XYZ - zwischen Brotdose und Burnout

#2 Lashesluder

Alida Kurras & Sascha Schlichte Season 1 Episode 2

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 31:38

In Folge 2 geht’s um Lashes, Eingriffe und warum plötzlich alle etwas machen lassen.

Wie viel davon ist eigentlich eigener Wunsch und wie viel einfach Druck von außen? Und ab wann ist man mittendrin in so einer klassischen Midlifecrisis?


SPEAKER_00

Los geht's zwischen Brotose und Burnout. Was ist eigentlich Burnout?

SPEAKER_01

Ist es wieder soweit?

SPEAKER_00

Ja, endlich.

SPEAKER_01

Sind wir wieder beieinander? Folge zwei schon. Ja, endlich war es nicht so. Oh Gott, Folge zwei, ja. Also Dino vom Körper bin ich auf jeden Fall. Schon. Podcast weiß ich nicht, aber herzlich willkommen. XYZ zwischen Brotdose und Burnout. Im Moment ist mehr Burnout als Brotdose. Das stimmt, aber bevor wissen die überhaupt da draußen, wer du bist. Also du bist ja eigentlich genau die Frau, weshalb die einschalten und den Podcast hören, ne?

SPEAKER_00

Das weiß ich nicht, ob das jetzt nur meinetwegen der Fall ist. Die wollen sich vielleicht einfach nur. Also ich höre zum Beispiel einen Podcast, weil ich da so ein bisschen abschalten kann und weil das so ein bisschen so leichte Kost ist in dem Also.

SPEAKER_01

Ich wollte deinen Podcast hören, weil ich Fanboy bin. Fanboy der ersten Stunde. Der sitzt mir gegenüber, es ist ja niemand geringeres, bevor wir jetzt tatsächlich über irgendwelche künstlichen Wimpern sprechen. Lashes, wie man sie in Neudeutsch heißt, die eine größere Spannweite als jedes Kleinflugzeug haben, muss ich sie mir noch einmal zu Gemüte führen, wer mir hier visa-Visa sitzt, das ist die Frau, die tatsächlich einen der wesentlichen Rekorde in der Moderation innehält. Nämlich war es das Guinness Buch der Rekorde, die größte Moderation.

SPEAKER_00

Na, längste Moderation, am besten. Die beste am Brandenburger Tor. Nein, das war nicht die längste Moderation. Das habe ich auch moderiert. Also im Guinness-Buch der Rekorde, das war damals neun Live, das war noch so Call In. Und da haben wir 24 Stunden am Stück durchmoderiert. Und ist der noch gültig? Na, die Guinness-Bücher werden ja immer wieder erneuert. Keine Ahnung, gibt es überhaupt noch?

SPEAKER_01

Ja, gut, schiebe. Wie auch immer, sie ist, und das ist unumstößlich, die Legende des Reality TVs, die war schon relevant im Fernsehen, als das Reality TV noch nicht mal wusste, dass es Reality TV geben wird. Also so lange schon im Fernsehen zu gingen. Und ich finde sie einfach toll. Oh, ganz ehrlich, du gehst mir heute schon ein bisschen zu viel zu viel. Sie ist meine emotionale Geschäftsführerin, meine emotionale Dominanz ist sie zu Hause.

SPEAKER_00

Dominanz wäre ich gerne. Dominant wäre ich gerne, ja. Ja, wisst ihr man nicht so? Also, gerade auch wenn wir das Thema haben, ich meine, früher, ne, wenn man sich heute. Früher, ja, da ist es wieder, oh Gott, wir sind echt alt. Aber als zu unserer Zeit, da gab es das noch nicht, dass man sich so aufgedonnert hat in solchen Reality-Shows und dass man künstliche Wimpern trägt, dass man lange.

SPEAKER_01

Sag bitte Lashes. Mein neues Lieblingswort.

SPEAKER_00

Ja, Lashes. Also der Sascha, der muss man ja sagen, der hat auch, als wir in New York waren, ist er durch die Straßen gelaufen und hat seine Finger an die Augen gehalten und hat die Lashes imittiert. Manchmal leider auch so, dass es die Menschen gesehen haben, die die Lashes trugen. Das war ein bisschen unangenehm, möchte ich sagen. Das war lustig. Ja, und das ist jetzt so der neueste Winke-Winke quasi an den Augen. Also ich meine, ich trage auch Lashes. Findest du das doof, oder was?

SPEAKER_01

Nee, es gibt ja Lashes und Lashes. Also worüber ich mich wirklich jedes Mal köstlich amüsiere, sind die Lashes, die irgendwie auf halb acht hängen, im Auge mit irgendwelchen Lücken gerne auch drin, wo dann einzelne Wimpern fehlen. Sieht einfach aus wie ein vollgeschlossener Taucher anzucker.

SPEAKER_00

Die sind so, die kriegen die Augen teilweise gar nicht auf.

SPEAKER_01

Das ist ja eher die Regel als die Ausnahme, dass die Dinger nicht sitzen. Du hast ja viel Geld investiert, ich glaube, das gesamte Taschengeld aus 2025. Nee, vom Kind. Ach, vom Kind. Sparschweinzerklop, damit es vernünftig aussieht, das fällt jetzt nicht mal so wirklich auf, dass es Unechte sind. Ich meine die von DM und Rossmann. Also Herr Rossmann und Herr DM machen sie die Taschen voll, weil die jungen Dinger da draußen rumrennen und aussehen, als wenn sie gerade zugebastelt wurden, irgendwie im Hobbystudio, Hobbymodellstudio. Fürchter dich.

SPEAKER_00

Naja, also ich finde schon, also noch schlimmer finde ich, also klar, es gibt so Lashes, wo ich sage, meine Fresse, also da die Natürlichkeit, wobei der Trend soll ja wieder zur Natürlichkeit zurückgehen. Habe ich mal gesehen hier. Vor zwei Jahren war es ja ganz schlimm. Ich finde noch fast viel schlimmer diese langen Nägel. Kennst du die, die so diese Frankenstein-Nägel haben, die auch noch spitz zulaufen? Was machen die den ganzen Tag? Die können ja nicht mal ihr Handy in die Hand. Wie geht das?

