Sprechstunde Weltschmerz
Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten im Epizentrum des Weltschmerzes.
Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder, die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.
Sprechstunde Weltschmerz
Alle sind GLEICH. Manche sind GLEICHER. #2
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Juneteenth markiert das Ende der Sklaverei in den USA – oder, etwas flapsiger: Servus Sklaverei. Für uns ist dieser Feiertag in der aktuellen Folge Anlass für eine nur minimal existenzielle Frage: Wann ist man eigentlich wirklich frei?
Was bedeuten Freiheit, Gleichstellung und Teilhabe – und warum lassen sich weder Würde noch Gleichberechtigung einfach per Gesetz verordnen? Wie groß ist die Lücke zwischen formalen Rechten und gelebter Realität eigentlich immer noch? (Spoiler: Alle sind gleich. Manche sind immer noch gleicher.) Und warum hat Ungleichheit eine so erstaunlich lange Halbwertszeit?
Wir sprechen darüber, warum gesellschaftlicher Fortschritt oft so viel langsamer in Köpfen, Strukturen und im Alltag ankommt als in Gesetzestexten – und was das mit Black Lives Matter, Inklusion und Barrierefreiheit (solange sie nicht „stören“), Zugehörigkeit und echter Teilhabe zu tun hat.
Eine Folge über Juneteenth, Gleichstellung in der Beta-Version und darüber, warum Freiheit manchmal erst dann beginnt, wenn sie nicht mehr erklärt, erkämpft oder eingefordert werden muss. Wenn Segregation irgendwann wirklich Vergangenheit ist. Und wir aufhören, über die Hierarchisierung von Leben zu verhandeln – und stattdessen in einer Gesellschaft leben, in der schlicht gilt: LIVES MATTER.
In unserer Rubrik „Was ist dein Lieblings?!“ ging es diesmal außerdem um unsere liebsten Weltverbesserer*innen. Unter anderem mit H.E.L.G.O. e.V. , einer Organisation, die sich seit vielen Jahren für Bildung und gegen Kinderarbeit in Kolkata/Howrah einsetzt. Wer mehr wissen oder unterstützen möchte, findet hier den Kontakt: https://www.helgo-ev.de/de/kontakt#show-block-bartik-main-menu
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Wir sitzen irgendwie alle, vielleicht nicht im selben Boot, aber im selben Meer irgendwie. Wir sind wieder eure Weltverbesserinnen von der Sprechstunde Weltschmerz. Wir senden heute aus einem anderen Brownstone und leider auch ohne Eierlikör, weil es die Person, die dafür zuständig ist, sich zu wenig zuständig gefühlt hat. Thermomix kaputt. Thermomix kaputt. Die Person selbst ist kaputt. Kind schuld. Kind schuld, jedenfalls, es passt ganz gut. Wir haben heute auch ein relativ ernstes Thema, deswegen vielleicht gar nicht so verkehrt, dass wir uns heute nicht beglücken mit externen Mitteln. Unser Thema heute soll sein Juneteenth. Und das Thema Freiheit ist nicht gleich Gleichberechtigung. Und mal schauen wir, wie weit wir da kommen. Das ist erstmal so unser Rahmen, den wir uns überlegt hatten. Jeder Deutsche, jede Deutsche wird sich wundern, was zur Hölle ist Juneteenth ist und wir haben doch Gleichberechtigung. Wenn ihr das denkt, dann seid ihr hier goldrichtig. Und hör mal bis zum Ende zu, denn nein, haben wir nicht. Bevor wir jetzt aber einsteigen ins Thema, machen wir unsere Lieblingsrubrik und auch unsere einzige Rubrik, deswegen ist es ja unsere Lieblingsrubrik. Was ist dein Lieblings? Hier Post-Production bitte das Intro einfügen. Und da wollen wir uns heute mal die Frage stellen, was ist dein Lieblingsweltveränderer, deine Lieblingsweltverändererin?
SPEAKER_00Ja, ich fange gerne an. Das ist natürlich total breitgefächer. Es gibt natürlich nicht eine einzige Person, die da jetzt jeder zustimmt. Ich muss sagen, ich gehe mal mit Greta Thunberg. Ich finde für mich, she is a normal Mensch, sozusagen, kein Politiker, einfach ein Kind gewesen to that früher. I mean she was 16, as she then eroben had for a safe, which wichtig war, nämlich global warming, einfach die Umweltveränderung, and that so der Zeit, während the pandemie war, wo Leute sowieso irgendwie sensibilisiert waren for diverse themen. And ich denke, dass sie da ein good is. Jemand that einfach sein anders eingetreten is. Ohne was to erwarten, ohne was to wollen. Und dann hat sie ja leider dafür etwas viel Hass abbekommen. That must man ja schon so sagen. Da hat sich die Menschheit wieder von der ekligsten Seite gezeigt. And da finde ich, kommt halt auch noch dazu, dass sie ja einfach in Mädchen auf dem Spektrum, ich glaube sie hat Aspergers.
SPEAKER_02Ja, ich glaube auch.
SPEAKER_00Wie man halt ein Kind zu der Zeit, also sie war 16 mittlerweile, ja, sie erwachsen, aber wie man da als Welt sozusagen so dagegen sein kann für etwas, wo sie einfach sich dafür einsetzen wollte. Und das ist ja auch richtig. Das sollte uns alle und bewundernswert.
SPEAKER_01Es sollte uns alle viel mehr interessieren, genau dieses Thema. Fand ich auch furchtbar. Ein Gedanke, den ich aber irgendwie auch jetzt erst habe, wo wir drüber reden, bin mir auch nicht sicher, inwiefern da Eltern in dem Alter noch irgendwie eingreifen sollten, eingreifen dürfen, sie da irgendwie zu schützen. Aber ich finde es auch wahnsinnig bewundernswert, wie sie sich eingesetzt hat. Und genauso wie jetzt auch Luisa Neubauer, da habe ich auch überlegt, ob ich sie nehmen soll, habe ich jetzt nicht getan, aber finde ich auch wirklich zwei sehr bewundernswerte Personen.
