Opus NULL

Folge 1 - Auditive vs. Visuelle Kunst in der aktuellen Kunstszene

Guy Speyers Season 1 Episode 1

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Was passiert, wenn Kunst nicht gesehen, sondern gehört wird?
In unserer ersten Podcast-Folge vergleichen wir auditive und visuelle Kunst in der heutigen Kunstszene. Wir sprechen über Wahrnehmung, Ausstellungsräume, Publikumserfahrungen und darüber, warum Klangkunst oft unterschätzt wird – obwohl sie uns auf eine ganz eigene Weise berührt.
Eine Einladung, Kunst einmal nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren zu erleben.

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Speaker

Opus Null, der Podcast von Ensemble plus mit Guy Speyers Gerald Futscher. Neue Musik, neue Perspektiven, Themen unserer Welt. Also wir sitzen jetzt hier in dein Atelier mit lauter Instrument und wenn man das so sagen kann, Instrumente. Aber da kommen wir schon dazu nachher. Genau, Instrumente.

Speaker 1

Sagst doch Müll.

Speaker

Ja, Müll ist es nicht. Ich finde es auf jeden Fall nicht Müll, aber und du wahrscheinlich auch nicht. Und das sind doch viele andere Komponisten, dass das auch nicht als Müll sehen, oder? Genau, und da kommen wir dann irgendwie zu unserem Thema. Dieser, für mich ist es ein Thema, ist etwas, das mich seit langem interessiert ist, dieser auditiv oder visuelle Kunstunterschied. Und warum zum Beispiel wir da sitzen manchmal in einer Galerie oder so und das sind dann, Gott weiß, wie viele Leute das rein und raus gehen über einen Monat oder manche Ausstellungen sind offen, monaten lang, und da gehen tausende von Leuten rein und raus. Aber wenn wir ein Konzert machen, wo man etwas erleben kann, einmalig, wir haben 40 oder 50 Leute, das ist etwas, was mich so irritiert und wo ich irgendwie dahinter gehen möchte und schauen, warum ist da der Unterschied zwischen die zwei Dingen und warum reagieren die Leute so.

Speaker 1

Es gibt so viele unterschiedliche Kunstformen. Aber wenn du ansprichst Musik und bildende Kunst, hat die bildende Kunst, glaube ich, den Vorteil, dass man sich erstens frei bewegen kann. In den meisten Konzerten ist das leider nicht so. Also in der klassischen Musik, da sitzt man doch meistens relativ starr da und ist ausgeliefert. In einem Museum habe ich die Freiheit, mich herumzubewegen. Ich kann mich auch von etwas abwenden. Wenn man denkt, wow, ist das ein widerliches Bild, dann drehe ich mich einfach um und schaue, ob ich vielleicht im nächsten Raum etwas Angenehmeres finde. In der Musik kann ich das nicht. Da bin ich einfach mehr ausgesetzt, dem, was momentan passiert. Und da ist mein freier Wille quasi total eingeschränkt.

Speaker

Also eine Lösung wäre einfach ein Museum für neue Musik, oder wie?

Speaker 1

Yeah, genau. Ich habe einmal das erlebt: ein Konzert mit so Sitzsäcken, großen. Das haben sie gemacht bei Festspieler sogar. Der Bautner war dort als Gast, der ist neben mir gelegen auf irgendeiner Yogamatte.

Speaker

Also nein, wir haben einmal ein Konzert gespielt, oder? Das war vor ein paar Jahren, oder? Im Kunsthaus oben mit dieser weiße Teppich her, oder? Ah ja, das auch. Genau.

