Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten

Kelpies, Kaffee, Katastrophen

Mae Season 1 Episode 4

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In dieser Folge erwartet euch eine kurze Recap zu meinem Schottlandurlaub und dann geht es direkt zurück in den normalen Wahnsinn des Autorinnenalltags. Vom breiten Spagat zwischen Brotjob-Verpflichtungen und dem Schreiben über Volleyball als mentalen Ausgleich  hin zu Social Media als zusätzliche Hürde. Euch erwartet ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen zwischen Kreativität, Alltag und Chaos.

Rollt euch im Körbchen zusammen und sperrt die Öhrchen auf!

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Pfötchen still und Ohren auf bei Plot ⁇ Pearl, deinem Podcast mit Schnurrfaktor. Herzlich willkommen bei unserem Cozy Place für zwischendurch. Und heute geht es tatsächlich um den versprochenen Ausflug nach Schottland. Denn es ist ja mittlerweile schon gut vier Wochen her, dass ich in Aberdeen, also der Granite City, von Schottland war. Dort habe ich einige Tagesausflüge gemacht, sowie auch natürlich das Stadtbild selbst genossen. Und möchte euch da unter anderem in der heutigen Folge kurz hin entführen. Außerdem möchte ich euch natürlich erzählen, warum Kaffee eine so tragende Rolle in meinem Leben spielt, obwohl es überhaupt keinen Sinn macht, wenn man drüber nachdenkt. Aber ja, das lassen wir lieber und nehmen ihn weiter als Stärkung. Und natürlich geht es auch um Katastrophen im Autorenalltag sowie im Alltag einer Lesekatze, beziehungsweise drei wunderbare Lesekatzen hier in der Wohnung. Wir fangen an mit Schottland, das Land der Mythen und Mysterien und ja, neben Irland eindeutig mein absolutes Herzensland. Schon allein bei der Landung habe ich jedes Mal Tränen in den Augen, weil es sich wirklich für mich anfühlt wie nach Hause kommen. Mein Herz, meine Seele lebt in diesen beiden Ländern und ich habe keine Ahnung warum. Es macht tatsächlich überhaupt keinen tieferen Sinn. Ich bin halb Tschechin, halb Deutsche und habe eigentlich mit diesen beiden Ländern keine sichtbare Verbindung. Nichtsdestotrotz fühle ich mich dort einfach zu Hause. Land und Leute haben mein Herz im Sturm erobert von der ersten Sekunde an, die ich jemals auf irischem oder schottischem Boden stand. Abgesehen davon ist natürlich für mich Stiernatur und wahrscheinlich auch für meine Neurospiciness einfach eine unfassbar schöne Erfahrung, dieses Naturbild in mich aufsaugen zu dürfen. Es ist überall grün, es gibt Felsen, es gibt Meer, es gibt Klippen, es gibt wunderbare Cozy Spaces mit Schafen, auch wenn meine Allergie da nicht so begeistert ist. Und es gibt guten Tee, es gibt guten Kaffee, es gibt, naja, der Tee ist definitiv besser, aber trotzdem, es gibt unfassbar guten Whisky. Da gehört ja mein Herz auch hin. Und auch sehr leckeres Gebäck und vor allem bodenständige Hausmannskost, die wirklich gut schmeckt. Also das Schimpfen auf die großgefasst englische Küche kann ich tatsächlich nicht verstehen. Ich persönlich mag es sehr gerne. Und ja, auch zu dem einen oder anderen Guinness sage ich nicht nein. Ja. Was fasziniert mich ansonsten an den Ländern? Was mich wahnsinnig fasziniert, ist die Positivität der Leute. Die haben viel öfter ein Lächeln im Gesicht als das deutsche Pendant. Und sind auch deutlich hilfsbereiter, entspannter, ruhiger. Man hat das Gefühl, die haben sich in sich gefunden und tragen das auch nach außen. Und das ist für mich einfach wholesome. Ja, anders kann ich es nicht sagen. Und ja, die Natur kommt obendrauf, also ich kann es nicht oft genug betonen. Ich habe auch nichts gegen Wind und Wetter, wobei ich sagen muss, die Male, die ich sowohl in Schottland als auch in Irland war, hat es vielleicht mal ein, zwei Tage geregnet, so wie hier in Deutschland ehrlich gesagt auch recht häufig im Frühsommer. Und ansonsten hatte ich sehr oft Glück mit strahlendem Sonnenscheinen. Ich kann mich an einen Tag in Dublin erinnern, wo ich tatsächlich vier Jahreszeiten an einem Tag erlebt habe. Innerhalb weniger Stunden hat es gehagelt, es gab strahlenden Sonnenschein, es gab Wind und Wetter und Regen und ja, auch so ein frühlingshaftes Aufblühen. Auch den Tag habe ich fest in mein Herz geschlossen, weil es einfach mal was ganz Besonderes und was ganz anderes war. Aber größtenteils muss ich sagen, wie man auch auf Bildern, ich werde da bei Social Media mal was reinstellen, wie man auf den Bildern auch unschwer erkennen kann, es war jedes Mal für meinen Geschmack fast ein bisschen zu sonnig. Es ist wirklich, die Farben kommen unfassbar gut raus auf den Bildern. Dieses strahlende, leuchtende Grün und auch jede kleine Maserung der Steinformationen. Einfach traumhaft. Was habe ich in Schottland jetzt eigentlich getrieben, während meine armen Lesekatzen alleine zu Hause waren, beziehungsweise von der Omi umsorgt wurden? Denn meine Mutter kam vorbei und hat