menschlich SEIN

Teil 2 Gönne ich Wachstum oder nähre ich Neid

Lars

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Wir gehen unter die Oberfläche von Neid und spüren, wie sich Enge, Bitterkeit und dieses leise „Warum sie und nicht ich“ im Körper anfühlen. Danach drehen wir den Spiegel um und erleben, wie echtes Gönnen Weite schafft und uns wieder in Kontakt mit den eigenen Träumen bringt. 
• Unterschied zwischen dem kurzen Neidstich und der tieferen Enge im Brustraum 
• inneres „Warum sie und nicht ich“ als leises Flüstern statt Drama 
• Neid als emotional gemütliche Decke und scheinbare Sicherheit 
• wie wir Neid unbewusst nähren und was ihn wachsen lässt 
• das Körpergefühl von Gönnen als Weite und frische Luft 
• Pendeln zwischen Neid und Gönnen als normaler Teil des Menschseins 
• Leitfrage für Achtsamkeit: welches Gefühl nähren wir gerade und wo sitzt es im Körper 
• Betrachterhaltung, Stille und Balance als praktische Übung 
Wenn ihr Lust habt, diese Übungen zu vertiefen, seid ihr recht herzlich willkommen Freitag 19.30 Uhr zu unserem Zoom. 

Meldet Euch bitte an, unter Info@walk4gaya.com oder auf lars.muenzberg@gmail.com , nennt bitte das Wort Podcast damit wir Euch zuordnen können. DANKE von Herzen 




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From Surface Sting To Depth

The Body Feeling Of Envy

The Spacious Feeling Of Genuinely Cheering

What You Feed Inside Matters

Observer Practice And Quiet Space

SPEAKER_00

Ein sehr herzliches Willkommen im Telegram Kanal Walk4 Gaia mit eurem Lars wieder am Mikrofon. Ich begrüße euch sehr herzlich zu unserer heutigen Tagesenergie. Gönne ich Wachstum oder näher ich Neid? Wir sind heute beim zweiten Teil dieser Serie angelangt und so sage ich dir herzlichen Dank, dass du wieder da bist. Im ersten Teil haben wir uns die Oberfläche angeschaut, diesen kurzen, scharfen Stich, wegen jemand anders plötzlich strahlt und wir innerlich zusammen so. Heute gehen wir tiefer. Nicht in den Kopf, nicht in irgendwelche Erklärungen, sondern genau dahin, wo es wirklich sitzt. In die Brust, in dem Bauch, in diesem stillen Raum zwischen zwei Herzschwingen. Stell dir vor, du sitzt abends allein auf dem Sofa, deine beste Freundin schreibt dich an und schick dir ein Foto. Sie hat den Job bekommen, den du dir auch immer so sehr gewünscht hast. Das Gehalt, die Freiheit, das Leuchten in ihren Augen auf dem Bild. Und jetzt spüre genau hin. Da ist nicht nur dieser kleine Neidstich, da ist etwas Größeres. Etwas, das sich anfühlt wie ein leises, langsames Zusammenziehen. Als würde jemand ganz leise die eigene Luft wegnehmen. Ein leises, bitteres Ziehen hinter dem Brustbein. Es ist nicht laut. Es schreit nicht. Es flüstert nur, warum sie und nicht ich. Und in diesem Flüstern liegt eine ganz eigene Wärme. Eine traurige, vertraute Wärme, weil dieses Gefühl dich schon lange begleitet. Es ist fast so wie ein alter Freund, der immer da war, wenn du dich klein gefühlt hast. Er sagt dir, bleib hier bei mir, hier bist du sicher, hier musst du nichts riskieren. Das ist der Moment, wo wir anfangen, Neid zu nähern, nicht aufs Bo seid, sondern weil es sich emotional gemütlich anfühlt. Es ist die Decke, unter die wir uns zurückziehen, wenn das Leben von anderen zu hell wird. Wir scrollen weiter, wir leigen halbherzig und innerlich gießen wir ganz leise Wasser auf diese kleine bittere Pflanze. Sie wächst nicht wild, sie wächst heimlich und sie ernährt sich von unseren eigenen unerfüllten Sehnen. Jetzt drehen wir den Spiegel um. Stell dir denselben Abend vor, nur dieses Mal fühlst du etwas anderes. Du liest die Nachricht und statt zusammenzuziehen, spürst du ein Weiten. Ein leises, warmes Öffnen in der Brust, als würde jemand ein Fenster aufmachen, durch das plötzlich frische Luft kommt. Du lächelst, nicht dein höfliches Lächeln, sondern das Echte, das von innen kommt. Deine Schulter sinken ein Stück tiefer, du schreibst zurück. Ich freue mich so sehr für dich, dass du dir das hast du dir verdient. Und in diesem Moment, wo du das tippst, spürst du etwas, das fast wie Freiheit schmeckt. Das ist das Gefühl, wenn du Wachstum gönnst. Es ist nicht selbstlos. Es ist nicht gut. Es ist einfach weit. Es fühlt sich an, als würdest du einen Teil von dir selber mitwachsen lassen. Als würde die Freude der anderen ein Stück von deiner eigenen Enge lösen. Plötzlich ist da Raum. Raum für deine eigenen Träume, die du vielleicht schon lange nicht mehr angeschaut hast, weil du sie mit Neid zugedeckt hattest. Und genau hier wird es tief, weil die meisten von uns zwischen diesen beiden Gefühlen hin und her pendeln, ja manchmal in derselben Stunde oder sogar in derselben Minute. Morgens gönnst du deinem Arbeitskollegen den Aufstieg und abends liegst du wach und spürst wieder dieses fiese Ziehen, weil deine eigene Schwester gerade ihre Wohnung renoviert und du noch immer in der Alden hängst. Das ist menschlich. Das ist nicht schwach. Das ist das echte Leben in uns. Die Frage ist nicht, bin ich ein neidischer Mensch oder gönne ein gönnender Mensch. Die echte tiefe Frage ist, welches Gefühl nähere ich gerade in diesem Moment und wie fühlt es sich an in meinem Körper. Und damit seid ihr herzlich eingeladen, jetzt mit uns gemeinsam auf den Punkt zu gehen. Bleiben wir einfach mal Betrachter. Schauen wir uns dieses Gefühl an zwischen Neid und Gönnen in uns selber.

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Und wir starten jetzt nicht mehr.

Thanks And Zoom Invitation

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Merkst du, wie viel Kraft es kostet, bei dir zu sein? Genau nur bei dir. Und nicht bei dem anderen mit Neid? Oder bei dem anderen mit Gönnen? Ja. Es ist anstrengend, auch für mich ist es anstrengend, in dieser Balance zu sein, mich nicht rausziehen zu lassen. Und damit möchte ich mich wieder bei dir, bei euch sehr herzlich bedanken fürs Einschalten, dass ihr mitgegangen seid. Wenn ihr Lust habt, diese Übungen zu vertiefen, seid ihr recht herzlich willkommen Freitag 19.30 Uhr zu unserem Zoom. Ja, genießt die Stille. Ich wünsche euch jetzt noch einen wunderschönen Tag, egal wo ihr seid und was ihr macht. Alles Liebe aus dem Mobilstudio des Telegram Kanals Walk for Gaia. Feel liebe Grüße mit herzlichem Sonnenschein.