Wir kaufen dein Motorrad

Gebrauchte Motorräder verkaufen - So funktioniert unser Ankauf wirklich

Tobias Peuckert Episode 4

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0:00 | 35:06

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🎙️ In diesem Podcast „Wir kaufen dein Motorrad“ stellen Tobias von WirKaufenDeinMotorrad.de und Tarek von Area S5 sich gegenseitig die härtesten Fragen – über faire Preise, Elektro-Simson und warum der Verkäufer manchmal doppelt verliert.

Ohne Marketing-Blabla, sondern echte Erfahrungen aus tausenden Deals, Restaurationsprojekten und dem täglichen Geschäft.

Das Format richtet sich an:
→ Motorradbesitzer, die verkaufen wollen  
→ Käufer, die den Markt verstehen wollen  
→ Unternehmer & Schrauber, die hinter die Kulissen blicken möchten  
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0:00 – Intro: Tobias & Tarik grillen sich gegenseitig
1:13 – Sind Tariks Preise wirklich fair oder einfach zu teuer?
2:14 – Wie lange gibt es noch Simson-Rahmen aus Vietnam?
6:56 – Elektro-Simson: Kontroverse Reaktionen der Community
8:08 – Wer kauft eigentlich eine Elektro-Simson?
14:51 – Tobias wird gegrillt: Warum sind die Ankaufspreise so niedrig?
17:23 – Der Verkäufer verliert doppelt – an Tobias UND den Händler
19:40 – Gebrauchte Fahrräder direkt an Endkunden – Tobias' neues Experiment
25:45 – Warum gibt es noch keinen großen Online-Shop für gebrauchte Motorräder?
33:33 – Warum du bei Tobias oft mehr bekommst als beim Händler um die Ecke

SPEAKER_00

Ich bin Tobias, Gründer von Wir kaufen dein Motorrad und ich sitze mit Tarek, der Gründer von Area S51. Wir haben uns jetzt dazu entschlossen, uns gegenseitig zu grillen, also kritische Fragen zu unseren Unternehmen jeweils zu stellen. Das kann so ein bisschen hin und her gehen, zu ja, inwieweit eigentlich das, was wir da anbieten, für unsere Kunden sinnvoll ist, attraktiv ist, was vielleicht fair ist, was unfair ist, was verbessert werden könnte. Und ja, so wollen wir eigentlich starten. Und Tarek, du verkaufst Simson S51 an Endkunden, die du aus Vietnam importiert hast und aufbügelst und dann so weiterverkaufst zu rent hohen Preisen. Wir haben das Thema hohe Preise ja schon besprochen, ich glaube, in unserer ersten Folge, die wir zusammengedreht haben. Und ja, ich würde da eigentlich direkt nochmal reinschießen und haken. Kannst du nochmal in einem Satz sagen, warum deine Preise, so wie sie jetzt gerade sind, eigentlich fair sind?

SPEAKER_01

Wir bauen Traumsimmen auf für Kunden und die haben natürlich exorbitante Vorstellungen, welche Bauteile sie verbaut haben möchten. Und dadurch setzt sich der Preis des Mobeds dann eben zusammen. Also hochwertige Bauteile, viel Geld.

SPEAKER_00

Okay, aber könnte man nicht sagen, hochwertige Bauteile und zu viel Geld? Also ist das so, wie ihr es gerade strukturiert habt? Auch da bin ich schon zuvor drauf eingegangen. Also was die Selbstkosten wären, wenn jemand sich das, ich sag jetzt mal, die Teile selbst bestellt. Ihr kauft sie günstiger ein? Das ist der Deal?

SPEAKER_01

Okay. Achso, ja, wir kaufen sie günstiger ein, natürlich klar. Wir haben Händlerkonditionen bei allen Zulieferern. Das ist klar, ja.

SPEAKER_00

Okay, und das ist im Prinzip der Hauptpunkt, die Hauptrechtfertigung für einen so hohen Preis.

SPEAKER_01

Die Hauptrechtigung für so einen hohen Preis ist, dass diese Rahmen endlich sind und wir eben nicht ohne Ende nachproduzieren können und neue Rahmennummern einschlagen. Jetzt ist zusätzlich noch Ende Dezember letzten Jahres dazugekommen, dass alle Exportrahmen komplett wertlos gemacht worden sind. Man hat es geschafft, diese Rahmen bis Ende Dezember letzten Jahres noch mit der 60 Kilometer Zulassung zuzulassen. Wie gesagt, bis Ende Dezember letzten Jahres und jetzt seitdem her nicht mehr.

SPEAKER_00

Und wo siehst du dann noch eine Perspektive? Oder ich frage mal eine Frage zuvor. Also wenn das endlich ist, also kannst du ungefähr abschätzen, wie endlich. Also wie lange.

SPEAKER_01

Naja, solange wir Rahmen noch bekommen, können wir Rahmen auch weiterhin verkaufen. Das Produkt an sich ist auch ein Produkt, was eben dich nicht ein Leben lang begleitet. Das darfst du auch nicht vergessen. Das heißt, die Simmen kommen auf Umwegen, gegebenenfalls irgendwann nochmal zu uns zurück. Und die Mehrleistung, die wir im Endeffekt bieten, ist, dass du deine Simme, wie du sie dir in deinen Träumen vorstellst, zu dir nach Hause geliefert kommst. Das ist unsere Hauptleistung, die wir erbringen.

SPEAKER_00

Ja, ja, ja. Okay, aber nochmal zu der Frage, kannst du einschätzen, wie endlich das ist? Also was meinst du, wie lange ist es realistisch, dass überhaupt noch Rahmen verfügbar sind? Also wann musst du sagen, ey, wir können nicht mehr liefern? Ist das abzusehen?

