Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
Learn German by listening the easy and natural way: Immer wieder Deutsch!
In each episode, I talk about my everyday life, culture, and interesting stories in clear, easy-to-understand German, spoken at a comfortable pace. You can use it as listening practice designed specifically for intermediate learners (A2, B1, B2) who want to transition smoothly to fluent German.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Hören! :)
Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
#14 - Überall Abos (B1-B2) | Learn German Listening Practice
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Darum geht es in dieser Folge (B1-B2 German): Gefühlt jede größere Firma möchte uns heute ein Abonnement verkaufen – egal ob Fitness-Apps, Cloud-Speicher, Streaming-Dienste oder künstliche Intelligenz. Aber macht dieser dauerhafte digitale Konsum überhaupt noch Spaß? In dieser Folge spreche ich über den allgegenwärtigen „Abo-Wahnsinn“ und warum ich das Gefühl vermisse, Dinge wirklich physisch zu besitzen. Ich erzähle dir, warum ich trotz fehlendem CD-Player immer noch echte CDs und Schallplatten kaufe und wie die Musikindustrie heute Algorithmen manipuliert. Außerdem reisen wir gemeinsam zurück in die Zeit der analogen Medien: Erinnerst du dich noch an das aufregende und mysteriöse Gefühl, am Wochenende ein Playstation-Spiel oder einen Film in der Videothek auszuleihen, nur weil das Cover cool aussah? Zum Schluss vergleiche ich die Musikläden in Deutschland mit meiner aktuellen Erfahrung im japanischen Kobe, wo man Musik noch ganz real vor Ort Probe hören kann.
🔑 Wortschatz & Redewendungen aus dieser Folge (Einfach erklärt):
- das Abonnement / das Abo (Nomen) – Ein Vertrag, bei dem man regelmäßig (meistens monatlich oder jährlich) für eine Dienstleistung oder ein Produkt bezahlt.
- essentiell (Adjektiv) – Lebensnotwendig, absolut wichtig oder unverzichtbar (z. B. „In der kostenlosen App fehlen essentielle Funktionen“).
- kündigen (Verb) – Einen Vertrag offiziell und rechtzeitig beenden (z. B. „Ich kündige Probe-Abos immer sofort“).
- besitzen (Verb) – Etwas als Eigentum haben (Im Gegensatz zu „leihen“ oder „streamen“ gehört es einem danach wirklich selbst).
- physisch (Adjektiv) – Greifbar, real oder körperlich; das Gegenteil von digital oder virtuell (z. B. eine physische CD in der Hand halten).
- die Videothek (Nomen) – Ein Geschäft, in dem man sich früher Filme (auf VHS oder DVD) und Videospiele gegen eine Gebühr für kurze Zeit ausleihen konnte.
- der Konsum (Nomen) – Der Verbrauch, Kauf oder die Nutzung von Gütern und Dienstleistungen.
- mysteriös (Adjektiv) – Geheimnisvoll, rätselhaft oder unklar (z. B. „Das mysteriöse Gefühl, ob ein Film gut oder schlecht ist“).
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Der Abo-Wahnsinn: Alles kostet monatlich Geld
SpeakerHallo, willkommen zurück bei immer wieder Deutsch. Heute reden wir über Abo-Modelle. Also Abonnements. Also wenn man für etwas monatlich Geld bezahlen muss oder auch jährlich Geld bezahlen muss. Wie ich zum Beispiel in der letzten Folge gesagt habe: im Fitnessstudio oder für Netflix oder ja mittlerweile eigentlich alle möglichen Online-Dienstleistungen, wie zum Beispiel Spotify, Apple Music, Google Cloud, KI. Alles kostet monatlich Geld und gefühlt jede größere Firma möchte in ihr digitales Produkt irgendwie ein Abo-Modell integrieren. Am schlimmsten finde ich als Benutzer mittlerweile, wenn man
Frust mit Apps: Vom Einmalkauf zum Abonnement
Speakerfür das Handy irgendeine bestimmte App sucht, die man nur manchmal benutzt, wie zum Beispiel, wenn ich in das Fitnessstudio gehe, ich habe so eine Fitness-Tracker-App. Und am Anfang war die kostenlos, beziehungsweise man konnte einmal bezahlen, wenn man die Pro-Version haben möchte. Aber mittlerweile kostet auch diese monatlich Geld. Und dann habe ich nach Alternativen gesucht. Die kosten auch alle monatlich Geld. Und das Problem ist, natürlich kann man sie kostenlos benutzen, aber meistens fehlen dann irgendwelche essentiellen Funktionen, die man eigentlich gerne benutzen möchte. Und dann überlegt man doch, ja, diese App kostet aber nur 3 Euro im Monat oder 5 Euro im Monat. Das ist ja nicht viel. Und manchmal gibt es auch einen kostenlosen Probemonat zum Beispiel. Dann abonniert man das und vergisst
Warum ich Dinge lieber für immer besitzen will
Speakeres vielleicht. Also ich kündige eigentlich immer sofort jedes Abo, wenn ich so ein Probe-Abo haben kann. Aber das ist sehr schade, weil ich finde, manche Dinge möchte ich für immer besitzen oder für immer haben. Und ich verstehe nicht unbedingt, warum alles monatlich Geld kosten sollte. Für gewisse Dinge kann ich das natürlich verstehen. Zum Beispiel, ich meine, ein Cloud-Speicher, das ist ja wirklich ein physischer, echter Speicher, den es irgendwo gibt. Und dass ich den nicht für immer umsonst haben kann, ist verständlich. Aber zum Beispiel Filme, wenn wir uns Netflix anschauen, ich weiß nicht, wie Netflix im Moment in Deutschland ist. Aber hier in Japan ist es eigentlich relativ gut. Sie haben relativ viele Filme. Als ich in Deutschland gewohnt habe, waren es nicht so viele wie hier in Japan. Aber ja, es ist trotzdem immer ein komisches Gefühl zu wissen, dass ein Film oder eine Serie, die man mag, vielleicht nächsten Monat nicht mehr da ist. Oder sich diese Seite oder diese App so sehr verändern kann, dass ich sie vielleicht in einem Monat nicht mehr mag. Natürlich kann ich dann mein Abo kündigen, aber danach habe ich nichts mehr. Ich habe keinen Film, ich habe keine Serie
