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Gold unter Druck: März-Tiefs im Visier bei viertausendvierhundertsiebzig Dollar

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Gold rutscht auf den tiefsten Stand seit Ende März. Ein starker US-Dollar und hawkische Töne der Fed belasten, während geopolitische Risiken rund um den Iran den Boden stützen. Wir analysieren die Lage und was Trader jetzt beachten sollten.

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Herzlich willkommen zurück zu unserem Trading Podcast. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Gold steht heute klar im Mittelpunkt. Das gelbe Edelmetall notiert in der asiatischen Sitzung rund um die Marke von 4470 Dollar je Unze. Damit liegt der Preis nur knapp über dem tiefsten Stand seit dem 30. März. Ein starker US-Dollar und hockeische Erwartungen an die Federal Reserve setzen den sicheren Hafen unter Druck. Gleichzeitig verhindert die geopolitische Lage rund um den Iran einen noch tieferen Absturz. Zum Hintergrund. In den vergangenen Wochen hat Gold eine beeindruckende Rallye hinter sich gebracht und immer wieder neue Rekordstände markiert. Doch seit einigen Handelstagen dreht sich das Bild. Der Auslöser ist eine veränderte Erwartungshaltung an die US-Notenbank. Mehrere Fettvertreter haben zuletzt betont, dass weitere Zinssenkungen keineswegs ausgemacht sind. Die Inflation bleibt hartnäckig, und der US-Arbeitsmarkt zeigt sich robuster als gedacht. Diese hokischen Töne stützen den US-Dollar und treiben die realen Renditen nach oben. Beides ist Gift für Gold, denn das Edelmetall wirft selbst keine Zinsen ab. Steigen die Realrenditen, sinken die Opportunitätskosten für verzinsliche Anlagen relativ zu Gold. Hinzu kommt, dass viele Investoren nach der jüngsten Rekordjagd Gewinne mitnehmen. Kommen wir zur Marktreaktion. Der US-Dollar-Index handelt nahe seines mehrwöchigen Hochs. Der Euro gegen den US-Dollar steht unter Druck, ebenso der japanische Yin. Auch Silber und Platin geben nach, wobei Gold die relative Stärke unter den Edelmetallen behält. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen 10jähriger US-Staatsanleihen wieder spürbar an. Die Aktienmärkte zeigen sich gemischt. Während die US-Indizes leicht nachgeben, halten sich europäische Werte stabiler. Interessant ist die geopolitische Komponente. Investoren bleiben skeptisch, ob ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran tatsächlich zustande kommt. Solange diese Unsicherheit besteht, dürfte ein gewisser Sicherheitsaufschlag im Goldpreis erhalten bleiben. Das erklärt, warum der Ausverkauf bisher relativ geordnet verläuft und sich Gold oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 4.400 Dollar halten kann. Die Händler stehen also vor einem Tauziehen zwischen makroökonomischem Gegenwind und geopolitischer Absicherung. Was bedeutet das nun konkret für Trader? Aus charttechnischer Sicht ist die Zone um 4.470 Dollar entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch unter dieses Märztief könnte weitere Verkaufsorders auslösen. Die nächsten Unterstützungen liegen dann im Bereich 4.300 Dollar und tiefer bei 4.200 Dollar. Sollte hingegen die Iran-Thematik eskalieren oder sollten schwächere US-Konjunkturdaten den Dollar bremsen, ist eine schnelle Gegenbewegung in Richtung 455 Dollar denkbar. Der erste echte Widerstand liegt dort, gefolgt von der Marke um 4.600 Dollar. Für kurzfristig orientierte Trader ist die aktuelle Phase besonders heikel. Die Volatilität ist erhöht, und Schlagzeilen aus Washington oder Teheran können den Markt binnen Minuten drehen. Wer im Edelmetall aktiv ist, sollte enge Risikum-Annagementregeln befolgen, Positionsgrößen reduzieren und mit klaren Stop-Loss-Marken arbeiten. Auch der Blick auf den US-Dollar-Index lohnt sich. Solange der Dollar Stärke zeigt, bleibt Gold unter Druck. Erst eine spürbare Dollarschwäche könnte den Boden für eine nachhaltige Erholung legen. Mittel- und langfristig orientierte Anleger sollten die strukturellen Treiber nicht aus den Augen verlieren. Die Zentralbanken der Schwellenländer kaufen weiterhin Gold. Die Staatsverschuldung in den USA und in Europa wächst. Und die geopolitischen Verwerfungen, ob im Nahen Osten oder zwischen den Großmächten, dürften uns noch lange begleiten. Diese Faktoren sprechen mittelfristig für eine stabile Nachfrage nach dem Edelmetall, selbst wenn der kurzfristige Trend gerade nach unten zeigt. Der Blick nach vorn. In den kommenden Tagen rücken vor allem die US-Inflationsdaten und neue Kommentare aus den Reihen der FED in den Fokus. Sollten die Preisdaten überraschend hoch ausfallen, dürfte der Dollar weiter zulegen und Gold zusätzlich unter Druck setzen. Schwächere Daten hingegen könnten die Stimmung schnell drehen. Auch die Entwicklungen rund um den Iran behalten wir genau im Auge. Die nächste Woche dürfte also richtungsweisend werden. Damit sind wir am Ende der heutigen Folge. Vielen Dank fürs Zuhören. Bleibt diszipliniert, schützt euer Kapital und bis zum nächsten Mal.