SPEAKER_01

Es ist extrem schwierig abzusehen und wir werden innerhalb der nächsten fünf Jahre auch Lösungen entwickeln, um das ganze Thema zu umgehen. Also indem wir jetzt nicht sagen, dass wir bei den Rahmen bleiben, sondern gegebenenfalls werden wir auch größer motorisierte Maschinen anbieten, die eben die Rahmennummer nicht mehr brauchen. Wenn wir eben eine 125er zulassen, wir aber dann das gesamte Fahrgestell von der Simson S51 nehmen, können wir ja weiterhin Motorräder bauen, ohne dass wir quasi abhängig sind, Rahmen zu haben mit Rahmennummern außer DDR?

SPEAKER_00

Okay, aber wieso macht das Sinn? Also ich meine, dann kannst du ja auch einfach irgendeine 125er nehmen, oder?

SPEAKER_01

Ja, richtig, ja. Die sieht aber nicht so cool aus wie eine Simme.

SPEAKER_00

Okay, also es geht um die Optik. Ja. So, und die Ob, aber ist das für den, der Fan davon ist, überhaupt relevant? Also ist jemand, der Fan davon ist, will der überhaupt etwas, was vielleicht so aussieht wie das, aber das nicht ist?

SPEAKER_01

Ja. Wir haben einige Konkurrenten von uns, aber auch Geschäftspartner von uns, die lassen das Moped mit einem 120er Zweitakter zu. Man greift dafür sehr tief in die Tasche. Wir reden da von fast 10.000 Euro inklusive alle Abnahmen und der Zulassung. Und da ist auf jeden Fall ein Markt für daher. Also kein motorisierendes Modell.

SPEAKER_00

Das Ding ist ja besonders interessant für die, die einen großen Führerschein noch gar nicht haben. Gar nicht machen können, oder? Davon reden wir dann nicht. Richtig. Du brauchst ja im Prinzip einen großen Lappen. Also für einen großen Lappen mehr. Aber die Leute gibt es ja auch. Warum kaufe ich mir das dann, wenn ich stattdessen. Also über 10.000 Euro gesprochen. Also bezahlt. Man könnte es theoretisch das verkaufen. Ja, genau.

SPEAKER_01

Weil man Elektro halt hasst, beispielsweise. Man hasst Elektro? Beispielsweise, ja.

SPEAKER_00

Also ich hasse es jetzt nicht, aber. Bitte haut mal Kommentare hier dazu in die Haut Kommentare in die Kommentare. Schreibt Kommentare in die Kommentare. Eure Meinung. Also denken Quatsch ist. Also ich würde für 10.000 Euro würde ich das hier fahren. Für 10.000 Euro.

SPEAKER_01

Für 10.000 Euro würde ich mir einen Porsche Cayenne von 2015 kaufen.

SPEAKER_00

Also ich weiß nicht. Gibt's nicht. Also Porsche Cayenne. Wie kommst du jetzt auf den Porsche Cayenne?

SPEAKER_01

Ja, ich meine, der Vergleich hinkt halt auch extrem. Also es geht ja nicht um Qualität oder es geht nicht um Preis-Leistungsverhältnis. Darum geht es ja überhaupt gar nicht. Okay, ja. Also interessiert mich ja auf diese Preis-Leistungs-Inde.

SPEAKER_00

Ja, nicht nur. Also die Frage ist ja, oder die Frage ist, warum fährt jemand die Kiste? Du hast eben gesagt, und da bin ich bei dir, weil sie cool aussieht, weil es was Spezielles ist, weil es das eine ist. So. Bin ich auch bei dir? Und dann gibt es aber auch noch andere Gründe. Und ein anderer Grund ist zum Beispiel, um von A nach B zu kommen. Ja. Nochmal ein anderer Grund ist, weil, keine Ahnung, du vielleicht auch schneller von an, also, ne, weil mehr Leistung und so weiter und so weiter. Also kannst ja auch, muss ja, muss ja kein E-Mobad sein, kann ja auch irgendein anderer 125er sein. Und ich, also ich habe irgendwie so meine Zweifel, ob das konkurrenzfähig ist. Also ob einfach, sagen wir mal, eine 125er, wo der Führerscheinvorteil dann nicht mehr da ist, wirklich so angenommen wird, wie das, was ja dann nicht mehr ganz so das Original ist und nur so ein bisschen so aussieht so.

SPEAKER_01

Naja, es sieht deckungsgleich so aus. Also es sieht nicht nur so ein bisschen so aus. Man verbaut in erster Linie einen anderen Zylinder und lässt es indes den gesamten Rest des Mopeds eben genauso wie er ist. Und der Rest bleibt gleich, okay. Und es gibt de facto einen Markt, wo stand jetzt eben Simmen mit dem großen Lappen zugelassen werden.

SPEAKER_00

Okay, okay. Ich lasse es so stehen. Ich kann es nicht entkräften. Ich würde ganz klar sagen, es wird mega spannend. Also zu sehen, wie das angenommen wird. Ich sehe eine Gefahr, ich sehe eine noch größere Gefahr. Du hast erzählt, du machst oder willst Elektro machen.

SPEAKER_01

Hab ich schon. Machen wir schon.

SPEAKER_00

Erzähl, was ist das?

SPEAKER_01

Extrem kontrovers angenommen. Also es gibt Aussagen, wir würden den Rahmen ja zerstören, indem wir einen Elektromotor einhängen. Dabei ist es eben so, dass der Designer von der Simson das gesamte Fahrzeug so modular aufgebaut hat, dass der Motor hier mit zwei Bolzen gehalten wird und einfach nur ein anderes Antriebsmodul verbaut wird, an genau der gleichen Stelle mit genau dem gleichen Adapter. Das heißt, wir vernichten keine Simme, wir verbrennen keinen Rahmen, wie auch immer. Nur ist es halt so, dass. Also das sind die zwei Aussagen. Wir würden den Rahmen zerstören, ist die eine Aussage und das andere Aussage ist, wir würden Rahmennummern verbrennen. Es ist so, dass dieses ganze Elektrothema noch, diese Retrofit-Kits und so weiter und so fort, da gibt es ja weltweit kein wirklich extrem starkes Unternehmen. Das sind alle gefundet, die werden finanziert von Privatinvestoren, also auch von Banken, große Kredite werden aufgenommen und so weiter und so fort, um das ganze Thema umzusetzen. Also das ganze Retrofit-Thema ist noch in der Entwicklung. Und dann ist auch natürlich auch die Frage, wer ist denn so die typische Zielgruppe für das Retrofit-Thema? Die eigentliche Zielgruppe ist es, ich habe bereits einen Uhr und möchte selber umbauen. Das ist die absolute Zielgruppe für das Retrofit-Thema. Was heißt ja auch Retro-Fit? Wenn ich jetzt anfange, Komplettfahrzeuge zu verkaufen. Das gesamte Fahrzeug beziehst du von mir. Den Motor beziehe ich von einem Start-up in Berlin.

