XYZ - zwischen Brotdose und Burnout
Willkommen bei XYZ – zwischen Brotdose und Burnout, dem ehrlichen Podcast über das echte Leben zwischen Alltag, Familie, Job und dem Versuch, dabei nicht komplett durchzudrehen.
XYZ - zwischen Brotdose und Burnout
#3 Helikopter war gestern - mit dem Lastenrad zum Elternabend
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Wenn Dinkel-Dörte zum veganen Rachefeldzug gegen alle Fleischkonsumenten ausholt und ihre 14 WhatsApp-Gruppe für die Klasse eröffnet in der einmal mehr über Klassenfahrten, völlig ungerechte Benotungen, vegane Rezepte und unschuldige Kinder diskutiert wird, dann wissen alle : es ist wieder Elternabendzeit. An genau so einem durften Alida und Sascha kürzlich teilnehmen. Let´s go for Helikopter & Lastenfahrrad!
Los geht's zwischen Brotdose und Burnout. Was ist eigentlich Burnout? Oh, diese Woche wird es spannend hier in unserem Podcast, weil da gibt es ein Thema, da weiß ich, da wirst du dich so tierisch drüber aufregen. Und ich wahrscheinlich auch. Da wollte ich gerne mit dir drüber reden, was denn so los ist mit den Eltern in dieser Welt. Ja, erstmal Tag. Tag.
unknownTag.
SPEAKER_01Ich weiß noch nichts von dem Thema.
SPEAKER_00Du warst doch mit beim Elternabend, tu doch nichts.
SPEAKER_01Dann sprich doch auch vom Elternabend. So dubios und verschachtet, wie du dich hier gerade präsentierst, kann ich eigentlich gleich Schlussfolgerung, was es ist.
SPEAKER_00Ja, weil das war für mich wirklich ein.
SPEAKER_01Der geile Elternabend. Das war, das war der Ferrari unter den Elternabenden seit langem mal wieder. Ich hoffe, dass keine Elternabend. I hate it.
SPEAKER_00Ja, Elternabende sind ja immer, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, bestimmt, die sind immer wieder eine Herausforderung. Eigentlich hat man immer gar keinen Bock hinzugehen. Wenn man da war, sagt man, war ich da. Ja, und aber währenddessen erlebt man doch das ein oder andere, wo man sagt, ey krass, dass ich das nochmal mitbekomme. Und ja, das hat ordentlich für Zündstoff da auch gesorgt.
SPEAKER_01Da sitzen nur Motierte. Also, oder ich sag mal 90 Prozent Mutierte und drei oder vier Teilnahmslose. Das ist die Aufspaltung. Ich habe da tatsächlich das letzte Mal vor lauter Verzweiflung auch angefangen, eine Charakteristik umzusetzen und mal geschaut, welches Klientelmensch sitzt eigentlich beim Eltern. Da haben sie tolle Ergebnisse rausgekommen.
SPEAKER_00Also manche Eltern konnte ich nicht zuordnen, zu welchem Kind die gehören. Vielleicht ist es auch besser, weil ich dann auch gleich Gesichter da noch habe. Vielleicht ist es ganz gut. Aber ich muss schon sagen, das ist so, ich weiß auch nicht, die sind alle heutzutage, oder ich will nicht sagen alle, aber da ist schon ein Großteil dabei. Da kann ich, das habe ich schon im Kindergarten mir überlegt. Im Kindergarten war es schon so, wo Eltern dabei waren, wo ich dachte, krass.
SPEAKER_01Überengagiert, sag ich dir dazu.
SPEAKER_00Ja, ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber wo du wirklich denkst, ey, was ist denn mit euch passiert? Ihr habt ein Kind.
SPEAKER_01Das ist durchmutiert. Ich glaube, es ist aber auch eher ein Phänomen beim ersten Kind und viel weniger beim zweiten oder ist es eher eine DNA-Sache?
SPEAKER_00Na, ich glaube schon, dass das aber manche, die waren ja vorher cool und kaum haben sie ein Kind bekommen, haben die sich verändert. Das kennt man ja auch im Freundes- und Bekanntenkreis. Und natürlich.
SPEAKER_01Mutiert. Nicht verändert, mutiert.
SPEAKER_00Natürlich verändert man sich. Aber ich kann das dann in dem Moment, ich kann das nicht begreifen. Ich glaube, das ist auch bei Männern und Frauen, also bei Frauen ist es glaube ich noch ein Teil schlimmer. Gut, du wirst auch Mutti, das ist nochmal was anderes und anspruchsvoller.
SPEAKER_01Da wird dann plötzlich losgehekelt und Kinderklamotte genäht und geklöppelt und Klangschalen gedroschen. Das ist eine wirkliche Mutation, die stattfindet, sobald der Braten den Schacht verlassen hat. Sagbares ist so eine Ausdruck. Ja, aber so ist es ja. Also das ist bei dir zum Glück nicht. Ich bin heilfroh, aber es ist nicht so. Ja, das ist böse, aber ich muss es einfach aussprechen. Das ist wie so ein innerer Zwang, der sagt, sag es jetzt, sag's jetzt. Da sind schon viele, die sich sehr verändern. Also auch wenn du da mal so bei den Elternahnen durch die reinschaust, wie viele sich auch gehen lassen, körperlich. Textilseitig. Ich bin ein bisschen sehen aus wie textilseitig, das ist ja auch schön.
SPEAKER_00Ja, das finde ich, wobei ich das optisch.
SPEAKER_01Stirring sand da reingeschleppt und die Barfuß drin, mit denen die Frauen überhaben, ich darf es gleich sagen.
