Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Lunge und venöses System
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SITUS 6: Die geknackte Nuss
- In Teil zwei unserer Reihe zum Herz-Kreislauf-System begleiten wir weiter das Hämoglobin, das seinen Sauerstoff abgeben musste und jetzt zum Auftanken wieder zurück in die Lunge will. Auf dem Weg können Hindernisse über diverse kavo- und portokavale Anastomosen überwunden werden. Neben der gewohnt kompakten Aufbereitung der relevanten Strukturen hört ihr außerdem, warum Zäpfchen so gut wirken und was das Nussknacker-Syndrom mit der Spermienproduktion zu tun hat. Viel Vergnügen beim Hören!
Kapitel:
(00:00) - Hohlvenensystem(06:18) - kavokavale Anastomosen(11:48) - portokavale Anastomosen(17:49) - Lunge(31:39) - Diaphragma Durchtrittsstellen
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Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
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In den Arterien ist es ein bisschen schwieriger, weil es nicht auf beiden Seiten gleich ist. Auf der linken Seite ist der Bronchios hyparteriell. Links.
SPEAKER_02Situs Emblem. Mina Klinik. Hallo und herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus, dem Vorklinik-Podcast. Heute mit mir hier zu Mina und Moritz.
SPEAKER_04Grüßt euch. Hi.
SPEAKER_02Und ich meine, wir sind alle top motiviert, aber nur um mal kurz abzustecken, wie motiviert Moritz heute war. Er sitzt hier in Weißen Hosen. In Weißen Hosen und einem Medizinerpulli. Also das ist schon.
SPEAKER_01Da muss ich echt sagen, so würde ich auch nicht aus dem Haus gehen, aber für euch Nasen kann ich mir so ein Outfit mal leisten.
SPEAKER_02Ja, also sehr, sehr fancy. Ich finde es schade, dass ihr jetzt nicht sehen könnt, aber so ist es halt. Ja, heute möchten wir die Organe. Ich finde die Beige, die Hose, aber gut. Ja, ist klar. Heute möchten wir die Organe abschließen. Dem geneigten Zuhörer ist aufgefallen, dass an sich nur noch die Lunge übrig ist als Organ. Aber wir möchten da nochmal kurz anknüpfen an unseren Hämoglobin-Molekül.
SPEAKER_01Wie habt ihr das genannt?
SPEAKER_02Ich weiß es nicht. Wir haben es einfach noch. Wir hatten keinen Namen dafür, aber es ist nicht so relevant. Was ja jetzt durch die Arterien durchgewandert ist und in unserer Analogie jetzt im großen C sitzt oder im Kleinen, je nachdem. Und was jetzt ganz unglücklich ist, weil es keinen Sauerstoff mehr hat. Und möchte jetzt weiter beladen werden. Und ich glaube, dass man voraussetzen kann, dass man nach wenigstens mal drei Jahren Biologie mitgekriegt hat, dass in der Lunge der Sauerstoffaustausch stattfindet. Und dahin möchten wir uns jetzt bewegen. Und zwar über das Venensystem. Was auch, glaube ich, bekannt ist, dass Venen zum Herzen führen. Und wir hatten ja das arterielle System schon erwähnt und das ist eigentlich relativ analog, das venöse System, mit Ausnahmen. Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen. Durch die Integration verschiedener Lernmethoden und das Ansprechen aller Sinne könnt ihr euch die Inhalte so viel besser und langfristiger merken. Dabei sind die Erklärvideos und Merkbilder von Meditrix die perfekte Ergänzung zu den Folgen unseres Podcasts. Deswegen gibt es jetzt exklusiv für Situs Inversus Hörer mit dem Code SITUSINVE15 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Situs Inversus15. Jetzt sichern.
unknownDas war's schon.
SPEAKER_01Ja, genau. Also vom allgemeinen Aufbau her haben wir eben jetzt von den unteren Extremitäten kommt, haben wir eben die Vene Iliake Communis, die sich dann eben vereinigen zu einer Vena Cava Inferior. Und da, um sich das vor Augen zu fühlen, um sich diese Lage klarzumachen, vielleicht auch im CT, die Vena Cava Inferior liegt im Abdomen rechts der Aorta abdominalis. Ja, das muss man sich klar machen. Und dann haben wir quasi auf dem Weg nach weiter oben, also Richtung rechtes Herz in dem Fall, haben wir dann immer so ganz kleine Venen, die sich da rauszweigen, die Vena lombaris, am Übergang zum Thorax, also quasi am Diaphragma, haben wir dann die Vene Hepatica, die quasi dann eben das gefilterte Blut oder bearbeitete Blut aus dem Fortadersystem bekommen und da einem dann diesen Einfluss haben und die Venephrenica inferioris. Und dann bewegen wir uns über das Zwerchfell und sind im Thorax und dann drehen wir nicht mehr von der Vena Cava inferior, sondern von der Vena Cava superior und dann geht es eben auch relativ zügig sofort in den rechten Vorhof. Da haben wir aber einen ganz wichtigen Zufluss, also habe ich gerade noch nicht genannt, nämlich im Abdomen. Da haben wir die Vena renalis. Also die ist so richtig in einem rechten Winkel, fließt sie da in die Vena Cava inferior. Und da habe ich ja gerade schon gesagt, die Vena Carva inferior liegt rechts der Orta Abdominalis und diese Vena renalis ist natürlich der Zufluss aus den beiden Nieren. Und die Vena renalis ist dann entsprechend auf der linken Seite natürlich um einiges länger als auf der rechten Seite, weil die rechte Niere natürlich dann recht nah ist und relativ zügig da dann schon einmünden kann. Und genau deswegen haben wir quasi auf der linken Seite die Einmündungen von Vena testicularis bzw. Ovarica und Vena suprarenalis, Sinistra in dem Fall von der Nebeniere, die fließt quasi nicht direkt in die Vena Cava inferior, sondern auf der linken Seite zunächst in die Vena renalis sinistra und auf der rechten Seite quasi als Vena suprarenalis dextra bzw. Vena testicularis slash ovarica dextra direkt in die vena cava inferior. Und genau das ist eben auch diese relativ bekannte Nussknackerstruktur.
