Behind Business

Rüdiger Maas: Wie hoch ist der Preis der bekannteste deutsche Generationenforscher zu sein?

Mia & Karim Allouche Season 1 Episode 2

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Mia und Karim tauchen diese Woche in das spannende Leben von Rüdiger Maas ein. Der Generationenforscher, Entrepreneur und Buchautor erzählt, warum es heutzutage so schwer ist zu wissen, was richtig ist und was nicht, wie er ein neues Buch schreibt und warum er gerne in Krisengebieten Urlaub macht. Viel Spaß mit der neuen Episode von Behind Business!

SPEAKER_00

Was ich jetzt momentan spannend finde, ist, dass wir nicht mehr wissen, was ist echt und was nicht ist. Hat es Trump wirklich gesagt oder war das die KI? Ist jetzt der Nachfolger von Jomeni wirklich homosexuell oder nicht? Oder war das fake? Was stirbt oder was nicht? Weil es einfach zu viel ist. Ich spreche immer von so einer Nagelbrett-Geschichte. Also wenn du auf einen Nagel trickst, tut unglaublich weh. But when there are thousands of nagels, then kannst du einfach normal laufen. So function Trump. Let's Trump made nothing. Even another start. He said the crap happened in the locker room talk. Let's see if Angela Merkel the gleich session, then I have on some cleat, and so on. Let's have a gleich session, it has no sense. So they were back. And by Trump is so few that we can. And it's like there are vibrists, who has so much, that manufacturer can so Nagelbrett. I think it's genuine.

SPEAKER_01

That's what we're hearing with Rudiger Maas. We know. I tell you a scene for you to get an anruf from deems bureau, and there's he has a journalist an interview with you, where by the Wahlen unverhoffed passified, and they must wish, warum that bist du der Ansprechpartner.

SPEAKER_00

Also klar, du verzichtest schon auf einiges. Also ich mache zum Beispiel jetzt, ich bin im Tecmondo-Verein und da haben wir dreimal in der Woche Training und ganz oft kann ich das nicht wahrnehmen. Und bei so einem Thema finde ich, du musst da am Ball bleiben. Wenn du es nicht bist, du fängst jedes Mal von neuem an oder wenn er Gürtelprüfung ist. Also verzichtest auf solche Sachen enorm, das stimmt in der Tat. Freunde, genau das gleiche. Wenn eben der besagte Anruf kommt, dann geht er tatsächlich eher vor. Oder man macht dann immer so zwei Sachen, die müssen alle still sein. Ich mache gerade das Interview und solche Themen, das kommt ganz oft. Also verzichtest schon auf bestimmte Dinge, aber du machst ja nichts, was dir nicht wirklich Spaß macht. Also das macht mir halt auch Spaß an der Stelle. Meine Freunde sind ja nicht 24.7 dann da, aber das andere eben vielleicht dann schon. Also nee, mir macht es schon Spaß, unsere Studien dann auch zu erklären, da so auch die Gesellschaft oder diese Wirkräume, diese Veränderungen, die es eben gerade so gibt, erklärbarer zu machen. Das macht mir schon auch Spaß. Klar, was vielleicht auch viele nicht berücksichtigen, ist, je bekannt oder je öfter du in den Medien bist, desto mehr gibt es auch Leute, die dann halt einfach da auch entweder neidisch sind oder auch Leute, die sich da irgendwie negativ angesprochen fühlen und dann die halt irgendwie schreiben. Also das kriegen wir regelmäßig bei uns im Institut, kriegen wir regelmäßig irgendwelche Schriften von irgendwelchen Leuten, entweder mit Wahnvorstellungen, das gibt es auch ganz oft. Also wir haben auch schon relativ viele auch, weil ich auch in ausländischen Medien bin, also vielen amerikanischen oder sogar in japanischen oder koreanischen Medien. Und von dort kriegen wir auch Zuschriften. Wir haben letztens aus Amerika, aus Texas, eine Zuschrift become, oder ein Brief, tatsächlich ein handgeschriebenen Brief, wo ich verantwortlich gemacht wurde, dass es Elvis nicht mehr gibt. Weil in generationen, yeah, in generation gedacht and so we are and so forth, were you daffour verantwortlich. Another brief call from Eltern, meistens ältere Menschen tatsächlich, was mir einfällt, die Generation der Babyboomer als Babyboomer zu bezeichnen. Sie haben noch was anderes gemacht, außer Kinder bekommen. Also es ist ja Bezeichnung. Ja, genau. Solche Sachen kommen und ich muss sagen, vieles schaffe ich auch gar nicht zu lesen, wo ich dann einfach sogar lese, aha, wieder jemand, tatsächlich nehme ich es gar nicht so ernst, auch bei den E-Mails. Aber das passiert relativ häufig, muss ich sagen. Also das sind halt so Sachen, damit erleben wahrscheinlich alle, die dann da so sind. Aber das ist das, was ich meine, dass sich Leute dann angesprochen fühlen. Und das Thema Generation provoziert mehr, als dass es eigentlich. Also unsere Aufgabe ist es ja eher zu erklären, was es mit den Generationen auf sich hat und eigentlich von mir eher ein Verständnis aufbauen. Aber viele kommen dann, also das ist so pauschal, das ist Generationetikettierung. Also sie nehmen das eher negativ auf. Also das kommt auch ganz oft. Also es ist ein sehr sensibles Thema. Weil klar, wenn du Generationforschung betreibst, dann kann es schon sein, dass eine Generation schlechter abschneidet als die andere. Und diese Differenzen ist ja das, was wir erklären. Und da fühlen sich die anderen auf dem Schlips getreten. Es war ganz auch ganz spannend. Ich habe ein Buch geschrieben: Konflikt der Generation, wo ich beschrieben habe, wo macht es überhaupt Sinn mit den Generationen, wo nicht. Ich sehe ja auch viele Konstrukte da auch sehr kritisch. Aber ganz spannend ist, du kriegst ja auch bei diesem Buch auch Kritik bekommen, und zwar haben immer die Leute, wie ich über die anderen Generationen geschrieben habe, das sehr gelobt, aber wenn es um die eigene ging, nicht, weil ich in diesem Buch ja mehr oder weniger alle gleich, auch kritisch oder unkritisch, beleuchtet habe. Und das war immer ganz spannend, wo dann die Leute schreiben, also das sehe ich ein bisschen anders. Und zwar dann witzigerweise immer die Generation, zu der die Person gehört, die sich dann beschwert. So was gibt es auch. Aber es gibt auch tolle Sachen, also dass dann Leute halt einfach viel erzählen oder du kommst auch so ganz viel so Behind-the-Scene-Sachen, wenn dann einfach in bestimmten Bereichen, wo die halt einfach fragen, wo du nie denkst, dass sowas kommt, wie zum Beispiel jetzt, keine Ahnung, Staatsgefängnis von Luxemburg das Problem hat mit Gensi oder auch mit Insassen, die dann mich fragen, was kann man da machen und dann gehen wir da hin und analysieren das. Das sind natürlich auch spannende Sachen. Oder das Nationalmuseum von Ungarn hat mich eingeladen, weil die wissen wollten, wie die zukünftigen Generationen quasi Museen besuchen und das war so ein Wissenschaftskomposium, wo auch andere Forscher kamen. Also das fand ich schon spannend. Also gibt es eben alles.

SPEAKER_02

So ein Bereich, der für mich einfach irgendwie nicht greifbar war, dass das eben hinter dir ist.

SPEAKER_00

Schon extrem, ja.

SPEAKER_02

Dass so ein Museum Generationenforschung betreibt oder halt durch dich.

SPEAKER_00

Oder interessiert, also zu wissen, weil es ist schon so, es gibt so Exponate, wo du halt tatsächlich lange davon stehen musst, um die to foren. Und jetzt kommt eine Kohorte, wo die Leute immer davon ausgehen, die können sich nicht mehr so lange auf etwas konzentrieren. Die wischen dann eher. Bringen wir das Handy mit rein oder nicht? Sollen wir dann ein QRA-Put machen, wo das Bild dann lebendig wird? Sollen wir das machen, sollen wir das nicht machen? Wie kommt es bei Jüngern? Wie kommt es bei Älteren an? Die Digitalisierung verbindet auf der einen Seite, aber es macht auch riesen Unterschiede, weil halt Jüngere immer da irgendwie schneller bei dem sind und auch sind sozusagen die Vermutungen und solche Dinge, da helfen wir eben, ja.

SPEAKER_02

Siehst du die Entwicklung jetzt auch eben mit der Generation Z? Siehst du das eher positiv oder negativ was überwiegt? Oder bist du da immer. versuchst du eine neutrale Position?

SPEAKER_00

Ich versuche tatsächlich eine neutrale Position zu sein und tatsächlich ein Stück immer weiter zu denken. Also ich versuche nicht so sehr zu beurteilen, sondern zu beobachten und zu analysieren. Weil das ist auch ein Stück leichter, als dann zu sagen, und wie geht es besser? So, es ist eigentlich die Analyse, ist dann tatsächlich ein Stück, wo man sich halt dann nicht so fest sagen muss, okay, jetzt ist es schlechter oder besser, das überlasse ich dann immer gern anderen. Es ist auch vieles zeitgeistig, das heißt also, die Veränderung ist ja da. Also was soll ich da schlecht reden? Wir haben ja alle kräftig dafür gesorgt, dass das so ist. Also ich kann jetzt zum Beispiel, dass junge Menschen viel am Handy sind. Wenn ich jetzt sage, die sind viel am Handy, spare ich irgendwie alle Menschen aus, die auch viel am Handy sind. Das sind ja alle Älteren. Wir sind ja alle permanent am Handy. Die Jüngeren können sich nur halt keine Welt mehr vorstellen, ohne am Handy zu sein, weil sie es halt so kennengelernt haben. Aber jetzt nur auf die Jungen zu zeigen, wäre halt einfach der völlig falsche Ansatz, wenn wir da irgendwas verändern müssen. Weil die Jungen ja in die Welt gesetzt worden sind, in einer Welt, wo ihre Eltern permanent am Handy sind, als Beispiel. So, deswegen nehme ich da ganz gern die Wertung raus, beschreibt es und die Analysen müssen dann diejenigen, die halt dann damit zu tun haben. Also jetzt in dem Fall eben das Museum. Ich bin ja kein Museumspezialist, sondern einfach nur für die Generation. Und wenn die Jüngeren, also das vergessen auch immer ganz viele, wenn die sagen, ach, wir kriegen keine Jüngeren mehr, die vergessen oft den soziodemografischen Wandel. Also statistisch gesehen kriegen die genauso viele Jüngere wie wir prozentual in Museen gegangen sind. Das sind aber halt einfach weniger und das wird oft nicht berücksichtigt. Das sind so simple Dinge. Und da kann man dann schnell erklären, nein, das sind halt einfach insgesamt weniger, deswegen kriegt ihr eigentlich nicht prozentual weniger. So, weil ihr immer die Quantität einfach nur sieht und nicht die prozentuale Verteilung.