SPEAKER_00Ja, aber Männer haben ja auch die Römer lag schon dann teilweise. Lange Fußnägel sehen aus, wo du denkst, wo du denkst, was ist denn bei euch nicht richtig? Wenn die sich gehen lassen, finde ich es ganz schlimm. Auch fettige Haare, ungepflegt, du musst dich nicht schwingen. Die Schibo-Regenjacke. Aber ich finde so, dieses Ganze drumherum, also man wird ja wirklich, ich weiß nicht, weich gespült, plötzlich darf das nicht mehr. Und nein, und warum trinken ihre Kinder hier aus Plastikbechern? Ja, okay, ich finde auch vieles nicht gut, gerade im Bereich Plastik, aber die werden dann so früher, die das auch nicht interessiert. Ich will gar nicht wissen, wie die Partys gemacht haben. Da gab es auch die Mischung in der Cola.
SPEAKER_01Da gab es schon die ganz billigen Plastikdächer hier, diese aus Weichplastik, die man früher hatte und die danach ins Wasser geschmissen hat. Das waren bestimmt die schlimmsten damals. Aber das ist ein tolles Phänomen. Aber lustigerweise nicht nur bei Eltern haben, was immer schon, jetzt war aus dem Sport gesprochen, was immer schon auch der Graus war, waren die Eltern bei Handballspielen, die am Spielfeld randestehen, rumpöbeln und sich echauffieren, selbst nie den Ball geradeausgeworfen haben, geschweigert und geradeaus laufen können. Und die haben immer genervt, wenn sie dann auch, wenn du als ein Trainer aktiv bist, wenn sie da in die Aufstellung reinfuhrwerten wollen und dir erzählen wollen, warum das Kind zu spielen hat. Das ist Horror. Also das ist, glaube ich, sehr gut.
SPEAKER_00Da müsst ihr wissen, der Sascha trainiert die A-Jugend. Erste Männer jetzt. Erste Männer eines Sport, Handballclubs hier in der Gegend. Sehr erfolgreich. Liegt im Auge des Betrachters. Ja, noch nicht. Doch, du bist ja schon. Also alles, was du da angepackt hast. Und deswegen ist Handball, wissen wir ja, sein größtes Phänomen. Nicht Phänomen, seine Größe.
SPEAKER_01Allgemein. Das ist ja nicht nur meine einzige Betätigung im Sport. Also wir übernehmen da ja auch eine sehr verantwortungsvolle Rolle in einem Ehrenamt woanders.
SPEAKER_00Das ist ja auch in Ordnung, das finde ich auch richtig. Da können wir nochmal an anderer Stelle drüber spennen. Aber der Elternabend, das ist wirklich.
SPEAKER_01Zurück zur Dinkeldörte.
SPEAKER_00Dinkeldörte, das ist auch so ein Begriff. Gibt es sowas auch für Männer? Wie heißen die denn dann? Das sind diese Schwachköpfe, die wir morgens mit.
SPEAKER_01Das sind die Schwachköpfe, die wir morgens mit dem Lastenfahrrad von hinten wie Hacken fahren. Da haben sie vier Blagen, haben sie vorne im Lastenkorb drin und dann wird das. Unmöglich, das müsste verboten werden. Das ist so gefährlich auch, wie sie da lang fahren. Ja, und dann ist der Fahrrad hell ein bisschen ins Gesicht runtergezogen und die Wollsocken bis zu das Knie gezogen und dann wird er losgestrampelt und dann die Kinder mit Dickelstulle zur Schule gebracht.
SPEAKER_00Das würde ich ja nicht verkehrt, wenn die gesund essen, aber ich finde diese, also wie die angezogen sind teilweise. Ich frage mich dann auch, Muttis, warum fliegt ihr euch denn nicht? Nur weil ihr ein Kind bekommen habt, heißt ja nicht, dass ihr jetzt in der Tat die Kittelschütze umtun müsst und irgendwie euch gehen lassen müsst.
SPEAKER_01Ja, pass auf, ich habe das ja in der Teil beim letzten Elternabend. Du warst ja engagiert zugehört und hast auch mitdiskutiert da runter. Ich habe eher auf Durchzug geschaltet und habe diesmal nicht Käsekästchen geschnitten.
SPEAKER_00Nee, mitdiskutiert habe ich gar nicht. Sondern ich habe ganz einfach gesagt, ey Leute, nee, wir lassen nicht die Kinder entscheiden, was wir beim Sommerfest machen, sondern das entscheiden wir es.
SPEAKER_01Ich habe währenddessen ein bisschen auf Durchzug gescheitert und habe mal versucht, eine Charakteristik in die Teilnehmer des Elternabends reinzubringen, bin so auf fünf ganz wesentliche Charaktertypen eigentlich aufmerksam geworden.
SPEAKER_00Dinkeldörte weiß ich schon.
SPEAKER_01Dinkeldörte habe ich mich jetzt gerade schon verraten. Was ist so für dich die Dinkeldörte, die Klischeedinkeldörte? Das war das. Ich sage es, ist mir scheißegal.
SPEAKER_00Ich weiß, dass dir das scheißegal ist. Na, für mich sind die schon, die rein optisch etwas alternativ unterwegs sind, sag ich mal so. Also die auch wirklich. Insgrünversifft. Boah, das weiß ich auch. Ich hab Google harte These. Aber die optisch und die halt wirklich auch, nein, und jetzt wollen wir aber mal alle hier einen Stuhlkreis.
SPEAKER_01Um ein Kind darf keinen Zucker essen. Ja, genau. Lieber Bananen-Chips und Apfelchips habe ich hier eingepackt.
