Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast

ANA Weibliche Geschlechtsorgane

Team Situs Inversus

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Schreib uns einfach xD

SITUS 4 : Ein Schlauch und ein Football

- Auch, wenn der im Titel beschriebene Vergleich mit den weiblichen Geschlechtsorganen wohl nur in den allerwenigsten Fällen für ein Bestehen der Prüfung ausreichen wird, bietet es doch Potential für eine erste Annäherung. Übrigens brachte einer unserer Anatomiedozenten extra einen Football mit zur Vorlesung, also entbehrt der Vergleich mit dem Uterus wohl zumindest nicht jeglicher Grundlage. Falls ihr auch sonst noch mehr über die Anteflexio, die Fimbrien oder das Levator-Tor hören wolltet, seid ihr hier genau richtig. Wie immer knackig und pointiert vermitteln wir euch die Zusammenhänge des weiblichen Geschlechtsorgans – der Komplexität entsprechend in einer ganzen Folge!


Kapitel: 

(00:00) - Ovar und Tuben(09:40) - Uterus(17:59) - Vagina und äußeres Geschlechtsorgan(25:54) - Topographie kleines Becken


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SPEAKER_05

Und dann, was auch noch wichtig ist zu bemerken, ist, dass die Oretra einen direkten Eindruck quasi in die Vagina macht. Eindruck. Abdruckung. In Abdruck mehr. Die Vagina an der Stelle ist leicht eingedrückt, wahrscheinlich nicht beeindruckt. Und nicht beeindruckt.

SPEAKER_06

Weil ich mal hier zurückmensch.

SPEAKER_02

Sit uns in Versus.

SPEAKER_03

So, hallo und herzlich willkommen bei Situs in Versus, der Forkling Podcast. Heute in unserer Jubiläumsfolge. Wir sind alle sehr aufgeregt. Folge Nummer 10. Quasi der zehnte Geburtstag. Wir sind alle topmotiviert und aufgeregt. Nicht warm, Moritz, bist du wieder top dabei. Fabian auch dabei. Oh ja. Ein Traum. Ich bin sehr begeistert. Heute geht es weiter im kleinen Becken. Das Beste kommt, wie ihr wisst, zum Schluss. Das sagen wir als drei Kerle. Heute möchten wir anfangen mit dem weiblichen Genital. Darum soll es heute gehen. Und wir haben uns überlegt, es ist gar nicht übel, vielleicht den Weg der Eizelle zu beschreiben, weil die kommt ja an allem Wichtigen vorbei quasi. Und das möchten wir heute mit euch machen. Und möchten deswegen mal ganz prompt und direkt bei den Eierstöcken, den Ovarien, starten.

SPEAKER_02

Ganz kurze Werbung.

SPEAKER_00

Gerade beim Faktenlernen habe ich immer wieder mal so richtig Motivationsprobleme. Und meine Methode to go ist es deswegen, abwechselnd verschiedener Kanäle anzusteuern. Den Forcleaning-Podcast gibt es also auf die Ohren und Meditrix bietet den perfekten visuellen Input aus Merkbildern und Erklärvideos. Und das löst jetzt nicht nur meine Motivationsproblem, sondern verknüpft auch noch diese Lerninhalte und führt deswegen nachhaltig zum Erfolg. Und vor allem in Kombi mit dem 30 bzw. 50 Tage Physikumslernplan bietet Meditrix eigentlich den perfekten Begleiter durch die Vorklinik.

SPEAKER_02

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SPEAKER_05

Genau. Und das mache ich gleich mal. Das ist der erste Schritt des Lebens der Eizelle. Da entsteht sie nämlich. Erstmal ein paar kurze Quick Facts zum Ovarium. Der hat eine Plaumenform, ist 3 bis 5 Zentimeter lang, wird unterteilt in ein Rinden und eine Markzone. Und man kann eigentlich sagen, es ist wie das Hoden-Äquivalent, weil auch im Hoden entstehen eben die männlichen Keimzellen. Und dazu passt natürlich, dass auch das Ovarium von einer Tunica alboginea umschlossen wird, die beim Hoden die innerste Hodenhöhle ist und beim Ovarium eben auch. Eine bindige, webige Hülle drumherum. Man muss dazu sagen, und das ist echt wichtig, das war mir so vorher auch nicht klar, dass es wirklich eins der wenigen intraperitonial gelegenen Geschlechtsorgane, beim Mann oder Frau, egal überhaupt ist.

SPEAKER_07

Gibt es beim Mann überhaupt intraperitoniale Organe?

SPEAKER_05

Nee, genau.

SPEAKER_03

Beim Mann hängt ja der Großteil draußen, ne? Rausgewandert, ist rausgewandert.

SPEAKER_05

Genau, intraperitonial, da kommt natürlich gleich das Wort Meso hoch und so hat eben auch das Ovarium dann ein Mesovarium, weil es intraperitonial gelegen ist und dazu kommen wir aber gleich noch. Man kann sich das sehr gut vorstellen, wie das da drin befestigt ist, das Ovarium, anhand einer Hängematte. Die Hängematte hat auch eine Befestigung an der einen Seite, Richtung Medial. Das wäre in dem Fall jetzt das Ligamentum ovari proprium. Das läuft in den Tuben-Uterus-Winkel, zwischen Tuba Uterina und dem Uterus. Selbsterklärend. Und nach Lateral ist die Befestigung dann das Ligamentum suspensorium. Das ist quasi außen an der äußeren Beckenwand befestigt. So, und diese zwei Ligamenta, zu denen kann man eigentlich nur noch sagen, dass sie jeweils eine Arterie beherbergen. Das wäre im Falle des Ligamentum ovari proprium, einmal die Arteria uterina. Und beim Suspensorium wäre es die Arteria ovarica und diese zwei Arterien, die anastomosieren auch noch.

