Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast

ANA Auge und Hirnnerven II + III + IV + VI

Team Situs Inversus

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Schreib uns einfach xD

KOPF/HALS2: Das Fenster zur Seele

- Man sagt immer, das Auge sei das Fenster zur Seele - aber es kann viel mehr. Ob für das schlichte Zublinzeln oder vorwurfsvolles Augenverdrehen wird viel mehr gebraucht, als man glaubt. Denn genau darum dreht sich diese Folge, in der wir über vier Hirnnerven und das Wichtigste, was das Auge so zu bieten hat, sprechen. Ihr werden schon sehen.


Kapitel:

(00:00) - Allgemeines zu Hirnnerven(05:43) - Auge und Orbita(12:35) - äußere Augenmuskeln(19:52) - N. oculomotorius(22:12) - N. trochlearis(23:31) - N. abducens(24:59) - Ausfälle motorischer Augennerven

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SPEAKER_01

Alter, krank, ja. Ja, was ich auch ganz spannend fand, das wurde nochmal bestätigt von kompetenter Seite mir gegenüber, dass. Also mich, oder? Ja, dass die. Hallo und herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus, der Vorklinik-Podcast. Es geht weiter mit Kopfhals heute ans Eingemachte. Ich hoffe, ihr habt Bock. Wir haben Bock.

SPEAKER_03

Auf jeden Fall. Also wir haben jetzt gerade tatsächlich das erste Mal, dass wir zwei Folgen am Stück produzieren. Ja.

SPEAKER_01

Das heißt, es wird umso besser. Anhaltend immer noch übel Bock. Synergistische Motivation nennt man sowas, glaube ich. So, also, cooles Thema. Ja, wir fangen nämlich mit Hirnnerven an.

SPEAKER_02

Ganz kurze Werbung.

SPEAKER_03

Im letzten Semester habe ich endlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditrix gelernt. Merkhilfen wie zum Beispiel der campende Bäcker für den Campy Lobacter haben mir nicht nur einen Schmunster auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.

SPEAKER_02

Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, dann klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSIN versus15. 15% Rabatt auf euer nächstes Minitrix-Abo. Sidusin versus 15. Jetzt sichern. Das war's schon.

SPEAKER_01

Als erstes kurz zwei, drei Sätze grundsätzlich zu Hirnnerven, weil das hat mir damals keiner gesagt und ich musste mir das irgendwie erarbeiten und ich hab's auch tatsächlich erst gerafft, als wir es jetzt wieder komplett neu aufgerollt haben. Und zwar Hirnerven sind einfach Nerven, die zum Hirn kommen.

SPEAKER_03

Das hast du damals noch nicht mitbekommen.

SPEAKER_01

Na okay, das schon. Aber zumindest zumindest geht es darum, dass die halt ihre Kerne im Hirn haben. Und ganz kurz mal, weil das hat mir auch damals niemand gesagt, Ganglienzellen sind einfach Nervenzellen, deren Zellkörper außerhalb des Rückenmarks bzw. des Gehirns liegen. Das wusste ich tatsächlich lange auch nicht. Das ist die Definition einer Ganglienzelle. Ich meine, ihr habt ja viele schon gelernt und ich glaube, dass viele von euch auch nicht wussten, was das ist.

SPEAKER_03

Also ich wusste es vor ein paar Stunden auch noch nicht.

SPEAKER_01

Ja, habe ich die Rückmeldung gekriegt, ne? Und deswegen, Ganglien haben wir auch im Hirn, da kommen wir dann auch nochmal drauf, wenn wir bei den jeweiligen Nerven sind. Und ganz kurz als Unterscheidung, das könnte man vielleicht schon mal bei Ostür gehört haben, aber ich hab's damals auch nicht gerafft. Es gibt verschiedene Faserqualitäten. Es gibt im Sinne von, man kann entweder Informationen rausschicken oder bekommen. Das heißt, wenn ich rausschicke, ist es so, geh weg, so Efferenzen.

SPEAKER_03

Lateinisch Ex raus.

SPEAKER_01

Genau. Und Afferenzen, so, ah, schön, dass du da bist. Ja, kommen. Ja, gut, oder? Ja, also habe ich mir das gemerkt. Und diese Afferenzen und Efferenzen können halt zu bzw. von Dingen kommen, die wir willkürlich steuern können und Dinge, die wir nicht willkürlich steuern können. Zum Beispiel, wenn ich jetzt mein wieder ein bisschen flexe, dann mache ich das willkürlich und auch meine Muskeln sind willkürliche Dinge, die dann zurückmelden, ich bin geflexed, aber jetzt so ein, keine Ahnung, so ein dünner Arm, der kann mir jetzt ja nicht sagen, oh cool, ich mach gerade Peristaltik. Lass mal verdauen. Lass mal verdauen. Und grundsätzlich kann man das halt einteilen in Viscero und Somato. Somato steht dafür für den willkürlichen Teil und Viscero für den unwillkürlichen Teil. Und somit setzen sich diese vier Faserqualitäten erst, also der erste Teil des Wortes entscheidet, ist es willkürlich oder unwillkürlich, sprich Somato oder Viscero. Und der zweite Teil des Wortes besteht aus Schicken oder Empfangen. Das heißt, es gibt Somato, Efferent wie Afferent und Viscero efferent wie Afferent. Und manchmal finden die Leute das lustig, euch noch ein bisschen mehr zu verwirren und sagen deswegen anstatt Efferent motorisch und anstatt Afferent sensibel. Aber es ist genau das Gleiche. Genau. Also viscero-sensibel heißt Visceroafferent. Ganz einfach.

