Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast

ANA Nase, Ohr, Hirnnerven I + VIII

Team Situs Inversus

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0:00 | 32:40

Schreib uns einfach xD

KOPF/HALS 3: Husten, Schnupfen, Heisterkeit

- Jeder kennt und jeder hasst sie – die laufende Nase im Winter. In dieser Folge beschäftigen wir uns mit einem Teil der Organe, die bei einer dicken Erkältung betroffen sind. Außerdem gibt's diesmal wieder coole Fun Facts und Merksprüche rund um eine Karotten-gefüllte Tuba und Jogi Löw. Hört rein und man riecht sich!


Kapitel: 

(00:00) - Nase

(14:28) - Mittelohr

(22:36) - Innenohr

(26:57) - Gefäße und N. VIII


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SPEAKER_01

Auf dem Boden liegt Yogi Löw weinend, vielleicht deswegen, weil.

SPEAKER_04

Dünnes Eis, dünnes Eis. Situs Inversus. So, hallo und herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus, heute Kopfhalsfolge Nummer 3. Wir gehen Richtung anderen Sinnesorgane, wir haben das Auge schon besprochen, jetzt geht's Richtung Näschen und Öhrchen. Ich habe so Mia heute da. Ja, hallo, die hat für euch eine Hustenstupfen Heiserkei-Thematik rausgesucht, um das Ganze ein bisschen didaktisch aufzubereiten. Ich bin sehr gespannt.

SPEAKER_01

Ja, genau.

SPEAKER_04

Ja, also gehen wir heute grundsätzlich davon aus, dass ich meine, dass wir Winter haben, dass wir eine Rotznase haben, dass wir grundsätzlich, was habe ich noch hier zugeschoben bekommen, Kopfschmerzen und Druck auf den Ohren, die Augentränen und die Pizza aus Situs, wenn ihr euch daran erinnert, schmeckt nicht mehr so gut. Und daran werden wir uns heute die Nase und das Ohr mit den jeweiligen Hirnnerven erarbeiten. Und ich gehe mal davon aus, dass es so wie immer richtig witzig wird.

SPEAKER_03

Ganz kurze Werbung.

SPEAKER_02

Ich benutze eigentlich Zeit Semester 2 ein Programm namens Anki. Da kann man so mit digitalen Karteikarten lernen, was das Lernen einfach viel effizienter macht. Für das Physikum gibt es da zum Beispiel auch vorbereitete Decks. Und das Coole ist, dass man Anki selbst nochmal erweitern kann. Und zwar mit sogenannten Add-ons. Und da gibt es ein neues von Meditrix, was wir im Team vorab testen durften. Da werden euch dann zum Beispiel im Physikumsdeck von AnkiFhil zusätzlich Merkilfen und Esis-Brücken von Meditrix angezeigt, sodass es dann nochmal viel abwechslungsreicher wird und mehr Sinne anspricht.

SPEAKER_03

Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditricks mal auszuprobieren, dann klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINV versus15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditricks-Abo. Sidusin versus 15. Jetzt sichern. Das war's schon.

SPEAKER_04

Ja, beginnen möchten wir mit dem Näschen. Am Anfang mal kurz einen Überblick über die Anatomie, ist bestimmt nicht so blöd.

SPEAKER_01

Genau, ja. Also es ist grundsätzlich so, dass die Nasenhöhle ist genauso wie die Orbiter, super komplex und aus acht Knochen zusammengesetzt. Die würde ich jetzt nicht alle runter beten. Ich finde, das bringt nichts, aber man kann sich das eigentlich auch sehr gut herleiten. Es gibt zum Beispiel eine Ostnasale, macht Sinn. Und dann eben Ost Palatinum. Und was eigentlich das Wichtigste, würde ich jetzt mal sagen, auch zur Nase, man sich auf jeden Fall merken sollte, das ist Ostetmoidale, weil wir da die Lamina Kribrosa haben. Und wenn ihr euch das schon mal angeschaut habt, dann wisst ihr, dass da die Riechnerven, die viele Olfaktoria durchziehen.

SPEAKER_04

Ja, diese Sieb-Dingens, ne? Ja, genau. Ich finde das sieht so aus wie ein feines Sieb. Genau, und das heißt auch genauso.

SPEAKER_01

Also diese Kribosa ist der leicht Begriff genau dafür. Also macht komplett Sinn. Was noch wichtigste ist, sind diese Conche Nasalis. Da gibt es einen Superior, Medius und Inferior. Und das Nasalis superior und Medius, die gehören, also diese Conche gehören zum Ostetmodale auch dazu.

SPEAKER_04

Muschel, ne, glaube ich. Conche, auch. Ja, genau, daschel.

SPEAKER_01

Gehören zum Ostetmoidale dazu und das Inferior ist so ein bisschen das Schottland unter den Muscheln. Und das ist ein eigenständiger Knochen. Aha. Und jetzt witzig. Wenn man sich jetzt mal überlegt, wozu gibt es die überhaupt? Das war mir am Anfang gar nicht so klar. Es sind einfach Auffaltungen in der lateralen Nasenwand, die dafür sorgen, dass wir eine Oberflächenvergrößerung haben und deswegen eine bessere Lufterwärmung und auch Befeuchtung haben.

