Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten

Purrfect Hype oder Hidden Gem

Mae Season 1 Episode 3

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In dieser Folge diskutieren wir über Social-Media-Hypes und versteckte Buchschätze. Welche Bücher verdienen den Platz auf dem Lieblingssessel und welche würden wir lieber vom Regal schubsen?

Gemeinsam schnuppern wir uns durch aktuelle Buch-Hypes, sprechen über Geschichten, die uns um die Pfote gewickelt haben und stellen euch unsere persönlichen Schnurrgeheimtipps vor.

Also rollt euch mit einem Glas Eistee, ein paar Stücken Melone oder einem sommerlichen Aperitif auf eurem Lesekissen zusammen und begleitet uns auf der Suche nach den Perlen der Buchwelt.

Und jetzt zu dir! Was sind deine liebsten Hidden Gems? Und welches Buch war für dich der größte Hype des Jahres?

SPEAKER_00

Fürchen still und Ohren auf bei Plot and Fir, deinem Podcast mit Schnurrfaktor. So, frisch aus dem Urlaub zurück und schon wieder untergegangen im Alltag, würde ich sagen. Die Katzen sind froh, dass ich wieder da bin. Ich selber bin zwiegespalten. Aber natürlich freue ich mich, euch wieder mitnehmen zu können in eine neue Folge von Plot Pearl. Und obwohl ich nicht so gut mit Hitze umgehen kann und die drei Damen hier im Hintergrund übrigens auch nicht, dachten wir uns, es geht mal so richtig ans Eingemachte. Und zwar haben wir uns die Frage gestellt, wurden wir kollektiv von TikTok gebrainwashed oder sind die Bücher wirklich so gut, die da in die Kamera gehalten werden? Man hat ja tatsächlich auf TikTok das Phänomen, dass da immer wieder dieselben Bücher von gerade bekannten Bloggenden und bekannten Influencern in die Kamera gehalten werden und als das Nonplusultra dargestellt werden. Und wir fragen uns tatsächlich, ist an dem Hype was dran, ist es tatsächlich so, dass das einfach der ultimative Mainstream ist und jeder drauf abfährt? Oder vielleicht auch irgendwie nicht? Denn das altbekannte Sprichwort sagt, es ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Und deshalb gucken wir heute hinter die Fassade und geben zumindest mal unseren Senf dazu, wie uns bestimmte TikTok-Hypes gefallen haben, ob wir überhaupt alle davon gelesen haben und ob es nicht irgendwo Hidden Gems gibt unter den nicht so bekannten Büchern, die nicht so oft das Kameralicht abblicken. Und damit wir alle dieselbe Sprache sprechen, wollen wir natürlich erstmal klären, was definieren wir denn als Hype? Tatsächlich habe ich da ein bisschen nachgeguckt, habe mich mit meinen drei Co-Moderatorinnen besprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen. Hier werden in erster Linie Emotionen verkauft. Es geht nicht zwingend um die Qualität dahinter. Es geht um emotionale Abrufbarkeit, es geht um die Cover-Ästhetik und geht es vielleicht auch ein bisschen mehr um heiße Catchphrases als tatsächlichen Inhalt. Schließlich lässt sich ein Hype natürlich viel besser bewerben und auch viel besser verbreiten, wenn das Ganze gewisse Hot Takes hat, wenn es gewisse Reizwörter gibt, auf die die Leute ansprechen, wenn bestimmte Tropes, die vielleicht gerade im Vordergrund sind und sehr beliebt sind, dort auch sehr stark vertreten sind. Wenn der Mail Charakter vielleicht einem bestimmten Bild entspricht, aktuell zum Beispiel sind Bad Boys sehr gefragt, egal in welchem Genre. Und die Frauen werden als starke Charaktere dargestellt. Ich bin mir nicht immer so sicher, ob sie es dann auch sind. In einigen Büchern schon, in anderen finde ich, kommt tatsächlich dieser starke weibliche Brutter, diese starke weibliche Brutha ein bisschen zu kurz. Oder ist manchmal vielleicht auch doch irgendwie so ein 19-jähriges kleines Mäuschen, das dann zwar irgendwie ziemlich sexy ist, sobald sie den richtigen Typen trifft, aber naja, Sexiness heißt nicht unbedingt Unabhängigkeit. Und ja, zeugt für mich jetzt auch nicht zwingend von wahnsinniger femininer Stärke. Aber wir wollen hier nicht zu sehr in persönliche Befindlichkeiten abtauchen, sondern wollen uns natürlich dem eigentlichen Thema stellen. Und hier haben wir natürlich wieder unsere drei Genre-Vertreterinnen. Und Juna habe ich gefragt, was denn ein Hype im Thriller-Bereich so ausmacht, wie wird der so beworben. Und Juna meinte, versprochen werden hier Mind-blowing, Plot-Twists, ein Ende, das man angeblich nie erraten wird, krasse Wendungen in der Geschichte und schockierende Wahrheiten, die ans Licht kommen. Ja, klingt ein bisschen wie die Tagesthemen, ist aber tatsächlich aktuell so das, womit Thriller sehr stark beworben werden. Das sind genau diese catchy Phrases, wenn man die hört, weiß man, man hat jetzt den nächsten Bestseller auf der Liste und die Frage ist auch immer, ob dieser Sticker tatsächlich so viel über den Inhalt aussagt. Denn Bestseller heißt nach wie vor nur, dass das Marketing dafür offenbar am besten war, denn dieses Buch wurde am häufigsten gekauft. Da ist noch kein Lesefeedback drin, das bedeutet noch nicht mal, dass das Buch gelesen wurde. Das