XYZ - zwischen Brotdose und Burnout

#8 Prime, Pech und Perspektiven

Season 1 Episode 8

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 31:16

Manche Veränderungen sucht man sich aus, andere kommen einfach um die Ecke.

Diesmal geht's um Abschiede, Neuanfänge, Eltern und die Erkenntnis, dass man irgendwann dieselben Sätze sagt, die man früher nie von seinen Eltern hören wollte. Und natürlich um die Frage, warum man fürs Fernsehen bezahlt und trotzdem Werbung bekommt.


SPEAKER_00

Los geht's zwischen Brotose und Burnout. Was ist eigentlich Burnout?

SPEAKER_01

Hallöchen da draußen.

SPEAKER_02

Guten Abend aus der Hauptstadt.

SPEAKER_01

Ja, am Rande der Hauptstadt.

SPEAKER_02

Am Rande der Hauptstadt, ja. Muss man ja dann verändert. Am Rande der Gesellschaft am Rande der Hauptstadt.

SPEAKER_01

Oh, willst du darauf anspielen, dass ich eine harte Woche hatte oder was? Und jetzt auch.

SPEAKER_02

Ja, den Stress aus Venedig mitgenommen, allerdings von positivem Stress im negativen Stress gewandelt. Das war für dich, glaube ich, in den letzten Tagen nicht ganz so einfach, oder?

SPEAKER_01

Nee, es war sehr emotional, möchte ich mal sagen, weil der Sender, für den ich 15 Jahre lang gearbeitet habe und wirklich monatlich, eigentlich auch gefühlt jedes Wochenende, der hat nach 15 Jahren seinen Sendebetrieb eingeschickt. 25. Ja, 15 Jahre für mich. Es ist doch tragisch, dass ich es besser weiß als du. Ja, ich war 15 Jahre dabei, für mich zählt nur die 15. Und was ich noch viel tragischer fand, aber das hat mir erst meine Freundin Anna gesagt, ich hatte es gar nicht mehr so genau drauf, dass es auch noch derselbe Tag war, wie 15 Jahre zuvor 9 Live den Betrieb eingestellt hat. Am 31.05. 15 Jahre zuvor hat 9 Live geendet. 2011. Am 31.05. danke fürs Rechnen, weil das ist ja deine Stärke. Nicht nur die, aber eine der. Und am 31.05. jetzt 2026 hat Channel 21 seine Türen geschlossen, das Licht ging aus, die Kameras ausgeschaltet. Also ich war nicht da, ich konnte nicht, ich war verhindert, aber ich hätte es auch nicht gewollt, muss ich ehrlich sagen, weil das war zu krass.

SPEAKER_02

Was hättest du nicht gewollt, am letzten Tag des Sendebetriebs noch mit dabei zu sein, wie es viele deiner Kollegen und Wegbegleiter oder alle gemacht haben? Alle gemacht. Na, fast alle, ne, glaube ich.

SPEAKER_01

Ja, fast alle. Aber nee, weil ich finde, also für mich war es auch kein Abschied und ich habe ja insgeheim immer noch gehofft, dass es irgendwie einen Weg gibt, dass es weitergeht. Man hat es auch versucht, aber es war dann final nicht möglich. Und die Schatten der Vergangenheit haben uns da eingeholt, sodass wir nicht weiter senden dürfen. Und ich finde, das ist schon traurig, weil es ist einfach so ein Stück. Es ist zum einen mein Job gewesen, 15 Jahre lang, mit monatlich regelmäßigem Einkommen. Und ich war noch nie arbeitslos. Bin ich jetzt auch nicht, weil ich ja nicht mal arbeitslosengeld kriege. Ich war ja freiberuflich.

SPEAKER_02

Arbeitssuchend.

SPEAKER_01

Arbeitssuchend könnte man mich nennen, ja.

SPEAKER_02

Schwierige Situation. Aber wir haben, es ist ja nicht so, dass es, dass es dich völlig unvorbereitet getroffen hat. Zum einen war ja die vorläufige Insolvenz seit März relevant. Also da haben die noch versucht, den ein oder anderen potenziellen Investor zu finden. Es waren noch einige an Gesprächen, aber ich will mich da gar nicht zu sehr reindrehen. Ich habe es ja nur am Rande mitbekommen. Aber man hat in den letzten Jahren eben halt auch schon gemerkt, dass die Luft dünner wurde in einigen Teilen und was eben halt, glaube ich, ein ganz großes Thema ist, was uns alle betreffen wird, das lineare Fernsehen, so wie wir es alle kennen, verschwindet ja auch immer mehr. Und demzufolge ist die Frage, ob solche Sender überhaupt in den nächsten Jahren noch eine Daseinsberechnung haben oder sich das alles nachher ins Internet verlagert.

SPEAKER_01

Ich finde schon, man, und vielleicht hätte man das Feld erweitern müssen, eben auch noch intensiver aufs Internet ausbauen. Aber ich glaube schon, dass es das Publikum gibt und viele da draußen letztendlich bestellen die auch im Internet. Und letztendlich gibt es auch viele, die sich ärgern, wenn sie sagen, oh, dann bestellst das, dann weißt du nicht, wo es herkommt, wenn du nicht richtig recherchiert hast. Recherchiert, dann kriegst du es nichts. Guck mal, schon direkt meine Moderation verloren. Kaum aus dem Job raus, kann ich nicht mehr reden. Und ich finde einfach, ich finde es total nett, ich liebe Teleshopping. Das ist einfach ein nicht nur ein geiler Job für mich gewesen, sondern das ist einfach so ein Beratend. Ich meine, wie gesagt, heute rennt es. Bratend war es auch, wenn du Kochsendungen hast. Nee, beraten. Wir hatten so viel Spaß und wir waren da so Freigeister bei dem Sender. Das war wirklich toll und wir haben so viele lustige Momente gehabt. Also es war einfach toll, die Leute zu beraten, die Leute auch zu entertainen und denen einfach ein gutes Gefühl zu geben. Und ich meine, was geht geiler, als kostenlos zu returnieren, als die Möglichkeit zu haben, das Produkt, was du gerne besitzen möchtest, nochmal erklärt zu bekommen. Das ist ja heute gar nichts.

