Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
Mit diesem Podcast habt ihr die Möglichkeit, euch Inhalte der Vorklinik noch einmal neu erklären zu lassen. Genauso eignet er sich dazu, den Stoff vor einer Prüfung zu wiederholen oder vor dem Physikum aufzufrischen. Das alles kommt von Medizinstudierenden, die eben diese Prüfungen gerade erst hinter sich haben und selbst noch mitten im Studium stecken. Verständlich, erfrischend und auf Augenhöhe. Viel Spaß!WebApp mit Episodenfinder + Merkhilfendatenbank: dervorklinikpodcast.deFür Lob, Kritik und mehr: situs-inversus@bvmd.de Instagram: @der_vorklinikpodcast
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Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
ANA Leber, Pancreas + Milz
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SITUS 2: Frei von der Leber weg
- Redewendungen wie "frei von der Leber weg reden" oder "Zwischen Leber und Milz passt ein Pils" zeigen die fudamentale Bedeutung der thematisierten Organe - insbesondere im Leben von Studierenden. Wir möchten mit euch die Verdauung vollenden mit vielen Inhalten zur Funktion und Bedeutung zu den Organen, die wir euch aus der letzten Folge noch schuldig sind. Mit Klinikfacts und vielen Lerntipps bekommt ihr wie gewohnt eine Perfektionierung eures Überblicks über den aller letzten Abschnitt der Reise des Pizzastücks. Enterohepatischen Kreislauf
Kapitel:
(00:00) - Pankreas
(07:11) - Leber
(19:45) - Gallenblase und enterohepatischer Kreislauf
(21:24) - Lymphysystem Abdomen
(27:16) - Milz
(31:34) - Bursa omentalis
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Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
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Weil es wäre ja echt schon Schwachsinn, wenn die Leber sich einen abmüht und da schön ordentlich geile Galle produziert. Und dann wird es einfach beim Schiss abgegeben, ohne dass es sinnvoll ist.
SPEAKER_03Genau, weil in dem Moment verdaut man ja nicht. Genau. Die verdaust dann am anderen Ende. Aber nicht da, wo es eigentlich eh gehört hat. Genau.
SPEAKER_02Der Folklinik-Podcast. Hi, hier ist Situs Inversus, euer Folklini-Podcast. Heute hier mit Leo und Tim. Hallo. Wir möchten heute wieder über die Verdauung und die dazugehörigen Organe sprechen. Wir haben nämlich das letzte Mal ja schon zwei, drei Sachen erwähnt, die wir euch noch schuldig sind, die wir heute mit euch besprechen möchten. Unter anderem das Pancreas, die Leber und die Milz und noch vieles mehr. Deswegen seid gespannt auf unsere Folge. Und beginnen möchten wir tatsächlich am Anfang des Darms, denn wenn ihr euch recht zurückerinnert, gab es da noch so eine Papille Fraterie, über die wir noch nicht so viel gesprochen haben, die aber von sehr großer Relevanz ist. Auch Papilla duo den Major. Genau. Und damit möchten wir jetzt mit euch starten.
SPEAKER_01Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen. Durch die Integration verschiedener Lernmethoden und das Ansprechen aller Sinne könnt ihr euch die Inhalte so viel besser und langfristiger merken. Dabei sind die Erklärvideos und Merkbilder von Meditrix die perfekte Ergänzung zu den Folgen unseres Podcasts. Deswegen gibt es jetzt exklusiv für Situs Inversus Hörer mit dem Code SITUSINVE1515% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Situs Inversus15. Jetzt sichern.
unknownDas war's schon.
SPEAKER_02Denn daran schließt sich ein relativ wichtiger Gang an und zwar der Gang primär zur Pancreas. Zum Pancreas. Ist ja das Pankreas, wusste ich lange nicht.
SPEAKER_03Genau. Leo hat heute auch noch was dazu gelernt.