heißt nur, es wurde sehr viel gekauft, weil es irgendwo bei einer bekannten Buchhandlung vielleicht auch einfach ganz oben auf dem Tisch lag oder besonders beworben wurde, weil man viel zum Beispiel auf Social Media gesehen hat oder weil der Autor einfach schon sehr bekannt ist und viele dann einfach blind nachkaufen, was auch immer die Person schreibt. Kann ich unterschreiben, Juna und ich kaufen Stephen King, egal was der veröffentlicht, wir kaufen diese Bücher, wir lesen sie nur tatsächlich auch. Aber Juna fragt sich natürlich auch, gerade bei den berühmten TikTok-Hypes, ist das Buch jetzt tatsächlich so gut, wie es versprochen wird? Oder ist es vielleicht doch Schema F, hat vorhersehbare Plott-Twists, die sich schon lange ankündigen, hat setzt vielleicht auch eher auf Schockeffekte als emotionalen Tiefgang. Überrascht es sie wirklich, holt es sie wirklich ab oder ist es am Ende ein Griff in die Tonne. Abgesehen davon hat Mila noch ein Hot Tag zum Thema Thriller aufgestellt. Und das ist tatsächlich die Frage, sind Thriller das Fast Fooder-Buch welt schnell, spannend, aber selten nachhaltig? Ja, und ihr könnt euch schon vorstellen, Juna ist da natürlich ganz anderer Meinung. Und ich muss sagen, ich stehe irgendwo als Mediator dazwischen, denn tatsächlich kann ich beide Seiten ganz gut verstehen. Und deswegen bin ich hier wahrscheinlich als Stimme des Podcasts auch ganz gut aufgehoben. Und nachdem wir Mila schon erwähnt haben, sind wir jetzt natürlich auch direkt beim Thema Romance. Romance würde ich sagen, ist am ehesten Trop getrieben, ist tatsächlich das, wo sich die Tropes am meisten verdichten und auch am deutlich besten verkaufen, denke ich. Zumindest wird am meisten mit denen geworben. Versprochen wird eine emotionale Achterbahnfahrt, auf die man mitgenommen wird. Starke Charaktere und tiefgründige Backstories. Aber manchmal haben wir schon die Erfahrung gemacht und Mila ist da wirklich sehr picky. In Wahrheit sind es manchmal einfach nur wiederholende Muster, wenig bis keine Charakterentwicklung, Fokus auf Vibes anstatt tatsächlicher Storytiefe. Und die Charaktere wirken manchmal, gerade im Bereich New Adult zum Beispiel für uns, zumindest bei den Dingen, die wir gelesen haben, oft ein bisschen austauschbar. Selbst Lesende merken sich auf Namen und Hintergründe weniger als den Vibe eines Buchs oder das Gefühl, das sie mitgenommen haben. Das ist ja an sich nichts Schlechtes. Also wir werden hier übrigens nicht negativ. Wir diskutieren einfach nur so ein bisschen vor uns hin und nehmen euch mit auf die Reise. Und Evi hat dazu natürlich auch was zu sagen, gerade nachdem Milena und sie ja doch eine gewisse Rivalität miteinander haben, wer hier das stärkere Köpfchen hat und hat den Hottag aufgestellt. Romance lebt vom Gefühl, aber stirbt es manchmal an der Vorhersehbarkeit? Und natürlich ist da Milena ganz anderer Meinung. Sie sagt, die Vorhersehbarkeit mancher Romance-Stories, übrigens auch nur mancher, ja, nicht jede Story ist nach Schema 11 geschrieben und langweilig. Aber auch die, die vorhersehbar sind, die dieses cozy Setting haben, die einem wirklich diese klassische romantische Story bieten, auch die bietet einen gewissen Grundpfeiler an Sicherheit. Es bietet eine Wohlfühlatmosphäre, in die man abtauchen will nach einem stressigen Tag, wo man am Futternapf um das beste Stück Essen gekämpft hat, wo der Wassernapf halb leer war und man nicht wusste, wie man damit umgehen soll, wo Evi das leckerste Leckerli, das beste Leckerli erwischt hat und Milena den kürzeren gezogen hat. Oder es auch einfach, so wie aktuell, leider tatsächlich zu unser aller Leidwesen, Mitte Mai schon 30 Grad hat. Vielleicht braucht man da einfach einen Platz, wo man sich wohlfühlt, wo man sich zu einem starken männlichen Brutter ans Lagerfeuer setzt und sich anlehnen kann. Und diese Sicherheit gibt einem dann ja auch die Möglichkeit, in die emotionale Tiefe gewisser Geschichten abzutauchen. Denn man hat schon sein Sicherheitsnetz dabei, man weiß, es wird ein Happy End geben, man weiß prinzipiell, wie die Story verlaufen wird und wird überrascht von der Art und Weise, wie die Dynamik zwischen den Podas dann tatsächlich funktioniert. Und ja, mit ihrem Hot Take hat sich natürlich Ilvi schon ins Spiel gebracht. Und in dem Fall sind wir dann natürlich bei der Fantasy, in meinem Fall dann hauptsächlich bei der Urban Fantasy, da kenne ich mich einfach am besten aus. High Fantasy ist auch für Ilvi manchmal ein bisschen zu langwierig. Die ist zwar gemütlicher unterwegs als ich, aber auch die nervt es, wenn 20 Seiten einfach nur irgendeine Landschaft beschrieben wird und der Story-Prozess nicht vorangeht. Ich persönlich habe da einen ganz, ganz kurzen Geduldsfaden. Also bei mir ist auch eine Seite reine Landschaftsbeschreibung schon ein absolutes Killer-Argument. Ja, was ist Urban Fantasy? Es ist Magie in unserer Welt, es sind starke HeldInnen, es sind oft düstere Settings, unvorhersehbare Settings und oft spannende Magiesysteme und