Speaker 1

Dann war ich einmal, aber im Festspielhaus war das Auto, da waren auch so Sitzsäcke. Und hinten an ein paar Stühle, da konnten die Leute, die das halt so gewohnt sind, dass sie sich brav wie in der Kirche auf ihren Betschemmel geknien, die konnten dann dort sitzen, weil vielen waren das natürlich unangenehm. Ich habe mich sofort auf so ein Ding gestürzt und mich da ausgebreitet. Das war ein Matzenspass. Oder ich habe gehört in Sklangform in Wien, die haben das auch mit so Sitzsäcken gemacht und haben sogar wineflashen hingestellt. Da konnten sich die Leute einfach wine and drinken während der Concert and her. When this a bit aufs gib mir auch oft so. I sit in a concert and sit down there and come back. And when I was the first one, I have the first Mozart Symphony, and now there was a lot. And then the pause. So I wish I can. Böder had the Karte or so in the first eye. This can't be not to the second stuff. I had in the first eye, I had a book, and I was like, the went off the bottom, went to me, grinst over the ear. And I said, this can't be. And I heard, when Godzilla comes, I think how this or so. This case. And my sites have me so angry, as it was a total that I just have a book in the concert. This is not so stife when we gestalty. This habe ich einmal gemacht in einem Luftschutzbunker, Schlagzeugqualität. And there are so Räume that from the Hauptgang weggegangen. And then begeistered. I said, I said one einzelne in a eye. Why musst du deinen Nachbarn hören, when you deine Noten genau spielst, and ich hör es dann schon. And vorne haben wir es dann erst wieder zusammengeschaltet. So was. Und da sind die Leute auch bewegt. And this macht sofort eine ganz andere Stimmung. Klar, man hört nicht jedes Detail, man hört, je nachdem, wo ich hingehe, verliere ich die eine Stimme vielleicht complete.

Speaker

But I mean, in Stockhausen's Hubschrauber Quartet, da hört man auch nicht alles, oder? It's so component, that this Hubschrauber Geräusch dazu is, oder? But that is easy to Klangkunst. That can manage in the Klangkunstwelt. But when many symphony, which is eher, I will not both say, but in a spatromantische stillrichting beschrieben is, then it was better, when people not um so the elder music is also geschrieben.

Speaker 1

When we Italian Baroque im Teatro della Venice Grillhandl service and wine.

Speaker

Und dann wäre es vielleicht irgendwie schicky Mickey, und dann würden mehr Leute kommen müssen, oder? Weil das gehört dazu. Man muss da sein.

Speaker 1

Ja, ich glaube nicht, dass das noch ein Unterschied is, wenn ich das Kunsthaus denke oder Kunsthäuser, then what I see sind ziemlich immense Werte meistens. Das Publikum weiß ja oft when they have the marktworth of building künstlern. And when I in a concert gear where a stuff is from her gelaufenen Komponist, then wet the public, this is not worth it. Tatsächlich im Geldsinn.

Speaker

But wo ist das schief gegangen? Weil Richard Strauss hat er Viertel Million Deutschmark verdient damals für Alpensymphonie. And ich meine, auch jetzt, wenn du das auf Euro umrechnest, ist das extrem viel Geld. Es gibt kein Komponist in the world für einen Kompositionsauftrag. Wo ist das schief gegangen? Weil irgendwann hat er seinen Wert gehabt.

Speaker 1

Ja, das stimmt. Johann Strauss hat unvorstellbar viel verdient. Ja, genau. Really viel verdient. Seine Söhne haben sie dann halt verzoggt im Casino, but er hat richtig gut verdient, bis er dann keine Luft mehr gehabt hat. Das ist ja auch nett, oder? Weil er sich erst dann, wo das zweite Mal auf America-Tournee gegangen is, erstmal sehr viel Geld verdient, came and must lead feststellen that his son his gold verzogged had. It was fast pleite and had the America Tourney wiederholt. And I wish not if it geplant was or not. He had a versich, his arm, his hand, and is relatively in New York, in a stronger, gesturzt, and behauptet, he can not spin. The Versicheration must be lives his financial. And there is a brief where a friend said, I've been so frozen that I with this art, that the music to do. Another wert gibt es kaum noch. And da steigt die Musik natürlich schlecht aus, außer sie liefert horrente Verkaufszahlen. So wie wir das aus der Pop-Industrie kennen. Dort funktioniert es. And dort strömen auch die Leute hin zu Tausenden auf so ein Konzert. Und zahlen horrende Preise. Das würden sie ja nie. In einem Konzert, wo ein Streichquartett u aufgeführt wird, ist ja jeder sauer, wenn er 20 Euro zahlen muss.

Speaker

Aber das ist auch so ein Thema, oder? Eigentlich ist auch in der Pop-Musik-Welt einfach nur schlechter geworden von Qualität her, oder? Weil auch bei 60, 70er, 80er Jahren kann man darüber reden. Aber 70er Jahren, das war so für mich als 84 geborener, ist das der Hörpunkt von der Pop-Musik oder der Rock'n'Roll oder dieser Zeit, oder? Und seitdem ist es nur bergabgegangen, finde ich.

Speaker 1

Ja, gut, wir sind halt die Konservativen.

