XYZ - zwischen Brotdose und Burnout

#7 Dolce Vita mit Gepäckverlust

Season 1 Episode 7

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 35:17

Venedig ist die einzige Stadt der Welt, in der Millionentourismus Hand in Hand mit völliger Orientierungslosigkeit durch die Gassen schlendert. Und was sollen wir sagen - vier Tage waren wir mittendrin. Zwischen Pasta, Pizza, Empathieautisten und Brücken soweit das Auge reicht. Wer sagt eigentlich, dass Venedig romantisch ist?

SPEAKER_01

Los geht's zwischen Brotose und Burnout. Was ist eigentlich Burnout? Hallöchen. Hallöchen. Heute ganz besonders, denn wir sind in den Niedig. Und da wollen wir mal auf den auf den Anstoßen, auf einen schönen Aufenthalt. Was ist denn bei.

SPEAKER_00

Klein Biboncello? Liboncello. Ich habe auch mal angestoßen. Ja, trinken wir einen kleinen Liboncello. Ja, drehen. Ja, ich auch nicht. So. Den Flaschenhals abschlagen direkt.

SPEAKER_01

Jetzt. Alles klar. So, mal gucken, der schön.

SPEAKER_00

Der riecht. Wie die Erfrischungstücher von meiner Großmutter.

SPEAKER_01

Überhaupt nicht. Ich mache ihn voll gerne.

SPEAKER_00

Der kennt ihn noch, 47,11 Erfrischstücher hatte meine Großmutter in meiner Handtasche. War der schnell immer so süß? Wie viel Prozent hatten der denn? Da ist niemals echte Zitrone drin.

SPEAKER_01

29 Prozent. Ja, ja, gib mir mehr. Oder was? Ich sehe es gar nicht mit der Brille.

SPEAKER_00

Er mach 2%. Das ist ein Podcast, kein Video, Carst. Die Leute sehen, dass du eine Brille aufhast. Die wissen aber, dass sie alle trage.

SPEAKER_01

So, macht auch nicht. Tatsächlich in Vedredig, ne? Ja, und ich habe mich tierisch gefreut auf diese Reise. Ich war zwar schon mal hier, aber nur 24 Stunden, da hat es durchgeregnet in den 24 Stunden und der Markus Platz stand völlig unter Wasser und mit Regen, Cape und Co.

SPEAKER_00

Für mich war es tatsächlich noch ein völlig blinder Fleck auf der Landkarte, auf der Reiselandkarte. Aber der ist geschlossen jetzt.

SPEAKER_01

Ja, und? Ging doch gut los, die Reise schon. Wir sind seit, wir haben einen Drei-Tagestrip, weiß ich gerade gar nicht.

SPEAKER_00

Samstag bis Dienstag. Ja, aber da sind wir schon zwei Wochen hier. Wir haben auch so viel erlebt, also wir haben mit zwei Wochen hier. Also ich kann es gar nicht sagen, der Samstag war, der war Endstufe. Also da war ich kurz vorm völligen Nerven zusammenbruch.

SPEAKER_01

Ich habe ihn, glaube ich, auch noch nie so aggro erlebt, muss ich ehrlich dazu sagen. Und ich kenne ihn lange, diesen Mann, aber so agro und sehr gut, aber so agro habe ich dich noch nie erlebt. Das war wirklich schlimm. Lab daran, dass natürlich, ihr wisst ja, wie es ist, ne, dann sind die Maschinen überbucht, so ging es doch schon los.

SPEAKER_00

In Berlin, ja. Von Berlin aus gestartet mit Austrian Airlines. Das war völlig entspanntes Fliegen.

SPEAKER_01

Na, die haben aber am Anfang schon direkt gesagt, also. Alles überbucht. Ja, es ist überbucht. Also wer jetzt schon umbuchen möchte auf einen späteren Flug, kann das gerne tun. Da wir aber einen Anschlussflieger brauchten, haben wir natürlich nicht umgebucht. Wir haben aber vorher schon überlegt, ob wir Gepäck auch noch aufgeben. Wir hatten eigentlich nur dreimal Handgepäck und einen großen Koffer. Du hast dann ja aufgegeben und dann haben wir noch zwei Koffer, weitere Koffer aufgegeben. Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Flug war alles super. Wir kommen ja an, das ohne Gepäck.

SPEAKER_00

Ja, weil wir umgestiegen sind. Wir sind nach Miet geflogen, genau, und da ist auf R Dolomiti umgestiegen. Das ist so ein kleiner Learjet gewesen. Liebig. Genau, und dann kommen wir hier in Venedig an und alles ist da, aber auch unser Gepäck nicht. Ist tatsächlich bei mir das allererste Mal gewesen, dass mir das passiert. Also ich bin schon viel gereist, das gab es so noch nie.

SPEAKER_01

Naja, also ich hatte das auch schon, aber da kam der Koffer dann später. Naja, nur hier in einem anderen Land, man spricht die Sprache nicht, dann ging es schon los, Busstnü zu Lost and Found.

SPEAKER_00

Und das hört sich deutlich optimistischer an, als es tatsächlich gewesen ist. Wieso? Was ist das für eine Kröte gewesen, die da gesessen hat? Also mal abgesehen davon, das ist ja für jeden, der sein Gepäck nicht bekommt, grundsätzlich erstmal eine Stresssituation. Wenn du dann dort so eine blöde Nusssitzen hast, die Empathie wirklich überhaupt nicht mal schreiben kann und sich völlig herablassend mit ihr unterhält, das war für mich ein Moment, wo ich dachte, jetzt schlägt es 13.

SPEAKER_01

Es ging zumindest so weit, dass wir ihn irgendwann dieses Fensters verbannen mussten. Sie ist ja nicht an der Scheibe zum Glück, dass Lotta und ich da standen und gesagt haben, so, Papa, geh mal einfach. Und sie hat dann irgendwann auch gesagt, gehört er zu ihnen und der soll weggehen und die hat dann auch irgendwann schon Angst vor dir, weil du so geschrien hast.

SPEAKER_00

Geschrien? Ja, du hast geschrien. Die hat mich verhört. Wir zeigen der jungen Frau, wie die Koffer aussehen, haben Fotos mit dabei. Und ich soll dir ja noch erzählen, welche Maße in der Breite der Höhe, ob sie geriffelt sind oder nicht geriffelt sind. Und da setze ich voraus, dass sie sich das Foto anschaut und weiß, worüber wir reden, aber so war es eben halt nicht. Und das hat mich irgendwann auf die Palme gebracht, weil es in einer völlig überheblichen Art gemacht hat. Und das bei Menschen, die grundsätzlich ja gestresst sind durch so eine Situation. Und ich war ja nicht unfreundlich zu dir zum Anfang, ganz im Gegenteil.

