Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten
Zwischen Plot Twists, Herzklopfen und Katzenpfoten sprechen wir über Bücher mit Schnurrfaktor, die uns nicht mehr loslassen.
Während wir in die Welt der spannenden Thriller, magischen Fantasy und tiefgehenden Romance abtauchen dürfen drei Dinge nicht fehlen: meine drei felinen Freundinnen, gemütliche Leseabend-Vibes und eine gute Portion Chaos zwischen Bücherstapeln und Leckerlis.
Wenn du Bücher liebst, gern neue Leseempfehlungen entdeckst und Lust auf ehrliche, unterhaltsame Geschichten aus dem Autorinnenalltag hast, bist du hier bei Plot & Purr genau richtig.
Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten
Sommer, Sonne, Krankenschein
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Nein, wir machen heute keinen Ausflug ins Wartezimmer - sondern ins Bücherregal! In dieser Folge von Plot&Purr sprechen wir darüber, warum körperliche und psychische Erkrankungen in aktuellen Büchern immer mehr auftauchen. Ist das ein wichtiger Schritt zu Vielfalt, Verständnis und authentischen Figuren oder manchmal vielleicht doch eher ein praktisches Stilmittel für die Extra-Portion Drama?
Von Romance über Fantasy bis Thriller schauen wir uns ein paar bekannte Beispiele an, plaudern über gelungene und weniger gelungene Darstellungen und fragen uns: Wann macht eine Diagnose eine Geschichte stärker und wann wird sie zum bloßen Plot-Device?
Also schnappt euch den Ventilator und ein kühles Getränk, kuschelt eure Samtpfoten und hört rein!
Buchempfehlungen zum Thema sind in den Kommentaren herzlichst erwünscht.
Pfötchen still und Ohren auf bei Plot Pearl, deinem Podcast mit Schnurrfaktor herzlich willkommen zu einer neuen Folge Plot ⁇ Pearl mit mir und meinen drei Gratien. Und das Motto diese Woche ist Sommer, Sonne, Krankenschein. Und nein, ich kann euch beruhigen, es geht nicht um die aktuelle politische Lage, sondern um Diversität in Büchern und vor allem um die Repräsentation von Krankheiten auf dem Buchmarkt. Hierbei rede ich heute hauptsächlich von körperlichen und psychischen Erkrankungen und möchte auch darauf hinweisen, dass ich hier weder großartig vom Fach bin noch eine medizinische Beratung in diesem Podcast geben kann oder auch will. Es werden hierbei auch sensible Themen zur Sprache kommen und ich bitte euch entsprechend auf euch zu achten und die Folge im Zweifelsfall auch lieber auszulassen, falls es hier Themen gibt, die euch belassen oder mit denen ihr euch auch lieber nicht konfrontiert sehen wollt. Ich habe da vollstes Verständnis und die drei Miezen sowieso. Und wir sind auch nicht traurig, wenn ihr dann eben in zwei Wochen wieder dabei seid. Passt auf euch auf. So, alle, die jetzt noch dabei sind, wie ihr vielleicht schon wisst, trage ich hier selbst ja gleich mehrere Päckchen an konischen Erkrankungen mit mir rum. Und entsprechend wichtig ist mir tatsächlich dieses Thema. Und ja, ich habe es schon eine Weile vor mir hergeschoben und freue mich, es jetzt mit euch angehen zu können. Pötchen halten mir hierbei meine drei Katzen, Milena, Juna und Ilvi, sind am Start, aber haben hier nicht ganz so viel beizutragen wie bei anderen Folgen, gerade wenn es um Rezensionen geht. Ja, meine eigenen chronischen Grunderkrankungen, muss ich sagen, habe ich bisher in Büchern gar nicht sehr schlecht oder ziemlich stereotyp wiedergefunden. Relativ selten ist es in Büchern oder auch Filmen und Serien, die will ich hier nicht ausnehmen, zumindest die chronischen Erkrankungen, mit denen ich vertraut bin, sinnvoll dargestellt zu finden. Also oft, ja, also gerade Asthmatika in den 90er Jahren Filmen ist ja oft immer dieser kleine, dicke Asthmatika dabei, bei denen, also gerade wenn es so die kleinen Sträuche oder ähnliches vom Format her sind, gibt es irgendwie immer in irgendeiner Sportmannschaft dann den kleinen, dicken Asthmatika. Hier muss ich euch enttäuschen, nicht alle Asthmatiker sind dick. Ich war ziemlich lange zum Beispiel auch sehr dünn. Und ja, ich nehme extrem viel Cortison und dementsprechend bin ich auch ein bisschen aufgedunzen und ich habe eine Essstörung. Das hilft dabei jetzt nicht so gut, das Gewicht im Griff zu haben. Zumindest nicht im gesunden Weg. Genau, wir sind also alle vier sehr offen für Empfehlungen, um das zu ändern, um eventuell Asthma, Neurodermitis, Migräne, Schilddrüsen, Unterfunktion, ich muss immer überlegen, ob über oder Unterfunktion etc. irgendwo gut dargestellt, realistisch dargestellt, nachvollziehbar dargestellt zu finden. Wenn ihr Empfehlungen habt, haut raus, Leute. Schreibt es mir in die Kommentare, haut es mir um die Ohren, markiert mich bei irgendwelche Rezensionen, die ihr auf TikTok oder Instagram schon online habt. Wir lesen da sehr gerne rein und geben auch