TraderLifestyle – 3x täglich Trading News
Deine dreimal tägliche Dosis Trading-News. Mit diesem Podcast verpasst du keine Marktbewegung: Morgens vor dem Breakout, mittags zum US-Opening und abends als Recap. Kompakt, aktuell und direkt auf den Punkt für deinen Trading-Erfolg.
TraderLifestyle – 3x täglich Trading News
Gold unter Druck: XAU/USD fällt auf Mehrmonatstief bei 4.480 Dollar
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Herzlich willkommen zurück zu unserem Trading Podcast, schön, dass ihr wieder dabei seid. Gold steht zum Wochenstart deutlich unter Druck. Das Edelmetall ist auf das niedrigste Niveau seit dem 30. März gefallen, konkret in den Bereich von 4580 Dollar je Unze. Eine zaghafte Erholung im asiatischen Handel verpuffte schnell, denn der US-Dollar bleibt der dominierende Spielverderber für die Bullen. Schauen wir uns gemeinsam an, was hinter dieser Bewegung steckt. Gold hatte in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Rallye hingelegt und mehrfach neue Rekordhochs markiert. Doch nun zeigt sich, dass auch ein Bullenmarkt Pausen braucht. Der zentrale Treiber für den aktuellen Rücksetzer ist die anhaltende Stärke des US-Dollars. Der Dollarindex notiert nahe Mehrwochenhochs, gestützt von robusten US-Konjunkturdaten und einer zunehmend zurückhaltenden Haltung der Federal Reserve bezüglich weiterer Zinssenkungen. Mehrere FED-Vertreter haben zuletzt betont, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen sei. Die Markterwartungen für eine Zinssenkung im Dezember sind daraufhin deutlich zurückgegangen. Genau das ist Gift für Gold, denn das Edelmetall wirft keine Zinsen ab. Je höher die Realrenditen, desto weniger attraktiv wird das gelbe Metall im Vergleich zu Staatsanleihen. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen, die paradoxerweise gerade nicht Gold, sondern dem Dollar als sicherem Hafen zugutekommen. Werfen wir einen Blick auf die Marktreaktion. Gold hat seit dem Allzeithoch im Oktober rund 8% verloren. Die Marke von 4.500 Dollar, die zuvor als solide Unterstützung galt, wurde im asiatischen Handel klar unterschritten. Der Versuch einer Erholung Richtung 4.55 Dollar scheiterte schnell an aggressiven Verkäufen. Technisch betrachtet liegt die nächste relevante Unterstützung im Bereich von 4.400 Dollar, gefolgt von der psychologisch wichtigen Marke bei 4.53 Dollar. Auf der Oberseite muss Gold zunächst die 4.600 Dollar zurückerobern, um den kurzfristigen Abwärtstrend zu brechen. Auch die Minenaktien spiegeln die Schwäche wider. Der FunEck Gold Miners ETF gab gestern fast 3% nach. Interessant ist, dass die Zuflüsse in physisch besicherte Goldads zuletzt deutlich abgenommen haben. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren Gewinne mitnehmen. Gleichzeitig zeigen die Daten der CFTC, dass spekulative Long-Positionen am Terminmarkt zurückgefahren werden. Silber zeigt sich übrigens noch schwächer als Gold und verlor in der Spitze über 4%. Was bedeutet das nun für euch als Trader? Zunächst einmal, die fundamentale Lage hat sich kurzfristig zugunsten des Dauers und gegen Gold gedreht. Solange die Fed an ihrer restriktiven Tonlage festhält und die US-Konjunkturdaten robust bleiben, dürfte der Gegenwind für Gold anhalten. Trader, die kurzfristig agieren, sollten besonders auf die anstehenden US-Daten achten. In dieser Woche stehen unter anderem die Inflationsdaten und Aussagen mehrerer FED-Mitglieder auf der Agenda. Überraschend hohe Inflationszahlen könnten den Dollar weiter befeuern und Gold zusätzlich belasten. Schwächere Daten hingegen könnten eine technische Gegenbewegung auslösen. Wichtig ist das Risikomanagement. Wer in einem solchen Umfeld Long-Positionen hält, sollte enge Starps setzen, idealerweise unter der Marke von 4400 Dollar. Für Short Trader gilt, Gold ist kurzfristig überverkauft, ein Rücksetzer nach oben kann jederzeit kommen. Mittelfristig bleiben die strukturellen Argumente für Gold allerdings intakt. Die Notenbanken kaufen weiterhin in großem Stil, die Staatsverschuldung weltweit steigt und die geopolitischen Risiken sind nicht verschwunden. Viele Analysten sehen den aktuellen Rücksetzer daher als gesunde Korrektur innerhalb eines übergeordneten Bohlenmarktes. Auch Großbanken wie Goldman Sachs halten an ihren Kurszielen von 5000 Dollar für das kommende Jahr fest. Es geht also weniger um die Frage, ob Gold wieder steigt, sondern wann der Rebound kommt. Zum Abschluss noch ein kurzer Ausblick. Die kommenden Tage werden entscheidend dafür sein, ob Gold die Marke von 4400 Dollar verteidigen kann. Behaltet die Dollarstärke und die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen genau im Blick. Beide sind aktuell der Taktgeber für das Edelmetall. Geduld und Disziplin sind in dieser Marktphase wichtiger denn je. Das war es für heute. Vielen Dank fürs Zuhören, bleibt fokussiert und vor allem, bleibt im Risikomanagement diszipliniert. Bis zur nächsten Folge.