SPEAKER_03

Und für diese Faserqualitäten, weil haben wir ja gerade schon gesagt, die Nerven kommen aus dem Gehirn und haben dann dementsprechend in der Regel auch einen, also nicht in der Regel, also bei fast allen Hirnnerven haben sie einen, haben sie Kerngebiete, wo sie herkommen. Genau, Nuklei. Und die Kerngebiete sind immer quasi für jede Faserqualität gibt es dann ein Kerngebiet.

SPEAKER_01

Also es gibt kein Kerngebiet mit Visceroafferent und Somato-Efferent.

SPEAKER_03

Also wir haben heute, wie gesagt, auch insgesamt vier Hirnnerven vor uns und da werden wir das dann auch mit euch durchkaufen.

SPEAKER_01

Genau, wir machen die nicht von 1 bis Ende, sondern wir machen die passend zu Organen, einfach damit man mal einen anderen Input kriegt.

SPEAKER_03

Genau, heute zum Auge haben wir dann dementsprechend die drei motorischen Augennerven und den Nervusoptikus.

SPEAKER_01

Weil grundsätzlich sollte man zu einem Hirnernerv, das ist vielleicht schon mal das Erste, was man so, was man so drauf haben sollte, auf jeden Fall die Herkunft, sprich, also die Kerngebiete drauf haben. Man sollte die Faserqualität können, die sich dann daraus ja quasi nicht ergeben. Dann sollte man noch besondere topografische Highlights haben zum Verlauf, also durch welches Loch der irgendwie durcheiert, was weiß ich. Und natürlich final die Versorgungsgebiete. Ja, das heißt, wenn man das sich zu jedem Nerv rausschreibt, dann ist man auf jeden Fall gut bedient, würde ich mal behaupten. Ja, und denke ich, eine relativ gute Variante. Bevor wir jetzt noch zu den Hirnnerven starten, eine Sache noch. Man unterteilt die Hirnnervenkerne in Nuclei Originis, also in entspringend und terminalis. Das bedeutet empfangend, also Endkerne. Das heißt, die Frage ist, die Originis-Kerne, also die Ursprungskerne, das ist da, wo die Efferenzen entspringen und die Terminalis sind die, wo die Afferenzen enden. Kann man vielleicht auch nochmal sagen.

SPEAKER_03

Weil die kommen ja dahin. Genau. Und die Efferenzen starten da ja.

SPEAKER_01

So, dann jetzt zum wichtigsten Sinn, liebe Freunde, der Sonne. Ah, der Sonne licht, Entschuldigung. Es soll ums Auge gehen heute, ja. Das Auge als der wichtigste Sinn des Menschen. Ich habe mal ein bisschen nachgelesen, dass der, wie soll ich sagen, der die Verarbeitung visueller Effekte ein Viertel bis ein Drittel der Hirnleistung benötigt. Also ein Riesenteil. Hat nur was damit zu tun, zu gucken, wo wir hier gerade rumlaufen.

SPEAKER_03

Ja, also ich, wir hatten das ja, Leo und ich hatten es auch noch nicht im Detail. Also wir sind ja noch im dritten Semester und das ist in Heidelberg Teil des vierten Semesters, da die konkreten Prozesse, wie sie dann ablaufen. Aber ich finde es super beeindruckend. Also ich bin da sehr gespannt drauf, wie das im Detail funktioniert.

SPEAKER_01

Drei von diesen vieren Hirnnerven, die wir euch heute vorstellen, haben nichts mit dem Sehen per se zu tun, sondern mit der Augenbewegung, die auch in dem jeweiligen Teil ein Drittel bis ein Viertel der Leistung beansprucht, was ich auch super krass finde. Einfach damit wir keine Doppelbilder sehen. Genau, und bevor wir jetzt wirklich mit den Nerven starten, gibt es noch einen kurzen Input zu dem Grundgerüst von der Janze. Und zwar der knöscherne Teil rund um das Auge.

SPEAKER_03

Ja, genau. Also das Auge an sich, das muss man sich auch klar machen, ist eigentlich klarmachen. Das haben wir neulich nämlich mal evaluieren lassen, unsere Folgen. Und ich sage, in jedem zweiten Satz muss man sich klar machen.

SPEAKER_01

Also, falls wir mal Merchandise drucken sollten, ist das auf jeden Fall ein Spruch.

