Sprechstunde Weltschmerz
Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten im Epizentrum des Weltschmerzes.
Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder, die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.
Sprechstunde Weltschmerz
Longevity ist was für Vampire #4
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Altern ist alternativlos. Bzw man kann natürlich auch Sterben. Anyways…
Und nein: Wir machen auf 2000er-Partys mittlerweile kein Cosplay mehr. Wir meinen das ernst. 🤣
Während wir uns noch fragen, wann genau man angefangen hat, beim Aufstehen Geräusche zu machen, messen andere bereits ihre Schlafqualität, trinken Kollagen und versuchen, biologische 27 zu bleiben – bis mindestens 94.
Und irgendwo dazwischen liegt dieser sehr menschliche Irrtum: Unter 30 denkt man ziemlich gehässig, Altern betrifft eigentlich nur die anderen. Bis man Ende 30 plötzlich zum ersten Mal eine leise Ahnung bekommt, dass man selbst vielleicht doch … betroffen sein könnte.
Aber warum sind eigentlich alle so ANTI aging? Warum haben wir solche Angst davor, älter zu werden? Ist Altern wirklich das Problem? Oder eher eine Gesellschaft, in der nur Jugend als positiv erachtet wird? Warum gelten Lachfalten bei manchen als Lebenserfahrung und bei anderen als Karriereende? Weshalb wird „aging gracefully“ fast ausschließlich von Menschen erwartet, die gleichzeitig möglichst gar nicht sichtbar altern sollen? Wie gehen wir damit um, wenn die eigenen Eltern altern?
Wir sprechen über Longevity als Lifestyle, Botox, Falten und die ziemlich unbequeme Erkenntnis, dass wir alle nur in eine Richtung altern. Außer vielleicht Vampire. Die haben dafür andere Probleme.
Wir reden über:
– warum Altern der einzige Prozess ist, den wirklich jeder gewinnt
– Longevity, Biohacking und die Frage, wie unterschiedlich man sich dem Älterwerden nähern kann
– Anti-Aging zwischen Wissenschaft, Marketing und leichter Verzweiflung (inklusive der kleinen Nebenwirkung, dass Longevity manchmal eher Magengeschwüre als Unsterblichkeit produziert)
– Altersbilder, Schönheitsdruck und warum Frauen oft deutlich schlechter altern dürfen als Männer
– und die Frage, ob ein langes Leben automatisch auch ein gutes Leben ist.
Eine Folge über Falten, Vergänglichkeit, gesellschaftliche Erwartungen und die vielleicht beruhigendste Nachricht überhaupt: Altern ist kein persönliches Scheitern. Sondern der Normalzustand.
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Aber fühlt man sich nicht auch, wenn man jetzt Frau, wenn Frau jetzt älter ist, ich fühle mich irgendwie sicherer in meiner Person.
SPEAKER_02Wir sind's wieder, eure drei Horstessinnen. Wir senden auch heute wieder aus dem Brownstone unserem Podcast-Hauptquartier mitten in Chicago. Vorab vielleicht, wir werden heute so ein bisschen einen thematischen New Turn wagen. Also natürlich spielt dieses ganze Deutschland versus Deutschland versus USA immer mal mit rein. Aber das Thema heute ist irgendwie eher so ein weltweiter Vorgang und auch was, was uns, was für uns ein sehr persönliches Thema ist. Nämlich, es wird gehen um das Thema Aging. Aber bevor wir da jetzt loslegen, wollen wir erstmal mit unserer Rubrik starten, nämlich mit der Rubrik Was ist dein Lieblings. Hier Post-Production bitte das Intro einfügen. Da haben wir uns heute thematisch überlegt, dass wir alle unseren liebsten Beauty-Hack mitbringen.
SPEAKER_00Wer will loslegen? Ich fange gerne an. Mein Beautyhack ist, dass man nochmal nach vorne. Mein Beautyhack ist, viel hilft viel. Wenn auf der Packungsbeilage oder wie auch immer steht, dass man drei Pumpstöße von was nehmen soll, nicht zwei nehmen, weil man denkt, man spart Geld. Weil dann bringt das Produkt halt nichts.
SPEAKER_01Ich hab genauso wie drei Portionen auf einer Packung für irgendwelches Essen oder so. Pommes, lieber gleich fünf bestellen, das hilft mir.
SPEAKER_00Ich habe da tatsächlich auch sogar Expertise. Ich habe mal in der Kosmetikindustrie gearbeitet, zwar nur in der Logistik, aber trotzdem hat mir da halt damals eine Trainerin gesagt, ey, du kannst nicht nur so ganz wenig nehmen und dann denken, dass deine Falten weggehen. Du musst schon halt eine gute Menge raufschmieren, dass es was bringt. Verstehe ich.
SPEAKER_01Mein alltäglicher Beauty-Hack ist natürlich Eilige. In jede Ritze pro-Aging. Pro-Aging. Nee, auch zum Thema hilft viel, wenn viel und so. Trockenshampoo. Ich lebe auf Trockenshampoo. Wer hat das erfunden? Danke. Wirklich, hau drauf. Ja, portionierst deine Haare wie ist. Hast du das noch nie verwendet?
SPEAKER_00Also ich look at me today. Und vor allem, ich sehe, guck auf mich mal an. Du hast noch nie verwendet. Und vor allem, es gibt ja auch braunes, du hast es abgesagt. Schwarzes oder wie auch immer halt in deiner Haarfarbe. Nee, eben nicht in deiner Haarfarbe.
SPEAKER_01Kokosnuss. Oh. Oder was auch immer, nach kleines Kind.
SPEAKER_02Nein, danke.
SPEAKER_01Ja, also das ist auf jeden Fall, wer kann denn jeden Tag Haare waschen? Oder stylen? Eben. Trockenshampoo, Zopf.
SPEAKER_00Super.
SPEAKER_02Cool. Mein Beauty-Hack ist tatsächlich, ich habe gar keinen, wie man sieht. Meiner ist tatsächlich Telomerase. Ich weiß nicht, ob wer das kennt.
SPEAKER_00Nee.
SPEAKER_02Ist auch kein wirklicher Beauty-Hack. Es ist so, das kam mir heute Morgen, irgendwie jeder kippt sich irgendwie Kollagen, ich auch. Kollagen in den Kaffee, auch viel hilft, viel, schmeckt mega widerlich, weil es natürlich irgendwie aus irgendwelchen Algen oder Rinder, Rindern ist. Und ich dachte mir, eigentlich könnte man doch so einfach ein bisschen Telomerase reinkippen. Das ist ein Enzym, was, also wenn die Zelle altert quasi, dann werden bei der DNA die Enten immer kürzer. Also das ist ein bisschen so wie eine, wie bei Schnürsenkeln diese Schutzkappe irgendwie, sind die Telomere. Und je älter die Zelle eben wird, desto mehr werden die abgebaut, beziehungsweise nicht mehr verlängert. Weil, wenn die Zelle sich teilt, muss die DNA verdoppelt werden für die neue Zelle. Und die machen einfach mit Expertise bringen. Wusste ich natürlich. Klar. Genau, jedenfalls, das ist dieses Enzym, das Enzym, was in Stammzellen, nicht in normalen Körperzellen, das diese Telomere wieder verlängern kann. Ja, ist definitiv nicht so einfach, sonst wäre es natürlich lange schon auf dem Markt. Das ist aber natürlich nicht mein Beauty-Hack.
SPEAKER_01Also dein Vorschlag ist widerlich schmeckenden Kaffee. Das einzige Trink, das meine Lebens weckt, mir Freude bringt, Hoffnung am Morgen ganz alleine, manchmal, manchmal nicht. Das willst du mir jetzt mies machen mit Telomerase. Exakt.
