MENSCHenKIND

WIRtschaft der Liebe - SEKEM

Sein und Wirken – Akademie und Forschungsverein für ganzheitliches Leben

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WIRtschaft der Liebe – SEKEM: Ein Modell für die Zukunft?

Was passiert, wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter nicht als Arbeitskräfte, sondern als Individuen mit Potenzial sieht? Udo Kreitmayr und Dia Soraya Reghenzi berichten von ihrem Besuch in SEKEM, einem Ort, der beweist, dass ökonomischer Erfolg und radikale Menschlichkeit Hand in Hand gehen. Wir diskutieren, warum die Begegnung auf Augenhöhe die wichtigste Währung der Zukunft ist und wie Waldorf-Pädagogik in der ägyptischen Wüste neue Maßstäbe setzt.

Shownotes:

  • Die Vision: Ibrahim Abouleishs Traum vom grünen Land.
  • Die Praxis: Wie Demeter-Prinzipien und soziale Verantwortung die Wüste verändern.
  • Das Erlebnis: Begegnungen, die unter die Haut gehen – vom Pförtner bis zum Geschäftsführer.
  • Die Inspiration: Was wir für unsere pädagogischen Kontexte und Gemeinschaften lernen können.
  • Support: Unterstütze unser Filmprojekt „Menschenkind – was brauchst du wirklich?“.

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Mehr zu Udos Arbeit (Experte für Kinder-Lernräume und Entwickler der KREATÜRLICH LERNGESCHICHTEN) findest Du hier: www.udokreitma...

Dia Soraya Reghenzi

Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind, was brauchst du wirklich? Mit Dia Soraya Regenzi und Udo Kreitmayr. Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge vom Menschenkind Podcast, Folge 5. Und wir nehmen dich weiter mit auf unsere Filmreise. Nach den ersten drei Folgen mit unterschiedlichen Themen haben wir letzte Woche begonnen, sozusagen eine kleine Nebendoku in Form von einigen Podcast-Folgen aufzunehmen und dich mitzunehmen auf diese Reise. Jetzt, wo wir das aufnehmen gerade, befinden wir uns sechs Monate weiter in Bali, kurz bevor wir zurückkehren nach Europa, um dort weiterzudrehen. Bei der letzten Folge waren wir in Ägypten. Wir haben das wundervolle Künstlerdorf Tunis besucht und ja, viele andere Eindrücke mit dir geteilt. Wenn du es nicht gehört oder gesehen hast, weil da gibt es auch ein paar Bilder, die wir eingeblendet haben, schau dir unbedingt die Folge vier noch an. In Folge fünf, wir haben es angekündigt, sprechen wir über ein ganz besonderes Projekt. Ein Projekt, wo wir freundliche Menschen getroffen haben. Und zwar viele, viele freundliche Menschen, die auf uns sehr, sehr erfüllt und glücklich gewirkt haben. Und warum das so ist, wirst du in dieser Folge erfahren und was es dafür braucht, dass man sich so fühlt, dass man Menschen ganz herzoffen und mit geradem Rücken, weil man sich einfach in sich zu Hause fühlt, begegnet. Und ja, wir starten in Sekem in Ägypten. Magst du mal ein bisschen von diesem Projekt berichten, was wir da besucht haben? Wie hat es dort alles angefangen? 1977.

Udo Kreitmayr

1977, da denke ich zurück, war ich zehn Jahre alt. Okay. Das war eine Zeit des Aufbruchs und ein gewisser Herr Ibrahim Abouleish aus Ägypten ist vorher schon nach Österreich gegangen, um dort zu studieren. Hat dort eine Familie gegründet, hat dann in Tirol gelebt, hat ein Haus gehabt mit seiner österreichischen Frau und mit zwei Kindern – mit zwei jugendlichen Kindern. Und dieser Ibrahim Abuleish trug eine Visionn in sich: nämlich die Wüste grün zu machen . Und diese Vision hat in ihm geruht und ist gereift, und er hat dann in der Familie den Vorschlag gemacht, zurück nach Ägypten zu gehen – für ihn zurück nach Ägypten zu gehen und die Familie mitzunehmen, um seine Vision in die Tat umzusetzen. AndUnd wenn man sich das vorstellt. Der Papa kommt nach Hause oder es ist Wochenende und man setzt sich zusammen und der Papa sagt: Ja, er spürt es, es ist soweit. Gehen wir nach Ägypten?! Verkaufen wir das Haus. Was heißt das für die Kinder speziell? Wir haben ja mit Helmi Abulish in Sekem ein Interview geführt, and meine erste Frage war: 1977. Wie war das für Sie? Da war er 17. Also, ich habe die Frage gestellt, weil ich habe mir das vorgestellt, so wie ich jetzt formuliert habe. Papa sagt: Ja, gehen wir nach Ägypten, wir lassen da alles hinter uns und gehen in die Wüste, um die Wüste grün zu machen. Wie geht es mir da als 17-Jähriger? Deswegen habe ich den mit einem, wie soll ich sagen, fragenden Lächeln den Helm gefragt, der 1977, wie war das für sie? Und er hat gesagt: Also, das war ganz klar für uns. Als uns unser Vater das vorgeschlagen hat, waren wir alle, die gesamte Familie, einer Meinung, wir machen diese Reise, wir machen diese Vision wirklich. Weil sein Papa war auch sehr überzeugt. Er war absolut im Vertrauen, dass it's möglich ist, and er hat sich auch darauf vorbereitet. Er hat sich insofern darauf vorbereitet, dass er schon wusste, wie er the Wüste. Name in Demeter-Prinzipien mit einem gewissen know-how was, im Bezug auf Wasser, Kompost, and ingyern to do it, and what many then umset. Trotzdem hat das jeder, who I this erzählt had, kopfschüttelnd, abgelehnt oder für verrückt erklärt. Weil es absolut verrückt ist, ja. And speziell in dieser Zeit, deswegen habe ich das angesprochen, ich war da zehn Jahre alt. Da waren wir gerade, es war so Aufbruchszeit, aber da war man doch in den alten Strukturen auch gedanklich eher fixiert. Also da hat man eher in Richtung Tourismus gedacht und jetzt nicht rückschrittlich, sagen wir mal, für einen Österreicher für einen Kärnten oder für einen Tiroler nach Ägypten in die Wüste zu gehen. Also, das war in diesem Sinne eigentlich das Gegenteil. Und das insofern habe ich mir gedacht, das war wirklich ein riesen Schritt. Und die Familie hat es getragen. Es war eine einstimmige Entscheidung. Sie haben dann alles verkauft, haben zwei VW-Busse gekauft, haben ihre wichtigsten Sachen eingepackt und haben sich auf die Reise von Tirol nach Ägypten gemacht. Und die Katharina Schora, die uns diesen Tipp gegeben hat in Bezug auf Sekiem, dass wir Sekkim unbedingt besuchen sollen oder müssen. Sie hat mir erzählt, dass da Ibrahim Abouleschät die Geschichte von den zwei VW-Bussen. Und das ist eigentlich ein Geheimnis, nämlich dass der Helmi, der ja noch minderjährig war, ohne Führerschein am Steuer des zweiten Busses gesessen ist.