SPEAKER_00

Ja, okay, du machst den Umbau, aber weil du gerade meintest für Leute, die schon eins besitzen. Genau. Das heißt, die schickt dir das generelle Fahrzeug und du baust den Elektro.

SPEAKER_01

Nein, die generelle Zielgruppe für Retrofit-Hersteller ist ein Kunde, der bereits das Fahrzeug besitzt und es selber konvertieren möchte auf Elektro. Das ist die große Zielgruppe. Weil diese Fahrzeuge bereits beim Kunden sind. Die Abnahme von Kontrollen. Komplett hast du damit zu tun, das verstehe ich gerade noch nicht. Dass wir quasi nochmal eine nichigere Zielgruppe haben, weil wir suchen nämlich genau die Leute, die kein Fahrzeug haben, aber dieses Fahrzeug elektrifiziert haben möchten. So, das ist ja quasi eine Zielgruppe innerhalb der Zielgruppe. Ja, ja, ja. Und dadurch wird dieses ganze Geschäftsmodell wirklich extrem schwierig. Zusätzlich kommt eben auch noch die ganze Historie zu der ganzen Thematik, dass eben der Zweitakter-Geruch zu diesem Mobbed dazugehört.

SPEAKER_00

Ja, genau. So, und da sind viele, viele Abas und Wenns und da sich den Konflikt, dass ich das alles zum Ausdruck mache.

SPEAKER_01

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das faktisch eben nicht für die breite Masse ist. Wir haben dann eben versucht, unternehmerisch von verschiedenen Engeln das anzugehen, also dass wir beispielsweise über Vermietung gehen. Es war ein Konzept in Arbeit, dass wir eine Elektrosimme an Wohnwagen oder Wohnmobilvermieter geben. Weil der Vorteil mit den 60 kmh, den hast du ja trotz Elektromotor immer noch. So, das heißt, du packst dir halt. Wenn du so einen Rahmen verheizt. Genau. Und wenn du, wenn du dann eben so ein Mob hätt, was dann eben auch leichter ist als die, als viele Plastikbomber, dir hinten aufs Wohnmobil stellen kannst, hast du vor Ort mit dem Autoführerschein wirklich ein sehr, sehr cooles Vorbewegungsmittel, um das Umfeld, egal jetzt auf welchem Campingplatz du stehst, zu erkunden. So, das war jetzt ein Beispiel beispielsweise. Das andere Thema, was wir probiert haben, ist es, in Richtung Jobroller reinzugehen, dass eben Arbeitnehmer sich so ein Ding subventionieren können. Aber auch hier haben wir leider versagt, unternehmerisch, und haben das leider nicht an den Mann bekommen. Das heißt, das Ganze. Beides, beides haben wir so, beides, ja. Und haben das eben nicht so, weil man muss jemanden finden, der wirklich die Nostalgie ehrt, aber trotzdem die Innovation liebt. Und das ist eine sehr, sehr kleine Zielgruppe. Das ist eine sehr exklusive Zielgruppe. Also wir reden hier wahrscheinlich wirklich von Leuten, die sich das Ding dann nachher irgendwie ins Wohnzimmer stellen und dann mal hier und da mal mit rausfahren. Oder dass es irgendwie so eine Art fast Kunstgegenstand nachher für dich ist.

SPEAKER_00

Okay, aber was von all dem gibt es jetzt dann oder gab es oder gibt es oder wird es geben? Also mir ist das Bild, ich irgendwie erinnere ich mich, du hast erzählt, ihr macht das in Italien.

SPEAKER_01

Ja, wir überlegen jetzt, wir haben jetzt, weil ich finde das Thema Retrofit extrem interessant und es ist sehr, sehr nah an unserer operativen Arbeit, also das Bauen und das Aufbauen von Mopeds. Und da habe ich mich dann europaweit umgeschaut, welche Moped-Modelle es gibt und welche Hersteller für Retrofit es gibt für welche Modelle gibt und dann welche Überlappungen gibt es da innerhalb Europas. Und da haben wir dann ein Unternehmen in Paris gefunden, was Retrofit-Kits herstellt für die Piaggio Chow. Das ist ein Mofa. Pedale, kleiner 50 CC-Motor. Und da haben wir natürlich, du gehst dann weiter und überlegst dann, okay, wo kriegst du günstige Chaos her? Das haben wir dann auch gefunden. Wir haben einen Standort in der Nähe von Mailand gefunden, der aktuell nur experimentell existiert. Und von dem Konzept her würden wir da eben auch ähnlich wie Area S 51 einen Konfigurator online anbieten, dass sich jemand eben seine Piaggio Chow, die elektrifiziert ist, genauso zusammensetzen kann, wie er sie sich vorstellt. Und darüber hinaus noch, also spezielle Lackierungen oder Pulverbeschichtungen und so weiter und so fort. Und das Ding schickt aktuell in den Kinderschuhen. Da gibt es dann wiederum andere Probleme, die wir in Deutschland mit der Simpson bereits gelöst haben. Das Thema Zulassung, also da gibt es ein ordentliches Gutachten. Das Gutachten aus Paris, das muss übersetzt werden. Dann müssen die Gutachter in Italien damit klarkommen und so, da ist noch ein bisschen administrative Arbeit von uns nötig. Aber es ist ein Gamble auch. Aber hier auch. Ich würde gerade sagen, also es ist alles ein Gamble.

