Was KI kann - mit Florian Zsifkovics
Journalist Florian Zsifkovics begleitet dich durch die KI-Revolution und spricht mit Experten, Visionären und Warnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Was KI kann - mit Florian Zsifkovics
Vibe Coding im Selbstversuch: ein Entwickler gibt das Denken ab
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ein Entwickler baut an einem Nachmittag eine komplette Website mit KI. Vom Sofa aus, per Handy. Verdient hat sie 50 Euro.
Daniel Koller war Tech- und Games-Journalist beim Standard und arbeitet heute als Entwickler. In dieser Folge erzählt er von einem Selbstversuch während der Hitzewelle: Er hat sein Denken bewusst komplett ausgelagert und zugesehen, wie weit ein Coding-Agent ohne ihn kommt.
Das Ergebnis war eine funktionierende Seite mit ein paar tausend Besuchern am Tag. Sein eigenes Urteil trotzdem: Er weiß bis heute nicht, wie die Codebasis aussieht, und nennt das Ergebnis Garbage. Als er nachsieht, woher der Traffic kommt, findet er ChatGPT. Die Maschine schickt ihm Leser auf Inhalte, die eine Maschine geschrieben hat.
Wir reden außerdem darüber, warum er bei seiner bezahlten Arbeit jede einzelne Zeile Code liest, warum "mit KI lernen" etwas anderes ist als "von KI lernen", und warum man niemandem glauben sollte, der behauptet, mit KI reich geworden zu sein.
Themen der Folge:
Der Selbstversuch: eine Website in einem Nachmittag, per Handy, ohne eine Zeile Code zu lesen
Was dabei herauskommt: Traffic, 50 Euro Affiliate-Einnahmen und ein Fazit, das er selbst zwiegespalten nennt
Garbage in, Garbage out: wenn KI-Inhalte Leser an KI-Inhalte weiterreichen
Warum Grundlagenwissen wichtiger wird, nicht unwichtiger
Open-Weight-Modelle, lokale KI und die Frage, wer das alles am Ende bezahlt.
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Willkommen zurück zu Was KI kann. Mein Name ist Florian Zifkowitz und ich gehe der Frage nach, wie verändert KI unseren Alltag und unser Leben? Mein heutiger Gast war Journalist bei der Tageszeitung Der Standard und agiert jetzt als Entwickler. Daniel Koller, lieber Daniel, vielen Dank für dein Kommen.
SPEAKER_00Ja, vielen Dank, dass ich da sein darf.
SPEAKER_01Dankeschön. Wir haben gerade im Vorgespräch darüber geredet, die Zeit vergeht so schnell.
SPEAKER_00Absolut, ja. Also wir haben jetzt eh gerade herausgefunden, dass wir uns 2017 war, haben wir uns zum ersten Mal auf X unterhalten. Damals hat sie noch Twitter geheißen und jetzt sind einfach schon neun Jahre vergangen. Ich hoffe, ich kann richtig noch zählen. Und verdammt, es ist verdammt viel passiert in den vergangenen Jahren.
SPEAKER_01Vergeht die Zeit, glaubst du auch so schnell, weil wir alle nur noch im Internet leben. Den Eindruck habe ich halt sehr oft.
SPEAKER_00Ja, ich meine, das ist eine gute Frage. Vielleicht ist was dran, ja. Also dadurch, dass wir in diesem Zyklus sind, dass irgendwie alles immer schneller, alles immer, ja, dass es irgendwie keine Newscycle mehr gibt, weil sich im Grunde ständig irgendwas ändert, hat man da keine Sommerpause oder wie heißt das schön? Die Sommerflaute. Es passiert einfach jeden Tag was und vielleicht deswegen ist man einfach das Gehirn so befordert, dass man einen Autopiloten ausgeht.
SPEAKER_01Ja, und dann gibt es so eine Technologie wie KI, die dir auch alles irgendwie verfügbar macht. Und man wird wirklich irgendwie ungeduldig, weil man immer alles gleich haben kann jetzt.
SPEAKER_00Ja, das stimmt. Das ist ein tatsächlich. Vor allem, wenn man sich die Entwicklung anschaut, die in den vergangenen Jahren, was die KI betrifft, da hat sich einfach unglaublich viel getan und fühlt sich irgendwie, stehen wir da auch erst ganz am Anfang von dieser Veränderung.
SPEAKER_01Du bist ja auch irgendwie an einem Weg gegangen, der gerade sehr populär ist. Du bist Journalist gewesen und bist jetzt in die IT-Welt, eigentlich auch in die KI-Welt. Wie kam es dazu überhaupt?
SPEAKER_00Ja, ich war recht lange im Journalismus. Also ich glaube, ich habe mit 14 oder mit 15 schon meinen ersten Job im Journalismus gehabt. Das ist auch schon 20 Jahre her mittlerweile, muss man sagen. Und habe mich da irgendwie in dieser Branche, ja, oder generell ich habe mich für die neuesten Entwicklungen, für Veränderungen, für News. Das war so mein Herzblut. Und dann habe ich recht lange beim Standard gearbeitet, nach vielen Praktika in dieser Branche. Und habe dort eben als Tech-Journalist bzw. Games-Journalist gearbeitet. Und ich hatte immer zwei Herzen im Herzen, die in meiner Brust sozusagen geschlagen haben. Die eine war Journalismus und die andere war Technik. Und irgendwann habe ich dann beschlossen, dass ich dem Technikherz mehr nachgehen möchte. Und ich fand Entwickler, Entwicklerinnen immer verdammt cool. Also, das waren für mich immer so ein bisschen so Magier, die im Grunde mit Code was produzieren können, was andere Menschen verwenden. Und deswegen habe ich dann beschlossen, dass ich einfach sozusagen zum Entwickler werden möchte. Hab da ein bisschen auch durch meine, ich habe eine technische Ausbildung als Master gehabt, habe davon auch ein bisschen profitiert und habe dann ein Bootcamp gemacht und habe da sozusagen ein bisschen so ein technisches Grundwissen aufgebaut. Ja, und im Endeffekt arbeite ich jetzt auch schon seit ein paar Jahren als Entwickler. Und finde, es ist mit Abstand der Geisterjob, den man haben kann. Also es gibt keinen Tag, wo ich irgendwie die Entscheidung bereue. Ich muss dazu sagen, ich habe ja noch ein bisschen mein zweites Steckenpferd. Also ich darf ja auch ab und zu noch Texte für den Standard schreiben. Aber ja, also diese zwei Herzen schlagen einfach sehr laut und da bin ich sehr froh, dass ich sie beiden bedienen kann mittlerweile.
SPEAKER_01Siehst du, ich meine, ich kann jetzt nicht wirklich coden. Also Visual Basic habe ich irgendwann mal ein bisschen C, aber Ähnlichkeiten zwischen Journalismus und Coden oder entwickeln.
SPEAKER_00Also man muss halt schon sagen, dass vieles, also man muss, man muss für einen guten Artikel meiner Meinung nach braucht es einfach ein gutes Grundgerüst. Du musst irgendwie wissen, von vorne bis hinten, wie das Ganze aufgebaut werden soll, was das Ganze erzählen soll, was das Ganze bedienen soll, was der Erzählstrang von dem Ganzen ist. Und du musst im Vorfeld natürlich auch recherchieren, damit du irgendwie keinen Plätzchen schreibst. Und genauso würde ich jetzt sagen, ist es auch beim Entwickeln von einem Produkt, dass du im Vorfeld schon ein bisschen Gedanken darüber machen musst, okay, was, also, in welche Richtung soll das Ganze gehen, im Vorfeld auch eine intensive Recherche anstellen musst, welchen Text-Tag verwende ich, was sind so die Vorteile von dem, was sind so die Nachteile von dem. Und dann im Grunde musst du halt dann während dem Programmieren dir schon die ganze Zeit ein bisschen so die Architektur im Hinterkopf behalten und die halt sozusagen das große Ganze einfach nicht aus dem Blick verlieren, weil, und das sind wir auch schon ein bisschen beim Thema KI-Coding, kannst du halt einfach schnell ein bisschen so ein bisschen so ein Hot Garbage produzieren, wo halt einfach irgendwie, wie so bei Whack Mole, wo du irgendwie auf jeden Bug da und dort andraufhaust. Genau, also das große Ganze einfach nicht aus dem Blick verlieren, einfach einen linearen Zählstrang bzw. Architekturstrang beizubehalten.