Speaker

Stimmt auch.

Speaker 1

Die Junge würden das vielleicht anders sehen.

Speaker

Ja, aber die sind auch nicht dumm, oder? Ich meine, die hören dann Pink Floyd an und die hören Credence an, die hören Queen an und die wissen, dass das eine andere Qualität ist, oder? Die können das nicht mit Taylor Swift vergleichen.

Speaker 1

Es tut mir leid, Taylor Swift ist nicht, aber zum Beispiel Billie Eilish macht doch gute Musik.

Speaker

Es ist auch gute Musik.

Speaker 1

Das ist schon gut. Aber klar, es ist wesentlich einfacher gestrickt. Ja, genau. Und auch man hat natürlich nicht mehr wie früher diese Bands auf der Bühne, die da auch wirklich Instrumente spielen. Sondern ich habe das Gefühl, das ist das meiste, kommt schon von hinten aus der Konserve. Die müssen eigentlich gar nicht mehr viel da machen. Man stellt dann halt noch irgendein, zwei hin, damit es so ausschaut, also. Aber in Wirklichkeit säuseln die Stimmen da vorne. Genau. And the Publikum groll. They can often sehr good singing, right?

Speaker

But this is the same. It had to go, or this is then, or there is so much that I can not really, or I know it. And I wish that the virtual site was by you, or is by them the wickest thing. But there are many components, and who are to create for this, what they write. And they show this out and we think that it is wahnside, what they cry. But this is a peanuts in this. But the building creatures are not, when man early is. The schriftsteller crew no many, and the Tänzer creden okay, but they aren't halting um ein Stück. This is a Kunstproblem.

Speaker 1

Klar, weil wir für künstlerische Menschen, die der Geldwert nicht im Vordergrund steht. Das ist nicht das Erste, an was ich denke. Ich denke meistens gar nichts. Oder ich ärgere mich dann halt der Abend, dass ich kein Geld habe. Okay. Aber das ändert ja nichts an meine Arbeit. Und an sich ist da der arbeitslose Künstler oder der arbeitslose Intellektuelle, this is eigentlich ein sehr erstrebenswerter Zustand. Die müssen wir eigentlich hochhalten. Weil die dann wirklich, wie soll man sagen, unbeeinflussbar ihre Sachen machen. And im Nachhinein sieht man, da kommt immer wieder großartige Leistung heraus. And klar, not for all, not for all hundred tausons that in this land for you grabbed and it's not. But I think this is not my ziel war an air component to be. This finish is not so tall. So have my rule. But this finde ich auch nicht schlecht. Ich finde auch, wenn jemand Schriftsteller werden will, dann soll er sich einen Job an der Supermarktkasse suchen. Kriegt er auch gleich die gute Inspiration.

Speaker

Verhungerter Künstler. Oder das Wort, so hasst das nicht, du merkst das Wort Künstler nicht, das weiß ich, aber ja.

Speaker 1

Naja, geht schon so als allgemeinbegriff. Klar geht's gut. Aber genau das ist das Problem. Und diese, das sehen wir ja global, wie immer weniger, immer mehr verdienen. Dieser Kapitalismus, den wir da hinterher hechten, weil die stellen immer noch by Amazon or so. Ich finde das absurd. Or kaufen Tesla Autos or so. We verwenden all these blöden Instagram and WhatsApp. And in America verdienen sie ein paar Chrome. And we swimmen aber trotzdem mit.

Speaker

I mean, we are just ironed on an economisch-wirtschaftful basis. But we have eighteen whom quasi the visual kunst site gain. And you have anything with the word of these objects that produce, but why say they the wert in the classical music not, or this was described not, oder?

Speaker 1

Yeah, yeah, they say it's rich that that's easier key. Apart the tour of a komponisten hat from ganz wenigen, claim. But from normal hat is eighteen keinen Wert. Und das wissen die Leute. Es wird ja auch nichts dafür bezahlt, das weiß auch jeder. Oder wenn man einen Stundenlohn ausrechnet, dann sind ja die größten Idioten. Ich arbeite mein Stück für 10 Cent in the Stone. And this wissen die Leute, und dadurch auf asked. And when I wish the Bissoir of Marcel Duchamp will be in Wien ausstelled, this was for a year, that aline the Versichering for the transport of America has been. Eigentlich so this früher Geld, wo sie das in Frankreich erfunden haben, am Adelin gesagt haben, wir schreiben da einfach auf Zettel, this is so viel wert. Das kann ja nicht funktionieren, yeah. Und dann fängt man an, die in den Umlauf bringen und auf einmal entwickelt das Klumpenwert.