SPEAKER_01

Das klingt dir nach einem unglaublich spannenden Leben, weil du ja in der Vergangenheit, in der Gegenwart und Zukunft unterwegs bist. Und das macht ja, das macht es ja so spannend. Aber ich möchte mal darauf zurückkommen, was es dich kostet, in diesem Spannungsfeld unterwegs zu sein. Weil ich glaube, du liebst ja dein Beruf. Das ist ja für dich kein Beruf, sondern es ist ja Leidenschaft. Das spürt man auch, wenn du über die Generation redest und das, was du auch in den verschiedenen Generationen erkennst and wahrnimmst, but da ist ja auch ein riesiger Druck mit verbunden. Weil ich glaube, das unterschätzt man, unter welchem Druck du eigentlich permanent stehst, egal ob es als Autor von Sachbüchern ist, die unglaublich erfolgreich sind, Spiegelbestseller eine nach dem anderen. But when man with soldiers Instituten wie dem Ungarischen Nationalmuseum zu tun hat, oder auch anderen ganz großen Kunden, denen du ja auch hilfst to verstehen, was da auf sie zukommt, erstens, und zweitens hilft to verstehen, wie generation heute funktionieren und denken. Wie geht's dir with the drug?

SPEAKER_00

Also, indem wir jetzt auch die Prognosen, die müssen ja zu treffen. We can't allow so schätze, deswegen wirst du ja nicht eingeladen, sondern es muss zustimmen. In dem du halt einfach sagst, what not messbar is, where you sagst, this is just a messbar construct, that can't say, it's not schätzungen or something, in which man da halt einfach and transparent spricht. This is so ein Thema, but also the drug, in time that is jail. Also, we sagen also the meisten in der Dachregion sind ja 60 plus. Irgendwie interessiert sich for the keiner, but this is the konsumfreudigstead. For these interessiert, wir haben da auch ganz viele Daten für die älteren, aber die Best Age, so nennen wir die, das interessiert aber keinen. Das heißt also, die Jünger sind, also jetzt machen die Erstwähler, wie gehen jetzt die jetzigen Schüler um, wie gehen die jetzt mit Social Media Verbot um? Keiner fragt sich, wie gehen ältere with Fake News um as beispiel. And this bedeutet, dass du immer am Zahn bleiben musst, was jünger eigentlich beschäftigt. Du wirst aber immer älter. Das heißt, die Distanz zwischen dir und den Jüngern wird immer größer. Das ist nicht wie ein Lehrer, der dann gefühlt jedes Jahr das gleiche vermittelt. Du musst ja immer wissen, was dort ist und musst das immer einordnen können. Hobbyhorsing cool is or Hobby Dogging and so we are and so forth. And the älter du wirst, desto theoretisch, desto schwieriger wird ja auch this nachzuvollziehen an der Stelle. But that we are so intensiv beschäftigen and we are bewusst viele verschiedene Generationen bei uns im Institute haben, sind wir da auch immer ständig im Austausch and deswegen auch so wichtig, so viele Erhebungen zu machen, dass man immer am Zahn der Zeit bleibt. Das ist halt sehr zeitintensiv. Sehr kostspielig und sehr zeitintensiv, aber tatsächlich nur so funktioniert das.

SPEAKER_01

Ich finde es einfach sagenhaft, weil du bist ja eigentlich Doctor der Psychologie, Wissenschaftler and Ennehmer. And I glaube this Setup is einzigartig, weil ich kenne keinen Wissenschaftler ein Verständnis für das Unternehmertum has und ich kenne keinen Doctor of Psychologie, der daraus an Unternehmen gebaut hat. Also the Institut für Generationforschung ist ja per se an Unternehmen, das du gegründet hast, gemeinsam mit deiner Beratungsagentur, and dich bewusst dafür entschieden hast, Unternehmer zu werden.

SPEAKER_00

Ja, es ist tatsächlich eine hybride Geschichte. Also klar, es ist auf der einen Seite ein Unternehmen. Wir machen aber viele Studien, die wir ja frei zur Verfügung dann auch stellen. Und dadurch ist es auch nicht direkt monetarisierbar. Ja, in der Tat ist es so, wenn ich mit vielen Professoren spreche, die an der Uni fest angestellt sind, die sagen immer, sie sind weniger frei in den Möglichkeitsräumen, die sie haben. Die müssen dann immer die Gelder eintreiben, die müssen dann, auch wenn sie dann in irgendeiner Form Vorträge haben, müssen sie auch das eher anders verrechnen oder müssen da eher dann bei der Uni halt bestimmte Dinge dann Regularien erfüllen. Und die stört es manchmal. Also jedenfalls die, die auch sehr weit, die sich sehr stark mit solchen Dingen beschäftigen, zeigestigen Themen, die auch sehr schnell und an gute Daten wollen und die halt auch so motiviert sind, die stört es so ein Stück weit, dass dieser Uni-Apparat doch dann zu beamtisch, zu bürokratisch ist und so weiter. Und das ist wiederum der Vorteil, wenn es halt dein Business ist. Auf der anderen Seite ist halt, wenn dann die Studie nicht funktioniert, wenn du da halt irgendwie ins Leere läufst oder du kannst nicht einmal irgendwie einen Paper veröffentlichen, gar nichts, weil es einfach, weil die Annahme, die Grundannahme einfach eine falsche war, das gibt es ja auch öfters, dann ist es halt auch dein Geld, was dann weg ist. Das ist halt das Unternehmertum an der Stelle.

SPEAKER_02

Hast du wie so ein Leistungssportler dir irgendwie gesagt, so und so lang mache ich es und dann steige ich aus?

SPEAKER_00

Das ist eine gute Frage. Also da kommt wieder der Unternehmer durch, der eigentlich, finde ich, so die klassischen Unternehmer, wie ich sie eben fast kennengelernt habe, gar keine Exit-Strategie haben, sondern mit dem Unternehmen beerdigen. Was ich nicht machen würde, ist mein Unternehmen zu vererben, an Kinder oder irgendwas, weil ich sage, jeder muss das selber aufbauen. Ich finde nichts schlimmer, also my name, als wenn Kinder Automatic etwas erben, wovon sie nichts gemacht haben. Ich würde es, wenn, wenn irgendwie dieser Punkt kommt, würde ich auf jeden Fall mysteryben. So die Mitarbeiter, die am meisten gemacht haben, würde ich dann das Unternehmen schenken orgas, but not my kind of. Also, my kids or make sure it was, and the option gave it. But so per se this game, that an automatic in the family is, that's not so. They got this. So auf jeden Fall. And when you gave that said, okay, yeah, I've got this yet, and it's key problem when they feel erfolgre machine, would you sinniger find as these other geschichte? I see it's a bit like Ronaldo, who then said, It gives those kind of nichts, they must all sich selber ereignen. Finde ich super. And this machen fast alle so, die super erfolgreich in dem sind, was sie geworden sind, die sich selber erarbeitet haben. Die können das nicht nachvollziehen, wenn dann Kinder einfach verwöhnt, das so machen. Und ich kenne das ja von vielen Unternehmerkindern, die ihr Leben lang wussten, dass sie das Unternehmen bekommen, die einfach da sich schon ein Stück zurücklegen und sagen, egal wie das Studium ist, egal wie das, ich kriege ja eh das Unternehmen und waren dann schon so fokussiert und haben dann auch nie links und rechts was geschaut, was sie hätten vielleicht auch ins Unternehmen reintragen können. Sondern versuchen es dann wieder Vater nachzumachen. Das funktioniert dann auch nicht so richtig, wenn nicht richtig anerkannte Unternehmen, weil jeder weiß, der ist jetzt in die Position gekommen, weil es der Sohn ist oder so, oder die Tochter. Das sehe ich jetzt persönlich kritisch. Ich würde es aber niemandem vorschreiben, wie er das selber zu führen hat.

SPEAKER_01

Du hast jetzt ein paar Mal das Wort Erfolg, erfolgreich verwendet. Was ist für Rüdigermaß Erfolg? Also ist es rein monetär oder ist es so.

SPEAKER_00

Wenn du mit dem, was du machst, zufrieden bist. Also ich gehe auch davon aus, dass wir am ältesten werden oder am längsten leben, wenn wir das machen mit dem, was wir zufrieden sind, das ist für jeden subjektiv. So sehe ich das. Da gibt es keinen, dann habe ich das geschafft. Weil alle, die das, die so Ziele sich so setzen, die sie dann geschafft haben, die setzen sich entweder neue Ziele oder sagen, das fühlt sich gar nicht so an. Sondern das dahin arbeiten war viel angenehmer, als dann das Ausruhen. Keine Ahnung, wie auf dem Berg rauf, das ist auf dem Berg rauf, aber eigentlich cooler als dann da oben fünf Minuten sitzen, weil was mache ich jetzt? Ich kühle aus, ich muss wieder runtergehen. Und deswegen sage ich einfach mit dir so im Reinen sein, wenn das, was du machst, gut ist. Und das versuchen, das versuche ich halt, aber ich kann jetzt nicht sagen, weil es nicht vergleichbar ist.