SPEAKER_03Ich kenne auch so eine sehr bewundernswerte Person, auch wie du es gesagt hast, Franzi, ein ganz normaler Mensch. Helgo möchte ich so in die Welt hinausrufen, nicht nur weil es sein Name ist, sondern weil die NGO, die er gegründet hat, 1995, genauso heißt. Und Helgo steht für Help, for Education and Life Guide Organization. Das ist eine Organisation, die Menschen aus den ärmsten Vierteln in Kolkata, in Indien, aus der Armut heraus helfen. Das ist eben ein ganz besonderer Mensch in unserer Familie, der sich sein Leben lang dafür eingesetzt hat, die Welt ein klein bisschen besser zu machen. Und am Anfang hat er wahrscheinlich nur ein paar Familien damit geholfen. Und mittlerweile geht das über Generationen hinweg, dass er wirklich die Welt verändert. Er ist als Arzt für Ärzte ohne Grenzen damals in den 90ern nach Indien gereist und hat eben die Kinder auf der Straße sitzen sehen und hat halt gesehen, dass die Kinder arbeiten. Auch wenn das nicht jetzt per se aussieht wie Arbeit, wenn man irgendwie im Müll sitzt und Müll sammelt. Aber wenn sie irgendwas im Müll finden, was sie verkaufen können für drei Rupees, dann macht es einen Unterschied für die Familie. Und die Kinder können eben deswegen nicht in die Schule gehen, weil sie gebraucht werden als Verdiener. Und das hat er gesehen, er hat selbst viele Kinder, er ist einfach ein wundervoller Mensch und hat halt dann gesagt, ich möchte den Familien die Chance geben, die Kinder in die Schule zu schicken. Am Anfang gab es Geld für die Familien. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht ganz so gut geworden. Mittlerweile ist es so, dass die Kinder in die Schule gehen und die Eltern sich eben Dinge abholen, also Mehl, Reis, so ganz alltägliche Dinge, damit halt der Verlust, den sie haben, den Verdienstverlust der Kinder, dass der ausgeglichen wird. Und das gibt es eben schon seit so vielen Jahren, dass es wahrscheinlich keine Zahl, wie vielen Menschen er mittlerweile geholfen hat. Wir waren vor Ort, wir haben es gesehen, wie er begrüßt wird. Ich habe so viele Tränen vergossen, weil es einfach wirklich herzerwärmt war. Und ich finde, ich bin zutiefst gerührt und das ist wahrscheinlich nicht in Worte zu fassen, wie viele Menschen es da draußen gibt, die ihr eigenes Leben, ihr Geld, ihre Zeit, ihre Energie opfern. Auch wenn er das nicht als Opfer sieht. Aber ja, ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, jeder von uns kann im Mikro- und Makrokosmos einen Unterschied machen. Anknüpfend an unsere Kommunikationsfolge würde ich hier anbringen. Diese Gespräche, die man führt, die für jemanden einen Unterschied machen, der das dann vielleicht auch weiterträgt. Also ich habe meine Zeit geopfert und habe einen Smalltalk gehalten, derjenige macht es beim nächsten und beim Übernächsten. So diese Kettengeneration, diese Kettenreaktion auf einem ganz, ganz kleinen Schritt und übertragen eben zu dem, was Helgo vor Ort gemacht hat. Und ich glaube, da können wir alle einfach ein bisschen die Welt verbessern. Wow, das ist ganz toll.
SPEAKER_00Kann man da spenden oder machen wir vielleicht den Link unten in die Kommentare. Voll gute Idee.
SPEAKER_01Voll gute Idee. Und wir kamen jetzt gerade auch noch mit dem Gespräch. Ich meine, wir sind keine Weltverbesserinnen. Das habe ich jetzt irgendwie so ein bisschen irotisch gesagt am Anfang, aber das ist, glaube ich, schon auch der Ansatz, dass wir mit dieser Sache hier, das ist ja ein Hobby, uns irgendwie helfen und auch euch helfen wollen, dass ihr einfach irgendwie ein bisschen besser klarkommt und auch seht, anderen geht es auch so. Wir sitzen irgendwie alle, vielleicht nicht im selben Boot, aber im selben Meer irgendwie, dann doch. Und macht auch mal was, was euch vielleicht selbst jetzt nicht unmittelbar hilft. Genau. Ich habe auch noch eine Weltverändererin mitgebracht, die auch aus meinem persönlichen Umfeld ist, eine Sozialarbeiterin von Beruf her, eine gute Freundin, die eine Einrichtung leitet in München für Kinder, die da einfach sozial oder wie auch immer benachteiligt sind und nach der Schule hingehen können. Und sie hat mir jetzt vor kurzem erzählt, dass da die Gelder gekürzt werden sollen, was komplett fatal einfach ist, weil wo gehen Kinder hin, die ein Problem haben, die es zu Hause vielleicht nicht gelöst bekommen in ihrem privaten Umfeld? Naja, hoffentlich in solche Einrichtungen. Und das ist ja der Punkt, wo man Leuten helfen kann zu einem Zeitpunkt, wo es noch in Anführungsstrichen was bringt. Es bringt natürlich immer was, jemandem zu helfen. Aber ich denke, wenn da jemand weggestoßen wird oder eben nicht diese Hilfe erfährt, dass fatal einiges schieflaufen kann in dessen Leben und bestimmt auch in anderen Leben dann dadurch, die er irgendwie oder sie berührt. Also wirklich ganz fatal, dass da die Gelder gestrichen werden sollen. Ich hoffe jetzt, dass mit dem grünen Oberbürgermeister endlich ein homosexueller grüner Bürgermeister. Es ist wirklich das schönste, einfach das schönste Geschenk des Jahres. Genau. Ich hoffe, dass sich da nochmal was ändert, aber ich befürchte, dass diese Sachen mit der letzten Regierung da schon durch sind.
SPEAKER_00Oh, das sind natürlich total beeindruckende persönliche Beispiele. Ganz toll, wirklich, weil es geht wirklich nicht immer nur darum, große Sachen a la Nelson Mandela, Mutter Teresa, Martin Luther King und die ganze Welt zu bewegen, sondern vielleicht halt auch im Kleinen, da muss man ja anfangen und dann wird so eine Bewegung groß.
SPEAKER_03Und das haben wir doch in unserem Intro gesagt, ne? Fang in deinem eigenen Mikrokosmos an, um den Makrokosmos zu verbessern. Du musst weder Präsident noch Friedensnobelpreisträger werden und dich verhaften oder erschießen lassen, sondern.
SPEAKER_01Sondern vielleicht sind es die kleineren Menschen oder im kleineren Kreis, die du von diesen Großen einfach beeinflusst werden und das zählt ja dann auch Kreise. Und genau sowas ist wirklich viel.
SPEAKER_03Der Einzelne macht halt den Unterschied. Jeder Einzelne.
SPEAKER_00Ja, und da denke ich, schlagen wir einfach jetzt mal den Bogen zu unserem heutigen Thema Juneteenth. Ich wollte mal hier als die Amerikanerin eine kleine Geschichte, den geschichtlichen Hintergrund da geben. Juneteenth ist ein US-Feiertag, der das Ende der Sklaverei in den Vereinigten Staaten erinnert, also daran erinnert. Und der ist wirklich, ich glaube, auch den Amerikanern erst so wirklich bewusst geworden. Seit während der Pandemie die ganze George Floyd-Geschichte da kann sich ja jeder daran erinnern, in 2020, als der durch Polizeigewalt erschossen wurde, weil er, glaube ich, mit dem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt hatte und da halt die ganze Bewegung in Gang gekommen ist. Warum heißt das Juneteenth? Weil das am 19. Juni war und das ist quasi eine Kombination aus June und 19th. Am 19. Juni 1865 hat in Texas ein General verkündet, dass die versklavten Menschen ja jetzt frei sind. Und zwar zwar mehr als zwei Jahre, nachdem das offiziell von Abraham Lincoln schon per Gesetz erklärt wurde. Und da siehst du halt, was Maria eingangs gesagt hatte, dass Freiheit nicht gleich Freiheit bedeutet, weil per Gesetz waren die schon zwei Jahre frei waren, aber in Texas war das halt so ein bisschen okay, wir sind hier weit weg von dem allen und interessiert uns eh nicht Sklavenbefreiung. Und zwei Jahre später hat dann am 19. Juni 1865 jemand, das tatsächlich nochmal kurz erwähnt, dass die Sklaven halt frei sind. Und der Feiertag ist aber jetzt erst seit 2021 öffentlicher US-Feiertag. Eben besonders nach den Protesten um George Floyd hat das international immer mehr Aufmerksamkeit bekommen und wurde dann von beiden als Feiertag erklärt.
