MENSCHenKIND
MENSCHenKIND – der begleitende Podcast zum Film ‚MENSCHenKIND – Was brauchst du wirklich?‘ mit Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr
Mit Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr tauchen wir tief ein in die Frage: Was brauchen Menschenkinder wirklich – ob groß oder klein?
Dieser Podcast begleitet den gleichnamigen Dokumentarfilm und zeigt Wege zu bewusster Elternschaft, ganzheitlicher Kindererziehung, transgenerationaler Heilung und Präsenz als Eltern und Begleiter. Jenseits von Leistungsdruck, Angst und Systemzwang geht es um echte innere Arbeit, bindungsorientierte Erziehung und neue Modelle für ein erfülltes Aufwachsen.
Schwerpunkte:
- Ganzheitliche Kindererziehung: Körper, Geist und Seele
- Transgenerationale Muster auflösen und echte Präsenz leben
- Bewusste Elternschaft statt Überforderung und Funktionieren
- Kreatürliches Lernen, Generationendörfer und zukunftsweisende Lebensmodelle
- Innere Kind-Heilung als Basis für freie Kinderentfaltung
Dia Soraya Reghenzi hatte über viele Jahre eine Hypnose- und Coaching Praxis in Deutschland, ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und Autorin des Buches "Die Konsequenz der Konsequenz". Immer wieder zu hinterfragen, um Verstehen und neue Wege gehen zu können, ist eine ihrer größten Stärken.
Udo Kreitmayr ist ehemaliger Direktor und Lehrer, dreifacher Vater und Großvater, Autor, Erschaffer der "Kreatürlich Lerngeschichten" und Visionär. Seine ausgleichende Art baut Brücken, schafft Harmonie und Verständnis für das, was wirklich zählt.
Gemeinsam leiten sie den österreichischen Verein "Sein und Wirken - Akademie und Forschungsverein für ganzheitliches Leben", in dessen Namen dieser Podcast als Medienproduktion erscheint.
Mehr Infos und Kontakt auf www.seinundwirken.com
MENSCHenKIND
Weibliche und männliche Präsenz – Alte Muster sprengen, neue Balance finden
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Was, wenn die Art, wie du heute liebst und führst, tief in den verschwiegenen Geschichten deiner Großväter verwurzelt ist? In der dritten Folge des MENSCHenKIND Podcasts gehen Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr dorthin, wo es oft wehtut, aber Heilung wartet: zur weiblichen und männlichen Präsenz in unserer Biografie und unserem heutigen Wirken.
In dieser tiefgreifenden Episode untersuchen Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr, wie transgenerationale Erlebnisse unsere heutige Fähigkeit beeinflussen, als Eltern oder Begleiter wirklich „präsent“ zu sein. Udo berichtet offen über die anfängliche Distanz zu seinem Vater und wie eine späte Versöhnung den Weg für seine eigene Vaterschaft ebnete. Dia teilt ihre Geschichte über die Sprachlosigkeit ihres traumatisierten Vaters und wie dieser Schmerz sie dazu trieb, eine starke „Macherin“ zu werden, die heute lernt, sich wieder vertrauensvoll fallen zu lassen.
Das Gespräch bietet wertvolle Impulse für junge Familien und pädagogisch Tätige: Wie gehen wir gesund mit Wut um? Warum ist Echtheit wichtiger als jeder Filter? Und wie können wir durch tägliche Rituale – wie die Übung des Weltenbaums – eine stabile Mitte finden? Eine Einladung, den eigenen „Avatar“ zu lieben und Kindern ein Vorbild in radikaler Authentizität zu sein.
2. Strukturierte Show Notes mit Zeitstempeln
- 00:00 – Begrüßung & Einführung in das Thema Präsenz.
- 03:15 – Udos Rückblick: Der „abwesende“ Naturfilmer-Vater und die späte Heilung durch Qualitätszeit.
- 10:45 – Dias Geschichte: Sprachlosigkeit und Abhängigkeiten
- 15:30 – Die „Macherin“ und der Spagat: Warum Frauen oft verlernen, weich zu empfangen.
- 22:10 – Der neue Mann: Herzverbundenheit und Stärke.
- 30:15 – Wut als Lebenskraft: Warum Emotionen nicht „negativ“ sind, sondern Bewegung brauchen.
- 36:50 – Praktische Tools: Boxsack, Trampolin und der „Wutzettel“ im Familienalltag.
- 45:00 – Körperbild & Authentizität: Warum natürliche Dellen wertvoller sind als KI-Perfektion.
- 55:10 – Tägliche Anker: Die Kraft der Übungen und das Bild des Weltenbaums.
Wir danken DIR fürs Lauschen und Dich berühren lassen!
Lasse uns gerne wissen, was Dich bewegt hat - wir freuen uns auf Deine Resonanz.
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Link zu Dias Buch "Die Konsequenz der Konsequenz"
Link zu Udos Buch "Kreatürlich – Strahlen aus der inneren Natur"
Mehr zu Udos Arbeit (Experte für Kinder-Lernräume und Entwickler der KREATÜRLICH LERNGESCHICHTEN) findest Du hier: www.udokreitma...
Ich habe keinen einzigen getroffen, der gesagt hat, das gefällt ihm. Dann zieht sie zum Beispiel einen Baum über eine Wiese.
Speaker 1Oh, das hab ich mal gemacht, ja, genau. Emotional war ich eine suchende sehr, sehr, sehr, sehr lang. Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind, was brauchst du wirklich? Mit dir, Soraya Regenzi und Brudo Kreitmeier. Hallo und herzlich willkommen zum Menschenkind-Podcast. Wir haben heute ein ganz besonderes Thema mitgebracht, über das man sehr, sehr vieles sagen könnte, nämlich über weibliche und männliche Präsenz. Großes Thema in diesen Zeiten. Wir haben ja auf unserer Filmreise Menschenkind, was brauchst du wirklich? Sehr, sehr viele Eindrücke, die wir zu verarbeiten haben und die wir für den Film festhalten wollen. Deshalb auch dieser Podcast und schön, dass du wieder dabei bist. Das Thema männliche und weibliche Präsenz. Wie war es bei dir zu Hause, lieber Udo? Magst du mit dem männlichen oder dem weiblichen anfangen?
Speaker 2Ich möchte einen geschichtlichen Rückblick machen in Bezug auf meine Eltern, die sich ja scheiden ließen, als ich vier Jahre alt war. In den Jahren davor mich natürlich nur mehr an sehr wenige Szenen erinnern, aber einige Szenen waren in Bezug auf Spannungen, in Bezug auf Streitereien. Und die ersten zwei Jahre waren auf jeden Fall, sage ich einmal, glücklich, auf einer glücklichen Basis. Ich kann mich auch erinnern, dass mein Vater im Bett gelegen ist und seine Beine ausgestreckt hat und ich bin auf seinen Füßen gesessen und er hat so Lift gespielt. Das ist für mich so ein Bild, das ich mich gerne mir anschaue, auch meinem inneren Kind zeige, weil mein Vater in den ersten Jahren nur sehr wenig Präsenz gezeigt hat, was uns betrifft, meine Schwester und mich. Meine Schwester ist um zwei Jahre jünger. Mein Vater hatte Interessen, denen er nachging. Er war Naturfilmer und damals war das noch sehr aufwendig. Er verwendete und investierte sein ganzes Geld und praktisch seine ganze Zeit in das Filmen. Und wenn wir mit ihm unterwegs waren, dann waren wir natürlich auch dementsprechend im Bild. Wir mussten dann auch immer wieder als kleine Kinder ins Bild hineingehen oder verschiedene Dinge tun, was die Folgewirkung hatte, dass wir als Erwachsene dann diese Filme nicht mehr sehen wollten, weil wir einfach negative Erinnerungen hatten. Also diese Präsenz von meinem Vater war sehr spärlich, möchte ich sagen. Aber in den Jahren darauf ist es intensiver geworden. Vor allem nach meiner Jugend hat sich mein Vater, sage ich einmal, sehr bemüht, dass wir einen engen Kontakt pflegen, indem wir miteinander auf die Berge gingen, Tennis spielten. Er lud mich immer wieder ein, mit seiner Frau gemeinsam zum Essen zu kommen, im Garten zu sein und so weiter. Also das war eine dann sehr intensive, spannende Zeit mit intensiven Beziehungs- und Aufmerksamkeitszeiten.
