Beruf & Bauchgefühl
Warum arbeiten wir, was wir arbeiten?
Und was treibt Menschen wirklich an?
Bei Beruf & Bauchgefühl sprechen wir – Lukas & Lorenz – jede Woche über unseren eigenen Weg, unsere Entscheidungen, Ziele und Herausforderungen. Wir teilen, was bei uns gerade passiert, wo wir hinwollen und welche Gedanken uns beschäftigen. Ehrlich, ungefiltert und manchmal schweifen wir auch ab.
Doch es geht um mehr als nur uns.
In Zukunft sprechen wir mit unterschiedlichsten Menschen über ihre Berufe, ihre Werdegänge und die Entscheidungen, die ihr Leben geprägt haben. Uns interessiert:
- Wie kommt man dahin, wo man heute steht?
- Was motiviert Menschen wirklich?
- Und wie viel Rolle spielt das Bauchgefühl bei großen Entscheidungen?
Dieser Podcast ist für alle, die verstehen wollen, was andere antreibt – und vielleicht auch sich selbst besser verstehen möchten.
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Beruf & Bauchgefühl
Sollen wir Coachings verkaufen? | Beruf & Bauchgefühl Folge 007
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So viele Menschen werden heutzutage Coaches. Egal in welchem Beruf, welcher Nische, es gibt einen Coach, der einem scheinbar alles zu diesem Bereich beibringen kann.
Doch warum ist das so? Was macht den Beruf Coach so attraktiv? Und warum kann dieser Beruf oft interessanter sein als der Beruf, den man coacht?
Lukas und Lorenz haben dazu ein paar Theorien …
Außerdem reden sie über Motivation und wie Lukas es schafft, sich morgens auf den Tag einzustellen und aus dem Bett zu kommen. Und wie er es schafft lange Arbeitstage zu meistern.
Viel Spaß beim Zuhören! Lukas & Lorenz
Wir brauchen so ein bisschen mehr so eine Stimmung wie bei Andrew Tate in diesem Hustlers University. Wir brauchen mehr Tattoos, einen bisschen aggressiveren Raumduft hier noch. Sagst du dann eher? Ich glaube, ein Raumduft wird uns ein bisschen nach vorne bringen. Du hast eine Pflanze jetzt, das finde ich schon gut. Wir brauchen Deko, irgendwie so einen goldenen, so einen goldenen Adler, so eine Statue von einem Gott. Jetzt hier so direkt in die Mitte. Weil wir so freiheitsliebende Typen sind.
SPEAKER_02Das brauchen wir noch alles für unsere Studie.
SPEAKER_00Ich glaube, das war es dann eigentlich schon. Und dann müssen wir halt relativ schnell jetzt anfangen, Coachings zu verkaufen.
SPEAKER_02Das ist grundsätzlich das Wichtigste, aber auch egal, was man macht, man sollte auf jeden Fall ein Coaching verkaufen.
SPEAKER_00Aber ich glaube, damit könnte es klappen. Das machen nämlich super viele Leute.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, es gibt einen Grund, warum so viele Leute Coachings verkaufen, weil egal wie viel du mit dem Beruf tatsächlich verdienen kannst, mit Coaching kannst du mehr verdienen.
SPEAKER_00Ja, aber das ist halt auch super skalierbar, ne? Ja. Ich mache ja auch so ein bisschen was mit Immobilien und jetzt sind wir auch noch kein bekannter Podcast, deswegen kann man das ja auch sagen. Es gibt Leute, die haben jetzt aufgehört mit Immobilienhandel. Also Immobilienhandel ist schon sehr attraktiv von den Margen. Haben sich auf Instagram eine relativ akzeptable Reichweite aufgebaut, muss man sagen. Auch durch Arbeit und organisch und super gemacht und dran geblieben jahrelang. Und die leben jetzt nur noch von, oder was das weiß nicht, ob die nur davon leben, aber die machen dieses Coaching und haben direkt auf einen Schlag irgendwie 500 Teilnehmer, nehmen nur 100 Euro. Das ist nichts, weil ich zeige zum Beispiel, es gibt zum Beispiel eine, so ein Club, da bin ich dabei, das kostet auf jeden Fall ein paar deutlich mehr als 100 Euro. Leider. Und auf jeden Fall, also der überleg mal, der macht 40.050.000 Euro im Monat.
SPEAKER_02Also Abos ist, glaube ich, so ein Game Changer, weil egal was man macht. Also wenn man schafft, viele Leute zu ein bisschen Geld zu überreden, weil das summiert sich so schnell auf. Und was bietet den Steuercoachings?
SPEAKER_00Am Ende ist es ein Steuercoaching. Also der macht eigentlich Immobilien, aber weil der kein Content gerade hat, macht der irgendwie jedes zweite Seminar ein Steuerseminar. Ist auch super nachgefragt. Ich krieg da auch regelmäßig Anfragen, aber das ist halt. Also Scam, ne, aus meiner Sicht ein bisschen. Oder? Also wie viel Well, also Netzwerk, Zugänge, klar, geile Sache. Oder aber ist das so?
SPEAKER_02Ich glaube, dass man viele von den Sachen, die es irgendwie in Online-Coaches, also Online-Coaches einem anbieten oder irgendwelche privaten Universitäten irgendwas, was man aufmacht, das sind so viele Informationen, die man auch kostenlos einfach im Internet bekommt oder an Hochschulen oder wo auch immer. Und da bezahlt man auf einmal dafür. Also ich glaube, es ist halt echt eine Marketingsache, weil das sind eigentlich frei zugängliche Informationen, die du einfach für relativ hohe Preise dann an die Leute weiterverkaufst, solange du den Leuten irgendwie einreden kannst, dass sie unbedingt zu dir gehen müssen, um die Informationen zu bekommen.