SPEAKER_01

Nee, das nicht, aber du warst relativ schnell, warst du.

SPEAKER_00

Unanständig. Das ist wirklich unanständig, was sie macht.

SPEAKER_01

Nee, naja, was sie gemacht hat. Nee, das ist unanständig. Ja, ich hab's verstanden. Das hast du auch mehrfach gesagt, steiger dich bitte nicht in die gleiche Situation rein. Nimm schon Schluck Limoncello. Weil das kann hier nicht sein. Naja, es war jedenfalls so, dass sie wirklich, und dann sagt sie, mal, was will er, was sie?

SPEAKER_00

Für mich verfehlt die blöden Muster.

SPEAKER_01

Ja, dann hat sie noch einen Namen falsch eingetragen, da haben wir gedacht, der Koffer kommt gar nicht von seinem. Und das Problem ist ja halt, wenn du nur drei Tage vor Ort hast in der Stadt und dann amputiert das. Kommt dein Gepäck mit und dann hast du deinen Koffer natürlich, also keine Klamotte, gar nichts, die sind 28 Grad. Wir wussten, das wird anstrengend genug. Du sagst doch keinen frischen Schlipper dabei. Ja, keine Zahnbürste. Ja, schon voll gefurzt auf dem Klug. Nein, ich nicht, würde ich nur mal dazu sagen. Also ich nicht bei dir, ja, aber ich nicht. Naja, und dann, die war so unfreundlich, das war unfassbar, was die alles wollte. Und dann haben wir schon gedacht, wir müssen den wegschicken, weil sonst kriegen wir unsere Koffer gar nicht. Die sorgt dann aber.

SPEAKER_00

Die Karabinieris kommt.

SPEAKER_01

Ja, wir haben gedacht, habe ich mich auch schon gesehen.

SPEAKER_00

Ich weiß immer, dass ich inhaftiert lasse.

SPEAKER_01

Wenn das dein Ziel war, warst du kurz davor. Aber es hat uns nicht gefallen. Ich habe mir keine Schläger angedroht. Nee, das macht man auch nicht. Samatha, jetzt wusste ganz verrückt, ich gebe dir gleich nochmal ein Schlüpp hier. Nee, aber es war wirklich schrecklich. Und dann hat er sich nicht beruhigt, wir sind dann aber trotzdem ins Wassertaxi gestiegen. Das hatten wir als privates Wassertaxi.

SPEAKER_00

Weil uns versprochen wurde, muss es ja auflösen, es wurde uns versprochen, dass die Koffer kommen. Ab 18.20 Uhr. Mit dem nächsten Flieger würden sie dann aus Wien direkt in eine Venedig.

SPEAKER_01

Dann hatte man die Wahl, entweder sich selber am Flughafen abzuholen.

SPEAKER_00

Ab 18.20 Uhr.

SPEAKER_01

Genau, die haben bis 22 Uhr da auf. Und danach werden sie, wenn es gut läuft, am nächsten Tag bis 20 Uhr geliefert. Sprich, ist ja schon ein Tag vor Abreise gefühlt. Das war natürlich keine Option und wir haben halt gehofft, dass die dann kommen. Aber da Sascha sich so schlecht benommen hat da.

SPEAKER_00

Lasst euch nichts erzählen. Doch, aber sind sie mir zurückgewiesen.

SPEAKER_01

Hat dann gleich mit den anderen, der hat noch von, der saß drei Bänke weiter, wir haben ihn weggeschickt, von daher ist sie noch Pöbeln, wie er geschrien hat, was ist ihr Problem? Ich verstehe es nicht, was soll das? Und es war wirklich schlimm. Aber da waren noch mehrere Gäste leider betroffen, die auch ihr Gepäck abgegeben hatten, die eigentlich nur Handgepäck hatten und die wollten es gar nicht aufgeben, haben dann aber gedacht, na Mensch, wenn das so voll ist im Frachtraum oben in der Kabine, geben wir es ab und die haben sich gegeben.

SPEAKER_00

Ja, die auch freundlich drum gebeten haben, ne, bei Austrian Airbus. Aber da fängt doch das Unding schon an. Wie kann man überhaupt einen Flieger überbuchen, das ist mir ein völliges Rätsel, dann die Menschen auffordern, die eigentlich gar kein Aufgabegepäck haben, das Handgepäck aufzugeben und dann das Handgepäck nicht mitliefern zu lassen. Als Lotta und ich beim Gepäckband ankamen, sage und schreibe, acht Koffer waren da drauf, ansonsten nichts. Also wir waren definitiv nicht die einzigen Betroffenen. Nee, der Flieger ist voll. Wirklich horrible.

SPEAKER_01

Ja, also so ging der Urlaub, sage ich mal, los oder der Kurztrip die Kinder natürlich auch gestresst. Lotta und ich haben das dann geregelt auf unsere Art. Ich auch. Ja, du auf deine Art, aber der hat noch weitergepöbelt bis zum Wassertaxi, aber es brachte ja nichts, weil die Koffer waren nicht da, nur meiner. Ich war sehr froh, dass ich wenigstens meinen hatte. Und da haben wir schon geplant, wo holen wir jetzt was her, wie können wir es machen. Naja, die Koffer werden schon kommen. Wenn die auf der 1820-Maschine landen, dann werden wir sie ja um 20 Uhr holen. Hatten wir uns schon mit dem.

SPEAKER_00

Schönen Tag, genau.

SPEAKER_01

Genau, dann sind wir mit dem Wassertaxi losgedüst. Das ist sehr zu empfehlen. Ich würde euch immer empfehlen, ein privates Wassertaxi zu nehmen. Das kostet zwar 150 Euro hin und zurück, sage ich mal, als ne, so war der Preis. Also wir fahren dann auch morgen mit dem Wassertaxi wieder zum Flughafen, weil das ist schon beeindruckend, wenn du bei dem herrlichen Wetter dann in die Stadt reinkommst mit dem Wassertaxi um die Kurven und siehst, wie wunderschön diese Stadt ist. Also das fand ich schon toll.

SPEAKER_00

Ja, aber bei Gewitter und Hagelschlag wäre das Wassertaxi wahrscheinlich nicht zu empfehlen. Aber das immer es natürlich aus.

SPEAKER_01

Ich weiß nicht, ob die Hagelschlag hier haben. Ich bin ja schon bei Regen hier angereist, auch im Wassertaxi. Das war natürlich, hast du nichts gesehen, ist ja klar. Aber da willst du auch nicht bei so einem Wetter in diesem vollen, was ist das, ein Bus, der Reisebus auf Wasser?