SPEAKER_01

Ja, das stimmt.

SPEAKER_00

Ja, mein Thema, ihr könnt es vergleichen mit Leuten, mit denen ich studiert habe, wo ich sage, er ist aber nicht vergleichbar, weil die teilweise was ganz anderes machen, teilweise andere Schwerpunkte gesetzt haben. Also ich finde es nicht ganz vergleichbar, wenn ich ehrlich bin.

SPEAKER_02

Ich habe mal so eine Aussage gelesen, wenn du das tust, was du liebst, wie du jetzt gesagt hast, dann kannst du nicht ausbrennen. Glaubst du, das stimmt, weil ich bin der Meinung, dass wenn du klar, ich bin auch der Meinung, du bist erfolgreich, wenn du das machst, was du, was du liebst und dass du dir die Freude bereitet. Aber ich sehe bei sehr vielen, dass sie trotzdem irgendwann müde werden und ausbrennen. Und etwas, was mal eine Leidenschaft war, durch den Druck und einfach durch, ja, dass sie ausbrennen durch das.

SPEAKER_00

Das stimmt. Also ich glaube, bei dem Ausbrenner denkt man immer sofort an Burnout und da muss ich immer dran denken, jemand, der ausgebrannt ist, der muss schon mal gebrannt haben. Das ist schon mal die Grundvoraussetzung. Und das sehe ich nicht unbedingt bei jedem, der dann sagt, der hat Burnout. Das sehe ich halt einfach, der hat sich in dem Jobniveau gefühlt oder in der Interaktion mit Kollegen und so weiter. So, aber dass ich erschöpft bin und da mal was Neues braucht, dass mich das Energie, ich glaube, dass das Ganze in so Wellen läuft, die nicht immer so linear laufen, sondern manchmal geht es ein bisschen runter oder manchmal stagniert es auch. Und das muss man durchhalten. Das ist wie beim Abnehmen. Irgendwann kommst du zum Punkt, wo du halt erstmal nicht mehr abnimmst und dann musst du erstmal so ein Stück durch, ein, zwei Wochen und dann geht es wieder weiter. Wenn sich der Körper vielleicht nochmal neu einstellt oder wie auch immer. Und ich glaube, man muss das Ganze eher so wie so einen Marathon sehen, wenn überhaupt, und nicht so kurzfristig. Und ich habe ja in Japan studiert und da war es immer so, das fand ich eigentlich ganz spannend, dass es nie das Beste gibt, sondern du versucht immer besser zu werden. Das fand ich auf der einen Seite ja, weil es ist so, ne, es ist ja schon vorgezeichnet, dass die dann sich dann kaputt machen, weil die ja nie irgendwie was drücken. Aber ich fand es eigentlich ganz spannend, dieses Streben nach Perfektion und immer besser zu werden, indem man einfach auch Dinge wiederholt. Also das fand ich ganz spannend. Ich wisse es nicht negativ werten oder so, sondern tatsächlich, ich fand es eher interessant und spannend und da sich mal ab und an was abschauen, finde ich eigentlich ganz gut, ja.

SPEAKER_01

Weißt du, wie viele Tage du pro Jahr im Auto verbringst, im Flugzeug unterwegs bist? Also hast du 300 Reisetage, 200 Reise?

SPEAKER_00

Also ich würde sagen, dass ich sieben Tage die Woche arbeite. Das würde ich tatsächlich sagen, ja. Aber ich arbeite auch im Urlaub, aber ich mache ja auch Urlaub. Also wie gesagt, ich war jetzt, ich war Weihnachten in Madagaskar und da habe, das habe ich natürlich verbunden mit Nampfings in Urlaub, aber wir haben dort die One Piece-Bewegung befragt, junge Menschen auf der Straße dort interviewt. Und das ist halt auch spannend, weil ich es halt verbinden kann. Das heißt, es fühlt sich für mich gar nicht an wie Arbeit und die Arbeit fühlt sich nicht an wie Urlaub. So, oder, oder, oder, so, oder, ja, es muss ja normal sein, aber genau, also ich versuche das so zu integrieren und das finde ich auch super, was mich stört, was mich wirklich stört ist, und das ist ja auch die Frage nochmal zurück, auf was man verzichten muss. Du wirst jetzt eingeladen, irgendwo hin, keine Ahnung, ich hatte den Vortrag New York und musste am nächsten Tag in Zürich sein. Du hast nichts von New York. Und du hast auch nichts von Zürich. Jetzt kannte ich beide Orte schon so, aber es ist halt dennoch schade, irgendwie, finde ich. Und selbst wenn du dann da mal was hättest, zwei, drei Tage, bist du ja erstmal allein dort. Das ist halt auch so ein Thema. Also selbst wenn ich regelmäßig an irgendwelchen Orten bin, also regelmäßig jetzt zum Beispiel hier in Wien oder irgendwas, auch dann bist du ja immer mit der Gewissheit da, dass du ja in zwei Tagen vielleicht wieder weg bist oder an einem Tag und triffst dann kurz die Leute, es bleibt dann recht oberflächlich und du gehst dann wieder. Das finde ich halt stark, weil du halt überall bist und nirgends richtig bist. Das ist so ein Thema, wo ich sage, ja, das auf Dauer ist zum Beispiel, finde ich, das auf Dauer ist nicht glücksfördernd. Das muss ich, muss man schon sagen. So, und wenn du dann aber immer on the run bist, und dann bist du zu Hause, dann hilft dir das zu Hause auch nichts, weil du erstmal dein Körper on the run eingestellt und jetzt bist du zu Hause. Und dann ist dir das einfach alles viel zu langsam, viel zu träglich. Es passiert wieder nichts. Du kommst ja so ein Loch und das ist ja dreckig, wir schätzen da aus, muss man sauber machen. Mit solchen Themen beschäftigst du dich plötzlich und wenn du aber immer auf Bewegung bist, dann hast du diese Gedanken nicht, wenn du dich da nicht drum kümmern musst. Das ist so eine Form von angenehm. Du gehst ja dann ins Hotel, da wird das frühstück gemacht, du bist dahin, musst du selber machen. Und um das sind solche Themen, wo ich sage, auch das muss man damit umgehen können, wenn ich hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich.

SPEAKER_01

Ja, total spannend. Total spannend. Du hattest ja auch so ein Leben. Ich hatte auch so ein Leben. And have it, yeah, you know. I have this bewildered live on the run, and I think this with me, and we are in the podcast and Benno. What interested in your family with your friend, your kids, and I think that you're a grossartier father and tell her. And really, it's like I need to, but why have in this construct family are type people like you often? So people who you gave, then this gold for family to bring and bewilder for family to enter. This is a very motive. And often types like you then also in this construct family, but I have to live driven and say this on a very side. It had me imponed, would I say? Also hast du dich dann irgendwann bewusst nach deinem Studium in Japan entschieden, so ich zieh's jetzt durch, ich baue jetzt ein Unternehmen auf mit 20 Mitarbeitern. Wie fühlt sich das überhaupt an, für 20 Mitarbeiter Verantwortung zu haben?

SPEAKER_00

Weil die Löhne müssen ja jeden Monat überwiesen werden. Absolut. Also ich habe nach dem Studium mir gedacht, wenn du dich selbstständig machen musst, dann natürlich jetzt, weil du hast nichts zu verlieren, weil du hast gar nichts. Ich hatte Schulden nach dem Studium, so wie die meisten. Also muss ja BAföG zurück, solche Geschichten alles zurückzahlen. Also bin ich mit Minus gestartet. Wenn du mit Minus startest, hilft dir niemand. Das ist einfach so. Mit Minus gestartet und dann baust du da halt was auf und das, was du aufbaust, wenn du es vom Minus aufbaust, ist halt unglaublich viel wert. Und das ist so. Also du, ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich dachte, dann bin ich freier. Ich bin so ein Automiestrebender Mensch. Da bin ich freier. Aber du warst überhaupt nicht frei. Mit jedem Kunden, der dazu kam, kam ja kamen ja immer mehr Leute dazu, wo du, wenn du in Urlaub gehst, dann dich abmelden musst, fragen musst, ob das okay ist und so weiter. Also du bist gar nicht freier, selbstständiger. So, du bist selbstverständlich. Das habe ich dann schon relativ schnell realisiert. Und da dachte ich mir, wenn du ein Unternehmen gründest, dann ist es vielleicht ein Stück leichter, weil dann kannst du das aufteilen. Und das stimmt überhaupt nicht, weil als Unternehmer ist es ja noch schlimmer. Weil du dann die Mitarbeiter hast und die Kunden hast. Das heißt, es ist einfach immer mehr geworden. Und wie du es auch beschreibst, die Mitarbeiter sind ja ein Stück, du hast für Verantwortung. Das ist ein bisschen wie so eine erweiterte Familie. Du musst immer dafür sorgen, dass die auch motiviert sind, dass die Lust haben, dass du die auch bei Stange hältst. Klar, dass die das Geld reinbringen. Und wenn das das Unternehmen nicht bringt, musst du halt nachjustieren, weil die müssen regelmäßig Geld kriegen. Und die haben halt diesen Druck nicht gleichzeitig, also das ist ganz wichtig. Und dann ist es so, wenn du halt mit so einem kleinen Team anfängst, die müssen halt alle auch zueinander passen. Du kannst jetzt nicht da irgendjemanden einstellen, den du gut findest und die anderen finden ja nicht gut oder umgekehrt. Also wenn du jetzt zehn Leute hast, dann ist die, die, oder wenn du neun Leute hast, dann ist die zehnte Person 10% des ganzen Unternehmens. Das heißt, wenn der irgendwie komisch ist, dann kann das, kann das deine ganze Firma ruinieren. Also das ist ein ganz wichtiger Punkt. Oder wenn der unzufrieden ist, kann er die anderen anstecken. Und das ist alles gar nicht so einfach. Und dann haben die ja auch alle Familie, Beziehungen, Themen mit sich und das musst du immer im Griff haben. Das musst du alles mitberücksichtigen. Und das ist gar nicht so leicht so an der Stelle. Aber das bedeutet, je größer du wirst, je mehr du machst, desto unfreier wirst du. Das ist mir dann bewusst geworden. Wo man mir dachte, am Schluss wäre tatsächlich so ein Angestelltenverhältnis ja viel, viel freier. Du hast um 17 Uhr Feierabend und gut ist. Du bist eigentlich ein total freier Mensch.