SPEAKER_00

Es hat vorher schon mehrfach gesagt: Hut ab vor dem Mut, etwas so viel Abstrakteres so zu machen. Finde ich jetzt, also ich finde es spannend und faszinierend, einen Schritt zu machen und zu sagen, ich will quasi wieder ein neues Produkt in Italien an den Mann bringen. Also ich meine, ich merke es bei uns, wir haben versucht, selbst nach Österreich zu expandieren. Ist was anderes. Also da funktioniert Marketing oder funktioniert Marketing anders, einfach weil es so viel kleiner ist. Man muss da anders denken, anders rangehen. Und ins Ausland zu gehen, ist ja doch tatsächlich, obwohl das Produkt quasi komplett gleich bleibt, einfach mit Hürden verbunden. Allein schon, weil Gesetze immer noch in der EU einfach anders funktionieren, weil einfach ganz viele Dinge anders funktionieren. Allein Sachen wie Abmeldungen grenzüberschreiten. Also wir verkaufen ja unglaublich viel ins Ausland, auch jetzt schon, ne? Deutsche Fahrzeuge ins Ausland, aber auch aus dem Ausland nach Deutschland. Und wir müssen ja für unsere Kunden abmelden oder wir bieten das als Produkt an, wir wollen das als Service anbieten und müssen abmelden. Und es ist einfach, es funktioniert nicht so gut. Es funktioniert, es ist schwierig. Weil es immer wieder, obwohl eigentlich die EU grundsätzlich sagt, ja, wenn du in einem Land ein Fahrzeug übergibst und ein anderes überführst und es in einem anderen EU-Land dann abmelden willst, dann soll das einfach funktionieren. Und die Behörden sollen eigentlich miteinander reden und es soll die Abmeldung in dem zweiten Land zur Abmeldung, also die Anmeldung oder Ummeldung in dem zweiten Land zur Um- und Abmeldung in dem ersten Land führen. Führt bei unseren Kunden zu, also wir versuchen es bestmöglich zu lösen. Wir schalten uns da aktiv mit rein, wir versuchen es bestmöglich zu machen oder wir zwingen, wir zwingen uns im Prozess, in Deutschland abzumelden, obwohl das Ding ins Ausland geht und es zu Mehraufwand führt, aber es ist ein sehr schwieriges Thema und man will sich eigentlich auch nicht damit zufrieden geben, dass etwas, was eigentlich in der EU so funktionieren soll, nicht funktioniert und man dann sich selbst das Leben schwerer machen muss, um das zu machen. Aber wir tun es letztendlich, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

SPEAKER_01

Die Gerüchte Küche brodelt ja online, dass man bei dir wirklich schlechte Preise kriegt, ne?

SPEAKER_00

Was meinst du mit einem schlechten Preis aus einem schlechter Preis?

SPEAKER_01

Ja, man liest Hate-Kommentare, dass Mobeds lieber angezündet werden, als dass sie bei dir verkauft werden.

SPEAKER_00

Okay, das habe ich in der letzten Folge gesagt, ja. Okay, also zum Thema Preis, wir haben uns über den Preis ja eigentlich schon sehr, sehr ausführlich unterhalten und ich habe verargumentiert, für wen unser Preis taugt und für wen er nicht taugt. Und ich habe es gerechtfertigt oder erklärt oder beschrieben, einfach damit, dass ja der Preis schlechter ist als das, was du sonst privat, wenn du einen Privatverkauf machst, bekommst. Und das liegt hauptsächlich daran, dass wir Leistungen obendraufsetzen, die dein Leben leichter machen. Die du, wenn du nicht an uns verkaufst, nicht hast, du hast den Ärger, du musst Kaufverträge aufsetzen, du hast mindestens einen Termin, tendenziell eher einige Termine, bis es stattfindet, du weißt nicht, wie schnell das Ganze stattfindet. Du musst dich nach den Leuten richten, die vorbeikommen oder nicht vorbeikommen. Und, und, und, und, und, und, und. Und all das führt ja zu einem besseren Preis in Eigenregie und bei uns zu einem etwas schlechteren Preis. Dafür lösen wir aber all diese Probleme mit professionellen Prozessen. So deshalb bleibe ich eigentlich weiter dabei, dass der Punkt Preis einfach einer anderen Leistung entspricht und nicht ein schlechter Preis ist. Das ist kein schlechter Preis, einfach ein Preis für eine andere Leistung.

SPEAKER_01

Okay, also gut, du hast jetzt auf jeden Fall gut argumentiert, das Thema mit dem Preis und so weiter und so fort. So, die Problematik, die ich sehe, und ich hoffe, ich kann das irgendwie versuchen, in eine ordentliche Frage reinzupacken. Nicht die Problematik, also ich sehe etwas. Was ich sehe, ist, du verkaufst an Händler. Die Wertschöpfungskette ist für mich, also du schlägst sehr, sehr viel drauf, obwohl du bereits an eine Zielgruppe weiterverkaufst, die ja auch nochmal draufschlagen muss, um einen Profit zu machen.

SPEAKER_00

Wie meinst du, ich schlag viel drauf?

SPEAKER_01

Wenn die Privatperson über dich an einen Händler verkauft, musst du ja schauen, dass du etwas dran verdienst. Und für den Händler muss es immer noch so attraktiv sein, dass er ja auch noch beim Wiederverkauf, weil das ist ja sein Ziel nachher mit dem Moment, was er bei dir kauft, dass er da auch nochmal dran verdient. Das heißt, dass der Kunde, der bei dir verkauft, und das ist nur einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass du an Händler weiterverkaufst, der verliert ja doppelt. Der verliert ja an dich und der verliert an den Händler.

SPEAKER_00

Okay, der verliert an uns, an mich, ja, ja, ist korrekt. Und der verliert an den Händler, wenn du es verlieren nennen willst. Also den Händler, den klammere ich jetzt erstmal so ein bisschen aus. An dem Händler kann ich nichts machen. Die Händler sind so effizient oder ineffizient.