SPEAKER_02Also ich will jetzt schlecht schmeckenden, ich weiß gar nicht, ob Telomerase so eklig schmecken würde, je nachdem, woraus man es isoliert. Nein, Kollagen. Kollagen ist ekelhaft, aber ich meine, ob kalter Kaffee nach Rind schmeckt.
SPEAKER_01Kalter Kaffee geht raus an meine pälzischen Freunde. Ich verstehe die jetzt nicht, aber. Ich habe mir gerade überlegt, macht schön. Ich will mindestens einen Kommentar aus der Pfalz.
SPEAKER_02Ein Pelzer-Kommentar. Uff Pelzisch. Uf Pelzisch. Ja, ich glaube, ich muss nochmal ganz ernsthaft starten. Ich habe nämlich irgendwann mal Faltencreme gesucht und natürlich, man kennt das Problem mit Autocorrect. Er hat es überhaupt nicht gecheckt und hat daraus Fakten gemacht. Und ich dachte mir, das ist eigentlich das, was die Menschheit braucht. Die Menschheit braucht Faktencreme. Schön viel Auftragen, viel Hilfe, viel Hilfe, viel einfach bei Schwurbland drauf.
SPEAKER_01Es gibt keine Probleme mehr. So geil. Autocorrect ist sowieso früher T9, ja, wenn du jemandem geschrieben hast, viel Erfolg und er hat das Erfolg Erdöl gemacht. Viel Erdöl zum Test gewünscht.
SPEAKER_02Wäre jetzt gerade aktuell wirklich hilfreicher als Erfolg. Big Brother lässt grüßen. Absolut. Geht's aktuell mit Straße von Hormuz schwierig, aber warum? Ja. Ich muss ein Eier gehört trinken.
SPEAKER_01Ich kann ihn hier tragen. Leute. Fünf Minuten Verzögerung. So, zurück zum Thema. Nein, starten wir mal das Thema.
SPEAKER_02Wir starten mal das Thema.
SPEAKER_01Wir haben genug gehackt.
SPEAKER_00Aging.
SPEAKER_02Ja, Aging. Wir haben festgestellt, so gerade in der Vorbesprechung, wir haben uns dem komplett anders genährt, glaube ich. Also ich wollte so ganz deep and philosophic ohne irgendeine Ahnung oder Erfahrung to have. Also mit Aging habe ich natürlich generell keine Erfahrung.
SPEAKER_00So man noch keine Fourne dran hat, can man damit noch keine Erfahrung haben.
SPEAKER_02Wobei ich glaube, ich habe schon für Aging, für Altern generell schon Talent, könnte ich mir vorstellen. Mein einziges Talent. Ja. Wer will starten, beziehungsweise wie starten wir überhaupt?
SPEAKER_00Naja, eben dadurch, dass wir da irgendwie alle anderen Vorstellungen dafür haben. Ich meine, Aging, das kann ja einfach Altern sein. Was macht man dagegen? Wie auch immer. Ist das was Gutes? Ist das was Schlechtes? Es kann aber auch ja Schönheit im Sinne von viel Creme hilft viel vielleicht. Oder es kann auch, ich habe gedacht, Altern. Das Alter selber. Ich fahre ja irgendwie jetzt immer meinen 29. Geburtstag, weil ich echt nicht weiß, wie alt ich bin. Ich muss echt immer überlegen, okay, es wurde nicht niedergeschrieben. Welches Jahr ist? War schon mein Geburtstag. Und wie viel ist dann das plus das? Wie alt bin ich eigentlich? Oder du fragst deine Kinder.
SPEAKER_01Mein Kind weiß das.
SPEAKER_02Ja, mein Kind weiß es auch. Es hat vor kurzem gesagt, also meine Mama wird dieses Jahr 50. Da meinte der Lehrer, das glaube ich irgendwie nicht. Ah, 30. Das glaube ich auch nicht. Glaube ich jetzt vielleicht auch nicht, wenn ich mir die so genau bei Licht betrachte. Nein.
SPEAKER_00Ja. Ich finde halt, man sieht auch irgendwie an anderen natürlich, wie alt man selber ist. Also eben, seien es die Kinder, was, die sind schon so groß. Sei jetzt irgendwie die Eltern, die einen runden Geburtstag haben. Oder sei es die Schwester, die plötzlich einen Geburtstag hat, der auch irgendwie rund ist und man so denkt, okay, die ist ja eigentlich meine jüngere Schwester.
SPEAKER_01Die wird schon 30, Wahnsinn. Ja, ganz viele spannende Aspekte hast du da angesprochen, Franzi. Und ich würde sagen, ganz eingangs hast du das eigentlich als allererstes mit Schönheit verknüpft. Und ich finde, den Begriff Aging, anders als vielleicht Altern, benutzt man häufig so im kosmetischen Sinne. Und was wir alle Jahre und Jahrzehnte über quasi eingebrannt bekommen haben, so Gehirnwäschemäßig, ist Anti-Aging. Man darf nicht altern und wie schrecklich das ist. Also ich habe damit verbunden, dass es so extrinsisch getrieben ist, dass man schön sein muss. Und das begleitet einem ja wirklich irgendwie übers Leben hinweg, vor allem wenn man vielleicht jetzt, ich kann es nur aus meiner Perspektive sagen, aber vielleicht vor allem als Frau. Und wenn man dann halt auch noch weibliche Nachfahren hat, finde ich, ist die Angst noch umso größer. Das, was so schön Bodyshaming heißt. Aber dieses, also das eigene Körperbild, wie wird das von außen definiert, was kann ich da eigentlich selbst tun.
SPEAKER_02Gerade auch wenn man männliche Nachfahren hat, finde ich. Denen beizubringen, es ist einfach, also reduziere jemanden nicht auf seine Äußerlichkeiten, finde ich auch schwierig. Wie macht man das?
SPEAKER_01Spielt da, denke ich, auch mit rein. Weil da das, da kannst du zu Hause ankämpfen, noch und nöcher. Und trotzdem fragt dich das Kind dann auf den Spielplatz, guck mal, der hat ja lange Haare, wie kann das ein Junge sein? Wirklich. Ja, ja. Das ist krass. Also, und ich meine, da muss man Bücher aufschlagen. Geh doch mal durch die Stadt bei Victoria's Secret, you name it. Wie sehen die denn alle aus? Ich meine, heutzutage, ja, es gibt einen großen Wandel. Wir haben jetzt gerade, ohne Werbung zu machen, aber irgendwie Barbies, die neue Barbie-Kollektion, da gibt es ja auch wirklich viele Barbies jetzt mit Besonderheiten, besondere Merkmale, die anders aussehen, die Behinderungen haben und so. Aber wir haben einige davon und ganz im Ernst, die sind einfach immer noch, jetzt möchte ich nicht sagen, viel zu schön. Die sind viel zu unrealistisch. Das ist kein Bild. Und ich verstehe das schon, was dahinter steckt. Barbie muss trotzdem Barbis verkaufen. Aber ich finde, grundsätzlich müssen wir es positiv sehen, dass es einen großen Wandel gibt, dass wir mittendrin stecken, dass wir durch Social Media einen sehr großen Vorteil haben, dass wir uns viele Informationen ziehen können, dass einfach die Verbreitung von Aussagen wie, ne, ich liebe mich, liebe meinen Körper, auch von großen Stars und Sternchen und Leute, die halt Einfluss haben, dass der immer schneller und weiter verbreitet werden kann und dass sich das halt, glaube ich, heutzutage für unsere Kinder und für die Jugend heutzutage schon geändert hat, anders als es bei uns war. Wir haben die Bravo aufgeschlagen und da sahen halt einfach alle geil aus. Irgendwie schon.