SPEAKER_01

Jetzt bin ich ja ein Mann, ne? Also ich verstehe das ja so oder so nicht. Und da kannst du ja bei denen. Es gibt auch Männer, die sowas tragen. Ja gut, aber bei den Dingern kannst du ja teilweise gar nicht mehr von Nägeln sprechen. Das sind Werkzeuge, da kannst du IKEA-Möbel mit zusammenbauen. Da brauchst du keinen drauf. Du hast gerade auch Verletzungsgefahr, dass die damit überhaupt im Flieger dürfen. Geschmäcker sind ja bekanntlicherweise verschieden. Ich finde es unfassbar schrecklich und unfassbar peinlich, aber so ist es halt, die jungen Mädels möglich oftmals ganz gerne. Und ich glaube hier so, in der Region, in der wir unterwegs sind, da ist auch nochmal so die Keimzelle der Kindergarten.

SPEAKER_00

Nee, du bist jetzt wieder auf Ost und West. Du willst wieder auf Ost und West. Das hat er damit überhaupt nichts gemacht.

SPEAKER_01

Man könnte vermuten, man wohnt in Mazan.

SPEAKER_00

Nee, das ist auf eine Frechheit. Das hat damit gar nichts zu tun. Aber ich finde schon, dass die jungen Leben.

SPEAKER_01

Da geht es ja gar nicht, und bei denen geht es halt, glaube ich, oftmals gar nicht um den Faktor Schönheit, sondern um den Faktor Wahrnehmung, dass überhaupt jemand an denen vorbeiläuft und sagt, ach, die gibt es ja auch noch. Aber das machen sie eben halt mit dem ganzen Plastik. Das ist ja, das ist ja fürchterlich ist es.

SPEAKER_00

Naja, der Trend ist ja, wobei, das ist ja nicht nur, also es ist so bei jungen Menschen ganz extrem. Und dann geht es wieder in meinem Alter los, 50 plus nachher. Ja, wo du wieder, genau, wo du wieder überlegst, was kann ich machen, damit ich wieder jünger und attraktiv aussehe. Mir überlegt das, wir nicht. Aber das ist schon eine schwere Phase. Also meine tropischen Jahre, muss ich sagen, die stressen mich schon. Und wenn ich dann sehe, dass ich plötzlich am Hals Falten bekomme oder an Dekolleté. Ich habe mal am Arschwäckel. Können wir zusammenknoten, kannst du ein Zelt drin. Oh, du brichst das. Nee, aber wenn ich da so Falten habe und aussehe wie so eine Schildkröte am Hals, das ist schon schwierig, sich so zu sehen. Hast du meinen Schildkrötenhals gesehen?

SPEAKER_01

Ja, sogar die großen Schildkröten mal auf den Seychellen streicheln dürfen. Ja, aber ich habe so unter dem Blickwinkel habe ich die noch nicht betrachtet. Mal gucken, wie es ist, wenn ich nach nach Hause komme und mein erster Blick auf deinen Hals geht.

SPEAKER_00

Ja, früher war es. Früher war es ja so, dass die Brüste da auch noch in der Nähe war. Heute muss man die ja schon ein bisschen anders pushen, damit die doch gut sitzen. Aber da würde ich denken, jetzt wo die Brüste mehr geworden sind, vielleicht, die wachsen ja auch bis ins hohe Alter, was ich auch gruselig finde, da hätte ich gedacht, die ziehen den Hals straff, aber das tun die nicht. Das tun die nicht.

SPEAKER_01

Ich meine, bei euch Frauen, also das ist wirklich auch ein schwieriger Spezies Mensch, die Frau. Weil in der Tat, die fängt vorher an, sich zu schminken und anzumalen, um aufzufallen.

SPEAKER_00

Gebärfreudigkeit zu können.

SPEAKER_01

Und irgendwann ab, keine Ahnung, 50, 55 wird wieder dran rumgebastelt, um überhaupt noch stattzufinden. Unter dem Blickwinkel habe ich das alles früher gar nicht betrachtet. Aber heutzutage, in meiner eigenen Midlife Crisis, sehe ich viele Dinge klar.

SPEAKER_00

Also sag mal, so ist es ja gar nicht. Warum? Also, ich weiß nicht, ich war auch noch nicht in der Midlife Crisis. BS 22. Bist du? Natürlich, das ist so. Wo denn? Da wird geguckt, dass die Haare sitzen. Hab ich schon immer gemacht. Yeah, but ich bin so alt geworden. Guck mal, wie ich aussehe. Und so blass.

SPEAKER_01

Und der Körper ist so unfrämmig geworden, so, so, also und es tun Dinge weh, wo du nicht mal wusstest vor ein paar Jahren wusstest, dass es überhaupt weh tun kann.

SPEAKER_00

Das liegt daran, dass du endlich mal wieder Sport machst.

SPEAKER_01

Sagt meine Hobbydarterin oder was, die Hobbydart als Sport bezeichnet.

SPEAKER_00

Ja, richtig.

SPEAKER_01

Ja, genau. Das mache ich ja schon ein bisschen länger, aber trotz alledem, ansonsten.

SPEAKER_00

Na, ich finde es schon, dass du so ein bisschen, doch, das ist schon, man ist dann, naja, ich weiß nicht, bei Männern ist ja unterschiedlich. Wobei du bist nicht so klassisch in der Midlife-Crisis. Wobei, weiß ich gar nicht. Die meisten rennen ja los und suchen sich dann ein junges Huhn.

SPEAKER_01

Ja, wo soll ich die noch einbauen, das junge Huhn? Also zum einen kommen die ja hier nicht klingeln oder selten klingeln, eigenständig. Richtig. Unterwegs sein darf ich nicht, ist mir verboten, weil es wird so, es wird so leicht, es wird so ein bisschen fingiert, die ganze Geschichte, mit Aufgaben, die zu Hause zu erledigen sind, dass ich gerne in den Genuss komme, loszuziehen. Aber momentan hätte ich, glaube ich, nicht mal die Muße dazu, mich noch jungem Fleisch hinzugeben.