SPEAKER_03

Genau, ja.

SPEAKER_05

Na sowas.

SPEAKER_03

Ja, und an sich sind das die beiden zuführenden Arterien. Das heißt eigentlich, streng genommen müssten müssten ja diese Ligamenta das Mesum sein. Das Meso, theoretisch. Weil eine Definition von Mesum ist ja, dass es unter anderem auch Gefäße führt. Heißt jetzt hier nicht so, sondern das heißt Ligamentum, bitte? Klingt schlüssig. Ja, klingt schlüssig. Worüber man sich noch im Kleinen sein sollte, ist, dass die Eizellen, äh, nicht die Eizellen, der Eierstock neben der Eizellenproduktion noch Progesteron und Östrogen produziert. Das hatten wir auch schon mal gehört. Weibliche Geschlechtshormone, eigentlich auch nichts Großes. Ich glaube, das interessiert einen dann noch mehr, wenn es um die Histo geht und nicht um die Makro. Sollte man es im Hinterkopf behalten. Und ganz spannend finde ich ja die Art und Weise, wie das Ei dann in Richtung Uterus gelangt, über die Tuba Uterina. Es ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, aber auch eigentlich ganz spannend.

SPEAKER_07

Genau, und an sich ist die Tuba Uterina auch wieder einfach nur ein Kanal oder eine Röhre, wenn man so will, die halt in der Lage ist, diese Oozyten jetzt von den Ovarien zum Uterus zu transportieren. Das liegt eben an ganz feinen Härchen, die da an der Oberfläche, an der inneren Oberfläche von diesen Tuberutterina eben dran sind und die dann eben mit so kleinen Schlägen dann die Oozyten immer weiter Richtung Uterus transportieren. Und da gibt es einmal eben dann entsprechend eine Öffnung zum Bauchraum, das ist dann das sogenannte Ostium abdominale, am sogenannten Infundibulum, das ist einfach nur ein Ausdruck für den Anfang von dieser Tubautterina. Und auf der anderen Seite ein Ostium Uterinum, dann entsprechend zum Uterus selbstverständlich, dann am sogenannten Pars Uterina. Und zwischen diesem Infundibulum und dem Pars Uterina haben wir dann auf der einen Seite eine etwas weitere Ampulla, in der in der Regel, wenn man da jetzt nichts irgendwie falsch läuft, eben die Befruchtung hat von den Spermien, die da entsprechend dann auf ihrer Reise an der Ozyte vorbeikommen. Und danach noch ein Isthmus. Der Istmus ist einfach nur so eine kleine Verengung, auch nicht von so wahnsinnig großer Bedeutung.

SPEAKER_03

Es ist halt so, wie es ist. An dem wir zwar Stunden gearbeitet.

SPEAKER_07

Während wir richtig gearbeitet haben. Ja, danke Leo auch nochmal für deinen Beitrag heute. Genau, also da haben wir dann die zwischen den Fundibulum und Pars Uterine haben wir eben die etwas weitere Ampulla und den engeren Isthmus. Und das, was der Leo gerade gemeint hat, mit dieser etwas interessanteren Art und Weise, wie die Ozyten aufgenommen werden, sind nämlich, ich weiß nicht, sind es, also Ärmchen ist wahrscheinlich übertrieben zu sagen, aber es sind irgendwie so ganz kleine.

SPEAKER_05

Tentakelchen, wie so Finger, oder?

SPEAKER_07

So Fingerchen.

SPEAKER_05

Ich stelle mir die ein bisschen vor, wie so Tentakel. Tentakel. Okay.

SPEAKER_07

Ja, also auf jeden Fall irgendwas, was da an diesem Infodibulum dran ist, die sogenannten Fimbrien, die dann eben in der Lage sind, nach dieser Orozyte, die da aus den Ovarien rauskommt, zu greifen und die dann eben da irgendwie reinzubewegen, zu schlabbern in diese Tuba Uterina. Also finde ich total cool. Warum ist das eigentlich so? Das wäre doch eigentlich, könnte man diesen Schlauch einfach dran bauen, oder?

SPEAKER_03

Ja, das ist tatsächlich eine gute Frage. Also es gibt ja eine, die Fimbria Ovarica, die hängt ja fest am Ovar dran. Das ist die einzige. Aber ich könnte mir tatsächlich vorstellen, weil ich weiß nicht, ob ihr es wisst, als Kerle bestimmt nicht, als Dame vielleicht, dass bei einem Eisprung gibt es auch hin und wieder mal so ein kleines Bauchzwickenschmerz. Und das kommt halt daher, dass quasi aus dem Eierstock quasi diese Bindingwave-Zylotrom, die du vorher meintest, Fabian. Und die muss durchstoßen werden von dieser Eizelle. Und das zwickt halt ein bisschen. Und was ich mir vorstellen kann, ist, dass halt der Eierstock hat hier keinen Ausführgang hat. Vielleicht kommt halt einfach diese Eizelle irgendwo random raus, mehr oder weniger random. Und deswegen müssen quasi diese, müssen diese Tentakeln irgendwo anders hin. Aber ich bin mir jetzt auch nicht sicher, das wäre eine Theorie.