Speaker 1Da würde ich gerne mal rein und einfach anmerken, natürlich ist es sehr, sehr wichtig, dass gerade in den ersten Jahren die Präsenz auch des Vaters da ist, vorhanden ist, aber wenn es noch nicht so ist, es lässt sich ändern. Das ist eine gute Nachricht für die jungen Väter, die jetzt gerade zuhören, es lässt sich alles ändern. Also, das, was gestern vielleicht noch falsch gelaufen ist, oder wenn ich heute erkenne, oh, das könnte ich besser machen. Wir haben immer im nächsten Moment, und das ist genau der einzige Moment, in dem wir agieren können. Der nächste Moment kann einer sein, in dem wir anders agieren, als wir es zuvor getan haben. Wir möchten ja mit diesem Podcast auch immer wieder inspirieren, Dinge zu verändern, wenn man merkt, das ist nicht das, was ich will. Und das ist ein gutes Beispiel und zeigt eigentlich auch, dass man auch einiges nachholen kann.
Speaker 2Genau. Mein Vater hat verschiedene Dinge eingesehen. Wir haben auch eine offene Konversationskultur gepflegt in weiterer Folge. Er hat mich dann, als ich 25 Jahre alt war, zu einem Seminar eingeladen, Run in Symbolik und Traumdeutung. Aber der Hauptgrund war, dass wir fünf Tage gemeinsam verbringen und wirklich auch ins Eingemachte, also auch in die Tiefe gehen. Und er wollte sich auch erklären. Er hat auch gewusst, wieso er so agiert hat als Vater. Das war ihm, sage ich einmal, immer mehr bewusst. Er hat nämlich, er ist 1939 geboren und sein Vater war sechs Jahre lang im Krieg. Er ist in Südtirol aufgewachsen in sehr einfachen Verhältnissen. Im Jahr darauf ist dann seine Schwester gekommen, und dann sind weitere vier Kinder gekommen, die alle gestorben sind im Babyalter oder im frühkindlichen Alter. Also großer Stress für seine Mutter. Und das Thema Liebe ist einfach in seiner Kindheit zu kurz gekommen. Also diese Präsenz seines Vaters, der im Krieg war und nur auf Besuch nach Hause gekommen ist, die ersten Jahre, und die Präsenz der Mutter waren einfach sehr wenig. Und dadurch hat er, und das ist auch meine Erklärung, hat er diese Präsenz, dieses Liebe zeigen, obwohl er ein Herzmensch war, nicht leben können. Und deswegen habe ich das auch verstanden, wieso er so agiert hat, wie er eben sich verhalten hat in Bezug auf uns Kinder. Und es gibt da nichts zu verzeihen, wir haben das ausgesprochen, er ist vor vier Jahren gestorben, von uns gegangen und es war ein Guten. Also das Aufholen und das Nachholen, das kann ich nur bestätigen und unterstreichen.
Speaker 1Und was hast du für dich daraus gelernt? Also du hast ja quasi eine Nicht-Präsenz oder kaum Präsenz in deiner Kindheit erfahren. Jetzt gibt es ja oft zwei Möglichkeiten. Entweder wir wiederholen genau das oder wir entscheiden uns, wenn wir das erkannt haben, es anders zu machen.
Speaker 2Das Weitere, also ich für mich war ganz klar, ich wollte nicht das nachmachen, was mein Vater gemacht hat. Ich hatte auch eine andere Geschichte, ich hatte auch keinen Grund dazu. Und ich zeigte meinen Kindern. Ich zeigte ihnen, wie ich leben will. Ich wollte auch sehr transparent und authentisch sein. Und ich wollte ihnen auch vor allem Qualitätszeit schenken. Ich war eine Zeit lang im Lehrberuf und dann war ich selbstständig und auch in der Selbstständigkeit, auch im Aufbau dieser Selbstständigkeit hatte ich mir immer die Zeit genommen, mit den Kindern wirklich intensive Zeit zu erleben, sei es zu Hause oder auch draußen in der Natur. Und das war für mich extrem wichtig, ihnen das zu zeigen. Und meine Söhne sind jetzt erwachsen. Ich meine, dass das schon eine Wertschätzung ist, die sie mir immer wieder auch zeigen disbezüglich. So, jetzt frage ich dich, wie war das in deiner Kindheit mit deiner Mama?
Speaker 1My Mama ist 1937 geboren, my father 1933. Also beide waren sie quasi, ja, diese Zeit des Krieges haben sie in ihrer Kindheit und Jugenderlebt. Und es war natürlich prägend. Zu diesem Zeitpunkt waren die Familien häufig sehr, sehr groß. Mein Vater hatte zwölf Geschwister. Von diesen zwölf Geschwistern sind zwei sehr, sehr früh verstorben. Meine Mutter hatte vier Geschwister. Und meine Mutter ist also sehr, sehr früh aus dem Haus gegangen, um eine Ausbildung zu machen, hat meinen Vater kennengelernt und war dann schwanger mit Zwillingen. Auch noch von einem Mann, der so eine große Familie hatte. Damals Kinder zu haben, so viele Kinder, hat oftmals Armut bedeutet. Die Verhältnisse waren sehr, sehr ärmlich. Und meine Mutter hat also nicht die Chance gehabt, ihre Ausbildung zu beenden. Und später im Verlauf kam noch meine Schwester auf die Welt und ich als Nachzüglerin nochmal neun Jahre später. Meine Brüder sind 14 Jahre älter als ich. Und das Ganze hat dazu geführt, dass als die Ehe meiner Eltern keine glückliche Ehe. Es war deshalb keine glückliche Ehe, weil die Präsenz meines Vaters sich meistens in Wutausbrüchen zeigte. Weil er nicht gelernt hatte, seine Emotionen zurückzuhalten oder zu wandeln oder überhaupt vielleicht mal zu schauen, was ist denn da passiert. Ich habe viele, viele Jahre später erst erfahren, dass mein Vater im Krieg verschüttet wurde, dass er so sehr, sehr schlimme Traumata erlebt hatte und er hat einfach nur darüber geschwiegen. Er hat nie aus dieser Kriegszeit berichtet. Er konnte nicht. Da war eine ganz große Sprachlosigkeit, die sich oftmals tatsächlich auch dann darin äußerte, dass er im Alkohol einfach damit die Dinge zu vergessen versuchte. Und Nachteil ist halt dann oft, dass die Aggressionen dann hochkommen, dass dann doch die Wut hochkommt und Alkohol einfach enthemmend wirkt und es daraufhin oftmals galt, ihm aus dem Weg zu gehen. Und auch meine Mutter fühlte sich nicht in der Lage, dem etwas entgegenzusetzen. Und sie fühlte sich auch nicht in der Lage, also ihn zu verlassen. Sie war abhängig. And das hatte eine Folge. And die Folge war, dass ich als junge Frau niemals abhängig sein wollte von einem Mann. Weil das hatte ich erlebt. Ich wollte ab einem bestimmten Zeitpunkt in meinem Leben dafür sorgen, dass ich für mich selber sorgen kann. Und das bedeutet, dass ich als junge Mutter einen großen Spagat hatte, gelebt habe, nämlich zum einen die Mutter zu sein, die ich sein wollte, da zu sein, gut für mein Kind zu sorgen. Und dennoch hatte ich immer im Hinterkopf, ich muss im Beruf bleiben, ich muss schauen, dass ich mein eigenes Geld verdiene. Und wie es ja oftmals so ist, das weiß ich eben auch heute aus der jahrelangen Coaching und therapeutischen Arbeit, man sucht sich ja, damit man diese Dinge erkennt und darin heilen kann, oftmals dann auch Partner aus, die eben ähnliche Muster haben wie das, was man erlebt hat in der Kindheit. Um das nachher heilen zu können. Heute würde ich andere Prioritäten setzen, ich hatte aber damals die Reife nicht. Und dass ich mir solche Männer ausgesucht habe in meinem Leben, die nicht in ihrer männlichen Präsenz und Liebe und Strahlkraft und Sicherheit waren, hatte damit zu tun, dass ich das so erfahren habe von meinem Vater, sich nicht wichtig, sich nicht richtig, sich nicht gut genug zu fühlen. Er hat mich natürlich schon geliebt auf eine Art, so wie er es eben konnte in seinem Rahmen. Und er hat mir aber nicht das Gefühl gegeben, dass ich seine Prinzessin bin, dass ich das Wichtigste und kostbarste für ihn bin, was hier auf der Erde in seinem Leben ist. Das heißt, da war kein Halt, da war keine wirkliche Sicherheit. Und die Folge davon ist, dass ich viele Jahre diese Liebe und diese Sicherheit, die ich mir von meinem Vater gewünscht hätte, dass ich die in Männern gesucht habe, dass ich die in Partnerschaften gesucht habe. Und das hat immer wieder in das geführt, was ich nicht wollte, nämlich ungesunde Abhängigkeiten, die dann eben emotionaler Art waren und weniger finanziell. Weil ich ja geschaut habe, dass ich mein eigenes Geld verdiene. Aber emotional war ich eine suchende sehr, sehr, sehr, sehr lang. Im Verlauf, und so geht es vielen Frauen, das weiß ich aus meiner Arbeit. Ist es dann eben so, dass man den inneren starken Mann sehr, sehr ausprägt im Laufe der Jahre? Wenn man dann natürlich sieht, okay, ich muss auch emotional selbst für mich sorgen. Da ist keine starke Schulter zum Anlehnen, weil ich mich nicht verlassen kann. Jetzt kommen wir zu etwas, da möchte ich gerne zu dir überleiten. Diese Art Mann, die heute gebraucht wird. Ich weiß, dass die Männer ganz stark damit kämpft, was da alles für Erwartungen sind. Genauso schlimm, wie die Frauen versuchen, diesen Spagat zu machen und Erwartungen zu erfüllen. Euch Männer geht das ja genauso. Männer sollen herzverbunden sein und trotzdem irgendwie stark und keine Weicheier. Was ist, was ist, was hast du dazu teilen mit der Welt?
