Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten
Zwischen Plot Twists, Herzklopfen und Katzenpfoten sprechen wir über Bücher mit Schnurrfaktor, die uns nicht mehr loslassen.
Während wir in die Welt der spannenden Thriller, magischen Fantasy und tiefgehenden Romance abtauchen dürfen drei Dinge nicht fehlen: meine drei felinen Freundinnen, gemütliche Leseabend-Vibes und eine gute Portion Chaos zwischen Bücherstapeln und Leckerlis.
Wenn du Bücher liebst, gern neue Leseempfehlungen entdeckst und Lust auf ehrliche, unterhaltsame Geschichten aus dem Autorinnenalltag hast, bist du hier bei Plot & Purr genau richtig.
Plot & Purr - Zwischen Papier und Pfoten
Boston, Brotjob & Plotbunnys - Dienstreise mit Nebenwirkungen
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🐾 Eigentlich war Boston nur eine Dienstreise. Eigentlich ...
Doch wer hat meinem Autorinnenhirn beigebracht, nach Feierabend ebenfalls Feierabend zu machen? Genau, niemand!
Zwischen Brotjob, Boston-Vibes und jeder Menge ungewollter Plotbunnys geht es diesmal darum, warum Autorinnen offenbar einfach nicht normal verreisen können. ✈️📚🐇
Und wer weiß: Vielleicht hat sich zwischen Backstein, Großstadttrubel und amerikanischem Alltag ja doch die eine oder andere Geschichte ins Gepäck geschlichen …
Pfötchen still und Ohren auf bei Plot ⁇ Pearl, deinem Podcast mit Schnurrfaktor. Heute geht's wieder zu einer persönlicheren Folge. Ich war ja eine Woche in Boston beruflicherweise und die Katzen haben sich währenddessen einen ordentlichen Lesevorsprung verschafft. Denn während ich von einem Meeting zum anderen gehetzt bin, eine Menge Kollegen kennengelernt habe und ja, ein bisschen overpeopelt wurde. Also wenn ich solange mit so vielen Menschen ohne sinnvolle Pausen Zeit verbringe, können die Menschen noch so nett und cool sein. Ich bin dann relativ schnell einfach an meiner Grenze angekommen und ein bisschen durch. Die Katzen haben in der Zeit entspannt zu Hause auf der Couch verbracht, haben sich von meiner besten Freundin verwöhnen lassen und das ein oder andere Buch inhaliert. Und eine Reise mit mir oder eine Reise, die ich unternehme, wäre keine Reise, die ich unternehme, wenn nicht das absolute Chaos ausbrechen würde. Und ja, auch dieses Mal haben wir es geschafft. Es gab 6,5 Stunden Verspätung meines Fluges beim Hinreisen. Ich hatte einen tiefen, entspannten 27-Stunden-Tag ohne Pause. Denn entweder war ich am Flughafen, wo ich nicht abschalten konnte, oder beim 8,5 Stunden Flug hatte ich dann Kleinkinder neben mir, die offenbar zumindest noch nicht so eine lange Strecke geflogen sind. Ich glaube ehrlich gesagt, dass die noch gar nicht geflogen sind vorher. Und die einfach panische Angst hatten den kompletten Flug über und dementsprechend natürlich auch nicht ganz leise waren. Verständlicherweise, ganz ehrlich, würde ich denken, dass ich sterbe, würde ich wahrscheinlich auch schreien, wenn ich könnte. Dazu kommt natürlich auch, dass Kinder in dem Alter ja noch keinen Druckausgleich schaffen können. Das heißt, die hatten vermutlich auch einen guten Teil des Fluges lang einfach Schmerzen und haben mir furchtbar leid getan und ja, die Eltern konnten da dann auch nicht viel ausrichten. Also ein absoluter persönlicher Albtraum für jeden Menschen, der ein bisschen Empathie in seinem Herzen dreht. Also sind wir quasi schon mit einem Katastrophensetting in diese Reise gestartet. Ich habe es dann irgendwie ein wenig eingeschüchter und mit ziemlich lauter Musik, weil ich nachts um zwei, also bei uns war es in der Früh um acht, aber in Boston war es dann nachts um zwei, wo ich dann meinen Mietwagen vom Flughafen abholen konnte und mich dann eine gute Stunde durch die Nacht gekämpft habe. Nahezu alleine auf der Straße, dummerweise halt auch nur nahezu. Meine erste Begegnung war dann tatsächlich ein Opossum am Straßenrand. Also für alle tierischen Begleiter ein ganz, ganz großes Fluss und es war wirklich mega süß und ja, saß da und hat meinen Scheinwerfer angestarrt und hat sich nicht getraut, sich weiter zu bewegen. Endlich im Hotelzimmer angekommen habe ich mich dann tatsächlich nur noch mit der grundlegenden Hygiene begnügt und beschlossen am nächsten Tag in der Früh, wo man ja angeblich dann sowieso recht früh aufwacht, um die langersehnte Dusche zu kümmern. Aber ja, grundlegende Hygiene muss dann natürlich sein, also Zähneputzen ein bisschen waschen und natürlich dieses Make-up vom Gesicht runterbekommen. Und dann ging es direkt ab ins Bett, wo ich sobald mein Kissen den Kopf, nein, sobald mein Kopf das Kissen berührt hatte, ich bin noch nicht so ganz da. Hat dann auch der Nachbar mitbekommen, dass ich da bin, ist in einen seligen Schlummer gefallen und hat lautstark sechs Stunden lang geschnarcht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich froh ich war, dass das kein Only One Bad Show war. So konnte ich