SPEAKER_01Ich finde auch das Krasse, dass man eigentlich nicht feiert, dass die Sklaverei abgeschafft wurde. Es wurde, wie du gesagt hast, wurde sie schon von Abraham Lincoln irgendwie davor, sondern das, wo es dann wirklich noch in dem letzten Rückzugsort für Sklavenhalter irgendwie auch mal angekommen ist oder durchgesetzt werden konnte. Und dass es einfach zwei Jahre dauert, dass Menschen irgendwie rechtlich frei sind, es aber nicht wissen. Und ich habe dann irgendwie drüber nachgedacht und denke mir, kann man frei sein, wenn man noch nicht weiß, dass man frei ist? Oder ist man dann automatisch frei, sobald man es weiß, oder muss es erst in allen Köpfen ankommen, wahrscheinlich Letzteres. Aber wirklich eine spannende Geschichte. Man kennt diesen Feiertag in Deutschland, der so gar nicht.
SPEAKER_00Und es ist ja auch so, nur weil die Leute dann als frei erklärt wurden auf irgendeinem Papier, das ist echt unsere Brüllfolge heute.
SPEAKER_03Aber macht nichts. Freiheit muss man sich erschreien manchmal, muss man sich erkaufen, erkämpfen.
SPEAKER_00Ja, und dieser Tag, der war ja auch einfach quasi der Beginn des Kampfes der Sklaven, dass sie dann frei langsam aber sicher wurden. Oder naja, fragst du heute, gewisse Afroamerikaner sagen sie vielleicht immer noch, dass sie unterdrückt sind. Sicherlich, ja. Und ich meine, hast du ja auch gehört bei Kamala im Wahlkampf, dass sie halt in den 60er Jahren da aus ihrem schwarzen Stadtviertel mit dem Bus zur Schule, zur weißen Schule gefahren wurde. Und das hat sich ja eigentlich auch hier 100 Jahre später erst mehr normalisiert. Also es hat ja noch Jahrzehnte, ein Jahrhundert gedauert, bis wir so ungefähr an den Punkt gekommen sind, dass die Schwarzen gesagt haben, wir sind freier.
SPEAKER_03Sorry, ja, ich finde, was du hast das gerade auch gesagt, Maria, was ist denn überhaupt Freiheit? Also, wann weiß man, dass man frei ist? Ich finde, im Rahmen der Sklaven ist es ja ganz klar, was Freiheit bedeutet. Logisch. Aber was ist denn Freiheit heutzutage? Wie definieren afroamerikanische Menschen Freiheit? Ich ehrlich gesagt habe mit diesem Begriff persönlich irgendwie, ich möchte nicht sagen, ich kann damit nichts anfangen, aber als freie, weiße deutsche Frau ist es für mich ein Konzept, das ich immer eher auf andere gelegt habe. Ich habe damit persönlich keine Erfahrung. Und wenn ich jetzt hier zu sein in diesem Land, in dem das so einen großen Unterschied macht, und ich habe auch schon Gespräche darüber geführt, die mich fasziniert haben. Da möchte ich ein Beispiel anbringen. Da waren wir, ich weiß nicht mehr hundertprozentig, ich war es in Alabama, also in irgendeinem Südstaaten. Und sind in so einem kleinen Shop mit dem Inhaber ins Gespräch bekommen und der war auch wirklich sehr interessiert an anderen Nationen und anderen Ländern und war letztlich aber trotzdem wirklich stolz, Amerikaner zu sein. Und ich fand das auch toll. Und dann hat er aber genau diesen Freiheitsbegriff genannt und hat, er hat es nicht ausgesprochen, aber ich möchte das einfach, muss ich hier sagen, dass er darüber gesprochen hat, dass er eine Waffe besitzt. Das war ohne Zweifel klar, dass er das meinte. Und das hat er mit Freiheit verbunden. Er hat die Freiheit, seine Familie zu beschützen. Er hat die Freiheit, das ist sein freies Land, er ist frei. Er hat die Freiheit, auf seinem Grund und Hof zu tun, was er möchte. Und er tut alles dafür, um ein freier Mann zu bleiben. Und das hat mich, das hat mich so geweckt und geschüttelt. Ich war so geschockt einerseits und andererseits hat das wirklich lange in mir gearbeitet. Und ich bin auch heute immer noch von dieser Begegnung sehr fasziniert, wie er eine Waffe mit Freiheit verbinden kann.
SPEAKER_01Aber das finde ich so dieses Land of the Free. Klar, du bist frei, aber dafür sind es andere nicht. Also die eigene Freiheit, oder Freiheit ist sehr subjektiv, finde ich. Freiheit für uns bedeutet, dass wir uns so benehmen können, wie wir uns benehmen können. Schau dir irgendwie den Manfred um die Ecke an, der sagt, ja, wird man wohl noch sagen dürfen. Ja, das ist auch ein Teil von Freiheit, von seiner Freiheit, dass er es vielleicht noch sagen können möchte. Es war auch vor 20 Jahren nicht okay, was du gesagt hast, Manfred, aber da hat dich vielleicht noch keiner kritisiert. Also ich finde, das ist wirklich so ein Punkt und noch zu dem, dass vielleicht Afroamerikaner sich jetzt freier fühlen, ja, freiere vielleicht, aber ich glaube, Black Lives Matter, oder das ist, finde ich, ganz logisch, Black Lives Matter wäre sicher nicht entstanden, wenn jetzt einfach die mit diesem Gesetz, Emancipation Proclamation von Lincoln, okay, die schwarzen Menschen sind jetzt frei, sie sind keine Sklaven mehr, Punkt, und es wären in Köpfen drin gewesen, dann hätte es diese ganzen Bewegungen und auch Gleichberechtigungsprobleme, die es ja nach wie vor gibt. Ich meine, also das Gesundheitssystem ist halt für weiße Menschen gemacht, das muss man einfach sagen. Oder auch Müttersterblichkeit, das habe ich mir, also wusste ich einfach, bevor ich hierher kam nicht. Da sind dunkelhäutige Menschen einfach nach wie vor benachteiligt. Und ich meine, in welchem Jahrhundert und Jahrtausend leben wir bitte, das finde ich einfach komplett schockierend.
SPEAKER_00Ja, und dann, während ja die Proteste um George Floyd hier passiert sind 2020, meinen auch in Chicago, Downtown. Wir haben damals dort in einem Hochhaus gewohnt. In dem Gebäude, in dem wir gewohnt haben, war unten so ein kleines Frühstücksrestaurant drin. Das wurde regelmäßig geplündert. Alles wurde verbarrikadiert, das hat man ja auch in Nachrichten gesehen. Es war schon krass, das so zu erleben. Und dann hat eine Freundin von mir, eine weiße Freundin, gesagt: Ja, ich finde, die Schwarzen haben das Recht zu plündern, weil die wurden ja jetzt 150 Jahre lang benachteiligt wurden. Das hat ich, muss ich dann sagen, das fand ich dann doch eher krass, weil ich sage mal heutzutage und jetzt speziell auf Chicago bezogen, ja, es gibt diese Nachbarschaften, okay, hier wohnen eher wahrscheinlich eher die Weißen oder die Besserbetuchten, und dann stuft sich das so ein bisschen up. Richtung Westen wohnen die Hispanics and Richtung Süden wohnt die Schwarzen. Trotzdem, wenn du das eben vergleichst with jemandem, der jetzt halt gerade in Iran wohnt oder in Indien, where the stress the kind of seat, so schlecht geht es nicht. And they won here in the land of unbegrenzten, have dense zur Schule. So is it. Under die dort arbeiten müssen. Also es ist halt immer so eine Abstufung, finde ich persönlich. Es ist halt schwierig.