SPEAKER_03

Okay, ich unterdrücke hiermit. Also, das Auge an sich ist gar nicht so relevant für den PrEP-Kurs, ja, also für die makroskopische Anatomie. Das wird ja auch dann ziemlich mikroskopisch schon. Und damit beschäftigt man sich dann im späteren Verlauf noch. Aber das Auge an sich, das heißt, die verschiedenen Heute, den Glaskörper und so weiter, das ist gar nicht so das Zentrale im PrEP-Kurs, sondern da geht es vielmehr um die Einbettung des Auges, ja, also um die Orbiterhöhle. Es geht um die Muskeln, die um das Auge herumliegen. Und deswegen nur sagen wir nur ganz kurz was zum Auge an sich, fangen jetzt aber an mit dem Grundgerüst, wo das Ganze quasi drin liegt, nämlich eben in dieser Orbiterhöhle. Und dieses Orbiter, dieser Orbiter ist ja quasi eine Höhle, die durch die begrenzenden Knochen entsteht. Und deswegen macht es Sinn, sich darüber im Klaren zu sein, welche Knochen die verschiedenen Begrenzungen darstellen. Und dann gibt es an diesen Knochen, wir haben schon mal über Durchtrittsstellen gesprochen, verschiedene Inzisuren, Foramina, Kanales, also sowas in die Richtung, die alle dann verschiedene Durchtrittsstellen eben darstellen. Deswegen sprechen wir jetzt erstmal über die verschiedenen Knochen, die angrenzen und die in diesen Knochen liegenden Durchtrittsstellen oder Inzisuren. Also wir haben auf der kranialen Seite quasi das Dach der Orbiter, da haben wir das Osfrontale. Macht ja auch klar, wir sind eben oben an, da grenzt ja quasi die Stirn an. Und da haben wir die Inzisura Frontalis, genauso wie das Foramen supraorbitalis. Was genau durch diese Foramina und so weiter durchtritt, dazu kommen wir dann noch im Laufe dieser Folge. Auf der medialen Seite, also wenn wir quasi von außen so auf die Seite zur Nase hinschauen, da sehen wir drei weitere Knochen, nämlich das Os lacrimale, etmoidale und sphenoidale, und haben dann dort eben die Durchtrittsstellen so Richtung Nasenhöhle, die Foramina etmoidalis anterioris und posterioris, und den sehr entscheidenden Canalis opticus. Durch diesen Canalis opticus, da zieht nämlich dann der Nervus opticus zusammen mit der Arteria ophthalmica durch. Darüber hinaus haben wir auf der medialen Seite auch noch das Foramen nasodacrimalis, wo der Ductus naso dacrimalis durchzieht. Da kommen wir gleich auch noch zu. Den Boden der Orbita stellt im Wesentlichen die Maxilla mit dem Oos Palatinum und dem Oos zygomaticum dar. Da haben wir quasi simultan zu dem oberen supraorbitalen Teil auch einen Kanalis infraorbitalis. Und auf der lateralen Seite, da haben wir das Oos Zygomaticum, unter anderem das eben diese Fissure orbitalis beinhaltet. Also jetzt viele, viel Informationen, viel Input. Wir rollen das jetzt auf und besprechen im Laufe der Folgen mit den verschiedenen Nerven, Arterien und so weiter, was da überall durchtritt. Dann sage ich vielleicht direkt auch schon mal nochmal was zu diesem Ductus nasolacrimalis, ja, weil dieser Tränenapparat, der ist eben da gewissermaßen eben auch eine makroskopisch wahrnehmbare Sache, weil man eben diese Glandula lacrimalis, also die Tränendrüse sehen kann, die lateral liegt, ja. Also Leo meinte vorhin, das hat ihn überrascht, dass die nicht medial liegt.

SPEAKER_01

Ich habe mir da vorher mal Gedanken gemacht und ich dachte irgendwie, dass die da in der Mitte liegt, da wo die Tränen halt klassischerweise raustropfen, wenn man traurig ist. Genau.

SPEAKER_03

Dann kommt quasi diese Tränenflüssigkeit kommt aus der Glandula lacrimalis und aus sogenannten Becherzellen, die da eben verteilt sind, über das gesamte Auge und werden dann durch den Lidschlag, das fand ich auch sehr interessant, quasi nach medial transportiert, weil medial dann diese Canalicoli lacrimalis inferior und superior warten, die dann wiederum in den Sacchus lacrimalis und dann in den Ductus nasolacrialis münden. Ja, also das ist dann quasi eben dieser Tränenkanal.

SPEAKER_01

Deswegen heult man Rotz und Wasser.

SPEAKER_03

Genau.

SPEAKER_01

Wenn ich nämlich anfange zu weinen, dann läuft die Tränenflüssigkeit durch diesen Duktus in die Nase und wird da quasi so ein bisschen, naja, soll entsorgt werden, aber dann wird da der ganze Schleimlose und fängt da dann an, etwas zu tropfen. Deswegen tropst du halt aus allen Körperöffnungen.

SPEAKER_03

Ja, also fast allen. Und da, wo quasi dann dieser Ductus nasolacrimalis reingeht, das wäre quasi dann der untere Nasengang, also dieser Meatus nasi inferior.

SPEAKER_01

Genau, so. Das jetzt zu kurz zu Orbital als Input. Ist halt wichtig, kommen wir gleich noch drauf, mit den Nerven und den ganzen Kram. Was ich noch spannend fand, ist, dass die Glandula lacrimalis geteilt ist durch einen der Muskeln, auf die wir jetzt gleich kommen. Komm mal wieder, überragende Überleitung. Und zwar durch den quasi Lidheber, wie auch immer. Also zumindest liegen zwei Drittel dieser Drüse überhalb des Muskels und ein Drittel unterhalb des Muskels. So einfach mal als stehender Fakt sollte man sich merken.

SPEAKER_03

Genau.

SPEAKER_02

Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt. Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge.

SPEAKER_01

Logischerweise können wir die Augen bewegen und grob unterteilt man das Ganze in innere und äußere Augen. Und Augenmuskeln, Entschuldigung. Innere und äußere Augen. Ja, genau, innere und äußere Augen. Nee, nur meine Technik hat gerade gemuckt, deswegen habe ich kurz geguckt, es tut mir leid, aber es läuft noch alles, also sind wir froh. Ja, also innere äußere Augenmuskeln.

SPEAKER_03

Genau, und wir fangen mit den Inneren an.

SPEAKER_01

Genau, einfach kurz, um das abzuschließen.

