XYZ - zwischen Brotdose und Burnout

#6 Tinderdates & Teigwarenverbrechen

Alida Kurras & Sascha Schlichte Season 1 Episode 6

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 33:53

In Folge 6 geht’s um Dating-Apps, modernes Kennenlernen und die Frage, wie man heute eigentlich noch Beziehungen findet oder überhaupt miteinander umgeht.

Alida und Sascha schauen mit einer guten Mischung aus Verwunderung und Humor auf Dating heute, fehlende Manieren und warum gefühlt keiner mehr eine Zange an der Brötchentheke benutzt.


SPEAKER_02

Los geht's zwischen Brotose und Burnout. Das ist eigentlich Burnout.

SPEAKER_04

Das ist meine Cola, lass mich stehen. Ich habe noch gar keinen Schluck gekola. Lass die Cola stehen.

SPEAKER_02

Wir haben nur noch die eine dafür.

SPEAKER_04

Genau, deswegen, das ist meine, nicht deine. Du trinkst keine Cola.

SPEAKER_02

Darf ich bitte einen Schluck Cola trinken?

SPEAKER_04

Einen.

SPEAKER_02

Oh, ganz ehrlich, du hast, ich habe nicht eine Flasche von dem Kamera.

SPEAKER_04

Ja, du willst ja auch nie welche haben. Du trinkst ja lieber Kamillentee.

SPEAKER_02

Ganz genau, ja. Wieso? Ja, naja. Wesig nicht. Quatsch mir noch.

SPEAKER_04

Nerventee.

SPEAKER_02

Ja, Mann, mit so einer sinnlosen Frage. Jetzt bringst du mich an.

SPEAKER_04

Sag einfach mal Hallo. Ich bin setzlich nach Cola Siro, ich gestehe hiermit. Ich sage erstmal Hallo da draußen. Hallo haben wir ganz vergessen, ne? Podcast sagt. Direkt in der Klopperei gestartet. Ja, um die Cola. Also ich komme mir ja vor. Ich liebe Cola Siro.

SPEAKER_02

Ja, das darfst du ja auch, aber deswegen kannst du es.

SPEAKER_04

Aber in Maßen.

SPEAKER_02

Aber teilen.

SPEAKER_04

Die Menge macht das Gift.

SPEAKER_02

Aber teilen.

SPEAKER_04

Ja, einen Schluck darfst du trinken, den Rest trinke ich dann. Ja, ist gut. Okay. Wer kennt das? Wer ist noch süchtig nach Cola Siro? Ich liebe dieses Getränk.

SPEAKER_02

Ich komme mir vor, wie mein Vater gesagt hat, Hände weg vom Fernseher, von der Fernbedienung.

SPEAKER_04

So war das jetzt genau. Fernbedienung, Hände weg vom Fernseher, als er noch aufstehen musste und die Schaltknöpfe drücken musste. Das kennt ja so gut wie gar keiner mehr. Drei Programme, erstes, zweites, der Röhrenfernseher, ein Schwarz-Weiß. Mein allererster Fernseher hatte tatsächlich noch eine Antenne. Und wenn du die Antenne nicht richtig ausgerichtet hast und die war gefühlt nie richtig ausgerichtet, hast du immer so ein Grisselbild gehabt. Das war auch ganz in Schwarz-Weiß sehr wohl. Kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

unknown

Wir hätten schon gewonnen.

SPEAKER_04

Hat schon Farbe? Im Osten hat sie schon Farbe, das hatte ich für ein Gerücht. Ein frisches Steingrau war das.

SPEAKER_02

Ja, wir haben nur heimlich geguckt. Bisher gar nichts.

SPEAKER_04

Fünf nach neun, eigentlich liegen wir jetzt um die Uhrzeit im Bettchen. Also ich. Aber ich. Ich brauche meine Ruhe.

SPEAKER_02

Ich lerne noch ein bisschen immer dann. Ach ja, ich lerne noch ein bisschen. Ich mache so ein bisschen. Ich bilde mich weiter, sagen wir es mal so. Gehst mit der Zeit. Ja, da muss man ja gucken, man weiß ja gar nicht, wo man bleibt. Also heutzutage guckt ihr doch mal an, was da draußen los ist, die Wirtschaft. So. Vielleicht habe ich gar keinen Job mehr.

SPEAKER_04

Das denken einige.

SPEAKER_02

Ja, ja, und leider ist das auch zutreffend.

SPEAKER_04

Also das ist schon ein Thema, das macht mir echt Sorge. Das kriege ich auch überhaupt nicht gegriffen, obwohl wir ja noch in der Beratung arbeiten, in der Personal- und Unternehmensberatung auch. Das ist schon, für die Geschwindigkeit ist vor allem die große Thermik dahinter, die das alles so ungreifbar macht. Wenn man sich überlegt, wie lange es her ist, dass ChatGPT veröffentlicht oder gestartet wurde, haben wir gerade heute drüber gesprochen, ist keine zwei Jahre her. Und heutzutage nutzt das schon mittlerweile jeder. Und das ist ja wirklich erst so der Anfang dieser ganzen Szenarien gewesen. Also es macht mir schon Sorge nicht, aber es fühlt sich irgendwie völlig schräg an. Und ich mache mir auch durchaus Gedanken um viele, viele Menschen in diesem Land oder auf dieser Welt, die einfach auch beruflich irgendwann wahrscheinlich hinüberfallen, weil sie gnadenlos ersetzt werden.

SPEAKER_02

Ja, schön ist es nicht.

SPEAKER_04

Also, das kann man schon mal ganz klar sagen. Aber gut, man muss trotz allem, auch da, das kann natürlich auch eine Chance für vieles Neues sein. Und wenn man mit der Zeit geht und sich in dieses Thema reindreht, und damit meine ich gar nicht Programmierung oder irgendwie die Technik, sondern auch im Drumherum entstehen viele neue Jobs. Und ich glaube, auch in der Psychologie wird es einen noch viel größeren Bedarf geben, als es bisher schon gegeben hat, gerade auch in der Psychotherapie, bei all den Leuten, die, wenn sie ihren Job verlieren, tatsächlich vielleicht auch da draußen irgendwelche komischen psychischen Probleme entwickeln. Also mal gucken, wo die Reise hingeht.

SPEAKER_02

Ja, wir wollen nicht zu politisch. Genau, wir wollen.

SPEAKER_04

Nee, politisch ist es ja nicht, aber auch nicht zu Wirtschaft, das ist ja kein Wirtschaftspodcast, aber du hast ja damit angefangen, nicht ich.

SPEAKER_02

Nee, Smart Chat-GPT. Du bist gleich wieder in deine Berufsrolle gegangen und hast hier dem.

