Beruf & Bauchgefühl
Warum arbeiten wir, was wir arbeiten?
Und was treibt Menschen wirklich an?
Bei Beruf & Bauchgefühl sprechen wir – Lukas & Lorenz – jede Woche über unseren eigenen Weg, unsere Entscheidungen, Ziele und Herausforderungen. Wir teilen, was bei uns gerade passiert, wo wir hinwollen und welche Gedanken uns beschäftigen. Ehrlich, ungefiltert und manchmal schweifen wir auch ab.
Doch es geht um mehr als nur uns.
In Zukunft sprechen wir mit unterschiedlichsten Menschen über ihre Berufe, ihre Werdegänge und die Entscheidungen, die ihr Leben geprägt haben. Uns interessiert:
- Wie kommt man dahin, wo man heute steht?
- Was motiviert Menschen wirklich?
- Und wie viel Rolle spielt das Bauchgefühl bei großen Entscheidungen?
Dieser Podcast ist für alle, die verstehen wollen, was andere antreibt – und vielleicht auch sich selbst besser verstehen möchten.
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Beruf & Bauchgefühl
Vom Ausbildungsabbruch zum Unternehmer | Beruf & Bauchgefühl Folge 014
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Wie wird man mit 19 Jahren Unternehmer, nachdem die eigene Ausbildung abrupt endet?
In dieser Folge sprechen Lukas und Lorenz mit Lucas Faust über seinen ungewöhnlichen Weg in die Selbstständigkeit. Nach einer gescheiterten Ausbildung entstand aus einem kleinen IT-Hobbyprojekt ein Unternehmen, das heute gebrauchte Server und IT-Hardware aufbereitet und weltweit handelt.
Gemeinsam sprechen wir über Unternehmertum, Verantwortung, Netzwerke und die Herausforderungen, die man nicht in Büchern findet. Lucas erzählt von seinen wichtigsten Learnings aus dem Ehrenamt, verrückten Geschichten aus dem Online-Handel, den Höhen und Tiefen der Selbstständigkeit und warum man manchmal lernen muss, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man sich nicht selbst ausgesucht hätte.
Außerdem geht es um die Wirtschaftsjunioren, die Startup-Szene in Koblenz, den Wert guter Netzwerke und die Frage, was Koblenz eigentlich zu einem besonderen Standort macht.
Eine Folge über Unternehmergeist, persönliches Wachstum und die oft überraschenden Wege, die uns dorthin führen, wo wir heute stehen.
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Viel Spaß beim Zuhören!
Lukas & Lorenz
Das Geile bei Lorenz ist, ich muss mir im laufenden Podcast die Reels angucken von den letzten Podcasts, damit das Thema hier, also ja, Freigabeprozesse haben wir nicht. Es ist einfach da. Es geht einfach live. Was sind Prozesse? Es geht nämlich um Freigabeprozesse, deswegen nur für dich schon als Briefing. Wir sind ja jetzt live, Lukas. Und Lorenz wird es einfach veröffentlichen. Also egal, was jetzt passiert. Die nächste halbe Stunde geht online. So ein nettes, kann ich mal piepsen? Können wir das piepsen? Kommt nicht durch.
SPEAKER_01Ja, nein, also wenn es was zu piepsen gibt, wir können das piepsen.
SPEAKER_00Ja, voll schön, dass du da bist. Beruhigend. Wir haben hier, würde ich sagen, die Person mit dem wichtigsten Amt in Koblenz, weil ohne die Person da würden wir zwei uns überhaupt nicht kennen. Das ist richtig. Und deswegen ist es umso cooler, dass die Person hier heute hier ist und sich gleich auch vorstellen darf, beziehungsweise Dorens Stelltin immer ganz schlaue Fragen, damit man dich besser kennenlernt sozusagen. Und ja, mega cool, dass du es hier hingeschafft hast.
SPEAKER_02Ja, erstmal vielen Dank. Schön, dass ich da sein kann. Das mit dem wichtigsten Amt muss ich korrigieren. Ich glaube, wichtiger ist eigentlich nur das Brigittchen und der Manfred Kniffel gewesen. Aber doch durchaus. Schön, dass ich kommen darf. Mega.
SPEAKER_01Und ja, Lorenz, willst du jetzt mit deinen wichtigen Fragen? Ich weiß nicht, ob ich immer so wichtige Fragen habe. Nein, also bei uns, die Idee von dem Podcast war grundsätzlich irgendwann mal, dass wir mit den verschiedensten Leuten über ihre Berufe reden wollen, über ihre Karriere, über ihren Werdegang und herausfinden wollen, warum die Leute das tun, was sie tatsächlich tun. Und ich glaube, da kann man einfach mal anfangen, was du gerade tust und dann vielleicht auch, wie du dahin gekommen bist.
SPEAKER_02Halbe Stunde, wa?
SPEAKER_00Halbe Stunde, das wäre wichtig.
SPEAKER_02Man kann einfach auch, du kannst ja auch lügen hier, das kann ja keiner überprüfen. Alles klar, die Uhr hinten an der Wand wird dann gecuttet, ne? Genau. Fällt keiner auf. Ja, also ganz kurz zu meiner Person, ich bin ja Lukas Faust. Ich bin jetzt seit, keine Ahnung, seit einem Jahrzehnt fast schon selbstständig. Bin aktuell Geschäftsführer bei der Erbit. Wir machen so was Komisches, das heißt IT-Refurbishment, also wir bereiten gebrauchte PCs wieder auf. Und vor drei oder vier Jahren bin ich zu den Wirtschaftsunion gekommen. Wir sind ein kleiner Verein mit so roundabout 140 Mitgliedern hier in Koblenz. Bundesweit sind wir ein paar mehr, da sind wir so zwischen 16.000 plus minus. Und wir sitzen bei der IHK mit dabei, gehören nicht fest zur IRK, sondern sind dort angegliedert. Und essentiell beschäftigen wir uns halt so ein bisschen damit, wie wir Netzwerke aufbauen können, das unternehmerische Handeln fördern können, generell auch gesellschaftliches Engagement nach vorne bringen. Das ist so die Kurzfassung von dem, was ich mache, beziehungsweise wie ihr zwei euch möglicherweise kennengelernt habt, weil ihr beide bei den Wirtschaftsunion auch seid und darüber dann das Netzwerk funktioniert hat. Und ja, ich glaube, Monologe halten kann ich gut, aber das lasse ich jetzt hier erstmal raus.
SPEAKER_00Ja, das erstmal super vielseitig finde ich schon, weil diese komplexe einmal Unternehmer sein bei der Abit und Wirtschaftsunioren, was ich mir so ein bisschen jetzt, wie du es, wie du es erklärt hast, vorstelle als schon fast, wenn du sagst, gesellschaftlichen Beitrag und so weiter, leicht politisch, sagen wir es mal so. Es ist nicht politisch, ist falsch, aber ich glaube, du weißt, was ich meine. Das ist ja als ein gesellschaftliches Thema und es ist ja ein sehr netzwerkgetriebenes Thema auch, aber ich sehe auch, du hast ja in deinem Amt was du da hast, auch ganz viele Aufgaben. Das ist ja jetzt nicht wie so ein klassischer Teilnehmer, wie wir da irgendwie einfach mal kommen und sagen, hallo, ne? Sondern das ist ja schon auch was, wo man was für die Allgemeinheit macht. Und als Unternehmertum macht man ja primär was, im besten Fall auch für die Allgemeinheit, aber man versucht ja auch ein bisschen was fürs Unternehmen zu machen und für die Leute, die daran halt teilnehmen oder die Kunden und so weiter und so fort. Danke dir, Lorenz. So, und deswegen finde ich das erstmal sehr, sehr spannend. Vielleicht mal eine Einstiegsfrage von mir. Und da müssen wir unbedingt weiter auf dein Unternehmen eingehen, was super spannend ist, aber was sind so deine. Hast du Learnings, also sicherlich, ne? Aber was sind so die größten Learnings aus dieser Wirtschaftsjunioren-Thematik, die du eins zu eins direkt mit in dein Unternehmen implementieren konntest? Also guter Kassenwart, wichtig.
