menschlich SEIN
Ein Podcast zum Betrachten des Bewusstseins und zum vertiefen des Seins
menschlich SEIN
Regisseur oder Statist
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Wir fragen, ob wir Regie führen oder still Teil von etwas Größerem sind. Verantwortung, Würde und der leise Rollenwechsel zeigen, wie Führung und Empfangen einander tragen, und wir gehen gemeinsam in die Stille, um es zu fühlen.
• Regie als Gewicht statt Thron
• die Würde und Kraft des Statisten
• Momente des stillen Rollenwechsels
• Stille als Übung für Präsenz und Mitgefühl
• kleine Gesten, große Wirkung
• Einladung, Erfahrungen zu teilen
Schreib uns eine Mail lars.muenzberg@gmail.com
Macht Als Verantwortung, Nicht Thron
Die Würde Des Statisten
Wenn Rollen Still Wechseln
Einladung In Die Gemeinsame Stille
SPEAKER_01Hallo, ich bin's wieder, Lars aus dem Telegram-Kanal Walk for Gaia, heute mit unserer wundervollen Tagesenergie. Kein Guru, kein Therapeut, nur ein Mensch, der mit dir reden will über das Thema Regisseur oder Statist. Nicht im Film, sondern im echten Leben. Der Moment, in dem du morgens aufwachst und spürst, heute führe ich Regie. Oder ich stehe nur rum und warte bis jemand Action ruft. Heute reden wir nur über Haut, Schweiß, Tränen und Stille. Rein menschlich roh. Du stehst da, Kamera läuft, alle schauen dich an. Du hast die Vision, du sagst Schnitt. Und dann die Welt gehorcht dir. Das fühlt sich mächtig an, aber es ist keine coole Macht, es ist Verantwortung. Der Kameramann, der seit 14 Stunden nicht auf Toilette war, die Maskenbildnerin, die ihre Tochter nicht ins Bett bringen konnte, der Hauptstarsteller, der gerade seine Ehe verliert. Du trägst sie alle mit. Abends, wenn die Lichter ausgehen, sitzt du allein im Wohnwagen, kein Applaus. Nur die Frage, war das wirklich meine Geschichte oder habe ich nur laut gedacht, während andere mitspielen? Ich kannte einen Regisseur aus Köln. Nach dem letzten Drehtag saß er nachts am Bordstein, Bier in der Hand und hat geweint. Nicht vor Trauer, sondern weil er plötzlich verstanden hat, dass die Leute den ganzen Tag ihm anvertraut haben. Und er keine Ahnung hat, ob er das verdient hatte. Der Regisseur oder das Regisseur sein, nicht der Thron, das Gewicht. Und dann der Statist. Die andere Seite. Du stehst in der Menge Nummer 23 von hinten. Grauer Mantel, kein Text. Du sollst einfach nur natürlich ausschauen. Und jetzt fühlst du dich lebendiger als je zuvor. Niemand erwartet, dass du die Welt rettest. Du darfst einfach sein. Du siehst den Regisseur spitzen. Du hörst die Hauptdarstellerin, scheiße, ich kann das nicht flüstern. Du riechst den Kaffee, den dir irgendjemand wortlos in die Hand gedrückt hat. Du bist Teil von etwas ohne Druck. Ich war selber mal Statist. Drei Tage Bahnhofszink. Am zweiten Tag gab mir eine Frau um die 60 ihren Schal, weil er kalt war. Sie lächelte nur, kein Wort. Und in diesem Moment war ich gesehen. Einfach so. Das ist die heilige Kraft des Statisten. Du darfst empfangen, du darfst einfach mal Mensch sein. Und dann kommt der Drehtag, den jeder von uns kennt. Der Regisseur hat keine Worte mehr, die Vision ist weg, die Crew wartet und plötzlich tritt der kleine Statist vor den Namenlosen aus der letzten Reihe und sagt, ich glaube, was du meinst. In diesem Augenblick wechseln die Rollen. Nicht offiziell, sondern einfach so, weil ein Mensch den anderen gesehen hat. Ich habe das auf einer Baustelle miterleben dürfen. Der Polier brüllte, weil sein Sohn im Krankenhaus lag. Der jüngste Lehrling ging hin, gab ihm eine Zigarette und sagte, Chef, setz dich mal. Wir kriegen das hin. Zwei Sekunden Stille, kein Applaus. Nur zwei Menschen, die füreinander einen Moment die Plätze getauscht haben. Und das war richtig. Ich lade euch jetzt sehr herzlich ein, nicht zwei Sekunden lang in die Stille zu gehen, sondern mit uns gemeinsam jetzt in die Stille zu gehen. Schauen wir mal, wie lange es wird, bei euch zu bleiben. Und einfach mal zu fühlen, was erlebt ihr gerade? Auf welcher Seite seid ihr? Seid ihr auf der Seite von dem, der den Thron angibt? Oder auf der von der Seite, der den Empfänger ist.
SPEAKER_00Und wir starten jetzt noch.
SPEAKER_01Ich hoffe, du konntest dieses spüren. Vielleicht hast du ja Lust, uns zu berichten, was das mit dir macht. Wenn du in die Stille kommst, wenn du einfach mal 20, 30 Sekunden, eine Minute, 2 Minuten komplette Ruhe by dir findest. Lass uns doch einfach wissen, wenn du das möchtest. Schreib uns eine Mail last.münzberg at gmail.com. Ich freue mich von deiner Nachricht zu lesen. Wünsche dir jetzt am Montag, den 9. März, einen wunderschönen restlichen Tag. Wir sind gerade mobil unterwegs und es ist gleich 8 Uhr, wo ich diese wundervolle Tagesenergie für euch sprechen darf. Ja, mit Sonne im Herzen, alles Liebe aus dem Hohen Norden.