sich zweimal am Tag um die Süßen gekümmert, hat sich auch wirklich sehr viel Zeit genommen und die drei verwöhnt. Und ja, also sie waren durchaus gar nicht so undankbar für diesen kleinen Urlaub auch von mir und meinem Stress. Und die pure Aufmerksamkeit der Besuche sowie ganz viel Zeit zum Lesen zwischendurch. Ich persönlich bin währenddessen mit einem Mietwagen durch die Gegend gesteuert. Also ich bin immer von meinem Hotel in Aberdeen aus gestartet und habe dann kleine Tagesausflüge gemacht zu einigen alten Burgen und Schlössern, wie zum Beispiel Donotto Castle oder auch Slayes Castle. Beides hat mich sehr beeindruckt. Donotto Castle, wenn man da schon mal war, oder schaut euch mal Bilder davon an. Es ist wirklich ein absoluter Traum. Hat übrigens auch in der Dream-Silogie, also Anatomy of Dreams, von Charlotte McCallan eine sehr inspirierende Rolle für das ein oder andere Schloss gespielt. Beziehungsweise für ein ganz besonderes Schloss, das mir auch sehr ans Herz gewachsen ist. Wer die anderen Folgen vielleicht nicht gehört hat oder mich noch nicht so gut kennt, bin ein sehr großer Fan von den Werken von Charlotte McCallan. Und gerade die zwei Schätzchen, die in Schottland spielen, haben mein Herz sehr, sehr höher schlagen lassen. Weil ja, was gibt es Schöneres als diese Szenerie und dann auch noch einen heißen Schotten. Und seinen Bruder, den ich persönlich ja irgendwie nochmal irgendwie ein schimmerndes kleines Plätzchen auf einem Podest in meinem Herzen gesichert habe. Wenn ihr mal über eingestolpert. Ich liebe den Kerl. Was habe ich sonst noch dort getrieben? Ja, genau, Slane's Castle natürlich. Um darauf zurückzukommen, Slane's Castle ist die alte Burg, das Schloss, das angeblich Bram Stoker zu Dracula inspiriert hat. Er hat ja dann an eine Burg in Rumänien ausgewählt, obwohl er selbst noch nie in Rumänien war, aber Tatsache optisch und wahrscheinlich auch den kreativen Geist inspiriert hat. Offenbar es Lane's Castle. Und ich muss sagen, ich stand da oben auf dieser Klippe im Sturm bei strandem Sonnenschein. Ich wäre bei Nacht dort gewesen. Aber ich glaube, da hätte ich den Weg nicht hochgefunden. Stand da im Sturm. Es war wirklich, also man kann das nicht mehr Wind nennen. Und die Einheimischen haben sich echt Sorgen gemacht, dass sie mich von den Klippen holen müssen. Weil ich da zu nah an die Ränder gegangen bin aus ihrer Sicht. Ich muss sagen, ich habe mich da sehr wohl gefühlt. Also ich bin halt, ich bin eine Sturmtochter. Ich mag das. Und ich bringe ja auch ein bisschen Gewicht auf die Waage. Das heißt, mich weht es auch so schnell nicht weg und ich habe einen ziemlich festen, stabilen Stand. Ich weiß auch darauf, dass ich selbst früher oft in den Bergen war, wie man sich zu positionieren hat, damit nichts passiert. Aber das können die natürlich nicht wissen und sie waren wirklich zuckersüß und haben sich sehr bemüht, mich darauf hinzuweisen, dass es da schon ein bisschen gefährlich ist. Es waren auch sehr viele Möwen da. Ich persönlich bin ja ein großer Fan von den fliegenden Katzen. Und ja, es war ein Traum. Ich kann es nur sehr empfehlen. Also wenn ihr mal in der Nähe von Aberdeen seid, schaut auf jeden Fall bei Slain's Castle vorbei. Donato Castle steht ganz für sich alleine. Ist auch wunderschön und eine Erfahrung wert. Auch wenn ich als Asthmatiker und Mensch mit Knie- und Rückenproblemen sagen muss, runter ging es leicht, der Wiederaufstieg von, also man geht in ein Tal runter und dann in dieses Schloss hoch, beziehungsweise auf das Burggelände hoch. Man muss den Weg halt auch wieder zurückgehen. Und der Weg zurück, zusätzlich noch mit Allergien, der Ginster hat geblüht bis zum Umfallen und da sind mehrere Schafweiden direkt außen rum. Der Wiederaufstieg war durchaus atemlos. Aber trotzdem, es war es wert. Ich möchte es nicht gemisst haben. Außerdem bin ich natürlich an einem Tag in die Innenstadt gegangen, habe dort ein Einhorn gesehen und habe mir im Waterstones ein paar Bücher als Nachschub besorgt, auf Englisch natürlich. Wobei ich hier sagen muss, da ist Junas Riege, also am meisten im Bereich Thriller, in mein Körbchen gewandert. Und unter anderem der Silent Patient, den ich letztens ja besprochen habe. Was, welche Auswirkungen hat das jetzt auf meine Buchprojekte, dass ich in Schottland war? Ganz klar, mein Herz hat sich auch diesmal erneut wieder verliebt und ich möchte unbedingt wieder nach Schottland, also auch nächstes Jahr kann es gut sein, dass die Schotten nicht ganz sicher von mir sind, wenn es mich nicht wieder nach Irland oder Skandinavien zieht und überhaupt genug Porto in der Reisekasse vorhanden ist. Und natürlich meine drei Damen mich in den Urlaub entlassen. Welche Auswirkungen hat das? Die Auswirkungen hätte es schon deutlich früher geben können, aber bisher war ich ja brav und zurückhaltend, habe über Bulgarien und sehr viel in Amerika geschrieben. Und tatsächlich