Wir kaufen dein Motorrad
Willkommen beim “Wir kaufen dein Mottorad” Podcast . Das hier ist Tobias. Gründer von Deutschlands größtem Motorrad-Ankaufportal, leidenschaftlicher Enduro-Fahrer & Multiunternehmer. Er nimmt euch mit hinter die Kulissen echte Unternehmer-Storys, geheime Einblicke aus dem Fahrzeughandel und das Leben auf einer Insel, die mehr zu bieten hat als nur Sonne. Macht es euch gemütlich und viel Spaß.
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Warum Motorradfahren schon als Kind beginnen (und was das mit dir macht | heute Unternehmer)
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🎙️ In dieser Folge sprechen Tobias von WirKaufenDeinMotorrad.de und Tarek von Area S51 über genau den Moment, der alles gestartet hat: Ihre ersten Erfahrungen mit Motorrädern.
Was hat uns als Kinder geprägt?
Warum fühlen sich Motorräder für viele mehr an als nur ein Fahrzeug?
Und wie wird aus dieser Leidenschaft am Ende ein Business?
Dieses Gespräch ist kein klassisches Unternehmer-Interview, sondern ein ehrlicher Einblick in die Anfänge – die Geschichten, Emotionen und Erlebnisse, die später den Grundstein für alles gelegt haben.
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Wir haben uns gerade in einem mega spannenden Thema so verfahren, dass wir gar nicht aufgehört haben, darüber zu reden, und zwar Motorsport mit Kindern und auch die Erfahrung in der eigenen Jugend, also wie wir Motorsport als Kinder, beziehungsweise Motorrad würde ich jetzt einfach mal sagen, als Kinder selbst erlebt haben. Und wir haben uns, wir wollten eigentlich über was ganz anderes reden. Ich sitze hier mit Tarek und irgendwie haben wir uns da so drin verfangen, dass wir gesagt haben, wir machen da eine eigene Folge draus und die kommt jetzt. Hast du es jetzt?
SPEAKER_01Können wir anfangen?
SPEAKER_02Yes. Aber du willst doch mal eine Performance haben, da muss ich mich vorbereiten.
SPEAKER_00Okay. Wir haben die letzte Folge damit geschlossen, wie wir uns kennengelernt haben. Und wir haben da Unmengen Gemeinsamkeiten festgestellt, schon am ersten Tag. Wir sind am ersten Tag, auch abends, dann ganz spontan noch hier in St. Rafael in Zypern. Haben wir uns nochmal getroffen, nachdem wir uns da auf der Strecke erstmal nicht kennengelernt haben und dann am Strand abgehangen und was haben wir da gemacht? Eigentlich nur gequatscht, oder? Du hast gekiteitet. Ah, ich war am Kitezug. Ich hätte beim Kriterpunkt aus. Ja, und wir haben einfach in kürzester Zeit unglaublich viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Und das fand ich total aufregend im Ausland. So einen deutschen Unternehmer, der, ich versuche jetzt einfach mal aus dem Kopf rauszukriegen, was da alles war. Also, wir haben beide, du kommst im Prinzip aus Aachen. Ich bin sogar in Aachen geboren. Du bist in Aachen geboren. Ich habe über zehn Jahre in Aachen gelebt. Ich habe studiert, also ursprünglich komme ich aus dem Taunus, aber dann zehn Jahre fürs erst ursprüngliche Studium und dann geblieben im Prinzip für meine erste Unternehmung. In Aachen geblieben. Und was haben wir noch? Wir kommen beide aus dem Online-Marketing ursprünglich. Ja, nach wie vor, ne?
SPEAKER_02Online-Marketing ist ja immer noch immer ein großes Thema bei uns beiden.
SPEAKER_00Ich würde sagen, es ist einer der Hauptkerne des Unternehmens. Also ich würde sagen, es ist eine der Hauptsäulen. Also ich meine, da steigen wir jetzt direkt schon voll ein in die unternehmerischen Themen. Wenn wir noch mal ganz kurz zu der Kennenlern-Story für einen kleinen Moment noch zurückkommen. Wir haben beide Kids, die wir in Richtung Motorsport bewegen wollen. Auf der Motocross-Strecke hast du, ja, habe ich dich im Prinzip dabei gesehen und erlebt und dann die deutsche Stimme gehört und gesagt, ah, okay, spannend, da sind Deutsche. Und im Prinzip gesehen, ja, okay, wie du deine Kids trainierst und zum Motorsport begeisterst. Gleiches bei mir. Ich habe einen kleinen Sohn, der wird jetzt vier und den versuche ich auch in die Richtung zu pushen. Aber das ist für mich auch so ein bisschen ein Thema, wo ich mich echt interessiere, so wie du darüber denkst und wie du mit deinen Kids da umgehst. Weil ich für mich so feststelle, ich bin mir nicht sicher, ob man pushen kann, ob man sollte, ob das nachhaltig ist, ob das überhaupt lange funktioniert, weil dann vielleicht die Lust verloren geht. Wie siehst du das?