immerhin dem Lärm ein bisschen entgegenwirken, indem ich meine Kopfhörer aufgezogen habe, ein wenig Musik angemacht habe und versucht habe zumindest ein bisschen zu entspannen. Dann könnte man meinen, ich bin ja an einem Sonntag in der Früh dann quasi in Boston aufgewacht oder in der Umgebung von Boston. Könnte man ja meinen, boah, jetzt geht das Urlaubsfeeling los, jetzt geht das Jet Set-Leben los, jetzt fühlt man sich wie neugeboren und ist in der Großstadt so richtig angekommen und die Romance-Story kann beginnen. Weit gefehlt. Ich hatte eins von zwei Autos, war eine der wenigen Kolleginnen, die schon da war und wurde dann von meinen freundlichen Kolleginnen kontaktiert, die beim Frühstück wahrscheinlich ewig lange saßen und darauf gewartet haben, dass ich auftauche, damit wir den Tag planen können. Und ja, irgendwann mal haben sie die Mut gefasst, mich einfach anzuschreiben und zu sagen, hey, wie sieht's aus? Hast du Lust? Wollen wir nicht irgendwo hinfahren? Möchtest du uns nicht irgendwo hinfahren? Wir hatten überlegt, nach Cape Cod zu fahren. Ich habe dann gemeint, oh, mir wurde Rockport sehr ans Herz gelegt, weil das so eine idyllische Kleinstadt ist, so ein Fischerdörfchen-Vibe und ich da so richtig Lust drauf hätte, jetzt auf dieses Cozy-Setting. Die Kolleginnen haben sich dann sehr schnell überzeugen lassen. Und ja, dann sind wir nach Rockport reingefahren und der Rest des Tages war dann tatsächlich ziemlich nice. Ich habe mir eine der berühmten Lobster Rolls besorgt und mit einer Kollegin zusammen vertilgt. Und kann sie sehr empfehlen. Also wenn ihr mal in Rockport seid, das Anstellen lohnt sich. Wir mussten echt lange in der brutzelnden Sonne anstehen, aber hey, diese Lobster Roll war es wert. Einziges Manko für mich als Tierliebhaberin war tatsächlich, das Lobsterbecken ist direkt an der Kasse. Also man sieht die zukünftigen Opfer und fühlt sich grandios schlecht. Aber ja, es gehört zu Rockford irgendwie dazu und ich wollte es zumindest einmal im Leben probiert haben. Ich habe ansonsten tatsächlich dem Humor abgeschworen, einfach weil ich es absolut bestialisch finde, wie diese Tiere leiden müssen, damit das Fleisch schön zart ist und keine Ahnung was alles. Alle Veganer und Vegetarier, bitte haltet euch die Ohren zu. Das ist jetzt quasi der Horroranteil dieses Podcasts. Und ja, also ich habe mich selten so schlecht gefühlt und gleichzeitig ein Essen so genossen. Und jetzt sind wir wieder beim Part, wo ich mich wahnsinnig schlecht deswegen fühle. Und ja, ich werde es nie wieder tun. Ich habe die Erfahrung einmal gemacht, es war ziemlich lecker, aber ja, am Ende des Tages ist es das einfach nicht wert. Und ich werde es nicht wieder tun, ganz sicher nicht. Was ich allerdings sehr gerne nochmal essen würde, sind diese mega geilen Buns, die da außen rum waren. Und die vielleicht mit so einer Guacamode-Füllung oder sowas, so irgendwas, ah, ja, da hätte ich richtig Bock drauf. Die war nämlich wirklich, wirklich butterzart und ja, auch ziemlich gut eingebuttert und leicht süßlich. Also die würde ich auf jeden Fall empfehlen und ja, die würde ich mit anderem Inhalt gerne nochmal genießen. Ja, dann sind wir quasi schon im Dystopie-Bereich, denn es war einfach wirklich abartig warm. Wir haben uns zwar sehr viele Erfrischungen zwischendurch gekauft, aber ja, hat der Hitz keinen Abbruch getan. Es kommt auch dazu, dass das Wetter dort ziemlich feucht warm ist. Das heißt, ja, es hat sich angefühlt wie die knapp 40 Grad bei uns jetzt im Sommer, obwohl es nur knapp über 30 Grad hatte. Auch hier würde ich nicht empfehlen, Vater waren anders, nicht im Hochsommer. Gönnt euch eine andere Zeit. Von Tag 1 an hatten wir dann so ein bisschen Roadtrip-Feeling, hatten richtig viel Spaß im Auto, muss ich zugeben. Ich hatte tatsächlich auch meine Traumkombo mit im Auto und dementsprechend hatten wir auch echt extrem viel Spaß. Sie haben mir auch meinen Musikgeschmack verziehen und tapfer einfach trotzdem mitgewipt. Und ja, ich kann nur sagen, der Part hat richtig viel Spaß gemacht. Am meisten hat mich gefreut, dass meine Kolleginnen, die jetzt noch vorher noch nie bei mir im Auto saßen, mit einem fremden Auto auf fremden Straßen sich bei mir sicher gefühlt haben. Das ist für mich ein Aspekt, der wirklich extrem im Fokus steht. Ich möchte, dass Menschen sich in meiner Gegenwart sicher fühlen. Und ja, das hat wunderbar funktioniert und dementsprechend haben wir noch eine obendrauf gesetzt und so richtig Spaß gehabt. Dann ging natürlich auch der Gossip los und dann wurde es kurz ein bisschen romantisch und ein bisschen Workplace-Romance-like, als wir da im Auto saßen und die eine oder andere Kollegin erzählt hat, für wen aus dem Büro sie denn so schwärmt. Und mit dem Workplace-Setting zumindest ging es dann am Montag auch weiter, nachdem wir uns abends noch in lauschiger Runde