SPEAKER_04

Also grundsätzlich nicht so riesig, schwierig. Daraus resultieren dann halt eben Meati, Öffnungen heißt das, glaube ich. Oder Meatus, also wie gesagt, Latein abgewählt, Meatus nasi, logischerweise dann Superior, Medius und Inferior, die dann jeweils unterhalb der gleichnamigen Concha sitzen. Ja, also soweit das Ganze.

SPEAKER_01

Ja, und da hat auch dieser mehr, also dieser inferiore Teil wieder eine Sonderrolle, weil hier mündet dann der Ductus naso lacrimalis, denn da könnt ihr euch vielleicht noch aus der letzten Folge dran erinnern. Da sabert es ein bisschen durch, wenn wir erkältet sind. Oder auch wenn der verstopft ist, dann tränen die Augen.

SPEAKER_04

So ist es, ja. Also wie gesagt, das hat diese Verbindung dazwischendurch, das fand ich super fancy, sich das auch mal anzugucken, wenn man die Möglichkeit dazu hat, weil das war mir echt nicht bewusst, dass das Augen und die Nase verbunden sind. Das sind komplett random, also ich weiß auch nicht. Aber es hat ja, es hat ja eine Daseinsberechtigung. Das darf man ja nicht vergessen, ja.

SPEAKER_01

Ja, genau. Dann auch wichtige Strukturen sind auf jeden Fall der Übergang in den Rachenraum, das sind die Chuanen. Und an der Stelle mündet auch die Tuba Auditiva, auf die wir später nochmal zurückkommen beim Ohr.

SPEAKER_04

Die Ohrtrompete.

SPEAKER_01

Oh ja. Und die Nasenschleimhaut, die ist auch ziemlich wichtig, weil das ist eigentlich auch relativ logisch, die enthält ganz viele Schleimdrüsen, die Glandula Nasalis. Und wenn ihr euch jetzt mal gefragt habt, warum, wenn nicht jetzt, wenn man aus dem Haus rausgeht oder auch wenn man vom Kalten draußen wieder reinkommt, warum da die Nase plötzlich anfängt zu laufen, das liegt daran, dass dann die Durchblutung stark angeregt ist und deswegen die Schleimproduktion auch angeregt ist.

SPEAKER_04

Aber macht ja Sinn, ne, durch Durchblutung, ja, und dann geht es ab. Wir hatten schon angekündigt, dass wir nochmal die Gefäße nennen möchten, die wichtig sind für die einzelnen Organe. Ich meine, einen Überblick haben wir jetzt ja schon, aber es ist grundsätzlich nicht blöd, sich das nochmal zu wiederholen, weil es einfach echt nicht so super einfach ist. Da haben wir also quasi von Ventral und von Dorsal kommend Kollegen, die damit versorgen. Die Arteria ophtalmica aus der Karottis interne, hatten wir letztes Mal schon. Dann nochmal als Erinnerung, diese wichtige Anastomose über den Nasenrücken, Dorsalis, Nasi in Richtung Facialis, also super heißes Ding. Und von Dorsal kommend, die Arteria maxillaris, die wir auch schon hatten, aus der Karottis externe. Und das ist dann der Ast der Arteria Svenopalatina, wenn ihr euch erinnert, der so dann nach, der so quasi nach vorne verläuft von der Arterie aus. Und die Arteria etmodialis wären, es sind, glaube ich, sogar zwei, eine superior, eine oder ventraler Dorsal, die dann aus der Ophthalmika-Richtung, Richtung dieser Nasenhöhle gehen. Was ich noch witzig fand, ist dieser Locus-Kisselbachi. Geiler Name, da stehe ich drauf. Ist auch eine Anastomose, also auch Zusammenfluss aus externer und interner, aber naja. Und das ist tatsächlich so ein Ding, dass das blutet, wenn man Nasenbluten hat. Zumindest meistens. Aber zumindest, ich weiß doch, mein Bruder hatte, warum auch immer ganz oft random Nasenbluten und ist jetzt zu einem Doc gegangen, der hatte seinen Löteisen reingehalten und hat es halt irgendwie verödet und jetzt ist gut. Also scheinbar ist das so ein Hotspot für Nasenbluten. Der sitzt doch direkt vorne innen, also wenn man mal ein bisschen zu kräftig popelt, ja, dann so ist das Leben, ja.

SPEAKER_01

Genau, also es ist mit den Anastomosen eben so, da gibt es die zwei, dieser Locus, der ist am Nasenseptum. Genau, und was es dann noch gibt, ist der venöse Abfluss und zwar über den Plexus cavernosi concharum. Und der dient eben auch dem Aufwärmen der Atemluft.