SPEAKER_02Ihr habt da gehört, dass sich da jemand eine Geschichte zu ausgedacht hat, wie man sich besser merken kann. Hab ich gehört.
SPEAKER_04Ja genau, und zwar ist es ja so, dieses Nussknackerphänomen bezeichnet, dass die Vena renalis sinistra oberhalb der Aorta und unter der Arteria mesenterica superior verläuft und damit quasi so eingeklemmt ist. Und der eigentliche Begriff Nussknacker kommt daher, dass die Vena Renalis Sinistra da wie so eine Nuss eingeklemmt ist. Aber wie ich mir damit noch merke, dass die Vena testicularis und ovarica auch mit betroffen sein können in dem Fall.
SPEAKER_02Achtung, Herren der Schöpfung bitte nicht hinhören.
SPEAKER_04Ist, dass bei einem Abklemmen eine Beeinträchtigung der Spermienproduktion natürlich auch mit einhergehen kann, was ja irgendwie logisch ist, wenn der Venenabfluss nicht mehr funktioniert. Und ich finde da irgendwie die Analogie zum Nussknacker eigentlich relativ eingänglich auf mehreren Ebenen.
SPEAKER_02Ja. Aber das Schlimme ist ja nicht die vermindete Spermienproduktion, sondern dass durch den fehlenden Abfluss, aber den stetigen Zufluss die zu knackende Nuss immer weiter anschwillt.
SPEAKER_01Ja, ja. Das ist dann so richtig so dieser Venplexus. Ja. Der bleibt dann so richtig aus.
SPEAKER_02Jeder, der nicht schlafen möchte, ich spreche jetzt zu den Herren der Schöpfung, googelt mal, wie das Ganze aussieht. Aber naja. Genau, also das jetzt ganz kurz zum Hullvenensystem. Jeder, der sich damit beschäftigt, kommt relativ schnell zu diesem wunderschönen Wort der karvo-karvalen Anastomosen, die an sich einfach nur Kurzschlüsse der beiden Vene cave superior, schreckstrich, inferior darstellen. Wir möchten, um euch das zu verdeutlichen, uns besser darstellen zu können, mal zu so einer Allerwelserkrankung gehen. So einem Thrombus in der Venacava inferior, so alltäglich, ne? Wenn jeder, der so einen Hausatz war, sieht es so, oh, zweimal am Tag, ne?
SPEAKER_01War jetzt ironisch.
SPEAKER_02Ja, also tatsächlich, wir haben es nachgeschaut, das gibt es wohl, aber es ist sehr, sehr, sehr selten. Weil es hört sich jetzt auch nicht so spaßig an, aber gut. Und das heißt, weil ja diese Anastomosen in beide Richtungen funktionieren. Also das Blut kann entweder von der Wiener Cover Inferior in die Superior oder andersrum, möchten wir jetzt davon ausgehen, wir haben einen Stau in der Inferior, wir möchten von der Inferior in die Superior kommen. Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben es jetzt mal auf zwei vordere und eine hintere begrenzt.
SPEAKER_01Genau, und ich muss sagen, wir hatten, als wir uns diesen Podcast uns überlegt hatten, hatten wir überlegt, ob wir so Buttons einführen. Also irgendwie so Buttons, wo dann irgendwie so ein Geräusch irgendwie dann wiedergibt, wo dann irgendwie, keine Ahnung, jetzt kommt ein Funfact oder jetzt kommt was Prüfungsrelevantes. Also wir haben diesen Button prüfungsrelevant zwar nicht gemacht oder beziehungsweise nicht eingeführt in diesem Podcast. Wenn es diesen Button gäbe, würde ich ihn aber jetzt drücken. Denn das, was jetzt kommt, ist ultimativ prüfungsrelevant. Also spitzt eure Ohren. Also diese hintere Karvokavale Anastomose, von der der Leo gerade gesprochen hat, ist im Wesentlichen diese Anastomose, die über das Arzygos-System geht. Nämlich von der Vena Cava Inferior, wie gerade schon gesagt, gehen diese Vena lumbalis, diese Kleinen an der Seite ab, die vereinigen sich zur Vena lumbalis Aszendenz, rechts und links, also Dextra und Sinestra, und werden dann nach dem Durchtreten des Zwerchfells zur Vena Arzigos rechts und der Vena Hemioarzigos links. Dann fließt noch die Vena Hemioarzigos, jetzt im Thorax, in die Arzigos und von da geht es dann in die Vena Carva superior. Also dieses sogenannte Arzigos-System ist diese erste karvo-carvale Anastomose, die wir dorsal eben haben.