SPEAKER_02Ja, da kommen wir ja an das Thema, was für ein Vater möchtest du sein und worhin willst du dein Kind entwickeln. Ich von meinem Teil denke halt, pushen ist überhaupt nicht richtig. Das muss eine Eigenmotivation entstehen, es muss vor allen Dingen eine Leidenschaft entstehen, weil nachher muss der Antrieb ja von einer Person selber kommen, also von den Söhnen. Ich habe zwei Söhne, die werden jetzt neun und sieben. Dementsprechend versuche ich halt als Vater zu gucken, okay, wie kann man das Feuer entfachen. Und wie machst du das? Ich glaube, indem meine Augen leuchten, wenn ich den über Mopeds erzähle.
SPEAKER_00Ja, und das funktioniert.
SPEAKER_02Das funktioniert, ja.
SPEAKER_00Also ich sehe ja, also ich meine, so oft habe ich deine Kids jetzt noch nicht gesehen, aber ich sehe die Begeisterung da schon. Ich merke bei mir oder der Konflikt, den ich sehe, ist, dass halt einerseits natürlich dieses Bereitstellen und Möglich machen, wenn ich da jetzt an meine eigene Kindheit denke, dann war das anders. Und da sehe ich eigentlich so das größte Hindernis oder den größten Funken, den man vielleicht auch haben könnte, wenn man auf jeden Fall nicht pusht. Also bei mir hat sich die Frage mit meinen Eltern zum Beispiel gar nicht gestellt. Meine Eltern, also ich würde nicht sagen, dass sie Motorsport scheiße fanden, aber sie hatten damit auf jeden Fall gar nichts am Hut. Ich habe nichts zur Verfügung gestellt bekommen. Also ich habe mein erstes motorisiertes Fahrzeug, das war ein Pocketbike. Das habe ich mir, ich glaube, mit elf oder zwölf Jahren von meinem Taschengeld gekauft. Also ich meine, damals, was hat so ein Ding damals gekostet? 150 Euro, schätze ich, grob. Elektro auch. Nein, nein, Verbrenner, kleiner 50 Kubik sind das dann, glaube ich, vielleicht, ich weiß, da müssen 50 Kubik gewesen sein. Hat so ein kleines China-Pocket. Ich war schon viel zu groß dafür. Ein F12-Jähriger kann auf dem Ding nicht sitzen. Ich hätte eigentlich eine 80 Kubikmaschine gebraucht, aber so eine 80 Kubikmaschine, eine anständige, die kostet 3000, 4000 Euro. Und die hat auch Power, ne? Die hat richtig Power. Ja, gut, das wäre okay gewesen. Da wäre ich in dem Alter mit klargekommen. Anyways, worauf ich zurück wollte, meine Eltern haben das nicht supported. Ich musste mir das selbst kaufen und für jemanden, der, keine Ahnung, zu Weihnachten und zum Geburtstag vielleicht mal 200, 300 Euro bekommt, ja, völlig utopisch, sich ein Sportgerät für 3000 Euro zu kaufen, selbst wenn ich es gebraucht für 1,5 bekomme. Also selbst das wäre zu viel gewesen. Das heißt, ich bin dann bei uns in der Straße rauf und runter gefahren auf einem Pocketbike, hab' zerlegt, hab im Prinzip gelernt, wie Zweitakt funktioniert, hab Schrauben erstmalig gelernt mit 11, 12 Jahren, indem ich das Ding halt ständig reparieren musste, was ständig kaputt war. Was ich jetzt alles damit sagen wollte, war eigentlich, ich war halt selbst total motiviert. Also ich konnte nichts mehr anderes denken. Pocketbike, Pocketbike, ich muss schrauben, ich muss das, ich will da jetzt einen neuen Dämpfer reinbauen, ich will das jetzt hier, ich will da, eine Unterbodenbeleuchtung brauchst du am besten auch noch. So, das war halt so das elfjährige Gehirn und das hat ein Feuer entfacht, was nicht mehr gegangen ist. Das war alles selbstbestimmt, alles von mir. Niemand hat gesagt, ja, mach doch mal, fahr doch damit jetzt mal.
SPEAKER_02Also die interne Motivation ist immer die stärkste Motivation.
SPEAKER_00Genau, so und die war auf jeden Fall da. Die Sorge, die ich jetzt sehe oder habe, ist, wenn jemand das jetzt einfach hingelegt bekommt, wenn ich jetzt meinem Sohn einfach so ein Bike, wovon ich immer geträumt habe, einfach hinstelle. Kann ich ja, ne? Würde ich auch. Aber dann sehe ich die Gefahr, dass er dann es, ich sag jetzt mal so, von Gott gegeben sieht, dass es einfach so da ist, dass er nichts dafür tun musste, dass da und dass es dann einfach auch rumsteht und gar nicht so gewürdigt wird für das, was es ist, weil es halt auch einfach so daherkam und so, ja, man sich gar nicht so reingesteigert hat. Ich weiß nicht, ob dieser Gedanke überhaupt richtig ist, ob der Sinn macht. Wie war es denn bei dir? Haben deine Kids einfach so Bikes bekommen?