SPEAKER_05

Und das dann halt evolutionär einfach nicht so sinnvoll gewesen wäre, da einen festen Ausgang zu haben, einen festen Schlauch, der da die ganze Zeit dranhängt. Vermutlich. Und man sieht ja aber auch, dass dieser Mechanismus durchaus fehleranfällig ist, nämlich an dem klinischen Bild der extrauterinen Schwangerschaft, was heißt das jetzt genau? Das ist einfach der Fall, wenn dieses. Legt da los, der Fabian. Da staunen wir im Vorklinik-Podcast legen wir hier mit Klinik los. Also es ist tatsächlich so, wenn dieser Prozess nicht klappt, dass die Fimbrien mehr oder weniger die Eizelle dann aufnehmen aus dem Ova, dann kommt sie da eben nicht rein, kann diese Wanderung durch die Tuba Uterina nicht antreten und dann kommt es zu einer extrautterinen Schwangerschaft, die also nicht im Uterus stattfindet und das kann dann natürlich zu Problemen führen.

SPEAKER_03

Jedenfalls, glaube ich, in jedem schlechten Arzt, Serien, Film, was auch immer, kommt es einmal vor, so ein Kind auf einmal im Bauchraum. Oh mein Gott!

SPEAKER_07

Ich erinnere mich noch an eine etwas weirde Prüfungsfrage, die man so in diesen Vorbereitungen für die Testate manchmal macht. Kam bei mir einmal, stellen Sie sich vor, Sie sind eine Ameise und Sie krabbeln durch die Vagina. Wie möglich oder wie kommen Sie möglichst schnell in das Peritoneum? Oder auf welchem Weg können Sie das erreichen? Und das wäre in dem Fall eben über dieses Osteum Abdominale an dem Infondibulum von der Tubauterina. Wäre da die richtige Lösung.

SPEAKER_03

Wenn nämlich das nächste Organ ist für mich auch nochmal besonders auf dem Weg der Eizelle, wie schon angesprochen, der Uterus. Denn der Uterus ist gleichzeitig, also zu Teilen, intraperitoneal und superitoneal. Das heißt, an sich ist das, wie du jetzt gerade sagtest, da ist die Übergangsstelle vom Peritoneum, denn der Uterus eingeteilt in Corpus und Fundus, also jetzt cranial, und dieser Teil Corpus und Fundus liegen noch intraperitoneal, dann gibt es diesen Isthmus als Übergang zum Zervix, also zum Hals. Und der Hals ist subperitoneal, sprich extraperitoneal. Und das ist quasi diese Übergangszone, von der du innerhalb des Uteruses, in Richtung der Tubouterina, vom Extraperitoneal in den Intraperitonealraum rutschen kannst. Und tatsächlich, das ist ja das, was du meintest. Und das war einfach als smooth die Überleitung gedacht zum Uterus, den wir jetzt als nächstes besprechen möchten. Der eigentlich nicht so super spektakulär ist im ersten Moment, im zweiten Moment finde ich eigentlich schon. Und gerade an sich macht er ja, der macht Entwicklungen und halt eben diese Schleimhautveränderungen, so periodemäßig, das kennt jeder. Und tatsächlich als Funfact, was ich witzig fand, dass der Uterus, wenn er gefüllt ist, mit einem oder zwei oder drei, je nachdem, wie fleißig man war, Kindern, ist es der größte Muskel im menschlichen Körper. So von der von der Fläche her.

SPEAKER_05

Ja, genau.

SPEAKER_03

Braucht ja auch ganz schön Kraft. Ja, schlägt den Maximus.

SPEAKER_07

Glutius Maximus.

SPEAKER_03

Ja, genau, den Glutitus Maximus, ja. Und was man noch beachten sollte, wäre, dass der Uterus nicht gerade drin liegt, sondern das ist so eine Prüfungsfrage, die wird immer gefragt.

SPEAKER_05

Die ist tatsächlich sehr wichtig. Und das muss man sich am Anfang wirklich mal klar machen. Man denkt ja irgendwie, der Uterus ist da halt so drin, aber der hat tatsächlich eine sehr klar definierte Ausrichtung. Und zwar in Form einmal einer Anteversio. Das heißt, er lehnt sich quasi insgesamt nach vorne. Stellt euch vor, Michael Jackson, nehme ich jetzt einfach mal als Beispiel, steht auf der Bühne, hat Metall, hat irgendwie Magnete in den Schuhen und lehnt sich insgesamt nach vorne. Das ist die Anteversio. Und dann gibt es eben noch die Anteflexio. Das heißt, er ist in sich nochmal, hat nochmal einen Knick drin, nochmal gebogen. Das heißt, in der Hüfte. In der Hüfte, genau. Michael Jackson würde sich also nicht nur insgesamt nach vorne lehnen, sondern auch nochmal in der Hüfte hätte er einen Knick drin und der Oberkörper wäre leicht nach vorne übergeknickt. Und jetzt kann man da natürlich die Winkel auch auswendig lernen. Das mag zu einem späteren Zeitpunkt auch mal wirklich relevant sein werden. Wir finden es nicht so relevant. Man muss sich einfach auch immer im Bewusstsein behalten, dass das abhängig ist von der Blasenfüllung und auch von anderen Faktoren immer relativ variabel, wie jetzt der Uterus konkret da in welchem Winkel Anteversion oder Antiflexiert ist.