SPEAKER_02Ja, ich habe ungefähr 18 Mal bei der Vorbereitung der Pancreas gesagt und die Pancreas, aber nicht das. Also das, Freunde. Gut. So, zum Aufbau. Der ist relativ einfach. Es gibt einen Kopf, einen Körper und einen Schwanz, also kaputt, Korpus und Kauda. Relativ einfach. Die einzige Besonderheit beim Ganzen ist der Prozessus Unkinatus. Dieser Prozessus Unkinatus entsteht durch die verschiedenen Blätter, aus denen das Ganze entsteht, ist nicht so wichtig.
SPEAKER_03Genau, also das Pancreas wird in der Entwicklung, entsteht das aus zwei Anlagen und jetzt zwei Anlagen verschmelzen quasi und lassen in der Mitte auch so diesen Gang frei. Dadurch entsteht der eigentlich.
SPEAKER_02Genau. Und dann gibt es halt dann unten auch so eine Ecke und das ist halt dieser Unkinatus, der wird irgendwann nochmal ganz wichtig in den darauffolgenden Folgen, aber das kommt noch. So, das war jetzt der makroskopische Aufbau, aber man muss beim Pankreas noch den histologischen Aufbau unterscheiden.
SPEAKER_03Richtig. Aber bevor wir dazu kommen, vielleicht noch kurz, wie das Pankreas liegt. Also dieser Kopf, das Kaput, liegt quasi direkt am Duodenum an, in dieser C-Kurve. Und der Schwanz reicht auch fast bis zum Milz. Wenn wir jetzt auf die Mikroskop.
SPEAKER_02Ganz kurz noch, jetzt auch noch ein Nachtrag von mir, um mal wieder unseren Definitionen treu zu bleiben. Das Pankreas ist sekundär retroperitoneal, sprich quasi mit Peritoneum überzogen, aber trotzdem noch hintendran. So, jetzt zum histologischen Aufbau.
SPEAKER_03Alles klar. Also wir können zwei grobe Anteile des Pankreas unterscheiden. Einmal das exokrine Pankreas, das ist auch der Hauptanteil, das sind 98 Prozent. Und Exokrin bedeutet im Grunde, das ist das Gegenteil von Endokrin. Exokrin bedeutet immer, da wird irgendwas sezeniert im Sinne von Enzymen oder ähnlichem, in dem Fall zur Verdauung. Und bei endokrinen Ausschüttungen geht es immer darum, dass irgendwie Hormone ins Blut abgegeben werden. Ja, klassisch, ja. Genau, und Exokrin geht im Grunde immer in irgendeinen Außenraum quasi. Und der Darm zählt auch schon als äußere Raum, weil der ja die Flachen nach außen hat.
SPEAKER_02Und ganz kurz noch sezernieren, für die, die es noch nicht gelesen haben, heißt ausschütten auf schlau.
SPEAKER_03Genau. Und dieses exokrine Pankreas, was eben der Hauptanteil ist, da gibt es die Pancreas acinus-Drüsen und die produzieren den sogenannten Bauchspeichel. Deshalb heißt das Pankreas auch Bauchspeicheldrüse. Ah! Und das ist einfach ein Sekret, was voll von Enzymen ist, die für die Verdauung wichtig sind und deshalb auch über den Ductus pancreaticus zum Duodenum gebracht werden.
SPEAKER_02Also das ist quasi dieser eine Gang, wo alle Drüsen, Zellen drin einmünden und der quasi Richtung Duodenum zieht. Was da noch zu erwähnen ist, wenn es eine Papilla major gibt, gibt es noch eine Papilla minor. Denn das Pankreas gibt noch einen adzessorischen Ductus ab, der dann in die Papilla minoris zieht.
SPEAKER_03Papilla Duodeni minor.
SPEAKER_02Genau, Duodeni minor. Das soll man einfach mal erwähnt haben, aber tatsächlich ist die größere von höherer Relevanz.
SPEAKER_03Genau. Und der Ductus pancreaticus heißt auch Wirsung Gang. Ich habe vorhin Wirsung Gang gelesen, ist es nicht. Und dann gibt es noch die.
SPEAKER_02Pancass in Heidelberg.
unknownGeil.