bin ich am überlegen, ob ich eins meiner Folgeprojekte, jetzt wenn ich Sylvia Cage überarbeitet habe, nicht vielleicht nach Schottland verlegen soll. Oder vielleicht auch nach Irland. Also es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Also ja, es bleibt spannend, das wird nicht langweilig. Das alles führt natürlich zu der Frage, was nehme ich denn eigentlich von solchen Reisen mit, abgesehen von einer Menge Fotos und einem absolut leeren Bankkonto. Futter war die Fische. Natürlich nehme ich das Flair mit, ich nehme das Gefühl mit, ich nehme sehr viel von der Entspannung mit, auch wenn es diesmal ein bisschen heikel bei Rückreise war. Aber mit im Gepäck und in meinem Kopf und vor allem natürlich auch festgehaltenen, unzähligen Fotografien, ist der Vibe, den ich dann früher oder später garantiert in ein Buch einfließen lasse. Und damit sind wir auch schon beim Alltag, insofern, ja, wie läuft das eigentlich so bei mir? Ihr habt ja schon gehört, ich bin eine kleine Tausendsasserin. Ich habe irgendwie immer sehr viel auf meinem Tisch liegen. Meine To-Do-Liste ist ellen, lang und endet nie. Und vor allem wird sie permanent durch neue Dinge ergänzt. Und ja, zwischen Brotjob, Volleyball und anderen Katastrophen, wie kriege ich das eigentlich auf die Reihe? Mein Hauptgeheimnis ist, ich brauche wenig Schlaf, beziehungsweise meine Buchprojekte, meine Buchcharaktere rauben mir den Schlaf ohnehin. Und die drei Damen hier, allen voran Juna, sind da auch ganz gut dabei. Das heißt, ich habe auch ein bisschen mehr Tag verfügbar als andere Menschen. Ich bin an sich auch eine absolute Nachteule. Das heißt, vom Naturell her bin ich nachtaktiv und ich richte mich nach meinem Wecker mit dem ins Bett gehen und muss irgendwie den Tag überstehen, an dem ich tatsächlich besser schlafen könnte als nachts. Nachts bin ich unfassbar kreativ, nachts bin ich auf Hochtouren im Kopf. Da funktioniert mein Verstand viel besser als tagsüber. Tagsüber ist für mich wie für andere Leute um 5 Uhr morgens, wenn man noch nicht so ganz warm gelaufen ist. Und ja, dementsprechend auch hier wieder der Vergleich mit Terry Pratchett's Trollen. Ja, nicht nur bei Hitze funktioniert ich nicht, ich funktioniere auch tagsüber an sich dezent eingeschränkt. So, wie bekomme ich das jetzt alles hin? Ich habe einen Bootjob, bei dem ich tatsächlich Vollzeit arbeite. Gar nicht so einfach. Ich habe mittlerweile in den letzten Jahren ein bisschen Stunden gekürzt, aber es sind immer noch 37 und 37 zählen in Deutschland immer noch als Vollzeitjob. Und ich habe ja auch noch die Hin- und Rückfahrts zum Büro und vom Büro wieder nach Hause, in der ich jetzt eher nicht so kreativ sein kann. Vor allem kann ich nicht an den Tasten sein. Und lesen kann ich in der Zeit auch nicht. Im Winter höre ich da tatsächlich Hörbuch im Auto. Im Sommer fahre ich mit dem Motorroller und kann dementsprechend auch nicht Hörbuch hören. Sehr zu meinem Leidwesen. Aber ja, im Sommer dann permanent im Auto im Stau stehen. Statt mit dem Roller so ein bisschen durchzuschlängeln, ist natürlich auch kein Vergleich. Dafür wird es im Sommer dann oft auch recht nass, weil der eine oder andere Regenschauer mich überrascht und mich meistens erwischt, eine Viertelstunde, bevor ich zu Hause bin und ja, zwei Minuten auf dem Roller reichen und pitch nass und völlig durchgeweicht nach Hause zu kommen. Außerdem habe ich ja noch die externen Katzen nebenher. Das heißt, oftmals habe ich vor oder nach dem Bootjob auch nochmal ein paar Stündchen obendrauf, wo ich super süße, liebe Katzen besuchen darf und jedes Mal sehr dankbar für ihr uneingeschränktes Vertrauen bin und mich freue, sie ein bisschen verwöhnen zu dürfen, während ihre Leute unterwegs sind. Außerdem spiele ich ja noch Volleyball seit 31 Jahren, habe ich, glaube ich, schon erwähnt. Mittlerweile etwas ruhiger als früher, unter anderem, weil ich körperlich eingeschränkt bin. Das Alter hat zugeschlagen und dass ich früher eine absolute Kamikaze-Spielerin ohne Rücksicht auf Verluste war, hat auch sein Tribut gefordert. Nichtsdestotrotz stehe ich gerne in der Halle mit meinem Team, mittlerweile im Mixbereich. Und ja, hau auf den Ball, was ich halt noch so draufhauen kann. Und gucke auch so, dass ich meinem Team, wo ich kann, den Rücken stärke. Und ja, tobe mich ein bisschen aus. Man kann ja nicht immer nur sitzen. Und das Ganze schaffe ich eigentlich nur durch ein abartiges Zeitmanagement. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn Leute Probleme haben, ihre Zeit einzuteilen oder einzuplanen, weil mein Zeitmanagement, und ja, das ist wahrscheinlich autistisch bedingt, ist wirklich Cherry on Top. Also ich habe ein wahnsinnig gutes Zeitmanagement. Ich kann auch Dinge wahnsinnig schnell und effektiv erledigen. Die Kehrseite davon ist, es kostet mich sehr viel Energie und ja, der ADHS-Goblin fordert halt eben zwischendurch auch mal sein Tribut. Also wenn der organisierte Teil von mir wunderbar perfekt alles geplant hat, zerschießt mir das halt dann die exekutive Dysfunktion, die eben, wenn man überreizt ist oder einfach zu viele Löffel am Tag eingelöst hat, also zu viel Energie verbraucht hat, ja, dann fordert das halt einfach seinen Tribut. Und ja, dann sitzt man irgendwie da und starrt die Wand an und macht sich selbst Vorwürfe, was nochmal zusätzlich Energie kostet und kommt dann irgendwie gefühlt gar nicht mehr auf die Beine. Aber größtenteils habe ich das tatsächlich eigentlich erstaunlich gut im Griff und bin froh drum, dass ich das so gut durchtakten kann und dass ich mich oft auch gut dran halten kann. Dolores, meine Migräne, macht mir natürlich auch zwischendurch mal einen Strich durch die Rechnung. Und dann kann schon mal sein, dass die zwei Stunden, die ich fürs Überarbeiten, fürs Schreiben, für irgendwas Puchiges eingeplant habe, einfach zerschossen werden, weil ich im dunkeln, im stillen Kämmerchen liege und versuche, meinen Körper wieder zum Funktionieren zu kriegen, beziehungsweise mich aktiv auszuruhen. Und Spoiler-Alert, ist nicht meine Stärke. Ich bin auch ganz schlecht in Meditation, weil ich da immer innerlich ausraste, weil ich das Gefühl habe, es falsch zu machen. Ich kann nicht so lange ein- und ausatmen, wie ein Meditationstrainer mir das vorgibt. Ich stelle mir Dinge anders vor, als vielleicht normal konnotiert sind. Und ich kann das nicht wie andere Leute einfach dann wieder im Kopf richtig schreiben. Also wenn jemand sagt, du stehst im Wald, stelle ich mir einen Nadelwald vor und dann hat der aber einen Laubwald gemeint. Und ich kann das im Kopf nicht hinbiegen. Ich hänge mich dann an diesen Dingen auf und bin da mega sauer auf mich selber, dass ich dumm war, mir den richtigen Wald vorzustellen und raste innerlich aus. Und ja, bezwecke genau das Gegenteil von dem, was ich eigentlich tun wollte, indem ich eine Meditation angefangen habe. Was ich gut kann, ist in Kerzen starren. Wenn da noch Musik dabei ist, dann funktioniert das ganz gut. Das mache ich ganz gerne zum Runterkommen. Abwegigerweise für die meisten Menschen, die jetzt keine Metal Heads sind, höre ich dabei sehr gerne Metal. Mich entspannt diese Art von Musik und ich höre sie einfach gern. Ich finde die sehr gefühlvoll, ich finde die sehr intensiv. Und das gibt mir Ruhe im Kopf. Und das ist manchmal einfach Gold wert. Und ja, dazu starre ich dann irgendwie eine Kerze an und dann ist wunderschön. Manchmal triggert es dummerweise Gedanken an irgendwelche Buchprojekte und ja, dann habe ich wieder 5000 Plots, aber nur Zeit, ein Buch zu schreiben. Und das fällt mir dann auch nicht immer ganz leicht, mich da dann loszusagen von den ganzen anderen Charakteren, die da schon Schlange stehen und die ich schon spannend finde und die ja schon durch diesen einen Song irgendwie in mir ausgelöst wurden und deren Welt ich schon so ein bisschen kennengelernt habe und wo alles mir danach prickelt, mehr von dieser Welt zu sehen und mehr von diesen Leuten zu sehen, die besser kennenzulernen, die besser verstehen zu lernen, deren Gepäck zu sehen, das sie mit sich tragen und da voll rein hacken zu können, damit sie sich charakterlich weiterentwickeln können und das zulassen können, was sie dann am Ende brauchen. Und ja, das beschreibt, glaube ich, meine Art von Romance schon sehr gut. Meine Art von Romance ist genau dahinge gelagert. Der Fokus ist auf der Entwicklung der weiblichen Protagonistin im Regelfall und weniger auf dem tatsächlich romantischen Aspekt. Das ist dann so das Leckerli obendrauf, dass es natürlich auch eine schöne Love Story gibt mit einem sehr Green Flag, einem Boyfriend im Normalfall. Ich mag die grünen Flaggen einfach lieber als die roten. Vielleicht, weil ich im Leben schon sehr vielen roten Flaggen begegnet bin und mich damit ganz gut auskenne. Und ich auch weiß, dass es utopisch ist, dass die sich großartig verändern. Und dass sie es eben nicht gut mit allem meinen. Das ist auch ein Grund, warum ich mit Dark Romance nicht so ganz grün werde wahrscheinlich, weil ich da nicht meine Erfahrungen im Hintergrund abschalten kann. Ich kann da nicht so frisch rangehen wie andere und kann mich dementsprechend auch nicht auf diese Art drauf einlassen und finde dann eher immer wieder irgendwas, was mich, ah, was mir so ein bisschen die Zehnägel aufstellt, ja. Wo ich mich nicht reindenken kann, warum die weibliche Protagonistin die jetzt interessant findet. Genau. Ich gönne es aber jedem vom Herzen, der da anders reintauchen kann, der da abschalten kann, der da auch vielleicht gewisse Erfahrungen einfach nicht machen musste im realen Leben und sich da dann so ein bisschen austoben kann. Vollstes Verständnis. Ich kann es einfach nicht. Das ist eine der Sachen, die ich, ja, wo ich halt einfach eine Fehlfunktion habe, in Anführungszeichen. Ja, beim Lesealltag der Katzen