicht auf so Ziele wie eine Rente oder so hinarbeiten. Weil also für mich, der ja gern was tut und sich weiterentwickeln möchte, wenn ich jetzt mir vorstelle, ich, und das habe ich früher mal gemacht, dass ich mal hoch habe wie blöde, weil ich bis dahin so und so viel Geld haben wollte und so weiter und so fort. Aber dann habe ich gemerkt, nee, nee, mir macht es jetzt Spaß. Und ich warte nicht auf später für irgendwas. Und meine Arbeit vor allem macht mir Spaß. Deswegen, ich arbeite leidenschaftlich gern. Und ich finde es toll, wenn ich mehr Leute finde, deswegen bin ich auch bei BNI, denen ihre Arbeit Spaß macht.

SPEAKER_02

Mega. Das ist ein sehr, sehr guter Tipp für die Leute draußen. Wie können die sich, äh, können die dich erreichen? Also wann können sie deine Bücher finden? Wo können sie vielleicht eine Webseite finden? Hast du da Kontaktdaten?

SPEAKER_01

Genau, also meine Webseite heißt der-grasser.de und Bücher gibt es überall im Handel zu kaufen. Also egal, ob das bei einem großen Händler ist, der über alles Mögliche vertreibt oder der einzelne Buchhändler. Bücher gibt es überall.

SPEAKER_02

Perfekt. Ja, ich würde das Ganze dann nochmal bei der Folge unten nochmal markieren, dass das jeder sehen kann. In diesem Sinne, danke nochmal, dass du dabei warst. Und zum Abschluss auch nochmal, alles fängt an in deinem Kopf.