SPEAKER_00

Also eine große Fähre, ja.

SPEAKER_01

Du machst wie die Saldinen dort. Das ist wirklich schlimm gewesen. In so einen alten, verrosteten Kahn da rein. Also es ist nicht ganz so toll. Dann kamen wir hier an, unser Hotel. Das war sehr leicht zu erreichen, weil wir ja wirklich nur über eine Brücke mussten. Und die Brücken sind ja so romantisch. Ich finde das so schön hier.

SPEAKER_00

So lange romantisch, bis du erstmal deinen eigenen Koffer darüber schleppen musst. Weil es ist nicht eine, wir haben gestern gelernt, es sind 440 Brücken und gefühlt gehst du 10 Meter und stehst vor der nächsten Brücke. Einige sind harmlos, andere sind ein völliger Horror.

SPEAKER_01

Und da müssen einige ganz schön ihre Koffer zerren. Also die älteren Herrschaften auch mit, die kannst du gar nicht mit einem großen Koffer reisen, weil das wirklich anstrengend ist, die hoch und runter. Wir hatten es aber nicht so weit zum Hotel. Dann kamen wir hier hin, ganz niedlich, der Innenhof, also wirklich schön, das macht richtig Spaß. Und kommen in unser Zimmer und wir sind im Keller hier unten, muss man sagen. Also es ist die Family Suite, wohlbemerkt. Wir kam hier rein. Ja, das war schon. Wir kamen hier rein, ey, ich hab wirklich das, ich kann das gar nicht beschreiben, aber es sieht so aus von den Schränken und von den Wänden und Bildern wie in einer Psychiatrie. Wirklich.

SPEAKER_00

Auch im Kellerraum der Psychiatrie.

SPEAKER_01

Ja, aber so stelle ich mir das vor, wie es früher in der Psychiatrie war, nicht jetzt heutzutage, um Gottes Willen. Aber das war wirklich schlimm. Hier steht ein Spiegel drin, auf den gucke ich, der ist komplett schwarz blind. Blindsacken, glaube ich, ja. Den siehst du nicht. Also ich weiß es auch nicht. Die Steckdose.

SPEAKER_00

Aber richtig, mal, wir liegen hier gerade auf unserem Bett und machen den Podcast und wenn du nach oben guckst, hängt über uns ein Kronleuchter, aber der ist schief. Schief, schief.

SPEAKER_01

Na, Kronleuchter kannst du das nicht nennen. Das ist irgendwas aus dem Plastik, ich weiß nicht, was das ist.

SPEAKER_00

Also Moranoglas ist ein Dichter. Definitiv nicht, ne? Also die alten Eisbrecher von der Gilaterie hier um die Ecke, die sie da rangezert hat.

SPEAKER_01

Könnte so sein. Also es ist wirklich alles andere als luxuriös zumindest, aber alle anderen Zimmer habe ich gesehen, sind frisch renoviert. Du dieses hier leider nicht. Und diese Schränke, die hier drin ist. Also wir haben uns, ich finde, jetzt, wo wir gerade auf dem Bett sitzen, jetzt habe ich mich so ein bisschen dran gewissen.

SPEAKER_00

Sie hat unseren Geruch angenommen. Es riecht ein bisschen nach Parfüm, es riecht frisch geduscht. Aber als wir hier reinkamen, kennt ihr, kennt ihr jetzt, wenn ihr in die alten Gewölbekeller geht und es riecht nach Salpeter, so hat sie hier gerochen. Das war wirklich, ich wurde im ersten Moment direkt wieder umdrehen und sagen, nee, mach ich nicht. Und es ist ja mein Geburtstagsgeschenk gewesen. Also meine Frau hat ja keine Kosten und Mühen gespart. Sollte man zumindest annehmen.

SPEAKER_01

Habe ich nicht. Dass das dabei rauskommt, wusste ich nicht. Aber die kleinen Fenster hier auch, die Kinder, die schlafen, sind nicht.

SPEAKER_00

Das sind keine Fenster, das sind Schischaden.

SPEAKER_01

Das ist wirklich so nur ganz kleine Fenster und da sind auch Gitter vor. Also es ist wirklich auch dunkel hier tagsüber. Aber ich glaube, wir hatten Glück, weil es ja dann auch hier ein bisschen kühler war. Ich meine, es ist ja draußen ziemlich heiß und als wir reinkamen, war das doch ganz gut. Und das war angenehm nicht an.

SPEAKER_00

Nee, das war angenehm, das stimmt, aber der Geruch hat auch das Angenehme schnell wieder beiseite gedrängt. Aber das war der erste Tag so. Jetzt haben wir dann irgendwie, ich sag mal, sag mal, versucht, irgendwie das Beste draus zu machen. Und haben gesagt, okay, alles klar, dann kommen wir heute Abend ab 18.30 Uhr können wir am Flughafen aufschlagen, unsere Koffer abholen. Wir machen uns jetzt hier einen netten Tag, sind netlos Essen gegangen, haben die erste kleine Erkundungstour in der wirklich zauberhaften Stadt gemacht. Das muss man, muss man so sagen. Und haben dann so ein bisschen hoffnungsvoll auf den Arm gelinst und ab 18.30 Uhr wurde Lotta dann irgendwie unruhig und sagt, ach, jetzt können doch alle schon los und die Koffer abholen. Aber du solltest ja per E-Mail benachrichtigen.

SPEAKER_01

Genau, und die hatte ja, die hatte ja auch ein Antibiotikum noch zu nehmen, weil sie das vorher sich ja auch noch erkältet hat. Wie immer, wenn wir in Urlaub wollen, ist eines der Kinder krank. Also mal unabhängig davon, dass Venedig ja jetzt nicht die Familienstadt ist, kann man jetzt nicht sagen. Würde ich jetzt nicht empfehlen als Familie. Nee, mit kleinen Kindern nicht. Ja, mit kleinen Kindern nicht, weil das einfach da, da gibt es nicht so viele lange Wege ja sowieso. Was ganz schön ist, kein Auto, das ist echt ganz cool irgendwie. Also es gibt dann aber eine Straße, naja, kommen wir gleich noch zu. Jedenfalls haben wir aufs Sandy gehuckt, aufs Sandy gehuckt, auf Sandy gehuckt. Zwei Minuten das aktualisiert. Ja, und es kamen die Koffer nicht. Es kam die Koffer nicht, die Maschine war gelandet. Da haben wir nochmal unsere Reisebüroty da auch gebeten, nochmal nachzuhaken. Die hat niemand erreicht, nur Warteschleifen und so weiter. Da haben wir gedacht, okay, das können wir uns abschmieren. Und da war es ja schon. Abschmieren? Abschminken. Da war es schon, warte mal, kurz vor acht war es, glaube ich, ne? Oder so, halb Uhr. Bis 20 Uhr, ja gefangen. Ja, wir wollten noch in eine Drogerie oder irgendwas, um eine Zahnbürste zu. Jetzt findet man hier eine Drogerie. Alle zu, die Dinger. Es gibt dann so ein, zwei Einkaufsläden hier, so Supermärkte. Da haben wir dann irgendwie eine, ich weiß es gar nicht, was das für eine Zahnpasta ist, die du da gekauft hast. Keine Ahnung, es gab ja nur eine. Ja, genau. Dann haben wir Zahnbürsten da gekauft. Aber das war es auch, ne? Mehr hatten wir ja gar nicht. Wir konnten dann nur Zahnbürsten kommen.

