Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
Learn German by listening the easy and natural way: Immer wieder Deutsch!
In each episode, I talk about my everyday life, culture, and interesting stories in clear, easy-to-understand German, spoken at a comfortable pace. You can use it as listening practice designed specifically for intermediate learners (A2, B1, B2) who want to transition smoothly to fluent German.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Hören! :)
Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
#25 - Leben auf dem Land vs. in der Stadt (B1-C1) | Learn German Listening Practice
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Stadt oder Land – wo lebt es sich besser? (B1-B2 German) In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile des Lebens auf dem Land und in der Großstadt. Ich nehme dich mit zurück in meine Kindheit in einem Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern: Wie sieht der Alltag aus, wenn der nächste Bus nur dreimal am Tag fährt und das Moped die einzige Verbindung zur Welt ist? Danach sprechen wir über meinen Umzug nach Berlin – eine Zeit voller neuer Möglichkeiten, Kultur und Musik, die mein Leben geprägt hat.
Nützlicher Wortschatz & Redewendungen:
- etwas unternehmen – Freizeitaktivitäten planen oder ausgehen.
- an etwas herankommen / etwas zur Verfügung haben – Zugang zu Angeboten (wie Museen oder Shops) haben.
- rumhängen – Umgangssprachlich: Sich ohne festes Ziel mit Freunden treffen oder Zeit verbringen.
- leer stehend – Gebäude, in denen niemand mehr wohnt.
- sich weit entfernt anfühlen – Wenn man das Gefühl hat, dass etwas (wie eine Karriere oder ein Traum) unerreichbar ist.
- einen großen Eindruck bei jemandem hinterlassen – Von einem Erlebnis tief beeindruckt sein.
- im Trubel (der Stadt) – Das geschäftige, laute Treiben in einer Großstadt.
- Geschmackssache sein – Eine subjektive Entscheidung; es gibt keine objektive Wahrheit, jeder mag etwas anderes.
- etwas ist für mich am besten – Die ideale persönliche Lösung gefunden haben.
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Stadt vs. Land: Was ist besser?
SPEAKER_00Hallo, willkommen zurück bei Immer wieder Deutsch. Heute reden wir über das Thema auf dem Land leben oder in der Stadt leben. Was ist besser? Was sind Vor- und Nachteile und wie ist meine persönliche Meinung? Also, ich bin geboren auf dem Land in Deutschland, in einer Kleinstadt und aufgewachsen in einem kleinen Dorf mit vielleicht maximal 1000 Einwohnern. Später bin ich dann umgezogen in ein bisschen größeres Dorf mit vielleicht 2000 oder 3000 Einwohnern. Das ist relativ klein. Und auf dem Land. Ich war sehr gerne auf dem Land. Ich habe sehr gerne meine Kindheit auf dem Land verbracht. Mir hat eigentlich nicht viel gefehlt. Aber als ich dann älter geworden bin, wollte ich natürlich ein bisschen mehr mit Freunden unternehmen und ein bisschen Kultur zum Beispiel erleben, in ein Museum gehen oder auch mal einkaufen gehen, ja, einfach was unternehmen. Und das ist natürlich auf dem Land, in einem Dorf oder auch in einer kleinen Stadt nicht wirklich möglich in Deutschland. Die meisten Läden, also Supermärkte oder auch Kleidungsgeschäfte, Elektronikmärkte, die schließen eigentlich immer um 8 Uhr auf dem Dorf. Also jedenfalls dort, wo ich herkomme. Und ja, nach 8 Uhr ist eigentlich nicht mehr viel los. Es gab bei uns im Dorf zum Glück einen Dönerladen, der bis 12 Uhr immer auf hatte. Dort war ich dann oft mit meinen Freunden einen Döner essen oder Pizza essen. Aber mehr konnte man nicht machen. Also hat man sich eigentlich
Die Freiheit auf dem Dorf
