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Rettet der Retter den Retter ?

Lars

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Wir sprechen über das Retter-Syndrom, die stille Erschöpfung hinter dauernder Hilfsbereitschaft und den Moment, in dem das Tanklicht zu lange blinkt. Aus einer persönlichen Geschichte und Annas Erfahrung leiten wir klare Schritte zu Grenzen, Balance und echter Selbstfürsorge ab.

• die Frage, wer den Retter rettet
• Muster des Immer-Helfens und seine Kosten
• Annas Weg zwischen Rettung und Erschöpfung
• gesellschaftliche Erwartungen an Helfende
• Grenzen setzen als Akt der Fürsorge
• einfache Schritte für Balance im Alltag
• Einladung zur stillen Innenschau und Reflexion
• Kontaktweg für weitere Begleitung

Wenn ihr den Punkt also nochmals für euch betrachten wollt, dann könnt ihr uns jederzeit kontaktieren. Ihr findet ja die Telefonnummer und die Kontaktdaten auf unserer auf unserer Webseite. Habt keine Angst. Wir werden euch ganz sicherlich nicht irgendwo ein doofes Gefühl geben, wenn ihr uns kontaktiert.


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SPEAKER_00:

Willkommen zurück im Telegram-Kanal Walk for Gaia mit dem Lasermikrofon. Schönen guten Morgen heute in die neue Woche am Montag, den 23. Februar 2026. Rettet der Retter den Retter. Das ist heute unsere Tagesenergie im Telegrammkanal Walk for Gaia. Und heute sitze ich hier in der Küche. Es ist halb 7 Uhr morgens. Draußen regnet es. Wie es im Februar nur regnen kann. Und ich habe die Frage im Kopf, die mich schon seit einigen Wochen nicht mehr loslässt. Rettet der Retter eigentlich den Retter? Wisst ihr, was ich meine? Den Menschen, der immer da ist, der den Anruf um 23.47 Uhr noch annimmt, der die Kollegin auffängt, bevor sie zusammenbricht, der für die Geschwister, die Eltern, die Freunde, die Nachbarn, die Ex-Freundin, die neue Freundin, den Hund der Nachbarin, immer irgendwie eine Lösung parat hat. Und dann irgendwann steht dasselbe Mensch nachts um drei alleine da. Alleine in der Küche, starr in den Kühlschrank, als wäre die Antwort da drin und merkt, Scheiße, ich habe niemanden, der für mich das gleiche tut. Ich war dieser Mensch lange. Ich habe mir eingeredet, dass es ein Ehrenvoll ist. Dass ich stark bin. Dass ich allzu bin. Dass andere mich brauchen. Und dass ich mich schon irgendwie selbst retten werde. Später, wenn alle anderen okay sind. Später ist nie gekommen. Stattdessen kam der Moment, in dem ich auf dem Badezimmerboden saß, Heizung an, Handy aus und zum ersten Mal seit Jahren richtig geweint habe. Nicht so ein bisschen schniefen, sondern dieses tiefe, hässliche, kindliche Schluchzen, das klingt, als würde etwas in dir kaputt gehen dürfen. Und in diesem Moment habe ich verstanden, der Retter hatte sich selbst nicht gerettet. Er hatte nur alle anderen gerettet, bis das eigene Tanklicht schon seit 200 Kilometern blinkte. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen. Vor zwei Jahren hat meine beste Freundin, nennen wir sie einfach Anna, ihren Bruder durch eine schwere Depression begleitet, nachts telefoniert, tagsümine gemacht, Medikamente organisiert, ihn abgeholt, wann er immer wieder oder wenn er immer wieder aus dem Bett kam. Sie war seine Rettung. Und dann, sechs Monate später, saß sie bei mir auf dem Sofa, hatte acht Kilo abgenommen, ohne es zu merken, und sagte den Satz, der mir bis heute in den Ohren klingt. Ich habe ihn gerettet, aber wer rettet mich jetzt? Ich habe keine Antwort, weil ich es selber nie gefragt hatte. Wisst ihr, was das Verrückte ist? Wir leben in einer Welt, die Helfer vergöttert. Da gibt es den Feuerwehrmann, den Polizisten, die Krankenschwester, den Therapeuten, die Mama, die alles stemmt. Aber sobald der Hels selber schwächelt, heißt es plötzlich, der hat doch sonst immer alles geregelt, als wäre die Fähigkeit andere zu retten, ein Freifahrtschein niemals selber gerettet werden zu müssen. Ihr Lieben, schauen wir uns das Thema bei uns an. Haben wir auch dieses Retter-Syndrom und gehen über unsere Grenzen, sodass wir wirklich nachts im Treffer dem Kühlschrank stehen, die Antwort suchen? Oder können wir einfach jetzt die Balance wiederherstellen, dass wir auch mal Nein sagen und als allererstes auch mal zu uns schauen? Lasst uns das betrachten, indem wir gemeinsam auf den Punkt gehen. Ihr wisst, wir machen den Kopf leer, die Gedanken raus und schauen uns einfach mal die Dinge an, wie wir entscheiden würden. Wir starten jetzt nicht. Habt ihr jetzt festgestellt, wo euer Punkt ist? Okay. Wenn ihr den Punkt also nochmals für euch betrachten wollt, dann könnt ihr uns jederzeit kontaktieren. Ihr findet ja die Telefonnummer und die Kontaktdaten auf unserer auf unserer Webseite. Habt keine Angst. Wir werden euch ganz sicherlich nicht irgendwo ein doofes Gefühl geben, wenn ihr uns kontaktiert. Das war wieder die Tagesenergie im Telegram-Kanal Walk for Gaia mit dem Laser-Mikrofon. Ich wünsche euch jetzt einen wunderschönen restlichen Tag und alles Liebe aus dem Allgäu heute mit Schneeregen und Sonnenschein. Und Regen und Sonnenschein. Wir wissen nicht, was noch alles kommen wird. Alles Liebe, bis dann, die machen wir nicht.