Feedback, wie nah das zumindest an meiner Lebensrealität ist. Was anderes, das uns zu der Thematik schon öfter aufgefallen ist, ist, dass natürlich auch häufig immer wieder die gleichen Erkrankungen auftauchen, was natürlich unterschiedliche Gründe hat. Eins davon ist oft wegen des dramatischen Effekts. Da gibt es natürlich so ein paar Klassiker, die hochdramatisch sind. Und wir kommen später noch dazu, was wir davon halten. Aber ich glaube, oft werden auch wiederkehrende Krankheiten genommen, weil es einfach leichter ist für die Personen, die darüber schreibt, wenn schon jemand anders darüber recherchiert hat und man da schon so ein bisschen was an der Hand hat an lockeren, dramatischen, ernsthaften Geschichten, je nachdem, wie es eben behandelt wird, die darüber schon das ein oder andere preisgeben, wo man sich auch selbst natürlich dann den Luxus gönnen kann, nicht irgendwelche Fachliteratur wälzen zu müssen oder Betroffene ausfragen zu müssen, die das meistens wahrscheinlich auch nicht so toll finden. Hängt, glaube ich, sehr vom Betroffenen ab, sondern, und wie kommt man an so einen Betroffenen ran? Sondern tatsächlich, ja, da hat halt schon jemand recherchiert, das kann man wieder aufgreifen, das kann man nutzen und der hat es ja auch schon mal ganz nett verpackt, kann man sich vielleicht auch eine Scheibe von abschneiden. Kann ich verstehen, wir Menschen sind nun mal so getrimmt, dass wir den Weg des geringsten Widerstands gerne gehen. Manchmal lohnt sich aber der eine oder andere Schlenker. Unter anderem, um dann eben nicht gewisse Stereotype weiterzuverbreiten, die eventuell weiter von der Realität entfernt sind, als wir denken. Klassiker, die immer wieder aufgegriffen werden, sind zum Beispiel Krebs, hin und wieder auch eine Querschnittslähmung, da meistens nicht die Hauptperson. Oder es gibt so eine Art Wunderheilung, weil dann dieser eine medizinische Held auftaucht, der das wieder ins Lo drücken kann. Kann ich sagen, Juna steht da drauf. Juna ist da ein bisschen romantisch veranlagt. Ilvi, Mila und ich sind uns da ziemlich einig, dass wir das nicht so präferieren. Aber wir lesen natürlich alle vier gerne dramatische Geschichten, die unter die Haut gehen, die einen packen, die einen auch ein bisschen ins Nachdenken bringen, vielleicht auch den ein oder anderen melancholischen Moment schenken. Und ja, da sind diese gängigen Themen eben oft vertreten und tatsächlich, die enttäuschen ja auch nicht. Mal abgesehen davon, dass man ja doch mittlerweile auch im Bekannten, Verwandtenkreis dann doch durchaus die eine oder andere Person hatte, die zumindest schon mal eine Krebserkrankung hinter sich hatte, sind es ja auch Themen, die wichtig sind, dass sie repräsentiert werden. Man darf dabei aber nicht auf der Strecke lassen, dass sie auch gut repräsentiert werden müssen. Also nur wegen des Schoguments kann man ja vielleicht auf andere Dinge ausweichen. Aber es gibt vor allem auch noch so viel mehr in diesem Bereich, dass man Lesenden auf unterhaltsame und spannende Weise näher bringen kann und sie auch ein bisschen sensibilisieren könnte für diese Themen. Vieles davon wären zum Beispiel alltägliche Struggles, die oft unsichtbare oder scheinbar unsichtbare Krankheiten mit sich bringen. Deren Hürden werden nämlich aktuell in dem Bereich, wo ich lese, beziehungsweise wo auch die Mädels lesen, noch nicht so oft aufgegriffen. Da trauen sich die Leute noch nicht so sehr ran oder wir lesen die falschen Bücher. Darunter fallen Neurodermitis, Anxiety, Depression. Depression kommt öfter an Thrillant vor immerhin. Migräne, multiple Sklerose, HLS, Kleinwüchsigkeit, tausend andere spektakuläre oder auch vielleicht nicht ganz so spektakuläre Diagnosen, die aber meistens eine intensive Leidensgeschichte mit sich ziehen, die oft auf Selbstwertgefühl gehen, die oft, deren Betroffene einfach oft ausgegrenzt werden und wo es manchmal, wie zum Beispiel bei Endometriose, einfach an Aufklärung fehlt. Also ja, junge Mädchen wissen oft nicht, dass es sowas wie Endometriose gibt und denken, es ist irgendwas falsch mit ihnen oder mit ihren Empfindungen. Und ja, das ist es ja nicht. Sie sind halt einfach nur, sie haben halt einfach eine Grunderkrankung. So, Mila verdreht jetzt schon die Augen, weil ich wieder viel zu weit ausschweife für ihren Geschmack und Juna ist mit ihrem Spielzeug gerade im Schlafzimmer verschwunden. Also komme ich mal zum Kern der Folge, damit die Mädels rechtzeitig ins Bett können. Bücher werden zum Glück, ich finde, das ist ein großer Gewinn für den Buchmarkt, persönlicher. Mental Health ist mittlerweile kein Tabuthema mehr, das sind da zugezogenen Gardinen und vorgehaltener Hand ganz leise besprochen wird und auch nur mit den engsten Vertrauten. Ganz im Gegenteil, Mental