Speaker

Ja, es ist so wie ein Stradavari, das jetzt fast 25 Millionen wert ist oder so. Ich meine, die Dinge klingen super natürlich, aber dass es 25 Millionen wert ist, das ist dann ein bisschen übertrieben, oder? Aber jedes Mal wird das gesteigert und das ist als Kunstwerk gekauft, oder nicht als Instrument, oder?

Speaker 1

Ganz seltsame Dinge passieren da auf dem Markt. Und davon ist die Musik komischerweise ausgeschlossen. Also die sogenannte Ernste oder wie man es nennen soll, die Konzertmusik. Die hat da zu diesen Marktwerten keinen Zugang. Und solange sind wir froh, dass wir da nicht dabei sind, einerseits, andererseits muss man halt mit der Konsequenz leben. Es geht in der Literatur natürlich auch so, dass es nur sehr, sehr wenige sind, die das erreichen. Dass sie irgendwie damit über die Runden kommen. Aber ja, bei der Musik ist das wirklich eigenartig. Und die Ablehnung gegenüber jetzt komponierter Musik ist ja immens. Also wenn wir so in der normalen Bevölkerung oder so, oder ich als Lehrer dreht jeder die Augen auf. Letztendens war da, wo ich einen Schüler von mir, einen erwachsenen Schüler, gesagt habe, er soll auf das Konzert kommen. Das hältst du an und so im Leben nie geht er so wohin. Weil er natürlich, weil die Menschen in ein Konzert gehen, wissen sie bereits, was Musik ist. Jeder hat eine ganz klar vorgefertigte Meinung über das, was Musik ist und wie Musik zu sein hat. Und wenn das, was dann geboten wird, dem nicht entspricht, dann ist es auch keine Musik, sondern dann ist es irgendein Abscheuliches Klumpert.

Speaker

Ja, ich meine, das kriegt eine visuelle Kunst auch, oder? Da gibt es Leute, die gehen hin und die wissen, dass ein Tanz, ein Ballett muss so ausschauen. Und dann plötzlich, wenn halb Nackiger auf der Bühne rennen und sich an Hand werfen und so, das ist dann nicht mehr ein Nussknacker, oder? Das ist dann schon, das verstehe ich total, ja. Und wenn das nicht Winnie the Pooh gelesen wird, dann ist das nicht, ja, dann kann Jossa oder so jemand nichts damit halten, oder? Aber ja, ich verstehe total, was du meinst, oder? Und wenn wir kein Beethoven spielen, zum Beispiel, dann denk mal zurück an was Beethoven war damals, wo er das aufgeführt hat. Das war auch ein Skandal, oder? Nicht alles, oder? Am Schluss war das dann am Schluss von seinem Leben war das eh akzeptiert und alles. Aber ja, ich meine, wir sind beide Klangkunst interessierte oder wir mögen das jetzt wirklich experimentielle Musik mit verschiedenen neuen Instrumenten oder der Erfindung von neue Instrumenten. And ja, das ist genau für mich. Ich glaube, da ist dann der Punkt, wo viele Zuhörer aussteigen, oder? Ich finde es wichtig, dass wir das machen und dass wir das weiterführen. Aber ich glaube, da ist wirklich so schon eine Grenze quasi erreicht. Die Mikrotonalität in the Music, this is mittlerweile schon acceptiert, glaube ich. But lustigweise, diese Klangkunst-Welt, this is etwas 1910 habe ich ein Beispiel davon gefunden. 1910 haben Komponisten angefangen in this Richtung Klangkunst-Welt to get. And this is ewig.

Speaker 1

It gave uninterbroken new entwicklings and new stimulants, or what had Bach for the wool-temperative stimulus, or what he entered. And new clangfarben to such a lot, or we have been a saxophone in the classical orchestra integrated. Ewig, or before the Schlaginstrument in the orchestra, accepted. There gave a still entwickling, the blasinstrument. It was unheard of weiterentwicked. And Effektinstrumente gab es auch immer schon. Es gab ja in jedem zu jeder Zeit auch Instrumente, die nur für Effekte dauern. Wie eine Trompete aus dem Trompeten.

