MENSCHenKIND
MENSCHenKIND – der begleitende Podcast zum Film ‚MENSCHenKIND – Was brauchst du wirklich?‘ mit Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr
Mit Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr tauchen wir tief ein in die Frage: Was brauchen Menschenkinder wirklich – ob groß oder klein?
Dieser Podcast begleitet den gleichnamigen Dokumentarfilm und zeigt Wege zu bewusster Elternschaft, ganzheitlicher Kindererziehung, transgenerationaler Heilung und Präsenz als Eltern und Begleiter. Jenseits von Leistungsdruck, Angst und Systemzwang geht es um echte innere Arbeit, bindungsorientierte Erziehung und neue Modelle für ein erfülltes Aufwachsen.
Schwerpunkte:
- Ganzheitliche Kindererziehung: Körper, Geist und Seele
- Transgenerationale Muster auflösen und echte Präsenz leben
- Bewusste Elternschaft statt Überforderung und Funktionieren
- Kreatürliches Lernen, Generationendörfer und zukunftsweisende Lebensmodelle
- Innere Kind-Heilung als Basis für freie Kinderentfaltung
Dia Soraya Reghenzi hatte über viele Jahre eine Hypnose- und Coaching Praxis in Deutschland, ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und Autorin des Buches "Die Konsequenz der Konsequenz". Immer wieder zu hinterfragen, um Verstehen und neue Wege gehen zu können, ist eine ihrer größten Stärken.
Udo Kreitmayr ist ehemaliger Direktor und Lehrer, dreifacher Vater und Großvater, Autor, Erschaffer der "Kreatürlich Lerngeschichten" und Visionär. Seine ausgleichende Art baut Brücken, schafft Harmonie und Verständnis für das, was wirklich zählt.
Gemeinsam leiten sie den österreichischen Verein "Sein und Wirken - Akademie und Forschungsverein für ganzheitliches Leben", in dessen Namen dieser Podcast als Medienproduktion erscheint.
Mehr Infos und Kontakt auf www.seinundwirken.com
MENSCHenKIND
Als das Leben uns in die Wüste schickte
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Eigentlich wollten Dia und Udo nach Neuseeland, doch das Leben schickte sie nach Ägypten. In der neuen Podcast-Folge „Als das Leben uns in die Wüste schickte“ erfährst du, warum es sich lohnt, die Komfortzone radikal zu verlassen.
Vom pulsierenden Kairo bis zur Keramikschule in der Wüste: Wir blicken darauf, wie Kinder in anderen Kulturen lernen, arbeiten und einfach „sein“ dürfen. Wir sprechen über den Mut, Sicherheiten aufzugeben, um Platz für echte Begegnungen zu machen.
In dieser Folge des MENSCHenKIND Podcasts nehmen dich Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr mit an den Punkt, an dem die Theorie aufhört und das echte, ungeschönte Leben beginnt.
Als das Leben uns in die Wüste schickte – Vom Loslassen und Finden
Was braucht ein Menschenkind wirklich? Um diese Frage zu beantworten, haben Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr ihren Lebensmittelpunkt aufgegeben und sind auf eine Reise gegangen, die sie als ihr „gemeinsames Kind“ bezeichnen. In dieser Episode nehmen sie dich mit auf die erste Etappe ihrer Filmreise nach Ägypten.
Eine herzliche Einladung an alle Eltern, Pädagogen und Pädagoginnen und Visionäre, die lernen wollen, wieder mehr dem eigenen Instinkt und dem Leben zu vertrauen.
Show Notes
- 00:00 – Der Ruf des Neuen: Wie die Idee zum Film „MENSCHenKIND“ entstand und warum die Reise beginnen musste.
- 05:15 – Komfortzone ade: Warum Dia und Udo ihr Haus kündigten und warum dieser Prozess sich wie eine Geburt anfühlt.
- 10:30 – Serendipity Filmmaking: Die Zusammenarbeit mit Oliver Löwenherz und das Vertrauen, dass das Leben mitregiert.
- 12:45 – Planänderung durch Krankheit: Warum Ägypten plötzlich auf dem Plan stand (und Neuseeland warten musste).
- 16:00 – Gizeh & Kairo: Über das Frühstück mit Blick auf die Sphinx und die harten Kontraste zwischen Hotelier-Kindern und Straßenverkäufern.
- 21:30 – Die Flucht in die Oase: Ankunft in El Fayum und die Entdeckung des Kunstdorfs Tunis.
- 27:00 – Die Mutter der Keramik: Evelyn Porrets Vermächtnis und wie Kinder durch Begeisterung statt durch Druck lernen.
- 31:45 – Ausblick auf Sekem: Die Vision, die Wüste grün zu machen.
Wir danken DIR fürs Lauschen und Dich berühren lassen!
Lasse uns gerne wissen, was Dich bewegt hat - wir freuen uns auf Deine Resonanz.
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Link zu Dias Buch "Die Konsequenz der Konsequenz"
Link zu Udos Buch "Kreatürlich – Strahlen aus der inneren Natur"
Mehr zu Udos Arbeit (Experte für Kinder-Lernräume und Entwickler der KREATÜRLICH LERNGESCHICHTEN) findest Du hier: www.udokreitma...
Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind. Was brauchst du wirklich? Mit Dia Soraya Regenzi und Udo Kreitmayr. Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge vom Menschenkind Podcast. Schön, dass du wieder dabei bist. In den ersten drei Folgen haben wir ein paar Gespräche geführt über einige Themen, die in uns so brannten. Und du hattest die Gelegenheit, uns schon mal ein bisschen näher kennenzulernen. Und sicherlich ist dir nicht entgangen, dass dies ein begleitender Podcast ist zu unserem Dokumentarfilm Menschenkind, was brauchst du wirklich, den wir gerade drehen. Und wir möchten jetzt beginnen, dich mit auf die Reise zu nehmen. Auf die Reise durch diese Dreharbeiten, auf die Reise an Orte oder in Situationen, die vielleicht gar keinen Platz haben werden im Film und die wir dennoch wichtig finden. Und ja, fangen wir mal ganz, ganz vorne an. So ungefähr vor einem Jahr kam die Idee für diesen Film. Kannst du dich noch erinnern, wie das damals war, lieber Udo?
SpeakerJa, das war das gleichzeitig praktisch kam, ich sage mal von außen, der Impuls oder die Inspiration, einen Film zu machen.
