Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - B2 Intermediate)

#32 - Mein Wochenende & Ausflug (B1-C1) | Learn German Listening Practice

Lehrer Ben Season 1 Episode 32

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Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir: Von einer lokalen Karaoke-Bar über ein traditionelles japanisches Holzhaus mit Berliner Bratwurst war alles dabei. Jetzt packe ich die Strandtasche für einen Roadtrip am Montag, denn in Japan steht der Feiertag „Uminohi“ (Tag des Meeres) an. Außerdem erzähle ich euch, wie die Umstellung auf den japanischen Linksverkehr lief und warum Autofahren hier entspannter ist als in Deutschland.

Wichtige Vokabeln und Redewendungen:

der Linksverkehr | Wenn Fahrzeuge auf der linken Straßenseite fahren (Gegenteil: der Rechtsverkehr).
Vorfahrt haben | Das Recht haben, an einer Kreuzung oder Einmündung im Straßenverkehr zuerst zu fahren.
sich umgewöhnen | Sich an eine neue Situation, Umgebung oder veränderte Regeln anpassen.
das Tempolimit | Die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge auf einer Straße.
rücksichtsvoll | Aufmerksam und rücksichtnehmend auf die Bedürfnisse anderer (z. B. andere Autofahrer).
etwas unternehmen | Aktiv werden und in der Freizeit eine Aktivität oder einen Ausflug machen.
etwas ignorieren | Etwas absichtlich nicht beachten oder links liegen lassen (z. B. rote Ampeln).
etwas dazwischenkommen | Wenn ein unerwartetes Ereignis Pläne oder Termine kurzfristig ändert.


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– Mein Wochenende: Zwischen Karaoke-Bar und Berliner Kultur mitten in Japan

SPEAKER_00

Hallo, willkommen zurück bei immer wieder Deutsch. Bei mir ist es jetzt Sonntagabend, der 19. Juli, und ich hatte ein gutes Wochenende, viel zu tun. Ich war viel unterwegs und heute erzähle ich euch ein bisschen darüber und was ich morgen mache. Ich war dieses Wochenende am Freitag in der Stadt, hier in Japan bei mir in der Nähe und war in einer Karaoke-Bar und habe den lokalen Leuten hier ein bisschen beim Singen zugesehen. Das war sehr interessant. Ich habe selber nicht gesungen, aber ich habe den Leuten in der Bar zugesehen, mich ein bisschen unterhalten, ein bisschen etwas getrunken und hatte sehr viel Spaß am Freitagabend. Nicht sehr lang, nur vielleicht ja zwei oder drei Stunden war ich dort und bin dann wieder nach Hause. Und Samstag war ich dann, also Samstag am nächsten Tag, bin ich in einen Café gegangen. Und zwar ein Café, was einem Deutschen gehört, der hier in Japan lebt. Und das ist ein älterer Mann, der aus Berlin kommt, ursprünglich. Also ich glaube, er ist jetzt so etwa Mitte 70 Jahre alt und hat ein kleines Café in einem alten japanischen Haus. Ein sehr traditionelles Haus mit viel Holz. Und dort gibt es deutschen Kuchen und Wurst, Bratwurst, deutsches Brot mit Brotbelag. Es gibt deutsches Bier und deutschen Wein. Und ja, für mich ist das sehr schön. Hier gibt es nicht so viele deutsche Leute in der Gegend, wo ich wohne. Deswegen ist es für mich eigentlich ganz schön, mal hin und wieder Deutsch zu sprechen, weil ich im Alltag eigentlich fast nur Japanisch spreche. Und ja, das war mein Samstag. Ich war dort, habe mich mit dem Mann unterhalten, warum er hier wohnt. Und er hat mir sehr viel erzählt über die Geschichte von diesem Haus, in dem er wohnt. Und dass er viele Jahre in Japan gelebt hat, viele Jahre wieder in Deutschland gelebt hat und immer so hin und her gewechselt ist zwischen den beiden Ländern. Dann kommen wir zu heute Sonntag. Heute war ich ein bisschen Einkaufen, weil ich morgen mit dem Auto an den Strand fahre im Norden von hier. Also es sind ungefähr drei Stunden mit dem Auto, denke ich. Und das ist ein sehr schöner Sandstrand mit hellblauem Wasser und ja, wir haben gerade eigentlich perfektes Wetter, um an den Strand zu gehen. Also es sind jeden Tag im Moment circa 34 Grad bis 36 Grad. In der Nacht sind es ungefähr 26 Grad, wenig Regen,

– Strandpläne am Montag: Der japanische Feiertag „Uminohi“ (Tag des Meeres)