SPEAKER_02Oder irgendwie auch nicht mehr. Wenn man das jetzt anschaut, dann denkt man sich, okay, wahrscheinlich da irgendwie Anorexie im Spiel oder so, also eigentlich sehr, sehr ungesund oder so nachretugiert, dass man nicht mal jetzt mit einer Essstörung da irgendwie rankommt, vermutlich. Also, denke ich mir, ist schon gut, dass sich das geändert hat. Und man sieht es rückblickend schon ganz gut, wenn man sich eben so alte Sachen anschaut. Was sich da getan hat, ist natürlich längst nicht am Ziel, denke ich mir, aber es ist schon, gebe ich euch recht, ist auf jeden Fall ein guter, gut, eine gute Richtung.
SPEAKER_00Aber fühlt man sich nicht auch, wenn man jetzt Frau, wenn Frau jetzt älter ist, ich fühle mich irgendwie sicherer in meiner Person. Als ich jünger war, hätte mich jeder Kommentar, deine Haare sind schief, hast du zu viel Kuchen gegessen am Wochenende quasi, hat einen gleich aus der Bahn geworfen und jetzt so, ja, egal. Ja, ich habe so viel Kuchen gegessen, macht aber gar nichts. War lecker. War lecker, genau. Oder halt, meine Haare sind genau so, wie sie sein sollen. Ich habe wenigstens keine grauen Strähhnchen, bitch. Dass man sich eben in seine. Hast du sie gerade, Bitch genommen? Ey, aus ihrer Brain. Ich bin 29, ich habe keine grauen Haare.
SPEAKER_02Und ich bin 25 und habe trotzdem graue Haare. Zwölf bis 13, ich kenne sie alle beim Namen.
SPEAKER_00Und eben, dass man als Frau sich irgendwie in ihrer Einzigartigkeit sozusagen bewusst ist oder gerade eben auch, dass Kinder bekommen, hat mich nochmal komplett geändert. Total. Geerdet auch, ja. Geerdet, egal was andere denken, wenn du mir nicht passt, ich bin jetzt alt genug, ich muss nicht mehr mit dir befreundet sein. Das finde ich halt auch mit dem Älterwerden, reifer werden, schlauer werden, wie auch immer man das nennen will, auf jeden Fall zu tun.
SPEAKER_02Ich finde, auf der positiven Seite sehe ich das genauso. Ich habe mir genau darüber auch Gedanken gemacht, als ich über was bedeutet Älterwerden für mich oder was ist in der Gesellschaft, warum ist Älwerden oder Aging so negativ eigentlich hinterlegt. Kam mir irgendwie, ich glaube, das Problem oder die Sache ist schon so ein bisschen, je älter man wird, desto mehr Entscheidungen hat man ja schon getroffen. Und desto mehr Entscheidungen muss man leben, die man gefällt hat, die man irgendwann auch nicht mehr revidieren kann. Also mit acht oder neun kannst du ja Tierärztin werden oder Astronaut oder was weiß ich, Skilehrerin. Aber je mehr Entscheidungen du triffst, desto mehr, also das ist ja wie so ein Trichter letztlich, desto mehr legst du dich fest, desto mehr ist deine Persönlichkeit gefestigt auf der positiven Seite, aber desto weniger erste Male oder desto weniger kannst du dich da noch komplett ändern. Also du kannst dich immer weiter spezialisieren, du kannst dich aber nicht mehr komplett neu erfinden oder kannst du schon, aber es ist eher unwahrscheinlich. Und du bist eben dann, bist eben dann sehr, sehr festgelegt. Und ich glaube schon, dass das viel auch zu so einer Melancholie oder weiß ich nicht, dass es einfach negativ für manche besetzt ist, des Alterns irgendwie beiträgt, weil du musst mit Dingen, die du vielleicht hättest ändern wollen oder anders hättest du machen wollen. Also du kannst dein Leben nur einmal machen, wenn du merkst, oh, war nicht so schlau, ja, bist halt 90, weil jetzt blöd, ist halt so, fürs nächste Mal brauchst du es dir nicht merken. Also denke ich mir, also ich denke mir, dass bei mir jetzt relativ oft in letzter Zeit, hätte ich vielleicht lieber irgendwie, weiß ich nicht, Journalismus machen sollen und dann bereuen sollen, dass ich nicht Biologie studiert habe. Zum Beispiel in die Richtung tue ich jetzt nicht wirklich, aber es ist auch so Dinge wie, du könntest, du kannst jetzt nicht drei Kinder weniger bekommen, du kannst auch nicht fünf Kinder mehr noch bekommen, du kannst nicht noch 15 Mal irgendwie um die Welt reisen. Also das ist ja das Problem beim Leben, du kannst es halt einmal durchspielen und dann war es das halt. Also irgendwann ist ja nicht mehr die Geburt vom ersten Kind nochmal erleben, die erste Einschulung nochmal erleben. Irgendwann ist ja das letzte und das einzige First, irgendwie so dein eigener Tod, das erste Mal sterben. Ja, super, okay. Gute Aussichten. Also finde ich auf der positiven Seite, ja, man ist gefestigter, auf der negativen Seite, man ist auch stark festgelegter letztlich.
SPEAKER_01Klar. Ich fand es aber auch, also ich finde, das spielt genau damit da rein, was Franzi gesagt hat. Gerade Thema Kinderkriegen hat ja einen immensen Einfluss auf dich und sind wir mal ganz ehrlich, auf unsere Körper. Ja, es gibt die, die nach der Geburt genauso aussehen wie vor der Geburt.
SPEAKER_02Andere können das Kind auf dem Rücksitz stillen, ohne sich abschnallen zu müssen, nach mehreren Kindern. Man muss immer alles positiv sehen. Ich spreche ja nicht von mir, ich spreche von manche Menschen können das vermutlich.
SPEAKER_01Manche Menschen. Ich liebe das. Das ist halt, wenn der zweite, dritte Likör hier fließt, ne? Nee, aber ich finde, man kann es ja genauso positiv und negativ sehen. Also positiv sehe ich das genauso. Dieses Gefühl, was habe ich eigentlich schon geleistet? Was hat meinen Körper geleistet? Ich muss also nicht mehr vor dem Spiegel stehen und sagen, ey, ich muss jetzt zehn Wochen alle diese Pfunde losgeworden werden. Also da ist die Falte und das und das geht mit dem Körper und mit den Veränderungen und mit den Lebensentscheidungen her. Nichtsdestotrotz wissen wir alle, dass es sicherlich auch diejenigen gibt, die eben vor dem Spiegel stehen und sich gar nicht mehr anschauen können, weil sie mit dieser heftigen Veränderung auch gar nicht leben können. Und das stelle ich mir so unfassbar schwierig vor. Man hat irgendwie ein großes Glück gewonnen und es wurde einem so viel genommen. Und dann mit dem Altern zurechtzukommen, das ist unfassbar schwer.