SPEAKER_00

Mehr hatten wir wirklich nicht. Mehr hatten wir wirklich nicht. Das war schlimm. Aber auf dem letzten Drücker, weil alles um halb neun dann auch tatsächlich zumacht und sich erledigt. Also insofern, da sind wir durch die Stadt gehetzt dann abends, in der Hoffnung, dass es dann weitergeht. Aber es ging nicht weiter.

SPEAKER_01

Nee, es ging nicht weiter und somit waren wir dann schon, ja, und irgendwann saßen wir draußen und ich hatte so die E-Bails aufgenommen.

SPEAKER_00

Moment, erstmal müssen wir noch über den Schlüpfer Cates springen.

SPEAKER_01

Ich bin dann nochmal losgerannt, habe die da stehen gelassen, habe gesagt, so, ich fetz nochmal weiter. Ich weiß ungefähr, wo wir, wo ich noch was kaufen kann. Ich gehe hier in so einen Supermarkt, nee, in so ein Shopchen, so einen Souvenirshop. Und da habe ich dann einen String-Tanker für dich gekauft mit, I love Italia.

SPEAKER_00

Mit der String am nächsten Tag hartest wie ein Koffergriff.

SPEAKER_01

Sag mal, du bist ja widerlich. Was soll denn das? Das ist unanständig, was du immer raushaust. Ja, wirklich. Nee, und dann hatte ich dir noch einen Schlipper gehofft, T-Shirts habe ich gekauft, zwei. Und sage und schreibe, Mensch, ich gehe an die Kasse, sage, der zu mir 75 Euro. 75 Euro. Ich habe gesagt, bitte? Und er ist so, ja, wenn du viel kommt, das krießerer Bab in den alten Trecken, wo jeder schon seine Flucht hat. Aber ich war froh, dass wir irgendwas hatten, zumindest. Dann hätten wir ja. Wo ist denn das dringend eigentlich? Der ist drüben, bei Lothar. Können wir doch über Insta mal zeigen, wie ich den trage. Ja, das könnten wir gerne machen, aber. Ich habe das Konto gleich geblockt. Ja, definitiv. Naja, jedenfalls haben wir das noch schnell geholt und es ging ja, da saßen wir völlig frustriert dann irgendwann in diesem schönen Innenhof, den wir gar nicht genießen konnten. Und dann kam irgendwie die Mail, hey, wir haben gute Nacht und ihr Koffer ist da. Und dann habe ich so einen Witz gemacht und habe gesagt, die Koffer sind da und Sascha und Lotter so. Echt geil. Und ich so leider nicht. Aber da waren die Laufen. Und dann, ja, wie kommen wir hin? Es war schon 10 Uhr, kurz vor 10. Das Lost in Found hat nur auf bis 23 Uhr. Das heißt, wie kommen wir hin? Wassertaxi kriegen uns die Uhrzeit, unmöglich. Bus, wir kannten uns ja auch nicht aus, wir hatten nicht viel Zeit. Dann hat uns jemand empfohlen, dass es also eine Straße auch gibt, die dann verbunden ist, natürlich mit dem Festland da. Und somit sind wir mit einem Taxi dann völlig überteuert.

SPEAKER_00

Es war ja kein klassisches Taxi, es war ein schwarzer Mercedes-Klein-Bus, also eine V-Klasse, mit einem russischen Fahrer, der so vertrauenswürdig war, wie, weiß ich nicht. Das war ein Trip, der hat eine Mark 50 gekostet zum Flughafen, aber er hat uns zumindest reinbegleitet. Ich glaube, er hatte Angst, dass wir ab. Deswegen ist er auch mitgekommen. Und dann haben wir da tatsächlich, und das ging relativ reibungslos, dann unsere.

SPEAKER_01

Aber ich sagte mal eins, ich bin ja dann da rein, da musste nochmal durch die Sicherheit und so weiter und richte ins Flughafengebäude irgendwie unten, da, wo die Koffer ankommen. Und dann hat die mich in so einen Raum geführt, das war eine Lagerhalle. Ey, da waren tausend Koffer. Ja, alle aus unserem Flug wahrscheinlich. Aber da habe ich schon gedacht, boah, so viele Koffer, die verloren gehen, das ist schon krass. Also, naja, und wie immer, meine Familie hört ja nicht auf mich, haben so schön ihre Medikamente im Koffer. Ich bin schon froh, dass sie keinen Schmuck oder Wertsachen da reintun. Soll man ja alles nicht in den Koffer packen. Aber die Koffer waren da und somit waren wir dann happy am ersten Abend um quasi so. Halb eins waren wir wieder zurück, glaube ich. Ja. Das war echt klar. Das war schon ohnmächtig, das kleine. Kleine Kind schon ohnmächtig. Naja, und dann sind wir los aufgebrochen. War das gestern erst? Gott, die Zeit hier. Und dann haben wir Gondelfahr gemacht.

SPEAKER_00

Und hätte ich wirklich so stark, wie es ist. Und das ist, das ist sauber. Ich finde es cool. Mehr als zwei, drei Tage muss man es nicht machen, weil mehr gibt es nicht zu sehen. Jetzt haben wir natürlich, sind wir, glaube ich, auch nicht so die Normalos, wenn wir auf Reisen sind, sondern wir gucken, dass wir dann tolle Erlebnisse schaffen und auch bleibende Erinnerungen schaffen. Und das haben wir dann tatsächlich mit dem gästigen Tag auch gemacht. Wir haben uns gestern, glaube ich, Venedig erstmal zu Fuß ein bisschen angeschaut, waren auf dem Markusplatz, haben lecker Eis gegessen, ein bisschen Pasta gegessen und haben uns einfach da treiben lassen durch die kleinen Gassen und das ist echt Zauber.