ist es ähnlich stressig. Also in der Früh müssen sie ja mit mir aus den Federn. Juna hat meistens vorher nochmal ein, zwei Stunden Private Cuddle Time mit mir. Das heißt, die kommt ins Bett, tippt mich an, haucht mir ihren wundervollen Morgenarten ins Gesicht, ratscht mit ihrer Zunge über meine Nase und fordert uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Liebe. Und ja, ich habe gelernt, egal wie sehr ich mich dagegen wehren möchte, am Ende läuft es doch darauf raus, dass ich sie ihr gebe. Und irgendwann um sechs klingelt dann der Wecker und dann geht der Alltag los. Die Mädels kriegen was zu essen, ich mache mich fertig und fahre in die Arbeit. Und irgendwann abends komme ich wieder zurück, während die Mädels hier den Haushalt geschmissen haben und schon den einen oder anderen Lesevorsprung erworben haben und natürlich auch ein bisschen Stress miteinander hatten, beziehungsweise Milena zum Beispiel die Straße im Blick hatte, die guckt vom Küchenfenster immer runter auf die Hauptstraße und verfolgt das Geschehen dort. Ja, Live-Reporterin am Start, zusammen mit ihrer inneren Polizistin, die sie dann immer channelt. Ich sage immer Oberwachtmeisterin Mila ist wieder am Start. Ilvi ist mehr so der Surfer-Dude, die chillt relativ lange, aber ja, bis abends ist schon eine lange Zeit und der Leckerly-Notstand wird spätestens um 9 Uhr morgens ausgerufen. Da bin ich aber schon weg und dementsprechend leidet sie den ganzen Tag mit ihrem knurrenden Magen, der sich doch so sehr nach kleinen Tasty-Treats sehnt. Und Juna und ihre Stimmen versuchen dann auch irgendwie ihren Alltag zu bewältigen. Sie wird von denen teilweise durch die Wohnung gehetzt, wird dazu veranlasst, Milena oder Ilvi in den Hintern zu weißen und muss dann mit den Konsequenzen leben. Ja, auch die Vögel, die draußen vorm Fenster natürlich ihr Unwesen treiben und denen man keinen Einhalt gebieten kann, sind ganz schön stressig für die Mädels. So, und dann sind wir auch schon beim Unterschied zwischen poetischer Vorstellung und knallharter Realität. In meinem Kopf ist das nämlich so, dass ich, während ich in der Arbeit sitze, mir schon denke, und abends lasse ich meinen Hintern gemütlich auf den anderen Schreibtischstuhl sinken, klappe den privaten Laptop auf und sitze mega produktiv am Manuskript, genauso am Wochenende, wo ich jede freie Minute den Laptop aufklappe und an meinem aktuellen Manuskript sitze und da Arbeit und Mühe und Seele reinstecke und alles von mir gebe. Und die Workload von mindestens 10 bis 20 Autorinnen einfach mal locker wegtippe. Ja, die Realität sieht dann anders aus. In der Realität kommt A relativ häufig das Leben dazwischen. Das heißt, irgendwelche Alltagsaufgaben, Family, Freunde, Dinge, die erledigt werden müssen. Arztbesuche, Tierarztbesuche. Die Mädels lassen mich nicht zur Ruhe kommen, weil sie sich gegenseitig durch die Wohnung jagen, weil Juna Stimmen gehört hat und irgendwem in den Hintern gebissen hat. Oder mir die Zehen abkraut. Oder ich bin länger im Stau gestanden, habe Mordshunger und muss erstmal was essen, aber dann kommt das Foodkoma und man schafft einfach erstmal nichts mehr. Und dann ist es schon zehn und um 10 rentiert sich nicht mehr, sich für eine halbe Stunde nochmal hinzusetzen, weil da schafft man ja nichts. Und vor allem gerade am Wochenende, wo man ja dann doch das eine oder andere Mal eigentlich ganz gut Zeit hätte, da passiert das absolut Unerwartete. Nämlich mein Energiehaushalt ist einfach aus, nein, ist aus der Balance gerissen. Und ich sitze dann halt stundenlang einfach nur da und starr meine wundervoll gestrichene Wand an. Meine Wand ist nämlich in so einem Hellen grünlichen Ton gestrichen, der mich an dunklen Salva erinnert, der aber Spa heißt. Ja, und ich habe es natürlich ja ein Coveropfer. Ich habe das genau nach diesem Namen gekauft. Und ich muss sagen, ja, er hat eine beruhigende, entspannende Wirkung. Er ist auch sehr schön. Ich sehe mich tatsächlich auch nicht dran satt. Ich hatte ihn jetzt schon ein paar Jahre auf der Wand und finde ihn immer noch wunderschön jedes Mal, wenn ich ihn anschaue. Und ja, wie ihr jetzt gehört habt, ich schaue ihn ziemlich oft an. Also am Wochenende bin ich manchmal einfach durch. Und dann ist das so, wie wenn man irgendwie so einen richtig harten Partyabend oder so eine Partynacht hinter sich hat und man einfach am nächsten Tag irgendwo mal so mittags aufsteht, noch einen Riesenschädel hat und einfach nichts packt und sich dann einfach hinsetzt und diese Wand anstarrt. Und dieses weiße Rauschen im Hinterkopf hört und einfach nichts mehr auf die Kette kriegt. Genau so ist das. Problem ist gleichzeitig, weil ich schaffe ja immer mehrere Tonspuren in meinem Kopf gleichzeitig. Also zusätzlich zu diesem weißen Rauschen oder diesem Fehlfunktionston, der man so macht, höre ich noch die Selbstvorwürfe, die ich mir mache, weil ich gerade nicht produktiv