SPEAKER_03

Da vielleicht noch ganz kurz vorneweg, dass wir, also das, was man vielleicht wissen sollte übers Auge und was man ja irgendwie auch so ein bisschen schon noch aus der Schule weiß, dass da diese Brechung stattfindet, ja, dass da quasi, wenn ein Lichtstrahl irgendwie auf das Auge tritt, also quasi in das Auge reintritt, dass dann dieser gebrochen wird, damit wir quasi eben eine, ja, dass sich diese, diese, diese, in diesen Zeichnungen sieht man es ja immer, dass dann diese Lichtstrahlen entsprechend sich treffen, gebündelt werden. Ja, gebündet werden dann auf der Retina. Und da haben wir eben als lichtbrechenden Apparat die Kornea, die Linse, den Glaskörper und das Kammerwasser. Und da als flexiblen Bestandteil haben wir eben diese Linse. Und diese Linse ist verbunden über die Fibrecinularis mit dem Musculus ciliaris. Und dieser Musculus ciliaris ist dann quasi wie so ein Ringmuskel, der dann da drumherum ist, der dann entsprechend bei Relaxation, also wenn er sich weitet, einen Zug auf diese Fibrecinularis ausübt und damit einen Zug auf die Linse, die dadurch etwas dünner und flacher wird und damit quasi eine geringere Brechleistung bringt. Und genau dadurch können wir eben sehr, sehr spezifisch auch nahe Dinge, beziehungsweise also diese nahe Akkommodation wäre dann mehr eine Anspannung von diesem Muskel. Aber durch diesen Mechanismus können wir quasi bei verschiedenen Distanzen die Lichtstrahlen eben so bündeln, dass wir diese Bilder scharf sehen.

SPEAKER_01

Deswegen soll man ja auch, wenn man viel vom Rechner hängt, hin und wieder mal rausgehen und in die Ferne gucken, damit ich da ein bisschen Entspannung reinkriege. Genau, ja. Wir sollten einfach mal festhalten, ist grundsätzlich die ganze Geschichte. Wenn wir dann durch diesen ganzen lichtleitenden Apparat sind, mit Glaskörper und hast du nicht gesehen, schau das mal an, ist aber jetzt nicht super relevant, treffen wir auf die Netzhaut, dass die das Ganze verarbeitet ist, glaube ich, auch relativ eindeutig. Was ich noch relativ relevant finde, dass man sich immer vor Augen führt, dass das eine Lochkamera ist. Das bedeutet, dass das Bild gespiegelt und auf dem Kopf ankommt. Ja, das heißt, so wie das früher in Physik war, muss das Gehirn das Ganze entspiegeln und umdrehen. Ansonsten stehen wir auf dem Kopf. Und das ist eine der größten, das ist der Grund, warum das halt so viel Leistung fordert, zumindest glaube ich das. Und das ist halt noch relativ entscheidend auch für später, wenn wir verstehen wollen, warum der Nervusaptikus das macht, was er tut.

SPEAKER_03

Genau, und bevor wir da nämlich weitermachen, kommen wir noch einmal ganz kurz zu den inneren Augenmuskeln. Da gibt es nämlich noch zwei weitere, die so ein bisschen als Antagonisten da platziert sind, die nämlich für diese auch äußerlich wahrnehmbare Weitstellung bzw. Engstellung verantwortlich sind. Und diese Weit- und Engstellung nennt man dann eben in Schlau im Falle der Weitstellung Mythriasis. Das ist eine sympathische Aktion, hat quasi den Sinn, dass wir möglichst viel Licht reinbekommen in das Auge und dadurch etwas besser Dinge wahrnehmen und sehen können. Und parasympathisch eben die Myosis, ja, also eine Engstellung des Auges. Und dementsprechend haben wir diesen Musculus sphinkter Pupille, der auch wieder eben von der reinen Form her ähnlich wie der Ciliaris ist, dass er eben auch so ringförmig ist und damit quasi eine Engstellung ermöglicht. Und dieser Musculus dilatator-Pupille, der da so ein bisschen planar im Auge liegt, muss man sich mal anschauen, wie das aussieht.

SPEAKER_01

Genau, so, und jetzt zu dem Teil, der für unsere Hörnerven relevant herr ist, sind die äußeren Augenmuskeln, weil ich meine, jeder, der so eine schöne Vorlesung aufmacht, es sind schon wieder 80 Folien, der möchte erstmal mit den Augen rollen und genau dafür sind unsere äußeren Augenmuskel verantwortlich, dass wir die Augen bewegen können. Es gibt sechs Stück, die man auf jeden Fall drauf haben muss. Und grundsätzlich vier davon sind ziemlich einfach, weil die heißen Rectus und sind dann einmal medial, lateral und dann superior und inferior. Bedeutet einfach, die greifen einfach von hinten von diesem Anulus tendineus. Genau, greifen sie einfach von außen ans Auge dran und kleben sich von außen dran und machen halt genau das, was man erwartet. Das heißt, der Superiore macht, dass wir quasi nach oben schauen, der Inferiore nach unten, medial, medial, lateral, lateral, ja. Also relativ simpel. Aber das wäre ja wieder zu einfach, wenn es dabei bliebe. Denn wir haben noch zwei weitere, die ein bisschen komplizierter sind.

