Opus NULL

Pierre Boulez und das Labor des Klangs

Guy Speyers, Gerald Futscher Season 2 Episode 3

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Pierre Boulez und das Labor des Klangs


In dieser Folge von OPUS NULL geht es um Pierre Boulez und sein Livre pour quatuor – ein Streichquartett, das mehr sein will als ein Streichquartett.

Warum wollte Boulez nicht nur Tonhöhen, sondern auch Rhythmus, Dauer, Dynamik und Klangfarbe organisieren? Was passiert, wenn musikalische Ordnung so komplex wird, dass wir sie beim Hören kaum noch erkennen können? Und kann eine Musik gleichzeitig radikal rational und trotzdem voller Spannung und Ausdruck sein?

Wir sprechen über Serialismus, Totalserialismus, offene Form und die Frage, ob ein musikalisches Werk überhaupt eine endgültige Form besitzen muss.

Und dann führt uns die Geschichte von Boulez’ Streichquartett nach Paris zu IRCAM, dem von Boulez maßgeblich geprägten Zentrum für Akustik, Musik und Technologie. Dort treffen Komposition, Wissenschaft und Computertechnik aufeinander.

Besonders spannend: Der Komponist Philippe Manoury war später an der Rekonstruktion des unvollendeten vierten Teils des Livre pour quatuor beteiligt.

Kann man ein unvollendetes Werk Jahrzehnte später aus seinen musikalischen Strukturen rekonstruieren?

Und wenn ein Computer irgendwann jeden Klang analysieren und berechnen kann.

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