SPEAKER_03Dann gibt es noch das endokrine Pancreas. Das ist der sogenannte Inselapparat. Das macht eben nur 2% aus, ist aber sehr wichtig. Wie gesagt, Endokrin bedeutet, da werden in irgendeiner Art und Weise Hormone produziert, die in das Blutsystem abgegeben werden. Und die werden im Pancreas einmal durch die sogenannten Langerhansinseln produziert. Da gibt es eine Unterteilung in A und B-Zellen. Und die A-Zellen produzieren Glucagon und die B-Zellen produzieren Insulin. Hat man ja beides schon mal gehört. Merken kann man sich das Ganze mit einfachen Wort Gabi. Eine Gabi kennt ja eigentlich jeder. Und die ersten zwei Buchstaben passen zusammen, nämlich G und A, das heißt, die A-Zellen produzieren Glucagon und dann B und I, die B-Zellen produzieren Insulin.
SPEAKER_02Ja, und die sind wichtig für die Blutzuckerregulation, deswegen bei Schädigungen vom Pankreas treten halt diese klassischen Diabetestypen auf. In welcher Form auch immer.
SPEAKER_03Genau. Und es gibt außerdem noch D und F-Zellen, das könnte man mal gehört haben, aber die sind jetzt in unserem Stadium noch nicht so relevant. Gerade für die Makro. Richtig. Ja, genau.
SPEAKER_02Und von da aus geht es dann in den Darm. Tatsächlich wäre es gelogen, wenn man sagen würde, dass in die Papilla Duodenimajor nur der Ductus pancreaticus mündet, denn da kommt noch ein zweiter sehr wichtiger Gang an, der auch Verdauungssäfte mit in den Darm gibt und das ist der Gallengang, der Ductus Choledochus. Der Ductus Choledochus kommt aus dieser Leber-Gallenblasenkonstruktion und deswegen möchten wir jetzt noch den Weg der Galle gehen und tatsächlich kommt die Galle ursprünglich aus der Leber. Die Leber ist, denke ich, eins der größten Organe im Situs, wenn nicht sogar das Größte, neben der Haut, glaube ich, sogar das Größte des Körpers und liegt im rechten Oberbauch tatsächlich noch, also im Brustkorb, also noch unter, ist noch von Rippen geschützt quasi und liegt direkt unterm Zwerschfell. Und das kann man sich so ein bisschen vorstellen als Dreieck.
SPEAKER_03Genau, dann ist im Grunde, es liegt eben hauptsächlich im rechten Oberbauch und liegt auch so über der rechten Niere und an der rechten Kolonflexur und schiebt sich ein bisschen über Magen, ja. Genau, und schiebt sich dann eben nach links gehend über den Magen drüber und ist grob unterteilbar in vier Lappen und hat einmal ganz groß den Lobus hepatis dexter, das ist eben der rechte Leberlappen und hier abgetrennt durch das Ligamentum Falci Formel, ist dann auf der linken Seite der Lobus hepatis sinister. Und es gibt noch einen Lobus caudatus und einen Lobus quadratus. Das könnt ihr euch in einem Bild mal anschauen, die sind kleiner.
SPEAKER_02Ja, genau, und die kann man so hinten so, das sind so kleinere Lappen. Also die sind auch relativ entscheidend bei dem Ganzen, die sollte man mal gehört haben. Und die Besonderheit bei der Leber, die übrigens intraperitoneal ist, die ist hinten mit der sogenannten Aria nuda, also soweit ich weiß, quasi der nackten, das nackte Gebiet.
SPEAKER_03Das heißt so, weil da kein Peritoneum ist. Und zwar ist da kein Peritoneum, weil die Leber an der Stelle mit dem Diaphragma, also mit dem Zwerchfell, verwachsen ist.
SPEAKER_02Genau. So, und da die Leber ein relativ großes und schweres Organ ist, müssen wir das gut befestigen.
SPEAKER_03Richtig. Und einmal ist diese Befestigung eben am Zwerchfell mit der Arianude und da ist es wichtig, dass man weiß, dass wenn sich das Zwerchfell bewegt, was es im Zuge der Atmung tut, dass sich die Leber dann dementsprechend mitbewegt und dass sich da die Lebergrenzen verschieben.
