TraderLifestyle – 3x täglich Trading News
Deine dreimal tägliche Dosis Trading-News. Mit diesem Podcast verpasst du keine Marktbewegung: Morgens vor dem Breakout, mittags zum US-Opening und abends als Recap. Kompakt, aktuell und direkt auf den Punkt für deinen Trading-Erfolg.
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Euro unter Druck: Sechster Verlusttag in Folge
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Herzlich willkommen zu unserem Trading Podcast. Schön, dass Sie wieder dabei sind. Der Euro kommt einfach nicht aus dem Knick. Zum sechsten Mal in Folge gibt das Währungspaar Euro USD nach und notiert in der asiatischen Sitzung am Montag um 1,1620. Der US-Dollar zeigt sich auf breiter Front stark, getrieben von einer wachsenden Erwartung weiter steigender Leitzinsen in den Vereinigten Staaten und einer spürbaren Risikoaversion an den globalen Märkten. Werfen wir einen Blick auf den Hintergrund. Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Ton zuletzt deutlich verschärft. Mehrere Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses betonten, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen sei und weitere Zinsschritte notwendig werden könnten. Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA bestätigten diese Linie. Die Kernrate bleibt hartnäckig erhöht, der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, und der private Konsum trägt die Konjunktur weiter. Das alles spielt dem Dollar in die Karten. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist das Bild deutlich gedämpfter. Die Europäische Zentralbank signaliert Vorsicht, die Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich bleiben schwach, und die Industrie kämpft mit hohen Energiekosten und nachlassender Nachfrage aus China. Diese Divergenz zwischen einer eher restriktiven FED und einer abwartenden EZB belastet den Euro fundamental. Kommen wir zur Marktreaktion. Der Dollarindex, der den Greenback gegen einen Korb wichtiger Währungen misst, hat sich auf ein Mehrwochenhoch gearbeitet. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen bleibt erhöht und stützt den Dollar zusätzlich. Gleichzeitig sehen wir eine klare Riskoffstimmung. Die asiatischen Aktienmärkte gaben nach, die Futures auf den Sund P500 notieren leicht im Minus, und sichere Häfen wie der Schweizer Franken und Gold ziehen Kapital an. In diesem Umfeld leiden zyklische und risikoreichere Währungen besonders. Der Euro reagiert empfindlich auf solche Phasen, weil er traditionell als Finanzierungswährung und als Stellvertreter für die globale Risikostimmung gehandelt wird. Technisch betrachtet hat das Paar-Euro USD wichtige Unterstützungen aufgegeben. Der gleitende Durchschnitt über 200 Tage liegt nun klar über dem aktuellen Kurs, und die Momentumindikatoren zeigen weiterhin nach unten. Die nächste relevante Unterstützung wird bei 1,1570 gesehen. Sollte diese Marke fallen, öffnet sich weiterer Abwärtsraum in Richtung 1,150 und darunter sogar bis 1,1480. Auf der Oberseite müsste das Paar erst über 1,170 zurückkehren, um die kurzfristige Verkaufsdynamik zu brechen. Was bedeutet das nun für Trader? Erstens, der Trend ist klar bärisch und der Verkaufsdruck breit angelegt. Wer kurzfristig im Markt agiert, sollte sich der Dynamik bewusst sein. Sechs Verlusttage in Folge sind statistisch auffällig und können zwar jederzeit eine technische Gegenbewegung auslösen, doch ohne fundamentalen Auslöser bleibt die Richtung vorgezeichnet. 2. Die Volatilität dürfte mit Blick auf die kommenden Datenveröffentlichungen anziehen. Auf der Agenda stehen Reden mehrerer FET-Mitglieder, neue Inflationsdaten aus der Eurozone und die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Jede Überraschung kann scharfe Bewegungen auslösen. 3. Risikomanagement ist in solchen Phasen entscheidend. Enge Stopps, klare Marken und Disziplin bei der Positionsgröße sind wichtiger als die perfekte Einstiegsmarke. Wer auf eine Gegenbewegung setzen möchte, sollte Bestätigungssignale abwarten, etwa eine Tageskerze mit klarem Wendekarakter oder eine Rückeroberung der Marke 1,1656. Wer dem Trend folgt, achtet auf den Bruch von 1,1575 als möglichen Auslöser für die nächste Bewegung. Zu beachten ist auch die Korrelation zu anderen Märkten. Steigende US-Renditen, fallende Aktienmärkte und ein festerer Dollar wirken meist gemeinsam. Bricht eines dieser Elemente aus dem Muster aus, kann das ein frühes Signal für eine Trendwende sein. Zum Ausblick. Solange die Fed-Rhetorik aggressiv bleibt und die Konjunkturdaten aus den USA stark hereinkommen, bleibt der Druck auf den Euro bestehen. Eine echte Trendwende dürfte erst dann einsetzen, wenn entweder die US-Daten schwächeln oder die EZB überraschend restriktivere Töne anschlägt. Bis dahin ist die Marke 1,1575 der entscheidende Test. Wir bleiben für Sie am Markt und melden uns bald wieder. Bis dahin, handeln Sie diszipliniert und kommen Sie gut durch die Woche.