Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Harn- und männliche Geschlechtsorgane
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SITUS 3: Chilli con carne
- Gleich in zwei Aspekten bezieht sich der Folgentitel auf die Inhalte, die wir uns für heute vorgenommen haben: Zunächst einmal steht ein Organ im Vordergrund, das nicht nur der Nierenschale, sondern augenscheinlich wohl auch den Kidney-Bohnen ihren Namen gegeben hat. Außerdem dürft ihr euch auf einen neuen Sprecher freuen, der mit seiner feurigen Art (ebenso wie das Chili) nicht nur die hochinteressante Anatomie der Niere erläutert, sondern auch gleich nebenbei auch noch das männliche Geschlechtsorgan mitnimmt. Wie so oft steht dieses dem Weiblichen in der Frage nach der Ästhetik wohl um einiges nach, jedoch versucht sich das Sprecherteam (bestehend aus drei Herren) diesen Umstand hochengagiert schönzureden. Viel Vergnügen!
Kapitel:
(00:00) - Niere und Harnleiter(11:06) - Blase(19:05) - Urethra(23:10) - Penis(26:24) - Hoden und Funiculus spermaticus(31:09) - Drüsen und Prostata
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Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
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Leo, wie merkst du dir denn persönlich jetzt, dass beim Mann die Oretra also eine Harnenun Spermienröhre ist und bei der Frau jetzt nur eine Harnröhre?
SPEAKER_03Ja, da gibt es ganz, ganz cool, wie ihr wisst, gibt es ja diese 7-in-1-Shambus für Herren. Situs Inversus. Der Frau-Clinik-Kast. Hallo und herzlich willkommen zurück bei Situs Inversus, euer Frau Clinic-Podcast. Heute geht es weiter in unserer Serie im Situs. Diesmal ein bisschen weiter unten im Becken.
SPEAKER_01Das wird richtig interessant heute.
SPEAKER_03Moritz ist Feuer und Flamme, den kennt ihr auch schon. Wir haben heute wieder jemand Neues mit. Ich würde ja nicht sagen, ich würde sagen, ein neues Gesicht, aber ihr könnt es ja nicht sehen. Unsere neue Stimme heute ist vom Fabian.
SPEAKER_00Ja, hallo. Ich brenne genauso wie der Moritz, der mir gerade gegenüber sitzt.
SPEAKER_03Also die beiden sind voll heißig, die sind frisch aus dem Urlaub, die sind Feuer und Flammen.
SPEAKER_01Nicht nur im Urlaub, sondern auch noch ein cooles Thema. Letzte Folge, die ich aufgenommen habe, war zu Extremitäten. Mega zäh, aber heute wird es damals.
SPEAKER_03Genau, und deswegen starten wir jetzt direkt weiter mit dem Urogenitaltrakt, wie der Kollege auf Schlau heißt. Es soll heute um die restlichen Entsorgung unseres Pizzastücks gehen. Quasi das Grobe und Ganze, haben wir ja schon entsorgt. So die Tomatensauce. Genau. Das Flüssige darf es noch sein. Und beginnend bei der Hahnproduktion, wie man ja eigentlich vorher schon wusste, starten wir bei der Niere. Die Niere ist tatsächlich, liegt ganz woanders, als ich vorher dachte. Also ich dachte irgendwie, die liegt viel weiter unten.
SPEAKER_00War mir auch nicht klar so.
SPEAKER_03Aber die liegt ja eigentlich ganz anders, wo man denkt.
SPEAKER_00Genau. Nämlich etwas weiter granial. Und zwar lateral direkt neben der Wirbelsäule. Und wie den meisten wahrscheinlich schon klar ist, ist die Niere der Hauptfilter für unser Blut. Da kommt das Blut nämlich erstmal hin, bevor es dann in den Hahn, beziehungsweise bevor es gefiltert wird und dann der Hahn daraus entsteht. Aber daneben hat die Niere eben auch noch eine wichtige Funktion für die Hormonproduktion.
SPEAKER_03Ganz kurze Werbung.
SPEAKER_02Ich benutze eigentlich seit Semester 2 ein Programm namens Anki. Da kann man so mit digitalen Karteikarten lernen, was das Lernen einfach viel effizienter macht. Für das Physikum gibt es da zum Beispiel auch vorbereitete Decks. Und das Coole ist, dass man Anki selbst nochmal erweitern kann. Und zwar mit sogenannten Add-ons. Und da gibt es ein neues von Meditrix, was wir im Team vorab testen durften. Da werden euch dann zum Beispiel im Physikumsdeck von AnkiFhil zusätzlich Merkilfen und Esusbrücken von Meditrix angezeigt, sodass das Lernen nochmal viel abwechslungsreicher wird und mehr Sinne anspricht.
SPEAKER_03Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, da klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINVESUS15 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Sidusinversus15. Jetzt sichern. Das war's schon. Um wieder darauf zurückzukommen, was wir die letzten zwei Folgen konsequent durchgezogen haben, ist die Niere extraperitoneal und zwar primär. Denn die Niere berührt das Peritoneum nicht.