SPEAKER_04

Ja, ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Genau. Ja, wundervoll. Aber trotzdem, ich finde es teilweise auch ganz cool, was es da so gibt. Und ich habe Sonntag, als ich zurückgefahren bin, ich war in Heiligendamm mit meinem Busenfreund, der dem lieben Ile. Und wir haben ein paar Tage mal die Seele baumeln lassen, nur wir beiden als Kerle und haben uns selbst bemitleidet. Auf dem Rückweg habe ich tatsächlich eine Stunde mit ChatGPT gestnappt. Jetzt noch. Ich will es mein Sparingspartner.

SPEAKER_02

Du sagst wahrscheinlich auch danke, Chat, wenn er dir irgendwas sagt.

SPEAKER_04

Leider Gottes rützt mir das punktuell. Ja, doch, wenn ich fertig bin, sage ich ganz danke.

SPEAKER_02

Oh, super, du redest mit der KI und bedankst dich. Schön.

SPEAKER_04

Ja und? Das ist mein Wertesystem, mein Herz. Ja, kannst du mit mir reden, Herzlich. Du bist ja nicht da, du arbeitest ja immer, wenn ich mal Zeit habe. Würdest du, wenn wir uns trennen, zusammen sein?

SPEAKER_02

Mit Ila? Nee, mit ihm. Achso, ich dachte mit Ida. Würdest du so auf so Dating-Apps gehen?

SPEAKER_04

Oh, ich glaube nicht. Die Frage habe ich mir noch nie gestellt. Ich glaube, ich würde erstmal mein Single da sein, genießen.

SPEAKER_02

Ja, da musst du ja auch jemanden kennenlernen, du Pflaume. Oder meinst du es, achso, du Single ohne.

SPEAKER_04

Achso, ohne Ringel Peace. Ohne Ringel Pizza, ja. Untenrum anfassen kann ich alleine.

SPEAKER_02

Nein. Hätte ich gewusst, dass es diese Wendung nimmt, hätte ich diese Frage natürlich nicht gestellt. Ist ja wohl klar. Also, ich kläre das nochmal auf.

SPEAKER_04

Ja, also, nochmal wirklich. Was gibt es denn? Nee, so Tinder, was Lotter gemacht hat und so? Wir dürfen das noch machen. Ach, das dürfen wir nicht sagen, Entschuldigung. Nee, würde ich glaube ich nicht machen. Das ist ja wieder, das erinnert mich immer so sehr an den Autokatalog von früher. Den habe ich geliebt. Den Autokatalog. Ich weiß gar nicht, ob man über ich. Boah, das verändert sich ja auch mit dem Älterwerben. Aber man kennt, also alles nochmal wieder von vorne anfangen. Ah, du willst alleine bleiben, meinst du? Also erstmal eine gewisse Zeit, glaube ich, schon.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_04

Je älter du wirst, desto mehr Kompromisse musst du gehen. So und draußen ist ja dann auch gefühlt nur noch Restaurant.

SPEAKER_02

Das Leben mit mir ist ja auch ein Kompromiss.

SPEAKER_04

Das ist ein einziger Kompromiss. Das stürzt sich doch ab morgen sie aus. Man fängt der Kompromiss an und abends würde ich sie zu machen und auf.

SPEAKER_01

Und nachts machen wir auch noch.

SPEAKER_02

Du musst dich doch gar nicht umstellen, das ist doch schön, finde ich. Ja, das stimmt. Nee, aber ich glaube, ich hätte keine Muse. Hättest du noch Böcke darauf? Also ich würde auf gar keinen Fall auf so Dating-Apps setzen.

SPEAKER_04

Es gibt doch hier so eine Pony-Dating-App. Wo sich Prominent, wie heißt das Ding denn noch? Hab ich immer mal gelesen.

SPEAKER_02

Du, wenn ich morgens hier ins Bad laufe und einmal in den Spiegel schaue, dann bin ich schon zu zweit. Hast du schon dein Date, oder? Ja, dann habe ich schon Date, da brauche ich wirklich niemanden mehr suchen, also ganz ehrlich nicht.

SPEAKER_04

Oh, vor allem, weil was ich mir so anstrengend vorstelle, ist, wieder von vorne anzufangen, wieder sich aneinander zu gewöhnen, auf die Macht zu verstanden.

SPEAKER_02

Das heißt, du bist nur auf Faulheit noch mit mir zusammen, weil es so anstrengend wäre, was Neues kennenzulernen.

SPEAKER_04

Oh, ein Petit Pö.

SPEAKER_02

Naja, ich weiß nicht.

SPEAKER_04

Aber mir tun die, also was heißt, wir tun sie dann, ich finde schon, dass die Generation, die jetzt sich auf diesen Plattformen bewerben, die haben es schon deutlich schwieriger als wir. Also das war bei uns was oder schwieriger. Anders. Bei uns war es ja wirklich authentisch. Da hast du jemanden in der Disse angequatscht oder, keine Ahnung, im Café oder so. Heutzutage. In the Club ist es heute, ey. Wie bitte? In the Club. In The Club? Du gehst nämlich an eine Disco. Ja, heute Club, ja. Aber trotz allem, die gucken sich auf diesen Plattformen die Profile an und blättern durch. Und wenn sie dann irgendwie zum ersten Date gehen, dann ist das ja auch in der Tat wie ein Bewerbungsgespräch und keine Romantik damit bei seinem Schnauze.

SPEAKER_02

Was sie haben, was sie nicht haben, was sie mögen, was sie nicht mögen. Ich bin auch mal gespannt, wie das nachher beim Maler sein wird. Also ich hatte ja mit Lotta auch oft das Thema im Podcast. Wir sind einen Roboter als Freund haben wahrscheinlich. Ein Human Robot. Nee, hau auf. Aber hatte ich ja mit Lotter auch oft das Thema und da hat sie auch gesagt. Irgendwie fehlt einfach meiner Cola. Mann, ich habe einen Schluck getrunken. Ich fing das ein. Ehrlich, jetzt möchte ich auch nicht mehr, weil du hast heute Döner mit Zwiebeln gegessen. Ich hatte einen Podcast mit gesponsert von Coca-Cola. Nicht. Leider. So hast du gehört, was ich gesagt habe, dass Döner mit Zwiebeln gegessen hat. Nein, nein, nein, nein.

SPEAKER_04

Ich habe heute nur einen Döner-Teller, nur Salat und Fleisch. Ich mache immer noch die.

SPEAKER_02

Ja, und das klappt gut, du hast schon gut abgenutzt.

SPEAKER_04

In fünf Wochen. Wollt ihr Tipps haben? Ich kostet nur 399 Euro einen Kall mit machen.