Speaker 2Naja, als Lehrer habe ich natürlich viele Paare kennengelernt durch die Kinder, die ich unterrichtete. Und da waren vor allem Frauen, also die Mütter, die zu Elternsprechtagen zu oder zu Sprechstunden oder überhaupt in die Kommunikation kamen. Das hat sich in den letzten Jahren, als ich unterrichtete, verändert. Es kamen immer mehr Männer mit. Also, was ich auf jeden Fall beobachten konnte, ist, dass das Interesse allgemein größer wurde, was die Schule betrifft. Vorher war das irgendwie so: Ja, das ist Frauensache. Das hat sich verändert. Die Männer haben sich mehr integriert in das Ganze, was die Kinder betrifft. Also nicht nur zu Hause, sondern auch, was die Schule betrifft. Und sind auch in die Präsenz gegangen. Also dass sie auch dem Kind gezeigt haben, ich bin da, ich war da, ich war jetzt, ich habe mit dem Lehrer geredet und wir haben das und das ausgemacht. Das sind auch dann die Elternsprechtage anders gewesen, dass man gesagt hat, okay, wir machen eine Communikation, wo das Kind im Mittelpunkt steht mit den Eltern. Links und rechts die zwei Elternteile, das Kind in der Mitte, wie gesagt, und ich. Und dann haben wir das Positive hervorgehoben. Und da ist die Vaterrolle natürlich auch sehr wichtig, hinter dem Kind zu stehen. Da geht es wieder um die Sicherheit. Der Vater ist ja, sagen wir mal, so abgestempelt, dass er eher fordernd ist. Leistung, du sollst Leistung bringen. Weil ich zeige ja Leistung und ich zeige das im Beruf, ich zeige das im Sport zum Beispiel. Und ich bin Leistungsträger und wir Männer, wir zeigen Leistung. Das ist auch so etwas, was so gewachsen ist im Laufe der letzten Jahrhunderte, sage ich mal, weil man einfach zum Überleben auch in diesem Alpenraum, in diesem bäuerlich geprägten Alpenraum, sehr kämpfen hat müssen. Und da waren natürlich, da waren alle Kräfte gefordert. Und vor allem die Männer haben dann diese schweren Arbeiten gemacht. Die Frauen haben zu Hause das, sagen wir mal, den Herd und das Häusliche gemacht und auch den Hausgarten haben auch hart gearbeitet. Aber die Männer haben einstehen müssen. Also die waren verantwortlich, so als irgendwie das geprägt worden. Man durften ja auch ganz viel nicht. Die Frauen haben natürlich das Essentielle, das Warme gemacht und die Männer haben das Umfeld gehalten. So kann man das ganz, ganz grob sagen. Das ist halt so in unserer Alpenraumkultur so gewachsen. Und das Männerbild ist ja auch, wenn man alte Fotos anschaut, der Vater und der Großvater, der sitzt dann draußen mit einer Pfeife und die trinken dann was, die treffen sich im Gasthaus. Die Frauen sind zu Hause und richten das Mittagessen und so. Also da gibt es so Klischees, die halt dann auch nachwirken. Und das hat sich natürlich verändert. Die Frauenrolle hat sich verändert. Du lebst das ja auch, du hast dir das ausgeprägt, dass du eben für dich auf deinen eigenen Beinen unabhängig stehen wolltest. Und das ist ja etwas, was sich wirklich, was Frauen betrifft, sehr, sehr positiv entwickelt hat. Also diese Abhängigkeit abzubauen. Und ja, und die Männer haben dann, die Männer haben jetzt dann eine Entwicklung gemacht, das kann ich so sagen, dass sie diese Herzqualitäten, die du früher angesprochen hast, also dieses Wärme und das Emotionale auch Tränen zu zeigen. Nicht nur den Haken zu mimen, sondern auch Gefühle zu zeigen. Was sie eigentlich immer gesagt worden ist, ja, in der Schule auch. Du bist du bist ein Kadierendl, du bist nicht so wie Adierndl. This is a spruch, der ist einfach uralt und der ist leider fast traumatisierend, möchte ich sagen. Absolut. Also das ist schlimm. Und mittlerweile hat sie das gewandelt. Es wollen auch die Frauen gern generalisieren, aber in diesem Fall wollen Frauen auch Männer, die Herz zeigen, die emotional sind, die transparent authentisch sind. Das gehört zum ganz Menschsein und zum ganz Mannsein auch dazu. Absolut. Sie wollen aber keine Weicheier haben, die keine eigene Meinung haben oder die kein Ansporn haben und keine Bauer haben. Sie wollen schon auch dieses Kräftige auch haben.