SPEAKER_02

Das ist das gleiche wie mit Reisebüros, ne?

SPEAKER_01

Finde ich auch traurig.

SPEAKER_02

Die sterben ja auch irgendwie geführt reinweise, was ich alles im.

SPEAKER_01

Dabei ist es doch schön. Wir haben zum Beispiel noch eine Reisebürotante, die wir sehr mögen.

SPEAKER_02

Tante? Tante Andrea. Hallo, Tante Andrea, Grüße gehen raus.

SPEAKER_01

Nee, aber jemand, also die sich um unsere Reisen kümmert.

SPEAKER_02

Aber die macht sie auch exorbitant gut. Die ist ja für uns 24.7 auch erreichbar. Und das weiß ich sehr wohl auch zu schätzen, gerade wenn wir unterwegs sind und irgendwas irgendwie mal nicht laufen sollte. Siehe Venedig vor kurzer Zeit, sie ist immer für uns erreichbar. Das macht natürlich auch einen gewissen Charme aus bei dieser ganzen Geschichte. Das ist der Service. Aber du siehst ja, die Leute sind nicht mehr bereit, dafür mehr Geld auszugeben, sondern wir möchten es einfach und am liebsten vor dem Rechner zu Hause. Ich glaube, wir sind alle auch extrem bequem geworden, ist das an.

SPEAKER_01

Ja, definitiv sind wir davor geworden. Aber es war eben eine sehr harte, emotionale Woche für mich, weil das ist das erste Mal, wie gesagt, dass ich in so einer Situation bin. Und ich liebe meinen Job, ich habe das gern gemacht. Ich weiß auch, dass ich wieder was finden werde und wieder was arbeiten werde. Das weiß ich. Aber für den Moment geht eben was zu Ende. Es war damals bei NoanLive auch so, aber da waren mit 20, weißt du, Anfang 20 alle, alle dort, alle Moderatoren, wir waren alles Youngstars. Alle sind auch was geworden. Also aus allen ist irgendwie immer noch oder sind alle irgendwie dem Fernsehen oder der Öffentlichkeit treu geblieben. Und damals haben wir halt aufgrund des Filmes der Truman-Show den Abschied gemacht und haben wirklich einen ganz emotionalen Abgang gemacht und haben uns auch geschworen, dass wir sowas nicht nochmal machen. Also Anna und ich, die wir ja auch noch bis heute zusammenarbeiten, Anna Hisch. Und die hatte mich dann auch gegrüßt, die hat Ehrenmoderation gemacht bei der letzten Sendung, ist dann aber auch direkt gegangen, weil sie auch sagte, das wollte sie nicht nochmal haben. Das tut ja auch weh, weißt du. Und dann fällt dir ja auch alles auf einmal ein. Natürlich gibt es auch Leute, mit denen du nicht so gut konntest und da ist es vielleicht nicht ganz so traurig, dass du die nicht wieder siehst. Aber grundsätzlich ist es einfach ein einschneidendes Erlebnis. Aber es betrifft ja viele draußen und wie viele Insolvenzen sind, das ist schon tragisch zu sehen, was da so los ist. Und ich glaube, das Potenzial bei Teleshopping ist auf jeden Fall noch da.

SPEAKER_02

Laufen. Na gut. Nur nicht für Channel. Channel 21. Ja gut, aber da gehört ja auch viel mehr zu, so ein Unternehmen in die Insolvenz zu bringen. Es sind ja verschiedenste Faktoren, die da wirfen und mit reinmischen. Und das ist ja auch nichts, was von heute auf morgen passiert, sondern das ist tatsächlich ja über Jahre dann auch leider nicht ganz so gut gemacht worden. Ich will das gar nicht weiter bewerten, zu tief stecke ich nicht drin, aber ich verstehe deinen Kummer und deinen Frust, das ist wirklich.

SPEAKER_01

Das ist gut, dass wir das jetzt auf Band haben, weil das kann ich ausnutzen in den nächsten Wochen.

SPEAKER_02

Du hast es schon ausgenutzt.

SPEAKER_01

Ich habe noch lange Brust.

SPEAKER_02

Ich bin selbst, wenn das verdaut ist, wird wahrscheinlich über kurz oder lang auch eine neue Geschichte kommt, die hier eingekommen ist.

SPEAKER_01

Bin ich einmal in einer schwierigen Situation.

SPEAKER_02

Naja, sie ist gefühlt täglich in einer schwierigen Situation. Und wenn sie es nicht ist, ist es Lotta und wenn sie es nicht ist, wenn es Lotter nicht ist, ist es das Kleinkind.

SPEAKER_01

Ja, Kleinkind dürfen wir nicht mehr sagen, die ist acht Jahre alt auf.

SPEAKER_02

Wir sind korrigiert, weil es kein Kleinkind mehr. Ja, drei Damen vom Grill unter einem Dach mit mir, das ist mein Kind. Du hast Vitus. Ja, aber der ist ja auch schon feminisiert. Der Hund, der eigentlich in Rüde ist, ist eigentlich auch fast schon ein Mieting geworden. Aber es war ja nicht nur schlecht. Jetzt wollen wir mal die Kurve kriegen und mal rein wieder ins Positive. Wir waren in Lübeck.

SPEAKER_01

Ja, deine Heimat.

SPEAKER_02

Meine Heimat. Meine Geburtsstadt, mein die Wurzel allen Übels.

SPEAKER_01

Na, dein Seelenort. Komm doch mit so einem Geschwafel jetzt.

SPEAKER_02

Nö, ich habe keinen Seelenort. Das ist gut. Seelenoso, Toilette.

SPEAKER_01

Mann, jetzt wird es wieder, du rutscht immer in so eine Kategorie aus, total schön und nett wird es dann.