SPEAKER_03

Also halten wir fest, der Uterus ist in sich geknickt und es besteht ein Winkel im Übergang zwischen Uterus und Vagina. Und bevor wir jetzt zur Vagina kommen, müssen wir nochmal was ansprechen, was komplex ist, was man verstehen muss, was aber sehr relevant ist, und zwar den Halteapparat von Detianze. Denn das ist recht komplex. Ich meine, der Uterus ist ja auch, wie soll ich sagen, das zentrale Organ für die Fortpflanzung. Da ist ja der quasi der größte Teil von unserer Fortpflanzung angesiedelt. Die muss ja gut verpackt werden. Und da muss man halt über gewisse Bänder und Vorrichtungen sprechen, um halt eben die Befestigung des Uterus einmal abgehackt zu haben.

SPEAKER_05

Genau, kann man sie aber ganz gut einteilen.

SPEAKER_03

Ja, denke ich auch.

SPEAKER_07

Ja, und irgendwie ist sie auch, ich erinnere mich, dass da ein Dozent, der das bei uns erklärt hat, quasi mit seinen Händen so ein Flasch, also eine Flasche erstmal auf den Kopf gehalten hat und dann mit seinen Händen so den Flaschenhals umfasst hat. Und ich finde, das zeigt so das Grundprinzip ganz gut, weil an sich ist dieser Halteapparat, hat ja natürlich die Aufgabe, das Ganze irgendwie festzumachen, aber muss natürlich auch noch eine gewisse Beweglichkeit irgendwie ermöglichen. Also es ist ja so, dass der Uterus, der liegt ja quasi, also Ventral des Uterus befindet sich ja nach der Excavatio Vesico Uterina, befindet sich dann ja die Blase. Ja, und wenn die Blase sich stark füllt, dann muss sich der Uterus auch ein bisschen nach hinten bewegen können. Und wenn dann auch noch ein Kind drin ist, dann muss er sich auch noch weiter bewegen können. Also dieser Halteapparat hat auf der einen Seite ermöglicht er quasi einen stabilen Halt über den Zervix. Also er setzt vor allem am Zervix an, dieser Halteapparat, und ermöglicht gleichzeitig noch für Korpus und Fundus ein bisschen mehr Bewegung. Und da ist das Grundprinzip erstmal folgendes, wenn wir hier wieder an der Basis, wo wir gerade gesagt haben, am Zervix arbeiten, haben wir zunächst seitlich das sogenannte Ligamentum cardinale, das man auch als Ligamentum Transversum cervitis bezeichnen kann.

SPEAKER_03

Transversum ist irgendwie einleuchtender, finde ich. Vom Namen her. Genau, aber ich habe beide schon recht häufig gelesen.

SPEAKER_07

Also vielleicht, also beide versuchen zu merken, die quasi eben von der einen Beckenseite zur anderen ziehen, also lateral gesehen und dann in der Mitte quasi den Uterus umschließen. Und dann haben wir quasi, wenn wir uns auf einer sagitalen Ebene bewegen, haben wir einmal ventral noch das Ligamentum vesico Uterinum und Pubouterinum und dorsal dann das Ligamentum Sacroutherinum und Rectouterinum. Von wo das Ganze dann kommt, muss ich jetzt glaube ich nicht einzeln aufzählen. Das erschließt sich ja auch dann entsprechend aus dem Namen, würde ich sagen. So, und darüber hinaus, das ist eine Sache, die mir nicht ganz so klar war. Am Anfang gibt es noch dieses relativ wichtige Ligamentum Latum Uteri. Da bewegen wir uns jetzt weg von dieser Basisbefestigung, von diesem Basishalteapparat am Zervix und haben jetzt dieses Band, das da im Prinzip so seitlich sich über den gesamten Uterus spannt. Und das ist kein echtes Band. Also das hat kein echtes Bandgewebe in sich, sondern es ist im Prinzip einfach nur ein Peritoneum, das umgeschlagen ist. Also im Prinzip eine sogenannte Peritonealduplikatur. Und je nachdem, in welchem Bereich wir da sind, also ob wir uns da jetzt gerade am Bereich befinden, der am Uterus ist, reden wir vom Mesometrium. Wenn wir dann ganz nach oben gehen zu der Tubauterina, weil nämlich die Tubauterina auch gleichzeitig die obere Begrenzung von diesem Ligamentum ist, reden wir vom sogenannten Mesoalpings. Und dann gibt es von diesem Ligamentumlatum Uteri, also von dieser Peritonealduplikatur, auch noch einen Abgang zu den Ovarien. Dann reden wir vom sogenannten Mesovarium.

SPEAKER_03

Salpings ist übrigens das schöne Wort für Tubauterina. Also nun mal so, und da kann man sich auch wieder merken, dadurch, dass es ein Meso gibt, müssen diese drei Dinger intraperitoneal liegen, zumindest, mindestens mal teilweise. Und daher kann man das halt zusammenfassen.

