Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA ZNS Special: Einführung in Neuroanatomie
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ZNS Special: Schmeiß Hirn vom Himmel
- ...oder Backsteine, Hauptsache du triffst! Wir treffen euch in unserem Special zum zentralen Nervensystem mit allem was es so wichtiges über die grauen Zellen zu wissen gibt. Wir dürfen einen Homunculus aus einer Pyramide und viele weitere spannende Gäste begrüßen! Viel Spaß und viel Erfolg bei den Prüfungen!
Kapitel:
(00:00) - Bereiche des Gehirns
(19:11) - Gefäße
(21:21) - Liquorsystem
(25:58) - Rückenmark, Bahnsysteme und Basalganglien
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Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
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Hallo und herzlich willkommen. Ja, ähm, was denn? Ich weiß nicht, wenn es genau Zitus Hallo und herzlich willkommen zum El Spezialico Zitus Inversus TenNS. Wir haben im Team lange drüber geredet und sind der Meinung, dass es eine Schande wäre, wenn wir über die gesamte Anatomie reden und das Wichtigste vergessen, nämlich unser Hirn. Deswegen, liebe Freunde, macht euch gespannt auf eine Folge rund um das zentrale Nervensystem, rund ums Hirn und alles, was dazugehört, innen um an und was weiß ich wie. Und damit wollen wir jetzt direkt mal starten, weil das halt schon ein sehr, sehr wichtiger Teil unseres Körpers ist. Sehr, sehr viele regulatorische, hast du nicht gesehen, Funktionen. Aber am Anfang mal ganz kurze Gliederung, weil diese ganzen verschiedenen Definitionen von Nervensystemen mich am Anfang recht verwirrt haben. Und das sollte man, glaube ich, mal festhalten, bevor wir starten.
SPEAKER_04Ganz kurze Werbung.
SPEAKER_02Im letzten Semester habe ich endlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditricks gelernt. Merkhilfen wie zum Beispiel der campende Bäcker für den Campylobacter haben mir nicht nur einen Schmunzel auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.
SPEAKER_04Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, da klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINVESU15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditricks-Abo. SIDUSINVES15. Jetzt sichern. Das war's schon.
SPEAKER_03Ja, hallo auch von mir. Erstmal wisst ihr ja, dass man das Nervensystem unterteilen kann. Wir hatten schon öfter über das vegetative Nervensystem geredet. Das kann man abgrenzen vom somatischen Nervensystem. Also da hat man einmal ein Gegensatzpaar. Vegetativ heißt einfach alles, was letztendlich unbewusst abläuft, Körperfunktionen steuert, somatisch alles, was wir bewusst steuern können, vor allem eben Motorik und auch was wir natürlich bewusst wahrnehmen. Dann kann man das Nervensystem aber nochmal komplett anders einteilen und einfach nach der Lage gehen und sagen, wir haben ein peripheres Nervensystem, was letztendlich die ganzen Nerven, die wir zum Beispiel bei Extremitäten und sowas behandelt haben, beinhaltet. Und andererseits das zentrale Nervensystem, was letztendlich einfach nur aus Rückmark und Gehirn besteht.
SPEAKER_05Genau, und da wollen wir jetzt einsteigen und natürlich ist da das Gehirn die Nummer wichtiger als das Rückenmark. Deswegen ist das halt eben was, womit wir starten wollen.
SPEAKER_03Man muss sich auch ganz kurz vielleicht noch klar machen, warum brauchen wir überhaupt so ein Nervensystem? Warum brauchen wir jetzt das Gehirn? Warum brauchen wir das Rückenmark? Es ist ja letztendlich so, dass unser Körper wie eine Art große Fabrik funktioniert, wo alle Bereiche irgendwie unterschiedliche Aufgaben haben. Und dieses Arbeitsteilungsprinzip bedeutet, dass wir irgendwas brauchen, quasi den CEO, der das Ganze koordiniert. Und das macht quasi unser zentrales Nervensystem. Wenn wir jetzt erstmal das. Die Jeff Bezos eines Körpers. Ja, nicht mehr, ne? Ja, nicht mehr, stimmt. Wenn wir jetzt das Gehirn anschauen, dann entwickelt sich das in der Embryonalentwicklung aus einer Art Rohr, das an verschiedenen Stellen unterschiedlich schnell wächst. Und dadurch bekommen wir so Bläschen. Und das ist quasi so die erste Anlage des Gehirns. Und ich glaube, nach fünf Wochen ungefähr hat man fünf Bläschen. Und anhand dieser fünf Bläschen können wir das Gehirn jetzt nämlich einteilen. Es gibt einmal das Nachhörn oder auch das verlängerte Mark, die Medola oblongata. Dann das Hinterhirn, das heißt Metenzephalon, und dieses Metenzephalon unterteilen wir dann weiter in Pons, also die Brücke, und das Cerebellum, also das Kleinhirn.
SPEAKER_05Das hat man schon mal gesehen, dass dieses komische kleine Diggens, was da hinten dran hängt. Ich habe mir jetzt halt gemerkt, dass halt dieses komische Kruspilder, dieses Kleinhirnteil, irgendwie halt noch über eine Brücke ans Hirn angebunden sein muss und deswegen ist das halt Pons.