ja, einfach mal was anderes, was zum Abtauchen, was zum Träumen. In Wahrheit ist es aber vielleicht auch oft viel Infodumping, überladene Welten, Buchserien, die sich Ewigkeiten ziehen oder sogar künstlich in die Länge gezogen werden oder wie im Fall einer ganz berühmten Reihe, nie beendet werden. Frustrierend. Hier wirft Juna den Hottag ein und sagt, Urban Fantasy hat durchaus die besten Ideen, aber verliert sich auch oft in ihnen. Da ist Ilvi natürlich ganz anderer Meinung. Die sitzt hier schon und hebt rohend die Pfote, ja. Da sind schon fast die Krähchen offen. Was Juna jetzt nicht sonderlich einschüchert, die ist mit ihren blutigen Horrorszenarien und ihren Thrillern deutlich krasseres gewohnt als eine Ilvi, deren stärkste Waffe im Normalfall ist, dass sie jemanden abschlägt und dabei nicht schnurrt. Das war es dann auch schon. Also Evi ist jetzt nicht so die Kampfmaus, auch wenn sie am Tag ihre drei verrückten Sekunden hat, wo sie erstaunlich dynamisch und schnell ist und da dann durchaus auch mal mit der Tatze ausholt. Prinzipiell denke ich, das ist ein Thema, wo es einfach sehr viele Meinungen gibt. Deswegen wird es keine abschließende, für alle geltende Antwort auf diese Fragen geben. Tatsächlich bin ich auch der Meinung, dass man einfach jedem Seins lassen sollte. Wenn manche Leute zum Beispiel gerade bei Romance genießen, dass es vorhersehbar ist, dass es cozy ist, dass man seine heile Welt hat, in die man ein bisschen entfliehen kann, gerade wenn man vielleicht auch einen schwierigen Alltag hat, habe ich da vollstes Verständnis dafür, genauso wie bei Fantasy, wenn man Bock hat, in komplexe Systeme abzutauchen, dann verliert sich dir die Autorin nicht in diesen Systemen, sondern du wirst dorthin entführt. Du wirst dorthin gebracht. Du darfst in den Kopf einer fremden Person abtauchen und deren Gedankenwirr live miterleben. Und auch das ist unfassbar spannend in manchen Ecken und Enden. Und für manche vielleicht einfach ein bisschen langweilig und zu viel. Genauso bei den Thrillern, ja, manche Thriller habe ich tatsächlich auch, die man mal so entspannt weg snacken kann, die man auch so ein bisschen zum, ach, ich brauche mal was zum Durchatmen. Ich hole mir mal was Entspanntes. Da hatte ich jetzt tatsächlich auch zwei, drei mit Juna zusammen, die uns inhaltlich eher ein bisschen enttäuscht haben, weil sie uns nicht so krass abgeholt haben und uns auch nicht so viel Herzklopfen besorgt haben, wie wir uns gewünscht hätten und auch nicht so viele Rätsel aufgegeben haben, wie wir uns gewünscht hätten. Aber sie haben uns gut unterhalten und das war auch der Grund, warum wir sie nicht abgebrochen haben. Davon gab es tatsächlich auch klassische TikTok-Hypes, die wir uns auch mal anschauen wollten. Prinzipiell würde ich sagen, stelle ich mir eigentlich immer die alles entscheidende Frage und meine Mädels mittlerweile auch, weil sie halt auch schon den ein oder anderen Flop erlebt haben, wo ein Buch als unfassbar grenzüberschreitend krass und wow angepriesen wurde. Und es dann für uns halt einfach eher eine Enttäuschung war, weil es nicht unser Stil war, weil es uns nicht abgeholt hat, weil es einfach nicht das Gefühl vermittelt hat, dass wir uns gewünscht hätten, dass wir uns erhofft hatten, dass wir vielleicht auch irgendwo rausgelesen hatten und niemand hat es gesagt. Manchmal interpretiert man ja auch in Aussagen Dinge rein, die man halt gerne hören möchte. Und deshalb stellen wir uns tatsächlich mittlerweile immer die Frage, würde ich das Buch auch ohne TikTok lesen? Würde ich es auch lesen, ohne dass es mir jemand empfohlen hat? Oder lese ich es nur für den Hype? Denn meistens sind die Bücher, die wir nur für den Hype lesen, für uns grandiose Enttäuschungen. Ich erinnere mich da nach einer Woche, nach einem Monat dann tatsächlich meistens kaum noch dran und nach einem Jahr habe ich es komplett vergessen. Dazu muss man sagen, ich habe ein sehr, sehr seltsames Gedächtnis und das kann sich sehr seltsame Dinge merken und andere Dinge nicht so gut, aber und es ist nicht sehr hitzebeständig. Also alles über 23 Grad kann ich für nichts mehr garantieren. Deswegen ist dieser Folge wahrscheinlich auch so ein heikloses Durcheinander, wo ich ganz viel im Schnitt zu tun haben werde, weil ja, ich bin so ein Troll, ja, so ein klassischer Terry Pratchett-Troll. Über einer gewissen Wärmegrenze kann ich 3 und 3 nicht mehr zusammenzählen. Wenn es kühl genug ist, ja, okay, würde ich nicht sagen, dass ich genial bin, aber bin ich deutlich klüger, als wenn es warm ist. Sagen wir es mal so. Und eine Frage, die wir uns mittlerweile tatsächlich auch bei Büchern stellen, ist, hat es mich überrascht oder nur bestätigt? Das ist eine kritische Frage, die ich unfassbar gerne stelle. Die würde ich tatsächlich auch Lesenden stellen, wenn ich ihnen begegne und es um meine eigenen Bücher geht. Mich interessiert wahnsinnig, hat dich ein Buch positiv überraschen können? Gab es einen Moment, wo du gedacht hast, das habe ich nicht