SPEAKER_00Aber sind nicht alle Informationen frei zugänglich? Es kommt, also wofür bezahlt man am Ende auch, wenn man jetzt zur Uni geht oder so, du zahlst doch eigentlich dafür, dass dir diese Information bestmöglich vermittelt wird. Weil gerade jetzt mit KI und so, also das ist da, es gibt Informationen, es gibt Datenbanken, gerade auch im Steuerrecht, wenn so um Vergleichspreise geht und Market Researches und so, das kostet Geld, das kann ich verstehen. Aber sonst ist ja sehr, sehr viel echt frei zugänglich an theoretischem Wissen.
SPEAKER_02Ja. Also eigentlich im Internet, glaube ich, kann man sich alles beibringen, was man irgendwie wissen möchte soll. Also ich glaube, es gibt nicht mehr wirklich irgendwas an Informationen, irgendein Feld, was man vielleicht studieren kann, was man nicht online auch einfach sich selber irgendwie beibringen kann. Also es ist natürlich dann die Frage, ob man das in dem gleichen Zeitrahmen hinbekommt und in der gleichen Qualität, weil ich glaube, es ist viel schwieriger, da auszusortieren, was wichtig ist und was nicht. Und das macht zum Beispiel eine Universität. Aber ich glaube.
SPEAKER_00ChatGPT nicht auch?
SPEAKER_02Da ist, glaube ich, nochmal die Hürde, so sind alle Informationen richtig und halluziniert ChatGPT. Aber ich glaube, grundsätzlich kannst du halt wirklich im Internet alles lernen.
SPEAKER_00Wobei, bei meinen Lehrern, ey, sind da alle Informationen letzten Endes richtig gewesen. Das ist auch ein Thema.
SPEAKER_02So, wie viele von den Informationen, die man bekommt, sind auch wirklich richtig, weil es sind auch nur Menschen, so offensichtlich machen die irgendwelche Fehler. Und ich glaube auch in den Lehrplänen, die sind ja auch nicht quasi tagesaktuell. Und wenn denn der Lehrplan irgendwie fünf oder zehn Jahre her ist, dass der geschrieben wurde, dann gibt es ja auch oft Fortschritte oder irgendwas, was sich verändert hat, was denn zumindest teilweise dann außer Kraft setzt von den Informationen. Also du hängst immer ein bisschen hinterher. Also ich glaube, im Internet kann man echt viel lernen.
SPEAKER_00Was denkst du, sagt ChatGPT uns, wenn wir jetzt fragen, oder Claude ist ja jetzt gerade das Ding, wenn wir jetzt fragen, ich kann nicht lesen und schreiben, du machst nur Sprachsteuerung. Bring mir bei zu lesen und zu schreiben. Meinst du, der kriegt das hin? Oder brauchst du da echt einen Menschen, der.
SPEAKER_02Ich glaube, dafür ist es nochmal guten Menschen zu haben. Aber ich glaube, grundsätzlich kannst du ja trotzdem einfach dann die einzelnen Buchstaben erstmal anzeigen, einfach sagen, wie die ausgesprochen werden und dann erst über. Also das, wie du einem, keine Ahnung, ein Kind in der Grundschule Schreiben beibringst oder Lesen beibringst, so kannst du ja theoretisch auch mit einem Computer jemandem was beibringen und in dem Fall kannst du es ja dann automatisieren. Also ich glaube, es geht, aber ich weiß nicht, ob jetzt zum Beispiel ein Grundschulkind so gut damit lernen kann, wenn er keine wirkliche Person da ist. Also wenn du dem einfach nur ein iPad oder einen Computer vor die Nase stellst und sagst, hier, lern mal mit dem. Ich glaube, da ist es nochmal sinnvoll, dass es ein echter Mensch ist, der auch pädagogisch irgendwie ein bisschen was drauf hat. Aber grundsätzlich glaube ich, geht das auch, ja. Bist du so ein Lärmtyp? Wo du sagst, ich hätte auch gut Lärm machen können?
SPEAKER_00Ich hab Lärmt. Stimmt, das war was, ne? Ich bin gerade eingeschrieben für Lärm. Du bist ein krass, willst du das auch machen? Aktiv, fertig? Weil dein Geschäft ist ja jetzt so schon.
SPEAKER_02Also das war eine Überlegung dann mal, ob ich Lärm mache, weil ich es von der Grundidee eigentlich ganz cool finde. Zu sagen, man bringt den Leuten was bei. Ich glaube, das ist vom Beruf, kann das echt angehen. Also ich wollte Gymnasial lernen, Mathe-Informatik machen. Mathe-Informatik, ja gut, macht Sinn, ja. Genau. Und ich glaube, dass das ein cooler Beruf sein kann, dass man da echt viel Spaß hat, aber jetzt so wie es momentan läuft, glaube ich nicht, dass ich nochmal zurück in die Richtung gehe, ja.
SPEAKER_00Weil du musst arbeiten, jetzt bis zu einer Schuldenfalle, ne?
SPEAKER_02Ja, und also ich würde es jetzt nicht aufgeben wollen, was ich jetzt irgendwie aufgebaut habe und dann wieder angebaut habe. Aber ich glaube, das gilt eigentlich für alles, was irgendwie ist.
SPEAKER_00Aber überleg mal, wie schnell das auch geht, ne? Wenn du jetzt mal überlegst, wann hast du so richtig ernsthaft angefangen mit deiner Selbstständigkeit vor einem Jahr? August. Nicht mal vor einem Jahr.
SPEAKER_02Ein bisschen mehr als ein halbes Jahr.
