Dancefloor Diaries Vienna
Hey!
Wir sind Corala und Miss Undertaker und das ist unser neuer Podcast: "Dancefloor Diaries Vienna". Wir ergründen das Wiener Nachtleben ehrlich, informativ und spicy aus verschiedenen Sichtweisen.
Wir wünschen uns eine diverse, offene und spannende Nachtszene und überlegen in diesem Podcast gemeinsam, was es dafür alles braucht. Im Vordergrund stehen zunächst mal unsere eigenen Erfahrungen, wir möchten aber auch sehr gerne erfahren, was eure Stories sind! Deshalb zögert nicht und schreibt uns bei Interesse gerne auf die Mail dd.vienna@protonmail.com! <3
Bussi, Baba
Dancefloor Diaries Vienna
Interview mit Purrdition - Von Track über die Decks in den Club
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🎙️ Neue Folge online – mit Special Guest PURRDITION 🖤
Diese Woche sprechen wir mit @purrdition.music – DJ, Produzentin, Veranstalterin und Gründerin von @purradox.techno sowie dem Label @fempire.records.
Wie viel Arbeit steckt eigentlich hinter einer einzigen Clubnacht? Und was bedeutet es heute, Verantwortung für eine Community zu übernehmen?
Wir sprechen über:
✨ ihren Weg vom Producing zum DJing und Veranstalten
✨ die Entstehung von @purradox.techno und @fempire.records
✨ Eventplanung, Awareness & faire Bezahlung hinter den Kulissen
✨ Social Media zwischen Sichtbarkeit und Authentizität
✨ AuDHD und kreatives Arbeiten
✨ FLINTA-Support, Konkurrenzdenken und warum Zusammenhalt wichtiger denn je ist
🖤 Nächstes Event von @purradox.techno:
📍 02.10. in der @grelleforelle
🎧 Jetzt anhören
Hey, willkommen zu unserem Podcast Dance Floor Diaries Vienna. Ich bin Corala and ich bin Miss Undertaker. Und gemeinsam ergründen wir das Wiener Nachtleben. Informativ, ehrlich and spicy aus verschiedenen Sichtweisen. Hello and herzlich willkommen zur vorletzten Episode von Dance Floor Diaries Vienna. Heute zu Gast haben wir hier Perdition, Aka Sabrina. Herzlich willkommen and ich freue mich schon auf die Gespräche, also das Gespräch haben werden. Yeah, ganz einfach orpliziert to begin. Könntest du dich ein bisschen kurz vorstellen, wer ist denn Sabrina bzw. wer ist denn Perdition überhaupt?
SPEAKER_01Hallo und danke für die Einladung. Ja, kann ich natürlich machen. Wer ist Sabrina? Wer ist Perdition? Ich bin DJ, Producer, Veranstalterin und Label Owner. Ja.
SPEAKER_02Das ist eh viel. Ja, voll. Das mit dem Label habe ich, glaube ich, nur peripher bei deinem letzten Workshop mitbekommen. Das ist jetzt noch aber ganz neu, oder?
SPEAKER_01Nein, so neu ist es gar nicht. Es besteht jetzt eh auch schon seit zwei Jahren oder so. Genau, aber wir haben halt nicht super viele Releases. Es sind halt vor allem Releases von Flinterartists hier aus der lokalen Szene. Aber es kommt jetzt zum Beispiel im September eine Compilation mit vielen KünstlerInnen, wo auch Deutsche dabei sind. Genau, das wird was Größeres mal. Also vielleicht wird das Label dann auch ein bisschen bekannter.
SPEAKER_02Ja, aber das ist eine coole Sache und ja, sorry, dass es irgendwie an mir vorbeigekommen ist. Ist gut. Aber naja, nachdem ich jetzt nicht selber produziere und erst gerade dabei bin, die ersten Steps zum Lernen von Ableton und so weiter bin, glaube ich, werde ich mich dann mehr in diese Labels und Production-Szene mehr rein reinleben. Aber okay, wieder zu dir. Wie bist du denn überhaupt hier in dieser Wiener Szene angekommen? Wie ist denn dein Werdegang?
SPEAKER_01Ja, ich war ursprünglich einfach Partygeherin, feier, war am Feiern in Wien natürlich. Ich bin ursprünglich Wienerin, bin hier geboren und aufgewachsen. Und ja, ich habe hier gefeiert und irgendwann habe ich mich ziemlich in Techno reingeflasht. Und ja, habe dann angefangen eigentlich so muss diese Musik immer mehr mit meinem Kopf zu zerlegen während des Feierns. Und so hat eigentlich die Faszination begonnen und so, ja, da wollte ich dann irgendwann selber Musik machen.
SPEAKER_02Und war dann dein klassischer Werdegang, so wie zuerst mal auflegen, dann produzieren und dann Events und dann Label oder in welcher Reihenfolge oder in welcher Motivation ging das eine in das andere?
SPEAKER_01Na, tatsächlich nicht. Also es war tatsächlich so, dass ich zuerst Ableton gehabt habe, before ich überhaupt aufgelegt habe. Und ja, und das war nämlich wirklich so, mich hat es immer mehr interessiert, selber musik zu machen, die halt me entspringt, als auflegen. Ich bin halt eigentlich nicht so eine Rampensau. Ich mag eigentlich, ich möchte nicht so gern gesehen werden. Mittlerweile komme ich gut klar damit, but it is prinzipiell nichts, which mich gern hinstellt. Ich will nicht im Mittelpunkt stehen. Aber Musik machen und generdet habe ich immer schon. Vom PC sitzen, Musik machen, das hat mich mehr gezart. Und dann kam es aber natürlich auch zum Auflegen, ich glaube, ich habe ein Jahr oder so rumprobiert mit Ableton und habe dann aber in After Hours halt angefangen, ein bisschen aufzulegen, auf Equipment rumzuspielen. Dann habe ich mich bei Hausgemacht damals beworben, bei einem Female DJ-Casting und wurde genommen. Und das war dann so, okay, jetzt muss ich mir selbst Equipment kaufen und muss mich richtig reinflashen ins Auflegen.
SPEAKER_02Okay, also das war eigentlich, du hattest quasi zuerst den Job und dachtest du, na gut, jetzt musst du es auch erst nehmen.
SPEAKER_01Man muss das Set einschieben, das habe ich auf fremdem Equipment aufgenommen, natürlich. Und ja, genau, und dann dachte ich mir, okay, jetzt muss ich mich da reinflashen, ja.
SPEAKER_02Lustig, dass bei dir genau andersrum gegangen ist. Yeah. But okay, okay. Nice. We come to anything that you said hast. But in which music Richtung, electronic art bust you, or I've let's a post from you gesehen, woods, an identitätskrise hattest. Erzähl mal ein bisschen.
SPEAKER_01Yeah, good framework. Also I guess what it's being, also ohne unbedingt that Genre jetzt zu nennen. Es ist halt schwer auszudrücken, aber was auf jeden Fall passiert ist, is that ich jetzt irgendwie ein bisschen wieder zurück bin from the extreme hard-techno, with these screeches and so is irgendwie nicht mehr meins. Und das habe ich eben in dem von dir angesprochenen Posting, dass ich das Gefühl habe, this ging a bit with me ADHS-Diagnose and then the Medikation, die ich genommen, and a bit der Umstellung meines Lebens einher. Ich lebe halt viel ruhiger, ich mache keine Party mehr, ich bin nüchtern, ich schaue, dass ich brav meinen Sport mache, alles ein bisschen achtsamer und langsamer mache und jetzt irgendwie zahlt es mich wieder mehr hin zu so groovigerem Techno, also so proper Techno, einfach a little langsamer, wobei gar nicht so viel langsamer, it can schon noch flott sein, aber ein bisschen reduzierter.
SPEAKER_02Ja, ich verstehe absolut, was du meinst. Ich habe ja auch begonnen mit so Hard Techno und war so härter, schrilliger, wahnsinniger. Und je sortier my life was, and desto glücklicher and in my life, bin ich auch from the music her viel, also ich will nicht sagen that I'm langsamer space, but einfach even stressig. Yeah, voll trifft es gut.