SPEAKER_02Also bei mir war es tatsächlich so, dass als ich in die ganze Simpson-Szene eingetaucht bin, habe ich mir gedacht, okay, was machst du jetzt mit den Kids noch am Nachmittag nach der Schule? Und dann kam eben auch genau das gleiche bei mir, diese Pocket Bikes auf den Schirm. Das sind dann so mit Kettensägenmotor ausgestattete Bikes aus China. Und die Kids waren wirklich sofort hin und weg. Also meine beiden Jungs, die wollten dann nur noch auf diesen Kisten fahren. Der Ältere ein bisschen, ich sag mal, risikoaffiner als der Jüngere. Der Jüngere ist dann wirklich ein bisschen bedachter. Aber es war ähnlich. Also ich meine, dieses Thema mit dem Kaputt gehen und Schrauben und so weiter und so fort, das blieb dann in dem Alter noch sehr, sehr viel an mir hängen, weil die Frustrationstoleranz in dem Alter, glaube ich, sehr, sehr niedrig ist. Also wenn man eine Schraube nicht abgeht, dann wird das Werkzeug in die Ecke gefeuert und Papa, ich habe keine Lust mehr. Gut, dann muss ich dann halt da sitzen und muss das Ding auseinandernehmen, was ja auch wirklich überhaupt gar kein Problem ist. Aber dann ging es dann relativ schnell, dass sie die Dinger also ausgefahren haben auf 100%, dass sie zu groß geworden sind. Ich meine, in dem Alter wachsen die ja wirklich, wirklich, Gott sei Dank, wie Unkraut, ich bin super happy, dass die Kids gesund sind und wirklich gut wachsen. Und da muss halt das erste größere Bike her. Und das war dann eine Kawasaki KX65, also 65er schon. Eine alte Kawasaki. Das heißt, dass die Power gar nicht so heftig ist, aber trotzdem gut genug halt, um ein bisschen was in der Hand zu haben. Und das Gewicht von dem Moped war wirklich, es wiegt fast doppelt so viel wie eine moderne KTM aktuell. Und dadurch wird das Ganze auch träge und dadurch wird das Ganze auch, ich sag mal, zumindest wenn man selbst fährt, sicher. Das war dann, also für meinen Sohn war das eigentlich ein Moment, wo er wirklich eine Leidenschaft dann auch entfacht hat, nachdem er den Schalter umgelegt hat. Er musste schon mehrfach damit fahren und mehrfach über die Strecke pesen und musste angeleitet werden von einem Coach, den wir zwischenzeitlich auch hatten, bis er dann wirklich das Feuer entfacht hat. Es hat ein bisschen was gedauert, muss man dazu sagen. Aber ab dem Moment ist das für ihn wirklich, also fast wie eine Therapie nach der Schule. Nicht, dass die Schule jetzt irgendwie so Drama ist, aber er braucht es. Wenn er nicht aufs Moped steigen kann nach der Schule, dann nimmt er sich ein Fahrrad und haben auch zwei, drei kleine Rampen gebaut, dann springt er ein bisschen darüber, aber er braucht das, wie wir Menschen Wasser brauchen. Also das ist, hätte ich nicht gedacht, dass das so abgeht bei ihm.
SPEAKER_00Nehmen die Kids bei dir Tipps an? Also lassen die sich von dir was beibringen?
SPEAKER_02Ja, auf jeden Fall. Ich denke aber, dass das alle Kids machen. Die Frage ist halt nur, wie man das rüberbringt, das Thema. Also es geht halt nicht über Repetition, also über Wiederholung oder sonstiges, sondern du musst halt wirklich ganz, ganz kleine Stellschrauben erst anfangen zu drehen, bis du wirklich komplexere Sachen erklärst. Beispielsweise beim Motocross nur stehen. Ganz einfach. Gar nicht über wie nimmt man eine Kurve, wie fährt man eine Rampe an, wie bremst man ab, lass das alles. Eine Sache nur. Konzentrier dich für die nächsten zwei, drei Wochen auf eine einzige Sache.
SPEAKER_00Mein Kleiner, der kann jetzt seit einigen Wochen auf seinem Mini-Elektro-Dingen, also das Kleinste, was man einem Kind in die Hand drücken könnte, was quasi mit Gas, mit Shuttle-Control so funktioniert, dass man das in den Kopf kriegt, fährt jetzt im Stehen. Mega cool. Und wir sind jetzt an der Stelle, dass ich ihm einfach Hindernisse, Steine, Stöcke auf den Boden lege und ihm zeige, hey, du kannst da im Stehen viel besser rüberfahren als im Sitzen. Und ja, das hat er angenommen, aber es ist halt total schwierig gewesen, ihn dazu zu kriegen, zu akzeptieren. Der Papa schlägt vor, hey, das wäre besser zu stehen. Weil es ist ja was, was er vorher gar nicht sieht. Er sieht ja den Vorteil gar nicht, er checkt ja gar nicht, dass das ein Vorteil ist. Und das ist in dem Alter total schwer für mich, diese Dinge zu platzieren. Also ich merke jetzt, es geht. Aber wie du sagst, es ist ein super, super kleine Häppchen, die man bringen muss. Richtig, richtig. Und was ich auch gemerkt habe, wenn es nicht angenommen wird, wenn nicht die Ohren aufgeben, die Augen mich angucken und fokussieren und es aufnehmen, dann muss man es direkt sein lassen. Also dann einfach am nächsten Tag. Am nächsten Tag. Genau, genau, genau.