Speaker 1

Jetzt ist es kein Geheimnis mehr. Aber er hat es selber erzählt for den Film. Insofern können wir das teilen.

Speaker 2

Genau, der Helme hat gesagt, es ist sehr verjährt, also wir können es ohne weiteres erzählen. Er wird nicht mehr belangt werden. And er hat vorher schon trainiert, also schon an Fragen gehabt, was the Autofan betrifft, weil him this faszinierte and while his forte himself gemacht had. Also er war schon ein guter Fahrer.

Speaker

It is doch spannend. Was it braucht for a lot in the world to beweging? Let's do that festhalten, is really next to vision the courage to Grenzen to get, vielleicht to do, die not unbedingt gewünscht sind, die vielleicht nicht unbedingt so ganz in Ordnung sind. But we ja gerade in der actualen Zeit besonders auch erkennen dürfen, gibt es ja auch viele Menschen, die Länder regieren, die selber Sachen machen, die nicht in Ordnung und nicht legal sind. Also im Grunde ist es ein großes Spiel. Das ist jetzt keine Einladung, aber ich möchte sagen: Im Rückblick betrachtet war da eine große Vision und der Mut, einfach über Grenzen zu gehen und zu sagen, was es dafür braucht, das mache ich. Und wenn's, wenn ich halt da keinen Führerschein habe, oder dann mach es halt trotzdem. Und das ist schon spannend. Also vom Brav sein kriegt man wenig Vision umgesetzt.

Speaker 2

Ibrahim Aboules war auch ein sehr verantwortungsvoller Mann. Also das Erste oder das Wichtigste war für ihn die Gemeinschaft, in dem Fall die Familie. Er hätte dann nichts riskiert in dem Zusammenhang, dass sein Sohn am Steuer des Fahrzeugs sitzt. Also er wusste, dass das Risiko war insofern, dass sie natürlich über Grenzen haben müssen. Und dass dann jemand vielleicht fragt, wo es dafür erscheint, das war halt doch relativ wahrscheinlich. Oder eben einfach im Vertrauen, das zu machen und auch was zu riskieren und zu sagen, okay, wir riskieren über die Grenze, dass wir aufgehalten wären. Wir können es nicht anders machen und die Zeit ist reif, dass wir jetzt dieses Abenteuer wagen und dieses Abenteuer, das ist eine Mission für ihn gewesen, für den Ibrahim Aboulesch. Und die Familie hat es zu 100% mitgetragen, auch seine Gattin. Und ja, und sie sind gesund und sie haben es geschafft, haben dann übergesetzt nach dem afrikanischen Continent, nach Egypten, und haben dort dann ein Grundstück gekauft.

Speaker

Unweit von Kairo.

Speaker 2

Südöstlich von Cairo, am Rande der Wüste. Da waren ganz einfache Bauernhäuser.

Speaker

Kein Telefon gab es dazu.

Speaker 2

Telefon, ein paar Bauern im Umfeld. Und der Ibrahim hat einfach begonnen, Menschen um sich zu informieren, was er vorhat. Weil er konnte das ja nicht alleine umsetzen, auch nicht alleine mit der Familie.

Speaker

Aber er wusste, wie es geht.

Speaker 2

Er wusste, wie es geht. Und diese Art and Weise mit Demeta-Prinzipien, mit kompostieren zu arbeiten, ganz bewusst and im Zyklus der Natur and im Einklang mit der Natur und mit den feinstofflichen Wesenheiten, so wie es Rudolf Steiner ja auch erkannt oder auch weitergegeben hat. Das war natürlich auch für die ägyptischen Bauern dort im Umfeld neu.

Speaker

Wie hat er denn das Wasser bekommen für die Pflanzen, für den Anbau? Was hat er gemacht? Was wird viele interessieren?

Speaker 2

Das erste, was sie gemacht haben, waren Brunnenbohren. Das war natürlich ein großer Aufwand. Aber ohne Wasser geht nichts. Er hat ein Grundstück gekauft, wo er Gust hat, da gibt es Wasser drunter. Und dann haben sie Brunnen gebohrt, um einmal das Wasser als Grundprinzip, als Grundelement zu haben. Und haben dann Saatgut besorgt. Und ich kenne die Geschichte jetzt auch nicht im Detail. Er hat dann begonnen und hat dann auch Bauern begeistern können. Und was ich noch sagen wollte, ist, der Ibrahim Aboulesch war ein Mensch, der aus seinem Herzen gestrahlt, eine Wärme ausgestrahlt, sogar wenn man ein Bild von ihm anschaut. Und das haben auch unsere Freunde, da Rudi und die Katharina schauen, gesagt, er ist einfach, er hat charisma gehabt. Er hat die Menschen in seinem Bang getan. Man hat gar nicht anders gedanken, haben sie gesagt. Auch unten in Egypten haben sie gesagt: when man getroffen had and Menschen eingeladen, auch aus Deutschland und Österreich, da mitzuhelfen in weiterer Folge, man hat gar nicht anders gemacht. Man hat gewusst, der macht das Richtige. Der ist einfach im Vertrauen, der weiß, was er tut. Er ist kompetent.

Speaker 1

Absolut.

Speaker 2

Und die Bauern waren natürlich dann auch auf seiner Seite und haben ihn unterstützt und das hat super funktioniert. Also, das hat natürlich Jahre gedauert, bis er mal das größer werden können, bis sie Gebäude, weitere Gebäude errichten haben können, dass sie auch einen Ertrag gehabt haben, von dem sie am Leben können. Also, das war schon eine sehr harte Zeit. Da Hemi hat das auch gesagt. Also, das war schon eine anstrengende Zeit, eine anspruchsvolle Zeit auch für die Kinder, Fuß zu fassen in Ägypten.