erwartet. Wo kam das denn her? Krasser Scheiß. Oder war es doch eher so, dass es nur war, ja, okay, kam genau das drin vor, was ich erwartet hatte. Oder bei mir tatsächlich bei manchen Hypes ist es tatsächlich, dass ich schon mit so einem ganz vorsichtigen Gefühl rangehe und es mich dann einfach nur bestätigt in, ja, war nichts für mich. Das gibt es leider auch. Dann haben wir noch ein paar kleine unpopular opinions für euch. Und zwar Milena zum Beispiel ist der Meinung, nicht jedes gehypte Buch ist absolut flach oder schlecht oder ist automatisch zumindest gleich dem zuzuordnen. Aber häufig ist es tatsächlich so, dass Mainstream einfach austauschbar ist. Das heißt, es ist gefühlt dieselbe Geschichte mit anderen Namen. Und vielleicht noch einer anderen Stadt oder in einem anderen Setting. Aber tatsächlich oft doch sehr einheitsfrei. Sie ist tatsächlich deswegen, ach wie oft kann man tatsächlich in einem Satz sagen, sorry, Leute. Ja, das ist die Hitze. Ja, sie ist dann doch der Meinung, es ist halt dann auch irgendwann mal dann genug. Also wenn man dann das Zehnte davon gelesen hat, dann wird es schon ein bisschen langweilig, dann wird es nicht mehr cozy und ich fühle mich da wohl und wo ist der Typ am Lagerfeuer, sondern dann ist es tatsächlich so ein bisschen so. Und der hundertste Typ hat seine Gitarre ausgepackt und denselben Song angespielt. Und täglich gewiss das Murmeltier. Macht keinem Spaß. Aber wenn es dann eben mit der richtigen Prise Überraschung einem serviert wird, dann macht es das Ganze ja wieder ein bisschen geschmackvoller und ein bisschen reichhaltiger und ein bisschen spannender. Und dann ist es okay, dass es der 15. schwarzhaarige Typ mit Tattoos ist. Aber der hat halt ein bisschen anderen Twists und das ist interessant. Oder die Schlagabtausche zwischen ihm und der Bruder sind einfach mega genial. Oder jemand hat eine spezielle Art zu fluchen. Das ist einfach unfassbar lustig. Oder er ist eben nicht mal so der krasse Bad Boy, sondern sein krasses, düsteres Geheimnis ist. Er ist das Maskottchen der Eishockeymannschaft und das ist eine saure Gurke. Who knows? So, der kritische, die kritische unpopular opinion von Ilvi ist definitiv Tropes alleine ergeben keine Story. Tropes sind süß, das ist ein nettes Beiwerk, das ist vor allem ein cooler Marketing-Gag für uns AutorInnen, weil die Leute mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch rangehen können und schon wissen, dass sie bestimmte Dinge serviert bekommen. Aber nur die alleine machen keine gute Story aus. Das ist der Pfeffer in der Story. Das ist das, was es interessant macht für die Lesenden und vor allem, was oft einfach ein Kaufargument ist. Aber die Story sollte schon nochmal tiefgehender sein. Da sollte nochmal mehr dahinter sein als eine pure Aneinanderreihung von Tros. Und ja, der nächste Satz, die nächste Unpopular Opinion kommt, sage und schreibe tatsächlich von meinem kleinen Jünchen, wo wir es sicher nicht erwartet hätten, ja, das ist ja meine ADHS-Maus, die tatsächlich irgendwas braucht, was ihren Fokus catcht und dabei hält. Aber sie sagt trotzdem, langsame Bücher sind oft die besseren Bücher, weil sie spannender aufgebaut sind, weil es auf die kleinen Dinge ankommt, auf die kleinen Details. Ja, wenn man jetzt an den Großmeister, ja, sorry, ich erwähne ihn oft, aber wir lieben ihn halt. Stephen King denkt, man kriegt oft ganz, ganz viele kleine, subtile, scheinbar unwichtige Details über Charaktere ganz am Anfang reingepfeffert von ihm. Und am Ende löst er alles auf und es macht Sinn und du brauchst diese Details. Genauso wie manche Bücher einfach so viel Charakterentwicklung und so viel Story in sich haben oder auch einen, gerade beim Thriller, so einen subtilen, perfiden Verlauf haben. Ja, das funktioniert eben nur, wenn es tatsächlich langsame Bücher sind. Und ja, es ist kein Geheimnis, im Gegensatz zu Melena, die durchaus gerne mal eine heiße Chili-Schoote neben ihren Büchern hat. Die steht auf Spice. Bin ich ja nicht so der Spice-Friendly-Leser. Das heißt, ich persönlich stehe eigentlich mehr drauf, wenn der Slowburn so richtig langsam ist. Ich schreibe ja auch sehr, sehr langsam einen Slowburn. Ich mag das, wenn das nicht nur um den Lollipop in der Hose geht und dem Mund der Frau, sondern wenn es tatsächlich auch irgendwie ein bisschen spannend ist, ja, wenn es zwischen denen sich das so langsam aufbaut, wenn da viel Tension ist, ja, wenn da viel dieses Gefühl zwischen den beiden ist, ja, dieses, was, was in den Hollywood-Filmen immer dargestellt wird, wenn sich sein Blick verdunkelt, wenn die beiden sich, keine Ahnung, Heated Rivalry ist da ein gutes Beispiel, ja, wenn die beiden sich in der Diskothek über eine Entfernung hinweg, während sie eigentlich mit anderen Leuten unterwegs sind, anstarren und man spürt, was da zwischen den beiden passiert. Sowas, sowas finde ich geil. Auf sowas stehe ich total. Milena ist da mehr so, ach ja, da kann schon auch mal kurz sein Lollipop auspacken und da kann es auch