bin. Das hilft beim Entspannen. Nicht wirklich. Das ist ziemlich kontraproduktiv. Also, ja, eine romantische, poetische Vorstellung. Gott, es wäre ein Traum, wenn ich das tatsächlich so umsetzen könnte. Und ja, es gibt ein paar Abende, ein paar Wochenenden im Jahr, wo das tatsächlich so läuft und ich tatsächlich eine absolut unmenschliche Workload stemme. Aber der Normalfall ist tatsächlich, ich schaffe es nicht. Oder ich schaffe deutlich weniger, als ich mir vorgenommen hatte, weil ich auch einfach sehr ambitioniert bin. Wie sieht es denn mit dem Volleyball aus? Warum und wie lange spiele ich eigentlich Volleyball? Und warum bin ich trotz meiner körperlichen Schäden immer noch dabei, obwohl ich kein bionisches Wunder bin und auch kein Cyborg? Ja. Ich spiele hauptsächlich, um den Kopf frei zu bekommen. Ich spiele, um meinen Körper zu bewegen und ja, auch den ein oder anderen Kraftpunkt zu sammeln, um ein bisschen Stabilität in meinen Körper zu bringen und damit auch in mein Leben. Und gleichzeitig auch meine Social Skills im Team ein bisschen auszubauen und in einer sicheren Atmosphäre von Leuten, die ich wirklich sehr gut kenne und denen ich auf dem Feld vertrauen kann. Und ja, das da einfach ausleben kann. Vor allem geht es aber darum, den Kopf frei zu bekommen. Und das klappt mal mehr, mal weniger gut. Denn beim Volleyball habe ich tatsächlich einen ziemlich guten Hyper-Fokus. Das heißt, ich kann sehr viel anderes ausblenden. Ich höre mal zur Abwechslung nicht 300 Stimmen gleichzeitig in meinem Kopf oder 300, habe nicht 300 Tabs offen und frage mich, woher die Musik kommt, sondern ich kann mich tatsächlich auf eine Sache, nämlich auf den Ball konzentrieren und auf den Gegner. Und ein bisschen natürlich auch auf meine Teamkollegen, damit wir uns nicht gegenseitig in die Parade laufen und nicht verletzen. Und ich kann meine Ambitionen geradeaus steuern. Ich kann mir nicht parallel Selbst Vorwürfe machen, dass ich nichts schaffe, während ich den Ball hinterherhetze und mich darüber ärgere, dass ich zu langsam war, dass ich nicht den richtigen Winkel getroffen habe oder dass ich in den Block geschlagen habe, weil ich offenbar meine Augen nicht offen hatte. Gleichzeitig gibt es einem unfassbar viel Dopamin, denn wenn man am Block vorbeischlägt und einen Punkt macht, ist das, Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein geiles Gefühl das ist. Vor allem, wenn man als Frau auf dieser Mittelhöhe spielt. Das heißt, ich spiele ja auf ein höheres Netz als für Damen normalerweise üblich. Und wenn man da einen guten Punkt zimmert oder der gegenüber der gegenüberstehende Abwehrspieler die Augen aufreißt, weil er den Ball doch ein bisschen fester um die Ohren gedronnet kriegt, als er erwartet hatte. Oder man zum Beispiel auch den gegenüberstehenden Kerl einfach mal knallhart lockt, weil man übers Netz kommt und die Pütchen fest hat. Das macht Spaß und das sorgt für meinen Dopaminhaushalt. Außerdem, wir wissen ja, kreative Problemlösung funktioniert oft nicht am Schreibtisch, wenn man sich drauf verkopft und versteift, sondern ab und zu muss man da so ein bisschen raus, muss sich auf was völlig anderes konzentrieren und plötzlich poppt eine Idee im Kopf auf, wo man sich denkt, ja Mann, auf die habe ich gewartet. Ja, deswegen spiele ich Volleyball. Und ja, ich bin ein ehemaliger Angreifer-Typ. So fühle ich mich auch teilweise im Angriff dann frustriere, weil meine Schulter nicht mehr so viel hergibt wie früher, weil ich nicht so hoch springe wie früher und weil ich auch nicht mehr so draufzimmern kann, wie ich es gewohnt bin, vor allem nicht in jedem Winkel. Wenn es dann halt mal klappt, pures Relief. Pure Freude, pures Genießen. Und das Wissen, das war mein Punkt. Und der von meinem Zuspieler. Genau. So, jetzt wieder ein bisschen zu den Schattenseiten, nämlich Social Media. Ich glaube, jeder, der selbst als Autorin tätig ist, kennt diese Krux mit der Social Media. Ja, das ist irgendwie ganz süß. Man lernt darüber Bloggender kennen, das ist wunderschön. Man kriegt Feedback im Optimalfall, zum Beispiel eben vom Bloggenden oder von Lesenden. Man bekommt mit, dass das Buch in die Welt rausgeht und dass es Leute wertschätzen. Und gleichzeitig muss man halt irgendwie Marketing betreiben. Und A ist Marketing auch bei den anderen Menschen auf der Plattform jetzt nicht so mega beliebt. Also wenn man jetzt permanent natürlich das Buch um die Ohren haut und sagt, kauf es, kauf es, kauf es, finden die Leute das irgendwie ein bisschen nervig. Kann ich verstehen. Ich persönlich mag auch keine Klinkenputzer und Vertreter. Gleichzeitig, naja, wird einem als Autorin auch permanent gesagt, man hat zu wenig Marketing betrieben, niemand kennt das Buch. Und das ist tatsächlich auch oft der Fall. Also ich denke ja immer, wenn ich was einmal da in die Welt rausschicke, dann hat das jeder gesehen, den es interessiert und dann brauche ich