Speaker

Also ist da etwas, jetzt wollen wir mal berichten, wie wir da angekommen sind, wie es jetzt heißt, im November 2025 dort ausgesehen hat, als wir dort ankamen. Früher gab es nicht mehr eine Straße. Mittlerweile hat sich darum um dieses eigentliche Areal von Sekem auch Menschen angesiedelt, Familien angesiedelt, Menschen, die dort auch in Sekem in dieser örtlichen Schule ihre Kinder zur Schule schicken. Es haben sich Menschen dort angesiedelt, die dort beschäftigt sind, die dort früher aufgewachsen sind, früher zur Schule gegangen sind. And it is jetzt wirklich wie ein Dorf drumherum entstanden. And Sikkim an sich ist ja schon ein riesengroßes Areal mit verschiedenen Firmen, mit wunderschönen Blumen, wunderschönen Bäumen, wunderschönen Palmen, mit Feldern, mit Wiesen, mit einem großen Fußballplatz, mit einem Amphitheater. Also, es ist grün dort. Es ist wirklich ein Augenweide, wenn man dort erstmal ankommt.

Speaker 2

Wir waren wirklich fasziniert. Wir sind mit dem Taxi von Dunis über Kairo nach Sekhem gefahren. Das war ungefähr 3 Stunden Fahrt. Also da sind wir wirklich durch die Wüste, also auch am Rand von Cairo, also durch die Stadt. Und Wüstenfahr, heiß, staubtrocken, sehr anstrengend. Und dann sind wir in diese, ich möchte fast sagen, Oase gekommen, also in diese landwirtschaftliche Oase von Sacham gekommen, zum Gästehaus auch. Es ist alles grün dort, so wie du gesagt hast. Es ist wie ein Wunder für uns gewesen, wie wir da hinkommen sind. Und wie wir unsere ersten Spaziergänge gemacht haben, haben wir mal nur erkundet und sind auf diesen Feldwegen, die überall sind, durch Felder, durch Äcker, durch, in Wäldern, bei der Schule vorbei, bei Fabriksgebäuden, bei Kantine und so weiter. Also das war wie es ist wie ein Dorf, und die Menschen, die wir dort getroffen haben, das waren Mischungen, das waren natürlich Ägypter, das waren aber auch Menschen, die dort hingezogen sind, die das Projekt angezogen hat, und auch einige Menschen, die seit 1977 bzw. in den folgenden Jahren nach Sektim gefolgt sind. Also aus Interesse, beziehungsweise auch the rule of Ibrahim Abu Lish gefolgt, and so lives, and so the Grundstruktur von dem Ganzen. Also, this is a mischievous ausheimischen Ägyptern and auch in erster Linie Menschen aus Deutschland.

Speaker

Viele, ja. Es gibt ja auch die SICEM-Freunde Deutschland. Da könnt ihr mal auf die Webseite schauen, falls euch das interessiert. Und ja, uns ist dort einfach aufgefallen, dass die Menschen mit geradem Rücken, mit Freundlichkeit, mit Offenheit, auch uns, die sich das dort angeschaut haben, die Besucher wirklich richtig, richtig willkommen heißen. Die haben sich richtig gefreut.

Speaker 2

Wir hatten uns Zeit genommen, um Sekiem wirklich kennenzulernen, um reinzufüllen. Und haben auch die Erlaubnis, the offizielle Erlaubnis gehabt, dass wir überall hingehen können, dass wir überall reinschauen können. And we have unsentlichen Bereiche dieses riesigen Geländes angeschaut. Angefangen von den Gärten über den Waldbereich, die Schule, the Kindergarten, die Betriebe, also die Fabriken, die dort stehen. Und ich habe dann alleine an einem Tag die andere Seite, auf der anderen Straßenseite hat es einen großen landwirtschaftlichen Bereich gegeben. Den habe ich am Nachmittag einmal selber besucht, weil du bist zurückgegangen. Es war doch sehr heiß. Ich habe gesagt, ich schaue dann noch, ich gehe einfach, spaziere noch und bin über die Straße rüber. Und da war ein Schranken, also eine Straße, eine kleine Straße hinein. Und ich habe gesehen, da hinten sind Plantagen. Und da war ein Pförtner. Ich bin dann rüber, and während ich rübergegangen bin, hat der Pförtner schon gewinkt. Er hat mir zugewinkt, und ich bin dann zu ihm hin. Er hat mich angestrahlt mit hellblauen Augen. So ein älterer Mann with war ein bisschen beeinträchtigt, körperlich.

Speaker

Sah man aber erstmal. Bilder werden eingeblendet gleich. Mr. Nechis Augen sehen.

Speaker 2

Auf jeden Fall hat er mich dann willkommen geheißen. Er konnte kein Englisch and ich kann ja kein Ägyptisch. Also haben wir mit Hand und Fears, wenn man auf Kärntnerisch sagt, einmal kommuniziert. Und ich habe ihm deutlich gemacht, ich möchte da einfach spazieren gehen, das anschauen. Und er hat ganz offen gesagt, bitte darüber und hier rüber. Und das war es dann. Ich bin dann weitergegangen, habe mir dann diesen landwirtschaftlichen Bereich angeschaut. Und als es dann zu dämmen begonnen hat, bin ich wieder zurück. Am nächsten Tag sind wir dann gemeinsam dorthin gegangen. Gleich über die Straße drüber. The Netchi hat noch intensiver gewinkt, als wir rübergekommen sind. Er hat mich erkannt anders gefreut, dass ich jetzt mit dir komme. And what war dann?

Speaker

Er hatte einen Salat in der Hand, einen Eisbergsalat, and hielt mir diesen Salat hin. Als Begrüßung, mehr oder weniger. Und ich muss gestehen, ich hatte doch ein bisschen Berührungsängste, weil es ist eine andere Kultur ist. Und ich sage mal grundsätzlich, glaube ich, von einem mir unbekannten Menschen so aus der Hand, so einen Salat irgendwie entgegenzunehmen, den ich dann essen soll. Also er hat vorher irgendwie reingebissen. Und ich hatte in einem Moment wirklich Berührungsängste. Und irgendwie habe ich aber dann doch zugegriffen und habe mir von diesem Kopfsalat etwas abgebrochen und dann reingebissen. And ich muss sagen, das war der schmackhafteste Eisbergsalat ohne Dressing, den ich je gegessen habe. And Nagy hat gestrahlt. Also er hat im Grunde keine Diskussion. Also er hat quasi nonverbal ausgestrahlt, du nimmst jetzt diesen Salat und beißt da bitte rein. Weil das ist gut. Und ich habe es getan und ich bin froh, dass ich es getan habe. Wir sind dann mit Nagy näher ins Gespräch gekommen. Er hat mir dann, er machte dann mit dem einen Arm, den er hatte, er machte dann den Ärmel hoch and man sah einen Stumpf. And erzählte dann nicht Englisch sprechend, was ihm passiert is. Also er zeigte irgendwo oben, there were so stromleitungen, and had danke, danke. We have him verstanden, obwohl we hisra not. What we aus this conversation heraus was that there was an unfortunate that with the Stromleiting to do. And oh God, thank you. And we had the geschichte, but this man so we are next time by the offizielle gewesen, and this is Nadji fragen, if we with Nadji an interview, and if he his title might. And that's what came out.