SPEAKER_03Genau, und jetzt das dritte Bläschen ist das Mittelhirn oder auch Mesenzephalon. Das vierte Bläschen ist das Zwischenhörn, das Dientzephalon. Und das fünfte Bläschen ist das Großhirn, lateinisch Zereprum oder auf Griechisch dann Telenzephalon. Genau.
SPEAKER_05Und ich denke, diese vier, diese fünf Bläschen, wenn man sich die mal übereinander vorstellt, dann kann man das auch ablaufen. Das macht dann 80.000 Windungen und Drehungen, das hast du nicht gesehen, damit es am Ende so komisch aussieht, wie es halt aussieht. Aber grundsätzlich, diese Struktur kann man schon von oben nach unten oder von unten nach oben, wie auch immer, schon irgendwie durchverfolgen. Und tatsächlich kann man halt eben anhand dieser Einteilung auch gewisse Funktionsüberblicke geben, die man sich gut mal für einen Überblick mal anschauen kann und noch merken kann.
SPEAKER_03Wir sind das Ganze jetzt von kaudal nach Kranial durchgegangen. Und man kann, wenn man jetzt vor allem das Funktionelle anschaut, nochmal leicht von der Einteilung abweichen und das Nachhören, also die Medola oblongate, das Mittelhirn und die Pons als Hirnstamm zusammenfassen. Und wenn wir jetzt auf die Funktionen der einzelnen Bestandteile gehen und uns mal den Hirnstamm vornehmen, dann haben wir da vor allem unbewusste Funktionen. Das sind zentrale, lebenswichtige, unwillkürlich ablaufende Funktionen, die dort liegen. Zum Beispiel wird da die Wahrnehmung von Körperlage im Raum und die Wahrnehmung äußerer Reize integriert. Es gibt das Kreislaufzentrum, das Atemzentrum, Reflexzentren, Zentren zur Nahrungsaufnahme. Das ist doch auch, glaube ich, der Teil, der am ältesten ist.
SPEAKER_05Ich glaube, ich meine, der, dieses Stammding hat sich, glaube ich, zuerst entwickelt und dann ist den Leuten aufgefallen, dass man denken kann, dass es gar nicht so blöd ist. Dass es ganz nützlich ist, aber gut.
SPEAKER_03Ja, dann haben wir im Grunde schon mal so die Hauptfunktion des Hirnstamms. Wie gesagt, da sind eben dieses Kreislaufzentrum, Atemzentrum, das ist da, glaube ich, so das Zentralste. Dann gibt es, wie gesagt, das Kleinhirn, was da noch so hinten dranhängt. Da müssen wir erstmal generell, glaube ich, noch festhalten, dass wir zwischen grauer und weißer Substanz unterscheiden.
SPEAKER_05Ja, ich glaube, das hatten wir schon mal erwähnt, weil es ging ja schon mal so ein bisschen ums Rückenmarkt um die Verschaltung, aber auf jeden Fall ist es, denke ich, sinnvoll festzuhalten, dass wir quasi zwischen Schaltzentren steckern und Kabeln unterscheiden müssen, dass quasi, wie man halt auch sagt, die grauen Zellen anzustrengen, genau das ist, was es halt eben ist, weil das Graue sind Zellen. Also das sind Zellkörper, wo die Verschaltung stattfindet, wo 17.000 verschiedene Reize ankommen, verarbeitet werden, bliblab. Und das Weiße sind an sich die Kabel, die an sich nichts können, als Stromsignale in einer gewissen Frequenz auszusenden. Mehr, mehr, mehr kann das nicht. Ein bisschen Isolierungszellen, aber das war's. Und was man vielleicht am Anfang mal festhalten kann, ist, dass im Gehirn die graue Substanz außen liegt, obwohl sie in meinen Augen nicht grau ist, sondern mehr so grau-rosa. Also super grau finde ich die jetzt nicht, um ehrlich zu sein.
SPEAKER_03So beige.
SPEAKER_05Ja, also aber ich hätte sie jetzt nicht grau genannt, aber grau, halten wir fest, grau. Also bei dem Text grau.
SPEAKER_03Im Kleinhirn bildet diese grau- und weiße Substanz auf jeden Fall so eine schön anzuschauende Struktur. Wenn man sich so ein Schnittbild anschaut, dann hat man da den Arborbitae. Das Kleinhirn ist generell so ein Zentrum der Willkürmotorik. Und das spielt ganz viel rein in zum Beispiel Muskelkoordination oder auch so diesen grundsätzlichen Muskeltonus, zum Beispiel, dass man, wenn man sich halt bückt, nicht umfällt. So was macht das Kleinhirn. Und da werden viele, viele eingehende Reize verarbeitet und über efferente Bahnen dann zum Beispiel an den motorischen Apparat übertragen. Jetzt haben wir das Kleinhirn. Dann kommt als nächstes, hat mir gesagt, das Zwischenhörn. Das Zwischenhirn oder auch die Encephalon genannt, besteht aus vier Anteilen. Einmal dem Thalamus, das sind hauptsächlich graue Zellmassen. Und da werden sensorische und motorische Informationen umgeschaltet, bevor sie ins Telencephalon, also ins Großhirn, gelangen.