SPEAKER_01Wie hat das deiner Meinung nach, das Coding grundsätzlich ist das durch KI verändert worden?
SPEAKER_00Also, ich muss halt dazu sagen, ich bin jetzt kein absoluter Senior Developer, also das würde ich dann einfach anderen Leuten überlassen, das Urteil zu fällen, aber Coding hat sich durch KI zu 100% verändert. Also es geht jetzt immer mehr in die Richtung, dass man im Grunde alles nicht mehr promptet, keine einzige Zeile selber mehr schreibt, sondern halt einfach sich den Code generieren lässt. Und dementsprechend auch als feger, und deswegen muss man auch immer dazu sagen, als fega Entwickler einfach mit diesem Tool, und es ist ein Tool, deutlich produktiver ist und deutlich mehr Output hat, als jemand, der halt jetzt noch händisch seinen Code zusammenpflückt. Und natürlich eben auch diese Maschinen oder diese KI, die funktioniert teilweise immer autonomer. Tut so lange herum, bis es im Grunde an ein Ziel kommt. Also, ja, da verändert sich gerade einfach sehr, sehr, sehr, sehr viel.
SPEAKER_01Wann hast du das erste Mal so geckt, dass KI ein Game Changer sein wird?
SPEAKER_00Ja, dadurch, dass ich und davon habe ich auch, glaube ich, ein bisschen von meinem journalistischen Background profitiert, dadurch, dass ich leider auch sehr viel online bin. Ich würde fast sagen, terminally online. Ja, habe ich da dieses ChatGPT und dieses Claude, sage ich jetzt einmal, schon sehr früh gekannt. Auch dieses Cursor, was ja mittlerweile von OpenI, von X gekauft wurde. Da war ich echt so einer, würde ich sagen, dieser Early Adapter, die halt einfach das wirklich sehr früh genutzt haben. Und damals war es halt noch so, du hast halt irgendwie einen Codeschnipsel dann reinkopiert und hast halt gekauft, okay, dass das halbwegs funktioniert. Aber es war halt trotzdem, du hast halt trotzdem schon einiges in der kürzester Zeit erstellen können, was halt sonst Wochen gedauert hat, hat dann halt irgendwie nur mehr Tage gedauert in den Anfängen. Und jetzt sind wir halt mittlerweile an einem Punkt, wo man Dinge produzieren kann, für die manche Leute Monate gebraucht haben und Wochen gebraucht haben, in einer halbwegs passablen Qualität. Aber um deine Frage zu beantworten, ich glaube, dass ich in kürzer Zeit einfach Sachen erledigen konnte, für die ich wahrscheinlich händisch Tage bzw. Wochen gebraucht hätte.
SPEAKER_01Hat es dir dann auch eigentlich geholfen, wenn man jetzt denkst, du hast X Jahr beim Standard, du hast Journalist, halt hast du natürlich die zwei Herzen gehabt. Aber es ist ja trotzdem ein mutiger Schritt zu sagen, okay, ich gehe jetzt in eine ganz andere Branche, auch wenn du jetzt darüber geschrieben hast. Zu tun, ist es ja dann wieder was anderes. Und dann kommt diese KI.
SPEAKER_00Ja, also, ich meine, lustigerweise, wie ich, bevor ich in den Journalismus gegangen bin, waren die Zeiten jetzt nicht ganz so schlecht. Aber wie ich dann im Journalismus war, war es dann irgendwie so, dass gefühlt einfach die Branche am absteigenden Ast war. Jetzt bin ich als Entwickler tätig und gefühlt unter Anführungszeichen braucht es keinen Entwickler mehr. Natürlich, also ja, ich habe mir gedacht, hey, ich habe nur ein Leben und warum nicht? Ich probiere es jetzt einfach mal und wenn es nicht funktioniert, dann kann ich immer noch irgendwie, keine Ahnung, Marketing machen oder weiß nicht. Also ich habe mir da, keine Ahnung, zu dem Zeitpunkt einfach nicht viel geschissen. Und ja, mit der KI natürlich, also da muss man halt sehr aufpassen, wenn man das Neuling mit KI sehr viel herum hantiert, weil man muss halt trotzdem immer noch die Basics wissen und halt auch irgendwie ein bisschen mehr sich so mit Thema Architektur und mit wie man halt sozusagen clean Code produziert, weil die KI, also KI ist eben sehr hilfreich in vielerlei Hinsicht, aber halt auch ein bisschen ein People-Bleaser. Und wenn du halt sagst, hey, mach das und dann macht es das halt und dann sagst du, hey, wie schaut es aus? Also in der KI würde jetzt nie irgendwie sagen, hey, das ich habe Blödsinn produziert, das wird es nicht machen. Und von daher muss man da immer auch noch sehr viel selber Wissen mitbringen und halt auch ein bisschen, ja, generell eine Knowledge, ja.
SPEAKER_01Hast du für dich selber Guardrails, dass du dir so denkst, oui je, falls mich die KI wieder schubercodet oder dergleichen. Und das macht sie ja alle am Blick. Also ich habe beispielsweise meine Skills drinnen stehen, dass es immer die Gegenposition zu meiner Position einnehmen muss.
SPEAKER_00Also so Guardrails habe ich per se nicht. Was ich jetzt nur bei meiner Arbeit sage, ist, dass ich halt wirklich alles, also wirklich jede einzelne Code-Zeile durchlese, also wirklich komplett über jedes, alles, was es produziert hat, drüberlese. Jede einzelne Zeile. Jede einzelne Zeile. Also nein, wenn man wegkommt von diesen Jahr-lese jede einzelne Zeile, dann, keine Ahnung, dann denke ich mal, warum braucht es mich denn eigentlich? Also, das ist halt für mich so zumindest was, was ich halt auch weiterhin beibehalten werde, auch wenn die, wenn die Modelle noch so potent werden. Aber zumindest einfach auch zu wissen, hey, was wurde da jetzt gemacht? Und ich mache es auch dann immer so, dass ich es mir auch erklären lasse. Und ja, also ich schreibe, keine Ahnung, wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwas recherchiere oder irgendwas Persönliches wissen will, dann schreibe ich halt auch immer dazu, es soll wissenschaftlich fundiert sein. Und oftmals schreibe ich dann auch noch dazu, ja, hey, nimm Reddit als Referenz, weil da oftmals dann so User-Generated Content dabei ist. Wobei ich da auch schon auf drauf gekommen bin, dass halt auch echt auch viel Bullshit, also nicht im Reddit-Fread drinnen steht, sondern dass halt auch dann oft Bullshit draus gemacht wird.
SPEAKER_01Ja, es gibt ja gerade diesen Trend, also ich weiß nicht, ob es noch funktioniert, aber bei der KI-Suche von Google schreibt man irgendein Bullshit rein in Reddit, fragt die Kugel KI-Suche und dann wirft eins zu eins den Bullshit von Reddit aus, was man da reingeschrieben hat. Ja, das ist, also da machen sich gerade sehr viele Leute lustig drüber.