SPEAKER_00

Das darf man so nicht sagen. Entschuldigung. Ja, das ist ja nicht. Dem Frühling. Ja, du bist im Spätherbst. Aber doch, du. Nicht dem Spätherbst. Das ist doch im Spätherbst. Nein, aber ich merke einfach, deine Belastbarkeit ist nicht mehr so wie noch vor Jahren, sondern du bist halt schon schneller, wenn ich auch nur sage, ich habe da mal eine Frage oder weißt du, was wir doch tun müssen, dann werden schon die Klappen dicht gemacht, dann hörst du schon nicht mehr zu. Du hörst auch teilweise nicht mehr zu.

SPEAKER_01

Aber meinst du, dass das mit der Erschöpfung zu tun hat? Oder mit, da ist es wieder wie beim letzten Prozesseffizienz. Also ich habe ja auch gelernt, mit dir umzugehen und du bist ja bis heute so mein, ja letztendlich der Echtest. Überlege, was du sagst. Der Echtest. Überleg, was du sagst. Überleg, was du sagst. Wahrscheinlich kennen die meisten den Echtest gar nicht mehr. Aber ansonsten, ich habe mir keinen Moped gekauft, ich habe gemischt gemacht. Du hast dir ein Cabrio gekauft. Aber das wollte ich auch schon immer haben. Also wollte ich immer schon vorher haben, hat nie gepasst mit als zwei Karte. Okay, ich bin trotzdem. Ich habe die komische bucklige Verwandtschaft im Schleppsauge.

SPEAKER_00

Ich finde trotzdem, oder vielleicht auch, weil du nicht reingepasst hast. Kann ja auch mal sein, du bist ja zwei Meter, deswegen wurde es nie ein Porsche. So, also das kann ja auch mal sein, aber ich finde schon, dass du in der Midlife-Crisis bist, vielleicht nicht so klassisch wie andere oder bei jedem äußert sie sich anders. Aber ich habe schon den Eindruck, dass du mehr so jetzt in einem, wo du, gut, man weiß natürlich auch, was man will in dem Alter oder was man nicht mehr will, vor allen Dingen. Aber bei dir ist mehr nicht mehr wollen.

SPEAKER_01

Nicht mehr wollen, genau. Weil einfach, das wurde, wurde über viele Jahre zu sehr ausgenutzt und dann schaltet man eben halt auf Durchzug irgendwann.

SPEAKER_00

Ja, aber ich würde mir wünschen, dass es kein Durchzug mehr ist.

SPEAKER_01

Durchzug ist. Und du, du sagst ja immer so zauberhafterweise, es sind tropische Jahre, keine Wechseljahre, finde ich eigentlich ganz gut den Begriff. Wie findest du dich so da?

SPEAKER_00

Ganz beschissen.

SPEAKER_01

Ja, was fällt dir denn am Wesentlichen auf?

SPEAKER_00

Mir fällt eigentlich am Wesentlichen auf, dass ich irgendwie 15 Kilo mehr auf dem Körper habe, dass ich.

SPEAKER_01

Aber die Brüste, die größer geworden sind. Du hast ja gesagt, die wachsen.

SPEAKER_00

Ich rede jetzt, Mensch, und es ist natürlich, diese Hitzewallungen sind der Horror, also das muss ich schon mal sagen. Und ich merke halt, dass ich nicht mehr so, boah, auch nicht mehr so belastbar bin bei so vielen Themen. Also wenn es die Kinder betrifft, muss ich sagen, das stresst mich schon. Nicht anschwärzen, aber selbst auch dann irgendwie so beide so, ah, ich bin eigentlich auch nicht mehr so belastbar. Nee, du sagst ja, du bist nicht hier mit Life Crisis. Ich sag ganz klar, ich bin in den tropischen Jahren. Also ich stehe dazu, du nicht. Das ist der Unterschied. Und dass ich das Gleiche so empfinde, ist ja klar. Naja, jedenfalls. Meinst du, ich soll was machen lassen? Soll ich mir mal die Buste machen lassen oder so?

SPEAKER_01

Ja, aber bitte, die müssen ganz weit vom Körper wegstehen. Geradeaus. 90 Grad Winkel vom Körper weg.

SPEAKER_00

Super. Wie Inge Kosch mir da aus, das kleine Arschloch oder was?

SPEAKER_01

Oder Elfride Kuczynski.

SPEAKER_00

Oder Elfride Kuczynski, genau. Ali. Hans Werber-Olm. Hans Werder-Olm. Ich war auch geil, ja. Großartiger Typ. Ja, der, genau, der ist nämlich genauso, wie du auch manchmal bist. Wieder reden, ohne nachzuführen.

SPEAKER_01

Nachzudenken? Das tue ich ja. Ich denke ja sehr wohl. Ich kann es bloß, ich habe keine Impulskontrolle.

SPEAKER_00

Nein, du denkst und redest gleichzeitig.

SPEAKER_01

Ja, ich habe keine Impulskontrolle, das ist es.

SPEAKER_00

Das ist das Problem. Und dann sagst du auch solche Sachen und haust Dinge raus, die vielleicht nicht mehr so angebracht sind in der heutigen Zeit.

SPEAKER_01

Aber das Gute, also ich habe ja auch viele gute Seiten, das kommt jetzt hier mal nicht so richtig rüber. Aber das Gute tatsächlich ist schon, ich stehe sehr auf Natürlichkeit. Also nicht was Körperbehaarung angeht, dass da weniger. Aber ich bin nicht so der Freund von Lashes. Von den Plastikmädels da draußen. Also weder im Glockenbereich noch an den Augen noch sonst irgendwo. Und was ich ganz schlimm finde, habe ich gerade letztens wieder gesehen, das ist die tatsächliche, das geliftete Gesicht, das Katzengesicht. Das finde ich wirklich schlimm, wenn es geliftet wird. Vor allem, das sieht ja teilweise so beschissen. Dein Bruder, da drücke ich noch weg den Pflaumenaugos.