SPEAKER_01Weniger stressig is gut, ja stimmt. Ein bisschen unter vom Gas gegangen, ja.
SPEAKER_02Yeah, weil Musik kann ja auch noch tief und eine Tiefe haben, auch wenn sie zum Beispiel langsam gespielt wird. Ob es hart ist oder nicht, hängt ja auch nicht wirklich von BPMs ab. Aber sagen wir einfach weniger stressige Musik spiele ich. Und da fühle ich komplett, was du meinst. Das kann ich auch absolut verstehen. Ja, da bin ich ja gespannt, was noch, wie habe ich dir auch dann kommentiert, was deine Zukunft bringt und was für eine Musik du dann auch produzierst.
SPEAKER_01Voll. Bin ich eh auch gespannt, weil eben es ist ein bisschen ein anderer Workflow auch, jetzt sowas zu produzieren. Also es ist irgendwie eine andere Herangehensweise. Immer wenn irgendwas mit Grooves ist, es ist irgendwie, ja, Hard-Tech nur zu produzieren, war irgendwie so ein bisschen nach dem Baukastenprinzip auch gefühlt. Und das hat mich auch, hat mir auch nicht so gedockt. Irgendwie, und jetzt habe ich das Gefühl, ich habe mehr Freiheit, was aber gleichzeitig gar nicht so einfach ist dann. Weil man mehr Freiheit hat und irgendwie, ja. Ja, das verstehe ich.
SPEAKER_02Also da ist das Storytelling, ist wirklich bei Hard-Tech, dann konntest du bei jedem Song schon vorhersehen, okay, das ist hier Build up und dann kommt der erste Break und dann noch der zweite schrillige Break und dann ist es vorbei. Und dann hast du deine vier Minuten und dann was ich schon. Und dann andere Tracks dauern halt, keine Ahnung, acht Minuten und dann ist so, wiederholt sich nichts und dann muss man jetzt irgendwie out of the box denken.
SPEAKER_01Gefall, es ist wirklich schwieriger. Ich finde es auch wirklich schwieriger als einfach nur, vor allem auch dieses Überladene, was man im Hardware noch hat. Einfach extrem viel drin und es tut sich die ganze Zeit extrem viel. Und ich glaube, wenn man es ein bisschen reduzierter macht, sind es weniger Elemente, die müssen aber halt richtig gut sein. Das ist auch anspruchsvoller.
SPEAKER_02Genau, mit weniger besser, also nicht besserer Musik, aber stimmiger Musik machen. Voll. Ist schwieriger, ja. Ja, ja, ja, ja. Also ich war letzte Woche bei einem Production-Workshop und das habe ich jetzt auch ziemlich gecatcht. Also das Produzieren an sich, aber ich habe mich nie drüber getraut, weil ich, ja, keine Ahnung, ich weiß nicht. Das war ich so, oh mein Gott, ich kenne so viele Leute, die so viel produzieren und dann hat man so ein bisschen Angst. Und genau, wie war es für dich, die ersten Prozesse, damit du sagst, okay, jetzt kannst du das stetig machen. Katastrophal war das.
SPEAKER_01Das war wirklich eine katastrophale Zeit, weil ich es in der Zeit, also zu der Zeit in meinem Leben, einfach nicht geschafft, neue Dinge in my life to implementieren, die ich halt auch laufend mache. Es ist extrem frustrierend am Anfang and I have keine Frustrationstoleranz. And etwas Neues zu beginnen, wo man nicht gleich gut ist. And vor allem auch wenn du niemanden hast, der dir das zeigt, anders irgendwie selber hinsetzt und dir Tutorials anschaust. Ich habe keine Geduld für Tutorials. Oh Gott, ja. Wenn man nicht, also ich will halt irgendwie eine Antwort haben und dann muss ich mir so ein Ein-Stunden-Video anschauen. Das geht nicht. Das ist einfach, ja, das ist nicht meins. Deswegen habe ich mir wirklich schwer getan. Das war am Anfang irgendwie so, dass ich mich hingesetzt habe und mal produziert habe, dann habe ich mich für einen Tag reingeflasht und dann habe ich es wieder wochenlang es nicht geschafft, mich hinzusetzen, weil diese Hürde zu groß war eben. Weil da eben kein Workflow ist, weil alles so konfus ist am Anfang. Und das waren sicher drei Jahre oder so, wo ich es einfach nicht geschafft habe, wirklich mal einen Workflow hinzubekommen und irgendwie wirklich so eine gute Beziehung damit aufzubauen. Das war echt frustrierend.
SPEAKER_02Okay, aber es gibt mir auch ein bisschen Hoffnung. Okay, der Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg ist steinig und schwer, aber auch wenn es anfänglich schwierig ist, kann man, wenn man trotzdem dahinter ist, findet man früher oder später seinen Weg.
SPEAKER_01Ich glaube, es hilft auch wirklich mit anderen Leuten zu sprechen, die produzieren. Also ich habe auch ein paar gute Freunde, die super Musik machen und richtige Nerds und Pros sind. Und es hat mir schon auch geholfen, mich mit denen zusammenzusetzen und mir bei denen quasi Stunden zu geben, sie einfach zu fragen, wie machst du das, wie ist dein Workflow? Ich lerne halt irgendwie auch so weird. Also ich brauche irgendwie so, ich muss das sehr praktisch halt uparbeiten. Um mich da allein hinzusetzen mit, nah, das ist katastrophal. Ja, ich verstehe dich absolut. Deswegen, wenn man eben so Chance hat, irgendwie so Kurse zu machen oder so, ich habe auch in Mid-Studios, also werde ich wahrscheinlich auch Perpst oder so, so Production Einsteiger-Workshops anbieten. Eben auch so nur um mal die Basics herzuzeigen und so, damit man eben diese Scheuer verliert, sich hinzusetzen. Wie kann man schneller mal zu einem Ergebnis kommen? Ich habe auch den Fehler gemacht damals. Ich habe mich hingesetzt und Kicks gebastelt. Ich wollte Kicks, ich weiß nicht, weil ich mir gedacht habe, das macht man so, das ist unmöglich am Anfang. Das ist nur frustrierend. Du sitzt acht Stunden da und hast danach nichts. Ja, außer vielleicht ein Geräusch, das dir nicht so taugst. Genau, das ganz schlimm ist, das hat nichts mit einer Kik zu tun. Und deswegen zum Beispiel am Anfang mit Samples beginnen, ist ganz wichtig, damit man schnell Erfolge hat und nicht so schnell frustriert ist.
SPEAKER_02Ja, und dass man einfach merkt, okay, wenn du das kannst, dann weißt du, wie man es zahnbastelst und wenn du gelernt hast, wie du den Zahnbastelst, dann lernst du, wie man seine eigenen Töne und so weiter. Richtig, genau. Yeah, du wolltest halt schon Marathon laufen, wo du noch nicht mehr krabbeln konntest. And welcher Track von dir actually, den du selber produziert hast, is dein favorite track momentan?
SPEAKER_01I think it is the letter that came. This is this remix of Arcona. Also, a song gemixed from Arcona. This is the awful song, which I heard not hear. It is by me ganz often so it's the release day, and then ich schon, boah, ich kann den Track nicht hören.
SPEAKER_02Oh ja. Also weil du satt gehört hast oder denkst, wow, heute hätte ich, würde ich es anders machen.
SPEAKER_01Beides wahrscheinlich. Es ist echt so, dass man dann teilweise denkt, oh God, was habe ich denn da gemacht, wenn man halt irgendwas hört noch? Aber ja, es ist echt dann so in einem cringe so richtig zusammen.
SPEAKER_02Ja, also so geht es mir, wenn ich mir meine Sets von vor einem Jahr anhöre, dann gibt es so Girl, was ist das? Boah, dieser Übergang schwierig, schwierig. Und damals war ich so, boah, wo geil. Vor allem und so ist es bei eigener Musik, also bei eigenen Tracks auch. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es auch dauert, bis man sagt, okay, ich klinge nicht wie Artist X oder Y, weil man sich ja daran irgendwie orientieren muss, sondern was ist meinst du?