SPEAKER_01

Aber warum änderst du denn nicht deine Zielgruppe? Weil dann würde nämlich der Verkäufer, der Privatverkäufer, mehr verdienen.

SPEAKER_00

Pass auf. Ich klammere jetzt erstmal den Händler, du hast recht. Also ein Dingen, weshalb die Preise sind, wie wir sind, sind durch Händler gesteuert. Das ist richtig. Die Alternative für mich wäre es, selbst Händler zu sein und auch an Endkunden zu verkaufen. Also die Idee wäre, sagen wir mal, ich könnte ein besseres Produkt für meine Verkäufer liefern. Also könntest du mehr Geld. Vergiss mal kurz Geld. Also ich könnte, achso, du meinst mehr Geld an den Verkäufer, ja. Ich könnte höhere Preise bieten, wenn ich die Fahrzeuge selbst wieder an Endkunden verkaufen würde. Also wenn ich einen Gebraucht-Shop für, also einen Online-Shop für gebrauchte Motorräder erschaffen würde und es schaffen würde, mit weniger nötiger Marge, sagen wir mal, die Fahrzeuge wieder abzuwickeln, umzuwickeln, wieder der richtigen Privatperson, dem richtigen Verbraucher am Ende wieder zukommen zu lassen, wenn ich das schaffen würde, effizienter als Händler. Ja. Dann könnte ich einen besseren Preis liefern. Ja, klar. Unter der Voraussetzung schafft das. Könntest du das wirklich? Ich habe es noch nicht gemacht. Weil da kommen ja noch ganz andere Kosten auf dich dann zu in dem Moment, wo du diese hast. Alle kosten ja auch auf einen Händler zugeben. Genau, kommen auf mich auch zu. Ich sehe Vorteile und ich sehe Nachteile. Tatsächlich haben wir genau das, was du hier gerade angerissen hast und was ich jetzt gerade so angefangen habe zu verargumentieren, haben wir schon gemacht. Nicht für Motorräder, aber für Fahrräder. Einfach weil der Fahrrad gebraucht mag, dort verkaufen wir auch einen Händler weiter. Aber da gibt es gar nicht so viele Händler, die professionell gebrauchte Fahrräder weiterverkaufen. Was dazu führt, also wir haben viel mehr Fahrräder, also viel mehr Leute, die gebrauchte Fahrräder in uns verkaufen wollen, als Händler, die sie abnehmen. Das ist einfach so. Also die Quote ist ganz andere als bei Motorrädern. Und deshalb haben wir notgedrungen gesagt, wir probieren jetzt gerade einen zweiten Weg, diese Fahrräder wieder an Endkunden zu verkaufen, über unseren eigenen Online-Shop. Der ist online. Also du kannst jetzt bei uns gebrauchte Fahrräder unverschämt günstig kaufen, das geht. Und das führt, also wenn ich sage unverschämt günstig, sage ich mit verglichen mit einem Händler, der ein lokales Geschäft hat, der Mitarbeiter hat, der einfach, nennen wir einfach Überschrift Kosten hat, die haben wir viel kleiner. Allein schon der Transport, der von uns zum Händler und dann vom Händler irgendwie noch zum Kunden oder auch dort persönlich abgeholt, wie auch immer stattfindet, das kostet alles Geld, wir liefern direkt zum neuen Besitzer. Wie gut das funktioniert, wie gut das angenommen wird, wie groß der Bedarf ist, ich kann es dir noch gar nicht sagen. Wir haben das einfach, wir haben das einfach probiert. Das läuft gerade erst an. Ich kann dir noch keine Zahlen nennen, ich habe keine Ahnung, wie gut es funktionieren wird. So, Fahrräder. Motorräder, da machen wir das nicht. Zum einen, ich habe zwei Gedanken dabei. Einmal, weil ich sage jetzt mal, der Händlermarkt groß genug ist. Also ich habe nicht, also nahezu jedes Motorrad, was bei uns inseriert wird, kriegen wir auch verkauft. Jetzt könnte man nur argumentieren, okay, unser Verkäufer würde mehr Geld bekommen, eventuell, wenn wir das besser abwickeln würden. Da bin ich in so einem Zwiespalt, weil, also wir haben zwei Kunden. Wir haben einmal unseren Verkäufer, das ist unser Flaschenhals, wir brauchen mehr Motorräder, definitiv brauchen wir mehr Ware und definitiv spielt der Preis da eine Rolle und definitiv wäre das Produkt besser bei mir einen höheren Preis liefern würden, ganz klar. Aber ich muss auch ehrlich sagen, ich bin in den Beziehungen mit meinen Händlern echt zufrieden so. Also ich habe Nachrichten von Händlern bekommen, auch schon in ganz frühen Jahren, wo wir damit angefangen haben, wirklich Händler, die mir WhatsApp-Sprachnachrichten schicken und sagen, Tobi, du hast mein Leben verändert, so mit deinem Unternehmen. Früher, ne, also das, was den Händlern eigentlich Spaß macht, ist der Verkauf, ihrerseits eine gute Ware zu liefern, eine gute Leistung zu bringen. Und Tobi, sie sagen mir, Tobi, du hast mein Leben verändert, weil der unangenehmere Teil, nämlich der Ankauf, die Beschaffung der Ware, die aber auch immens wichtig ist, die hast du für uns so gelöst, dass wir eigentlich mit einem Klick unsere Ware nach Hause, also ins Geschäft, geliefert bekommen. Und diese Problemlösung, die würde ich so ein bisschen umschiffen und eigentlich die eigentliche Knappe, Nämlich die Ware. Die ja in dem Sinne, also wo ich mehr, ja, okay, es ist echt schwierig, ne?

SPEAKER_01

Die Sache ist ja, du willst ja am Ende des Tages den Kunden glücklich machen, der das Motorrad verkauft. Ich habe zwei Kunden. Ja, ja, ich weiß.

SPEAKER_00

Zufriedene Kunde sind Händler.