SPEAKER_02Und ich glaube, das ist auch so eine Sache, dass du je mehr du oder vielleicht auch je hübscher du bist oder je mehr du dich damit identifizierst, also ich habe mich damit nie identifiziert. Großartig, wie ich, sieht man wahrscheinlich, wie ich aussehe und habe mir nie irgendwie gedacht, oh, ich bin ja hübsch oder ich bin nicht so hübsch, sondern es war mehr so, was will ich im Leben? Leute finden mich irgendwie schlagfertig. Ich glaube, wenn ich das nicht mehr hätte und ich könnte mich irgendwie operieren, mir irgendwas spritzen, dass ich schlagfertig bleiben würde, würde ich es definitiv machen, weil das ist mein Charakter und da möchte ich natürlich, dass der möglichst lange so bleibt, weil sonst bin ich ja eine andere Person. Wie mit Sprache ist der Charakter, ist das auch so ein bisschen eine Sache. Und ich denke mir, wenn man wahnsinnig hübsch ist oder sich eben darauf irgendwie oder damit sich identifiziert oder dass so der, weiß ich nicht, der grundlegende Charakterzug oder der wichtigste ist, sage ich jetzt mal, denke ich, hat man vielleicht auch ein größeres Problem damit, möglicherweise.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, dann hast du in dem Sinne Glück, dass du von diesem extrinsischen, dass du so aussiehst, wie du aussichst. Nee, nee, nee, dass du, dass du von diesem, von dieser Gehirnwäsche quasi nicht so beeinflusst bist. Und dennoch, glaube ich, im Innsgeheim du dir auch überlegst, okay, warum hast du heute das an, was du anhast? Natürlich hat das irgendwie, ne, das ist gemütlich, das hast du schon lange, das war. Und trotzdem irgendwie denkt man immer daran an, das Bild, das man außen abgibt. Und mich gibt es ganz oft ungeschminkt und dann gibt es mich manchmal geschminkt. Und ganz oft würde ich sagen, tue ich das für mich. Und manchmal weiß ich auch, oh, heute beim Abholen sehe ich aber die Mama von dem und die sehen immer so perfekt aus. Und die ich mache das nicht, weil ich dir gefallen möchte oder die soll meine Freundin sein, aber dieses sich anpassen, dazugehören, sicherlich ist das irgendwie evolutionär auch so gedacht. Also dass man sich ja angleicht. Da gibt es ja auch viele Studien in vielen verschiedenen Rhythmen, wenn man mehr Zeit miteinander verbringt, dann gleichen sich die Perioden an und so. Und das hat ja alles irgendwie, die Natur hat sich ja immer was überlegt.
SPEAKER_02Oder sich bewusst eben separiert durch genau anderes aussehen, ist ja wirklich so eine populationsbiologische Sache auch, dass du sagst, das ist meine Gang, sage ich jetzt mal ganz wertfrei, und das ist irgendwie die andere Population. Die gehört nicht dazu. Das ist schon auch in der Evolution viel drinnen.
SPEAKER_00Nochmal zu dem, was du gesagt hast, Maria, ich finde eigentlich, und da sind wir jetzt dann wieder bei dem Amerika-Thema, hier finde ich das eher noch akzeptabel oder vielleicht ist das das falsche Wort, aber hier kannst du jetzt halt sagen, weißt du was, ich habe jetzt ein Kind gehabt, zwei, drei, fünf Kinder und ich will jetzt Journalismus machen und nicht mehr Bio. Oder machst du halt Bio-Journalismus? Könnte ich auch in Deutschland will ich aber nicht. Ich finde viele, ja, okay, das ist halt was anderes, aber gerade hier finde ich, Leute machen echt irgendwie ihren Job. Ich kenne eine, die hat irgendwie 30 Jahre im Büro gearbeitet, ist dann in Rente gegangen und macht jetzt Lehrerin. Ja, stimmt. Die hat, also macht halt so Aushilfslehrerinnen und da gab es halt so ein Programm für sie irgendwie, wo sie, dadurch, dass sie einen gewissen Abschluss und so und so viele Jahre Berufserfahrung hatte, sie ist offiziell in Rente und macht das aber jetzt irgendwie quasi nebenbei. Und ich finde, hier ist das irgendwie eher eher so, ah ja, super, dass du das jetzt machst, anstatt dass du halt die nächsten 20 Jahre noch unglücklich in deinem Job bist, sondern okay, du hast jetzt halt was von mir aus zu Hause mit den Kindern oder in deinem Fall jetzt, du hast hier jetzt diese zwei, drei Jahre, die ihr hier seid, wo du nicht unbedingt arbeiten kannst und mit den Kindern halt zu Hause bist. Und dann kommst du wieder zurück nach Deutschland und sagst, weißt du was, für mich haben sich gewisse Sachen aus Gründen XYZ geändert und ich möchte jetzt hier was ändern, das würde doch jeder verstehen. Und das ist ja auch eben eine Entscheidung, die du triffst, weil du älter und reifer geworden bist und halt dich jetzt eher dort siehst.
SPEAKER_02Ich glaube, sehe ich auch so und ich glaube auch, ehrlich gesagt, das hat vielleicht spielt es da auch mit rein, dass ja die Geräuschkulisse etwas anstrengt, dass wirklich Amerikaner häufig sich gar nicht, habe ich das Gefühl, so stark über ihren Job definieren oder in Deutschland man oft als zweite, dritte Frage oder auch als erste Frage die Frage gestellt bekommt, und das machst du beruflich. Also gleich nach dem Namen A, du heißt so, was machst du beruflich? Das würde hier, finde ich, nicht so sehr jemand machen. Das ist vielleicht schon eine Frage, die kommt, aber nicht so.
SPEAKER_00Aber die Frage ist, glaube ich nicht. Was machst du beruflich, sondern die fragen, what do you do? Ja, genau. Und das heißt ja nur, was machst du? Und dann, also ich finde, das ist schon ein Unterschied. Wie sagst du denn? What do you do professionally? Ich meine, das hat mich noch niemand, what's your job? Aber ein Job kann auch sein, ich arbeite ein paar Stunden bei Starbucks. Also es ist irgendwie weniger, hier fragen sie halt, oh, welcher Uni warst du, ah, was und ah. Ja, stimmt. Das ist, ja, das eben. Man ist weniger darüber definiert. Finde ich. Ja, ja. Und eben das altern dann in dem Sinne, du hast dann irgendwie die Möglichkeiten, dass deine Weisheit sozusagen doch vielleicht anders anerkannt wird sogar. Silberrückenstatus.
SPEAKER_02Nee, aber es stimmt, ich glaube wirklich, dass das schon so eine Sache ist.
SPEAKER_01Der große Unterschied, den wir zwischen östlichen und westlichen Kulturen sehen, ne? Dass wir in unserer westlichen Kultur, ich sag's mal einfach grob USA, Europa, das Altern, Franzi, du hast es eingangs direkt gesagt, dass es so negativ belegt ist, dass man irgendwie dagegen ankämpft, auf keinen Fall, und Altern ist was Schlechtes und dann bist du vereinsamt, dann sterben deine Freunde, dann hast du keinen Job mehr, dann ist dir langweilig, nichts zu tun, das und das kannst du da nicht mehr machen. Also so diese vielen negativen Seiten, die es ja auch gibt, so hervorzuheben, wohingegen in östlichen Kulturen, davon abgesehen, dass Multigenerationshäuser da ganz normal sind und deswegen Vereinsamung gar nicht so ein Thema ist, werden ja Ältere als Quelle von Weisheit angesehen. Also denen gilt ja der tiefste Respekt. Und das fehlt uns ja wirklich ganz oft. Und wenn man das miterlebt, dann ist doch klar, dass man ihm irgendwie Angst und Bange wird.