SPEAKER_02Auf jeden Fall. Kassenwart ist der wichtigste Mann in der Mannschaft. Sag ich nur, weil ich Steuerberater bin. Also ich habe, glaube ich, schon ganz, ganz viel lernen dürfen. Ich kann jetzt nur so ein bisschen was, so ein bisschen Spotty erzählen. Wir haben etwas bei uns bei den Wirtschaftsunion, das heißt Akademien. Und Akademien sind ein größeres Trainingsformat, da geht es sehr, sehr stark um die Persönlichkeitsentwicklung. Und es gilt die Regel, was auf so einer Akademie passiert, bleibt auf der Akademie. Aber ich kann sagen, ich war auf einer Akademie, es war auch eine tolle Zeit. Und es wurde gesagt, du kannst kein falsches Learning daraus ziehen. Das ist egal, was du machst, das ist dein Learning. Und nach einem halben Jahr habe ich so durch Zufall in Berlin ein paar Trainer getroffen. Dann sind wir irgendwie in der Bar gelandet und war eigentlich ganz lustig. Und dann kam so ins Reden nach dem dritten Espresso Martini und irgendwann kam die Frage, ja, was war eigentlich dein Learning? Und dann habe ich halt gesagt, naja, mein Learning war eigentlich so, dass egal wie sehr mir jemand auf die Nerven geht, ich, ich sag mal, mir nicht im Kopf rumfuschen lasse und dann halt einfach zumache. Dann hat die Trainerin mich halt angeschaut, der andere Trainer auch und sagten so, nee, nee, nee, ganz falsches Learning. Wie kommst du da drauf? Wie kann man sich so verkehrt das Learning sich da rausziehen? Dann habe ich erstmal zu denen gesagt, hey, ich dachte, es gibt kein falsches Learning. Und dann sagten die, denk mal weiter drüber nach und dann melde ich wieder. Und dann habe ich mir, glaube ich, vier bis sechs Wochen den Kopf drüber zermartert, was die eigentlich von mir wollten. Dann irgendwann ist mir eigentlich eingefallen. Deswegen müsste man eigentlich die Vorgeschichte erzählen. Aber dadurch, dass ich halt schon seit einem Jahrzehnt selbstständig bin, bin ich da relativ straight. Wenn mir einer in meinem persönlichen Umfeld oder im Geschäftlichen auf die Nerven geht, dann schmeiße ich ihn halt einfach raus oder entferne mich. Das ist eigentlich relativ einfach. Aber wenn du halt im Ehrenamt bist oder halt in der Realität, in der du nicht aussuchen kannst, dann musst du halt dafür sorgen, dass es mit den Leuten funktioniert, ob du die jetzt leiden kannst, ob du da Bock drauf hast oder nicht. Und das ist so mein Learning, dass ich mich auch anpassen muss. Und teilweise auch einfach, egal was meine private Meinung ist, einfach als große Grenze denke und gucke, dass es läuft. Und ich hingehe und sage, ey, ich hab gar keine Lust auf dich. Bitte lass uns getrennte Wege gehen. Das wäre so eins meiner großen Learnings.
SPEAKER_00Voll spannend, ja. Stimmt gut gesagt. Kann man wahrscheinlich echt nicht so vergleichen, die zwei Rollen. Das ist schon spannend.
SPEAKER_01Dann können wir vielleicht ein bisschen mehr zu der Vorgeschichte. Du meinst ja, du bist seit 10 Jahren selbstständig. Wie bist du dazu gekommen? Was war dein Weg? Warst du vorher angestellt oder was ist, also wie ist es zu dem gekommen, wo wir jetzt heute sind?
SPEAKER_02Das ist ein langer Weg. Ich falle einfach mal irgendwo so bei 18 da rein. Ich wollte unbedingt eine Ausbildung machen, hab dann auch ganz viele Bewerbungen geschrieben und am Ende des Tages gab es eine Firma, die hat dann gesagt, ja, komm, komm mal vorbei und dann reden wir mal und vielleicht wird es ein Praktikum. Und dann bin ich auch da hingegangen, habe das dann auch gemacht. Aus dem Praktikum wurde ein längeres Praktikum und pünktlich zum 18. Geburtstag gab es dann den Ausbildungsvertrag, hat mich auch total gefreut, war damals auch das, was ich mir immer vorgestellt habe. Und dann war ich ein bisschen dumm, ein bisschen sehr dumm. Und am Ende des Tages ist es darauf hinausgelaufen, dass mein Chef und ich beide Fehler gemacht haben. Und er hat mich vor die Tür gesetzt und ich habe mich halt vorher doof verhalten. Das hätte keine Kündigung gerechtfertigt, aber es ist so ein 50-50-Ding. Und ich bin da auch kein Böse, ich sehe da auch irgendwo die Fehler bei mir ganz, ganz stark. Und da bin ich dann in die Arbeitslosigkeit gerutscht. Das war natürlich uncool. Und musste natürlich irgendwie mir überlegen, hey, wie alt warst du da dann?
SPEAKER_0018. Auch direkt mit 18.
SPEAKER_02Also ich habe mit 18, oder ich glaube, ich war 19, bin dann da in die Arbeitslosigkeit gerutscht und musste mir überlegen, hey, was mache ich jetzt? Das war ein Rechtsferte gegenüber ein Jahr. Am Ende habe ich vor Gericht zwar Recht bekommen, aber es nützt mir das. Konnte die Ausbildung aber nicht mehr fortsetzen, sondern hätte bei null anfangen müssen. Und musste aber in der Zwischenzeit schon Geld verdienen, hatte dann ein bisschen Promotion gemacht. Also, das kennt ihr, wenn ihr im Globus irgendeinen seht, der euch Ananas oder Käse andreht, das war ich dann damals. Und hab dann aber festgestellt, ich hatte vorher eine Serververmietung, also quasi große Server, physisch zum Anfassen im Rechenzentrum. Ja, das war nebenbei immer so ein Hobbyprojekt und da haben wir nie Geld mit verdient, einen Partner und ich. Und das hatte ich eigentlich schon gemacht, da war ich noch in der Schule, das war halt so Kleinkram. Und das eine kam zum anderen und er sagte, Mensch, ich bin befördert worden, ich mache jetzt hier den Leiter von der Qualitätssicherung vom Warneingang, ich kann das nicht mehr machen. Und du kannst alles behalten, alles gut, aber ich bin raus. Und war ein korrekter Move von ihm, weil er wollte keine Kohle haben, die ich auch gar nicht gehabt hätte, aber ich stand plötzlich da mit so einem Schrank voll Material in einem der teuersten Rechenzentren in Frankfurt und musste mir überlegen, was mache ich. Und alleine hatte ich gar nicht die Möglichkeit, das zu finanzieren. Also haben wir am Ende des Tages die Zelte abgebrochen, alles verkauft und als ich dann gesehen habe, hey, auf Ebay, das Zeug, das läuft. Die Leute kaufen das. Ach krass, habe ich mir überlegt, was mache ich? Weil es gab auch Sachen, die gingen nicht so gut. Und weil wir kein Geld damals hatten, habe ich halt eben andere Händler angefunkt, von denen wir früher Material gekauft haben und gesagt, wollt ihr das haben? Ja, ja klar, aber nicht zu dem Preis, was ihr bezahlt habt. Ja, okay, cool, weiß ich, ich bin ja nicht doof. Und dann habe ich am Ende des Tages das ausgehandelt und hab dann festgestellt, hey, damit lässt sich Geld verdienen. Dann bin ich auf Kleinanzeigen gegangen, hab gedacht, fuck, ich muss Geld verdienen, lass mal gucken, was abgeht. Und hab dann geguckt, hey, es gibt total viele Firmen und Techniker, die stellen die Sachen für ein Apple und ein Ei ein, die haben gar keine Ahnung, was das wert ist. Und habe dann auf Kleinanzeigen angefangen, das einzukaufen. Bin durch die ganze Republik gekurft und habe von überall ein bisschen kleinkramm geholt, das aufgearbeitet, getestet, Protokolle angefertigt, geputzt, gereinigt und dann halt eben an Händler, wo ich wusste, zum Beispiel, der möchte Arbeitspreien, der möchte Server, der möchte Festplatten, das weiterverkauft.