SPEAKER_03

Da haben wir eben einmal den Musculus obliquus superior und den Musculus obliquus inferior. Also wir reden jetzt nicht mehr von den Rektusmuskeln, die ja gerade sind, sondern von den Obliquusmuskeln. Obliquus lateinisch für gebogen ungefähr. Und dieses Gebogen bedeutet eben im Fall von dem Obliquus superior, dass wir mit einer Trochlea arbeiten, ja, also dass quasi so eine Art ein Widerlager oder ein.

SPEAKER_01

Heißt auf lateinische Rolle, nur so zur Info.

SPEAKER_03

Eine Rolle. Ah, okay, interessant. Dass quasi da diese Zugrichtung umgeleitet wird durch diese Trochlea, die da an der Orbita befestigt ist. Und durch diese Umleitung bekommt man eine Rotationsbewegung des Auges nach innen. Ja, also quasi von dem Anulus Fendinius Communis an die medial gelegene Trochlea und dann wieder zurück nach hinten rechts ungefähr an dem Bulbus Oculi.

SPEAKER_01

Das bedeutet, ganz kurz, dass diese Trochlea sitzt quasi fast auf Höhe, also sie sitzt schon quasi fast schon auf Höhe der Pupille, also ziemlich, ziemlich weit vorne. Und von da aus strahlt der Muskel nicht im 90 Grad Winkel ab, sondern eher 30 Grad. Das heißt, der geht quasi wieder schräg nach hinten aufs Auge. Und das, weil, da haben wir in der Vorbereitung auch nochmal kurz überlegt, weil diese Information braucht man, um zu verstehen, was dieser Muskel macht. Weil nämlich, wenn der jetzt kontrahiert, dann habe ich logischerweise eine Rotation, weil wir von Innenrotation, weil ich nicht von hinten, sondern von der Seite aufs Auge greife. Das heißt, ich rotiere nach innen. Das macht soweit Sinn. Aber die Depression, da muss man sich genau überlegen, wie der Muskel verläuft. Denn der verläuft so weit nach hinten, dass der quasi hinten am Auge angreift und somit nach vorne unten zieht. Und somit habe ich eine Rotation und eine Depression.

SPEAKER_03

Genau, und Depression bedeutet in dem Fall eben nicht, dass der gesamte Augapfel nach unten gedrückt wird, sondern dass eben quasi nur diese eine Vorrotation gemacht wird, wenn man so will. Also quasi das eine ähnliche Funktion wie beim Musculus rectus inferior.

SPEAKER_01

Genau, ich gucke einfach nach unten auf gut Deutsch.

SPEAKER_03

Und der Musculus obligus inferior hat dann keine Truchlea, macht aber genau die gegensätzliche Funktion. Also Außenrotation und Elevation.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_03

Und ganz kurz noch, du hast von sechs Muskeln gesprochen. Wir haben ja vorhin noch den Musculus Levator Palpe superioris beigefügt. Ja, okay. Den wären dann sieben, wobei der ja funktionell jetzt bei der Augenbewegung nicht eine Funktion hat.

SPEAKER_01

Also das ist immer die Frage, wie man es definiert. Aber zumindest sechs für die Augenbewegung und sieben äußere Augenmuskeln. Naja, so sei es. Gut. Jetzt Attacke, gell? Jetzt Attacke, jetzt geht's ab. Ja, ab an die Hirnnerven, Freunde. Drei, vier und sechs. Ja, warum auch immer, sind drei, vier und sechs für die äußeren Augenmuskeln verantwortlich. Man kann es ja noch ein bisschen präzisieren. Oder generell für die Augenmuskeln. Die müssen relativ sitzen. Und anfangen möchten wir mit der Nummer 3, dem Nervus Oculomotorius, der einem da im Auge zumindest die meisten der Muskeln innerviert. Was kann der so? Der kann logischerweise, weil ich meine, wir können die Augen ja aktiv bewegen, ist ja so mit somato-efferent oder somatomotorisch, finde ich, klingt dann auch ein bisschen besser. Aber er geht nämlich auch an die inneren Augenmuskeln. Und ich kann jetzt nicht einfach sagen, oh geil, abtipupille, ja, sondern das macht unser Hirn halt unwillkürlich. Bedeutet, der muss auch noch einen Visceroefferenten und somit parasympathischen Teil haben.

SPEAKER_03

Und da gibt es dann auch noch Namen für diese beiden Hirnkerne quasi. Also das wäre dann im Fall des Somato-efferenten-Anteils der Nucleus nervi oculomotori, Name relativ trivial in dem Fall. Und der weitere Hirn, dieses weitere Kerngebiet, das quasi Visceroefferent wäre, wäre der Nucleus accessorius, Nervi oculomotori, der dann auch Edinger Westphal-Komplex genannt wird.

SPEAKER_01

Genau. Und jetzt stellt sich noch die Frage, wo geht das Janze genau hin? Das heißt, der Levator palpit superioris, also der Levator palpit wird von diesem Muskel innerviert, zusätzlich die Musculi recti superioris, medialis und inferioris. Und der ob der Lateralis.

SPEAKER_03

Obliquus inferior auch noch.

SPEAKER_01

Und der obliquus inferior. Das heißt, wir suchen jetzt noch Nerven für den Musculus rectus lateralis und den Musculus obliquus subordis. Superior. Und da kommen unsere anderen beiden Kollegen ins Spiel. Und zwar der Nervus trochlearis. Ach, ganz kurz noch als Nachtrag, von wegen topografische Highlights. Der Nervus Okkulomatorius zieht durch den Anulus fibrosus communis.

SPEAKER_03

Äh, Anulus tendineus communis.