SPEAKER_04

Ja, macht ja auch so weit Sinn. Also wenn ich draußen bin, ist es kalt, dann friert mich die Nase als erstes ab. Von innen wie von außen. Naja, also da ist halt. So, das soweit zur Nase, eigentlich finde ich recht unspektakulär. Was man noch erwähnen könnte, das sieht man aber auch, wenn man Schädel anschaut, dass halt der vordere Teil so aus Knorpel gebaut ist. Ja, da gibt es auch so zwei Knorpel, zwei, drei Knorpelplatten und dass aber nur der große Teil Knöchern ist, äh, nur der kleine Teil Knöchern ist, ja, also oben das. Und was ich auch immer fancy fand, was mir auch nicht bewusst war, dass quasi, ähm, ich meine, das hat man vielleicht schon mal einen Abstrich bekommen, warum auch immer. Ja, das heißt quasi, dass man das Ganze senkrecht reinsteckt. Das war mir auch nicht bewusst. Ich dachte, die Nase geht nach oben und dann hinten wieder runter. Aber die Nase geht senkrecht, irgendwie. Also die Nasenöffnung. Fand ich fancy.

SPEAKER_01

Ja, das ist einem nicht so klar eigentlich, weil es fühlt sich so an, als wird es so.

SPEAKER_04

So ist es, als wird es noch umgehen, aber man kann quasi mehr oder weniger senkrecht in der Nase pupeln. Also probiert's mal aus. Oder nicht, je nachdem. Naja, so, dann kommen wir jetzt zu dem Teil, der spannen wird. Wieder zurück zu den Hirnnerven. Hier die Nummer Uno, ja, Hirnnerven Nummer 1, der eigentlich immer wieder kein Hirnnerv ist, wie wir letztes Mal schon gehört haben, sondern eigentlich nur, wie meinte Moritz, ein Prolaps des Gehirns. Fand ich geil. Ja, einmal eine Ausstülpung. Der Nervus olfactorius.

SPEAKER_01

Genau. Der, wie wir schon besprochen haben und was auch komplett Sinn macht, ist für die Großwahrnehmung zuständig. Die Faserqualität ist grundsätzlich erstmal sensorisch und wenn man jetzt weiter ins Detail geht, dann speziell Viscroafferent. Da wieder das Speziell, ne?

SPEAKER_04

Ganz kurz mal, wie bei dem anderen Kollegen, einfach weil das fancy ist und deswegen wäre es langweilig gewesen, es einfach nur Viscorafferent zu nennen.

SPEAKER_01

Genau, das ist sehr spezifisch für genau eben Geruchs- und Geschmackswahrnehmung. Und das ist eben so, wie ich vorher auch schon gesagt habe, dass es 20, ungefähr 20 viele Olfactoria gibt, die eben durch dieses Lamina Krebosa, durch dieses Sieb durchziehen und dann sich zum Nervus olfactorius zusammenschließen und dann eben in die vordere Schädelgrube eintreten und dann zum Bulbus Olfactorius werden. Und der letzte Teil, dieser Bulbus Euphactorius, der ist dann Teil des ZNS, die anderen Fasern noch nicht. Das nimmt dann alles noch einen weiteren Weg, geht dann irgendwie noch weiter ins Gehirn rein. Das ist aber alles Neuroanatomie und deswegen gehen wir da jetzt nicht ins Detail drauf ein.

SPEAKER_04

So ist es, ja. Also relativ entspannte Nummer, den findet man auch ziemlich gut, weil der halt eben da so klassisch liegt mit seinen komischen Friselhaaren da in die Nase rein. Aber gut, so ist es halt. Also um die Innervation der Nase schnell noch abzuschließen, ist die logischerweise auch noch sensibel innerviert. Das macht dann der Trigeminus, das kommt dann aber nochmal, weil an sich macht ja der Trigeminus quasi fast alles sensibel im Gesicht. Ja, das mal so, um das mal zu spoilern, ja. Und vegetativ noch Nervus Petrosus, Major und Profundus, aber das kommt auch alles nochmal. Nur der Vollständigkeit halber, muss man es mal nennen. Das wäre ganz wichtig. Jetzt hatten wir am Anfang angesprochen, dass wenn man die Nase zu hat, dass man da nichts schmeckt. Und ich habe gehört, das hat jemand nachgeschaut, um zu wissen, warum es so ist.

SPEAKER_01

Genau, ich habe da mal geschaut und es ist eigentlich auch komplett logisch, wenn die Nase verstopft ist, dann ist die Riechschleimhaut eben besetzt quasi und die Geruchsstoffe, die kommen nicht mehr an das sogenannte Riechepithel dran, an diese Geruchsknospen, Geschmacksknospen, die dann in der Schleimhaut liegen und deswegen schmeckt die Pizza einfach fad.

SPEAKER_04

Ja, aber soweit das Ganze und das ist tatsächlich auch was, das habe ich zwar schon in Navi damals in der 5. Klasse gelernt, aber dass ein Großteil des Schmeckens halt übers Riechen funktioniert, wenn das Sinn macht. Also das heißt quasi, dass unsere Grundgeschmacht, das machen wir noch bei, wenn es dann soweit ist, aber dass unsere Grundgeschmacksstoffe liegen auf der Zunge und alles, was so fein ist, das geht seinen Weg über dieses Riechen und das Riecheepithel etc. Und deswegen, das halt dann eben gestört ist. Also daher kommt es. Aber naja.