SPEAKER_01Ich finde auch, aber wenn du das so vergleichst, dann würde ich jetzt eher sagen, okay, wir weißen, wir sind ja so extrem privilegiert. Das kannst du ja dann auch mit der Schule in Indien irgendwie vergleichen. Und ich finde, ich glaube, es geht wirklich, es geht einfach um diese Zugehörigkeit letztlich, dass man irgendwie Gruppen aufmacht und sagt, so, wir sind die gute Gruppe, weil wir haben eine helle Hautfarbe. Es wird komplett nicht überhaupt gecheckt. Oder auch irgendwie nach dem Motto, ja, Migration ist schlecht. Das sind zwei Dinge, die irgendwie zusammengehören, finde ich. Du musst einfach, finde ich, bedenken, wir sind alle so zu so einem 100%-Satz eigentlich noch Afro- Ich meine, wäre nicht Migration irgendwann in Afrika, hätte es nicht irgendwann stattgefunden, gäbe es halt auf der restlichen Welt gar keine Menschen. Wir sind deswegen hellhäutig, weil wir keinen Sonnenschutz brauchen, dort, wo wir leben. Und ich finde dieses Ganze, dass man da überhaupt einen Unterschied macht. Es ist doch so effing, egal, welche Hautfarbe ich habe, dass man irgendwie, dass man nicht deswegen separieren sollte. Und ich finde schon, dass das immer noch passiert. Und ich finde, der Punkt, dass sie in dem südlichen Teil von Chicago wohnen und dort zur Schule gehen, da fängt, da ist schon der Kern, denke ich, der Sache, dass sie eben nicht im nördlichen Teil wohnen. Und da ist schon, ist schon der Prozentsatz von Afroamerikanern und Hispanics natürlich deutlich höher.
SPEAKER_03Absolut, das ist immer noch ein Teil von Segregation. Ja, also ganz klar. Und also das mit den Neighborhoods, das ist ja auch nicht von den Haaren herbeigezogen, sondern das ist sicherlich auch belegt, wo welcher Prozentsatz die Verteilung stattfindet. Nichtsdestotrotz haben wir ja das Glück in Chicago groß, wenn man es betrachtet, zu sehen, dass es sehr divers ist. Da drittelt sich fast. Es gibt ein Drittel Weiße, ein Drittel Afroamerikaner und ein Drittel Hispanik. Das ist ja mega geil. Aber klar, es verteilt sich nicht gleich. Du hast gerade gesagt, ja, wahrscheinlich sind sie benachteiligt, auch da gibt es ganz klar Zahlen. Ich habe eine Nachgeguckt, CDC, das ist das Center für Disease und Schlagmichtot, von 2023. Du hast als afroamerikanische Frau hier in diesem Land eine dreimal höhere Sterberate bei Geburten als Weißen. Das habe ich auch gelesen, das finde ich komplett schockierend.
SPEAKER_012026.
SPEAKER_03Genau, gut, das ist jetzt die Statistik von 2023, aber es hat sich nicht geändert. Also es sterben 150 Frauen im Vergleich zu 14 Weißen bei 100.000 Geburten. Und es gibt so viel, natürlich ist es ein multifaktorieller Hintergrund, das ist ganz klar. Aber die systemischen Missstände, die immer noch bestehen, also das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Und also eine inadäquate Krankenversicherung, viel geringerer und ungenügender Zugang zu pränataler Care, die sozioökonomischen Stati und so, das ist wirklich unglaublich. Also jetzt, wenn wir unseren Mikrokosmos betrachten. Und ich finde aber, wenn wir ja vorher über Freiheit gesprochen haben und wie individuell Freiheit zu verstehen ist, Franz, ich fand es sehr interessant, was du gesagt hast. Und wenn man jetzt mal vergleicht die Freiheit zum Beispiel, weiß ich nicht, ob ihr es gehört habt, von Frauen, ne? Wir haben ja das. Frauen, aber also Weiß und Frau. Wir sitzen hier, machen diesen Podcast. Letzte Woche hat eine Frau 100 Peitschenhiebe bekommen. Ich weiß nicht genau, wo es war. Syrien, Afghanistan. Im Grunde da in der ganz romantischen Ecke. Weil sie Geschlechtsverkehr, außerehelichen Geschlechtsverkehr mit ihrem Freund hatte. 100 Peitschenhiebe im 21 Jahrhundert. Und er hat natürlich nichts. Und das wurde, das war ja öffentlich. Das wurde ja öffentlich.
SPEAKER_01Das ist wirklich unglücklich. Und darüber müssen wir wirklich, also Freiheit und Frauengleichberechtigung, da müssen wir auch eine Folge drüber machen.
SPEAKER_03Da kann man halt gar nicht klarkommen, da kann man wirklich nicht. Deswegen müssen wir eher, ich glaube, wir müssen jetzt so den Schwenk machen auf Chicago, unsere Erlebnisse, aber vor allem auch weiterhin Good News zu bringen, was wir erleben, was sich gerade im richtig, richtig geilen Wandel befindet. Und zwar Wandel in die richtige Richtung. Und das ist ja genau das, was wir sehen. Nicht nur, dass es in Chicago eben von den Rassen, wie man hier sagt, von den verschiedenen Races einfach alles Mögliche gibt. Ich habe mal nachgeschaut, es gibt in Chicago ungefähr, da ist jede Nation auf diesem Erdballon ist hier vertreten. Wie geil ist das eigentlich? Und gerade hier oben in unserer in unserer Northzeit, da ist ja die Diversität so groß, Genderidentität, du kannst sein, werden was du möchtest. Wir erleben das wirklich täglich im Alltag. Einer der Musiklehrer in der Schule meines Kindes, biologisch ein anderes Geschlecht als das, was die Person rausgetragen hat, gesagt, ich bin so und so, Misses so und so, war aber, hatte ein anderes biologisches Geschlecht. Unsere Kinder haben das überhaupt null in Frage gestellt. Die wachsen damit auf, die lernen Toleranz. Das ist einfach so schön.
SPEAKER_01Ganz kurzer Disclaimer mit den Races, einfach weil das natürlich Deutsche triggert, dieses Wort. Ich war da auch schwer schockiert, dass ja nicht wir irgendwie jetzt sagen wir, weil wir es lustig finden oder irgendwas, sondern das wird bei jedem Arztbesuch eigentlich abgefragt. Ja, ja. Das ist ganz normal, das ist natürlich in Deutschland historisch. In jedem Formular gefühlt.
SPEAKER_00Es gibt immer so fünf oder sechs verschiedene Optionen. Und dann kannst du anklicken, was du für eine Rasse bist. Weil es natürlich auch wichtig ist für die Behandlung, wie wir ja schon gesagt haben, dass Frauen bei der Geburt da benachteiligt werden, je nach Rasse. Aber es ist natürlich, es gibt ja auch zum Beispiel in der jüdischen Bevölkerung Krankheiten, die sonst nicht unbedingt so vorkommen. Also ist das wichtig für die Behauptung.
SPEAKER_01Es gibt Allergien, die schon häufiger vertreten sind oder so. Das stimmt, ja, absolut. Ohne Wertung. Ohne Wertung.