SPEAKER_02

Unangenehm. Die waren in Lübeck, Papa hat den Geburtstag, sage und schreibe biblische 87 Jahre junge geworden. Das ist wirklich Wahnsinn. Mama ist, lass mich überlegen, 83. Hoffentlich hört sie es nicht, aber wahrscheinlich nicht. Ja, 19. Beide, also deutlich über 80. Und wenn du sie siehst, dann denke ich jedes Mal, Mensch, was war 80 noch vor 30 Jahren? Das war scheintot irgendwie gefühlt irgendwie liegend und nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen. Die beiden sind noch ziemlich agil und gut drauf. Trotz alledem, das alles so zusammen zu sehen, auch mit dem Jobverlust jetzt hier und den älteren Herrschaften bringt einen letztendlich auch in die situation, hält einen for out, dass das auch alles irgendwie über kurzer Lang endlich ist.

SPEAKER_01

Yeah, but du bist noch in so einer privilegierten Lage, dass du noch beide Eltern hast. Ich meine, du bist fast 60 und du Arsch.

SPEAKER_02

Mit 52, fast 60.

SPEAKER_01

Naja, also es ist nicht mehr lange.

SPEAKER_02

Wir retten fast 17.

SPEAKER_01

Aber wer kann sagen, dass er seine Eltern oder dein Bruder ist 60, ne? Oder wird 60? Ist er schon 60?

SPEAKER_02

67er Bau, ja. 68? Weiß ich nicht.

SPEAKER_01

Aber ja, dann ist er vielleicht nächstes Jahr, ja, hast du. Und wenn man dann überlegt, wer hat seine Eltern 60 Jahre lang oder 57, Entschuldigung, 53.

SPEAKER_02

Alter für heute, hell.

SPEAKER_01

Das ist, du weißt, in den tropischen Jahren, da gibt es auch eine Form von Gedächtnis. Ja, oder so. Und du hast das Privileg noch. Ich habe ja meinen Papi nun leider sehr früh verloren und er durfte nur 69 werden. Und auch da bin ich wahrscheinlich auch schon privilegiert, weil es andere gibt, weil ich durfte.

SPEAKER_02

Ja gut, den einen Thema, wo ein Elternteil früh verstorben ist.

SPEAKER_01

Nein, aber ich finde das so toll, dass du wirklich noch beide hast und die so.

SPEAKER_02

Beide ja auch noch selbstständig im eigenen Haus, fit für das Alter, glaube ich, schon noch gut aufgestellt. Und lustigerweise, was uns ja vor ein paar Tagen aufgefallen ist, der gesamte Freundeskreis hat gefühlt irgendwie so jeder so ein biblisches Alter. Die sind teilweise 93, 94. Scheint an Lübeck zu liegen. Ja, oder an der Meerluft, ich habe keine Ahnung. Die gurken da alle nach oben, die fahren auch noch Fahrrad leben, fast alle allein. Da hörst du von keinem, der irgendwie im Heimnis oder im Betreuten wohnt. Die sind alle noch sehr selbstständig. Das sind nicht schon beachtlich. Also es wird schon einen Grund haben.

SPEAKER_01

Naja, nee, das glaube ich nicht. Genauso viele gibt es ja auch, die es nicht mehr von deinem besten Freund sind die Eltern ja auch nicht mehr.

SPEAKER_02

Die Krabbenbrötchen wahrscheinlich.

SPEAKER_01

Von deinem besten Freund sind die Eltern ja auch nicht mehr. Und deswegen, das liegt da nicht dran.

SPEAKER_02

Ja, aber die waren auch schon deutlich älter. Ja, ja, der Vater von Ide war auch Mitte 80.

SPEAKER_01

Ah, okay. Na gut. Aber auf jeden Fall ist es privilegiert und das finde ich schön und es ist toll zu sehen, wenn man mit denen noch Zeit bringt. Also ihr da draußen, wenn ihr noch Eltern habt und das einigermaßen passt, vergesst nicht immer wieder auch die zu treffen und Zeit mit denen zu verbringen, weil das ist echt das kostbare. Oh, das ist schwer, finde ich.

SPEAKER_02

Das ist schwer, aber trotz alledem, das fällt mir auch manches Mal schwer, wenn auch Dinge dann vielleicht nicht mehr so schnell verstanden werden oder es irgendwie mit der Schwerhörigkeit Probleme gibt. Aber trotzdem, ich glaube, Nachsicht ist da das große Learning drauf. Da gab es natürlich auch viele lustige Momente, ne?

SPEAKER_01

Das war ja schnelle Postphänomen bei uns am Wochenende. Der eine hat am Tisch was gesagt und das kam am anderen Ende.

SPEAKER_02

Völlig anders raus.

SPEAKER_01

Du hast das Essen gesprochen und deine Mutter sagte, ja, ja, da fahren wir morgen an See. So kam es dann am Ende rüber. Aber klar, man muss schon Nachsicht walten. Ich glaube, das ist natürlich, je älter man selber wird, umso mehr hat man dann auch Verständnis vielleicht dafür irgendwann, weil man auch in diese Lage gerät.

SPEAKER_02

Und du hast schon recht, er hast schon vollkommen recht. Wir sind privilegiert, wir haben Eltern oder du noch einen Elternteil, ich beide Elternteile, die begleiten uns unser Leben lang. Und das sind ja auch tolle Eltern, das muss man auch nochmal sagen. Also mit all ihren Schwächen, wie sie jeder von uns hat, aber die sind immer für uns da gewesen, die haben uns immer ihren Rücken gestärkt. Und das ist schon etwas, was man gar nicht hoch genug werten kann.

SPEAKER_01

Ich lebe jetzt auch von Mamis Rente, habe ich beschlossen.

SPEAKER_02

Gut, da wirst du aber nicht weit kommen. Dann gucken mehr Augen aus dem Kühlschrank raus als rein wahrscheinlich. Okay, dann muss ich mir was einfallen lassen, wie ich ans Essen komme. Aber in Delta habe ich tatsächlich auch gefragt, sind wir eigentlich gute Eltern? Wie erfüllen wir unsere Rolle?