Speaker

Ja, ich meine, es ist einfach ein Effektinstrument, weil es kicks dauernd und hat nur Luftgeräusche und so. Das ist eigentlich das perfekte neue Musikinstrument.

Speaker 1

Oder? Ja, klar. Aber auch als Leopold Mozart mit seinen ganzen Vogelpfeifen oder so. Oder Mozart, der diese Janitscharen-Sachen plötzlich in seine Musik hineinnimmt. Also das gab es immer. Und natürlich wandelt sich das. Oder dann bei Strauß zum Beispiel Korkenknallinstrumente. Gibt es auch. Also es gab immer auch Instrumente, die für Klänge da waren, die nicht mit traditionellen Instrumenten erzeugt wurden. Und wenn ich jetzt halt auf der Bühne ein Holzbrettersäge mit der Säge, dann hat das halt auch wieder einen speziellen Klang, den ich halt da gerade will.

Speaker

Ja, Maler mit der Hammerschlag, Wagner mit seinen speziellen Instrumenten hindurcht. Es geht eigentlich durch die ganze Geschichte. Ja, das geht durch die ganze Geschichte.

Speaker 1

Und klar, und man wird sich dann immer, wenn sich was verändert. Das mag schon sein. Und jetzt die Musik bei uns, die ernste Musik, damit lachen wir und so, geht es natürlich in eine Richtung, wo es schon, sag ich mal, sehr, sehr seltsam wird, weil das Material mehr zum Klingen gebracht wird als Geige, als jetzt der schöne Ton einer Geige. Das ist plötzlich nicht mehr so interessant. Sondern geht es mehr um, was kann ich alles tun. Was kann das Instrument tun? Was kann man auch alles machen damit? Und was für eine Art Klänge, die man früher eher ausgespart hat und versucht zu kaschieren, wie lange hat man Klavieren herumgebaut, damit sie nicht mehr klappern. Oder wie ein Cembalo, Cembalo rappelt und klappert vor sich hin. Das ist eigentlich ein Kraus. Ja, ja, genau. Und jetzt hat man alles getan, damit es nicht mehr so rumpelt und tut. Und jetzt kann man Komponisten, die genau das widerschätzen. Dass es klappert und rumpelt oder quratzt und quietscht. Ja, das ist eine seltsame Entwicklung, aber das ist halt, das findet halt statt. Und soll man sich da verschließen dagegen?

Speaker

Na, das passt gut.

Speaker 1

Und ich arbeite jetzt bei mir, aber ich wollte eigentlich nicht über mich reden, aber das bin ja nicht nur ich. Es gibt immer mehr, die auch mit so mit Müll irgendwie herum hantieren. Weil man einfach gesehen hat, da gibt es klange Qualitäten. Meine Luftballon kann ich schon immer sehen. Das ist einfach schon ein bisschen ausgelutscht.

Speaker

Ja, aber es ist ein guter Effekt. Das muss man so zeigen. Das klingt richtig gut, oder? Wenn in der richtigen Moment, wenn das erwischt wird, es klingt richtig gut, oder? Wir haben eh darüber geredet mit dem Steropor, oder? Das halten halte ich nicht aus, oder? Aber das ist eher so, es ist nur, das Geräusch mag meinen Körper irgendwie nicht. Seit ich klein bin, war, oder? Ich respektiere schon, dass es verwendet sein kann. Aber ja. Ja, ich finde das sehr spannend. Ich weiß gar nicht, wohin das führen wird. Ich meine, jetzt mit der ganzen Computer, I mean, this is ewig eighteen, the computer klänge that produced werden and synthesizers and all, and the manipulation of the klanges that from the instrument zum Beispiel. But what is this then, wound then the point where it's even music sein, or iron was produced or a clang will produce it? Man kann alles mit einem Click machen, oder so. And da sind wir dann wieder in so ein Thema, wo das Publikum wahrscheinlich anfangen wird to sagen: Ja, die haben das eh alles mit KI gemacht, das ist alles vorbei. Obwohl jemand da stundenlang und einklang with the mouse, and have verschiedene frequencies, the tone, the clang the rich was. Let's say by the festival had we this work for solo, with the microphone or the loudspreak membrane. And on this overdrive to the component or the component was so penal, and how this can none, right? And when interviews with a man saw, there is extremely penguin, and now what it does and what can you none, then there went none in the sail and they sit down and they hear that. And they say, Yeah, they are the body into the giga. And then you invest in the Klänge to fors, quasi diese Ideen. Und ja, ich bin nicht genervt, oder? Ich habe entschieden, auch this Leben oder diese Richtung zu gehen. And mir ist es schlussendlich wurscht, wo ich land und was wir da machen, oder? Mein Job ist es zu spielen so gut wie möglich. Genau, aber ich finde es nur traurig, dass nicht genug Leute offen dafür sind, diese neue Welt mit uns zu entdecken, weil es ist schon eine neue Welt. Wir sind wahrscheinlich hinterher, wir wissen gar nicht, was da alles los ist in der Welt, musikalisch los, weil da passieren heute Abend Uraufführungen irgendwo in der Welt, wo wir gar nicht mitkriegen werden.