SPEAKER_00

Was ruft er denn jetzt an?

SPEAKER_01

Ja, weil er Langeweile hat.

SPEAKER_00

Ich weiß es nicht. Keine Langeweile. Manche Menschen rufen auch an, nicht nur, weil sie Langeweile hat.

SPEAKER_01

Langeweile hat nichts anderes. Das Katzengesicht, das finde ich wirklich schlimm. Wenn ältere Damen sich so liften lassen und so durchoperieren lassen, dass irgendwas ist, das finde ich ganz fürchterlich.

SPEAKER_00

Die sehen halt auch alle gleich aus, ne, dann irgendwann. Also die sind. Das sieht ja auch nicht schön aus. Ich weiß nicht, ob die diesen Blickwinkel, also die werden sich selber ja trotzdem schön finden. Ich glaube nicht, dass sie erkennen, dass das nicht so schön geworden ist.

SPEAKER_01

Aber dann muss man sich ja erst recht fragen, warum erkennen sie es nicht, dass es beschissen aussieht.

SPEAKER_00

Ich glaube, weil sie zufrieden sind, dann keine Falten mehr zu haben, alles ein bisschen glatter zu haben. Die Lippen finde ich auch schlimm. Also ausgespritzte Lippen finde ich wirklich nach wie vor, also boah, schwierig, ne? Weil das sieht wirklich bei jeder Frau aus, also bei den wenigsten sage ich, ist es richtig gut gemacht. Ich meine, am Anfang ist es ja sowieso mal doll, wenn es dann abschwillt, kann es nochmal schön sein. Und ich verstehe, wenn du schmallippig unterwegs bist, dass du die vielleicht ein bisschen aufplumpen willst. Aber das sieht echt, boah, also da denke ich immer, manche, gerade bei den jungen Ladies ist es so, ich finde, die versauen sich damit auch. Die sind natürlich viel, viel hübscher. Oder wenn sie weniger machen würden. Ich habe ja nichts dagegen, spritzbotox und so weiter, mache ich auch alles. Aber ich finde, bei denen sieht das so unnatürlich aus und die haben das gar nicht nötig. Das nicht, das kann man so nicht sagen. Aber das tut mir mal leid, dass die es selber nicht merken.

SPEAKER_01

Würdet ihr da draußen euch eigentlich mal operieren lassen oder irgendwas machen lassen? Ich finde es schwierig. Ich bin aber wahrscheinlich, denke ich, auch ganz anders als man. Ich bin da viel pragmatischer.

SPEAKER_00

Also ich muss schon sagen, also so figürlich, also mein Bauch, den würde ich schon gerne mal richtig straffen lassen und so. Das hätte ich aber.

SPEAKER_01

Ja, gut, aber das ist ja auch ein Kollateralschaden durch den operativen Eingriff. Der ist ja nicht verwachsen, weil du zu fett bist.

SPEAKER_00

Ja, aber Pett ist trotzdem auch da.

SPEAKER_01

Aber trotzdem, das ist ja die Verformung durch die Operation. Und das ist, dass die BauchdGB ist, das hat ja einen anderen Bruch.

SPEAKER_00

Ich weiß nicht, die Angst vor den Operationen und vor den Folgen und den Schäden oder dem, was dann nicht gelingt, ist bei mir größer.

SPEAKER_01

Es ist nicht autarisch, wir sitzen hier im Podcast und reden über Krankheiten. Wir reden ja nicht über Krankheiten. Naja, aber trotzdem liften und verbessern. Daher kennst du wirklich so. Aus einem beschissenen Tag. Keine Lust mehr. Für mich sehr schlimm ist ja, ich fühle mich immer, auch gerade beim Sport, fühle ich mich ja wie 25. Am nächsten Morgen oder eigentlich schon danach denke ich immer, wo ist der Linienbus, der gerade über mich rübergefahren ist? Da tun Dinge weh, von denen ich nicht mehr wusste, dass sie überhaupt weh tun können. Das fällt mir sehr auf. Ja, du jaulst dann auch ordentlich.

SPEAKER_00

Aber da habe ich null Bild. Wenn du denkst, dass du noch hier der junge Hüpfer bist und zeigen musst, wie toll du Bälle wirst.

SPEAKER_01

Sie sagen es gerade live. Ach nee, ihr hört sie irgendwann aufgezeichnet. Ich sehe sie gerade live, sie wirft mir um die Ohren, dass ich ein alter Mann bin.

SPEAKER_00

Das habe ich damit nicht gesagt, aber du überschätzt dich halt noch. Ich überschätze dich mit deinem körperlichen Ding. Ja, du überschätzt dich halt.

SPEAKER_01

Dass ja also meine Mitbewohnerin das. 24,7 habe ich das und dann wundert sie, dass ich irgendwann auf Durchzug schalte. Ja, genau. Wir sind alle immer schuld. Eigentlich sind wir ja über die schönen Lashes reingekommen, ja. Was soll das?

SPEAKER_00

Die Lashes?

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Also warum macht man das? Na, es hat ja Vorteile, ne? Lashes zu tragen. Du musst dich, wobei die schminken sich ja auch noch zusätzlich die Augen, glaube ich. Aber du kannst ja, du stehst halt auf und siehst halt aus wie Doris Day, wo man auch mal gesagt hat, wenn die morgens wach wurde in den Filmen. Hätte die auch künstliche gemacht? Weiß ich gar nicht, bestimmt. Das ist heute auch. Ja, nee, aber. Aber ich denke, das ist einfach so, ja, werden die Augen größer, brauchst du eigentlich nicht mehr so viel. Ich weiß nicht warum. Ich keine Ahnung, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

SPEAKER_01

Vor allem, die sehen ja alles, also wenn du durch die Straßen gehst und gehst mal wegen Berlin in einer Bushaltestelle vorbei. Da stehen 40 Leute und von den 40 sind 20 Frauen und von den 20 Frauen haben 19 irgendwelche schiefgeklebten Wimper an der Kartoffel hängen.