Speaker 1Ich glaube, dass die Frau, naja, und die Frau, wenn ich jetzt mal an die Corona-Zeit zurückdenke, da haben oftmals die Frauen alleine da gestanden und vor ihren Kindern gestanden und gesagt, dieses oder jenes passt für mich nicht. Das will ich für mein Kind nicht. Da waren Frauen oftmals allein gelassen. Also ich glaube, dass wir an einem Punkt stehen, wo das Ganze wieder in Balance kommen darf, wo wir Frauen, die gelernt haben, wirklich für uns einzustehen und unseren Mann zu stehen, wirklich, so kann man es ja sagen, dass die sich wieder sich in eine Sicherheit fallen lassen können, dass das, was der Mann sagt, dass er das auch umsetzt und dass er das auch tut und dass er eine Meinung hat und dass er die Meinung auch sagt. Und für mich ist auch ganz wichtig, dass auch wir Frauen lernen, und das ist auch etwas, was ich jeden Tag auch tatsächlich üb, vielleicht nicht jeden Tag, aber worauf ich gelernt habe zu achten, dass ich diesen inneren männlichen Anteil, diesen inneren Mann, die Macherin, ja, also der Macheranteil, dass der auch lernt, sich ein bisschen wieder zurückzunehmen, weil bei dir kann ich das. Aber das braucht einen Raum, ja? Das braucht wirklich einen Raum. Und diesen sicheren Raum schenkst du mir dadurch, dass du in dir ruhst. Also das ist, dass du quasi, wenn bei dir etwas arbeitet, dass ich mir sicher sein kann, dass du das nicht an mir auslässt. Und dass du für deine Gefühle Verantwortung. Übernimmst, dass du eben, und jetzt kommen wir zu einem Punkt, wo ich ja aus der therapeutischen Arbeit einfach weiß, oftmals übernimmt bei den Männern der innere verletzte Junge. Und dann kommt plötzlich so ein Gefühl von, die Frau, die mir dagegen übersteht, die macht vielleicht irgendeine Geste, die die Mutter auch noch früher gemacht hat. Und plötzlich fällt man in so ein Rollenspiel rein, wo der innere, der kleine Junge dann übernimmt und dann verhält der Mann sich manchmal so wie ein kleiner Junge und sagt dann zu der Frau, behandel mich nicht wie ein kleines Kind. Da kann ich dann als Frau in so einem Fall nur sagen, yeah, dann verhalte dich auch nicht so. Also es ist für mich ganz wichtig, den Impuls zu geben, dass die Männer Verantwortung für ihre Gefühle. Also man muss nicht immer sofort reagieren, man muss nicht immer sofort losbrausen oder dass es so diesen Moment gibt, wo man kurz innehält und mal reinspürt. Und da ist das Herzverbundensein so wichtig. Von Mann zu Mann, was redst du Männern?
Speaker 2Männern wurde oft gesagt, gesagt wirklich, und auch gezeigt, dass Männer keine Gefühle zeigen, weil Gefühle zeigen, ist Schwäche. Das ist auch so fast ein Klischee, aber es ist auch, es ist etwas, was nachwirkt. Also, zumindest kann ich sagen, was meine Generation betrifft. Weil die Freunde, die ich habe, sage ich, sind in erster Linie meine Generation. Und die sind genau in diesem Spannungsfeld drinnen, das wir jetzt auch ansprechen. Also Gefühle zeigen Schwäche auf der einen Seite und auf der anderen Seite auch authentisch zu sein und ehrlich zu sein und nicht zu kompensieren. Viele tun ja kompensieren. Auch von meinen Freunden, eine ganze Reihe von Freunden, die haben Probleme in der Beziehung, vor allem was das, was Männlichkeit und Weiblichkeit betrifft, und kompensieren das. Also gehen in die Flucht eigentlich.
Speaker 1Durch Beispiele?
Speaker 2Durch Sport zum Beispiel, durch extrem viel Sport.
Speaker 1Oder viel Arbeit.
Speaker 2Oder viel Arbeit. Alkohol. Viel zu viel Essen. Ja, genau. Also das sind Kompensationen. Und das beobachte ich natürlich. Und wenn ich einen Freund habe, der da drinnen in diesem Feld drinnen ist oder in einem von den genannten Dingen drinnen ist, dann sage ich ihm das natürlich. Also was mich betrifft, mein Ratschlag an Männer, ist, lass deine Gefühle zu. Lass deine Gefühle zu und sei wirklich wahrhaftig. Sei wahrhaftig, der du bist, auch mit deiner Weiblichkeit in dir. Weil es ist ja was Schönes. Es ist für alle schön, es ist für die Kinder schön, es ist für die Partnerin schön. Es ist auch für die Eltern, die noch eine Eltern, also die vielleicht auch aus Kriegszeiten sind, die wirklich auch sehr viel Härte anders and sehr viel Trauma mitbekommen haben, zu zeigen, dass man eben this weibliche Component leben kann. This is a very ansteckend is and what other and inspiriert. This is key von Schwäche, this is a stärke mittlerweile.
Speaker 1Ich möchte nochmal diese feine Nuance oder diese Stadien des Gefühle Zeigens ansprechen. Beispiel, ein Mann ist völlig wütend und zeigt seine Wut.
Speaker 2Also ich lasse es auf jeden Fall nicht in Richtung Kinder, Partner oder andere Menschen aus. Oder Tiere oder Pflanzen.
Speaker 1Oder dass sie sich selbst gegenüber machen.
Speaker 2Ist auch eine Form. Bei mir ist es so, dass ich meine Übungen mache, dass ich Sport nicht als Kompensation mache. Es ist auch eine Art Kompensation. Weil wenn diese Wut ist, oder wenn etwas in mir schwält, dann kann ich das ausgleichen, indem ich in die Natur gehe, in erster Linie. Und das ist in Verbindung mit Bewegung. Also für mich ist Bewegung, Sport, Natur. This Kombination, die kann ich in negativen Gefühlen, auch negative Gedanken, oder Wut oder Ärger oder Trauer am besten unterstützen. Also, das ist mein Modus. Ich kann jetzt nicht sagen, das ist für alle geltend, aber ich kann sagen, das gilt für mich.
Speaker 1Da möchte ich kurz rein, denn du hast gerade gesagt, dass negative Gefühle. Es sind im Grunde Emotionen, Emotion, Gefühl in Bewegung. And we haben ja alle gelernt, dass Wut beispielsweise etwas Schlechtes ist, also etwas Negatives. Das ist es nicht. Wut ist nicht per se negativ. Wut ist erstmal nur Wut. Das ist mir ganz wichtig, nochmal anzusprechen. Und ich kann diese Energie von Wut, dieses Gefühl in Bewegung, is so gut die Idee, das in Bewegung zu bringen, and this gefühl in den Körper zu bringen, and zum Beispiel durch Sport in der Natur zu nutzen, um meinen Körper mehr zu spüren, um angestaute Emotionen, die vielleicht aus alten, weil irgendwas angetriggert wurde, ein Schmerz berührt wurde, dass ich das, dass ich damit arbeite, dass ich das erstmal wahrnehme. Also für mich kommt vor dem Gefühle zeigen noch ein ganz wichtiger Schritt. Und ich wünsche mir, dass Menschen, alle Menschen, diese kleine Pause, diesen Zwischenraum mehr und mehr erkennen, nämlich den Spielraum, dass man erstmal sagt, ah, ich fühle das gerade, was ist denn das da gerade? Und wo fühle ich das in meinem Körper? Und dann zu sagen, was kann ich damit tun? Was möchte da jetzt gefühlt werden? Und das gar nicht zu bewerten. Ja, das muss gar keine große. Manchmal müssen wir nicht reagieren. Manchmal geht es einfach darum, das nur mal wahrzunehmen und es einmal durchlaufen zu lassen, damit sich diese blockierende Energie, diese emotionale Ladung, die auf sowas liegt, einfach mal lösen kann. Und das ist das, was du beschreibst in diesem Prozess, raus in die Natur zu gehen und einfach sport zu machen.
Speaker 2Es gibt dann Situationen, zum Beispiel als Vater or as Lehrer, my soon or a kid in the School Classe, bringing which ärger in Wut komme. Es gibt auch Kinder die Classic sitzen, in einem sozialen Umfeld, and ein Blick sein, in this Wut kommen. Wo sie raufgeht. Und da habe ich übrigens ein kleines Real gemacht zum Thema Kinderstärken im Zusammenhang mit Wut. Und da habe ich eine Übung, die man sofort verwenden kann als Akutübung.
Speaker 1Okay, Tipp für die Kinder.
Speaker 2Vorgeschlagen, auch für Erwachsene. Also wenn die Wut so hochsteigt, und das ist bei Männern eher wahrscheinlich ist es eher häufiger, gilt aber natürlich auch für Frauen. Wenn die Wut richtig hochsteigt, dann kannst du jetzt nicht rausgehen und schreien oder ums Haus herumlaufen, sondern du bist eben im Schulkontext zum Beispiel oder in der Familie, dann ist mein Tipp: wenn die Wut so richtig am Pegel ist, durchatmen ein paar Mal, ein Blatt Papier suchen, das zerknudeln, da geht schon viel Energie rein und das dann mit aller Wucht in eine Ecke oder auf eine Mauer werfen. Allein durch diese Aktion wird schon dieser Dampf, der so da angestiegen ist, rausgelassen. Und dann ist es schon noch vieles besser. Dann ist man schon wieder in dem Bereich, wo man sagen kann, okay, dam-dad-dam-dam, dann kann ich erst wieder in die Kommunikation gehen. Und das ist eine ganz einfache Übung, die Übung des Wutzettels oder des Zornzettels.