das nicht wiederholen. Ich habe aber auf die harte Tour gelernt, dass es eben genau nicht so ist, dass Leute eben nicht jeden Tag nur darauf flechzen, deinen Account zu sehen und deine Storys und das alles sofort verinnerlichen und alles abspeichern und aufsaugen, sondern dass sie es teilweise auch einfach verpasst haben, dass sie es nicht gesehen haben, dass es nicht vom Algorithmus nicht ausgespielt wurde. Dass sie es vielleicht einfach zwei, drei, viermal sehen müssen, aufgrund der Flut an Sachen, die da auf einen einprasseln, um aktiv wahrzunehmen, achso, du hast ein neues Buch geschrieben. Ach, das geht darum. Aha, so sieht das aus. Ja, völlig verständlich, geht mir genauso. Ich sehe was auch flüchtig und beim nächsten Mal habe ich es wieder vergessen. Ist auch völlig legitim. Aber ja, sorgt natürlich auch dafür, dass wir das einfach permanent in die Kamera halten müssen. Ich bin jetzt so der Typ, wie viele meiner Autoren, Kolleginnen, die ich so persönlich kenne. Alter, warum hat mir das vorher keiner gesagt? Warum hat mir keiner gesagt, dass ich permanent aus der gemütlichen, dunklen, wunderschönen, einsamen Schreibhöhle raus in dieses fucking Randenlicht muss, um irgendwelchen Leuten zu erzählen, dass es mich gibt und dass ich cool bin und dass man meine Bücher mag. Oder dass es meine Bücher überhaupt gibt, worum die eigentlich so gehen und dass man es vielleicht mag. Ich bin da drin auch noch mega schlecht, weil ich bin absolut introvertiert. Ich bin eine super krasse Schüchterkatze. Für mich ist es schon der absolute Schmerzpunkt, auf irgendwelche Buchmessen zu fahren mit einem eigenen Stand, wo Leute zu mir an den Stand kommen, wenn sie sich für meine Bücher interessieren. Und ich ja gar nicht so marktschreierisch irgendwie wie in Social Media unterwegs sein muss. Aber trotzdem, ja, es kostet mich schon einiges, weil ja, da sind Menschen und die sprechen mich an. Und so sehr ich mich dann einerseits darüber freue, dass man ja Interesse entgegengeworfen bekommt und unfassbar nette und interessante Menschen trifft, kostet es mich wahnsinnig viel Energie und kostet mich auch ganz, ganz viel Überwindung, weil ich einfach, ja, ich würde am liebsten alleine zu Hause mit den Katzen sitzen und da so abgeschottet von der Welt, maximal vielleicht mal die beste Freundin reinlassen. Dazu kommt dann der Druck, ständig sichtbar zu sein, also neben dem ganzen Programm, das man hat, wo man dann irgendwie sich die Zeit aus den Rippen schneidet, Bücher zu schreiben und zu überarbeiten, man auch noch zusätzlich irgendwelche Inhalte produzieren muss, statt eben genau diesen Job zu machen, für den man sich ja freiwillig entschieden hat. Plus der Algorithmus hat permanent neue Regeln, neue Reichweiten, Regulierungen, schraub die Reichweite runter, weil man als Account zu klein ist, weil die Sachen, die man gerade so teilt, nicht genug Interaktion haben, weil man nicht trendy genug ist, weil man vielleicht auch einfach keinen Bock hat, jeden Trend mitzumachen oder bestimmte Trends halt auch einfach nicht so mitbekommt. Ja, teilweise ist es eben auch mangelnde Interaktion, das heißt, es sehen zwar einige Leute dein Video, aber mittlerweile sind die Leute halt auch mehr auf Scrollen aus und ein bisschen weniger auf tatsächliche Unterstützung. Das heißt, oft fehlt dann einfach, dass sie da das kleine Herz anklicken, dass sie deinen Beitrag speichern, dass sie den weiterteilen, dass sie einen Kommentar dazu schreiben, was sie cool dran finden oder was sie nicht so cool dran finden. Und all das spielt dann in diesen Algorithmus mit rein und sorgt dafür, dass deine Videos besser oder schlechter ausgespielt werden oder auch die Posts oder die Storys oder was auch immer man auf welcher Plattform auch immer teilt. Und auch hierzu gibt es gefühlt wöchentlich neue Tipps und Tricks. Und das tut dann teilweise auch weh in Kombination mit, naja, man möchte eigentlich authentisch sein, man möchte ja eigentlich seine Seele nach außen tragen. Also ich meine, wenn ich schon ins Rampenlicht muss, dann wenigstens ehrlich und authentisch. Aber das ist zum Beispiel auf TikTok und Instagram gar nicht so beliebt. Da ist halt, da sind Hypes, da sind Trends, da ist es, da geht es einfach mehr um einen gewissen Coolness-Faktor auf gut Deutsch oder um ein gewisses Entertainment. Die Leute wollen eine bestimmte Richtung sehen. Und da spielen so kleine Schüchterkätzchen wie ich nicht zwingend rein. Und andere gehen da drin auf und blühen da auf und ja, liefern das dann entsprechend auch und haben dann natürlich auch den entsprechenden Erfolg. Und ja, das ehrlich gesagt ja auch zu Recht. Sie machen es ja richtig. Hängt dann natürlich auch mit Zeit zusammen, also aufwendige Beiträge, aufwendige TikToks, Dinge mit viel Schnitt, mit viel Shishi, kosten natürlich auch einfach abartig viel Zeit. Die muss man erstmal aufbringen können. Und auch da scheitern