SPEAKER_00Also du hast es gar nicht weiter bei eBay, es ist ja super spannend. Also du hast EBay-Kleinanzeigen zum Einkaufen genutzt und dann aber zum Verkaufen nicht mehr Ebay-Kleinanzeigen genutzt.
SPEAKER_02Also ich habe am Ende des Tages gesammelt, weil so Händler, die ich beliefert habe, die können halt nicht auf Kleinanzeigen einkaufen. Die wollen eine Firma, die wollen Gewährleistung und ich habe dann quasi hier mal 10 Stück davon eingesammelt, da 20 Stück, davon 40 Stück und dann im Großen und Ganzen weiterverkauft.
SPEAKER_00Da warst du aber auch mit 19 dann so bullish und hast gesagt, ich gebe hier die Gewährleistung drauf. Also muss ich ja eh, ne? So im Zweifel, wobei B2B, aber das ist ja schon auch ein Move.
SPEAKER_02Ja und nein. Vollkommen korrekt, aber man muss jetzt Folgendes erstmal festhalten. Also Gewährleistung im B2B-File kannst du beschränken. Das heißt, für uns war das halt 30 Tage. Okay. Das heißt, das Risiko war relativ klein und das war auch einer der Gründe, warum ich am Anfang gesagt habe, wir machen kein B2C aus genau diesem Gewährleistungsanspruch, der da entsteht. Und andererseits, der Modus war dann halt überhaupt mit 19 Jahren mal Geld verdienen und sich die eigene Wohnung leisten zu können. Die hat dann damals nur 235 Euro kalt gekostet in Bad M's, aber du musst halt irgendwie Geld verdienen.
SPEAKER_01Hattest du dann auch direkt ein Gewerbe angemeldet oder hast du?
SPEAKER_02Wir hatten ja vorher schon ein Gewerbe, aber das wäre mir viel zu jauga. Also Steuern hinterziehen wäre so absolut Albtraum, da hast du nichts von. Das kann ich immer nur jedem raten, macht bitte eure Steuererklärung sauber, aber ich glaube, der Experte sitzt da drüben. Also wie siehst du das?
SPEAKER_00Nee, 100 Prozent. Das ist die nachhaltige Variante des Unternehmertums.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, das schläft man auch ein bisschen besser damit.
SPEAKER_00Ja, das ist mega spannend. Und dann ist das aber ja, jetzt wie ich dich kennengelernt habe, ist ja wahrscheinlich dann fünf Jahre später. Dann ist ja daraus richtig auch, ich meine, jetzt bist du nicht mein Einzelunternehmer, er ist ja eine GmbH. Das heißt, das ist dann erstmal so, also vom Umfang, wie kann ich mir das vorstellen? Ich weiß jetzt, du hast ja auch Mitarbeiter, ne? Wie ist dann so ein Weg? Also erstmal voll inspirierend oder interessant, dass es ja eigentlich aus dem Notverkauf in Anführungszeichen die nächste Geschäftsidee sich entwickelt hat. Und dann aber auch, wie baut man das dann auf? Also man hat dann irgendwann den Zugang zu Ware, sag ich mal, oder vermeintlich hast du die Ware dann ja einfach bei Ebay gekauft im ersten Schritt. Und kriegt man dann da überhaupt genug Ware? Wie ist das? Weil Händler haben dann ja irgendwann, wenn die sich auf dich als Lieferanten verlassen, haben die irgendwann ja auch am Anfang immer cool, ich brauche das gerade, ich hol's rein. Irgendwann, wenn eine Gewohnheit draus wird, verändert sich das ja auch oftmals so ein bisschen vom Miteinander. Also wie war das so dann, ich sag mal, von dieser Notlösung, die man, ich guck mal, ich mach das jetzt, ich muss diese 235 Euro zusammenkriegen für die Miete, bis hin zu, ja, okay, vielleicht reicht es für die Miete, aber guck mal, wenn ich jetzt noch einen Angestellten habe, dann geht es so und so. Also was für ein Zeithorizont war das sozusagen, um bis dahin zu kommen, wo du jetzt bist und was waren so danach die next steps. Weil also mit so jung, ohne dann diese Ausbildung fertig zu haben, wo du ja genau sagst, ja Mensch, vielleicht mache ich ja auch erstmal noch eine Ausbildung weiter, ich weiß es nicht, war das dann so ein Interessenkonflikt, erstmal auch, okay, ich mache das jetzt noch ein bisschen, irgendwann hört es sich bestimmt aufzulohnen, oder hast du direkt gesehen, das ist jetzt nachhaltig, ich muss da wachsen, da kann man richtig viel draus machen.
SPEAKER_02Also das Schöne ist ja, wenn man am Ende von einer Sache steht, kann man nach hinten zurückblicken und sich überlegen, hey, was hättest du denn anders machen können, was wäre denn eigentlich so die Quintessenz, was hast du draus gelernt? In dem Moment, wo du sowas anfängst, hast du davon gar keine Idee. Also für mich war der Grundgedanke immer geil, ich liebe IT, ich liebe Server, das klingt total merkwürdig, aber das ist einfach Fakt, das hat mich immer interessiert. Und der Gedankengang war cool, 80% der Zeit schraube ich an so Maschinen, 20% der Zeit mache ich ein bisschen Papierkramm. Und das hat sich einfach über die Jahre entwickelt, dass es halt genau das Gegenteil ist. Also mittlerweile würde ich sagen, 95% mache ich nur noch Papierkramm, Vertrieb und alles Operative irgendwo, was da anfällt. Und 5% eigentlich die Technik selbst. Und wenn du dann halt eben solche Waren verkaufst, du kannst nur verkaufen, was du kriegst. Also ich habe mir schon so oft ein Telefon nach oben gewünscht, dass ich bitte so einen Sehcontainer kriege mit genau der Ware, die ich gerade brauche. Aber das passiert halt nicht. Und dann fängst du halt am Ende des Tages an, nicht zu denken, was könnte ich kaufen, um es zu verkaufen, sondern du überlegst dir halt, okay, ich habe jetzt was hier, wem kriege ich das verkauft? Und dann fängst du halt an, in irgendeiner Art und Weise Leute abzutelefonieren, die dich gar nicht kennen oder irgendwelche Händler und sagst halt so, hey, ich bin Lukas Faust von der Airbit und ich habe hier gerade zwei Paletten mit NetApp-Disk Storages. Und dann hörst du halt 20 Mal so, ruf mich nicht mehr an und geh mir nicht auf die Nerven. Und am 21. Mal sagt einer so, ja, so die NetApp-Storages brauche ich nicht. Aber ich würde dir, wenn du mir die Blechteile von der und der Reihe schickst, dafür würde ich dir das Geld bezahlen. Dann ist es halt für dich so eine Überlegung: Wie viel ist dir das wert? Und dann denkst du dir einfach nur so, komm, nimm es einfach, Hauptsache, ich hab die Kohle, ich kann weitermachen. Und das ist eigentlich so der Weg. In zehn Jahren, es hat sich jetzt stark gewandelt, wir machen jetzt ein bisschen was anders, aber so hat das mal angefangen. Hauptsache irgendwas verkaufen und damit kein Ärger haben.
