KI für Dich

Welche KI ist die beste? Die ehrlichere Frage hilft dir mehr

Episode 31

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Die beste KI für Deine Aufgabe In dieser Folge: - Warum es nicht die eine beste KI gibt - Wie du ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot und Spezialtools praktisch einordnest - KI-Hack der Woche: Dein persönliches KI-Casting Links und Quellen: - ChatGPT — https://chatgpt.com/ - Claude — https://claude.ai/ - Gemini — https://gemini.google.com/ - Microsoft Copilot — https://copilot.microsoft.com/ - Perplexity — https://www.perplexity.ai/ - Mistral — https://mistral.ai/ - Grok — https://grok.com/ KI-Hack der Woche: - KI-Casting mit zwei Chatbots — https://chatgpt.com/ - Anleitung: Wähle drei echte Alltagsaufgaben und gib zwei KIs denselben Auftrag. Vergleiche danach, welche Antwort du wirklich nutzen würdest, welche am wenigsten Korrektur braucht und welche Unsicherheiten am klarsten benennt. Podcast unterstützen: - https://www.buzzsprout.com/2604102/support Mehr von uns: - Alle Plattformen: https://www.buzzsprout.com/2604102 - Instagram: https://www.instagram.com/kifuerdich.podcast/ - LinkedIn Kevin: https://www.linkedin.com/in/kevin-neufeldt-b4708b352/ - LinkedIn Pia: https://www.linkedin.com/in/pia-neufeldt-16b596242/ Feedback? Schreibt uns auf LinkedIn oder per E-Mail an kifuerdich.podcast@gmail.com