SPEAKER_01

Meine ich ja, Anulus tendineus communis. Das war ein Test, ob du aufpasst. Naja, zumindest zieht er dadurch, sollte man sich mal ganz kurz merken, nicht so wie der nächste Kollege. Der nächste Kollege heißt Nervus trochlearis. Und wenn man jetzt auch nur zwei Gehirnzellen aktiviert hat, dann könnte man sich vielleicht vorstellen, welchen Muskel der Nervus trochlearis enerviert. Und zwar den mit der Trochlea. Hohohoho, krank, ja. Also Musculus obliquoor obliquus superioris. Das mal als kurzer Vorgriff. Somit ist er logischerweise auch somatomotorisch. Macht ja auch Sinn. Der Kern genauso simpel wie der Nucleus Nervi Trochlearis, auch ziemlich chillig. Wie gesagt, geht an den Musculus obliquus superior. Und so als Besonderheit, wenn man den finden muss auf einem Bild, dann ist es der einzige Nerv, der von hinten aus dem Hirnstein rauskommt und nach vorne zieht. Ja, also das habe ich mir aufgeschrieben, wenn ich ihn finden muss, dass der halt unter dieser Vier-Hügelplatte da seinen Ursprung findet und einmal außenrum zieht. Und das glaubst gibt es sonst keinen, der das macht.

SPEAKER_03

Ja, auch im CT ist das dann eine ganz gute Hilfe, wenn man das geprüft wird.

SPEAKER_01

Ja, deswegen. Also so findet man den in meinen Augen relativ gut. Der geht nicht durch unseren schönen Anulus, sondern der zieht oben drüber. Das ist auch sowas, was man gerne mal erwähnen kann, wenn es um diesen Nerven geht. Aber ansonsten ist der, finde ich, recht unspektakulär.

SPEAKER_03

Genau, und noch langweiliger ist dann eigentlich nur noch der Nervusabducens. Ja, geil. Der dann nämlich nicht mal mehr über den Arnulus tendineus communis zieht, sondern wirklich eben durch den Arnulus tendineus communis und dann eben auch einfach nur den Rectus lateralis innerviert und dementsprechend natürlich auch wieder somatoefferentes Zentrum hat, in dem Fall den Nucleus Nervus abducentis. Ich würde gerne noch eine Kleinigkeit hinzufügen zu dem Nervus oculomotorius. Weil da haben wir auch über das parasympathische Zentrum gesprochen, über den Nucleus accessorius nervi oculomotori und aus diesem, also anteilsmäßig von diesem Nucleus accessorius nervi oculomotori, ziehen jetzt die sogenannten, oder der sogenannte Ramus ad ganglion ciliare zum Ganglion Ciliare, der eben quasi, oder das eben quasi direkt vor dem, oder also hinter dem Bulbus Oculi liegt und dort ausgehen, von da dann mit den Nerviciliaris Brevis, also diese Nerviciliaris Brevis, dann zum Bulbus Oculi abgibt, die dann innerhalb des Auges, den Musculus ciliaris und den zwingt der Pupille in der Viren.

SPEAKER_01

Da wäre unser erstes Ganglion für diesen Podcast. Bedeutet, dass es einfach, das sind Nervenzellkörper, die außerhalb des Gehirns liegen. Muss man einfach lernen, aber naja, ich muss sagen, der Name und die Nerven, die rauskommen, sind relativ offensichtlich, wo es hingeht. Aber das schon mal als ersten Input dazu.

SPEAKER_03

Also, das ist also der Nervus Oglomotorius ist der größte in dem Fall, mit den meisten. Und deswegen wird es vielleicht an der Stelle Sinn machen, wenn wir da nochmal ganz kurz, weil das kann in der Prüfung auch drankommen, dass man gefragt wird, was wäre denn, wenn dieser Nerv ausfällt. Ja, auf jeden Fall.

SPEAKER_01

Ich meine, das hatten wir ja bei so Radialis Medianus, unser Peace mit Daumen, ja. Bei mir auch schon.

SPEAKER_03

Genau. Zum Beispiel in dem Fall jetzt, ja, also einfach überlegen, wenn Muskeln ausfallen und diese Muskeln in so einem Komplex stehen, wie jetzt da bei diesen Augenmuskelnerven, dann überwiegen anteilsmäßig einfach die weiteren Muskeln, ja, also Rectus lateralis und obliquus inferior. Und in dem Fall würden wir quasi so ein bisschen schielen, und zwar nach unten außen. Ja, also da wäre quasi einfach die Bewegung durch die anderen Muskeln entsprechend überlagert. Und dadurch würde diese unnatürliche Bewegung, die dann auch in der Regel mit Doppelbildern einhergeht, resultieren. Und diese Miosis und so weiter und Akkomodation wäre wegen dem nicht aktiven Nucleus Accessorius, nervig Oculomotori, eben auch eingeschränkt.

SPEAKER_01

So ist es. Ja, also das kann echt gut mal kommen, dass man daran halt so die Funktion abzieht. Kann man sich aber einfach sich logisch überhaupt nicht.

SPEAKER_03

Ja, genau.