SPEAKER_01

Und genau zufriedene Kunden. Der Hauptverkäufer. Aber der Hauptkunde ist doch der Kunde, der Kunde ist der Verkäufer, der mehr Geld will. Und den willst du doch glücklich machen in allererster Linie. Also hast du lieber glücklichere Verkäufer oder glückliche Händler?

SPEAKER_00

Es mag jetzt abgedroschen klingen. Ich will eigentlich beide glücklich machen, irgendwie so. Die Frage ist halt, kriege ich das, kriege ich es noch über was anderes als nur über den Preis? Also oder ist es wirklich nur der Preis? Also ich meine, ist es für euch, auch da gerne mal euren Senfler zulassen, geht es wirklich nur um den Preis oder geht es am Ende auch um, dass man sagt, ey, okay, der Preis ist gut genug, ich will diesen Service, ich will ein gutes Gefühl und das passt. Und ich brauche gar nicht 100 Euro. Ich brauche gar nicht 200 Euro mehr. So, weil, also worüber reden wir? Wir reden über, also was könnte man jetzt hier rausholen? So groß ist meine Marge gar nicht. Also Händler hat 10% Marge oder Kabel.

SPEAKER_01

Ich kann komplett reingerätschen. Also wenn ich was verkaufe, da ist mir das schon sehr, sehr wichtig, ob ich da jetzt 100 oder 200 Euro mehr kriege oder nicht. Okay, und eigentlich egal, ob es dem Händler ist oder nicht. Richtig, ja, mehr als Verkäufer, ja. Ich will das absolute Maximum für mein Motorrad kriegen, was ich kriegen kann als.

SPEAKER_00

Das heißt, dich stört es auch nicht, wenn dein Händler um die Ecke überspitzt, nicht mehr existiert, weil den gibt es dann nicht mehr, wenn wir das mit einem Online-Shop besser machen.

SPEAKER_01

Ja, ich denke, dass das Mainstream das genau so sehen, ja. 100%.

SPEAKER_00

Probefahren brauchst du nicht?

SPEAKER_01

Nee. Brauchst du nicht. Scheiß drauf. Probefahren braucht Probefahren?

SPEAKER_00

Naja, du kannst.

SPEAKER_01

So weit denke ich doch wieder nicht proboßen. Aber so weit denke ich doch gar nicht. Ich will jetzt hier viel Geld für meinen Moped haben. Probefahrt. Du holst mich irgendwie in die Zukunft, wo.

SPEAKER_00

Nee, nee, ich nur von der anderen Seite. Also ich meine, wir haben auf der einen Seite Verbraucher, die sagen, okay, ich will so viel für mein Motorrad wie möglich haben, aber wenn das hintenrum dazu führt, dass irgendwann keine Händler mehr lokal existieren, dann kannst du dein nächstes Motorrad nicht mehr probefahren. Weil den Händler, dem du es quasi nicht mehr verkauft hast, wir sind ja nur eine Digitalisierungslösung dazwischen. Klar, wir sind echte Händler dazwischen, wir kaufen und verkaufen, aber am Ende des Tages sind wir trotzdem auf der einen Seite der Abnehmer, der. Wir machen einfach nur den Prozess echt viel besser. Aber wenn wir den Prozess so viel besser machen, dass es den lokalen Händler nicht mehr gibt, ich meine, alle Leute jammern darüber, dass in den Städten Einzelhändler nicht mehr existieren. Wenn wir das angenommen, wir kriegen das hin. Wir machen das richtig. Ich meine, das sind ja jetzt Online-Shop.

SPEAKER_01

Ich meine, Eier beim Bauern kaufe, gehe ich bei dir auf jeden Fall mit, anstelle die jetzt im Supermarkt für 99 Cent irgendwie 50 Eier zu kaufen. Ja, da gebe ich dir mit. Aber bei einem Verkauf von meinem Motorrad muss ich dir ganz ehrlich sagen, es geht mir darum, dass ich so viel Geld wie möglich wieder da rausziehe. Also am liebsten natürlich so viel, wie ich reingesteckt habe, aber das ist natürlich vollkommen utopisch. Aber dennoch so viel wie möglich an Geld raus. Das ist, das ist das Einzige, was für mich als Verkäufer wichtig ist. Über das andere, da denke ich überhaupt gar nicht drüber nach. Gar nicht. Wie gesagt, bei den Hühnern mache ich das bei dir, bei dem Verkäufer. Ich bin Fleisch oder was auch immer, aber da nicht.

SPEAKER_00

Bei dem Verkäufer bin ich bei dir. Bei der Frage, wie können wir den anderen Teil dann trotzdem lösen? Wir haben dann trotzdem ein Problem. Also ich bin dabei, aber dann sehe ich also sowohl auf meiner Seite moralisch ist es jetzt nicht als kritisch, dass wir es nicht besser lösen, um dem Verkäufer mehr zu bieten, weil dafür gibt es dann Gründe. Dafür gäbe es den Grund, dass wir trotzdem sagen, hey, wir arbeiten eigentlich lieber mit unseren Händlern zusammen. Und dann kommt ein ganz anderer Grund, aber das bin nur ich persönlich. Dann ist noch die Frage, will ich das überhaupt? Will ich, will ich Motorräder an Privatpersonen verkaufen? Weil damit kommen wieder so viele neue Aufgaben und Probleme. Hey, da kommen auch jede Menge Chancen, das geil zu machen. Also ich drehe es mal anders. Wenn ich Händler hätte, warum machen meine Händler das eigentlich nicht? Warum hat es bisher in Deutschland, vielleicht vertu ich mich, noch niemand geschafft, ein richtig der große Anbieter für gebrauchte Motorräder online zu sein. Also du findest alle Motorräder online auf einer Webseite, du kriegst Kaufen, du bekommst es in zwei Wochen geliefert, es hat den Zustand, den es haben soll, ist es gebraucht. Das ist nicht neu. So. Warum gibt es das nicht? In ganz groß. Warum hat das keiner in ganz groß gemacht? Ich weiß es nicht. Also entweder gibt es einen Grund für oder es hat einfach noch keiner umgesetzt. I don't know. Vielleicht ist das eine ganz große Sache, ja. Ich weiß es nicht. Denkst du, es ist eine große Sache? Denkst du, das sollte jemand machen?