SPEAKER_02

Ich glaube, das ist so ein Missverständnis, wo voll viele haben, bevor sie sich selbstständig machen, dass sie denken, das ist so meine Freiheit, die ich mir damit ermögliche, aber es ist eigentlich genau das Gegenteil.

SPEAKER_00

Finde ich auch. Also diese Autonomie, die ich mir gewünscht habe, die hatte ich dann doch nicht. Die habe ich aber jetzt wieder, dass ich mitentscheiden kann, welche Studie wir machen. Aber wenn jetzt meine Mitarbeiter sagen, finde ich blöd, mache ich nicht, dann habe ich natürlich auch Pech. Also bei uns läuft es schon alles so ein Stück auf Augenhöhe, wir diskutieren auch wieder. Hat Vor- und Nachteile. Es hat quasi auch den Nachteil, dass ich mich teilweise am gemobbtesten fühle im Unternehmen bin, tatsächlich, weil die halt wirklich sehr direkt sind, sehr klar. Das hilft mir aber wiederum, weil ich dann klare Kritik kriege. Also es ist super, weil auf der einen Seite ist es super, weil auch wenn die sagen, das, was in einem Buch steht, das geht gar nicht. Besser sagen das meine Kollegen, als dass es dann irgendwie der Leser dann irgendwo hinschreibt. Also das finde ich dann ganz gut, aber auch nach jedem Vortrag oder das, wenn ich ein Interview gebe, dann sagen die mir schon, was gut oder schlecht gelaufen ist. Das ist ziemlich direkt.

SPEAKER_02

Aber das ist Gold wert. Das ist das eigentlich.

SPEAKER_00

Finde ich auch. Da denke ich auch, die leben das dann auch so ein Stück weit. Also hier, wie sagt man denn an die Mitarbeiter, wie sagt man denn? Greetings an die Mitarbeiter? Genau an der Stelle. Ja, genau. Shoutout an die Mitarbeiter.

SPEAKER_01

Wie viel hast du, Mitarbeiter?

SPEAKER_00

Ja, doch, schon ungefähr die Zahl, was du gesagt hast, sind wir jetzt mittlerweile. Also 20 Mitarbeiter sind. Wir haben viele freie noch dazu, festfreie Werkstudenten, also es ist bunt gemischt alles, ja. Und wir sind jetzt auch verstreut. Also wir machen sehr viel Remote und kommen dann nur ab und an zusammen. Das finde ich, ist auch Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, wenn man zusammenkommt, sind wir ein Stück kreativer in der Interaktion. Und beim Digitalen bist du effizienter. Weil du sprichst ja eigentlich nur noch strukturierte Dinge ab. Du machst keinen großen Smalltalk, mehr kann gar nichts. Und irgendwie ist beides wichtig, finde ich, in der heutigen Zeit. Aber diese Flexibilität brauche ich natürlich, also dieses Remote brauche ich natürlich, auch weil ich auch sehr viel unterwegs bin. So. Genau.

SPEAKER_02

Gehst du so als Generationenforscher auch durch deinen Alltag, also zum Beispiel jetzt, ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wenn du zum Beispiel mit mir sprichst und ich bin jetzt Gen Z, dass du so voll am Analysieren bist und schon denkst, so da macht sie Augenkontakt oder da macht sie das und das und das und das.

SPEAKER_00

Vielleicht ja ganz so, aber wenn mich, wenn ich junge Kinder sehe, wo die Eltern denen schon das Tablet hinhalten, dann denke ich schon an meine Studien, wo wir gesehen haben, was das macht. Also solche Sachen, oder wenn ich, oder junge Mütter, die dann einen Kinderwagen schieben und das Kind mit zwei da drin sitzt mit dem Tablet in der Hand und so. Da denke ich schon an meine Studien oder wenn ich mit Schülern sprechen oder auf der Straße, wenn wir Interviews machen zum Thema in Deutschland, warum weht der jetzt die AfD und so. Und dann denke ich ganz oft an diese Erhebungen, wir haben diese Daten, die wir haben, ich kann das einsortieren. Das hilft mir auch ein Stück mehr, die Welt zu verstehen. Und das finde ich ein gutes Gefühl, muss ich sagen. Aber das kann ich nicht abschalten. Ganz im Gegenteil, eigentlich mache ich schon oft.

SPEAKER_02

Und mit Freunden und Familie ist es. Ja, genau das eigentlich. Aber wie kommt das an? Weil ich glaube, mich wird es auf Dauer vielleicht etwas stören, wenn immer. Manchmal will man ja auch nicht eine Antwort gerade drauf haben. Wenn ich jetzt zum Beispiel mit meiner Mama oder mit meinem Papa über irgendwas spreche, was mich beschäftigt, dann will ich nicht eine Studie hängen geklatscht. Klar, es ist immer cool, ein Grund für etwas zu haben, warum man sich gerade, warum das und das passiert und man sich so fühlt. Aber wie kommt das so in Kreisen an, wenn.

SPEAKER_00

Wenn die jetzt Kinder fragen, soll ich ein Handy oder ein Tablet kriegen, dann sage ich, du kennst meine Bücher. So, Totschlagargument. Bam. Aber würde ich vielleicht nicht machen, hätte ich die Studie nicht gemacht. Also von dem her, klar. Oder wenn man mit Freunden und deren Kindern, ich sehe halt dann so, uh, das, was sie jetzt machen, ist nicht so gut, dann kann es schon sein, dass eine Diskussion kommt. Das kann schon sein. An der Stelle ist es vielleicht nicht smart, wie ich es mache. Klar, logisch, aber bin ich halt so.

SPEAKER_02

Du meinst ja aus der Irland nur gut, du willst dir dann auch nur helfen.

SPEAKER_00

Nee, ich finde, ja, aber ich finde es ganz spannend, wie die Aktion, die Reaktion dann ist. Und aus den Reaktionen kann ich sehr viel für mich auch wieder sammeln an Informationen. Also klar, so selbstunständig, gell?

SPEAKER_02

Oh, selbstverständlich. Ja, voll. Da dachte ich mir schon.

SPEAKER_00

Auch wenn ich reise oder so in anderen Ländern, da finde ich das schon spannend, wie junge Menschen sich unterhalten, wie sehr die am Smartphone sind. Wenn man jetzt durch die Stadt, ich bin jetzt durch Wien gelaufen, das saßen die Jungen alle auf ihrem Handy schauen. Das nehme ich dann schon wahr und das schaue ich dann schon an, wie das ist. Und das war jetzt, ich war im Französisch-Guayana, da war das gar nicht so. Da waren junge Menschen, die haben nicht auf ihr Smartphone geschaut, gar nichts. Da war jetzt Karneval. Und normalerweise, wenn dann halt so eine Parade ist, denkst du, ja, die stehen alle mit dem Handy und machen im Film, haben die nicht gemacht, die haben es tatsächlich angeschaut. Das fand ich total skurril.

SPEAKER_02

Die haben ja das gleiche.

SPEAKER_00

Ja, genau, die haben das gleiche Konzept, die haben auch Handys, sie haben auch gute Handys, aber die haben dennoch Sicht darauf eingelassen. Fand ich erstmal super. Also ich fand es positiv. Und ich habe dann auch gemerkt, dass es einen Effekt für mich hat. Ich habe dann auch mein Handy weg, weil es ja aufgefallen ist. Das Einzige dann wirkt es ja wie ein Turi. Habe ich dann auch nicht gemacht, ja. So, und das beobachte ich schon, muss ich sagen. Und das nimmt es aber erstmal wahr. Also so, das mache ich schon, ja.

SPEAKER_02

Da müssen wir hin, dass unsere Gesellschaft wieder lebt und wahrnimmt.

SPEAKER_00

Ohne Smartphone?

SPEAKER_02

Ja, auf Konzerten. Jeder nimmt nur das Konzert auf, aber man nimmt es nicht wahr.

SPEAKER_00

Ja, oder wie ihr das macht. Ich glaube, das ist der beste Weg. Also der beste Weg ist quasi nicht vom einen Extrem ins andere Extrem, sondern das, was es gibt, nutzen, um das andere zu erreichen. Du nimmst das Smartphone und sagst, jetzt leg das mal weg, damit du dann dafür was kriegst. Das finde ich eigentlich ein ganz guter Werbung. Ich denke auch, dass Benmo dadurch ein sehr erfolgsversprechendes Konzept ist. Davon bin ich eigentlich schon überzeugt. Weil 99,7% der Jungen haben ein Handy. Es ist mehrere Stunden da. So ist so. Und das jetzt sinnvoll einzunutzen, das ist ja genau das, was Junge am liebsten wollen. Die wollen nachhaltig konsumieren, die wollen so konsumieren, dass es ihnen vorbeigeht, aber es ist immer der Konsumgedanke halt da. Und immer wenn der Konsumgedanke halt so einen Vorteil bringt, dann kann das eigentlich nur erfolgreich sein.

SPEAKER_01

Für uns ist es eine ganz spannende Reise, also dass Bewegung wirklich den gleichen Stellenwerke Geld bekommt. Das ist das große Ziel.

SPEAKER_00

Das kostet zwei Kilometer laufen. Das kostet Schnitzel, drei Kniebeugen.

SPEAKER_01

Das ist eine cool. Das ist eine cool. Ja, ich finde halt sich das einfach bewusst zu machen, dass eine Lösung that system is, Bewegung den gleichen Stellenwert wie Geld zu gemacht, das Ganze to monetarisieren. And then draußen extrem viel verändern. Zum Guten. Mehr Endorphin, mehr Dopamin, mehr Adrenalin bedeutet auch glücklicher Menschen auf den Straßen zu treffen.