Speaker 1And it can sein, dass es jetzt ganz, ganz viele spirituelle Menschen gibt, die sagen, nein, nein, das darf man nicht. Also, ich bin ja wirklich eine große Freundin von Erdung. Wir sind hier Menschen und wir haben diese Gefühle, wir haben diese Emotionen und die gilt es wirklich auch wahrzunehmen und nicht zu unterdrücken und nicht mit rosa Wattebäuschen zu werfen, sondern wir haben so viel gelernt zu unterdrücken, wir Menschen. Uns ist so früh gesagt worden und da hat die Schule auch einen großen Anteil dran. Du darfst dies nicht, du darfst nicht wütend sein, du darfst das nicht zeigen. Du weißt es. Ich sage dir dann oft, ich bin jetzt gerade einfach mal wütend. Und dann muss ich das gerade mal nicht auf dich gerichtet, sondern die Energie, die muss rausdürfen, die muss mal einen Raum haben dürfen. Und allein, dass dieser Raum da sein darf, das ist so ein großes Geschenk. Und damit ist es schon wieder Geschichte.
Speaker 2Dann zieht sie zum Beispiel einen Baum über eine Wiese.
Speaker 1Das habe ich mal gemacht, ja, genau. Da war ein umgestürzter Baum. Ja, ziemliches Stück. Da war ich aber sehr, sehr wütend. Und ich habe gesagt, ich muss mal eben meine Wut kanalisieren. Und dann habe ich wirklich diesen gefällten Baum, der war vielleicht so dicker.
Speaker 2Naja, schon dicker.
Speaker 1Ich habe ihn aber nicht ganz geschafft. Aber dann ging es mir besser, dann war es gut. Und wichtig ist einfach, dass ich diese Wut nicht gegen jemanden anderen richtet. Und auch Kinder können einen wirklich tringern. Die können ein bisschen zur Weisheit bringen. Und es ist einfach wichtig, dass man selber erstmal lernt, wie kann ich damit umgehen, mit diesem Gefühl, dass man sich das auch nicht verbietet und dass diese Wut nicht gegen andere gerichtet ist. Man kann durchaus auch sagen: pass auf, ich muss mal eben drei Minuten wirklich rauslassen. Und es ist nicht gegen dich, aber ich muss jetzt gerade mal schreien gehen. Oder ich muss jetzt gerade mal Papier gegen die Wand knappen.
Speaker 2Papier gegen die Wand werfen. Oder ich habe auch einmal richtig mit voller Wucht, also nicht mit voller Wucht, aber richtig in großer Wucht auf einen Tisch geschlagen. Also pff.
Speaker 1Ja. Oder auf ein Kissen, das ist auch immer gut. Das ist für Kinder auch mal super.
Speaker 2Das ist auch für Kinder eben, speziell mit Kissen oder auch mit diesen Boxen. Es ist für Kinder, ich habe in einer Klasse einmal, da hat es zwei, drei Jungs gegeben, die sind oft mit solchem Wutpegel gekommen und ich habe dann einen Boxsack organisiert. Da habe ich sie dann rausgeschickt, wenn ich gemerkt habe, es ist dieser Pegel und das Kind kann dann, ist nicht aufnahmefähig. Und das ärgert auch. Und das geht dann. Die Wut kann das Kind oft nicht so kanalisieren. Und habe dann gesagt, du pass auf, geh raus zum Boxsack und kämpfe deinen Bocksack. Und er ist dann rausgegangen, Garderumbreich daneben. Ich habe den Blickkontakt gehabt und der hat einen Boxsack bearbeitet. And when er wieder so weit war, ist er wieder reingekommen. Das war merklich besser.
Speaker 1Das ist so wichtig, dass wir den Kindern zeigen, wie sie damit umgehen können, anders, es gibt so Phasen bei Kindern, bei Kleinkindern, die sind dann überfordert mit diesem Gefühl von Wut. Und die fangen vielleicht an, Mama und Papa zu hauen oder zu beißen. Da ganz klar zu verstehen, this is nicht, das bin ich, sondern there is gerade ein totaler Überdruck, and the Kind is eighteen in einer ganz großen Not. Und dem Kind eine Alternative anzubieten und zu sagen: Pass auf, mir tut es weh, das möchte ich so nicht. Aber hier lass uns, was willst du beim nächsten Mal machen? Papier zerknudeln oder hier drauf schlagen auf dieses Kissen und dem Kind zu ermöglichen, einen Umgang damit zu finden. Schon zu zeigen, das tut weh, aber damit allein ist es ja nicht getan. Das heißt, es braucht einen Raum, eine Möglichkeit, dass das Kind dieser Überforderung Ausdruck verläuft. Und oftmals ist es der Spiegel. That hören wir alle nicht gerne, aber das ist oftmals so, dass the eigene unterdrückte Wut eines Elternteils or this überforderung, that they eat Ausdruck findet. That kennst du auch aus der Schule, ne?
Speaker 2Yeah, yeah. Also es gibt ja verschiedene Typen. Also Lerntypen, this is and when man Lerntypen, die Lerntypen von den Kindern kennt, vor allem bei den Jungs, diesen Bewegungstyp oder kinästhetischen Typ, der viel Bewegung braucht, der auch am besten lernt, wenn er das mit Bewegung verbinden kann. Und diese Typen brauchen auch regelmäßig Bewegung. Und jetzt komme ich wieder auf die Schule zurück. Jetzt stellen wir uns einmal vor, diese Kinder, die regelmäßig Bewegung brauchen, das ist ein hoher Prozentsatz. Es sind nicht jungen Jungs, das sind auch Mädchen. Und die müssen dann stundenlang in der Klasse sitzen bei diesem Frontalunterricht, wo sie am Sessel sitzen müssen und mit kurzen Pausen dazwischen. Es ist eigentlich eine Qual, es ist eine Tortur. Ich habe mir da sehr viele Gedanken darüber gemacht. Und ich habe dann natürlich andere Arten des Arbeitens, des Lernens, des Unterrichtens gepflegt in Form von Freiarbeitssystemen, wo die Kinder auch aufstehen oder vor allem aufstehen konnten und sich frei bewegen konnten in einem Regelrahmen. Aber ich hatte natürlich auch Frontalunterrichtsphasen. Und die Kinder, die diese Bewegung brauchten, konnte ich nicht hinausschicken auf den Sportplatz oder weiter weg, weil ich ja die Aufsichtspflicht einhalten muss, egal welche Schule das ist, ob das eine Privatschule ist, eine Montessori-Schule oder eine Waldorf-Schule oder eine öffentliche Schule, das ist für alle gleich. Ich bin ja verantwortlich. Und ich habe dann mir überlegt, was kann ich im Rahmen, räumlichen Rahmen anbieten, wo Kinder sich eben ein bisschen austoben können. Austoben, das geht gar nicht in Wut, sondern einfach Bewegung machen. Und da ist ein sehr gutes Sportgerät, ein Kindertrampolin, ein kleines Trampolin, ein transportables Trampolin, wo ein Kind springen kann. Und wenn ein Kind zehn Minuten springt, dann kommt es entspannter rein. Dann kann es auch wieder länger sitzen und länger zuhören und länger Aufmerksamkeit schenken. Also diese Pausen, diese Bewegungspausen dazwischendrinnen, das kann man natürlich auch im Unterricht machen, dass man das gemeinsam mit allen Kindern macht, weil es schadet ja keinem Kind, wenn man jetzt an Übungen macht oder ihr habt es verbunden mit Liedern oder mit Rhythmen und so weiter. Das schadet auch nicht. Aber wenn jetzt eine längere Phase ist und man merkt, der Kind sitzt schon so und tut sich wirklich schwer, dann sage ich, okay, geh raus aufs Trampolin und dann kommst du wieder rein, wenn du so weit bist.