zusammengefunden hatten und die letzten Kolleginnen auch eingetroffen waren. Und ja, es waren ausschließlich Frauen in dieser Runde dabei, wobei unser Catalyst-Team parallel auch da war und da waren dann durchaus zwei, drei Herren dabei. Genau, Montagmorgen ging es dann ab ins Mutterschiff. Es ist ein riesiges Büro, hat extreme Google-Vibes in meinem Kopf. Wir hatten zwei eigene Baristas, die uns dann den ganzen Tag über Kaffee Leckereien zubereitet haben. Und ja, es gab volle Kühlschränke mit allem, was das Herz begehrt, an Snacks, Joghurt, Skier und was es nicht alles so gibt. Es waren auch ein paar Softings dabei und auch Wasser mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, unter anderem zum Beispiel Grapefruit oder Blutorange, Mandarine. Beides sehr, sehr lecker, kann ich sehr empfehlen. Und ja, man hat sich irgendwie so ein bisschen wie in den großen New Yorker-Jet Set-Filmen und Büchern gefühlt. Hat nur noch der heiße CEO gefehlt, den man zufällig in die Arme stolpert. Und währenddessen haben die Katzen zu Hause eine Best Friend, naja, Joe Schrift kann man in dem Fall nicht sagen, sie waren ja zu Hause, aber auf jeden Fall eine tiefe Freundschaft mit meiner Besti gefeiert und haben sich richtig gut gehen lassen, haben sich eben besagten Lesevorsprungen erkämpft und hatten richtig cozy Herbstvibes. Ich bin ein minimales bisschen neidisch auf das Wetter und auf den Vibe, den sie dann schon hatten, denn ich bin ja ein absolutes Herbstgirly und dementsprechend hat mir das dann doch nochmal sehr hitzige, sommerliche Wetter in Boston absolut nicht getaugt. Aber dafür war ich in guter Gesellschaft und die Meetings waren zwar intensiv und auch gehäuft, dafür aber auch ziemlich entspannt und es hat einfach Spaß gemacht, Gesichter zu den Namen zu sortieren, andere Seiten von den KollegInnen zu sehen, die sich dann eben persönlich vorgestellt haben, festzustellen, dass man den einen oder anderen einfach völlig falsch eingeschätzt hätte. Und der persönliche Touch doch irgendwie nochmal diese kleine Kirsche auf der Sahnetorte ist. Und ja, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die strapazende Anreise wirklich jedem Hollywood-Blockbuster im Bereich des Tupis das Wasser hätte reichen können. Ja, und also Thriller-Vibes gab es zumindest anfangs erstmal keine. Sehr beruhigend, sehr hilfreich. Und ja, es war alles eigentlich eher so im cozy Bereich angesiedelt. Hat sehr viel Spaß gemacht. Und am zweiten Tag nach den paar Meetings, die wir an dem Vormittag reingequetscht haben, haben sich ein paar Kollegen sich unsere angenommen und uns direkt nach Boston Mitte entführt. Auch hier hatten wir wieder ein bisschen Roadtrip-Vives. Wir waren in zwei Autos aufgeteilt, ein Siebensitzer, ein Fünfsitzer. Wir haben uns da gemütlich unterhalten und fahren lassen. Ich war natürlich, wie sollte es anders sein, im Katzenliebhabera-Auto. Die eine Kollegin, die mit dabei war, hat selbst zwei Katzen. Und die andere Kollegin, die in dem Fall gefahren ist, sittet diese Katzen regelmäßig, wenn Kollegin Nummer eins im Urlaub ist. Dementsprechend hatten wir natürlich viel und reichhaltigen Austausch. Und ja, ich habe dann auch ein paar Katzenbildchen zeigen können, als wir dann endlich am Parkplatz waren. Und dann sind wir gleich richtig, richtig schön in einem Park gestartet, der wirklich märchenhaft war. Also es ist ein wunderschöner Park gewesen. Enten auf der Wasseroberfläche, die friedlich vor sich hin paddeln, richtig lauschige Plätzchen, kleine Brücken, die sich über den Flusslauf quasi so ein bisschen hinüberbeugen und Bäume, die sowohl Schattenschwenden als auch ein bisschen Grün hineinbringen, angelegte Pflanzenbereiche, die aber noch ein bisschen natürlicher wirken als an manch anderen Orden. Und ja, man war sofort so ein bisschen im Fantasy-Reich der Feden gefangen im Kopf und natürlich hat einen das ein oder andere Plotbunny hinter der Ecke, hinter der nächsten Ecke erwartet und angesprungen und nicht mehr losgelassen. Und so ging es dann tatsächlich die gesamte Bosnerreise lang durch. Also während wir da dann zu Fuß Wosten erkundet haben mit der Führung der erfahrenen ortskundigen Kollegen, haben wir dann an jeder Ecke was anderes entdeckt. Es ist wirklich als Autorin kann man nicht einfach nur Urlaub oder einen Worktrip machen. Man ist automatisch auf Plotbunny jagt, ob man will oder nicht. Wenn man selbst die Plotbunnies nicht jagt, jagen sie einen. Also die lauern einem wirklich hinter jeder Ecke auf und springen einen an und beißen sich in den Schultern fest und lassen einen nicht mehr los. Ich habe einige davon mit nach Hause gebracht. Hey, immerhin nichts zu verzollen. Und muss mal schauen, was ich da draus mache. Denn tatsächlich ist Boston ein unfassbar vielfältiges Stadtbild, beziehungsweise hat ein unfassbar vielfältiges Stadtbild. Es ist wirklich jedes Viertel