SPEAKER_03Das ist einfach Wissenschaftlichst das eigentlich. Genau, und es gibt doch, weißt du wahrscheinlich am besten, Maria, es gibt doch genetisch gesehen einfach eine Veranlagung, eine Prädisposition. Exakt. Und das ist eben genau das, ja. Dafür ist es natürlich wichtig und gut zu fragen. Trotzdem ist es als Deutscher ein extrem unangenehmes Wort. Es gibt einem so den Shiver, wenn man denkt, so, wie welche Rasse. Aber ja, das ist definitiv ein großer Unterschied. Hier werden ja auch immer die verschiedenen Gender, die Geschlechter abgefragt. Man hat eigentlich immer die Möglichkeit, entweder ein drittes Gender anzugeben, wobei non-binary oder ein sonstiges, oder einfach zu sagen, ich möchte es nicht angeben. Ich glaube, da hat sich jetzt in den letzten fünf bis zehn Jahren hier sehr viel verändert. Und was Gespräche angeht, die Sprache, finde ich das hier wirklich herausragend, wie weit Amis da schon sind. Wir hatten ja letztes, oder wir hatten in unserer Kommunikationsfolge gesagt, dass es hier ja nur You gibt. Ich weiß nicht, ob das nach oder Vorteil ist, dass dieses förmliche You weggefallen ist. Aber they, them zur Identifikation oder zur Nicht-Identifikation eines Genders hier zu verwenden, ist ja wirklich ganz normal. Und davon, ich meine, jetzt nicht in irgendwelchen öffentlichen Formularen oder irgendwie so Situationen, die man wirklich nur selten hat, sondern im alltäglichen Umgang. Also jeder Arzt spricht über dein Kind, they, them. Wenn ich mit Leuten auf dem Spielplatz spreche, dann sagen die wahrscheinlich, they them über mein Kind, über ihr Kind, über ein anderes Kind. Und ich habe das total jetzt auch schon übernommen. Ich finde das total klasse. Da bricht sich keiner ein Zacken aus der Krone und mich würde das total interessieren, wie da der Stand in Deutschland ist. Klar, wir sind nicht völlig weg von Deutschland. Ich kriege da natürlich auch einiges mit, aber so richtig erleben kann man es wahrscheinlich nur, wenn man in Deutschland lebt. Deswegen würde es mich total interessieren an unsere Deutschen in Deutschland da draußen. Wie ist denn da gerade der Stand? Also habt ihr andere Anreden für Nicht-Identifikation des Geschlechts? Benutzt ihr, ja, was benutzt ihr? Wie oft ist es im Alltag vorherrschend? Ist das für euch Normalität geworden? Weil ich finde, hier ist es schon wirklich weit verbreitet und slash fast normal.
SPEAKER_00Ich habe auch mal versucht, das rauszufinden. Und Google hat dann nur ausgespuckt, dass auf Deutsch auch They Dam mit anders buchstabiert, also DEY. Kann ich mir jetzt irgendwie gar nicht so gut vorstellen. Aber ich hatte auch hier und da mal, wenn sie es irgendwie ergeben hat, Freunde gefragt und es war irgendwie nicht so klar, dass es so gemacht wird. Kann ich mir jetzt auf dem Dorf, auf dem Land vorstellen, dass es da natürlich eher weniger verbreitet ist, aber vielleicht in einer Großstadt. Lasst uns doch mal hören.
SPEAKER_03Naja, es wird hier in Idaho auf der Countryside auch anders sein als hier in Chicago, ne? Aber eher geschossen.
SPEAKER_01Auf The Adam geschossen. Exakt, ich glaube schon. Also was ich teilweise nur mitbekomme, was mich sehr bestürzt, ist irgendwie aus Deutschland auch in Gesprächen mit gebildeten, empathischen Menschen, dass die schon auch da irgendwie Barrieren sehen, wenn sie etwas anderes sagen müssen als der Bauer und schon männlich-weiblich ist ganz schwierig, das zu verwenden. Und ich finde, irgendwie da so eine Barriere aufzumachen und da irgendwie, weiß ich nicht, Barrierefreiheit zu wollen, lieber mal Barrierefreiheit für Menschen, die wirklich darauf angewiesen sind, finde ich.
SPEAKER_03Ja, absolut. Vielleicht da das andere, das deutsche Extrem, von dem wir ja jetzt schon öfter gesprochen haben. Was ich schon häufig jetzt gelesen habe, irgendwie in Berichten, das wird gerne natürlich aufgebauscht, ist in dem Moment, in dem der Bürokratismusapparat in Deutschland anspringt, geht es halt sofort wieder über das Ziel hinaus. Dass wir gender inklusiv sprechen wollen, uns verhalten wollen, das steht ja außer Frage. Und dass das so ein innovatives, wie sagt man, ein Well-educated Land, also ein super, ein Land, was ja im Ländervergleich, im Weltvergleich, gebildetes Land, was ja im Weltvergleich total gut dasteht, dass das irgendwie ein Vorreiter sein muss, ist ja, ist ja ganz logisch. Aber ein Beispiel bleibt mir da noch in Erinnerung, dass irgendwie in Köln, glaube ich, war das, aber es spielt auch keine Rolle, wo es war. Dass festgestellt wurde, dass das Wort Spielplatz diskriminierend ist, and deswegen all the Schilder in der Stadt or vielleicht in einer bestimmten Gegend in der Stadt jetzt umgeändert werden. And it's Spielraum. And there werden jetzt halt tausende, in die hand genommen, there werden Ressourcen, this word auf den Schildern and the Schilder zu ändern. And the Gedanken finde ich toll, etwas zu verändern, etwas besser zu massen. Aber es ist halt die Frage, ob da in dem Mikrokosmos, ob das der richtige Ansatz ist. Hätte ich jetzt auch nicht mehr so gut.
SPEAKER_00Ich bilde mich mal an Platz.
SPEAKER_03Ja, ich kann es dir nicht sagen. Ich habe es auch nicht weiter verfolgt. Ich war auch da, hat es mich ein bisschen gerüttelt innerlich. Und eben da dachte ich, ich finde es in Deutschland ist es schön, dass es viel, es wird schon viel ins Rollen gebracht. Aber ich frage mich eben, manchmal.
SPEAKER_01Viel zu wenig, finde ich. Viel zu wenig.
SPEAKER_03Ja, und dann eben an welcher Stelle?