SPEAKER_02Ja, ich finde, Kinder und alte Leute sind wirklich so ausgegrenzt. Also das ist wirklich ein guter Punkt. Ich habe total eigentlich unrelated, aber es kommt mir jetzt, schießt mir gerade in den Kopf rein, muss ich dazu kurz sagen. Ich habe vor kurzem von Link 182 ein Lied gehört, irgendwie What's My Age Again? Und es kommt irgendwie der Satz, nobody likes you when you're 23. Und ich dachte mir ja, when you're 83, da mag dich auch keiner mehr. Dann besuchen dich vielleicht deine Enkel mal, aber dann ist es halt dann eher so, wann tritt die Person ab, damit wir erben können? Das ist halt dann nicht irgendwie freiwillig unbedingt, freiwillig unbedingt, dass du besucht wirst. Also du bist wirklich dann irgendwie so am Rande der Gesellschaft. Als Kind müssen wir ja auch mal thematisieren, die Kinderfreundlichkeit in Deutschland, aber oder so um die Welt. Um die Welt herum, aber ich finde zum Thema Kinderfreundlichkeit im eigenen Haushalt. Ich finde schon, du bist sehr am Rande der Gesellschaft.
SPEAKER_00Ja, lustig, dass du Blinko an Edi Tour gesagt hast. Die kommen ja jetzt auch irgendwie auf dem Oldis-Channel. So, von daher daran merkt man so. So alt bin ich. Oder ist euch das nicht auch schon mal so gegangen, wenn jemand sagt, ah ja, 1995, denkst du ja, vor 15 Jahren? Ja, genau.
SPEAKER_02Also halt vor 30 Jahren nur zu weit. Und das wollte ich euch eh die Frage stellen, woran merkt ihr, dass ihr irgendwie, dass ihr, was heißt alt geworden seid, aber dass ihr älter geworden seid? Und mir kam das vor kurzem, waren wir irgendwie beim Arzt mit den Kindern und ich dachte mir so, okay, der sieht halt irgendwie mega jung aus, sehr interessant, kann doch nicht kein fertiger Arzt sein. Ja, doch, kann er natürlich schon. Also, ich meine, er sah halt einfach selber aus wie ein Kinderarzt, also weil er ein Kind war.
SPEAKER_00Aber genau bei sowas, irgendwie habe ich hier in der Nähe eine High School, und dann laufen halt da diese Highschooler rum und du denkst, aber die sind doch erst acht. Aber die fahren halt Autos. Hier darf man ja mit fünf Führerschein. Und du denkst so, okay, und nochmal vier Jahre und dann arbeiten die. Und das sind die ja, sind die ja erst zwölf gefühlt. Aber natürlich, wenn ich 29 bin, dann sind die halt erst acht, das ist ja klar.
SPEAKER_01Also ich finde, man sieht es schon echt oft an halt der Kindheit, wenn man zurückblickt. Ich finde da sowas wie Blink One Editor, das ist ein ganz guter Referenzpoint. Aber weil ich eben auch, ja, wie ihr wisst, von kurzem erst meine allerliebste Freundin aus der ersten Klasse da hatte. Das ist halt noch nicht so lange weg. Also wir haben über Erinnerungen gesprochen und jetzt ist das halt schon ein paar Jahre, Jahrzehnte her.
SPEAKER_00Mehrere Jahrzehnte.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, ob ich das auch so geht. Ich finde, es gibt, ich habe Freunde, da finde ich, die sind so. Also ich selbst finde mich ja immer noch so alt, wie ich. Also irgendwie wird man nicht alt, man ist so stehen geblieben. So innerlich ist man halt so, man sich selbst und weiß nicht. Also es verändert sich wenig. Und dann gibt es Leute, bei denen sehe ich das auch so. Die sind eher auch so halt so normal, so jung geblieben. Und dann gibt es aber Leute, da denke ich so, boah, das ist so eine richtige Frau, der ist so richtig erwachsen. Die ist schon voll erwachsen. Ja, die steht mitten im Leben, die hat so Charaktereigenschaften, wo ich denke, das will ich auch mal so leisten können. Ich will auch mal so über den Outfit. Ja. Aber natürlich ist das total Quatsch, das ist mir schon klar. Aber ich habe bezüglich manchen Menschen so ein ganz seltsames Empfinden. Und wenn ich jetzt auf meine erste Klasse-Freundschaft zurückgehe, natürlich kenne ich ja ihre Eltern auch schon seit über 30 Jahren. Und manche Eltern, ihre zum Beispiel, hallo, Grüße gehen raus, die sind nicht gealtert. Diese Menschen, und vielleicht sehe ich das. Vielleicht für sie, aber meine Mama sagt es auch so: ja, die sieht ja immer noch so schön aus. Aber es gibt auch andere Menschen, wo ich denke so, huch, wow, oh krass. Time moved on.
SPEAKER_00Oder halt, wenn du das sagst, zum Beispiel bei berühmten Leuten. Madonna, ja, Madonna, okay. Die ist so alt wie meine Mama. Die sieht aber auch aus wie 24. Die ist doch super operiert. Krass. Aber halt, die ist so alt wie meine Mama. Oder Britney Spears. Die ist so alt wie wir. Das kann doch gar nicht sein. 29? Auch 29.
SPEAKER_01Genau. So, warum, warum, aber warum ist das so? Ich feiere jedes Jahr seit nun einigen Jahren meinem 25. Warum macht man das? Also wir können doch sagen, wie alt wir sind. Wisst ihr, wie ich meine? Ja, da sind wir bei dieser extrinsischen Gehirnwäsche, dieses, man kämpft gegen was an. Und ich versuche das schon. Auf meinem quasi Fitness-Instagram-Kanal versuche ich wirklich, Bilder zu posten. Gestern, dieses Bild, was ich gepostet habe, ich bin damit nicht so wirklich zufrieden. Man sieht da so Sachen, wo ich denke so, früher nicht da. Wenn ich mir das jetzt mal versuche, das ist auch Quatsch, aber wenn ich jetzt versuche, das objektiv zu sehen, denke ich, ich sehe ganz normal aus, wie ein ganz normaler Mensch. Ich bin nicht besonders dick oder dünn, hässlich oder also ich sehe ganz normal aus. Wie so wir alle da draußen. Ich bin gesund. Und ich habe da mit meiner Fitnessclass ein schönes Foto gemacht. Wir hatten Spaß. Das ist und dieses Foto strahlt so viel aus. Ich poste das jetzt. Ich poste das jetzt. Mir egal. Und ich denke trotzdem an Leute, die das sehen. Oh, und die sagt, sie sieht es und denkt so, um die 5 Kilo hat sie immer noch nicht verloren. Warum ist das so?
SPEAKER_02Sieht sie wirklich aus wie 25. Mittlerweile. Warum ist das denn?
SPEAKER_00Das liegt aber eben auch daran, dass wir nicht aufgewachsen sind mit Selfies, sondern dass wir schon 20 waren. In den letzten fünf Jahren haben wir einfach nicht dazugelernt, wie man ein gescheites Foto macht, weil wir damit nicht aufgewachsen sind. Geht es ja auch immer so.
SPEAKER_01Wie damit sagt man, ich kämpfe wirklich dagegen an. Ich finde häufig, also jedenfalls, mein Facebook-Feed spült viel so dieses Liebe deinen Körper und du bist toll so wie du bist. Und das finde ich schon auch, spielt mir das so viel ein, aber manchmal ist mir das zu viel. Manchmal habe ich auch das Gefühl, ich nutze das selbst als Ausrede. Lass mich einfach in Würde, Alter.
SPEAKER_00Ja, mach halt irgendwas. Okay, aber kann ich da mal reinkrätschen? Würdet ihr Botox machen, Fettabsaugung? Weil Amerika, glaube ich, da wird ja hier an der Schulpfotte darüber geschaffen. Total. Zu welchen Botox gehst du? Ja. Ganz nahm. Aber was? Das kostet 50 pro Unit und wie viel Unit braucht man da eigentlich? Ich weiß nicht, dass du schon viele Botox gelernt habe.