so ein bisschen anders und hat einen komplett anderen Vibe und ein komplett anderes Flair. Es gibt sowohl sehr, sehr reiche Bereiche, wo man fast schon ein bisschen Vorstadtfeeling hat, ja, weil es irgendwie diese breiten Eingänge gibt und diese mit Stuck verzierten Häuserfronten. Und wir haben gelernt, da wohnt immerhin nicht nur eine Person drin. Die Preise sind auch, wenn man sich so ein Haus zu dritt oder zu viert heilt, horrend. Und ja, das ist natürlich auch direkt ums Eck von diesem hübschen Park, nicht? Dementsprechend verständlich, dass die Preise dann auch ein bisschen angezogen haben. Wir hatten dann noch das Glück, dass tatsächlich gerade eine temporäre Ausstellung genau in dem Bereich auf unserem Weg quasi stattgefunden hat und durften hölzerne Elefanten besichtigen, die in Groß, in Klein, mit Rüsselchen oben, mit Rüsselchen unten in verschiedensten Formen, Größen und optischen Eindrücken und vor allem unterschiedlicher Energie dort platziert waren, um einfach zu zeigen, dass der Mensch nicht alles flapp machen kann, sondern dass eben auch die Vielfalt dieser Elefanten noch einen Platz auf dieser Welt hat. Fand ich einen sehr, sehr schönen Touch. Hat mich auch sehr berührt und natürlich habe ich das ein oder andere Foto gemacht, auch wenn meine Arme größtenteils ein bisschen zu kurz waren, um Selfies mit den Elefanten zu machen. Und ich bin ja immer so eine kleine Schüchterkatze. Ich habe mich natürlich nicht getraut, einfach jemandem zu fragen, ob er ein Foto von mir und dem Elefanten macht. Also müsst ihr euch mit dem zufrieden geben, was ich euch dann nach und nach auf Social Media zur Verfügung stellen kann. Außerdem waren wir dann noch im Science Center. Dort ist ein riesiger Globus aufgebaut, wo man quasi auf einer Brücke innerhalb dieses Glasglobuses steht und ganz vielfältige Eindrücke um die Ohren geworfen bekommt. Und am Ende testen kann, dass aufgrund dieser doch sehr, sehr speziellen Architektur dieses Gerüsts bzw. dieses Glasglobuses man in der Mitte laut etwas sagen kann und das halt quasi von der kompletten Erdkugel wieder. Genauso wie wenn man auf unterschiedlichen Seiten dieser Brücke in der Mitte steht, kann man leise flüstern und der andere hört es, als würdest du neben ihm stehen, obwohl dazwischen mehrere Meter Entfernung sind. War super spannend, war auch ein bisschen gruselig, ganz ehrlich. Da ist dann das Horrorplattmanni um die Ecke gesprungen und hat gesagt, hey, das wäre doch vielleicht was. Und wer weiß, vielleicht, wenn ich mal Dark Vibes brauche, werde ich mich dieser Idee bedienen. Wobei ich prinzipiell natürlich sagen muss, dass Dark Vibes ja tatsächlich irgendwie eine Grundfertigkeit von mir sind. Das ist quasi ein Talent. Und da werden mir wahrscheinlich die Ideen so schnell nicht ausgehen. Weil ja, irgendwie ist das halt mein Vibe. Irgendwo fühle ich mich im düsteren Zuhause. Und ja, vielleicht war das ein ganz, ganz kleiner Teaser für mein aktuelles Buch, dass ich jetzt frisch anfangen werde. Und die Zuhörenden bzw. Lesenden, die mich schon länger verfolgen, wissen ganz genau, dass es Band 2 einer bestimmten Serie ist und dass dieses Buch schon etwas länger ersehnt wird. Und ich glaube, was ich, wir wissen ja, meine Bücher biegen oft ein bisschen anders ab, als man erwarten würde. Aber ich glaube, ich kann mit Sicherheit sagen, dass Band 2 nochmal ein gutes Stück dunkler werden wird als Wand 1. Denn wie man ja jetzt auch bei Caged gesehen hat, meine dunkle Seite hat keine Lust mehr, unterdrückt zu werden. Und wer weiß, vielleicht sind wir den Thriller mittlerweile schon näher als wir denken. Aber zuerst geht es in die Urban Fantasy. Es gibt Akademia-Vives und die werden garantiert nicht allzu lauschig und hell sein. Und ja, trotz Migräne und einfach ein bisschen zu viel Menschen abbekommen, war natürlich mein kreativer Geist hellbach und hat sich da auch vom Jetlag nicht so aus dem Tritt bringen lassen. Und es war tatsächlich, es gab keine Ecke in Boston, die wir fußläufig erreicht haben, wo nicht irgendwo ein kleines, flauschiges Etwas die Löffelchen aufgestellt hat und darauf gewartet hat, dass ich es mir pflücke. Und das reichte wirklich von cozy Cafés, die man wunderschön in Romance oder Romantasy verpacken könnte, bis hin zu einer riesigen Bibliothek. Wir waren auch bei Harvard mit einem Kollegen später. Riesige Bibliothek, wo man natürlich auch die Dark Academia Vives ein bisschen hat, funkeln sehen. Dann hatten wir eben Campus Romance quasi vertreten, in dem wir eben über Harvard gelaufen sind, also über die Fußwege Harvards und die wichtigsten Gebäude angeschaut haben. Und da hatten wir einen sehr fachkundigen Führer dabei, einen meiner Kollegen aus Deutschland, der dessen Sohn tatsächlich dort studiert hat und der ein unfassbar gewandter Geschichtenerzähler ist. Also wenn ihr jemanden braucht, der euch mit