SPEAKER_00

Yeah, und wenn du dich viel bewegst, bist du nicht am Handy und du kannst dich nicht ungesund ernähren. Es gibt schon so Punkte. Wenn du schwimmst, wenn du schwimmst, dann kannst du nicht auf dein Handy schauen. Darum finde ich es auch wichtig, dass Eltern nicht am Beckenrand dann filmen und sagen, spring mal rein oder mach das mal nochmal. Dass man einfach das einfach mal bewusst weglässt. Auch Ausflüge, wieso muss man das Handy mitnehmen am Ausflug? Wieso müssen Kinder im Tablet schauen im Auto? Das verstehe ich gar nicht. Die können sich unterhalten oder aus dem Fenster schauen. Aber die müssen doch kein Tablet haben im Auto. Das finde ich so Wahnsinn. Aber das ist doch völlig normal für die meisten. Damit die Kinder nicht streiten, aber auch das Streiten ist normal.

SPEAKER_02

Und auch gut. Das soll man nicht unterbinden, glaube ich.

SPEAKER_01

Hast du eigentlich einen besten Freund? Ja, viele. Mehrere, ja. Wieso? Geht nicht. Du kannst nur einen besten Freund haben. Aber ich meine, damit.

SPEAKER_00

Ja, finde ich auch.

SPEAKER_01

Beste Freunde kann man sein, aber das betrifft doch dann immer zwei Menschen, die sind dann beste Freunde. Aber mehrere beste Freunde.

SPEAKER_00

Doch, weil die zum Beispiel der eine wohnt in Japan zum Beispiel, der andere wohnt in Amerika as beispiel. Die sehe ich halt einfach viel zu selten. Aber ich würde sagen, wenn ich in Amerika bin, then auf jeden Fall muss ich den Treffen und verbringe the Zeit mit ihnen and umgekehrt. Doch, also würde ich jetzt mehr zutrauen to saying, yeah, I have many best freely. Yeah, many people can't.

SPEAKER_01

Is it then the generation forsche rulemaßen, or gives it all jemanden that spricht, die einen ganz persönlich betreffen, beschäftigen, nachdenklich machen?

SPEAKER_00

Wenn es so beste Freunde sind, die ich regelmäßig treffe, dann kann man immer quasi auch Dinge über zeitgeistige Themen rechnen, Zukunft und so weiter and so forth. Wenn das Leute sind, jetzt wie meine beste Freunde aus Japan or aus Amerika, then redet man sehr oft über die Vergangenheit.

SPEAKER_02

Was man zusammen erlebt hat, oder?

SPEAKER_00

Ja, genau. Und wenn man sich länger not gesehen hat, it's not this, what man zusammen had. And that finde ich einfach toll, weil man dann relativ, ne, man schwaked then and man laught and be witzig. But the next time manchmal schade, when many had. Also, when ich dann ja, dann kommen ganz, ganz viele zusammen anders. So this is mir halt aufgefallen, dass es halt dann immer wenig neue Sachen gibt. Und dann verspricht man sich in die Hand, dass man sich zeitnah wiedersehen muss und dann vergehen halt wieder ein paar Jahre und dann kommt wieder dieses Phänomen. Das ist halt auf der Distanz geschuldet, ja.

SPEAKER_02

Ist der nächste Japan-Trip schon geplant oder ist das.

SPEAKER_00

Ja, ich würde zeitnah wieder hin, und ich muss sagen, dank Social Media halte ich ja da auch Kontakt. Also ich kriege mit, wie die Familien, was die machen, ich kriege das mit und bin dann schon immer so dabei. Das finde ich einen Riesenvorteil. Aber ich komme auch aus einer Zeit, als ich mit Facebook und Co. in Berührung kam, da kannte ich alle Leute, mit denen ich befreundet war. Das heißt, ich folge dann Leuten, die ich physisch kenne, wo ich dann weiß und die ich auch dann wieder treffe. Und das ist jetzt so in Instagram-Zeiten, TikTok ja gar nicht der Fall. Du wirst ja die Leute, die du da folgst, oder umgekehrt ja nie physisch treffen. Das ist ganz andere.

SPEAKER_02

Machst du die Eindruck, wie du auf Instagram dich zeigst und einen Instagram-Account performt?

SPEAKER_00

Nee, das ist mir tatsächlich gar nicht so wichtig. Das sieht man vielleicht auf meinem Account, dass ich dir nicht so krass krank pflege.

SPEAKER_02

Wahrscheinlich weil es auch nicht große Relevanz für.

SPEAKER_00

Also was ich eher spannend finde, ist, welche Videos funktionieren oder welche nicht. Das finde ich ganz spannend. Ich werde ganz oft auch über Instagram angeschrieben, angefragt, deswegen, ich nutze es auf jeden Fall. Ich bin aber so viel unterwegs, wo ich denke, da könnte man das jetzt machen, aber irgendwie habe ich Mama nicht die Muse zu sagen, wow, jetzt bin ich Dubai, Chaka, yeah, really nice. Sweetie, sweetie. Wow, what a cocktail, nice, wow. Da fehlt mir manchmal so die Power. Ich bewundere das, wenn das so Influencer machen, die dann dann echt so Banalitäten, die jetzt gerade im Lidl einkaufen und dann, oh, jetzt wird die Pizzateur und dann so ein Foto davon machen und so ein Video dazu. Bewunder ich. Ich bewund auch Leute, die es dann tatsächlich auch folgen und lustig finden.

SPEAKER_02

Wirklich? Oder warst du sarkastisch?

SPEAKER_00

So dazwischen vielleicht. Also ich bewundere das wirklich, dass das jemand durchziehen kann, das so zu machen. Weil ich mir dann halt auch oft dieses Fremdscharm, wo man sage, was ist denn der Mehrwert oder was macht man? Aber es ist ja ein völlig falscher Ansatz, Instagram so zu bedienen. Aber ich finde es ja toll, weil die sind sehr erfolgreich damit und das finde ich eigentlich spannend. Deswegen ist es so beides. Also ich bewundere das in alle Richtungen, muss ich sagen. Aber es ist jetzt nicht ganz meins sozusagen. Also auf LinkedIn bin ich eigentlich ganz gern, wo man dann auch Mama außer seriösere Themen teilen kann. Dann eben mit einer Community, die halt auch dann irgendwelche bestimmten Themen hat, das finde ich ganz okay. Also ich möchte es jetzt, ja, es ist eine Ergänzung zu den Informationen, die es halt sonst so gibt, finde ich schon okay.

SPEAKER_01

Aber du kannst ja nicht an Insta vorbei, du hast 20.000 Follower, also irgendwas machst du richtig. So als Generation, Forscher, Wissenschaftler ist es ja nicht wenig.

SPEAKER_00

Das stimmt. Also wenn ich jetzt aus dieser Facebook-Logik komme, ist es tatsächlich nicht wenig. Aber wenn ich dann so andere sehe, also manchmal habe ich ja auch Auftritte zusammen mit Leuten, die halt tatsächlich Influencer sind, die dann, keine Ahnung, 500.000 Follower haben oder sowas, die ich aber vorher gar nicht kannte. Und dann lerne ich die halt so kennen und denke mir, krass, also da machen die ja noch was noch richtiger. Also da kann man, finde ich, ja, Erfolg schon ein Stück messen an dieser Followerzahl. Und da ist es halt einfach voll wenig. Also je nachdem, wo du da den Schwerpunkt hast.

SPEAKER_02

Aber du bist ja kein Influencer.

SPEAKER_00

Nein, nein, nein, nein, nein. Also ich glaube auch, dass mein Content dann nicht so funktioniert.

SPEAKER_02

Er ist schon eine Materie. Also es ist nicht so nicht so leicht, wie man denkt, Influencer zu sein, glaube ich. Würdest du den Weg wieder so gehen, wie du in den Stunden lang musst? Ja.

SPEAKER_00

Ja, klar, ich würde auch wieder so studieren, ich würde das alles so wieder machen, das passt schon.

SPEAKER_02

Cool.

SPEAKER_01

Und auch die Bücher schreiben, die du geschrieben hast. Wie schreibst du ein Buch? Also erstens, ich finde es ja erst einmal krass, wo du die Bücher schreibst. Vielleicht kannst du uns da ein bisschen mehr erzählen. Wie man auf die Ideen kommt, würde mich brennend interessieren. Und wird man Spiegel-Bestseller-Autor zufällig oder kannst du das auch ein bisschen steuern? Waren viele Fragen jetzt.