SPEAKER_02Genau, ja. Deswegen, wer das schon mal gesehen hat beim Arzt, quasi, wenn man die Leber tasten möchte von außen, dann kann man das nur in einer gewissen Atemstellung machen, weil dann der Leberrand sichtbar werden kann. Genau, wenn man einatmet. Genau, genau, ja. Und das mal nur so nebenbei als kleiner Fekt. Und zur weiteren Aufhängung ist zu sagen, dass es da so ein paar klassische Bänder gibt, die man kennen muss. Also quasi diese Aria Nuda wird so von diesen Bändern so ein bisschen eingefasst. Und von dieser von diesen Bändern, die halt triangulare heißen, Dexter und Sinister, weil die halt eben in einem Dreieck sitzen quasi, gehen dann nochmal zwei, drei wichtigere Strukturen von ab. Wie zum Beispiel das Ligamentum Teres hepatis oder Hepatis teres.
SPEAKER_03Genau, und dieses Ligamentum Teres hepatis hängt quasi kaudal am Ligamentum falciforme Hepatis dran und dieses Ligamentum falciform ist das, was die beiden großen Leberlappen unterteilt. Genau. Das heißt, an dieser Unterteilung hängt quasi unten noch das Ligamentum Teres hepatis dran und das enthält die verödete Vena umbilikalis.
SPEAKER_02Und das zieht halt so ganz grob von Kaudal nach Ventral, äh, von Dorsal nach Ventral. Also quasi so in diese Achse bewegt sich dieses ganze Band. Dann obendrauf gibt es noch das Ligamentum Coronarium. Dieses Ligamentum Coronarium, kann man ein bisschen merken, mit Krone sitzt halt so ein bisschen oben drauf und so weiter.
SPEAKER_03Und das ist auch mit den Ligamenta triangulare verbunden quasi. Und Richtung nach links, Richtung Milz, haben wir noch die Appendix Friprosa, auch so eine Art bandartige Struktur, die mit dem Zwerchfeld verwachsen ist.
SPEAKER_02Genau, die einfach nochmal einen weiteren Aufhängungspunkt bietet, weil halt die Leber, wie gesagt, durch die Atemextrusion schon relativ stark bewegt wird. Genau, also die Leber ist so ein bisschen besonders, weil die Leber hat quasi eine besondere Funktion, weil vorneweg sei gesagt, dass ich denke mal, die Hauptfunktion der Leber ist die Blutfilterung. Wollte ich jetzt mal behaupten, die Entgiftung. Und das ist halt eine Besonderheit, denn in der sogenannten Vena porta Portae, also quasi der Portader, Portader, wird quasi aus dem Bauchraum alles venöse Blut gesammelt und deswegen hat die Leber als zulaufendes oder zuführendes Gefäß nicht nur eine Arterie, sondern auch eine Vene.
SPEAKER_03Genau, das ist ja eine Besonderheit. Normalerweise haben ja die Organe die arterielle Versorgung, um sie mit Sauerstoff zu versorgen und dann geht die Vene zum Herzen zurück, um quasi das sauerstoffarme Blut zurückzutransportieren. Die Besonderheit hier ist, dass man ja im ganzen Darmraum und generell eben in den sogenannten unpaaren Bauchorganen, das heißt einfach nur, dass die halt nur einmal vorliegen und nicht wie die Niere zum Beispiel zweimal. In den ganzen unpaaren Bauchorganen werden ja Nährstoffe aus dem Nahrungsprei, der da durchfließt, ausfiltriert und wieder ins Blut abgegeben. Und würden dann über Venen normal zum Herzen zurückfließen, aber bevor die zum Herzen zurückfließen, wird dieses nährstoffreiche Blut über die Pfadader, nämlich die Vena porte hepatis, zur Leber geleitet, wobei die Leber nämlich ganz viele Stoffwechselprozesse macht. Und deshalb braucht sie dafür logischerweise Nährstoffe. Und deshalb fließt dieses Blut aus den unpaaren Bauchorganen, Darm etc. dann in ein zweites Kapillargebiet, nämlich das Kapillargebiet der Leber. Und das ist eine richtig große Besonderheit. Das gibt es sonst nirgends.