SPEAKER_00Genau so geht das. Genau, also die so bei allem irgendwas zu erzählen haben und die dann auch nah. Die besser wissen vor allem. Ja, und die, die einfach ihren Willen, finde ich, und das finde ich am schlimmsten, allen aufdrängeln wollen. Das mache ich nicht so gerne. Ja, die kommen dann schon und nur weil sie. Weil sie es für ihr Kind nicht möchte, soll es für alle anderen Kinder auch gelten. Und das finde ich immer so ein bisschen.
SPEAKER_01Und durchgesetzt werden, genau. Und wenn dann auch darauf eingehen, dann wird schnippisch reagiert. Genau. Okay, das ist.
SPEAKER_00Und dann bist du der Quertreiber, die blöde affektierte Olle, die Angeberin, die denkt, sie ist was Besseres. Nee, nachholfritte nicht, aber die denkt, sie ist was Besseres. Guckt mal hier, nur weil sie denkt, die arbeitet im Fernsehen, deswegen kann sie was draußen. Naja, das sind ja schon die Sachen, die dann. Hatte ich jetzt gar nicht. Naja.
SPEAKER_01So, das ist die Dinkeldörte. Dann haben wir, was mir auch ganz prägnant aufgefallen ist, aber das kennt glaube ich auch jeder und dass dieses Phänomen gibt, ist die Helikoptermutti.
SPEAKER_00Oh ja. Manchmal bin ich auch schon eine Helikoptermutti gewesen. Stimmt. Ja, aber nicht im das ist nicht, ich bin nicht Helikopter, das hatte ich auch mit Lothammer das Thema. Ich bin nicht Helikopter in dem Sinne, dass nun und überall, sondern mehr aus der Sorge heraus mache ich Dinge vielleicht übertriebenerweise als andere.
SPEAKER_01Ja, aber das Phänomen beim Elternamen ist tatsächlich das. Was ist denn für dich eine Helikoptermutter? Die Helikoptermutter ist für mich so das Sinnbild, die stellt Fragen, die punktuell so detailliert sind, dass die Lehrerin überlegen muss, ob sie nochmal neu studieren muss. So bin ich ja nicht.
SPEAKER_00Geil ist bei Klassenfahrten auch ganz kurz. Da muss ich dann sagen, yeah, and gibt es da, hatten wir in einem Elternamt, da warst du nicht dabei, da wurde dann tatsächlich. Ich war bei einem bisher dabei, oder war es noch schon mehr? Ja, aber da wurde tatsächlich gefragt, ob es denn in der Nähe, dort wo die Kinder dann ihren Schulausflug machen, also die Fanfahrt hin, nee, wie heißt das? Klassenfahrt hin, ob es dort ein Hotel gebe oder auch runtergepüpte für Eltern. Und dann wollte mit, oder was? Da hat irgendjemand, ich weiß nicht mehr, wie es war, aber irgendjemand, dem fand ich ganz witzig, war glaube ich ein Vater, der dann gesagt hat, Mensch, können wir uns ja mit dem Felsstecher da noch hinlegen oder brauchst du noch ein Feld.
SPEAKER_01Dann würde sie es tatsächlich tun, ohne es zu merken, dass es vielleicht ein bisschen zu viel ist.
SPEAKER_00Ein bisschen zu viel ist. Aber ich verstehe natürlich die Sorge. Ich hatte auch Angst, ach, Anfang Angst als Maler mit Maler. Ja, unser Kind. Als das zur ersten Kita-Reise mit war. Vier, fünf Tage. Hat sie doch vier mit Links gemacht. Die konnte nicht schwimmen, man hat ja schon Sorge. Sie sind ja auch nicht Baden gegangen bei Herbst. Nee, weißt du, warum ich. Aber deswegen kann sie ja trotzdem ersaufen. Weißt du, warum ich da Helikopter bin? Weil ich so viel lese, weil ich so viel sehe, weil ich so viel höre. Und deswegen sind meine Ängste viel größer als früher. Und wenn du ein Kind hast, das.
SPEAKER_01Vorsicht. Ja, du bist ja schon ein sehr besorgter Mensch. Nee, ich umsorge gerne. Ich bin nicht der. Das auch, aber ich sage gerne.
SPEAKER_00Nein, ich umsorge gerne.
SPEAKER_01Okay, lassen wir so stehen. Also, Helikopter haben wir, wir haben einen Dinkel dort. Und was ist mir noch aufgefallen? Genau, so der Klassiker. Das ist der WhatsApp-Gruppengründer. Oh ja. Der Überengagiere. Da wird eine WhatsApp-Gruppe nach allerdings um. Ganz ehrlich, ich vermeide jede WhatsApp-Gruppe, in die ich eingeklöppelt werden soll, auch beim Sport, bei der Arbeit. Ich hasse es, wenn das Telefon nur bimmelt, weil eins ist doch auch immer ein ungeschriebenes Gesetz. Kaum hast du diese Gruppe eröffnet, dauert es vielleicht vier Minuten, wo noch im Sinne der Sache besprochen wurde. Und dann ufert das völlig aus und läuft völlig aus dem Ruder, oder? Dann hast du nachher irgendwelche dusseln Fragen, Verkaufsangebote von dem alten Schlafi, der, der das Kind mit vier getragen hat, ob den dich noch jemand kaufen will. Und dann 80.000 Smileys. Genau, richtig. Und dann immer nur eins. Wink Winkel. Ich auch Winkel oder OMG oder so.
SPEAKER_00Das ist ja die Mann immer noch Bim, bim, bim, bim, bim, bim, bim. Ja, also ich bin auch, war ja jetzt auch, wurde ja abgestimmt. Zwei Leute waren dagegen. Eine davon war ich.
SPEAKER_01Die müsstest du dir ein T-Shirt drücken, lassen, wo dagegen draufsteht. Und da setzt du dich in den Eltern abends.