einer Geschichte beeindruckt, dieser Kollege, der hat es drauf, den kann ich euch da empfehlen. Ist auch ein herzensguter Mensch, der seine Freizeit geopfert hat, seine wenige Freizeit, um uns da ein bisschen rumzuführen. Und wir haben es sehr zu schätzen gewusst. Und ja, während die Mädels dann teilweise für die Family Harvard Merch eingekauft haben und Harvard Klamotten, war ich dann halt in diesem Bücherbereich und habe es mir da gehen lassen und habe festgestellt, dass ich auf ganz, ganz viele vertraute Cover gestoßen bin und tatsächlich relativ viele Bücher gefunden habe, die ich schon gelesen habe oder gehört. Und umso mehr hat Spaß gemacht. Und ja, was kann ich euch noch berichten? Wir waren dann im Studentenviertel abends eben noch bei Philippes. Mexikanisch essen kann ich auch sehr empfehlen. Wenn man nichts dagegen hat, sich alt zu fühlen oder man halt noch so um die 20 ist. Wir haben uns eher ein bisschen alt gefühlt, aber wir waren eine Gruppe von zehn Leuten, da ist das schon in Ordnung. Und danach waren wir noch im berühmten Joey's Pizza, wo sehr, sehr viele Berühmtheiten an der Wand hängen. Und es ist wirklich eine unfassbar gute Wagenradpizza, beziehungsweise Stücke davon. Also man kriegt dann so einen Slice, das aber so groß ist wie eine kleine Pizza quasi. Und sehr, sehr empfehlenswert. Also die wissen, was sie da tun. Hat sehr viel Spaß gemacht. Und ja, nachdem wir da auch wieder mit einem anderen Auto unterwegs waren, konnte ich tatsächlich auch was trinken, habe den Abend dann noch ausklingen lassen, gemütlich im Hotel, am Kaminfeuer, mit einem Whisky in der Hand und guten Gesprächen. Und das Ganze hat mir irgendwie so ein Cottage-Feeling gegeben. Und ja, da lauert ja bei mir bekanntlicherweise immer das Dunkle im Hintergrund. Und also wenn ich von Cozy Cottage-Vibes spreche, könnt ihr darauf wetten, dass ich im Kopf einen üblen Thriller habe. Oder vielleicht sogar ein bisschen Horror sich abspielt. Also, das ist so meine Ecke. Das ist mein Cosy-Hütten-Vibe. Es gab leckeres Eis, es gab auch die etwas ärmeren Viertel, wo man dystopische Vibes abbekommen hat. Und ja, das eine oder andere um die Ohren bekommen hat, verbal, was man lieber nicht gehört hätte, aber auch das gehört halt irgendwo dazu. Das ist halt ein Großstadtvibe, ja, da ist es nicht überall nur schön. Und aufgeräumt, sondern ab und zu geht es halt auch ein bisschen dunkler zu. Und wie gesagt, in meinem Kopf war ich da schon wieder in einer Dystopie festgehangen. Und auch das hat ja durchaus seine Vorteile. Im Büro war es dann auch ziemlich bunt und modern und sehr durchdesigned. Ich habe ein bisschen an der Teufel Trek Prada denken müssen, was das durchgehende Design so angeht. Man muss dazu sagen, es gibt einen extrem hellen Teppich, der weiß bis hellblau ist vom Farbverlauf her, in der Kantine. Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich für eine Anxiety hatte, als ich da saß, mit meiner roten Soße, weil es gab Fritata mit so einer roten Soße obendrauf. Und was ich mir für Höllenszenarien vorgestellt habe, wie wenn ich meinen Teller dann zurück zur Ausgabe bringe, ich dann stolpere und der Rest von dieser Soße sich in diesen Teppich schmiert und ich des Landes verwiesen werde und in der Firma gekündigt werde und keine Ahnung was, weil ich diesen Teppich beschmutzt habe, weil ja, der hatte schon irgendwie holy Vibes. Der war schon irgendwie von einem anderen Stern. Und ja, prinzipiell muss man auch sagen, das Ganze ist natürlich ein bisschen futuristisch und sehr trendy und sehr schick. Angenehmerweise laufen die Leute trotzdem relativ normal mit Jeans und Turnschuhen oder halt so ihrem persönlichen künstlerischen Flair und Vibe herum, aber eben sehr lässig größtenteils. Das hat mir persönlich sehr gut getan, dass es nicht so New Yorker Anwaltskanzlei schick war, sondern ja, man halt merkt, dass da auch Entwickler arbeiten und Designleute und eben einfach so normale Menschen wie du und ich, die einfach ganz froh sind, wenn sie was Bequemes anhaben können oder so ein bisschen ihren eigenen Vibe mitbringen können und auch so ein bisschen sich selbst gerecht werden können. Das hat man ganz deutlich gemerkt. Das hat mir auch so einen kleinen Auftrieb gegeben, fand ich sehr schön zu beobachten. Auch das Miteinander ist unfassbar freundlich und herzlich und man fühlt sich gleich irgendwie so ein bisschen gut aufgehoben, hat keine Berührungsängste, da irgendwen anzusprechen und weiß auch, dass es einem keiner übel nimmt, sondern dass jeder quasi auch ein bisschen froh ist, wenn er dir helfen kann und wenn es nicht kann, dass er dir wenigstens einen Menschen an die Hand geben kann, der dir dann helfen kann. Es war wirklich eine sehr schöne Erfahrung. Abends waren wir dann eben quasi immer so ein bisschen Junggesellen, abschiedenmäßig unter uns Mädels essen. Und ja, meistens haben