SPEAKER_07

Und dann gibt es noch ein letztes Band, das man auch noch nennen muss. Also wir hatten jetzt diesen Basisapparat unten, diesen Haltaparat, dann diese Peritonealduplikatur und dann eben auch noch das Ligamentum Teres Uteri. Ja, das ist das Band, das irgendwie wahrscheinlich so das entwicklungstechnisch das Äquivalent zum Duktusdefferenz beim Mann ist, weil dieses Band nämlich einen relativ ähnlichen Verlauf hat. Das zieht nämlich auch durch den Leistenkanal, was ja dann beim Mann entsprechend beim Duktusdefferenz der Fall wäre. Und zieht dann am Uterus quasi an diesen Winkel zwischen Uterus und den Tuber Uterine. Und deswegen am sogenannten Tuben-Uterus-Winkel. Und da zieht dann dieses relativ gut sichtbare Ligamentum Teres Uterie entlang.

SPEAKER_03

Das macht ja sogar noch den Bogen über diese Arteria und Vena epigastrica inferior. Genau, eigentlich wie beim Mann.

SPEAKER_05

Genau, ja. Und so kann man sich das, denke ich, auch ganz gut merken. Das war auch wieder diese Parallele, die wir gerade angesprochen haben. Dieser Deszensus, also dieser Abstieg oder das Wandern vom Hoden oder dem Äquivalent bei der Frau, nämlich dem Ova, findet eben entlang dieses Ligamentum Teres Uteri statt.

SPEAKER_03

Ja. Und also an sich haben wir den Haltaparat quasi wie ein Kompass, nach Norden, nach Süden, nach Westen, nach Osten. Nur halt eben, dass die Weichzelle auch nochmal miteinander verknüpft sind und hat was schon. Sieht komplex aus, ist es aber eigentlich nicht. Ja, dann kommen wir jetzt zum nächsten Schritt. Ich würde sagen, auch einem der bekanntesten weiblichen Geschlechterorgane, die Vagina. Moritz hat vorhin das Wort Kopulationsorgan verwendet. Ich fand das so sexy. Das ist das. Das muss ich unbedingt nochmal anwenden. Klingt romantisch, oder? Kopulationsorgan ist ja einfach so. Da bei jedem klar, was gemeint ist. Naja, an sich einfach nur ein Schlauch aus Bindegewebe und Muskeln. Sieben bis neun Zentimeter, eigentlich kürzer als ich dachte, um echt zu sein. Ich dachte irgendwie ein bisschen länger. Naja, zu da jetzt. Aber trotzdem relativ wichtig, wie wir alle wissen, in der Fortpflanzung.

SPEAKER_05

Genau. Also, zunächst mal zur Lage, kann man sich, denke ich, ganz gut vorstellen. Das liegt da im kleinen Becken drin. Dorsal haben wir dann das Rektum für die Ausscheidung. Ventral davon die Blase, für die Miktion, auch Ausscheidungsorgan. Und dann, was auch noch wichtig ist zu bemerken, ist, dass die Oretra einen direkten Eindruck quasi in die Vagina macht.

SPEAKER_04

Eindruck.

SPEAKER_05

Abdruck, oder? Ein Abdruck mehr. Also schöner. Die Vagina an der Stelle ist leicht eingedrückt, wahrscheinlich nicht beeindruckt. Und nicht beeindruckt. Genau.

SPEAKER_06

Jetzt mal hier zurück, Mensch. Stopp mal.

SPEAKER_05

Und diese Struktur heißt einfach Carina uretralis vaginae. Punkt aus Ende. So, und in dieser Vagina haben wir einfach Schleimhaut, dann haben wir die Drüsen, die da ein Dekret produzieren, was natürlich für die Sexualfunktion der Vagina entscheidend ist. Und wir haben Muskeln. So, was ist dieses Vaginal-Sekret? Antibakteriell, glaube ich. Genau. Antibakteriell.

SPEAKER_03

Also dieses Dekret wird halt eben je nach Bedürfnis, wie soll ich sagen, ausgesondert.

SPEAKER_05

Also bei Erregung dann halt. Ja, mehr. Genau. Und dieses Vaginalsekret, das kommt eben aus den Bartulindrüsen und akzessorischen Geschlechtsdrüsen. Und die sitzen eben am Scheidenvorhof. Da haben wir uns vorhin auch ausgedehnt Gedanken drüber gemacht, wieso das wohl so ist, aber es ist wohl tatsächlich so, dass dieses Vaginalsekret natürlich beim Kopulationsvorgang dann sowieso nach oben weiterhin Richtung Uterus dann transportiert wird. Also braucht man entlang der ganzen Vagina gar nicht überall diese Drüsen, sondern es reicht, wenn man sie am Scheiden vorwurf platziert.

SPEAKER_03

Und es gibt natürlich, damit es auch innen drin weiter befeuchtet ist, weil ich meine, man kann nicht beim ersten Mal direkt alles mitnehmen, noch so ein supergeiles Wort, das nennt sich Transsudat. Also an sich heißt Transsudat einfach nur, dass es subt, Sudat subt quasi aus den Wänden. Kann man sagen. Weil das ist wie beim Mann auch Schwerkörper gibt bei der Frau, was ich auch nicht wusste vorher. Und durch halt den Druck, der durch diese Schwellung erhöht wird in den Blutgefäßen, wird halt quasi Flüssigkeit rausgequetscht und quetscht sich durch die Epithelien auf die Schleimhaut und deswegen flutscht es da auch nochmal ein bisschen besser. Aber nach ausgiebiger Recherche ist tatsächlich diese Bartholindrüse im Hauptteil daran beteiligt, dass es flutscht beim Korpolieren.