SPEAKER_01An welchem Platz, an welchem Raum? Exakt. Also ich finde, ich habe vor kurzem mit, ich weiß nicht, ob ihr den kennt, Raul Krauthausen. Das ist selbst ein behinderter Mensch, der Aktivist ist für Inklusion und wirklich einfach sehr schlaue Sachen sagt und wirklich da eben Vorreiter ist. Und er meinte, dass Deutschland, oder das ist eigentlich bekannt, dass Deutschland da sehr hinterherhinkt. Zum Beispiel in Japan, Österreich, was war es noch? Ich glaube Großbritannien, wird einfach mehr gemacht als jetzt in Deutschland in der Vergangenheit. In Deutschland ist oft dieses, ja, wir würden gerne einen barrierefreien Bahnhof bauen, aber Sie müssen auch verstehen, der Bahnhof ist von 1740, der ist denkmalgeschützt. Also Denkmalschutz, Feuer-, also Brandschutz sind da irgendwie so, weiß ich nicht, Roadblockers, die sie irgendwie verwenden, um dann quasi eine Ausrede zu haben, mehr oder weniger. Und sehen sich dann auch nicht so richtig, richtig zuständig oder keiner sieht sich so richtig zuständig. Es ist, ich habe schon das Gefühl, wahrscheinlich auch, weil man hier leichter die Leute verklagen kann, die eben, also weil es ja hier einfach diesen A-DA-Act gibt oder wie der heißt, dass der besagt, dass die Menschen halt eben nicht diskriminiert werden dürfen. Der auch so umgesetzt wird, dass wenn du jetzt bei McDonalds halt eine Speisekarte nicht in Blindenschrift hast, dann kann der blinde Mensch, der dadurch keinen, weiß ich nicht, keine Chicken-Nuggets bestellen kann, der kann dann McDonalds direkt verklagen. In Deutschland hieß es dann eher, ja, tut uns leid, ist jetzt blöd, was wollen sie denn? Dann kann ich ihnen sagen, was ich ihnen hier machen kann. Oder keine Ahnung, wie es dann da abläuft.
SPEAKER_00Ja, das höre ich schon, aber ich meine, hier finde ich, dann wird halt ein Fahrstuhl eingebaut, der geht dann drei Wochen, dann geht er nicht mehr. Und da hast du halt Pech. Also ich meine, gut, wir haben jetzt nur einen Kinderwagen mit, wenn wir mal hier mit der U-Bahn oder so fahren. Wie oft ist das schon passiert? So oft. Dann musst du halt den Kinderwagen hochschleppen. In dem Sinne kein Problem, weil wir sind ja nicht drauf angewiesen. Ja, das ist eben. Hast recht, das habe ich gerade ein bisschen verdrängt, weil ich noch so. Das geht gar nicht. Aber es ist einfach schön, wie mit der Sklavenbefreiung. Es gab ein Gesetz, ihr seid jetzt frei, hat aber keiner gehört. Zwei Jahre später hat dann mal einer gesagt, ach übrigens, ihr könntet seit zwei Jahren könntet ihr jetzt schon gehen. Und das ist halt immer schön, wenn man das auf dem Papier aufschreibt. Papier ist ja geduldig.
SPEAKER_03Heutzutage würde man halt bei Tip Tab einmal.
SPEAKER_01Das stimmt. Ich weiß nicht, ob da auf der Plantage wahrscheinlich ist schlechter Handy entfallen oder so. Aber ich finde auch, das ist ein guter Punkt. So ein Gesetz zu erlassen ist was Gutes natürlich, klar, ganz toll, aber das muss in den Köpfen einfach ankommen. Du kannst ja nicht gleichberechtigen oder so verordnen. Oder sagen, so, jetzt wird nicht mehr diskriminiert. Das kannst du sagen, aber es muss einfach irgendwie bei allen ankommen. Was genau, was ich sagen wollte, warum ich, warum ich da das relativ oder so sehe als jemand, der able-bodied ist und jetzt nichts hat oder nicht darauf angewiesen wäre. Deswegen kann ich es auch nur aus meiner Perspektive natürlich sagen, ich habe schon das Gefühl, sowas wie beim Zoo, die Türen. Du drückst auf einen Knopf, der funktioniert. Es gehen alle Türen auf, die Leute rennen aus dem Weg, also gehen wirklich aus dem Weg und du kannst dann mit einem Kinderwagen durch. Und ich meine, ich kann auch 10 Minuten später gehen. Geht auch. Oder im Zug, du gehst einfach, du gehst in den Zug rein und drückst Knöpfe und kannst dann da, irgendwie wird eine Rampe rausgefahren, automatisch in Deutschland, habe ich gelesen, du musst als behinderter Mensch 48 Stunden vorher anmelden, dass du dort fahren möchtest. Ich meine, kannst du nicht spontan wohin fahren? Nee. Also das gleich zu sagen, so quasi so ableism, ja, behinderte Menschen sind nicht spannend. Exakt, und das finde ich wirklich, das finde ich hier toll. Und auch so diese Arbeitskultur, dass ich schon das Gefühl habe, dass ich mehr behinderte Menschen in normalen Berufen sehe. Weil ich finde schon, dass in Deutschland oft so weggesperrt wirdgesperrt wird, in Anführungszeichen. Und das kommt mir hier schon vor, als wäre das irgendwie ein bisschen besser. Auch jemand, der jetzt irgendwie Einkäufe wegräumt oder so. Ich weiß natürlich nicht, wie die Arbeitsqualität und die Bezahlung dann ist, aber die Bezahlung in behinderten Werkstätten ist auch unterdurchschnittlich, um es mal sehr positiv zu formulieren. Da läuft auch gerade zum Glück eine Klage, was wirklich sehr wichtig ist. Und ich finde in Deutschland, das als letzten Punkt, in Deutschland ist es häufig so, das heißt ja auch Sonderschule oder Einrichtung für bla bla bla bla, da werden die Leute schon mehr weggesperrt, finde ich. Also dieses, dass man inkludiert, das gibt es bei Montessori, aber so standardmäßig habe ich hier mehr das Gefühl, dass ich Kinder im Rollstuhl in eine normale Schule fahren sehe. Und der Punkt, dass mich das wundert oder begeistert, aber ich das als besonders sehe, schockiert mich rückwirkend eigentlich sehr.
SPEAKER_03Ja, ich kann da noch ein Beispiel wirklich aus meinem alltäglichen Leben anbringen. Vielleicht gar nicht unbedingt der Vergleich notwendig. Ich kann nur sagen, ich habe auch in Deutschland in klinischen Settings gearbeitet und habe, habe ich überhaupt jemals jemanden gesehen, der offensichtlich körperlich behindert ist. Natürlich steht ja außer Frage, dass man viele Behinderungen nicht sehen kann und dass die ja nicht jetzt besser oder schlechter oder sonst irgendwie gewertet sind. Aber ich rede jetzt von körperlichen Behinderungen und das spricht dir eigentlich überhaupt nichts dagegen, dass jemand, der irgendwie an Krücken läuft, im Rollstuhl sitzt, irgendein Beruf wie Arzt, Pfleger sowieso ausführt. Der braucht vielleicht mehr Hilfsmittel, der braucht vielleicht länger, aber die Qualität seiner Arbeit ist dadurch ja nicht eingeschränkt. Und ich arbeite hier downtown in einer großen Klinik und ich kenne, jetzt sagen wir mal, ich sehe durchschnittlich vermutlich so 20 Ärzte und drei davon sind offensichtlich körperlich behindert. Und das ist wirklich absolut erstaunlich. Wundervoll. Und man sieht aber trotzdem diese Floskel, diesen Satz, dass ja Gleichberechtigung, wenn du eine Behinderung hast, dich trotzdem bewerben dürft oder sollst und dann halt bevorzugt behandelt wirst.
SPEAKER_01Es ist in Deutschland auch gesetzlich, das ist nämlich ein ganz besonderer Punkt an Deutschland, das haben die meisten, also kenne ich so sonst nicht, dass wenn du dass ein Unternehmen, was 20 Mitarbeiter oder mehr hat, dass die einen bestimmten Anteil schwer behinderter Menschen beschäftigen müssen, oder jetzt kommt der Knackpunkt und ich denke, das machen wahrscheinlich gefühlt 80 Prozent der Unternehmen oder wahrscheinlich weniger, aber kommt mir so vor, oder eine Ausgleichsabgabe zahlen. Also das ist wahrscheinlich dann eher Punkt 2, den die meisten Unternehmen da wählen. Und das finde ich auch, dass man, dass man darüber überhaupt nachdenkt oder dass überhaupt gar nicht als normal gilt, dass man, also dass man da so etwas erlassen muss, finde ich eigentlich auch schockierend und schlimm, dass man sich da auch wieder rauswenden kann.