SPEAKER_01Ganz genau, ist nämlich quasi ganz hinten verlagert. Also sieht man auch noch so richtig beim Preppen, dass man einfach, wenn man jetzt mal das Peritoneum freiräumt, dass man da erstmal die Niere nicht sieht, sondern erstmal ein bisschen aufschneiden muss. Also wenn man sich die Niere anschaut, dann hat sie um sich selbst herum, hat sie die Capsula fibrosa, so eine ganz kleine, feine Schicht. Und dann darum wiederum die Capsula adiposa, nämlich eine Fettschicht. Und das mit dieser Fettschicht nennt man dann eben auch das sogenannte Nierenlager. Da obendrauf in dem Nierenlager ist dann auch noch die Nebeniere, mit der wir uns später auch nochmal beschäftigen werden im Detail, wenn wir dann über das Nervensystem reden. An der Stelle müssen wir da jetzt nicht so in der Tiefe drauf eingehen. Und darum herum, um diese Capsule adiposa, haben wir dann wiederum die Fascia renalis. Also quasi um die Fettschicht noch ein weiteres Blatt und da ein prärrenales Blatt und ein retrorenales Blatt. Und dieses prärenale Blatt, das grenzt nun eben an das Peritoneum. Und da kann man eben jetzt ganz klar sehen, ganz klarer Argumentationsstrang, warum das Ganze primär extraperitoneal ist, nämlich sogar retroperitoneal, weil es einfach überhaupt keinen Kontakt zum Peritoneum hat. Ja, und das retro-renale Blatt gibt es auch noch, das ist quasi einfach nur hin.
SPEAKER_03Außerdem kein Meso, also es gibt keinerlei wichtige Hinweise auf irgendwelchen Peritonealbezug. Was noch ganz spannend ist, ist, dass die rechte Niere tatsächlich tiefer liegt als die linke.
SPEAKER_00Genau, die rechte Niere liegt etwas tiefer als die linke. Beide Nieren liegen ja etwas höher, als man immer so denkt. Hatten wir vorhin schon gesagt, war bei mir auch eigentlich was Neues, was ich gelernt hatte, unter der letzten Rippe. Und die rechte Niere liegt eben etwas weiter kaudal, weil die Leber, die ja noch intraperitoneal quasi weiter kranial davon liegt, die rechte Niere quasi ein bisschen runterdrückt.
SPEAKER_03Genau, und die Leber ist einfach größer als die Milz, also ist die rechte Niere weiter unten. Genau. Macht schon relativ viel Sinn. So, wenn man jetzt, wenn man sich das Ganze mal anguckt, dann fällt einem schon auf, dass da ziemliche Rohre reingehen in diese Niere, in so ein Hilum, in so ein Winzorgan, ja, so ein kleines Popelding. Und deswegen kann man sich natürlich fragen, warum, warum ist das so? Weil die Niere sehr wichtig ist, wie sie, wie ihr vielleicht wisst. Und das ist tatsächlich relativ relevant, wie Fabian schon sagte, über diese Mikrofilterung.
SPEAKER_00Genau. Und zunächst mal den Aufbau, die Form, hatten wir, hat man so in der Vorstellung bestimmt auch so eine Art Kidneybohne, so kann man sich das, denke ich, ganz gut vorstellen, die quasi nach innen, Richtung Medial, dann das Nierenhilum hat, auch die Nierenbucht genannt. Und da gehen eben diese großen Gefäße rein, von denen der Leo gerade schon gesprochen hat. Da haben wir einmal die Arteria renalis und die Vena renalis auf beiden Seiten. Und ja, macht Sinn. Zwei Nieren, zwei große Gefäße. Und das Besondere an der Arteria renalis ist eben, dass sie sich aufspaltet. Und zwar zunächst mal in zwei Rami. Einmal den Ramus anterior und einmal den Ramus posterior. Und diese wiederum geben dann jeweils Arterien ab. Und zwar sogenannte Segmentarterien, weil eben die Niere aufgeteilt ist in fünf Segmente. Und da ist es so, dass der Ramus anterior vier Segmentarterien abgibt. Das heisst auch vier Segmente der Niere versorgt. Und der Ramus posterior, der gibt nur eine Segmentarterie ins posteriorische Segment der Niere ab. Genau. Und jetzt einen Mikroaufbau, oder? Weil man kann sich ja die Frage stellen, wieso da so, sag ich mal, dicke Gefäße reinlaufen bei so einem kleinen Organ. Und es wird dann auch schon klar, wenn man sich den Mikroaufbau ein bisschen zu Gemüse führt. Der ist nämlich eigentlich sehr schön anzuschauen. Da haben wir einmal den Cortex, die Rinde, Cortex renalis, der liegt quasi am äußeren Rand drumherum, ist eine relativ dünne Schicht, schmale Schicht, liegt um das Mark herum und ist in sogenannten Rindensäulen aufgeteilt. Columne renalis. Und genau, da findet schon der wichtige erste Schritt der Hahnproduktion statt, nämlich die Produktion des Primärhahns.
SPEAKER_01Ganz kommt auch so krass viel, oder? Ja, ja, wollte ich gerade sagen. Wisst ihr, wie viele Liter Primärhahn man am Tag produziert? 15, oder? So was richtig? Hast du gesagt? 15. Ich schwach. Was? Muss er nochmal gut was drauflegen?
SPEAKER_0030 Liter.
SPEAKER_01180?
SPEAKER_00Nein.
SPEAKER_01Nein! Ja gut, also da machen wir jetzt nochmal einen kleinen Check im Nachhinein euch primär. Das war so ein richtig wichtiger Fact für meine Rettungsanni-Prüfung. Keine Ahnung warum, aber das muss ich damals irgendwie lernen. Okay, checken wir nochmal nach, aber ich glaube 180 Liter primär. Kurze Information an die Zuhörer. Leo hat gerade kurz Pause gedrückt, weil er hat mir nicht geglaubt, dass es 180 Liter sind. Kannst du bitte jetzt einmal kurz bestätigen, Leo?