SPEAKER_01

Ja, ich meine, es liegt ja ein immenser Mehrwert mit drin. Also ja, natürlich, klar. Eigentlich schon, ne? Ja, okay.

SPEAKER_00

Also dann wisst ihr ja, was ich jetzt als nächstes tun muss, anstatt am Strand abhängen oder Enduro fahren gehen, dann habe ich jetzt wohl, danke, Tarek, wieder richtig viel zu tun, schlafe ich wieder schlechter, wieder richtig viele Probleme an der Backe. Es ist auf jeden Fall mit immens viel Arbeit verbunden. Also wenn es bei den Fahrrädern sehen.

SPEAKER_01

Du bräuchtest eine zentrale Werkstatt, die quasi alles.

SPEAKER_00

Naja, wir haben das ruhig alles schon durchdacht. Also ich meine, wie ich es lösen würde, ich würde tendenziell nicht unbedingt versuchen, selbst zu reparieren. Weil damit fange ich dann wieder Thema Kosten, Personal, kann ich das wirklich besser? Und dann müsste ich es ja in jeder Stadt haben. Also ich meine, sonst, ich meine, allein der Transport. Du müsstest ja, wenn wir eine zentrale Werkstatt hätten, dann würde es ja jedes Mal, ich sag jetzt einfach mal, durchschnittliche Strecke 200 Euro Transportkosten, wenn die Leute es nicht selbst bringen, sondern verschicken wollen. Keine Ahnung. Nehmen wir mal an, weiß ich nicht, Bremsen müssen gemacht werden und sonst irgendwas.

SPEAKER_01

Reguläres Service muss man sein.

SPEAKER_00

Das wäre Service, das muss ja gar nicht unsere Aufgabe sein. Das kann ja die lokale Werkstatt machen. Aber ich ehrlich, also ich reiß mich um die Reparatur eigentlich gar nicht. Da würde ich eher sagen, wir brauchen ein Konzept, eine Automatisierung. Also wenn wir nur über Mängel reden, wir liefern was aus und wir müssen Gewährleistungen für die gebrauchte Sache geben, dann muss ich ja eigentlich nur sicherstellen, dass ich nicht betuppt werde. Also dass das, was die Mängel, die mir gemeldet werden, echt sind. Auf der einen Seite. Und dann muss ich sie möglichst bequem für den Kunden lösen können. Und da würde ich eher sagen, hey, mein Lieber, bring das Ding in, also ja, okay, du hast den Mangel dokumentiert, der existiert, der ist reell. Bring das Ding zu einer Werkstatt deines Vertrauens und schick mir die Rechnung. Also das wäre, glaube ich, der bessere Weg, als zu sagen, ich fange jetzt irgendwie auch noch an, ein Werkstatt, ein Netzwerk selbst aufzubauen. So, das sehe ich nicht. Man könnte höchstens mit Werkstätten zusammenarbeiten, sodass die für mich auch eher aus meiner Perspektive.

SPEAKER_01

Die würde auch sehr schnell sehr teuer, was du da gesagt hast. Also du wirst ja, also ich bezweifle halt, dass du mit dem Ansatz wirklich nachher noch einen besseren Preis für den Kunden erzielen, also für den Verkäufer erzielen kannst.

SPEAKER_00

Nee, also dann sind wir wieder bei der Frage, kannst du nicht einfach der Händler machen und ist das der beste Preis, den man kriegen kann? Punkt aus. Also wenn man sich um nichts kümmern will, ist der Preis mit Händlern, auch ohne die Händler. Also ich meine, letztendlich will ich ja gerade mit allem, was du da beschreibst oder was du von mir forderst, um den Preis besser zu machen und die 10% zu sparen, die ein Händler hat, sagst du ja zu mir, okay, Tobi, machst du besser als die Händler. Was voraussetzt, dass ich es überhaupt besser machen kann als die Händler. Und ich sehe unseren Vorteil, was kann ich besser, eventuell besser machen als der lokale Händler? Ich sehe da eigentlich nur die Automatisierung in der Abwicklung. Ich sehe, dass wir mehr Fahrzeuge an einem Punkt gebündelt haben und ich im Prinzip.

SPEAKER_01

Was tust du denn jetzt gerade, um dein Unternehmen effizienter zu machen, um dann im Anschluss einen höheren Verkaufspreis an deine Verkäufer weiterzugeben?

SPEAKER_00

Ich wiederhole es nochmal mit meinen eigenen Worten, was ich glaube, was du meinst. Also was tun wir aktuell täglich, monatlich, damit wir jemandem mehr bieten können. Wir fallen gerade weniger, also wir ja wir fallen daran, noch besser Preise zu berechnen, also einfach weniger Fehler zu machen, also noch besser zu matchen, was ist der Preis, zu dem ein Händler das Ding kauft. Und wir fallen daran, es den Händlern oder den Prozess insgesamt noch runter zu machen und vor allem auch einfach noch mehr Händler für das richtige Fahrzeug zu finden. Also im Prinzip zu sagen, okay, es gibt beispielsweise Fahrzeuge, für die bezahlen einfach Händler in Holland mehr. Wenn du privat verkaufst, du wirst niemals privat und einen Händler in Holland verkaufen.

SPEAKER_01

Ist das irgendwie messbar?

SPEAKER_00

Das ist messbar, ja.

SPEAKER_01

Dass du jetzt für ein ähnliches Fahrzeug dieses Jahr dem Verkäufer mehr Geld gezahlt hast als letztes Jahr. Und dem Verkäufer, von dem du das Moped letztes Jahr abgekauft hast, dem hast du die Differenz dann auch gegeben, ne?