SPEAKER_01

Oh, die Gassen sind toll, diese kleinen Engwände, überall, da kannst du links, rechts. Also viele sagen ja auch, Venedig ist so schmutzig. Das fand ich jetzt nicht so krass. Also das glaube ich. Klar, der Kanal Grande ist nicht zwingend immer schön, aber ist noch nicht so giftig grün jetzt gewesen. Gibt es ja auch klar, überall so ein bisschen Platz. Ich finde, die haben zu wenig Mülleimer zum Beispiel innerhalb. Das stimmt. Ja, die wundern sich, ich meine, muss ja auch alles irgendwie abgeholt werden. Wahrscheinlich können sie die auch immer nur an Stellen packen, wo das Boot dann. Das war schon witzig. Hast du die Müllabfuhr gesehen? Die war heute auch wieder da. Bei Schiff geht das ja. Ja, bei Schiff, das ist schon cool. Und die Gondelfahrt fand ich auch echt schön. Also diese Gondelfahrt.

SPEAKER_00

Wahnsinn, wie er diese Riesengerüst um die Ecken gemanövriert hat, ohne anzustoßen. Du denkst jedes Mal, er kommt in den Gegenverkehr rein oder nimmt die nächste Mauer mit, er war ohne einen einzigen Bumper, hat er das wirklich toll gemacht und wir sind eine Stunde gefahren, glaube ich.

SPEAKER_01

Ja, eine Stunde. Also es ist nicht günstig, das kann man nicht sagen. Irgendwann tut er auch dahinter weh, aber trotzdem toll. Ich meine, der hat eine Stunde uns vier Kolosse da durch die Gegend der Popeye-Arme jetzt.

SPEAKER_00

Die Fleischberge durch die Gegend war.

SPEAKER_01

Und wir hatten so Schlagseiten lang rechts. Das war echt krass.

SPEAKER_00

Das haben sie aber alle. Das machen sie, um besser manövrieren zu können. Das hat er ja erklärt. Dass er so Schlagseite hat? Ja, natürlich, damit er besser um die Kurven rumkommt. Und er stehen noch links oben. Also die Gondoliere stehen immer links hinten oben. Aber nur wenn sie Rechtshänder sind. Genau. Ich habe da heute drauf geachtet, ich habe keine einzige Gondel anders gesehen. Aber vielleicht wird es beim Linkshänder anders sein. Das wird aber musst du mal nachlesen. Das geilste beantworten.

SPEAKER_01

Und dann sind wir, wir sind auch, vorher waren wir ja noch bei der Rialto-Brücke. Also die Rialto-Brücke, ich mag sie ja gerne und finde das auch toll mit dem Markt, aber du fandst das ja. Schnickschnack. Was ist denn Schnickschnack? Die Brücke, ne? Na, die ist schon besonders. Du hast auch noch nicht einen Film gesehen, wo was in Venedigs spielt. Ja, das musst du vielleicht mal machen, dann kriegst du auch nochmal einen anderen ein.

SPEAKER_00

Ich hab ja auch nur Sport. Wie soll ich da auch Venedig mitkriegen?

SPEAKER_01

Ja, naja, ja, genau. Weil du nur Sport guckst, kriegst du auch die romantischen Szenen nicht mit. Hier waren ja, also es ist ja wirklich Dschungel, ach es Dschungel, sage ich schon, naja, doch, ein Dschungel von Menschen sowieso und viele Leute, die Junggesellenabschied machen. Und wir waren live bei einem. So viele Proleten unterwegs gewesen. Aber wir waren auch live bei einem Heiratsantrag auf der Brücke dabei. Und alle fanden es toll, alle haben geklarts, Lotter war den Tränen nah und hat sich selber schon gesehen in fünf Jahren. Der einzige und wirklich der einzige, der diese gesamte Situation zum Crashen bringen wollte. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Na, entschuldigung, das illusioniert. Steht da anders in einer Lautstärke, ich war froh, dass sie nicht Deutsch gesprochen haben, sagt in einer Stärke, sag, wiederhole gehen.

SPEAKER_00

In vier Jahren bereut das.

SPEAKER_01

Wunderbar. In vier Jahren bereut das. Lotta fing fast an zu rollen und sagt: Papa, das geht gar nicht, so romantisch. Wir alle peinlich berührt, guckten schon weg, der gehört nicht zu uns. Also, wie kann man so eine Situation so zerstören?

SPEAKER_00

Die haben es aber nicht mitbekommen, das muss man ja auch sagen. Zum Glück haben sie es nicht mitbekommen. Die einzige, die wirklich völlig am Boden zerstört, war Lotta, weil die glaubt noch an Ramontic. An Ramontic.

SPEAKER_01

Ja, wobei das ist ja schon. Aber ich würde, also wenn die nicht willst. Hast du dir die mal angeguckt? Kein Ton.

SPEAKER_00

Also kein Ton, Entschuldigung, ja. Also das passte null. Das war wie hier irgendwie. Nein, das hatte ich nicht.

SPEAKER_01

Nein, klar.

SPEAKER_00

Das ist der Bahnhof Mia. Das ist Body Jamie oder wie das ist. Mobbing. Nein, aber sie war nicht die schönste. Er sah ganz okay aus, aber sie war nicht die schönste. Nee, das kann man nicht sagen. Und als sie dann geweint hat, vor, weil sie ja so ergriffen gewesen ist, hat er sie in den Arm genommen und sie hat rüber zu mir geguckt und hat bestimmt gedacht, Mensch, der sieht auch ganz nett aus.

SPEAKER_01

Ich habe gedacht, um Himmelswillen. Also ganz ehrlich, die hat in die Hände geklatscht und gesagt, Gott sei Dank hat der mich hier gefragt und nicht der andere. So war es gewesen. Also das war schon schön. Aber ich muss sagen.

SPEAKER_00

Also ich fand den heutigen Tag tatsächlich am besten, muss ich sagen. Das war wirklich, wirklich schön. Aber da vielleicht nach dem nächsten Moment, ne? Das, was mich am meisten aufgeregt hat, ist tatsächlich, und da möchte ich nochmal drüber sprechen. Querschläger. Ups. Die Alte. Jetzt, wo wir gerade drüber sprechen, ich komme da gar nicht von drüber hinweg. Die macht mich völlig wahnsinnig.

SPEAKER_01

Naja, der Aufreger, äh, ja, der Wort.