die Mitfahrerinnen quasi natürlich auch das ein oder andere Gläschen gelehrt und dementsprechend wurde es dann natürlich etwas fröhlicher im Auto. Und ja, war eine schöne Woche, wenn sie auch sehr intensiv für mich war und wenn ich jetzt auch zwei, drei Tage gebraucht habe, um wieder mit meinem Leben klarzukommen, weil ja, war einfach zu viel auf einmal, zu viel Input, zu viele Leute, zu wenig Zeit, um auch mal runterzukommen zwischendurch, um sich einfach mal zurückzuziehen und ja, quasi ein bisschen zu entspannen, weil so nett und so lieb und so schwarzig meine Kolleginnen eben auch sind. Ich brauche einfach diese Zeit für mich zwischendurch, weil ich sonst einfach komplett in den Overload komme. Und damit bin ich mit Boston jetzt eigentlich schon relativ durch. Was ich euch aber noch mitgeben kann, ist tatsächlich, wir Autorinnen machen einfach anders Urlaub oder auch Work Travels als so normalsterbliche Menschen. Egal wo wir sind, wir sehen ein potenzielles Setting, wir sehen potenzielle Ploppanys, wir sehen Menschen, die wir gerne ein bisschen verändert und unsere Geschichten einfließen lassen möchten. Wir sehen kleine Momente zwischen Personen, denen wir im Hintergrund automatisch eine Geschichte geben und oft wahrscheinlich völlig fehlgeleitet sind. Aber ja, irgendwie gibt es tatsächlich auch diesen Momenten einen gewissen Mehrwert. Also ich fühle Momente zwischen Personen auf der Straße, die ich nicht kenne und wo ich wirklich nur diese kleine Sequenz aus deren Leben mitnehmen kann, unfassbar stark. Und ja, hat dann automatisch so eine komplette Background-Story am Start und ein komplettes Plot quasi, was da gerade passiert ist. Und ja, das eine oder andere fließt natürlich auch in meine Bücher mit ein. Und ja, zum Lesen kam ich leider fast gar nicht. Das muss ich jetzt dann nachholen, denn meine drei Damen hier haben da ja durchaus vorgelegt und wollen natürlich, dass für die nächste Rezi-Folge ich auch wieder ein bisschen aufhole. Weil das einzige Buch, das ich gerade lese oder jetzt auch in der Woche quasi gelesen habe, ist ein deutscher Thriller. Genau, ich musste gerade kurz überlegen, ob es wirklich deutsch ist, aber ich bin mir ziemlich sicher. Und hat quasi, ja genau, spielt auf Hagoland, hat so ein bisschen Crime-Hintergrund und es gibt zwei Polizistinnen, die eine tragende Rolle spielen, genauso wie der Bruder einer der Polizistinnen und ihre Familie an sich. Und das Setting oder ein großer Teil des Settings ist quasi ein Hotel, das schon etwas länger brachligt und nicht wirklich einen Eigentümer hat, der es für sich beansprucht. Und dementsprechend kommt da eine Agentur mit einer coolen Idee und macht quasi ein Horrorhaus im The Shining von Stephen King-Stil. Und ja, ich hatte mir, glaube ich, aufgrund von The Shining und Stephen King und irgendwie ein bisschen mehr Psycho-Thriller bei ausgemalt und ein bisschen mehr Bums. Und das ist jetzt eher so cozy Thriller aus meiner Sicht. Hat auch ein bisschen was von Cozy Crime. Also so ein richtiger Thriller mit Psycho-Vibes und war krass-Momenten. Ja, ist es jetzt de facto nicht. Es ist mehr sowas zum Entspannen und Zurücklehnen und am Strand lesen, glaube ich. Und ja, das ist ja bei Thrillern leider nicht so meine Ecke. Ich werde den jetzt heute wahrscheinlich auslesen und dann mal gucken, was ich dann anfangen werde. Denn die Liste ist lang und ja, wie gesagt, die Mädels sind fünf, sechs Bücher voraus. Und natürlich möchte jede, dass ich ihr Genre bediene. Und natürlich, um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen, nämlich Kloppanis an jeder Ecke, wenn man eigentlich versucht, einen beruflichen ja, Neustar passt nicht, wenn man eigentlich versucht, beruflich weiter durchzustarten und eben sich nochmal etwas verbundener mit den Gründern der Firma und deren Mutterschiff zu finden. Trotzdem ist ja das ein oder andere hängen geblieben und die Frage ist natürlich, wie detailliert, wie genau, wie sehr eins zu eins kann man solche Begebenheiten in Bücher einfließen lassen. Ich war ja auch zu Recherchezwecken da tatsächlich absichtlich. In Warna, in Bulgarien, um für Magic Hips bzw. Stonewood Academy Band 1 zu recherchieren. Und ja, wie viel davon kommt am Ende wirklich in den Büchern an? Das ist natürlich einerseits meiner heilllosen Verplantheit geschuldet, dass nicht zwingend eins zu eins dieser Ort wieder gespiegelt wird, sondern man eher so ein bisschen ein Gefühl für diesen Ort bekommt. Denn ich funktioni zu 90 Prozent, und das hat man sicher jetzt hier am Word-Counter gemerkt, ich bestehe zu 90 Prozent aus Vibes. Ich nehme bestimmte Sachen auf, ich kann die gar nicht bewusst verarbeiten und habe dann einfach dieses Gefühl, diese spezielle Bindung, diesen speziellen Klick-Moment mit bestimmten Orten. Und der bleibt sehr, sehr intensiv haffen und hängen. Und ich glaube, ich könnte diese Orte