Health ist etwas, womit viele Leute mittlerweile ihr Geld verdienen und was immer mehr in den Fokus gerät, gerade in unserer doch sehr schnelllebigen und fordernden Zeit, in der das auch ziemlich nötig ist, wenn ich ehrlich bin. Dazu kommt diversere Figuren erobern nach und nach dem Buchmarkt und da gibt es unterschiedlichste Spektren wie queere Charaktere oder eben Charaktere mit Grunderkrankungen. Ich will das übrigens in keiner Weise gleichsetzen. Es geht hier jetzt rein um den Diversitätsgedanken. Unterschiedliches Aussehen, unterschiedliche Herkunft, unterschiedliche Religionen. Es wird viel breiter gefächert und das ist wichtig. Denn unsere Gesellschaft ist nun mal bunt, unsere Gesellschaft ist nicht dieser eine Stereotyp Mensch. Und je mehr wir da offen zeigen und offen darstellen, vor allem auch ganz normal und gekonnt in Büchern einfließen lassen, dass eben nicht jeder Mensch gleich ist, desto mehr können wir auch gegen Mobbing, Alltagsrassismus und ähnliche Probleme, die wir in unserer Gesellschaft leider immer noch haben, und jetzt ist es leider doch ein bisschen politisch geworden, angehen und ja, mehr Verständnis, mehr Liebe füreinander aufbauen. Und ja, das ist doch einfach ein wichtiges Thema, zumindest für mich persönlich. Und ich finde, davon kann man nicht genug in die Welt tragen. Es gibt zudem auch immer mehr On-Voice-AutorInnen, die sich mit ihren täglichen Struggles, mit ihren Problemen, mit Dingen aufgrund derer sie ausgegrenzt wurden, mehr und mehr an die Öffentlichkeit wagen. Und Krankheiten bilden hier keine Ausnahme. Sie werden mittlerweile nicht nur als ausschließlich hochdramatischer Plot-Twist genutzt, wie es mal angefangen hat, sondern fließen immer natürlicher in die Geschichten der Schreibenden ein. Und ja, man kann hier dann ganz entspannt und nebenbei, aufgrund der Perspektive, den ein oder anderen Grundverständnisgedanken mit snacken und bekommt quasi auf dem goldenen Tablett eine gute Idee Hintergrundwissen serviert. Ist euch das bereits aufgefallen? Habt ihr das auch wahrgenommen? Habt ihr Empfehlungen zu den Themen? Habt ihr letztens ein Buch gelesen, wo ihr gesagt habt, ja, da kommt genau so eine Grunderkrankung vor? Und Leute, das war gut. Dann, ihr wisst, was ihr damit zu tun habt. Ich will es sehen. Die Lesekatzen und ich möchten auf sowas aufmerksam werden. Wir möchten sowas lesen und wir möchten unseren Sogar nochmal ein gutes Stück anwachsen lassen. Aber ihr seid sicher nicht nur da, um uns Empfehlungen auszusprechen, sondern wollt natürlich auch noch ein bisschen was von unserer Warte hören. Und hier haben wir zusammengesammelt in vertrauter Runde, haben Pfötchen und Hände zusammengesteckt und sind drauf gekommen, dass mittlerweile S-Sstörungen, Angststörungen, PTSD, früher bekannt als PTBS, Depressionen und Burnout zum Beispiel gute Vertreter sind, die mittlerweile doch immer zutreffender und ernsthafter auf dem Buchmarkt umschrieben werden, die auch bei Filmen und Serien immer mehr einfließen und auch deutlich realistischer gehandhabt werden als noch vor ein paar Jahren. Vor einigen Jahren waren solche Figuren nämlich meist Nebencharaktere, die nicht im zentralen Mittelpunkt des Geschehens standen, sondern ja eher so ein bisschen die weirde und quirky Ecke mit reingebracht haben, wo auch nicht tiefgehend drauf eingegangen wurde, wie man diese Personen, wie man diesen Personen begegnen kann, wie man ihnen helfen kann, was sie selbst vielleicht tun können, um sich Hilfe zu verschaffen. Und vor allem wurde ja eigentlich so gut wie nie direkt aus deren Sicht berichtet. Vermutlich, weil es halt auch einfach viel kostet, sich da zu öffnen, wenn es eine Own Voice ist oder aber eben viel Recherche dranhängt, um das sensibel anzugehen. Zum Glück hat sich das aber mittlerweile schon ziemlich gut gedreht und diese Themen bekommen mehr und mehr Aufmerksamkeit und werden eben auch immer realistischer und tiefgründiger abgehandelt. So wird Verständnis für die Hintergründe und auch der Umgang mit Betroffenen in einer unterhaltsamen, entspannten Atmosphäre transportiert. Und wir können ganz nebenbei unseren Horizont arbeitern, während wir ganz natürlich und ohne große Berührungsängste in der Sicherheit unserer eigenen vier Wände auf dem gemütlichen Sofa damit umgehen lernen dürfen. Diesen Luxus gönnen wir uns heutzutage. Auch Autoimmunerkrankungen, Diabetes, chronische Schmerzen und zum Beispiel Endometriose gewinnen auf dem Buchmarkt zunehmend an Sichtbarkeit und ja, hoffentlich bleibt so vor allem jungen Betroffenen, der lange Leidensweg erschwart, den einige aus meiner und den vorangegangenen Generationen leider noch allein und unwüsstend beschreiben mussten. Folgen davon waren nämlich oft Unsicherheit, das Gefühl, dass