SPEAKER_00

Ist und bleibt die Alte bei Lost 4. Jetzt, wo wir es gerade wieder sind. Gestern habe ich es dann so ein bisschen verdrängt, aber ich musste, wie, das ist für mich das Sinnbild eines Menschen, der auf diese Position nicht gehört.

SPEAKER_01

Ja, war ja auch so. Dann kam ihre Kollegin noch und sagte, wir sollen nicht so mit ihr sein und sie will uns ja nur helfen, aber die haben wirklich Schwachsinn. Fragen da auch gestellt. Und vor allen Dingen, die Fragen, die sie gestellt haben, Teufel, die haben einfach nicht geholfen, weil sie hat uns einem Zettel hingelegt mit 50 Koffern da drauf und hat hier das hier, keiner sah aus wie unser. Also das war ja nur Quatsch, ne? Und dann beschreiben wir den Kinderkoffer, wo Mickey Maus drauf ist oder Minimaus. Also ich glaube, als weiß ich. Das wollte die auch gar nicht hören, sondern die wollte nur, dass wir irgendein Bild anklicken. Aber sie hat auch nicht erklärt, warum wir das da auf der Dings. Also es ließ sich auch nicht so. Naja, was soll ich sagen? Also man konnte, es war nicht selbstverständlich, warum dieses, also was sie jetzt von uns will, man hat es alle nicht verstanden.

SPEAKER_00

Es heißt ja Aufreger der Woche. Ich wüsste nicht, was passieren sollte, was mich mehr aufregt als die alte. Aber so ist es. Zurück zum Wesentlichen.

SPEAKER_01

Ja, heute der Tag war sehr schön.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Heute waren wir.

SPEAKER_00

Wir fand ihn fast mit am besten.

SPEAKER_01

Ja, weil du Boot gefahren bist, altes Küstenkind.

SPEAKER_00

Ja, ist aber einfach, was ist das für ein herrlicher Tag gewesen? Wir haben uns ein Boot gemietet und sind heute dann von hier aus aus Venedig erst nach Murano auf die Insel und dann nach Burano gefahren. Das ist ja die Lagune von Venedig. Und das bei 27 Grad, strahlendem Sonnenschein. Es war einfach ein traumhafter Tag. Wir hatten, wie lange waren wir unterwegs? Drei Stunden oder drei? Ja, drei Stunden. Das war echt ganz schön arschteuer. Ist egal, aber das hat sich so gelohnt, weil es einfach herrlich gewesen ist. Wir für uns mit dem tollen, tollen Boot unterwegs, dann Murano ja, okay, da ist ja berühmt fürs Murano-Glas. Ich finde, das ist mehr Schein als sein.

SPEAKER_01

Die machen schon tolle Sachen da, aber das musst du eben mögen. Die Roden kommen auch, glaube ich. Na, sie machen sich ein bisschen moderner, sind ja neue Künstler da dran. Aber man muss eben auch sagen, also man muss jetzt nicht die Glasbläserei. Also wenn man ein Faible dafür hat, ist es empfehlenswert, Murano. Ansonsten. Um sich ansonsten nicht, würde ich auch nicht sagen. Aber Burano hingegen sehr schön. Und bestes Eis. Ja, da habe ich wirklich ein mega Eis gehabt. Ja, sowas habe ich auch noch nicht gegessen. Das war echt.

SPEAKER_00

Schmeckte wie der Kind Kaffeesahne von Merci, so hat es geschmeckt. Ich habe bloß den Namen vergessen.

SPEAKER_01

Ich fand das Eis wirklich lecker. Das war an nicht Kaffee-Sahne. Aber das hat ganz toll geschmeckt. Und die bunten Häuser da, also dieses Städtchen da, wirklich toll. Wirklich toll. Kleines Eiler, nicht groß, aber. Aber fährst du eben auch lang hin, ne? Man muss schon sagen. 30 Stunden. Ja, halbe, dreiviertel Stunde fährst du schon dahin. Deswegen, aber als wir dann gesehen haben, als die großen Schiffern kamen, die Leute wieder wie in so eine Öser, die dir gequetscht. Also die taten ja zwischenzeitlich auch leid. Also das ist wirklich, wenn du ein Wassertaxi hast und entgegen diesen, na, das ist ja für die Busreise hier, dann, also das ist die Waffe, ja, die Fähre da.

SPEAKER_00

Im Kanal Grande gibt es ja tatsächlich auch Faireanleger, das ist nichts anderes als eine Bushaltestelle, wo sie ein- und aussteigen. Aber apropos große Schiffe, ich habe kein Kreuzfahrtschiff gesehen.

SPEAKER_01

Da hatten wir vielleicht Glück, weil die Stadt ist ja so schon voll. Die Stadt ist ja so schon voller Touristen.

SPEAKER_00

Ja, aber hast du ein Kreuzfahrtschiff gesehen? Nee, habe ich aber auch nicht drauf geachtet. Weil es heißt ja immer so, wenn die so bei dir einfallen, dann geht es hier drunter und durch, weil in der Tat die Stadt ist schon extrem voll. Ich weiß nicht, wie es dann ist, wenn nochmal 30.000 Menschen dazukommen. Aber gut, es ist in der Tat ja, so ist es halt. Wir haben eine tolle Zeit hier und ich genieße es, aber morgen geht es nach Hause. Was machen wir morgen noch?

SPEAKER_01

Morgen weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Wir müssen ja ein bisschen früher raus hier. Wir werden erst um 16 Uhr dann abgeholt und zum Flughafen gebracht. Insofern, ich weiß es noch nicht. Also vielleicht erstmal nochmal was zu abwechseln.

SPEAKER_00

Stimmt, zu viel, mein ganzes Weightwatch, das ist für den Arsch. Ja, du hast so lange Eisernen. Fünf Kilo hatte ich abgenommen vor der Reise. Ich glaube, ich stelle mich morgen nicht auf die Wahrweilung zu Hause bin. Nee, ich möchte das auch nicht, weil dann geht der Frust genau wieder los. Dann bist du es nochmal aggro. Richtig, richtig. Also ab Mittwoch gibt es wieder Hüttenkäse und Gürkchen und Pasta. Und nicht die, ja, ich liebe auch die Pasta, die die hier bauen. Die können nicht viel, aber wenn sie. Fußball können sie nicht. Aber die Pasta ist ein Traum. Was heißt hier, die können nicht viel? Das ist ja schwierig bei der Weltmasserschaft dabei, wie Plaum.