SPEAKER_02

Ich nehme jetzt die Abnehmspritze.

SPEAKER_04

Nein, das machst du nicht. Auf gar keinen Fall.

SPEAKER_02

Nee, ich glaube, ich würde es mich nicht trauen. Also, weil ich Angst hätte, dass dann noch was anderes irgendwie kommt oder keine Ahnung, das so von Nebenwirkungen. Das reicht nicht. Das reicht nicht. Mir reicht das nicht. Wollen wir dir noch einen Tollboy holen? Nein, darum geht's nicht. Ich möchte mich doch selber wohlfühlen.

SPEAKER_03

Ach so, aber ja.

SPEAKER_02

Pech gehabt, oder was?

SPEAKER_04

Ich hoffe, ob das mit Spritze funktioniert. Ich finde das ganz, kann mich da irgendwie nicht so.

SPEAKER_02

Nee, jeder soll ja machen, wie er will, aber irgendwie.

SPEAKER_04

Klar, wenn du wirklich adipös bist und. Bin ich? Ja. Aber es gibt adipös und Adipös. Also Adipös und Torborn. Adipös. Also wenn der Mensch in dritter Leine die Gelenke wehtun und irgendwelche Folgeerkrankungen daraus resultieren, dann kann ich das sogar noch verstehen tatsächlich. Aber das ist ja jetzt tatsächlich der nächste Hype, der hier irgendwie vorangetrieben wird, wie eine sauriges Dorf. Für mich fötterlich.

SPEAKER_02

Na gut, kann ja jeder selber entscheiden, aber ich glaube, ich würde mich auch nicht rantrauen. Aber jedenfalls. Wir waren beim Tindern. Ja, es war klar, dass du da zurück willst. Also doch. Was funktioniert Tinder denn? Weiß ich doch nicht. Ich war doch noch nicht. Ich kann dir das nicht sagen. Ich würde das auch nicht sagen.

SPEAKER_04

Wie heißt denn die App für die Promis, wo die sich, wo die sich, ist es.

SPEAKER_02

Ja, wenn ich jetzt sage, wie die heißt, sagst du, ah, warst du das. Das ist eine Frageschätzelei. Raja heißt die. Raja, ach guck mal. Rama, kenne ich. Das habe ich nur gelesen. Rama? Nee, Rama. Achso, Rana.

SPEAKER_04

Die coolen Nudeln sind von Rama.

SPEAKER_02

Hörst du mal, möchtest du irgendwas.

SPEAKER_04

Warum?

SPEAKER_02

Nein.

SPEAKER_04

Das wäre doch immer zurecht gewesen hier.

SPEAKER_02

Nee, wirst du überhaupt nicht. Du hast böse angeguckt. So, was wolltest du erzählen? Jetzt fängt der Hund an sich zu scharen, weil er wieder irgendwo.

SPEAKER_04

Nee, der Hund hört den Marer auf dem Dach und jetzt fängt er an zu kmorn.

SPEAKER_02

Wie das nein? Mach Platz. Aber wenn ich jetzt gleich die Tür aufmache, dann reißt er wieder das Fliegengitter ein.

SPEAKER_04

Mein Hund kann sprechen. Ja. Der quängelt nur. So, was wolltest du erzählen? Habe ich vergessen.

SPEAKER_02

Wir waren bei Tinder. Du, immer wieder dieses Tinder. Und beim Dating. Nee. Super. Nee, also ich wollte nur sagen, dass das auch nichts für mich wäre. Ich glaube, ich würde darüber auch nicht gucken. Nicht mal interessehalber, was sich da rumtreibt oder wer sich da rumtreibt. Und ehrlich, ich habe da auch gar kein Vertrauen mehr. Jeden Tag kriegst du irgendwelche Pishing-Mails oder wie der Chromes heißt. Man ist irgendwie, ja, man ist ja gar nicht mehr. Wenn ich schon alleine die ganzen Social Media.

SPEAKER_04

Mein lieber Kollege Stefan hat heute einen Haftbefehl per E-Mail zugestellt bekommen. Das habe ich in der Tat so noch nie gesehen. Aber bei dem würde ich es auch glauben. Grüße. Das habe ich wirklich, das habe ich wirklich noch nie gesehen. Also ansonsten kriegst du ja jeglichen Scheiß, dass du geerbt geerbt hast oder irgendwelche Passwörter zurückgesetzt wurden, aber dass du einen Haftbefehl per Pushing-Mail zugestellt bekommst von der Bundespolizei, ist schon besonders.

SPEAKER_02

Achtung, ich mache einmal die Tür. Du warst gar kein Pushing. Ich mach den Tür. Ich sag doch natürlich nicht. Ich mach einmal die Tür auf, Achtung, nicht erschrecken. Zwei. Nee, du wartest bitte wieder. Und geh nach den Marder, Achtung. Und drei, zwei und. Los. Putz!

SPEAKER_04

Das Lustige ist, er denkt immer noch, er kriegt den Mader, aber er kriegt ihn nicht seit vier Jahren. Dieser Arsch nimmt uns das ganze Dach oben auseinander.

SPEAKER_02

Ja, das ist echt schrecklich und du kriegst ihn nicht los. Aber das haben ja viele, diese Plage Marder, Waschbären.

SPEAKER_04

Aus dem Auto draußen sind seine Fußtaps auch schon wieder. Der latscht ja auch.

SPEAKER_02

Bei mir ist er mit dem Hintern runtergerutscht auf der Frontscheibe. Also wie das da aussieht, da sind nicht nur Pfoten, das ist Hintern. Schleifspuren hinterlassen. Bitte. Nein, ich wollte. Bei dir muss ich wirklich überlegen, was ich anspreche, damit es nicht komisch wird. Wieso? Wieso? Das fragst du noch.

SPEAKER_04

Das bringt ja auch die Wurzel in diesen in diesen Podcast rein. Die Wurzel? Ja, die Wurzel bringt es in den Podcast rein. Wir fliegen ja bald nach Venedig, ne?

SPEAKER_02

Ja, wir fliegen bald.

SPEAKER_04

Nächste Woche, übernächste Woche.

SPEAKER_02

Ja, bis der Podcast rauskommt, waren wir schon im Podcast.

SPEAKER_04

Waren wir in Venedig schon, ja, aber ich freue mich wohl sehr drauf. Habe ich ein bisschen Bock Bock mal ein paar Taler.

SPEAKER_02

Da gibt es auch wirklich so zweigeteilte Meinungen. Ich glaube, die einen sagen, boah, dreckig, gefällt mir nicht, teuer. Elf Euro für einen Kaffee auf Markus Platz zahlst du dir auch, das ist schon nicht wenig Geld, was du da. Also da musst du doch mal dein Taschengeld mitnehmen. Müssen wir einmaler Sparschwein sagt glauben vielleicht. Das machen wir nicht. An das Geld der Kinder gehen wir nicht ran. Die gehen zwar immer an unser, aber nicht.