SPEAKER_03Ja, das ist in Ordnung, ich habe gegoogelt, Google sagt 170, also. Okay. Aber ist in Ordnung. Also, ich habe mich mein Mühe verschätzt. Würde ich mal behaupten. Okay, so. Das heißt, primär haben es abgehakt im Cortex, danach geht es dann Richtung Medulla.
SPEAKER_00Genau, danach geht es ins Mark, die Medulla renalis. Und die Medulla ist aufgeteilt in 8 bis 12 Pyramiden. Das kann man sich so vorstellen. Es ist im Prinzip wie umgedrehte Pyramiden, die Pyramides renalis, wo die Spitze Richtung Pilum zeigt. Genau. Und da haben wir dann die sogenannten Papillen, das ist die Spitze eben dieser Pyramiden. Und genau, darin befindet sich dann das Tubulus-System. Und da findet der nächste wichtige Schritt der Harnproduktion statt, nämlich die Produktion des Sekundärharns. Das ist dann schon sehr viel weniger als unsere gerade angesprochenen 170 Liter. Und dann tropft der Hahn von diesen Papillen letztlich runter in die Nierenkirche, die Kalyces. Und da gibt es erst einen Klein, Kalix renalis minor, und von da wird es dann größer. Das ist dann der Kalix renalis major. So, und da und das vereinigt sich quasi, wird von klein immer größer, bis es dann im Nierenbecken landet, dem Pelvis renalis. Und dort sammelt sich dann der Sekundärhahn. Und dann geht es auch nachher weiter in den Hahnleiter.
SPEAKER_03Ja, dann geht's ab. Ureta, liebe Freunde. Da geht es dann abwärts. Quasi der Hahnleiter. Fand ich am Anfang immer schwer Haarenleiter und Haarenröhre. Aber die Leiter geht nach oben oder nach unten, je nachdem. Also die Leiter, der Haarenleiter kommst zuerst und nicht die Haarenröhre, Hahnleiter. Zu dem gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen. Es gibt so ein Perfekt, sie man über den wissen muss, weil die immer wieder geschlagen werden.
SPEAKER_01Es hat einfach eine Röhre. Also da muss man jetzt nicht so viel zu lernen, aber hat halt so ein paar Kleinigkeiten.
SPEAKER_03Nein, es ist ein Leiter, keine Röhre. Ja, okay, und also was man halt wissen sollte, sind welche Gefäße bzw. Leitungsbahnen dieser Hahnleiter genau kreuzt. Und da gibt es eigentlich vier Nennenswerte, die sind ganz nett zu lernen, weil es ist immer über, unter, über, unter die Kreuzung.
SPEAKER_01Und da geht es los mit dem Nervus genitofemoralis, der überkreuzt wird. Dann wird die Arteria und die Vena testikularis unterkreuzt. Die Arteria bzw. Vena Iliaca Communis wird wieder überkreuzt und der Ductusdeferenz wird unterkreuzt. Kann man sich vielleicht so merken, dass das, was von den Geschlechtsorganen, was da irgendwie eine Beteiligung hat, immer unterkreuzt wird.
SPEAKER_03Ja, genau. Und bei der Dame halt genauso, dann heißt es halt nur anders, gell? Genau.
SPEAKER_00Das heißt halt Arteria uterina. Genau.
SPEAKER_03Genau. Und eben genau an dieser großen Gefäßkreuzung mit der Iliaka Communis ist eine der drei Engstellen. Diese Engstellen sollte man sich mal zu Gemüte finden. Bei mir war jemand gesagt, dass da die meisten Steine auftreten. Also haben wir grundsätzlich neben der Engstelle bei der Iaka Communis noch den Ein- und den Ausgang. Also quasi der Nierenausgang und der Blaseneingang. Ja, da landen wir schon in der Blase mit unserem Urin. Und die Blase ist ja so, soll ich sagen, stellvertretend für den Haandrang, würde ich mal behaupten. Wenn die Blase gefüllt ist, geht's ab. Und deswegen sollte man es hier auf jeden Fall auch sehr gut betrachten.
SPEAKER_00Ja, absolut. Ich steige mal gerade mit dem Effekt der Blasenfüllung ein. Da hatten wir ja vorhin noch was besprochen zu der Blase. Bis wohin kann die denn steigen, hatten wir vorhin noch besprochen. Also wenn die voll gefüllt ist, also wenn so zwischen 500 und 700 Milliliter Flüssigkeit, also Haaren in der Blase sind. Und es so richtig brennt. Nur noch aufs Tor ist nicht mehr anders geht.
SPEAKER_03Bestes Gefühl der Welt nach zwei Stunden Stau, gerade noch so, gerade noch so vor der. Quasi die Cola-Flasche ist schon leer gemacht und angesetzt, gerade noch so auf die Sandifett-Toilette. Oh, ist das nicht geil, ey. Pompauchnabe, ey, fett. Ja, okay, sorry. Okay, ja, also genau. Passt tatsächlich mehr rein, als man vielleicht denkt. Und deswegen haben wir halt eine gewisse Reservoirfunktion, aber an sich ist das Ding ja einfach nur ein großer Muskel, ne?