SPEAKER_01Ich glaube, ich habe das bis heute noch nicht. Ja, und wie lange produzierst du? Just for context? Extrem. Also wie lange produziere ich? Wann habe ich? Ich weiß es gar nicht. Naja. 2018 habe ich angefangen aufzulegen und davor habe ich eben schon, aber dann habe ich sicher Jahre, habe ich da erzählt, habe ich Jahre gebraucht, bis ich wirklich in einen Workflow gekommen bin. Aber ich sage einmal seit 2021 stetig. Also seit 2021, glaube ich, kann ich sagen, dass ich halbwegs dran bin.
SPEAKER_02Ja, also das sind ja trotzdem fünf intensive Jahre. Aber ja, wenn man arbeiten muss auch, gell? Es ist halt echt. Ja, und dann noch Eventsveranstaltungen. Genau, und dann auflegen und erleben haben.
SPEAKER_01Du kommt trotzdem zu wenig dazu, wirklich.
SPEAKER_02Ja, ja. Aber fleißig, fleißig, weil du produzierst nicht nur, du hast nicht nur ein Label, sondern deine Event-Reihe Paradox. Wie ist es denn entstanden? Du hast gesagt, du warst zuerst bei Haus gemacht und jetzt bist du eine One-Woman-Show mit Paradox. Voll.
SPEAKER_01Ja, ich wollte, also mein Ziel, also ich habe auch bei Haus gemacht, Partys organisiert damals. Und wir haben Hausgemacht, dass wir nur unsere, also die DJs von Haus gemacht gebucht haben, also nur Locals, deswegen Haus gemacht. And I have damals aber irgendwie, und ich fand die Konzepte prinzipiell cool, mit immer awareness and sehr flinterorientiert, die ganzen Konzepte. Also eigentlich Partys gemacht for Frauen, also for Frauen and Flinterpersonen, damit sich die wohlfühlen. Weil wenn sich die wohlfühlen, ist es einfach eine super Party. Und das fand ich immer ganz cool. Aber mir hat das ein bisschen gefehlt, die internationalen Bookings. Ich hätte das halt immer cool gefunden, dass man quasi so wie ein Standard-Tecno-Event hat mit internationalem Booking, aber halt oft nice gemacht for Flinterpersonen. Oh yeah. Also einfach quasi so wie ich mir einfach vorstelle, dass es immer is eigentlich. That was eigentlich so die Idee dahinter. Dass es irgendwie dieses Weiche hat und deswegen für Flinterpersonen ein safer Space ist, aber halt trotzdem irgendwie jetzt nicht an Qualität oder, sag ich einmal, an internationalen Dinge, also nichts verliert. Sondern einfach wie ein gutes Event, aber halt mit diesem Aspekt, so wie es in einer idealen Welt laufen sollte.
SPEAKER_02Also weil wenn man das, sagen wir, auch international brauchbar macht, das Konzept, dann wäre es ja cool, das als neuen Standard festzulegen. Genau. Dass alle Partys so wären. Ja, genau. Verstehe ich absolut, dass du sagst, hey, why not? Und nicht nur ausschließlich für Wiener Szene in diesem Wiener Konzept. Voll. Okay, und wie viele Stunden steckt dann eigentlich Arbeit für Veranstaltungsgestaltung für dich? Weil ich meine, wie viele Veranstaltungen machst du ca. pro Jahr?
SPEAKER_01Egal nicht so viele. Also im Schnitt sind es, glaube ich, drei, drei oder vier. Nein, vier waren es, glaube ich, noch gar nicht, sondern Maximum drei. Vier könnte ich mir vorstellen, aber viel mehr eigentlich eh schon nicht. Also ein Quartal wäre wahrscheinlich schaffbar. Aber wie viele Stunden es genau ausmacht pro Party, ist puh, da tue ich mir echt schwer. Es ist halt relativ viel Arbeit verteilt einfach auf zwei Monate davor schon. Also die ganze Promo-Phase mit den Grafiken etc., einfach die Social Media, das ist eigentlich viel, was davor passiert. Und dann ist es eigentlich nur und auch ein bisschen organisatorisch halt, also für den Act Driver und Hotel etc. ausmachen. Aber das ist alles, das kann man eigentlich gut neben mir machen. Das finde ich jetzt nicht so viel, was man tun muss oder nicht so belastend. Was halt stressig ist, und das habe ich auch letztens in dem Workshop erzählt, ist wirklich der Event-Tag. Und ich habe halt einfach das Gefühl, ich bin schon zu alt und mein Körper ist schon zu schwach. Jesus Christ. Nein, das ist wirklich anstrengender Event-Tag, wo man wirklich lange auf den Beinen ist.
SPEAKER_03Yeah.
SPEAKER_01Auch wenn ich dann selber noch spiele oder so. Also dann Closing spielen, nachdem man eigentlich schon richtig fertig ist. Das ist anstrengend. Vor allem auch wenn man ja nüchtern ist, da spürt man seinen Körper dann.
SPEAKER_02Wow, ja, da kann man nicht ein bisschen mogeln oder wie auch immer. Aber es ist ja auch anstrengend, weil auch in dem Workshop hast du erwähnt, wo ich teilgenommen habe, da ging es eben um, wie veranstaltet man, worauf muss man achten und auch Awareness. Danke dafür, das war sehr spannend und aufregend und aufschlussreich und ein bisschen frustrierend danach, wenn man das alles erfährt. Aber du hast selber gesagt, an dem Tag bist du wirklich für alles verantwortlich. Du läufst ja nur von A nach B, besparst halt den Hauptack, spielst selber, bist vielleicht bei der Kasse, checkst, ob beim Awareness eh alles okay ist. Das ist ja für dich eigentlich kein Tag, wo du einfach die Party selbst genießen kannst.
SPEAKER_01Nein, das ist wirklich Arbeit dann, ja. Das ist wirklich schauen, dass nirgendwo der Hut brennt, genau, und schauen, dass allen gut geht. Also ja, da bin ich, da kann ich auch gar nicht normal reden mit Leuten. Das merke ich oft. Und dann bin ich schon am überlegen, wo muss ich jetzt hingehen und schauen, obald das in Ordnung ist. Ja, das ist schon anstrengend voll. Das ist auch, glaube ich, das Herausfordernste an dem Ganzen, muss ich ehrlich sagen.
SPEAKER_02Ja, dann nimmst du gerade schon meine nächste Frage heraus, weil ich fragen wollte, was ist eben bisher, also was ist da die größte Herausforderung am Eventveranstalten für dich.
SPEAKER_01Ja, ich finde das ist echt anstrengend. Ich meine, es ist schaffbar immer klar, aber das ist schon, da bin ich extrem unter Strom und eben es ist, danach bin ich fertig.
SPEAKER_02Ja, du bist so im, also ich sag immer, im Work-Mode. Also wenn ich auch so im Work-Mode Melissa bin, bin ich so, okay, ja, ich habe jetzt keine Zeit für Socializing, weil da bin ich so im Funktionsmodus und danach schaltet mein Körper in Entspannung und dann bin ich einfach notbrot. Genau.
SPEAKER_01Dann spüre ich mich wieder. Genau so ist es, ja. Man ist wirklich unter Hochspannung. Ich merke richtig, wie mein Nervensystem danach zusammenbruch.
SPEAKER_03Nice.
SPEAKER_01So wie man es vermissen hat.
SPEAKER_02Aber das heißt, das Event Veranstaltung machst du wirklich aus Überzeugung, weil so wie es anhört, ist da ein großer Kraftakt dahinter. Und wenn man nicht wirklich dahinter steht, hätte ich das Gefühl, würdest du das nicht so dahinter sein?
SPEAKER_01Ja, ich habe halt das Gefühl, es bringt etwas oder er hat halt irgendwie einen Mehrwert und ja, macht die Welt ein Stück besser. Und deswegen, ja.
SPEAKER_02Das ist sehr schön. Voll. Und gibt es schon für den nächsten Act irgendwelche Pläne deinerseits? Ja, steht schon. Wann? Am 2.
SPEAKER_01Oktober.