SPEAKER_01Weil ich halt, ich finde, wenn man dich nicht. Das kann man nicht sagen, wenn man zu viel weiß. Aber es hat ja einen Effekt und es kann total gut aussehen. Aber du weißt, das kann niemals long lasting sein. Das kann niemals dauerhaft irgendwas bringen. Du musst es immer wieder wiederholen. Das hat Nebeneffekte vom Geld mal ganz abgesehen. Da auch wieder Dank geht raus an Social Media, an der Verfügbarkeit heutzutage. Guck dir doch mal eine meiner Lieblingsschauspielerinnen von damals, Mac Ryan, an. Die ist völlig entstellt. Jetzt möchte ich sie hier gar nicht an Pranger stellen, was ich wahrscheinlich gerade getan habe, aber wie, also ich möchte gar nicht so verändert werden. Ich könnte dann.
SPEAKER_02Merkt man das? Gibt es einen Point of No Return? Merkst du es selber? Weil man denkt ja mal, merken die das denn nicht? Das sieht ja eine gute Zeit lang, eine lange Zeit gut aus, denke ich mir. Und irgendwann ist es. Eine gute Zeit lang sieht es lang aus.
SPEAKER_01Ja, ich will überhaupt, ich will das nicht beurteilen, verurteilen. Ich kann das total verstehen. Und das ganz oft, ich denke, so in den Kreisen, wie du sagst, an der Schulporte, die machen das hier und da mal. Und wenn derjenige einen Spiegel guckt und sich besser fühlt, ey geil, good for you. Love it. Hat doch auf mich sowieso keine Auswirkung.
SPEAKER_00Auch finde ich hier irgendwie auf dem Weg zur Schule komme ich an drei Soleten vorbei, wo halt draußen drin steht Botox. Das sieht genauso aus wie ein Starbucks, aber ist halt ein Botox-Shop. Und ich habe irgendwie das Gefühl. Ich habe das Gefühl, das ist hier. Einmal alles mit scharf. Genau. Alles mit scharf, genau. Ist hier wahrscheinlich doch eher verbreitet oder eher. Mit alles mit der Schwert. Ja, Deutschland ist es viel mehr zugänglich.
SPEAKER_01Ja, total, logisch. Ja.
SPEAKER_02Also in Deutschland ist es schon so, wenn du Ärzte kennst und so weiter und irgendwie in so einem Joghurtbecher. Es macht nichts. Auch Joghurt aus dem Müll ist gesund. Oh, danke. Drittes Kind. Ja, Anti-Aging. Also der ist noch cremig, der kann gar nicht so alt sein.
SPEAKER_01Hast du ganz fein gemacht.
SPEAKER_02Ich finde tatsächlich, ich habe mir das auch öfter überlegt, wie stehe ich dazu? Ich kann es nicht genau sagen. Ich kann bloß für mich sagen, ich würde es nicht machen, weil für mich ist Mimik wichtig. Wenn ich irgendwas sage, fragen Leute oft ja, war das jetzt ironisch gemeint oder ernst gemeint? Und ich habe so eine skeptische Augenbraue und wenn ich die nicht mehr machen kann, dann kann ich ja gar nichts mehr sagen, weil dann checkt keiner mehr, was ich meine. Also ich glaube jetzt ohne Mimik oder auch jetzt ohne Lachfalten oder so, bin ich einfach ein anderer Mensch. Das will ich, glaube ich, gar nicht sein. Und vor allem, ganz ehrlich, dann sehe ich aus wie 25. Was bringt mir das, wenn ich morgens aus dem Bett steige und mir denke, oh, mein Rücken, bringt ja nichts.
SPEAKER_01Und trotzdem tun wir ja aber alle Sachen, um gut auszusehen. Für uns selber, für andere. Wir haben die Faktencreme und so erwähnt. Also ich benutze auch, ich habe auch mein Vitamin C und ich hab das und das. Und so, ich versuche schon irgendwie mit nichtinvasiven Mitteln, weiß ich nicht, ob dagegen anzukämpfen. Ich versuche aber auch meinen Beitrag zu leisten, dass es eben gerade für meine Kinder irgendwie, dass die so sein dürfen, wie sie sein wollen. Und ich glaube, ich hatte es euch mal gesagt, das möchte ich noch mit unseren Hörern und Hörerinnen draußen teilen. Man darf ja nicht vergessen, wie sehr Kinder uns imitieren, zu uns hinaufblicken. Und wenn du das Botox benutzt und das ist dein Ding und dahinter stehst und auch über Risiken etc. aufklärst, ist das doch genauso okay wie zu sagen, hey, ich habe hier den Schwabelbauch, ich hab das, ich hab das, mein Dreifach-Kin. Das darf so sein, das ist wunderbar. Wir sind gesund, ne? Also Beauty versus Gesundheit, aber was ich wirklich nicht mehr versuche zu machen, ist über mich selbst schlecht zu reden. Vor allem in Anwesenheit meiner Kinder. Ich sehe ein Foto und sage, boah, ey, der Riesenpickel da. Die saugen alles in sich auf. Ich lege den Grundschein dafür, wie anfällig sie für das ganze Bullying und so sind. Absolut. Ich bin nicht schuld. Also ich möchte keine Schuldzuweisung an der Stelle nehmen, weil du dreimal über deinen Körper gemotzt hast, dass dein Kind jetzt XY. Aber ich glaube, solche kleinen Veränderungen kann man vornehmen und die müssen einem bewusst sein. Und das ist eigentlich, da kriege ich Gänsehaut, wenn ich überlege, wie oft ich das wahrscheinlich schon getan habe und mein Kind nebendran stand und halt so, oh ja, okay, so spricht man halt von sich selbst. Bescheid wäre es halt, wenn du ja auf Eierliqueur verzichten würden.
SPEAKER_02Meinst du? Wir haben halt Aging, also wir agen halt nicht like fine wine, sondern halt wie Eierliqueurs. Irgendwer hat mir geschrieben, ich weiß gar nicht mehr, das war auch ein Kommentar. Der ist ja nur fünf Tage haltbar, ne? Exakt, der ist brand new. Also der ist wirklich immer ganz jung, ganz junge Eier. Mir hat irgendwer geschrieben, Eierliqueur ist doch voll das Oma getränkt. Dazu möchte ich mal sagen, nein. Das ist für die unreife Frau ab 25.
SPEAKER_01Also ich bitte euch, kein Oma gedrängt. Nein, nein, nein. Da musst du jetzt mal drüber stehen. Ich habe das auch nur immer mit meiner Oma in Verbindung gebracht. Liebe Grüße gehen raus, Omi.
SPEAKER_02Ja, und Oma lebt noch, also scheint es ja irgendwie was für Löhne.
SPEAKER_01Und damit die Protein. Kennt ihr diese Becher, diese Schokobecher? Ja, die Waffelschokobecher. Oder nur Schokolade, noch besser. Das können nur Omas. Das können nur, und das ist wirklich. Und meine Oma hat die geilsten Sprüche so von, ja, aber Nancy, um die Uhrzeit haben wir immer einen getrunken. Eierlikeur. Alles auf meinem Bein kannst du.
SPEAKER_00Klocken, Klock Eierlickeur. Ich trinke auch immer, wenn wir zu Hause sind, groß an meine Mama. Ich glaube, die hat schon immer Eierlicör und auch Schokobecher da, aber besonders wenn ich halt da bin. Da gibt es auf jeden Fall immer Eierlicör. Den mit Schokolade drin. Also das wäre vielleicht noch was. Thermomix. Ein Rezept für Schokoladeneierliqueur, bitte.
SPEAKER_02Brauche ich nicht, glaube ich. Zimt, musst du da mal Zimt reinmachen. Habe ich mal gemacht, können wir mal wieder machen, ja? Geil. Ist doch bestimmt auch ein T-Aging.