SPEAKER_02Man muss sich wirklich mit den Kindern absolut Ruhe nehmen. Dein Sohn ist ja nochmal eine ganze Ecke jünger als meine. Das heißt, das ist halt nochmal langsamer und so weiter und so fort. Man will denen ja auch nicht die Lust daran verderben. Also das wäre das Allerschlimmste. Kurze Anekdote zu mir: meine Jäger sind alles, meine Familie, das sind alles Jäger. Und mein Vater, sag ich immer, der hat es für mich ein bisschen versaut. Weil er hat mich mitgenommen auf die Kanzel, ich musste die ganze Nacht dort verharren, hatte kein Fernglas, kein Nachtsichtgerät, gar nichts und saß. Das war nur kalt. Und kalt, ungemütlich, ich musste ruhig sein, ich konnte nichts sagen und so weiter. Und für mich, also ich bin, deshalb ist meine Theorie zumindest kein Jäger geworden. Mit meinem kleinen Bruder, mit dem hat er es nicht gemacht. Und der hat eine Leidenschaft für die Jachte.
SPEAKER_00Ja, ja, ja. Aber da sind wir jetzt schon wieder. Ich meine, wir drehen uns da jetzt, wir kommen jetzt zu dem Punkt, den ich am Anfang hatte, dieses genau dieses, wenn auch so ein kleines Defizit da ist, vielleicht ist das gar nicht schlecht. Also was ich oder was meine Theorie gerade ist, ist nicht einfach alles hinzustellen und zu sagen, hier ist es, sondern vielleicht zum Beispiel auch bei dem nächsten Motorrad. Ich meine, selbst dieses absurde kleine Elektroding kosten Tausender. Also es ist total krass. Ich meine, das ist ein Spielzeug, RC, Auto, Motor drin, also es kostet nichts, das ist ein Witz, das ist ein Tausender kostet so. Wie auch immer, Fahrzeug, es wird ja jetzt nur noch teurer, wenn es was Anständiges ist. Bin ich jetzt tatsächlich am überlegen, ob ich sage, das gehört dann gar nicht dem, sondern ich stelle das zur Verfügung, wenn er es nutzt, wenn er sich, in Anführungszeichen, das klingt jetzt irgendwie so falsch, wenn er sich richtig verhält, also ich will das nicht als Erziehungsmaßnahme nutzen, aber ich will einfach, dass es nicht als selbstverständlich da ist. Er muss es sich verdienen, dass er so einen Luxus, sage ich jetzt mal, einfach nutzen kann und es dann auch wertschätzen kann. Und um dann vielleicht auch das Problem zu lösen, weil ich habe es selbst bei Freunden gesehen in der Vergangenheit, die einfach Sachen zur Verfügung gestellt bekommen haben. Das war dann das von denen, das gehörte denen. Und ich würde es mir fürchterlich vorstellen, wenn ich von der Motocross-Strecke nach Hause komme, die Karre total voll mit Schlamm. Und ich, Depp, soll dann mit dem Hochdruckreiniger da stehen und sauber machen. Am Arsch.
SPEAKER_02Also ich werde jetzt machen. Weil das für dich aber auch Arbeit ist. Weil für dich ist das Arbeit. Die Sache ist für meine Jungs beispielsweise, ist das, ist dieser Punkt keine Arbeit. Sondern die sehen halt, das Ding ist schmutzig und dreckig und das ist für die ein Glücksgefühl, was ausgeschüttet wird. In dem Moment, wo der ganze Schlamm schon schon schon schon schon kommt. Aber dafür muss man es wertschätzen. Ja, aber dafür musst du es wertschätzen.
SPEAKER_00Und jetzt stell dir mal vor, du hast irgendwas anderes, was an dem Park dann ansteht, was mehr Spaß macht. Und dann werfen sie das Ding in die Ecke und lassen es rosten. Und ich meine, es ist halt wirklich schlecht.
SPEAKER_02Also du dachtest, du musst es halt von Anfang an nicht als Arbeit verkaufen. Also du musst es halt wirklich, wirklich als Spaß nachher verkaufen, von Anfang an schon bereits. Also ist ein guter Punkt.
SPEAKER_00Vielleicht kann man das Problem so lösen. Ich sehe nur die Gefahr und ich habe es bei Freunden gesehen, die alles einfach hingestellt bekommen haben. Und bei denen war dann wirklich die Situation regelmäßig, ich war mit denen dann nachmittags zu Hause und die Mopeds wurden weggestellt und sind dreckig geblieben. Und entweder hat es der Vater sauber gemacht oder sind vergammelt und das wäre was, wo ich sagen würde, hey, das ist nicht okay. Das ist meins, wenn du das nutzen willst, ich stelle dir das zur Verfügung. Du kannst diesen Luxus hier ausleben, du kannst Sport machen, du kannst es nutzen, super, aber du musst es respektvoll behandeln. Vielleicht konstrui ich ein Problem, was es am Ende des Tages gar nicht gibt, aber ich habe es schon gesehen und das ist so ein bisschen das, was ich dazu denke. Und es ist ja auch nicht nur das, es ist ja auch die Vorbereitung. Also ich finde, wenn man sich die Arbeit macht, irgendwo zu einer Rennstrecke zu fahren, dann checkt man das Ding am Abend vorher durch. Dann muss halt in Ordnung.