mal heiß hergehen. Die hat da gar kein Thema mit, ganz im Gegenteil, die findet das super spannend und witzig. Und ja, jetzt im Sommer setzt du sich halt für solche Bücher dann direkt vor dem Ventilator, dass sie nicht so heiß wird. Und jetzt machen wir die Kommentarspalte mal wieder auf und gib uns doch gerne mal Input. Welches gehypte Buch hat dich persönlich enttäuscht? Welches hat dich vielleicht auch positiv überrascht, weil du schon mit ein bisschen krummendem Magen rangegangen bist und dann festgestellt hast, wow, es ist wirklich so geil? Und liest du manchmal vielleicht nur für den Hype oder liest du tatsächlich nur, wenn dich eine Buchidee wirklich packt und du anhand des der Inhaltsangabe, anhand dessen, was du schon irgendwo gesehen hast, weißt du okay, ich habe richtig Bock auf dieses Buch. Ja, jetzt habe ich auch schon wieder eine vom Symbionten gezundert bekommen. Also Minas Schwanz hat jetzt mal ordentlich Bescheid gegeben, dass wir schon ein bisschen ans Ende unserer Zeit hinsteuern. Und ja, ich und Hitze, wir funktionieren nicht so gut miteinander. Und wir haben ja noch ein kleines Minispiel. Und zwar darf jetzt jede Katze ein Buch mitbringen und bewerten. Und es geht um den Kontrast zwischen Hype oder Hidden Jam. Und den Anfang macht, selbstverständlich, wie könnte es anders sein, weil ja, sie ist auch einfach die ungeduldigste von allen. Und naja, im schlimmsten Fall geht sie dann ins Wett, wenn es ihr langt. Ist tatsächlich Juna mit dem Thriller-Part. Und ja, den Hype, den sie so mitbekommen hat, habe ich tatsächlich den Film gestern nochmal angeschaut mit ihr zusammen. Ist Gone Girl von Jillian Flynn. Viele lieben dieses Buch, viele lieben auch den Film. Aber ist es am Ende vielleicht einfach ein Ticken zu sehr konstruiert? Es ist wirklich so überraschend. Dann muss ich tatsächlich dazu sagen, ich habe sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen. Ich finde keins von beiden besser oder schlechter. Das ist bei mir ungewöhnlich. Normalerweise präferiere ich die Buchversion, einfach weil man einen tieferen Einblick in die Charaktere bekommt, weil das Medium einem das auch mehr ermöglicht. Als Autorin kann ich auch deutlich besser die Lesenden in den Kopf meiner Protagonisten holen, indem ich ja tatsächlich beschreiben kann, was da im Hintergrund so abgeht. In Filmen ist es ja tatsächlich so, dass zumindest für mich mit meinem Audi HS ist es total schwierig, oft zu erkennen, was da tatsächlich vor sich geht, wenn es nicht benannt wird, weil ich anhand von irgendwelchen kleinen Gesten oder Gesichtsausdrücken nicht zwingend verstehe, was tatsächlich passiert. Also manchmal bin ich da richtig gut, ja, manchmal bin ich da voll der Sherlock. Und manchmal geht es halt völlig an mir vorbei, weil ich diesen Ausdruck nicht als das wahrgenommen habe, was wohl jeder andere drin gesehen hat. Und ich sitze da nur so, hm, keine Ahnung, habe ich nicht geschnallt, war ich nicht dabei. Wieso wisst ihr das alle? So ein bisschen wie bei manchen Formulierungen, wo jeder irgendwie automatisch das soziale Skript im Hintergrund liegen hat und genau weiß, ah, das bedeutet das und das. Und ja, ich bin dann halt eine der wenigen, die es einfach nicht peilt und die dann oft genau die falsche Entscheidung trifft und den anderen maßlos enttäuscht, weil es ja offensichtlich was gemeint war. Und ja, war es für mich nicht. Da ist die Kommunikation mit Katzen einfacher, die funktioniert nämlich auf ganz anderen Begebenheiten und das kommt mir tatsächlich sehr entgegen. Und als zweites Beispiel für einen Hype bei Büchern, ist gerade tatsächlich auf TikTok habe ich das relativ viel mitbekommen. Hab's deswegen in Schottland gekauft und mir nach Hause gebracht und ich habe es gestern gemeinsam mit Juna ausgelesen. Das ist The Silent Patient von Alex Michaelides. Ich weiß nicht, ob das richtig ausgesprochen war. Es tut mir leid, falls nicht. Ich putschere Namen leider manchmal. Und da ist es halt auch, der Twist wird sehr als genial dargestellt und ich muss sagen, ich fand es ziemlich overrated. Sowohl Juna als auch ich haben ziemlich schnell geschnallt, worauf dieses Buch hinausläuft. Wir haben das Muster unfassbar schnell erkannt. Es war für uns sehr, sehr konstruiert und vorhersehbar und ja, dadurch jetzt halt nicht so spannend. Also ich muss auch sagen, wir haben für das Buch jetzt länger gebraucht als sonst. Und das lag nicht daran, dass es auf Englisch war. Sondern es war wirklich ein bisschen zäh für uns, weil A, es ein bisschen gedauert hat, bis die Story überhaupt in die Pötte kam und B, ja, dann kamen halt nur noch Bestätigungen von dem, was wir uns dann schon relativ schnell zusammengereimt hatten. Genau. Dann kommen wir mal zum Kontrast und zwar zum Hidden Gem. Da haben wir einmal The Chain von Adrian McKinty. Ein super, super intensives Konzept. Ich will da jetzt auch gar nicht zu viel verraten. Und das Buch wurde tatsächlich relativ wenig gehypt, soweit ich gesehen habe. Ich glaube, ich habe es auf