Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
Learn German by listening the easy and natural way: Immer wieder Deutsch!
In each episode, I talk about my everyday life, culture, and interesting stories in clear, easy-to-understand German, spoken at a comfortable pace. You can use it as listening practice designed specifically for intermediate learners (A2, B1, B2) who want to transition smoothly to fluent German.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Hören! :)
Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)
#29 - Schlechte Angewohnheiten & Nein sagen (B1-C1) | Learn German Listening Practice
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Wir alle haben sie: schlechte Angewohnheiten. Manche kosten uns nur Zeit, andere schaden der Gesundheit oder verärgern unsere Mitmenschen. In dieser Folge von Immer wieder Deutsch spreche ich darüber, was eine Angewohnheit eigentlich „schlecht“ macht & über meine eigene Erfahrung. Viel Spaß! :)
📚 Nützlicher Wortschatz & Redewendungen:
- sich etwas abgewöhnen – Eine Gewohnheit beenden (Gegenteil: sich etwas angewöhnen).
- jemanden unterbrechen – Reden, während ein anderer noch spricht, sodass dieser stoppen muss.
- akzentfrei – So sprechen, dass man keinen fremden sprachlichen Hintergrund herhört.
- etwas investieren – Hier: Zeit, Mühe oder Energie in ein Ziel (wie die Aussprache) stecken.
- doppelte Arbeit – Ein Mehraufwand, weil man eine Sache zweimal anfassen muss (erst falsch gelernt, dann korrigiert).
- kurzfristig absagen – Eine Verabredung oder einen Termin erst sehr spät (z. B. eine Stunde vorher) absagen.
- die Ausrede – Ein vorgetäuschter Grund, um eine Wahrheit oder Pflicht zu verbergen.
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– Definition & Alltag: Was sind schlechte Angewohnheiten?
SpeakerHallo, herzlich willkommen zurück bei Immer wieder Deutsch. Heute rede ich über das Thema Schlechte Angewohnheiten. Schlechte Angewohnheiten sind Dinge, die man macht, obwohl sie nicht gut für einen sind. Und eine Angewohnheit macht man typischerweise regelmäßig, also oft. Das sind zum Beispiel Dinge wie Rauchen oder Alkoholtrinken. Das sind schlechte Angewohnheiten. Dinge, die nicht gut für einen sind, die man eigentlich nicht machen sollte, aber man macht sie, weil man schon sehr gewöhnt daran ist. Es gibt außer Alkohol und Rauchen, also Nikotin, auch noch sehr viele andere schlechte Angewohnheiten, die vielleicht eher mit dem eigenen Verhalten zu tun haben. Zum Beispiel, wenn man Leute unterbricht während Unterhaltung. Also wenn jemand anders spricht und man unterbricht die Person beim Sprechen, das wäre auch eine schlechte Angewohnheit. Oder sein Handy zu oft zu benutzen, wenn man mit Freunden redet. Das ist auch eine schlechte Angewohnheit. Es gibt sehr viele dieser schlechten Angewohnheiten. Worüber ich aber ein bisschen reden möchte, sind
– Stolperfallen beim Sprachenlernen: Akzent und Ausspracheängste
SpeakerAngewohnheiten, zum Beispiel beim Sprachenlernen. Dinge, die man sich schlecht abgewöhnen kann. Wenn man einmal an das Sprechen gewöhnt ist, ist es manchmal sehr schwierig, gewisse Fehler zu korrigieren. Aber das ist normal, denke ich. Es gibt häufig Leute, die sich natürlich Sorgen machen über ihre Aussprache. Beim Deutschlernen zum Beispiel. Manche Leute können vielleicht nicht richtig Ch und Ch aussprechen, also das CH, und haben Angst zu sprechen, weil sie diese Angewohnheit haben. Aber ich finde, das ist natürlich eine vielleicht eher schlechte Angewohnheit, wenn man 100% natürliches Deutsch reden möchte, mit perfekten Akzent, also akzentfreies Deutsch quasi. Dann ist das eine schlechte Angewohnheit. Aber ich denke, um Deutsch zu lernen, ist es okay, auch mit einem Akzent zu sprechen. Aus meiner eigenen Erfahrung vom Japanischlernen war in der Anfangszeit sehr schwer für mich, die japanischen Worte richtig auszusprechen, weil einige Dinge, also einige Wörter komplett anders klingen als im Deutschen. Also es gibt gewisse Laute, gewisse Töne oder Geräusche, die es im Deutschen nicht so gibt. Und das ist natürlich auch für andere Sprachen so. Eigentlich, ich denke, fast in jeder Sprache, die man lernt, gibt es irgendetwas, was man sich erst angewöhnen muss beim Sprechen. Und eine Frage, die ich mir früher immer gestellt habe, ist, sollte ich gleich am Anfang meine Aussprache verbessern oder vielleicht erst später? Und ich habe einfach gemerkt, dass es von Person zu Person sehr unterschiedlich ist. Ich zum Beispiel möchte nicht immer auf meine Aussprache achten, wenn ich noch nicht die Sprache gut beherrsche. Also wenn ich zum Beispiel noch nicht so gut die Grammatik kann oder generell noch nicht so gut sprechen kann, weil ich noch nicht so viele Wörter kenne, dann möchte ich nicht so viel Energie in die Aussprache investieren. Ich denke aber, es ist sehr gut, wenn man von Anfang an gleich immer die Aussprache übt und versucht gut zu machen. Weil irgendwann kann man die Sprache, man versteht sehr viel, man kann viel sprechen und dann muss man am Ende die Aussprache korrigieren. Das