Im Podcast diskutieren Sina und Steven die aktuellsten News aus der Autohaus-Welt. Im Fokus stehen Entwicklungen, Trends und Themen, die Autohäuser, Werkstätten und die Automobilbranche bewegen.
Ob Digitalisierung, Kundenkommunikation, Vertrieb, Service, neue Technologien oder Veränderungen im Markt: Sina und Steven ordnen die wichtigsten Nachrichten ein, sprechen über Chancen und Herausforderungen und geben praxisnahe Impulse für den Autohaus-Alltag.
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- KI-basierte Kundensuche und Empfehlungen für Autohäuser
- Konsistente Betriebsinformationen auf Website, Google-Profil, Social Media und Anzeigen
- Autohaus Ulmen Düsseldorf als Mobilitätspartner von Borussia Düsseldorf
- BYD-Fahrzeuge im regionalen Sportsponsoring und Stadtbild
- Verkauf und Vertrauensaufbau bei neuen chinesischen Automarken
- Chery Deutschlandstart mit Tiggo 8 und Tiggo 9
- Siebensitzige Plug-in-Hybrid-Familien-SUVs zu aggressiven Preisen
- Wettbewerbsdruck auf etablierte SUV-Modelle durch neue PHEV-Angebote
- Hochvolt-Kompetenz und Plug-in-Hybrid-Service in Werkstätten
- Nachbetreuung von Plug-in-Hybrid-Kunden nach der Auslieferung
SPEAKER_01
Willkommen zu Folge 107. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Ich bin Sina, mir gegenüber sitzt Steven und wir schauen auf das, was Autohäuser und Werkstätten gerade wirklich umtreibt. Nicht aus der Elfenbeinturmperspektive, sondern was landet morgen früh auf dem Schreibtisch im Betrieb.
SPEAKER_00
Oder auf dem Presen in der Serviceannahme. Da landet ja meistens alles zuerst.
SPEAKER_01
Ja, absolut. Und ich würde direkt mit einem Thema starten, das so ein bisschen unsichtbar wirkt, aber brutal wichtig wird. Kunden suchen immer öfter nicht mehr klassisch, sondern lassen sich von KI-Systemen vorsortieren, beraten, empfehlen. Und bevor jetzt alle sagen, hatten wir doch schon mal mit digitaler Sichtbarkeit? Ja, aber ich finde, der neue Punkt ist ein anderer. Es geht nicht nur darum, ob ein Autohaus irgendwo auftaucht, sondern welche Antwort bekommt der Kunde eigentlich, bevor er überhaupt bei dir anruft? Also wird dein Betrieb als kompetent für Hybrid-Service wahrgenommen, als BYD-Partner, als Familien-SUV-Anlaufstelle oder gar nicht?
SPEAKER_00
Genau, und da wird es im Alltag spannend, weil viele Häuser ihre Informationen immer noch verteilt haben. Ein bisschen Website, bisschen Google-Profil, ein bisschen Social Media, ein bisschen PDF vom letzten Jahr, irgendwo ein veralteter Hinweis auf Öffnungszeiten.
SPEAKER_01
Der Klassiker.
SPEAKER_00
Und dann wundert man sich, wenn draußen ein digitales System Quatsch zusammenbaut. Ich glaube, der Impuls für Händler ist, macht mal einen Faktencheck aus Kundensicht. Fragt solche Systeme, wo kann ich bei mir in der Region einen Plugin-Hybrid für sieben Personen probefahren? Wer bietet Hohl- und Bring-Service? Wer kennt sich mit chinesischen Marken aus? Und dann schauen, tauche ich da logisch auf.
SPEAKER_01
Aber ist das nicht schon wieder so ein Marketing-Ding, wo die Geschäftsführung sagt, ja, ja, macht mal die Agentur?