Speaker 2Genau, wir haben uns nämlich die Frage gestellt, liebes Leben, was soll aus unserer Beider wirken und sein entstehen? Welches Neue soll entstehen, was etwas Gemeinsames ist?
SpeakerGenau. Und dieses Gemeinsame ist eben einen Film zu machen, indem wir Geschichten erzählen, indem wir Bilder zeigen. Und, und das ist das ganz Besondere, dass wir auf Reisen gehen.
Speaker 2Ja, denn diese Bilder und Geschichten, die kommen halt nicht zu uns und klopfen an die Tür, sondern, und das war etwas, was ich persönlich mir habe ganz lange nicht vorstellen können, ja, wieder in Flugzeuge zu steigen, in fremden Hotelbetten zu schlafen, Wasser aus Plastikflaschen zu trinken. Ich war da jetzt nicht so erbaut davon und zugleich war dann doch klar, wenn wir Bilder sammeln wollen, Geschichten sammeln wollen, ja, dann müssen wir halt raus. Und so haben wir uns entschieden, unseren Lebensmittelpunkt, den Standort aufzugeben.
SpeakerJa, die Komfortzone zu verlassen und eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung, die Miete zu kündigen. Wir haben ein wunderschönes Haus mit Anwesen, mit Garten, mit Bernmakulturgarten in einer wunderschönen Landschaft gemietet gehabt. Und wir haben entschieden, den Mietvertrag aufzulösen. Und mit dieser Entscheidung war klar, es gibt kein Zurück mehr.
Speaker 2Yeah, genau. Wir haben die Sachen eingelagert, dann haben wir vieles verkauft, vieles verschenkt.
SpeakerAber es war von Anfang an ein Drive drinnen. Es war von Anfang an nie ein Zögern oder Zweifeln. Es war absolut klar, wir gehen jetzt auf diese Filmreise. Wir wollen diesen Film machen. Wir haben diese, es geht, es geht sogar weiter, wir haben diese Aufgabe, jetzt gemeinsam diesen Film zu machen. Als unser gemeinsames Projekt, als unser, ich möchte fast sagen, als unser Kind, ja, so ein bisschen in diese Richtung. And so fühlt es sich im Nachhinein betrachtet auch an. Es ist etwas, was uns sehr fordert und wo wir sehr, sehr viel Liebe und sehr, sehr viel Herzblut, Geduld, Ausdauer und vieles andere reinlegen.
Speaker 2Absolut, um es mit der Welt zu teilen. Denn wir möchten mit diesem Film motivieren und inspirieren, Veränderungen wirklich anzugehen und zu machen. Wir wissen alle, dass es so wie es jetzt in den Systemen, sei es das Schulsystem, das Bildungssystem überhaupt, sei es vielleicht auch die Art, wie wir Menschen leben. Dieses so, ja, jeder nur schaut nur bei sich, jeder kümmert sich nur um Seins, dass es so wenig Miteinander gab an vielen Stellen. Wir sehen, dass sich das verändern muss. Und das sind nicht nur wir, sondern das sind ganz, ganz viele Menschen, die das bereits sehen. Und zugleich ist einfach auch ganz, ganz viel, sind ganz viele Wunden da, Verletzungen aus einem versuchten Miteinander vielleicht aus. Ja, da sind ganz viele Enttäuschungen. Jeder von uns ist schon mal irgendwie über den Tisch gezogen worden und da ist ganz viel Misstrauen unter den Menschen. Und wir dürfen alle lernen, mehr und mehr wieder einander zu vertrauen. Das setzt voraus, dass wir uns selbst Vertrauen lernen. Und dass wir dann auch die Menschen anziehen, die ähnlich in ihrer Lebens- und Sichtweise unterwegs sind.
SpeakerDiese gemeinsame Entscheidung hat eine, man möchte es ein bisschen metaphorisch darstellen, wie wenn du einen Stein ins Wasser wirfst und dann entstehen konzentrische Kreise in Form von Wellen. Und dadurch, dass wir diese Entscheidung getroffen haben und ganz in diesem Feld, in diesem mehr als ein Wunsch, in dieser Mission eingetaucht sind, umso mehr hat auch diese Dynamik begonnen, dieser Flow begonnen. Wir haben vieles organisieren müssen. We have unsere Sachen ordnen müssen, we haben einlagern müssen, we haben Plätze suchen müssen, wo wir unsere Möbel and so weiter können. Das war gar nicht einfach in dieser kurzen Zeit. And what geschah in einem kilometer Abstand war auf einmal eine alte Bäckerei, die aufgelöst wurde anders hergerichtet worden, wo man Dinge abstellen kann, die abzuschließen sind, and plötzlich war das da. Plötzlich sind diese organisatorischen Dinge absolut ins Fließen gekommen. Es ist dann in dieser Vorbereitungsphase, in dieser organisatorischen Phase, in dieser Planungsphase hat erst dann die Planung begonnen. Wenn man jetzt einen Film plant, mit zwei Jahren muss man mal anberaumen, bis man mal organisiert, dass man Förderungen bekommt, die Finanzierung aufstellt und so weiter. Wir haben jetzt eine kürzere Frist gehabt, and we have this ganz bewus in Kauf genommen. We have wusstein, it is just so weight, and we werden diesen Film in Phasen einteilen. And diese erste Phase startet ganz fix Anfang November. Das war fix.
Speaker 2Viele, viele Menschen hätten sicherlich weit, weit, weit vorausgeplant. Es entspricht aber nicht unbedingt meiner Natur. Ich bin nicht so eine wahnsinnige Planerin. Ich bin sehr schnell im Leben unterwegs. Wenn sich für mich etwas gut und richtig anfühlt, dann gehe ich los. Und bei denen ist es ja genauso. Und ja, jetzt könnte man vielleicht im Rückblick sagen: vom Verstand her, okay, das ein oder andere hätten wir uns ein bisschen leichter machen können. Das ein oder andere ist ganz schön mutig und waghalsig. Und trotzdem hätte ich es, glaube ich, trotzdem nicht anders gemacht, wenn ich es, selbst wenn ich es gekonnt hätte.