SPEAKER_02Genau. Und deswegen gibt es halt in der Leber auch diese klassische periportale Trias, also quasi immer drei Gefäße, die da durchlaufen und von eben der Arterie hepatica propria, so heißt halt die Arterie der Leber, und von dieser Vena porte läuft halt das Blut durch diese Hepatozyten-Schicht und wird dann von einer weiteren Zentralvene aufgegriffen und dann wieder in den großen Kreislauf abgegeben. Jetzt kann man sich natürlich fragen, was ist das dritte Gefäß, was da rumgammelt, das heißt ja einmal ein Trias. Das ist der Ductus Choledochus.
SPEAKER_03Genau, also im Grunde gibt es immer so diese drei Gefäße. Man braucht einmal die Vena Porte, die die Nährstoffe bringt, einmal die Arteria propria hepatis, die den Sauerstoff bringt. Und dann kann man sich das so vorstellen, dass dieses arterielle und venöse Blut zusammenfließt. Das nennt sich dann Sinus, wo das reinfließt. Und es gibt quasi einen Sinus oben, einen Sinus unten, also ein bisschen wie ein Sandwich. Und da drinnen gibt es zwei Schichten Hepatozyten, also Leberepithelzellen. Und zwischen diesen Hepatozyten entsteht ein neues Gefäß. Und das ist ein Gallengefäß, nämlich im Grunde ein Teil, das dann in den Ductus Holodochus fließt, heißt allerdings in dem Fall dann noch Canaliculus biliferus und durch die Hepatozyten werden die Nährstoffe etc. aus dem Blut quasi filtriert und die Hepatozyten erzeugen die Galle und die läuft in diesen Canaliculus bilifer zum Ductus bilifer interlobularis, das ist einfach ein Teil dieser Trias, also dieser drei Dingestruktur aus Arterie, Vene und eben dem Ductus Hyolodochus. Und das Ganze läuft dann aus der Leber raus als Galle. Genau.
SPEAKER_02Und diese drei Gefäße sind auch die Gefäße, die am sogenannten Hilum in die Leber einstreuen. Das Hilum ist ein Begriff, das kann man normalerweise auf jedes Einzelorgan anwenden, weil im Hilum normalerweise der Teil ist, wo die zuführenden und abführenden Gefäße sich befinden. Bei der Leber gibt es noch die Besonderheit, dass halt eben nicht alle Gefäße in diesem Hilum sind, sondern dass quasi dieses Hilum sitzt so ein bisschen kaudal an der Leber, mittig, würde ich sagen. Und dorsal treten dann diese Vena hepaticae aus, die dann, also in dieser Area nuda, die dann direkt wieder in die Vena Cava Richtung Herz einmünden. Und tatsächlich sitzt diese, sitzen diese Vena hepaticae quasi die fast direkt unterm rechten Vorhof. Also das war mir auch nicht klar, dass es direkt quasi in diesen Vorruf geht.
SPEAKER_03Und die sind auch ganz kurz. Also die Leber liegt quasi auf der Vena Cava drauf.
SPEAKER_02Und deswegen hat mir mal eine Leberchirurgin oder uns in der Vorlesung gesagt, dass wenn man die, wenn der, während der OP abreißt, dann saugt sich da Luft rein und dann ist der Patient sofort tot. Da kann man einpacken. Deswegen, das fand ich sehr beeindruckend, so dieser Fact. Zurück zur Galle. Wie gesagt, die Galle wird von der Leber produziert und soll dann natürlich am Ende im Darm landen. Deswegen läuft halt eben dieser Ductus Choledochus am Ende Richtung Duodenum. Duodenum, genau. Aber an diesem Duodenum gibt es halt eben diese Ampulla. Und diese Ampulla ist quasi der Vereinigungsort von Bauchspeichel und Galle. Oder halt eben von Pancreasekret und das, was halt eben aus der Leber kommt.