SPEAKER_02Ah, 2. Oktober. Okay, also liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, 2. Oktober. Grelle Forelle. Yeah, save the day. Und da werde ich das auch nochmal ausschreiben, damit ihr es nicht vergesst. Da bin ich schon gespannt. Darf man schon wissen, wer act ist? Ist das schon irgendwo?
SPEAKER_01Nein, werde ich noch nicht. Also es ist easy, deswegen in, ich glaube in zwei Wochen oder so spätestens gehen wir online. Bisher spruchreif. Ja, genau.
SPEAKER_02Ah, okay. Das heißt hier ein bisschen teaser. Ja. Lasst euch überraschen, geht's auf jeden Fall hin, kauft Tickets, supportet's. Yeah. Okay, und bei dieser ganzen Veranstaltungsreihe, was war bisher der größte Erfolg, wo du sagst, da bist du wirklich stolz auf dich.
SPEAKER_01Also ich kann nicht sagen, dass irgendein Erfolg, also irgendeine Party besser gewesen wäre als eine andere. Ich muss ehrlich sagen, ich bin eigentlich schon jedes Mal sehr glücklich, wenn einfach viele Leute zu mir kommen, auch meine Freunde und Freundinnen, die halt auf der Party dann sind, die einfach sagen, wie toll die Party ist oder wie angenehm und dass keine geschissenen Leute da sind. Und sich wirklich alle wohlfühlen und der Sound gefeiert wird. Und wenn halt einfach die Party gut passt und ja, dann bin ich glücklich. Das ist dann immer mein Erfolgserlebnis. Oh, das ist schön. Geld kann man, also finanziell ist es alles immer schwierig.
SPEAKER_02Ja, das haben wir eh auch besprochen, genau.
SPEAKER_01Also es ist nicht so, dass man damit viel Geld verdient, dann muss man sich eine andere Branche aussuchen, wenn man wirklich viel Geld verdienen will. Sondern es ist eher immer alles knapp kalkuliert und man macht ein knappes Plus oder man macht sogar, wieso wir letztes Mal ein eher größeres Minus. Ja, also so messe ich den Erfolg nicht finanziell.
SPEAKER_02Also ich finde es auch sehr schön, wenn dann im Nachhinein dann die Gäste kommen und sagen, hey, danke, also so etwas hat mir gefehlt oder das war ein super Tag, ich fühle mich so glücklich und danke für die Experience, die du mir gegeben hast. Das kann ich mir auch vorstellen, dass es für mich der größte Reiz wäre, diesen ganzen Stress durchzugehen und zu sagen, hey, es war nicht umsonst, man versucht hier was wirklich in der Szene zu bewirken. Absolut. Einen Eindruck zu hinterlassen. Also danke dafür und deine ganzen Mühen. Also lieb. Ja. Jetzt noch zu dem, nochmal zu dem Awareness und Event-Workshop, das du gehalten hast. Aus welcher Motivation hast du denn gesagt, okay, ich muss mein Wissen weitergeben?
SPEAKER_01Ich glaube, also mir ist es schon schmerzlich bewusst, dass einfach generell in der Szene, also nicht nur bei uns here, sondern generell in the industry, very too many flinter personen an wichtigen sitzen. Also it's weniger who Clubbetreiber sind, noch Bookerinnen, noch, also irgendwie sind das fast alles ausschließlich Männer und auch Veranstalter. Es sind fast nur Männer, ja. Und das war auch Thema jetzt eigentlich, oder ist mir wieder bewusst, mehr bewusst geworden bei dieser Hard-Techno-Geschichte, also bei diesen ganzen. Genau, da wurde mir halt auch bewusst, dass das halt auch alles nur so passieren kann, weil einfach da Männer in diesen Positionen sitzen überall und einfach viel zu wenig Frauen und Flinterpersonen. Und ja, das ist mir durch diesen Hard-Techno-Skandal und durch diese ganzen Missbrauchsvorwürfe wieder schmerzlich bewusst geworden oder halt mehr ins Bewusstsein gerückt. Und deswegen, genau, habe ich mir gedacht, man muss das zumindest lokal dann weitergeben und schauen, dass vielleicht wirklich mehr Flinterpersonen Bock drauf haben zu veranstalten.
SPEAKER_02Ja, auf jeden Fall hat es mir sehr viel geholfen, einen, sagen wir, einen roten Faden im Eventmanagement zu finden, wo beginne ich und worauf muss ich achten. Es ist ja auch sehr viel Bürokratie dahinter, extrem viel. Ja, das war mir am Anfang nicht so bewusst. Und du hast uns auch freundlicherweise so ein Guideline gegeben, woran wir uns wirklich festhalten können und auch mal nachblättern können. Danke. Und der Kurs war auch so zwei Stunden lang und es waren auch sehr interessante Diskussionen, die aufgekommen sind. Für mich war auch das Thema Awareness, haben wir auch sehr viel im Podcast besprochen anders thematisiert. Und für viele wird das jetzt schon selbstverständlich einfach halt das Thema aufgegriffen. Aber was macht für dich personally good awareness in the praxis dann aus?
SPEAKER_01Das sollten definitiv Personen sein, erstens einmal, die das, die da geschult sind, die das machen, also die das können. Weil das ist für mich kein Posten, den man halt einfach an irgendwen vergibt, der das halt so mal macht, ja. Auch in einem Kollektiv, finde ich. Das kann man nicht einfach irgendwem umhängen, der halt irgendeinem DJ, der oben ihn gespielt hat, der soll dann noch zum Schluss irgendwie Awareness machen, finde ich halt scheiße. Weil das bringt gar nichts, ja. Und also eben, es sollen Personen sein, die das machen und machen wollen und auch fair bezahlt werden. Und dann ist keine Awareness auch gut, dann ist Awareness gut für mich. Weil das sind Leute, die eben erst einmal Bock drauf haben und auch gut entlohnt werden dafür. Das heißt, ja, das ist für mich schon einmal eine Sicherstellung, dass da nichts schief geht. Und ich kenne es halt von vielen Kollektiven auch und so, die halt dann irgendwen abstellen und das bringt halt nichts. Wenn man dann drauf schreibt, das ist Awareness da, ja, es gibt halt eine Person, die ein bisschen schaut, aber in Wahrheit ist sie dann vielleicht, wenn was passiert, auch überfordert. Es sollten Personen sein, die wissen, was in welchem Fall wie getan wird.
SPEAKER_02Das heißt, in deinen eigenen Events lagerst du das Awareness auch aus an jemanden anderen. Genau, ja. Mit wem arbeitest du zusammen? Möchtest du darüber sprechen?
SPEAKER_01Ja, kann ich gern. Also das Kollektiv, das immer fix dabei ist, hat jetzt auch einen Namen und auch eine Instagram-Seite. Wir freuen uns.
SPEAKER_02Ah, okay.
SPEAKER_01Heißen die?
SPEAKER_02Oh, Gesundheit. Das war der Hund.
SPEAKER_01Wir freuen uns, macht das immer. Beim letzten Mal war es eine Kooperation zwischen wir freuen uns oder eine Zusammenkollaboration eigentlich zwischen Wir freuen uns und Safe Nights. Sind halt alles Personen, die wirklich sehr geübt sind, nein, nicht geübt, also sehr geschult und die das halt sehr oft machen, ja.
SPEAKER_02Ja, okay, das sind halt die Pros.
SPEAKER_01Absolute Profis, genau. Und die Zusammenarbeit ist auch wirklich immer richtig, richtig top.
SPEAKER_02Und weil es natürlich auch viele Kollektive vielleicht gibt oder DJs oder VeranstalterInnen, die den Podcast hören, was ist für dich, sagen wir, eine faire Entlohnung, wenn man sagt, man bezahlt jetzt Awareness-Team, was rechnest du da in deinem Budget ein?
SPEAKER_01Also bei mir sind es 25 Euro pro die Stunde. Und ja, also 20 bis 25 Euro müssen es schon sein, meiner Meinung nach. Pro Person. Pro Person, natürlich, ja. Es ist halt eben, wenn man es, also wenn man, ich sage mal, diese Arbeit wirklich wertschätzt und sieht, was dahinter steht, dann muss man das fair entlohnen, ja.