SPEAKER_00

Nein. Warum denn? Ja, habe ich ja nicht erwirtschaftet. Also wenn ich es heute besser kann. Also es ist ja nämlich so rechnen. Also das haut ja nicht hin. Also damals war es so und heute. Ich versuche dich irgendwie zu kreieren. Ich winde mich gut raus. Ich rede viel. Nee, nee, ich finde, du hast gute Punkte getroffen. Also ich finde, ich finde, um nochmal zu einer Frage zurückzugehen, was tun wir eigentlich gerade? Was tun wir eigentlich gerade? Wir optimieren die Prozesse weiter. Einmal, weil wir selbst faul sind, weil wir selbst möglichst wenig.

SPEAKER_01

Also sagst du zu mir jetzt im Endeffekt, ich soll warten mit meinem Moped verkauft bis nächstes Jahr.

SPEAKER_00

Nein, weil ich dann mehr durchbrünge. Also angenommen, wir würden es schaffen, jedes Jahr den Prozess um 1% zu verbessern. Also wegen 1% wartest du doch nicht. Also das ist ja der Wertverlustgröße. Okay, also schon jetzt verkaufen. Ihr seid jetzt schon ziemlich gut dran. Nee, ich behaupte, wir sind ziemlich gut, ja. Ja, wir sind ziemlich gut. Und ich würde auch sagen, die Preise in Kombination mit der Leistung, die wir gerade bieten, ist verdammt gut. Ich denke, ja, es ist möglich, dass wir insgesamt die Kette besser machen könnten, wenn wir im Prinzip eine komplett neue Unternehmung aufsetzen und auch an Endkunden verkaufen. Wir probieren das jetzt mit den Fahrrädern aus. Wenn das ein Ding ist, will ich nicht sagen, dass es nicht niemals kommt. Aber die Problemlösung ist bei den Motorrädern viel kleiner als bei den Fahrrädern.

SPEAKER_01

Gibt es regionale Unterschiede bei den Motorradhändlern, dass du. Ich meine, was du ja im Endeffekt machst, ist, du gibst, also wie soll ich das erklären? Wenn jetzt jemand in Köln, ich bin jetzt in Köln und ich möchte meinen Motorrad verkaufen. Der Preis, der mir dort angezeigt wird, beinhaltet der beispielsweise, dass ich, dass das Moped zum Beispiel an einen Kölner Händler verkaufe wird und wir uns dann eben die Transportkosten sparen.

SPEAKER_00

Genau, setz aber voraus, dass die Händler in Köln deinen Motorrad gerade brauchen. Genau, richtig. Es ist nicht so, dass es in der Karte ist. Also die Frage ist, wie groß wählen wir jetzt den Radius Köln, ne? Also reden wir mal über Köln-Innenstadt. Da gibt es keine 100 Motorradhändler.

SPEAKER_01

Bekomme ich mehr Geld, wenn ich meinen Moped zum Moped-Händler fahre? Bekomme ich jetzt mehr Geld. Kann ich das aussuchen?

SPEAKER_00

Nein. Also kann durch Zufall mal passieren, ne? Wenn der genau der Händler, also dein Motorrad brauchst du zufällig gerade, bei dir um die Ecke sitzt und du es dahin bringst, dann kann es sein, dass du das, was von unserer Marge anfällt, sparst. Das kann passieren, ja. Aber viel wahrscheinlicher ist es, dass wir einen Händler in Deutschland, im Ausland, in Deutschland, in Holland, in Polen, in Litauen finden, der viel mehr zahlt als der eine Spezielle, zu dem du gerade in Köln fährst. Und deshalb, ja, wird in den meisten Fällen wirst du nicht nur die Abwicklung einfacher haben, standardisierter haben mit uns, sondern du wirst auch einfach mehr bekommen, weil das, was wir mehr bekommen von dem Händler in Holland, das ist mehr als unsere 5% Marge. Das ist oft, sehr oft mehr. Und on top kriegst du noch einen besseren Prozess. Also ja, du kriegst bei uns in den meisten Fällen einen besseren Preis, als wenn du zu irgendeinem Händler gehst, in seltenen Fällen einen besseren Preis, als wenn du mit eigener Initiative und Aufwand an Privat verkaufst, mit allen negativen Dingen, die dazukommen. Aber also der Vergleich zum einfach nur Händlerverkauf, nee, bei uns ist es sehr wahrscheinlich, dass du mehr bekommst. Und es wird bei dir zu Hause abgeholt. Also ich, also es gibt auch Händler, die bei dir abholen, aber also ich meine, es wird auch Händler geben, die rufst du an und sagst, ich habe mir was zu verkaufen. Der sagt, ja, okay, so und zu viel, da ist noch nichts schriftlich, da ist noch nichts abgesprochen, kommt da vorbei und sagt, ja, aber nee, aber das, aber das, oder, oder er will es dann doch nicht. Also ist ja nichts in Stein gemeistert. Bei uns gibt es keinen Hackmack da. Also du machst das alles auf der Webseite. Es gibt keine Diskussion mit uns oder irgendwie. Es ist ein fester Prozess. Wir haben uns um Kopf und Kragen geredet. Ich muss sagen, mein Kopf brennt jetzt auch ganz gut und wir können vielleicht an der Stelle Schluss machen. Oder hast du noch was? Ich habe keine Fragen mehr gegen mich. Du hast keine Fragen mehr gegen mich? Okay, dann lassen wir es so stehen.

SPEAKER_01

Hast du noch Fragen gegen mich vielleicht?

SPEAKER_00

Ich habe keine Fragen mehr gegen mich.

SPEAKER_01

Wunderbar.

SPEAKER_00

Nee, also ich sehe es kritisch. Also ich sehe es und ich warte auch da, genauso wie du auf die Fahrraderfolge wartest und auf das, was beim Privatfahrerausverkauf rauskommt. Warten wir und ich würde sagen, dann betteln wir uns als nächstes einfach auf unseren zwei Gefährten. Ich springe über die Rampe, du springst über die Rampe. Lass mir es so stehen. Danke, Tobi. Ich danke dir.