SPEAKER_00Ja, und da muss man halt auch echt sagen, also ich bin ein großer Verfechter von KI und ich verwende es auch täglich und verwend es auch gern. Aber es ist auch teilweise echt ein bisschen bedenklich, ja, dass manche Leute einfach auch irgendwie alles, was from dieser Maschine kommt, and it is a machine, it is kein Mensch, there is niemand dahinter, der irgendwelche menschlichen Werte hat, dass sie einfach so übernehmen und glauben. Also das finde ich schon durchaus problematisch. Und deswegen auch, um auf den Bogen ein bisschen zu spannen zu KI-Coding, halt einfach da irgendwie was rausrotzen, was halt einfach irgendwie ungelesen ist. Oder teilweise eben auch auf GitHub, also GitHub ist eine Code-Hosting-Plattform, da irgendwelche öffentlichen Projekte, also so Open Source-Projekte mit ihrem KI-Müll niedermachen, was halt teilweise die Maintainer, die halt wirklich viel Herzblut reinstecken, auch an ihre Grenzen bringen. Also es ist ein absolut mächtiges Tool, aber man muss halt auch ein bisschen aufpassen.
SPEAKER_01Jetzt siehst du, der Mario Zechner meint beispielsweise, wir trinken irgendwann den Slop, wenn das so weitergeht. Oder tun es gerade schon. Siehst du das ähnlich? Dass wir einfach ertrinkt, dass die Code einfach schon mittlerweile einen Slop ertrinken, weil einfach so.
SPEAKER_00Achso, so meinst du das, ja.
SPEAKER_01So viel Code generiert wird.
SPEAKER_00Absolut, absolut. Also, wie es am Anfang gesagt habe, es ist ein Tool. Es ist ein mächtiges Tool in den richtigen Händen und es ist ein Slop-Tool in den falschen Händen. Also ich bin mir sicher, wenn du, du kannst genauso irgendwie was generieren, jeder kann wahrscheinlich irgendwas generieren. But ich vergleiche es halt oft auch ein bisschen so mit einer mächtigen Bohrmaschine. When ich ein Bauarbeiter, der schon Ewigkeiten irgendwie, man möge es mir verzeihen, aber jetzt schon ewig lange Löcher gebohrt hat. Wenn ich meine Hilt in die Hand drücke, der wird wissen, wie er damit Löcher bohrt. Und der wird diese Löcher schön bohren. Und der wird damit wirklich mächtig anders and super verangen können. Aber wenn mir jetzt dieser Hilt in die Hand gedrückt wird, und ich habe jetzt schon das ein oder andere Loch gebohrt in meinem Leben, aber ich werde wahrscheinlich die ganze Wand irgendwie zerstämmen. Und so sehe ich das halt einfach. Es ist in den richtigen Händen ein wirklich ein absolut mächtiges Tool. Nur wenn es halt in die falschen Hände gerät, dann wird es halt nicht ganz so optimal, der Output.
SPEAKER_01Was würdest du dann sagen, wenn Leute, halt ich habe das jetzt viel auf meinem YouTube-Kommentaren, wie soll ich anfangen mit KIO oder beispielsweise, wenn man anfangen will zu coden, halt Webcoden ist mittlerweile wirklich einfach. Was würdest du für einen Tipp den Leuten geben?
SPEAKER_00Also man sollte halt immer noch irgendwie wissen, was man da eigentlich dabei tut. Also wenn du halt irgendwie den Code nicht mehr liest und einfach irgendwas generieren lässt, dann ist das ein, sag ich jetzt einmal, ein Rezept dafür, dass man scheitert. Also vor allem irgendwann wird auch da wahrscheinlich der Punkt kommen, man weiß es nicht, dass halt dann das Ganze ein bisschen teurer wird wahrscheinlich. Oder die Accounts dann nicht mehr 20, sondern 200 Euro kosten. Was ist, wenn man dann plötzlich ein Projekt hat, wo irgendwie hinten und vorn alles hinge ist? Dann kann man auch nicht sagen, okay, ja fuck, ich muss jetzt da irgendwie 400 Euro ausgeben, um da Bugs zu fixen oder sowas. Also man muss auf jeden Fall wissen, was man tut. Und dazu gehört halt wirklich auch irgendwie, dass man weiß, okay, wie einfach Grundlagen, ja. Und halt auch, man muss jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, jeder, also man muss jetzt nicht syntax auswendig lernen. Also das glaube ich, weiß ich nicht, finde ich jetzt auch eher unnötig. Aber zumindest muss man wissen, was man eigentlich tut, das ist einmal das Wichtigste. Und halt auch, wie man clean Codes sozusagen produziert, wie man eine Codebase aufbaut, damit das alles irgendwie Hand und Fuß hat. Architektur, wie das, wie eine gute Architektur aufgebaut wird. Also ja, im Grunde, um jetzt wieder den Häuservergleich zu bringen, einfach zu wissen, okay, wie funktioniert das alles überhaupt? Also wie entsteht überhaupt ein Haus? Sondern nicht gleich anfangen mit, okay, ich stelle jetzt ein Haus hin, sondern okay, dafür braucht es das, dafür braucht es irgendwie das und dies und das und dann einfach hinhandeln.
SPEAKER_01Das heißt eigentlich grundsätzlich, weil viele Tech Bros erzählen ja gerade halt die Jungen, vor allem diese junge Karte, was irgendwie mit Anfang 20 Milliardär ist. Polymarket und Merkur, glaube ich, heißen die, die drei sagen, wir brauchen gar nichts mehr lernen, man kann alles mit KI und mit YouTube-Videos regeln. Das siehst du schon dann ein bisschen anders, oder?
SPEAKER_00Also, das sehe ich ganz anders, ehrlich gesagt. Also ich bin jetzt aus kurzem selber Vater und für mich wäre das der absolute Horror, wenn mein Kind irgendwie sagen würde, ja, ich lerne nichts mehr selber, ich lasse mein Denken sozusagen, ich lage mein Denken komplett an eine künstliche Intelligenz aus. Also nein, das sehe ich nicht so. Meiner Meinung nach ist Lernen auch was Wunderschönes. Also wenn man auch merkt, dass man Fortschritte macht, dass man merkt, dass man sozusagen Wissen aufbaut. Ich finde, das ist einer der schönsten Dinge, die man im Leben hat. Und ja, natürlich können da Grundlagen dazu. Und ich weiß halt auch nicht, ob unser Schulsystem darauf vorbereitet ist. Ich denke halt ehrlich gesagt nicht. Aber man muss da wahrscheinlich langfristig irgendeine Lösung finden, dass man da sozusagen, das ist ein Tool und nochmal, es ist ein mächtiges Tool, aber es muss auch in den richtigen Händen sein. Irgendwie unterstützt und einsetzt, dass man halt gleichzeitig das nicht, also dass man das gleichzeitig nutzt, aber halt auch zu Basics oder generell einfach Wissen halt nicht, also dass man sein Denken einfach nicht auslagert, ja.
SPEAKER_01Also man, also von der KI lernen weniger klug, mit der KI lernen eher klug.
SPEAKER_00Mit der KI lernen, ja, auf jeden Fall. Und dann auch, was ich halt auch sehr wichtig finde, ist kritisches Denken. Also dass man halt eben ja nicht alles glaubt, was halt einfach von einer Maschine ausgespuckt wird und halt einfach auch hinterfragt und sich denkt, okay, was könnte der Hintergrund sein? Woher kommt diese Information? Was ist der Hintergedanke oder dieser Hintergrund dieser Information? Ja, also das kritische Denken und halt eben nicht alles glauben, was man liest oder von dieser KI ausgespuckt bekommt.
SPEAKER_01Es ist ja grundsätzlich, man muss ja nichts Neues lernen. Man muss einfach nur ein kritischer Mensch sein, der Medienkompetenz besitzt.
SPEAKER_00Ja, also wenn man halt, also wenn man jetzt zum Beispiel KI als Informationstool verwendet, dann auf jeden Fall. Also was ich einfach sehr kritisch sehe, ist dann einfach, wenn Leute irgendwie schnell eingeben bei ChatGPT und dann herkommen und sagen, hey, ChatGPT hat das so gesagt oder so. Und ich ertappe mich da gewissermaßen auch manchmal. Also ich darf mich da gar nicht. Ich darf mich da gar nicht außen vor nehmen. Aber es ist halt trotzdem wichtig, einfach zu checken, wie diese Werke funktionieren. Und dass diese Werkel nur so klug sind, wie halt die Informationen, die sie eingesorgt haben von uns allen.