SPEAKER_00Und jetzt hast du dir schon so viel aufgebaut, dass du sagst, boah, dafür jetzt, also das aufzugeben, um wieder studieren. Weißt du, was ich meine? Also wie wenig scheint dieses Studium wert zu sein? Oder wie gut läuft es halt gerade bei dir? Das ist so die Abwägung, ne?
SPEAKER_02Also ich glaube, hätte man mich vor drei, vier Monaten gefragt, wäre das immer eine ganz andere Antwort gewesen, als es die letzten drei Monate halt wirklich, also dass es wirklich losgegangen ist, dass man das wirklich mitbekommen hat, würde ich sagen, weil die letzten drei Monate davor war es wirklich so ein Straucheln, so ein Greifen nach jedem Stroh, die man irgendwie bekommen hat. Aber es ist jetzt einmal irgendwie ins Rollen gekommen und seitdem war das keine Überlegung mehr, okay, mache ich was anderes, sondern das wird es definitiv jetzt cool.
SPEAKER_00Ja, du machst ja auch gute Arbeit. Da muss man ja auch gut bezahlt werden, nur damit wir, dass es größer als sonst ist, aber nicht stimmt.
SPEAKER_02Ich hatte eben gedacht, dass ich, wenn ich das größte anzeige von hier aus sehen kann, ob alles, also ob nichts zu laut oder zu leise ist, aber aus irgendeinem Grund bewegt er sich jetzt nicht mehr mit normalerweise bewegt er sich immer zu der Stelle, wo man dran ist.
SPEAKER_00Ja, aber ich glaube, wir haben einen Ton, oder?
SPEAKER_02Ja, es sollte normal sein. Also solange da oben der weiße Kreis in dem roten Viereck ist, sollte das eigentlich alles passen. Der war, ja. Und ansonsten in dem roten Kasten, der da steht, das rechte, also die zwei, das, was jetzt gerade grün am Blinken bist, das ist mein Mikrofon. Und das linke, sobald du anfängst zu reden, ist dein Mikrofon. Also daran kann man es auch immer sehen. Und wenn es blau wird, dann ist es ein bisschen zu laut. Und wenn es rot wird, dann ist es so viel zu laut.
SPEAKER_00Der checkt, dass ich zu laut bin. Der checkt! Ja, krass.
SPEAKER_02Jetzt wird es blau, das geht noch. Wenn du jetzt richtig rumbrüllen würdest, glaube ich, wird es irgendwann rot, aber dann müsste man es halt auch im Nachhinein fixen.
SPEAKER_00Aber das kannst du, also mit Prinz Markus von Anhalt, so ein Podcast, dann ist das Ding wahrscheinlich komplett.
SPEAKER_02Man kann es anders einstellen. Also ich kann, wenn ich den Regler nicht ganz weit rechts habe, sondern weiter nach links drehe, dann kann ich lauter werden, ohne dass es klippt, aber dann fallen die ganz leisen Teile auch weg. Also es ist welches Lautspektrum quasi aufgenommen wird. Und das kann ich damit einstellen. Aber wir reden relativ leise, deshalb ist es auf Anschlag.
SPEAKER_00Reden wir leise. Sollten wir theoretisch lauter reden reden? Also wenn du das nachbearbeitest, würdest du sagen, wäre es schon geiler, wenn wir lauter reden würden.
SPEAKER_02Dann müssten wir uns aber auch darauf einigen, dass wir die ganze Zeit lauter reden. Beide gleich laut auch. Und das geht, also ich nehme zwei verschiedene Sachen auf. Also es geht, dass ich ganz leise rede und du ganz laut redest. Aber dann müsstest du die ganze Zeit ganz laut reden und ich die ganze Zeit ganz leise und dann kann man es im Nachhinein mich lauter machen und dich leiser und das dann irgendwie matchen. Aber so von den Einstellungen hat es irgendwie am einfachsten gepasst.
SPEAKER_00Klasse.
SPEAKER_02Ich hab heute Morgen überlegt, ich glaube, ich hab eine Frage für einen Podcast. Ich bin heute Morgen aufgewacht und ich glaube, das hat jeder irgendwie ab und zu mal. Ich hatte keine Lust. Auch unserem Podcast? Nein, nein, nein, ich hätte keine Lust aufzustehen, ich hätte keine Lust, ins Büro zu fahren, ich wäre am liebsten einfach liegen geblieben und mal einen Tag lang nichts gemacht. Also ich hätte einfach keine Motivation. Es ist jetzt nicht, dass ich irgendwas heute hätte machen müssen, auf dass ich gar keine Lust habe. Aber es war einfach, ich wäre am liebsten einfach mal daheim geblieben, hätte einfach mal nichts gemacht. Wie gehst du damit um, wenn du mal keine Motivation hast? Weil du arbeitest ja schon von dem, was ich mitbekomme, sehr viel. Und ich merke das manchmal, dass ich einfach Tage habe, da geht es nicht ins Rollen. Also irgendwann hab heute Mittag nach dem dritten Kaffee hat es dann auch gepasst und jetzt bis heute Abend habe ich eigentlich durchgearbeitet und keine Probleme mehr gehabt, aber heute Morgen sind die ersten zwei, drei Stunden waren schwer, das war eine Qual. Wie gehst du damit um?