SPEAKER_01

Ja. Also ich glaube, also ich würde immer sagen, dass wir gute Eltern sind. Aber wenn du unsere Kinder fragen würdest, wobei die würden auch sagen, wir sind gute Eltern oder was? Also klar, mit Lotta hatten wir natürlich auch viele Themen oder ich insbesondere. Aber das ist Altersgüllung. Aber ja, ich denke, dass sie schon, wobei ich oft, also es ist nicht so, dass ich sage, alles, also vor den Kindern natürlich, was wir sagen, ist Gesetz, aber es ist nicht so, dass ich das nicht hinterfrage. Auch wenn bestimmte Sachen ich einfordere oder Regeln aufstelle oder oder oder es sei denn, das mein Wertekonstrukt ist. Aber das machen wir.

SPEAKER_02

Aber das machen wir ja gefühlt schon auch ziemlich oft, uns zu reflektieren und zu hinterfragen.

SPEAKER_01

Ja, aber ich finde, was sind gute Eltern? Was definiert das? Ich finde, gute Eltern sind die, die wirklich ihren Kindern einfach auch Liebe in erster Instanz geben.

SPEAKER_02

Liebe Orientierung finde ich ganz wichtig. Also auch so als Support an der Seite, die in der Lage sind, loszulassen. Ich glaube, das ist ja auch ein ganz großes Thema, die irgendwann ja irgendwann aus dem Nest gehen zu lassen und vor allem ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen, ohne dazwischen zu vorwerken. Ich glaube, das fällt mit am schwersten bei allen.

SPEAKER_01

Klar, weil man natürlich merkt, die sind eben noch nicht fertig. Auch wenn sie dann 20 sind oder so, sind die einfach noch nicht fertig und geht.

SPEAKER_02

Ja, aber wenn du an Mama oder Papa denkst, warum sagst du, dass die gute Eltern gewesen sind?

SPEAKER_01

Weil sie uns immer mit Liebe und mit Respekt erzogen haben. Das mochte ich gern. Also man immer weiß, dass es gewisse Grenzen. Also ich fand auch die Regeln gut bei uns. Das fand ich super, weil man sich in diesem Haaren... Damals schon oder jetzt erst? Nee, damals schon. Weil man sie in diesem Hahn ja natürlich. Nein, aber ich mochte das, dass man in diesen Regeln, in denen konnte ich mich ja komplett frei bewegen. Konnte ich ja, hatte ich ja, hatte ich ja alle Freiheiten. Ich hatte eine tolle Kindheit. Also auch aus heutiger Sicht fand ich das richtig. Ja, wenn man älter wird, hat man ja. Nein, aber wir wurden auch nicht streng erzogen. Es gab halt Regeln bei uns, es gab Wertegerüst, was meine Eltern gepflegt haben und in dem durften wir uns bewegen und dann hatten wir eigentlich alle Freiheiten. Wir hatten jetzt nicht viel in unseren Kindertagen.

SPEAKER_02

Das haben wir dir schon alles erzählt.

SPEAKER_01

Ja, nee, das will ich ja nur sagen. Jetzt sei nicht wieder so was dich langweilig. Wir hatten damals nichts. Nein, das will ich damit nicht sagen. Aber für uns war das Wichtigste, dass die Eltern uns in allem supportet haben, dass die uns Liebe gegeben haben, dass wir auch mit allem und zwar mit jedem Scheißding zu denen kommen konnten. Das fand ich auch toll, dass wir über alles reden konnten. Also das fand ich schon krass. Aber auch klare Stops. Ja, sag ich doch. Du hast nicht zu, oder was? Ja, merkt man, hast du schon wieder abgeschaltet, weil du schon wieder langweilig findest, was ich mich eventuell wiederholt habe. Ja, super. Ja, frag mich doch mal. Was soll ich dich finden? Ob du findest, dass du ein guter Vater bist, oder was? Ob was ich an meinen Eltern gut gefunden habe. Ja, erzählst du doch eh, ob ich wage oder nicht. Na komm, ja, was fandest du denn an deinen Eltern? Lieber Sashi, was fandest du an deinen Eltern toll?

SPEAKER_02

Also, meine Mutti und mein Vati, bei Mama definitiv die rund um die Uhr versorgt, also die ist ja sehr präsent für uns immer gewesen und auch zugegen gewesen. Ich glaube ja auch nochmal anders als bei euch damals. Da sind ja beide Eltern Teile der Arbeiten gegangen. Das war ja im Westen zu der Zeit nicht so, sondern da ist ja meistens zu meiner Zeit, als ich großgeboren bin, der Mann arbeiten gegangen. Seltener die Frau. Die Frau hat sich eben halt um die Kinder gekümmert, aber ich weiß das sehr wohl zu schätzen, weil sie immer für uns da war. Die hat es auch bis heute drauf zu umsorgen und da zu sein. Und wenn wir nach Lübeck kommen, feiern wir ja auch das immer ab, dass wir uns tatsächlich mal dann ein, zwei Tage rum gar nichts kümmern müssen, sondern vollen Support bekommen. Das habe ich sehr zu schätzen gewusst. Bei Papa fällt es mir ein bisschen schwerer da zu sagen. Also ich fand ihn früher nicht so gut, weil er eben halt gefühlt nur auf Achse gewesen ist. Durch seinen Job bei der Feuerwehr haben sie natürlich sehr unregelmäßige Dienste gehabt. Dann hat er Arbeiten gegangen, hat neben bei Häuser gebaut, um die Familie irgendwie über Wasser zu halten. Heutzutage, ich mag halt seine leicht stoische, norddeutsch unaufgeregte Art. Das ist, glaube ich, das, was ein bisschen auch auf mich abgefärbt hat. Also dieses, dieses, ja, den Ding auch ihren Lauf zu lassen in Teilen.