SPEAKER_02Ja, weil es quasi von der Igacagomunis in die Lumbaris Ascendenz über die Arzigos-Ivenia Carva superior geht. Die Hemia-Azigos merke ich mir immer so, die kann ich voll nachvollziehen, die hat ja auf halbem Weg keinen Bock mehr hochzuklettern und macht deswegen Abstecher über die Wirbelsäule zu Arzigos. Kann ich voll nachvollziehen. Ganz entspannt. Ja, faulle Sau. Und deswegen gehen wir jetzt weiter zu den vorderen. Da kann man zwei abtrennen, eine über den Bauchnabel und eine nicht über den Bauchnabel.
SPEAKER_01Genau, und da haben wir quasi eben über den Bauchnabel zwei Zugänge, nämlich einmal die Richtung Bauchnabel von der Vena Cava Inferior, fließen die Vena epigastrica superficialis und die Vena Zircumpflexa ilium superficialis und dann nach dem Bauchnabel zwei Abgänge Richtung Vena Cava Superior, nämlich die Vena thoracica lateralis und die Vena thoraco epigastrica. Ich weiß, wir bomben euch gerade extrem voll mit irgendwelchen Namen. Die meisten dürftet ihr aber in der Vorbereitung schon mal gelesen haben. Und das ist ja auch nur so ein finaler Schliff, wo man dann irgendwie alles nochmal irgendwie zusammenfügt. Und dann von der Thoraco Epigastrica bzw. Thoraca lateralis über die Axillaris in die Vena cava superior.
SPEAKER_02Also beim Bauchnabel haben wir zweimal Venen, die was mit unten zu tun haben und die Superficialis heißen. Also Zirkumflexa superficialis und Epigastrica superficialis und wir haben nach oben zwei Ven, die was mit Thorax zu tun haben. Genau. Thoraco und Thoracica lateralis. Und der letzte, direkte Teil geht dann über die Vena Epigastrica inferior, final in die Thora interna, richtig. Das Einzige, was mich lange abgefuckt hat und was ich bis heute nicht verstehen kann, warum er das macht, ist das. Das ist nicht gleich so flätige Ausdrucksweise. Flätig. Die Epigastrika inferior heißt halt ab dem Zwerchfell Epigastrika superior. Ich glaube, sie heißt genau schon.
SPEAKER_04Die heißt früher schon Epigastrika superior. Ich weiß nicht genau, ob wann. Und ab dem Zwerchfell ist es dann die Thoracica interna. Mach's so rum, ja.
SPEAKER_02Aber zumindest, falls ihr mal über die Vena Epigastrica superior findet, äh Stolper, die entspringt nirgendwo, weil es einfach die Vena Epigastrica inferior die sich hochverarbeitet hat.
SPEAKER_01Genau, und danach ist es die Vena thoracica interna.
SPEAKER_02Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcastpreis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgebeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt. Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge. Ja, und das sind diese drei Anastomosen, die sollte man sich merken. Die können natürlich, wie gesagt, auch in die andere Richtung funktionieren, aber die spielen ein anderes Anastomosensystem eine sehr große Rolle mit ein. Und zwar in das Porto-Kavale Anastomosensystem. Was im Namen schon steckt, ist, dass es jetzt hier um die Vena Portae und die Venacava geht oder eine der Vena Cavae, die auch sehr relevant sind. Hier haben wir uns das Beispiel der Leberzirrose herausgesucht. Für jeden, der dann nicht weiß, was es ist. Eine Zirrose ist einfach nur eine Erhärtung. Ich glaube, das ist die Übersetzung von Zirrose. Die kann aus vielen Gründen entstehen. Ist auch vollkommen egal, warum. Das Einzige, was man wissen muss, ist dadurch, dass durch die Zirrose wird das Lebergewebe hart und vernarbt und deswegen ist es nicht mehr so durchlässig.
SPEAKER_01Genau, einfach nur eine Beispielerkrankung, bei welcher die Vena-Portehepatis eben nicht mehr Durchfluss hat.
SPEAKER_02Das Wichtigste ist einfach, dass der Durchfluss gesenkt ist und somit sich das Ganze rückstaut und das kann halt durch diese portocavalen Anostomosen kompensiert werden. Als kurze Wiederholung zum Fortadersystem, es kommt alles aus dem Verdauungstrakt quasi an venösem Blut dann nochmal durch. Zweites Kapillarbett hatten Tim und ich schon. Kurz nochmal zum Wachrufen. Aber jetzt ist natürlich, um das zu verstehen, erstmal relevant, welche Zulieferer hat denn überhaupt die Vena Porta?