etwas falsch mit dem eigenen Körper oder Geist sei oder Ausgrenzung der anderen, die merken, dass man irgendwie ein bisschen anders ist oder die Unsicherheit natürlich als Angriffspunkt nutzen. Heute dagegen werden Betroffene in Büchern, Filmen und Serien gesehen und auch deutlich stärker repräsentiert. Und zugegeben, das läuft ab und zu noch ein bisschen steif und stereotyp ab, aber wir lernen ja zum Glück dazu und werden da hoffentlich von Tag zu Tag oder Jahr zu Jahr einfach besser darin und hören vor allem auf den Input von Personen, die eben genau mit diesen Problemen konfrontiert sind. Evie verschränkt die Pfoten und schnaubt, weil sie der Meinung ist, dass zum Beispiel Krebserkrankungen einfach eine Idee zu oft als emotionale Auslöser genutzt werden, auch heute noch. Dafür muss ich aber sagen, schaffen zum Beispiel Familiengeschichten oder Generationsromane deutlich mehr Sichtbarkeit für schwerwiegende Themen wie Demenzerkrankungen und deren leider ziemlich grässliche Auswirkungen auf die Familiendynamik bzw. auf Betroffene sowie Angehörige. Auch hier kann ich ein Lied von singen. Ich hatte auch in meinem Leben schon mit Demenzerkrankungen einer geliebten Person zu tun. Und umso wichtiger finde ich auch hier, dass da nicht nur der lustige Aspekt aufgenommen wird wie früher mal, sondern tatsächlich auch ein bisschen aufgeklärt wird, ein bisschen gezeigt wird, wie man sich da vielleicht in der einen oder anderen Situation möglichst gut verhalten könnte. Und vor allem, wie man mit diesem doch sehr, sehr sensitiven und schwierigen Thema umgeht. Auch körperliche Behinderungen, Entwicklungsstörungen und so heimtückische Erkrankungen wie multiple Sklerose, ALS etc., werden mittlerweile nicht mehr übersehen, sondern sensibel aufgegriffen und es wird versucht, unnötigen Berührungsängsten damit auch endlich Einhalt zu gebieten. Je mehr Einblicke wir als Lesende oder Konsumierende, in welcher Form auch immer, wie gesagt, Filme und Serien bilden hier ja keine Ausnahme, erhalten, desto leichter wird es uns fallen, auf eine betroffene Person offen zuzugehen, ohne diese immerwährende, nagende Angst, irgendwelche doofen Fehler zu machen oder unsensible Fragen zu stellen oder ohne dass man vielleicht auch unbewusst in die doch ziemlich prekäre Intimsphäre der anderen Person eindringt, weil man eben Fragen stellt und die vielleicht einfach nicht so durchdacht sind oder man sich die vielleicht auch woanders hätte beantworten können. Sichtbarkeit ist auch hier aus meiner Sicht ein unfassbar wichtiges Thema, um sich später dann eventuell auch eigenständig weiter einzulesen oder tiefergehend mit den Themen auseinanderzusetzen. Die Neugier ist dann ja schließlich schon so ein bisschen geweckt. Man hat so ein konkretes Stichwort, nach dem man suchen kann und schon ein grobes Grundverständnis für die Situation. Und ja, den einen oder anderen, glaube ich, hält es dann auch bei der Schlange, da eigenständig weiter zu recherchieren, mehr wissen zu wollen. Und ja, dementsprechend dann im echten Leben, wenn man dann auf eine betroffene Person trifft, da einfach deutlich mehr Verständnis, Sensibilität und Liebe entgegenbringen zu können und eben nicht, sich mit Dingen aufzuhalten, wie dass man manche Sachen nicht nachvollziehen kann, dass man ein bisschen verwundert ist, dass man nicht genau weiß, was los ist. Auch hier. Bitte lau nicht auf irgendwelche Menschen in freier Wildbahn zu, bei denen ihr sehen könnt, dass sie in irgendeiner Form anders sind und fragt sie, warum. Ja, beste Beispiel ist ja hier immer die armen Rollstuhlfahrer, die irgendwo unterwegs sind. Und dann kommt irgendein wildfremder Mensch im Buchladen auf die zu und sagt, hey, wie hast denn du eigentlich deine Beine verloren? Leute, das sind sensible Themen, vermutlich auch traumabehaftete Themen. Schmeißt es den Leuten doch nicht so entgegen. Ihr wollt doch auch nicht, dass einer zu euch kommt und sagt, na, sie ist ein bisschen depressiv auswissenlos. Okay, der ein oder andere würde sich es vielleicht wünschen, weil Depression eben so oft unsichtbar und unerkannt ist, aber ich glaube, ihr versteht, was ich meine. Ja, ähnlich übrigens mit Sexualität etc. A trefft nicht irgendwelche trügerischen Schnellschüsse und B. Die Leute öffnen sich euch, wenn sie es wollen, zu ihren Bedingungen und reden dann auch mit euch darüber, wenn sie euch vor allem kennen und vertrauen. Kommt dann nicht einfach so aus der Hüfte geschossen. Das braucht niemand. Und auch wenn ich nicht darüber streiten möchte, ob das jetzt eine Krankheit ist oder nicht, aus meiner Sicht übrigens nicht. Als Betroffene möchte ich natürlich auch Neurodivergenz hier nicht ganz außen vor lassen. Ich bin zwar der Meinung, dass man eben ein anderes