SPEAKER_03Ja, ich finde, das kann man halt auch immer nicht so schwarz-weiß sehen. Das muss schon auch individuell irgendwie festgelegt sein. Es gibt sicherlich Unternehmen in Deutschland, die das einfach nicht leisten können, wo es vielleicht wirklich gar nicht in Frage kommt, die vielleicht auch gerade so mittelständlich einfach in klein Betrieben sind, die diese Strafe auch nicht unbedingt leisten können. Also ich kenne da im privaten Bereich schon einige Beispiele, aber nichtsdestotrotz finde ich es gut, dass es überhaupt sowas gibt. Eben Thema Gesetze erlassen. Es muss weitergehen, wir müssen dafür kämpfen. Jeder Einzelne muss sich dafür einsetzen, dass wir gleichberechtigt sind. Und ja, wir nutzen ja unser Privileg, um irgendwie was, um Leute wachzurütteln und es in die Welt rauszuschreien.
SPEAKER_01Und es fängt im Einzelnen Kopf an und nur so kann es laufen. Und zum Beispiel jetzt ein letztes Beispiel dazu. Mein Mann, der ist ja von Montessori-Pädagogen großgezogen worden und hat deswegen da von klein auf Kontakt mit sehr vielen behinderten Kindern gehabt. Und der merkt das teilweise gar nicht, wenn neben ihm jemand, also schlimm, dass man darüber reden muss, dass es für einen was Besonderes ist, aber dass neben einem jemand steht, der irgendwie eine Behinderung hat oder der greift da einfach mit an und macht es halt irgendwie so ohne Barriere, weil das im Kopf gar nicht, gar keine Barriere entstanden ist. Es war einfach ein Mitschüler, Punkt.
SPEAKER_00Ja, und das ist ja aber eigentlich das Gute, dass man das gar nicht sieht. Im Sinne, also im positiven Sinne, dass man die Behinderung nicht sieht, weil man sich dann nicht darauf fokussiert und den anderen deswegen ausgrenzt oder definiert. Und das fand ich eben auch bei der Arbeit damals, während der ganzen George Floyd-Geschichte. Da wurden dann so Sachen gemacht wie, oh, wir müssen jetzt konkret darüber sprechen und ihr müsst jetzt alle Inclusion-Training machen, was ja auch toll war. Ich habe dann Kollegen aus Mexiko, die haben dann gesagt, ja, ich bin halt hier ein eingeborener Mexikaner, will ich jetzt mal sagen, so ein Inka oder sowas Nachfolger. Was denkst du, wie es bei uns ist mit der Inclusion? Genauso schrecklich. Wir werden auch unterdrückt und halt danach aussortiert. Oder dann hat jemand anders gesagt, ja, ich bin halt so aufgewachsen, eher in so einem afroamerikanischen Viertel als weißer und sehe die Farbe gar nicht. Oder vielleicht selbst aber ausgeschlossen. Ja, das war gar nicht mal so das Thema, sondern es ging dann mehr darum, dass er quasi natürlich für seine Freunde eingestanden hat, die afroamerikanisch waren, weil er die Farbe, die unterschiedliche Hautfarbe nicht gesehen hat und dann aber lernen gelernt hat oder lernen musste oder belehrt wurde während der ganzen George Floyd-Sache. Es ist ja auch wichtig, aber dass man Farbe sehen muss, Hautfarbe, um dann wieder zu inkludieren und für die Freiheit derer zu kämpfen. Und ich finde, das ist so ein bisschen eben, wie du sagst, wenn du die Hautfarbe oder die Behinderung, naja, nicht ignorierst, aber einfach natürlich annimmst, als Teil des Menschen. Als Teil des hat, es sollte nicht, es sollte egal sein. Es sollte auch egal sein, wie hier immer besprochen wird. USA ist noch nicht reif für eine weibliche Präsidentin.
SPEAKER_03Nichtsdestotrotz musst du ja eine Behinderung zum Beispiel sehen, um im Bus irgendwie den Platz frei zu machen oder so. Also es ist echt immer so ein Gemeinde. Es ist schwierig zu sagen, wir sollen das alles ignorieren und aber es geht ja auch, ich finde, es geht immer auch um Kommunikation, einander in die Augen zu schauen, nicht irgendwie abzuwerten, bewerten oder irgendwie irgendwelche Vorurteile innerlich entstehen zu lassen, sondern wenn ich es nicht weiß, wenn ich unsicher bin, fragen. Ich glaube, jeder, der eine Behinderung hat oder auch schwarze Leute, die wollen einfach, dass du lieber fragst, dann schaffst du, dass du irgendwie doof guckst oder annimmst oder die irgendwas überlegst. Also ich hab schon so oft von gerade mit körperlich behinderten Menschen gehört, die sagen, Kinder sind so wonderful, die gucken dich an und sagen, Ey, was heißt denn? Warum kannst du nicht laufen? Oder warum so komisch?
SPEAKER_01So herrlich. That is wahrscheinlich total egal. It is all better, as unstarted to work. But what my Omaha citizen was, I think relatively white was. Interessanterweise. Die hatte, wir waren ins Ende in der Straßenbahn gefahren und es saß uns ein dunkelhäutiger Mann gegenüber. Ich war vielleicht vier oder was, und ich habe gefragt, du, Oma, warum ist denn der Mann so schwarz? Und dann hat meine Oma einfach gesagt, ja, dann musst du ihn selber fragen. Ich schätze mal, er kommt wahrscheinlich aus Afrika. Dann hat er gesagt, ja, also meine Eltern kamen aus Afrika. Punkt, Sache erledigt. Alle zufrieden. Also ist einfach, stimmt, Kinder sind da wundervoll und die Erwachsenen haben die Barrieren leider schon.
SPEAKER_00Genau, es wird ihm ja wahrscheinlich dann doch irgendwie beigebracht im Leben. Lieber nicht gucken, weggucken, lieber nicht.
SPEAKER_01Lieber nicht fragen, es könnte jemandem unangenehm sein. Das Problem ist ja wirklich, sind ja eigentlich die anderen, nicht die Person, die etwas hat, sondern die anderen, wie die damit umgehen. Und wenn es je komischer sie damit umgehen, dass du. Aber ich meine, die prototypische Oma von damals hätte vielleicht gesagt, ja, da spricht man nicht drüber auf.
SPEAKER_03Das tut man nicht. Und die hat es ja auch nur gut gemeint. Aber heutzutage würde ich jetzt einfach mal behaupten, und da kommen wir, machen wir jetzt den Loop zu deinem eingangs erwähnten, wir sind die Weltverbesserinnen oder wie hast du gesagt, Verbesserinnen. Verbesserinnen, Verändererinnen. Wir können damit die Welt besser machen, wenn wir unseren Kindern eben genau das beibringen. Das macht man nicht und gehört sich nicht, sondern ja, behalte dir deine Offenheit, deine Naivität, stell die Fragen, aber sei natürlich respektvoll dabei.