SPEAKER_01Und das ist ja oft leider auch das Problem, weil wir sind ja jetzt auch nicht gerade unfehlbar.
SPEAKER_00Du, Menschen machen genauso Fehler, Menschen sind deppert, prinzipiell einmal, also alle irgendwie. Und ja, also wie gesagt, einfach kritisches Denken beibehalten und halt schauen, dass man dem nicht blind einfach vertraut.
SPEAKER_01Also du und du setzt jetzt KI in deiner Arbeit ein, weil es wahrscheinlich gar nicht mehr anders ist. Oder gibt es eigentlich, kennst du noch Code, die ohne KI arbeiten?
SPEAKER_00Also es gibt schon noch, also persönlich gibt es schon noch sicher ein paar Leute, die dem, sag ich jetzt mal, eher ein bisschen abgeneigt sind, was ich natürlich auch nachvollziehen kann, weil wenn man diesen Job jetzt schon sehr lange ausübt und auch gewissermaßen eine gewisse Geschwindigkeit hat und einfach schon weiß, genau, was man zu tun hat, dann verstehe ich, dass da eine gewisse Skepsis natürlich da ist. Aber es geht halt schon auch immer mehr in die Richtung, dass man halt KI einfach verwendet für und die Unterstützung. Es muss jetzt nicht jeder einen Agent verwenden, der irgendwie die Codebasis komplett umbaut. Aber zumindest, keine Ahnung, früher hat man halt Stack Overflow verwendet. Stack Overflow ist halt so eigentlich so ein Forum in der Art gewesen, wo man halt als User eine Frage stellen konnte. Und da haben halt die Leute teilweise auch den Code mehr oder weniger halt rauskopiert. Und so machen es halt manche, dass sich dann sozusagen den Code generieren lassen von ChatGPT. Und andere wiederum sind schon an dem Punkt, dass sie halt einfach einen KI-Agent verwenden. Ja, also ich glaube, früher oder später wird das halt einfach ein Tool sein, was im Grunde jede Entwicklerin, jeder Entwickler auf irgendeine Art und Weise verwenden wird. Sei es jetzt eben in diesem kompletten Ausmaß oder halt zumindest mit keiner Unterstützung.
SPEAKER_01Ab wann würdest du, also ChatGPT kann ja programmieren, aber es gibt ja auch dann ein spezielles Tool, Codex beispielsweise, oder von Cloud Cloud. Na, Cloud Code natürlich, dass ich jetzt hat X und Cursor irgendwie integriert, wo man jetzt nicht genau weiß, was das für Konsequenzen für den Rest der Welt heißt. Wann würdest du sagen, sollte man wechseln, dass man von diesem Plane-Interface, was ChatGPT oder Cloud anbietet, zu einem Coding oder zu halt Codex wechselt?
SPEAKER_00Ich meine, man muss halt sagen, diese KI-Agenten oder diese Coding-Agenten sind schon sehr mächtig. Und Cloud oder Enthropic hat er auch schon angefangen, bei der Cloud-App Cloud-Code einzubauen. Also im Grunde der Wechsel Ist jetzt eigentlich eh noch mehr minimal. Ja, ich denke mir halt, da wird jeder, jede Entwicklerin, jede Entwickler so einen eigenen Workflow haben, wie er sich halt am wohlsten fühlt. Und ja, ich, also ich denke mir, da glaube ich, muss halt jeder selber seinen Weg finden, wie er damit gut arbeiten kann. Ich verwende, also ich verwende Coding Agents ganz gern. Also ich bin mittlerweile ein großer Fan von Codex, verwende das einfach in der App und habe auch lange P verwendet, eben aus Österreich oder verwende es auch immer noch ganz gern. Aber ja, ich glaube, da wird jeder irgendwie im Grunde seinen eigenen Workflow, seine eigenen Präferenzen haben.
SPEAKER_01Hast du Gratis-Tokens bei Codex?
SPEAKER_00Nein, ich bin leider nicht. Ich bin noch so ein Plepp, der selber dafür zahlen muss, ja. Oder selber dafür zahlt. In der Arbeit wird es mir bereitgestellt, aber so privat zahle ich selber dafür. Ich gebe auch viel zu viel Geld dafür.
SPEAKER_01Was machst du so privat für Projekte?
SPEAKER_00Ja, privat, unterschiedlich. Also ich, keine Ahnung, ich finde es eigentlich ganz cool, privat ein bisschen mit KI-Agenten zu herumexperimentieren. Und jetzt im Zuge dieser Hitzewelle fand ich es ganz spannend. Also da muss man kurz ausholen. Da gab es so ein Klimagerät, was irgendwie überall ausverkauft war und jeder haben wollte. Und dann habe ich das irgendwie auf Ex so viel gelesen, dass die Leute da Unmengen Geld dafür ausgeben und teilweise den doppelten Preis dafür zahlen, und es halt irgendwie monatelang oder fast Wochen, ja, monatelang fast ausverkauft ist. Und dann haben wir gedacht, hey, da muss doch irgendwie eine Möglichkeit geben, das zu automatisieren, sozusagen, um an diese Maschine zu kommen. Und dann habe ich im Zuge eines Wochenendes, wo wir ein sechs Monate altes Baby und da ist bei Temperaturen von 38 Grad in Wien gehabt. Und dann haben wir gesagt, okay, wir bleiben jetzt mehr daheim. Und dann habe ich mich einfach mal auf die Couch gesetzt und habe einfach mal über das Handy angefangen. Über das Handy. Über das Handy tatsächlich, ja. Codex. Also bei Codex gibt es die Möglichkeit, Fernzugriffe einzurichten. Das heißt, du kannst dann im Grunde über das Handy steuern, dass dein Mac oder in dem Fall war es mein Mac Mini, dass da einfach auf den Mac Mini gecodet wird. Und dann habe ich einfach angefangen zu überlegen, hey, was könnte ich da jetzt für eine Seite bauen, wovon auch andere Leute profitieren können, dass sie nicht sozusagen Geld von diesen Scalpern nehmen müssen. Und dann habe ich da einfach sozusagen die Schnittstellen von den Bauhaus oder von den Baumärkten, um jetzt keinen Namen zu nennen, anzuzapfen, wann die ihnen dann wieder eine Verfügbarkeit haben von diesen Geräten. Und das hat erstaunlicherweise gut funktioniert. Und da haben wir gedacht, okay, passt, ich baue jetzt auf eine Website, wo es alle Infos gibt zu, sag ich jetzt einmal, mobilen Klimasplit-Geräten. Und das hat das einfach wirklich in einem, sag ich jetzt einmal, halbwegs schönen Stil gemacht. Da muss ich halt dazu sagen, ich habe keine einzige Zeile Code gelesen. Also das war halt, was die einfach wirklich nur so ein, hey, ich will jetzt einfach mal wissen, wie weit komme ich jetzt. Also wie weit komme ich jetzt mit sozusagen mit so einem Coding-Agent. Und es war erstaunlicherweise sehr weit. Also diese Seite war dann irgendwann online und ich habe dann wirklich das einzige Händische, was ich gemacht habe, war, ich habe einen Server gekauft bei Hetzner und habe dann dort das Projekt geparkt, habe die Domains gekauft, händisch, habe die DNS-Einträge händisch eingetragen und das war es im Grunde. Der Rest wirklich hat alles zu 100%ig KI gemacht. Und das war schon ziemlich erschreckend, wie gut das eigentlich funktioniert hat. Wie heißt die Seite? Die Seite heißt Mobile Split oder Mobile Klima, das ist man merkt. Mobilesplitzklima.de und at. Und das lustigerweise, die Vorschläge für diese Domains kamen auch von der K. Das war wirklich normal. Das war einfach wirklich ein Experiment. Ich lagere mein Denken zu 100% aus. Also wirklich, ich habe mir da wirklich nichts dabei gedacht, sondern einfach nur gesagt, hey, ich will jetzt einfach mal wissen, wie das funktioniert. Also wie weit ich da komme. Und ja, es ist schon, es ist schon, sag ich jetzt einmal, gar nicht so schlecht gelaufen.