Speaker 1

Ja, klar, wir sind einfach, also ich sowieso, einfach schon so alt. Aber was jetzt auf den verschiedenen Hochschulen oder Universitäten, was dort für die jungen Studenten gerade entwickeln oder so, da müsste man sich halt immer irgendwo hinfahren und sich das anschauen. Wir haben zu Glück in Bludenzer Tage, da kommen doch eh einige Junge. Immer. Und das ist ein wunderschönes Festival hier in Voralberg, aber wie viele Voralberger sind dort? Da geht auch niemand hin, das interessiert niemanden. Obwohl es sehr bekannt ist, renommiert ist, international. Jetzt müssen wir halt, wenn man die Zeit hätte, müssen wir halt ständig auf solche Festivals gehen. Da würde man natürlich schon mehr sehen. Oder ich bin, jetzt hau ich nicht, aber sonst fahre ich eigentlich immer nach Schwarz auch. Früher, wie in Modern, das ist mir jetzt irgendwie zu weit und da bin ich halt schon zu träge dafür, leider. Und gut, muss man auch sagen, im Radio hört man das dann auch. Also die Sachen kann ich mir dann im Radio anhören. Ja, zum Glück. That is jaol.

Speaker

Früher is this sicher geworden, but ich come aus a land where classical music classical music to radio. I have echt kind of asking if I in Südafrica classical music in radio gehards. Okay. Yeah, it's like we have two, three Senders geh, and this was alles nur DJ so and so and DJ and so. And this habe ich gern gehabt als Kind, oder? But da war echt gar nichts.