SpeakerNein, es war der Zeitpunkt da. Es war sowas von fix und sicher, dass wir das machen. Komme, was wolle. Weil das, was kommt, passt zu dem Projekt und passt zu dem Film und passt auch zu dem, wie es sich entwickeln soll. Natürlich, ich bin schon ein Mensch, der Pläne macht, der einen großen Plan macht, der dann so Module einteilt, der auch Ziele einteilt, der die Finanzen berechnet und so weiter. Das war meine Aufgabe oder das, was ich jetzt speziell im Sommer gemacht habe. Aber immer mit der Gewissheit und mit dem Gewissen, dass sich da einiges ändern wird. Denn das ist genau das, was uns beide auch ausmacht, dass wir sagen, okay, wir haben jetzt diese Planung, das ist der Rahmen, und in diesem Rahmen kann sich aber einiges bewegen. Und wir haben gewusst, wir haben Ziele, wir haben auch ein Time Board und so weiter. Aber gleichzeitig kann sich so vieles ändern. Denn das Ganze ist ein Prozess.
Speaker 2Wir wollten ganz bewusst nicht den Film alleine machen, sondern wir haben ganz, ganz von vornherein gemerkt, das war uns ganz klar, dass das Leben hier mit Regie führt, dass das Leben uns führen möchte, dass das Leben sich einmischen will in diesen Film, in die Produktion. Wir haben uns ganz bewusst für diese Hingabe entschieden, sagen zu können, okay, wir wollten eigentlich dorthin, aber wie wir hier vielleicht sehen, läuft es einfach nicht so richtig oder sind die Umstände nicht wirklich hundertprozentig passend. Aber schau mal da. Und so haben wir das von Anfang an gemacht und das ist super, super spannend. Wir haben dadurch wundervolle Momente erlebt, wundervolle Menschen kennengelernt, tolle Projekte gefunden.
SpeakerWir haben beide im Laufe unserer Lebensspanne, Lebenszeit die Erfahrung gemacht, dass wir vertrauen können. Wenn aus dem Herzen heraus eine Entscheidung getroffen wurde, dann haben wir gelernt, das Vertrauen aufzubauen, das Vertrauen zu haben. Auch wenn dann Krisen oder Probleme auftauchen oder Notsituationen auftauchen, es hat immer Lösungen gegeben. Es hat immer Hilfe gegeben, es hat Möglichkeiten gegeben, es hat auch Zeichen gegeben.
Speaker 1Oder zu lernen.
SpeakerNatürlich waren Irrwege auch dabei. Das ist klar, Irwege sind Lernprozesse oder wie es Oliver Löhmherz in seinem neuen Film auch gesagt hat und gezeigt hat, dass Irrwege auch Abkürzungen sein können.
Speaker 2Ja, genau. Die gefiederten Lachs, auf jeden Fall, den gibt es jetzt auf Cosmic Scene. Das dürfen wir mal eben hier einwerfen. Ein wunderbarer Film. Und auch deshalb, Oliver, unterstützt ja uns auch. Also wir haben schon auch fachmännische Unterstützung unseres engen lieben Freundes Oliver Löwenherz an unserer Seite, wofür wir an der Stelle mal nochmal schon mal Danke sagen wollen. Ja, und deshalb empfehlen wir diesen Film, den sie jetzt auf cosmicene.tv im Streaming jetzt anzuschauen, gibt in der Streaming-Flatrate. Wir haben ihn jetzt schon zweimal gesehen und werden ihn auch sicher nochmal schauen, weil einfach so viel drin steckt. Und ja, Oliver macht wunderbare Filme und ist an unserer Seite, wenn es fachliche Fragen gibt oder ja, auch so knifflige Sachen, auch so drumherum.
SpeakerJa, wir sind in verschiedenen Dingen schon Profis und gewisse Dinge lernen wir unter Oliver Löwenherz, als er gehört hat, dass wir einen Film machen wollen, hat er sich angeboten. Das ist so, wie so wie ich früher gezeigt habe, mit diesen konzentrischen Kreisen. Er war begeistert und er hat natürlich auch gesagt, so ein tolles Thema, so ein wichtiges Thema und das ist genau das Richtige. Und ich werde euch in allen Belangen unterstützen.
Speaker 2Naja, das war ja noch witziger, weil er arbeitet ja gerade im Hintergrund an einem Kurs für Serendipity Filmmaking. Bedeutet genau das, so macht er nämlich auch Filme. Er hat ein Konzept, er hat einen Plan, der aber nicht starr ist und lässt auch das Leben mitentscheiden und mitfilmen. Und als ich ihm sagte, dann wir machen Film, hat er gesagt, das trifft sich gut, weil ich mache gerade einen Kurs und ich bin an eurer Seite. Und das war wunderbar.
SpeakerGenau, und so haben wir Erlebnisse gehabt, die uns bestärkt haben, die uns Kraft gegeben haben, die uns aufwind und Rückenwind gegeben haben.
Speaker 2Wir haben ja, wie wir eingangs sagten, quasi alles aufgelöst und in Lagerboxen verpackt. Das war ganz schön anstrengend, und wir wollten eigentlich erstmal so ein bisschen zur Ruhe kommen, bevor wir mit dem Film starten. Wir wollten uns eigentlich den November schenken, um so ein bisschen weiter zu organisieren und uns auch ein bisschen körperlich zu erholen von den Anstrengungen. Wir hatten uns dazu entschlossen, in Neuseeland zu starten. Das hatte ein bisschen damit zu tun, dass ich in dieser Planungsphase sehr, sehr krank geworden bin. So richtig, richtig krank. So krank, dass ich fast nicht mehr in dieser Ebene unterwegs gewesen wäre. Es war ein Lungenthema und es hat sich dann aber wunderbar gelöst. Und wir hatten uns überlegt, dass wir dann, damit ich mich da noch so ein bisschen besser erholen kann, was die Atemwege angeht, in das Land reisen, was die sauberste Luft der Welt haben soll. Das war Neuseeland. Und dann war uns aber doch irgendwie ein bisschen die Zeit schon davon gelaufen. Dadurch, dass ich krank war, fehlte uns so ein bisschen Planungsfeld in Bezug auf die Finanzplanung komplett, nur da ein bisschen vollständiger auf die Beine zu stellen. Und dann war die Frage: Okay, vielleicht nicht gleich den Sprung rüber nach Neuseeland. Was können wir denn machen? So gibt es da noch irgendwas auf dem Weg dahin, wo wir vielleicht halt machen können. So fing das Ganze schon an. Und dann sagte Udo, naja, Ägypten liegt da auf dem Weg. Und dann sage ich, ja, was sollen wir denn in Egypten? Also, wir sind jetzt nicht die klassischen Touristen und es ging ja auch nicht darum. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal nach Egypten kommen würde oder geschweige denn, was wir da überhaupt sollen. Und dann hatten wir this Abend, dieses Abschiedsfeuers. And the liebe Katharina Schora vom Verein Mensch und Kultur. Can you dich noch an ihre Worte erinnern?