ist jetzt ungefähr so bei mir mit Japanisch. Also ich habe das Gefühl, ich kann sehr, sehr viel verstehen und viel sprechen, aber meine Aussprache muss ich wirklich aktiv verbessern. Das heißt für mich, ich muss beim Sprechen mich darauf konzentrieren, die Aussprache richtig zu machen. Das ist zum Beispiel eine schlechte Angewohnheit. Ich habe bestimmte Wörter gelernt und mir gemerkt, als ich noch nicht so gut sprechen konnte. Und jetzt merke ich, meine Aussprache bei diesen Wörtern ist immer noch schlecht. Also muss ich mich jetzt konzentrieren, diese Wörter normal auszusprechen oder besser auszusprechen. Und das fühlt sich ein bisschen an wie doppelte Arbeit. Aber ich glaube, für mich ist das der richtige Weg. Für mich ist das einfach der einfachste Weg gewesen, mir nicht so viele Gedanken über die Aussprache zu machen und erst viel zu hören und ein bisschen zu sprechen. Und jetzt am Ende versuche ich, die Aussprache zu verbessern. Andere schlechte Angewohnheiten? Hm, ich glaube, es gibt sehr, sehr viele schlechte Angewohnheiten, die man haben kann. Eine davon ist zum
– Kurzfristige Absagen & der Klassiker „Tom“
SpeakerBeispiel, kennt ihr das, wenn Freunde einem Termin oder einem Treffen zusagen und dann aber im letzten Moment absagen? Kennt ihr das? Also zum Beispiel, ich verabrede mich mit einem Freund zusammen, irgendwo etwas trinken zu gehen. Und ich denke, okay, diese Person hat Lust. Wir treffen uns zum Beispiel am Freitag. Ich freue mich darauf. Und dann eine Stunde vorher kommt die Nachricht, hey, es tut mir leid. Es ist etwas dazwischen gekommen. Ich habe doch keine Zeit. Lass uns bitte nochmal nächste Woche treffen. Komischerweise passiert das meistens bei den gleichen Personen und nicht allen Personen. Ich glaube, manche Leute haben vielleicht die schlechte Angewohnheit, nicht Nein sagen zu können. Ich glaube, wenn man nicht Nein sagt, dann ist das manchmal schlimmer als Nein zu sagen. Also wenn mich jemand fragt, hey, zum Beispiel, hast du Lust, mit mir ins Kino zu gehen, diesen Film zu schauen? Aber ich interessiere mich nicht für diesen Film, dann ist es besser, wenn ich einfach sage, hey, tut mir leid, aber ich mag den Film nicht. Er interessiert mich nicht. Vielleicht können wir irgendwas anderes machen. Ich glaube, das ist besser als zu sagen, ja, aber eigentlich denke ich, nein. Und dann sage ich vorher ab. Kurzfristig. Ja, dieses Thema hat jetzt keine Verbindung zu meinem echten Leben, im Moment jedenfalls. Aber ja, früher, vor allem während der Schulzeit, hatte ich das sehr oft. Es gab immer diesen einen Freund, wenn wir was zusammen gemacht haben mit meiner Freundesgruppe, dann gab es immer einen Freund, Tom. Dieser Freund hieß Tom. Tom kam immer zu spät. Oder gar nicht. Aber wir dachten immer, er kommt und wir haben uns immer gefreut, weil er ist eigentlich ein super Typ gewesen und das war immer sehr lustig. Und er hat immer gesagt: Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall komme ich am Freitag. Und dann, ja, ich treffe mich mit meinen Freunden oder habe mich mit meinen Freunden getroffen und er kam nicht. Und dann kam vielleicht eine halbe Stunde später eine Nachricht: Hey, tut mir leid, meine Großmutter ist krank. Oder es tut mir leid, mein kleiner Cousin möchte heute mit mir einen Film schauen. Es waren immer solche Ausreden, denke ich. Also ich glaube, das war nicht wirklich der Grund. Ich glaube, er hatte manchmal einfach keine Lust, um ehrlich zu sein. Ja, das ist vor allem, wenn man jünger ist, ist das, denke ich, normal. Jeder hat diese Art von Freund in seinem Freundeskreis mit dieser schlechten Angewohnheit. Aber wenn man erwachsen wird, dann sollte man das auf jeden Fall nicht mehr machen. Das finde ich wirkt so, als respektiert man nicht die Zeit seiner Freunde. Ja, und eigentlich habe ich gar nicht solche Freunde. Also natürlich hin und wieder kommen einfach Sachen dazwischen im Leben. Das ist okay. Aber wenn so etwas öfter passiert, dann merkt man irgendwann, dass es eben einfach diese schlechte Angewohnheit ist. Und das ist nicht gut. Ja, sagt lieber einfach nein, wenn ihr keine Zeit habt, statt Ja zu sagen. Falls ihr selber dieses Problem habt. Und welche schlechten Angewohnheiten habt ihr so? Ich glaube, meine schlechte
– Ganz ehrlich: Meine eigenen Schwächen
SpeakerAngewohnheit ist Kaffee und Nikotin. Ja, eines Tages werde ich das ändern. Nicht im Moment. Manchmal, manchmal genießt man schlechte Angewohnheiten auch. Man weiß, dass sie schlecht sind, aber man will es vielleicht nicht ändern. Irgendwann, irgendwann werde ich es ändern. Also ich rauche nicht. Ich rauche jedenfalls keine normalen Zigaretten mehr. Oder keinen normalen Tabak. Ich habe diese E-Zigaretten. Ich weiß, die sind auch natürlich nicht gut. Aber vielleicht etwas besser als Zigaretten. Hoffentlich. Ja, aber das ist eine schlechte Angewohnheit, die ich irgendwann ändern möchte. Wenn ich vielleicht ein bisschen mehr Ruhe in meinem Leben habe und Zeit habe, mich darauf zu konzentrieren. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.