Speaker 2

The geschickey was that he in this landword from anything, and that he had a bowl. And it had an unwetter given, and there was a star defect. Diese Starkstromleitung repariert und ist in den Stromkreis gekommen und hat einen starken Stromschlag abbekommen, der ihn dann schwer verletzt hat. Er wurde dann in das Hospital in Säckem gebracht. Es wurde sein Leben gerettet, aber er hat eben einen Teil von seinem Arm eingebüßt und auch eine Fußverletzung davon gezogen, was ihn eigentlich arbeitsunfähig gemacht hat, aber nicht in Säckem. Ibrahim Abolesh hat sich persönlich um den Fall gekümmert und hat dann diesen bezahlt. Ibrahim Abo Lesh hat übrigens für alle Mitarbeiter eine Unfallversicherung und eine Sozialversicherung eingeführt. Und es ist auch vor Ort dort ein Hospital für ein paar ambulante Patienten, also noch in kleinem Ausmaß. Es wird erweitert. Wir waren dort und haben das gesehen, und es ist gerade im Umbau gewesen, dass ja mehrere Betten auch kommen. Der Ibrahim Abouleschat von Anfang an gesagt, dass wir uns um unsere Mitarbeiter nicht nur kümmern, sondern dass wir ihnen auf Augenhöhe begegnen, dass wir ihnen mit Wertschätzung begegnen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich etwas vorlesen, ein Zitat von Ibrahim Abuish im Zusammenhang mit dem Miteinander, beziehungsweise wie überhaupt diese Vision umgesetzt wird. Was ist die Basis für das Ganze? Unsere Vision Nachhaltige Entwicklung für eine Zukunft, in der jeder Mensch sein individuelles Potential entfalten kann, in der die Menschheit in sozialen Formen lebt, welche die Würde des Menschen widerspiegelt. Und in der alle wirtschaftlichen Aktivitäten im Einklang mit ökologischen und ethischen Prinzipien stehen. Das ist in drei Sätzen die Erklärung oder die Basis, wie ich gesagt habe, für das gesamte Projekt.

Speaker

Und das sind jetzt nicht nur leere Worte. Wir haben das ja tatsächlich, wir haben mit vielen Menschen dort sprechen können. Wir haben Menschen dort erlebt und auch Neji hat eine andere Arbeitsstelle bekommen. Er hat jetzt die Rolle des Pförtners dort, die er wirklich in großer Freude, Wertschätzung und Dankbarkeit ausführt. Also der bekommt genau mit, welcher Lkw rein und raus geht und wer da wer da rumläuft. Und hat einfach einen neuen Posten. Man hat ihn nicht fallen lassen, sondern man hat ihm etwas, eine Arbeit zukommen lassen, die für ihn gut machbar ist, wo er einen wertvollen Beitrag leisten kann nach wie vor. Und ja, wie gesagt, der Ibrahim Abu Lesh hat die Kosten bezahlt für die Operationen, er hat sich um die Familie gekümmert und ihm war diese soziale Verantwortung wirklich, er hat sie gelebt. Die Mitarbeiter beispielsweise, das hat uns sehr beeindruckt. Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, 10% der Arbeitszeit aufzuwenden für musische Bildung oder Kunstprojekte oder eine Weiterbildung im Bewusstseinsbereich. Also es gibt verschiedene Angebote, die auch bezahlt werden von dieser Gemeinschaft von CEM, was die Mitarbeiter nutzen dürfen. Und zwar jeder, ob das der Koch ist, ob das die Arbeiterin ist in diesem Ökotex-Bereich oder ob das der Koch ist, der in der Kantine kocht, oder ob das der Manager ist, der an der Rezeption tätig ist. Also alle Mitarbeiter dürfen 10% ihrer Arbeitszeit, ihrer kreativen, musischen Weiterentwicklung widmen. Und es ist erwiesen, dass am Ende unterm Strich tatsächlich für ein Unternehmen mehr dabei rauskommt. Denn die Mitarbeiter gehen mit Freude zur Arbeit, sie nehmen die Wertschätzung wahr, sie nehmen wahr, dass sie Teil des Ganzen sind und dass sie als Mensch, als Individuum wichtig sind. And das hat Ibrahim Abulesch sicherlich vorgelebt, wie kaum ein zweiter. Aber der zweite ist tatsächlich Helmi, der genauso macht. They had name for unserem Interview a fünf-stündige Wüstenfahrt hinter sich gehabt, inklusive Wüstensturm with gross regen and überfluteten Straßen, and this interview with you for our film.

Speaker 2

Yeah, and of this, the sinner was that they have not this SACCamp Centrum, which we underge were where we were, but they have in other westerns. Name from the Grundprinzip, so what Ibrahim Abu Lish made, that he really inhanged with Sekem work and work in the auction and showed where it was. And he had gekümmert, when jemand not so good gegancy is, that it or their gut gegangen is. Die Fahrt war auch Stunden, über zwei Tage verteilt, und er hat einen österreichischen Freund mitgehabt, and der hat gesagt, das ist für ihn bewundernswert. Der Helmut war den ganzen Tag unterwegs, hat mit Menschen geredet, hat die Fahrten gehabt, and am Abend macht er noch das Interview.

Speaker

Und der war völlig frisch dabei. Also das ist der sah jetzt nicht aus. Also, wenn ich five minutes durch die Wüste gefahren bin, war ich jetzt nicht mehr fähig, ein Interview zu tun. Also das ist erstaunlich, was da findet.

Speaker 2

I have to say, whether it's not so frish is.

Speaker

Yeah, what has he said?

Speaker 2

Yeah, it is the energy. They are glad that they in this world, that they sound, and this energy, this energy, and they become that. This is so when they argue, they with freedom. I as learner ken this. Kinder maus with freedom, and this strah does me impress good. And easily for an Helme Abolish and Ibrahim Avolish früher, that he had.