SPEAKER_01

Aber könntest du jetzt auch sagen, wenn sie nicht, was haben sie nicht so gut gemacht? Also was gibt es da?

SPEAKER_02

Papa, mehr Präsenz, hätte ich mir gewünscht. Oder andere Präsenz besser gesagt. Also mich mehr an die Hand zu nehmen. So wenn es um, ach damals war es oftmals, wenn du in die Garage gegangen bist und in einer Werkbank rumgefuhrwergt hat oder sowas, dann hieß es immer, geh mal weg, du störst oder so. Also anstatt da aktiv zu.

SPEAKER_01

Aber bei uns war es immer so, lass du mal, ich mach das. Also bei uns wurde es immer argument. Genau, das ist auch so mitgenommen. Da hat man bestimmte Sachen wahrscheinlich auch nicht gelernt oder man hätte gerne selber gewollt. Aber das sehe ich bei mir auch als, ich nehme den Kindern ja schon viel ab, auch alles gefühlt. Und jetzt kriegt man dann die Quittung, weil sie sagen, ja, du hast es doch immer so gemacht. Wenn ich die Spülmaschine einräume, dann ist es ja sowieso nicht richtig. Und dann kann ich eigentlich immer nur sagen, ja, dann mach es doch so, wie ich es mache, dann ist es richtig.

SPEAKER_02

Keiner von uns kann im Übrigen die Spülmaschine richtig einräumen, nur mal für euch zu impfen.

SPEAKER_01

Aber ich habe da auch ein Tetris-System. Und deswegen ist das. Nein, ist kein Schwab.

SPEAKER_02

Und wenn du mal in die ein bisschen dich umhörst, ist es immer so, dass die Männer wie Geschirrspülmaschine nicht richtig einräumen. Es muss anders gemacht werden. Naja. Aber wofür sind denn die ganzen Stäbe da und die ganzen Fächer?

SPEAKER_01

Ich erkläre es dir gerne nochmal, aber mich interessiert es ja nicht in der Fernsehen.

SPEAKER_02

Und Wäschewaschen kann ich im Übrigen auch.

SPEAKER_01

Ja, das dürfen wir auch nicht.

SPEAKER_02

Oder nur bedingt.

SPEAKER_01

Ich wollte doch gar nicht darauf hinaus, was du alles nicht darfst, sondern ich wollte nur sagen, dass man den Kindern halt viel abnimmt und irgendwann kommt der.

SPEAKER_02

Und ich muss, wenn ich meinen Kaffeebecher auf den Esstisch stelle, muss ich einen Untersetzer drunter legen. So. Es gibt nämlich Flecken.

SPEAKER_01

Genau. Und diese Flecken sorgen dafür, dass.

SPEAKER_02

Die kann man abwischen im Notfall.

SPEAKER_01

Den Tisch habe ich gelackt, ja. Das hat nicht mal gemacht.

SPEAKER_02

Nur weil du ihn einmal gelackt hast mit deiner Busenfreundin im Anflug von Langerweile.

SPEAKER_01

Nein.

SPEAKER_02

Kann man es trotzdem abwischen, weil du es ja gelackt hast.

SPEAKER_01

In unser Zuhause-Schön, ja, aber irgendwie hält das die Farbe da nicht so gut drauf. Die haben vielleicht nicht so grob abgeschliffen, keine Ahnung. Naja, aber es gibt schon so ein paar Sachen, ja, da kriege ich da immer, und offene Cola-Flaschen haben wir auch nicht stehen auf dem Sofa oder die Wasserfläche.

SPEAKER_02

Da kann man es sicher mit anfangen, das nimmt dann kein Ende häusern.

SPEAKER_01

Ganz viel wie spießig oder wie schrecklich. Aber viele Sachen erleichtern dann auch das Zusammenleben, wenn man sie mit so einem.

SPEAKER_02

Dein Zusammenleben mit uns, andersrum nicht.

SPEAKER_01

Ja, das mag sein, aber das ist ja frei wählbar.

SPEAKER_02

Ja, aber wenn wir es frei wählen, ist das Geschrei auch groß.

SPEAKER_01

Wenn wir mal sehen, wenn Lotte. Wenn wir mal sehen, wenn Lotte jetzt aussieht zum Ende des Jahres hin.

SPEAKER_02

Um Gottes Willen. Das wird, glaube ich, nochmal schräge.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_02

Ich meine, du zum einen, das kannst du drehen und wenden, wie du willst. Die ist einfach nur mal 19 Jahre oder 16 Jahre, wie lange auch immer, bei uns gewesen und geht jetzt raus. Also, das ist ja zum einen ein Gewöhnungseffekt, der dann aufgelöst wird, also eine Routine. Und sie hat ja schon, auch wenn es deutlich weniger geworden ist, ab und zu mal ganz clever Hand angelegt und uns unterstützt. Ich glaube, das wird anders werden und es wird ruhiger werden, ne? Ja, das in jedem Fall. Also du hast nicht mehr den Tumult. Und so sehr wir uns das gewünscht haben.

SPEAKER_01

Das weiß ja nicht, dass es schlechter sein muss.

SPEAKER_02

Ja, nee, und ich freue mich auch für sie. Sie hat jetzt deutet sich an, dass sie ihre eigene Wohnung jetzt tatsächlich auch unter Vertrag nehmen kann oder beziehungsweise einen Sack und Typen hat. Und das ist ja auch ein spannender Lebensabschnitt für sie und ich freue mich für sie, dass das funktioniert hat.

SPEAKER_01

Ja, weil es offenbar.

SPEAKER_02

Wir machen ja ehrlich gesagt auch keine Sorgen bei ihr, dass sie ihren Weg nicht gehen wird.

SPEAKER_01

Nee, das mache ich auch nicht. Das ist auch gut so. Also das ist auch wichtig jetzt, dass sie das anfängt und dass es.

SPEAKER_02

Dank unserer guten Erziehung. Also sind wir doch gute Eltern.