SPEAKER_03Genau, wir haben ja beim Duodenum gesagt, es gibt diese Papilla Frateri oder auch Duodenimajor und da münden sowohl der Ductus pancreaticus aus dem Pancreas mit Pancreasticet, also dem Bauchspeichel rein, und andererseits eben die Gallenflüssigkeit aus dem Ductus hepaticus oder Choledochus. Und die beiden Luctus vereinigen sich, bevor sie in die Papilladini Major einfließen, in der Regel zu einer Ampulle, also einem etwas breiteren Raum, und das ist dann die Ampulla hepatopancreatica. Darum ist auch in der Regel noch eine Muskelschicht, nämlich der Musculus sphincterodi heißt der an der Stelle. Und wenn der kontrahiert ist, dann fließt eben weder Leber noch weder Galle noch Pankreas sekret da rein.
SPEAKER_02Das ist halt eigentlich der Normalfall, weil halt nur dann Verdauungssäfte, nenne ich es jetzt mal, ausgeschüttet werden sollen, wenn auch Nahrungsfrei vorbeikommt. Das heißt, quasi nach dem Essen ist es schon sehr relevant und wenn dieser Spink da verschlossen ist, dann staut sich das Ganze halt zurück. Bei der Galle verhält sich das in der Regel so, dass dieser Rückstau relativ schnell diesen Duktus gefüllt hat und dann läuft halt die Galle in ein Reservoir ab, und zwar die Gallenblase. Und deswegen ist halt die Gallenblase in dem Sinne relevant, weil die Gallenblase quasi Galle speichern kann, weil wenn man jetzt richtig mal richtig fett gegessen hat, so richtig schönes Käse überbacken ist, so was richtig Geiles, ja, dann braucht man halt viel Galle, weil die Galle halt zum Fettabbau benötigt wird, weil die halt Fette wasserlöslich macht.
SPEAKER_03Genau, im Grunde, um da vielleicht nochmal kurz chemisch ranzugehen, die Galle enthält unter anderem Gallensäuren und die sind amphiphil. Und das bedeutet, dass sie sich sowohl in, beziehungsweise dass diese Gallensäuren eben sowohl an Fett- als auch an wasserlösliche Stoffe binden können.
SPEAKER_02Also Amphiphil heißt, dass sie polar und ähm.
SPEAKER_03Die sind polar, genau, die haben einen unpolaren und einen polaren Teil und können dementsprechend eben die Fette, die in der Nahrung vorliegen, binden und gleichzeitig sind die aber auch polar und können sich dementsprechend im Wasser lösen und mit ausgeschieden werden.
SPEAKER_02Ja, das mal als mal als kurzer Funfact. Also wie gesagt, es schaut sich zurück und landet halt am Ende in der Gallenblase und die Gallenblase macht eigentlich nicht viel, außer das Ganze nochmal ein bisschen zu dehydrieren und somit zu konzentrieren, damit halt eben möglichst gut gespeichert werden kann. Und ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer es gibt eine kleine fancy Klappe, also es ist keine Klappe, sondern eine Vorwölbung. Und die nennt sich Heisterklappe.
SPEAKER_03Genau, und die ist in diesem Ductus cysticus, der vom Ductus Chiolodochus quasi in die Gallenblase führt.
SPEAKER_02Ja, das ist nochmal quasi die Besonderheit. Dieser Abgang hat nochmal einen extra Namen in die Gallenblase.
SPEAKER_03Genau. Und diese Heisterklappe, das ist im Grunde so eine ringförmige Falte. Und wenn der intraabdominelle Druck erhöht ist, nämlich zum Beispiel bei der Defekation, dann wird die zugedrückt. Genau.
SPEAKER_02Weil es wäre ja echt schon Schwachsinn, wenn die Leber sich einen abmüht und da schön ordentlich Gall Galle produziert und dann wird es einfach beim Schiss abgegeben, ohne dass es sinnvoll ist.