SPEAKER_01Zu jedem Menschen, egal wie er aussieht, egal was er macht, sei einfach erstmal offen und respektvoll.
SPEAKER_03Ja, wir sind alles Menschen auf dieser Erde. Genau. Ja, und dann kommen wir doch vielleicht damit zu unserer abschließenden Rubrik. Ihr wisst, gerade nach so einem superschweren Thema brauchen wir ein Lacher. Wir müssen jetzt mal jetzt was raushauen. Und ich habe da was gesehen, was ich unbedingt mit euch teilen möchte. Vielleicht auch im Thema bleibend, dass wir die Welt besser machen wollen, dass wir für unsere Kinder die Welt besser machen wollen. Ich weiß nicht, in welchem Krankenhaus oder in welcher Arztklinik das ist. Ich habe ein Video gesehen. Da ist ein Kind zu sehen, das gerade eine Behandlung bekommt. Spritze, Gips, was auch immer, irgendwas Unangenehmes, wo ein Kind sich wehrt und weint und schreit und es einfach recht schlimm findet. Und in dieser Praxis gibt es ein Pony, ein Therapiepony, das hat auch tatsächlich irgendeine Schürze von dieser Klinik an und tatsächlich auch so eine Bad. Das muss ja auch steril sein, ihr lacht hier. Das ist einfach vorgeschrieben bei der Job Description. Und um das Kind von dem Schmerz abzulenken, spielt das Pony das Keyboard. Was viel schmerzhafter ist als jede Spritze. Und da gibt es Leute, die das kommentiert haben. Haltet euch fest. Der erste Kommentar ist, why the F does it have an ID?
SPEAKER_00Ich frag mich mehr, wie geht das Pony bitte auf die Toilette dort? Und ja, wie steril ist das?
SPEAKER_01Es hat immer Stürze an, ist egal was es macht, das ist komplett steril.
SPEAKER_03Lasst uns doch mal durch ein paar Kommentare gehen. Also der zweite war not great, but it's a stable job.
SPEAKER_00Das funktioniert halt nur auf Englisch, ja?
SPEAKER_03Ja, das stimmt.
SPEAKER_01Du kannst halt auch nicht durch KI ersetzt werden. Unmöglich. Oh Gott. Hier ist auch einer ein Kommentar. Ist es jetzt so, wenn ich meinen Hund zum Tierarzt bringe, dass sie dann auch ein Baby mit Saxophon rausbringen?
SPEAKER_00Also andersrum ist es herrlich. Ich hoffe, es kriegt auf jeden Fall irgendwie Mindestlohn. Warum eigentlich genau das Pony? Sind dann andere Ponys benachteiligt worden? Gab es da nicht? Es ist nicht Pony aus musikalisch. Stimmt, das hattest du ja schon gesagt. Nicht alle Tiere kamen ans Mikrofon. Das hattest du in der letzten Folge gesagt. Stimmt. Ja.
SPEAKER_03Am besten nicht während der Weihnachtsfeier brainstormen.
SPEAKER_00Zu viel Eierlikör geflossen.
SPEAKER_01Frauen in Führungspositionen. Das ist ein ganz klassischer Anhaltspunkt dafür. Da saßen zu viele Männer zusammen. Did No Other Ponies Audition.
SPEAKER_03Der ist wirklich schlecht. Der macht nur gewaltsam auf diesem Piano.
SPEAKER_00Oder für alle Eltern, die halt gegen iPad und so sind. Okay, die nächste logische Konsequenz ist, dass wir ein Pony mit Keyboard, wenn wir schon kein Screentime machen. Gibt's bei Walmart.
SPEAKER_03Ja, und stellt euch mal vor, die Ideen, die von der Marketingabteilung zurückgewiesen wurden.
SPEAKER_01Wahnsinn.
SPEAKER_03Ein natürlich etwas ernüchternder Kommentar ist: Wir bekommen Krankenhaus-Keyboard-Pferde, bevor wir freie, kostenlose Healthcare bekommen. Ja, Krankenversicherung.
SPEAKER_01Ich habe ja auch gerade noch einen. I thought service animals were supposed to help with anxiety. Dachte ich eigentlich auch.
SPEAKER_00Oder ja, zu dem Thema, was du gesagt hast, vielleicht muss man, wenn man das Pony bucht, wenn das Kind eine Impfung bekommt, dann noch kriegt man auf der Abrechnung stehen Pony mit Keyboard. 350 Dollar.
SPEAKER_01So günstig geht es nicht. Oder man braucht danach dann irgendwie eine Occupational Therapy, um das Kind von dem Pony-Trauma dazu runterzuholen. Es ist jetzt auch nicht gerade ein Pony, was am Mozarteum studiert hat, glaube ich.
SPEAKER_03Guck mal, zum Thema Ablenkung stand er, es hat doch, es hat funktioniert. Ich habe nicht mal das Kind, ich kann das auf Deutsch gar nicht so übersetzen. It worked. I didn't even notice the kid getting the cast.
SPEAKER_01Ich habe gar nicht gesehen, dass er dieses Kind den Arm eingipst hat. Aber hat der Doktor, also der Arzt, der das gemacht hat, hat der das noch mitbekommen, dass er das Kind den Arm eingegipt hat oder hat das Kind an die Mutter gegipst?
SPEAKER_00Sehen alle ein bisschen verwirrt aus, muss ich sagen.
SPEAKER_01Mir fällt noch eine letzte, oder wollt ihr noch Kommentare weiter? Mir fällt noch eine letzte Sache ein, die kam mir gerade, die passt jetzt thematisch nicht. Vielleicht schneide ich sie vorne rein, vielleicht schneide ich sie raus. Ich muss sie aber sagen, wir sind ja der Pflanzen-Podcast und wirklich, Leute, gebt euch mal. Also Green Lives Matter, okay? Oh! Das ist überhaupt nicht deep, aber es ist mir gerade eingefallen und ich muss das sagen, weil ich sitze vorm Mikro. Ist das so? Ja. Also bei uns nicht so richtig, weil die Pflanzen gar nicht mehr grün sind, aber. Ich dachte, du meinst Aliens. Da müssen wir jetzt mal. Ach nein, Pflanzen.
SPEAKER_03Auch für Aliens. Ja, aber da müssen wir mal die Aufnahme stoppen und mal ins persönliche Gespräch gehen, Maria. Und ich bin total, ich bin total love. Ich meine, alle meine Pflanzen haben Namen. Außer Orchideenwald. Aber alle anderen haben Namen und Kerl. Das ist Spencer, dreh dich um. Hallo.
SPEAKER_01Er sieht aus wie ein Spencer. Siehst du? Vollkommen, wo wir bei Vorurteilen sind.
SPEAKER_03Das ist Nancy.
SPEAKER_01Hat aber jemand anders. Gut. Ich glaube jetzt. Die filtert die Rest aus der Luft raus. Wir brauchten keinen Eierlinger. Nancy sowieso scheint. Negative Affirmationen, damit die Leute wirklich richtig schlecht durch den Monat kommen.
SPEAKER_00Genau. Also ihr Lieben, denkt daran. Seid einfach ihr selbst. Außer ihr möchtet, dass Menschen euch gern haben.
SPEAKER_01Sammelt tüchtig Weltschmerz. Wir freuen uns, wenn wir euch auch in der nächsten Folge wieder begrüßen dürfen. Tschüss!