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SPEAKER_01

Welche KI ist die beste? Klingt nach einer einfachen Frage, aber wenn du nach einem einzigen Sieger suchst, suchst du wahrscheinlich an der falschen Stelle. Hey, willkommen bei KI für dich. Ich bin Kevin. Heute nehmen wir uns eine Frage vor, die uns wirklich immer wieder gestellt wird. Welche KI soll ich denn jetzt nehmen? Also nicht als große Technikdebatte, sondern als ganz normaler Moment vor dem Handy oder Rechner. Ich will etwas erledigen, welche KI öffne ich? Und ich verstehe diese Frage total. Da draußen stehen ChatGPT, Claude, Gemini, Copelot, Mistral, Perplexity, Grog und noch einige Spezialtools nebeneinander. Jede Plattform klingt, als wäre sie gerade die schlauste im Raum. Jede hat neue Funktionen, neue Modelle, neue Demos. Und irgendwann willst du einfach nur wissen, welche öffne ich, wenn ich wirklich etwas erledigen möchte. Genau deshalb machen wir heute keine Rangliste, keine Siegerehrung, keine Fanclub-Folge, keine, die eine KI für alles behauptung. Wir machen etwas Nützlicheres. Wir sortieren, welche Art von KI für welche Aufgabe sinnvoll ist. Und ja, manches davon knüpft an frühere Folgen an. Wir haben schon über Kontext gesprochen, über private Angaben, über Quellen und darüber, warum ein glatt formulierter KI-Vorschlag nicht automatisch brauchbar ist. Heute geht es um den nächsten Schritt. Wie triffst du daraus eine alltagstaugliche Auswahl? Ich vergleiche das gern mit Handykameras. Wenn du technische Vergleiche liest, findest du riesige Unterschiede. Andere Sensoren, andere Linsen, mehr Megapixel, bessere Nachtaufnahmen, mehr Rechenfotografie. Für Menschen, die sich wirklich damit beschäftigen, kann das wichtig sein. Aber wenn ich mit meinem Vater darüber spreche, welches Handy die beste Kamera hat, landen wir ziemlich schnell bei einer viel einfacheren Wahrheit. Die Bilder sollen gut aussehen, schnell gelingen und nicht nerven. Ob ein Hersteller im Detail noch 5% mehr aus dunklen Szenen holt, ist für viele Menschen gar nicht der entscheidende Punkt. Bei KI ist es ähnlich. Natürlich gibt es Unterschiede. Manche Systeme schreiben schöner, manche denken strukturierter, manche sind stärker in deinen Arbeitsprogrammen eingebaut. Manche wirken bei Recherche angenehmer, andere bei langen Texten, wieder andere bei Bildern, Audio oder Video. Aber für viele Alltagsaufgaben ist die wichtigste Frage nicht, welche KI gewinnt den Benchmark, also den technischen Leistungsvergleich, sondern welche KI hilft dir bei deiner echten Aufgabe mit möglichst wenig Reibung. Ein paar grobe Orientierungslinien helfen. Wenn du einen guten Allrounder suchst, also Schreiben, Erklären, Sortieren, Zusammenfassen, Ideen entwickeln, dann bist du bei den großen Chat-KIs grundsätzlich nicht falsch. ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot können für viele normale Aufgaben sehr brauchbare Ergebnisse liefern. Wenn du viel mit Google-Diensten arbeitest, kann Gemini naheliegend sein, weil es sich dort immer stärker einfügt. Wenn dein Alltag aus Outlook, Word, Excel, Teams und Microsoft 365 besteht, kann Copilot praktischer sein als ein zusätzliches Fenster, das du immer erst öffnen musst. Wenn du lange Texte, Entwürfe, Struktur und Ton bearbeiten willst, lohnt sich oft ein genauer Blick darauf, welche KI sich für dich am besten anfühlt. Nicht, welche im Internet gerade am lautesten gefeiert wird, sondern bei welcher du denkst, ja, so klingt das näher an mir. Wenn du vor allem aktuelle Informationen, Quellen oder eine erste Recherche brauchst, ist eine KI mit starkem Such- und Quellenfokus interessant. Aber auch da gilt, Quellen anzeigen heißt nicht automatisch, dass du nicht mehr denken musst. Es heißt nur, dass du besser prüfen kannst. Wenn du Bilder, Videos, Stimmen, Musik oder Designs erzeugen willst, sind Spezialtools oft wichtiger als der allgemeine Chatbot. Da kann ein Tool für Text super sein und bei Bildern trotzdem nicht dein Favorit. Und wenn private Angaben, europäische Anbieter oder eigene Systeme eine größere Rolle spielen, kommen andere Fragen dazu. Wo wird verarbeitet? Kann ich das im Unternehmen sauber nutzen? Gibt es eine Lösung, die besser zu unseren Regeln passt? Dann ist bequem nicht automatisch richtig. Das klingt vielleicht nach, es kommt doch drauf an. Und ja, tut es. Aber das ist keine Ausrede, sondern der eigentliche Kern. Frag dich nicht zuerst, welche KI ist die beste? Frag lieber, welche Aufgabe habe ich? Will ich schreiben? Dann achte auf Ton, Kürze, Verständlichkeit und darauf, ob die KI meinen Stil respektiert. Will ich entscheiden? Dann achte darauf, ob die KI gute Optionen nebeneinander stellt und nicht so tut, als gäbe es nur eine perfekte Lösung. Will ich etwas nachschlagen? Dann achte auf Quellen, Unsicherheiten und darauf, ob der Vorschlag dir zeigt, wo du nachsehen solltest. Will ich kreativ werden? Dann zählt weniger, ob die KI brav ist und mehr, ob sie dir Varianten liefert, auf die du selbst nicht gekommen wärst. Will ich sensible Dinge bearbeiten? Dann gilt das, was wir schon in früheren Folgen hatten. Du gibst nicht mehr echte Angaben hinein als nötig. Du kannst Namen, Kundennummern, Adressen oder Details ersetzen, bevor du die KI um Hilfe bittest. Der Punkt ist, die beste KI für eine Bewerbung kann eine andere sein als die beste KI für eine Urlaubsplanung. Die beste KI für einen LinkedIn-Post muss nicht die beste KI für eine Excel-Idee sein. Und die beste KI für schnelle Hilfe am Handy ist manchmal einfach die, die du wirklich benutzt. Eine Falle gibt es aber, wir verwechseln gern klingt beeindruckend mit ist hilfreich. Eine KI kann dir einen Text geben, der wunderschön rund klingt und trotzdem an deinem Problem vorbeischreibt. Sie kann sehr selbstbewusst formulieren und trotzdem einen wichtigen Punkt auslassen. Sie kann dir zehn Optionen geben, obwohl du eigentlich nur zwei gute gebraucht hättest. Darum würde ich KIs nicht danach vergleichen, welches Ergebnis am klücksten wirkt. Ich würde sie danach vergleichen, welchen Vorschlag du mit den wenigsten Änderungen wirklich verwenden kannst. Das ist ein ziemlich harter, aber fairer Maßstab. Wenn du nach zehn Minuten mehr sortiert bist als vorher, war die KI gut. Wenn du nach zehn Minuten nur bewunderst, wie elegant sie formuliert, aber trotzdem nicht weiter bist, war sie vielleicht beeindruckend, aber nicht nützlich. Und jetzt kommt der pragmatische Teil. Du musst nicht jede Woche wechseln. Für viele Menschen ist es sinnvoller, eine Haupt-KI richtig kennenzulernen, statt fünf KIs oberflächlich anzutesten. Lern, wie sie reagiert. Lern, welche Arbeitsaufträge funktionieren. Lern, wann du nachschärfen musst. Das bringt mehr als der ständige Sprung zum nächsten großen Namen. Aber es ist auch völlig okay, eine zweite KI als Gegencheck zu nutzen. Gerade bei wichtigen Texten, heiklen Entscheidungen oder Dingen, bei denen du merkst, der erste Vorschlag reicht mir noch nicht ganz. Dann fragst du nicht, wer hat recht? Du fragst, was sieht die zweite KI anders? Welche Annahme fehlt, welche Rückfrage müsste ich noch klären? So nutzt du KI nicht als Orakel, sondern als Denkpartner. Wenn du gerade ganz konkret starten willst, würde ich es so machen. Nimm eine KI, die leicht erreichbar ist und viele deiner normalen Aufgaben abdeckt. Nutze sie zwei Wochen bewusst. Nicht nur einmal zum Spielen, sondern für echte kleine Dinge. Nachricht kürzen, Gedanken sortieren, eine Entscheidung vorbereiten, einen Text verständlicher machen. Dann nimmst du für zwei oder drei Aufgaben eine zweite KI dazu und vergleichst. Nicht technisch, sondern praktisch. Welches Ergebnis klingt nach dir? Welche spart dir wirklich Zeit? Welche macht aus deiner Aufgabe weniger Chaos? Welche benennt Unsicherheit, statt alles glatt zu bügeln? Wenn du diese Fragen beantworten kannst, weißt du mehr als nach 20 Modell vergleichen, die mit deinem Alltag wenig zu tun haben. Und vielleicht ist das die wichtigste Entlastung dieser Folge. Du musst die KI-Welt nicht vollständig verstehen, um sie sinnvoll zu nutzen. Du musst nicht jedes neue Modell kennen. Du musst nicht jeden Anbieter verfolgen. Du musst auch nicht sofort wechseln. Nur weil irgendwo steht, dass ein anderes System gerade wieder ein bisschen besser ist. Du brauchst ein Werkzeug, das zu deiner Aufgabe passt. Und du brauchst genug Gefühl dafür, wann du prüfen, kürzen, nachfragen oder ein zweites System gegenlesen lassen solltest. Die beste KI ist also nicht die mit dem lautesten Namen. Die beste KI ist die, bei der du am Ende denkst, das hat mir geholfen. Und ich weiß trotzdem noch, was ich da tue.