Speaker

Also ich denke da gerade an unseren wundervollen Professor Dr. Gerald Hüter, der unter anderem das Buch Würde geschrieben hat, wo es darum geht, dass wir einander wieder als Subjekte begegnen dürfen und nicht als Objekt. Und das gilt für den schulischen Kontext, das gilt für den familiären Kontext, das gilt für den beruflichen Kontext, dass wir nicht einmal sehen als du bist der Arbeiter, du hast hier einen Job zu machen, sondern dass er sagt, du bist der Nägy und es ist schön, dass du da bist und ich sehe dich. Das ist das, was dann für alle wirklich diese Stimmung hebt und für alle die Energie anhebt und jeder sich gesehen fühlt. Und das ist etwas, was für mich eigentlich am nachhaltigsten nachhaltig ist, ist halt nach. Also es ist so, kleiner, kleiner, ja, genau. Nicht in der Schreibweise, aber durchaus in der Bedeutung hat es einen Nachhall bei mir hinterlassen. Diese gesamte Energie ist spürbar in jedem Menschen, dem wir dort begegnet sind, ist spürbar in der gesamten Energie dort.

Speaker 2

Yeah. Es ist ja auch bezeichnet worden von Ibrahim Abulish als Economy of Love. Economy of Love ist eben basierend auf diesen Prinzipien, die wir jetzt beschrieben haben, die wir jetzt auch bildlich in Geschichten beschrieben haben. Und wenn man jetzt 10% der Arbeitszeit nutzt für Potenzialentfaltung der Mitarbeiter nutzt, dann denkt sich fast jeder Unternehmer, das ist Wahnsinn, das kann man nicht machen, das ist 10% der Zeit. Nein, es ist nicht so, so wie du es früher gesagt hast. Das ist bereichernd, das ist ein Geschenk und die Leistungen, wenn es um Leistungen geht, die Leistungen sind dann besser, als wenn man das klassisch ohne diese 10% macht. Und es gibt da auch Zahlen über Jahrzehnte, weil mittlerweile gibt es seit fast 50 Jahre, also seit 1977, also nächstes Jahr ist das 50 Jahre Jubiläum. Und es sind über 35.000 Bauern mittlerweile Partner von diesem Projekt. Also extern, abgesehen vom Kernzentrum. Und die Tendenz ist stark steigend. Und diese bäuerlichen Betriebe, die arbeiten nach den Prinzipien der Economy of Love bzw. nach den Demeter-Prinzipien. Und das ist biologisch-dynamische Landwirtschaft.

Speaker

Noch nicht alle, glaube ich, aber es wird auf jeden Fall daran gearbeitet, dass da die Tendenz steigend ist. Es gibt ja biologische Kräuter, biologische Gewürze, es gibt Tee, es gibt Öle, es gibt.

Speaker 2

Baumwolle.

Speaker

Ja, genau, dieses Ökotex, diese Textilien für Babys und Kleinkinder, die ich schon übrigens in Deutschland in Bioläden gefunden habe. Ja, verschiedenste Produkte. Also es geht nicht nur um die Gemeinschaft und das gemeinsame Leben, sondern eben auch um eine Form der Wirtschaft, die diese Gemeinschaft tragbar macht. Weil oft ist es ja so, dass wenn sich Menschen zusammenschließen, dass es immer wieder am Geld hapert, am Miteinander oder am Geld. Und hier wird an beidem gearbeitet, dass es wirklich ein Vorzeigeprojekt ist. Es ist immer Luft nach oben, es sind immer Verbesserungspotenziale auch dort, wie überall. Und es ist ein großartiges Projekt, welches man eigentlich überall auf der Welt ein bisschen angepasst auf die Gegebenheiten und das ist auch Ziel des Ganzen kreieren könnte.

Speaker 2

Ich möchte doch jetzt auf die Blume der Nachhaltigkeit. Das ist für mich das Bild gerade entstanden. Das sind vier Blütenblätter. Und die bestehen aus den Begriffen Ökologie, Ökonomie, Kultur und Gemeinschaft. And these vier zentralen Bereiche greifen ineinander über. Und es gibt auch die Heliopolis University in Cairo für nachhaltige Entwicklung, die ist auch ein Teil des Sektor-Projekts. Also sie haben das sukzessive erweitert, diese Grundprinzipien in die Welt hinauszutragen. Sie fangen natürlich mit Ägypten an. Das Ziel für 2057, also 80 Jahre nach der Vision. 80 Jahre Sekem ist die große Vision, dass ganz Ägypten nach diesen Grundprinzipien der Nachhaltigkeitsblume organisiert ist. Das ist eine große Vision, aber die Richtung stimmt. Es geht in diese Möglichkeiten hinaus und die Tendenz ist steigend. Die Betriebe, die jetzt in SECM stationiert sind und wo diese Prinzipien auch gelebt werden seit vielen, vielen Jahren, sind Marktführer in Egypten. Das heißt, der Erfolg, auch der wirtschaftliche Erfolg, zeigt that the Economy of Love a sehr, sehr guter Weg is, and then ein Modell für das Wirtschaften, für auch für das Miteinander, für die ganze Welt. Weil es ist übertragbar. Deswegen, ja, deswegen wollen wir auch oder deswegen geben wir auch so viel Intensität und Begeisterung hinein. Der Helmia Boulet schon gesagt, es gibt Bereiche, und wir haben auch Bereiche gesehen, in der Landwirtschaft zum Beispiel. Was willst du dazu sagen?