Speaker 1Also ja, und es ist natürlich absolut Schadensbegrenzung und nicht mehr. Weil wir Kinder, wir Kinder sage ich schon herrlich, oder? Werdet wie die Kinder. Wir Kinder. Also Kinder sind ja nicht dafür gemacht. Gerade in dem Alter, wo sie ihre Bewegungsmotorik voll ausgeprägt haben, stecken wir die Kinder offen, als müssen sie ja im Kindergarten schon irgendwie still sitzen. Kinder sind dafür einfach nicht gemacht. Kinder sind auch nicht dafür gemacht, und wir Erwachsene übrigens auch nicht, morgens um halb sieben mit einem Wecker aus dem Bett getrieben zu werden, um dann dieses oder jenes zu tun, um dann um Punkt irgendwo zu sein. Und da ist ganz, ganz viel, was wir verändern könnten. Um etwas zu verändern innerhalb einer Familie, fangen wir mal mit diesem System an. Braucht es aber eine gesunde Basis. Und da sind wir wieder bei diesem Thema männliche und weibliche Präsenz. Ich muss ja einmal in mir, wo die beiden Pole männlich und weiblich vorhanden sind, in eine Balance finden. Dann mit dem Partner. And aus dieser Partnerschaft heraus kommt ja dann erst die Sicherheit für die Familie, für das größere Konstrukt etwas verändern zu können. Was hilft dir, deine innere Balance zu finden?
Speaker 2Yeah, ich schwöre auf Übungen. So in der Früh als ich Lehrer wurde, bin ich um drei Viertel fünf aufgestanden, nicht um halb sieben, also sehr früh. Ist für mich aber früher schlafen gegangen. Ich habe da meine sieben, acht Stunden Schlaf immer gepflegt. Ich habe auch nicht in die Nacht hineingearbeitet. Das war für mich ein Tabu. Die Übungen sind ein Sammelsurium aus Meditation, aus Singen, Beten, Danken, körperliche Übungen, Stretching. Das ist ungefähr eine Stunde. Und die Übungen sind bunte Mischungen. Es gibt da die Beta-Übungen, es gibt teilweise Yoga-Übungen, es gibt klassische Knippering und Liegestützen, es gibt Atemübungen. Und wenn mir eine Übung, die von außen gekommen ist, sympathisch ist, dann baue ich sie ein. Bin dann aber auch in meiner ganzen Präsenz da. Also wenn ich abschweife gedanklich bei einer Übung, dann mache ich die Übung noch einmal. Also das ist für mich Präsenz auch. Für mich ist das ein Teil des Ganzseins. Das ist nicht nur ein Ritual, das ist ein Teil des Lebens. Und das kann ich nur jedem empfehlen. Und ich habe eine ganze Reihe von Freunden, wo ich sagen kann, die stehen gut im Leben, vor allem auch in diesen Qualitäten, die du angesprochen hast. In dieser Sicherheit und auch in dieser Gefühls- und emotionalen Balance, weil sie eben diese Übungen machen und weil sie wissen, wie sie umgehen und wie sie mit sich selbst umgehen. Das ist natürlich zu lernen. Du kannst nicht zu einem Lehrer gehen und ihn fragen, so was soll ich jetzt machen? Oder es ist auch nicht Yoga oder Tai Chi oder Qigong, das Allheilmittel. Jeder muss für sich das selber finden, was passt für mich, was bringt mich in der Lebenssituation auch in diesen Ausgleich. Ich empfehle es jedem, das zu machen und sich die Zeit zu schenken. Das ist keine verlorene Zeit, das ist gewonnene Zeit. Das ist Qualitätszeit mit mir selbst. Und diese ungeteilte Aufmerksamkeits-Qualitätszeit ist für mich wichtig, für mich, für mein inneres Kind auch, und eine weitere Folge für die Partnerschaft.
Speaker 1Absolut.
Speaker 2Und wenn man diese Balance haben möchte, dann ist es eben extrem wichtig, Sinn und wertvoll, diese Zeit zu integrieren, diese Zeit zu pflegen und das regelmäßiger, nicht sporadisch.
Speaker 1Das bedeutet ja auch oder bringt mit sich, dass man dann viel mehr mit sich verbunden ist und dass man für die emotionale Befindlichkeit für die eigenen Gefühle. Also zum einen kriegt man ja viel schneller mit. Das heißt, du bist ja voll bei dir. Das heißt, du spürst in deinem Körper. Du arbeitest wirklich auf allen Ebenen und du bist dadurch einfach mit dir und deiner Wahrnehmung verbunden. Du bist für dich präsent. Und somit kannst du ja auch für mich präsenter sein und für alles präsenter sein. Ein wunderbares Werkzeug in die Präsenz zu kommen. Denn natürlich, auch in deinem Alltag haben Handy und Computer natürlich auch, das sind Arbeitswerkzeuge. Und spürst du einen Unterschied an Tagen, wo es kommt selten vor, aber wo du es dann nicht machst? Wie magst du das mal beschreiben? Was ist da für dich dann der große Unterschied, wenn es halt mal aus irgendeinem Grund nicht funktioniert hat, dass du deine, dass du so in den Tag startest?
Speaker 2Wenn es sich entwickelt in der Früh, aus welchem Grund auch immer, ich muss nicht krampfhaft jeden Tag in der Früh das machen. Also wenn es fünfmal in der Woche ist, passt es auch. Aber ich weiß, wenn das zwei, drei Tage nicht stattfindet, dann bin ich leichter aus der Balance zu bringen. Und das Arbeiten am Laptop, das Arbeiten am Handy, was wir bei unserem Filmprojekt speziell auch haben und auch bei unseren Büchern und so weiter, die wir geschrieben haben, da ist einfach sehr viel Computerpräsenz. Das raubt unfassbar viel Energie und das saugt richtig. Und ich merke dann, wie die Energie weg ist. Und dann habe ich noch spezielle Maßnahmen in diesem Fall, wie man die Energie wieder aufladen kann. Das ist in ein fließendes Gewässer, wenn, soweit es vorhanden ist, in ein fließendes Gewässer sich hineinlegen für ein paar Sekunden, wenn es kalt ist, und sich entladen und aufladen. Das ist ein Wundermittel. Vor allem, wenn man in den Bergen lebt. Wir haben auch in den Bergen gelebt, haben wir Bäche gehabt, wo man Quellwasser hat, Bergquellwasser, wo man sich dann reinlegen kann, hat man richtig auch nach acht Stunden arbeiten am PC habe ich über Wochen gemacht, mich in ein Bach hineingelegt und das hat entladen anders. Also diese Naturenergie, die draußen is in der Natur, and die macht meine Übungen in der Natur draußen. The Natur schenkt uns Energie so wertvoll. And the Natur schätzt es auch. When man in der Natur these Übungen macht and this aufmerksam schenkt und damit auch der Natur, weil man natürlich das integriert. Die schauen natürlich auf die Vögel und auf die Wolken und auf alles, was rundherum ist. Das ist ein Lebenselixier. Wie machst du das? Ich höre dich dann ja auch oft klopfen ganz laut. Möchtest du dazu was sagen? Zu deinen Übungen. Du pflegst ja auch.