SPEAKER_00Ganz ehrlich, ich habe, also ich war dagegen, das konnten dann auch alle sehen. Noch eine weitere Mudi hatte sich auch dagegen entschieden. Jetzt gibt es trotzdem die WhatsApp-Gruppe, weil alle dafür waren. Ich bin aber nicht dabei. Ich bin nicht drin. Kann ich mich ja dann auch da rausziehen, weil ich eben genau das nicht möchte. Und hat jemand die Schulaufgaben und hat jemand heute den PP gesehen und den und wer auch immer.
SPEAKER_01Was haltet ihr davon, dass die Kinder am Whiteboard arbeiten? Soll das nicht lieber doch wieder kreizen?
SPEAKER_00Ja, und können wir nicht, ja, und können wir nicht nochmal darüber sprechen, was wurde da am letzten Elternamt. Und ich denke dann auch manchmal, auch die Leute, die dann später dich per Mail kontaktieren, war ja jetzt auch so, wo ich denke, warum hast du ja nichts im Elternamt gesagt? Da hast du nicht die, ah ja, aber da sagst du nichts. Aber jetzt im Nachhinein sagen ja, und wie ist das da mit der Besetzung und hier und so weiter.
SPEAKER_01Aber das ist ja auch so ein Gruppenphänomen, das ist allgemein in Gruppen, dass wenige Menschen die Traude und die Muße haben, etwas in der Gruppe zu sagen, sondern am liebsten immer erst hinten raus, wenn dieses Gruppenmeeting, das ist beim Job so, das ist im Sport, so das ist im Elternabend geschehen, dann kommen sie immer erst danach um die Ecke geritten, weil sie Angst haben oder sich peinlich berührt fühlen, in der großen Gruppe zu sprechen. Und ihre Wünsche.
SPEAKER_00Aber ich hatte keine Sorge, als besprochen wurde, was machen wir auf dem Sommerfest und dann fängt jemand an der Ha, dann lass uns mal hier Krebs machen oder Waffeln, wo du denkst, ey, Waffeln, Krebs, weißt du, was du da stehst, bis jemand eine Krebs oder eine Waffel hat. Nee, da war doch noch eine bescheuertere Idee, sondern was war denn das? Popcorn, ja genau. Nein, Kinder schminken. Kinderschminken, ja. Genau, bei 40 Grad und so. Wie schlimm es ist, alle Kinder haben sich für Kinderschminken entschieden. Die Kinder haben es ja entschieden. Die darfst du doch nicht fragen. Ja, das haben sie ja dann doch gemacht. Wir haben fünf Sachen ausgewählt und dann wurden die Kinder gefahren. Und wir haben alle Kinder schminken. Genau, dann stehen wir da trotlich bei 30 Grad. Du brauchst vor allen Kind eine Stunde. Na, du würdest ja nicht da stehen und ein Kind schminken. Guck nicht mal zu. Also es ist schon schwierig, sag ich mal, bei solchen. Und man will ja auch niemandem zu nahe treten, aber manche verkomplizieren, ist wirklich unnötig, sag ich mal.
SPEAKER_01Zwei habe ich noch.
SPEAKER_00Na?
SPEAKER_01Da sehe ich mich so. Ist einmal der völlig entspannte Vater oder der Unsichtbare. Nee, der Unsichtbare bist du nicht.
SPEAKER_00Der bist du nicht.
SPEAKER_01Ich bin der entspannte Vater. Da würde ich mich tatsächlich auch einkategorisieren, hat nichts vorbereitet, nichts gelesen und trifft trotzdem die besten Entscheidungen. Ja, genau. Oder?
SPEAKER_00Ja, das könnte passen.
SPEAKER_01Der Unsichtbare, der ist aber auch cool. Der kommt. Niemand nimmt ihn wahr, er geht. Das ist eine absolute Legende.
SPEAKER_00Da weißt du nicht mal. Der hat sich gerade aber noch eingetragen. Ach, der war auch da. Auf diesem Zettel wäre es anwesend, Anwesenheitsliste.
SPEAKER_01Genau, und es sind lustigerweise fast immer die Männer, also nicht die Frauen. Also das kann man eine gewisse Gleichgültigkeit unterstellen bei diesen Themen und zu wenig Engagement. Aber ich glaube, was das eigene Seelenheil angeht, ist das der beste Weg, durch so einen Elternabend durchzukommen. Kennt ihr das auch da draußen? Habt ihr auch solche Anekdoten oder solche überengagierten Dinkeldörtes in der Elternrunde mit sitzen, dann haut uns gerne mal in die Kommentare. I love it.
SPEAKER_00Ja, also es ist halt, es ist ja auch schwierig, da allen gerecht zu werden, das kann ich schon nachfragen. Aber die Lehrer tun mir auch echt leid, die haben keinen leichten Job heutzutage. Also da darf es ja noch nicht mal mehr, wie gesagt, dem Kind irgendwie ein Pflaster kleben oder eine Zecke entfernen oder irgendwas.
SPEAKER_01Du hast aber eine gedroschen gekriegt. Du? Ja. Zu wenig. Deutsch? Unter Red von Herrn Felsch, weiß ich noch. Das war noch, also das, Mann, das war, keine Ahnung, Anfang der 80er. Da herrscht noch strenges Regiment, wenn da die Lehrerschaft reinkam. Aufstehen, aufstehen, alle gemeinsam, oh Guten Morgen, Herr Lehrer oder Frau Lehrerin. Und wenn du da einen Mucks gemacht hast, gab es Saues. Aber ein Lehrer, es gibt ja auch immer diesen Blepo-Lehrer, den man dabei hatte, also den Dummdussel, der von allen verarscht wird, den hatten wir tatsächlich auch. Das war der Tierarzt. Der war eigentlich Tierarzt, ist dann Biolehrer geworden.