Speaker

Ja, also für mich persönlich, wenn ich dort sehe, wie dort die Tiere gehalten werden, ist es schon mal 90 Prozent besser als alles, was ich je in Deutschland und in Österreich beobachten durfte, was die Tierhaltung angeht. Und zugleich würde ich persönlich, ich möchte da nicht werten, aber aus meiner persönlichen Sicht, um Milch zu bekommen für Milchprodukte, um Milch zu trinken, die eigentlich die Muttermilch ist für Kälber, muss man den Müttern die Kälber wegnehmen. Es gibt keine Milchkühe und es gibt aus meiner Sicht auch keine Nutztiere. But this is my persönliche Sicht, die ich mit vielen, vielen anderen tausenden Menschen teile. And I personally erst then the wandel really vollzogen haben. When we have teachers and Kinder to essentially, then notes is Kalbsfleisch. That is my personal meaning, and I fuss an eighteen Nase and show that Ist dazu nicht beitrage, in dem ich eben kein Fleisch mehr esse. And jeder muss es selber wissen, this is a process. I am damit groß geworden. Meine Eltern hatten immer zwei Hausschweine. Ich habe als vierjähriges Kind mit meinem Vater die Kaninchen abgezogen, weil ich gelernt habe, das ist normal. Also abgezogen, das heißt das Fell abgezogen and die zuckenden Teile im Wasser beobachtet. Es ist, auch da muss sich ganz viel ändern. Also, das ist für mich ein Bereich, ich würde mir wünschen, dass es irgendwann dazu kommt, dass diese Art der Tierhaltung komplett wegfällt. Und ich würde mir wünschen, dass im Bereich Medizin auch mehr alternative Medizin zusätzlich angeboten wird. Und alternative Heilmethoden, die fern up von der Schulmedizin da sind. Auch hier, ich verfluche nicht die Schulmedizin. Es gibt Bereiche, da hat die für mich durchaus ihre Berechtigung. Und für mich wäre definitiv ein Verbesserungspunkt, dort vielleicht erprobte, bewährte, auch energetische Heilmethoden zu beziehen. Das ist so das, wo ich personally sage, there is not really luft. Aber ja, wir sind alle auf dem Weg, auch das Projekt is auf dem Weg, and it is funktionierendes, beispielhaftes Projekt, was wirklich Sinn und Wert hat. Was hat dich am meisten berührt?

Speaker 2

Ja, ich wollte jetzt gerade ergänzend dazu sagen: Das Schulprojekt. Es ist ja ein Schulprojekt, also vom Kindergarten bis hinauf zur Lehre quasi. Es ist die Möglichkeit für Kinder und für Jugendliche in Kindergarten zu gehen, in die Schule zu gehen und dann auch eine Lehrlingsausbildung zu machen. Und zwar für auch für die Frauen, also auch für die Mädchen, was in Ägypten ja schon so etwas Besonderes ist. Und potenziell nach oben. Die Schule und auch der Kindergarten basiert auf den Prinzipien der Rudolf-Steiner Schulen, also auf der Waldorfpädagogik. Und Integration und Inklusion ist dort eine Selbstverständlichkeit. Und jetzt komme ich auf deine Frage zurück. Was hat mich am meisten fasziniert und berührt? Als Abschluss der Schulwoche gibt es immer jede Woche ein Fest. Und sie haben einen großen Saal mit hunderten Sitzplätzen und mit einer großen Bühne. Und alle Kinder und alle Jugendlichen und alle Lehrpersonen treffen sich um 12 Uhr am Donnerstag, um Präsentationen zu genießen. Und was mich am meisten berührt hat, war diese Gruppe, oder diese, es gibt ja da mehrere Gruppen, aber eine große Gruppe von jungen Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Und die haben zum Beispiel zwei Lieder präsentiert, zwei Lieder gesungen. And this was for me a little faszinierend, and my heart gelacht, moodelling. This was for them normal. And also for the people, that they forget and sing and present. And then, as the leader were this dos, this early begeister from the public, and then for the protagonist with a besonder who have gehped, and they have so much gear. And this was for me the berührendstefen. It had me the training in the augen get. It's nature auch in Österreich, in Schulen, you have this nature erlebt or habe this self-praktized. But that is in diesem Ausmaß ist, dass es wirklich auch mit diesem Fest, das ist ja auch was Besonderes, jede Woche ein Fest zu machen, um zu zeigen, was man gemacht hat. Das war für mich beeindruckend und auch etwas, was absolut zu kopieren wäre. Man muss ja, this is the gleiche. This is Aufwand, when you're a Schuldirector bin, ich denke jetzt als Schuldirektor, this is Aufwand, dass du die ganzen Gruppen organisierst, dass du das Fest organisierst, das organisatorische, und dann ist auch ein Zeitaufwand.

Speaker

Yeah, but das Festgewohn ist jede Woche zum ganz normalen Ablauf. And was ich noch gerne ergänzen möchte, es war so schön zu sehen, wie die Betreuer der Special Needs Kids, die immer so, da war ein Betreuer für zwei, drei, manchmal auch pro Kind, je nachdem, was für Bedürfnisse die jeweiligen Kinder hatten. Die waren wirklich nah. Man hat eine Liebe wahrgenommen, eine wirklich Liebe, die diese Begleiter zu den Kindern haben, and die Kinder zu den Begleitern haben. Also es war wirklich so familiär and that finde ich so wunderschön, weil man so oft in Europa, also wenn ich sowas gesehen habe, wenn ich mag das nicht abwerten, aber da ist, also ich möchte verdeutlichen, dass ich da immer so eine Distanz wahrgenommen habe. Also ich glaube, da ist so ein Distanzwahren ganz oft. Da meint man, dass wir Post. Professionell, sich so ein Stück weit zu distanzieren als Begleiter für Special Needs Kits, oder?

Speaker 2

Also das hängt immer von einer einzelnen Person ab. Das ist absolut unterschiedlich.

Speaker

Ja, aber es ist zum Beispiel, gehen wir mal in den therapeutischen Bereich, in der schulmedizinischen Begleitung ist es mittlerweile oder im therapeutischen Bereich, einen Patienten zu berühren, zu umarmen. Ja, also mehr als Handschütteln ist da schon fast verpönt. Und dabei ist es so wichtig.

Speaker 2

Das ist auch eine kulturelle Sache. Also wirklich diese Distanz zu halten, ist eben, ich sage mal, bei uns, mehr praktiziert als zum Beispiel, ich kann es konkret sagen, von Südamerika in Ecuador, in A Pachamama, da war das ganz selbstverständlich, dass wir Lehrpersonen die Kinder umarmt haben und umgekehrt. Also da hat keiner was gedacht dabei. Und bei uns ist es natürlich schon so, wenn ich als Lehrer aufpassen muss, da darf ich nicht in körperliche Nähe kommen von einem Kind, egal welchen Alters das Pup oder Mädchen ist, weil ja dann könnten irgendwelche Interpretationen stattfinden, beziehungsweise es könnte mir dann jemand schaden wollen, indem ich, in dem man gesagt wird, ja, da will ich die Nähe der Kinder. Also das ist alles.

Speaker

Es ist ja auch ein großes Thema. Es ist ja leider auch ein großes Thema. Das Fass machen wir jetzt, glaube ich, nicht auf. Aber es gibt einfach auch da sehr viel Pädophilie, sehr viel Übergriffigkeiten. Und insofern klar, kommt natürlich diese Art der Distanz, hat natürlich einen Ursprung. Und zugleich gehen wir mal einfach wieder in dieses schöne Bild hinein. War es einfach total schön zu sehen, was da für eine Gemeinschaft miteinander gefeiert hat, das, was gerade in dem Moment präsent war. Und das hat auch mich sehr, sehr, sehr berührt.