SPEAKER_01

Man muss dann einfach nur wissen oder daran denken, dass alle Muskeln Grundtonus haben und sich gegenseitig ausgleichen. Und wenn einer ausfällt, dann überwiegt der Tonus von dem anderen. Genau, so, jetzt, ich glaube, jetzt kommen wir zu dem einzigen Hirnnerv, den ich schon kannte, bevor ich Medizin studiert habe. Also der Nervus Opticus kann man schon mal gehört haben, finde ich. Ist tatsächlich der zweite und nicht der erste, der zweite, ja, das habe ich, wusste ich auch nicht, ja, das ist der zweite. Der Nervus Opticus geht ins Auge, wer hätte es gedacht und ist für die Optik verantwortlich. Alter, krank, ja. Ja, was ich auch ganz spannend fand, das wurde nochmal bestätigt von kompetenter Seite mir gegenüber, dass. Eins für mich, oder? Ja, dass die ersten beiden Hirnnerven eigentlich im engeren Sinne keine Hirnnerven sind, sondern Ausstülpungen des Gehirns. Und deswegen von Meningen umhüllt sind. Das heißt, im engeren Sinne ist es kein Hirnnerv, in unserem Fall und auch in der offiziellen Definition schon. Es ist ja alles nur Definitionshaft. Aber trotzdem, cooler Funfact auf jeden Fall.

SPEAKER_03

Weil sie eben deswegen auch keine Kerngebiete haben.

SPEAKER_01

Genau, weil sie gibt keine Kerngebiete, trotzdem eine Faserqualität, das wäre langweilig. Und zwar reden wir hier um bewusste Dinge, also Somato, aber es sind ja Afferenzen, also quasi vom Auge ins Hirn. Also reden wir von Somato-Afferenzen. Bei so Sachen wird meistens speziell hinzugefügt. Also die offizielle Faserqualität sind spezielle Somato-Afferenzen. Einfach aus dem Grund, weil das halt Special ist. Und deswegen, da gibt es manchmal so Spezifikationen. Aber das merkt ihr auch nachher noch, da gibt es so ein, zwei Kleinigkeiten, wo man auch speziell sagt, das muss man einfach nur kurz mal merken, dann geht es. Der besondere Verlauf, also vom Auge aus gesehen, geht der Nervus Opticus erstmal durch den Anulus hindurch, als würde ich sagen, Dixter Nerv, ne? Also der ist schon ordentlich viel dicker als die anderen. Auf jeden Fall. Dann zum Chiasma Opticum im Türkensattel. Das ist auf jeden Fall auch so ein topografisches Highlight, was auch gepräppt wird, um ehrlich zu sein. Das muss man auch erkennen. Und von da aus, also quasi aus diesem Kreuz, aus dieser Kreuzung, gehen dann zwei Tractus Opticus raus, die dann in die ins Corpus geniculatum, laterale und mediale einziehen. Also das quasi ist überkreuzt dich und geht dann hinten rein. Und man auch schon mal von gehört hat, dass in diesem Kreuz tatsächlich auch Fasern getauscht werden. Das bedeutet, dass Teile des rechten Auges im linken Hirn verarbeitet werden. Und da habe ich auch mir wieder von kompetenter Seite einen Merkspruch geben lassen. Und zwar, dass die laterale Retina wird ipsilateral verschaltet, also außen bleibt außen und der mediale Teil wird kontralateral schon.

SPEAKER_03

Der nasale Teil.

SPEAKER_01

Oder der nasale Teil. Das bedeutet quasi, in meinem rechten Hirn, übrigens hinten im Octivitallappen, kommen aktuell von der rechten Seite die lateralen Informationen und von der linken Seite die medialen Informationen. Und dann wird es verschaltet. Und das ist auch so ein Ding, was ich auch schon mal gehört habe, dass halt jemand gefragt wurde, Sie sensen bei einer Hirn-OP den rechten Traktus Opticus durch. Und ich möchte das machen.

SPEAKER_03

Ich bin jetzt auch kein Experte, aber ich glaube, das wollte eigentlich nicht passieren.

SPEAKER_01

Es klingt aber sehr absurd, um ehrlich zu sein. Aber naja, es soll alles mal gegeben haben. Und dann soll man dem Prüfer quasi schildern, was man noch sehen kann und was nicht. Ja, und deswegen lohnt sich das, sich das mal reinzuziehen und sich das so aufzubauen. Aber das ist der ganze Kram. Und nicht vergessen, dass wir eine Lochkamera. Das heißt, der Teil, der tatsächlich jetzt vor meiner Nase ist, der wird von der lateralen Retina aufgenommen. Also auch wieder gespiegelt. Also da auch drauf aufpassen, ob ich sage, Retina oder Bild. Also es ist auch, ist alles nicht so einfach, aber man muss es sich einfach einmal klar machen. Entschuldigung für die Anspielung. Ja, aber soweit zu den vier Nerven, die wirklich relevant zum Hirn sind, bevor wir die zum Auge relevant sind, bevor wir jetzt schließen, noch ganz kurz eine kleine Anmerkung noch zur Orbita. Denn durch die Orbita verlaufen nicht nur diese vier Kollegen, sondern noch aus dem Herrn Trigeminus, dem fünften, der noch im Späteren erwähnt wird, nochmal Nerven. Aber wir möchten euch die kurz nochmal mit an die Hand geben, damit ihr die Orbita komplett habt. Inklusive auch den Gefäßen.