SPEAKER_00Aber die tun mir trotzdem leid. Also die Lehrer haben es nicht so leicht, sage ich mal, die tun mir echt leid. Aber bei dem Elternamt, das war auch wieder so eine bunte Mischung von allem, was dabei. Aber ich finde schon, dass viele Eltern, also dieses Überengagement nervt mich am meisten, da finde ich ja die Dinkeldörte.
SPEAKER_01Da fragst du dich ja auch tatsächlich, machen sie das für ihre Kinder oder machen sie es zum Selbstverwirklichungszweck? Also ich glaube, ihr zweiteres ist der viel größere Treiber dahinter, weil sie ihrer Ideologie des Lebens, die sie jetzt für sich zurecht, was ja auch legitim ist, aber die sie für sich zurechtgebaut haben, die wollen sie anderen überhelfen und das funktioniert schon.
SPEAKER_00Ja, genau. Und das finde ich dann auch schwierig. Oh, ich habe auch, wo wir mit Marla im Krankenhaus waren, weil sie ja so ihres Schweres Cheatest hat, da musste ich echt an mich halten. Da war eine Mutter, die saß mit uns in dem Bereich bei der Kinder, bei dem Kinder, also in dieser Station, Kinderstation. Genau, im Wartezimmer. Und dann fing die an, ihrer Tochter dort, also ein Buch vorzulesen, in einer Lautstärke, in einer, und es war ja nur auch spät, es war ja schon nachts. Natürlich musste die ihr Kind auch, die wollten irgendwie in Urlaub und das Kind hatte wohl kurz gesagt, es hätte Ohrenschmerzen und dann wurde gleich in die Notaufnahme gefahren.
SPEAKER_01Allein deswegen. Und dann gibt sie ja noch an, sie ist Kollegin und dann musste sie ja wissen, dass sie mit so einem Geschiss nicht in die Notaufnahme gefahren. Das hat mich auch ein bisschen gewundert. Die ist keine Kollege, die war bestimmt.
SPEAKER_00Ich weiß es nicht. Sie haute dem dort an der Rezeption, ne, Rezeption an der Anmeldung, haute die ihm ja auch schon irgendwelche Fachbegriffe ums Ohr, dass sie jetzt nicht so ein Teil hat, was man das Ohr stopft und deswegen konnte sie da selber nicht gucken, ob im Ohr, deswegen ist sie hier damit das Ohr einmal angeguckt wird, weil sie ja in Urlaub fahren und so. Das Kind wirkte jetzt nicht so, kann ja auch täuschen, würde ich jetzt nicht unterstellen. Aber wir saßen da mit einem fiebrigen Kind, mit schwer Husten, Schnupfen, Mandelentzündung, Ohrenentzündung, also alles vom war auch okay. Das ist ja auch, kann ja jeder für sich selber entscheiden, wann er wie auch da zum Arzt geht. Aber dann das komplette Wartezimmer zu belästigen, weil sie in einer Lautstärke gelesen hat in diesem Buch.
SPEAKER_01Das war ja auch nicht ihr Geschichte, das war das ganze Buch geschafft.
SPEAKER_00Ja, genau. Und das Kind hat sich null dafür interessiert, hat immer nur, hat schon fast gepennt. Und sie fing immer wieder an. Und ich mag das auch nicht, wenn Leute so laut reden mit anderen, dass sie auffallen in einem Raum. Also so, dass du sie ja wahrnimmst. Ich denke dann auch immer, die will auch wahrnimmt. Die hat du hier Barfuß-Zähnentrennerschuhe an oder irgendwie sowas. Zehentrennerschuhe. Das ist auch echt schwierig. Ja, und dann sitzt sie da und dann erzählt sie und ja, und dann, wenn sie in einer dritten Person von sich reden, dann wird es ganz hart. Also wenn dann ist so. Ja, und die Mutti, die macht dann, also ganz ehrlich, das ist.
SPEAKER_01Mach mir noch ein paar Abwäsche. Dörobst, kriegst du noch weiter.
SPEAKER_00Nee, die sagt ja auch so, die Mutti bringt jetzt mal das Buch. Du musst doch nicht kommentieren, was du machst. Das sieht dein Kind. Sie, ja. Sie wollte wahrgenommen werden, so wie wir. Aber das hat mich so genervt. Und das ging ja nicht, weißt du, wenn du deinem Kind mal eine Geschichte vorliest, kannst du ja auch leise machen oder in Ruhe. Aber die hat ja wirklich 20 Minuten, eine halbe Stunde, was wir da gesessen haben. Die hat ja ein Buch, ich weiß nicht, ob sie selber die Bücher lesen wollte, die Piratenbücher, aber die hat wirklich, die hat ja nicht aufgehört. Das ging ja immer, das Kind wollte schon gar nicht, er hat schon am Handy rumgespielt und die liest noch weiter in diesem Buch. Dann liest es leise. Aber das, sowas riecht mich dann auf. Man ist ja eh schon genervt, weil das einfach eine in der Nacht kranke Kind und warten ist ja alles immer doof. Und dann noch eine, die meinte. Wobei, wir mussten ja zum Glück durch lange warten. Nein, nicht ewig, das haben sie gut gemacht, aber das haben wir auch schon anders erlebt. Aber das sind so die, boah, das riecht mich einfach.