SPEAKER_00

Es gibt bestimmt Möglichkeiten, das zu steuern. Ich persönlich nicht. Ich wundere mich, mach mal was gut, läuft was nicht. Und das immer auch wieder bei Instagram, also ich mache einen Post, das ich total langweilig finde, geht mega viral. Und es gibt, oder generisch geht es viral. Manches, wo ich denke, das würde ich jetzt echt super finden, keiner. Und so is es bei den Büchern eben auch. Also wie ich die Bücher schreibe, ich gehe immer davon aus, dass Leute nicht lesen wollen. Das ist meine Grundannahme. Ich gehe davon aus, dass keiner Bock hat zu lesen. So, and deswegen schreibe ich. And it's zwei Dinge. Yeah, genau. I get davon aus, this will eh keiner lesen, my book, and this will keep it. And then überlege ich mich, wie muss das Buch sein, damit jemand bei strömenden Regen 200 Meter oder von mir ist, ein Kilometer läuft zum Buchhandel and this buch zu kaufen. So, wie muss das sein? Das überlege ich mir. And then überlege ich mir, kannst du dann so generisch anfangen? Kannst du dann mit Redundanzen anfangen? Kannst du dann mit irgendwas kommen, wo ich sagen, nee, sorry, oder so. Also musst du das Buch gefühlt 500 Mal durchlesen und alles, was überflüssig ist, raus. Du musst es jemanden gemacht, der Thema blöd findet. Du musst es jemand gemacht, der gar keine Ahnung hat davon. Du musst dir ganz viele Meinungen anhören und du musst dir ganz, ganz viel Kritik gefallen lassen. Also, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Da musst du mir überlegen, was will der potenzielle Leser hören? So, was kann raus, jeder Satz überflüssiges raus, jedes Fremdwort raus, jedes wissenschaftliche Thema, was Unsinniges raus, aber gleichzeitig alles wieder alles belegen, was belegt. Du sagst das jetzt eine Aussage, ob das mir die Leute glauben, dann zitiere ich lieber die Studie an der Stelle. Dich dann immer quasi mit dem potenziellen Leser auseinandersetzen. Also du schreibst jetzt kein Buch, um deine Geschichte loszuwerden, sondern du schreibst ein Buch, wo du den Leser mitnehmen willst. So, ich glaube, das ist so ein Kern. Da muss man sich reinversetzen, also immer in den Gegenüber. Das finde ich ein wichtiger Punkt. Manchmal weiß ich aber nicht, wer meine Bücher liest. Also, das ist auch so ein Thema, wo da wundere ich mich manchmal, wer über, was das für Menschen dann auch sind oder auch nicht. Und manchmal wundere ich mich, wie bestimmte Sachen interpretiert werden. Das kriege ich ja dann auch manchmal mit, wo ich sage, das habe ich gar nicht so gemeint oder ich habe es genauso gemeint, nur du hast es völlig falsch oder wie auch immer. Das gibt es manchmal. Und wo schreibe ich die Bücher? Die Bücher schreibe ich gerne in Ländern, die man nicht, wo man eigentlich keinen Urlaub machen sollte, in Anführungszeichen, wo du halt einfach bestimmte Einschränkungen hast. Keine Ahnung, Burkina Faso sollte es jetzt nicht nachts rausgehen, Afghanistan, Somalia, Irak. Das sind die Länder, in denen ich Bücher schreibe. Und ich finde die aber hochgradig spannend. Also die Länder inspirieren mich total. Ich finde das spannend, da mich mit den Leuten zu unterhalten. Das bringt mich auch auf ganz andere Gedanken.

SPEAKER_01

Mit was sprichst du denn über den Leuten? Also du gehst auf die Straße und fängst einfach an, mit denen zu reden.

SPEAKER_00

Ja, genau. Weil ich gehe mal davon aus, alle Menschen kochen da mit Wasser. In Afghanistan sind auch nicht alle gefährlich und so. Und eigentlich muss ich sagen, je krasser die Länder beschrieben werden, desto netter waren die Leute und desto glücklicher waren die, dass endlich mal einer vorbeikommt. Nee, also die Leute sind eigentlich oft herzlich und auch nett. Aber man ist halt permanent auch so angespannt. Also man konzentriert sich. Man konzentriert sich, wen kannst du vertrauen, wie nicht. Ich fand es in Afghanistan recht schwer. Als ich dort war, da war ja noch Krieg. Man konnte nicht einschätzen. Kriegsbewusst im Kriegsgebiet. Nö, nicht bewusst, aber es hat sich halt ergeben. Ich habe ein Visum bekommen. Ja klar, hat sie nicht direkt ergeben. Ich habe ja auch das Visum angefragt. Und es war so witzig. As I know Afghanistan bin, there was my flu. I was damaged from Dushanbe, also from Tadschikistan, and there was my flu, it was good before I was. And I said, I said, Echt? Yeah, that schick ich ihn jetzt gleich. And I have him said, Yeah, wieso konnten Sie mich gleich zuordnen. And then, yeah, okay, that macht me jetzt schon ein bisschen so zum Nachdenken, so habe ich ihm gesagt. Und dann sagt er jetzt mal eine dumme Frage, haben Sie im Fernseher daheim? And sage ich nein. Und dann sagt man, das merkt man. Sie haben morgen ihr visum. Du hast keinen Fernseher? Nein, ich habe keinen Fernseher. Okay. At seinem Studium habe ich keinen Fernseher. Da kommt eigentlich nichts, was mich interessiert. And then I dort eben rein, and this was tatsächlich, so muss ich immer wieder on themselig. But in some land muscle bestimmte berücksichtigen, that's wicked. Dann gets eighteen, that's all. We said all these men, they are not allowed gleich gefährlich, die halt anders sind wie wir. But du kannst abends halt wenig machen und da hast du halt sight. But it's also, I mean, I was in Pakistan auf dem Himalaya ganz oben, gar nicht weit weg von der chinesischen Grenze. Ich fand es super inspirierender. Da hocke ich, sitze ich dann da mit meinem Laptop und schreibe. Also ich mag das schon ganz gern. Oder im Flugzeug oder wie auch immer. Also du sitzt auf dem Himalaya mit deinem Laptop und das Testbuch. Ja, genau, es lang Aquaid, ja. Oder in der Karibik am Strand. Das mache ich halt. Also versuche ich zu verbinden.

SPEAKER_02

Du kannst auch an Bücher zu schreiben.

SPEAKER_00

Ja, genau. Naja, also weil ich, so wie ich davon ausgehe, dass die meisten Leute lese faul sind, bin ich auch schreibfaul. Das heißt also, ich muss mich auch zwingen. Nicht, dass ich mich hinsetze und ich habe super Ideen und so, sondern ich muss mich halt zwingen. Und ich zwinge mich dadurch, indem ich halt das einfach so verbinde. Indem ich dann, ich will unbedingt das Land sehen, ich fliege da hin, scheiße, jetzt gibt es halt bestimmte Restriktionen oder ich muss bestimmt Dingen, was machst du und seit ich schreibe. Also es funktioniert jetzt ganz gut. Jeder macht das anders, aber das ist halt so meins.

SPEAKER_02

Wie lange geht es so ein Prozess? Ja, weil du nicht nur Schreibprozess, weil du auch meintest, dass du es verschiedenen Leuten zum Lesen und so gibst, wie lange braucht es von.

SPEAKER_00

Der Schreibprozess braucht schon ein paar Monate. Und das den anderen Leuten zu geben dann auch, das nochmal drüber zu fliegen und drüber zu gehen, das braucht schon eine Zeit. Also es braucht schon eine Zeit. Nein, nein, nein. Es ist auch so, du gibst dir das Buch ab und da braucht auch der Verlag noch ein paar Monate, bis das erstmal rauskommt. Aber so ein halbes Jahr braucht es schon.

SPEAKER_02

Von Anfang, ich dachte länger.

SPEAKER_01

Ja, von der Ideenfindung bis zur Veröffentlichung ein halbes Jahr.

SPEAKER_00

Halbes Jahr. Und ja, genau. Also ich nutze halt viele Rüstzeiten. Also wenn ich im Flieger irgendwo bin, im Bus, im Zug oder wie auch immer, dann zwischen abends mache ich ganz gern solche Sachen. Also je nachdem, mach mal geht's gut, manchmal geht es schlecht. Genau. Also das ist schon. Ja, und das ist ganz spannend. Also du recherchierst ja unglaublich viel zu deinem Thema, was du dann schreibst. Und dann kommst du immer wieder auf neue Ideen, neue Geschichten. Also ich finde das schon, macht mir schon Spaß, ja.

SPEAKER_01

Meine Frage, die ich noch hatte, du gehst auf die Straße, sprichst mit wildfremden Menschen, die dich theoretisch auch erschießen können, wenn du ihnen nicht ins Gesicht passt.

SPEAKER_00

Ja, jetzt kommt doch die Frage an, ja. Ich bin ja ganz nett.

SPEAKER_01

Über was redest du mit denen?

SPEAKER_00

Ach, manchmal gibt es einfach keine Ahnung. Als ich im Irak war, in Bagdad, da kamen einfach Leute auf den Türen Wasser gegeben, weil die das halt skurriften, dass ich bei 50 Grad gerade draußen rumlauf. Es war über 50 Grad. Mein Handy gar nicht funktioniert. Ja, ja, ich war in Urs und ich war in Babel und ich war da der Einzige. Ich weiß nicht, Babel war ich der, also in Babylon war ich der einzige, der sich das so angeschaut hat. Und da dachte ich mir, there are 6 Milliarden Menschen of the world. And du bist the einzige on this opportunity, which eighteen fast all men kennen, Babylon. Is this where dub the blödstein of the world bist, or the kreativste Mensch, or iron? And ich had immer das Gefühl, weil ich der Blödste bin. War halt echt auch Sommer, kann ich niemandem empfehlen. Ich konnte eben auch kaum Fotos machen, weil halt das Handy nicht mehr funktioniert hat. Und du kannst auch nichts im Auto lassen, weil. Ja, ja, ja, genau.

SPEAKER_02

Wahnsinn.

SPEAKER_00

Aber eigentlich schon, die Leute waren schon nett, das war schon spannend. Das fand ich schon ganz gut.

SPEAKER_02

Boah, du lebst ein echt ereignisreiches Leben, das ist krass. So viel, wie du erlebst, das erlebt ja keiner in den 80 Jahren wahrscheinlich.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_02

Aber man muss es sich ja auch so gestalten, aktiv auch so gestalten, dass man zu den Ländern und Orten reist.

SPEAKER_00

Das stimmt, also das stimmt. Du musst es schon organisieren, du musst ja schon, wie du da hinfliegst, du musst schauen, wo du da übernachtest. In Somalia brauchst du ein Sicherheitskonzept, du kannst ja nicht einfach da so reinlaufen, du brauchst dann schon Sicherheitskonzepte. Das musst du schon, bestimmte Sachen musst du schon wissen. Also du kannst jetzt nicht so, also wenn du so ein Hotel-Urlauber bist, kannst du das, also so ein All-Inclusive-Urlauber kannst du das nicht machen. Du musst dann schon bestimmte Punkte wissen, auch wie man sich verhält. Auch bei so Ländern, wo hohe Entführungsgefahr ist, da muss man schon wissen, wie man sich bewegt, wie man von A nach B geht und dann eben nicht den gleichen Weg zurückgeht und so, das muss man schon wissen, ja. Aber ich war jetzt in 180 Ländern, also das ist jetzt so, dass.