SPEAKER_00

Ja, also ich finde, wie gesagt, die Nägel finde ich noch schlimmer und die Lippen, aber manche sehen schon aus mit ihren Lashes. Vor allen Dingen, dass sie selber, dafür kriegst du ja kein Kompliment, oder? Wird ihnen gesagt, du hast schöne Augen?

SPEAKER_01

Sagst du mich. Also ich sag auf gar keinen Fall. Zerfalle ich zu Staub.

SPEAKER_00

Ja, weiß ich nicht. Also das ist so, ja, kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.

SPEAKER_01

Wo haben sie das denn her? Haben sie diesen Trend? Das wird ja wahrscheinlich wieder virtueller Natur sein. Da haben sie irgendwo bei Insta, TikTok und Tralala gesehen. Aber wer sagt denn, dass das schön aussieht? Es muss ja Leute geben, die sagen, das sieht gut aus, das ist der neue Trend.

SPEAKER_00

Aber ich weiß gar nicht, ob man nur noch danach geht, dass andere sagen, das sieht gut aus. Ich glaube, man will selber für sich sagen, heute ist doch alles, du darfst ja keinen mehr kritisieren und keinen mehr beurteilen, sondern die sagen für sich selber, ich sehe toll damit aus. Das ist eine Einheitssuppe. Ja, so ist es, aber das nützt ja nichts.

SPEAKER_01

Ich habe früher mein Beuteschema, als ich damals jung war, vor vielen, vielen Jahren, war immer eher das Extravagante, aber nicht das extravagante Aufgepimte, sondern ich fand immer Menschen toll, die mir die, keine Ahnung, eine besondere Geschichte zu erzählen hatten, die so ein bisschen geheimnisvoll, also nie so wirklich greifbar gewesen sind und nicht so diese Omnipräsenten, die überall rumgerannt sind. So schlecht hat es dich nicht getroffen für den Moment. Nein, du bist ja die Beste, da ist ja völlig offen. Was haben wir denn für einen Querschläger diese Woche eigentlich?

SPEAKER_00

Querschläger. So, Querschläger, hau raus. Also, my Querschläger diese Woche is also da muss ich wirklich sagen, wie kann es sein, dass Leute ihre Hunde vor unser Tor scheißen lassen und die Kacke nicht aufheben. Ich hasse Menschen, die die Hundekacke nicht aufheben. Das regt mich auch auf, wenn der Hund einen Garten kackt und ich laufe nach hinten und da liegt ein Bolzen.

SPEAKER_01

Du läufst so gut wie nie nach hinten und wenn nur um irgendwelche Baumaßnahmen neu anzuordnen. Ansonsten hast du den Garten noch nicht gesehen.

SPEAKER_00

Das regt mich wirklich auf. Und dann sehen sie, ich meine, wenn wir mit dem Hund gehen, ja, habe ich eh mal einen Hundebeutel bei. Ich meine, du lässt ihn da kacken, wo es keiner geht.

SPEAKER_01

Du gehst ja nie mit dem Hund, das ist genauso wie mit Daten und Bohlen.

SPEAKER_00

Ach, du quatscht ein dusseliges Zeug. Nee, natürlich gehe ich mit dem Hund. Öfter als du.

SPEAKER_01

Ja, zum Fressen ab und wieder zurück, um ihn voll zu stopfen.

SPEAKER_00

Das ist doch überhaupt nicht das Thema. Wenn man mit dem Hund geht, nimmt man doch einen Kackbeutel mit. Wie kann es sein, dass du eine fette Wurst vor der Tür liegen lässt bei anderen vor dem Tor? Ich finde das unmöglich. Was ist das für eine Gesellschaft?

SPEAKER_01

Ich überlege gerade, ich glaube, das ist doch schon immer so gewesen. Also als ich bei meinen Eltern noch gewohnt habe oder so, bin ich da auf dem Tür. Und die haben da, man muss ja wissen, bei uns ist kein klassischer Gehweg vor der Tür, sondern es ist eher so ein Grünstreifen. Bei meinen Eltern, also ich dahne ein klassischer Gehweg. Und wenn da der Riesenturm gelegen hat und gedampft hat, fand ich das nochmal doppelt eklig. Also ich verstehe es auch nicht. Ich finde es wirklich unanständig. Auf der anderen Seite muss ich sagen, es ist nicht so, dass ich nicht auch mal den einen oder anderen unter die Tanne geschleudert habe. Aber ich habe, lasse ihn nie liegen, das mache ich nicht.

SPEAKER_00

Ja, aber wenn er dünn macht, ist natürlich auch fies. Wie witze das, dann ist es natürlich so süß.

SPEAKER_01

Das habe ich nicht gesehen.

SPEAKER_00

Ja, genau. Und die sehen es aber auch nicht bei uns vor dem Tor. Ich finde es halt, also das regt mich wirklich auf. Da habe ich wieder so Riesenbolzen gesehen bei uns von der Tür.

SPEAKER_01

Da weiß ich, was das Schlimme ist, wenn ich der Rasenmäher. Vor dem Grundstück haben wir solche Regenkuhlen, wo das Regenwasser besser abläuft. Und die sind im Sommer. Meinst du, das sind Regenkugeln? Nein, die machen das nur, dass du da nicht parkst. Nein, das regent noch.

unknown

Also.

SPEAKER_01

Haben wir früher auch nicht gemacht. Ja, wie auch immer, da sind coolen und die wachsen im Sommer zu, weil die Gemeinde natürlich auch draußen diesen Grünstreifen mäht. Und wenn es mir dann irgendwann zu bunt wird und die alle vier Monate mal um die Ecke geritten kommen, nehme ich selbst den Rasenmäher und mäh dann da durch. Und wenn ich dann in meinen Flipflops da durchgehe und es plötzlich warm zwischen den Zehen hochkehlt.