SPEAKER_05

Aber das Transulat sieht eben überall entlang der Vagina aus und hat keinen speziellen Platz, wo es nicht ist. Nein, auf jeden Fall.

SPEAKER_03

Und es wird tatsächlich auch immer produziert. Also es ist quasi immer da, nur halt eben je nach Gebrauch mal mehr, mal weniger. Ja, da sind wir jetzt schon fast in außen, ne? Auf dem Weg der Eizelle. Ist um einiges weniger spektakulär als beim Mann. Behauptier es einfach mal, finde ich.

SPEAKER_07

Wobei ich gerade merke, dass unsere Analogie. Achso, ja, die Eizelle kann natürlich auch, muss nicht immer befruchtet werden.

SPEAKER_03

Richtig.

SPEAKER_07

Also kann auch mal so weit kommen.

SPEAKER_03

Behaupte mal, dass mehr Eizellen so weit kommen, als dass sie befruchtet werden.

SPEAKER_07

Ja, also ganz außen, da haben wir nur so ein paar Sachen. Also da haben wir die sogenannten Labialis, also da haben wir einfach nur zwei Labia majoris und zwei Labia minoris, die sich eigentlich, also die. Einfach ergeben vom Blick her. Und dann das sogenannte Vestibulum, also quasi ein Vorhof, also ein Raum eben innerhalb der äußeren Geschlechtsorgane, in denen die Uretra mündet, in dem auch das Osteum vaginär mündet und wir eben diese Glandulae, die jetzt schon mal gefallen sind, also diese äußeren Glandulä, die Glandulae vestibularis minoris und eben diese Bartolini-Drüse, die da eben auch noch ihre Endgänge reinhaben.

SPEAKER_03

Ganz kurz noch, weil das habe ich am Anfang auch nicht gerafft, dass die Bartolindrüse ist der Eigenname für die Glandulae vestibularis majoris. Genau. Wollte ich auch mal festhalten. Also das ist das Gleiche. Nur scheinbar war der Bartolin so schlau und hat das für sich entdeckt und deswegen durfte er es benennen. Oder Frau Bartholin. Kann ja auch sein.

SPEAKER_07

Oh ja, stimmt. Unterschätze ich auch immer. Und dann haben wir eben neben diesem Labialis, dem Vestibulum, haben wir dann auch noch den sogenannten Monspubis, der tatsächlich eben auch zu den äußeren Geschlechtsorganen dazu zählt. Ich habe mich auch überrascht. Was eigentlich ist, ist nämlich eigentlich nur so ein Hautfettpolster in der Schambeinregion. Aber diese drei Bestandteile, also die Labialis, das Vestibulum und der Monspubis, sind die äußeren Geschlechtsorgane. Und die Funktion von denen ist natürlich vor allem irgendwie Schutz vor Eindringen, vor Fremdkörpern und so weiter. Und natürlich auch im ganz Entscheidenden die sexuelle Erregung. Also da haben wir eine ganze Menge genitalen Nervenkörperchen, die da ändern, enden und unterm Strich auch den Ausdruck der sexuellen Erregung eben mit sich bringen durch die Schwellkörper, die anschwillen. Also das ist auch so ein Ding, was ganz kurz, was glaube ich nicht alle wissen, dass auch Frauen Schwellkörper haben, die beim Sex anschwillen, aber die natürlich einfach nicht so sichtbar sind wie beim Herren. Es liegt halt weiter innen, ne?

SPEAKER_05

Sie haben nicht alles nach außen gestülpt.

SPEAKER_03

Falls ihr euch fragt, wo diese Monst-Pubis ist, weil ich habe sie auch gesucht, das ist da, wo die Wiese wächst, wenn ich es mal so labydar sagen darf. Venushügel, ne? Ja, genau, einfach da, wo es quasi behaart ist, aber so weit war es das schon damit.

SPEAKER_07

Genau, das Einzige, was man nämlich merkt beim Anspielen, ist dann natürlich der Kitzler, der quasi das Ende von diesen Schwellkörpern darstellt. Also der Kitzler besteht tatsächlich aus zwei sogenannten Glanz, also zwei Endigungen von zwei Schwellkörpern, nämlich zwei Corpora cavernosa, die jeweils quasi eine Krura bilden und die dann auch beide eine Glanz haben, die zusammen die Klitoris bilden. Also auch hier wieder eine große Analogie zum männlichen Geschlechtsorgan, die man nicht vermuten würde, die aber auf jeden Fall da ist.

SPEAKER_03

Ja, genau.

SPEAKER_07

Ach und es gibt auch noch einen weiteren Schwellkörper, um diese Analogie noch weiterzuziehen, nämlich in dem sogenannten Bulbus vestibuli. Aber den ist tatsächlich nicht merkbar. Also das ist der Bulbus vestibuli, der dann eben quasi entsprechend um den Vorhof.