SPEAKER_01Sieht das dann heutzutage auch noch so aus, dass ihr viel proaktiv auf die Leute zugeht, fragt, also Richtung Code callen oder habt ihr irgendwie klare Händler, dass ihr schon zuordnen könnt, das passt normalerweise zu dem Kunden, das passt zu dem Kunden? Oder wie sieht das heutzutage aus?
SPEAKER_02Ja, also wir haben ein Händlernetzwerk, wir sind auch Teil eines größeren Händlernetzwerkes, die auch miteinander verbunden sind, auch über eine Ethikkommission etc. pp. Also das ist immer schön, wenn wir so Sachen haben, die wir entweder gar nicht liefern, also die sich nicht beschaffen lassen oder die schwierig zu verkaufen sind, dann lohnt sich das da quasi reinzugehen und zu sagen, hey, will das jemand haben? Weil dann haben wir alle Kontakte rund um die Welt, das ist gut. Wir selbst haben unsere eigenen festen Händler hier in Deutschland und in Europa und auch viel in Asien, die halt eben bei uns zukaufen. Wir sind halt einfach dahin gegangen und haben gesagt, hey, wir spezialisieren uns nur auf diesen Serverbereich. Und wenn man sich auf Server spezialisiert, dann fängt man an, quasi zu realisieren, ich brauche eigentlich nur das, das, das und das an Händler, an Abnehmern. Und es kommen halt immer wieder neue dazu. Ja, ein paar müssen auch aufhören, geben auf oder haben andere Probleme, sag ich mal so. Aber ja, das ist so eigentlich ein festes Netz. Und man muss aber halt auch aufpassen, dass man da, ich sag mal, ein gutes Gefühl für kriegt und sich von manchen Leuten fernhält. Ich nenne da jetzt niemanden namentlich, aber ich habe dann auch schon so Anrufe bekommen, reale Story. Hey Lukas, wie geht's dir? Ja, mir geht's gut, danke. Dir auch lange nicht gehört. Ja, ich hab in Amsterdam im Knast gesessen, die haben mich gefickt wegen Exportbeschränkungen.
SPEAKER_03Ach du Scheiße.
SPEAKER_02Was? Warum rufst du mich an? Was willst du gerade von mir so? Ja, lass mal Kaffee trinken.
SPEAKER_00Ja, aber ist doch okay. Ich meine, ist ja erstmal, der hat abgesessen, das ist ein freier Mann. Ja, natürlich. Der hat ja eine gute Geschäftsidee. Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_02Aber ich sag mal so, das sind so Sachen, also ja schon gesagt, man schläft dann besser, ne? Ja. Ich hab keinen Bock, um 6 Uhr ins Besuch zu kriegen, ne? Nee, ja.
SPEAKER_00Und ist das eine Branche, die dafür anfällig ist? Also einfach Handel.
SPEAKER_02Kommt drauf an, was es für ein Typ ist.
SPEAKER_00Ja, gut, okay. Aber das ist jetzt kein Geldwäschegeschäft oder ähnliches, oder? Oder ist das so ein Geschäft, wo sich viel so klassisch von der Branche ist?
SPEAKER_02Also da gibt es jetzt nicht so. Geldwäsche nicht tatsächlich, aber viel Steuerfahndung. Also so Dreiecksgeschäfte betreiben da einige sehr, sehr gerne, wenn es die Umsatzsteuer angeht. Das ist immer so typisch, dann natürlich diese Exportbeschränkung auch ganz, ganz klassisch und natürlich klassischer Betrug. Betrug, Diebstahl, Unterschlagung, das ist auch sehr, sehr viel. Auch organisierte Bandenkriminalität. Also ich habe einen Händlerkollegen, dem ist dann einfach mal Sonntagnachts, halb drei, kamen so ein paar Jungs, Tür aufgemacht, die wussten, wo sie hin mussten. Die waren nach vier Minuten raus, Schaden 1,2 Millionen Euro. Er war versichert, das war gut, aber war unangenehm. Und wenn du weißt, da sind Leute, die genau wissen, bei 3000 Quadratmeter Lager, wo müssen wir hin innerhalb von vier Minuten, um den größten Schaden zu machen, da überlegst du zweimal, mit wem du über was quatscht. Okay, verstanden.
SPEAKER_00Jetzt hast du ja dann zehn Jahre in einem Markt mitbekommen, der ja eigentlich für mich als Konsument jetzt von diesem Refurbish-Thema total durch die Decke gegangen ist. Weil wenn ich überlege, also ich kaufe mir jetzt kein Server-Refurbish, hätte ich nicht daran gedacht. Aber alles, was die ganze, insbesondere wahrscheinlich durch die Preispolitik von Apple, was die ganze gebraucht, Smartphone, primär aber eigentlich aus meiner Sicht Apple Geräte, ne? Weil irgendwie die anderen sind ja, wobei die anderen sind auch mittlerweile teurer. Also primär dieses Smartphone, auch Laptops, also erstmal sind die Lebenszyklen ja super kurz geworden, weil es ganz oft halt neue gibt. Dann durch diese ganzen Vertragsverknüpfungen, die man ja gerade im Mobilfunkbereich hat, aber auch als Leasingnehmer bei Tablets und bei Laptops ist es ja eigentlich ziemlich schnell gedreht, so ein Gerät. Und mittlerweile, die sind ja trotzdem noch gut, die zwei Jahre alten MacBooks. Was will ich damit sagen? Für mich als Konsument ist so dieser Refurbished-Bereich total jetzt im Fokus, also ist viel größer geworden, nimmt man total wahr als Konsument. Man wird auch beworben, aktiv mit YouTube-Werbung, ne? Gerade das ist das Backmarket oder so. Ich glaube, da habe ich sogar mal irgendwie was gekauft, wo ich dann kaum eingesehen habe, dafür den Neupreis zu bezahlen. Ist das ein Trend, von dem du profitierst? Ist das was, weil einfach die, ist das was, was du sagst, Mensch, oder da könnte ich auch mit drauf springen oder will ich nicht mit drauf springen? Oder sagst du, das ist so nebeneinander, das ist nur für mich, weil es zwar aus dem IT-Bereich kommt irgendwie, aber es sind eigentlich so verschiedene Geschäftsmodelle, das hat gar nichts miteinander zu tun. Oder merkst du einfach auch, der Demand für dein Produkt, was du da hattest, ist auch so mitgewachsen wie der für gebrauchte iPhones.