Betriebssystem oder eine abweichende Synapsenschaltung nicht als Erkrankung wahrnehmen sollte oder einstufen sollte, aber auch hier hilft das Thema Sichtbarkeit und Aufklärung sowohl für vollgenommen zu werden mit den entsprechenden Schwierigkeiten und Hürden, die man so im Alltag bewältigen muss, vor allem als Betroffene in einer oft auf neurotypisch ausgerichtete Lebensrealität. Was Betroffene da nämlich oft um die Ohren gehauen bekommen, ist, sie wären zu sensibel, zu empfindlich, sie wären schwierig, zickig. Ich weiß gar nicht, was man noch alles für lustige Adjektive um die Ohren gehauen bekommen hat in seinem Leben. Dem ist nicht so. So wird es von außen wahrgenommen und ich verstehe auch warum. Aber neurodivergente Menschen haben einfach andere Bedürfnisse, können oft schlechter bis gar nicht filtern. Das heißt, wenn wir in einem Restaurant zum Beispiel sind, sind alle Geräusche gleich laut. Das heißt, man hört Achtgespräche, das Geschirrklirn und die Lüftung plus die Hintergrundmusik. Alles auf derselben Ebene und muss das selber auseinanderfiltern oder auseinandersortieren. Dementsprechend ist das einfach unfassbar anstrengend. Und aufgrund dessen, dass das lautstärkentechnisch nicht ausblendbar ist, zuckt man auch zusammen, wenn das ein oder andere lachend zu laut ist, wenn das Geschirr zu laut klimpert, wenn jemand ein Messer auf seinen Teller haut aus unerfindlichen Gründen. Und ja, das macht dann auch wütend, weil es körperlich wehtut. Auch da, ja, das ist nicht empfindlich, das ist nicht zickig, das ist nicht, man ist ein schlechter Mensch, sondern man hat einfach eine andere Lebensrealität als andere. Und je mehr Einblick andere da kriegen können, desto höher ist hoffentlich das gegenseitige Verständnis und das Aufeinander eingehen. Und ja, es gibt ja auch die Möglichkeit, das ein oder andere Microsoft Office-Programm auf einem Apple-Gerät laufen zu lassen. Es funktioniert auch ja nur so mit Ruckeln und Problemen. Aber es funktioniert, wenn man richtig rangeht. Und genauso ist es da auch, wenn man nicht das große Deckenlicht anschaltet, sondern vielleicht eine kleinere Lampe, eine etwas gedämptere Lampe oder so ein. Ich mag diese Deckenfluter, die man ja auch dimmen kann, dann ist schon viel gewonnen, weil dann hat man schon mal nicht chronische Schmerzen, weil es zu hell ist. Ähnlich übrigens auch mit Migräne. Ich habe als Betroffene ziemlich oft gesagt bekommen, dass man bei Kopfschmerzen eine Ibu 400 einwerfen kann und sich dann eben durchkämpft. Ich habe den Praxistest gemacht, ich habe das ziemlich lange geglaubt. Also erstens eine Ibu 400 bringt da null. Wenn die Migräne am Start ist, ist sie am Start. Und ich muss auch sagen, die Kopfschmerzen sind in meinem Fall jetzt zum Beispiel das geringfügigste Problem, wenn es jetzt nicht gerade ein Clusterkopfschmerz ist. Meine Hauptprobleme sind, ich habe Migräne mit Aura, das heißt Sichtfeldeinschränkungen. Ich habe teilweise Symptome von einem Herzinfarkt etc. Und auch hier würde ich mir wünschen, da ist die Repräsentation nämlich leider noch häufig nicht so ausgereift, ich würde mir wünschen, dass die Leute nicht nur davon schreiben oder sprechen, dass man Kopfschmerzen hat und einem ein bisschen schlecht ist. Das ist nicht der Hauptkern von Migräne. Migräne hat zum Beispiel relativ viele Überschneidungen mit den Symptomen eines Schlaganfalls. Die drei Lesekatzen und ich genießen übrigens ganz, ganz besonders Geschichten, bei denen eben kein Problem gemacht wird aus den Struggles oder diese unnatürlich aufgebauscht werden, sondern wo es einfach ganz selbstverständlich zur Figur gehört. Das heißt, ja, die hat diese Probleme, so wie andere, keine Ahnung, schüchtern sind und ein Problem haben, jemanden anzusprechen oder depressiv sind und Probleme haben, aus dem Bett zu kommen. Natürlich ist das Teil deiner Eigenheiten und deines Charakters. Aber es sollte nicht das Alleinstellungsmerkmal davon sein oder dein ganzes Ich ausmachen. Und vor allem sollte es bei den Protagonisten, ich würde es neue Protagonistinnen, vielleicht auch von dem einen oder anderen aus dem Umfeld schon ein bisschen anerkannt und mit aufgegriffen werden. Da kann man ja dann auch für den anderen ein bisschen in die Presche springen zum Beispiel. Sowas finde ich immer sehr, sehr holsam und schön. Und ja, da sind wir auch schon beim Thema, was macht eigentlich eine gelungene Umsetzung für die Miezen und mich aus, was Krankheit in der Literatur angeht. Und hier sind wir uns beim ersten Punkt alle einig. Gute und tiefgehende Recherche. Recherche ist hier wirklich das A und O. Gerade wenn es kein Own Voice ist. Wenn es Own Voice ist, würde ich aber auch hoffen, dass die Person auch andere Lebensrealitäten von Betroffenen ein bisschen