SPEAKER_00
Nein. Also ja, ein Teil davon ist Marketing. Aber nicht nur. Das ist Geschäftsmodell Kommunikation. Wenn der Verkauf andere Versprechen macht als der Service, wenn die Dispo andere Verfügbarkeiten hat als die Website und die Kundenbetreuung andere Formulierungen nutzt als die Anzeigen, dann merkt das heute nicht nur der Mensch. Das merkt irgendwann auch die Maschine.
SPEAKER_01
Krass.
SPEAKER_00
Und die Maschine ist gnadenlos langweilig. Die nimmt halt das, was konsistent ist.
SPEAKER_01
Schön gesagt. Gnadenlos langweilig. Dann lass uns den Bogen zu den neuen Marken schlagen. Autohaus Ulmen in Düsseldorf geht als Mobilitätspartner mit Borussia Düsseldorf zusammen. Und zwar mit BYD-Fahrzeugen, Tischtennis-Rekordmeister, regionale Sichtbarkeit, Familienunternehmen, neue Marke. Ich finde das interessant, weil das kein klassisches, wir kleben mal ein Logo irgendwo drauf sein muss.
SPEAKER_00
Ja, genau das ist der Punkt.
SPEAKER_01
Sondern diese Fahrzeuge fahren dann real herum. Spieler, Umfeld, Termine, vielleicht Gäste. Die Leute sehen die Autos nicht nur auf einem Plakat, sondern im Stadtbild. Und bei einer Marke wie BYD, die viele zwar schon mal gehört haben, aber noch nicht emotional einordnen können, ist das Gold wert.
SPEAKER_00
Total, und das unterscheidet sich auch von normalem Sportsponsoring, finde ich. Beim Autohaus geht es ja nicht nur um Bekanntheit, sondern um Erlebbarkeit. Du siehst das Auto vor der Halle, jemand steigt aus, das Ding wirkt plötzlich nicht mehr exotisch. Es wird, ach, der fährt ja hier wirklich.
SPEAKER_01
Also neue Marke normalisieren.
SPEAKER_00
Ja. Normalisieren, aber ohne sie klein zu reden. Klar, die chinesischen Marken haben oft das Problem, entweder sie werden als Billigalternative abgestempelt oder als irgendwie fremd. Eine gute lokale Partnerschaft kann zeigen, das ist Teil unserer Mobilität vor Ort. Und das Autohaus steht dafür gerade.
SPEAKER_01
Wobei das für Verkäufer auch eine Herausforderung ist, oder? Weil dann kommen Kunden rein und sagen, ich habe den BYD beim Club gesehen, sieht spannend aus. Und jetzt muss der Verkäufer in zwei Minuten Vertrauen aufbauen.
SPEAKER_00
Ja, und zwar nicht mit Broschürensprech, sondern mit ehrlichen Antworten. Wie läuft Service? Wie ist die Garantie? Was kann die App, was kann sie nicht? Welche Lieferzeiten sind realistisch? Und ganz wichtig, was ist der Unterschied zu den Marken, die der Kunde schon kennt?
SPEAKER_01
Fair vergleichen.
SPEAKER_00
Genau, nicht dieses Alles andere ist schlechter, sondern hier sind die Stärken, hier sind die offenen Punkte, hier ist unser Betrieb als Ansprechpartner. Das ist eine viel erwachsenere Verkaufslogik.
SPEAKER_01
Und dann kommt direkt die nächste Welle. Cherry will mit Tigo 8 und Tigo 9 nach Deutschland. Große siebensitzige Plug-in-Hybride, Familien-SUV. Preisaggressiv. Ich meine, das trifft ein Segment, das viele Händler lieben, weil es einfach Bedarf gibt. Kinder, Hund, Urlaub, Anhänger vielleicht. Viel Platz.
SPEAKER_00
Sieben Sitze und Plugin-Hybrid zu Kampfpreisen, das ist schon eine Ansage.
SPEAKER_01
Ja, aber erzähl mal, was macht das mit einem Autohaus, das bisher vielleicht mit etablierten SUV-Modellen gut gefahren ist?