SpeakerKennt ihr Sekem? Is Sekem auf eurem Plan?
Speaker 2Wart ihr nach Ägypten?
SpeakerWart ihr nach Ägypten? Sekem nie gehört. Genau. So habe ich dich angeschaut. Nie gehört.
Speaker 2Okay, auf jeden Fall tauchte zum zweiten Mal Ägypten auf. Und dann hat sie uns ein bisschen erzählt über dieses tolle Projekt, was wir doch für den Film auf jeden Fall besuchen müssten. Und wir haben gesagt, okay, dann schauen wir uns das mal an im Internet. Zwei Tage später hatten wir einen Zoom-Call mit der lieben Katharina Roland, auch Filmemacherin. Sie hat gesagt, ja, aber ihr fahrt auch nach Ägypten, oder? Ich war letzten vor zehn Tagen bin ich aus Sekem gekommen. Okay, also haben wir gesagt, Moment mal, jetzt müssen wir aber wirklich mal. Wir hatten es uns natürlich da schon ein bisschen angeschaut, aber das war dann wirklich der Impuls, zu sagen, okay, dann starten wir eben in Ägypten. Und bevor wir jetzt über Sekem noch berichten, wir haben uns die Flüge angeschaut und dann kam, wie das dann immer so ist, bei den Flügen ein Angebot eines Hotels. Wir sahen, dass wir später landen und dann keinen Sinn mehr gemacht, von da aus noch groß weiter zu reisen. Landing in Kairo, and then we gave that super günstiges Hotel with Blick of the Pyramiden. I think it was for 50 Euro for us twice.
SpeakerYeah, I have this recherche and a build from a fenster. And there we go off the Pyramiden and off the Sphinx. I have gone, is this a fake? Also, direct a blick from the bed aus auf die Pyramiden and auf die Sphinx. And I have done we recherche, and this was really the best is direct with Blick dorthin, so angekündigt. And zu einem sehr, wie du eben festgestellt hast, sehr annehmbaren Preis mit Frühstück, und das haben wir dann gebucht. Wir haben gesagt: Okay, wenn wir jetzt in Ägypten sind, wir kommen später an, dann Übernachtung und dann gönnen wir uns. Ja, es war dann wirklich ein kleines Hotel mit sehr freundlichen Mitarbeitern mit einem großartigen Frühstück. Und das Beste war, das Frühstück ist serviert worden auf einer Terrasse im dritten und vierten Stock. Das heißt, du hast von oben, also auf die, du hast noch immer aufgeschaut, weil die Pyramiden stehen oben auf einem Hügel und die Sphinx in Augenhöhe. Das war wie viele Meter war die Sphinx entfernt? Ich weiß nicht. Luftlinie, vielleicht 150 Meter maximal.
Speaker 2Es war wirklich besonders und ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben die Pyramiden mache. Also dass ich hatte jetzt nicht so unbedingt, ich fand es immer spannend, aber ich hatte jetzt nicht vorgehabt, dorthin zu reisen. Und ja, es war wirklich beeindruckend. Es war sehr, sehr intensiv. Wir haben uns das Ganze natürlich genauer angeschaut, allerdings nur von außen. Mir waren zu viele Menschen dort. Ich wollte jetzt nicht ins Innere der Pyramide, aber allein die Energie dort wahrzunehmen, das war sehr, sehr, sehr besonders und ein großes Geschenk. Und warum das Hotel so günstig war, haben wir dann aber auch festgestellt, weil es war genau gegenüber vom Hotel war, also da war die stark befahrene Straße. Und dann war eine große Baustelle dort, die wohl ja schon eine ganze Weile existiert, aber die halt immer noch zu Gange war und zwar in der Nacht. Weil tagsüber sind natürlich die ganzen Touristen dort. Da können die nicht so viel Lärm machen. Und wenn die Touristen gegen Abend alle weg sind, dann sind dann zwei Light-Shows, da sind so ein Open-Air-Theater quasi vor den Pyramiden. Und als das dann um 22 Uhr etwa fertig war, haben die angefangen mit den großen Presslufthammern, mit den großen Caterpillars dort zu arbeiten. Und zwar die ganze Nacht durch. Und wir haben so gut wie kein Auge zur Nacht. Und das Ganze zwei Nächte lang.
SpeakerIch möchte dazu noch sagen: diese Straße, auf die wir runtergeblickt haben, wir waren da im ersten Stock. Da sind die Busse gekommen und PKWs gekommen für diese Litshows. Weil die waren ja unmittelbar auf der anderen Straßenseite, war der Eingang. Da ist man da hineingegangen und war es ein Gelände dort, wo man dann eben diese Shows konsumiert hat und dann war Ende. Und dann sind die, also die ganzen PKWs, die auf eng und eng auf halben Meter geparkt waren, weil ja dort sehr wenig Platz war. Es ist nicht so, dass da ein Riesenparkplatz ist. Sondern es ist ein Mini-Parkplatz und die stehen dann auf der Straße, Busse, Autos und dann müssen die alle wieder irgendwie rauskommen. Und das hat ja ewig gedauert, bis die rausgekommen sind. Und während dieses Prozesses, dass die da rauskommen, Gefahren sind, hat dann die Baustelle angefangen. Also es ist von einem Trubel in den nächsten gegangen. Und in aller Früh war es dann so, dass dann Hufgeklapper, also Pferde zu hören waren, und auch Tromedare, denn auf dieser Straße, das war die Zufahrtsstraße, zu der Zufahrtsstraße von den Pyramiden und den Karawanen, die dort organisiert werden, haben sie dort am Rande gesammelt. Das heisst, es sind dort von zwei Seiten auch Kutschen gekommen, Tromedare, Reiter, die dort vorbeigaloppiert sind, die sich dort gesammelt haben. Es war natürlich wieder Unruhe, war aber sehr spannend, um das Ganze zu beobachten. Auf der einen Seite haben wir wenig geschlafen, auf der anderen Seite war das unglaublich faszinierend. Das war einfach sehr interessant, das Ganze zu beobachten. Wir sind richtig eingetaucht. Wir sind aus dem ruhigen Kern in this pulsierende Kairo eingetaucht. Auch was die Kinder betrifft, natürlich immer, wir haben ja auch immer wieder geschaut, wie geht es den Kindern gehen, was machen die Kinder da? Und die Kinder dort vor Ort, die waren eingebunden in verschiedene Arbeitsprozesse auch.