recherchiert hat, weil oft unterschiedliche Wahrnehmungen existieren oder auch unterschiedliche Symptome, unterschiedliche Probleme und Hürden. Und dass das Ganze einfach nochmal ein bisschen greifbarer macht, als wenn es nur diese eindimensionale Darstellung von einer Person ist. Natürlich kann man auch als Nicht-Own-Voice aus meiner Sicht zumindest über solche Themen schreiben. Allerdings wäre ich hier schon sehr, sehr darauf bedacht, ein gutes Sensitivity-Reading zu bekommen. Habe ich jetzt zum Beispiel auch gemacht. Ich habe ein Cage, das ich ja gerade fertig überarbeite und jetzt hoffentlich ganz, ganz bald rausdringe. Da geht es ja unter anderem um eine körperliche Behinderung. Also meine Protagonistin sitzt nach Angst. Unfall im Rollstuhl und ja, sie wird nicht geheilt. Auch da habe ich mir natürlich versucht, möglichst viel anzueignen, habe auch versucht, mich möglichst gut in die Situation reinzudenken, was ich tatsächlich meistens ganz okay hinbekomme, aber es ist nicht meine alltägliche Realität. Es ist mit Unsicherheiten behaftet und ich habe mir entsprechend eine Sensitivity-Readerin gegönnt, die das für mich nochmal durchgeschaut hat und mir eben Input gegeben hat, inwiefern ich da vielleicht auch mal unsensibel war, inwiefern ich bestimmte Dinge einfach nicht bedacht habe, weil ja, wenn man es selber nicht kennt, kann man sich manchmal zwar gut reindenken, aber nicht zwingend in alles. Und ja, prinzipiell Milena zum Beispiel legt extremen Wert auf eine realistische lebensnahe Darstellung. Die ist nämlich meistens schon dramatisch genug, ja, selbst für die Drama Queen im Roman-Bereich, ist das meistens dramatisch genug, wenn es eben detailliert und mit Liebe zum Charakter dargestellt wird. Und dementsprechend braucht es da nicht noch künstliches Aufbauschen und Üdramatisieren etc. Ganz im Gegenteil, das schwächt oft die Darstellung ab. Ivi und Juna gehen konform. Die Krankheit sollte nicht die gesamte Persönlichkeit der Figur definieren. Es sollte auch noch andere Charakteristika geben. Die Person sollte auch durchaus noch irgendwie eine eigenständige Person sein und nicht ausschließlich ihre Krankheit. Auch wenn die natürlich ein signifikanter Teil von ihr sein darf. Je nachdem, wie schwerwiegend die Erkrankung ist oder wie einschränkend, wie alltäglich die Struggles sind. Wir lieben alle vier, ganz besonders, wenn Betroffene eine eigene Stimme bekommen und es darf da auch gern den einen oder anderen Hoffnungsschimmer oder Mutmachmoment geben, an dem sich eben Betroffene, die vielleicht an einem anderen Punkt ihrer Reise sind, auch orientieren und davon ein bisschen inspirieren und hochziehen lassen dürfen. Allerdings ohne kitschige Schönfärberei. Wir wollen keinen Regenbogen am Horizont, während die Sonne untergeht. Wir wollen schon eine realistische Darstellung, aber es darf durchaus mal den einen oder anderen Moment geben, der einem eine schöne Perspektive zeigt. Ist meistens auch mit einer gesunden Charakterentwicklung verbunden und ja, die lieben wir sowieso bei Büchern. Was halten wir dagegen für nicht so gelungen? Wann mögen wir die Darstellung von Krankheit in Büchern nicht so gerne? Wie ihr sicher schon rausgehört habt, wenn die Erkrankung eigentlich nur aufgrund des Schockeffekts einfließt, also wenn es ansonsten keine weiteren Gründe gibt, wenn es auch keine weitere Behandlung gibt, also Abhandlungen von Thema, sondern wenn es einfach nur so, keine Ahnung, Boom-Krebs. Ja, das ist immer das beste Beispiel. Es tut mir total leid, ja. Ich finde Krebs auch ein super spannendes Thema im Übrigen und vor allem ein sehr schwieriges Thema, wenn man es gut abhandelt. Aber es wurde halt jetzt ziemlich oft so 0,8,15-mäßig, einfach so reingeworben. Wird dann auch sehr oft geheilt. Finde ich nicht immer gut bei Büchern. Auch wenn es durchaus heilbaren Krebs gibt und ich sehr froh bin um jeden Menschen, der ihn überlebt. Dann der Stereotyp, der Milena tatsächlich am öftesten begegnet und den sie faucht, glaube ich, schon, wenn sie dran denkt, ist Liebe, die einfach alles heilt. Nein, nein ist. Das gibt's nicht. Das vermittelt auch einen völlig falschen Anspruch an Liebe. Liebe sollte unterstützen und verstehen, Liebe muss nicht heilen. Also nicht in diesem Sinne. Natürlich kann es eine Seele heilen, wenn einem Liebe und Verständnis begegnet und jemand für einen da ist. Aber ja, Liebe heilt keine Gehbehinderung zum Beispiel. Und ja, dann oft damit einhergehend ist dann das leider jegliche medizinisch nachweisware, Hürde und wirklich unrealistische Momente entstehen, in dem auf einen Streich einfach alles weggewischt wird. Da kommt dann dieser Wunderheiler und haut da einmal sein Setoskop drauf und bä bäm, ja, es ist, die Person kann wieder laufen, die