SPEAKER_02Ja, danke dafür, weil ich glaube, das gibt dann auch vielen schon ein bisschen einen Halt, wo hier faire Entlohnung oder was da einfach gezahlt werden sollte, damit das auch genau jeder recht entlohnt wird. Welche typischen Fehler hast du vielleicht am Anfang gemacht beim Veranstalten oder wo du sagst, hey, wenn Leute beginnen, das sind so immer Stolpersteine, die sehr oft auftauchen bei Newcomer-VeranstalterInnen?
SPEAKER_01Also was ich mitbekommen habe, eben bei Haus gemacht noch, was da halt oft passiert ist, obwohl da war es halt ein bisschen leichter, weil das war ja eben so im Kollektiv mehr, aber da so die klassischen Fehler sind einfach zum Beispiel, dass man das Wechselgeld vergisst. Dass man am Tag der Veranstaltung dann dasteht und kein Wechselgeld hat.
SPEAKER_02Ja. Ich glaube, hat mir jemand erzählt, eh bei dem Workshop, dass jemand gekommen ist mit so, ja, 100 Euro in 5 Euro-Scheinen reicht schon. Und das war so eine Flugwanne-Veranstaltung. Das ist crazy. Ja, okay, ja.
SPEAKER_01Also 500 Euro in Wechselgeld sind schon nicht schlecht, ja.
SPEAKER_02Genau. Und was wir auch, glaube ich, besprochen haben, ist, dass man vielleicht einen Preis festlegen sollte, der nicht so ultra crazy ist zum Rechnen. Richtig, ja.
SPEAKER_01Ja, zum Rausgeben. Ja, zum Rechnen und zum Rausgeben.
SPEAKER_02Ja, so, keine Ahnung, so etwas wie 15 Euro ist nice oder so halt in 10er, 5er stellen oder vielleicht, okay, vielleicht auch gerade zahlen, aber so etwas wie 16,66 Euro, das ist einfach nur Wild. Yeah, that is complete crazy. And you give it a hand, then you have to, and I think so, boy, I could never, or I have any awesome. And then I said, Yeah, I stay not so good in the middle point.
SPEAKER_01Yeah, I must say that this was a long process, but I've been very long bewildered that this is wicked. And for all lustically, in the last week, I have extremely befasted. I have a nice series gestarted, which I've had in the Friday, even with my new morning ritual. I spent a little techno before I'm a day start. And that's bringing, or I would really eat, also so gut, each time. And I have a long time gesuit, so we should say, I wish that I must make it and it was super unangenehm am Anfang. Super unangenehm. Also such man immer einen Angel that sich irgendwie ausgeht für einen. Also irgendwie, wie kann ich etwas bringen, ohne dass es mir zu cringe is zum Beispiel. That muss man nämlich wirklich finden. Und ja, ich habe mich aber auch irgendwann, glaube ich, mich ein bisschen detached from them. Also detached im Sinne, man muss sich wirklich weg, also man darf das nicht to persönlich nehmen, dieses Social Media Ding.
SPEAKER_02Yeah, dass du nicht das Gefühl hast, okay, ich bin, ich trete als Sabrina aus, sondern ich trete als die Person auf.
SPEAKER_01Ich zeige jetzt etwas her, was ich bewusst herzeige, aber ihr wisst eigentlich nichts über mich.
SPEAKER_02Genau.
SPEAKER_01So auf die Art muss man das sehen, weil sonst ist das wirklich ganz schwer zu machen. Ja, also bist du eigentlich, wir können einfach vorstellen, wir sind so wie Schauspieler. Schon, auf Social Media ist es so. Ich meine, das ist nämlich auch die Diskrepanz oder das Problem, was ich am Anfang hatte, ich will nichts vorspielen. Das tue ich eigentlich auch nicht. Das ist bei mir echt nicht so, dass ich irgendwie so großartig gefallen mittlerweile irgendwie was tue, was ich nicht sonst auch tun würde. Oder ich reise halt nicht einen Kaschball runter oder so. Also ich nehme mich einfach dabei auf, wie ich im Alltag eh bin. Aber gleichzeitig bei dem Herzeigen davon denke ich mir, ja, das ist nur, was ich euch zeigen will. So dieser Ausschnitt. Nicht mehr und nicht mehr. Nicht mehr genau.
SPEAKER_02Und wie gehst du dann auch mit Kritik oder um? Oder wenn Leute halt gemein sind?
SPEAKER_01Genau, das ist es nämlich. Wenn man das zu persönlich nimmt, trifft einen das extrem. And irgendwer hat auch zum Beispiel, ich habe da das erste Video von dieser Serie gepostet. Ich habe nicht drauf geachtet beim Aufnehmen, was ich jetzt genau film. I have not darauf geachtet, dass ich mich film by an overgang. Sondern ich habe einfach nur drauf losgefilmed, weil für mich einfach nur the without this morning ritual here to tell me. And I have got nice gemished. And then a dude actually had a problem and where are the mixing skills or even so what? Yeah. And in the last moment was just like what is equally with you?
SPEAKER_02Yeah, so hello, has geckt, where it is, Mr. Mr. Yeah, I have each other.
SPEAKER_01I have to describe where are the mixing skills and you have they are still in bed.
SPEAKER_02Das ist so schlagfertig, das ist so gut.
SPEAKER_01Nein, aber wirklich, ich denke mir so oft bei so Kommentaren, man muss sich anschauen, wer da kommentiert. Das sind irgendwelche Dudes, die einfach gar kein Recht haben, auch nur irgendwas, weißt du, die sind, ja, die darf man überhaupt nicht ernst nehmen.
SPEAKER_02Ja, okay, ja. Ich verstehe absolut. Und aber wie gehst du das dann an? Weil ich denke mir so, ich hätte jetzt keine Ahnung, was soll ich aufnehmen, was soll ich machen? Natürlich kann ich mich beim Auflegen aufnehmen, aber du machst so extrem verschiedene Sachen. Setzt du dich hin und denkst dir so, okay, ja, ich plane jetzt zwei Wochen Content und filme und mache das oder ist es bei dir so ein dynamischer, random, spontan Prozess? Voll.
SPEAKER_01Es ist ja eigentlich ein spontan Prozess, weil ich halt einfach Content generell ja auch konsumiere und dann sehe ich etwas, was gar nicht zum Beispiel aus der DJSCS, also aus dem DJ-Bubble kommt, sondern von irgendwas anderem aus meinem Algorithmus. Und da sehe ich dann einen Trend oder so oder macht irgendwer was und denke ich mir, das ist lustig, das lässt sich halt irgendwie umlegen. And then mache ich das und dann mache ich das halt relativ spontan. But I have language nach etwas, was ich immer wieder bringen kann. And that is eventually this techno before capitalism. Have nix gefunden, but ich mir immer gedacht, when ich mich einfach nur so beim Auflegen aufnehme, was zeige ich denn da? That can do jeder. Das ist keine Kunst. And da habe ich für mich halt irgendwie so überzeugt. And I think that each person was finden, wovon she became. Was she halt irgendwie cool findet and was, and so this morning ritual for me, which I think, yeah, this is for me durchziehen, that I think before I do Musik mache. And then gee einfach besser. And that can also film for me, but this is not 0815. This is not, ich lege randomly off.
SPEAKER_02Yeah, or es ist nicht so ein Okay, today I'm gonna show you my morning routine and then du hast es einmal gemacht und eigentlich machst du es nie. Genau, voll, genau.
SPEAKER_01Du musst dahinter stehen. Und ich glaube, jede Person kann sowas finden, ob es lustig ist, ob es etwas is mit Tiefe, irgendetwas, was man da irgendwie so ein Format, das man immer bringen kann.