SPEAKER_00immer draußen beschäftigt. Ich hatte einen Moped, also ein kleineres Motorrad mit 50 Kubik Motor-Hubraum. Das ist, womit die meisten Leute ab 14 oder 15 Jahren, wenn man sein Moped-Führerschein machen kann, in die Schule fahren. Oder ja, womit die meisten Leute ihre Freunde treffen. Jedenfalls die Jungs in diesem Alter. Hätte ich das nicht gehabt, wäre es relativ schwierig gewesen, Freunde zu treffen, weil meistens wohnen die Freunde von der gleichen Schule in einem anderen Dorf. Da kann man nicht wirklich mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren. Bei uns zum Beispiel im Dorf, ich weiß nicht, da fährt vielleicht morgens, wenn die Kinder zur Schule gehen, fährt zweimal ein Bus oder dreimal zu drei verschiedenen Zeiten, glaube ich. Und dann, wenn die meisten Kinder wieder aus der Schule nach Hause fahren, fährt ein Bus. So durch die ganzen Dörfer in der Umgebung. Ich bin in einer Kleinstadt in der Nähe zur Schule gegangen, dann später aufs Gymnasium gegangen. Und deswegen waren all meine Freunde aus den Dörfern, aus der Umgebung dieser kleinen Stadt. Deshalb bin ich immer mit dem Moped gefahren. Und das war eigentlich so unsere einzige Beschäftigung. Und wenn ich jetzt gucke bei meiner Familie, ich habe einen Neffen zum Beispiel, der ist jetzt 15 Jahre alt und der macht eigentlich genau das Gleiche, was ich auch gemacht habe. Der fährt mit einem Moped und geht seine Freunde besuchen. Und dann hat man eigentlich meistens nicht viel zu tun. Man geht irgendwie Fußball spielen oder zusammen irgendwo eine Pizza essen oder einen Döner essen. Und sonst hängt man halt irgendwo rum. Aber das war eigentlich gar nicht so schlimm. Das hat eigentlich Spaß gemacht. Also, wir haben eigentlich immer irgendwas Interessantes gefunden, was wir machen konnten. Wir haben die Wälder in der Umgebung erkundet, andere Dörfer erkundet, alte Gebäude erkundet, leer stehende Häuser erkundet. Ja, das waren so die Dinge,
Warum ich nach Berlin wollte
SPEAKER_00die man machen konnte. Für mich. Ich hatte Familie in Berlin. Also war ich relativ oft in Berlin in meinem Leben schon. Ich glaube, seit meinem fünften oder sechsten Lebensjahr relativ regelmäßig. Immer in den Sommerferien und in den Herbstferien war ich dort. Und ja, für mich ist relativ schnell klar geworden, wenn ich fertig bin mit meinem Abitur, dann gehe ich nach Berlin, weil da habe ich die meisten Möglichkeiten, was Arbeit angeht und vielleicht auch Freunde zu finden, die ein ähnliches Interesse haben wie ich. Ich habe zum Beispiel gerne Musik gemacht und wollte meine Band haben. Und das hat dann auch geklappt. Ich bin dann nach dem Abitur nach Berlin gezogen und habe relativ viele Freunde kennengelernt, die auch zum Beispiel Musik machen oder kreative Dinge machen. Das gab es auf dem Dorf relativ wenig. Das schien immer sehr weit entfernt und nicht möglich. Fast wie eine Geschichte aus einem Film. Also, ja,
Die erste Begegnung mit kultureller Vielfalt (Berlin & Museen)
SPEAKER_00als ich das erste Mal in Berlin war, ich erinnere mich, da war ich in einem Musikgeschäft und ich war so überrascht, dass es all die Musik gibt, als CD oder Schallplatte zum Beispiel von Künstlern, die ich sehr mag. Denn meine Heimat im Elektronikgeschäft oder auch Musikgeschäft gab es das nie. Also war ich natürlich sehr überrascht von der Auswahl und ja, das sind so Dinge, die man eben nur in einer Großstadt hat in Deutschland. Ich war auch als Kind das erste Mal dort im Museum und so etwas habe ich noch nie gesehen. So ein großes Gebäude, so ein großes, altes, wunderschönes Gebäude. Ich erinnere mich nicht mehr, welches Museum das war. Ich glaube, es muss das alte Museum in Berlin gewesen sein. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Ah nein, das Pergamon-Museum. Das ist in Berlin auf der Museumsinsel. Das ist so ein Teil von Berlin, eine kleine Insel, umgeben von einem Fluss. Und dort sind die meisten Museen in Berlin. Also es gibt auch natürlich viele andere. Aber dieses Pergamon-Museum, das ist, ich glaube, hauptsächlich zum Thema altes Ägypten. Ich glaube, es gibt auch noch. Ja, ich glaube, es ist hauptsächlich Ägypten. Und auch teilweise altes Griechenland, glaube ich. Aber ja, das ist super interessant. Das habe ich das erste Mal dort gesehen. Ich glaube, da war ich acht Jahre oder neun Jahre alt. Und das hat einen sehr großen Eindruck auf mir hinterlassen. Ich dachte, wow, wenn es das gibt, dann ist dir alles möglich. Ich kann lernen, was ich möchte. Ich kann mir anschauen, was ich möchte zu jeder Zeit. Und das fand ich sehr toll. Ja, und dann meine Zeit im Studium in Berlin. Ich habe erst in Berlin gearbeitet und dann angefangen zu studieren. Das war auch sehr gut. Das war eine gute Zeit. Und in dem Alter, so
Warum das Stadtleben irgendwann seine Magie verliert
SPEAKER_00Anfang 20, ist das Leben in der Großstadt natürlich perfekt. Man kann immer mit der Bahn fahren oder den Bussen fahren bis spät in die Nacht in Berlin. Man kann also immer Freunde besuchen, immer irgendwo hingehen, immer irgendwas unternehmen. Im Sommer trifft man sich im Park, im Winter geht man zusammen auf den Weihnachtsmarkt. Es gibt ja eigentlich fast immer etwas zu tun. Vor allem, wenn man noch nicht alles kennt. Aber hier kommt das Aber, nachdem ich ungefähr zehn Jahre in Berlin gewohnt habe, natürlich irgendwann kennt man alles schon. Man hat schon irgendwie alles einmal gemacht oder gesehen. Und dann ist das Gefühl eigentlich gar nicht so anders. Manchmal hatte ich dann eher so dieses Ding, dass ich mir gewünscht habe, wieder auf dem Land zu leben, weil man eben ein bisschen mehr Freiheit hat und Natur und man kann spazieren gehen, ohne dass immer so viele Leute da sind. Und auch generell auf dem Land zu leben. Man hat meistens einen Garten oder eben mehr Natur, mehr Ruhe. Das ist ein Vorteil. Das hat man in Berlin fast nie. So richtig Ruhe gibt es nie, jedenfalls wenn man innerhalb der Stadt wohnt.
Mein aktueller Mittelweg: Das Beste aus beiden Welten
SPEAKER_00Und ja, ich weiß bis jetzt nicht, wo ich in Zukunft leben möchte. Also jetzt bin ich natürlich in Japan, in einer mittelgroßen Stadt. Aber ich mag beides. Ich mag sowohl auf dem Land leben als auch in der Stadt leben. Und ich habe das Gefühl, wenn ich zu lange in der Stadt bin, dann vermisse ich das Land. Wenn ich zu lange auf dem Land bin, vermisse ich die Stadt. Ja, es gibt, glaube ich, kein richtig und kein Falsch. Aber jetzt zum Beispiel bin ich auch ein bisschen außerhalb der Stadt. Und ich glaube, das ist jetzt für mich am besten. Wenn ich in die Stadt will, kann ich einfach mit der Bahn fahren. Und wenn ich nach Hause zurückkomme, ist es ruhig. Und ich habe ein bisschen mehr Freiheit. Nicht so viele Leute. Nicht so viel Stress. Ja. Wie ist das für euch? Wohnt ihr in der Stadt? Wohnt ihr auf dem Land? Ich weiß nicht, ich finde wirklich, beides hat Vor- und Nachteile. Aber die größten Vorteile der Stadt sind eigentlich meiner Meinung nach, wenn man jünger ist, studiert vielleicht und seine erste Arbeitserfahrung
Fazit: Lebensphasen und persönliche Entwicklung
SPEAKER_00macht. Es gibt natürlich viel mehr Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt. Aber danach, wenn man schon ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, ist es eigentlich relativ egal. Ab dann ist es vielleicht einfach Geschmackssache, wo man lebt. Vielleicht muss man einfach schauen, wo einen das Leben hinführt. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Ciao.