Social Media gar nicht gesehen. Mag jetzt an meiner Community und an meiner Bookbubble liegen, aber tatsächlich ein kleiner Geheimtipp kann ich sehr empfehlen. Und wenn man bei Gillian Flynn bleiben will, also Gone Girl quasi, fanden wir, ging so, ist ganz nett. Wer war jetzt auch als Film wieder ganz nett für zwischendurch? Ich mag die Darsteller, also das ist ja Rosamond Pike und Ben Affleck. In den Rollen finde ich sie tatsächlich beide sehr gut. Den Film kann man auch, der ist halt einfach kurzweilig, den kann man schon mal anschauen. Ja, der ist ganz süß. Auch nicht so wahnsinnig überraschend, aber ganz süß. Aber was richtig gut von Gillian Flynn ist, ist Dark Places, das ja oft im Schatten von Ganga steht, dabei ist es so viel düsterer und ich finde von der Story-Gewalt her deutlich stärker. Ja, also Dark Places und The Chain sind so zwei Bücher, die ich ans Herz legen würde, wenn man jetzt Lust auf einen Thriller hat, der nicht so ein Weggesnackt ist. Ich hatte vorher ja auch mal angespielt auf zwei, drei Bücher, die uns jetzt in letzter Zeit ein bisschen enttäuscht haben. Ich hatte in Schottland dabei, ich komme gerade nicht mehr auf den Namen. Moment. So, ich habe es schnell aus dem Stapel gefischt. Es ist von Clemence Michaillon, der zweite, das zweite Buch, das von ihr erschienen ist. Und zwar Our Last Resort. Untertitel ist, heißt So Dein Zimmer mit einem Mörder. Unsere Erwartungshaltung war ganz woanders. Ich habe das in Schottland gelesen und Juna davon erzählt. Und Juna war sehr froh, dass sie es nicht lesen musste. Weil tatsächlich, das ist ein schlechtes Beispiel für langsamen Storyaufbau. Ja, da ist tatsächlich der Storyaufbau so langsam, dass er ein bisschen langweilig wurde. Was ich sehr schade fand, weil Clémence Michaillon deren Debütroman Das Gästezimmer fand ich mega cool. Das hat Juna auch gelesen. Das fanden wir beide sehr, sehr cool, weil es einfach einen ungewöhnlichen Aufbau hatte und wir den super faszinierend fanden. Da war der Plattwist auch für uns jetzt eher ein bisschen vorhersehbar. Aber das hat da nicht so viel ausgemacht, weil es einfach sehr unterhaltsam aufgebaut war, weil es sehr viel Spaß gemacht hat, das zu lesen. Ich weiß, das klingt bei Thrillern immer so falsch, aber es war halt so. Es hat uns wirklich Spaß gemacht, das hat uns durchgezogen. Das habe ich, ich glaube, damals in drei Tagen ausgelesen, was für mich echt schnell ist. Ja, Our Last Resort hat uns leider nicht überzeugt. Also ich hoffe, sie schreibt noch ein drittes und vielleicht holt uns das dann wieder ab. Our Last Resort war auch tatsächlich vom Aufbau her eher sehr klassisch. Ja, und die Thematik war jetzt auch nicht so unser. Wir stehen nicht so auf Sektenthematik. Also es ging um eine Sekte ursprünglich. Und ja, irgendwie auch der Flot-Twist war leider auch nicht so gelungen, zumindest nicht für uns. Und ja. Schreibt gerne, wenn ihr es gelesen habt und ihr eine andere Meinung dazu habt. Und das andere Thriller-Buch, das uns leider ein bisschen enttäuscht hat, war The Missing Page von Katie Kanto, Kate Kanto. Das war tatsächlich ein bisschen arg gewollt und dann nicht in dem Ausmaß gekonnt, fand ich. Es ist auch ein Jugendthrer, das macht es für Juna und mich schon mal schwieriger, bei der Stange zu bleiben. Oft finden wir das ein bisschen, ha, geht so. Das ist halt oft so ein bisschen entschärfter Thriller und der ist dann manchmal einfach nicht so spannend. In dem Fall war es auch so, es gab einfach unfassbar viele Verweise auf Cluedo, also dieses Brettspiel, wo es darum geht, wer da Mörder ist unter welchem Raum und so, genauso wie auf Escape Games und ähm, ich habe kein Hirn heute. Und die Großmeisterin des Krimis, nämlich Agatha Chrissy, beziehungsweise ihren Meisterdetektiv Hercule Poirot. Und leider hat es dann den Inhalt des Buchs irgendwie schon ganz gut zusammengefasst. Also irgendwie war das so ein Mix aus diesen drei Thematiken. Und wenn man sich da schon ein bisschen firmer auskennt oder da halt gerne unterwegs ist, dann war es wirklich sehr, sehr vorhersehbar und ja, hat dadurch dann einfach nicht so abgeholt, wobei ich sagen muss, der Schreibstil ist echt erfrischend entspannt. Die Grundidee fanden wir eigentlich auch ganz gut, aber ja, die Art, wie es uns dann erzählt und verkauft wurde, war dann einfach ein bisschen, ja, für uns einfach ein bisschen zu lahm, beziehungsweise zu nah an der Thematik, die dann ja auch permanent einem aufs Boot geschmiert wurde, dass es genau diese Thematik haben soll. Und man dachte, ja, mir wäre lieber gewesen, ich hätte das weniger oft gesagt bekommen. Und nachdem sich jetzt eine zärtliche Kralle immer tiefer in mein Knie eingräbt, wird es wohl Zeit, zum Thema Romance rüber zu switchen und Milena. Und Milena wartet auf bei der Hype-Seite mit Colleen Hoover und It Ends With Us. Auch das emotionaler Buchgigant mit Verfilmung. Aber Milena und ich sind uns da schon ziemlich einig, dass es ziemlich viel weniger tiefgründig ist, als man uns immer weiß