SPEAKER_04Genau, also die Vena Porte, die entsteht hinter dem Pancreaskopf und es ist ein Zusammenfluss aus der Vena mesenterica superior und der Vena splenica. Wobei man da noch bedenken muss, wisst ihr vielleicht noch von den Arterien letzte Folge, es gibt noch die Vena Mesenterica, also die Äquivalente Vena mesenterica inferior, die mündet aber direkt in die Splenika und darüber dann gemeinsam in die Vena Porte. Und um da jetzt mal eine Einteilung reinzufinden, haben wir uns überlegt, dass der Magen und das Pankreas, die haben alle so in etwa ihren Abfluss über die Vena splenica. Dann, wenn man weitergeht, Pankreas über den dünnen und dickdarm bis zur linken Colanflexur, über die Vena mesenterica superior und dann der Rest, also aboral der linken Colanflexur, dann die Vena mesenterica inferior. Und grundsätzlich ist es dann eben so, dass die Organe, die wollen alle irgendwie ihr Blut loswerden und am liebsten eigentlich nach oben. Irgendwie haben wir uns das so vorgestellt, dass die alle hoch hinaus wollen. Das schaffen aber nur Magen und Kolon. Das heißt, nur die bekommen ihr Blut tatsächlich in die Vena mesenterica superior über diese Anastomosen. Das Rektum hat es nicht geschafft, ist irgendwie so ein bisschen am Arsch.
SPEAKER_00Sorry.
SPEAKER_04Und landet dann in der Vena Carva Inferior. Und der Bauchnabel ist jetzt kein Organ, wie wir alle wissen, aber da gibt es auch nochmal wie bei den Karbocavalen Anastomosen auch nochmal eine Verbindung. Und die münden in beide, also sowohl Karva superior als auch inferior.
SPEAKER_02Ja, das ist bei Bauchnabel ist so ein bisschen special, ne? So eine Diva. Die hat auch schon gerade eben schon zwei Zu- und Abflüsse gebraucht. Also Bauchnabel ist besonders, kommt vermutlich von der höchst wichtigen Bedeutung in der Embryonalentwicklung. Aber zumindest läuft da viel drüber ab. Denn was man sich relativ gut merken kann, sind so, also habe ich mir das gemerkt, so Anastomosen sind so klassische Zeichen der Leberzirrose, wie man sie von außen erkennen kann. Und das sind einmal, also es gibt drei Stück, so viel Anastomosen, also eine kann man leider nicht erkennen, die über das Arzigos-System, sprich über die Vene Ösophagialis, kommen durch sogenannte Ösophagus-Svariten zum Vorschein. Denn das sind einfach quasi venöse Blutungen im Ösophagus, also quasi angeschwollene Blutgefäße, die dann gegebenenfalls aufreißen und raussuppschen. Die sind auch recht gefährlich. Deswegen sollte man die immer im Auge behalten, daher über die Venealis. Dann gibt es noch ein sogenanntes Caputmedusae. Jeder, der die griechische Mythologie oder Percy Jackson kennt, kennt die Medusa. Und so ähnlich sieht es halt aus, weil es diesen Rückstau über diese para-umbilikalen Vengi.
SPEAKER_01Also das ist einfach im Prinzip nur ein Netz an Venen, das sich eben auch oberflächlich an dem Bauch von außen tatsächlich auch erkennen lässt.
SPEAKER_02Es sieht halt so ein bisschen aus wie so ein Schlangenkopf, also ein Kopf mit vielen Schlangen dran. Und noch das Rektum, die sogenannten Hämorrhoiden, sprich einfach diesen Venen und Arterien Plexus caravanosum, den wir da unten hatten mit Tim, der schwillt halt an und kann diese Hämorrhoiden bilden. Eine weitere Besonderheit, die man sich bewusst machen muss, ist, dass es vom Rektum her drei Venen gibt. Eine untere, eine mittlere und eine obere. Und die obere, wie gerade eben schon gesagt, mündet in dieses Fortadersystem. Also die Ven rektalis superioris gehen nach oben. Aber die Media und die Inferior, die gehen direkt in die Idiacca Interne und somit direkt in den eigentlichen Körperkreislauf. Also die Rückführung des Körperkreislaufs. Das ist der Grund, warum es.
SPEAKER_01Und die umgehen somit quasi das Filtersystem. Und gehen das Fordalter. Und was man ja sonst hätte, wenn man irgendwas aufnimmt über, oder beziehungsweise wenn es über die Vena Rektalis superioris gehen würde, nämlich umgeht das Fortaltersystem. Und das ist das Entscheidende. Genau.
SPEAKER_02Weil da zum Beispiel, also ich habe öffentlich-rechtliches Fernsehen geguckt und da war so ein toller Werbesender über so Inkontinenzmedikamente und die hatten nämlich Drajets und Zäpfchen. Und bei den Dragets haben sie gesagt, dauert die Wirkung bis zu zwölf Stunden und bei den Zäpfchen geht es sofort ab. Also, wenn ihr mal wirklich was braucht, dann nehmt ein Zäfchen. Also da geht es an Ratzfatz. Was man nicht alles lernt im Öffentlich-Rechtlichen. Ja, ne? Wunderbar. Ein Traum, ja. Ja, und das sind die verschiedenen Wege, wie es am Ende zurücklaufen kann. Um kurz nochmal das von letzter Folge zu wiederholen, enden dann die beiden WNKW im rechten Vorhof, wovon es dann in der Kammer Richtung Lunge geht, da wo wir am Ende auch hinwollen.