SPEAKER_05Der macht auch so ein bisschen sieb, ne? Ja, genau. Das ist doch auch so Geschichten, wenn da Leute Störungen haben, kann man nicht mehr differenzieren, was jetzt wichtig ist und was nicht. Und man kann quasi Reize nicht mehr filtern. Weil wenn man halt mal drüber nachdenkt, wenn wir jetzt hier so sitzen, dann haben wir tausend Lichtreize, dann kommt hier mal ein Brummen, da mal ein Knacken, Tim redet mit mir und dieses und jenes. Aber trotzdem kann ich mich, weil Tim so unfassbar spannend und toll erklärt, trotzdem vollkommen darauf fokussieren, was er mir hier erzählt. Und das ist halt eben was, was halt eben auch der Thalamus macht, weil das so ein bisschen so, wie soll ich sagen, so die Schaltzentrale und der absolute Killer ist.
SPEAKER_03Das stimmt, also der Thalamus reguliert quasi mehr oder weniger, was überhaupt in unser Bewusstsein vordringt. Außerdem ist der Thalamus die Zentrale des vegetativen Nervensystems. Dann der zweite Teil des Zwischenhörns ist der Hypothalamus. Der steht mit der Hypophyse in Verbindung. Die Hypophyse ist diese Drüße, die im Zellaturtika drin liegt.
SPEAKER_05Mal ganz kurz, ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat, aber warum genau heißt dieses Ding Hypothalamus und das andere Ding Thalamus? Ich habe so lange gebraucht, um zu verstehen, dass das nichts miteinander, zumindest nichts direkt miteinander zu tun hat. Ich meine, die sind ja verschaltet, aber es ist jetzt ja nicht so, dass die jetzt so, wie so, keine Ahnung, wie jetzt Hypophyse und Hypothalamus wirklich so ineinander hängen. Ich weiß nicht. Der Hypothalamus liegt einfach tiefer, oder?
SPEAKER_03Ja, aber warum? Also unter dem Thalamus.
SPEAKER_05Aber nenn das Ding doch anders, wenn es. Also ich weiß nicht.
SPEAKER_03Ich finde es uncool, aber. Jedenfalls ist der Hypothalamus also, wie gesagt, ein anderer Teil des Zwischenhörns. Und der steht mit der Hypophyse in Verbindung. Der Hypotalamus ist so eine ganz wichtige Zentrale des Hormonsystems. Da gibt es verschiedene Achsen, über die dann zum Beispiel auch die Schilddrüse gesteuert wird, über die die Adrenalinproduktion im Nebenmarkt gesteuert wird und so. Da gibt es ganz viele Hypothalamus-Hyphysen-Achsen. Und wie gesagt, Zentrale des Hormonsystems und der Hypothalamus ist auch verschaltet mit anderen Gehirnzentren. Und darüber wird zum Beispiel auch sowas wie Blutdruck, Temperatur, pH, jetzt wird da alles kontrolliert.
SPEAKER_05Das heißt, quasi an sich ist ja so diese Kombination aus Hypothalamus und Hypophyse, so die Umschaltstelle zwischen Nervenimpulsen und tatsächlich humoralen Immunantworten, äh nicht Immun, was? Immunantworten, nicht Immunantworten, sondern Hormonantworten, die halt eben am Ende auch an Organen wirken. Weil ja an sich die Hypophyse ja zumindest teilweise halt auch eine Drüse ist, die halt eben das hinbekommt, auch gewisse Hormone auch auszuschütten, die dann weitere Wirkungen und bla und bla machen. Und da ja eben so ein bisschen quasi so der Hormonoutput des Hirns ist.
SPEAKER_03Ja, das ist auch super interessant. Also der Hypothalamus schüttet zum Teil schon Hormone aus, die auf die Hypophyse wirken und die schüttet dann wieder Hormone aus, die auf andere Drüsen wirken.
SPEAKER_05Freut euch auf die Biochemie, Freunde.
SPEAKER_03Ja. Naja, jetzt nochmal zum Zwischenhirn. Also wir haben jetzt Thalamus, Hypothalamus. Der dritte Teil des Zwischenhirns ist der Epithalamus. Die Zirbeldrüse. Nicht ganz. Die Epiphyse ist dann die Zirbeldrüse. Damit steht der Epithalamus in Verbindung. Ja, okay, gut, ja. Hand auf mein Haupt. Alles gut. Und die Epiphyse produziert Melatonin. Und Melatonin, ja, genau. Das ist dieses Hormon, was eben vor allem nachts produziert wird.