SPEAKER_02Man muss als Vater halt auch hart sein oder beziehungsweise als die Person, die das Ganze auch leitet. Bei mir ist es Gott sei Dank auch meine Frau. Wir machen das insgesamt, das ist für mich für uns ein Familienhobby, dieses Thema. Wenn man fahren möchte, muss man halt das Auto laden. Ganz einfach. Das ist für mich ganz klar. Und die Sache ist, man muss aber auch so konsequent sein. Egal wie sehr man möchte, dass seine Kinder das Hobby ausüben, das ist ja egoistisch, wenn du darüber mal nachdenkst. Das musst du komplett zurückstellen. Und du musst jetzt sagen, Leute, wenn ihr fahren wollt, dann ladet jetzt alles, was ihr mit eurer Kraft aufladen könnt. Das Moped müsst ihr jetzt nicht hinten auf den Pick-up laden, okay. Aber alles, was ihr aufladt, ladet das erstmal auf. Und zum Schluss komme ich dann und helfe euch mit dem Moped. Okay, aber das ist ja genau das gleiche, was ich nicht mehr so gut habe. Wenn das nicht passiert, dann fahren wir nicht. Wenn das nicht passiert, dann fahren wir nicht. Das ist ganz einfach. Aber da musst du dich ja selber auch wiederum zurückschauen. Ich habe ja jetzt dadurch auch angefangen. Das heißt quasi, ich gehe ja dann auch mit drauf, mit meiner Yamaha beispielsweise. So, ich muss mich dann auch zurücknehmen und sagen, okay, scheiße, sorry für den Ausdruck. Aber ich fahre dann heute nicht. Traurig, da muss ich vielleicht eine Runde joggen gehen oder irgendwas.
SPEAKER_00Aber ist das dann schon mal wirklich passiert? Also seid ihr schon mal zu Hause geblieben?
SPEAKER_02Ja, natürlich, mehrfach. Ja, natürlich, klar, mehrfach. Und dann ist die Frustration halt eben hoch. Und beim nächsten Mal kannst du mal sehen, wie schnell das Auto gepackt ist. Ja, ja. Aber nicht von mir.
SPEAKER_00Okay, ja, das ist ein Lichtblick für mich. Und ich denke, ich würde da exakt genauso verfahren.
SPEAKER_02Ich meine, du arbeitest, das sind ja, ich meine, das sind deine Kinder und die gucken sich sehr, sehr viel von dir ab, aber du arbeitest mit Individuen. Du musst sie halt wirklich respektieren, vollkommen. Und die leben auch und haben auch ihre eigenen Vorstellungen, die oftmals nah an deinen dran sind, gerade wenn man halt eben ein gutes Verhältnis irgendwie hat. Aber manchmal rebellieren die auch und haben halt irgendwie ihre eigenen Gedanken, was ja auch vollkommen richtig ist. Weil ich meine, ansonsten, ich brauche kein Kind oder ich brauche keine Nachkommen, die nachher genau das nachbeten, was ich irgendwie vorgebetet habe. Ich brauche doch Entwicklung. Die müssen doch, also ich hoffe, dass meine Kinder in allen Bereichen des Lebens zehnmal so gut sind wie ich werden. Und das schaffen die halt nur, wenn sie selber daran arbeiten, nicht wenn ich die permanent anleite.