SPEAKER_00
Erstmal Druck, ganz klar. Wenn ein Kunde sagt, warum kostet euer vergleichbares Fahrzeug 12.000 Euro mehr, dann reicht weilbekannte Marke nicht mehr. Da musst du sauber argumentieren. Ausstattung, Fahrgefühl, Verbrauch im Alltag, Lademöglichkeit, Restwert, Werkstattnähe, Familie nutzen. Und ja, manchmal wird man auch sagen müssen, beim Preis kommen wir nicht mit. Autsch. Ja, aber das ist ehrlicher als Rabattschlachten, die am Ende niemandem helfen. Für Händler kann es sogar eine Chance sein, wenn sie sich früh überlegen, welche Kundentypen sind offen für solche neuen Plugin-Hybride. Junge Familien, Großeltern mit Enkeltransport, Gewerbetreibende, die viel Platz brauchen. Dann kann ich Beratung viel gezielter aufbauen.
SPEAKER_01
Und Werkstatt?
SPEAKER_00
Riesenpunkt, wenn mehr Plug-in-Hybride mit neuer Technik kommen, braucht der Service nicht nur Hochvoltkompetenz, sondern auch Routine im Erklären. Warum lädt der Kunde nicht regelmäßig? Warum ist der Verbrauch höher als erwartet? Wie nutzt man die Modi? Viele Beschwerden entstehen ja nicht, weil das Auto kaputt ist, sondern weil die Nutzung nicht zur Technik passt.
SPEAKER_01
Ja, sehe ich genauso.
SPEAKER_00
Und dann steht der Serviceberater da und macht eigentlich Nachschulung.
SPEAKER_01
Vielleicht brauchen wir demnächst ein neues Berufsbild. Plug-in-Hybrid-Therapeut.
SPEAKER_00
Mit Zusatzausbildung, Sie müssen ihn schon einstecken, Herr Müller.
SPEAKER_01
Oh nein. Aber Spaß beiseite. Genau da kann ein Autohaus punkten. Nicht nur verkaufen und Schlüssel übergeben, sondern den Kunden nach zwei Wochen nochmal abholen. Wie laden Sie? Klappt die App? Haben Sie verstanden, wann der Verbrenner anspringt? Das ist Kundenbindung.
SPEAKER_00
Und es reduziert Frust. Ich glaube, viele Betriebe unterschätzen, wie viel Ertrag später im Service davon abhängt, ob der Kunde die ersten vier Wochen gut begleitet wird.
SPEAKER_01
Wenn wir die drei Themen zusammenziehen, KI-Suche, BYD im regionalen Umfeld, Cherry mit großen Plugin-Hybriden, dann geht es eigentlich immer um Vertrauen, oder?
SPEAKER_00
Ja, Vertrauen unter neuen Bedingungen. Der Kunde kommt informierter, aber nicht unbedingt besser informiert. Er hat KI-Antworten, Social Media Eindrücke, vielleicht ein Auto beim Sportverein gesehen und einen Preis im Kopf, der alles verschiebt.
SPEAKER_01
Hm, schön formuliert.
SPEAKER_00
Und das Autohaus muss dann nicht lauter werden, sondern klarer. Was bieten wir, wofür stehen wir? Wo sind wir wirklich stark und was erklären wir besser als andere?
SPEAKER_01
Also, Hausaufgabe für diese Woche. Einmal prüfen, was digitale Assistenten über den eigenen Betrieb sagen könnten. Ohne daraus gleich ein Riesenprojekt zu machen. Zweitens, bei neuen Marken nicht nur auf Preis reagieren, sondern Erlebnis schaffen. Und drittens, bei Plugin-Hybriden Beratung nach der Auslieferung einplanen.
SPEAKER_00
Ja, und bitte nicht erst, wenn die erste Beschwerde kommt.
SPEAKER_01
Prävention statt Feuerwehr.
SPEAKER_00
Genau.
SPEAKER_01
Steven, danke dir. Das war Folge 107. Wie immer locker, aber hoffentlich mit ein paar Punkten, die morgen im Autohaus wirklich helfen.