SPEAKER_01Also, wir reden ja um den heißen Eierliqueur. Also eigentlich ist es ja, klingt es jetzt so mit Eierliqueur, wir verbinden das mit Omas, wir sind 25. Wir sind halt nicht 25. Wir sind halt jetzt früh. Wir sind halt 29. Wir sind doch nicht 40. Nee, ist doch so. Jetzt steh dazu. Heute Abend, Aufgabe für Maria, stellt sich mal. Ich bin fucking 39. Stellt sich mein Nagisch von Spiegel und sagt, ich bin 39. Du bist ein 39 schon? Ach ja, du bist ja. Oh! Nein, Spaß. Nein, Spaß, wirklich. Ich stelle mich nicht nackt von den Spiegel. Ich habe gerade nur seine Spiegel. Ja, kommst du uns vorbei? Nee, aber mit Klamotten. Also ich wollte noch eine Sache teilen, die habe ich mal auf einem. Ich habe es versucht nachzuvollziehen und habe es nicht mehr rausbekommen. Ich glaube, ich habe das auf einem Workshop gelernt im Rahmen meiner Fitnessausbildung. Und ich möchte nicht belehren, ich möchte das auch nicht erklären, das kann man so stehen lassen. Ich werde die Punkte nur nennen. Jeder Punkt könnte auch irgendwie eine eigene Podcast-Folge nach sich ziehen. Aber ich fand das so schön dargestellt und fand es für mich einfach schlüssig und sinnvoll. Also erstmal müssen wir den Begriff Anti-Aging einfach, den müssen wir einfach streichen. Das ist völliger Quatsch. Das hat ja, du hast so schön angefangen, Maria, mit den Zellen und so. Zellen altern. Das ist so, jede Zelle hat ihre Halbwertszeit und ne, kommt, geht. Das so ist das halt. Aber Aging, Altern, das ist halt nicht ein Begriff und ein Wort, und das haben wir jetzt hier ja auch festgestellt. Sondern da wurde gesagt, es gibt so die sechs Säulen der Gesundheit, beziehungsweise sechs Säulen von Schönheit, von Altern, wie auch immer man das jetzt nennen möchte. Eins Ernährung. Zwei Bewegung slash Sport. Drei Schlaf. Vier Stressmanagement. Fünf soziale Verbundenheit, gerade wenn man bezüglich Einsamkeit und so, ne? Nochmal Nachbohrt. Und der letzte Punkt ist. Deswegen das Vermeiden von riskanten Substanzen. Und wir alle sehen uns doch in einem Punkt. Ich habe hier irgendwie große Augen gesehen und Kopfnicken. Manches macht man besser als das andere, aber all das zusammen machen uns aus und machen unseren Alterungsprozess aus und die Gesundheit und die Schönheit. Und da kann jeder so ein bisschen was von sich für sich mitnehmen.
SPEAKER_02Ja, finde ich gut. Ich habe auch noch so ein paar Gedanken, die ich irgendwie noch mir notiert habe oder die ich noch aussprechen muss, unbedingt. Ich finde auch, dass Alternativ, positiver vielleicht, oder wir es ein bisschen positiver sehen sollten, weil es ist ja letztlich auch ein Privileg, wenn du jetzt irgendwie eine Steinzeitfrau gefragt hättest, so stört es dich, dass du Falten hast, die hätte gesagt, Falten? Ja, kriegt sie ja nicht. Also wahrscheinlich bei der vielen Sonneneinstrahlung früher, aber auch wenn sie es mit 25 bekommen hätte, das erreicht sie ja meistens vielleicht gar nicht. Dann habe ich mir überlegt, errechnet sich eigentlich die Lebenserwartung dadurch, wann man eine Midlife-Crisis hatte oder ist es umgekehrt, dass man letztlich, weil ich würde ja nicht mal 80 werden, das finde ich total schockierend. Und zu dem Punkt, komplett jetzt random aneinander gelistet, dass die Eltern älter werden. Das ist so ein Punkt, der mich mega umtreibt, weil ich bin ja letztlich alleinerziehend irgendwie für meine Eltern. Ich bin Einzelkind und meine Eltern haben sich getrennt. Das heißt, maximale Verantwortung eigentlich. Also muss ich mich damit eigentlich schon mehr, denke ich, auseinandersetzen oder sollte ich vielleicht als andere Menschen. Und ich finde ganz interessant, wenn man jung ist, ich weiß nicht, wie es euch geht oder ging, wenn man super jung ist, denkt man oder auch als Kind, ja, die Eltern, das ist irgendwie wie so eine Landschaft letztlich, die sind halt permanent immer da, immer gleich. Man checkt auch nicht, haben die mehr Energie, weniger, checkt man einfach nicht. Und plötzlich bewegte sich der Tisch. Bewegte sich der Tisch. Und plötzlich merkt man irgendwie so ab einem gewissen Alter. Exakt. Merkt man irgendwie, dass die Eltern älter werden und dass sie natürlich irgendwann gar nicht mehr da sind, aber dass sie bis dahin nicht immer gleich permanent viel Kraft haben, sondern dass sie auch letztlich ihre Autonomie irgendwann verlieren, mehr und mehr. Und ich habe gelesen, dass wir letztlich die Sandwich-Generation sind. Wir haben Kinder, um die wir uns kümmern müssen, die älter werden, wo wir schon sagen, please stop growing. Aber es ist auch bei unseren Eltern so. Ich denke mir ganz oft auch bei meiner Mutter oder bei meinem Vater irgendwie, please stop growing. Also, das ist schon, finde ich, so eine Sache, das merkt man sehr lange nicht. Und irgendwann merkt man es einfach, wow, die werden ja älter. Also, das finde ich schon auch so eine Sache am Alternativ.
SPEAKER_00Das habe ich letztens erst gedacht, meine Kinder sind ja noch nicht mal in der Schule. Als meine Eltern so alt waren wie ich jetzt, war ich schon aus der Schule raus und war schon beim Studio.
SPEAKER_02Aber du hast auch unendlich junge Eltern, muss man dazu sagen.
SPEAKER_00DDR halt, aber da für DDR-Verhältnisse waren die gar nicht so jung. Als Eltern meine ich. Ja, voll krass. Aber halt, ne, das kommt ja dann noch dazu. Ich, ich oder ich sag mal, unsere Generation hat ja tendenziell schon Später-Kinder. Das heißt, wir haben also kleine Kinder. Und unsere Eltern sind irgendwie auch älter. Das heißt eben, wir müssen uns um beide kümmern. Und dann aber andersrum, als ich vielleicht, weiß ich nicht, 12, 13, 14 war, wo man noch nicht ausgegangen ist oder so, saß ich halt mit den Großeltern zu Hause und meine Eltern sind ausgegangen. Und jetzt gehen meine Eltern halt aus und wir sitzen mit unseren Kindern trotzdem zu Hause. Obwohl ich gehofft hatte vor 30 Jahren, als das so war, dass ich irgendwann halt dann auch mal ausgehen kann. Aber anyway, das ist das. Die Zeiten kommen noch. Also eigentlich, wir haben ja letztens, wir machen ja halt den Spaß darüber. 40 ist das neue 30 oder wie auch immer man das jetzt definieren will. Das zieht sich ja dann halt so weiter. Meine Eltern jetzt sind auf jeden Fall nicht so, wie meine Großeltern damals in dem Alter waren. Sondern die sind halt jetzt in Rente gegangen, damit sie noch eine Kreuzfahrt machen können. Oder die machen irgendwie wochenlange Radtouren mit ihren Freunden. Mega geil! Aber ich mach das halt nicht, weil. Passt ja halt keiner auf meine Kinder auf.
