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Dollar stabil, Aussie unter Druck: Hawkische Fed trifft schwache Jobdaten

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Die jüngsten Fed-Protokolle klingen zurückhaltender bei weiteren Zinssenkungen, während Australiens Arbeitsmarkt enttäuscht. Das Ergebnis: Der US-Dollar hält sich stabil, der Aussie-Dollar rutscht ab. Wir analysieren die Hintergründe und was das für Trader bedeutet.

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Herzlich willkommen zurück zu unserem Trading Podcast. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein klassisches Makro-Setup am Devisenmarkt. Hawkische FET-Protokolle treffen auf schwache australische Arbeitsmarktdaten und der AUD-USD gerät spürbar unter Druck. Der US-Dollar zeigt sich stabil, während der Aussie deutlich nachgibt. Schauen wir uns das im Detail an. Zunächst zum Hintergrund. Die jüngsten Protokolle des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, also der FOMC Minutes, schlugen einen vorsichtigeren Ton an, als viele Marktteilnehmer erwartet hatten. Konkret signalisierten mehrere Mitglieder, dass sie bei weiteren Zinssenkungen zurückhaltend agieren wollen. Die Inflation bleibt hartnäckiger als erhofft und der Arbeitsmarkt zeigt sich in den USA robuster als gedacht. Das verschiebt die Erwartungen am Markt deutlich. Während vor wenigen Wochen noch mehrere Zinssenkungen für die kommenden Quartale fest eingepreist waren, reduziert sich diese Erwartung zunehmend. Gleichzeitig kam aus Australien ein klares Negativsignal. Der Arbeitsmarktbericht enttäuschte auf ganzer Linie. Die Beschäftigung legte deutlich schwächer zu als prognostiziert und auch die Arbeitslosenquote überraschte negativ. Für die australische Notenbank, die RBA, erhöht das den Druck, ihre Geldpolitik taubenhafter auszurichten. Die Märkte preisen nun frühere und tiefere Zinssenkungen ein als noch vor Wochenfrist. Kommen wir zur Marktreaktion. Der AOD-USD rutschte nach den Daten und den FAT-Protokollen sichtbar ab. Wir sprechen hier über einen Tagesverlust im Bereich von rund einem halben bis dreiviertel Prozent, je nach Handelssitzung. Der Greenback dagegen hielt sich auf breiter Front stabil. Der Dollarindex, also der DX Earl, der den Dollar gegen einen Korb wichtiger Währungen misst, behauptete seine jüngsten Gewinne. Auch EU USD und GBPUSD spürten den festen Dollar. Der Effekt war aber beim Aussie am deutlichsten. Der Grund liegt auf der Hand. Die Zinsdifferenzerwartung verschiebt sich klar zugunsten des US-Dollars. Wenn die FED langsamer senkt und die RBA möglicherweise schneller agiert, wird der Aussie naturgemäß weniger attraktiv für Carry-Strategien. Hinzu kommt, dass auch die Rohstoffpreise, insbesondere Eisenerz, zuletzt keine Unterstützung lieferten. Eisenerz ist für Australien ein zentraler Exportfaktor und schwache Nachfrage aus China verstärkt den Gegenwind zusätzlich. An den Anleihemärkten reagierten die Renditen entsprechend. US-Staatsanleihen zogen bei den Renditen leicht an, während australische Pendons nachgaben. Auch das ist ein klassisches Muster, das die Bewegung im Währungspaar untermauert. Was bedeutet das nun für Trader? Wir haben hier eine Kombination, die durchaus interessant ist. Fundamentaler Gegenwind durch die Zinsdifferenz, schwache Konjunkturdaten aus Australien und eine technische Lage, die nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen ebenfalls auf weitere Schwäche hindeutet. Die spannende Frage ist jedoch, ist der Großteil der Bewegung bereits eingepreist? Genau hier liegt das Risiko für alle, die jetzt erst auf den Zug aufspringen wollen. Wenn die Erwartungen einer hawkischen FED und einer taubenhaften RBA bereits am Markt verarbeitet sind, könnte schon eine leicht positive Überraschung, etwa bei den US-Inflationsdaten in den kommenden Wochen oder bei RBA-Kommentaren, zu einer scharfen Gegenbewegung führen. Trader sollten daher die nächsten Datenpunkte sehr genau beobachten. Auf US-Seite stehen Inflationsdaten und Aussagen einzelner FED-Mitglieder im Fokus. Aus Australien werden vor allem RBA-Sitzungsprotokolle und Reden des RBA-Gouverneurs entscheidend sein. Auch die Entwicklung in China, sowohl bei den Konjunkturindikatoren als auch bei den Rohstoffpreisen, bleibt ein wichtiger Faktor für den Aussi. Für die Positionierung gilt, wer bereits Short im AUD-USD ist, hat Rückenwind, sollte aber Gewinnmitnahmelevels diszipliniert managen. Wer neu einsteigen möchte, sollte auf Pullbacks zu Widerständen warten, statt blind dem Momentum zu folgen. Das Risikorenditeverhältnis verschlechtert sich, je weiter eine Bewegung bereits gelaufen ist. Zum Abschluss ein kurzer Ausblick. Der AUD-USD bleibt das Forex Paar mit dem aktuell klarsten fundamentalen Bias auf der Short-Seite. Hawkische FED plus schwache Aussie-Jobdaten ergeben doppelten Gegenwind. Aber wie immer gilt, nichts läuft in einer geraden Linie. Volatilität und Gegenbewegungen gehören dazu. Die kommenden Sessions dürften jedenfalls Bewegung bringen. Das war unsere heutige Markteinordnung. Keine Anlageberatung, sondern reine Analyse. Bleibt diszipliniert, managt euer Risiko und wir hören uns in der nächsten Folge wieder. Bis dahin, gute Trades!