SPEAKER_05Und deswegen auch, liebe Freunde, bringt eure liebe Zirbeldrüse nicht ganz so durcheinander und geht auch in der Klausurenphase tätig schlafen und steht lieber morgens wieder auf, weil tatsächlich dieser Tag Nachhotmus doch schon recht sensibel ist und da auch viel, viel mehr dran hängt, als man denkt. Also auch so Cortisol gekrempelt, hatte alles was mit zu tun.
SPEAKER_03Gerade blaues Licht, das da auch ziemlich stetlich für die Melodie.
SPEAKER_05Ich bin da Riesenfan von. Ich finde das super. Wenn man das dann dann am Handy oder am Rechner irgendwann macht und da macht das Ding das gelb, ich finde es toll. Fällt mir richtig gut.
SPEAKER_03Ja, und das ist eben alles für die Epiphyse letzte Jahr.
SPEAKER_05Suppildrüse, schön.
SPEAKER_03Dann gibt es noch den Subtalamus. Da sagen wir jetzt nichts weiter dazu. Der ist da. Cool. Das sind so die vier Anteile des Zwischenhörs. Grüße gehen raus. Ja. So, jetzt haben wir bisher alles abgehakt. Bis auf das Wichtigste.
SPEAKER_05Bis auf das, also jetzt mal ganz ehrlich, das, was wir jetzt besprechen, ist doch das, was jeder malen würde, wenn man sagt, mal mal ein Hirn. Also erstmal ganz ehrlich, ich kenne niemanden, der anfangen würde, eine Pons zu malen. Sorry, aber deswegen geht es um die Liebe Große im Rinde, da hängt noch ein bisschen mehr mit drin, aber das ist ja dieses Geschwülzige, Gewulstete mit diesen Einkerbungen und was weiß ich, was man malen würde, wenn man sagt, Malmahn-Hirn. Und das ist halt eben auch der Teil, der für uns, was das Denken angeht, der willkürliche ist. Also damit wird gedacht, damit wird halt eben auch viel Willkürarbeit betrieben. Und den kann man einteilen in vier Läppchen. Quasi einen Frontallappen, einen Parietal, einen Occipital und einen Temporallappen. Temporal ist das Ding außen, frontal, naja, der vorne. Dann occipital ist der Teil hinten, also quasi hintere Teil und Parietal liegt so in der Mitte. So ein bisschen. Zwischen Frontal und Okzipital.
SPEAKER_03Also Parietal kann man sich eigentlich wie bei so einem Scheitel halt vorstellen. Der Scheitellappen. Generell besteht das Großhirn dann aber auch aus zwei Hemisphären, also zwei Großhirnhälften eben. Die sind durch die Fisura longitudinalis cerebri getrennt, die sind aber auch verbunden über den Balken, das sogenannte Corpus callosum. Das ist die stärkste weiße Kommisur. Und was eine Kommisur ist, bringen wir da noch kurz. Die Oberfläche des Großhirns besteht jetzt aus Furchen, sogenannten Sulki und Windung, den Gyri.
SPEAKER_05Also nicht wie beim Griechen, sondern Gyrus mit U. Ja.
SPEAKER_03Und man hat eben vor allem 40% graue Substanz, dass die der Cortex an sich. Und dann haben wir noch 60% Hirnmark, also die weiße Substanz. Die meisten Funktionszentren, die es eben im Großhirn gibt, sind in beiden Hemisphären vorhanden. Und man kann auch das Großhirn noch in Rindenfelder unterteilen. Und da gibt es eben bestimmte Areale, die bestimmte Funktionen haben.
SPEAKER_05Wie zum Beispiel, also wenn man sich jetzt mal die großen Sinne anschaut, was ich nicht ganz sinnvoll finde, aber was halt so ist, ist, dass quasi an der letzten Spitze hinten der Teil sitzt, der das Sehen verarbeitet, also quasi das Gesicht oder das Sehzentrum halt genau gegenüber vom Auge liegt vom Kopf quasi. Finde ich eigentlich ganz witzig, aber naja. Und sowas zum Beispiel, genauso wie das Sprachzentrum, kann man so temporal ansiedeln. Da gibt es halt zwei verschiedene.
SPEAKER_03Einmal das Broker-Areal, das ist das motorische Sprachzentrum, und das Wernicke-Areal, das ist das sensorische Sprachzentrum und daher findet so alles Semantische statt. Ja. Und deshalb kann man auch, es gibt ja zum Beispiel die Wernicke-Aphasie und sowas. Und da schaut man dann immer, versteht der Patient mich jetzt und kann sich nicht ausdrücken? Oder kann er sich ausdrücken, versteht mich aber?