SPEAKER_01

Genau, das heißt, wenn man über die Funktion der Nase nachdenkt, vielleicht ist es auch oft, kann eine gute Eingangsfrage in der Prüfung sein, was kann die Nase eigentlich? Natürlich an Befeuchten und Anwärmen der Atemluft, Geruchswahrnehmung, aber auch eben für die Geschmackswahrnehmung sehr relevant.

SPEAKER_04

Deswegen hatten wir so viele durch die Nase. Und als letztes nochmal als Erinnerung, hatten wir zwar bei Auge auch schon, dass wenn man anfängt zu heulen, dass die Nase deswegen läuft, weil ich einen erhöhten Tränenfluss durch diesen Duktus Naso lacrimalis mache, äh, habe und dadurch halt eben einfach der Schleim flüssiger wird und dann subst es halt, ne? Aber deswegen. Naja, so der ganze Spaß. Abschließend zur Nase kann man auch festhalten, hat bestimmt jeder schon mal was von gehört, von den Nasennebenhöhlen, ja, so eine Nasenbenhöhlenentzündung, hatte bestimmt jeder schon mal. Die finde ich eigentlich ganz spannend und die sind gar nicht so leicht zu finden, finde ich. Also gerade weil das halt so ein 3D-komplexes Gedinges ist, dass man da sich wirklich mal die Zeit nehmen sollte, sich mal genauer anzuschauen, wo gammelt denn da was in der Gegend rum. Also grundsätzlich haben wir ein Sinus frontalis, ein Sinus maxillaris und die Cellulae etmoidalis anterior posterior und ein Sinus sphenoidalis. So, das mal ganz kurz als Überblick. Der Sinus frontalis ist easy, weil der sitzt quasi so zwischen den Augenbrauen, so da in der Richtung, ja, da oben. Der Stirnwulst, den findet man recht leicht. Und das kommt auch daher, also ich habe das manchmal, wenn ich rausgehe, das ist kalt, dann kriege ich Kopf weh und zwar da vorne. Weil halt eben die kalte Luft da hoch eiert und das findet es nicht so geil. Verständlich. Sehr verständlich. Der Sinus Maxillaris ist im Unterkiefer, der ist, glaube ich, der schwerste darzustellen auch an der Leiche. Ja. Oberkiefer. Ja, das war ein Test. Nee, also den fand ich nicht so leicht darzustellen, aber es geht. Und dann halt die Differenzierung zu diesen Cellulae etmoidalis, anterior, posterior, das finde ich auch nicht so einfach, aber es geht. Es ist halt dann mehr so, wie soll ich sagen, so verkruspelt irgendwie, keine Ahnung. Also schaut euch nach. Genau. Und Sinusphenoidal ist halt eben hinten eher so halt eben im Sphenoid. Naja, wer hätte ich es gedacht. Aber grundsätzlich muss man sich das mal anschauen. Und darin sitzen die Entzündungen, wenn man da quasi eine Nase neben Höhlenentzündung hat. Und das macht halt auch Kopfschmerzen, was halt eben im Kopf drin ist. Genau, ja.

SPEAKER_01

Und das kann eben auch davon kommen, wenn man jetzt eine Erkältung verschleppt und die Viren sich dann eben dahin ziehen und da sich sehr wohlfühlen und da gerne bleiben.

SPEAKER_04

Ich habe auch mal gelesen, dass die unter anderem dafür da sind, um den Schädel leichter zu machen, weil wir müssen ja Platz sparen. Das ist ja genauso an der Hüfte, am Becken genauso, dass da der Beckenkamm so dünn ist, einfach um halt eben Gewicht zu sparen. Und das ist auch eine Aufgabe dieser Nebenhöhlen, damit dann einfach Löcher im Schädel sind. Da kommen wir später nochmal drauf Richtung Ohr. Ja, hinten gibt es auch noch so einen Prozessus, der einfach richtig löchrig ist. Einfach aus dem Grund, damit wir Platz sparen. Nicht Platz, sondern Gewicht sparen. Aber das geht eigentlich ganz gut. So, Näschen fertig, kommen die Öhrchen. Haben wir zwei Stück von. Der grobe Aufbau Außen- und Mittelinnenohr. Kann man auch schon mal gehört haben, finde ich. So in der Schule. Das kommen wir jetzt mal schnell nochmal durch, damit wir das auch vollständig haben.

SPEAKER_01

Ja, und da würde ich das erstmal funktionell wieder angehen. Wir fangen erstmal an mit dem Außenohr, ganz klassisch, also Schallaufnahme und die Weiterleitung davon ist jetzt nichts Spektakuläres. Dann geht es weiter mit dem Mittelohr, da ist die Paukenhöhle drin, zuständig für die Schallverstärkung über die gehörknöchlichen Ambosssteigbügel, hat jeder, glaube ich, in der fünften Klasse schon mal gehört. Und dann das vom Trommelfeld eben aufs ovale Fenster damit. Das Innenohr wandelt die Schallwellen dann letztendlich in elektrische Reize um. Und da befindet sich auch das Gleichgewichtsorgan. Und grundsätzlich erstmal zur Schallenergieübertragung, weil das ist eigentlich schon sehr wichtig und wird auch gerne gefragt, erstmal im Überblick vom Malleus, also vom Hammer, zum Incus, Stapis, dann dieses ovale Fenster und dann in die Perilymphe der Scala vestibuli.