SPEAKER_01Ja, jetzt sind wir schon fast in der Lunge angekommen und um eure Analogie fortzuführen, die ihr das letzte Mal mit eurem Hämoglobin geführt habt, wäre es natürlich jetzt ein wichtiger Gedanke, wie das Sauerstoffmolekül jetzt zu diesem Hämoglobin kommt. Und da muss man sich jetzt einfach vor Augen führen, wie das Luftleitungssystem von der Mundhöhle bis zu den Alveolen, also bis zu den Tiefen der Lunge, so abläuft. Und da ist ganz am Anfang, die Trachea ist im Prinzip wirklich nichts wahnsinnig Wildes. Sie setzt sich einfach direkt an den Kehlkopf an und sie hat im Prinzip als wesentliche Aufgabe wirklich einfach die Luft zu führen. Und ist deswegen vom Aufbau her auch nicht wirklich so wahnsinnig komplex angelegt, nur die Lage muss man sich vielleicht einmal klar machen. Also schließt sich, wie gesagt, direkt an den Kehlkopf an, verläuft dann eben erst im Hals und dann später im Thorax. Ist eben also quasi, oder nicht quasi, sondern ist in das Mediastinum eingebaut, in diesen bindegewerbigen, bindegewerbigen, in diesen bindegewebigen Raum, ja. Und wenn man dann quasi dorsal der Trachea schauen würde, würde man direkt den Ösophagus sehen. Und dann muss man sich eigentlich nur noch klar machen, wie man da jetzt dann auch noch das Herz dazu bekommt. Und das Herz hat als Wesentlichen dann, beziehungsweise die Aorta hat als wesentlichen Abgang den Tronchus brachiocephalicus. Und dieser Tronchusbrachiocephalicus, der läuft ventral von der Trachea, quasi vorne da so vorbei. Und die Aorta wiederum, die läuft dann über den linken Hauptbronchius. Also das sind so ein paar Lagefakten, die man sich mal vor Augen führen muss, die man sich klar machen muss. So, und die Trachea an sich, die besteht einfach nur aus so Knorpelspangen. So insgesamt 16 bis 20 hufeisenförmigen Knorpelspangen, die hinten offen sind. Und dieser Raum hinten muss ja auch von irgendwas ausgefüllt werden und das macht in dem Fall der Musculus trachealis. Und dieser Musculus trachealis bewirkt durch seine Kontraktion, dass die Trachea in ihrem Durchmesser bei der Expiration etwas kleiner wird und bei der Inspiration sich wieder etwas weitet. Und diese Knorpelspangen, die sind dann wiederum verbunden durch die sogenannten Ligamenta annularia. Und das ist im Prinzip auch schon die ganze Magie, die man da zur Trachea sich irgendwie aneignen muss. Und dann kommt man auf Höhe des vierten Brustwirbelkörpers dann auch schon zur Biforcazio-Tracheae, also zur Aufspaltung der Trachea und dann ist auch schon Feierabend mit der Trachea. Dann begeben wir uns jetzt zum Bronchialbaum, beschreiben wir gleich nochmal, wann wir dann wirklich in der Lunge sind. Aber diesen Bronchialbaum will ich einmal kurz mit euch noch durchsprechen. Es gibt nämlich einmal einen Bronchius principales Sinister und Dexter, also quasi ein Hauptbrontius. Und weil wir quasi rechts etwas mehr Platz haben, ist dieser auf der rechten Seite steiler und kürzer und auf der linken Seite ist er ein wenig abgeflachter, weil da einfach das Herz im Weg ist. Und das ist eben im Wesentlichen auch der Grund, warum bei einer Aspiration bzw. beim Intubieren, wenn man den Falt intubieren sollte oder zu tief intubieren sollte, das alles eben eher in den rechten Hauptbronchius reingeht. Also wie ich jetzt hier vom Intubieren rede, gell?
SPEAKER_02Ja, also ich muss zugeben. Es beunruhigt mich, dass du als Rettungssanitäter weißt, was man für einen Fehler machen kann.
SPEAKER_01Ich hab das noch nie nicht mal angereicht, eine Intubation. Na gut, okay. Dann bin ich ja entspannt. Also, ähm, Es gab aber bei uns Praktikum, manche, die durften das machen, das finde ich total verrückt. Darf man auch keinem erzählen. Ja, also deswegen gelangt eben alles beim Aspirieren oder beim Abhören, gelangt alles in den rechten Hauptbrontius, weil der einfach steiler ist. Und dann gibt es noch eine weitere Aufteilung in die sogenannten Bronchi Lobaris, in die Lappenbronchien. Es gibt, kommen wir gleich nochmal bei den Lungen, das ist jetzt nämlich alles relativ synchron oder passend zum Aufbau der Lunge. Haben wir auf der rechten Seite drei Lappenbronchien, auf der linken Seite zwei Lappenbronchen. Und die teilen sich jetzt auf in erstens Bronchi Segmentalis, dann die Bronchioli lobularis. Ab jetzt sprechen wir von Bronchioli. Die werden einfach ganz, ganz klein. Finde ich klingt schon wie sowas ganz Kleines. Also die Bronchioli lobularis, dann die Bronchioli terminalis und dann die Bronchioli respiratorii. Und bei diesen Bronchioli respiratorii, da haben wir jetzt dann wirklich Austausch von Gasen.