Speaker 1

Ja, aber das geht ja bei uns auch mehr in die Richtung. Je mehr das ökonomisiert wird. Ich meine, also Sender wie bei uns Ö1 oder Südwestfunk in Deutschland, das geht nur über extreme Subventionen. Die müssen ja immer kämpfen, wenn die populistischen Parteien würden die Sender ja am liebsten abdrehen. Weil die natürlich auch kritisch sind. Weil das sind halt nicht so die Dumpfbacken, die sich jetzt mit so einem ernsten Programm auseinandersetzen. Oder es gibt Wissenschaftssendungen, es gibt Sendungen über Literatur, über neue Musik, es gibt über Jazz, die sind halt sehr breit gefeiert in ihrem Programm. Und der Populismus ist natürlich ganz was anderes. Und je mehr, je populistischer Länder halt auch regiert werden in Amerika, umso mehr stirbt das halt aus, die ganze Sache. Und das wäre wahrscheinlich den eher am liebsten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer dieser führenden Politiker, wie man sie da sehen, jetzt rundherum von diesen Vollidioten, dass man die einmal auf irgendeinem Festival von neuer Musik antrifft. Das kann ich mir nicht vorstellen. Ja, aber wohin geht's? Ja, wenn man das wüsste, wenn wir jetzt wüssten, wohin die Richtung geht, das wäre super. Weil dann könnte man ja gleich dort anfangen zu schreiben, dann wären wir voraus. Das sehen wir dann halt immer erst im Nachhinein. Ich meine, wo meine Sachen hingehen, weiß ich natürlich. Wenn ich was mache, aber das von den Kollegen, und das ist ja das Interessantere, was die Kollegen machen. Weil das, was ich mache, gut, das weiß ich ja. Warum gehen deine Sachen hin? Ich hoffe, ich habe nichts damit zu tun. In den Hauptgrund. Ja, klar. Aber es ist ja eine eigenartige Sache. Aber ich könnte mir ein Leben ohne dem gar nicht vorstellen. Oder letztens mit meinem Bruder telefoniert, einem Schriftsteller, der jetzt ein Buch geschrieben hat, ein dickes Buch über einen befreundeten Bildhauer, der leider gestorben ist vor inzwischen schon eineinhalb Jahren. Und er hat ein ganzes Buch über den geschrieben. Ein dickes Buch. Verlag. Sagt, interessiert sie nicht. Weil erstens kennt diesen Bildhauer ja eh keiner irgendwie und es ist, was soll das? And er lacht anders wieder mal ein Buch in der Auflage ein Stück geschrieben. Und das hat eine eigene Qualität. Dass jemand das auch aushält und sagt, ich schreibe ein Buch, Auflage, ein Stück, toll. Und die Frau von dem Verstorbenen freut sich natürlich wahnsinnig, dass sie das kriegt. Und das sind ganz eigene Werte, die sich, die dann eben aus diesem ganzen Ökonomie-Zeug völlig herausfallen, aber wunderschön sind. Da kann man stolz drauf sein, dass es Leute gibt, die sowas machen. Das finde ich grandios. Ich kenne halt jetzt ihn gut. Er schreibt, unsere Mutter schreibt da Briefe. Und da ist er inzwischen bei Seite, ich glaube, 7000 irgendwas angekommen. Und das ist ja auch so etwas wie ein Buch in der Auflage, ein Stück. Und ich glaube, das sind die Werte, um die es mir jetzt eher geht. Darum bin ich auch nie besonders böse, wenn etwas von mir nicht gespielt wird oder einmal gespielt wird. Das war ja früher auch nicht anders. Schubert hat von seinen 17 Streichquartetten, das wissen glaube ich nicht so viele, hat ja genau eines gehört zu Lebzeiten. Alle anderen wurden einfach nicht gespielt. Und zwar, weil sie auch von den Musikern als schlecht empfunden wurden. Ich habe gesagt, den spielen wir nicht den Schmarrn. Meine Lieblingsanekdote im Schubert. Schuber sitzt im Wirtshaus wahrscheinlich, nehmen wir mal an. Und ein kleiner Dist kommt vorbei und sagt: Ja gut, das ist die Treffmeister. Also da in der neuen Sinfonie, da haben sie eine kleine Stelle drin, das kann man so nicht spielen. Das ist ein totaler Quatsch. Schubert schaut ihn an und sagt: Nur weil Sie ein Leben lang auf ein Stück Holz gebissen haben, sind es noch lange kein Künstler. Dieses Zitat habe ich schon mehrmals sehr erfolgreich angebracht. Ich bin nicht gewusst, dass ich zitiere, weil ich habe dann schon gleich sehr böse angeschaut. Dabei habe ich nur Schubert zitiert.

Speaker

Also, klar. Also, ich finde jetzt faszinierenderweise, ich meine, für mich da hat jemand gesagt, this Zitat from Boulet, oder? We dürfen das Publikum nie vergessen, oder? And er hat es damals gemeint, vergiss nicht, dass die auch da sind und dass die auch schöne Sachen hören will. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bouleis so etwas gemeint hat, oder? Nein, das glaube ich nicht. Vergiss auch nicht, dass die nicht dumm sind, oder? Und dass die gefördert sein möchten. Und ich finde, wir sollten nie aufhören mit dem, was wir versuchen zu machen. Und the frame is, what can we do, oder? Oder was it's a Bildungsproblem wahrscheinlich? Yeah, genau. It is not a Bildungspround.

Speaker 1

Bildungssystem or is this uh Freiberg fehlt halt an university?

Speaker

But not nurse for Albert, oder? It is an europaweites problem.

Speaker 1

In Wien zum Beispiel, als die, wie lange ist das her, vor 25 Jahren oder was? Wien modern gegründet haben. Damals war der Abado sogar dabei, der hat das unterstützt. Und da haben wir auch damals gefunden, das geht doch gar nicht. Man kann doch nicht Musik ausschließlich von lebenden Komponisten spielen. Und schaust du an, in kürzest du, die platzen aus allen Netten. Das ist ein irrer Publikum zur Folge. And they rennen hin. Oder auch in Schwarz, when you have the concerts, they are voll. This funktion schon. Also ich glaube, es hat halt immer diesen Festivalcharakter.