SPEAKER_01Du hast dann am Wochenende angefangen und warst am Wochenende fertig.
SPEAKER_00Ja, lustigerweise am selben Tag noch, ja. Also es war im Grunde, ich glaube um 13 Uhr bin ich auf der Couch gelegen. Kind hat gerade geschlafen und dann habe ich gedacht, passt, okay. Und es war EU-heiß, man kann eh nichts machen können. Und genau, ich glaube, ich war da so 17, 18 Uhr herum, war die Seite dann online. Und hat dann ganz gut auch gerankt, lustigerweise.
SPEAKER_01Wie normalerweise jetzt Honigkay hätte das gedauert, da mal ein paar Woche.
SPEAKER_00Wahrscheinlich. Also, keine Ahnung.
SPEAKER_01Das Design alleine, oder? Das ist ja wirklich gut.
SPEAKER_00Ja, also ich habe das Design, also ich habe da mehrere Tools gleichzeitig verwendet von Cloud, gibt es Cloud Design. Das tut meiner Meinung nach gar nicht so schlechte Designs erstellen.
SPEAKER_01Ich mag das sehr.
SPEAKER_00Ja, ich finde halt, also man muss halt sagen, irgendwann erkennt man so nach einem dritten Design, erkennt man halt ein bisschen so einen, mittlerweile wie bei halt bei den Fotos oder sowas, weißt du, das ist halt alles ein bisschen KI-Anrüchigkeit.
SPEAKER_01Du siehst, dass sofort, wenn du auf Social Media bist, auf Instagram irgendwann ein Carousell-Posting oder so machst, du erkennst es, dass es von Cloud kommt. Also es hat, aber ich kann nicht sagen, was es genau ist. Aber man erkennt es, was es ist. Es ist die Farbgebung, die Kontrast, weil alles so perfekt.
SPEAKER_00Ja, und das finde ich auch bei Cloud Design irgendwie so, dass die Vorschläge irgendwie und sie sehen schon nicht schlecht aus. Und ich sage jetzt mal, für 90% oder 95% der Menschen wird diese Seite super ausschauen. Und sie schaut auch nicht schlecht aus. Ich hätte es wahrscheinlich besser designen können, aber ich bin noch kein Designer, weißt du, was ich meine? Also es ist halt wahrscheinlich für einen Designer schrecklich oder irgendwie nicht ganz so leibend. Für den durchschnittlichen Menschen schaut es nicht so schlecht aus. Und ja, um darauf zurückzukommen, was du gesagt hast, also wahrscheinlich das Design halt auch durch eine gewisse Zeit gedauert. Das Umsetzen genauso und auch, keine Ahnung, man hätte auch, wenn man es halt jetzt gescheit gemacht hätte, hätte man wahrscheinlich auch mehr Hirnschmalz in das ganze Thema reingesteckt. Weil nochmal, ich bin da auf der Couch gesessen und habe mir irgendwie gedacht, okay, ich mache das jetzt einfach so. Und ich habe mein Denken wirklich komplett ausgelagert. Also ich habe keine Ahnung, wie diese Codebasis aussieht. Wahrscheinlich ist es absolute Hot Garbage. Da und dort, no Probleme. Aber ja, das war mein Experiment.
SPEAKER_01Da geht's. Also grundsätzlich zeigt dann die Seite an. Man kann es ja ruhig, wir sind ja nicht öffentlich oder rechtlich oder so. Um die mit der Porter-Split, die das super Hot Shit gerade right now is, kostet normal 700-800 Euro.
SPEAKER_00Ich glaube so 800 Euro, ja voll.
SPEAKER_01Zwischenzeitlich ist sie um 3000 Euro gehandelt worden letzte Woche in der Hochzeit, glaube ich, habe ich gesehen.
SPEAKER_00Ja, weißt du, die Leute wollen sich halt eine goldene Nachricht damit verdienen.
SPEAKER_01Und deine Seite hat einfach gesagt, wo ist sie lager, wo gibt es es noch und einen Preisvergleich. Also quasi ein Geizhals nur für Midea, mehr oder weniger.
SPEAKER_00Genau, genau. So in der Art, also wo gibt es das? Wo, also wo kann ich, wo gibt es da Bestand? Und auch Infos. Also so, ich habe gesagt, hey, ich hätte gerne einen Ratgeberartikel, wie das Ganze funktioniert und so, wie das aufgebaut ist, habe mir da auch die ein oder andere Grafik, so den Calculator für die Kosten, also wie viel kostet überhaupt so eine Klimaanlage. Weil da muss man jetzt sein, gibt es in Österreich noch, sage ich jetzt einmal, vielerorts ein bisschen Bildungslücken, weil halt irgendwie jeder glaubt, ich drehe die Klimaanlage für zehn Minuten an und weiß ich nicht, brenne für mein restliches Leben, brenn bis ans Lebensende oder sowas. Und ja, keine Ahnung, ich habe mir gedacht, okay, ich möchte einfach eine Infoseite haben mit guten Infos und gleichzeitig die Möglichkeit, wo kriege ich dieses Teil.
SPEAKER_01Warum wirst du eigentlich noch arbeiten? Du müsstest eigentlich nur solche Seiten erstellen, oder?
SPEAKER_00Ja, ich meine, man muss halt dazu sagen, also ich habe es dann auch irgendwann gefragt, hey, wie kann ich das Teil monetarisieren? Und dann ist schnell so Affiliate Marketing gekommen. Und dann habe ich da Amazon Links mit Affiliate, also Amazon und Affiliate Links reingehaut, weil bei Amazon gibt es das auch. Und das war es im Grunde. Und man muss halt sagen, also wirklich Leben könnte ich da von dieser Seite nicht. Ich kann eh öffnen, wie ich sagen, ich habe bislang 50 Euro damit eingenommen. Also 50 Euro sind 50 Euro, keine Frage. Aber ja, wenn ich dran denke, die Domains haben gekostet 10 Euro insgesamt. Also ich habe Deutschland und Österreich gekauft. Und habe da auch den Server, der jetzt halt weiter laufen lassen wird, der glaube ich, kostet mich 7 Euro im Monat. Und dann muss er noch das Abo rechnen. Also, sagen wir so, reich werde ich damit nicht. Aber es war zumindest für mich ein sehr spannendes Experiment.
SPEAKER_01Ja, aber es zeigt ja auch, glaube ich, recht gut, wenn man Ahnung von seiner Materie hat und dieses Tool KI dazu nimmt, passiert schnell was Sinnvolles.
SPEAKER_00Ja, es ist halt, ich sehe es halt ein bisschen zwiegespalten. Weil einerseits, ich habe schon gewusst, was ich mache. Also ich habe schon genau gesagt, hey, ich will das so haben. Ich will, dass man, also ich habe, ich habe das alles selber gehostet, alles auf europäischen Servern, weil man das halt zumindest das ein bisschen wichtig ist. Aber natürlich, weißt du, wahrscheinlich diese Seite hätte ich auch eine Person that keine Ahnung von Webhosting, keine Ahnung von Coding, keine Ahnung von Webdesign hat, hätte diese Person. Wahrscheinlich weiß ich nicht, also ich tue mir da ein bisschen schwer, weil ich da auch so mir so denke, so hey, ich meine, ich habe jetzt mein Gehirn abgegeben, weißt du? Also ich habe da, ich habe da wirklich bis auf ein paar Sachen nicht wirklich viel nachgedacht. Und von daher war ich ein bisschen so zwiegespalten mit dem Fazit einfach, ja.
SPEAKER_01Ja, das ist aber es zeigt halt, es ist ein, glaube ich, ein guter Reality-Check. Also, und halt, es ist natürlich ist es immer ein bisschen unangenehm zu wissen, dass es dann ein Gerät gibt, was irgendwie einen Job sehr gut erledigt. Aber ja.