SPEAKER_01

Ja, vom Fußball redest du jetzt wieder. Aber ich finde schon, dass das wirklich, also vom Essen ist es toll. Man muss natürlich gucken, dass man vielleicht ein bisschen weiter in diese Gassen geht und so und nicht auf den Hauptplätzen. Ich meine, ich kann sie überall was essen, ne? Aber ich fand, wir haben da auch so einen kleinen süßen Italiener, der gefunden hat, war wirklich lecker. Wusstest du es? Nee, wusste ich nicht. Viele Amerikaner sind hier. Ich habe auch hier tatsächlich, wir haben doch auch Sushi gesehen und.

SPEAKER_00

Aber das ist ja die Ausnahme. Wir haben zwei, drei vietnamesische oder irgendwie koreanische Restaurants gesehen, aber ansonsten. Ja, dafür bist du ja auch hier. Wollte ich gerade sagen. Und keins der Restaurants, in denen wir gewesen sind, war jetzt wirklich, wirklich schlecht oder weil war doof, sondern das war alles völlig in Ordnung. Und jetzt, wo wir gestern und heute zuletzt waren, das ist wirklich ganz, ganz köstlich gewesen und Spaß gemacht. Aber ab Mittwoch ist dann auch endlich wieder Abpfiff und dann konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Dinge, ne? Geld für dich. Die da wären. Ja, er weiß ja, immer erst den Taler ins Körbchen rein, bevor du ihn wieder rausnimmst. Das habe ich mein Leben lang nicht so gemacht. Genau, da bringe ich dir Bayern Mittwoch, wie das ist.

SPEAKER_01

Nee, du hast ja gesehen, ne? Teure Geburtstagsgeschenke. Also deswegen, aber das lohnt sich. Ich liebe Städte. Ich war ja das heute Mal hier, also wie gesagt, einmal 24 Stunden im Regen. Ich müsste es jetzt die nächsten Jahre nicht nochmal haben. Nicht, weil ich Venedig nicht schön finde, das will ich nochmal dazu sagen. Aber es ist dann eben auch schneller auserzählt. Gut, wir hätten noch in den Dom reingehen können, hier in den Dosenpalast oder wie das da alles heißt. Und so weiter. Aber mit Kleinkind macht das nicht so viel Sinn. Und wir haben schon dafür viel geguckt und viel gesehen. Aber man muss eben einfach auch wissen, man ist schon auch ein kleines Vermögen los. Das bist du einfach.

SPEAKER_00

Aber ich finde das bei Weibem nicht so teuer wie New York oder sowas. Also das hätte ich mir jetzt dramatischer vorgestellt. Essen zu gehen mit vier Leuten 100 Euro oder 110 Euro voll völlig in Ordnung. Ja, gut. Und mit Vorspeise, Hauptspeise und dann noch hier ein Getränk und wir waren auch gestern als erstes.

SPEAKER_01

Haben wir irgendwie, ich weiß nicht, wer bestellt hat, wir können es nicht gewesen sein. Wir haben für zehn Leute bestellt, waren aber nur zu viert und haben das nicht geschafft. Also es war einfach viel zu viel, was wir da auf dem Teller hatten. Aber ansonsten ist das niedlich, dann gibt es natürlich, also weißt du, was ich mich frage, wie die kleinen Tourismusläden hier, ich meine, da ist ja in einem Straßenzug, wenn man das so sagen kann, weil es ja 20 Läden sind.

SPEAKER_00

Ja, die Soubilhändler meinst du? Ja, wie überlegen die?

SPEAKER_01

Es gibt Öffnerskaschen, Handtaschen und so weiter. Oder meint das, es ist ein Plan, dass man die Koffer immer zurückhält, dass jeder sich hier Schlüpper holt?

SPEAKER_00

Maffer zum Geld waschen.

SPEAKER_01

Dass jeder sich Schlüpper holen muss.

SPEAKER_00

Du hast einen Kopf abzusetzen. So weißt du, die machen gemeinsame Sachen mit den Frühkühnern. Das kann man sagen, ja.

SPEAKER_01

Und dann musst du dir diese hässlichen Schlüpper da holen, die der gar nicht haben wird. Was ich aber gut finde, sonst hast du ja in manchen anderen Städten, wenn du so Straßenhändler, die zerren dich ja in die Geschäfte rein und machen dich was wahnsinnig. Also hier, ich empfand es nicht so aufdringlich.

SPEAKER_00

Also ab. Ja, nee, stimmt, hast du recht. Heute in Murano, in dieser dünsigen Glasbläserei, die war zum Ende dann doch schon ein bisschen zu pushy und hat Lotter bedrängt. Ja, okay, was ist das? Da war ansonsten nicht wirklich. Das ist eine Kette, 500 Euro. Also wirklich toller Spot kann man wirklich empfehlen. Steht und fällt natürlich, glaube ich, auch viel mit dem Wetter, aber das ist in der Regel ja im Sommer hier ganz gut. Jeder Reiseführer sagt aber auch, du sollst dich ja in das Leben oder in die Gassen reintreiben lassen. Da gibt es keine wirklichen Highlights, die du dir unbedingt anschauen musst, außer den Markusplatz, aber das ist auch halt nur ein Platz mit der Kirche drauf.

SPEAKER_01

Den Duschenpalast hast du das gesehen, toll, der da. Aber noch beeindruckender ist es, wirklich durch den Kanal zu fahren, finde ich, weil das zu sehen und wenn man überlegt, dass ja, keine Ahnung, der größte Teil dieser Stadt eben auf Stelzen ist und dass das, wenn man unter Wasser gucken könnte, ist das auch am Blätter umgestellt mit deiner Hüfte, das vielleicht. Und ganz ehrlich, wenn man sich überlegt, dass das alles so auf Holzpfählen aufgebaut ist, als Grund, wenn du im Wasser leben würdest, Mann, weil du mich auch ständig unterbrichst, du lässt mich gar nicht ausreden. So, wieder dazwischen gejauelt. Also, nee, ich wollte, hab ich auch vergessen. Ich habe schon vergessen, was ich sagen wollte. In meinen tropischen Jahren, da kriegt man ja auch nichts mehr geschissen. Also, zurück zum Wesentlichen. Ich wollte sagen, dass die Stelzen, also wie die. Stelzen. Gib mir nochmal ein Limoncello hier. Ich wollte sagen, dass die Unterwasserwelt, also es ist ja alles, ist ja wie ein Urwald da unten drunter.

SPEAKER_00

Wie ein Urwald, nur ohne Blätter. Also sie wollte sagen, die gesamte Innern ist ja auf Holzfehler erbau. Die Holzfähle gammeln im Wasser lustigerweise nicht. Deswegen bricht auch nichts zusammen. Das wollte sie eigentlich sagen. Aber die stellsten Läufer, hast du nie gesehen? Die habe ich nicht gesehen.