SPEAKER_04

Genau, ja, also habe ich mich auch mal gefragt, warum man überhaupt diese Gehörknöchelchen hat. Aber tatsächlich ist das irgendwie in so einer genialen Hebelfunktion angebaut, dass es irgendwie verstärkt, das Signal von außen. Und wie man immer sagt, am größten ist das Meisterskraft, wenn er mit dem Hebel schafft. Und über diese Gehörknöchelchen kann ich es einfach verstärken, weil ich meine, ich finde das jedes Mal wieder beeindruckend, wenn ich drüber nachdenke, dass ich Sachen hören kann, die so weit weg von mir sind und das ist so ein Mini-Loch in meinem Kopf. Also ich finde das jedes Mal irgendwie faszinierend, dass sie das hinkriegen, das so krass zu verstärken, dass es funktioniert. Also ich bin jedes Mal beeindruckt, um ehrlich zu sagen.

SPEAKER_01

Ich fand es auch super cool, das im PrEPkurs zu sehen, weil die sind ja wirklich winzig. Also es sind doch die kleinsten Knochen, die wir im Körper haben, ist absolut super faszinierend, das zu sehen.

SPEAKER_04

Ich glaube, Stabes ist der Kleinste, oder? Ja, ich glaube auch. Aber ich bin mir nicht sicher. Aber naja. Gut, ja, also Trommelfell, kann man auch schon mal gehört haben, ist eine relativ wichtige Sache. Im Vorfeld ist aufgefallen, dass das, warum auch immer hin und wieder mal im Physikum gefragt wird.

SPEAKER_01

Genau, ja, dies Trommelfell, das wird aufgeteilt in vier Quadranten. Und wenn man so eine Otoskopie macht, das heißt, wenn man mit einem Licht einfach da rein...

SPEAKER_04

Slupi ins Öhrchen.

SPEAKER_01

Dann gibt es eben zwei Stellen, die man erkennen sollte. Und zwar einmal im zweiten Quadranten, das wäre vorne unten, sollte man einen Lichtreflex sehen und im vierten Quadranten hinten oben den Durchschimmern des Stabes, also den Steigbügel.

SPEAKER_04

Ja, so weit der ganze Spaß. Der Außenohr ist auch nicht so ganz so ganz so toll, wie ich finde.

SPEAKER_01

Ja, das ist super unspektakulär. Da gibt es halt einfach diesen Meertus Akusticus externus und die Ohrmuschel. Genau, ja, soweit.

SPEAKER_04

Ja, es hat Knorpel. Also naja, soweit so gut. Naja. So, dann das Mittelohr die Paukenhöhle, ja. Da ist es genauso wichtig wie bei den anderen, sich zu merken, was da wie wo begrenzt wird, weil da halt eben relativ viel absteht. Und ich muss sagen, als ich das Skript bekommen habe, war ein bisschen, ich war skeptisch, aber ich bin vollkommen begeistert. Also viel Freude bei einer, das finde ich, sehr skurrilen, aber spannenden Geschichte.

SPEAKER_01

Genau, ja. Ich habe mir eine kleine Geschichte überlegt, beziehungsweise einfach so ein Gedankenexperiment, damit ihr euch diese Paukenhöhle besser merken könnt. Und zwar stellt ihr euch vor, ihr seid in einem Raum, ganz normal, kein Altbau, sondern einfach vier Wände und Deckeboden. Und links von euch an der Wand ist die Tür. Auf der rechten Seite ist ein Fenster. An der Wand vor euch ist ein Regal, da steht eine große Tuba drin oder irgendein Blasinstrument eurer Wahl mit ganz vielen Karotten gefüllt. Auf der Wand hinter euch ist ein Gemälde, das kann irgendwie eine Aktfotografie sein, das kann ein Typ sein oder eine Frau, die sich gerade selbst befriedigt. Wartet ab, wartet ab. Auf dem Boden liegt Yogi Löw weinend, vielleicht deswegen, weil. Dünnes Eis, ja, dünnes Bösen. Weil es da gerade einen gewissen Verlust 6 zu 0 gab. Aber genau, und an der Decke hängen irgendwie Teebeutel. Und das ist jetzt super. Klassische Wohnung, oder? Genau, super abstrakt, aber stay with me. Ich löse es jetzt nämlich auf. Und zwar die Parallelen zur Taukenhöhle. Auf der linken Seite, wie gesagt, ist die Tür, da ist das Trommelfell, das ist die Paries membranatius und das ist der Eingang für die Scheiben, da kommen die rein. Auf der rechten Seite ist, also das war jetzt gerade die linke, die laterale Wand. Auf der medialen Wand, das ist genau gegenüber, ist die parius labyrinthicus. Hier stellt euch einfach vor, dass wenn ihr aus dem Fenster rausguckt, ist da irgendwie so ein fettes Maislabyrinth oder so. Und das ist das ovale Fenster oder der Anschluss ans ovale und an das runde Fenster. Dann vorne die ventrale Wand, ventral zu euch, habt ihr ja schon mal gelernt, diese ganzen Lagebeziehungen, könnt ihr jetzt alle super. Da haben wir diese Tuba mit den Karotten gefüllt. Das ist die parius caroticus, die Anschluss hat an die Arteria carotis interna.