SPEAKER_00Genau. Ja, man kann es einteilen in drei unterschiedliche Regionen fast schon oder Teile der Blase. Das ist einmal der Blasenkörper, Korpus vesicä, dann der Blasengrund, der Fundus und der Blasenscheitel, Apex vesicäe. Genau, es ist auch ein sekundär extra, was heißt auch, es ist ein sekundär extraperitoneales Organ und liegt subperitoneal. Genau, dort direkt dorsal von der Symphyse, kann man sich ja ganz gut vorstellen, in der Cavitas pelvis.
SPEAKER_03Also aber ganz witzig ist, also die ist sekundär, weil die hat quasi einen Hut aus Peritoneum. Das ist eigentlich ganz süß, wenn man sich so eine Zeichnung anguckt, sieht es ein bisschen aus wie so ein Hütchen auf dem Erdbeeren. Ja, genau. Das ist eigentlich ganz witzig.
SPEAKER_00Peritoneum urogenitale ist es dann. Das liegt oben drauf. Und deswegen ist es eben auch sekundär extraperitoneal, weil es eben quasi entwicklungsgeschichtlich in der Embryonalentwicklung dahin hinwandert und nicht genuin dort angelegt ist, extraperitoneal, weil dann wäre es ja primär.
SPEAKER_03Und dann gibt es halt diese zwei Muskeln, die das Ganze halt ein bisschen formen. Und zwar den Musculus detrusor und den Musculus sphincter, die an sich den Großteil neben noch mit so zwei, drei kleineren, die aber zum großen Verständnis nicht so relevant sind. Quasi der Detrusor bildet so ein bisschen diese Kugel und der Sphinter ist so ein bisschen der Stöpsel unten drin. Und damit lässt sich das Ganze halt füllen. Da kann man sehr, sehr viel über irgendwelche Histologie erzählen, ist aber für Makro gar nicht so wichtig. Man sollte einfach nur wissen, dass dieses Epithel besonders ist, weil sich das sehr gut dehnen kann. Ist ja logisch, wenn man 800 ml da rein klatschen muss, muss das gut dehnbar sein. Und ja, das sind eigentlich die großen und wichtigen Muskeln, die das verbunden. Aufhängung vielleicht noch kurz was? Ja, definitiv, ja.
SPEAKER_01Genau, also die Blase ist eben quasi ventral aufgehängt, also kann man sich irgendwie so vorstellen, da gibt es ganz coole Bilder, dass eben von hinten der Orether oder die Orether reingehen und dann entsprechend die Oretra wieder raus. Hinten und vorne ist das Ganze eben quasi über das Ligamentum umbilikale Medianum, das dann an den Bauchnabel zieht, eben befestigt. Und da kann man dann eben auch noch dann die Brücke schlagen zu den Plika, von denen man zumindest mal was gehört haben sollte, passt jetzt hier thematisch nicht 100% rein, aber ist eine Sache, über die wir was erzählen sollten. Also die Plika sind im Prinzip nur so kleine Auflagerungen von der Peritoneum, wenn man so möchte. Und die kann man eben quasi an der vorderen Bauchwand erkennen, auch tatsächlich beim Präparieren. Und da haben wir eben einmal dieses Ligamentum umbilicale medianum, das eben das Plica oder die Plika umbilikale mediana bildet. Und dann haben wir daneben auf jeder Seite nochmal ein Plika umbilicalis medialis und ein plica umbilicalis lateralis. Das mediale plica wird eben dann entsprechend durch die Arteria umbilicalis gebildet und das laterale Plika oder die laterale Plika, sagt man wahrscheinlich. Und die laterale Plika wird dann durch die Arteria bzw. Vena epigastrica inferior gebildet.
SPEAKER_03Man muss man, glaube ich, noch erwähnen, dass neben dieser Ligamentaufhängung gibt es dann noch so eine Verbindung quasi zum Oospubis, weil das liegt ja quasi direkt hinter der Symphyse. Das war mir auch gar nicht so klar, wenn man das so tasten kann, so den Becken, quasi das Becken vorne, dann liegt da genau hinten dran quasi unsere liebe Blase. Das ist eigentlich der ganze Trick dabei.
SPEAKER_01Genau, und als Übergang dann auch noch zur Oretra, mit der wir gleich dann weitermachen werden, kann man da vielleicht auch noch eine Stelle in dem Urutel oder in diesem besonderen Oberflächengewebe, von dem der Leo gerade schon geredet hat, hinzufügen, dass es da das sogenannte Trigonum Vesika innerhalb der Blase gibt, das quasi dann eben begrenzt wird durch die Ausgänge bzw. Eingänge von Urethern und der Oretra. Und das ist eben quasi die einzige Stelle, wo dieses Oberflächenschicht, dieses Urotel quasi direkt auf dem Muskel drauf ist und eben nicht verschieblich ist, falls ihr so als Extrafrage in der Prüfung gefragt werdet.
SPEAKER_03Kleiner Fun Fact, wollen wir immer wissen. Aber bevor es jetzt abwärts geht, sollte man noch eine kleine Sache erwähnen. Und zwar, was ganz relativ relevant ist, für freie Flüssigkeit im Bauchraum gibt es halt eben, da wir halt so weit unten im Situs sind, da beim Mann und beim Frau zwei verschiedene sogenannte Excavatio, das ist also quasi einfach tiefste Punkte, würde ich das, würde ich es beschreiben. Und die muss man auf jeden Fall berücksichtigen, weil die sollte man kennen, wenn man dementsprechend tätig ist.