SPEAKER_00Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ich teile den Gedanken komplett. Das ist ein Elternpodcast, ja. Ein Elternpodcast. Moto-Eltern-Podcast. Naja, sagen wir es mal so. Ich will eigentlich einfach nur, dass er glücklich ist. Ich will einfach nur, dass er glücklich ist. Ich sehe selbst bei mir, und daher kommt es vielleicht auch so ein bisschen, dass ich nie die Chance hatte, professionell zu fahren. Das ist vielleicht auch gut. Also ich meine, wenn ich früher, also man kann das so aus einem so viel größeren Bild sehen, wenn ich viel früher mehr mit Motorrad gemacht hätte, dann hätte ich vielleicht niemals das Unternehmen gegründet. Mit Sicherheit niemals das Unternehmen gegründet, was ich heute gegründet habe. Das heißt, der Weg, so wie er jetzt bei mir gekommen ist, ist für mich eigentlich super gelaufen. Ich meine, ich bin ja glücklich und ich kann mit allem dankbar sein, so wie ich Motorrad heute lebe. Dass ich, ich sag jetzt mal, ambitionierter Hobbyfahrer bin, Amateurrennen fahre. Macht mega viel Spaß, aber ich habe in diesem Leben keine Chance mehr, professionell zu fahren. Die Frage ist, will man überhaupt professionell fahren? Will man sich die Knochen brechen? Will man das? Was kommt dann da hinten raus? Ist man dann glücklicher? Keine Ahnung. Also vielleicht ist es ja auch einfach perfekt so für mich, wie es gerade ist. Aber ich sehe auf der anderen Seite, und ich glaube, das macht es jetzt auch rund und ich wiederhole jetzt auch wieder nur nochmal das, was du schon gesagt hast. Eigentlich muss man einfach gucken, dass sie das machen, worauf sie Lust haben. Und wenn es ist, besser im Motorrad fahren zu werden, auf einer Strecke besser zu werden, schneller zu werden, dann kann man einfach alles zur Verfügung stellen, was dafür nötig ist. Und es ist ein Luxus, dass wir diese Möglichkeit haben. Es ist herrlich und es ist schön und es macht dann auch Spaß. Und wenn sie keinen Bock drauf haben, dann halt nicht. Was ich halt besonders gut finde, ist, dass es halt von gröberem Blödsinn fernhält. Also ich sage jetzt mal, wenn man früh schon sportlichen Ehrgeiz hat, Rennen zu gewinnen, dann hat man halt einfach viel weniger Zeit, Scheiße zu bauen. Und das ist halt eigentlich eine ziemlich gute Sache. Wo bei anderen Hobbys, die vielleicht, ja gut, ich meine, das kann man auf jedes Hobby übertragen. Du kannst wahrscheinlich bei jedem Hobby mega fokussiert und intensiv das machen und die Zeit verlieren, Blödsinn zu machen. Auf der einen Seite, auf der anderen Seite, ja. Also im Motorsport kann du, glaube ich, kannst du einfach sehr, sehr viel Raum einnehmen. Auf jeden Fall, ja.
SPEAKER_02Kann ich, ich sag mal, zu 90 Prozent gehe ich damit. Ich bin selber auch ein großer Freund davon, wirklich, dass Kinder Langeweile haben, weil es geht nachher auch später im Leben logischerweise darum, dass wenn du halt nicht mehr weißt, wie es weitergeht, und du hast keinen Mentor, keinen Vater, keinen Onkel oder sonst wem, keinen guten Freund, der dir sagt, in welche Richtung du dich da weiterentwickeln sollst oder so, musst du halt es auch irgendwie schaffen, aus dieser, ich sag mal, im Kindesalter ist es Langeweile, nachher ist es halt irgendwie, ja, ich weiß nicht, wie man es nennen soll, Planlosigkeit, nennen wir es jetzt einfach mal, dass man eben auch aus eigener Kraft schafft, es da rauszukommen. Also die Kinder voll zustopfen mit, ja, wir machen jetzt Motocross und dann müssen wir das Moped reparieren und sauber machen und aufladen und dann hast du nachher noch irgendein anderes Hobby und so. Das ist für mich als Vater ist es halt nicht, also ich wäre jetzt nicht für mich erstrebenswert. Nicht, dass ich andere Leute verurteile, die das machen, weil die dann muss es halt für sich selber wissen, weil ich übernehme nur die Verantwortung über meine Nachkommen, nicht über andere. Aber ich bin da, also deshalb sage ich, ich gehe 90 Prozent mit, aber da sind noch so 10%, wo ich sage, lass die Kinder auch einfach mal Langeweile haben.
SPEAKER_00Aber Langeweile haben, warum? Also ich meine, das kommt ja von alleine. Also ich meine, also oder wenn ich jetzt zurückdenke, so ich hatte, umso jünger ich zurückdenke, also jünger ich war und weiter zurückdenke, war Langeweile präsenter und mehr. Und umso älter ich geworden bin, also ich habe seit, also inzwischen seit vielen Jahren keine Langeweile mehr gehabt. Du hast voll offenbar. Ich glaube, das ist normal, wenn man älter wird.
SPEAKER_02Nee, ich denke, du hast offenbar wirklich gelernt, was aus deiner Langeweile zu schöpfen und daraus dann irgendwie etwas zu machen. Und wenn du halt nie Langeweile erfährst, nie Langeweile hast, dann kommst du halt irgendwie irgendwann an den Punkt der Planlosigkeit. Ich rede über mich selber. Ich war als Kind, war ich voll. Tennis, Saxophon, Theater. Also es war immer permanent alles voll, voll voll. Und ich hatte gar nicht diese Idle Phase, wo man sagt, okay, was mache ich jetzt eigentlich mit meiner Zeit? Wohin will ich? Was will ich tun? Aber ist das gut oder ist das schlecht? Das nicht zu haben, ist schlecht. Du brauchst die Idle Phase. Die Langeweile mal zwischen. Du brauchst die Langeweile. Damit du selber aus die heraus Prozesse entwickelst, selber aus dieser Langeweile her, also herauszubrechen. Ohne dass du von oben gesagt bekommst, was du zu tun hast. Um zwei müssen wir da sein, dann müssen wir Ski fahren, dann müssen wir zum Tennis und dann müssen wir. Ich weiß nicht, was wir alles machen. Okay, ich war. Ich hätte das sehr spät gelernt, das ist die Sache. Ich kann dir sogar mein genaues Alter sagen, wo ich das gelernt habe. Das war ungefähr mit 24. Und ich habe andere Leute gehabt, die haben das halt eben schon.