Speaker

But this is this, was ich gerade sagen will, oder ist bei uns Texte und Töne mittlerweile voll. Und das ist the Festivalatmosphere. But für mich ist dann keinen grossen Unterschied zwischen der Festivalatmosphere, was wir hier haben im Studio, oder? Oder in das, was wir machen auf die anderen drei Konzerte im Jahr. Da sehe ich keinen großen Unterschied. Nein, ist ja auch nicht. Warum kriegen wir nicht 140 Leute, was voll ist, von unserem Studio? Da ist kein Platz mehr. Aber wieso kommen dann all diese Leute nicht so zum normalen Konzerten?

Speaker 1

Ja, das ist irgendwie eigenartig. Ja. Ich weiß nicht, was der Grund ist. Letzte Woche Cell List in gespielt hat, vier Stücke von lebenden Komponistinnen und Komponisten. Wir waren zehn zu zehn im Publikum.

Speaker

Ich meine, wir haben ein Konzert gehabt, wo wir zwei Leute im Publikum gehabt haben, oder? Und einer davon warst du, als Komponist. Ja, es gibt alles und wir sind nicht die einzigen, oder? Da gibt es eine legendäre Geschichte vom Hagen-Kotett, dass sie irgendwo hier in Foralbe gespielt haben zu zwei Leuten, oder? Das gibt es auch mal. Das hat schon auch gegeben, oder? Das liegt aber eher ein bisschen an Werbung, oder? Das liegt dann an der Werbung wahrscheinlich, ja. Aber bei uns war das nicht so der Fall, glaube ich, an der Werbung. Und dann gibt es dann die andere Seite von ORF, wo the letzter, or the vorletzte, wo Leute rund umgestanden sind, or the letzter Mal bei Streichquartett from dir, where we never.

Speaker 1

Also ich glaube schon, dass man über dieses Festival, when Leute dorthin kommen anders, aha, this is interessant, or from that component or them, when da mal wieder was ist, gehe ich, dass man da dann schon wieder so ein, zwei, die dann ins Begriff. Aber es ist einfach wirklich sehr marginal. Ich verstehe es sowieso nicht.

Speaker

Und dann gehst du auf eine bekannte Truppe in Bregen, wo neue Kunst in einer Tanzform machen. Und die sind voll, voll, voll. Jeder Abend, oder? Das ist einfach ausverkauft. Was ich super finde, und die sind auch eine tolle Truppe, oder? Aber ja, es ist. Ich verstehe es nicht ganz, aber. Aber ja, ich meine, ich kann nicht sagen, wir haben mehr Publikum wie früher. Es wächst. Von dem her, da sage ich lieber nichts dazu.

Speaker 1

Ja, eben, das habe ich gemeint mit langem Atem. Das dauert einfach wirklich lang, sowas. Bis ich sowas irgendwie. Und dann kann es auch plötzlich wieder weg sein. Das ist auch komisch. Ich weiß, wo ich ein Kind war und Jugendlicher, da gab es in Falcke diese Konzerte. Felkic Festival, oder? Nein, das ist zeitgenössischer Musik. Konzerte zeitgenössischer Musik. Und das war immer gut besucht. Und da haben wirklich das ein tolles Ding. Und dann hat das irgendwie der Veranstalter gewechselt und war fertig. Also das ging ja dann ganz schnell. So Dinge, das ploppt auf und wieder zu.

Speaker

Aber zeitgemessene Tage ist es auch nicht anders wirklich. Die haben auch ein paar Mal jetzt künstliche Leiterwechsel gehabt, oder? Und das geht auch rauf, runter, rauf, runter, je nachdem, wer das da leitet, oder? Ich meine, wir sind jetzt heute nicht wirklich auf den Punkt gekommen. Und das war, glaube ich, genau das, was ich erwartet habe. Wir sind echt rundum gegangen. Über was sollen wir nächstes Mal reden?

Speaker 1

Ja, ja, über Musik einmal. Ja, oder?

Speaker

Ja.

Speaker 1

Wenn wir jetzt das Thema nicht so grundlegend wechseln, oder? Nein. Also wir bleiben bei der Musik.

Speaker

Damit sind wir am Ende dieser Folge von Opus Null. Danke fürs Zuhören anders. In the next folge sprechen wir weiter über zeitgenössische Musik, darüber, ob Herkunft heute noch hörbar ist. And we erinnern an Gerold Aman and Rudy Spring, zwei Komponisten aus unserer Nähe, die fehlen. Bis zum nächsten Mal. Opus Null. Der Podcast von Ensemble Plus. Neue Musik, neue Perspektiven, Themen unserer Welt.