SPEAKER_00

Oh, das ist ja ekelerregend. Ey, das ist ja ekelerregend. Genau. Und dann stehen die Flipflops drin. Man wundert sich, wer bei uns irgendwie einen abgedroschen hat.

SPEAKER_01

Im Garten bedenke ich, wo sind denn die Flipflops geblieben? Die mit dem Barfuß unterwegs. Er seid in jeder Baumschau.

SPEAKER_00

Das hat mich aufgeregt die Woche, weil das wirklich. Und sagst du dann da, was, wenn du die erwischt? Erwisch sie ja nicht. Das ist ja das Problem. Ich sehe dann irgendwann einen Karte. Ich sehe zwar schon Leute auch mit Hunden vorbeigehen. Vielleicht sind sie auch wütend die anderen Hunde, weil unser Hund am Tor so einen Affen macht. Und die denken so, Alter, ich kacke den mal aufs Bohr.

SPEAKER_01

Scheiße auf dem Schreibtisch.

SPEAKER_00

Keine Ahnung. Aber ich sehe die ja meist nicht, die das dann machen. Das ist ja in die Tanne davor. Aber wenn ich sie erwischen würde, ich glaube schon, dass sie.

SPEAKER_01

Ich spreche sie immer an. Ich habe schon zwei, drei Mal kam ich in den Genuss und habe gesagt, kannst du bitte den Scheiß auf mich des Hundes mit wegnehmen oder so. Und dann wird rumgemöbeln. Und der eine hatte tatsächlich. Normalerweise sagst du, du bist ja nicht so nett. Nee, ich hab's auch ein bisschen schärfer gesagt. Und der eine hatte tatsächlich keinen Hundebeutel mit, das war halt draußen Rasen gemäht und habe ihm von drinnen ein Geräut aus der Schublade. Und dann war er weggerannt. Nee, nö, nö, der ist und da Gebühr hat Angst gehabt, wenn der weggerannt wird, er hat hingekriegt, da kannst du sicherer sein.

SPEAKER_00

Ja, das denkst du in deinem Alter, aber das ist dann erst nicht mehr so. In der Idee. In der Theorie, ja.

SPEAKER_01

Wahrscheinlich nicht.

SPEAKER_00

Wahrscheinlich nicht. Aber das hat mich die Woche wirklich aufgeregt. Sowas kann ich einfach nicht leiden. Man kann bitte die Hundekacke wegmachen und ich finde, das darf schon sauber sein. Das regt mich auch auf Mallorca an unserer Straße auf, obwohl wir ja in dem Ort wohnen, der am saubersten ist. Aber wenn du da die Gehwege langsam bist. Ja, ja, der kriegt hier so ein blaues Fähnchen und so für die Sauberkeit. Aber wenn du früh morgens da lang gehst, wirklich da furchtbar aus wobei. Die kommen dann die Straßenreinigung und machen das dann auch alles weg. Aber wenn ich zum Bäcker gehe, ist die Straßenreinigung halt noch nicht.

SPEAKER_01

Ich glaube, Mallorca extrem cool finde, weiß gar nicht, wissen wahrscheinlich die meisten nicht, da kommt täglich die Müll ab vorne. Ja, das finde ich auch gut. Wirklich. Also, das ist wirklich, da hast du keine rumschinkenden Möglichkeiten.

SPEAKER_00

Na gut, da sind ja auch Wohnungen. Du hast ja die, du schmeißt das ja draußen in so einen großen Container.

SPEAKER_01

Das hat auch mit der Wärme zu tun, weil das ja auch alles vor sich her faulen würde und dann noch eine ganz andere Geruchsböde. Aber das finde ich, das finde ich großartig. Da hast du immer leere Mülleimer, die du nutzen kannst und nichts, wo du oben rauf stopfen musst oder irgendwie Mülleimer-Tetris spielen musst oder irgendwie sowas. Das mag ich sehr. Ah, das ist gut.

SPEAKER_00

So, und nu? Wat unnu. Sind wir fertig? Ja, wir sind gleich fertig. Ich mit dir sowieso. Was hast du noch für mich? Was? Was hast denn du noch für mich? Nee, gar nichts für dich, habe ich. War es das schon mit Folge 2? Ist das völlig langweilig, oder was? Du machst es gerade langweilig. Ich mach das langweilig. Ja. Mann, quatsch doch nicht. Das ist, also ich weiß ja nicht, was an deinem Tag so dran ist. An meinem ist immer so viel dran, da könntest du tausend Sachen zu erziehen. Jetzt ist ja auch wieder alles. Das Kleinkind ist krank, die Große, die pröltelt rum mit ihrem Knie, jetzt geht sie ja wieder endlich in die Arbeit, in die Schule. Das ist schon mal gut.

SPEAKER_01

Mein Aufreger der Woche war tatsächlich gestern Abend. Warum? Als sie mir bei der Physiotherapie, als ich auf der Pritsche gelegen hatte und sie daneben gesagt und hat, offenbart hat, dass ich für ihre künftige Wohnung bürgen soll. Muss. Muss war der Wort. Wo ich sagte, ich muss, muss, muss ich hier gar nichts. Und warum sollte ich für deine Bude bürgen? So denken die heutzutage tatsächlich auch. Weil ich gerade. Aber brauchte man.

SPEAKER_00

Hab ich einen Bürgen gehabt? Ich glaube nicht. Beim Auto und beim Burger. Man hat auch drei Kautionen gemacht und also. Die Kaution, ja. Wie Kaution, aber dann gab es auch keine Bürger, oder?