SPEAKER_01

180 Ländern warst du.

SPEAKER_00

Das ist schon so, dass das jetzt schon, dass das halt schon mehr als nur ein Hobby ist, sondern dass ich jetzt schon gelernt habe dann über die Jahre, wie man da was machen muss und so. Deswegen, also ja genau. Jeder hat irgendein Hobby. Es gibt so Bergsteiger, es gibt Segelflieger und so. Und da wundere ich mich auch mal, wow, was sie alles so können und machen. Aber über die Jahre hinweg lernst du das halt, wenn du dran bleibst.

SPEAKER_01

Hat dir eigentlich der Verlag auch eine Vorgabe gegeben? Also musst du schreiben oder kannst du schreiben? Musst du Bestseller produzieren oder kannst du sagen.

SPEAKER_00

Nee, ich glaube, dass es kein Verlag dir vorgibt einen Bestseller gibt. Aber der Verlag geht immer davon aus, dass das Buch ein Bestseller werden könnte. Also wenn die sagen, nee, das Thema ist schlecht, alles schlecht, dann würden sie ihn machen, weil das einfach zu teuer ist heute. Aber du musst schreiben.

SPEAKER_02

Also keine Vorgabe einmal in jedem.

SPEAKER_00

Nein, nein, nein, das ist nicht, dass du so das hier genau, dass du so einen Vertrag hast und dann jedes Jahr ein Buch zu liefern. Nein. Nein. Das läuft bei jedem Buch läuft das neu. Das ist nicht, dass du dann. Ja, ja, es gibt schon manchmal bei so solchen Leuten, die so Krimis dann rausbringen, wo man sagt, du musst jetzt da zehn Krimis in zehn Jahren. Nee, das habe ich nicht. Aber das sind eine andere Logik. Genau, das sind andere Menschen.

SPEAKER_01

Wie gehst du eigentlich damit um, dass du immer wieder mal einen Shitstorm auslöst? Also du bist ja einfach ein Typ, der auch polarisiert und dessen bist du dir auch bewusst. Du sitzt in sehr vielen Talkshows, du redest über Themen, die eigentlich keiner angreifen möchte, solange man sich persönlich von dir nicht angesprochen fühlt, ist alles gut. Aber ab und zu bist du dann auch jemand, der mal ganz klar mit dem Finger dahin zeigt, wo es wehtut. Und wie gehst du damit um?

SPEAKER_00

Ich glaube, das geht ähnlich. Mal interessiert dich das gar nicht, mal nimmt es sich total mit, also total unterschiedlich. Also manchmal kriege ich es auch gar nicht mit. Manchmal sagen, die hast du eigentlich mitgekriegt, totaler Schütztum und sage, wo waren das? Ja, bei dem und dem Kanal und so, das habe ich nicht mitbekommen.

SPEAKER_02

Das sagt ja eigentlich auch, wie irrelevant it is.

SPEAKER_00

Ja, tatsächlich. Und dann schaut so das an und denkst, boah, das habe ich aber echt gar keinen nervt. Und ja, der legt sich auf der, okay, ja, gut. So, hm, schwierig. Entschuldigung, so this gives me manchmal total iron vorbei, and manchmal. Also, when I from a community where I think they're good finding, I think, then ärgert es ein Stück mehr, where ich denke, ach, that's about schade, but either, I think I've been on eure, then habt ihr das aber jetzt schon misverstanden. Das ärgert mich dann schon. But when jemand is, which wussted, also when they just, also, keine Ahnung, when ich jetzt sage, wenn ich jetzt da was sage mit der Überbehütung und dann schreiben ja ganz viele Eltern, wo du halt offiziell siehst, die sind halt sehr stark überbehütet, dann denke ich mir, ja, war ja klar, so, ne? So. Aber wenn dann andere dann sagen, dann denke ich mir das schon manchmal, also es ist unterschiedlich, muss ich sagen. Je nachdem, welche Gefühlslage, wie du da rangehst, wie du damit, wie du davon erfährst. Ja, genau, was man erwartet.

SPEAKER_02

Ich habe ein positives Feedback erwartet, aber was ganz anderes, dann tut es wahrscheinlich mehr weh.

SPEAKER_00

Genau, was mich am meisten nervt, ist, wenn du Interviews hast oder so einer Doku vorkommst und die machen dann eine ganz andere Story, als sie dir verkauft haben. Wo sie sagen, sie wollen das und das machen, machen dann was völlig anderes oder schneiden mit Absicht das Blödste raus oder schneiden das so, dass das eigentlich gar nicht das, was du sagen konntest. Du kannst es nicht mehr rechtfertigen, kannst du nicht mehr. Dann kannst du eine ganze Welt sagen, wollte ich gar nicht so sagen. Das glaubte ja keiner mehr. Und das nervt mich dann schon. Also das ist was, was mich voll nervt. Weil ich mir denke, jetzt habe ich Zeit investiert, bin da extra hin. Und die waren nicht transparent. Fand ich halt einfach, finde ich nicht cool. Und das geht auch mehreren Menschen so. Es geht nicht nur mir so. Und das ist ein Thema, was ich nicht.

SPEAKER_01

Gibt es etwas, vor dem du richtig Angst hast? Also jetzt mal geopolitisch gesehen, weil du 180 Länder kennst, glaubst du, dass.

SPEAKER_00

Das ist interessant. Also es gibt viele Länder, in denen ich war, wo man jetzt gar nicht mehr so einreisen kann. Das finde ich interessant, wie sich das alles immer so verändert. Permanent. Ich war ein blödes Beispiel, in der ukrainischen Skifahren kannst du jetzt nicht mehr hin. Also als Beispiel kannst du ja jetzt auch hier im Nahen Ostnitz in vielen Ländern nicht hin, die man nochmal auch schon Skifahren kannst du auch nicht gerade hin. In Israel war auch schon Skifahren, kannst du auch nicht hin. Genau.

SPEAKER_02

Is fahren tut er auch noch gern?

SPEAKER_00

In Israel. Israel auf den Golanhöhen kannst du tatsächlich Ski fahren, aber jetzt halt nicht gerade.

SPEAKER_01

Hast du vor etwas richtig Angst? Also gibt es etwas, das bei dir das Gefühl der Angst auslöst und vielleicht ein bisschen auch das Gefühl, so, da kann ich dann wahrscheinlich auch gar nichts dagegen tun.

SPEAKER_00

Naja, klar, wenn du bloß in die Krankheit kriegst oder sowas. Das ist so ein Thema, wo wir denken, wie gehst du dann damit um? Was machst du? So, solche Dinge, aber ich glaube, das haben viele Menschen.

SPEAKER_01

Liegt in der Natur des Menschen oder jeder hat dann irgendwie auch das Gefühl, sobald was passiert, wo man nicht mehr selbst irgendwas dazu beitragen kann, um die Situation zu verändern. Zu verändern entsteht Angst am Ende.

SPEAKER_00

Aber vor was ich jetzt keine Angst habe, ist jetzt, dass die KI stärker wird oder irgendwelche Parteien stärker wird, weil ich mir immer denke, das wird sich wie ein System, das nicht zusammenbricht, hat immer wieder neu kalibrieren und wird sich halt einfach verändern und der Zeit, das geht mit. Also ich sehe das alles positiv. Ich gehe auch davon aus, tatsächlich, dass es alles positiver wird. Ich glaube nicht, dass wir negativer werden, sondern dass es halt, klar, für vielleicht im Moment sich negativ anfühlt, aber es ist insgesamt alles besser wird, wie so eine Spirale. Also davon gehe ich halt einfach aus. Weil keiner will wieder zurück, keiner wird zurück in die 80er oder 90er, auch wenn alle sagen, wie war das mit Kassette auftreten.

SPEAKER_01

Ja, weil alle reden von einer guten alten Zeit. Und wenn man von den guten Zeiten redet, dann sind es immer die Zeiten, die schon mindestens zehn Jahre her sind.

SPEAKER_00

Zehn, 20, 30 Jahre und dann nehme ich immer nur partiell Sachen raus, die Kassetten aufdrehen, wie toll das denn war. Nee, war nicht cool. Ist doch auch cool, jetzt aus dem Internet das zu ziehen. Da will ja auch keiner wirklich wieder zurück. Sie erzählen das halt nur, auch wie toll das war und da hat keiner was gesagt, dass Chernobyl war, durfte man dann zwei Wochen später dann im Sunkkasten spielen. Wir reden uns das halt einfach auch schön, schöner als es dann war. Ich glaube schon, dass es alles Positive läuft und dass wir sensibler füreinander werden oder umgehen miteinander und so. Das hat schon auch positive Dinge. Deswegen blicke ich auch positiv in die Zukunft, ja.

SPEAKER_02

Das ist schön.

SPEAKER_01

Von einem Generationenforscher zu hören, dass die positive Zukunft auf uns wartet.

SPEAKER_00

Ja, denke ich schon.

SPEAKER_02

Das beruhigt mich tatsächlich auch, ja.

SPEAKER_01

Hätte ich mir so nicht erwartet, finde ich. Aber das ist auch schön, du bist ja auch ein total positive Mensch, mit dem man gern Zeit bringt. Eine Frage. Du sagst ja die world with ganz other eyes as 98% of Mensch. Yeah, but you still have the various spanning cohortens auseinander set, and which is a Gen Z in West Africa for another herausford, as the black generation in deutrient. While you are an interesting from the world becomes interesting, not with the interview, generation arbeits were the best seller, or there's one that's not a good thing. Wohin steuern wires?