SPEAKER_04

Ja, was die finanzieren wir doch durch, die kriegen doch die Reise geschenkt von uns, obwohl es ja mein Geburtstagsgeschenk gewesen ist. Da wird immer die gesamte buckliche Verwandtschaft mit eingeladen. Ja, richtig. Die, was die in ihren jungen Jahren schon gesehen haben, habe ich mit 45 noch nicht gesehen. Selbst das kleinen Worten zwar mal in New York. Das habe ich mit. Du auch? Ja, aber wie alt war ich? Von 45. Zum 45. habe ich es geschenkt gekriegt. So lange musste ich warten. Und die um, nee, schrecklich.

SPEAKER_03

Wirklich schrecklich.

SPEAKER_02

Ja, wir sind doch selber schuld. Wir verwöhnen die doch in alle Richtungen. Wenn man bei denen sieht, was schon zum Kindertag los ist, zu kleinsten Anlässen. Du verwöhnst auch. Sei mal leise.

SPEAKER_04

Ja? Was habe ich denn zuletzt verwöhnt? Was weiß ich. Das große Ding mit ein paar Schuhen. Ja. Ah ja gut, aber die hat ja auch noch, ist ja nur noch Barfuß gelaufen. Apropos Barfuß, da hast du den Kerl in der Schule gesehen, der an der Barfuß rumläuft, der eine Vater. Im Winter als auch im Sommer.

SPEAKER_02

Ja, den habe ich immer gesehen. Der Torn hat unter den Füßen. Kannst du die ein paar Mal gemacht? Nee, das hatten wir schon. Oh, nee, die ekligen Leute da an der Schule. Das finde ich ganz schlimm. Vor allem, das muss doch wehtun, muss das doch, oder nicht? Ja, ich weiß es nicht.

SPEAKER_04

Im Schnee damit rein. Den hast du schon mal erzählt. Der hatte ich ja schon mal erzählt. Ich habe ihn gerade nicht wieder gesehen.

SPEAKER_02

Aber das Schöne ist, dass du es immer noch gleich eklig findest. Das ist auch gut. Und der geht bestimmt mit den Füßen noch so ins Bett. Wahrscheinlich, ja. Wir wollen hier mehr. Nicht Dissen, ne? Nee, nicht Dissend. Lass ihn mal. Lass die mal alle so leben, der soll nur nicht in meiner Nähe sein. Donnerstag ist Vatertag. Ja, wenn der Podcast rauskommt, ist Vatertag schon vorbei.

SPEAKER_04

Stimmt.

SPEAKER_02

Ganz ehrlich. Ganz ehrlich, das ist unmöglich. Aber weißt du, ich will mich ja nicht nur über dich aufregen, sondern auch über andere Sachen.

SPEAKER_03

Apropos, mal weißt du eigentlich, was mich richtig aufgeregt hat diese Woche.

SPEAKER_02

Komm her, Schläger. Ups.

SPEAKER_04

Wirst du mir ja sagen? Wie eklig ist es bitte, wenn du in den Supermärkten an den Backstationen stehst, überall sind Zangen und Handschuhe und die Leute lang mit ihren voll gesifften und verwichsten Griffeln da rein und fassen die Brötchen an und legen sie wieder rein. Und es war tatsächlich jetzt vorgestern bei Edeka so, ich will mir zwei Augenbrezel holen und neben mir steht ein Handwerker, der sah aus, als wenn er dem Kohleschacht entstiegen ist. Und der guckt die Zange an, um dann die Klappe aufzumachen und reinzuladen. Ich sage, okay, und warum hast du die Zange nur angeguckt? Sagt er, oh, hast du recht. Hat er aber schon den Brezel angefasst und nimmt dann die Zange. Ich finde das so ekelhaft. Und wenn man das ein bisschen weiter denkt, was haben die mit den Händen alles vorher gemacht, die da in diesen Backstationen rumwühren, ich finde das ganz schlimm. Das gehört verboten. Normalerweise würde ich am liebsten die Klappe runterschlagen.

SPEAKER_02

Mag doch mal. Nee, aber sowas ist auch mega eklig. Aber gut, das hast du ja bei allen anderen auch. Wenn sie die Apple, na gut, die wäscht man vielleicht noch vorher im Brezen nicht, ne? Ja, gut.

SPEAKER_04

Ab sofort ja halt die Laubenbritzel unter heißes Wasser. Ich finde das so ekelhaft. Wer weiß, was die alles findet, findet ihr.

SPEAKER_02

Vor allem steht ja auch dran, die Bakterienkulturen oder den Fingernägeln haben. Aber ich habe es auch schon erlebt, da fällt da was raus und dann nehmen sie es vom Boden.

SPEAKER_04

Und wo liegen es die Sack rein? Ich weiß. Also Backstation ist, glaube ich, ist, glaube ich, Bakterien. Und die anderen Leute auch ziehen.

SPEAKER_02

Die haben vor allen Dingen kein schlechtes Gewissen. Hier ist neulich ein Sack Kartoffeln aufgerissen beim Hochnehmen und die ganzen Kartoffeln sind. Also liegen gelassen, habe ich liegen gelassen, habe aber Bescheid gesagt. Und dann haben die alle gesagt, ja, da kommt schon nachher jemand und macht das. Ich so, nee, aber ist ja unangenehm. Die Leute laufen da drüber und die älteren Herrschaften sehen das vielleicht nicht. Und dann sagt er, den Berg, den du da hingelegt hast, den sieht man sehr wohl, da fällt man auch nicht drüber stolpern. Naja, aber das war mir so peinlich, dass ich es am liebsten selber aufgehoben hätte. Und wenn du dann siehst, die anderen schert das gar nichts, ne? Das ist denen wurscht.

SPEAKER_04

Also meinetwegen können sie es ja liegen lassen, da kann ich noch mit leben, aber das in die Backstation zurückzupacken, finde ich dann auch schon echt.

SPEAKER_02

Aber wo willst du Sinn legen, dass er jetzt auch keinen Koch ist? Da können sie Öl einmal schmeißen oder da mit Angestellten doch.

SPEAKER_04

Müsst du ja bezahlen, du kannst es doch nicht einfach wegschmeißen. Ja, aber du kannst jetzt sagen, pass auf, hier ist es runtergezogen. Ich glaube, da machen die keinen Affen, aber das dann heimlich wieder zurückzutun, wer andere denkt, wundert sich, warum man zwei Tage später Magen-Darm hat, irgendwie zu. Oi!