SPEAKER_01

Bei der Wohnung kann ich tatsächlich auch nicht daran erinnern. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mal irgendwie eines meiner ersten Autos finanziert habe, bin ich fast zu Hause rausgeflogen. Weil mein Vater da so ganz, der kauft bis heute seine Autos immer noch am liebsten bar und als Neuwagen versteht, aber muss er auch nicht mehr. Und da brauchte ich einen Burger. Das war ein Riesentalbeit zu Hause. Das weiß ich. Also so wie gestern eigentlich auch. Aber die setzt sich einfach voraus, musste Burger. Und dann erzählst du mir, weißt du, die anderen machen das auch so. Ich sag, ach, und erhältst du dich tatsächlich mit den Mitbewerbern auf deiner Wohnung darüber, wer für die birgt, das glaube ich dir nicht. Und da hat sie sich selbst erschrocken, dass die Geschichte wirklich sehr, sehr holprig gewesen ist und ist da zurückgeholt. Aber da darf ich dann den nächsten Dollar abtröten für.

SPEAKER_00

Klar, naja, drückst ja nicht ab. Du bist ja erstmal nur Bürger. Bestenfalls drückst du dich ab, weiß man ja nicht. Aber es ist so.

SPEAKER_01

Nehme mal vor, die haut ihre ganze Knete bei DM oder Rossmann oder Starbucks auf Kopf und kommt dann um die Ecke. Das möchte ich nicht erleben. Das möchte ich nicht erleben, was dann los ist.

SPEAKER_00

Na, das wird ziemlich. Der Geist schafft die Materialien, genau, das machen wir nicht. Wir freuen uns, dass es aus dem eigenen Bein steht. Ich gehe davon aus, dass du ihr auch genau das so gesagt hast, dass das bitte nicht passiert, weil sonst möchte sie dich nicht erleben. Davon gehe ich aus, dass du das so gesagt hast. Also insofern wird sie schon in Panik sein und das wahrscheinlich auch nichts gehen, sage ich.

SPEAKER_01

Verstehst du eigentlich die Eltern, die traurig, wenn ihre Kinder ausziehen?

SPEAKER_00

Weiß ich jetzt gerade nicht.

SPEAKER_01

Du musst gerade nicht antworten.

SPEAKER_00

Das weiß ich jetzt gerade nicht. Also ja, ich verstehe das schon, weil das natürlich ein Einschnitt ist ins Leben. Das ist halt, also auch das eigene Leben verändert sich wieder, aber ja nicht zwingend zum Negativen. Also natürlich ist es komisch, wenn dein Kind plötzlich groß ist und nicht mehr dein kleines Mäuschen, aber das ist ja schon jetzt fünf Jahre der Prozess, dass es nicht mehr zwingend, kleines Mäuschen ist. Insofern ist es dann auch okay, wenn die ihren Weg gehen. Also das ist dann auch in Ordnung. Aber ich finde eben, so wie wir es auch schon gesagt haben, dann müssen die halt auch ihren Weg gehen. Und ich meine, und in der Tat, da sind wir auch wieder, um das Eingangsthema nochmal abzuschließen, wenn ich sehe, was die alles in den Schränken hat, also was die, als ich in dem Alter war, gut, kann man nicht mehr vergleichen. Das ist ja wieder bei früheren Leuten.

SPEAKER_01

Da hat man nur fließen Wasser zu der Spaß.

SPEAKER_00

Ach, du bist ein Spinner, das hatten wir immer. Aber da werden sich Augenpads geklebt, Patches, dann wird hier, dann da nochmal, und dann nehmen wir das hier für die Munti-Gene und hier for the Haare und dann gibt es da nochmal ein Öl und dann haben wir noch 10 verschiedene that and this.

SPEAKER_01

In dem Alter, ich bin Rossmann und DM so.

SPEAKER_00

Hast du denn heute den ganzen Tag mit Rossmann und DM?

SPEAKER_01

Ja, weil die war gestern mit Lotter bei Rossmann. And what alles an Schnitt. Ich meine, der Laden verlockt ja auch. Das ist da auch oft. Ja, genau. Und da geht man, this is let's end it the gleich wie das Ikea-System. You geh durch die Reihen and sagt, ach, das kann ich auch nochmal gebrauchen. Ach, das nehme ich auch nochmal mit. Und die Spülung hier und ach die Augenpatches. Und dann bist du heute 100 Glocken an der Kasse los und wolltest eigentlich dir nur eine Mundspülung und eine Zahnpasta holen oder sowas. Die sind schon gut aufgestellt und DM ist genau das gleiche. Umsonst expandieren die ja auch so wie blöde.

SPEAKER_00

Ja, das gönne es denen auch. Das ist schon.

SPEAKER_01

Wo hat man denn den Kram früher gekauft? Also ein bisschen aber früher.

SPEAKER_00

Ja, weiß ja nicht. Im Supermarkt. War super? Nee, es gab Drogeriemärkte, gab es schon immer als sonst auch, ja.

SPEAKER_01

Ach, hier Schlecker gab es. Familie Schlecker, die haben wir dann irgendwann hochgerissen. Da waren aber auch immer gefühlt nur 65-Jährige, die an der Kasse gesessen haben und ausgebeutet wurden.

SPEAKER_00

Weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall so, die Verführung ist natürlich groß, aber die lassen sich halt von allen Trends auch machen. Und dann müssen es eben die Lashes sein. Hat sie doch auch eine Zeit lang dann angefangen zu kleben, aber das ist auch wieder aufgegeben.

SPEAKER_01

Da bei ihr sah es, also das fand ich, das stand ihr überhaupt gar nicht. Das ist nicht Glotter.

SPEAKER_00

Naja, vielleicht hat sie es komisch geklebt einfach. Weiß man nicht. Ist ja auch nicht so einfach, die zu kleben. Wobei ich fand, das hat sie dafür gar nicht schlecht gemacht. Aber das ist ja dann auch schnell aufgegeben. Und die Kohle, die du dafür rausbrätst in dem Alter, ich finde einfach, man verniert dann eben das Verhältnis.

SPEAKER_01

Die für unsere Zuhörer verstehen uns wohl gerade und sagen, die sprechen mir aus der Seele.

SPEAKER_00

Also dich versteht keiner, aber mich vielleicht schon. Nein, ich denke schon, dass es da einige gibt, also die zumindest die Kinder haben in einem ähnlichen Alter, die werden das wohl verstehen oder schon Kinder hatten oder die auch keine Kinder haben und sagen, ey, das wäre mir schon.