SPEAKER_02Also man muss jetzt halt dazu sagen, wir haben halt eine sehr, sehr spezielle Käuferschicht. Einen Käuferschaft bei uns. Wir machen ja auch mittlerweile Ebay, wir haben mehrere Ebay-Stores und auch einen Onlineshop und ich kann den Leuten nicht in den Kopf gucken. Und ein generelles Umsatzwachstum haben wir die letzten Jahre immer hingelegt. Jetzt ist es so, dass ich halt im Gespräch mit den Kunden dann immer mal wieder so ein bisschen mitbekomme, was ist denn die Motivation dahinter? Und dieses klassische, ich habe ein Bewusstsein dafür und will Refurbisch kaufen, das kommt bei uns jetzt eher nicht so an. Also es ist primär die wirtschaftliche Motivation. Wenn die Leute sagen, hey, ich habe keine 5.000 bis 10.000 Euro für einen neuen Server, wer soll das bezahlen?
SPEAKER_00Was kostet den Gebrauchter dann bei dir? Wenn man mal Neupreis 5 bis 10 nimmt, oder sagen wir mal 10, was wird dann bei dir wahrscheinlich mit einer normalen, einen, wo du mit einem guten Gewissen hinstellst, muss ich der Schicksal sein, aber du weißt, er läuft.
SPEAKER_02Kommt immer darauf an, was du machen willst, aber irgendwo, ich sag mal, du kriegst meiner Meinung nach, kriegst du vernünftige, gebrauchte Server, so ab 1000 bis 2000 Euro. Okay, das ist ja schon ein Riesen. Ja, die sind dann halt auch schon ein paar Jahre älter, aber das sind dann auch von Händlern, wo ich sage, den kannst du vertrauen, da hast du Gewährleistung drauf, da hast vernünftige Leute in der Technik sitzen, etc. pp. Und nicht irgendwo aus dem Hinterhof gekramt.
SPEAKER_00Ja, klar, es ist schon günstiger einfach.
SPEAKER_02Ja, und halt viel ist halt aber auch, sag ich mal, mittlerweile. Upgrade-Geschäft. Also Leute kaufen sich eine Maschine, also einen Server und sagen dann halt einfach, ey, wir haben auch einfach gerade weder das Interesse noch die Möglichkeit, jetzt hier einen neuen Server hinzustellen, auch aus Lieferzeiten. Und dann werden dann halt eben stärkere Prozessoren, mehr Arbeitsspeicher, mehr SSDs bestellt, um quasi das bestehende System einfach aufzurüsten.
SPEAKER_01In solchen Fällen nehmt ihr dann auch die Ware vom Kunden an, dass man quasi eine Art Tausch, also das natürlich ist es dann nicht einfach nur ein einfacher Tausch, aber dass man sagt, ihr habt hier Hardware, die ihr upgraden wollt, wir kümmern uns um die neue Hardware, nehmen die alte Hardware, dass man das irgendwie als Zusatzcase dazu nimmt.
SPEAKER_02Das verfolgen wir an der Stelle einfach nicht. Weil mit so Einzelstücken zu arbeiten, das treibt die Kosten einfach enorm hoch. Also wir bieten ja so eine Dienstleistung unseren Kunden an, dann ist es auch fein, aber wenn ich jetzt quasi für jeden Kunden, der bei mir neu kauft, im System eine neue Tracking-Nummer anlege und so weiter und so fort. Also, und zumeist, es hat ja einen Grund, warum es ausgetauscht wird. Und es tauscht ja keiner, sag ich jetzt mal, von einem Prozessor, der 2000 Euro wert ist, auf einen Prozessor, der 3000 Euro wert ist, sondern es ist meistens eher so, das Ding ist noch 20 Euro wert. Und der setzt sich dann ein Prozessor für 400 da rein. Das sind so die Relationen. Ja. Also da ist halt eher so die Thematik, dass man die gebrauchten älteren Sachen einfach finanziell da sich nicht viel bewegen lässt.
SPEAKER_01Ich bin selber relativ viel auf Ebay für auch hier das Meister an dem Equipment, ist nicht neu gekauft, sondern gebraucht. Und ich habe irgendwie viel dann auch mit Privatpersonen zu tun. Ich habe das Gefühl, bei dem Equipment stand ist es noch viel auch irgendwie Solo-Selbstständige oder Privatpersonen, die das verkaufen. Und ich habe auf Ebay schon viel nerviges Zeug. Also man ist halt viel mit Leuten, man hat viel mit Leuten zu tun. Es ist oft irgendwie relativ dubios, was einem da angeboten. Ich hätte gestern noch mit einem aus Mannheim geschrieben für Objektive. Die waren dann auf einmal runtergesetzt und dann hatte ich mit ihm geschrieben und dann war das nur runtergesetzt, damit die Leute das höher gelistet sehen oder überhaupt darauf aufmerksam werden. Und er wollte dann trotzdem einen anderen Preis. Das ist natürlich eine geile, das ist geil, einfach toll. Die waren von irgendwie, ich glaube, 200, 80 auf 700 Euro runtergesetzt und ich hatte ihm halt geschrieben, wenn du für 700 verkaufst, ich fahre jetzt, ich hol Bargeld, ich fahre nach Mannheim, ich hole das Zeug, ist gar kein Thema, ich bin drei Stunden bei dir und dann war so, nee, nee, die sind. Also das ist halt so viel ärgerlich und so viel Zeug auch drin, wo ich mir denke, das kann für den.
SPEAKER_00Muss man nicht bei eBay angeben? Jetzt mal nur rein, ich gebe doch an, du willst eine andere Frage von ihm beantwortet haben, aber ich will kurz noch fragen. Man gibt doch an, Festpreis oder Verhandlungsbasis. Wenn ich da jetzt 780 Verhandlungsbasis eingebe, dann ist ja aber nicht gemeint, dass ich auf zwei Acht hoch verhandelt, sondern ist doch, oder? Oder? Also ich glaube, ist das bei Ebay erlaubt?
SPEAKER_02Da muss ich jetzt reinquälschen. Ist es Kleinanzeigen oder ist es Ebay? Achso.
SPEAKER_01Ich bin mir nicht sicher, ich meine, es ist Kleinanzeigen, aber es kann auch Ebay gewesen sein. Ich bin auf beiden Plattformen.
SPEAKER_02Also, also mein Cousin als Volljurist, der wird mich wahrscheinlich jetzt steinigen, aber du hast ja in Deutschland Vertragsfreiheit und es ist ein reines Angebot, dass du quasi bereitest zu 799 Euro könntest du das kaufen, aber du hast keinen gültigen Kaufverlag an der Stelle. Da müssten sich beide einig sein und das quasi auch bestätigen und das kannst du über Kleinanzeigen so nicht machen, weil du könntest allerhöchstens ihnen quasi diesen Direktkaufbutton schicken und sagen, ich will das kaufen, aber er muss es ja nicht annehmen. Dass es eine Täuschung ist, bin ich vollkommen bei dir. Aber rechtlich schwierig und sowas ist halt generell absolute Zeitverschwendung.
SPEAKER_01Ja, nee, weil meine Frage war eigentlich, du hast ja dann auch viel mit den Plattformen zu tun. Ist das in dem B2B-Bereich, in dem du dann eher unterwegs bist, auch so, dass man super viel so welche Fälle hat, dass falsche Preise angegeben werden, dass die Leute eigentlich nicht mehr antworten, dass es irgendwie viel ins Nichts verläuft? Oder ist das im B2B-Bereich ein bisschen ordentlicher, weil irgendwie alle mit Firmenaccounts interagieren und auch wirkliche Gewerbe dahinter sind?