vermutlich viele Mitstreitende einfach an diesem einen Punkt, dass man so viel Zeit in der Woche einfach nicht aufbringen kann, weil es muss ja auch noch eine gewisse Regelmäßigkeit vorhanden sein. Dazu kommen dann noch wundervolle technische Pannen, wie zum Beispiel Instagram mobb nicht aktuell. Anders kann ich es nicht sagen. Also mal abgesehen von Alkoholithmus spielt mich nicht aus, weil ich offenbar Dinge falsch mache. Kann man aber wirklich pannen dazu, wie ich habe jetzt eine Bloggersuche am Start. Da hat es jetzt acht, mindestens achtmal. Jedes Mal habe ich liebevoll den Text runtergetippt. Das Bild dazu vorher schon reingeladen gehabt und hat es abgeschickt und aus unerfindlichen Gründen hat Instagram nur dieses Bild ohne Text gepostet. Das habe ich insgesamt, ich glaube, achtmal gemacht. Beim sechsten Mal rum war ich dann clever genug, den Text irgendwo anders hinzukopieren, dass ich mir dem wiederholen kann. Hat aber leider auch einige Versuche gedauert und ja, dementsprechend ist der Text dann auch immer ein bisschen schlanker geworden, weil man irgendwo einfach nicht mehr so viel Energie dafür hatte, das nochmal so schön und gut ausgearbeitet zu schreiben wie beim ersten Mal. Ja, und beim achten Mal hat es dann auch funktioniert. Dann gab es tatsächlich einen Text dazu. Problem ist, wenn man Sachen neu hochlädt, dann werden die, glaube ich, auch schlechter ausgespielt. Und aktuell ist einfach Sommerloch. Aktuell haben halt auch Bloggende einfach keinen Kopf dafür, sind vielleicht auch einfach in dem Zeitraum, den ich jetzt anbieten kann, auch schon ausgelastet. Und ja können mir dementsprechend nicht die positive oder vor allem nicht zu viel positive Rückmeldung geben, wie ich mir erhofft hatte. Genauso wie es gibt Beiträge, die dann überraschend funktioniert haben und Beiträge, wo wirklich viel Herzblut drin steckte, wo man sich wirklich Mühe gegeben hat, wo man geschnitten hat, wo man Musik hinterlegt hat, wo man I don't know, whatever, ja, wo du gefühlt mit einem Greenscreen aufgetreten bist und da noch Gott weiß was nachbearbeitet hast. Und die hat keiner gesehen. Dafür hast du da mal eins irgendwie hingerotzt, wo du gedacht hast, ach komm, ich hab keinen Bock, aber Algorithmus braucht was. Und die haben dann, ich weiß nicht, 600 Aufrufe, das ist für mich dann schon viel, weil ja, ich bin da einfach ein kleines Licht. Ich bin da eben auch nicht so firmen drin wie andere und vor allem habe ich mich noch nicht so gefunden, wie ich gleichzeitig den Algorithmus und die Menschen da draußen bedienen kann und trotzdem mir selbst treu bleiben kann. Und zum Abschluss, weil ja die Mädels gernen schon. Die sind ziemlich genervt davon, dass das jetzt hier so ein Loner ist, dass ich hier das Rampenlicht mal komplett auf mich als Autorin gelenkt habe und sie jetzt irgendwie gar nichts abgekriegt haben. Dafür gibt es eine extra Runde Leckerlis-Mädels. Ja. Das kann man zum Fazit sagen. Als Autorin, Reisen inspiriert ungemein, ist unvergleichlich und man nimmt vor allem sehr, sehr viel mit an Dingen, die man vorher vielleicht auch über die Länder nicht gewusst hat, über die man dann in Zukunft schreiben kann. Auch wenn es teuer ist, auch wenn die Katzen davon nicht begeistert sind, es ist es wert. Und ja, man muss ja nicht acht Wochen im Jahr reisen, es reichen ja auch mal zwei. Oder auch eine im schlimmsten Fall. Was kommt dazu? Kaffee hält uns Autorinnen und unsere maroden Körper irgendwie am Laufen. Das ist eine geheime magische Formel. Und auch wenn er mich persönlich müde macht, das Koffein hält meine Migräne in Schach. Und ich kann mir immer diesen Pseudo-Effekt einreden. Ja, dieses eine halbe Stunde gibt es dir ab und dann erst macht's müde. Ist bei mir tatsächlich ein totaler Nonsens. Mich macht Kaffee einfach abartig müde, weil er mich unfassbar entspannt. Aber er hält mich trotzdem auf absurde Art und Weise am Laufen, genauso wie schwarzer Tee. Und ja, Volleyball, beziehungsweise Sport im Allgemeinen blärst den Kopf zwischendurch einfach ordentlich frei und gibt einem nochmal zusätzliche Kapazitäten, beziehungsweise schafft auch einfach Freiraum für neue Ideen. Und Social Media ist und bleibt chaotisch, tut manchmal weh, aber hat eben auch positive Seiten, die wir nicht vergessen wollen. Und vor allem das Schreiben macht trotzdem Spaß. Und am Ende denke ich mir, vielleicht besteht das Leben genau aus diesen Dingen ein bisschen Inspiration, sehr viel Kaffee oder schwarzer Tee und genügend Katastrophen, dass man später was Interessantes zu erzählen hat und doch wenige genug, dass man sie übersteht. Ich wünsche euch schöne zwei Wochen und nächstes Mal sind auch die Mädels wieder mit am Start. Falls euch die Folge gefallen hat, lasst gerne ein Like da oder folgt uns auch gerne und hört in zwei Wochen wieder rein. Wir freuen uns auf euch, wenn es wieder heißt, Flott and Pearl zwischen Papier und Vogen.