SPEAKER_01

Na, siehst du, kann man ja abschließend sagen, dass wir gute Eltern sind in dem Fall. Also klar, wir selber in der Einschätzung sind wahrscheinlich dann immer im Positiven, aber wir reflektieren ja auch gut. Und wenn ich, was ich sehr gut finde, auf unserer Sicht gut. Nein, aber was ich sehr gut finde, dass wir das wirklich nicht einfach so alles so hinnehmen, was wir machen. Und wir sind auch nicht so, dass wir sagen, das haben unsere Eltern bei uns oder mit uns falsch gemacht. Das wollen wir anders machen. Also so sind wir nicht. Aber in dem Alter früher, so wie Lotta jetzt ist, die wird sich oft denken, das mache ich anders, als die das machen oder so, jetzt bei mir. Aber man übernimmt das nachher.

SPEAKER_02

Ich habe auch immer gelesen, wie viel Prozent man tatsächlich übernimmt von der elterlichen Prägung. Ich habe es bloß nicht mehr verlässlich vor Augen. Das war aber ein Riesenbatzen, was du übernimmst im Erwachsenenleben.

SPEAKER_01

Also, die Woche war sehr tumultig, aber eine Sache hat mich richtig gemacht. Querschläger.

SPEAKER_02

Nach deinen Hammer raus.

SPEAKER_01

Naja, also nee, ich finde, du weißt, was ich eine Frechheit finde und ich weiß ja nicht, wie ihr das draußen seht, aber du hast Bezahlfernsehen, ja? Das kannst du ja machen mit Netflix und Amazon und was es da nicht alles gibt. Und dann guckst du eine Sendung. Wir beide gucken ja gerne immer mal LOL, ne? Irgendwie.

SPEAKER_02

Arsborn Laughing auf Amazon Prime, ja.

SPEAKER_01

Genau. Und das bezahlst du ja nun, dass du solche Sachen gucken kannst dann auch. Und dann geht das los und gefühlt nach fünf Minuten, wahrscheinlich nach einer Viertelstunde, aber nach der Hälfte auf jeden Fall. Und das Ding ist eh nur das.

SPEAKER_02

Nach zehn Minuten war die erste Werbung, ja, 2,30.

SPEAKER_00

Werbung, wie kann sowas sein? Wieso machen die da Werbung? Du bezahlst das? Ich finde das eine Frechheit.

SPEAKER_02

Natürlich ist es eine Frechheit auf der anderen Seite. Amazon argumentiert so und sagt, das ist Bezahlfernsehen und Bezahlfernsehen oder beziehungsweise die Amazon Prime Mitgliedschaft. Beinhaltet nicht, dass du werbefrei irgendwas gucken kannst, sondern in erster Linie hat das mit dem versandkostenfreien Zuschicken von Paketen zu tun. Und das andere sind ja nur Add-ons bei Amazon Music auch. Und Amazon argumentiert eben halt so, dass da deutlich mehr zugehört und sie sich das Recht vorbehalten, Werbung zu scheiden. Und wenn du keine Werbung gucken willst, darf es nochmal 2,99 Euro pro Monat obendrauf zahlen. Ich habe noch gar nicht gelesen.

SPEAKER_01

Ja, aber es hat mich trotzdem geärgert.

SPEAKER_02

Jeff Bezos, deswegen kann der auch in Venedig in solcher, fetten Lokalität heiraten. Der weiß, wie es Geld verdienen geht.

SPEAKER_01

Aber mich ärgert das einfach nur in dem Moment, weil du wirklich, dann bist du gerade dabei und dann, oh, schon wieder. Und dann steht Auch immer, nachdem schon zehn Spots laufen, steht noch drunter, jetzt nur ein Spot. Ja, weißt du, brauchst du auch nicht mehr ranschreiben. Aber das hat mich echt genervt und das finde ich auch kacke und das würde, führt bei mir dazu, dass ich mir auch überlege, nee, gucke ich nicht mehr. Guckst gar kein Fernsehen mehr.

SPEAKER_02

Die ist in Buch ein schönes.

SPEAKER_01

Ich gucke ja nicht wenig Fernsehen, aber das gucke ich ja schon mal. Haben wir gerne auch wenig Fernsehen. Ja, aber das ist schon.

SPEAKER_02

Wer von euch hat Last One Laughing gesehen? Ich liebe ja Max Giermann, den weg ja grobes artig. Also der ist für mich schade, dass er jetzt wo ist.

SPEAKER_01

Aber die war sich auch Endstufe.

SPEAKER_02

Ja, coole Kombo. Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist eine Michelle Hunziker, was die dazu suchen hat. Das wird mir bis wild alle sein.

SPEAKER_01

Also ich fand sie auch nicht unlustig in ein, zwei Sachen, aber die passt da jetzt nicht ganz.

SPEAKER_02

Die Kaunitz Brüder haben da auch nicht reingepasst.

SPEAKER_01

Die passen überall rein.

SPEAKER_02

Die passen da überhaupt nicht.

SPEAKER_01

Da Zirkuswerk passt überall rein.

SPEAKER_02

Die sind auch null lustig.

SPEAKER_01

Fand ich doch, ich mag die.

SPEAKER_02

Und Bulli Herbig fand ich jetzt im Rollenwechsel, der ist ja jetzt tatsächlich von der Regie da reingegangen, fand ich jetzt auch so semi-lustig. Aber Max Max Giermann ist großartig wie Cornulas, nee, wie heißt der andere hier? Ähm, Kebikus. Kebikus-Granate, also wirklich Granate oder auch sensationell oder hier wie der, wie heißt der andere hier, Schreder? Thorsten Schreder, sowieso eine Bank, das muss man mal ganz ehrlich sagen.

SPEAKER_01

Hier der Dreck. Ja, ist jetzt, dem finde ich auch Weltklasse, Teddy.

SPEAKER_02

Teddy, Teddy, genau. Wirklich großartig in der Kombination, wirklich, wirklich sackstark. Habe ich auch gerne geguckt. Sehr gerne geguckt sogar.