SPEAKER_00Aus deiner eigenen Langeweile raus.
SPEAKER_02Ja, aus meiner eigenen Langeweile, aus meiner. Das ist nachher, also Langeweile und Planlosigkeit ist sehr, sehr nah beieinander nachher.
SPEAKER_00Aber hast du denn das, was du da alles machen solltest oder wolltest vorher, wolltest du das auch selbst oder hast du da gar nicht drüber nachgedacht? Oder war das so klar, dass du das auf jeden Fall so machst, wie das für dich geplant wurde? Also ich war schon so viel früher ein Rebell. Also ich würde sagen, so mit 13, 14, da hätte niemand mehr auf mich einwirken können.
SPEAKER_02Also ich kann dir nur sagen, wo ich damals gewesen bin und wo ich heute stehe. Damals, wie gesagt, hatte ich diese ganzen Sachen. Heute, ich spiele kein Tennis mehr, ich spiele kein Saxophon mehr, ich gehe nicht Skifahren, ich gehe nicht snowboarden. Also, also irgendwo war das ein bisschen so, ja, ich habe das gemacht, weil das irgendwie gemacht wurde und da war halt leider keine Leidenschaft hinter, die mich mein Leben lang begleitet hat. Okay, ja, ja, ja. Deshalb bin ich wahrscheinlich komplett am anderen Ende des Spektrums. Und sage, okay, ich will, dass die Kinder Langeweile haben. Ich will, dass sie wirklich einfach mal so richtig eine Woche lang gar nichts machen. Das ist für die Eltern super anstrengend. Aber daraus kommt dann plötzlich, ah, ich habe eine Idee, Papa, ich will das machen. Das kommt sonst nicht. Also das ist zumindest meine Philosophie.
SPEAKER_00Ja, okay. Okay, so langsam glaube ich, verstehe ich, wie du das meinst. Und ja, du entwickelst dann natürlich Strategien. Es ist natürlich total schwierig. Ich meine, We als Unternehmer haben auf der einen Seite ja mega viel Zeit, theoretisch. Theoretisch sind wir super flexibel. Also wenn wir wollen, dann können wir Zeit schaffen ohne Ende. Wir haben keinen Chef in dem Sinne, der uns sagt, du musst dann und dann da sein. Also du kannst das in letzter Instanz entscheidest, du das auf jeden Fall selbst. Und was ich damit sagen will, auf die Familie bezogen, ist das natürlich einerseits ein Riesenluxus. Auf der anderen Seite muss man sagen, in der Praxis schaffe ich gar nicht so viel Freiraum. Also ich meine, ich verbringe extrem viel Zeit mit Arbeiten, auch einfach, weil es mir Spaß macht. Dann habe ich noch meine Hobbys, die ich für mich selbst mache. Also wenn ich für mich selbst fahren gehe, da sind die Kids zu jung, sind sie auch nicht dabei. Das heißt, so viel Zeit verbringe ich dann gar nicht mit der Familie. Worauf will ich damit jetzt hinaus?
SPEAKER_02Abwesenheit, du hast einen sehr, sehr schönen Punkt in der Vorbereitung. Einmal hatten wir kurz besprochen.
SPEAKER_00Ich habe den Faden gerade wieder, ich habe den Faden gerade wieder. Also was ich eigentlich sagen wollte, ich wurde wahrscheinlich auch, also mein Vater war Geschäftsführer in großen Unternehmen, immer Angestellter Geschäftsführer in großen Unternehmen, was aber bedeutet, der ist von morgens bis abends nicht zu Hause. Der war super erfolgreich, aber der war von morgens bis abends nicht zu Hause. Ich hatte ein super Verhältnis mit dem, aber ich habe ihn tagsüber nicht gesehen. Und eigentlich nur am Wochenende oder im Urlaub für 30 Tage im Jahr, lass es gewesen sein. Das hat bei mir natürlich dazu geführt, dass ich extrem viel selbst machen musste und auch wollte und das dann auch einfach gemacht habe. Ich bin einfach im Keller verschwunden und habe irgendwann mit Werkzeugen rumhantiert, Holzbretter zusammengeschraubt, das erste Mal in die Steckdose gefasst. Das haben meine Eltern wahrscheinlich nicht mal mitbekommen, wie ich das erste Mal richtig 220 Volt so richtig geschluckt habe. Aber ich habe es gelernt. Du fährst ja jetzt auch so ein Ding, ne? Ja, ja, ja, ja. Was ich damit sagen will, also für auf die Erziehung bezogen und mit dem Umgehen mit Langeweile, ich hatte mit Sicherheit viel, weil da kein Entertainer da war, keiner, der Vorgaben gemacht hat, du machst jetzt das. Also ich habe die einzigen Hobbys, die ich hatte, war, ich habe aber auch selbst gesagt, ich will E-Gitarre lernen. Weil es ist cool, so E-Gitarre spielen so. Spielst du noch? Nein, ich finde es cool. Also ich wünschte, ich könnte, aber die Hemmschwelle für mich, das damals zu lernen, war viel zu groß für einen, auch wieder, das war alles die Zeit, irgendwann zwischen 10 und 14 muss das gewesen sein. Ich bin da ein paar Mal hingegangen, die Eltern haben das auch bezahlt. Irgendwann habe ich, also nach den ersten fünf Malen dann wahrscheinlich schon aufgehört, Hausaufgaben zu machen und zu Hause zu üben und bin dann halt zwangsweise so dahin, weil, naja, jetzt haben mir meine Eltern eine E-Gitarre gekauft, so, oder also die gab es im Geburtstag, die gab es nicht irgendwie einfach mal so. War ein Geburtstagsgeschenk so, da musst du es jetzt ja auch irgendwie benutzen. Und dann bin ich bestimmt noch ein halbes Jahr da immer wieder hin, aber ich hatte eigentlich schon gar keinen Bock mehr darauf. Einfach weil das zu lernen, für das eventuelle Ergebnis irgendwann mal wirklich cool spielen zu können, das war für mich in dem Alter. Ja, genau. Das ist eine kleine Arbeit zu abstrakt. Richtig, das kann ich auch nicht mehr. Gleichzeitig, da war bei mir niemand, der gesagt hat, du musst jetzt aber E-Gitarre spielen. Ja, aber es ist ja unterbewusst.