SPEAKER_00Ja, weißt du, die Sache ist halt, da geht es halt um eine Spaßseite. Und das ist halt normal, da geht es jetzt irgendwie, das ist jetzt kein großer, das ist jetzt keine Software, an die Menschen, an den Menschenleben hängt. Also das ist jetzt keine Software, wo es irgendwie großhaft an die Code-Quality gibt. Ich habe keinen einzigen Test für irgendwas geschrieben. Also normal. Das war ein reines Spaßprojekt. Und natürlich sowas, also so durchschnittlichen, sag ich jetzt mal, oder sagen wir, ja, sagen wir mal, durchschnittlichen Garbage zu produzieren. An dem Punkt, glaube ich, sind die ganzen KI-Tools, wenn man sein Gehirn abgibt. Wenn man mitdenkt und wenn man sie als Werkzeuge sieht, dann sind sie schon sehr, sehr mächtig. Von daher, ich glaube, so schnell arbeitslos werde ich jetzt auch nicht werden, aber man sollte halt einfach, also mein Fazit war auch ein bisschen so, hey, mein Gehirn nicht komplett auslagern, sondern zumindest schauen, dass man sich weiterentwickelt und weiter lernt und weiter halt wirklich Wissen aufbaut, ja.
SPEAKER_01Das ist halt, wie viele Leute waren zu besten Zeiten, hast du?
SPEAKER_00Also ich glaube, an den besten Tagen, man muss halt sagen, es ist halt auch, ich war dann natürlich Profiteur von der Hitzewelle, also jetzt ist es natürlich viel weniger. Aber keine Ahnung, ich glaube, so 2.000 Leute waren pro Tag auf dieser Seite. Und man muss halt so sagen, die war jetzt nicht wirklich seo-optimiert. Also ich habe mein Da und dort habe ich halt dann noch einmal, ich habe das mein Denken ausgelagert und habe gesagt, hey, tu mir diese Seite, diese Seite ist zu wenig SEO optimiert, Social Sharing funktioniert nicht gescheit, fix das bitte. Und es hat dann halt, hat dann halt funktioniert, hat dann gefixt. Und ja, hat dann eigentlich ganz gut gerankt dafür, dass es halt einfach wirklich nur so eine Spaßseite war. Und lustigerweise, das noch dazu, lustigerweise, und da habe ich mich ein bisschen so in dieser Internet of Dead Things Theorie bestätigt gefühlt, habe ich dann noch, weil ich so ein Dashboard habe, wo ich halt einsehen kann, woher kommen, woher kommt der Traffic kommt. Es kommt auch erstaunlich viel Traffic von diesen KI-Tools, also von ChatGPT, wo ich mir auch so denke, so, hey, ich habe Garbage produziert. Jetzt kommt die KI und nimmt diesen Garbage und spuckt diesen Garbage wiederum aus. Also im Grunde Garbage in, garbage out.
SPEAKER_01Aber es hat ja einen Zweck erfüllt. Also es ist ja nicht so, dass da jetzt irgendwelche Brainrod-Memes auf der Seite waren oder so.
SPEAKER_00Eh, aber es war halt, noch einmal, ich habe da Content produziert, der absolut, wo ich nicht weiß, was da drinnen steht. Also es wird schon, es wird jetzt nicht irgendwie drinnen stehen, weiß ich nicht, eine Klimaanlage funktioniert so, dass sie den Schlauch in der Wohnung lassen müssen. Also da stehen schon auch Sachen drinnen, die wahrscheinlich Sinn ergeben, weil er der als Wissensbasis eh, den ganzen Content, den Menschen produziert haben. Natürlich wird da auch viel Blödsinn dabei stehen, keine Frage. Aber es ist jetzt, glaube ich, nichts dabei, wo man jetzt sagt, hey, das ist jetzt irgendwie fundiert oder es hat jetzt irgendwer, hat sich dabei Gedanken gemacht. Es war wirklich, es war im Zuge eines Experiments einfach wirklich kompletter Hot Garbage, den ich einfach so produziert habe.
SPEAKER_01Aber es zeigt ja eigentlich auch sehr gut, wie niederschwellig KI ist. Wenn man eine Idee hat, dass man einfach zu einem Chatbot geht und sagt, hey, das ist meine Idee, kannst du mir dabei helfen, das umzusetzen? Und das ist ja eigentlich echt cool.
SPEAKER_00Da stimme ich dir zu 100% zu. Also ich glaube, viele wissen noch gar nicht, wie potent oder wie mächtig die diversen KI-Tools sind. Die Frage, die ich mir in dem Zusammenhang immer stelle, ist, ich glaube, dass man oder generell als Journalistinnen und Journalisten ein bisschen so eine Bubble sind. Oder generell Menschen, die sich halt sehr viel im Internet aufhalten, sind in einer Bubble sind. Ich glaube, da sind wir noch schon noch davon weit entfernt.
SPEAKER_01Ich glaube auch viele wissen nicht, wie einfach KI zu verwenden ist tatsächlich. Habe ich oft einen Eindruck. Wenn mich nur Leute fragen, ja, ich weiß nicht, was ich mit ChatGPT machen soll. Ja, schreib einfach rein. Also sag einfach, was du machen willst und schau, was passiert. Und das halten für viele so, was? Das geht so.
SPEAKER_00Ja, das stimmt natürlich auch. Also ich glaube, es braucht da generell auch ein gewisses Wissen oder einen gewissen Wissenaufbau, dass die Leute da wissen, wie sie überhaupt mit so einem Tool arbeiten können. Was mir nur aufgefallen ist, was ich recht spannend finde, ist, wie immer mehr Plakate und immer mehr Werbung mit KI produziert wird. Und gefühlt, ich meine, da werden sich schon irgendwelche Leute hoffentlich zumindest ein bisschen was überlegt haben, aber Gefühl ist das doch auch alles nur irgendwie ein bisschen so garbage.
SPEAKER_01Die schauen alle gleich aus mittlerweile. Aber ich glaube, das ist, weil sie alle Canva haben und dann nehmen sie eine Vorlage und da gibt es ja jetzt keinen AI. Und dann schreibt man was rein und dann wird es halt generiert.
SPEAKER_00Ja, weißt du, ich denke mal halt, keine Ahnung, es gab ja eine Zeit lang immer so, so fanden sie Leute immer ganz lustig, so KI-generierte Bilder. Und irgendwann hat sich das, glaube ich, auch ein bisschen so ins Negative gedreht. Also am Anfang fand es ihnen noch cool und ich glaube, dass es bei Werbung auch irgendwann so sein wird. Und dass wahrscheinlich irgendwann einmal dieses Prädikat vom Mensch gemacht oder das Prädikat zumindest vom Menschen abgewunken oder durchgewunken sein wird. Weil, keine Ahnung, wenn ich mir die ganzen KI-Werbungen anschaue, dann denke ich mir auch so, was wollt ihr damit?
SPEAKER_01Aber auch wenn du zu Werm schaust oder so, right? Das ist ein natives, lineares Fernsehen, der läuft einfach slop.
SPEAKER_00Ja. Und deswegen sehe ich das Experiment that I'm kritisch. Einfach weil ich auch Slop produziert habt. Einfach weil ich wissen wollte, wie weit ich mit diesem Slop und diesen Gehirn ausschalten. Und ja, es ist halt schon, weißt du, wir können jetzt viel mehr produzieren als Menschen, but the Frage ist halt auch ein bisschen für wen irgendwie, weil wenn die Menschen irgendwie keinen Bock mehr auf KI-Mül have. Also yeah, I see the potential, but gleichzeitig bin ich auch schon ein bisschen fast nicht genervt, but a bit so.
SPEAKER_01It is held the problem we've been this KI film that was in Cannes? Where they said the first KI film in Cannes 500,000 Dollar Budget, $400,000 have they forbranded for tokens. What's the point of using AI then? Or verbrennen im ersten Quartal so viele tokens, dass sie das ganze Jahresbudget verbraucht haben. Yeah, this is also we are in a phase in which it's einwendelt, glaube ich, oder sehr viel gesucht wird.