SPEAKER_00Also ich hab das natürlich regelmäßig, dass ich kein. Ich finde das nochmal so, man hat ja Bock, was zu machen, man wacht ja schon auf und ne, man weiß jetzt, okay, ich muss hier gerade diese kleinen Teile zusammenfügen, damit das Große irgendwann mal passt. Aber der Körper sagt ja irgendwann schon, ist geiler gerade liegen zu bleiben oder ist geiler, gerade nicht mehr auf den Bildschirm zu gucken. Also das verstehe ich, ne? Das habe ich natürlich auch super häufig. Und dann hilft es auch manchmal kurz vor dem Bildschirm wegzugehen, irgendwie eine Runde zu laufen. Gerade morgens, wenn man im Bett liegt, das, boah, da mache ich mich jetzt natürlich super unbeliebt, aber ich bin schon so ein Typ. Ich ziehe mir dann eine Viertelstunde Instagram-Reels rein, diese Motivation, Ding. Also, ne? Also so mit Andrew Tate, das mache ich schon. Nein, also da mag man jetzt von halt von dem Typen halten, was man will, ne? Das kann ich auch alles nachvollziehen. Ich bin gar nicht so tief im Thema, um das beurteilen zu können, aber das sind ja diese rausgeschnittenen Sequenzen von Leuten, meistens aus den USA oder irgendwelche Spitzensportler oder so Geschäftsleute, ganz viel von diesen Persönlichkeiten, die dann irgendwelche Zitate raushauen. Und das ziehe ich mir rein und dann liege ich da schon und denke mir, wäre schon besser, wenn du jetzt mal anfängst, hier nochmal zur Arbeit zu gehen und da weitermachst. Und dann hat sich das meistens. Und sobald man dann drin ist, ich glaube, das sind aber unsere Arbeitsalltage auch sehr unterschiedlich. Ich hatte das früher, als ich angestellt war, noch häufiger, dass ich so an einer Sache gearbeitet habe, ich musste so ein Gutachten, also stelle ich mir Schneiden vor, ich weiß nicht, ob es so ist. Ich musste eine Sache ganz strukturiert fertig abarbeiten. Aber umso mehr Verantwortung ich übernommen habe und umso mehr, ich nenne es jetzt mal, mehr Managem-Aufgaben ich auch übernommen habe oder übernehmen darf, und so mehr man auch dann Akquise macht, direkt mit dem Mandanten da unterwegs ist, Vertrieb macht, umso mehr kannst du ja gar nicht mehr strukturiert irgendwas abarbeiten, weil mein Tag geht los, weil irgendwas klingelt. Und ab dann bist du sowieso drin. Also, ne, ab dann rennst du den Sachen nur noch hinterher und die Zeit fliegt. Das heißt, das Aufstehen ist schwer, da hilft mir Andrew Tate. Und ab dem ersten Anruf bist du eigentlich so in so einem Sog von Termin und Anfragen beantworten und E-Mails beantworten. Und deswegen, dann geht's, also ich muss nur einmal oben sein.
SPEAKER_02Ja, ich hätte das dann aber auch, wenn ich es irgendwie merke, manchmal bis so ein Mittagstief, wenn ich irgendwie den ganzen Tag nur geschnitten habe vom Computer, gesessen und wirklich eine einzige Sache die ganze Zeit mache, dann einfach kurz Musik auf die Ohren, einmal irgendwie gerade zehn Minuten hier im Kreis im Büro rennen und dann setze ich mich wieder hin und dann geht es auch wieder.
SPEAKER_00Warum gehst du nicht raus? Warum gehst du mit mir? Es ist halt 80 Grad, damit man sich das auch vorstellen kann. Es ist wirklich, es ist wirklich schön hier, aber ich glaube, du kannst die 10 Minuten nochmal draußen auf dem Parkplatz laufen.
SPEAKER_02Ja, ich hätte irgendwie so ein schlechtes Gewiss. Ich kann jetzt nicht einfach während dem Tag rausgehen, was anderes machen, sondern ich mache das jetzt. Ich glaube, ich habe mich am Anfang halt wirklich, als ich noch gar keine Aufträge hatte, einfach jeden Tag an den Schreibtisch gesetzt morgens. Und ich war so, okay, ich stehe hier nicht auf, bis Abend ist, also ich mache jetzt den ganzen Tag was, auch wenn mir das nichts bringt und ich einfach nur vor dem Bildschirm sitze und den angucke. Und irgendwie seitdem ich das mal so ein, zwei Monate gemacht habe, fühle ich mich so schlecht, wenn ich tagsüber was anderes mache außer Arbeiten.
SPEAKER_00Ja, das ist super gefährlich, weil man, ich glaube, ich kann mir vorstellen, das verschiebt sich so, weil wenn du jetzt jeden Tag zum Beispiel von 8 bis 21 oder 22 Uhr arbeitest, dann gehst du mal um 19 Uhr nach Hause. Jetzt überlegst du von acht bis 19 Uhr, das sind immer noch elf Stunden, zieh mal wegen einer Dreiviertelstunde wegen Essen und Produktivität ab, dann bist du 10 Stunden unterwegs. Du fühlst dich aber absolut schlecht, weil du ja sonst immer zwei Stunden mehr machst. Und das ist super gefährlich, ne? Da darf man dich eigentlich gar nicht drauf einlassen, auf dieses Gefühl. Weil wenn du das einmal gemacht hast und du kriegst dann ja auch die Erfolgserlebnisse, das heißt, du arbeitest lange und dann verknüpft du die Sachen, oh, ich habe lange gearbeitet und deswegen hat das jetzt geklappt. Ist vielleicht gar nicht so der direkte Zusammenhang. Sicherlich erhöhst du die Chancen, aber das ist meine Erfahrung, kann auch absolut Schwachsinn sein, was ich erzähle, aber ich glaube halt, dass es dann, dann willst du es nochmal machen, weil ja, wenn ich viel arbeite, kommt schon viel Output. Und ich glaube, dadurch verknüpft man halt ein paar Sachen, die jetzt gar nicht so zur Effizienzsteigerung benötigt sind. Irgendwann hast du einfach so viel zu tun, du musst es machen, sonst hast du ein Problem. Dann geht es wirklich mehr um Abarbeiten, aber gerade am Anfang, wenn du sagst, ich sitze da und guck da nur drauf, bis was passiert, dann ist es natürlich auch so ein Trugsstoß irgendwo, weißt du?