SPEAKER_02Also wir beziehen ja mittlerweile eigentlich keine Ware mehr einzeln. Wir haben ja feste Kunden, feste Partner, für die wir eben tätig sind und uns darum kümmern, dass die gebrauchte IT derer eben wie er im Zyklus landet und wir das für die halt einfach komplett abwickeln. Aber ich kann eigentlich die andere Seite, wenn dich das interessiert, beleuchten, was wir als Händler so mitbekommen. Und das ist halt ein absolutes Von-Biss. Also das kannst du dir halt nicht vorstellen. Das sind noch so die harmlosen Sachen, die mit schlechter Bewertung drohen, weil man zu faul ist, die FAQ zu lesen. Also jetzt heute wieder haben wir eine schlechte Bewertung kassiert, weil jemand wollte die Umsatzsteuer erstattet haben für einen Verkauf, der bereits erledigt ist. Und wir haben halt in der FAQ stehen, hey, können wir machen, für EU-Ausland, aber schick uns vorher halt deine Daten, danach machen wir es nicht mehr. Hat er halt ignoriert, hat er jetzt eine Woche lang uns gedroht und hat uns jetzt eine schlechte Bewertung geschrieben, weil er 15 Euro nicht erstattet bekommen hat. Wo natürlich klar ist, das ist gegen die Ebay-Guidelines, da werden wir wieder mit Ebay die Zeit da reinstecken und so weiter und so fort. Und dann hast du natürlich auch Leute, die also komplett auf dem Betrug aus sind. Ist auch ein laufendes Verfahren, aber hat für 500 Euro irgend so eine Kleinsklitsche, eine SSD gekauft, was ganz, ganz speziell ist, wo ich mir schon am Kopf gekratzt hatte und gesagt habe, hey, was wollen die mit dem Ding? Und das Ding kam an, zwei Stunden später ging die Reture auf, gefällt nicht. Und da denkst du ja dann halt so, hey, was kann dir daran nicht gefallen? Aber du hast ja ein Widerrufsrecht, musst du durchführen, ist in Ordnung. Dann schickt er das Teil zurück, da hat das eine andere Seriennummer. Das ist A, es ist kaputt, das ist defekt, B, es ist eine andere Seriennummer. Das haben wir auch zur Anzeige, also das bringen wir konsequent zur Anzeige, aber du hast ja trotzdem einen Schaden. Musst du auch mit Ebay rummachen, eine eine staatliche Erklärung. Und teilweise hast du auch wirklich Sachen, da fehlt dir absolut die Sprache. Auch kein Witz. Ich hatte den Fall, dann rief mein Kollege mich aus dem Lager an und sagte, ey, komm mal rüber, guck dir mal die Retour an. Dann komm ich rüber und guck halt in das Paket. Dann ist da halt, also ist jetzt kein Witz. Ist da halt einfach Toilettenpapier mit Code drin in dem Paket. Und du überlegst die halt so also.
SPEAKER_00Du weißt ja, von wem es kommt, oder?
SPEAKER_02Ja, ja, natürlich. Aber was willst du jetzt gerade machen? Und dann rufst du halt bei ebay an und sagst so, ey, die Ware war in einem Paket mit Fäkalien. Also das ist ja kein, das ist ja nicht aus Versehen passiert so. Ey, ich statt dem kein Geld. Und der Mitarbeiter denkt so, ich verarsche ihn, wenn ich sage, ja, das Paket war von innen bekackt. Und dann denkt er, ich will am Fluchen, aber nein, es war verkotet, es war beschmiert und das sind so Sachen, dann kratzt du dir an den Kopf und denkst dir halt so, ey, ich habe mich angemeldet, um Versandhandel zu machen und nicht euer Aushilfspsychiater zu sein vor irgendwelchen Störungen.
SPEAKER_00Also nochmal, also da steht dann zum Beispiel, ich, Lukas, mit meiner Adresse, mit meiner Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Sag, drück auf Retour, du siehst ja eins zu eins, wo es herkommt. Aber was willst du machen?
SPEAKER_01Ist das. Also irgendwo riecht das danach, dass es, also es riecht wahrscheinlich auch Ahnung, aber dass es eine Straftat sein muss. Oder irgendwie zumindest eine Ordnungswidrigkeit irgendjemandem Fäkalien an die Haustür. Also ich kann mir nicht vorstellen, kennst du noch dieses scheiße-Kaufen.de?
SPEAKER_00Habe ich mal von gehört.
SPEAKER_02Warum scheiße kaufen EU mit der Elefantenscheiße? Ja, ist das eine Straftat? Weiß ich nicht. Ich glaube, also in dem Fall von Scheiße verkaufen oder Scheiße kaufen EU nicht, weil es war ja in hygienischen Verpackungen. In unserem Fall war es halt einfach so, das Problem ist, die erste Reaktion vom EBS-Support war, ja, sind Sie sicher, dass es nicht Schokolade ist?
SPEAKER_00Was auch nicht nur Zweck der Übung wäre, ja.
SPEAKER_02Ja, aber wie willst du das jetzt beweisen? Du musst dir halt überlegen, wirst du jetzt Perlen vor die Säure, verschwendest du jetzt weiter deine Zeit, dann stellst du eine Anzeige, das haben wir halt schon alles durch existiziert, dann stellst du eine Anzeige, die halt eingestellt wird, weil halt kein Interesse dahinter liegt. Was machst du dann? Am Ende des Tages bist du froh, wenn Ebay sagt, okay, stopp, der kriegt kein Geld. Dann ist es meistens so, dass die Kunden ein bisschen randalieren und ein paar böse Nachrichten schreiben und wir dann halt sagen, so, yo, bis hier noch nicht weiter, das ist unser Anwalt, bitte wend dich an denen, wenn was ist. Aber was willst du machen?
SPEAKER_00Das ist eine geile Story, ja.
SPEAKER_02Fanden wir jetzt eher ein bisschen beschissen. Ja.
SPEAKER_00Stopp, dann kann man da drüber lachen. Wahnsinn, ja.
SPEAKER_02Ja, aber sowas haben wir halt oft. Also Geschichten, die eigentlich, meine bessere Hälfte hat, als sie mit mir zusammengekommen ist vor 6,5, 7 Jahren, echt gedacht, ich bin so ein absoluter Baron Münchhausen, wenn ich erzähle, was mir so im Arbeitsalltag passiert. Aber nein, Mann.
SPEAKER_01Oh Gott, ey. Wird es denn mit der Zeit weniger schockierend oder ist das, wie haben man so ein Paket aufmacht, ist das irgendwann, dass das abflacht, weil es gibt ja öfter mal irgendwelche Vorfälle, dass irgendwas überhaupt nicht läuft oder dass Kunden sich irgendwie irrational verhandeln? Ist das, dass das mit der Zeit abschwächt, dass man sich denkt, so ja, ich kenne das schon oder ist es jedes Mal aufs Neue irgendwie?
SPEAKER_02Ja, also man muss jetzt festhalten, ich habe das große Glück, ich muss keine Pakete mehr öffnen, das man meine Kollegen im Lager. Das ist auch, also das sind ja Ausnahmefälle, aber mittlerweile gibt es kaum noch was, was mich schockt. Also in vielen Fällen musst du einfach die Ruhe in Person bleiben und am Ende des Tages das Schiff vor allem weiter geradehalten und steuern, die Segel setzen und nicht wegen jeder kleinen Schrift-Schwapp-Bewegung, weil du ein bisschen Wasser ins Gesicht bekommst, da ausrasten.