SPEAKER_05Ganz kurz, was ich da so echt spannend fand, das hat mir damals mein Dozent erklärt, wenn man zweisprachig aufwächst, dann hat man zwei. Wenn du bis, also vor dem sechsten Lebensjahr eine zweite Sprache lernst, dann hast du zwei verschiedene von diesen Arealen. Und wenn du, weil es halt eben, also ich glaube Broka war das, weil halt eben verschiedene Sprachen, je nachdem, wo sie halt herkommen, verschiedene Laute von sich geben. Und wenn man quasi jetzt, so wie ich, ich habe Deutsch gelernt als Kind und sonst nichts, weil meine Eltern konnten, halt gut, die konnten ein bisschen Englisch, aber die haben mich jetzt nicht zweisprachig erzogen. Und wenn du dann halt aber Englisch lernst, dann musst du quasi aus den Lauten und aus der Semantik, die du halt bis zu deinem sechsten Lebensjahr gelernt hast, gucken, dass du das irgendwie ins Englische zusammenfriemelst. Aber wenn du halt quasi zwei Sprachen lernst, dann hast du auch nachweisbar zwei von diesen Zentren. Das finde ich saugeil. Deswegen bin ich echt neidisch auf alle, die mehrsprachig aufgewachsen sind. Das ist der Hammer. Ja, das war nur so nebenbei.
SPEAKER_03Was man noch kurz erwähnen muss, ist die Motorik. Es gibt einen zentralen Sulkus, der quasi einmal quer übers Gehirn drüberzieht. Den Sulkus zentralis. Und es gibt eine Windung, die da vorliegt, den Gyrus präzentralis. Oh. Das ist der primär motorische Kortex. Und der Gyrus postzentralis ist der primär somatosensorische Kortex. Das heißt, wir haben Somatosensorik und Motorik da ganz eng beieinander liegend. Und wir werden später nochmal drauf kommen, welche Bahnen aus dem primärmotorischen Kortex letztendlich zu Muskelbewegungen führen können.
SPEAKER_05Und es gibt 1000 und 17.000 Zentren, wo man sagen kann, da kommt die Assoziation, ja dieses und Genes, aber das ist alles ein bisschen viel jetzt. Also ich denke, das mit dem Sehen sollte man sich merken und das mit der Sprache. Und jetzt haben wir gerade eben schon angeschnitten von wegen Kommissur und Blionbla, weil es gibt noch verschiedene Arten von Fasern, die man sich merken sollte. Und zwar unterteilt man die so ein bisschen in Fasern, die von rechts nach links, von links nach rechts gehen und die von vorne nach hinten verlaufen, also quasi einmal innerhalb einer Hemisphäre und zwischen den Hemisphären und hat Fasern, die sich rausmachen.
SPEAKER_03Innerhalb einer Hemisphäre haben wir Assoziationsfasern zwischen verschiedenen Bereichen. Zwischen den beiden Hemisphären, vor allem der Balken, also das Corpus Callossum ist dafür ein Beispiel, gibt es sogenannte Kommisurenfasern. Und alles, was dann aus dem ZNS rauszieht, beziehungsweise eben auch aus dem Gehirn zumindest ins Rückenmarkt zieht, das sind sogenannte Projektionsfasern. Genau.
SPEAKER_05Und jetzt kann man sich natürlich fragen, wie kriegt das ganze Energie? Weil das scheint relativ anspruchsvoll zu sein, was da oben abläuft. Und das hatten wir schon mal angeschnitten, dass da die Karottes interna so ein bisschen, wie soll ich sagen, federführend ist. Aber ich finde es immer noch witzig, dass in dem Lehrbuch, was wir benutzen, um uns vorzubereiten, steht drin, die Abgänge der Karottes interna bleiben den Spezialisten vorbehalten. Und genau so handhaben wir das auch. Wir merken uns, dass die Karottes interna zu Arteria cereprimedia wird. Fertig, reicht. Wo kommt noch was her? Wir hatten schon unsere ehrenwerten Freunde, die Arteria vertebralis, die kommen halt eben logischerweise von hinten, vereinigen sich dann zu einer Arteria basilaris und diese Basilaris und die vertebralis versorgen dann das Kleinhirn mit, mit drei Arterien, einer oberen und zwei unteren, also eine Arteria cerebellis superior, also superior cerebelli, wie auch immer, und zwei Inferioren, einer Anterior und einer posterioren. So, was macht das Großhirn? Kommt von der Basilaris aus eine Arteria cerepri posterior, die Media hatten wir schon und da gibt es nur eine nach vorne, die Arteria cerepri anterior. Und diese cerepriarterien, die sind jeweils mit Arteria kommunicans verbunden. Also dadurch ergibt sich so einen supergeilen Zirkel.
SPEAKER_03Der Zirkulus arteriosus vilisi. So ist es. Also wir haben da überall Anastromosen, die sind aber nicht alle ausreichend, um einzelne Ausfälle zu kompensieren.
SPEAKER_05Aber diese Arterien sind wichtig, weil zum Beispiel, was ich auch sehr spannend finde, man kann bei Ultraschall von quasi Embryonen, kann man über den Ultraschall der Arteria cereprimedia und der Durchflussgeschwindigkeit auf viele Krankheiten schließen. Sehr, sehr spannend. Also freut euch da drauf.
SPEAKER_03Was da auch spannend ist, ist, dass man natürlich auch bei einem Schlaganfall schauen kann, je nachdem, welches Gefäß letztendlich betroffen ist. Wenn man einen ischemischen Schlaganfall hat, sind unterschiedliche Hirnareale minder versorgt und dementsprechend fallen halt unterschiedliche Funktionen aus.