SPEAKER_02

Aber es ist schon, aber das finde ich, aber es ist doch das Gleiche wie einer Wursttheke und so. Also die fassen ja auch alles mit den Händen an. Ich meine, die schreiben ja ran, wir Mitarbeiter tragen keine Handschuhe, weil wir uns ständig sind.

SPEAKER_04

Die Angestellten.

SPEAKER_02

Ja, die Angestellten selber, das finde ich ehrlich gesagt nicht.

SPEAKER_04

Einige machen das ja sehr wohl mit Handschuhen, aber ich finde es auch grenzartig.

SPEAKER_02

Wenn sie das Hack da durchrühren und deinen Hacke-Peter nochmal entwickeln. Wenn die würzen brauchst du nicht nachwürzen, jetzt wird es wirklich, lass aufhören, da kriege ich wirklich, da habe ich morgen drei Gaken an der Lippe.

SPEAKER_04

Apropos, wir waren ja ein wie bei Tinder, oder?

SPEAKER_02

Tinder. Mindset nicht, ja? Dein Mindset passt super. Ich bin nur überrascht, dass du schon wieder zu Tinder zurückwitzt. Also gefällt dir der Gedanke scheinbar.

SPEAKER_04

Vielleicht, also vielleicht probiere ich das nochmal aus.

SPEAKER_02

Mindset nicht. Ich ändere den Point of View. Das finde ich auch schon.

SPEAKER_04

Ich rocke Tinder ab sofort. Rocken ist auch das, was ich mit dem. Der schlage ich in die Fresse, wenn du echt das höchst.

SPEAKER_02

Ihr rockt das, wenn ich das schon lese bei uns. Oder wenn das jemand als Mail schreibt oder mir sagt, dann denke ich immer, was soll das? Aber das hat sich so eingebaut.

SPEAKER_04

Selbst die Regalhilfe im Supermarkt rock die Dosensuppen ins Regal.

SPEAKER_02

Die Rossi wahrscheinlich wirklich.

SPEAKER_04

Point of view finde ich auch vollständig. Du kannst ja mittlerweile kein Insta und kein LinkedIn, kannst du nichts mehr aufmachen über PUV, wie ich gerade einen Dud mache.

SPEAKER_02

Du, das ist gar nicht so einfach, wenn du dir ein Dud machen willst. Also das ist nicht. Du sollst nicht immer so eklig sein.

SPEAKER_04

Ganz ehrlich. Aber das ist für mich auch so eine Unartist der Neuzeit, diese ganze Scheiße. Aber gut, brauchen wir auch nicht wieder durchkommen. Ich weiß nur nicht, aber unser Leben ist ja auch nicht besser. Da wird der Samstag im Baumarkt auch zum Event und machen. Wobei das finde ich schön. Wir gucken nicht bei Tinder, wir googeln nach Rückenschmerzen und weiß ich nicht, Lebensversicherung.

SPEAKER_02

Das ist halt auch, wenn du älter wirst, du merkst halt einfach, dass es auch auer ist. Und ich mag Baumärkte und hier so Blumenläden und so. Das ist doch geil, sich das so.

SPEAKER_04

Es gibt ja auch zwei Spezies von Mann, ne? Also von Mann, ich sag mal, so Ü45, Ü50. Der eine, der geht Golfen, da weißt du, der bumst nicht mehr an. Der andere kauft sich ein Grillthermometer vor 180. Der bumst auch nicht mehr, sondern der bumst das Fleisch nur noch durch und penetriert das. Das wird ja auch zur Wissenschaft gemacht, die da gegrillt wird. Mittlerweile ist es ja in der Tat auch, du siehst, entweder siehst du irgendwelche Golf-Videos oder Grillvideos. Ich glaube, das passt so in die Epoche des Alters rein. Ich möchte das nicht. Ich möchte wieder jung sein. Mit dem Wissen und dem Geld von heute so nochmal Mitte 30 und Anfang 30 sein, das wäre perfekt.

SPEAKER_02

Nee, das möchte ich nicht. Also jung möchte ich nicht nochmal sein. Oder jünger, naja gut, so Mitte 30 vielleicht doch.

SPEAKER_04

Du warst in Shape. Du kriegst gleich eine, pass mal auf. Nee, nicht du, da war ein Mann in Shape. Du bist es richtig formel.

SPEAKER_02

Ja, genau.

SPEAKER_04

Da warst du noch in Shape. Ja, nicht noch gesagt, da warst du in Shape.

SPEAKER_02

Ja, genau, das ist wie noch.

SPEAKER_04

Man kann das ja auch verstehen, wie man es will.

SPEAKER_02

Nee, man kann es auch einfach anders ausmachen.

SPEAKER_04

Wir waren damals noch in Shape.

SPEAKER_02

Aber nee, aber sonst, also ich hätte nur gerne weniger Gebrechen. Das nervt mich schon. Also das muss ich schon sagen. Das ist auch das Thema. Ich sehe es ja auch mit meinen Freundinnen und Freundinnen, also man unterhält sich ja schon viel über was hast du so und was macht dein Blutbild und machst du mal zum Check up jetzt mit 50.

SPEAKER_04

Schade, dass es kein Videocast ist, weil dann würden sie auch die Batterien von Nahrungsergänzungsmitteln sehen und Supplements, die hier rumstehen.

SPEAKER_02

Was?

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_02

Das finde ich wichtig und da stehe ich auch zu. Das finde ich wirklich wichtig und das hätte ich schon viel früher gerne angefangen. Ich finde das gut, wenn man was dazu tut. Ja, das denkst du, aber bestimmte Sachen, ich will jetzt auch hier nicht meinen Verkauf, meinen Job jetzt machen mit dir, aber bestimmte Sachen kannst du über die Nahrung nicht aufnehmen. Das ist einfach ein Fakt. Da gibt es auch noch zwei, drei andere Sachen, die kannst du nicht über Nahrung aufnehmen.

SPEAKER_04

Was?

SPEAKER_02

Ja, will ich jetzt nicht alles auf, dann, das, nee, da begibt man sich ja in komische Gefilde jetzt. Das mache ich nicht. Achso. Aber da gibt es schon auch andere Sachen.

SPEAKER_04

Aber auch das ist tatsächlich ein Phänomen der Menschen so ab Mitte 40, die dann denken, dass sie sich mit den Supplements was Gutes tun. Und ja, das tun sie. Supplements. Und das tun sie.