SPEAKER_00Ja. Macht Sinn. Ja, schöne Geschichte. Wie ist das denn? Das ist jetzt die Unternehmensseite, verstanden. Und jetzt würdest du sagen, ich reduziere dich so auf die Wirtschaftsunion und auf das Unternehmen. Ist da noch was, was wir jetzt gar nicht so mit unserem Begrenzten wissen über dich? Wir haben das jetzt einfach mal so unterstellt. Also das ist ja eigentlich total frech. Ist da sonst noch was oder sind das auch so die beiden Themen, wo du sagst, in deinem, ich sag jetzt mal, beruflichen, nicht privaten Bereich, ist das auch so das, wo sich die Musik abspielt?
SPEAKER_02Wenn ich die richtig verstanden habe, war die Frage.
SPEAKER_00Machst du noch was anderes außer die beiden Sachen?
SPEAKER_02Genau. Also so habe ich die Frage verstanden.
SPEAKER_00Genau, so wollte ich es auch ausdrücken, ja.
SPEAKER_02Okay, ja, ist eine schöne Frage. Ich glaube, ich mache noch ganz viel, aber nichts, was jetzt wirklich in irgendeiner Art und Weise interessant ist. Also ich versuche halt so ein bisschen nebenbei noch die Fahne hochzuhalten für Koblenz, gerade im Bereich Startups. Da gibt es oftmals Leute, mit denen ich mich austausche oder mal so ein bisschen versuche zu supporten, irgendwie mit Kontakten. Ich bin auch viel im TZK unterwegs, das ist ja auch ein Partner von uns, also von den Wirtschaftsunionen, das sind auch tolle Leute und versuche halt vor allem so ein bisschen zu gucken, dass wir einfach als Gesellschaften, als Koblenz ein bisschen die Fahne oben halten, wo man halt eben ein bisschen helfen kann, aber das ist eigentlich so primär das, was ich mache. Ich habe ansonsten noch einen LKW-Führerschein, falls dich das interessiert. Sehr interessant. Ein Taxischein habe ich auch noch. Taxischein? Ein Taxischein.
SPEAKER_00Wegenbeführung. Personenführung, das brauchst du ja für die Server. Nee, das ist für meine multiplinen Persönlichkeiten. Nee, sagen wir ehrlich, warum hast du einen Taxiführerschein? Ich hab einfach Bock gehabt. Muss du auch nicht drauf reden, wenn es jetzt wirklich für deine multiplen Persönlichkeiten ist. Das ist ja super verrückt. Also hört man total selten, dass jemand einen.
SPEAKER_01Also wie kommt man zu einem Taxischein, wenn man nicht vorhat, ein Taxi, also Taxifahrer zu werden?
SPEAKER_02Ja, okay, okay. Jetzt muss man dazu sagen, mein Onkel hat ein Taxifuhrunternehmen mit sechs Fahrzeugen. Aber ich hab den, also ich bin so jemand, ich gebe das voll zu, ne? Ich bin lieber haben als brauchen. Und dann gab es so einen gewissen Zeitraum, wo das Problem eigentlich folgendes war, dass die Prüfung für einen P-Schein dahingehend geändert worden ist, dass es eine neue Prüfung geben sollte. Und die alte war aber schon ausgesetzt, aber die neue war noch nicht drin. Die waren noch nicht verabschiedet. Das heißt, essentiell, was habe ich gemacht? Ich habe mir gedacht, so, yo, wenn du einen P-Schein hast, kannst du den halt einfach endlos lange verlängern. Bin ich halt einfach zum Amt gegangen und hab gesagt, hier sind 30 Euro, ich hätte jetzt gerne einen P-Schein, hier ist mein Foto, wir machen jetzt einen P-Schein. Die konnten halt am Ende des Tages nichts machen. Ja.
SPEAKER_00Warte mal. Das ist in Deutschland so passiert. Das ist ja abgefragt. Und du hast davon mitgekriegt, weil du einfach. Ja, über meinen Onkel. Also es gab.
SPEAKER_01Also man konnte für 30 Euro mit einem Passfoto einen P-Schein. Für einen Zeitraum von. Ich glaube, der ist fünf Jahre gültig.
SPEAKER_00Nee, aber wie lange war dieser. Das ist ja eigentlich so ein.
SPEAKER_02Ein halbes Dreffiertel leer. So lange. Also jetzt steinigt mich nicht, wenn ich das falsch erzähle.
SPEAKER_00Aber es ist ja total verrückt. Das heißt, jeder, der sich eh mit dem Thema P-Schein befasst hat, kann jetzt mit einem guten gewissen Airbnb fahren. Ohne jemals was dazu getan zu haben.
SPEAKER_02Jetzt muss man dazu sagen, es geht da halt um die Ortskundeprüfung. Also quasi, dass du dich in einer Ortschaft auskennst, wenn du jetzt in ein anderes Gebiet verziehen würdest, dann ist das immer schwierig, wie das zu sehen wird. Es gibt halt einfach Bereiche und da Verwaltungen, die legen da sehr viel Wert drauf und andere sehen es halt realistisch, weil sind wir mal ganz ehrlich, wenn du für Uber fährst, was du gerade angesprochen hast, dann fährst du nicht, sondern du steuerst nur den Wagen, Uber sagt dir, wo du langfährst. So diese Ortskundeprüfung per se kann ich verstehen, hat auch was damit zu tun, dass du einen gewissen Qualitätsstandard drin hast und dass die Leute auch ankommen, dass die Leute nicht absolut planlos sind und abgezogen werden, weil du erstmal drei Runden fährst, bis die Straße findest. Aber ist sowieso, ich sag mal, etwas outdated, meiner Meinung nach. Aber ich bin nie Taxi gefahren. Spannend. Sehr zum Bedauern meines Onkels.
SPEAKER_00Ja, solltest du mal einen Vater, kannst du ja theoretisch einfach machen. Wenn ich mir das nächste Mal ein Taxi rufe, das wäre mich richtig. Willstell vor ich dann irgendwie abends ein bisschen was drin? Hol mir noch einen Taxi, auf einmal geht Fenster runter.
SPEAKER_02Lukas, was geht ab? Warte, ich mach dich gerade auf.
SPEAKER_00Das wäre echt nochmal der Moment, ey. Das wäre mein Koblenz-Moment, glaube ich. Wenn Lukas. Okay, ja, cool. Vielleicht noch eine ganz andere Frage. Ich bin ja hierher gezogen, relativ, ja mittlerweile auch schon lange, aber du als richtiger Koblenzer, der ja auch so hier gut verpustet ist, was wären deine Top 2 Empfehlungen für mich, die ich hier unbedingt machen sollte? Was macht Koblenz so toll als Standort? Und dann diese, also was soll ich machen im Sinne von Fun? Jetzt nicht unternehmerisch, sondern was kann man hier gut machen? Weil ich werde immer gefragt, weil ich jetzt hier kurz wohne, Lukas, wir kommen vorbei.