SPEAKER_05Was aber ganz spannend ist, habt ihr bestimmt schon mal gehört, dass das mit dem Blut und dem Hirn nicht so einfach, weil da gibt es halt diese Bluthirnschranke.
SPEAKER_00Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten dann was Neuem gebaut, der Situs Inversus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördkäfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf dervorklinikpodcast.de.
SPEAKER_04Dort gibt es auch die neuen Situs Inversus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan, auf Biobarmwolle gedruckt. Dervorklinikpodcast.de Quasi, die sind ganz, also bis
SPEAKER_05Auf ein paar spezielle Bereiche rund um die Hypophyse ist eigentlich alles ziemlich so gut isoliert, dass mehr oder weniger kein bis sehr, sehr spezieller Stoffaustausch stattfindet. Und damit das Hirn trotzdem gut versorgt ist, gibt es halt so ein, das nennt sich Ultrafiltrat des Blutes quasi in den Liquor. Und dieser Liquor ist quasi diese Gehirnflüssigkeit, die das ganze Hirn umgibt und halt eben in gewissen Plexus Coroidius produziert wird und halt eben durch so ein Ventrikelsystem läuft, bla bla, das ist, da kommen wir gleich noch in Ruhe drauf, aber zumindest sei festzuhalten, dass dieser Liquor halt eben sehr, sehr spezielle und wichtige Funktionen hat.
SPEAKER_03Ja, also erstmal, das Liquor System besteht aus vier Ventrikeln, die eben innerhalb des Gehirns liegen, und es gibt ein inneres und ein äußeres Liquasystem. Und zum äußeren Liquor-System gehört vor allem der Subarachnoidalraum.
SPEAKER_05Ja, da ganz kurzer Input zu Hirnhäuten. Es gibt drei Stück: eine Weiche, eine Spinnengewebs und eine Harte. Und so genau sind die angeordnet. Die Weiche liegt ganz, ganz, ganz fein auf dem Hirn drauf.
SPEAKER_03Die Piamatha.
SPEAKER_05Genau, die Piamatha. Dann gibt es halt so einen Zwischenspalt, der mit laut Esophasern halt aussieht wie ein Spinnengewebe, die Arachnoidea und außen halt eine harte Hirn, die Piamata, äh, die Dura Mata, hupsala, Dura für hart. Das ganz kurz festgehalten. Und was ich auch spannend fand, dass der Liquor von innen nach außen läuft. Also der wird im Hirn, also quasi in den Ventrikel in der Mitte produziert und läuft dann von innen durch das Ventrikelsystem nach außen, einmal außen rum und dann und dann nach unten.
SPEAKER_03Ja, es ist allgemein so, dass dieser Liquor eben, also diese Plexuscoroideae, die sind letztendlich, sind das Kapillarkneule, wo das Blut rausfiltriert wird. Dann haben wir den Liquor, der wird pro Tag 500 bis 700 Milliliter produziert. Wir haben aber im Liquor-System nur ein Volumen von 120 bis 200 Milliliter. Also da wird extrem viel produziert. Und jetzt fragt man sich natürlich, warum? Entweder, klar, wenn es Blutungen geben sollte, bräuchte man vielleicht einen schnellen Flüssigkeitsausgleich. Aber was eigentlich höchstwahrscheinlich eine sehr wichtige Funktion des Liquos ist, ist neben der Versorgung des Hirnparentyms mit Nährstoffen, vor allem neben Glucose und sowas, vor allem auch die sogenannte lymphatische Clearance. Und dieses lymphatische System, das ähnelt letztendlich unserem Lymphsystem, im peripheren Nervensystem, beziehungsweise halt generell im Körper. Und der Liquor nimmt quasi überall aus dem Hirnparentym Abfallstoffe mit, die werden durch den Liquor abtransportiert und gelangen dann letztendlich über die Liquorabflüsse ins vinöse System und können dann irgendwann ausgeschieden werden. Aber über den Liquor wird quasi, das ist quasi so die Müllabfuhr des Gehirns. Also darüber werden letztendlich die ganzen Abfallstoffe, die entstehen, abtransportiert.
SPEAKER_05So ist es. Und genau, läuft halt durch diese vier Ventrikel, das finde ich wenn man die raus sieht, das sieht so ein bisschen aus wie so ein Raumschiff aus irgendeinem abgefansten Science-Fiction-Serie. Also schau dich das mal an, läuft da halt durch und läuft außen rum. Aber ansonsten ist der Liquor halt noch so ein bisschen ein Dampfsystem, halt eben einfach, damit man, damit das hier nicht direkt gegen die Wand haut, wenn man den Kopf ein bisschen wackelt, ne? Aber ansonsten lässt sich da halt relativ viel sonst nicht mehr drüber sagen über den Liquor. Also es ist wichtig, aber. Aber halten wir fest. Der wird halt an vielen Stellen resorbiert, im Gehirn, wie aber auch im Rückenmark, weil es umgibt das gesamte zentralen Nervensystem, dieses Liquor-System. Und da zählt halt auch das Rückenmark mit zu. Damit wollen wir smooth überleiten zum Rückenmark. Was wir kurz nochmal anschließen wollen, weil es halt eben auch zum ZNS gehört. Ihr habt es schon mal gesehen, diese Schmetterling mit Vorderhorn, Seitenhorn und Hinterhorn hast du nicht gesehen, haben wir schon mal erklärt bei den vorherigen Folgen, aber das haben wir sogar mal erklärt, glaube ich. Aber es ist halt leider nichts, es ist halt leider noch komplizierter. Es tut mir leid, also ist das Leben.