SPEAKER_02Wunderbar. Dann wissen wir jetzt, wie wir mit der Lunge unseren Sauerstoff dahin bekommen, wo er hin soll. Jetzt ist nur noch die, erstmal nur die große Frage, wie denn die Lunge überhaupt grob aufgebaut ist, bevor wir dann zum lang ersehnten Treffen von den zwei Nasen kommen.
SPEAKER_04Ja, genau. Und dann nehmen wir uns da einfach mal zur Hand das Bild, wie sieht es aus, wenn wir im Pressal stehen und diese Lunge sehen. Und die ist im fixierten Zustand beim Körperspender viel härter als in der Realität. Eigentlich ist es sehr weich, ist so ein schwammiges. Wir haben vorher schon versucht, da irgendwie so eine Art zu finden, wie man das gut beschreiben kann. Das ist gar nicht so einfach, aber es ist auf jeden Fall sehr weich und kann eben kollabieren, wenn irgendwas passiert.
SPEAKER_01Genau, also eigentlich kann es kollabieren, aber so wie der PrEPkurs aussieht, da kriegt man nicht den Eindruck, dass es kollabieren wird.
SPEAKER_04Ja. Und genau, den grundsätzlichen Aufbau haben wir ja gerade schon gehört, die rechte Lunge hat drei Lappen und die linke zwei. Und es macht auch Sinn, weil links ist das Herz und da ist einfach weniger Platz. Und da gibt es eben verschiedene anatomische Gegebenheiten, die man sich da merken kann und sollte. Da gibt es Fazies, ich werde jetzt nicht auf jede genau eingehen, aber die Fazies mediastinalis ist wichtig, also die Seite, die zum Mediastinum, zum Herzen hinzeigt, weil da sich das Lungenhilum befindet. Und das Lungenhilum ist letztendlich die Struktur, an denen Vena und Arteria pulmonalis und der Bronchus durchziehen. Und da ist eben auch die Umschlagfalte für die Pleure, auf die wir später dann nochmal wieder zurückkommen. Und da habe ich jetzt wieder so einen kleinen Merkspruch für euch dabei. Und zwar, wie merkt man sich, wo liegen genau diese Strukturen? Und die Venen sind immer ventral, die Bronchien sind posterior und dann gibt es zu den Arterien, das ist ein bisschen schwieriger, weil es nicht auf beiden Seiten gleich ist. Auf der linken Seite ist der Bronchus hyparteriell, links. Das heißt, der Bronchius befindet sich unterhalb der Arterie und rechts eparteriell und das bedeutet, er ist über der, oberhalb der Arterie.
SPEAKER_02Ja, ein Träumchen.
SPEAKER_04Genau, und dann gibt es noch weitere Strukturen und zwar Fissure, also es sind einfach diese Abtrennungen zwischen den Lappen. Und da gibt es auf beiden Seiten die Fissura obliqua.
SPEAKER_02Klingt ja fast so, als wäre sie obligat.
SPEAKER_04Und nur auf der rechten Seite gibt es noch die Fissura horizontalis und das macht auch wieder Sinn, weil wenn wir drei Lappen haben, dann brauchen wir zwei Fissuren und wenn wir nur zwei Lappen haben, dann brauchen wir eben nur eine.
SPEAKER_02Genau. Und ansonsten gibt es ja noch 17 andere Sachen, die man nennen kann. Irgendwelche Impressionen von irgendwelchen Organen und so einem Kram. Aber ich muss ehrlich sein. Du bist ja begeistert, Leo. Ja, es tut mir leid, aber ich fand die und finde die auch immer noch nicht so relevant. Also alles das, was da drumherum liegt, macht halt einen Abdruck. Hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hatten wir da nicht letztes von eingedrückt, abgedrückt, naja. Zumindest sollte man auch festhalten, dass es, wie Tim und ich das bei der Leber hatten, noch so Segmente gibt. Die kann man auch auswendig lernen. Ich habe es gemacht, das war ein großer Fehler. War Schwachsinn. Wie man sich denken kann, gibt es rechts mehr als links, weil wenn ich drei Lappen habe, kann ich auch tatsächlich nur ein Segment mehr reinpacken. Aber das, was man sich bei den Segmenten einfach, naja, zu Gemüte führen muss, ist, dass es wie bei der Leber ist, dass jedes quasi autark funktioniert und dass man jedes Einzelne auch wieder ausbauen kann, wenn es rummuckt. Weil jedes einzelne eine eigene Versorgung hat und eine eigene Entsorgung und deswegen kann man die dann ausbauen. Aber mehr muss man, glaube ich, eigentlich nicht festhalten zu den Segmenten.