Speaker 2Ja, was mir da ganz besonders hängen geblieben ist und mir ganz besonders deutlich wurde, ist, wir sind auch mit dem Hotelchef ins Gespräch gekommen und seine erwachsenen Kinder haben auch mit im Hotel gearbeitet. Und dann gab es andere Familien, die so Touristenmärkte hatten. Da gibt es irgendwo so einen Laden, der macht so ätherische Öle. Da war auch die ganze Familie involviert und die arbeiteten dort alle zusammen. Dann kamen die Kamelführer, die Touristenführer, und die Kinder lernten, von vornherein mit den Tieren umzugehen, um dann später eben auch Touristen zu führen. Und die ganz Ärmsten, diese Straßenverkäufer, die den Touristen, die Arabertücher und was weiß ich für einen Nippes, den man nicht braucht, verkaufen wollen. Da kamen die kleinen Kinder und haben auch versucht, bei den Touristen irgendwelche Souvenirs an den Mann, an die Frau zu bringen. Und so war so deutlich, wie sehr Kinder von Eltern lernen, wie Kinder hineingeboren werden, in dort noch diese alten Traditionen. And das war einfach ganz eindrücklich zu sehen. Wirklich so hautnah und auch sehr krass im Unterschied, was die Perspektiven der jeweiligen Kinder anging für ihr eigenes Leben. Ja, es ist halt entscheidend. Bist du ein Bettler-Kind oder bist du ein Kind vom Hotelier, der gegenüber in Gyze vor den Pyramiden seit vielen, vielen Jahren das beste Hotel am Platz vielleicht schon in Familienbesitz hat. Also das war schon.
SpeakerJa, wir sind da eingetaucht in eine ganz andere Kultur, in eine andere, eine andere Familienstrukturen und natürlich auch in das Thema Armut und beziehungsweise auch Stadtleben, wobei Kairo natürlich eine Großstadt ist.
Speaker 1Unfassbar.
SpeakerUnfassbar riesig, mit sehr viel Trockenheit, die ja umgeben ist, auch von Wüste. Und wo die Menschen sich organisieren müssen, dass sie irgendwie überleben können auch. Also das war natürlich, das waren natürlich schon tiefe Erlebnisse. Wir haben ja dann auch mit dem, wir sind ja dann auch mit dem Taxi vom Flughafen dorthin gefahren und am zweiten Tag ist ja dann unsere Reise weitergegangen.
Speaker 2Genau, wir wollten ja eigentlich nach Sekem. Wir haben da schon gleich gemerkt, dass die Dinge anders, die Mühlen anders malen, als bei uns in Deutschland, Österreich, Europa. Dass wenn man eine E-Mail schreibt, dass es nicht heißt, dass sie beantwortet wird und auch manchmal nicht die zweite oder dritte. Und so kam es, dass wir wie ein bisschen Leerlauf hatten, dass wir erst ein paar Tage später Sekem besuchen konnten. Und nun hatten wir ja gar nicht geschlafen. Und wir waren wirklich erschöpft, auch so von der Reise von dem Ganzen, was davor war. Und ich habe dann gesagt: Wir sind doch in Ägypten, ihr muss es doch eine Oase irgendwo geben. Ihr muss es doch irgendwo was ruhiges geben. Und Udo ist ein Meister im Finden von besonderen Orten. And so kam es, dass unser Serendipity Filmmaking schon volle Kanne losging, weil Uwe einen Ort herausgesucht hat, der ganz besonders war.
SpeakerYeah, we wollten zuerst einmal durchschnaufen.
Speaker 2Yeah.
SpeakerIhr habt dann geschaut, es sollte nicht so weit entfernt sein. Wir wollten einfach nicht lange mit einem Taxi oder mit einem Bus irgendwo hinreisen. Also es sollte in der Nähe sein und es sollte auch von diesem Ort dann nicht weit nach Sekhem sein. Sekhem ist im Südosten von Kairo, am Rande der Wüste. Und ja, das waren so die Prämissen. Und ich habe dann recherchiert und die haben dann gesehen, es gibt dann so Oasen, wo auch so Seen sind, wo grüne Oasen sind mit Wasser. Und die haben gedacht, das wäre der richtige Platz für uns, um uns zu entspannen, um einmal anzukommen.
Speaker 1Genau.
SpeakerUnd ich habe dann eine Oase ausgesucht, El Fayum, mit einem, es sind eigentlich drei Seen, ist mir erklärt worden, aber es ist ein sehr großer Salzsee, Wüste und dann ein oder zwei Dörfer, die eingelagert sind in so einen grünen Bereich mit Balmen, also richtig, wie man sich Oase vorstellt, aber jetzt sehr groß. Und habe dann dort Unterkunft gesucht, die zu uns passt. Lehmhäuser zum Beispiel. Keramiktöpferei, schöner Ausblick, klein, also kein großes Hotel und auch günstig. Und habe dann da gebucht für fünf Nächte. Wir werden es jetzt kurz halten in Bezug auf das, was du schon hast anklingen lassen. Es ist nämlich kein Verschnaufurlaub geworden, sondern es wurde unsere erste Station. Wir sind nämlich mit dem Taxi dorthin gefahren und der Besitzer, das ist ein junger Mann mit langen Haaren, mit einem Bad, mit leuchtenden Augen. Der hat uns empfangen als Besitzer und der hat uns dann gleich beim Einleitungsgetränk die Familiengeschichte erzählt, wie er dorthin gekommen ist, wie sein Vater dorthin gekommen ist. Und ich sage es mir in ein paar Sätzen, weil wir werden das dann später genauer erzählen. Eine Künstlergruppe ist 30 Jahre zuvor von Kairo dorthin gekommen. Damals hat es noch gar keine Straßen gegeben. Sie wollten einfach einen Ort suchen, wo sie Natur haben, wo es auch ein bisschen ruhiger ist. Wo es ruhig ist, wo sie richtig Inspirationen finden durch die Natur und wo sie dann Kunst schaffen können. Und einer von diesen Künstlern war sein Vater, ein Filmemacher. Und so ist er dorthin gekommen und ist die Familie dorthin gekommen und ist auch dieses Projekt dort entstanden, also dieses Hotelprojekt, also ein Echo, Echo Village. Wir haben uns angeschaut und wir haben gewusst, noch zwei Minuten erzählen das, wollen wir jetzt festhalten. Das wollen wir, das ist doch ein Thema für uns am Film. Denn es ist nämlich eine Keramikschule draus entstanden, die vom ganzen Dorf dort getragen wird.