SPEAKER_03

Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich bei einer der, ich meine, wir verzichten jetzt auf den Namen, bei einer der größten Internetplattformen für Wissen, habe ich tatsächlich recherchiert und da gab es tatsächlich ein Bild, das bei Erregung sich quasi die Tür öffnet und die Lippen etwas auseinander gehen. Und ich spekuliere jetzt mal, dass es vielleicht was mit dem Anschwellen von diesem Schwellkörper zu tun hat, dass es quasi die Lippen ein bisschen auseinanderschiebt und es quasi die Tür aufmacht. Könnte sein. Möglich wäre es. Reine Vermutung jetzt.

SPEAKER_07

Ja, ich weiß nicht, also die Zusammenhänge konkret, was da was in was resultiert, weiß ich nicht.

SPEAKER_03

Aber ich glaube, da müsste man tatsächlich einen fertigen Gynäkologen oder eine Gynäkologin fragen, die sich damit bestimmt besser auskennen als drei Drittis, wie man ja so schön sagt.

SPEAKER_01

Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten dann was Neuem gebaut, der Situs Inversus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zu lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passend im Archive findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derforklingpodcast.de.

SPEAKER_02

Dort gibt es auch die neuen Situs Inversus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Bio-Warmwolle gedruckt. derforklingpodcast.de.

SPEAKER_03

Ja, genau, das quasi jetzt mit dem Kitzler und wie soll ich sagen, dem weiblichen Höhepunkt der Lust schließen wir jetzt das weibliche Geschlechtsorgan so weit ab und schauen uns nochmal ein bisschen konkreter die restliche Beckenregion an, sprich die Beckenbodenmuskulatur, wo man schon viel von hört. Eigentlich nichts ganz so kompliziert, aber man muss sie halt mal genannt haben. Das ist in zwei Dragma unterteilbar, Pelvis und Orogenitale und deswegen gehen wir jetzt mal von oben nach unten und schauen uns mal erstmal das Pelvis an.

SPEAKER_05

Okay, das Dhragma pelvis ist eigentlich ziemlich identisch mit dem Musculus Levator Ani. Und der wiederum besteht aus drei zu unterscheidenden Muskeln. Das wäre einmal der Musculus puborektalis. Der ist eigentlich der wichtigste von den dreien, die den Musculus Levator Ani bilden.

SPEAKER_03

Wir haben schon mit Tim. Erinnert euch, den hatten wir schon.

SPEAKER_07

Grüße an Tim, der ist gerade am Wandern, oder?

SPEAKER_05

Was macht er? Kommt wieder. Keine Angst. Und da lacht der Leo. Und also der Pubo rektalis ist tatsächlich eigentlich der wichtigste, weil das der Schließmuskel bei der Defekation ist, beziehungsweise der verhindert erstmal, dass da eben was austritt. Der zweite ist der Musculus pubocockzygius. Der hat eigentlich primär eine Stütz- und Unterstützungsfunktion in dem Bereich da drin. Und der letzte ist Musculus Iliococzygius. Und die drei bilden eben den Musculus levatorani. Die Verläufe sind eigentlich ja relativ selbsterklärend, wenn man sich einfach die zwei Komponenten jedes Muskels anschaut. Messerscharf kombinieren, damit das funktioniert. Messerscharf, deswegen mache ich das jetzt einfach mal nicht und würde an den Moritz weitergeben für den zweiten Teil der Becken oder den zweiten wichtigen Teil der Beckenbodenmuskulatur, nämlich dem Diaphragma urogenitale.

SPEAKER_07

Merkst du, du machst dir den Leo arbeitslos hier, gell? Schande, ey. Entschuldige, Leo. Also wir machen das Diaphragma Urogen.

SPEAKER_05

Ich kompensiere das. Ich bezahle dir das Geld. In Ordnung.

SPEAKER_07

Das Diaphragma urogenitale ist noch ein bisschen weniger spektakulär als das Diaphragma pelvis, weil es im Prinzip einfach nur aus den beiden Musculi transversus perinei profundus und superficialis besteht. Ja, also das ist im Prinzip einfach nur relativ weit Kaudal, also wirklich am weitesten Kaudal eben die Musculi transversus perine profundus und superficialis, im Prinzip einfach nur so eine kleine, ja so eine kleine Platte. Und da müssen wir aber auch nochmal kurz über die Durchtrittsstellen reden. Nämlich bei dem Diaphragma Pelvis, da hatten wir ja quasi diesen Musculus Levator Ani, der ja so eine kleine Schlinge geschlagen hat. Und man redet dann auch von dem sogenannten Levator-Tor, das dann davor liegt, also das quasi davon dieser Schlinge umschlossen wird.

SPEAKER_03

Ja, episch.

SPEAKER_07

Ja, gell? Oder man nennt es auch Hiatus urogenitalis. Und dieses Hiatus urogenitalis, das gibt es jetzt eben in genau der Form auch in dem Diaphragma urogenitale.

SPEAKER_03

Etwas weniger episch.

SPEAKER_07

Und da treten dann eben die Uretra und die Vagina durch, durch diesen Muskel, also durch diesen Loch in dem Muskel dieses Hiatus urogenitalis. Kurz davor im Diaphragma pelvis, da gab es auch noch den Hiatus Ani, der glaube ich selbst erklärend ist, was da durchtritt. Aber das ist mit dem Hiatus orogenitalis, den gibt es eben quasi in beiden Muskeln und da treten dann Uretra und Vagina. Oder halt die Vagina natürlich dann nicht beim Mann.