SPEAKER_02Also weil du gesagt hast, du lässt sich inspirieren von Content, das du sowieso konsumierst. Also ich glaube, bei mir wäre ich irgendwie ganz falsch, weil ich habe nur Aufräum Content. Aufräum Content. Aufräumen? Ja, also wie man so Teppich reinigt und dann so wie so Dach zu ihm gereinigt werden, oder wie jemand sein Zimmer aufräumt. Und dann hat meine Schwester gesagt, so Melissa, was schaust du nicht so, oh, da wird ein Gehsteig gereinigt. Oder jemand poliert einen so, oh, kannst du das aber nicht poliert. Ja, voll. Okay, what? Und ich so, schau, and then scroll ich and it's the time offrummy. Also, I mean if I was with me, DJ aufnehmen wie mein Controller putzen.
SPEAKER_01Da habe ich übrigens eins gesehen, dass wenn ich das wieder sehe, schick ich dir. Bitte. Da war ein Controller, der war bei irgendeinem Party, bei einer Paint-Party, der war bum voll. Also der war, der war komplett, er hat eigentlich ausgeführt, als wäre so eine Sandschicht drauf, so eine rote Sandschicht, aber es war eine rote Farbe. Und der hat den auseinandergenommen, also die Technik und alles und hat den gereinigt.
SPEAKER_02Das wäre was für dich gewesen. Ja, bitte. Vielleicht könnte ich so etwas machen. So, hey, pack mir jemand den Controller, weil ich kann dich versprechen, dass das Auseinander und wieder zusammenbauen und es nicht kaputt ist, deswegen nehme ich nicht meines. Ja, und sonst mag ich dieses, kennst du das, wo so ein Geschirrtuch ist und dann machen sie den auf und dann ist so ein Löffel drinnen und dann ist es so, ist es ein guter Löffel oder ist es kein guter Löffel.
SPEAKER_01Wir haben vorher gerade darüber geredet, über Autismus, dass es mit dir nicht in Frage kommt, nach dem, was du mir gerade gesagt hast, über deinem Algorithmus. Das ist einfach ein autistischer Algorithmus.
SPEAKER_02Ja, okay. Also shoutout zu Fat Autist, weil wir schicken uns manchmal die Löffel oder Gabeln. Und dann machst du, oh, das ist kein guter Löffel zu nein. Yeah, genau. Okay, also weniger zu mir, mehr zu dir. Jetzt kommen wir zu dem Thema.
SPEAKER_01Gut rübergang. Autismus.
SPEAKER_02Yeah, Autism und ADHD. Genau. Du redest ja auch öffentlich darüber, dass das dich betrifft und du jetzt auch medikamentös eingestellt worden bist. Das war ja sicher auch ein Prozess für dich, aber wie hat es dich beeinflusst in deinem musikalischen Dasein?
SPEAKER_01Genau, ja, ich rede drüber, weil ich finde, es ist halt überhaupt nichts dabei. Und im Gegenteil, es gehört noch viel mehr darüber geredet, weil es gibt zu viele undiagnosed Leute, vor allem in der Szene. Ja, stimmt. Und ich bin tatsächlich, nein, ich bin tatsächlich nicht mehr auf Medikamenten. Ja, sondern ich habe lange welche genommen und habe auch, es war schwierig für mich was zu finden, was sich gut anfühlt. Und im Endeffekt war auch das das Ding, dass es mich wieder weggebracht hat davon, weil ich durch den Autismus, also durch den Autismusteil bei mir, ist es für mich leider extrem schwer. Also ich spüre mich zu gut und bin zu sensibel und nehme einfach jedes Medikament Urschlag wahr. Und je mehr ich runtergefahren bin, durch auch die Hilfe mit Medikamenten, desto besser habe ich mich noch gespürt oder desto anfälliger war ich noch für ein bisschen eine Disbalance im Nervensystem und habe das noch mehr wahrgenommen irgendwie. Und deswegen war dann irgendwie bis zum Schluss jedes Medikament ein bisschen unangenehm. Und deswegen habe ich halt wieder aufgehört und habe jetzt zwar schon auch ein Medikament, kein klassisches Stimulanz, das ich aber nur auf Bedarf einfach nehme. Meistens so, wenn ich meine Tage habe und dann in einem Loch bin, meistens so ein paar Tage bin ich, geht es mir nicht so gut. Genau, da kann ich das dann nehmen, aber ich nehme nichts mehr laufend. Genau, ich möchte aber noch unbedingt betonen, dass Medikamente, auch wenn ich sie jetzt nicht mehr nehme, wichtig waren, damit ich mein Leben quasi in den Griff bekomme und das ein bisschen ruhiger gestalten kann. Und deine ursprüngliche Frage war ja, wie sie das eben auf deine Arbeit auswirkt, radikalische Arbeit. Ja, eh genau so, dass ich es besser schaffe, regelmäßig was zu tun, dass ich mir weniger Stress mache dabei. Das ist alles, es ist alles. Jede Routine oder jedes Hobby und jede Tätigkeit in meinem Leben ist jetzt ein bisschen Nervensystemgerecht gemacht. Also einfach ruhiger und ja, ich komme wahrscheinlich nicht mehr dazu, sondern ein bisschen weniger zu dem Ganzen, weil ich einfach schaue dass ich mich nicht überfordere.
SPEAKER_02Aber das ist auch gut, dass du also sehr sensibel dann auf deine Bedürfnisse und dein Körper hörst und sagst, okay, du push dich nicht einfach zu sehr über deine Grenzen und schaust, dass du da ein Gleichgewicht bist. Voll. Das ist es ja gut zusammengefasst. Sehr gerne, Dankeschön. Ja, weil sonst könntest du ja nicht so viel, also wie heißt diese Ausdrucksweise nicht so viel in so vielen Bällen tanzen. Ah, du meinst, ja.
SPEAKER_01Ich kenne nur mit dem Arsch auf dem Meere Kirtag sein, oder? Mit dem Arsch auf mehrere Kirtag sein. Dann merkt man, dass du Wienerin bist und nicht Ausländerin.
SPEAKER_02Wobei.
SPEAKER_01Wienerin nicht, weil Kirtag gibt es in Wien. Gibt es in Wien Kiertag?
SPEAKER_02Es gibt die Wiener Wiesen.
SPEAKER_01Ja, voll, aber der Kiertag ist vom Land, oder?
SPEAKER_02Ja, aber es gibt im 19. auch irgendein Kirtag. Ah, okay. Das sind ja auch die Weinreben und Weinberge. Ja, stimmt, stimmt.
SPEAKER_01Das ist schon wieder Land, gell. Ja. Naja, das stimmt allerdings. Das gestopfte Land.
SPEAKER_02Genau, genau. Deswegen wohnen wir nicht im 19. Anyways.
SPEAKER_00Favoriten.
SPEAKER_02Ja, ich wohne in Hipster-Bobo-Bezirk, das ist okay. Zu einem anderen wichtigen Thema, auch deine Motivation, dass du sagst, okay, du machst eine Event-Reihe, du möchtest Flinter supporten und überhaupt einen Workshop und auch irgendwie Flinters mehr mood zu sprechen, denen die Tools to give, zu sagen, hey, veranstalter's, mach's was. Wie findest du den support in der Wiener Szene in betragen to Flinter?
SPEAKER_01Yeah, teils gut anders miserable. Also es gibt immer Personen die super sind, wo ich genau weiß, die sind da auch, haben da dieselbe Vision oder sind halt einfach like-minded und supporten einfach standardmäßig Flinter, immer. Und sind einfach Girls, Girls. Und dann gibt es aber auch leider Gottes immer wieder Erlebnisse, die halt sehr enttäuschend sind, wo man halt drauf kommt, dass gewisse Kollektive oder Plattformen gar nicht so sind, wie sie sich verkaufen oder wie sie sich halt geben, dass sie Flinter supporten? Also ja, es ist schon enttäuschend, was man auch erlebt unter Frauen oder unter Flinterpersonen, dass es halt leider nicht so ist, wie es sein sollte.
SPEAKER_02Und was glaubst du, ist da jetzt irgendwie die Motivation, da nicht irgendwie zu supporten? Glaubst du, es sind sehr viele Egos, die unterwegs sind oder einfach andere Motive oder ist es denen egal, welche Erfahrungen hast du da gemacht?