SPEAKER_03

Genau, ja, und da ist eben so, das sieht man eben auch im PrEP-Kurs, dass dieser Nervus, ja, also, beziehungsweise ich rufe von vorne. Also wir haben quasi für den Nervus Trigeminus den Nervus Ophthalmicus und den Nervus maxillaris, die hier relevant sind für die Orbita-Höhle. Ja, es gibt dann eben noch den dritten Teil, den Nervus mandibularis, der hat aber überhaupt keinen Einfluss auf die Orbitahöle. Wie gesagt, kommt später noch in der Folge in der weiteren Folge hier nur die für die Orbita relevanten Nervenäste. So, wir haben, wenn wir preppen und von oben quasi auf die Orbiter drauf schauen, es wird ja dann das Orbiterdach eröffnet, dann sieht man sofort prominent einen Nerv. Das ist der Nervus frontalis. Dieser Nervus frontalis, der ist ein Ast eben des Nervus Ophthalmikus und teilt sich dann noch auf in einen Nervus supraorbitalis und einen Nervus supratrochlearis. Während der Nervus supratrochlearis einfach nur so ein bisschen am medialen Augenwinkel nach draußen zieht, zieht vom Nervus supraorbitalis, beziehungsweise haben wir beim Nervus supraorbitalis nochmal eine Aufteilung in einen medialen, einen lateralen Ast. Dieser mediale Ast vom Nervus supraorbitalis, der zieht dann durch die Incisura frontalis, während der laterale Ast durch das darüberliegende Foramen supraorbitalis zieht. Ja, also muss man sich an der Stelle vor Augen führen.

SPEAKER_01

Das Foramen kann man übrigens super geil tasten, wenn man quasi unter den Augenbrauen langfährt, diese Kuhle. Und ich nur mal so als Tipp, ich finde das super geil, wenn man Kopf weh hat, da ein bisschen zu rubbeln. Wirklich, ey, das ist so gut.

SPEAKER_03

Ich muss mal sehen, wie der Leo mich hier gerade anguckt, wie er da an seinem Foramen supraorbitalis rum.

SPEAKER_01

Das tut echt gut, Junge. Das tut richtig gut.

SPEAKER_03

Ja, muss man beim Preppen übrigens aufpassen, wenn man das Orbiter-Dacher eröffnet, dass man da dann den Nervus supraorbitalis durchfädelt und den eben nicht kaputt macht an der Stelle.

SPEAKER_01

Das klingt nicht so angenehm, aber naja. Ich muss es ja bei mir auch nicht machen, oder?

SPEAKER_03

Ja. So, dann haben wir vom Nervus Ophthalmicus relevant noch den Nervus nasociliaris mit den daraus heraustretenden Nervus Infratochlearis und den Nervi etmoidalis, die durch diese Foramen, Foramina etmoidalis, anterioris und posterioris treten. Das wird aber Thema beim Bereich Nase, wenn wir darüber reden. Okay, und dann haben wir quasi simultan zu dem Nervus supraorbitalis auch noch den Nervus infraorbitalis, auch durch das entsprechende Foramen, der jetzt aber vom Nervus maxillaris kommt. Okay, jetzt noch ganz kurz, um das abzurunden zu den Arterien, die hier relevant sind. Wir haben schon gesagt, wir haben quasi durch den Kanalis opticus ziehen die Arteria ophthalmica. Und diese Arteria ophthalmica spaltet sich jetzt noch einmal in verschiedenste weitere Äste auf. Und jetzt haben wir quasi, wenn wir über den oberen Anteil reden, also in der oberen Etage, haben wir die Arteria supraorbitalis und die Arteria supratochlearis. Diese Arteria supratrochlearis wird dann wiederum zur Arteria dorsalis nasi und bewirkt dann eben die angesprochene Anastomose aus der ersten Folge. Ja, macht alles Sinn. So, und dann diese Arteria supraorbitalis, von der ich gerade schon gesprochen habe, die zieht jetzt wie der Ramus lateralis des Nervus supraorbitalis durch das Foramen und die Arteria supratrochlearis durch die Incisura frontalis, so wie der Ramus medialis des Nervos supraorbitalis. So, und dann haben wir jetzt noch eine Arterie, die eben wie der gleichnamige Nerv auch zu der Glandula lacrimalis zieht, nämlich die Arteria lacrimalis und dann noch simultan die Arterie etmoidalis anterioris und posterioris. Und damit haben wir es geschafft, haben jetzt hinten raus nochmal ein paar Strukturen in den Raum geschmissen, die relevant sind, um die gesamte Orbita-Höde zu erfassen. Damit habt ihr alles gehört. Es gibt verschiedene Merksprüche für das alles. Hätten wir auch noch einen bringen können. Zum Beispiel den Klassiker Ziegenfressen Löwenzahn, eher selten pure Marmelade als Merkspruch für die orbital begrenzenden Knochen und so weiter, ganz viele gibt es da.

SPEAKER_01

Aber zumindest, ihr habt es jetzt schon mal gehört, der Nervostrogen-Minus kommt nochmal als in meinen Augen einer der wichtigsten Hirnnerven. Aber der Vollständigkeit halber, dass jetzt schon mal Wiederholung ist, wichtig. Und mit dieser Wiederholung schicken wir unsere Folge jetzt raus. Wir wünschen euch viel Freude bei weiteren Folgen, beim weiteren Kopfhalslernen. Genau. Und wir hören uns beim nächsten Mal wieder.

SPEAKER_03

Ja, das ist wahrscheinlich meine letzte Folge zu Kopfhals in dem Fall. Ich höre dir dann später bei weiteren Themen wieder. Ich wünsche euch nochmal viel Erfolg für die Prüfung und vielen Dank, dass ihr eingeschaut habt.

SPEAKER_01

Tschüss, bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Tschüss.

SPEAKER_00

Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.

SPEAKER_02

Für riesigen Unwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.