SPEAKER_00Genau. Also Excavatio, einfach wie so ein freier Raum, letztlich kann man auch sagen, Aushöhlung. Und das ist bei der Frau eben die Excavatio Recto Uterina. Der Name ist, finde ich, sehr schön selbsterklärend, weil es einfach der Raum ist zwischen Uterus und Rektum, der von den beiden Strukturen im kleinen Becken der Frau begrenzt wird. Genau, und beim Mann heißt das Ganze dann entsprechend Excavatio Recto vesicalis, also zwischen Rektum und der Blase. Und diesen Raum, diese Excavatio, nennt man auch Douglas-Raum. Und der ist eben, wie Leo gerade schon angedeutet hat, klinisch sehr relevant, weil sich da gerne mal bei Traumata oder sonstigen Entzündungen eben Flüssigkeiten sammeln, die da nicht hingehören.
SPEAKER_03Ja, tatsächlich, das würde ich gerne kurz noch nachreichen. Neben dieser Douglas-Pouch, die man sich dann anschaut, gibt es eine Morrison-Pouch, die sollte man auch schon mal gehört haben. Die gibt es auch in jedem schlechten Arztfilm, wird die 17 Mal erwähnt. Und an sich ist das einfach nur der tiefste Punkt, wenn man nicht steht oder sitzt, sondern wenn man liegt. Weil ich muss zugeben, ich kann mir jetzt nicht so ein Trauma vorstellen, was dir jetzt entgegenrennt. Also ich meine, es mag alles mal gegeben haben, aber eher unwahrscheinlich. Die Herr Rettungssanitäter und Probez. Euch alle müssen beeindruckend mit dem Thema. Mit den 180-170 dann. Und diese Morrison-Pouch wird halt gebildet, die ist so zwischen dem rechten Leberlappen und der Niere. Niere waren wir gerade. Aber das ist der tiefste Punkt, wenn man liegt. Auch ein cooler Funfact, weil da kann man nachschauen, wenn sich freie Flüssigkeit im Bauchraum befindet, was ja bei Trauma meistens Blut ist, kann man da mal nachschauen. Eigentlich gar nicht übel. Genau, so jetzt haben wir diese Pouches und diese Excavatio abgehandelt. Ich meine, beim Kerl ist es einfach, welche die tiefste ist, weil es gibt nur eine. Und bei der Dame gibt es halt zwei und da ist halt dahinter ein tiefer als die Blase. Naja, meine Güte. So ist es halt, ja. Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcastpreis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgebeschreibung klickt und uns eure Stimme gibt. Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge. Ja, jetzt verfolgen wir unseren Tomatensoße und Pizzastück wieder. Sehr schön. Richtung Hahnröhre, Richtung Ausgang. Durch den Uretra, diesmal die Harnröhre. Diesmal ist es tatsächlich eine Röhre. Da gibt es auch nicht viel zu zu sagen, aber muss man sich auf jeden Fall mal betrachten.
SPEAKER_00Okay, gut. Dann kommen wir jetzt zu den Gemeinsamkeiten zwischen männlichem und weiblicher Uretra. Das sind nämlich die Muskeln. Da haben wir einmal den Musculus dilatator uretra, der entspannt das Ganze, und den Musculus sphincta uretra, der auch Musculus sphincta externus genannt wird. Das ist quasi zweiter Stöpsel. Ja, zweiter Stöpsel. Und das ist nämlich das Leichte daran. Die zwei Muskeln und keine mehr definieren, was bei der männlichen und weiblichen Harnröhre durch kann oder nicht durch kann.
SPEAKER_03Und tatsächlich, was ich auch schon spannend finde, der Musculus sphincta, externus oder retravierum immer, ist der einzige Muskel untenrum, zumindest beim Hahnweg, der quergestreift ist, sprich steuerbar ist. Das heißt, alles andere kann ich nichts gegen tun, aber quasi die letzte Instanz kann ich aktiv zupitchen.
SPEAKER_00Davor ist alles glatte Muskulatur und nicht willkürlich steuerbar. Genau, ja, und letzte Chance.
SPEAKER_03Wenn man sich jetzt nochmal die Unterschiede anguckt, ist es eigentlich auch relativ lame bei der Dame. Also diese vier Puffelzentimeter, die erwähnen wir erst gar nicht. Nein, also es gibt nichts Spannendes, ja. Also vier Zentimeter, Eingang, Ausgang, Ende, ja, nichts Besonderes, ja.
SPEAKER_01Leo, wie merkst du dir denn persönlich jetzt, dass beim Mann die Oretra also eine Haaren-Unspermien-Röhre ist und bei der Frau jetzt nur eine Haarenröhre?
SPEAKER_03Ja, da gibt es ganz cool, wie ihr wisst, gibt es ja diese 7-in-1-Shampoos für Herren, also quasi, was weiß ich, Shampoo, Duschgel, Gesichtspflege, Motoröl, Grillanzünder und was weiß ich, Pflegedusche und Bartreiniger, ja. Und deswegen ist es halt beim Mann immer, also ist es quasi immer Mann, so viele sind einem, das heißt quasi, der Mann trockt nur einen Ausgang, ja. Das Einzige, was noch fehlt, ist, dass der Dame auch noch drin endet. Nein, also das ist nur 2 in 1, mehr gab es nicht. Und beim Weiblein, die haben das alles schön ordentlich organisiert für jedes einzelnen Ausgang, so wie es halt bei Shampoo und Conditioner und dem ganzen Kram auch immer ist. Also die Shampoo-Variante ist eigentlich ganz witzig. Und genau, beim Mann ist es halt eben ein Hahn-unten-Samenleiter.