SPEAKER_01

Ja, also fand ich auch richtig.

SPEAKER_02

Wobei nichts kommt an die erste Staffel ran. Da haben wir ja wirklich heulend auf dem Sofa gesessen und haben uns. Aber Bauchschmerzen, ja. Wir haben uns wirklich schrecklich gelacht. Das appt so ein bisschen ab mit.

SPEAKER_01

Aber das ist ja immer so. Es ist ja auch oft so, wenn es einen zweiten und einen dritten Teil gibt, ist ja dann eine Trilogie von einem Buch, wo es zum Ende hingeht, ja. Also das Einzige, was ich wirklich geil fand, wo es viele Folgen gab und wo ich jeder einzelne sensationell war, war Harry Potter. Das fand ich wirklich.

SPEAKER_02

Habe ich tatsächlich nicht ein, einzelne Schwaben.

SPEAKER_01

Ey, das musst du dir mal an irgendwas tun. Weil wirklich großartig ist, wie die das umgesetzt haben. Und es gibt ja so wenig Sachen, wo ich das Buch, wo ich den Film besser finde als das Buch, aber das ist bei dem gegeben.

SPEAKER_02

Hast du alle Harry Potter Bücher gelesen? Ja. Wann das denn vor unserer Zeit oder wann?

SPEAKER_01

Wir sind ja schon was älter. Nee, aber das fand ich wirklich.

SPEAKER_02

Noch mit Filler geschrieben damals.

SPEAKER_01

Ja, das ist doch da.

SPEAKER_02

Das ist immer wieder dabei. Breitfeder.

SPEAKER_01

Ja, im Gegensatz zu dir lese ich.

SPEAKER_02

Was magst du denn lieber? Immer so ein Prime oder wie gesagt?

SPEAKER_01

Im Gegensatz zu dir lese ich.

SPEAKER_02

Was liest du denn?

SPEAKER_01

Ja, was liest denn du? Ich war ab 15 Jahre habe ich dich nicht einmal ein Buch lesen sehen.

SPEAKER_02

Das stimmt. Events halt auch. Nee, Buch lesen halt nicht die Geduld für.

SPEAKER_01

Nee, Geduld ist es nicht bei ihm. Sondern er liest drei Zeiten, dann ist er so bleiern müde, dass er direkt wegpennt und dann am nächsten Tag nochmal lesen muss, die drei Seiten.

SPEAKER_02

Ja, aber er will sehr wohl, sehr wohl Zeitungen und sowas, das lese ich schon.

SPEAKER_01

Ja, darum geht es doch nicht.

SPEAKER_02

Aber nicht um welche schnulsigen. Romane haben mich ja sowieso um Roman. Ich finde, alle die fingierten Geschichten finde ich immer total furzlangweilig. Fantasy ist auch überhaupt gar nicht meins. Da bin ich, steige ich gedanklich total aus. Nee?

SPEAKER_01

Ist Harry Potter nicht Fantasy? Naja, das kann man so nicht sagen. Sondern? Nein, weiß ich nicht, wie man das Genre nennt, aber das ist für mich nicht Fantasy im klassischen Sinne.

SPEAKER_02

Das Einzige, was ich überhaupt jemals in diese Richtung Science Fiction oder was soll, ist Star Wars die ersten drei Filme hier 19 oder mit Jahres, habe ich auch noch gesehen. Die Goonies.

SPEAKER_01

Ja, die Goonies wurde. Aber das ist ja nicht mehr Fantasy.

SPEAKER_02

Was magst du denn lieber? Amazon Prime oder Netflix?

SPEAKER_01

Da habe ich keine Präferenzen.

SPEAKER_02

Ist das für eine Bescheidung? Aber wir nutzen schon mehr Netflix. Und wir haben jetzt lange nicht viel geguckt. Wir haben gar nichts mehr geguckt, ja. Warum sonst? Aber The Zone ist die größte Unverschämtheit.

SPEAKER_01

Ich mache das auch nicht abhängig von der Plattform, sondern was da läuft. Also was mich mehr interessiert ist.

SPEAKER_02

Aber da haben wir echt Netflix. Da hatten wir so ein, zwei, drei Serien am Wickel, wo wir, wo wir wirklich die Macht auch durchgesuchtet haben.

SPEAKER_01

Ja, das war zu Anfang, als wir damit begonnen haben.

SPEAKER_02

Prison Break.

SPEAKER_01

Prison Break, das haben wir gleich mal ganz durchgesuchtet. Oder You fand ich auch Weltklasse. Du wirst mich lieben. Also das fand ich auch, also die erste Staffel war schon auch Haus. Haus des Geldes. Haus des Geldes fand ich auch Weltklasse. Das seht ihr auch. Ja, das waren so die ersten drei, die wir geguckt haben und dann war wirklich Nächte. Ich habe ihn gehasst am nächsten Morgen, weil er immer noch kommen, noch eine. Und dann die Einzige, die noch vorm Fernseher sitzt, mit großen Glückschen, bin ich, weil ich kann nämlich immer nicht ausschalten, wenn ich es dann, ich muss es zu Ende gucken. Ich kann nie in der Hälfte abbrechen. Auch wenn ich es so, ich gucke ja dann auch so gerne mal so Troop-Crime-Sachen oder so. Das finde ich wirklich total spannend. Ich kann nicht ausmachen währenddessen. Und auch wenn der Fall zu Ende ist und es kommt noch ein nächster oder noch eine weitere Folge, kann ich nicht aufhören. Ich muss das weiterkommen. Und der grunzt schon auf dem Sofa und ich schlage mir die Nacht um so Ohren und bin jetzt da total fertig. Nur weil ich Fernsehen geguckt habe. Deswegen, ich weiß schon, ich habe hohes Subpotenzial, was sowas angeht. Deswegen gucke ich lieber nicht.

SPEAKER_02

Und mangelnde Impulskontrolle.

SPEAKER_01

Nee.

