Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)

#21 - Halsschmerzen, letztes Wochenende & Alkoholpause (B1-C1) | Learn German Listening Practice

Lehrer Ben Season 1 Episode 21

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Darum geht es in dieser Folge (B1-C1 German): Eine schlechte Vorahnung wird Realität: Nun bin ich krank und etwas heiser. Der Grund dafür ist ein ziemlich verrücktes Wochenend-Abenteuer in Japan. Nach ein paar Bier mit Freunden verpasste ich den letzten Zug und beschloss mitten in der Nacht, drei Stunden nach Hause zu laufen. Das und mehr in dieser Folge. :)

Anspruchsvoller B2/C1-Wortschatz & Redewendungen:

  • die Vorahnung (Nomen) - Ein Gefühl, bei dem man im Voraus spürt oder ahnt, dass etwas Bestimmtes passieren wird.
  • heiser (Adjektiv) - Wenn die Stimme durch eine Erkältung oder Überanstrengung rau, leise und belegt klingt.
  • durchnässt (Adjektiv) - Völlig nass; so nass, dass das Wasser aus den Kleidern gesaugt ist.
  • der Sturzregen (Nomen) - Ein extrem starker, heftiger Regen, der plötzlich auftritt.
  • sich umentscheiden (Verb) - Seine ursprüngliche Meinung oder seinen Plan ändern.
  • auffallen (Verb) - Die Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder von anderen wegen einer Besonderheit bemerkt werden.
  • die Nachteule (Nomen) - Eine Person, die abends und nachts sehr aktiv ist und dafür morgens gerne lange schläft.
  • einen Kater haben (Redewendung) - Sich am Tag nach übermäßigem Alkoholkonsum schlecht fühlen (Kopfschmerzen, Übelkeit).
  • in Maßen (Ausdruck) - Nicht zu viel von etwas konsumieren; kontrolliert und kontrollierbar.
  • verlockend (Adjektiv) - So attraktiv oder angenehm, dass man einen starken Wunsch verspürt, es zu tun oder zu haben.


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Warum ich heiser und krank bin

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Hallo, willkommen zurück bei immer wieder Deutsch. Wie ihr vielleicht hört, ist meine Stimme heute ein bisschen komisch. Ich habe ja vor ein paar Folgen darüber geredet, dass ich das Gefühl habe, krank zu werden. Eine schlechte Vorahnung. Und jetzt ist es soweit. Ich bin krank. Also ich habe ein bisschen Halsschmerzen. Und wenn ich spreche, klingt meine Stimme etwas komisch. Also ich bin ein bisschen heiser. Und ich glaube, es war ein Fehler von mir, letztes Wochenende Bier trinken zu gehen. Ich war letzten Freitag hier in Japan in der Stadt in meiner Nähe, in einer Bar. Darüber hatte ich auch vorher gesprochen in einer Folge. Meistens gehe ich so gegen 12 Uhr, wenn hier der letzte Zug fährt, wieder nach Hause. Letztes Mal bin ich aber länger geblieben und habe ein bisschen mehr getrunken, war mit meinen Freunden unterwegs. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben sehr lange Dart gespielt. Aber das war anscheinend ein bisschen zu viel. Ich glaube, das Schlimmste war, dass ich nachts irgendwann gegen 3 Uhr morgens versucht habe, nach Hause zu laufen, weil ich dachte, das wäre eine gute Idee. Laut Google Maps hätte das ungefähr zweieinhalb Stunden oder drei Stunden dauern sollen. Ich bin dann, ich glaube, circa drei Stunden lang gelaufen