SPEAKER_01Ja, ich glaube, das ist ein Ego-Ding, wenn es zu sowas kommt, weil anders kann ich es mir nicht erklären. Es ist halt echt so ein bisschen, ja, so, ich glaube, eher so nicht aufgearbeitete persönliche Dinge, teilweise, die da irgendwas triggern. Die Angst, dass man Konkurrenz denken oder die Angst, dass man untergeht oder ich weiß es nicht. Aber halt etwas für mich sehr Kindisches. Weil wenn man erwachsen ist, dann macht man das nicht.
SPEAKER_02Dann hat man auch irgendwie Freude am Erfolg der anderen und natürlich kann man auch immer den Wunsch haben, auch selbst irgendwann so erfolgreich zu sein. Aber für mich ist es nie ein Grund, deswegen jemandem das andere nicht zu gönnen. Genau.
SPEAKER_01Selbst wenn ich jemanden nicht mag, muss ich ganz ehrlich sagen, und es ist eine Flinter Person, dann steht für mich immer that der Support der Flinter Person über the personal. Ist ja einfach so.
SPEAKER_02Weil ich meine, es ist ja unser gemeinsames Ziel, halt mehr sichtbar zu sein, mehr Raum einzunehmen and in der Szene. And that heißt, je erfolgreicher jemand ist, desto besser ist es für sagen wir die größere Sache.
SPEAKER_01Ja, absolut, absolut. And noch größer gedacht, es betrifft ja die ganze Welt und jedes System auf der Welt. Und wenn man so groß denkt, geht das nicht, indem man anderen Frauen wegen Neidigkeiten und Egos da klein halten möchte.
SPEAKER_02Da gebe ich dir absolut recht. Und da hatte ich mal eine interessante Diskussion unter Freunden. Und da sieht man auch so irgendwie so von früheren Fernschauen und bla bla bla bla, okay, das ist jetzt keine wissenschaftlich fundierte Aussage ist, dass es natürlich leichter ist, wenn man unter Flinterpersonen denen anlernt, untereinander Zwietracht zu schüren und sich nichts zu gönnen, weil dadurch sind sie abgelenkt mit dem eigentlichen Problem, dass wir halt komplett unterdrückt werden oder dass uns sehr wenig Spielraum im ganzen System gegeben wird.
SPEAKER_01Ja, voll. Nein, dieses eben dieser antrainierte Konkurrenzdenken ist das. Ja, absolut, absolut. Hatte ich früher auch, bevor ich das alles gecheckt habe. Und das wird ja dann auch immer dieses, ja, ich verstehe mich besser mit Männern, weil ich bin nicht so, ja, ich bin nicht so wie die anderen Frauen. Ist ja genau das, dieses, wenn man zum Pick me Girl wird.
SPEAKER_02Ja, ich wollte es auch gerade sagen. Those Pick Me Girls. Du hast es jetzt auch angesprochen, was ich auch fragen wollte, ist, dass du glaubst, dass manche Kollektive eben nach außen sehr pro-feministisch sich präsentieren, aber intern tatsächlich woanders ist. Glaubst du, ist das öfter vertreten oder meinst du, na gut, das ist problematisch, aber es ist eher die Ausnahme von der Regel?
SPEAKER_01Ja, gute Frage. Ich hoffe doch, dass es eher die Ausnahme ist. Dass sich wirklich eigentlich Vereine, Kollektive, die sich so stark feministisch positionieren, dann eigentlich wirklich intern solche Probleme haben, die überhaupt nicht, also die misogyne eigentlich sind. Oh yeah. Also ich hoffe, dass es eher die Ausnahme ist. Ich glaube auch, dass es eher die Ausnahme ist. Genau, es sind vor allem dann Einzelpersonen, glaube ich, die dann dieses, die problematisch sind.
SPEAKER_02Ja, und nicht sagen wir das Ganze kollektiv an sich, sondern einzelne Personen in diesem System.
SPEAKER_01Richtig, ja.
SPEAKER_02Ja, dann hoffe ich, dass durch Aufklärung und mehr Sichtbarkeit irgendwann diese Personen rausgefütert werden. Das hoffe ich auch immer, ja. Damit wir mehr Zusammenhalt empfinden. Und ich meine, du sollst Du sagst jetzt eh auch sehr viel dafür, dass wir auch langsam eine Community werden, in der du Workshops gibst und sagst Production Workshop, Event Management Workshop, dein Event. Ja, genau. Finde ich sehr inspirierend. Dankeschön. Ja, voll. Genau, das erinnert mich an den Tag, wo wir uns kennengelernt haben und ich dich ultra gefangled habe. Das war wirklich peinlich. Und dann bist du zu mir gekommen und warst so, hey, bist du nicht Miss Undertaker? Und dann bist du wieder weggegangen und ich zu Martin so, oh mein Gott, sie wusste, wer ich bin. Genau, genau, voll, voll. Ja, also zum Thema Flinte Support. Nein, nein. Genau. Zunächst Thematik zur Wiener Szene allgemein, nachdem du ja schon jetzt viele Jahre aktiv bist. Wo siehst du hier noch die Problematiken und was würdest du dir wünschen für die Szene?
SPEAKER_01Also die Problematiken, die jetzt gerade vorherrschen sind, glaube ich, vor allem die Wirtschaftslage. Also sowohl für die Clubs. Wir haben auch wenig Clubs. Also ich meine, es ist einiges weggestorben. Ich glaube bei einigem, dass es nicht so bald revitalisiert wird. Oder generell, also die Clublandschaft ist einfach wie überall in Europa am Sterben.
SPEAKER_02Ja, habe ich auch mitbekommen. Nicht nur, dass dann irgendwie Clubs sterben, sondern auch unabhängige Veranstalter und VeranstalterInnen. Absolut. Sehr viele, ich habe auch jemanden, der mich dauernd bucht, hört auch mit diesem Jahr auf. Und da bin ich sehr treu darüber, weil jetzt muss ich mir schauen, wie ich nächstes Jahr zu meinen Jobs komme und das ist jetzt nicht eine Einzelfrage.
SPEAKER_01Ja, absolut. Nein, eben es ist schwierig für Clubs, für VeranstalterInnen. Es gehen einfach immer mehr weniger Leute weg. Sie haben weniger Geld, sie konsumieren natürlich dann dort auch weniger, trinken weniger. Es ist schwierig.
SPEAKER_02Irgendwie so eine halt Negativspirale. Genau. Dass sich irgendwie in den Schwanz beißt, wenn die Leute kein Geld haben, gehen sie weniger fort, die nehmen nichts ein, sperrt zu und so weiter und so fort. Was glaubst du, würde helfen, damit wir diesem Ereignis entgegenwirken?
SPEAKER_01Boah, gute Frage. Statt wien soll es fördern?
SPEAKER_02Ja, ich denke, also das ist eigentlich. Ich hab dir auch kein Geld. Naja, aber eigentlich wäre das ja wirklich ein guter Indikator, wenn der Markt sich irgendwie selbst nicht regulieren kann, dass der Staat da eingreifen muss, besonders bei Kunst und Kultur.
SPEAKER_01Ja, ist halt immer dieses, was wird bei uns in Österreich gut gefördert und ja, die ganzen Wiesengeschichten sind super. Und Opa ist auch super, aber Bum-Bum-Musik, es ist halt oft, das wird nicht unbedingt als Kunst und Kultur. Ich meine, ich weiß, es gibt Förderungen, es gibt ja auch Kollektive und Plattformen, die Förderungen haben. Die gibt schon diesen Fördertopf, aber ja, ich glaube, so generell, worum es gehen würde, so wie in Berlin zum Beispiel, dass es wirklich Kultur wird, das können wir, also das wird in Wien nicht geben.
SPEAKER_02Glaubst du, dass es eine Lösung wäre, dass man einfach sagt, mehr Free Partys? Ja, ich denke, das wird sich eh selbst.
SPEAKER_01Also du meinst im Club? Oder wie?
SPEAKER_02Ja, genau, im freien eigentlich, oder? Illegale Parties, genau, weil wenn nicht genug Geld da ist, um vorzugehen oder genug Geld da ist, eine Veranstaltung zu finanzieren, müssen die Leute kreativ werden und dann halt.