gar nicht einfließen lassen. Allerdings im Gegensatz zu manch anderen AutorInnen, und das ist jetzt weder ein Gütesiegel noch ein Makel aus meiner Sicht, andere AutorInnen können ja tatsächlich manchmal wirklich einem das Gefühl geben, dass man in der Stadt ist. Und wenn man dann dorthin kommt, erlebt man das Ganze nochmal so ein bisschen. Ich weiß, ich werde das zum Beispiel haben an relativ häufigen, an relativ vielen Orten in Schottland, weil ja meine befreundete Autorin Charlotte McCallan, deren Schreibstil ich sehr mag und deren Geschichten ich sehr mag, ja doch recht häufig in Schottland angesiedelt ist. Vermutlich, weil wir beide ein Fable für das Land haben. Das teilen wir. Und sie recherchiert wirklich ausgesprochen gut und kann auch ausgesprochen gut diese tatsächlichen Begebenheiten einfangen und in die Geschichte einfließen lassen. Ohne dass man das Gefühl hat, man macht jetzt hier irgendwie so eine interaktive Stadtführung mit irgendeinem Typen mit einem Stecken, der einen von A nach B zerrt, sondern so, dass es tatsächlich im natürlichen Fluss der Geschichte einfach immer mal wieder Orte gibt, die im realen Leben entdeckbar sind, an die man hingehen kann, die man aus der Story heraus wiedererkennen würde und sagen würde, oh krass, das war doch, wo diese romantische Szene stattgefunden hat, wo diese dramatische Szene stattgefunden hat, wo ich will keine Szene vorausgreifen. Ihr merkt schon, ich spoilere ungern und deswegen wird das jetzt gerade so ein bisschen vage. Es liegt nicht daran, dass mir Szenen fehlen würden. Denn da habe ich einige und ja, schau bei Charlotte mal vorbei. Charlotte McCallan hat da durchaus auch den ein oder anderen Reiseinput mal gegeben. Das wird bei meinen Geschichten wahrscheinlich eher sehr unwahrscheinlich der Fall sein einfach. Ganz sicher nicht. Weil, ja, wie gesagt, ich halt diesen Weib mitnehme, ich nehme dieses Gefühl mit, ich nehme das mit, was mein Wirreshirn damit verknüpft und entführe euch ein bisschen in meinem Kopf. Und beides hat aus meiner Sicht seine Vor- und Nachteile. Genauso wie zum Beispiel eine Carolina Sturm, die sehr, sehr bildhaft beschreiben kann, die einen auch in diese Weiden mitnimmt, ja, wo sie Cowboys ihr Unwesen treiben und Herzen brechen, größtenteils ihre eigenen. Dahin nimmt sie euch mit, ja, jetzt aktuell zum Beispiel ist es Wyoming, wunderschön, die kann riesige Kulissen auffahren und dich so in ihr Settings zieht Setting ziehen. Wie gesagt, bei mir kriegt ihr unterschwellige Vibes, ihr kriegt ab und zu mal einen kleinen Hinweis, wie es da aussieht. Aber da müsst ihr schon relativ viel selber leisten. Und vieles ist auch garantiert nicht ortsgetreu. Einfach weil ich es mag, meiner Kreativität da auch ein bisschen freien Lauf zu lassen. Ich beschreibe lieber Dinge, die ich spüre, die ich fühlen kann, die auch in mein Setting passen und weniger Dinge, die ich tatsächlich eins zu eins so irgendwo gesehen habe. Das wären jetzt solche Settings, die ich quasi mitnehme aus zum Beispiel einer Ostenreise, aus einer Reise nach Varna, aus einer Reise nach Schottland, Norwegen und wo ich nicht überall schon war. Unter anderem nehme ich eben Vibes mit oder kleine Szenen, die ich früher oder später hoffentlich in Bücher verwandeln kann. Sowas wie, ja, wenn man jetzt sagen würde, Suspense-Roman in irgendeiner Form. Ich habe zum Beispiel eine Frau gesehen, abseits der Elefanten, die sich mehr so mit Häuserschluchten und sowas beschäftigt hat, offenbar mit ihrer Spiegelreflexkamera. Die hatte einen Riesenteil dabei und hat hochkonzentriert Shots geschaffen von ebenso Häuserfluchten, speziellen Metallornamenten, überhaupt Ornamenten, hatte ich das Gefühl. Aber auch der einen oder anderen, und das ist ja dann immer so eine Datenschutzfrage, der einen oder anderen Situation zwischen Menschen. Also sie hat auch Menschen eingefangen. Und da wäre ja zum Beispiel, da geht mein Hirn sofort auf Hochtouren und sagt, boah, was wäre jetzt, wenn die was mega Verfängliches fotografiert und das erst später feststellt und dann eben gejagt wird aufgrund dessen, dass sie ja dieses Foto geschossen hat, beziehungsweise dass sie damit beweist, dass sie was gesehen hat, was sie nicht hätte sehen sollen. Oder wenn man jetzt Urban-Fantasy-mäßig rangeht, gibt es vielleicht parallel zur Stadt, eine Stadt unterhalb des Betons. Geht es parallelwelten in zum Beispiel diesem Park? Kann man da über Portale, kann man da durch das Wasser hindurch oder mit sonstigen Fähigkeiten eine andere Welt beschreiten? Oder gibt es eine Welt, die quasi hinter der Welt liegt, die wir aktiv wahrnehmen? Oder eben ganz banal eine, die darunter liegt. Genauso wie wenn wir es jetzt ganz klischeehaft rom-mäßig haben wollen. Meine Reise, ich reise super genervt nach sechseinhalb Stunden Verschwätung für einen Business-Termin nach Boston und habe einen nervigen