SPEAKER_02Ja, das war am Anfang. Jetzt ist es einfach, okay, ich habe die Woche, die und die Termine, ich habe das und das abzuarbeiten. Ich mache das, ich versuche mir das halbwegs gleich einzuteilen auf die Woche, so gut es geht, wenn ich jetzt keine Deadlines habe. Und sobald ich fertig bin, das ist dann. Also ich versuche dann Montag, Dienstag länger zu arbeiten und dann ab Mittwoch immer ein bisschen weniger, dass ich dann wirklich den Freitag ein bisschen ruhig gehabt und dann am Wochenende wirklich Samstag, Sonntag ein paar Stunden, aber jetzt nicht den vollen Arbeitstage mache. Ich finde, das ist ganz gut von der Aufteilung her. Aber ja.
SPEAKER_00Du hast das cool im Griff. Also ich glaube, ist auch geil. Bist du so ein Typ, der sagt, ey, hustle hard und dann wird's schon? Oder sagst du, boah, es ist Work-Life-Balance, ist, also es gibt nicht die beiden Extreme, ne? Es ist auch viel phasenweise, aber jetzt so von der Grundeinstellung bist du eher so einer, der sagt, der auch uncool findet, wenn andere nicht viel arbeiten und so?
SPEAKER_02Ich hab früher, also bis vor einem halben Jahr, habe ich gedacht, ich bin ein stinkfauler Mensch. Also von egal was ich gemacht habe, also vom Studium her und vom Arbeiten, ich dachte mir, ich, also ich bin so ein Tauge nichts, aus mir wird jetzt nichts groß Erfolgreiches. Ich muss am besten irgendwas finden, wo ich irgendwie meine Stunden arbeite, aber jetzt nicht super viel Stress auf der Arbeit habe und einen eigentlich ganz guten Alltag, weil ich halt wirklich so viele Probleme damit hatte, mich für irgendwas zu motivieren, wirklich mal hinzusetzen und diszipliniert irgendwas zu machen. Und das ist jetzt erst über das letzte halbe Jahr gekommen und jetzt habe ich das Gefühl gar nicht mehr. Also ich habe jetzt auch eigentlich Spaß daran, wirklich dann mal 12, 13 Stunden, manchmal 14 irgendwie zu arbeiten. Das ist dann was Cooles auch die ganze Zeit. Also ich glaube nicht, dass es ein Motivationsding war. Ich glaube, ich habe einfach Sachen gemacht, auf die ich keine Lust hatte. Und da merke ich es richtig stark. Ja, was war nochmal die eigentliche Frage?
SPEAKER_00Die eigentliche Frage war von dir. Du wolltest fragen, ob es schwer ist, morgens mal aufzustehen.
SPEAKER_02Ich meine gerade, was du, ähm, warum habe ich gerade. Ob du so ein Hasseltyp bist.
SPEAKER_00Achso, aber im Prinzip glaube ich, das ist ja eine gute Antwort. Für die richtigen Sachen ja. Und also für die richtigen Sachen, die einem selbst erfüllen. Ich finde es halt immer schwierig. Wie sagt man das jetzt vorsichtig? Ich finde es immer sehr schwer, wenn man sagt, ich habe jetzt ein Jahr auf der Arbeit, das hat mir keinen Spaß gemacht. Weil ich habe Aufgabe A gemacht. Ja, Aufgabe A ist scheiße, aber du musst ja auch einen Prozess hinlegen, um überhaupt mal Aufgabe B machen zu dürfen. Und B ist dann vielleicht auch noch scheiße, aber C oder D machen ultra viel Spaß. Also als Steuerberater kannst du ja nicht einfach, du kannst ja jetzt nicht nach dem Sturm losfahren und Leute beraten. Du weißt ja gar nicht, wie muss ich das aufbereiten, dass sie es verstehen, wie wollen die es haben, wie strukturiert man sowas und dann fängt das fachliche Know-how ja sowieso auch nochmal komplett, ja? Also selbst wenn du gut mit PowerPoint, Excel und Claude bist, muss ja trotzdem mal die Erfahrung im Zwischenmenschlichen da sein, dass die Leute sich auch wohlfühlen, abgeholt fühlen. Und also dann wollen die halt direkt los. Und du, also die sitzen halt aber im Büro zum Beispiel bei uns und müssen erstmal lernen, wie mache ich eine Buchhaltung. Ja, es ist schlecht, wenn du bei dem Mandanten sitzt und der gibt dir seine Buchhaltung, weil du den akquirieren willst vom Vorberater und frag dich nach irgendwelchen Kennzahlen. Es ist halt blöd, wenn du keinen Dunst vom super schwierig. Und ich habe das Gefühl, super viele fallen schon auf dem Weg raus, weil die halt sagen, ja, das ist es nicht. Aber ich glaube, dann sind halt ganz, also was ist das direkt von Anfang an, ne? Also, was ist das? Ich glaube, mit Menschen arbeiten kann super erfüllend sein. Also, ne, im Kindergarten oder so. Das können vielleicht mal so Berufe sein, die dann voll sind für einen. Aber es gibt ja auch, also du musst ja ganz viel verkaufst du über Skill und also jetzt unabhängig vom Geld, also im Beruf, im Machen, im Tun. Und da muss ja irgendwo herkommen. Also von daher, das fände ich so schade, wenn Leute dann rausfallen, weißt du? Weil du musst ja jetzt mal gut schneiden können, um überhaupt in der Selbstständigkeit aufbauen zu können und das anbieten zu können. Und wenn du jetzt beim Schneiden sagst, das macht mir keinen Spaß, ich werde keine Filme machen, vielleicht macht dir aber das große Ganze Spaß, ne?