Person hat keine Schmerzen mehr, die Person ist nicht mehr depressiv. Da hat einer mal gesagt, hey, geh mal raus an die Sonne und atme mal ein bisschen durch und geheilt, keine Depression mehr. Also unrealistische Wunderheilungen mögen wir nicht, hat man jetzt, glaube ich, ganz gut gehört. Genauso wenig wie auch anfangs schon angesprochen, stereotype Darstellungen. Jeder Mensch ist ein Individuum, jede Erkrankung zeigt sich in jedem Menschen ein wenig anders. Und genau das ist eigentlich auch das Spannende an diesem Thema, dass man da dann mehrere verschiedene Darstellungen sieht und eben nicht bei jedem Buch, bei jedem Film, bei jeder Serie, in der eine bestimmte Erkrankung dargestellt wird, dasselbe sieht. Da ist ein gutes Beispiel, auch wenn es in meinen Augen nach wie vor keine Erkrankung ist, dass Autismus wild. Es gibt immer diesen gar nicht stereotypen Rainman-Moment mit Autismus. Es gibt auch ganz viele andere Formen davon und die werden Leuten abgesprochen, weil sie nicht genau diese eine Form haben, wo sie eine unfassbare Inselbegabung haben und Züge toll finden und Leute nicht in die Augen schauen können und Probleme mit Körperkontakt haben, etc. Jeder hat da andere Hürden, hat da andere Struggles, hat da andere Befindlichkeiten. Es ist ein Spektrum. Das ist nicht, ah, diese fünf Punkte habe ich abgehandelt. Ich bin autistisch. Oder, und das ist das, was Irvi besonders auf den Keks geht, wenn es bloße Mittelseitshalscherei gibt im Buch, anstatt einer echten Charakterentwicklung. Finden wir einfach traurig. Finden wir nicht schön. Können wir nicht so gut mitleben. Und um das Ganze jetzt abzuschließen, denn alle drei haben schon einen sehr fixen Blick auf die Uhr, weil es gibt nochmal eine Runde Leckerli, bevor wir ins Bett gehen und wir sind schon spät dran. Aber wir wollen euch natürlich auch ein paar Bücher an die Hand geben und das sind wirklich nur ganz wenige. Wir hoffen ja auf euch in den Kommentaren oder eben auch gerne mal per PN oder eben Verlinkung. Ein paar Bücher aus unseren drei Hauptgenres möchten wir euch an die Hand geben, wo tatsächlich Erkrankungen dargestellt werden und aus unserer Sicht oder soweit wir gehört haben, ich habe nicht alle davon gelesen, auch gut dargestellt werden. Und Milenas und mein großes Favorite hier im Bereich Romance ist Yours Truly von Abby Jiménez, wo das Thema Angststörung beim männlichen Protagonisten unfassbar gut dargestellt ist. Ich habe mich so zu Hause in diesem Buch gefühlt, weil bestimmte Themen, bestimmte Symptome, die ich in meinem Bereich von Neurodivergenz habe, sich mit Angststörungen überschneiden. Und es war unfassbar schön zu sehen, wie das dargestellt wird. Und auch Abby Jiménez hat eine unfassbare Begabung aus meiner Sicht, das trotzdem extrem cozy und entspannt abzuhandeln. Kleine Anmerkung von der Redaktionsmay. X-Faktor, das Unfassbare. Bald wird es wieder fassbar und normal. Zurück zu Abby Jimenez und yours truly und vor allem dem Protagonisten. Obwohl der halt komisch ist und es dadurch auch das ein oder andere Problem zwischen den Protagonisten gibt, wird damit am Ende sehr gut umgegangen und es wird sehr gut aufeinander eingegangen, nachdem man eben geschnallt hat, dass man aufeinander eingehen muss und dass es kein Desinteresse ist, sondern dass es eine andere Problematik ist. Und ja, wir haben das Buch sehr genossen. Milene und ich dünsen immer mal wieder mit einem Auge drauf und es gibt da, das ist eine ganze Reihe, also da gibt es noch ein paar mehr Bücher, die im selben Universum spielen. Und wir mögen sie alle. Genauso wie auch ein All-Time-Favorite, den wahrscheinlich jeder kennt mittlerweile, zumal es ja auch verfilmt wurde und echt rühmt war, ist ein ganzes halbes Jahr mit eben der körperlichen Behinderung, also der Querschnittslähmung vom männlichen Bruder. Und auch hier, ja, unser Hang zu Drama und Melancholie wird hier natürlich gut bedient, weil es ja, ähm, Spoiler Alert, nicht gut ausgeht. Und trotzdem so rund endet. Also ich hätte kein anderes Ende bei diesem Buch akzeptiert. Und Mila und ich sind uns einig, dass auch wenn das wehtut, wie es endet, es ist richtig und gut so. Und es darf manchmal eben auch wehtun. Manchmal muss es das vielleicht sogar. So, jetzt bin ich ganz melancholisch und dramatisch. Und dementsprechend gehen wir zu Ilvi über. Ilvi hat nämlich immer so ein bisschen lebhafteren Input. Und eins ihrer Lieblingsbücher, das ich auch sehr gerne mag, ist Six of Crows. Und hier spielen ja sowohl Gehbehinderungen als auch diverse Traumata, als auch chronische Schmerzen eine sehr große Rolle. Und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum wir dieses Buch so lieben. Und ich bin immer noch traurig, dass wir die Fortsetzung noch nicht gelesen