SPEAKER_01Also eigentlich muss man sich sowas gar nicht merken, aber ich fand einfach nur die ESI-Prügung. Ganz witzig.
SPEAKER_03Ja, also ich denke, beim Mann sollte man es sich aber nochmal genauer anschauen, weil es da halt so ein paar Engen und Weiten gibt, die eigentlich ganz, die eigentlich ganz relevant sind, weil es halt. halt eben einfach 25 cm anstatt vier sind, bestenfalls.
SPEAKER_00Im besten Fall. Ja. Also genau. Ja. Es gibt fünf Teile, die man alle betrachten muss und die jeweils engen und weiten haben. Und was wir uns überlegt haben, und das ist eigentlich eine ganz gute Merkhilfe, so dass jeder Teil nur entweder enge ist oder komplett weite. Ja, das alle abwechselnd. Genau, es ist immer abwechselnd, erst enge, weite und so weiter. Der erste Teil ist der Pars intramuralis der Uretra der männlichen. Und das ist eine enge, nämlich durch den Musculus fincte uretra internus. Erster Teil. Da ist auch noch der Muskel von der unterhalb der Blase. Genau. Dann haben wir den Pars Prostatica. Das ist dann eine Weite. Und der Teil an sich ist schon die Weite. Dritter Teil ist der Pars membranacea. Und da haben wir wieder eine enge und zwar durch den Musculus fincta urethre externus. Teil 4, Pars Spongiosa. Und da gibt es jetzt zwei Weiten in diesem Teil, der Pars Spongiosa, einmal durch den Musculus fincta uretre externus und einmal durch die Fossa. Das ist die Weite, die Fossa navicularis. Genau. Und das Ende ist relativ einfach. Das kennen die Männer von sich selber. Ostium uretra externum. Da ist einfach dann der Ausgang und das ist die letzte Enge. Genau.
SPEAKER_03Also grundsätzlich haben wir die Teile eigentlich auch relativ entspannt und halt ab der ab der Prostata wird es quasi auch im Fortpflanzungsteil spannend, der sich halt eben darin vereinigt. Das heißt quasi an der Prostata kommt das Eakulat in den Ausgang. Und deswegen ist es der smoothie Überleitung zum urogenitalen Teil's geplant vom Schritt, ne? Als wär's geplant. Wahnsinn, ja. Und deswegen möchten wir als letztes jetzt heute nochmal drüber reden, was denn überhaupt so das Männlein so drauf hat.
SPEAKER_01Ja, und da ist natürlich erstmal das, was einem prima auffällt, sind natürlich die äußeren Geschlechtsorgane. Und da gibt es einmal beim Herren den Penis und das Skrotum. Und um das kurz vorwegzuschicken, das ist tatsächlich, man denkt ja immer, weibliche und männliche Geschlechtsorgane sind so völlig unterschiedliche Paar Schuhe, da gibt es eine ganze Menge Parallelen und ich denke, das wird euch dann im Laufe des Lernens auch auffallen, dass man einige Schwellkörper etc. ja ziemlich parallel bei beiden Geschlechtern haben.
SPEAKER_03Ja, nur halt bei einem relevanter und dem anderen nur mittelmäßig relevant.
SPEAKER_01Ja, von anatomischer Relevanz für dich.
SPEAKER_03Von anatomischer Relevanz.
SPEAKER_01Ja, und das ist beim Penis ist das eben, zum einen haben wir da zwei Bestandteile und zum zwei generelle Strukturen und auf der anderen Seite verschiedene Korpi, also verschiedene Schwellkörper. Und diese beiden Bestandteile, die ich meine, sind eben einmal die Radix und einmal der Korpus. Die Radix ist lateinisch, glaube ich, für die Wurzel und soll einfach quasi zeigen, dass es so der Schaft ist oder quasi der Start des Penis, der dann eben dort an dieser Stelle am Beckenboden verankert ist in der Muskulatur. Da gehen wir im Detail nochmal bei der Beckenbodenmuskulatur rein und der Korpus ist dann eben dann der frei bewegliche Teil, der weiter lateral quasi liegt.
SPEAKER_03Genau. Und Spaßteil.
SPEAKER_01Dann haben wir, schau mal Leo, wir haben das so professionell durchgezogen bisher, gell? Gut, also gut, und dann haben wir eben verschiedene Schwellkörper, die da auch noch mitwirken. Das ist eben auf der einen Seite das Corpus cavernosum und das Corpus spongiosum. Das Corpus cavernosum, das ist der Teil, der am Ende dann quasi wirklich bei der Erektion dann am meisten anschwillt. Der besteht aus zwei Krura-Penis, die dann zusammenlaufen und zum zweikammerigen Corpus cavernosum werden. Das ist quasi so die Schale und die größere Mantel des gesamten Penis und das Corpus spongiosum wiederum. Das umfasst dann quasi den Uretra. Und macht natürlich auch Sinn, dass diese Schwellkörper, dieses Corpus Spongiosum, nicht ganz so stark irrigiert wie das Corpus Cavernosum, weil das ja sonst quasi zu einer Verlegung der Uretra führen würde und dann das Ejakulat natürlich entsprechend nicht da entlangziehen könnte. Und beim Korpus Spongiosum haben wir noch am Anfang den Bulbuspenis und am Ende setzt er da quasi der Glanzpenis noch oben drauf.