Speaker 2Ja. Da werden Kurse angeboten für Kinder, für Schulklassen. Und es gibt auf unserem YouTube-Kanal eine kleine Impression, einen kleinen Film. Impressionen aus Ägypten, Pyramidenkinder. Da könnt ihr ein paar Bilder sehen von dort. Das ist auf jeden Fall auch auf unserer Webseite, könnt ihr euch das anschauen. Was ich total beeindruckend fand, wir hatten zuvor in Kärnten vor unserem Reisebeginn ein Gespräch mit deinem ältesten Sohn. Und wir haben irgendwie kamen wir auf die Frage, wie kommt eigentlich der Sand in die Wüste? Und es war super spannend, weil wir konnten uns die Frage so gar nicht beantworten. Und als wir dort waren in El Fayum, am Rande dieses Salzsees, gibt es das Tal der Wale. Und man hat Wahlknochen. Da sind komplette Skelette von Walen zu sehen, die man dort besichtigen kann. So, damit ist die Frage beantwortet. Es muss irgendwann einmal Meeresboden gewesen sein. Und das zeigt mal wieder, das, was in den Schulbüchern so geschrieben steht, auch das braucht eine Überarbeitung. Und wir dürfen uns auf viele neue Erkenntnisse grundsätzlich in unserem weiteren Leben freuen und gefasst machen. Das sind dann Dinge, die haben auch wir jetzt auf der Reise nebenbei noch so gelernt. Genau. Ja, und dann haben wir halt angefangen, dort zu filmen. Da war es direkt, ging es direkt los. Wir haben direkt die Sachen ausgepackt und angefangen for the film moments festzuhalten, Bilder festzuhalten anders to findet.
SpeakerThe art he is Dunis in the Oase Alpha Yom. And Dunis is nach wie vor ein Dorf. Wenn wir da reingefahren sind mit dem Taxi, hat der Taxi vorher erst einmal erstens langsam fahren müssen, weil das nicht wirklich eine asphaltierte Straße war, das war voller Schlaglöcher. Es war eng und es ist ein lebendiger Verkehr gewesen. Lebendig, insofern. Das sind nicht nur Lastwegen, alte Lastwegen, Autos gefahren, Motorräder gefahren, da sind auch Reiter dahin geritten mit Araberpferden. Da sind auch so Psyches, also so kleine Kutschen und so weiter gefahren. Dazwischen sind die Menschen gegangen, es waren Einheimische, es sind die einheimischen Kinder sind nur paarfuß herumgelaufen auf einem lehmigen Boden, haben dort gespielt. Es waren dann einige Geschäfte, so kleine Geschäfte, wo man Kunsthandwerk kaufen konnte. Denn wir sind dann drauf gekommen, dass Dunis so dieses künstlerische Zentrum bzw. das Keramikzentrum der ganzen Region ist. Uns ist dann auch erklärt worden, dass da allationales Keramik-Kunstfestival stattfindet mit verschiedenen Künstlern und dass das bekannt is. But this Dorf is überhaupt nicht ein typisches Festivaldorf. Das ist wie ein, sagen wir mal, nicht abwertend, sondern respectfulndorf, wo die Bauern rundherum live, where the Kinder in the Natur, with the Natur, aufwachsen, and with dieser bäuerlichen Kultur aufwachsen, wo Geschäfte sind, wo aber auch ganz viele Ateliers sind. Denn it is name for fast 30 years ago. And the Kinder wollten es lernen. Die Kinder sind gekommen anders gesehen, was sie macht. They have no nie gesehen. And Evelyn hat dann die Kinder eingeladen, doch mitzumachen. And so ist eine Keramiksschule entstanden, die es heute noch gibt, and where we are schöne Bilder eingefangen von Kindern und Jugendlichen, die dort das Töpfern lernen, Keramik lernen, mit Begeisterung, mit Motivation, mit leuchtenden Augen. Und ja, dieser Dorfcharakter und diese Mischung, es ist ja auch ein touristisches Zentrum. Es sind ja auch dort keine großen Hotels, aber so Hotelanlagen, auch mit biodynamisch, Anbau. Also es ist auch touristisch gleichzeitig. Es ist eine Mischung aus bäuerlicher Kultur, Kunst, Tourismus und auch Natur. Und wir haben dann, als wir von Cairo weiterflogen am Flughafen, weiter ein ägyptisches Ehepaar getroffen. Die haben gesagt, wenn du in Tunis warst, dann hast du das wahre Ägypten gesehen. Und da haben wir da haben wir echt gestaunt. Weil es genau diese Mischung nämlich auch ausmacht und weil dieses Urtümliche auch noch vorhanden ist. Dass die Kinder wirklich barfuß herumlaufen, mit einfachsten Dingen spielen. Es ist so viel Einfachheit und trotzdem die Moderne, die auch der Tourismus bringt, irgendwie verkoppelt. Und das ist so auch das Typische, was wir uns ja damit ausdrücken wollten, das Typische von Egypten, das Traditionelle und dann gleichzeitig das, was so reinwirkt. Also dieses Moderne und auch eben das Touristische. Das war sehr, sehr spannend, das zu hören. Und für uns war das Dorf ein Faszinosum. Wir sind von einem Kunstwerk zum nächsten gekommen, und dann gleichzeitig haben wir da Häuser gesehen, die waren beim Zusammenfallen. Dann ist wieder einmal ein Reiter vorbei galoppiert.
Speaker 2Volles Brett. Du musst wirklich schauen, du setzt den Fuß irgendwie auf die Straße aus dem Haus raus. Und das kann dir passieren, dass plötzlich mit donnerndem Galopp irgendwie fünf oder zehn Reiter, volles Brett, mitten durchs Dorf.