SPEAKER_02

Das tun sie. Weil bestimmte, meine Blutwerte sind alle top. Und das war vorher nicht der Fall. Ich hatte einen tierischen Vitamin B12-Mangel, obwohl ich sogar die kleinen Fläschchen getrunken habe und so weiter. Ich musste eine Spritze im Po kriegen. Und das war ganz schlimm in Muskel. Po? Ja, die kriegst du in dem Muskel im Po. Und das tut ganz doll weh. Und das fand ich ganz scheiße. Und dann habe ich beschlossen, dass ich B-Vitamine nehme. Und das ist richtig gut. Die sind auch für die Nerven richtig gut. Und deswegen, das darf man ja sagen noch. Aber deswegen bestimmte Sachen kriegst du so nicht. Und deswegen finde ich das gut. Aber es ist schon eine Aufgabe. Also es ist eben, na Altwären hat man ja schon mal, ist nichts für Schwächlinge, für Feiglinge, das ist einfach, da musst du schon tappen.

SPEAKER_04

Ja, aber nochmal, mit dem Wissen von heute und dem Geld von heute zurückgedreht um 15 Jahre. Was würdest du anders machen?

SPEAKER_02

Nicht.

SPEAKER_04

Gar nichts?

SPEAKER_02

Nee, ich würde nichts anders machen. Wirklich gar nichts? Ja, ich hätte meinen Papa früher zur Darmspielung geschickt, das hätte ich gemacht.

SPEAKER_04

Ja, mit dem Wissen, ja, stimmt?

SPEAKER_01

Aber sonst, nee, ich würde nichts anderes machen. Okay, ich hätte mich, glaube ich, noch früher selbstständig gemacht. Achso, okay, siehst du.

SPEAKER_04

Nö, ich nicht. Doch, aber das ist schon ein guter Weg gewesen. Naja, und ich hätte wahrscheinlich. Nee, hätte ich nicht. Nee, ich hätte auch nicht viel anders.

SPEAKER_02

Aber das ist ja eigentlich ja perfekt. Aber das ist ja so konstruieren kannst, genau. Wenn man so sagen kann, ich würde nichts anderes machen, ist das ja schön. Also klar, es gibt immer Dinge, die man hätte vielleicht weglassen können, ob in der Beziehung. Oder da oder besser machen können. Also, das gibt es ja immer. Aber so grundsätzlich würde ich nichts verändern. Also ich glaube, hätte ich nichts anderes gemacht.

SPEAKER_04

Bist du zufrieden mit deinem Leben? Ja, sehr. Ich auch. Und wenn ich das so angucke, denke ich eigentlich auf, mein Schuld hat alles richtig gemacht.

SPEAKER_02

Jetzt brauchst du gar nichts Lukom, nachdem du eben noch gesagt hast, eine 35 warst du in Shape. Ganz ehrlich. Und hör auf mit deinen Nahrungsergänzung und hier und da. Nee, aber nee, ich bin doch, ich bin zufrieden.

SPEAKER_04

Wir sind doch aber auch, also ganz ehrlich, so ein bisschen durchmutiert. Und auf der Alter, weißt du, und dann haben wir ja auch noch dieses Kontrastprogramm. Auf der einen Seite eine fast 20-Jährige irgendwie, die. Das Alter möchte ich nicht mehr haben. Nee, das möchte ich auch nicht mehr für kein Geld erway. Auch Ausbildung zu machen oder Studium nochmal, wieder all diese ganze Siffe von vorne, die auch überhaupt keine Backe.

SPEAKER_02

Ich hab auch keinen Bock. Die tun mir auch leid. Also mal sehen, wie ein Maler sich dann so entwickelt und was da noch kommt.

SPEAKER_03

Ja, da waren welche Herausforderungen, die dann noch hat.

SPEAKER_02

Aber boah, also das möchte ich nicht haben. Also mit Lotter möchte ich nicht tauschen. Ehrlich nicht, das würde ich nicht wollen.

SPEAKER_04

Aufgrund der fehlenden Lebenserfahrung und dass sie sie jetzt erst anfängt, sich zu orientieren oder aufgrund der wenigen Barmittel durch die Ausbeutung?

SPEAKER_02

Beides, beides, beides. Nee, einfach so, also ich möchte nicht ihr Leben haben, so das so. Also in dem Alter jetzt zu sein wie sie, das weiß ich nicht, vielleicht. Aber ich würde es halt anders machen. Aber ihr Leben würde ich jetzt so nicht leben wollen. Und kannst du dir vorstellen, keine, hättest du dir vorstellen können, keine Kinder zu haben? Ja.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_02

Das darf man gar nicht sagen, ne? Aber hätte ich mir vorstellen können. Also ich habe ja auch immer gesagt, wenn es kommt, kommt, wenn nicht, dann nicht und so, ne? Und ich bin ja unfreiwillig eher in die Rolle reingerutscht, sagen wir mal. Weil ja deine Maus ist. Haben sie gefunden an Straße. Nein, aber es war ja nicht mein Plan, schon Mutter-Bonus-Mama zu sein. War ja nicht mein Plan. Und das ist ja schon eine extreme Herausforderung, besonders in den letzten Jahren gewesen. Und deswegen, das sucht man sich natürlich nicht zwingend aus, aber das gehört dann dazu und dann ist es auch okay, dann nimmt man die Challenge an. Aber das war schon mehr als eine Herausforderung. Und ja, das habe ich nicht so früh erwartet.

SPEAKER_04

Okay, mein Onkel, der jetzt gerade vor kurzem verstorben ist, die beiden haben tatsächlich keine Kinder gehabt und haben ein ganz anderes Leben. Es ist ganz lustig, wie so die Lebensmodelle dann unterschiedlich sind. Die haben ein ganz anderes Leben gelebt als so eine typische Familie mit Kindern. Die waren viel auf Reisen, die haben viel so auf Etikette gehabt, wir haben viel so auf Restaurantbesuch, Kultur und so.

SPEAKER_02

Du kannst es ja auch leisten, wir stopfen ja alles in die Görnung. Ja, ist ja in der Tat so.

SPEAKER_04

Also was man dafür bei den Fressbelgern für einen Mittelabfluss hat, also für einen finanziellen Mittelabfluss ist schon.

SPEAKER_02

Ja, natürlich, was dem Kind jeden Monat kostet. Also ich meine, das kennen die da draußen ja auch alle. Also das ist schon, man überlegt, also natürlich gibst du für deine Kinder viel und alles und manchmal mehr als für dich selber. Also natürlich ist es wichtig, dass die einen coolen Klamotten rumrinnen, als man selber fast schon.

SPEAKER_04

Ja, aber wenn du dir jetzt überlegst, dass drei Viertel der gesamten arbeitenden Bevölkerung in Deutschland, ich glaube, 2800 Euro Brutto verdienen im Monat, dann muss man sich ja auch fragen, heutzutage, wie kriegen die das überhaupt noch bespielt? Wir jammern ja immer noch einen Tick weit auf einem relativ hohen Niveau. Aber die anderen, da frage ich mich auch manches Mal, Alter, was müssen die, müssen die eigentlich ausstehen, um das doch.