SPEAKER_04Genau, ja, bei der Segment, bei so einer Segmentresektion würde dann einfach einmal die Vene, Arterie, Pulmonalis und der Bronchius oder der Bronchenabschnitt getrennt.
SPEAKER_02Weil es dann eben autark versorgt ist.
SPEAKER_01Aber gut. Jetzt redet ihr richtig so vom Offieren, als wäre die so Toraxyoden. Hart, oder?
SPEAKER_04Eine Woche Praktikum, das macht schon aus.
SPEAKER_02Bei der Lunge muss man noch sehr stark unterscheiden zwischen den Vasa Publica und der Vasa Privater. Weil es halt eben sehr große Relevanz hat, dass die Gefäße, die wichtig für den ganzen Körper sind, die Lunge leider außen vor lassen. Was ich ziemlich fies finde, aber so ist das Leben. Das heißt quasi, die eigentlichen klassischen Vene, Arterie, Pulmonales bringen der Lunge persönlich nischt. Das ist halt ein bisschen fies, aber so ist es halt. Und deswegen sollten wir jetzt als erstes über die Vasa publica mal den Weg von unserem letzten Abschnitt des Hämweges abschließen, damit sich die zwei Süßen endlich treffen können.
SPEAKER_04Genau, also wir kommen dann aus dem rechten Ventrikel über den Trunchus Pulmonalis in die einmal Arteria pulmonalis dexter oder Sinister, je nachdem. Dort kommt es eben zu einer Oxygenierung und über die Vene pulmonalis dann in den linken Vorhof zurück, also das oxygenierte Blut, das Sauerstoffangereicherte. Neben den Vasa publica gibt es eben auch die Vasa Privata, das sind aber nur kleinere Gefäße Rami bronchialis, kommen aus der Ortha, Thoracica und Vena bronchialis in die Münden, dann in die Vena arzygos. Und was man sich da noch merken sollte, ist, dass die Venen der Vasa publica, die haben die wichtigste Rolle und die verlaufen als einziges intersegmental. Das heißt zwischen den Segmenten, die treiben von überall den Sauerstoff ein. Ich merke mir das so ein bisschen damit, ja, dass die sind so reich und öffentlich, also sauerstoffreich und öffentlich und super wichtig. Ja, genau. Und die anderen, also da. Das unter den Venus. Die Vasa Privater und eben die Arterien der Vasa Publika, die verlaufen intrasegmental, also immer gemeinsam mit dem Bronchienbau.
SPEAKER_02Ja, wunderbar. Jetzt müssen wir, bevor wir abschließen können mit der Atmung, noch klären, wie dann überhaupt die Luft in die Lunge kommt, weil die Lunge ist ja kein Muskel oder sowas. Sondern die hängt einfach an den Pleuras dran. Oder über die Pleuras ist ja an den Brustkorb dran geklebt, quasi so ähnlich. Es funktioniert ein bisschen wie beim Peritoneum, nur dass es jetzt halt eben auch eine funktionelle Relevanz hat.
SPEAKER_01Genau, also wir unterscheiden da einmal die Pleura visceralis und die Pleura parietalis. Ja, also die Pleura visceralis ist einfach ein ganz, ganz dünner Fil, nein Film, aber eine dünne Haut, die auf der Lunge aufliegt und die Pleura parietalis ist quasi im Thoraxinnenraum. Und dazwischen haben wir jetzt eine Flüssigkeit, ein sogenanntes Transudat, die Pleuraflüssigkeit. Und diese Flüssigkeit bewirkt, fand ich auch total crazy, mir das vorzustellen, aber es ist scheinbar so, diese Flüssigkeit ist nicht klebrig von sich aus, sondern ist einfach nur eine Flüssigkeit. Und weil diese Flüssigkeit da so in so einem feinen Film zwischen diesen Schichten ist, sind die wie aneinander geklebt.
SPEAKER_02Aber diesen Effekt, den gibt es auch im Alltag.
SPEAKER_04Genau, ja, das ist, wenn man sich vorstellt, man hat so eine T-Tasse und da ist ein bisschen was übergeschwappt und dann hebt man die hoch, dann passiert einem das immer wieder mal, dass dann die Untertasse mit hoch geht und das ist genau der gleiche Effekt.
SPEAKER_01Genau, Details davon wahrscheinlich dann im Physikpraktikum irgendwann mal. Genau. Und im Prinzip ist es auch schon, was man zur Pleura wirklich wissen muss. Man muss sich nur noch vorstellen, dass die Lunge jetzt natürlich größer wird, wenn man einatmet und deswegen braucht dieser Pleuraraum so ein paar Einbuchtungen oder Notfallräume, wo sich die Lunge noch hinbewegen kann und ja, ausdehnt. Das ist ihr Rezessus. Genau. Und da gibt es einmal den Rezessus costo mediastinalis, der ist quasi einfach eben dann zwischen Mediastinum und dem Teil, der eben an den Rippen anliegt. Und dann gibt es den sehr wichtigen und sehr großen Rezessus Costo diaphragmaticus, der eben quasi dann an der Grenze zwischen Rippen und Diaphragma ist.