SPEAKER_02Ja, ja, so ist es halt bei mir. Es gibt Aspekte bei Videoproduktionen, die kann ich überhaupt nicht abhaben. Schnitt ist ein relativ großer Teil davon. Wenn man wirklich einfach den ganzen Tag ruhig vom Computer sitzt und sich halt irgendwie in drei Sekunden kann und auch mal gerne irgendwie eine Stunde dauern, bis das wirklich alles so passt, wie man es haben möchte. Und ich finde das super frustrierend. Und ich filme halt, also ich bin halt viel lieber unterwegs, Filmsachen, aber es gehört halt einfach dazu, weil wenn ich nur filmen würde, dann könnte ich nicht selbstständig sein, wenn ich die Sachen nicht schneide, weil du kannst den Kunden halt nicht einfach nur die Rohdateien geben. Und deshalb gehört irgendwie alles Vertrieb, war ich nie der größte Fan von. Aber wenn ich keinen Vertrieb mache, dann habe ich auch nichts, was ich filmen kann. Und das war irgendwie am Anfang auch eine Riesenherausforderung, dass man die ganzen Aspekte, die irgendwie zu einem Unternehmen dazugehören, natürlich, wenn du anfängst mit Selbstständigkeit alles selber machen musst. Und dann motiviert es natürlich, wenn man weiß, okay, ich habe da einen Teil dabei, der mir richtig Spaß macht, auch wenn dann viel dabei ist, der mir irgendwie keine Freude macht. Ja. Ich drücke einmal gerade wieder auf.
SPEAKER_00Achso, damit wir hier.
SPEAKER_02Sonst geht unsere Stoff wohl aus.
SPEAKER_00Achso, hast du einen Laptop eigentlich bekommen, den neuen?
SPEAKER_02Ich hole den, denke ich, Laufe der Woche ab. Dann ist es endlich.
SPEAKER_00Da kommst du ja voran. Das finde ich gut. Das finde ich sehr gut. Also ja, genau, ich glaube, es ist so. Und vom Husteln her ist es wahrscheinlich, wenn man so sagen darf, was muss einem Spaß machen, dann macht man es. Ich glaube, es gibt auch wirklich so Leute, die sind so geisteskrank. Die haben keinen Spaß, die machen es einfach, weil die so ein geisteskrank übergeordnetes Ziel haben. Und dann kann das auch wahrscheinlich funktionieren.
SPEAKER_02Ich glaube, man braucht halt irgendwas, auf das man hinarbeitet. Ich glaube, wenn man irgendwie gar kein Ziel vor Augen hat, okay, das möchte ich erreichen oder das möchte ich aufbauen oder irgendetwas, ich glaube, dann ist das super schwer motiviert, wirklich langfristig irgendwas zu machen, wenn du keinen Mehrwert in dem siehst, was du tust.
SPEAKER_00Aber was ist so ein Ziel bei dir dann? Also was wäre das übergeordnete Ziel, einfach einen geilen Film mal zu haben oder eine oder was ist so die Vision dahinter?
SPEAKER_02Bei mir, ich würde sagen, ich habe kurzfristig und langfristige Ziele. Also kurzfristig sind die Sachen, die Projekte, die irgendwie anstehen, dass ich die gut mache, weil ich es richtig schön finde, wenn man wirklich viel Zeit in ein Projekt gesteckt hat, dann wirklich, keine Ahnung, wochenlang irgendwas geplant hat, das dann produziert hat, das geschnitten hat und alles und das dann irgendwann fertig ist, der Kunde zufrieden ist und man kann sich das nochmal anschauen und weiß, okay, das habe ich von Grund auf alles selber gemacht. Das finde ich ist ein super erfüllendes Gefühl. Aber ich habe natürlich auch langfristig irgendwie Ziele, was mit meinem Leben passieren soll und warum ich das Ganze mache und warum ich auch mal abends, keine Ahnung, bis 22, 23 Uhr unterwegs bin, anstatt einfach, keine Ahnung, um 16 Uhr nach Hause fahren. Also ich finde, für sowas ist es dann super wichtig, dass du sagst, in 20 Jahren möchte ich, dass mein Leben so und so aussieht und das sind einfach mal die Sachen, die ich jetzt gerade dafür tun soll.
SPEAKER_00Okay, also du sagst auch, diese Arbeit oder die Selbstständigkeit brauchst du dafür, dass dein Leben in 20 Jahren so aussieht, wie es dann aussehen soll, idealerweise.
SPEAKER_02Ich glaube schon, ja, weil ich da halt irgendwie die Freiheiten mit habe, die ich gerne irgendwann hätte.