SPEAKER_01

Eines Tages werden wir zu Hause sitzen wahrscheinlich und sagen, ach, wie war es schöner, als unsere Kinder noch zu Hause machen. Jetzt züchten wir hier Geranien und, keine Ahnung.

SPEAKER_00

Ja, du wirst es sagen, weil du vor Langeweile stirbst dann, aber ich nicht. Ich habe immer zu tun.

SPEAKER_01

Du hast nachher keinen mehr, um den du dich kümmern kannst. Da wirst du dir zwangsläufig ein Hobby sein.

SPEAKER_00

Dann haben wir einen Hund, dann haben wir wensätliche, weißt du, wie wir.

SPEAKER_01

Hingegen haben immer zu tun. Du hast dich gerade gestern beschwert, dass ich so wenig zu Hause bin.

unknown

Ja.

SPEAKER_01

Ich sitze ja nicht draußen im Auto die Zeit ab und warte, dass ich noch.

SPEAKER_00

Auf dem Hof sogar. Da hörst du laut Musik oder telefonierst noch, wo ich denke, wann kommt der endlich rein? Was macht der da draußen? Ich hätte gerne einen Bauernhof irgendwann. Ja, ohne mich bin ich raus. Ich möchte Hühner haben. Wir wollen uns Hühner.

SPEAKER_01

Und willst du denn mit Hühnern?

SPEAKER_00

Und dann gibst noch zwei Schafe.

SPEAKER_01

Ja, genau, richtig. Und dann den Fuchs in der Hütte noch oder was?

SPEAKER_00

Nein, aber den hätte ich schon gerne. Also so, ist das nicht cool, so Selbstversorgerhof und so ein bisschen.

SPEAKER_01

Achso, ein Rad ab. Du arbeitest ja im Garten nicht mit. Das heißt ja für mich, ich mach dir den Selbstversorger. Kannst du direkt vergessen, verkleinern, nicht vergrößern am Halt.

SPEAKER_00

Um die Tiere kümmere ich mich sehr. Ja, streichen die alle anderen. Ah ja, doch auf, ich fütter die, ich kümmere.

SPEAKER_01

Überfüttern, nicht füttern, überfüttern.

SPEAKER_00

Nein, das mache ich auch nicht. Aber ich hätte schon gern so eigene Hühner, das fände ich irgendwie cool. Und zwei Schafe finde ich auch toll.

SPEAKER_01

Hast du dir die runde Kacke im Garten bestört?

SPEAKER_00

Was meinst du, was die machen? Ja, die kriegen Beutel unter den Hintern. So ein Hinweis. Und dann platzen wir den Beutel dann? Den lernt man auch so schmeißt. Mann ist wer?

SPEAKER_01

Dann ist Mann, ne?

SPEAKER_00

Mann ist Mann.

SPEAKER_01

Ja, genau.

SPEAKER_00

Aber das hätte ich schon so grundsätzlich fände ich das cool. Also später, ich finde schon eine Aufgabe, was ich später machen kann.

SPEAKER_01

Den Hühnerstein kann ich dir hinbauen. Ich kümmere mich ja nicht eben nicht einen Fingerschlag, mache ich daran. Klar, du hast nicht. Nein, ich esse die Eier, aber das mache ich nicht. Nein. Da hast du den Fuchs da rum, kommt der blöde Maler, der bei auf dem Dach wohnt und sagt, oh here, ne, Hähnchen-Eck, Hähnchen-Eckdrehst, einmal chicken mit Pommes, bitte.

SPEAKER_00

Weißt du, du malst immer so viele schrecklichen Bildern, oh Gott, schreckliche Bilder, die ja gar nicht so sind. Ich will damit nur sagen, wenn die Kinder weg sind, finde ich sicherlich eine Aufgabe. Ich erinnere dich dran. Was? Ich erinnere dich dran. Ich finde eine Aufgabe für dich.

SPEAKER_01

Da werde ich kaputt gepflegt.

SPEAKER_00

Wenn du so weitermachst, schaffst du es gar nicht bis dahin.

SPEAKER_01

Ja, stimmt. Ich hast vorhin kurz über Sehnsucht und dann über Verlangen gesprochen. Ich habe Verlangen am Mittagessen. Ich habe Hunger.

SPEAKER_00

Ich habe auch Hunger.

SPEAKER_01

Ja? Was essen wir?

SPEAKER_00

Asiatisch?

SPEAKER_01

Teil Ticken?

SPEAKER_00

Ich weiß nicht.

SPEAKER_01

Wir gucken gleich. Darf man nicht sagen.

SPEAKER_00

Nee, darf man auch nicht sagen.

SPEAKER_01

Das ist mir wieder rausgerutscht. Also ich habe Bock auf Teilcurry.

SPEAKER_00

Ja, dann können wir das doch erstmal.

SPEAKER_01

Gibt ihr auch Teil Curry?

SPEAKER_00

Ich weiß nicht. Also, ja, ist ja immer Unterschied. Aber heute habe ich auch Bock auf so ein bisschen Reise.

SPEAKER_01

Heierabend, oder? 30 Minuten Reise auf.

SPEAKER_00

Ja. Okay. Und dann können wir auf dem Weg mal vorbeifahren und gucken, wo es Hühner zu kaufen.

SPEAKER_01

Wo kauft man die dann? Können wir einen Deko-Huhn bei Salzen Kölle kaufen? Das stelle ich dir dann ans Bett oder so. Da kannst du streicheln jeden Abend bevor.

SPEAKER_00

Es geht nicht um das Streicheln. Es geht um dieses Naturverbundene. Das finde ich schön. Aber darüber sprechen wir mal in der nächsten Folge, weil es gibt auch noch andere. Haub von Natur. Nee, es gibt, da sprechen wir mal in der nächsten Folge drüber. Da gibt es einiges, was ich mit dir dann nochmal klären wollte.

SPEAKER_01

Dein Gehorn.

SPEAKER_00

Und mal. Gehabt doch.