SPEAKER_02

Mangeln, du hast auch ganz viel mangelndes. Ja, sage ich jetzt nicht. Ich habe keinen Mangel, lasst euch nichts erzählen da draußen. So, wir sind zumindest, zumindest bunt aus Venedig wiedergekommen, haben so mittelmäßige Tage gehabt, bis auf Lügek in der Ausnahme und lächeln irgendwie dem Sommerurlaub entgegen. Das sind noch 45 Tage, hast du gerade gesagt. Ich glaube 45 Tage. Ich kann es gar nicht erwarten. Irgendwie ist in der Tat dieses erste, das ist das Jahr des Feuerpferdes. Transformation hast du mir irgendwie ins Ohr gesäuselt, zum Jahreswechsel. Ja, das transformiert sich hier auch gerade alles.

SPEAKER_01

Nee, aber das Feuerpferd, ich war Pferdeschöne Tiere, aber ich kann nicht. Nein, du sollst nicht so sein. Aber es ist eben auch nicht, also wenn es sich noch zum Guten wendet und wirklich das Jahr der Transformation, hat mir dann jemand anders gesagt, dass sich alles jetzt vom Schlechten löst und dann, ich weiß nicht, ob das schön ist, wenn sich der Job auflöst. Also es ist für mich jetzt nicht vom Schlechten gelöst. Naja, mal gucken, was das noch so alles bringt. Aber ich freue mich jetzt auch erstmal auf den Sommer, Sommerurlaub. Also da kommt ja einiges, dann bauen wir an. Apropos Eltern, meine Mama kommt. Ja, das wird schön. Ja, das glaube ich dir. Zu Recht. Und also zieht dann irgendwann zu uns. Das finde ich aber toll, dass du das mitmachst. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man die Eltern.

SPEAKER_02

Gezwungenermaßen. Was ist denn die Alternative? Im Zelt. Deine Eltern? Im Zelt. Nee, nee, nee. Lass nur gut sein. Oder alle hinten rein. Alle hinten rein. Sonst können so ein Generationengrundstück eröffnen.

SPEAKER_01

Später ist man dankbar und dann fehlt es nachher.

SPEAKER_02

Ja, ich nehme dich beim Wort. Wenn das nicht so sein sollte, ne? Ja, schauen wir mal, wie es wird. Ja, also wir bauen an, genau. Zwischendrin bin ich noch irgendwie in Mainz, in Lübeck, also in den 45 Tagen ist noch genügend Programm irgendwie angesagt. Ich mach so erste Hilfe-Kurs.

SPEAKER_01

Ey, weißt du, den letzten haben es ja gemacht. Was willst du denn? Den können wir gerne zusammen machen. Nee, kannst du nicht machen. Nee, warum denn?

SPEAKER_02

Ich bin fit wie ein Fondo.

SPEAKER_01

Aber ich habe den letzten zu meiner Fahrschule gemacht und die ist bekanntlich 30 Jahre lang.

SPEAKER_02

Aber das wird ja stimmt, ja. Ich könnte auch tatsächlich neben mir umfallen, das würde sie gar nicht verstehen. Das stimmt überhaupt nicht. Das würde ich einfach unverstehen. Das ist ein Auffrischend schade wahrscheinlich gar nicht.

SPEAKER_01

Aber das, also ich nehme mir jetzt so ein bisschen Sachen vor, die ich ewig schon mal lange machen wollte und jetzt habe ich ja die Zeit dafür.

SPEAKER_02

Mein Auto waschen aussaugen.

SPEAKER_01

Ich weiß, dass du kotzt, weil ich bin jetzt wieder jedes Wochenende da.

SPEAKER_02

Stimmt. Zum Glück ist keine Fußball-Bundesliga. Ich habe es ja genossen, die ist ja sonst immer zum Wochenende arbeiten gegangen, dann konnte ich Samstagabend wirklich Fußball-Bundesliga in aller Ruhe gucken, ohne Gestöhne neben mir zu haben. Und ja zum Abendessen aufgerufen zu werden, um 10 nach 7, wenn gerade die Spannende ins Spiel bekommen.

SPEAKER_01

Jetzt geht ja WM los, hast du ja wieder was. Das können wir übrigens nicht gucken, weil ich habe an dem Tag Geburtstag.

SPEAKER_02

Und ob wir das gucken können. Das ist mein Geschenk. Ja, du kannst Kinder. Live auf den Fernsehen. Ja, genau, wir grillern. Ich stelle den Fernseher heraus, dann werden wir schön an den Wurtstag Fusi gucken. Ich hoffe, dass sie dies ja ein bisschen weiter oder diesmal ein bisschen weiterkommt.

SPEAKER_01

Das hoffe ich auch. Also, wir werden es alle erleben gemeinsam und freuen uns darauf.

SPEAKER_02

Die Schulfest ist auch noch übermorgen.

SPEAKER_01

Ach ja, das kommt ja auch noch. Und da, ja, das ist immer, also für die ganze Zeit. Wir sind auch immer dabei. Ich komme auch immer mit. Die sind dann, wenn wir in Urlaub fliegen. 17. Juli oder sowas.

SPEAKER_02

Ist nicht mehr lang. Aber hat die nicht noch eine Woche Urlaub vorher?

SPEAKER_01

Warum sollte die eine Woche Urlaub haben? Also Urlaub Reise, vor wir losmachen. Nein. Wir machen halt Urlaub und dann machen wir so wolltezu das. Ja, sehr schön.

SPEAKER_02

Ja, in dem Sinne, dann sind wir ja jetzt fertig, oder?

SPEAKER_01

Ja, ich denke schon.

SPEAKER_02

Okay.

SPEAKER_01

Also dir wird bestimmt noch ganz viel einfallen, aber das können wir dann auf die nächsten Folgen verbringen. Lebt euch gehackt. Nein, gehabt euch wohl, heißt der Satz. Gehabt euch wohl. In dem Sinne, einen schönen Abend.

SPEAKER_00

Ja, bis bald. Tschüss, ihr Lieben.