SPEAKER_04

Ja, Tuba, ey.

SPEAKER_01

Und an die Tuba auditiva.

SPEAKER_04

Oh Junge.

SPEAKER_01

Genau, und dann ist die dorsale Wand. Was hatten wir da? Dieses Bild. Und das ist die Paries mastoidae, also kann man sich halt merken, da masturbiert irgendwie jemand. Und das ist die Angrenzung an die Cellulae mastoidae und an den Nervus facialis. Dann hatten wir noch auf dem Boden den Wein in den Yogi Löw. Das ist die Paris jugularis. Und die grenzt, wie der Name schon sagt, an die Jugularis interne an. Und an der Decke hängt ja der Tee, hängen irgendwelche Teebeutel. Das ist Paries tigmentalis, heißt übersetzt auch einfach Dach. Also vielleicht könnt ihr euch das damit besser merken. Ich wollte es nur der Vollständigkeit halber, wollte ich da auch noch eine Merkhilfe dazugeben. Und das ist eben die Angrenzung an die mittlere Schädelgrube. Und da wäre noch wichtig, dass sich da Entzündungen auch ausbreiten können.

SPEAKER_04

Genau, das ist das klassische Mittelohrentzündung und das ist das, was ich meinte, von wegen so löchrige Knochendinger, weil diese Prozessus Mastoidius, die man hinten tasten kann, also direkt hinterm Ohr, dieser Knubbel, der ist irgendwie ziemlich löchrig innen drin. Und deswegen habe ich halt seitdem ein bisschen Muffe vor Mittelohrentzündungen, weil irgendwie, wenn man eine Mittelohrentzündung nicht quasi therapiert und die sich weiter fortfrisst, dann kann die durch den Knochen in dieses Mastoid gehen. Und dadurch, dass es so löchrig ist, geht es direkt ins Hirn. Und diese Bakterien im Hirn klingen schon nicht gut irgendwie.

SPEAKER_01

Ja, oder Hirn? Ja.

SPEAKER_04

Naja. Und deswegen so das Ganze. Und da kann man auch wieder perfekt überleiten zu Tuba Auditiva, weil die ist in dem Fall das Problem, warum wir dann Mittelohrentzündung kriegen können. Weil die Tuba Auditiva die Verbindung zwischen Ohr- und Rachenraum ist. Also das hatten wir ja vorhin bei der Nase schon angeschnitten. Das ist einfach so eine Röhre, so eine Ohrtrompete, die da langzieht. Und deswegen ist es ja auch der Klassiker, dass man erst eine Erkältung kriegt und dann eine Mittelohrentzündung. Kommt halt daher, weil da dann der ganze Chose hochwandert und das Ohr infiziert. Aber na gut, so sei es. Und die wird auch genutzt für so einen Druckausgleich. Ich meine, jeder, der schon mal im Flugzeug war oder Tauchen oder auf einem Berg oder. was auch immer sonst gemacht hat, hatte bestimmt schon mal die Erfahrung, einen Druckausgleich machen zu dürfen. Und das kommt dann einfach grundsätzlich dadurch zustande, dass halt eben das, dass die Tuba auditiva so ein bisschen zufällt und sich der Druck halt im Ohr halt eben dadurch nicht verändern kann. Und wenn ich halt eben die Nase zupitche und den Mund zumache und dann Druck erzeuge, dann ploppt es auf und gleicht den Druck aus, den Druckunterschied. Und weil Druck auf dem Ohr ist ja nicht gut, das tut weh. Und ist auch generell nicht so super, weil das Innenohr folgt auf das Mittelohr. Außen, Mittelinnen macht schon Sinn, ne.

SPEAKER_00

Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördhäfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.

SPEAKER_03

Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Biobaumwolle gedruckt.