SPEAKER_01

Nee, aber hier war doch so, ach, du bist bescheuert. Hier war ja auch so eine Regatta, hier so ein Drachenbootrennen oder viel mehr so.

SPEAKER_00

Rund um Venedig hieß es, glaube ich. Da ist alles auf dem Wasser gewesen, was auf dem Wasser sein konnte. Von Minischlauchboot über Drachenboote über Kajaks.

SPEAKER_01

Weißt du, was ich erstaunlich finde? Dass es keinen Unfall hier gibt. Ey, wie die Boote rangieren. Zwischendrin fährt die Gondel, das Schlauchboot, der Bus mit den 80 Leuten da drauf.

SPEAKER_00

Die Fähre, sagst du, Fähre, die Leute sind sonst.

SPEAKER_01

Die Fähre, Entschuldigung, das Wasserbus.

SPEAKER_00

Das Wasserbus? Ah, das Wasserbus und es gibt nichts Unfall hier. Also es gibt wahrscheinlich Unfälle, die kriegen wir die vielleicht.

SPEAKER_01

Aber das ist doch. Also wie die das arrangieren.

SPEAKER_00

Da ist ordentlich Traffic auf dem Wasser, ja.

SPEAKER_01

Und eine Ampel hatten sie auch. Eine Ampel habe ich gesehen. Die kann ich auch nicht.

SPEAKER_00

Da habe ich mich tatsächlich gefragt, was die sollte.

SPEAKER_01

Nee, doch, ich weiß es. Der Feuerwehrweg.

SPEAKER_00

Bei die Feuerwehr, die Feuerwehrwache, müsst ihr wissen, das sind auch die ganzen Boote, die liegen dann in offenen Toren drin im Gebäude. Und das ist die Ampel stimmt. Und wenn die auf Rot umschaltet, dann. Denke ich mal, dann darf es laut fahren, weil die da rausfahren.

SPEAKER_01

Weil das kann ja nur der einzige Grund sein, weil das eben die einzige Ampel war. Ansonsten war ja so, wir haben dieses Hotel gesehen, wo Jeff Bezos seine Angetraute zur Frau genommen hat. Sagt man, nee, angetraut ist sie ja schon. Nein, weiß ich nicht mehr.

SPEAKER_00

Geheiratet.

SPEAKER_01

Ja, und das haben wir gesehen, das war schon auch toll und beeindruckend. Da hat Lothar natürlich gleich gegoogelt, den Hotspot, und hat mal nach innen geschaut, also die Bilder sich angucken und gesagt, boah, das ist schon krass.

SPEAKER_00

Die ist doch ja schon wieder hin, da, oder? Steht vor der Tür.

SPEAKER_01

Die holen sie noch ein Stück Pizza.

SPEAKER_00

So viel Film, nämlich die letzten drei Tage habe ich tatsächlich auch Ewigkeit gegeben.

SPEAKER_01

Ja, und da waren so ein paar und dann jetzt müssen wir einmal diesen Film gucken, The Tourist. Der ist ja schon so alt, das wusste ich gar nicht. Mit Johnny. Juli Carell, Lanche. Nein. So alt wie du ist er noch nicht. Angelina Jolie und wie heißt der andere? Johnny Depp. Mag ich ja gerne. Und das müssen wir uns jetzt mal anschauen.

SPEAKER_00

James Bond, die Kulisse haben wir auch gesehen von Goldfinger?

SPEAKER_01

Ja, ich habe meiner Mutter zwei Fotos geschickt, einfach und nur von diesem Haus. Und sie hat geschrieben, James Bond. So, weißt du, so überhaupt nicht Überraschung. Nicht von Goldfinger, du auf Laume, nein, Casino Royal. Ja, Goldfinger war noch mit.

SPEAKER_00

Tim Vier mit dem Steinbeiser, ja.

SPEAKER_01

Nee, wie ist er denn? Der Gerd Fröbel. Gerd Fröbe, ja. Fröbe. Ganz ehrlich, informiere dich vorher. Wir reden von Casino Royal.

SPEAKER_00

Kasal war auch dabei, glaube ich.

SPEAKER_01

Aber die Stadt finde ich, ganz ehrlich. Es macht auch keinen Sinn mehr, das mit dir. Ich bin auch müde. Ja, das merkt man, wenn einer eine Reise tut. Aber dann würde ich mir wünschen, dass es so ist wie immer, dass du mit einem Satz einfach einschläfst. Leider passiert es gerade nicht.

SPEAKER_00

Also ihr Lieben, kurzer Erlebnisbericht aus Venedig. Definitiv eine Empfehlung von uns. Macht es, aber macht es nicht länger als zwei, drei Tage. Das lohnt sich nicht. Na, drei Tage muss ich sagen. Drei Tage, ja, drei Tage ist okay, aber ich glaube vier, fünf auf gar keinen Fall. Nehmt ein bisschen Taschengeld mit und dann könnt ihr wirklich tolles erleben. Wenn ihr es nicht mit dem Wassertaxi macht, glaube ich, beraubt ihr euch die Hälfte des Eindrucks.

SPEAKER_01

Muss man wirklich sagen, ja. Also und ich fand jetzt vom Flughafen hin und zurück, also kostet das Wassertaxi 150 Euro. Das ist nicht wenig, aber.

SPEAKER_00

Hattest du schon gesagt.

SPEAKER_01

Aber nein, ich will sagen, du bist halt auch eine halbe Stunde, bis du da bist. Das ist eine halbe Stunde mit.

SPEAKER_00

Richtig der Preis.

SPEAKER_01

Das ist angemessen, finde ich auch.

SPEAKER_00

Also uns hat es gut gefallen. Ich glaube, wir fliegen morgen alle zufrieden zurück. Nee, einen lasse ich zurück bei Lost and Found. Ja, genau. Aber nur als Lost. Ja, ja. Am liebsten durche ich auch meinen Bauch verlieren auf dem Weg dahin.

SPEAKER_01

Ja, wenn du weiter so rumpöbelst, dann bist du auch nervig.

SPEAKER_00

Schubowski benedigt, ne?

SPEAKER_01

Nee, so eine dumme Sätze sagen wir nicht. Das kann ich nicht. Hab ich bei Lotta schon immer nicht gemocht, wenn die so eine Verabschiedung hast. Dann bleib dir du die Verabschiedung mal ein.

SPEAKER_00

Nee, will ich nicht. Achso, siehst du? Also tschüss, ne? Mach die. Ciao, Bello. Ciao. Ciao, ciao.

SPEAKER_01

Du kannst doch nochmal singen vielleicht. Tschüssi.