SPEAKER_03

Genau, aber es wäre ja zu einfach, wenn es dabei bliebe. Und es gibt dann noch zwei Spatii, nee, Spatiar, ist ja neutral, die noch zu erwähnen sind, die das Ganze auch noch ein bisschen feiner einteilen. Jetzt sag nochmal, Moritz, wie heißt der? Wie heißt das nochmal?

SPEAKER_07

Spatia oder Spatii. Das Spatium sein. Das Spatium. Die Spatiar, genau. TZ. Also es hat ein, also ein eben der Dozent auch mit der Flasche, der hat, der hat auch immer von der hat so ein bisschen so einen schwäbischen Einschlag und der hat auch von den Spazia oder vom Spatium geschwächt. Ich möchte mich davon differenzieren. Sehr sympathisch.

SPEAKER_05

Ich möchte mich davon differenzieren. Ich nicht, ich hatte denselben.

SPEAKER_07

Und ich würde leider bestimmt, das rauszuschneiden. Aber so ist es halt. Also in diesem Spatium extraperitoneale Pelvis, da also quasi in diesem Bindegewebsraum, da kann man eben anhand dieser Muskeln von der Beckenbodenmuskulatur, kann man eine Einteilung vornehmen. Ja, wenn man sich jetzt diese Schlinge vom Levato-Ani vorstellt, dann ist es ja im Prinzip zwei so relativ diagonale Muskeln und dann haben wir die Basis unten, das ist ja dann der das Diaphragma orogenitale. Und jetzt nimmt man sich quasi den Musculus Levato Ani und definiert einen Raum darüber, den supraevalatorische Raum und den Bereich darunter. Das ist dann der infraevalatorische Raum. Und über dem supraevalatorischen Raum, da ist dann im Prinzip, sind wir schon im Peritoneum. Und der infraevalatorische Raum schwierig?

SPEAKER_05

Levatorische.

SPEAKER_03

Elevatorisch vom Elevatorani.

SPEAKER_05

Nee, Levat. Levani. Aber Levatorani ist ja kein Aufzug.

SPEAKER_07

Kein Elevator. Ja, man kann diesen Raum auch Phossa Ichio Analis nennen. Nennen wir ihn jetzt so lieber. Und in diesem Raum, da ist eben wichtig, dass man sich klar macht, dass da der sogenannte Alkock-Kanal ist. Also dieser Raum wird quasi nach caudal begrenzt von dem Diaphragma orogenitale und nach lateral vom Musculus obturatorius internus. Und dieser Alkock-Kanal ist nichts anderes als eine Faszienduplikatur von diesem Musculus obturatorius internus. Durch diesen Kanal laufen die Arteria und Vena pudenda interna und der Nervus pudendus und er ist eben in dieser Fossa Ischionalis.

SPEAKER_05

Der ist wirklich prüfungsrelevant. Also ich meine, ich wurde den auch gefragt. Der ist beliebt bei Prüfern und ich finde, der ist aber auch eben relativ gut zu lernen, weil da eben nur diese drei Leitungsbahnen durchlaufen, die eben alle Pudender heißen und sich eben so leicht zu merken sind.

SPEAKER_03

Ja, so ist das. Und bevor wir jetzt kurz schließen, möchte ich noch von einem Schockmoment von unserer Vorbereitung berichten. Erzähl. Und zwar über die Funktionwichtigkeit der Beckenbodenmuskulatur.

SPEAKER_05

Oh ja.

SPEAKER_03

Und zwar waren wir da sehr schockiert, dass die dann doch sehr, sehr wichtig ist für die Damen der Schöpfung.

SPEAKER_05

Gerade in der sozusagen muskulären Vorbereitung auf die Schwangerschaft.

SPEAKER_07

Ihr hattet das ja alles schon mal in der Vorlesung gehört. Ja, genau. Ich habe keine, soweit ich weiß, kaum eine Vorlesung zu Situs damals angehört, weil ich das zur Anatomie immer so ein bisschen begrenzt bin, weil selten so geschaut haben.

SPEAKER_05

Aber du hast das Bild heute im Internet gesehen und du warst.

SPEAKER_03

Also tatsächlich, um richtig weit auf die Scholter zu spannen, wenn die Beckenbodenmuskulatur zu schwach ist, dann kann der Uterus nach unten rutschen. Das nennt sich dann Uterusprolaps und die Vagina stirbt sich nach außen. Das sieht sehr, sehr interessant aus, denn quasi der Uterusmund quasi hängt so 5-6 Zentimeter aus dem Loch, wo er herkam, raus. Also der ganze Uterus kriegt raus. Genau, ja, quasi. Und das ist sehr seltsam und sehr krass. Nicht zu empfehlen. So, von ab.

SPEAKER_07

Das sollte motivieren, die Beckenbodenmuskeln zu haben.

SPEAKER_03

Ja, also aus naja. Aber mit dem Stockbild möchten wir euch jetzt entlassen zum Urogenitaltrakt. Wir haben uns jetzt fast eine Stunde drüber unterhalten. Ich hoffe, euch hat die zehnte Folge von Videos Universus gut gefallen. Ich hoffe, ihr hört auch noch die elfte und noch weitere. Und wir sehen uns beim nächsten Mal beim nächsten Mal wieder. Tschüss.

SPEAKER_07

Macht's gut.

SPEAKER_03

Alles Gute.