SpeakerDas ist ganz normal.
Speaker 2Also, das war schon, ich hätte es so gern eingefangen. Es ist mir nicht gelungen, den Moment zu erwischen.
SpeakerEine Szene war mit den ungefähr zehn Reitern mit Araberpferden, die heruntergaloppiert sind. Wir sind dann raus und haben dann gesehen, die haben einen großen Spaß gehabt, denn einer von ihnen, ich glaube, das war der Älteste, der war mittendrin auf einem Esel.
Speaker 1Stimmt.
SpeakerUnd das wäre natürlich originell gewesen, da die Kamera zu zücken. Aber es war nicht so.
Speaker 1Da waren wir noch nicht ganz so nicht so bereit.
SpeakerAber das Bild vergesse ich nie mehr. Dieser Mann auf dem Esel und daneben die Araber-Pferde. Und gleichzeitig auch Kinder, die dort auf Motorrädern gesessen sind, die Transporte übernommen haben. Wir sind in ein Restaurant gegangen, ist ein kleines Restaurant, das zu so einem Öko-Ressort gehört hat, wo es ungefähr 300 Meter entfernt war. Da sind wir zu Fuß runtergegangen, die Straße, die Evelyn-Poiret-Straße übrigens, die auch erinnert an diese Gründerin von dieser Keramikschule. Und da sind wir gesessen und haben auf das Essen gewartet. Und dann ist ein Motorroller hinten mit einer Transportfläche gekommen. Ein schweres Ding. Ein schweres Motorrad. Das war ein schweres Ding. Und da waren drei oder vier Jungs, ich schätze mal, vom Alter zwischen 8 und 12, die das gefahren sind und die da Sachen geliefert haben zum Restaurant. Die haben das dort abgeladen, haben das Motorrad dorthin gestellt, positioniert und haben das dann wieder rausgebracht. Das war dort normal, sowas.
Speaker 2Was da auch besonders war an diesem Ort, und das ist auch etwas, was der Film immer wieder zeigen wird, was auch in Sekem, um da jetzt mal hinüberzuleiten, eben auch Tenor ist. Ganz oft ist es ein Mensch, der eine Idee hat, der eine vision hat, der in einem kleinen Kreis davon berichtet, and andere begeistert. And then machen Menschen gemeinsam etwas Neues. So kann aus einer Idee einer verrückten Idee, die jemand hat, plötzlich ein ganzes Dorf werden. And this seit 40 Jahren ist es wirklich die absolute Hochburg für Töpferkunst in diesem ägyptischen Raum. Und das ist doch was ganz Wunderbares, weil jemand eine Idee hatte, eine Inspiration. Und da gab es vorher keine Straßen, keine Häuser. Da waren an dem Salzsee ein, zwei Hütten und da haben irgendwie Leute gelebt, sonst niemand, und die sind dorthin gekommen. So ist ein komplettes Dorf, inklusive Permakultur, Tourismus dort entstanden. Und ja, das haben wir dokumentieren dürfen ein Stück weit.
SpeakerJa. Sheri Shalavi ist der Besitzer von der Ecolodge, wo wir waren. Wie gesagt, er ist der Sohn eines Filmemachers gewesen, der gemeinsam mit Evelyn Poiret und mit dieser Gruppe dieses Kunstdorf kreiert hat oder initiiert hat. Das war ja dann auch ein Prozess, das haben sie ja gar nicht vorgedacht. Das hat sich so entwickelt.
Speaker 2Das war einfach raus aus Kombo.
SpeakerUnd federführend möchte ich fast sagen, dass es in diese Keramikrichtung vor allem gegangen ist, ist diese Evelyn Poiret gewesen, die schon von uns gegangen ist, aber die dort noch dieses Keramikzentrum und diese Keramikschule weiterleben lässt. Sie hat auch Selbstversorgung gemacht, sie hat es auch selber angebaut, sie hat das Wasser dort organisiert für sich. Also sie hat auch dieses Leben, was dort seit Jahrhunderten gelebt wird, auch versucht zu integrieren in ihre Kunst und in ihr Leben. Und wenn man diese Keramikkunstwerke anschaut, da sind Naturmotive drauf. Das ist das Besondere, was sich bei diesen Kunstwerken durchzieht. Und wir hatten dann mit Shady die Gelegenheit, dieses Zentrum, diese alte ursprüngliche Schule und auch das Gebäude, wo sie gelebt hat, anzuschauen. Und er hat uns da durchgeführt, hat uns alles gezeigt, hat uns alles erklärt. Wir haben dann auch kurz den Sohn kennengelernt. Wir haben den größten Taubenschlag von Ägypten kennengelernt, der dort auf dem Grundstück steht, wo tausende Tauben in einem aus Lehm errichteten Dreifachturm waren, wo wir dann auch einen Mann getroffen haben, der das Ganze noch gepflegt hat, der Freund von der Evelyn Poiret war, schon ein sehr bedagter Mann, der uns gefragt hat, ob wir da rein wollen in diesen Turm. Und wir natürlich zugesagt haben, da haben wir dann schon gefilmt. Und sind dann rein in diesen Turm. Und du hast doch raufgeschaut, und oben war er teilweise offen und überall waren Tauben. Überall waren Tauben. Natürlich, überall Taubenkot, Daumenscheiße am Boden. Das hat uns aber überhaupt nicht gestört, das war auch nicht unangenehm. Aber so haben wir eintauchen können, auch in dieses Alte, in dieses Tiefe und auch reinspüren können. And that's erzähle ich das ein bisschen ausführlicher. And this Evelyn Boré wird geehrt. Sie ist nach wie vor präsentiert as Gründer, Mutter, kann man sagen. She is really as Mutter bezeichnet from dieser Keramik-Schule and von vielen, vielen Keramikkünstlern, die sie ausgebildet hat, die international unterwegs sind und die teilweise auch zurückgekommen sind. Und jetzt die Kinder und Jugendliche und Menschen, die sie interessieren, in die Keramik einführen. We have einen Kurzfilm darüber gemacht, wo man ein bisschen eintauchen kann in dieses Flair, in diese Sphären, die wir da. genießen konnten. Und eines ist sicher, wir waren nur fünf Tage dort, aber wir werden auf jeden Fall wieder dorthin kommen und die Menschen dort besuchen und auch die Natur und die Landschaft besser kennenlernen. Wir haben natürlich dadurch, dass wir dann wieder unsere Filmmission gespürt haben, diese, sagen wir mal, touristischen Sachen links-lin gelassen. Wir sind wohl einmal zum See runter und haben da wunderschöne Farben gesehen und erleben dürfen mit dem blauen See, mit den grünen Bäumen und dahinter mit dieser gelb anmutenden, gelbbraun-rötlichen Wüste. Also ich bin mit Segelboden und Segelboot, was du so rüber segelt. Das ist auch so ein Bild, das mir jetzt noch kommt, was ich auf jeden Fall wieder sehen möchte.