SPEAKER_01Aber ist es nicht ein Klassiker, dass die Kinder immer so am Wochenende krank werden, dass man benötigt ist, am Wochenende irgendwie in der Nacht ins Krankenhaus zu fahren. Das passiert ja gefühlt nie unter der Woche, da funktioniert der Automat immer noch in der Schule und irgendwie sowas. Und am Wochenende reißen sie alle Vierer von sich und dann geht's los.
SPEAKER_00Ja, das ist ja immer so.
SPEAKER_01Krasse ist da, wie viele Nächte wir da schon gesessen haben. Wo du auch schon eingeknastet warst, da über zwei Wochen oder wie lange ich war.
SPEAKER_00Ja, weil oft ist es ja bei uns immer geendet, da quält es harten raus. Wir bleiben gleich drin. Wir bleiben gleich drin, weil das ist dann der Nobel. Ich kann eigentlich schon mal vorab mal eine Papier. Oder ein Zimmer so passiert. Ja, das ist schon, das ist schon ein bisschen blöd, muss ich schon mal sagen. Oh schlimm.
SPEAKER_01Also wirklich, also ja, wirklich schlimm.
SPEAKER_00So. Blöd war auch.
SPEAKER_01Na?
SPEAKER_00Der Querschläger.
SPEAKER_01Querschläger. Ups. Wisst ihr eigentlich, worüber ich mich so richtig aufgeregt habe? Das fuckt mich so dermaßen ab. Wahrscheinlich werden drei Viertel der Leute da draußen den Kopf schütteln, aber ich bin da, ich kann einfach nicht anders. Weißt du, alles dürfen die Kinder, die dürfen Energies trinken, Monster, Red Bull, was die wappen wie die blöden und die rauchen Cannabis und und on. Und mir verbieten sie die letzte Mentholquelle auf dieser Welt. Ich habe zu meiner Schande, ich rauche, keine Zigaretten, sondern Tereas, also hier die Icors. Und es gab immer so geile. Deiner Schande. Ja, naja, ich bin Suchtbolzen halt. Aber es gab so, ich habe sie geliebt. Die Caddy Selection oder die Blue Selection. Das waren so schön mentolige Zigaretten, die habe ich, oder Sticks, die habe ich geliebt. Und jetzt hat die Europäische Union den Scheiß auch noch verboten.
SPEAKER_00Ja, das verstehe ich auch nicht.
SPEAKER_01Da könnten wir ein Messer in der Tasche aufgehen für.
SPEAKER_00Na gut, es ist natürlich rauchen, ne? Soll man nicht. Und darf gar nicht mehr gerauchen. Wenn Mentholrauch ist, dann ist das die Einstiegsdroge, dann wirst du auch bald. Bullshit. Wirst du auch bald schnupfen. Ich weiß es nicht. So Schnupftabak, gibt es den eigentlich noch? Ja, den Kautabak weiß ich, aber Schnupf. Doch, gibt es auch. Kautabak nie wieder gesehen. Schnoos gibt's.
SPEAKER_01Ja, Snooze, aber es gibt auch Schnupftabak, ja. Ja, und der hat doch auch immer Tonnen von Menthol, was Sepp Meyer genommen hatte, diese blaue Dose. Die habe ich mir zweimal reingehauen und dachte mir, ich hätte mir die letzten Hirnzellen rausgeblasen aus dem Mittel. Ja, das ist 100 Jahre her.
SPEAKER_00Nee, deswegen nicht. Dann kannst du dir doch sowas holen. Wenn das das noch gedacht hast.
SPEAKER_01Finde ich so unangenehm. Das ist kein geiles Gefühl.
SPEAKER_00Ja, also ich finde schon, die verbieten alles Mögliche, weil es so.
SPEAKER_01Die schwachsen teilweise. Aber auf der anderen Seite diese ganze Chemiekacke, also ja gut, hier ist auch wahrscheinlich Chemie drin, das funktioniert nicht. Es nervt mich. Es nervt mich, weil ich habe sie geliebt. Und jetzt muss ich irgendwie entweder ganz aufhören, was wahrscheinlich das Sinnvollste wäre, oder aber irgendwelche adäquaten Alternativen finden. Und jetzt habe ich schon ein bisschen was ausprobiert, aber das ist alles keine Alternative.
SPEAKER_00Nee, das finde ich auch nicht gut. Die verbieten halt immer das, was geil ist, ne? Das ist nicht. Ja, schock nicht. Aber klar, da müssen wir aufhören. So oder so sollten wir das tun. Aber.
SPEAKER_01Wusstest du, dass Red Bull als früher auf dem deutschen Markt, oder es durfte lange Zeit nicht auf den deutschen Markt kommen, weil der Taurin der halt so hoch gewesen ist. Das war auch schon 30 Jahre ja wahrscheinlich her. Wusste ich. Aber da hat mein bester Kuppel. mir das mal aus Österreich sich geholt und fand das cool. Mir hat es noch nie wirklich geschmeckt mit Wodka mal irgendwie im Brat gebrannt.
SPEAKER_00Andere mögen das ja. Aber ich finde, es wird so viel durchgelassen in der Tat. Ich finde diese Waves, Waves, wie heißt das? Waves, ja. Die finde ich ganz schlimm. Oder die Liquids, all das, das ist ja auch nicht gesund. Also braucht mir doch keiner erzählen. Das darfst du alles haben und das dürfen die auch konsumieren, die Jugendgefühlt. Dann musst du wirklich konsequenter sein. Aber uns die schönen Menthol wegzunehmen, das ist eine Köln.