SPEAKER_01Aber darüber nachdenken, dass die mal wirklich so alt-alt sind und man sich kümmern muss und so, das ist, schiebt man gerne vor sich her. Und wir hatten das tatsächlich exakt genauso schon mit meinen Schwiegereltern. Und das ist wirklich, wirklich schwer. Da könnten wir nochmal eine ganz, ganz eigene Folge drüber machen. Aber es ist auch so, wie du so schön gesagt hast, so melancholisch und so schmerzhaft einfach.
SPEAKER_02Ja. Und ich würde gerne auch noch ganz kurz lustig abbiegen, weil ich hatte mir das irgendwie immer, wenn ich Longevity höre und zur Langlebigkeit, immer so, ja, das ist ja ein ganz neues Konzept. Da kommt mir dann immer so, sag das mal dem Vampir, sag mal einem Vampir, Longevity ist ein neues Konzept. Der sagt, ja was, ihr wollt 120 werden? Okay, war ein schönes Alter, aber ich werde im Juli 385. Also, hä? Ist doch nicht alt. Es ist halt einfach, also ist für den halt einfach irgendwie nichts Besonderes. In diesem Sinne.
SPEAKER_00Die Rubrik kommt jetzt noch mit dem unserer nachfolgenden Rubrik. Müssen wir dann noch irgendwie?
SPEAKER_01Das ist dein Lieblings, ist ja schon gewesen. Heute wollten wir uns doch mal einem Video widmen, genau. Denn auch wir in unserem Alter sind dem ja nicht gefeit. Aber ich habe wenigstens. Wir mögen vielleicht keinen Tipp-Tap haben. Und da gibt es wenigstens da draußen.
SPEAKER_02Sorry, ich habe selber keinen TikTok. Und wenn man wenn wir gegenseitig FaceTimen, sieht man nicht den Knopf vom Hemd oder ein Schnurrbart oder eine Zahnleiste, sondern das ganze Gesicht.
SPEAKER_01Also, Doom Scrolling, wir gucken alle gerne Videos zum Abschalten und ausrasten oder nicht ausrasten. Und manche Sachen da draußen sind einfach so ultra witzig. Und ich würde ein Video vorstellen und ihr beiden habt soeben die Kommentare dazu bekommen. Und dann wollen wir einfach, jeder darf so ein paar von den Kommentaren vorlesen, denn da draußen ist die Welt halt einfach zu lustig. Man stelle sich vor, zwei Menschen männlicher Natur sitzen zusammen und öffnen so einen Beauty-Kalender. Also so einen Adventskalender, wo so kleine Beauty-Produkte drin sind.
SPEAKER_02Man muss noch kurz dazu erwähnen, ich habe sie nur kurz optisch angeschaut, sie gehören jetzt, ohne Bodyshaming, sie gehören jetzt nicht zum Beauty-Sektor. Behaupt dich.
SPEAKER_01Also die sind halt einfach geil. Das sind halt einfach zwei oberlustige Kerle, öffnen diesen Beauty-Kalender und man denkt jetzt irgendwie, die holen da keine Ahnung was für irgendwie ein Make-up-Egg oder so, wo man wirklich verstehen könnte, dass Männer das nicht kennen, ja? So, Typ A holt ein Produkt heraus, jede Frau so, yo, Nagellack. Er sagt so, er schaut sehr überzeugt. Macht es aus. Jede Frau so, ja, Nagellack. Und er so, spitzt seine Lippen und kommt her. Das ist Lipgloss. Der andere Typ B spitzt seine Lippen wie ein Idiot. Und er schmiert ihm das halt drauf. Ja, wer schön sein will, weiß jeder Mann kauft. Ja klar, ist ja auch Nagellack, du Deb. Genau. Und dann könnt ihr euch vielleicht vorstellen, ich meine, wir haben es alle noch nicht ausprobiert und werden es auch nicht tun, weil wir haben drei Girnsellen mehr. Er dann so, ja scheiße, das brennt. Das brennt, rennt los und versucht sich das halt irgendwie wieder runter zu waschen mit Wasser. Und kommt dann halt mit total rot geschmierter Lippe zurück und sagt, du musst doch gleich meine Kinder abholen. Oberlustig, müsst ihr euch angucken. Ja, und jetzt darfst ihr mal die Kommentare auf. Wie kannst du nicht alles so bei Pommes ist?
SPEAKER_00Das ist ja auch echt, das stinkt doch wie Sau, Nagellackentferner und schmiert sich das halb fett auf den Lippen.
SPEAKER_02Und er schreibt nur, einer schreibt, I'm so sorry, und er schreibt nur, it's okay, the chemical burns have mostly healed.
SPEAKER_01Ein Kommentar, richtig geil, weil das wirklich respektvoll geschrieben ist. Sie hat auch in Klammern geschrieben, respectfully, weil sie sagt, I was absolutely amazed by how little you know. Er wusste übrigens noch nicht mal das Wort Nagellack.
SPEAKER_00Nagel irgendwas. I'm constantly amazed by this.
SPEAKER_01The way every woman was probably screaming, no. So geil.
SPEAKER_02Whoever decided leaving two clueless guys around a bunch of makeup is a genius.
SPEAKER_01Er hat, glaube ich, sogar noch die Flasche so gezeigt und darunter vorgelesen, dass da irgendwie die Nummer draufsteht. Und dann sagt er so Cherry. Deswegen hat eine gesagt, I'm wearing that nail Polish today. Also heute trage ich diesen Nagellack auf meine Nägel.
SPEAKER_00Das ist echt herrlich. Aber auch einfach diese Selbstsicherheit, ja? Ist für dieser Hinweis. Mach mal einfach mal drauf. Wahnsinn. Männer wissen ja halt Bescheid.
SPEAKER_02Aber das ist so der Klassiker, totaler, ja, das total, also totaler Schublade, aber es ist ja wirklich so, du fragst, auch in der Arbeit oder auch sonst so, fragst du einen Mann ja, kennst du dich mit, was weiß ich, Excel oder so aus? Ja, klar, natürlich, total, total, hat einfach was eingetragen. Die Frau kann irgendwie VBA programmieren und sagt, ja, ja, so Mittel. Also ich weiß schon, was ich ungefähr tue.
SPEAKER_01Also wenn wir das nächste Mal in unserem Gruppenchat irgendwie darüber sinnieren, beschweren, Eierlikeur literweise in uns reinschütten, weil Männer sich Nagellack auf den Lippen schaffen. Und dann zu sagen, warum ist eigentlich die Natur so dumm gewesen und hat das so scheiße verteilt? Ja, alles bleibt an uns hängen, die Kinder kriegen das und das und das. Das ist eine der vielen Antworten. Ja.
SPEAKER_02Naja, die Evolution hätte ohne Nagellack, ohne dass jemanden Nagellack entfernt erfunden hätte, hätte die Evolution ein Übriges getan, den Mund verklebt, der hätte sich nicht mehr ernähren können, die Sippe hätte ich ausgestoßen, raus aus der Höhle, tot hätte ich.
SPEAKER_01Können wir den beiden wirklich mal eine Flasche Nagellackentferner schicken? Nein, der trinkt es exakt. Oh mein Gott. Kugel, kugel, kugel. Gruß geht raus, ihr seid obercool, ihr zwei, aber meine Fresse. Vor allem der Mustage. Wirklich.
SPEAKER_00Okay, so Leute, das war's für heute. Und denkt dran, wir hoffen, ihr altert wie guter Wein.
SPEAKER_02Und nicht wie eine Banane im Stuhlrucksack über die Sommerferien.