Speaker 2Ja, und ich denke, wir wollen euch das zeigen. Ich glaube, ich werde ein paar Bilder. Es bietet sich einfach an, ihr Lieben, die ihr diesen Podcast auf Spotify oder sonst wo hört. Ich kann es nicht lassen, doch ein paar Bilder hier einzublenden. Und ja, das machen wir dann.
SpeakerDie Bilder, die in euch entstanden sind, sind natürlich auch sehr schön, aber wir möchten, wie es bei uns ausgesehen hat, die Bilder, die wir in uns tragen, euch auch ein bisschen zeigen. Und auch schon ein bisschen ein bisschen Gusto machen auf den Film.
Speaker 2Genau. Übrigens, einer hatte die Idee, hat ein paar davon erzählt und dann haben sie gemeinsam etwas Großes gemacht. Ja, auch ihr, die das jetzt hier hört, fühlt euch bitte wirklich angesprochen und eingeladen, dieses Projekt zu unterstützen, unsere Arbeit zu unterstützen, den Podcast zu unterstützen finanziell, damit wir das hier zu Ende bringen können auf eine Art und Weise, wo ihr alle möglichst viel davon habt, wo wir möglichst viel bewegen können. Und deshalb laden wir euch von Herzen ein, teil zu sein von diesem ganzen Projekt und uns auch finanziell eure Wertschätzung, euren Support zukommen zu lassen. Es gibt Pakete auf der Homepage, schaut bitte auf sein und wirken.com slash Filmsupport oder Menschenkind und dann kommt ihr von da aus dorthin. Und ja, dann freuen wir uns, weil wir haben noch eine weite Reise vor uns. Wir haben noch viele, viele Stationen auf unserer Liste und wahrscheinlich auch noch einiges, wo wir noch gar nicht wissen, dass die auf der Liste sind. Denn wie gesagt, das Leben schreibt mit. Und jetzt wollen wir zum Abschluss noch einmal Sickem anreißen.
SpeakerNur ein bisschen.
Speaker 2Ein bisschen, ein bisschen, ein bisschen und dann steigen wir da beim nächsten Mal ein bisschen tiefer noch ein. Ja, Sikem, wir sind dann mit dem Taxi von Tunis, El-Fayum nach Sekem gereicht.
SpeakerQuer durch Kairo durch.
Speaker 2Quer durch Kairo sehr, sehr spannend. Das ist wirklich auch ein Erlebnis, mal in so einem ägyptischen Taxi zu sitzen. Das sind kleine Erfahrungen am Rande, die hochinteressant sind, die nicht immer so sind, dass man sagt, das möchte ich unbedingt nochmal erleben. Man weiß auf jeden Fall, dass man sehr lebendig ist, weil es gibt die eine oder andere Situation. Da darf man durchaus kurz mal die Luft anhalten, weil Straßen, Verkehr, das ist alles völlig anders als das, was wir so aus Europa kennen. Und insofern ja doch auch eine Abenteuerreise, die wir hier machen. So, und dann sind wir nach Sekhem gekommen. Und zwar müsst ihr euch vorstellen, wir fahren mit diesem Taxi quer über wirklich Wüstenautobahnen, Wüstenstraße, passieren wieder die Pyramiden, die wir ja uns schon zuvor aus der Nähe anschauen durften. Und plötzlich kommen wir in ein Areal, da ist alles grün. Und es ist keine Oase im klassischen Sinne, sondern es ist die Verwirklichung einer Idee, die ein Ägypter, der in Österreich studiert hat, vor 40 Jahren einmal hatte, nämlich die Wüste grün zu machen. Daraus ist etwas entstanden, was wirklich schwer zu beschreiben ist in ein paar Sätzen.
SpeakerDr. Ibrahim Abulesh ist nach Österreich gegangen, um dort zu studieren, hat eine Familie gegründet und hat eine vision in sich getragen, so wie du gesagt hast, die Wüste grün machen, in der Wüste a grünschaft to machen. And this projekt, when er that irgendjemand erzählt hat, is er für verrückt erklärt. Voilà. While it's so fantastic is and wished it is made. And he had this realised and had zigtaus integriert and inspired. The name of him initiated and gegründed and sein and the family weiterführt. Darüber wollen wir das nächste Mal mehr erzählen.
Speaker 2Auch da wieder, da kam mal einer mit einer ganz verrückten Idee und hat anderen Menschen davon erzählt und dann sind die Dinge umgesetzt worden. Yeah, was heißt das für uns? Lasst uns unsere verrückten oder verrückt klingenden Ideen umsetzen. Jeder von uns, der Impulse bekommt, so wie wir diesen Film machen. Schau, was will aus dir geboren werden, was ruft. Oder wenn du keine eigene Idee hast, wo magst du dich einbringen? Also es ist eine Geschichte von einem Miteinander. Und das ist ja auch ein ganz großes Thema für unseren Film, diese neue Art von Miteinander, Miteinander etwas Neues kreieren, was wirklich diese Welt zu einem besseren Ort macht, was die Dinge zu etwas Wünschenswerterem, zu etwas Lebenswerteren hin verändert. Wir freuen uns, wenn du beim nächsten Mal wieder einschaltest zum Menschenkind Podcast. Magst du noch schließen?
SpeakerZum Thema Sekem, das aus dem Grundlegenden, aus der Erde, aus dem Wasser und aus dem Vertrauen und aus dem Glauben eines Menschen etwas Großartiges wachsen kann. Das zeigen wir dann.
Speaker 2Bis zum nächsten Mal. Das war Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind. Was brauchst du wirklich mit Dia Soraya Reghenzi und Udo Kreitmayr .