SPEAKER_00This is a guter punch, yeah. Ich meine, jetzt ist die Frage, wie sich auch das auch weiterentwickeln wird, zumindest was so die, weil im Grunde diese KI-Unternehmen, diese großen Open AI Enthropic, die schreiben ja alle rote Zahlen. Das ist jetzt nicht so, dass die irgendwie in einer gewinnbringenden Zone sind. Und irgendwann werden die dann auch sozusagen, irgendwann muss das Geld reinkommen. Also du kannst nicht Ewigkeiten auf Pump irgendwie operieren. Und da ist halt die Frage, wie geht es da weiter? Werden die Kosten günstiger? Also werden sozusagen, um das zu betreiben, wird es da im Hintergrund Änderungen geben. Nur sehe ich halt auch einen großen Druck aus China, die halt auch mittlerweile das sehr stark mitmischen. Und Europa halt gar nicht, bitte? Und billiger sind, oder?
SPEAKER_01Von den Tokens her.
SPEAKER_00Ja, weißt du, das ist halt alles so intransparent. Also ich werfe da jetzt auch gar nicht nur China vor, dass die intransparent vorgehen, sondern die USA, also sind da auch um keinen dort. Oder generell, die K-Unternehmen, glaube ich, sind alle ein bisschen intransparent, was so ihre Kosten überhaupt betrifft. Und von daher, ich würde jetzt auch gar nicht irgendwie die Finger auf irgendein Land oder auf irgendeine Firma zeigen. Es ist alles noch sehr intransparent und irgendwann wird dann der Punkt kommen, wo dann entweder die Kosten komplett an die Kunden und Kundinnen weitergegeben werden müssen, oder dass man einfach dann wirklich Modelle hat, die schon sehr potent sind, aber halt auch wenig kosten. Und ich habe da auch ein bisschen schon mit lokalen Modellen herumexperimentiert. Ich habe da auf meinen Mac Mini, der 16 GB RAM hat, herumgespielt. Und das war zumindest in Ansätzen schon sehr erstaunlich. Also ich glaube, da wird sich auch noch sehr viel tun in den nächsten Jahren, dass man einfach wirklich eben eine künstliche Intelligenz direkt auf seiner Maschine hat. Ob es sich bei 16 GB-Sprogramm ausgeht, ist die Frage. Aber ja, keine Ahnung. Also ich glaube, da wird sie noch einiges tun Richtung, dass halt einerseits deutlich optimiert wird und andererseits effizienter wird. Und in diesem Spannungsfeld bewegen sich halt die KI-Unternehmen, dass sie halt eben einerseits nicht mehr Ewigkeiten Geld verblasen können und andererseits, dass sie halt den Druck haben, dass die Open-Wate-Modelle einfach immer stärker werden.
SPEAKER_01Es ist halt, ich habe Andreas Peterson da gehabt, der beschäftigt sich sehr mit LLMs intensiv. Der meint, es wird irgendwann einmal der Zeitpunkt kommen, wie wir Laptops selbstverständlich mit Internetanschluss kaufen, wird es halt auch mit den LLMs irgendwann sein. Dass sie einfach irgendwann, ich glaube auch AMT hat jetzt sein Gerät vor ein paar Wochen war ausbauen. Nvidia natürlich mit ihren Sparks jetzt. Also wir sehen ja die Entwicklung dorthin gehen.
SPEAKER_00Ja, also ich glaube, die These ist absolut gerechtfertigt. Vor allem, was man halt auch sagen muss, ist, man braucht ja nicht für jeden Task irgendwie ein extrem potentes Modell. Weißt du, also keine Ahnung, irgendwie, ich sage jetzt ein banales Beispiel, räume meinen Desktop auf. Dafür braucht es jetzt kein irgendwie Fable Five. Genau, Fable Five. Das halt irgendwie eine Million, ein Kontextfenster von einer Million hat, sondern da braucht es halt dann vielleicht nur ein ganz kleines Modell. Und ich glaube, in die Richtung muss sich das auch ein bisschen weiterentwickeln, weil aktuell wird halt mit Schrotflinden auf Spatzen geschossen, oftmals. Und keine Ahnung, wenn da halt auch was ein bisschen weiter geht und halt Modelle sozusagen auf den Markt kommen, die auch schon sehr gut sind für das, was sie leisten, was ja auch im Grunde in den Open Weight Modellen auch schon passiert, mit Gemma 4 und GLM und also mit unterschiedlichen Modellen. Ja, also ich glaube, da wird man sich auch noch ein bisschen einpendeln müssen.
SPEAKER_01Lass uns ganz nur wegen Open Weight. Wollen wir ganz kurz noch erklären, für die, die es nicht wissen. Open Weight, das sind offene Modelle, mehr oder weniger, aber nicht Open Source, weil man eben nicht die Trainingsdaten sieht, sondern man kann es selber gewichten. Das Lem nach einer eigenen Use Case.
SPEAKER_00Sehr gut zusammengefasst. Man sagt ja oft fälschlicherweise Open Source, obwohl es ja nicht Open Source ist, weil man ja nicht weiß, okay, was ist da reingeflossen, alles. Von daher ist Open Way das korrektere Bezeichnung.
SPEAKER_01Jetzt habe ich aber meinen Gedanken verloren, den ich sagen wollte. Genau. Wir erleben ja auch gerade, zumindest auf Social Media, eine riesige Welle. Ich habe heute, glaube ich, zehnmal gelesen, oh super, ich kann Fable 5 noch stand, wir nehmen jetzt Anfang Juli auf und stand gerade wäre Fable 5 nur bis zum 12. Juli. Und alle haben irgendeine FOMO, dass sie sie ja dann nicht mehr verwenden können. Es verschwindet ja nicht, man muss nur mehr zahlen, irgendwie du die Entwicklung auch anschreib. Und wenn man sich dann die Benchmarks anschaut für die Normi Office World, es macht keinen Unterschied, ob ich Opus, halt das nicht stärkere Modell von Anthropic oder Fable. Es ist so marginal. Und alle haben so eine FOMO. Oh, das schmeckt, das ist so anders.
SPEAKER_00Ja, es ist, ich meine, ich muss mich das selber auch an der Nase nehmen, wobei es ein bisschen bei mir besser ist. Nein, aber weißt du, bei mir ist es jetzt auch besser geworden, aber diese FOMO, irgendwie, dass man das stärkste, beste und teuerste Modell verwendet. Ja, ich meine, sie sind eh super und alles, aber die Welt geht nicht unter, wenn man jetzt irgendwie, wenn man jetzt zumindest nicht das neueste Modell verwendet. Aber wie gesagt, also für eine stinknormale Website irgendwie für eine oder für eine simple CRAT-Application brauchst du jetzt nicht die volle Power von Fable, sondern da reicht meistens eben auch Sonnet, ja. Oder halt ein schwächeres Modell.
SPEAKER_01Beim Coden ist es ja wirklich, glaube ich, halt, ich weiß jetzt nicht die genaue Zahl, aber ich glaube, da hat Fable, glaube ich, einen 90er Wert erreicht bei einem unabhängigen Test und Opus 4.8 ist dabei 60, das ist schon ein Unterschied. Aber ich meine, was unser Albtraumjob ist, oder wenn man so in der PR to arbeiten, that is der Unterschied 6 Punkte oder so zwischen Fable und Opus.