SPEAKER_00

also fast kein Regen eigentlich. Und ja, da will ich diesen Montag nutzen und mal ein bisschen etwas unternehmen und mit dem Auto fahren. Ja, das Autofahren ist natürlich hier in Japan anders als in Deutschland. Also ich habe den japanischen Führerschein jetzt. Ich konnte das wechseln von meinem deutschen Führerschein zum japanischen Führerschein. Das ging auch relativ einfach. Man muss eigentlich nur ein paar Dokumente ausfüllen und dann auf so ein Amt, Führerscheinamt oder wie auch immer man es nennt. Und dann kann man den Führerschein wechseln, wenn man seinen Führerschein in Deutschland gemacht hat. Ich glaube, es waren ungefähr 50 Euro oder so, die das gekostet hat. Und das ist okay. Hier in Japan fährt man allerdings

– Autofahren in Japan: Linksverkehr, Tempolimits und entspannte Straßen im Vergleich zu Deutschland

SPEAKER_00

auf der linken Seite. Also hier ist Linksverkehr, nicht Rechtsverkehr, so wie in Deutschland. Das heißt, die meisten Verkehrsregeln sind ja sozusagen umgekehrt im Vergleich zu Deutschland. Also wenn man rechts abbiegt, zum Beispiel hat man eben nicht Vorfahrt, sondern hier haben Linksabbieger Vorfahrt im Straßenverkehr. Man fährt auf der linken Seite und das Lenkrad ist auf der rechten Seite. Und das ist eigentlich gar nicht mal so schwierig gewesen, sich umzugewöhnen von deutschem Straßenverkehr zu japanischem Straßenverkehr. Weil hier in Japan ist der Straßenverkehr generell ein bisschen langsamer als in Deutschland. Es gibt mehr Ampeln zum Beispiel. Also man steht öfters an Ampeln. Das Tempolimit hier, wo ich wohne, ist meistens, ich glaube fast die meiste Zeit 40 kmh und manchmal 50 kmh. Und es gibt eigentlich relativ wenige Orte, an denen man schneller fahren darf. In Deutschland hat man ja zum Beispiel zwischen den Ortschaften meistens ein Tempolimit von 100 kmh, manchen Situationen 80 kmh und auf der Autobahn ja sehr viele Orte, an denen man kein Tempolimit hat. Das gibt es hier in Japan nicht. Also der Verkehr ist ein bisschen langsamer hier. Und deswegen fühlt es sich eigentlich ein bisschen leichter an, hier Auto zu fahren. Man hat nicht so viel Stress, immer super schnell zu fahren, was ich eigentlich ganz gut finde. Und generell ist der Straßenverkehr relativ rücksichtsvoll. Also die Leute passen gut auf, außer manchmal die alten Leute, die ignorieren manchmal alles. Aber das gibt es auch genauso oft in Deutschland, denke ich. Ja, morgen früh stehe ich ungefähr um 5 Uhr morgens auf. Ich hoffe, ich kann das Haus um halb sechs verlassen und werde dann ungefähr drei Stunden Auto fahren. Am Morgen ist es vielleicht noch nicht ganz so heiß und so voll auf den Straßen. Denn morgen ist hier in Japan Feiertag und zwar Uminohi. Das ist auf Deutsch Tag des Meeres. Also ich habe ein bisschen Angst, dass viele Leute gleichzeitig auch die gleiche Idee haben wie ich und ans Meer fahren werden. Aber ja, so ist das eben. Ich freue mich eigentlich drauf, ein bisschen was zu unternehmen, ein bisschen mehr von Japan sehen zu können. Und ja, das war eigentlich mein Wochenende. Also heute hatte ich viel Unterricht. Am Morgen war ich, wie gesagt, ein bisschen einkaufen, habe eine Taucherbrille gekauft und Handtücher und sowas, was man eben für den Strand alles so braucht. Ja. Insgesamt ein sehr normales Wochenende, aber ich hatte viel

– Neue Wege gehen: Warum uns neue Erfahrungen und Orte im Leben guttun

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Spaß. Und ich merke immer wieder, es ist gut, andere Orte zu besuchen, an denen man vorher noch nicht war, wie dieses Café zum Beispiel oder diese Bar, in der ich war am Freitag. Ich bin vorher immer oft an dieselben Orte gegangen. Aber ja, eigentlich ist es immer am interessantesten, wenn man ein bisschen neue Erfahrungen machen kann. Und die hatte ich dieses Wochenende viel. Ja, das war's von mir. Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende. Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und wir hören uns beim nächsten Mal. Bis bald.