SPEAKER_01Das stimmt, ja, es wird auch passieren wahrscheinlich, ja.
SPEAKER_02Weil ich meine, nur.
SPEAKER_01Das ist auch schwierig in Wien, weil wir wissen ja, wie es ist. Kann man ja nicht so einfach machen. Muss man halt sehr versteckt machen und notfall laufen. Ja, genau.
SPEAKER_02Also nicht über den Durst trinken, damit du noch gut schnell weglaufen kannst. Richtig. Aber derzeit sehe ich ja auch nicht groß eine Lösung, wie wir das ändern können, wenn die Leute halt, ja, wenn es kein Geld gibt.
SPEAKER_01Genau, es ist halt die allgemeine Wirtschaftslage, die halt furchtbar ist. Und solange die, ich meine, ja, es gibt sogar größere Probleme, weil es gibt genug Leute, alleinerziehende Mütter, die einfach, ich kann es voll verstehen, dass man sich jetzt mit ein bisschen, also mit einem normalen Einkommen, wenn man Verkäuferin ist oder so, wie soll man sich denn, wenn man ein Kind hat, das alles finanzieren?
SPEAKER_02Ja, gar nicht. Unfassbar. Und auch dann auch eine andere Altersgruppe halt verwitwete Pensionistinnen, die dann halt auch. Genau, verarmt.
SPEAKER_01Ja, furchtbar.
SPEAKER_02Like the Living Pool.
SPEAKER_01Deswegen, also da ist das mit den Partys eh noch ein Luxusproblem, sage ich jetzt einmal. Aber trotzdem, ja, es ist.
SPEAKER_02Aber naja, man sagt ja auch, Spiel und Brot hilft den Leuten auch, auf andere Gedanken zu kommen. Und wenn man das auch noch wegnimmt, dann hat man ja auch gar keine Möglichkeit abzuschalten. Also so vernachlässigen darf man halt die Musik und Kulturszene auch nicht. Das stimmt, ja. Das stimmt. Wobei, vielleicht gehen wir dann endlich alle auf die Straße. Ja, das wäre gut.
SPEAKER_01Das wäre gut, oder?
SPEAKER_02Dann müssen wir einfach mehr Party-Demos machen. Ja, stimmt.
SPEAKER_01Stimmt.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_01Das ist auch möglich, natürlich, ja. Man muss anmeldet als Demonstration, natürlich.
SPEAKER_02Aber sind Demonstrationen anmelden, nicht so saukompliziert oder komplizierter als Veranstaltungen oder wo du sagst.
SPEAKER_01Ich habe es noch nicht gemacht tatsächlich, weil man muss halt eben Behördenkommunikation, man muss das rechtzeitig anmelden, man muss Dinge einhalten, man muss mit der Polizei zusammenarbeiten, bla bla bla bla, man muss jede Stunde ein sprechen. Man darf nicht durchgängig Musik machen. Es müssen Schilder, also es muss wirklich eine Demonstration, eine Kundgebung sein. Und das ist natürlich anders, ja. Aber es gibt natürlich Leute, die sich darauf spezialisiert haben und das halt lieber machen als in einem Club.
SPEAKER_02Kann man schon machen, ja? Das wäre eine neue Veranstaltungsnische.
SPEAKER_01Ja, voll.
SPEAKER_02Techno-Demo. Ja. Lassen wir es mal im Raum stehen und greifen das zur richtigen Zeit. Wieder auf.
SPEAKER_00Ja, gute Idee.
SPEAKER_02Okay, aber jetzt noch ein bisschen, um das hier abzurunden, unser ganzes Gespräch. Was motiviert dich dann, in diesem ganzen Chaos weiterzumachen, dran zu bleiben, auch wenn es gerade, sagen wir, die Karten nicht so gut stehen in der ganzen Szene, in der Wirtschaft?
SPEAKER_01Ja, dadurch, dass ich es eh nie für Geld gemacht habe, sag ich einmal, ist es jetzt, ja, ist es jetzt, ich schaue eh nur drauf, dass ich es irgendwie ausgeht. Natürlich, weil jetzt die letzte Veranstaltung war tatsächlich finanziell nicht so toll. Ich muss auch schauen, wie sich das weiterentwickelt, weil wenn das jetzt irgendwie ein Trend wird, dass das jedes Mal dann so läuft, muss ich mir überlegen, ob ich es weitermachen kann, weil eben das ist ja eben quasi mein Privat, mein Privatspaß, ja. Und ich will halt einfach nur, dass es kostendeckend funktioniert. Wenn das irgendwann nicht mehr funktionieren sollte, ja, muss ich es mir überlegen. Weil ich glaube schon, dass der Bedarf trotzdem noch irgendwie da ist. Also ich merke es halt auch, es ist ja jetzt nicht so, als wird überhaupt niemand kommen, selbst bei einer Party, die jetzt nicht so gut besucht ist. Genau. Möchte ich halt trotzdem nicht auf dieses Angebot, also dieses Angebot weiterhin geben können, einer Party mit internationalen Acts, die sich halt, die möglichst ein Safe for Space ist. Und die auch die lokalen, die lokalen MusikerInnen fördert. Ich versuche auch wirklich jedes Mal andere zu buchen und dass wirklich jeder in jedem mal drankommt, so auf die Art. Vor allem die, die feministisch unterwegs sind und auch die Männer, die alies sind, dass die auch spielen können. Genau.
SPEAKER_02Ja, aber das finde ich auch schön, dass du sagst, okay, Flinter Support heißt nicht nur nur Ultra Flinter Eggs, sondern dass du sagst, hey, wir geben auch unseren männlichen Kollegen die Möglichkeit, die sich auch sehr dafür einsetzen, auf ihren Raum und Stimme, damit sie sich gemeinsam mit uns stark machen können. Genau. Und hast du noch ein paar Worte oder ein paar Dinge, die du loswerden möchtest, hier noch am Ende unserer Folge?
SPEAKER_01Vielleicht ein Appell zum Schluss. Wenn ihr Flinter seid, wenn ihr positiv, was Positives beitragen möchtet, zu mehr Feminismus, zu Gleichstellung, überall, nicht nur in unserer Szene, aber natürlich, wir reden jetzt über unsere Szene, dann verbündet euch, arbeitet zusammen, Kollaboration vor Konkurrenz denken immer. Streckt die Hände aus, seid lieb zueinander. Genau, und tragt den Gedanken weiter, so gut es geht. Ja, dass man weniger oder unterrepräsentierte Personengruppen fördert und immer unterstützt.
SPEAKER_00Dankeschön.
SPEAKER_01Bitte.
unknownDankeschön.
SPEAKER_02Ja, es ist ein wichtiger Appell. Ein bisschen holprig. Nein, also dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg ist immer noch steinig und schwer. Zum Schluss, super. Ja, aber es ist, ich gebe dir völlig recht. Und ich schließe mich deinem Appell an. Und danke für dieses wonderful Gespräch. Danke für die Einladung. Danke schön. Es war sehr nett. Ja, und es war auch ein toller Einblick in verschiedene Bereich ofen, aspecten die du uns dann mit. Und es will auch unserer Sitz anstalt giveaway. This has not awed. This will auch in the last week sein, where we released. Vielleicht will this genau datum nennen. Yeah, this was the Donnerstag, the 23. Das heißt, genau. Und da möchten wir auch alle einladen, die uns supported haben. Und das soll ein nettes Gathering sein, damit wir uns auch bei allen bedanken, die dabei waren und unterstützt haben. Da möchte ich dich auch herzlich einladen. Ja, cool, da komme ich gern. Genau. Und auch alle treuen Hörer und Hörerinnen sind auch herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Aber ich werde, also wir werden noch einen Flyer stellen und die genauen Daten bekannt geben. Genau. Und nochmal vielen lieben Dank und willkommen und tschüss. And we sehen uns in der nächsten und letzten Folge for this Staffel. Genau, für die letzte Staffel. Okay. Auf Wiedersehen an euch alle. Danke, dass ihr mitgehört habt. Und das nächste Mal hören wir uns zum letzten Mal in dieser Staffel bei Dance for Diaries Vienna. Ciao. Ciao.