Im Sturzregen nach Hause laufen

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und schon nach fünf Minuten hat es angefangen, super stark zu regnen. Ich hatte natürlich auch keinen Regenschirm dabei. Also war ich schon innerhalb von zehn Minuten komplett durchnässt. Und meine ganzen Klamotten waren super nass. Und es war relativ kalt. Ja. Dann bin ich ungefähr zweieinhalb Stunden oder so gelaufen. Und es hat so stark geregnet, dass ich mein Handy fast gar nicht benutzen konnte. Ihr kennt das vielleicht, wenn es regnet und man kann den Bildschirm nicht mehr bedienen. Also es war wirklich Sturzregen. Also es hat extrem stark geregnet und das war nicht gut. Weil ich mein Handy nicht öffnen konnte, habe ich nicht so richtig verstanden, in welche Richtung ich laufe. Nach zwei Stunden hat es dann ein bisschen aufgehört zu regnen und ich konnte sehen, dass ich viel zu weit in eine andere Richtung gegangen bin. Es war nicht so weit weg, aber wenn man zweieinhalb Stunden ein bisschen in eine falsche Richtung läuft, kommt man am Ende doch schon an einer ganz anderen Stelle an. Und natürlich war ich betrunken. Also war das super peinlich. Dann musste ich meine Frau zur Hilfe rufen. Mit den letzten paar Prozent Akku, die ich noch hatte auf meinem Handy, habe ich sie also angerufen. Das war irgendwann halb sechs morgens am Wochenende. Also natürlich schläft sie zu dieser Uhrzeit. Aber zum Glück ist sie ans Handy gegangen und hat mich mit dem Auto abgeholt. Relativ weit entfernt von zu Hause. Ja. Das sind Abenteuer, die eigentlich jetzt ganz lustig sind. Aber natürlich bin ich jetzt krank geworden und eigentlich sollte ich so etwas nicht mehr machen. Deswegen, von jetzt an, trinke ich kein Bier mehr, beziehungsweise keinen Alkohol. Und ich sage es hier im Podcast, damit, damit das irgendwie festgehalten wird. Ich denke, hätte ich nicht so viel Bier getrunken, wäre ich einfach ganz normal nach Hause gegangen. Und alles wäre gut. Vielleicht wäre ich jetzt auch gesund. Wer weiß, wer weiß. Ja, aber es war natürlich trotzdem eine lustige Erfahrung. Ein kleines Abenteuer, wie gesagt. Das Schlimme ist nur, also der Unterschied zu Deutschland

Nachtspaziergänge: Japan vs. Berlin

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ist, in Deutschland kann man vor allem auf dem Land, aber auch in der Stadt, relativ gut nachts nach Hause laufen, finde ich. Hier in Japan ist das ein bisschen gefährlicher, vor allem morgens, wenn es dunkel ist. Es gibt nicht immer so gute Gehwege hier. Also läuft man so halb auf der Straße oder an der Straße entlang. Und ich bin unterwegs ungefähr nach anderthalb Stunden oder so. Fast in einen Wald reingelaufen, weil ich dachte, okay, wenn ich in diesen Wald gehe, komme ich schneller nach Hause. Hab mich dann doch umentschieden, weil es ein bisschen schwierig aussah. Und es war super nass, wie gesagt. Es hat super stark geregnet. Und ich bin ganz froh, weil in letzter Zeit gibt es hier ein Bärenproblem in Japan. Also mit Schwarzbären. Ich weiß nicht der genaue Name von diesen japanischen Bären, aber sie sind relativ gefährlich. Vor allem, glaube ich, wenn man betrunken ist. Also es sterben jedes Jahr relativ viele Leute durch diese Bären hier in Japan. Deswegen ja, gut, dass ich nicht in den Wald gegangen bin. Ja, aber nichtsdestotrotz war es ein lustiger Abend, eine lustige Erfahrung in Japan versuchen, nach Hause zu laufen. Also, als ich noch in Berlin gewohnt habe, da habe ich das öfters gemacht, dass ich irgendwann, wenn ich irgendwo länger mit Freunden unterwegs war, einfach nach Hause gelaufen bin. Und Berlin ist super gut dafür. Also es gibt zwar auch Bahnen und Nachtbusse, aber Berlin ist eigentlich eine Stadt, in der man super spazieren gehen kann. Man sollte natürlich nicht nachts in die gefährlichen Ecken von Berlin gehen, aber zum Beispiel in der Gegend, in der ich gewohnt habe, war das eigentlich ganz gut. Es war auch irgendwie immer ganz schön im Sommer, wenn es relativ früh hell wird in Deutschland. Zum Beispiel manchmal, ich glaube 4.30 Uhr oder so, es wird schon hell. Also wenn man sehr lange irgendwo mit Freunden unterwegs war und man läuft nach Hause, dann wird es hell, die Sonne geht auf. Manchmal haben Bäckereien schon geöffnet. Also selten. Aber es gibt ein paar Bäckereien, die schon früh öffnen, um fünf Uhr morgens oder so. Dann habe ich auf dem Nachhauseweg noch etwas Kleines zu essen geholt und bin dann mit der aufgehenden Sonne nach Hause spaziert. Vor allem, als ich studieren war an der Universität, als ich noch ein bisschen mehr Zeit hatte, in den Semesterferien zum Beispiel, war das immer ganz schön. Aber jetzt hier in Japan sollte ich sowas vielleicht lassen. Dadurch, dass es hier in der Gegend relativ wenige europäische Menschen gibt, falle ich natürlich sehr auf, wenn ich nachts irgendwie durch kleine Nachbarschaften spazieren gehe. Also das sieht natürlich für die meisten Japaner sehr komisch aus. Wenn ein betrunkener Deutscher nachts hinter ihrem Haus langläuft, ohne Regenschirm, bei starkem Regen. Ja. Aber ich liebe diese Zeit eigentlich. Morgens, wenn die Sonne aufgeht. So gegen 5 Uhr morgens hier in Japan, glaube ich. Oder kurz vor 5 Uhr morgens. Das ist ein bisschen ähnlich wie in Deutschland. Wenn frühest die Sonne aufgeht und die Vögel zwitschern und es ist ein bisschen schönes Wetter. Ich weiß nicht, da habe ich dieses Gefühl, ich bin irgendwie am Leben. Und natürlich kann man das auch mitkriegen, wenn man sehr früh aufsteht. Aber ich glaube, ich hatte schon darüber gesprochen. Ich bin nicht so eine Morgenperson. Ich bin eher eine Nachteule. Also manchmal ist das ganz schön zu wissen, okay, ich habe morgen nichts zu tun. Die Sonne geht gerade auf, es wird ein schöner Tag. Jetzt lege ich mich nochmal ins Bett und schlafe nochmal fünf oder sechs Stunden. Und dann stehe ich auf und habe ein gutes Wochenende. Das war natürlich letztes Wochenende nicht so, weil ich sehr betrunken war und ich schon wusste, wenn ich aufstehe, dann habe ich einen Kater. Also ich habe wahrscheinlich Kopfschmerzen und mir ist schlecht. Das sagt man auf Deutsch sagt man. Einen Kater haben dazu, wenn man am nächsten Tag sich schlecht fühlt nach dem Trinken.