SPEAKER_04

dervorklinikpodcast.de Undenohr der Teil sitzt, der den Gleichgewichts, den Gleichgewichtssinn macht. Kann man auch schon mal gehört haben, finde ich, ich war als Kind hin und wieder mal beim Ohrenarzt wegen der Mittelohrentzündung und das haben sie mir dann damals genauso erzählt. Also ich finde das eigentlich das eine super spannende Sache, weil wir haben das aufgehämmert im Präppkurs und das ist ja winzig. Das ist ja witzlos winzig, wirklich. Und es ist einfach so faszinierend, ja. Also grundsätzlich haben wir ein System für Linearbegungen und eins für Rotationsbewegungen. Ist eigentlich ziemlich simpel, ja, weil es gibt halt ein System aus so einem, wie soll ich sagen, so einem, ich glaube Sakculli heißt es. Genau, Sacculus und Utriculus für Linearbeschleunigung, bedeutet einfach vorne nach hinten rechts, links, ohne Drehung. Ja, und das Prinzip ist das gleiche wie bei den Schnecken, wie bei der Cochlea, weil man arbeitet quasi mit, ich glaube Newton 1 ist das. Ja, also der Trägheit. Bedeutet, der Körper nutzt aus, dass jede Masse träge ist. Ja, das heißt, wenn ich mich anfange zu bewegen, dann bleibt diese Lösung, diese Wasser-Elektrolyt-Sapsche grundsätzlich erstmal stehen und wird erst dann bewegt, wenn sie gegen die Wand von eben diesem Sacculus oder Utriculus gedrückt wird. Und dann bewegt sie sich erst. Und dieses Drücken, das kann über Rezeptoren wahrgenommen werden oder diese Bewegung grundsätzlich. Und darüber kann ich quasi diese, äh, das, das, das sensibilisieren, ja, weil das halt eben träge ist und weil das halt ein bisschen braucht. Das ist ein bisschen wie wenn man, wenn man auf dem Auto sitzt und eine Kurve fährt. Da wird man nach außen gedrückt, weil der Körper eigentlich geradea, weil er träge ist, aber das Auto nicht. Und deswegen wird man da drüber gedrückt. Und das gleiche ist halt in der Schnecke genauso. Das ist halt für Rotationen ganz wichtig, weil es gibt quasi in jeder Rotationsachse, XY, Z, gibt es eine so ein Drehding. Und man kann sich das vorstellen, dass die Flüssigkeit bleibt quasi fest, weil sie träge ist und ich drehe den Kopf um diese Flüssigkeitssäule. Und dadurch wird die Flüssigkeitssäule relativ zum Kopf verschoben und kommt quasi an so eine Art Klappe vorbei und diese Klappe quasi merkt, wenn sie in welche Richtung gebogen wird und kann dann quasi sagen, oh cool, ich rotiere gerade. Und je nachdem, in welchem, auf welcher Achse wir uns gerade bewegen, kann ich halt sagen, ich rotiere gerade nach rechts, links, oben, unten, Mitte, was auch immer. Und ich finde es einfach krass, ja, also diese, diese, so, so, so, so grundsätzlich billige Grundprinzipien so unfassbare Sachen machen über irgendwelche speziellen Haarzellen und sonst was, aber das ist alles viel, viel zu viel für Makro. Aber so weit, dass es drei Cochleae und einen Sacculus und einen Utriculus gibt, so weit sollte man schon.

SPEAKER_01

Ich werde mal eine Cochlea, aber drei Bogengänge, genau so.

SPEAKER_04

Entschuldigung, eine Schnecke.

SPEAKER_01

Also die nennen sich dann Ductus semicirkularis und dann. Ja, genau.

SPEAKER_04

Weil die halt so, naja, semi-rund sind, so halbrund. Ja, genau. Diese Trägkarten.

SPEAKER_01

Also ich fand es am Anfang gar nicht so gar nicht so einfach, dass das erstmal zu dich blicken, aber an sich macht das komplett Sinn.

SPEAKER_04

Genau. Also einfach sich diese Träge und gleichbleibende Flüssigkeit bewegen und die sich der Kopf dreht und nicht die Flüssigkeit dreht sich, der Kopf bleibt gleich. Also soweit das Ganze.

SPEAKER_01

Das Grundprinzip ist eben bei der Kochlea, also bei dem Innen, bei dem Hörorgan, genauso wie beim Gleichgewichtsorgan.

SPEAKER_04

Genau, ja. Genau so ist es. Also wirklich grundsätzlich finde ich das einfach, also ich finde es faszinierend, ja. Und genau, ja, und soweit das Ohr. Natürlich braucht das Ohr auch Blut, ne, ist klar. Da unterteilt man das Ganze halt wieder so ein bisschen in Außen-, Mittelohr, Innenohr, wer da was wie macht.

SPEAKER_01

Genau, also das Außen- und das Mittelohr, das wird versorgt, die werden versorgt von der Arteria carotis externa und zwar über drei Äste, die habt ihr in der ersten Folge, glaube ich, auch schon gehört, und zwar die Arteria maxillaris, auricularis posterior und pharyngea ascendens. Und das Innenohr wird dann von der Arteria basilaris versorgt. Es ist ein Ast dann letztendlich aus der Karotis interna. Und der venöse Abfluss, der läuft letztendlich komplett über die Vena jugularis interna. Das Innenohr hat dann auch wieder so ein Special Ding und macht einen kleinen Umweg über den Sinus cavernosus, geht letztendlich dann aber auch in die interne.

SPEAKER_04

So ist es, ja, also grundsätzlich keine hohe Kunst, man muss es halt nur einfach lernen. Final wieder zum spannenden Teil der Innovation haben wir einen Nerv, der, ich finde, so unfassbar dankbar benannt ist, ja, also Nervus vestibulo cochlearis. Ja, also ich finde es ist eigentlich sehr cool, weil Cochlea und Schnecke und so, also ich mir, mir, mir, mir fand es, mir ist es nicht schwer gefallen, mir den zu merken.