SPEAKER_02

Weiß ich nicht, vielleicht ist weniger auch manchmal mehr. Also ich weiß nicht, die haben dann eben von der Boden. Nee, bitte nicht. Nee, ich glaube, wenn man einmal ein Level erreicht hat, ist es schwer, den wieder nach unten zu schrauben. Aber nach oben geht ja immer, das weißt du ja. Aber die sind dann eben auch mit dem glücklich und zufrieden, wie es halt so ist. Wir sehen es ja auch bei uns.

SPEAKER_04

Aber trotz aller Leben sind das ja ganz andere Herausforderungen auch noch. Ich meine, du siehst ja schon beim Supermarktbesuch, wenn du da rauskommst, hast das Gefühl, du bist ausgeraubt worden, weil keine Knete mehr da ist. Also auch selbst wenn du nur mal aus dem Armbrot holen willst, kommst du unter 60 Euro oder 70 Euro. Kommt drauf an, wo du hingehst.

SPEAKER_02

Da kannst du ja auch günstig sein.

SPEAKER_04

Eigentlich ist ja auch nicht mehr so günstig wie.

SPEAKER_02

Hör auf, also kann man ja auch, dass es damit. Aber die Themen bleiben ja die gleiche. Du hast trotzdem ein pupertierendes Kind, du hast Schulkinder. Also die Themen bleiben ja in diesem Bereich dasselbe. Da ist es vielleicht nur das Finanzielle, weil sie andere Urlaube machen, die fahren dann eben vielleicht an die Ostsee und Zelten, keine Ahnung. Oder es gibt ja auch Postkarte.

SPEAKER_04

Haben wir damals, ne? Ja, haben wir gemacht. Wir waren immer an der Ostsee. Das Dachzelt auf dem Trabanten oder auf dem Wartburg. Achso, aber da gab es noch dieses typische Ostdachzelt, oder? Wo war dann oben? Das war wie so ein Gepäckträgerkatsch, wie so ein Dachgepäckträger. Und als man mit der Leiter hochgeklettert, man hat da oben drin geschlafen. Also hatte ihr aber nicht. Nee, wo haben wir genächtigt?

SPEAKER_02

Wir waren den Hotel, war es auch nicht. Das war, ich glaube, es war von meinem Vater aus, von der Polizei, irgendwie so ein Dingshallen hier, wie hast du das gemacht? Ja, genau, wie hießen das denn früher, weiß ich gar nicht mehr. Jugendherberge für Erwachsenen. Keine Ahnung, wie das hieß. Wie hing das? Scheinkletzer weiß ich nicht mehr. Wie das hieß. DDW. Nee, nee, DFBG, DFB, nee, BG.

SPEAKER_04

Oh, scheißegal, Jugendherberge für Erwachsenen.

SPEAKER_02

Jedenfalls so. Ja, und sowas haben wir halt gemacht. Und waren im Thüringer Wald. Und da haben wir bei Familien gewohnt, das haben wir ja auch immer gehabt, die dann auch so Zimmer oder Boomer freigegeben haben.

SPEAKER_04

Also Rede was von neue Welt gesehen haben.

SPEAKER_02

Ja, wir sind auch in der anderen Eimer waren wir in Bulgarien? Ne, waren wir auch nicht. Später erst in Ungarn. Ungarn. Waren wir aber sonst, aber nicht viel. Tschechei haben wir mal gesehen.

SPEAKER_04

Mein erster Urlaub, werde ich nie vergessen, waren meine Eltern ganz stolz drauf, sind 24 Stunden mit dem Reisebus in den Sommerferien nach Pineda-de-Mar an die Costa del Sol gebleiert, muss man sagen. Mit Zwischenstopp in Österreich. Es war, dass dieses Hotel war voll mit irgendern. Es gab das Leitungswasser war leider nicht entsalzt. Also es war immer noch mit diesem Salzgeschmack, den zufolge hat der Kaffee, den du da getrunken hast, der Kakao. Gerne mit Chlor und so, ne? Und damals, glaube ich, noch nichts, weil ich glaube, dann diese Salzkomponente hat dann, dass sie es gesalzen haben, das war so, so schlimm. Und dann ohne Eincreme auf der Luftmatratze sechs Stunden auf dem Mittelwerk rumgepleiert, um abends nicht mehr auf den Stühlen sitzen zu können, weil sich die Haut am Arsch abgeschält hat. Das war wirklich, also was das früher auch noch für eine Zeit gewesen ist, dass das heutzutage nicht mehr geben, wenn es ins Gefängnis kaum führt.

SPEAKER_02

Ja, wir waren auch nicht eingecremt. Wir hatten teilweise richtige Brandt. Ach warte, weil meine Mutter so Brandblasen auf dem Rücken, die habe ich bei meinem Bruder noch aufgepikst, da ist der bald stall gegangen und ich geh. Oh Gott, den haben wir auch mehr gequält, mein Bruder. Der musste auch immer hinhalten, der tat mir auch echt leid. Wir haben einmal ein Spiel gespielt, oh Gott, das darf ich gar nicht erzählen. Wir haben einmal ein Spiel gespielt bei einer Freundin, mit der bin ich heute nicht mehr befreundet, aber deswegen nicht. Unter anderem haben wir einmal ein Spiel gespielt und da haben wir ihm gesagt, er muss unten liegen und sollen es mal sagen, wie das aussieht. Er hat eine Taucherbrille aufgesetzt bekommen und wir haben vom Schrank gespuckt auf die Taucherbrille. Natürlich haben wir nicht die Taucherbrille getroffen. Also das war auch, der hat wirklich. Was hat er gedacht? Das ist ein Jahr jünger, der ist ja. Der 19 Jahre Gebirno ausgewandt. So eine Depression. Vielleicht, dass er deswegen auch so hier ist. Also da haben wir schon, der hat schon echt was aushalten müssen. Also es war schon echt. Bis heute. Ja, und dann haben wir den auch, der war eigentlich auch immer schuld. Dann haben wir den Rasenspringer aufgestellt und an der Straße, weißt du, so an so einem Eckgrundstück bei meiner Freundin. Und wir sind halt in, wir haben gesagt, komm, wir ziehen uns alle aus und springen einmal so nackt durch den Sprenger. Der Einzige, der an der Straße rumgesprochen ist. Und es tut mir auch leid im Nachgang. Wirklich. Und dann haben wir auch gesagt, komm, wir spielen Daten und hängen mal die Dartscheibe auf, hängen die mal dazwischen und so weiter. Und dann haben wir aber dahingehend im Fensterscheibe. Und natürlich ist es wie die Fensterscheibe zu Bruch gegangen. War natürlich alles mein Bruder. Also der hat auch wirklich, den haben wir wirklich oft beschuldigt. Also es war schon schlimm. Der hat echt gelitten. Naja, ich entschuldige mich einmal offiziell bei meinem Bruder, aber ich glaube, so Kinderquälereien. Da finde ich zum Beispiel nicht.