SPEAKER_00

Der KI-Hack. Mach dein kleines KI-Casting. Such dir drei echte Aufgaben aus deinem Alltag. Keine Testfrage aus dem Internet, sondern etwas, das du sowieso machen würdest. Zum Beispiel eine Nachricht freundlicher formulieren, eine Entscheidung mit Vor- und Nachteilen sortieren und einen kurzen Text verständlicher machen. Dann gibst du zwei verschiedenen KIs denselben Arbeitsauftrag. Hilf mir mit dieser Aufgabe. Gib mir eine Version, die ich direkt verwenden kann. Sag mir außerdem kurz, welche Annahme du getroffen hast und was ich prüfen sollte. Danach bewertest du nicht, welches Ergebnis am schlauesten klingt. Du fragst dich nur, welche Version würde ich wirklich nutzen? Welche musste ich am wenigsten korrigieren? Welche hat mir am ehrlichsten gezeigt, wo ich selbst noch entscheiden muss? Das ist dein persönlicher KI-Vergleich. Nicht für alle Menschen, für dich. Und wenn dir KI für dich hilft, empfehle uns gern weiter oder abonnier den Podcast. Das hilft uns sehr.

SPEAKER_01

Welche KI nutzt du gerade am liebsten? Und wobei hilft sie dir wirklich? Schreib uns das gern. Genau solche Fragen machen diese Folgen besser. Mach es dir leicht, nicht die beste KI suchen, die passende für deine Aufgabe finden. Das war es von KI für dich. Bleib neugierig, denk selbst, bis zum nächsten Mal.