SPEAKER_01Ja, also Handmessen, das könnte ich Ewigkeiten nicht mehr diese riesen, wie heißen die dann, diese riesen Liquidzatoren oder diese großen E-Zigaretten, weißt du, die so groß sind wie ein Ziegelstein und dampfen, als wenn ich irgendwie eine Diesellok mit hohen X-Geschwindigkeit über den Bahn dann knallt. Kennst du diese Dinger? Nicht die kleinen Waves, sondern diese Riesenapparate. Wo ich auch denke, ey, das ist ja, das kann ja nicht gesund, also gesund ist gar nichts, aber das ist ja nur Chemie und dann mit so viel Dampf vermischt.
SPEAKER_00Nein, ich finde einfach oft ist es so, oder das nervt mich, dass es wie eine Doppelmoral ist. Weißt du, auf der einen Seite sagt.
SPEAKER_01Das habe ich ja auch, ich echauffiere mich ja hier gerade Doppelmoral.
SPEAKER_00Wieso? Nein, sie sagen, das ist schädlich, das muss weg, das ist eine Einstiegshose, aber bei anderen Sachen, da ist es noch erlaubt. Verstehst du das?
SPEAKER_01Ja, und das Kleidung war ja ein allgemein europäisches Verbot, oder ist es ja? Ja. Und das erste Land, was es umgesetzt hat, war, wäre natürlich wir. Vor drei Jahren, Polen, Spanien, wer auch immer, die haben die alle fröhlich weiterverkauft und sind jetzt erst drei Jahre später oder dreieinhalb Jahre später an dem Punkt angekommen, dass sie es nicht mehr verkaufen. Also auch, so viel zum Thema überengagiert sein. Das ist ein Aufreger der Woche, das flieg ich aber nettlich. Ich bin so, das nervt mich so dermaßen ab. Aber ja, das verstehe ich.
SPEAKER_00Na, irgendwas anderes kriegst du schon weggequalmt. Hat dich nichts aufgeregt, die Woche? Nee, die Woche hatte ich gar nichts. Also erstaunlicherweise, diese Woche gab es gar nichts, was mich aufgeregt hat. Also wahrscheinlich, weil ich mich jeden Tag aufrege und mir das nicht mehr merken kann. Aber es gab nichts, was mich wirklich so massiv getriggert hat. Aber es kommt bestimmt noch was, wahrscheinlich heute, wo ich jetzt darüber gesprochen habe. Aber heute, diese Woche, war gar nichts. Also es gibt ja immer mal was.
SPEAKER_01Nö, ich find's mal gut, wenn ich mich mal nicht aufregen. Also ich hab noch mehr Themen. Also ich rede mich immer noch über die, aber das hat sich jetzt gerade mit dem heutigen Tage geregelt, aber hat auch gute acht Wochen gedauert und 1000 Euro später habe ich dann jetzt endlich die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung, wo ich erstmal mit der rumdiskutieren musste, warum ich jetzt meinen Rechtsschutz in Anspruch nehmen wollte. Und der Fall ist glasklar. Das ist nichts, was man eventuell anders irgendwie interpretieren könnte oder in der Rechtsauslegung anders tauscht. Der ist blockenklar, dieser Fall.
SPEAKER_00Aber das ist grundsätzlich etwas, wo ich mich aufrege. Das kommt nicht wöchentlich, das ist ja permanent. Ob du eine Versicherung hast, ob du es mit der Krankenkasse, diese Diskussion, überall wennst du hinterher, überall musst du, kriegst du keinen ans Telefon und dann muss es nochmal gecheckt werden. Und noch geht ja schon los bei der Tablettenbestellung für die Mutter. Weißt du, dass dann irgendwie die schreiben, nee, die kriegt jetzt keine, weil die hat er erst bekommen. Ja, habt ihr mal gerechnet, wie viel die nimmt am Tag. Das passt, geht sich nicht aus, es reicht nicht bis dann. Und dann, das schreibe ich zehnmal hin und her. Dass ich ihn einmal hinsetzt und man nachrechnet und so, du geht es kann denn da nicht passen. Genau. Und dann frage ich den Doc, der wirklich kompetent und top ist wirklich und muss den noch belästigen, wo der jetzt in Rente geht und sagen, irgendwas passt da nicht, die schicken keiner, aber Mama braucht die Tabletten. Das hat mich zwei Tage gekostet. Sowas nervt mich dann schon. Aber deswegen auch wie mit der Rechtsschuss, das ist ja gefühlt wöchentlich. Immer irgendwie.
SPEAKER_01Ja, wenn man reicht zusätzlich durch, ich muss ja dann bin wieder genötigt, einen Anwalt drauf anzusetzen, der mein Recht auf meine Rechtsschutzversicherung, die ich mit teurem Geld bezahlt habe, zusätzlich bezahlen zum ließen. Die haben alle ein Rad ab oder was. Und du kannst dich nicht dagegen wehren. Du stehst da wieder Ochs vom Berg und sagst, toll, welche Möglichkeiten habe ich? Wir müssen einen Anwalt einschalten, um wieder Rechtsschutz in Anspruch nehmen zu können für einen anderen Rechtsfall. Ja, das ist völlig behindert. Also wirklich fake behindert. That's Germany. That's Germany. Oh, I hope you speak English fluently.
SPEAKER_00Nee, das tue ich nicht, aber habe ich auch früher schon nicht. Da bin ich ja schon mit Baden gewesen.
SPEAKER_01Der ist russische Mädchen, ne? Auch nicht. In der Schule hatten die aber russisch, ne?
SPEAKER_00Ja, wir hatten Russisch, ja. Und Englisch? Englisch ab der siebten.
SPEAKER_01Ihr müsst ja wissen, hier prallen zwei Welten, Ost und West aufeinander, die sich aber dann.
SPEAKER_00Das meinst du, das haben die noch nicht gemerkt. So eine Around Sonnenart, ne? Meinst du, das haben die noch nicht gemerkt.