SPEAKER_04

Ich habe mich auch immer gemobbt, der ist sieben Jahre älter, der hat sogar meinen Cat-Kar, du kriegst kleine Schelle. Der hat meinen Cat-Kar da gemobbt, weil sie ein Seifenkistenrennen machen wollten und sich Seifenkisten selbst bauen wollten. So was hat nie stattgefunden, dieses Seifenkistenrennen, aber dafür war mein Catcar komplett auseinandergebaut in einem Arsch. Solche Sachen. Und ich hab, der hat mich nur geärgert. Und dann kam der Tag, es war der Game Changer. Da hat er richtig einfach Waffel bekommen von mir, mit dem Kopf gegen die Garage und bei unserem hat er mich nie wieder angerückt.

SPEAKER_02

Ja, aber das darf man auch nicht erzählen. Das ist ja pure Gewalt, das gibt es ja nicht.

SPEAKER_04

Das war Verzweiflung, war das pure Verzweiflung. Also keine Chance, wenn der sieben Jahre älter ist. Der gab es ja immer nur auf den Deckel geführt irgendwie, haben mich immer nur verarscht.

SPEAKER_02

Mein Bruder hat sich irgendwann auch gerecht. Jetzt gab es so Gummischwerter im Osten, so aus Gummi, also so aus, ich weiß gar nicht, was das war. Und da war oben immer so ein, naja, Plaste, Plastesteinchen drauf. Und das war so tolles und er hatte es in Blau und ich hatte es in Rot. Und hat aber irgendwann haben wir gekämpft und er hatte irgendwie vergessen, das Stopp zu hören und hat dann weitergekämpft und hat mich auf dem Rücken echt ganz schön verwaffelt. Das hat geblutet am Ende, dafür hat er auch nicht. Richtig Ärger hat er gekriegt, sag ich dir. Also es gab schon viel, aber wir haben auch auf acht Quadratmetern gewohnt, das muss man auch dazu sagen. Mit der gesamten Familie. Nein, nur zu zweit. Mein Bruder und ich. Aber ganz ehrlich, aber die Tablet. In einer Platte in KW, genau, da haben wir gewohnt. Also das war wirklich acht Quadraten. Der weiß, wie viel 8 Quadratmeter sind?

SPEAKER_04

Kann ich mir vorstellen. Viermal zwei sind es. Sehr gut. Zumindest, also das war es schon.

SPEAKER_02

Hab ich gemerkt, dass du Gott die Gurve gekriegt. Ja, ist jetzt auch schon gleich Bett gezeigt. Da kannst du nicht mehr denken. Der ist ja sowieso. Du redest noch mit dem und mitten im Satz hörte auch.

SPEAKER_04

Nee, nee, nee. Platte, Platte wohnen bedeutet auch, hast du mir ja mal erzählt, unten im Keller haben wir hier Russen hausiert.

SPEAKER_02

Ja, das war schlimm. Also das war, naja, also bei uns, wir waren ja sehr nah. Über die Bahn schien rüber, war so ein russisches Viertel tatsächlich, war ja viel bei uns da auch im Osten. Und ja, die haben dann die Karten. Militärstützpunkt? Also haben die irgendwelche Kasernen da oder so? Nee, weiß ich nicht. Also doch, die hatten Kasernen auf der, hatten sie schon, ja. Aber ich weiß nicht, ich habe da zu wenig Ahnung von gehabt, aber das war dann schon ein Militärstützpunkt da auch, glaube ich ja. Und da, ja, Keller hasse ich ja bis heute. Das ist einfach wahr. Wenn du da einen Rad da runter gemacht hast. Ja, weil mir das unheimlich war. Die haben dann im Keller gesessen, ich weiß nicht, warum die da gesessen haben. Die haben jahrelang von geträumt. Nee, die haben dann Karten gespielt. Das gab gar keine Möglichkeit, dass du da gut sitzen konntest. Die haben da gar nichts verloren gehabt. Ich weiß nicht, ob die sie versteckt haben, ob die irgendwelche ist Panziges nichts sagen. Ich kann es dir nicht sagen. Aber sie hatten leider unseren Keller auch ganz hinten und da musste ich immer mit dem Fahrrad dann da lang und boah, ich mochte auch. Die haben da lang gehockt, oder? Ja, ja. Oder haben an der Tür nur gestanden oder so. Also ich weiß nicht, ich glaube, ich hatte auch viel Glück als Kind dann. Also das fand ich ganz groß. Aber das Thema will ich gar nicht aufmachen. Also es war einfach auch ein bisschen schrecklich in der Platt. In diesem Sinne, gute Nacht schlafen. Schön träumt was Schönes.

SPEAKER_04

Nochmal ein Keller ohne mal ein Keller.

SPEAKER_02

Ja, bitte.

SPEAKER_04

Wir haben keinen Keller.

SPEAKER_02

Zum Glück, deswegen habe ich auch keinen gebaut. Ich mag keinen Keller.

SPEAKER_04

Okay, alles klar. Dann weiß ich nicht. Ja, was denn? Lassen wir es beim Keller. Habe ich einen Dachboden jetzt. Ein Dachboden, genau, genau. Aber da sitzen keine Russen. Nee, da sitzt alles raus. Das ist auch ganz schlimm. Also ich bin deadzertig.

SPEAKER_02

Ja, ich merke es auch. Du kannst überhaupt nicht machen.

SPEAKER_04

Nee, du hast eigentlich nur knallrote Ohren. Die haben gesagt, hier Scheiße, die hat ja hier die Hütte. Wir haben Mai draußen und die Hütte ist auf 34 Grad geheizt hier.

SPEAKER_02

Ich möchte nicht frieren.

SPEAKER_04

Ja, aber ich möchte nicht schwitzen.

SPEAKER_02

Ja, da haben wir ein Problem. Das können wir ja gerne nochmal auf dem Frauen.

SPEAKER_04

Aber ohne den Röst da draußen. Genau, ich schlafe draußen und trinke den letzten Schluck der Kohle auf. Sehr gut. Du hast ihn schon ausgetroffen. Achso, in diesem Sinne nach dem, ne?

SPEAKER_02

Ganz schlimm. Ahoi, wieder. Bis zum nächsten Mal. Ciao.