Physische Medien: Meine Liebe zu Schallplatten
Speakermehr. Und deswegen mag ich eigentlich immer noch heutzutage Filme kaufen oder Musik zu kaufen. Und bei Musik vor allem kaufe ich sehr gerne Schallplatten und manchmal auch noch CDs, auch wenn ich diese nicht abspielen kann. Weil ich habe keinen CD-Player mehr. Aber immerhin habe ich diese Musik irgendwie physisch, also in echt, in meiner Hand. Und es gehört für immer mir. Und wenn ich es hören wollen würde, könnte ich mir einfach einen alten CD-Spieler irgendwo holen und immer noch diese Musik hören. Ich finde eine sehr gute Lösung. Ich habe das bei manchen Künstlern gesehen. Wenn man zum Beispiel die Schallplatte oder CD kauft, dann bekommt man einen kleinen Code, mit dem man sich einmal das Album komplett als Datei herunterladen kann. Es gibt ja noch so Seiten wie Bandcamp, ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Da kann man direkt an die Künstler bezahlen und die Musik runterladen. Das benutze ich noch manchmal. Aber ich benutze eigentlich gar nicht mehr Apple Music oder Spotify oder andere Streaming-Services, weil es ist einfach zu teuer dafür, dass ich dann trotzdem in dieser App immer noch Werbung angezeigt bekomme. Also nicht direkt, keine Werbung für andere Marken oder irgendwelche Produkte, aber sie zeigen mir natürlich trotzdem Musik, die ich eigentlich vielleicht gar nicht hören will. Weil die Firmen, also die Plattenfirmen, viel Geld an Spotify oder Apple Music bezahlen, damit ihre Musik ganz vorne angezeigt wird und in die neuesten Playlists
Nostalgie: Als wir Filme in der Videothek liehen
Speakerkommt. Ich vermisse ein bisschen die Zeit von früher, wo man in eine Videothek gehen konnte und sich einfach einen Film ausleihen konnte für einen Tag, meist für sehr wenig Geld. Und man konnte ihn schauen und zurückgeben. Man musste also vorher wissen, was man schauen möchte, oder sich in dem Laden wirklich überlegen, was man schaut. Und man hat sich so die Bilder vorne drauf angeschaut, wenn man den Film vielleicht nicht kannte. Und das war auch für mich so mit Videospielen, als ich jünger war. Das war für die erste Playstation-Konsole. Ich erinnere mich, dass es in meinem Dorf, in dem ich damals gelebt habe, eine kleine Videothek gab. Und Videospiele waren natürlich relativ teuer als Kind. Aber manchmal durfte ich mir dann für das Wochenende ein Spiel in der Videothek ausleihen. Und das war so aufregend, wenn man nicht weiß, was das ist. Und man schaut sich nur die Bilder an oder liest vielleicht auf der Rückseite die Beschreibung. Und das ist irgendwie eine Art von Konsum, den man heute gar nicht mehr hat. Mit der Digitalisierung von allen
Das mysteriöse Gefühl beim Medienkonsum von früher
SpeakerMedien. Man schaut eigentlich, man schaut eigentlich gar nicht mehr auf das Bild, vielleicht nur das Bild, was einem auf Netflix angezeigt wird beim Film. Man schaut vielleicht den Trailer, aber dieses mysteriöse Gefühl, ob das jetzt ein guter Film ist oder vielleicht ein extrem schlechter Film, wenn man ihn noch nicht gesehen hat, das hat man eigentlich gar nicht mehr. Ja, das ist echt interessant. Ich habe lange nicht mehr darüber nachgedacht, über dieses Konzept einer Videothek. Oder ich glaube, das gibt es heute auch noch in Deutschland in einem Elektronikladen, in den zwei größten Elektronikläden, die es in Deutschland gibt. Also, ich sage jetzt die Namen nicht, aber ihr wisst wahrscheinlich, was ich meine, wenn ihr schon mal in Deutschland wart. Dort gibt es immer noch, glaube ich, eine CD-Abteilung, wo man manchmal CDs noch anhören kann, also Probe
Plattenläden heute: Deutschland vs. Japan
Speakerhören kann. Aber das Interessante ist, ich war hier in Japan, in Kobe, in einem kleinen Musikgeschäft und man kann tatsächlich alle, fast alle CDs Probe hören. Und es gibt überall Kopfhörer und so Stationen, an denen man noch sich die Sachen aussuchen kann und reinhören kann. Und das finde ich eigentlich sehr cool. Und ein bisschen schade, dass es das nicht mehr so oft in Deutschland gibt. Aber es gibt auch allgemein nicht mehr viele Plattenläden. Videotheken gibt es natürlich gar nicht mehr, glaube ich zumindest. Es gab damals eine Videothek in Berlin, an die erinnere ich mich. Da war ich früher mit meinem Bruder und wir haben mein Spiel für das Wochenende ausgeliehen.
Community-Frage: Gibt es noch Videotheken?
SpeakerGute Erinnerung. Gibt es in euren Ländern oder in dem Land, aus dem ihr kommt, noch Videotheken oder etwas in ähnlicher Form? Das würde mich interessieren. Ich danke euch fürs Zuhören. Wir hören uns beim nächsten Mal. Macht's gut.