Speaker 1Ja, ich habe auch meine Übungen und ich mache das auch wie du, ich folge da keinem strengen Muster, sondern mehr und mehr spüre ich in mich hinein, was braucht mein Körper, was braucht mein System. Und gerade bei uns Frauen, die jetzt zyklisch auch anders nochmal, also wir haben durch unsere hormonelle Konstitution ja einen anderen Rhythmus. Und bei uns Frauen ist es ja durchaus, das ist auch erwiesen und bekannt, dass unser Stoffwechsel anders funktioniert, dass wir an manchen Tagen andere Vitaminegelüste, ja, also unser Körper spricht schon zu uns, was er braucht. Auch das kann ich ja nur wahrnehmen, wenn ich mir selbst gegenüber auch präsent bin und mir auch wirklich traue. Und auch das geht natürlich nur, wenn ich immer mehr lerne, in mich hineinzuspüren und dem zu vertrauen, was ich fühle. Ich bin immer sehr amüsiert, wenn ich so in den Social-Media-Kanälen so diese ganzen Übungen sehe, die jeden Tag, diese was weiß ich was, Challenge, wo man jeden Tag eine bestimmte Übung macht. Für mich passt das gar nicht, weil ich möchte immer mehr hineinfühlen, was mein Körper braucht. Das bezieht sich aufs Essen, das bezieht sich auf die Bewegung und ich nehme wahr, dass je mehr ich mir vertraue, also ich mache nicht jeden Tag die gleichen Übungen. Ich spüre hinein, was braucht mein Körper. Und manchmal will mein Körper einfach auch nur Ruhe und nur darlegen und rein spüren. Oder mein System möchte manchmal einfach nur meditieren oder einfach nur Stille. Und gerade wir Frauen sind so, so geprägt von so, wie hat was zu sein, wie haben wir auszusehen, ja. Wir haben gelernt, so skeptisch mit uns zu sein, ja, von klein auf und glauben ganz oft Erwartungen erfüllen zu müssen. Und ich mag dem einfach mehr und mehr entgegentreten, wie etwas zu sein hat. Kleines Beispiel für die, die jetzt hier auf YouTube diesen Podcast angucken, ihr werdet sehen, dass ich hier ganz glänzend bin, weil es hier gerade sehr, sehr heiß ist da, wo wir das hier aufnehmen. Und ich habe das abgelegt, dieses Gefühl, oh mein Gott, ich glänze oder ich muss das jetzt irgendwie richten. Natürlich mache ich mich auch gerne irgendwie schön und lege dann auch mal ein bisschen was auf an Make-up, also gar kein Make-up, aber betone ein bisschen die Augen oder mach mir irgendwie die Haare nett. Das gehört für mich ja auch durchaus dazu, meine Weiblichkeit zu zeigen und sehr gut. Dankeschön. Und ja, aber es ist nicht mehr dieses kritische Blick, wenn ich das oft beobachte bei jungen Frauen, dieser kritische Blick, dieses, also und auch das, ich habe den manchmal auch noch das abzulegen, ist richtig, richtig Arbeit. Weil uns von außen immer noch, ich kenne ja die Arbeit mit dem Unterbewusstsein, und wenn wir nur diese straffen, glatten Körper und Gesichter, die ja ganz oft mit KI bearbeitet sind, unser Unterbewusstsein sieht das, ja, nimmt das wahr und es arbeitet ja, also das ganze System, die ganze Medienwelt, die Werbung, die arbeitet damit, dass wir uns nicht gut genug fühlen oder glauben, dass wir irgendwas haben müssen, kaufen müssen, drauf schmieren müssen, tun müssen, ja. Und ich glaube, dass es immer wichtiger wird, echt zu sein und dazu zu stehen, dass da jetzt halt die Falten kommen. Und das ist, ja, natürlich wollen wir uns alle möglichst, und es macht auch Sinn, diesen Avatar, in dem unsere Seele lebt, ja, diesen Körper hier gesund zu halten, weil so können wir hier wirken und sein und wegzukommen von diesem Künstlichen, von diesem Uchten. Und deshalb, ja, schwitze ich hier so vor mich hin und lasst es einfach sein und möchte jede Frau ermutigen, einfach mehr und mehr sie selbst zu sein. Und das heißt, nicht sich gehen zu lassen, aber mit einer gesunden Haltung, immer mehr sich selbst zu begegnen. Und das ist auch für mich ein Teil der weiblichen Präsenz. Nämlich auch unseren weiblichen Körper, der so viel kann, wirklich wert zu schätzen. Und jetzt mag ich noch etwas ganz Wichtiges teilen, was ich einmal gehört habe und wahrgenommen habe und ganz akut bei mir jetzt gerade wahrnehme. Ich habe gerade, und ich war viele Jahre damit gesegnet, dass ich das Thema nicht so sehr hatte. Nämlich diese berühmten Dellen, ja, diese Zeloitis, ja, so die ist im Moment mehr da, als sie in den letzten paar Jahren war. Wir reisen sehr viel. Ich merke, mein Körper stellt sich gerade um. Ich merke gerade, auf der Reise ist es anders, als wenn man an einem Ort die ganze Zeit ist und seine Nahrungsergänzungsmittel alle immer schön dabei hat. Und ich merke, dass mein Körper gerade ein bisschen mehr Wasser einlagert. Und dem jetzt liebevoll zu begegnen, ist wirklich eine Aufgabe, eine Herausforderung und dem das zu geben, was er jetzt braucht, damit er diese Giftstoffe, und das ist nämlich ganz spannend, dass wir Frauen in diesem Fettgewebe gibt, unser Körper hilft uns, der lagert das da ein, damit wir unser System nicht zu sehr belasten. Und das ist quasi eine Einladung, ja, einfach auf dieses Thema Entgiftung für mich jetzt ein bisschen mehr Wert zu legen und auch Drage, Lymphdrainage und so weiter. Also nicht kritisch zu sein, sondern zu schauen, was braucht er, was spiegelt er mir, was zeigt er mir gerade, was er braucht, anstatt ihn so total kritisch als da stimmt was nicht zu betrachten. Das ist ein Prozess, der ist gerade da und ich sehe den und arbeite damit. Und ich sehe so viele Frauen, die damit so im Krieg sind und die das einfach nur weg haben wollen. Und ja, ich mag euch einladen, eurem Körper Liebe zu schenken. Denn der kann Leben gebären, der viele Frauen, die Kinder gekriegt haben, die sind einfach so undankbar oft und so streng mit sich und sehen gar nicht, was dieser wundervolle Körper geleistet hat. Und jetzt mag ich an dich nochmal als Mann. Wie ist das für dich? Jetzt hast du drei Jungs. Trotzdem, glaube ich, hast du dazu was zu sagen.
Speaker 2Was diese künstlichen Busen betrifft, was dieses Glätten betrifft, was immer mehr Frauen machen, ist für mich künstlich. Ich persönlich schätze und liebe Natürliches. Also natürlich im Ausdruck, natürlich miteinander, and auch was den Körper betrifft. Also wirklich ehrlich and wahrhaftig zum Körper to stay. And even so when you say umgehst mit deinem Körper and what you this betrayest and what you this siehstone, this is so for me natürlich. And when many fragt, wieso macht sie das macht, ja, die erste Antwort ist, weil es den Männern gefällt.
Speaker 1Ist das so?
Speaker 2Ich habe jetzt mit einigen Männern im Laufe der letzten Jahre darüber gesprochen. Das ist jetzt kein großes Thema. Ich habe keinen einzigen getroffen, der gesagt hat, das gefällt ihm, sondern das ist eher abstoßend. Weil eben diese Natürlichkeit fehlt, weil man da merkt, diese Frau steht jetzt nicht zu ihrem Körper. Ich möchte es nicht abwerten. Es ist natürlich eine Selbstwertsache. Und das Selbstwertthema ist in unserer Gesellschaft ein Riesenthema. Und wenn das jetzt jemand macht und sich entscheidet, eben an seinem Körper Veränderungen vornehmen zu lassen, dann ist das für mich kein Kritikpunkt, aber mir gefällt es nicht. Und mir würde es nicht einfallen, das zu machen, beziehungsweise das auch irgendwie zu fordern oder zu fördern. Also für mich ist das einfach unnatürlich. Und wie es denn Frauen geht, wenn es einmal passiert ist, man ist ja permanent in einem Veränderungsprozess. Und wenn man diese, wenn eine Frau entschieden hat, das zu machen, das machen ja auch Männer. Und vermehrt, dass sie ihr Gesicht straffen und so weiter. Also wenn man das einmal gemacht hat, dann kann man es ja nicht mehr oder nur mal ganz schwer rückgängig machen. Und man hat sich dann verändert und man sagt dann vielleicht, ja, wieso habe ich das gemacht? Das war halt eine Phase, wo man das gemeint hat, ist es jetzt wichtig und wertvoll. Also ich würde es jetzt nicht, ich möchte niemanden abwerten, der das jetzt gemacht hat. Jeder ist in einem Entwicklungsprozess und man macht dann halt auch Dinge, die halt im Nachhinein einem Leid tun. Und ich bin mir sicher, dass dem Großteil der Menschen, die das eben gemacht haben, die das dann bereuen oder sich denken, wieso habe ich das gemacht? Ja, also es ist ein Riesengeschäft auch. Es wird natürlich auch aufgebaut. Die Werbung tut viel dazu, dass man vor allem auch in puncto Schauspieler, die Nachderei diese Operationen machen lassen, männlich und weiblich. Das sind natürlich so Idole und man folgt auch diesen Idolen und macht es dann auch. Es ist ein Riesengeschäft und es wird natürlich manipuliert in diese Richtung. Absolut. Aber die Männer, die ich kenne, denen gefällt es nicht.