SPEAKER_01Das meinst du haben die noch nicht gemacht? Ich habe mir irgendwann mal vorgenommen, ich unterwandere die in die andere Richtung. Von West nach Ost drüber. Ja, machen wir von West nach Ost. Ja, hab ich ja gemacht. Schon vor deiner Zeit. Ja. Ja, bin ich nach ins wunderschöne Palen gezogen, also ein Grenzdorf gewesen, wo du die Hochprivilegierten. Da hat Frau Walaschewski gewohnt, unter anderem. Frau Walaschewski hatte bei uns immer nur den Spitznamen ihr im Gartenzaun, weil die hat immer hinter der Hecke gestanden und hat alles wirklich im Blick gehabt. Typisch so Kittelschürze, Ost, Kittelschürze, alte Mutsch irgendwie und die wusste über alles in diesem Dorf Bescheid. Das war wirklich schlimm. Du konntest die.
SPEAKER_00Aber das ist bei den Dörfern in der Tat so. Ich weiß noch, wenn wir früher nach Kannawurf, das ist so ein Dorf, wo meine Mutter lange gelebt ist. Ja, bei Erfurt, also in Thüringen irgendwo. Und da war es wirklich so, wir sind zum Dorf reingefahren. Da gab es ja keine Telefon. Und die wussten schon, dass wir da sind. Ich weiß nicht, wie die das gemacht haben. Ob die schnell eine Brieftaube los oder geklopft haben, unterirdisch, ich weiß nicht. Wir sind da rein und du hast immer gesehen, und es war halt wirklich auch, Carsten und ich, also mein Bruder und ich habe manchmal im Lader dann gesessen und haben gedacht, oh echt schlimm jetzt.
SPEAKER_01Die waren ja damals privilegiert. Die haben ja keinen Trabi gefahren, die haben ja eine Lava gefahren. Ja, weil der Lava der Polizei war.
SPEAKER_00Ja, denke ich, weiß ich nicht, aber wir haben trotzdem lange auf dem Auto gewartet, so ist es ja nicht. Aber wir sind da echt zum Dorf rein und du hast es immer gesehen, die haben dann auch immer, die haben das nicht so offensichtlich gemacht. Nicht so wie bei dir, dass die da hinterm Gartenzorn schon. Ich dachte, sie wären nicht auch so. Die Gardinen wackeln sind, da bist du, weißt du, so diese weißen oder über die hässlichen, so halben Gardinen am Fenster. Und das ist wirklich wie bei Domino, du bist diese Straße an jedem Fenster on jedem Haus. Also das war schon sehr, sehr.
SPEAKER_01Aber das bauen wir immer noch so.
SPEAKER_00Bitte?
SPEAKER_01Wie heinem Straße? Wenn ich mit dem Auto ankomme, sehe ich die Gardine auch immer wackeln. Okay, alles klar, ich weiß das.
SPEAKER_00So we müssen jetzt aufhören, weil jetzt geht das beste Schwiegermutter. Jetzt geht das Gespräch in eine Richtung, wo es wirklich noch schärfer werden könnte und gefährlich für dich. Good, ich muss eh anders ran. Yeah, musst du arbeiten? Ich muss arbeiten, ja. Du hast ja Freizeit oder sofort. Ich habe nie Freizeit, dass du das nicht verstehst. Nur weil ich nicht arbeite unter der Woche, sondern am Wochenenden. Das heißt, unter der Woche bespiele ich alles, damit der Herr des Hauses auch was zwischen den Backen ist.
SPEAKER_01Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee. Also so oft ist es ja auch nicht, dass ich jemals zu essen. Also nicht jeden Tag, dass ich irgendwie Mittag gekocht bekomme oder sowas. Das wäre ja auch noch schöner. Wann soll ich das machen? Und du hast gesagt, du bespielst den Herrn des Hauses immer. Auch. Ich habe viel zu tun. Ja, mit Arbeitsaufträgen. Ja, ich habe ja auch. Ja, wenn sie sagt, wir müssen mal, dann weiß ich, okay, alles klar, ich bin dran. Sie orchestriert und vergibt Aufträge, ich bin dann die Exekutive.
SPEAKER_00Aber nicht etwa, dass ich mal einmal höre. Sehr gerne, na doch, sehr gerne sagst du, aber mit dem Kokenweg.
SPEAKER_01Ich habe dir ganz Cordonble gemacht, das war sehr köstlich.
SPEAKER_00Das ist ja auch die Mega-Kochkunst. Du stellst mich immer hin, weißt du.
SPEAKER_01Das meine ich ganz wirklich mega köstlich. Ich liebe Cordonble, wenn man die alle, weiß ich nicht, sechs Monate mal ist. Das ist echt das geil, das ist was Besonderes. Aber die kann gut kochen. Die kann wirklich. Ist Schluss jetzt, ich möchte nicht mehr heute.
SPEAKER_00Wollt ihr wissen, nein? Nein. Geschnetzelt hat sie sensation. Nein, es interessiert ja auch nicht. Das ist ja auch, das ist ja jetzt auch langweilig. Alles klar.
SPEAKER_01Dann haben wir es. Ist das euch eine schöne Frau, ne? Bis demnächst hier.
SPEAKER_00Gehabt euch wohl. Und ja, vielleicht lasst ihr mal in den Kommentaren da, was ihr zu dem Begriff Dinkeldörte zu sagen habt. Vielleicht fällt euch ja dazu auch was ein oder ihr sagt, ich bin so eine, halt die Gusche. Kann ja auch sein.
SPEAKER_01Könnte sein, dass wir polarisieren. Ich bin gespannt. Ja. Also bis dann. Reingehauen. Tschüss. Tschüss.