SPEAKER_02Aber so wie du es gerade beschrieben hast, das ist ja unterbewusst. Meine Eltern haben mir eine E-Gitarre gekauft, die bezahlen die Stunden. Das ist alles, dieses Unterbewusste, ich muss das jetzt machen, ich muss das jetzt machen. Das ist alles unterbewusst. Das ging bei mir aber nicht.
SPEAKER_00Das hat sich bei mir länger hingezogen als andere Sachen, die ich auch nicht machen wollte. Ich habe es eine Weile mitgemacht, aber am Ende des Tages hat sich E-Gitarre spielen für mich erledigt in diesem Alter. Heute fände ich es cool, wenn ich es könnte, aber das ist ja nicht die Denkweise, die man in dem Alter hat. And, anyways, gefüllt wurde das dann trotzdem mit anderen Themen, mit kleinerer Hürde. Ich meine, ich habe auch viel Computer gespielt, ich habe auch da versucht gut zu werden. Also klar kann man sagen, es ist irgendwie vertane Zeit, aber würde ich heute nicht sagen. Ich meine, ich habe dort Englisch gelernt, ich habe dort Ehrgeiz gelernt, du wolltest ja am Ende trotzdem gewinnen. Es war in dem Schwester. Strategisches Denken auch überall. Genau, keine vertane Zeit. Also es war auf jeden Fall super. Und klar, es ist ein Riesenunterschied, da mehr Freiraum zu haben und die Probleme selbst zu lösen, aber auch viel gefüllt mit Blödsinn, versus sehr viele Hobbys hingesetzt zu bekommen, so wie ich das verstanden habe, wie es bei dir war. Wenn ich jetzt überlege, ich glaube für die eigenen Kids, ich glaube, es ist so eine Mischung aus beiden wahrscheinlich. Also wenn du ein kleines bisschen mehr Freiraum gibst mit Langeweile, die sich dann vielleicht von alleine füllt. Und ich, gut, also ich leite, glaube ich, aktuell mehr an, als meine Eltern das gemacht haben. Weil ich bin halt immer präsent. Also ich meine, ich arbeite im Wesentlichen von zu Hause. Ich hatte früher ein Büro, aber jetzt arbeite ich mir.
SPEAKER_02Jedes Kind ist ja auch anders. Also du kannst ja nicht sagen, es gibt jetzt die eine Möglichkeit, Vater zu sein, und das ist jetzt die einzige richtige. Weil du hast ja immer einen Counterpart. Der Counterpart ist ja dahin dein Sohn, dein Kind, deine Tochter. Und da musst du halt irgendwie gucken, wie kommt das auch damit klar. Es gibt Menschen, die brauchen viel Anleitung brauchen, es gibt Menschen, die brauchen gar keine Anleitung. Also deshalb, ja, man muss halt irgendwie immer viel probieren, machen, tun, aber am Ende des Tages will man ja, dass sie nachher eigenständig leben. Das ist ja im Endeffekt das ultimative Ziel. Eigenständig glücklich zu leben.
SPEAKER_00Ja, also ich habe das Gefühl, über dieses Thema kann man noch ziemlich viel weitersprechen. Ich würde jetzt, weil wir es am Anfang versprochen haben, nochmal so ein bisschen mehr ins Unternehmerische zurückkommen. Danke, dass du bis hierhin dabei warst. Die Tatsache, dass du es bis hierhin geschafft hast, zeigt uns, dass das Thema tatsächlich spannend war. Bitte kommentiere, wie du in puncto Erziehung denkst, umgehen würdest, wenn du Selbstkind bist, wie du es gerne hättest und wenn du selbst bessere Ideen oder Ansätze hast. Also ich denke, dieses ganze Thema, da gibt es nicht das eine richtig oder falsch. Lass es uns wissen. Tarek, dich findet man auf TikTok, auf YouTube, auf Insta. Dort auch gerne vorbeischauen, bei uns gerne fürs nächste Thema teilen, abonnieren, liken. Wir freuen uns. Bis dahin.