SPEAKER_00Yeah, and was ich halt auch, also when ich jetzt zum Beispiel, also wenn ich jetzt zum Beispiel einen Text schreibe, dann schreibe ich den händisch noch. Also ich habe auch schon oft probiert, irgendwie, ich habe den meine Trainings da, ich habe dann sozusagen nicht meine gesamten Texte, habe ich mir gefüttert, habe gesagt, hey, generiere mir einen Text daraus zu dem Thema. Und es ist jedes Mal, und keine Ahnung, vielleicht sind auch meine Texte einfach so richtig schrottig, aber es ist jedes Mal ein richtig beschissener Text geworden, weißt du? Und dann habe ich mir gedacht, okay, offenbar, zumindest so dieses bisschen menschliche, das funktioniert nicht ganz. Und deswegen, ja, ich weiß nicht. Also bei Texten zumindest muss ich sagen, und wahrscheinlich, weil ich auch ein bisschen so ein Gespür dafür entwickelt habe, wie einfach ein guter Text so halbwegs funktioniert, eben, finde ich halt einfach diese Texte, die generiert werden, einfach wirklich schrecklich. Man spürt es. Man spürt es, ja, man checkt es, ja.
SPEAKER_01Du hast einen meiner Lieblingstexte jemals über die Seuchen in WOW.
SPEAKER_00Die Seuchen in WOW.
SPEAKER_01Die sich damals in Corona, also it gab es in WOW Classic einen Bug, wo man sich mit einer Seuche anstecken konnte. And then troll things happen, that reinstelled in OK, the NPCs infizieren sich, and it spricht a pandemic. And that was so eine Training-Simulation, while the Jahre vor Corona was a text.
SPEAKER_02Yeah.
SPEAKER_01And that can be a KI can be like.
SPEAKER_00Irgendwann wird es vielleicht eh gehen. Aber natürlich, was man halt auch nicht vergessen darf, ist das halt, also danke zuerst einmal, aber dass man halt auch nicht vergessen darf, dass zumindest auch die Arbeits als Journalisten halt oft, dass du halt auch ein Gespür entwickeln musst, was interessiert meine Leserin, was interessiert meine Laser überhaupt. Und ich habe das auch schon oft genutzt. Ich habe gesagt, hey, ich habe wieder an Artikel, möchte ich mir fünf Themen, die Live on sein könnten. Das sind dann teilweise echt so richtig schrottige Vorschläge. Jo, aber so richtig. Also unangenehm. Yeah. And that is halt einfach, also, this is, glaube ich, einfach mein Fazit mit der Arbeit mit KI, ohne sein Hirn zu verwenden, ist, man tut erschreckend schlechten Durchschnitt produzieren einfach. Und deswegen, wie gesagt, einfach um den Bogen zu spannen, es ist einfach wirklich ein mächtiges Tool in den richtigen Händen. Und in den falschen Händen wird es einfach dann Garbage.
SPEAKER_01Das heißt, man kann sich Schwerbis kaum jetzt noch selbstständig machen, indem man lauter Webseiten produziert und dann Affelit-Links nimmt.
SPEAKER_00Ja, ich meine, ich habe mir dann überlegt, wie könnte man das ganze Thema irgendwie groß, sag ich jetzt einmal, einfach automatisieren. Und man könnte dann einfach sich an die Google Trends reinhängen und wenn jetzt irgendwie ein Produkt in Google Trends ist, baust du dann einfach schnell eine Website oder du musst das komplett automatisiert bauen, hast du einen Affiliate-Link rein. Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird. Keine Ahnung, kann man andere probieren.
SPEAKER_01Jetzt hast du vielleicht eine Million Dollar Idee hergeschenkt.
SPEAKER_00So passt schon. Ich bin froh, dass ich mein Experiment gemacht habe und da auch ein bisschen was gelernt habe dazu. Aber ja, ich glaube, Millionär, da ist der Zug schon lange abgefahren bei mir. Dazu erbe ich zu wenig.
SPEAKER_01Aber glaubst, glaubst du, dass man, es gibt ja, also was mit dem ich oft konfrontiert werde, du weißt ja so viel über KI, warum bist du dann nicht reich? Und dann denke ich mir oft so, was erwartet ihr jetzt, dass ich.
SPEAKER_00Ja, also man muss halt dazu sagen, wenn dir irgendjemand im Internet erzählt, er ist reich mit KI geworden, dann glaube man zuerst einmal nicht. Es ist genau wie Krypto. Bei Krypto erzählt er auch irgendwie jeder Zweite, er ist Millionär geworden, indem er, keine Ahnung, in den Meme-Coin viel Geld reingesteckt hat oder sowas. Und sowas gibt es vielleicht eh. Also es ist sicher, es gibt halt, es gibt halt, weißt du, dieses Survivorship-Bias, dass halt nur die Leute am lautesten sind, die es halt wirklich geschafft haben. Und die Millionen andere, die auch eh Geld reinballert haben in irgendeinen Krypto-Scheiß, die sind halt natürlich leise, weißt du? Und genauso ist es halt auch bei KI. Es wird wahrscheinlich irgendwelche Leute geben, die mit KI irgendwelche Sachen gebaut haben, die von Leuten verwendet werden, wo die Leute dafür zahlen. Aber du siehst halt dann irgendwie nicht diese millionen vibe-gecodeten Projekte, die niemals irgendwie einen einzigen User haben werden, weißt du? Und von daher, ja, ich meine, keine Ahnung, vielleicht sind wir einfach auch nicht gescheit genug, dass wir irgendwie viel Geld mit KI verdienen können.
SPEAKER_01Jeden Mittwoch gewinnt auch wer ein Lotto, oder nicht jeden, aber regelmäßig gewinnt auch jemand in Lotto und Millionen spielen. Und das ist es, glaube ich, oder?
SPEAKER_00Ja, genau, das ist halt auch nicht die Millionen andere, die halt einfach Geld reinputtern, seit sie irgendwie 16 sind und noch nie gewonnen haben. Und genauso ist es halt auch bei KI, dass einfach die Leute, die oder generell, also ich bleib dabei einfach nichts glauben, was im Internet steht. Und vor allem nichts glauben, wenn dir irgendwer sagt, ich bin mit was reich geworden und du kannst es genauso machen.
SPEAKER_01Daniel, was wird deiner Meinung nach KI in zehn Jahren nicht können? Boah.
SPEAKER_00Also zehn Jahre ist so ein schwieriger Horizont. Ich würde jetzt einmal sagen, fünf Jahren. Und ich glaube, dieses komplett Autonome, also dass wirklich eine KI zu 100% alleine agiert, ohne dass irgendein Mensch was machen muss. Ich glaube, ich weiß auch gar nicht, ob das mit dieser Technik, also mit dieser LLM-Technik jemals möglich sein wird, aber vielleicht irre ich mich auch grandios. Keine Ahnung. Aber zumindest ist meine Hoffnung, dass einfach der Mensch immer noch in der Loop sein muss und sein wird. Vor allem auch im kritischen Bereich. Also, wie gesagt, für irgendwelche Websites bauen, das kann vielleicht eine KI, aber halt zumindest ja, dass der Mensch weiterhin gebraucht wird.
SPEAKER_01Aber du bist ja auch nicht alleine mit dem Lele Mansatz, dass nur dann Jan Lakun ist ja beispielsweise ehemaliger Chief Matter AI, whatever, wie sie auch heißen, als Touring-Preisträger. Der ist ja nicht anderer Meinung. Der sagt so genauso.
SPEAKER_00Ja, weißt du, das sind so Themen, da, dass da sind wir vielleicht nicht mehr. Da gibt es hunderte Millionen Menschen, die viel, viel klüger sind als ich. Und da bin ich sehr froh, dass ich von denen lernen kann und dass ich zumindest ihr Wissen absaugen kann. Meine Hoffnung ist einfach, dass es immer noch die Menschen braucht. Und ja, um Alf Poyers Eurovision Song Contest Lied zu zitieren, weil der Mensch zählt. Und das finde ich wichtig, dass das weiterhin so ist.
SPEAKER_01Schönes Schlusswort. Vielen Dank für deine Zeit. Ihr da draußen, ihr folgt Daniel auf X oder schaut auf seiner Website vorbei, was er so Tolles macht. Was krieg ich kann, gerne auf YouTube, Spotify, Apple Podcast folgen. Falls euch irgendein Thema interessiert oder ihr habt einen Gastvorschlag, schreibt es in die Kommentare in der Plattform eurer Wahl. Und ansonsten bis nächste Woche. Ciao.