Speaker 2

Die Basis für jede Art von Lernen und Entwicklung und Entfaltung sind die Beziehungsebenen. Also, das ist nachgewiesen. Die Studie, a Riesenstudie weltweit mit Millionen Menschen, hat es gezeigt, dass das für alle Altersstufen gilt, auch für die Erwachsenen. And that are in the cam gelebt. Dass the Beziehung stimmt. Even this würde, this Subject-Subjekt-Beziehung, Potentialentfaltung, that sind genau die Elemente, die es ausmacht, um erfolgreich miteinander zu leben, zu arbeiten, erfolgreich zu sein, and um auch die Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. And that haben wir dort gesehen, and das war beeindruckend. Natürlich ist im Schulbereich auch Potenzial nach oben. So wie du es gesagt hast, der Helmut im Interview auch gesagt, also wir haben noch so viel vor. Wir wollen auch im landwirtschaftlichen Bereich mit Bernmakultur durchstarten. Haben wir schon erste Versuche, also erste Schritte gemacht, aber die Menschen müssen ja mitmachen.

Speaker 1

Ja, ja, so.

Speaker 2

Das ist schwierig, die kann man nicht überfordern, weil sie müssen ja dann die ganzen Elemente tragen. Sie müssen mitwachsen. Und das braucht dann Jahre. Also dass es bis dorthin gekommen ist, das war ein Prozess von über 40 Jahren. Und diese Entwicklungsmöglichkeiten sind überall. Und da wird daran gearbeitet. Es ist eine Offenheit und eine Bereitschaft, hier weiterzuentwickeln. Da ist nichts in Stein gemeißelt, außer diese Grundprinzipien.

Speaker

Woran ich mich noch erinnere, was total schön war, als wir dieses Interview geplant hatten mit der Katharina Roland von der Living Earth. Da gibt es nämlich eine Projektwerkstatt. Und die Katharina hat uns eingeladen mit unserem Filmprojekt, welches ja nur mit Unterstützung von Sponsoren, für die wir tolle Pakete haben, nach wie vor übrigens, schaut gerne auf die Website, umsetzen können. Sie hat uns eben in diese Projektwerkstatt eingeladen, um das Projekt vorzustellen, in einem Zoom-Call auf OkiTalk und dafür brauchten wir Internet. Nun ist das Internet in Egypten auch noch ein bisschen verbesserungswürdig, würde ich mal sagen. And we had arge Probleme. And sind ein paar Mal rausgeflogen, sind dann in einen anderen Raum gegangen. And da kann ich mich an den Mohammed, an den Manager des Gästehauses erinnern, der so hilfsbereit war. Und der die Sachen mitgetragen hat in einen anderen Raum. Dann haben wir nochmal aufgebaut. Und dann hat es immer noch nicht beim Soundtrack richtig funktioniert. Und dann hat er uns tatsächlich sein, obwohl er Feierabend hatte, das ist uns später erst klar geworden. Wir hatten ihn, der hat morgens schon, weiß ich nicht, um sechs angefangen und wir hatten abends um 19 Uhr Ortszeit den Call. Er war quasi im Nachhausegan, als wir ihn fragten, können wir uns vielleicht in euer Büro-Internet and not in the Gäste-Internet einloggen, weil das ist so schlecht. Und dann hat er gesagt, we have not an Internet. This is not anders betitelt, it is not a router-weiterleiting. And we have for us and that is so wichtig that we diesen call machen. And then had okay, I give you a hotspot. And we were not clear. Dadurch muscles and länger done, weil we had some privates telephone, and this war großartig, oder?

Speaker 2

Yeah, it was sehr, sehr nett von ihm. For him war das mehr oder weniger selbstverständlich als Gastfreundschaft. Und er war überhaupt herzlich. Diese Distanz gibt es dort eigentlich von den Menschen nicht. Also, das ist eine Grundherzlichkeit. Und wir wollen auf jeden Fall wieder dorthin und auch dem Mohammed ein besonderes Geschenk mitbringen, in Erinnerung daran. Wir sind noch in Kontakt mit ihm und mit einigen anderen Menschen im Umfeld bzw. im Projekt von Sekhem. Also wir wollen das auch weitertragen und wir wollen es auch wieder besuchen.

Speaker

Genau. Und schaut gerne mal rein. Wir haben ja in den Pyramidenkinder Impressionen von den Dreharbeiten in Ägypten findet ihr im Sein- und Wirken YouTube-Kanal. Da könnt ihr ein paar Bilder sehen von Sekem auch. Und ja, das schaut euch auf jeden Fall an. Und jetzt kommen wir mal zum Flughafen.

Speaker 2

Nein, jetzt kommen wir zur Frage, was hat dich am meisten beeindruckt von Sekem?

Speaker

Mir hat der Morgenkreis total gefallen. Und Morgenkreis heißt, es gibt ein Areal, wo in der Mitte sind Blumen und außen ist ein großer, man kann sich das vorstellen, wie ein Art, Hauptplatz. So ein Hauptplatz. Und da versammeln sich im Kreis alle Mitarbeiter. Und zwar jeden Morgen und einmal die Woche ist der Helmi Abo Lesch auch dabei. Jeden Morgen um 8, bevor die Arbeit losgeht, treffen sich alle Mitarbeiter im Morgenkreis. Und das ist wunderschön, ich werde ein paar Bilder einblenden, zu sehen, wie gemeinsam gebetet wird, gemeinsam wie eine Art Meditation stattfindet, wie sich gemeinsam auf diesen neuen Tag eingestimmt wird. And als Sikem not so groß war, wie es jetzt is, hat man Ibrahim Abulish very persönlich to jedem einzelnen Mitarbeiter hingegangen anders die Hand gegeben anders in die Augen geblickt and the innere Funke leuchtet. And when the innere Funke by jemandem nicht geleuchtet hat, hat er ihn persönlich angezündet, indem er energetic diese Botschaft geschickt hat. And die Schwingung des anderen, also das war wie ein Ich sehe dich und was brauchst du und hat auch zugehört, wenn es da ein Problem gab. Heute ist es so, dass nach wie vor im Morgenkreis, wenn jemand ein Problem hat, das geteilt werden kann, und ja, einfach sich jeder gesehen fühlt. Und dann gehen alle Menschen an ihren Arbeitsplatz und es ist wirklich ein Miteinander auf Augenhöhe. Und darum sind die Menschen da so freundlich und so glücklich, weil sie gewertschätzt und werden und sich gesehen fühlen. Und das ist etwas, was ein Menschen, Kind, groß oder klein, wirklich braucht. Wir Menschen brauchen ganz sicher das Gefühl, dass man uns wahrnimmt. Nicht in einer Form des Egos, von ich bin der Geilste hier, sondern in einer Form von Ich bin da. And this is einfach etwas, was da wirklich gelebt wird, was sehr, sehr schön ist.

