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EUR/USD bricht aus Doppeltop – Weg frei bis ein Komma fünfzehn?

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Der Euro gegenüber dem US-Dollar hat ein bärisches Doppeltop bestätigt und notiert beim Zwei-Monats-Tief. Wir analysieren das Setup, die Marktreaktion und was Trader jetzt im Blick behalten sollten – inklusive Abwärtsziel und Invalidierungslevel.

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Herzlich willkommen zu unserem Trading Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. Heute schauen wir auf das wichtigste Währungspaar der Welt: den Euro gegenüber dem US-Dollar, und der charttechnische Befund ist eindeutig bärisch. Am Dienstag rutschte Euro-USD auf ein Zweimonatstief bei 1,1596, und am Mittwoch im asiatischen Handel notiert das Paar weiter angeschlagen. Ein klassisches Doppeltop hat sich vollendet, und das nächste Ziel liegt rund 100 Pips tiefer. Schauen wir zunächst auf den Hintergrund. Euro USD hatte in den vergangenen Wochen zweimal vergeblich versucht, den Bereich um 1,21 nachhaltig zu überwinden. Beide Anläufe scheiterten an nahezu identischen Hochs, das klassische Bild eines Doppeltops, einer der zuverlässigsten Umkehrformationen in der technischen Analyse. Die Nackenlinie dieser Formation verlief im Bereich von 1,1650. Mit dem Bruch dieser Marke ist das Muster nun aktiviert. Fundamental spielen mehrere Faktoren der Stärke des US-Dollars in die Karten, robustere US-Konjunkturdaten, eine Federal Reserve, die sich mit weiteren Zinssenkungen Zeit lässt, und politische Unsicherheit in mehreren Eurozonenländern. Hinzu kommt, dass die Renditen 10jähriger US-Staatsanleihen wieder Richtung 4,3% gestiegen sind, was den Dollar zusätzlich stützt. Kommen wir zur Marktreaktion. Mit dem Bruch des Doppeltops haben sich kurzfristig orientierte Trader klar auf die Verkäuferseite geschlagen. Der Dollarindex legte parallel zu und notiert auf dem höchsten Stand seit August. Auch andere Hauptwährungen geraten unter Druck, das britische Pfund verliert spürbar, der australische Dollar handelt nahe seiner Verlaufstiefs. Im Euro-USD selbst ist auffällig, dass die Erholungsversuche am Dienstagnachmittag jeweils im Bereich um 1,1625 auf Widerstand stießen. Genau dieses Niveau, das zuvor als Unterstützung diente, fungiert nun als Widerstand, ein klassisches Lehrbuchverhalten nach einem charttechnischen Bruch. Die Volatilität ist erhöht, aber nicht extrem, was darauf hindeutet, dass institutionelle Verkäufer ihre Positionen geordnet ausbauen, statt panikartig zu agieren. Der gleitende Durchschnitt über 20 Tage hat sich nach unten gedreht, der RSE im Tageschart notiert unter 40 und damit klar im bärischen Bereich, ohne bereits überverkauft zu sein. Auch das spricht für weiteres Abwärtspotenzial. Was bedeutet das nun konkret für Trader? Das aus dem Doppeltop abgeleitete Kurszziel liegt bei rund 1,1500. Dieses Ziel ergibt sich aus der Höhe der Formation, projiziert nach unten vom Ausbruchspunkt. Bis dahin sind es vom aktuellen Niveau noch etwa 100 Pips. Wichtige Zwischenunterstützungen finden sich im Bereich 1,1570 und 1,1530. Auf der Oberseite ist der entscheidende Punkt 1,1650, dort verlief die gebrochene Nackenlinie. Ein nachhaltiger Tagesschluss oberhalb dieser Marke würde das bärische Setup invalidieren und Short-Positionen zur Eindeckung zwingen. Für aktive Trader heißt das, Schurz-Setups mit engem Stopp oberhalb von 1,1650 erscheinen aus rein chartechnischer Sicht günstig, das Chancerisikoverhältnis ist attraktiv. Wer dagegen auf eine Gegenbewegung spekuliert, sollte das Risiko strikt begrenzen und nicht in den fallenden Markt hineinkaufen, sondern erst auf eine Stabilisierung warten. Achten Sie diese Woche besonders auf die US-Inflationsdaten und die Reden mehrerer Fettvertreter, beide haben das Potenzial, dem Dollar weiteren Schub zu geben oder eine technische Gegenbewegung auszulösen. Auch europäische Stimmungsindikatoren wie der ZEW-Index können kurzfristig für Bewegung sorgen. Zum Abschluss der Ausblick. Solange Euro USD unterhalb von 1,1650 notiert, bleibt das übergeordnete Bild bärisch, und der Weg in Richtung 1,15 ist schadtechnisch frei. Sollte diese Marke erreicht werden, dürfte sich dort eine erste größere Unterstützungszone aufbauen, psychologisch wichtige runde Marke und gleichzeitig eine relevante horizontale Unterstützung aus dem Sommer. Bleiben Sie diszipliniert, beachten Sie Ihr Risikomanagement, und wir hören uns in der nächsten Folge wieder. Bis dahin, gute Trades und einen erfolgreichen Handelstag.