machen möchte. Und tatsächlich schon fast ein bisschen manipulativ, wenn man sich es genauer anschaut. Also wir fühlen uns mit dem Buch und auch mit dem Film gar nicht wohl. Ich muss sagen, ich habe bei Colleen Hoover, die ist ja an sich sehr, sehr gehypt. Milena und ich, wir haben tatsächlich aktuell noch kein Buch von ihr gelesen oder gehört oder anderweitig konsumiert, das uns abgeholt hätte, das uns gefallen hätte. Ich befürchte, Colleen Hoover und wir sind einfach nicht grün miteinander, wir sind da einfach ein bisschen unterschiedlich unterwegs und soll keinem den Spaß an Colleen Hoover vermiesen, ganz im Gegenteil, gönnt euch. Aber ja, wir sind leider ein bisschen enttäuscht. Genauso geht es uns tatsächlich auch mit Roman Suspense, zum Beispiel von Bianca Jusivoni. Wir mögen ihren Schreibstil, wir mögen die Art, wie sie von der Thematik her Bücher settet, kann man das so sagen? Naja, ihr wisst, was wir meinen. Aber die Art, wie es dann ausgeführt wird und ja, oft auch, ich weiß nicht, ob das dann oft daran liegt, dass es vielleicht auch vom Verlag zusammengestrichen wurde. Oft machen bestimmte Szenen auch dann einfach für uns in dem Kontext keinen Sinn. Und da hängen wir uns dann dran auf und dann geht der ganze Buchspaß halt flöten. Zweites Buch, was in den Bereich Hype kommt, ist von Ellie Hazelwood, die wir übrigens sehr mögen. The Love Hypothesis. Es ist ein Trope-Paradies. Ich glaube, ledige Bücher können so viel Werbung mit Tropes machen wie dieses. Und am Ende ist es auch echt cute. Also wir mochten das Buch. Ich glaube, das liegt jetzt auch, kriegt das nicht ein Film oder eine Serie oder hat es das schon bekommen? Irgendwas habe ich da im Kopf dazu, vielleicht auch völlig falsch. Aber es ist halt auch schon anfällig dafür, ein bisschen Klischee überladen zu sein. Auch da sind wir halt nicht ganz so grün mit. Das macht Ailey Hazelwood ein bisschen öfter. Ich glaube, die ist auch Amerikanerin, vielleicht liegt es daran. Da ist es ja auch, da hat es nochmal einen ganz anderen Stellenwert, mit Klischees zu spielen, aber sie spielt halt erstaunlich wenig damit, sondern ja, lässt die Bücher drauf basieren. Und da sind wir einfach nicht so Fan von. Aber sie hat geniale Wortspiele und einen sehr, sehr frischen jungen Stil, den wir schon sehr mögen. Also ja, auch da ist halt so ein Hin und Her. Aber ja, sind halt auch gehypte Bücher. Beim Hidden Gem sind wir hier bei Emily Henry, wobei die ja auch sehr bekannt ist. Aber ein Buch, das ich von ihr zumindest jetzt so auf Social Media noch nicht gesehen habe, ist Beach Read. Und das hat tatsächlich mehr Tiefe als der typische Romance-Hype. Geht tatsächlich eher in die Romance-Richtung, die wir mögen. Wobei ich sagen muss, ich persönlich, ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt. Ich habe von Emily Henry noch nichts im Original gelesen. Wir hören und lesen da immer auf Deutsch. Das sollten wir vielleicht mal ändern, weil zumindest der Stil, der Schreibstil der deutschen Übersetzung, boah, ist ein bisschen langatmig für uns. Also sind wir nicht so scharf drauf irgendwie. Ich kann auch nicht sagen, was genau es ist, aber irgendwie, ich langweile mich beim Lesen und es liegt da am Schreibstil. Und ja, ich muss mal auf Englisch switchen und Mila und ich probieren das mal aus, wenn wir das auf Englisch lesen, ob es uns dann vielleicht anders abholt, weil es vielleicht einfach nicht an Emily Henry liegt, sondern vielleicht an der Art der Übersetzung. Und ein anderes Hidden Gem, das wir noch haben, das uns empfohlen wurde, tatsächlich habe ich es noch nicht gelesen, ist von Beth O'Leary, ganz oben auf meinem Stapel. The Flat Share. Das soll ein sehr ungewöhnliches Konzept mit viel Herz haben und ist tatsächlich ein Buch, auf das ich mich sehr freue. Und Milena hat das, ich weiß nicht, von welcher Straßenkatze sie das empfohlen bekommen hat, aber das war eine ganz, ganz heiße Empfehlung. Und ja, also Milena schwickt da schon sehr lange drauf und macht jetzt langsam auch Druck, dass ich das jetzt mal lesen muss. Und dann sind wir natürlich noch bei Ilvi, die sich jetzt gerade sanft an meinem Knöchel reibt. Wahrscheinlich, weil sie lecker liest. Sie hat übrigens einen neuen Lieblingsplatz im Trockner gefunden. Also ihr Leseplatz ist aktuell im Trockner, weil sie mit der längsten und dichtesten Wolle bei 30 Grad offenbar noch friert und sich deswegen auf der frisch getrockneten warmen Wäsche aufwärmen muss. I don't know. Die Wege des Ilfs sind untergründlich. Ja, beim Hype sind wir also bei der Urban Fantasy in dem Fall, bei Cassandra Clare und City of Bones. Das ist ja eine absolute Kultreihe mit Serie, mit Film. Es hat ja sogar beides bekommen. Frage ist, ist es tatsächlich so gut und naja, wie weit geht da jetzt die emotionale Tiefe? Und ich muss sagen, ich gehe da mit Ilvi, insofern, dass wir beide die Buchcharaktere unfassbar lieben. Also All-Time-Favorite von uns beiden ist Magnus Vane. Einer der geilsten Fantasy-Charaktere, die wir kennen. Wir