SPEAKER_03Ja, also und grundsätzlich sollte es auch relativ gut bekannt sein, wo denn das Ganze überhaupt herkommt. Ich glaube, das macht man in den Sexualkunden der vierten Klasse, dass das Ganze aus den Hoden kommt. Nur ich finde den Weg, bis es rauskommt, eigentlich relativ faszinierend. Und ich hätte nie gedacht, dass es so komplex ist, um echt zu sein. Ist nicht einfach nur so eine Röhre. Aber zumindest sollte man sich halt eben auch nochmal genauer angucken, wo das Ganze herkommt. Testishoden, quasi bestehend aus den Hoden und den Nebenhoden. Nebenhoden ist, also das lateinische Wort ist für mich auch wieder top für Galgenmännchen, irgendwie Epididymis. Also schon wieder so, wenn sich das ausgedacht hat, ne? Aber zumindest Testis für Keimzellproduktion und Hormonproduktion wichtig, sollte man es ja auch mal merken. Ja, und trotzdem sollte man sich mal den Feinbau und die Funktionsaufteilung mal gut angucken, denke ich.
SPEAKER_01Genau, und da haben wir eben auf der einen Seite den Hoden, in dem wirklich dann quasi die neuen Zellen entstehen, also die neuen Spermien, also die sogenannte Spermatogenese und die Reifung von diesen schlussendlich findet dann im Nebenhoden statt. Also diese Reifung ist dann die sogenannte Spermiogenese. Ja, und von da, dieser, wie vom Leo gerade als faszinierender Weg beschrieben, geht es dann eben weiter im Ductusdifferenz. Und dieser Ductusdifferenz ist im Prinzip nur das Ende von den Nebenhoden. Und in diesem Ductusdefferenz, da ist auch, der ist mit einer glatten Muskulatur ausgekleidet und die ist dann eben auch verantwortlich zusammen mit der Beckenbodenmuskulatur dafür, dass das Ejakulat schlussendlich ausgetrieben wird. Genau. Und dieser Ductusdifferenz, der läuft dann eben in dem sogenannten Funiculus spermaticus, also das ist quasi dann eben der Samenstrang, an dem auch die Hoden und damit auch die Nebenhosen aufgehängt sind. Die ziehen dann durch den Leistenkanal über die Arteria und auch Vena epigastrica inferior dann in die Oretra hinein. Zu diesem Funiculus spermaticus noch eine Sache kurz. Was läuft da alles drin? Da ist nämlich neben dem Ductusdifferenz laufen da auch noch die Arteria und die Vena testicularis. Die Vena testicularis bezeichnet man in dem Fall auch als Plexus pampiniformis. Das ist so, ja, das ist ein bisschen, das ist ein bisschen mehr als nur eine Vene, sondern so ein richtiges Venennetz und einige Nerven laufen da auch noch.
SPEAKER_03Ja, und jetzt muss ich zu meiner Schande zugeben, dass unsere nächsten Punkt auf der Liste, nämlich wie das Ganze eingepackt ist, irgendwelche Hüllen, habe ich komplett ignoriert, weil ich dachte, es ist komplett irrelevant und mir wurde gerade, ich wurde gerade berichtigt, dass es höchst wichtig ist, in was für Hüllen und was für Schichten da der Sack eingepackt ist.
SPEAKER_01Also ich weiß nicht, ob es wichtig ist. Der Test ist.
SPEAKER_03Der Test ist. Der Test ist, ja.
SPEAKER_01Der ist ja im Skrotum eigentlich. Ja, okay.
SPEAKER_03Dann sage ich es anders, aus was für Schichten der Sack besteht. Ja, genau.
SPEAKER_01Ja, aber das ist auch überhaupt nicht kompliziert. Weil das ist, wenn man das drauf hat, wie das Peritoneo und wie die Bauchwand aussieht, dann ist es im Prinzip nur, dass sich da, ich weiß nicht, ob das embryologisch passiert, habe ich noch keine Ahnung von, aber irgendwie passiert es, dass dann der Hoden sich ja nach außen bewegt. Und keine Frage, wenn der irgendwie innen angelegt ist, dann muss der ja nach Schichten mitnehmen. Und genau so kann man sich einfach überlegen. Also man muss sich überlegen, am Hoden, alles klar, da ist erstmal eine Schicht an, die Tunika, Alboginea heißt die, ist nicht so wichtig. Und dann denken wir jetzt vom Bauch her. Also nehmen wir an, wir sind ventral im Bauch und der Hoden nimmt auf den Weg nach unten alle Schichten mit. Dann gibt es ja zunächst das viscerale Blatt. Das heißt jetzt an der Stelle Epiorchium. Dann ein Spalt und dann würde ja im Bauch das parietale Blatt kommen. Das heißt hier einfach Periorchium. Und dann würde ja am Bauch diese Gruppe aus Fascia transversalis, Musculus obliquus, internus abdominis und der Fascia Abdominis superficialis folgen. Also quasi Fascia, Fascie, Muskelschicht, Fascie. Und das ist einfach nur quasi am Sprotum jetzt die Fascia Spermatica interna, der Musculus Cremasta und dann die Fascia Spermatica externa.
SPEAKER_03Da denken wir wieder an Tim, nämlich ist der Kremasta vor und munter, hüft das Testis, hoch und runter. Ich hab's mir gemerkt.
SPEAKER_01Macht jetzt auch irgendwie mechanisch, finde ich, viel Sinn, dass es da eine Rolle spielt an der Stelle. Und dann folgt im Prinzip nur noch die äußere Haut vom Bauch und das ist dann an der Stelle quasi die Skrotalhaut mit der sogenannten Tunica Darktos.