Speaker 2

Uns ist ja von Anfang an aufgefallen, wenn wir dort Menschen getroffen haben, die uns immer angelelt haben, begrüßed and angelächelt haben. Und this was kein gestelltes Lächeln, so quasi freundlich sein. Nein, this was really a herzliches Lächeln. And we have unspeakable in the last two days gewundert, wieso this so is in positive sense. Indem wir hier sind und uns interessieren, schätzen wir das Ganze und schätzen damit auch sie, weil sie sich als Teil von einem Projekt Sekämp fühlen. Sie sind ein Teil vom Ganzen.

Speaker

Und das ist der springende Punkt. Absolut. Wir Menschen brauchen das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein. Und auch wenn vielleicht dein Verstand das jetzt gerade nicht so annehmen mag, fühl mal rein. Ganz, ganz tief drin ist sicher auch in dir dieser Wunsch, dieses Bedürfnis, Teil von etwas zu sein. Der Wunsch und das Bedürfnis, dass du hier zu der Zeit jetzt richtig bist. Und wenn du das nicht hast, dann ist es eine Einladung zu schauen, ist das Leben, was du jetzt führst, ein Leben, wie du es führen möchtest. Und wenn du ein Nein bekommst, ist es eine Einladung zu schauen, was brauche ich wirklich? Wirklich, wirklich, wirklich, und mich mit der nächsten Handlung, dem nächsten Schritt dorthin zu bewegen. Und sei der Schritt noch so klein. Aber wir Menschen brauchen das Gefühl eines Miteinander. And man hat uns Menschen mit so vielen, in so vielen Bereichen so auseinandergetrieben and gegeneinander aufgehetzt, durch andere Meinungen, durch andere Sichtweisen, durch Unterschiede, die man uns eingeredet hat. Die es vielleicht hier und da auch gibt, ja. Und trotzdem dürfen wir Andersartigkeit wertschätzen und respektieren und stehen lassen und unseren Weg gehen. Das ist wirklich eine Einladung zu überprüfen. Was brauchst du wirklich? Und wir laden dich ein, Teil zu sein unseres Filmprojektes, wenn du magst.

Speaker 2

Das Miteinander, das geht's.

Speaker

Genau. Wir haben übrigens noch eine letzte Anekdote, bevor wir diese Folge schließen, um dann in der nächsten Folge euch mitzunehmen nach Neuseeland, also weg vom Wüstenstaub in das Land mit der, so sagt man, saubersten Luft der Erde, möchten wir euch noch mit an den Flughafen von Kairo nehmen, nämlich ans Gate auf dem Weg nach Doha. Wir sind über Doha dann nach Auckland, Neuseeland geflogen. Und wir haben am Gate ins Gespräch gekommen mit Malak, eine ganz, ganz strahlende Ägypterin, und ihrem Mann Ahmed. Und ja, das war sehr witzig, weil wir haben sie gefragt haben, wir kamen so ins Gespräch, sie haben gefragt, was macht ihr denn und wo fliegt ihr hin und wo kommt ihr her und so weiter. Da haben wir den von Sekem erzählt. Was war their antwort?

Speaker 2

Yeah, von Sekem haben sie noch nie was gehört. We have gedacht, Sekem is sicher berühmt in Egypten. Sekem nie gehört. And then from Ibrahim Abu Lish and from Helmi Abu Lish, that we have this interview game. Then Ahmed said, Ah, the Helmi kennex.

Speaker

With them in the school gegancy, but it was so spannend, but they am so begeistert from Sikkim, and they were best darüber, dass they that nicht kennen, weil sie fanden großartig. And they said, Schick uns mal einen Link, zeig uns das mal. And yeah, and then we're a photo geze from Henry.

Speaker 2

And then they said, Sikham! Sikham meinst du? When man liest, heisend Sekham, and the people who read all Sekhem. And the Egyptian saga, but sind auch these Menschen, dieses Bärchen, das uns gesagt hat: Wenn du in Tunis warst, dann kennst du Egypten. Da hast du das auch in Ägypten kennengelernt. Also das war sehr interessant. Innerhalb von kurzer Zeit, this is auch wieder so ein Miteinander und diese Herzlichkeit, diese Eröffnung, dass man sich innerhalb von ein paar Minuten öffnet anders schon freundschaftlich agieren.

Speaker

Also sie haben uns eingeladen, dass when we nochmal come, dass wir sie auf jeden Fall besuchen und dass sie uns dann auch noch ein paar Orte zeigen in Ägypten zeigen, die wir noch nicht gesehen haben. Also es war auch ein Zeichen davon, dass man die Menschen ansieht, die ähnlich denken, ähnlich schwingen, ähnliche Visionen haben und sich für Ähnliches begeistern können. Und wenn dich das begeistert hat heute, dann freuen wir uns, wenn du beim nächsten Mal wieder einschaltest und wenn wir dann von unseren ersten Erlebnissen in Neuseeland berichten.

Speaker 2

Uiui. Das ist toll gewesen.

Speaker

Ja.

Speaker 2

Gut, dann wünschen wir dir eine schöne Zeit. Bitte lade andere Menschen ein, diesen Podcast anzuschauen oder anzuhören und auf unsere Website zu schauen.

Speaker

Genau, und sich ein Paket auszusuchen und somit Teil des Projektes zu werden und unsere Arbeit zu unterstützen und ja, sich vielleicht sogar zu verewigen im Film. Wer weiß, welches Paket für dich das Richtige ist. Und ansonsten teile, like, abonniere. Du weißt, wie das alles geht. Wir brauchen das. Kommentiere, das ist für den Algorithmus einfach ganz wichtig. Der vielleicht manchmal nicht unbedingt solche Projekte, die so visionär sind wie auch unser Film. Ja, also es tut gut, ein bisschen Rückenwind zu haben, auch in der Form. Alles Liebe für dich und bis ganz bald. Bis bald. Ciao. Das war Menschenkind, der begleitende Podcast zum Film Menschenkind. Was brauchst du wirklich? Mit dir, Soraya Regenzi und Udo Reitmeier.