SPEAKER_00Verstehe ich. Ja, ist doch schön. Das ist sehr schön. Fürs. Ja. Ich finde, das sind so zwei verschiedene Buckets auch. Für einen selbst überlegt man immer so, ja, was will ich, da sind ja auch ganz viele emotionale Themen, ne? Vielleicht eine Familie oder ein Haus oder ein Hund oder sowas. Und für andere ist es ja wirklich ein reines Erfolgsziel im Sinne von gemessen an zum Beispiel Karrierestufen, an Anerkennung, Status, Politik oder Geld oder so. Und irgendwie bei mir ist es so, ich habe so zwei Buckets mit Steuerberatung, das macht mir einfach unglaublich viel Spaß. Also das mache ich einfach super gerne. Ich finde die Themen spannend, ich finde die Leute total interessant, die ich darüber kennenlernen darf. Und das mache ich wirklich, weil ich mir mein Leben so in 20 Jahren vorstellen möchte, beispielsweise. Das würde ich auch wahrscheinlich für, also das, ja, sagen wir es mal so, man muss immer davon leben können und das ist ja auch ein guter Beruf, aber da steht wirklich für mich Selbsterfüllung so an erster Stelle, muss ich sagen, vor den anderen Themen. Aber diesen Investment-Themen, über die wir ja schon mal gesprochen haben, da bin ich dann sehr rational. Da ist eher das übergeordnete Ziel, dann möglichst schnell mich unabhängig zu machen von gewissen Sachen, ne? Und meine Familie und so. Und das ist halt so voll separat irgendwie, ne? Und wenn ich so an dieses Steuerberatungsthema denke, beruflich, denke ich so, ja, das ist halt einfach. Und wenn ich so an dieses Immobilien oder Beteiligung oder an das Thema denke, denke ich halt einfach nur, ja, dann investiere ich jetzt halt in das, wenn das das ist, was jetzt halt zieht, ne? Also das ist das so voll separiert. Hast du so, läuft das bei dir zusammen oder auseinander oder ist das so?
SPEAKER_02Also ich habe ja momentan quasi nur das eine. Also es ist ja nicht, dass ich irgendwie abgesehen von Medien noch irgendwie was anderes jetzt wie du investieren hast.
SPEAKER_00Ja, das ist bei mir vielleicht blöd, weil beides so Berufe sind, ne? Aber zum Beispiel kann es ja auch sein, Fußball oder sowas.
SPEAKER_02Ob ich dann irgendwie private Ziele habe und Geschäftliche zum Beispiel.
SPEAKER_00Genau, wo du das eine sagst, das ist für mich, das bin ich, ne? Also zum Beispiel, irgendwie dieses Haus da renovieren, da brauchst du ja vielleicht gar kein Geld für oder so, ne? Das ist so mein Lebensziel. Das ist so wirklich das, da sehe ich mich dafür, da gehe ich auf, ne? Da stehe ich auf morgens und denke mir, Alter, wie geil ist das, wenn ich das dann mal mache? So war jetzt so die Analogie zur Steuerberatung. Und das andere ist halt einfach, okay, ich skaliere das Ding hier hoch, geil, und dann habe ich da so diese Erfolgsmetrik irgendwie, ne, so den, den, ja, okay, dann habe ich das geschafft und das ist ja auch cool und das ist ja auch ein messbares Ziel. So ein emotionales Ziel ist ja schwer messbar, ne? So, je nachdem.
SPEAKER_02Ja, ich habe unterschiedliche Projekte, an denen ich langfristig momentan arbeite. Ich habe halt einmal irgendwie so das quasi operative Geschäft, was mir das Geld reinbringt. Und das ist auch viel einfach, okay, das bezahlt die Rechnung. Das ist vielleicht jetzt nicht die Arbeit, die ich am liebsten den ganzen Tag machen würde, aber es funktioniert. Also ein großes Thema bei mir ist halt tatsächlich auch Social Media. Also grundsätzlich habe ich kein Problem mit Social Media, aber es ist auch nicht meine Lieblingsarbeit, weil man irgendwie wenig Kontrolle darüber hat, wie die Sachen performen. Und man muss die Sachen halt immer getrennt sehen. Also ich habe einmal das, was ich produziere, das Video oder den Beitrag oder was auch immer. Und der kann gut sein, der kann schlecht sein, aber ich habe das Gefühl, das hängt nicht direkt damit zusammen, wie gut der performt. Und irgendwie das ist das, wie man sich selber bewertet, okay, war das jetzt gut, was ich gemacht habe oder schlecht. Obwohl es gar nicht direkt mit meiner Arbeit zusammenhängt und ich eigentlich nicht so viel Kontrolle darüber habe. Und ich finde, das kann sehr, sehr schnell frustrierend werden. Deshalb sage ich irgendwie regelmäßig immer so, ja, ich möchte von Social Media wegkommen, damit ich das Ganze nicht mehr habe. Aber auf der anderen Seite ist es halt auch das, was gerade super viel gefragt ist. Und deshalb macht man das, obwohl da ist es halt viel auch. Okay, ich mache das, damit ich die Rechnungen bezahle und weil das das ist, was am meisten angefragt wird. Aber ich habe auch viele Projekte, wo ich jetzt irgendwie seit Monaten dran bin, bei denen ich noch keinen Cent verdient habe. Und vielleicht mache ich das auch niemals, aber das ist einfach ein cooles Projekt. Ich weiß nicht, wie weit ich da im Detail schon drüber reden kann, aber wir arbeiten jetzt hier in Koblenz mit einem Krankenhaus zusammen und da geht es um Kommunikation im Krankenhaus selber. Also zum Beispiel in der Notaufnahme. Wie kriegt man es besser hin, dass die Leute, die in die Notaufnahme kommen, wissen, was Sache ist, was sie machen müssen, auch wenn da Sprachbarrieren sind, dass man mit dem Personal besser umgeht, dass da die Kommunikation sauber läuft.
SPEAKER_00Das hat voll ein Impact, ne?