SPEAKER_01

Genau, es beschreibt einfach genau das, was er macht.

SPEAKER_04

Genau so ist es, ja. Und da gibt es halt eben einen Nervus vestibularis und einen Nervus cochlearis und der Cochlearis ist halt irgendwie für die Sinneszellen und der Vestibular, ähm Vestibularis so Sacculus vitriculus Bogengänge, also soweit, so einfach, ja. Von der Faserqualität her, es ist logischerweise sensorisch, macht ja Sinn, ja, und da wir aber höheren aktiv wahrnehmen, ist es so matoafferent, und auch hier wieder ist es besonders, also ist es halt speziell, naja, so ist es halt. Und auch der Kern heißt, soweit ich weiß, so wie der Nerv.

SPEAKER_01

Ja, genau, also es gibt vier Kerne, die alle in der Medulla oblongata liegen. Und zwar für die für die Vestibularis, also für den Gleichgewichtsanteile, gibt es vier Kernen. Das kann man sich irgendwie damit merken, dass es halt verschiedene Richtungen einfach gibt. Und zwar Nuclei, Nervi, Vestibularis und dann gibt es Medialis, Lateralis und Superior inferior, also komplett simpel. Und für den Cochlearis gibt es eben Nuclei, Nervi, cochlearis anterior und posterior.

SPEAKER_04

Also relativ unspektaulisch. Ja, also merken wir uns, ist kein so ein Riesending. Geht ganz gut soweit. Was man noch sagen könnte, dass sie gemeinsam mit dem Nervus facialis durch den Meatus acusticus internus ziehen. Ja.

SPEAKER_01

Genau, und dann im Porus acusticus internus dann in die hintere Schädelgrübe eintreten.

SPEAKER_04

Klingt doch gut. Ganz kurz noch, die sensible Innovation des Ohres ist irgendwie viel zu komplex dafür, dass es nur ein Ohr ist, finde ich.

SPEAKER_01

Ja, also da gibt es super viele verschiedene Nerven. Ich habe mir da eine kleine Merkhilfe überlegt für euch. 1957, also Hirnnerv 9, 10, 5 und 7.

SPEAKER_04

Für jeden, den es interessiert, 1957 war das Jahr, in dem das Zeitalter der Raumfahrt begonnen hat mit dem Sputnik-Satelliten. Ich finde, das kann man mal gehört haben, ne, die Russen. Und spannende Sache fand ich. Und nur so mal so als kleiner Funfact. Also ich weiß nicht, ob es euch was nützt, aber ich fand's cool. Ja, genau.

SPEAKER_01

Also eine Sache, die im Physikum halt noch scheinbar mal gefragt wurde, ist, dass sie da irgendwie Wert drauf gelegt haben, dass das Mittelohr vom Nervus Glossopharyngeus, also von dem neunten Hillnerv, der kommt dann noch, von dem sensibel innerviert wird. Letztendlich. Könnt ihr selbst entscheiden, wie viele davon ist.

SPEAKER_04

Im allerletzten Funfact, bevor wir schließen, haben wir noch zwei Muskeln aufbereitet, und zwar den Musculus Stapedius und den Musculus Tensor Tympany. Ziemlich, ziemlich coole Sache. Und zwar für alle Musikfreunde ist es quasi ein Kompressor und ein Noise Gate. Und für alle, die nicht so super Musikfreunde sind, ist es an sich einfach nur in vorgeschalteter Lautstärkekontrolle, weil ich kann diese Muskeln, also mehr oder weniger aktiv, aber zumindest, wenn es, wenn ich auf dem Geräusch zulaufe, was immer lauter wird, dann fangen diese Muskeln an zu kontrahieren und verhindern eine oder dämpfen die Schallübertragung der Gehörknöchelschild ab. Also Muskelstapedius macht schon Sinn, dass der am Stapis ist, ne? So weit. Und wenn der kontrahiert, damit der Stapis halt einfach ein bisschen stabiler und nicht mehr ganz so leicht in die Vibration zu bewegen. Und dadurch kann ich quasi schon aktiv, bevor es überhaupt ins Ohr geht, das Volume ein bisschen runterziehen. Geht halt bei Knalltrauma nicht, weil da geht aber da jetzt zu schnell. Also ein plötzlich lautes Geräusch, Explosion oder sowas, geht das halt nicht. Aber wenn man, wenn es langsam lauter wird, dann kann ich so das Ohr von außen schützen.

SPEAKER_01

Das ist eigentlich der Grund, warum man dann auch einen Tinnitus dann bekommen kann.

SPEAKER_04

Ja. Und deswegen, ähm, macht unsere Folge nicht zu laut, aber falls ihr mich zu laut gemacht habt, wisst ihr jetzt, warum ich es nicht ganz so weh getan habe. Somit verabschieden wir uns aus Folge 3 mit dem Öhrchen und dem nächsten, wünschen wir euch noch viel Freude und bis zum nächsten Mal.

SPEAKER_02

Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.

SPEAKER_03

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