mögen Magnus Vane. Mit dem kann es gerne nochmal fünf Spin-Offs geben. Super spannender Charakter, queer as fuck. Und ja, der Typ macht Spaß. Auch ein bisschen mysteriös und geheimnisvoll, weil er halt nicht alles von sich preisgeben will. Also ja, ja, nice. Also wirklich, auf sowas stehen wir. Aber gerade die Hauptfiguren, also gerade Clary mochten wir jetzt beide nicht so gerne, weder beim Film, noch bei der Serie, noch beim Buch. Wir fanden die ein bisschen nervig. Es ist so ein bisschen dieses Elena-Phänomen von Vampire Diaries, da hatten wir das auch, dass wir die einfach unfassbar nervig finden. Und bei Clary geht es uns genauso. Die macht auch nicht die Charakterentwicklung mit, die wir gerne hätten. Und auch mit Jace, da kommt weniger emotionale Tiefe rüber als bei den Nebenfiguren. Und zumindest bei uns, ja, das heißt ja nicht, dass es überall so ist. Das ist ja kein, wir sind ja nicht das Non-Plus-Ultra der gesamten Weltgeschichte, ja, sondern das ist nur unser persönlicher Eindruck. Genauso Hype-Problem für uns ist Sarah J. Mars Akotar. Es ist ein riesiger Hype, auch genreübergreifend. Aber ja, was ist es denn jetzt eigentlich? Ist es denn noch Fantasy? Ist es nicht eher Romance? Also, dass es Romanity ist, ist ja klar, aber in welchem Genre ist es denn jetzt tatsächlich zu Hause? Und ja, also Evie ging es da viel zu sehr um die romantische Seite, das fand sie mega nervig. Und ich persönlich muss sagen, ich habe das erste Buch von Akkutar gelesen und Charaktere und Story haben mich einfach nicht gecatcht. Ich kann euch nicht sagen, warum. Ich fand es irgendwie ein bisschen langweilig. Das Setting hat mich nicht überzeugt. Die Charaktere haben mich einfach nicht persönlich abgeholt. Also ich habe einfach keinen Bezug zu denen bekommen. Ich bin nicht nachts aufgewacht und habe an die gedacht. Und vielleicht war es auch der falsche Zeitpunkt. Vielleicht muss ich es einfach irgendwann mal später nochmal anfassen. Aber aktuell muss ich sagen, nö, gibt es so viel anderes. Freue ich mich jetzt lieber auf so eine Rieke Klausen, die mal in die Sports Romans abtaucht und mal tiefen entspannten Metalhead als Formel 1-Fahrer raushaut. Ja, gucke ich mir lieber an. Ja, Dylan ist ja sowieso, wer es auf TikTok vielleicht schon gesehen hat, der ist ja quasi eh schon, ohne dass ich ihn kennengelernt habe, mein imaginärer Bookboyfriend. Und ja, wir haben dann bald unser erstes Date des Buches vorbestellt. Aber ja, wahrscheinlich habe ich dann am Ende eh nicht viel zu melden, weil also Milena schnappt mir heiße Bookboyfriends gerne weg. Und ja, sie ist einfach die süßere von uns beiden. Die hat einen Mörderschlafzimmerblick. Da habe ich einfach verkackt, wenn sie daneben steht. Und mit ihrem süßen Mountain, das so klingt wie so ein Greifvogel, der gerade eine Maus erlegt. Ja. Kann man nicht viel machen. Genau. Jetzt kommen wir noch zu den Fantasy Hidden Gems. Eins davon ist Libadugo. Mögen wir an sich sehr, sehr gerne. Aber was viele vielleicht nicht kennen, ist Ninth House. Das ist düster, das ist komplex, genauso wie wir unsere Fantasy mögen. Auch ein bisschen frech. Und vor allem weniger Mainstream. Also es ist tatsächlich was sehr Eigenes. Muss man Bock drauf haben? Muss man ein bisschen experimentierfreudig sein? Und es gibt natürlich auch einen Grund, warum andere Bücher von Libadugo doch sehr, oh Gott, ich fühle mich gerade wie Benedict Camberbeth bei dieser Pinguin-Reportage, wo er bei der Dokumentation vergessen hat, wie man Pinguine auf Englisch ausspricht. Genauso fühle ich mich. Ich habe gerade auch, gefühlt, sage ich gerade Penwings, wenn ich Libadugo sage. Sorry. Es ist die Hitze. Ich glaube, es ist wirklich die Hitze. Ich habe jetzt eine Slushie-Maschine, ich mach's besser. Morgen mache ich mir ein Cola-Slushy, dann läuft's wieder. Genau, das hat uns abgeholt und ein absoluter All-Time-Favorite von Ilvi und mir, das wir auch schon FreundInnen empfohlen haben und auch da stieß es auf große Begeisterung. Das ist schon ein bisschen ein älteres Buch. The Night Circus von Aaron Morgenstern. Ein unfassbar atmosphärisches Buch. Das ist nicht so actionreich. Das ist eine von diesen langsamen Geschichten, die besser sind als das Schnelllebige. Sehr, sehr atmosphärisch, spaltet auch gerne mal die Meinungen, weil es einfach anders ist. Und hat eine sehr, sehr tiefgehende Thematik mit wirklich düsterem Vibe. Oh, was habe ich gelitten, als ich dieses Buch gelesen habe? Das hat mich sehr, sehr abgeholt und war mal was komplett anderes. Also wenn man mal Bock hat, irgendwie sehr überrascht zu werden und sich auf was Neues einzulassen. Ganz, ganz große Empfehlung. Hat definitiv fünf Schnur Haare von Milena bekommen. Und nachdem es aber auch eine Fantasy ist, hat auch Ilvi da mit ihrem Pötchen zugeschlagen und auch die ist da auf Top Ranking. Genau. Ja, wir sind schon weit über der Zeit. Das war's dann auch wieder für diese Woche mit Plot Pearl, dein Podcast mit zwei Beinen und zwölf Pötchen. Bis zum nächsten Mal.