SPEAKER_02Ja, und das ist halt was, da sind wir jetzt zu dritt dabei und sind es am Aufbauen und da haben wir jetzt noch nicht mal den Auftrag fest zu, also eine feste Zugesage bekommen, okay, wir bekommen das Geld und müssen es noch abarbeiten, sondern wir sind immer noch in der Entwicklung, sage ich mal, von dem finalen Produkt dann wirklich. Also wir treffen uns dann jede Woche und überlegen halt, was kann man noch optimieren, was kann man anders machen. Und da geht halt so viel Energie und Arbeit und Zeit und auch Geld rein, dass das irgendwie umgesetzt wird und da kam halt bis jetzt noch nichts zurück. Aber das ist einfach was, was ich an sich vom Projekt her super cool finde, wenn das dann mal irgendwann wirklich was Greifbares ist. Und ich versuche halt immer wieder auch so welche Projekte umzusetzen, weil ich glaube, sowas ist das, was einem dann wirklich auch nochmal Spaß macht, dass man weiß, ich arbeite gerade auf irgendwas drauf zu, was wirklich cool werden kann in der Zukunft.
SPEAKER_00Vielleicht abschließend, weil ich glaube, wir haben jetzt mal so auf 30 Minuten gar nicht, um das zu testen, ein paar Mal. Würdest du sagen, der Podcast ist auch so ein ähnliches Projekt? Ja. Wie das im Krankenhaus, also der Social Impact Null, nicht so wie im Krankenhaus, aber wo du sagst, da einfach mal gucken und das macht dir auch Spaß irgendwo. Oder ist es schon so, wenn wir jetzt gleich hier zumachen, du setzt dich da hinten hin und denkst dir, fuck, jetzt die Kacke wieder schneiden, jetzt muss sich Lukas wieder vier Stunden da sehen, wie der da irgendwie immer.
SPEAKER_02Gar nicht, ich würde sagen, das ist genau so wie dass man ein Krankenhaus ist, einfach ein Projekt, was ich super cool finde. Ich habe da schon super lange mit keine Ahnung wie vielen Leuten drüber geredet. Also ich glaube, die Idee, okay, lass mal einen Podcast machen, ist in meinem Leben bestimmt schon mit vier, fünf verschiedenen Leuten gefallen. Aber es ist halt nie umgesetzt worden, weil irgendwie dann die Motivation gefehlt hat. Oder die Möglichkeiten. Also ich hatte halt bis jetzt noch nie in meinem Leben auch wirklich die Möglichkeit zu sagen, ich habe hier ein Studio, das können wir dafür quasi kapern, ich habe das ganze Equipment und dann können wir das einfach einmal die Woche drehen. Und es passt halt irgendwie zeitlich noch an. Also das ist bei mir einfach was, ich freue mich da jede Woche drauf. Dass ich mich irgendwie mit dir hinsetzen kann, dass wir mal reden können.
SPEAKER_00Ist auch cool, ja. Geht mir auch so. Aber so sollte es auch bleiben. Weil ich glaube, wir waren uns ja auch einig, das wird jetzt von den Aufruhmen. Also ich habe gar nicht so damit gerechnet, dass das so viele Leute sehen.
SPEAKER_02Es läuft viel besser, als ich irgendwie erträumt hätte, dass das jetzt läuft.
SPEAKER_00Schön. Weil ich kenne die Metriken ja gar nicht. Also ich glaube, du hättest mir auch einreden können, wenn wir jetzt irgendwie jedes Mal 10.000 Views haben. Nee, ist normal. Das ist einfach so bei Instagram. Also ich kenne mich dafür gar nicht aus. 10.000 haben wir nicht, also scheint nicht normal zu sein leider. Aber ich weiß auch nicht, ab wann wir das mal monetarisieren können. Da sind wir wahrscheinlich noch Jahre von weg. Schade, gut. Aber macht ja einfach Spaß, ne? Ist ja wirklich so. Und wir haben ja jetzt auch die nächsten Wochen zumindest immer Leute, die sagen, die würden sich hier mal reinsetzen mit uns. Und das sind ja auch super coole Leute. Und ich kann mir vorstellen, dass dadurch ja auch nochmal ein bisschen was passiert. Das ist für mich auch. Wenn die das teilen, weil Felix, der war. Ich glaube, der hat es gar nicht gecheckt, wenn man auf Instagram irgendwas teilt.
SPEAKER_02Ich weiß nicht, ich glaube, ich weiß nicht, ob er mir jetzt folgt, aber ich glaube, am Anfang haben wir uns gegenseitig nicht gefolgt und ich glaube, er hat die Nachrichten dann nur in diesem Spam-Ordner quasi bekommen. Und dann ist ja auch die Frage, ob er da regelmäßig reinschonten überhaupt mitbekommen hat, dass ich eine Anfrage gesendet habe. Ja, aber auch gerade das Thema Gäste, da freue ich mich richtig drauf, dass man mit verschiedensten Leuten über die Themen reden kann. Also das war für mich auch am Anfang schon so ein Ding, okay, dann kann man Leute mal in den Podcast einladen. Und dass ich vielleicht auch mal mit Leuten rede, mit denen ich normalerweise nichts zu tun hatte. Und ich fand das Konzept, also was wir dann irgendwie gehabt haben, also mit verschiedenen Leuten über die Berufe reden und warum die gerade das machen, was die machen, super spannend. Weil ich mich bei so vielen Sachen frage, so warum machen die Leute das? Und einfach mal eine ehrliche Antwort darauf zu bekommen, finde ich auch super cool, dass man einfach die verschiedenen Perspektiven sieht und vielleicht mal auf Sachen aufmerksam wird, die man gar nicht auf dem Schirm hatte. Dann gucken wir mal nächste Woche mit Simon, wenn er kommt, was er dazu zu sagen hat.
SPEAKER_00Cool. Dann in dem Sinne, eine Punktlandung. Richtig, geil. Ey, das geht schon immer brutal schnell, irgendwie.