SPEAKER_00

Also, what I'm going to spannend finde is, dass wir nicht mehr wissen, was ist echt und was nicht ist. Hat es Trump wirklich gesagt, oder war das die KI? Is this the Nachfolger von Khomeni wirklich homosexuell oder nicht? Oder war das fake? Eigentlich mir völlig egal. Aber solche Fake News gibt es halt immer. Was stimmt und was nicht? Das finde ich jetzt momentan gerade ein Thema, weil es einfach zu viel ist. Zu viel, um das nochmal zu filtern. Und es ist tatsächlich auch gut, einfach mal auszumachen und dann mal ein paar Tage später wieder anzumachen. Dass Trump sagt, er will jetzt Grönland kaufen und nee, nicht kaufen, er will es erobern sozusagen. Weil die NATO hat keine Chance, da irgendwie Grönland zu retten. Gleichzeitig sagt er jetzt, wir sollen die Straße von Hormos retten. Da ist die NATO wieder gut genug. Obwohl es sein Krieg ist, so an der Stelle, solche Sachen, das alles und das ist einfach zu viel, zu viele Richtungswechsel, zu viel so, das schwimmt einfach ganz, ganz viel auf uns ein. Und da gibt es schon, egal was du sagst, bist du dafür oder dagegen, dann gibt es wieder Leute, die dann das und so, das finde ich alles schwierig, dass wir zurzeit eben keine Klammern finden, keine Gemeinsamkeiten, auf die wir uns da so einigen können. Das ist momentan schon eine Schwierigkeit, die ich sehe. Also momentan, ja. Sehe ich schon so, ja.

SPEAKER_02

Aber du blickst positiv auf die Zukunft, weil du sagst, das wird sich.

SPEAKER_00

Ja, ja, also das hoffe ich. Das hoffe ich ja. Also ich gehe schon davon aus, dass sich das irgendwann mal legt oder dass es so viel wird. Ich spreche immer von so einer Nagelbrettgeschichte. Also wenn du auf einen Nagel trickst, tut unglaublich weh. Aber wenn da tausende von Nageln sind, dann kannst du einfach ganz normal laufen. So funktioniert ja auch Trumpf. Lass irgendwas, was Trump macht, nur eins, irgendeine andere Stats machen. Also jetzt nicht überleg mal Angela Merkel. Hey, the crap hair by the pussy in a locker room talk. Let's go Angela Merkel den gleichen Satan, then I've done on some cleat gefass, and so we like it. Let's have a gleich sat, it has kept since we're back. And bei Trump is so viel that we're not, never, and it's vibrant populism, who has so viel, that man days drauf gehen can sozusagen, wie so ein Nagelbrett.

SPEAKER_01

Passt auf gleich eigentlich.

SPEAKER_00

Genau, das ist gerade so ein Thema, wo wir vielleicht da auch irgendwann mal drüber sind und sagen, so funktioniert es halt auch nicht. Aber momentan ist das halt so. Und das Witzige ist, dass die Menschen, die Populisten halt für eine unglaubliche Unstrukturiertheit, gerade verantwortlich sind. Aber viele, die eben diesem Populisten folgen, dort eben eine Strukturiertheit sind, eine Klarheit und sagen, der hilft mir von dieser überkomplexen Welt. Eigentlich ist genau das Gegenteil davon. So, meiner Meinung nach. Und das wird jetzt eine Zeit lang so anhalten erstmal und das wird sich aber auch widerlegen.

SPEAKER_01

Ich hätte eine letzte Frage noch, du?

SPEAKER_02

Ich auch, aber dann mache ich jetzt meinen und dann du deine letzte Frage.

SPEAKER_01

Let's go.

SPEAKER_02

Würdest du, was würdest du den jungen Menschen jetzt so noch mitgeben oder raten? Weil ich bin auch voll in der geopolitischen Dings, denn jeden Abend höre ich mir die Zusammenfassung vom Tag an, was Trump gesagt oder nicht gesagt hat, was da abgeht, wer da gerade wen angreift.

SPEAKER_00

Ich würde es maximal zweimal die Woche machen.

SPEAKER_02

Okay.

SPEAKER_00

Ich würde es nicht jeden Tag machen, weil die Richtungswechsel zu häufig sind. Und wenn du es halt versetzt machst, so alle drei, vier Tage, dann kriegst du mehr mit, als wenn du es jeden Tag machst. Das ist das Erste. Ich würde auch mal das Handy weglegen, einfach eine Zeit lang. Und ich würde junge Menschen raten, an bestimmten Dingen länger dran zu bleiben, auch wenn es unangenehm ist. Einfach eine Frustrationstoleranz aufzubauen. Frustrationstoleranz aufbauen, ja genau. Einfach zu sagen, okay, also wenn ich das jetzt nicht schaffe, dennoch dranbleiben. Weil wenn du es dann gelernt hast, dass du es geschafft hast, dann gibt es immer weniger Hürden und du wirst immer wirkmächtiger an deiner Umwelt. Das würde ich jungen Menschen raten, ja.

SPEAKER_02

Man sagt ja auch, immer dann, wenn man etwas tut, was man nicht tun möchte, dann wird der Bereich im Hirn ja stärker quasi, dass man es dann beim nächsten Mal leichter hat.

SPEAKER_01

Instagram.

SPEAKER_02

Nein, ich höre viele Podcasts, ich weiß nicht bei welchen Podcasts, und klar, das sind keine Ärzte und Psychologen, aber wie beim Sport, jedes Mal, wenn ich keinen Bock habe, Sport zu machen oder jedes Mal, wenn ich noch eine Wiederholung mehr pushe, als mein Körper will, werde ich stärker und es wird leichter dann, etwas zu tun, was ich nicht möchte. Aber ob das in dem Fall ist nicht psychologisch.

SPEAKER_00

Nee, aber ich muss an einen Kollegen von mir denken im Institut, da war ein anderer krank und wir waren da unterwegs und der hat dann angefangen zu jammern, wie hat Gen Zi es manchmal so macht. So jammer sagt, der halt knallhart und der ist halt auch Gen-St, ja, der musste einen Schmerz in Energie umwandeln. Und es war genau das, was der nicht hören wollte. Der wollte halt mitbegleitet werden und er sagt, dass er musste da so lachen. Weil ich den Spruch halt in deren Perspektive völlig unangebracht fand, aber so lustig, weil es halt der gleichalte war, der dann mit so einem Spruch kam. Genau. Und der ging halt davon aus, dass es halt mehr geht als nur Jammann. Genau. Karim, jetzt du deine letzte Frage.

SPEAKER_01

Ja, du kannst natürlich auch eine letzte Frage stellen. Also wenn du möchtest, kannst du gerne noch eine Frage stellen. Meine letzte Frage ist.

SPEAKER_00

Schreib's in die Kommentare.

SPEAKER_01

Was war denn der letzte Film, den du im Kino gesehen hast oder gestreamt hast? Bist du so ein Netflix-Typ oder?

SPEAKER_00

Nee, gar nicht. Also wenn dann, das ist eher am Flugzeug, schaue ich dann schaue ich das mal an. Und also was ich so gar nicht mag, sind so Marvel-Filme, so Supermonster und immer größer werden die und ich blicke da gar nicht mal durch. Und ich muss sagen, tatsächlich, die neueren Filme gefallen mir alle gar nicht so von den Stories. Ich finde so tatsächlich, hört sich jetzt so krass an, aber so Filme aus den 60er, 70ern teilweise so ein bisschen smarter aufgebaut, so ein bisschen intelligenter, finde ich, auch wenn die jetzt technisch nicht so gut sind. Aber so, ich würde mir wünschen, solche, so smartere Filme. Aber ein Film, also ich weiß auch die Namen, ehrlich gesagt nicht mehr. Ich habe die so angeschaut, die mir noch gar nicht so im Kopf so. Und früher war das halt so bei den Filmen, die blieben mir tatsächlich mehr im Kopf. Die kann ich heute noch sagen, wie die heißen, die ich gut fand, aber heute fällt mir das schwerer, ja.

SPEAKER_01

Aber es gibt einen Film, wo du sagst, also das ist der Film? Das ist der Film, so. Oder das Thema an sich finde ich toll, wenn es einen Film verarbeitet wird.

SPEAKER_00

Also ich fand Cloud Atlas tatsächlich spannend. Das fand ich eigentlich ganz gut. Ich fand wenige Leute gut, den fand ich aber ganz gut. Und die verschiedenen Ebenen ineinander geflochten, das fand ich eigentlich gut. Und auch über die Generation hinweg. Das ging über mehrere Generationen, das fand ich spannend. Und ich fand den Film Babel eigentlich auch gut. Das waren so zwei Filme, die mir jetzt so spontan einfallen.

SPEAKER_02

Kenne ich beide nicht, dann habe ich schon gemacht.

SPEAKER_00

Ah, okay. Ich mag aber auch so Filme Lars von Tria, David Lynch und solche Filme mag ich halt auch ganz gern. Das halt eher so meins.

SPEAKER_02

Cool. Kommt auf die Washlist, Leo.

SPEAKER_01

Hast du noch eine Frage?

SPEAKER_00

Nee, aber schreibt es in die Kommentare.

SPEAKER_01

Nee, nee, alles gut. Vielen Dank. Es hat richtig Spaß gemacht, Judiger. Vielen herzlichen Dank.

SPEAKER_02

Echt sehr interessant.

SPEAKER_00

Sechsmal habt ihr geübt. Siebenmal. Six, seven. Ja, vor allem sagt meine Tochter, die ist drei. Die kam heim und sagt, Six Seven.

SPEAKER_02

Es ist immer noch ein Wunder, wie ich habe das immer noch nicht.

SPEAKER_00

Ja, aber das ist meine kleine Tochter, das sagt mit drei, Six, Seven, Papa Six, Seven. Und dann sagt sie so mitten, mitten im Essen, hey Leute, hey Leute, seid mal still. Six Seven. Hey Leute, wer redet denn so mit drei? Was laberst du? Du kannst nur Kaka, Paka, Pipi besser, weil die kann ja nichts gescheit sagen. Und dann kommt sie wirklich mit, hey Leute, 6-7. Der erste klare Satz, weißt du, wie ich meine, so dachte ich mir, was ist denn los? Und dann sag ich, dann ruhig, ich genau, oder holst du das Handy, sagt, kannst du es nochmal sagen? Kaka, paka, piki, piki, da kommt wieder das, wieso versteckt die Kamera?