Sitzmachbar neben mir, der mir den letzten Nerv raubt und dem ich seinen Drink wegtrinke und seine Nüsschen aufesse, während er schläft, weil er mir einfach so auf den Keks geht und ich mir denke, das habe ich mir verdient, du Arsch. Und komme am nächsten Tag ins Büro und upssi, da steht, das sagt der Typ. Ja, und solche Sachen passieren dann halt am laufenden Band. Also du siehst eine Person und du hast automatisch diese Geschichten, diese Szenen, diese Einzelheiten im Kopf. Und irgendwann verknüpfen sie sich mit ganz viel Glück mit der Geschichte, die du gerade schreibst. Ich habe auch sehr, sehr viele Ideen für das Buch mitgenommen, dass ich jetzt eben frisch angehen werde. Und dazu kann ich euch natürlich noch nichts erzählen. Denn ich weiß überhaupt nicht, inwiefern und inwieweit ich diese Ideen tatsächlich umsetze, weil wir wissen, meine Charaktere haben immer ein bisschen eigenen Kopf und meine Geschichten auch. Und dann wurschtle ich da noch irgendwas dazwischen und dann kommt eben das grandiose Chaos raus, das ihr von mir kennt und gewohnt seid. Und weh, naja, also wenn es was ist, was ich dann schreibe, ist ja total langweilig, wenn ihr das nicht mehr entdecken könnt. Das möchte ich ja auch verhindern. Ich möchte euch ja nicht unnötig spoilern mit irgendwelchen Borstengeschichten. Vielleicht kann ich später mal Einblicke geben auf meinen Social-Media-Kanälen, falls ich eine solche Idee verarbeite. Ansonsten sind es auch ganz viele Songs, also ich habe jetzt, während ich da Auto gefahren bin, relativ viele mir unbekannte Playlists laufen lassen, um den einen oder anderen Vibe einzufangen, um den einen oder anderen Song einzufangen. Genau. Und habe da nochmal kräftig Musik gesammelt für den Vibe von besagten zweiten Band. Und ganz oft ist es auch gar keine konkrete Geschichte, die man so einfängt, sondern es ist eine Stimmung, eine Figur, eine ganz spezielle Location oder die Idee zu einer Location, die von einer echten Location ausgelöst wurde. Eine bestimmte Art von Gebäude, eine Szene, die man eben auf der Straße beobachtet und gar nicht einordnen kann. Ein Gesprächsfetzen, der Nachhalt, weil er einen irgendwie nicht loslässt oder weil er einem noch mehr erzählen kann. Weil er sich im Kopf dann eben mit der eigenen Geschichte verknüpft und dann etwas Neues daraus entsteht. Und oft sind es auch kleine Dinge wie eben ein Setting, ein bestimmter Vibe, den ich vorher einfach nicht auf dem Schirm hatte und den ich so einfangen konnte. Manchmal entdecke ich das auch erst später, wenn ich dann Bilder nochmal durchgehe und denke, ah, das ist ja nice. Das passt ja total gut zu XYZ. Genau. Und ja, um auf das Thema dieser Folge zurückzukommen, Boston war keine Recherchereise, ich kann das nicht oft genug betonen. Aber mein Autorenhirn fängt automatisch paar Bunnies ein. Und ja, die lauern da ja auch. Ich habe ja gar keine andere Wahl. Also ich kann das gar nicht ablocken. Selbst wenn ich mit Migräne bei Hitze und völlig durch über diese Straßen laufe, kann ich nicht anders, als das ein oder andere in mich aufsaugen und mitzunehmen. Und ja, damit sind wir eigentlich schon wieder am Ende. Lasst mir gerne in den Kommentaren da, welcher Ort euch vielleicht schon mal denken lassen. Hier, hier müsst ihr eigentlich ein Buch spielen. Habt ihr da nette Orte? Habt ihr Reiseempfehlungen für mich, wenn ich tatsächlich mal wieder recherchieren gehe? Und oder habt ihr vielleicht auch zu meinen Büchern, habt ihr Settings, wo ihr sagt, hey, da bin ich gewesen und dachte mir, das passt total gut zu, folgende Buch von dir. Ich würde es mir gerne angucken. Und ja, vielleicht, wenn ihr Settings habt, wo ihr sagt, da müsst ihr eigentlich ein Buch spielen, vielleicht kann ich diesen Vibe einfangen und ihr erkennt's wieder. Ja, und damit sind wir wieder am Ende der dieswöchigen Folge. Ich wünsche euch zwei wunderschöne Wochen. Ich wünsche euch einen richtig coolen Herbstvibe. Dann auf den freue ich mich abartig und den genieße ich auch. Da werde ich jede Sekunde inhalieren. Und ja, ich freue mich vor allem jetzt wieder mit meinen drei Mädels hier vereint zu sein und bei der nächsten Folge auch wieder mit ihnen gemeinsam berichten zu können. Und nicht nur über unsere getrennte Zeit. Und die nächste Buchmesse steht ja auch schon wieder an. Also wenn ihr auf der Klischee in Darmstadt seid, schaut auch an meinem Stand vorbei, sagt hallo. Und wenn ihr wollt, zeige ich euch natürlich auch Katzenfotos, wie ihr wisst. Und vielleicht, ganz vielleicht, habe ich da auch wieder eine Idee für eine kleine Podcast-Mitmachaktion für euch, damit ihr euch auch ein bisschen aktiv einbringen könnt und das Ganze ein bisschen persönlicher wird. Ich wünsche euch zwei wunderschöne, herzliche Vorstruktoberwochen und freue mich auf die nächste Folge, wenn es wieder heißt Plot ⁇ Pearl zwischen Papier und Pfoden.