SPEAKER_02Was kann man machen? Guck dir, also es sind verschiedene Dinge, aber guck dir auf jeden Fall die Festung an. Seilbahn, das werden die alle sein, das steht auch in allen Geiz, aber es ist einfach schon besonders. Bildungslücke. Guck auch, es gibt da eine Gondel, die hat einen Glasboden. Ist nochmal extra spooky, wenn du über den Rhein fährst und dann schaust du da so einen Glasboden durch. Mega geile Sache, welche andere Stadt hat eine Seilbahn? Da gibt es ja nur eine Handvoll auf der ganzen Welt. Und gerade die Festung. Also es ist brutal, wenn ich da auf der Festung an den Bereitschern rumlaufe und mir so denke, ja. Hier laufen jetzt seit 2000 Leute, ja seit 2000 Jahren Leute rum. Das ist schon bekloppt. Das ist so die eine Sache. Und die andere Sache, die ich halt jedem raten kann, aber das ist meiner Meinung nach erst so ein Rheinland-Pfalz-Ding so. Es gibt ja diese Stereotypen verschiedener Bundesländer und die Rheinland-Pfälzer sind schon echt relaxed, meiner Meinung nach, auf der Sunny Side of Life. Lass das einfach mal auf dich wirken. Geh mal in die Stadt an einem schönen Tag, hol dir mal ein Eis, hol dir mal ein Wein, quatsch mal mit den Leuten und da ist so ein Vibe, die Leute sind eigentlich alle relativ entspannt. Wir haben ja auch viele Studenten bei uns und Leute von außerhalb, viele Touris und da, das ist halt eine schöne Mischung aus entspannten Leuten und dann ergibt sich daraus immer eine Möglichkeit. Und dieses Thema Smalltalk, einfach mal mit den Leuten quatschen, habe ich teilweise das Gefühl, es ist in anderen Städten gar nicht so erwünscht oder in anderen Gegenden, wo dann schon einer kritisch bei euch wird. Und deswegen, also relativ entspannter Standort, kommst du mit den Leuten gut ins Gespräch, schau dir die Seilbahn an und das vor allem mal diese Altstadt auf dich wirken und die Historie dahinter. Megaschön. Bist du mal mit der Seilbahn gefahren?
SPEAKER_01Ich meine, als Buga war aber das jetzt auch wieder ein paar. Ich wollte wissen, wann ich weiß nicht, ob du weißt, wann Buga ist jetzt nicht, dass du da warst. 2011. 2011, ich meine, ich bin mit meinen Eltern da gefahren, aber 2011.
SPEAKER_00Warte, warte, warte, warte, warte, warte. Das war vor 15 Jahren. Da warst du sieben.
SPEAKER_01Da war ich sieben.
SPEAKER_00Wann war es bei dir das letzte Mal?
SPEAKER_02Keine Ahnung, letzte Saison oder so.
SPEAKER_01Aber die Aussichtsplattform, da bin ich oft da. Also da bin ich wirklich oft oft.
SPEAKER_02Ja, gut. Die zu empfehlen.
SPEAKER_01Ja, also ich glaube, zweistellig im Jahr bin ich oft.
SPEAKER_02Achso, das ist wirklich einmal im Monat oder so. Also so ein Life-Hack. Wenn ihr mal jemanden sehr, sehr gerne habt und ihr wollt mit dieser Person eine sehr, sehr schöne Zeit verbringen, dann holt ihr euch halt einfach beim Asiaten irgendwo mal ein paar gebratene Nudeln oder so, habt zwei Klappstühle dabei, was zu trinken und fahrt dann einfach abends dahin und guckt euch gemeinsam den Sonnenringern an. Das ist schon ein besonderes Feeling. Wenn man die anderen Leute ausblenden kann, einfach mal cool bleiben, was essen.
SPEAKER_01Und unter der Woche ist nicht so viel los. Also da ist schon echt ruhig. Und man kann halt wirklich so weit, weil du bist ja oben auf dem Werk von der Festung. Du guckst halt wirklich 20 Kilometer weit und abends leuchtet dann halt alles. Du kannst die Bilderen lang schauen, du siehst die ganzen Dörfer um Koblenz rum. Also oben auf der Aussichtsplattform ist schon richtig, richtig schön. Interessant.
SPEAKER_02So Low-Budget-Date-Ideen.
SPEAKER_00Ja. Brauche ich nur die Klappstühle, aber die kann mir einer von euch leihen.
SPEAKER_02Mettig, habe ich in der Earth. Das sind wir.
SPEAKER_00Ja, krass. Weil erinnerst du dich an unsere erste oder zweite Aufnahme? Wo du gefragt hast, wie. Da hattest du mich mal gefragt, wie ich den Unterschied hier finde. Und ich hätte gesagt, aber Koblenz gebe ich dir recht, auch so die Leute, die ich über euch kennengelernt habe, 100% unterschreibe ich das, was du gerade gesagt hast. Aber in diesem Ort, wo ich wohne, ein bisschen kleiner, an der Mosel, wurde mir von Moselanern berichtet. Und die sind genau das Gegenteil meiner Meinung nach von dem, was du gerade beschrieben hast, oder? Wie siehst du das?
SPEAKER_02Halte ich mich raus. Okay, gut. Also ich bin generell froh, in einem anderen Fall zu sein. Ich möchte auch nicht hier verjagt werden. Also ich überlege mir genau, was ich sage. Und vor allem, wenn man sich mit denen halt nicht anlegen soll, die Leute, also an der Mosel hast du halt generell kaum Chimalora. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung. Und die Leute in der Mosel, die können vielleicht ein bisschen anders sein, aber vor allem sind die alle am arbeiten und kriegen was auf die Kette, weil sonst wohnst du halt nicht da im nirgendwo.
SPEAKER_00Das stimmt. Ja, das war gut gesagt und hat mich dann ja auch nochmal bestätigt in dem, was du da netterweise geklippt hast, damit auch die Nachbarn wirklich wissen, wie ich mich da fühle.
SPEAKER_02Also ich bin total gerne in Winningen. Also ich fahre jetzt nicht diese Planwagenfahrten so, aber geile Typen gibt es ja trotzdem, ne? Also Grüße gehen an Heiko raus.
SPEAKER_00Ja, stimmt, Heiko, ja. Winning ist auch sehr schön, muss ich sagen. Also bis jetzt von allen Orten, die mir hier so im näheren Umkreis gesagt wurden, mein Favorite. Habt ihr da so Favorites? Einmal kurz für mich, jetzt kriege ich mal richtig die Infos hier. Hier in der Region schönster Ort.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, ich müsste überlegen.
SPEAKER_00Festungsplateau, deutsches Eck. Ich meine von diesen Model-Orten. Gibt es da einen besonders, wo du sagst, ich bin für einen Tag. Ich bin am Rhein geboren.
SPEAKER_02Ist der falsche Verlust?
SPEAKER_00Ja, mein Mann, entstanden. Ich bin ja hier auch nur, ich versuche ja nur Smalltalk eigentlich sagen.
SPEAKER_02Ja, genau, versuchen.
SPEAKER_00Nee, okay, ja gut. Aber es ist schon schön hier, wollte ich damit sagen. Es ist wirklich sehr schön hier. Cool. Ich glaube, haben du noch Fragen?
SPEAKER_01Nein, weil ich glaube, wir sind zeitlich auch erst langsam.
SPEAKER_00Sind wir an einem guten Punkt? Mega. Ich fand es mega spannend. Mit Lukas könnte ich mich immer sehr, sehr lange unterhalten. Vielleicht hat man das gemerkt. Sorry, wenn ich da so oft reingesprungen bin.
SPEAKER_02Kann ich nur zurückgeben, Lukas, ist immer schön.
SPEAKER_00Das Schöne ist, wir sprechen ja auch oft jetzt inzwischen.
SPEAKER_02Ja, aber meistens zu unserer beider Leitwesen. Ja, aber das ist ja okay. Hauptsache wir sprechen. Also besser Abend dran als Arm ab, oder?
SPEAKER_00Das ist so. In dem Sinne, cool, dass du hier warst. Danke für die Anschluss. Vielen, vielen Dank und hoffentlich bis bald. So machen wir es.