SPEAKER_03Wir wissen ja, dass im Rückmarkt es quasi umgekehrt ist, dass die graue Substanz innen liegt und die weiße Substanz außen herum. Und wir hatten schon gesagt, die weiße Substanz sind letztendlich die Kabel, also vor allem Axone von Nervenzellen. Diese weiße Substanz kann man jetzt in verschiedene Bahnsysteme aufteilen. Es gibt natürlich einmal aufsteigende Bahnsysteme, also letztendlich alles, was affarent ist. Da unterscheidet man zwischen Hinterstrangbahnen, Seitenstrangbahn und Vorderseitenstrangbahnen. Und auf der anderen Seite kann man absteigende Bahnsysteme anschauen. Und da gibt es einmal die Pyramidenbahn und dann noch die extrapyramidalen Bahnen. Und ich glaube sollen wir zu jedem nochmal die Funktion sagen?
SPEAKER_05Ja, also ich denke, ein guter Überblick reicht, aber das ist halt jetzt recht viel Input, aber schaut euch das nochmal an, das ist wichtig, aber machen wir nochmal schnell.
SPEAKER_03Okay, also, wir hatten gesagt, aufsteigende Bahnen. Gibt es einmal die Hinterstrangbahnen. Das ist so für das ganze epikritische System. Also alles, was wir fein und vor allem auch bewusst wahrnehmen, die führen zum Cortex letztendlich. Dann gibt es die Seitenstranbahnen, die sind für unbewusste Propriozeption, also für die Wahrnehmung der Körperlage im Raum verantwortlich. Und, wir hatten schon gesagt, Kleinhüt macht ganz viel Koordination, deshalb führen die zum Cerebellum. Dann gibt es die Vorderseitenstran. Da gibt es verschiedene Anteile. Einmal so das sogenannte protopathische System und auch Systeme für Schmerz, Temperatur, Kitzeln und so weiter. Das führt alles erstmal zum Thalamus und da wird dann entschieden, wie es halt weitergeleitet wird. Dann hatten wir gesagt, es gibt absteigende Bahnen. Das ist also alles, was efferent und dementsprechend irgendwo motorisch ist. Wir hatten gesagt, es gibt im Cortex diesen einen Gyrus, den Gyrus präzentralis, der motorisch ist. Und da laufen dann letztendlich die Pyramidenbahnen los und kümmern sich um die Feinmotorik. Neben der Pyramidalmotorik gibt es dann noch andere absteigende Bahnen, die werden dann einfach extrapyramidalmotorische Bahnen genannt. Und wenn das, was aus dem Cortex war, fein war, dann ist das jetzt grob. Also da haben wir jetzt grobmotorik, vor allem auch so automatisierte und erlernte motorische Prozesse. Zum Beispiel, wenn ich jetzt Klavier spiele, dann ist das extra Pyramidalmotorik, weil ich sehe zwar die Noten und nehme die bewusst wahr, aber was ich letztendlich mit meinen Händen mache, dann denke ich nicht über jede einzige einzelne Bewegung nach.
SPEAKER_05Und ganz kurz, Tim kann krass Klavier spielen. Lass mal so als Input.
SPEAKER_03Danke. Und da haben wir jetzt verschiedene Ursprünge. Und insbesondere wichtig dafür sind die sogenannten Basalganglien. Das ist, glaube ich, jetzt auch die letzte Struktur, die wir noch kurz aufgreifen wollen.
SPEAKER_05Ja, also generell so die grobe Verschaltung von der Sensormotorik kann man mal mitnehmen.
SPEAKER_03Ja, die Basalganglien sind nochmal so ein bisschen special. Also das ist eine Gruppe von Hirnkernen, also ich glaube End- und Zwischenhirnkernen. Und die liegen vor allem in der weißen Substanz des Telencephalon, also des Großhörns. Und da gibt es einmal den Nucleus caudatus, das Putamen und den Globus pallidus.
SPEAKER_05Ja, und an sich, die liegen halt eben, also geht es auf beiden Seiten und quasi der Putamen wie der Globus pallidus, das sind mehr so, wie soll ich sagen, so runde ovale Dinger und der Globus pallidus liegt einfach weiter innen und das Putamen weiter außen und der Nucleus caudatus läuft quasi einmal so in so einem dünnen Würstchen, einmal außen rum und so sind die quasi aufgebaut, mehr oder weniger.
SPEAKER_03So ein bisschen wie wenn man ein Oreo zusammenpresst, vielleicht.