Meine No-Alcohol-Challenge

SPEAKER_00

Ja. Die Sache, über die ich eben gesprochen habe, ab sofort Alkohol weglassen. Das ist ab sofort meine kleine Challenge für das restliche Jahr. Und ich werde mal schauen, wie gut das klappt. Vielleicht funktioniert das gut. Und ich kann ein bisschen gesünder leben. Also, ich trinke eigentlich nicht oft. Hier in Japan geht man halt oft trinken, wenn man essen geht am Wochenende, wenn man Feierabend hat. Also für mich, jetzt die letzten Freitagabende, habe ich regelmäßig einmal pro Woche getrunken. In Deutschland war das nicht so. In Deutschland habe ich vielleicht ein oder zweimal pro Monat getrunken. Aber eigentlich immer relativ in Maßen. Hier in Japan ist es sehr verlockend, weil das Bier ist auch immer super kalt. Sie servieren das in so einem gekühlten Glas und es schmeckt einfach lecker, wenn man dazu noch etwas isst. In Deutschland geht man meistens in eine Kneipe oder so. Und da kann man nicht essen und trinken gleichzeitig. Deswegen fiel mir das irgendwie leichter, meinen Alkoholkonsum zu kontrollieren. Boah, das klingt jetzt, als wäre ich Alkoholiker oder so. Aber wie gesagt, ich habe eigentlich nur einmal jetzt diese Erfahrung gemacht, dass ich zu viel getrunken habe. Und das war letztes Wochenende. Und das zeigt mir, ich brauche Abstand, weil eigentlich macht es immer super viel Spaß, auch wenn ich nicht trinke. Ich habe auch in Deutschland sehr lange, also sehr oft, etwas mit Freunden abends unternommen und nichts getrunken. Oder alkoholfreies Bier zum Beispiel. Und das gibt es hier auch in Japan. Also warum nicht? Deswegen will ich das ab jetzt ausprobieren. So als kleine Herausforderung an mich selbst. Erinnert mich daran, wenn ich in 20 Folgen oder so wieder darüber rede, dass ich trinken war. Aber ich glaube

Feedback: Spreche ich zu langsam?

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nicht. Ich bin entschlossen. Ich hoffe, die Folge hat euch gefallen. Es war ein bisschen ein anderes Thema. Ich hoffe, ihr konntet viel verstehen. Vielleicht könnt ihr mir Feedback geben, ob ihr findet, es ist zu langsam oder ich versuche immer relativ langsam zu sprechen. Und heute habe ich Feedback von einer Schülerin auf iTalkie bekommen, dass sie findet, es ist ein bisschen zu langsam gesprochen. Aber das ist auch schwierig, eine Balance zu finden. Ja, sagt mir gerne Bescheid. Wenn ihr das zum Beispiel auf YouTube seht, da könnt ihr einfach einen Kommentar schreiben und mir sagen, ob ich vielleicht schneller oder langsamer sprechen soll in den Folgen. Ja, ich danke euch. Wir hören uns beim nächsten Mal. Macht's gut.