haben. Die steht hier schon ziemlich lange im Regal und ja, vielleicht müssen wir die jetzt endlich mal angehen. Genau, also hier auch eine sehr schöne, ganz natürliche Darstellung von diesen Hürden und Problemen. Und ja, Katz, äh, Cars, ich bin dumm. Ja, auf jeden Fall eine sehr schöne und realistische Darstellung. Eine sehr runde Darstellung auch mit dieser Gruppierung, die eben ihre ganz eigene Dynamik haben, wo dieser Part eigentlich keine signifikante Rolle spielt. Zumindest nicht in unseren Augen. Ein anderes, das ich noch nicht gelesen habe und permanent von Ilvi angeschupst werde, dass ich das ja auch als Hörbuch hätte. Und jetzt endlich mal angehen könnte, ist Fourth Wing. Soweit mir zugetragen wurde, gibt es da eine Erkrankung, die angelehnt ist ans Ela-Stanlers-Syndrom, das ich übrigens auch sehr, sehr spannend finde. Das ist was, wo mit sowas beschäftige ich mich nachts, wenn ich schlafen sollte. Und ja, das soll wohl auch sehr gut dargestellt sein. Und wie gesagt, ich habe es leider noch nicht gelesen oder gehört, aber ich vertraue da mal den Stimmen, die ich so gehört habe und hoffe, dass die nicht nur in meinem Kopf waren. Und dann sind wir auch schon bei Junas Steckenpferd, nämlich den Thrillern. Und hier haben wir einmal Mimik von Sebastian Fitzek, wenn ich mich nicht täusche, wo es um Gesichtsblindheit geht. Auch das ist was, was mir jetzt in Büchern und Filmen noch nicht so oft begegnet ist. Und ich fand die Darstellung einfach sehr gut. Auch wenn ich, ja wie bei Fitzek eigentlich immer, ich liebe den Spannungsaufbau und die Auflösung ist immer so bis, ach ne. Irgendwie sind wir dann nicht auf einer, ups, ich baue schon den Tisch ab. Irgendwie sind wir da nicht auf einer Wellenlänge. Und das tut mir immer so leid, weil er ist ein Meister des Schwannungsaufbaus. Ich liebe es, wie er Geschichten aufzieht. Ich liebe es, wie er in Figuren eintaucht und es macht so viel Spaß bis zu dem Moment, wo die Auflösung beginnt. Und wir dann einfach nicht matchen. Und Gott sei Dank gibt es ja genug Leute, die auch diesen Part dann richtig genießen und richtig gut finden. Weil so schreibt er ja weitere Bücher und ich möchte die ja lesen. Nur weil ich mit der Auflösung unzufrieden bin, kann ich ja den Rest trotzdem genießen. Dann eins, das uns empfohlen wurde, das wir leider auch nicht gelesen haben, ist The Woman in the Window. Ich glaube, dazu gibt es auch eine Verfilmung mittlerweile, wo es um Agoraphobie geht, also die Angst vor Leuten, was ich sehr, sehr cool finde. Ich mag an sich Geschichten, die mit Agoraphobie zu tun haben. Und ja, oft ist das ja in Thrillern oder Horrorfilmen, Büchern, anderen Darstellungen der Fall. Außerdem geht es in dem Buch noch um Depression und natürlich damit einhergehend, weil es ziemlich häufig vorkommt, Medikamenten und Alkoholmissbrauch. Ja, ich wähle hinter mir jetzt hier schon auf den Arm. Wir haben es gleich. Und das letzte Buch, das wir empfehlen möchten, das ich gelesen habe, aber an das ich mich leider nicht mehr so gut erinnere wie Juna. Aber Juna sagt, sie fand es sehr gut. Das ist Trust No One von Paul Cleve. Und hier geht es um eine frühe Alzheimer-Erkrankung, die besonders spannend dargestellt wird, weil der Protagonist quasi ein bisschen den Überblick verliert, ob bestimmte Dinge tatsächlich passiert sind oder eben nicht. Und vor allem, wann die passiert sind. Also auch da ist einfach ein spannendes Buch, ist vor allem eine sehr, sehr spannende Thematik und ja, nicht so der klassische Fall an Grunderkrankungen bei einem Thriller. Meistens ist es ja doch irgendwie eine bipolare Störung, eine Persönlichkeitsstörung in irgendeiner Form. Ja, und oder Borderline wird ja auch oft genutzt, was ich sehr schade finde. Narzissmus wird oft genutzt, was ich auch sehr schade finde. Das sind Krankheitsbilder, die so komplex sind und immer nur in diese eine Sparte gehauen werden. Da würde ich auch gerne mehr Bücher lesen, wo das komplexer abgehandelt wird, wo mehr darauf eingegangen wird, dass auch diese Menschen größtenteils Opfer ihrer Situation sind und nicht zwingend aus Spaß an der Freude in irgendeiner Form booshaft oder schwierig. Genau, das war dann mein Wort zum Donnerstag, wenn ihr es euch anhört. Und ich bin sehr gespannt auf euren Input und freue mich schon auf die nächste Folge. Wenn ihr Lust habt, folgt uns gerne, das Plus Verschwinden, drückt auf die kleine Glocke, was auch immer ihr da seht bei eurem Podcast-Format. Und wie gesagt, wir freuen uns über jede Zuschrift von euch, bei der ihr uns die ein oder andere Empfehlung ausschlägt. Wir haben dann auch vor, die auf unsere Leseliste zu schieben. In dem Sinne, zwei wunderschöne Wochen und ich hoffe, wir hören uns wieder bei Plot ⁇ Pearl zwischen Papier und Boden.