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Ein Podcast zum Betrachten des Bewusstseins und zum vertiefen des Seins
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Gemeinsam oder gemein sein ? -- Die Millisekunde
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Wir nehmen dich mit in die Millisekunde vor dem Senden-Button und zeigen, wie eine einzige Entscheidung Beziehungen, Tempo und Vertrauen im Team prägt. Zwei Wege stehen offen: Eskalation per CC oder Klärung im direkten Gespräch, beide mit echtem Preis und Gewinn.
• Kernfrage gemeinsam oder gemein als tägliche Mikroentscheidung
• konkretes E-Mail-Szenario mit öffentlicher Kränkung
• Weg 1 schnelle Eskalation an den Chef und soziale Folgekosten
• Weg 2 direkte Klärung, Reparatur und Vertrauensaufbau
• Abwägung von kurzfristigem Lob gegen langfristige Verbündete
• Balanceansatz mit Kriterien für legitime Eskalation
• Einladung zur Selbstreflexion der eigenen Millisekunde
• kurzer Ausblick auf weitere Folgen der Serie
Alles Liebe
Samstagmittag ist es jetzt gerade. Es ist genau 15 Uhr und ich heiße euch sehr herzlich willkommen im Telegram-Kanal Walk for Gaia mit der etwas späteren Tagesenergie heute. Die lautet gemeinsam oder gemein sein. Ich habe es wie so oft über eine andere Überschrift gestellt, weil wir jetzt eine Folge daraus machen und heute ist der Teil 1 dazu. Die Millisekunde. Der Moment, der entscheidet gemeinsam oder gemeinsam. Eine Sekunde, eine Entscheidung, dein ganzes Leben verändert sich. Und so stell dir vor, du stehst an der Kaffeemaschine. 14.07 Uhr. Der Chef trägt laut im Raum. Wer zum Teufel hat denn diesen Fehler in der Präsentation gebaut? Du weißt es. Du hast gestern Abend gesehen, wie dein Kollege panisch die Zahlen vertauscht hat. Und du weißt auch, nächste Woche brauchst du sein OK. Ja, du brauchst sein OK für dein Budget. Er dreht sich zu dir um. Nur eine Millisekunde. Seine Augen schreien. Bitte. Dein Mund öffnet sich. Was sagst du? Das Ticken stoppt. Willkommen bei der Millisekunde. Der Podcast über die eine Sekunde, die entscheidet, wer du wirklich bist. Wir haben in der Folge 1 den CC-Abgrund E-Mail-Drama. In der Folge 2 Der Supermarktverrat Öffentliche Demütigung. Die Folge 3 Das Parkplatzduell Stolz im Regen. In der vierten Folge das Geheimnis am Gartenzaun. Die fünfte Folge Der Fehler des Anfängers Und vielleicht gibt es in der sechsten Folge einen Bonus, lasst euch überraschen. Doch beginnen wir jetzt heute mit der Folge der CC Abgrund. Stell dir vor, es ist 22.47 Uhr. Du sitzt noch im Homeoffice, nur die Schreibtischlampe brennt, vor dir das offene Mailprogramm. Du hast die Mail schon dreimal gelesen. Sie ist perfekt, scharf, sachlich, vernichtend. Der Kollege aus der anderen Abteilung hat dich heute Mittag bloßgestellt, vor der gesamten Mannschaft oder vor dem ganzen Team. Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein und dabei gegrenzt. Jetzt hast du die passende Antwort. Du hast sie getippt. Jedes Wort sitzt. Deine Finger schweben über dem Senden-Button. Und genau in dieser Millisekunde siehst du die Zeile CC. Der Chef ist noch nicht drin, aber er könnte es sein. Ein Klick. Du weißt jetzt genau, was passiert, wenn du ihn in CC setzt. Der Kollege landet direkt auf der Abschussliste. Du stehst sauber da. Der Chef sieht, der da kümmert sich. Nächste Woche, wenn du dein eigenes Projekt budget, bist du dran. Hast du vielleicht schon einen Stein im Brett? Oder du löschst die Ziehzeile wieder, du löschst sogar die ganze Mail und du schreibst stattdessen nur deinen Kollegen eine kurze E-Mail. Lass uns kurz unter vier Augen klären bevor es eskaliert. Zwei Wege, zwei Millisekunden. Gemeinsam oder gemeinsam. Wieg 1, du drückst auf Senden mit CC-Chef. 18 Sekunden später kommt die erste Lesebestätigung. 23 Sekunden später schreibt der Kollege zurück nur Punkt Punkt Punkt. Um 23.11 Uhr antwortet der Chef, danke für die Klarstellung, ich kümmere mich. Am nächsten Morgen im Meeting, der Kollege sitzt mit eingefallenen Schultern da, keiner schaut ihn an. Du bekommst das Lob, dein Projekt, zwei Tage später tatsächlich auch das grüne Licht. Du hast gewonnen. Aber am Freitag derselben Woche merkst du, die anderen Kollegen schreiben dich plötzlich nur noch mit Hallo an, nie mehr mit deinem Vornamen. Der Kollege geht dir aus dem Weg und wenn du mal eine Frage hast, dauert die Antwort plötzlich drei Tage. Weg 2. Du löschst die CC-Zeile, du schreibst stattdessen nur ihn an. Hey, lass uns kurz das klären, bevor es jemand anders mitbekommt. Ihr telefoniert zwölf Minuten. Er gibt zu, dass er überreagiert hat. Ihr findet den echten Fehler, er lag bei einem Dritten. Ihr schickt gemeinsam eine korrigierte Version raus. Der Chef bekommt nichts mit und überhaupt gab es keinen Stress. Am nächsten Tag schickt er dir um 8.14 Uhr eine Nachricht. Dein Kollege, danke, wirklich. Und hängt dein Kaffeegutschein an, klein, aber echt. Doch zwei Wochen später brauchst du dringend seine Abteilung für dein eigenes Projekt. Er sagt sofort zu, kein Zögern, kein Ich schaue mal, einfach klar machen wir. Beide Wege haben ihren Preis. Weg 1, gemein, kostet dich langfristig einen Verbündeten. Du wirst der, den Mann am Besser nicht mehr Wichtiges erzählt. Der, bei dem man die CC-Zeile immer mitdenkt. Du gewinnst den Moment und verlierst die nächsten zehn. Weg 2, gemeinsam, kostet dich den kurzen Kick der Genugtuung. Vielleicht denken manche im ersten Augenblick, der lässt ja alles mit sich machen oder auf der Nase rumtanzen. Aber du gewinnst etwas, das man nicht auf dem Organigramm sieht. Jemanden, der dir später wirklich den Rücken frei hält. Kein Weg ist richtig. Beide tun manchmal weh. Beide kosten Kraft. Und lass uns jetzt gemeinsam auf den Punkt gehen. Schauen, für welchen Weg du dich entscheiden würdest, für welchen Weg ich mich entscheiden würde. Vielleicht haben wir auch den Weg der Balance, den wir gehen können. Und wir machen wieder unseren Kopf frei, wir machen ihn leer von Leuten, die uns unserem Kopf wieder uns unheilbringen wollen. Und wir bleiben jetzt auf dem Punkt. Lass uns wieder zurückkommen. Für welche Millisekunde hast du dich entschieden? Okay. Danke, dass du mitgegangen bist. Danke, dass du jetzt dir die Zeit genommen hast, zugehört hast. Und hey, schön, dass du dabei gewesen bist im Telegram Kanal Walk for Gaia. Mit dem Larsamikro. Ich wünsche dir jetzt noch einen schönen Abend oder einen schönen Nachmittag. Ganz egal, wann du dir diese Energie anhörst. Sie zählt bis 24 Uhr. Alles Liebe.