SPEAKER_02Glaubt man gar nicht, ich konnte einfach meine komplette Hand reinstecken. Ja. So krass.
SPEAKER_01Apropos Diaphragma.
SPEAKER_02Genau, und das ist wieder eine krass smoothie Überleitung, ein absoluter Wahnsinn. Das Diaphragma als der wichtigste inspiratorische Muskel neben den Musculi intercostalis. Genau, Intercostalis, die wir auch schon mit Tim hatten. An sich geht es darum, das Thoraxvolumen zu vergrößern. Die Interkostalis ziehen dabei die Rippen nach oben, wie wir es schon hatten. Und das Diaphragma ist ganz kurz so aufgebaut, dass außen die Muskelfasern quasi an der Thoraxrumpfwand kleben und in der Mitte ist ein Zentrum tendineum, also quasi ein bindegewebiges Zentrum. Und dadurch, dass das Zentrum höher liegt als der Ansatz, kann ich das Ganze dieses Zentrum runterziehen und somit das Thoraxvolumen vergrößern.
SPEAKER_01Genau. Kontraktion ist in dem Fall eine Verkürzung, also ist in jedem Fall eine Verkürzung der Muskelfasern und dadurch wird einfach quasi dieses Zentrum Tendinium abgesehen.
SPEAKER_02Genau, das heißt, das Zwerg wird runtergezogen. Ja, und bei dem Ausatmen entspannt sich das Ganze einfach wieder, geht in den Ursprungszustand zurück und das ganze Volumen wird wieder verkleinert. Da wir das jetzt schon mehrfach erwähnt haben, dass wir bei gewissen Strukturen durchs Diaphragma durch müssen, gibt es da drei prominente Öffnungen und Durchtrittsstellen, die man auf jeden Fall können und wissen muss.
SPEAKER_04Ja, und da durchs Foram vene cave verläuft dann die Venacava inferior und ein Teil des Nervus phrenicus und durch den Hatus Oesophageus, wie der Name schon sagt, der Ösophagus und der Nervus vagus, der sich ja so um den Drum schlingelt, dazu aber mehr in der nächsten Folge. Und dann eben der Hiatus aorticus, wie der Name sagt, auch die Aorta und der Ductus Thoraticus, den wir ja schon den ja schon in der Folge zum Lymphablus gibt.
SPEAKER_02Genau, die Lymphe sehr, sehr, sehr wichtig. Bevor wir jetzt schließen, sollte man noch erwähnen, dass es weitere Strukturen gibt, die da durchstechen, wie die Venaarzekos, Hemiacticos, die wir schon hatten, irgendwelche Nerven, bla. Das muss man sich auch anschauen, da gibt es hinten irgendwelche Crews und so, aber die sind nicht so schön zu beschreiben. Deswegen sollte man sich die angucken, aber man sollte sich im Klaren sein, dass es noch mehr Dinge gibt, die meistens am Rand von diesem Zwerchfell durchtreten. Und bevor wir jetzt hiermit schließen, habe ich noch einen Funfact.
SPEAKER_01Ich bin begeistert.
SPEAKER_04Ich bin gespannt.
SPEAKER_01Ich habe mir nämlich gedacht, dass, ähm, ich habe das vorhin schon dem Leo gesagt, deswegen war der schon so gut vorbereitet, dass wir nämlich hier wieder in der Konstellation sind, in der wir die allererste Folge aufgenommen haben. Und es hat mich ein wenig melancholisch gestimmt und deswegen habe ich dann. Und deswegen habe ich dann ein Funfact rausgesucht. Nämlich jetzt die Frage, warum meint ihr? Wie viele Alveolen sind in einem Lungenflügel? In einem Lungenflügel?
unknownOkay.
SPEAKER_02Ich tippe auf 1,2 Millionen.
SPEAKER_04Ja, jetzt ist schwierig, jetzt bin ich ein bisschen beeinflusst.
SPEAKER_02Was hättest du denn vorher gesagt? 2,3 Millionen.
SPEAKER_012, 1 und Abfahrt.
SPEAKER_043 Millionen. 3 Millionen.
SPEAKER_01Dann ist es schon mal ein bisschen besser. Das sind einfach 300 Millionen. Was? Das war nicht, also das hab mich weggehauen, muss ich sagen. 300?
SPEAKER_02300. Upsis. Also ich hab nochmal irgendwo. Die müssen ja klein sein, die Dinger, gell? Ja, ich hab mal irgendwo gelesen, dass so zwei Lungen passend auf dem Sportplatz oder so, wenn man die komplett ausfaltet. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber trotzdem krass. Nein. Ja, immer wieder krass. Hiermit schließen wir mit einem Funfact ab und wir wünschen euch noch viel Freude bei den letzten Organen, die wir noch durchzugehen haben, die ihr vielleicht sogar noch gelernt habt. Und wir sehen uns in nächster Folge, in der letzten Videosfolge wieder. Noch viel Freude, bis zum nächsten Mal. Servus.