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Goldman warnt: Energieschock könnte Euro drücken und Dollar stärken

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Goldman Sachs sieht in einem breiteren Energieschock Risiken für Europa und Rückenwind für den Dollar. Im Fokus: EUR/USD-Short-Setups, die Brent-Rally und geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormuz. Was bedeutet das konkret für Trader?

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Willkommen zurück zu eurem Trading Briefing. Heute schauen wir auf eine spannende Einschätzung von Goldman Sachs zum Devisenmarkt. Die Analysten der US-Großbank warnen vor einem breiteren Energieschuck, der Europa empfindlich treffen und gleichzeitig dem US-Dollar weiteren Auftrieb verleihen könnte. Im Mittelpunkt steht dabei das Währungspaar Euro-USD, das zunehmend in den Fokus möglicher Schulzerdeps rückt. Zum Hintergrund. Die Energiepreise sind in den letzten Wochen wieder kräftig in Bewegung geraten. Brennöl notiert deutlich höher und die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormuts, durch die täglich rund 20% des weltweit gehandelten Öls fließen, sorgen für anhaltende Nervosität an den Märkten. Goldman Sachs argumentiert, dass Europa naturgemäß stärker unter steigenden Energiekosten leidet als die USA. Der Grund ist einfach, die Eurozone ist Nettoimporteur von Energie, während die Vereinigten Staaten dank ihrer eigenen Förderung von Schieferöl und Flüssiggas deutlich unabhängiger sind. Ein nachhaltiger Anstieg der Öl- und Gaspreise würde also die europäische Handelsbilanz belasten, das Wachstum bremsen und die Europäische Zentralbank in eine unangenehme Lage bringen. Schauen wir auf die Marktreaktion. Euro-USD handelt aktuell in einem fragilen Umfeld. Während der Dollarindex Stärke zeigt, kämpft der Euro mit mehreren Gegenwinden gleichzeitig. Zum einen die Energieabhängigkeit, zum anderen die divergierende geldpolitische Erwartungshaltung zwischen FED und EZB. Die Goldman-Strategen sehen vor allem ein Risikoszenario, in dem Brent über die Marke von 90 Dollar je Barrow ausbricht. In einem solchen Fall, so die Analyse, würde der Euro gegenüber dem Dollar deutlich unter Druck geraten. Zielmarken im Bereich von 1,05 oder sogar darunter werden in Tradingkreisen bereits diskutiert. Brent selbst hat zuletzt eine bemerkenswerte Rari hingelegt, getrieben von Sorgen um Lieferunterbrechungen und einer angespannten Lage im Nahen Osten. Auch der Erdgasfuture in Europa hat sich vom Sommertief deutlich erholt, was die Inflationsdebatte in der Eurozone neu entfacht. Gleichzeitig profitieren Rohstoffwährungen wie der norwegische Kronen oder der kanadische Dollar, während energieimportlastige Währungen wie der japanische Yen und eben der Euro ins Hintertreffen geraten. Was bedeutet das nun konkret für Trader? Wer im Devisenbereich aktiv ist, sollte das Zusammenspiel aus Energiepreisen und Wechselkursen genau im Auge behalten. Die Korrelation zwischen Brennt und Euro-USD ist historisch nicht immer stabil, aber in Phasen geopolitischer Eskalation wird sie typischerweise stärker. Heißt konkret, steigt Öl wegen Angebotsschocks, gerät der Euro tendenziell unter Druck. Wichtig ist dabei, zwischen einem nachfragegetriebenen Ölpreisanstieg und einem angebotsgetriebenen zu unterscheiden. Letzterer ist der gefährliche Fall für Europa, weil er gleichzeitig die Konjunktur belastet und die Inflation befeuert. Klassisches Starkflationsszenario also. Für die Positionierung nun sich ein Blick auf wichtige technische Marken im Euro-USD. Die Zone um 1,07 gilt als Unterstützung, ein Bruch darunter könnte den Weg in Richtung 1,05 öffnen. Risikomanagement bleibt entscheidend, denn Schlagzeilenrisiken rund um den Nahen Osten können binnen Minuten zu heftigen Ausschlägen führen. Wer kurzfristig handelt, sollte Stop-Loss-Marken eng führen und die Positionsgröße entsprechend anpassen. Auf der Gegenseite profitieren defensiv ausgerichtete Strategien, die den Dollar als Absicherung nutzen. Auch Gold spielt in diesem Umfeld seine Rolle als Krisenwährung und hat zuletzt neue Hochs markiert. Wichtig ist außerdem, die EZB könnte in einem Energieschocks-Szenario nicht so aggressiv senken wie bisher erwartet, was paradoxerweise dem Euro kurzfristig stützen könnte. Hier müssen Trader sehr genau auf die Kommunikation aus Frankfurt achten. Zum Abschluss ein kurzer Ausblick. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich das von Goldman skizzierte Energieschock-Szenario tatsächlich materialisiert. Entscheidend sind die Entwicklungen im Nahen Osten, die Lagerbestandsdaten aus den USA und die Inflationszahlen aus der Eurozone. Bleibt diszipliniert, beobachtet die Korrelationen und vergesst nicht, an volatilen Märkten ist Geduld oft die beste Strategie. Wir hören uns morgen wieder. Bis dahin, gute Trades und ein wachsames Auge auf die Charts.