Speaker 1Was kann denn ein Mann tun, um seiner Frau klar zu machen, wenn er das vielleicht, also es gibt ja diesen Spruch, den sagst du oft, Happy Wife, Happy Life. Oder wie war das? Genau. Und wenn jetzt die Frau sich so wahnsinnig unglücklich fühlt, also ich meine, die all diese Veränderungen, die haben, also zum einen ist es ja ganz oft so, wenn Menschen damit anfangen, dann finden sie ja kein Ende. Also das fängt dann, keine Ahnung, mit den bisschen Botox an, wobei das hat ja noch größere Auswirkungen als nur Faltenstrafen. Also wenn diese, nochmal nebenbei, wenn diese Emotionen im Gesicht nicht mehr ausgedrückt werden können, dann hat es auch einen Einfluss auf die Empathiefähigkeit. Dann stumpft das Mitgefühl ab. Also weil man keine Falten mehr will. Das ist eine Entwicklung. Also da gilt es wirklich zu überlegen, will man das wirklich? Wenn man einmal damit anfängt, dann kommt ja das nächste und das nächste und das nächste. Und man im Grunde liegt da natürlich das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Das liegt natürlich unten drunter. Wie kann denn ein Mann, ein Partner, einer Frau helfen? Er möchte ja, dass die Partnerin glücklich ist. Wie kann er das machen?
Speaker 2Ich meine, dass diese Offenheit, diese Kommunikation, eine offene Kommunikation, dass man miteinander reden kann, über alle Themen reden kann, dass das eine wichtige Basis ist für diese Entwicklungen im Leben. Wenn jetzt eine Frau zum Beispiel sagt, ja, sie fühlt sich nicht mehr wohl in ihrem Körper, dann hat das natürlich seine Wurzeln. Und das ist natürlich mit Selbstwert und mit diesen Selbstqualitäten. Und da gibt es natürlich Geschichten, die das ausgelöst haben. Und ja, da bin ich wieder bei dem, was eben deine Expertise ist, therapeutisch zu arbeiten, also zu schauen, was sind wirklich die Gründe dafür, dass ich das jetzt machen will oder dass ich das gemacht habe, um das zu verstehen, um das selber zu verstehen und um den nächsten Schritt auch zu vermeiden, damit es auch nicht weitergeht. Also das ist natürlich die Arbeit an sich selbst. Ich meine jetzt nicht die äußerliche, sondern die innerliche Arbeit an sich selbst, ist da das, was meiner Meinung nach das Essentielle in dieser Phase sein wird. Und ich würde das dann in diese Richtung natürlich unterstützen und so in diese Richtung meine Meinung dazu sagen. Ich würde es nicht einfordern. Es ist jeder selber für sich verantwortlich und jeder soll für sich selber die Entscheidungen treffen, aber ich sage die Meinung diesbezüglich. Und wenn es in meinen Mitteln steht, würde ich das unterstützen.
Speaker 1Was würdest du unterstützen?
Speaker 2Ja, eben, dass diesen Nein, nein, nein, diesen Prozess, also der inneren Arbeit, dass man wirklich da zu den Gründen kommt. Und das ist alles möglich, gerade die Hypnosetherapie ist da unglaublich effektiv. Also ich habe doch beobachtet, wie du das machst und auch, wie es den Menschen, und ich kenne auch einige Menschen, sind auch Freunde dabei, die bei dir diese Hypnosetherapie genossen haben, wirklich genossen haben und nach drei, vier Sitzungen andere Menschen waren.
Speaker 1Ja, ich möchte sagen, sie selber, wirklich sie selber. Das ist ja nichts, was einen zu einem anderen Menschen macht, sondern eigentlich bringt es einen dahin, dass man der Mensch wird, als der man eigentlich gemeint ist. Weil einfach um die Angst aus dem Weg zu räumen, dass man dann jemand anderer ist. Ich finde es wunderbar, dass du jetzt gerade gesagt hast, was du gesagt hast. Denn du hättest auch sagen, dann sag ich einfach der Frau immer wieder, dass ich sie schön finde, dass ich sie wunderbar finde, dass sie das nicht tun braucht. Und genau das ist der Punkt. Das kommt bei einem Menschen, der mit sich selber im Unfrieden ist, nicht an. Es hat keinen Sinn, dass dann das Umfeld sagt, ja, wieso denn? Du spinnst doch, du hast doch wunderschöne Lippen, du hast doch tolle Augen und die Fältchen, die Falten machen doch gar nichts. Das kommt nicht an, wenn ein Mensch selber in sich mit sich Krieg führt. Und es ist eine Form von Krieg führen, wenn ich mir Sachen antue, aus dem Grundgefühl nicht richtig zu sein. Oder so aussehen zu müssen, wie das absolut KI-Fotogeschockte Model oder der Star, der da irgendwie aus der Flimmerkiste da heraus grinst. Übrigens gilt es auch da, ganz dolle Kinder zu schützen vor all diesen Dingen. Und ja, wie der Einfluss von, wir haben, glaube ich, in der ersten Folge darüber gesprochen, dass der Bildschirmkonsum vieles mit den Kinderköpfen, den Kindergehirnen macht, was nicht so wirklich gut ist. Es sind ja auch die Inhalte, die etwas mit uns Menschen machen. Und das wäre, glaube ich, ein schönes Thema für eine weitere Podcast-Folge. Was meinst du? Ja. Magst du heute schließen?
Speaker 2Ja, ich zeige wieder auf den Baum hinter uns, der vereinigt für mich das weibliche und das männliche, der Weltenbaum. Eine weltweite Symbolik ist ja Mutter Erde, Vatersonne. Auch in den alten Religionen ist es so verankert bzw. versymbolisiert. Und der Baum ist die Verbindung zwischen Mutter Erde und Vater Himmel oder Vatersonne. Und mit dieser Symbolik möchte ich auch unsere Podcast-Folge schließen. Nämlich, dass dieser Weltenbaum in uns wirkt und dass wir diese Verwurzelungen an Mutter Erde und Verbindung hinauf mit Vatersonne leben und uns jeden Tag daran erinnern.
Speaker 1Schöne Übung für morgens und abends. Stell dich hin, verwurzele dich mit Mutter Erde, spüre deinen Körper und richte deine Arme nach oben und verbinde dich mit Sonne, mit Himmel, mit allem, was über uns ist. Oder was wir vielleicht meistens nehmen wir das ja so ein bisschen als über uns wahr, ja, die Quelle, aus der wir kommen, und Mutter Erde und diese Verbindung von oben und unten und in uns selber stabil in der Mitte zu sein. Das ist ein schönes Bild. Was einem schon mal einen guten Tagesstart geben kann. Das noch als kleine Inspiration zum Schluss. Wenn es dir gefallen hat, freuen wir uns aufs Teilen dieser Folge. Wir freuen uns, wenn du auf seinenwirken.com schaust, rumstöberst bei dem Punkt Menschenkind und bei der nächsten Folge wieder einschaltest. Also bis dann. Ciao.
Speaker 2Ganz liebe Grüße.
Speaker 1Das war Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind. Was brauchst du wirklich? Mit dir, Soraya Regensi und Udo Kreitmeier.