SPEAKER_03Ja, also auf jeden Fall nicht so schwer, wie ich am Anfang dachte, wenn man sich tatsächlich mal ein bisschen genauer überlegt, aber grundsätzlich nicht so ganz ohne. Jetzt haben wir tatsächlich aus den Hoden nur Spermien, sonst nischt. Ja, das heißt, die ganze Soße, in der das Ganze rumschwimmt, haben wir noch nicht. Das ist wirklich nicht viel, was da, ich glaube, was hast du gesagt, vorhin 7% oder so, wenn dabei rauskommt.
SPEAKER_01Also fast nichts.
SPEAKER_03Ja, und da kommen halt noch ein paar Drüselchen auf dem Weg dran vorbei, die das Ganze so ein bisschen ausstatten und ein bisschen flutschig machen. Und quasi auf dem Weg zum Ausgang.
SPEAKER_00Genau. Das mit dem Weg des Ejakulats kann man sich auch so ganz gut vorstellen, wenn man sich fragt, wo kommt jetzt das eigentlich her, diese ganze Flüssigkeit, das ganze Volumen. Das ist so, man kann sich vorstellen wie eine Art Straße, wo Zugänge zu dieser Straße führen und sich letztlich mit der dann vereinigen. Da haben wir als erstes den Ductus excretorius und da mündet als erstes die Glanula vesiculosa rein. Die bringt tatsächlich auch 70% des Ejakulatvolumens mit in diesen Gang. Und die zusammen nennt man dann Ductus ejakulatorius. Macht ja auch Sinn. Da ist dann schon der größte Teil des Eakulats drin. So. Und dieser Ductus eakulatorius, der mündet jetzt in die Uretra von beiden Seiten. Wir haben auf beiden Seiten das symmetrische angelegt und jetzt ist das ganze Ejakulat in der Uretra. So, man kann sich noch fragen, wo kommt eigentlich die Energie der ganzen Spermin her? Wo kommt sie her?
SPEAKER_01Aus diesem Bläschendrüsen. Also aus dieser Glandula vesiculosa.
SPEAKER_00Genau. Aus der Fructose, die in dem Ejakulat drin ist. Nein, eine Zwischenfrage, auf ihrer Spiel. Ich wollte euch testen, ob ihr noch wach seid. Macht die Männer runter. Genau, also Fructose ist der Energieleferant. Genau. Und dann die zweite, der zweite Zubringer ist dann die Glandula bulbouretralis, die mündet auch in die Uretra, in die Harnröhre. Und was kommt da eigentlich raus? Ich hab's gerade.
SPEAKER_01Die breitet irgendwie auf das Ejakulat vor, so ein bisschen. Der Lusttropfen. Richtig, der Lusttropfen.
SPEAKER_00Genau. Und ja, genau. Ganz am Anfang haben wir eigentlich nur noch die Prostata. Die sitzt ja quasi direkt unterhalb der Harnblase. Und wenn man sich noch fragt, genau, um den Oretra drum, natürlich nur beim Mann. Um die Oretra, oder? Hast du das gesagt? Entschuldigung, genau. Oretra, ja. Muss man genau differenzieren. Danke, Moritz. Gerne doch. Und da haben wir uns, oder ich wusste das ehrlich gesagt nicht, was die Prostata für eine Aufgabe hat. Auf jeden Fall, die ist tatsächlich die Weichenstellerin, die unterscheidet, was jetzt durch die Oretra des Mannes durchdarf. Und da hat sie ja nur zwei Optionen, aber sie stellt trotzdem die Weiche. Entweder Sperma oder Urin. Beides geht nicht.
SPEAKER_03Beides wäre auch irgendwie nicht so wirklich zielführend. Beides wäre nicht zielführend. Ja, also grundsätzlich haben wir drei Drüsen. Erst unsere, wie hast du vorhin Bläschendrüse? Bläsendrüse heißt das Deutsch. Dann unser Prostata-Tata und dann.
SPEAKER_01Aber Bläschendrüse klingt dann schon wieder direkt mega unprofessionell.
SPEAKER_03Und dann die Lufttropfendrüse. Genau, sehr professionell. Genau, mit diesem hochprofessionellen Thema schließen wir unsere heutige Folge über den Urogenitaltrakt. Nächste Folge geht es dann weiter mit dem anderen Geschlecht, was wir jetzt komplett außen vor gelassen haben. Aber das Beste kommt, wie man weiß, immer zum Schluss. Die Damen der Schöpfung. Und deswegen, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Also mir hat es Spaß gemacht. Ja, auch. Vielen Dank. Ein sehr interessantes Thema zu sprechen. Und hoffentlich hören wir zum nächsten Mal wieder.
SPEAKER_01Und vielleicht ist Titus ist ja auch immer so die Zeit, wo vielleicht Weihnachten ist, deswegen vielleicht frohe Weihnachten, wenn das ansteht.
SPEAKER_00Frohe Weihnachten, habt Spaß mit Titus. Meiner Meinung nach bestimmt das interessanteste Treffgebiet. Und auch zum Lernen sehr gut. Macht Spaß. Habt Spaß. Bis bald.
SPEAKER_01Tschüss. Ciao, ciao. Macht's gut.
SPEAKER_02Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_03Für Risiken und Nebenwirkungen finanziellen Arzt und Apotheker.