SPEAKER_05Ja, genau, genau. Das ist ein geiles Bild. Oreo, super. Also quasi Putamen, Globus Pallidus sind die Kekse. Wenn ich halt drauf drücke, dann quillt der Nukleus Cordatus so ein bisschen dabei raus. Geil. Krank. Ja, jetzt habe ich Lust auf Oreo, danke. Ja, toll. Aber gut. Ist das eigentlich ein Magenname? Ich weiß gar nicht. Runder Schokokeks mit weißer Füllung. Naja, Grüße gehen raus. Aber ganz kurz, unbezahlte Werbung, ne? Wir haben auch nichts dafür gekriegt. So ist das Leben. Naja, Freunde. Ja, genau. Und da gibt es halt eben relativ viele Feedback-Mechanismen über das kleine Hirn und über halt eben diesen prämotorischen, äh, ähm präm, helf mir. Der motorische Gyrus, prä Gyros präzentralis. Präzentralis, danke. Alter.
SPEAKER_03Übrigens, diese Jüri, äh, da. Da wollte ich jetzt drauf hinaus.
SPEAKER_05Der Homunculus, das ist mein Lieblingswort, wirklich der Hammer, ja. Also das Homunculus bedeutet quasi, dass man auf diesem Gyrus quasi von innen oben nach unten außen quasi einen Mensch drauflegen kann. In sehr, sehr unproportioneller Form. Aber zumindest kann man quasi sagen, dass man quasi oben mit der Hand und dem Kopf anfängt und unten mit dem Fuß aufhört. Und so kann man den quasi sich da drauflegen und dementsprechend auch sagen, wo welcher Teil wie innerviert wird.
SPEAKER_03Ja, also das hat mir, glaube ich, schon mal gebracht, dass die sogenannte Somatotopie. Also der Bereich im ZNS ist quasi so angeordnet, dass die Anteile des Körpers quasi von oben nach unten aufeinander folgen. Das heißt, wenn ich, zuerst habe ich zum Beispiel alles, was die Hand innerviert, und als letztes habe ich dann alles, was die Füße innerviert. Und so ist quasi auch dieser Bereich im zentralen Nervensystem organisiert.
SPEAKER_05Dieses Ding heißt halt Humunculus, weil halt eben die Verhältnisse nicht stimmen und deswegen sieht dieses Ding vollkommen seltsam aus, wenn man es sich aufmalt. Weil halt eben die Sensibilität der Hände viel größer ist als die, was weiß ich, des Bauchs oder so.
SPEAKER_03Der Bereich der Hand ist zum Beispiel auch deutlich größer. Ja. Und es sieht einfach so witzig aus.
SPEAKER_05Ich finde es einfach witzig. Also guckt euch mal an und das ist tatsächlich ganz spannend. Und davon ausgehen, dann über die Basalganglieren und übers Kleinhirn 17 verschiedene Umschaltungen und hast du nicht gesehen, die halt dann eben entweder über Pyramidalen, Extrapyramidalen Bahnen, wie auch immer nach unten gelangen und da halt eben sehr, sehr fein reguliert und auch gefeedbackt werden. Aber es ist tatsächlich recht komplex. Deswegen, das lohnt sich sich auch mal anzuschauen, aber sprengt, glaube ich, ein bisschen in den Rahmen jetzt. Ich weiß nicht. Aber eben mit dieser Motorik schließen wir die Anatomie jetzt final ab. Liebe Freunde der Sonne. Es war uns eine Ehre, jedes Mal wieder, jetzt über, ich glaube, 20 Folgen, euch berieseln zu dürfen. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Und was wir uns von euch wünschen würden, wäre Feedback. In welcher Form auch immer, seines Sternchen auf irgendwelchen Plattformen oder halt eben auch mal eine nette Nachricht über Instagram oder über E-Mail, wie auch immer. Das wäre tatsächlich. Oder auch eine kritische Nachricht. Ja, das meine ich damit. Also es wäre halt auch wirklich nett, wenn ihr uns mal sagt, was euch gefallen hat, was euch nicht gefallen hat und auch vielleicht, was ihr euch so wünschen würdet. Ich meine, wir haben jetzt für uns entschieden, was für uns wichtig ist, damit man die Anatomie gut überblicken kann. Und wie ja auch letzte Folge schon gemeint, es sind weitere Themen in Planung. Aber auch da würden wir uns echt wünschen, wenn ihr uns sagt, es gibt Themen, mit denen, über die ihr mehr gestolpert seid in der Vorbereitung seid, dann schreibt uns das und wir geben unser Bestes, es in vollster Präzision und gut aufzubereiten. Und dafür brauchen wir oder würden wir uns euer Feedback wünschen. Vom ganzen Team nochmal vielen, vielen Dank fürs Zuhören, viel, viel Freude bei allem, was noch kommt und viel Erfolg bei den Prüfungen.
SPEAKER_03Ja, auch von mir viel Erfolg, hat sehr viel Spaß gemacht.
SPEAKER_05Freunde, dann bis zum nächsten Mal. Das war's.
SPEAKER_03Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_04Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.