SPEAKER_03Genau, weil in dem Moment verdaut man ja nicht. Genau. Ja gut, du verdaust dann am anderen Ende, aber nicht da, wo es eigentlich eben wird. Genau. Und deshalb macht es keinen Sinn, da die Gallenflüssigkeit quasi zu verschwenden.
SPEAKER_02Ja, und das ist das, was man soweit noch zu dieser Papilla wissen muss.
SPEAKER_03Ein, was noch, die Gallenblase selbst kann sich kontrahieren. Also wenn dann die Galle doch tatsächlich abgegeben werden soll, weil ihr irgendwie was Fettiges gegessen habt oder so, zum Beispiel unser Pizzastück, dann kontrahiert sich die Gallenblase und drückt die Galle aus ihr raus und dann zum Duodenum.
SPEAKER_00Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördkäfe findest. Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.
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SPEAKER_02Genau, und eben diese Lymphe wird halt eben durch ein gewisses System zurück in Blutkreislauf geführt. Und da gibt es so ein paar wichtige Dukti, Trunki, wie auch immer, die man einfach wissen und kennen sollte, weil die kann man auch finden tatsächlich. Beginnend würde ich relativ weit unten, unterm Diaphragma, relativ direkt unterm Diaphragma, die Zisternachili. Das ist so ein kleines Säckchen, also quasi eine Zysterne, die alles an Lymphe unterhalb der Riff sammelt. Also Beine, Becken, alles. Und deswegen gibt es halt ein Säckchen, weil das ist schon arg viel, deswegen muss man das ein bisschen zwischenstoppen.
SPEAKER_03Zisterne macht auch irgendwie Sinn, weißt du, weil so ein Brunnen früher wurde ja auch häufig Zysterne genannt und da wird ja im Grunde das ganze Grundwasser gesammelt und hier wird eben die ganze Lymphe aus den Extremitäten gesammelt.
SPEAKER_02Genau. Und das ist an sich einfach nur eine Erweiterung von dem Star unter den Lymphgefäßen, dem Ductus Doraticus. Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn. Und das ist quasi das Lymphgefäß, was auch ein Großteil des Körpers versorgt. Das liegt auf der Wirbelsäule, ein bisschen weiter außen und nicht ganz in der Mitte. Das ist halt so.
SPEAKER_03Ziemlich in der Nähe des Osophagos, also da haben wir den eigentlich gefunden.
SPEAKER_02Ja, genau, also da verläuft halt eben einfach lang. Und dieser Ductus doraticus verläuft halt dann Richtung Kopf und mündet dann in den linken Venenwinkel. Dieser Venwinkel wird erzeugt durch die Vena jugularis interne und die Vena subclavia. Und diese beiden Venen treffen halt in mehr oder weniger 90 Grad aufeinander und genau da in diesen Winkel mündet der halt rein. Und das ist halt dieser Ductus toracicus, der bekommt noch vom Kopf her von dem Truncus jugularis noch ein bisschen Lymphe und vom Trunchus subclavius sinister kriegt er auch noch ein bisschen Lymphe und da läuft es halt eben diesen Venwinkel und der ist halt höchst relevant, weil da halt der Großteil der Lymphe ankommt. Dann gibt es noch den Ductus lymphaticus Dexter, der versorgt quasi den restlichen Teil, der noch übrig bleibt, der bekommt Anteile vom Trunchus subclavius dexter und vom Trunchus jugularis Dexter. Und deswegen kann man sich jetzt relativ gut vorstellen, wenn man sich einen Koordinatensystem mit dem Nullpunkt auf das untere Ende des Sternums legen würde. Wenn man sich jetzt den rechten oberen Quadranten von sich aus, also seinen eigenen rechten oberen Quadranten anschaut, dann ist das der einzige Quadrant, der von eben diesem Ductus lymphaticus dexter trainiert wird. Der ganze Rest kommt durch den Ductus thoracicus in den Venendwinkel. Das heißt, quasi drei Viertels der Fläche quasi wird durch den Ductus thoracicus trainiert. Und das ist halt einfach was, was man grundsätzlich einfach mal drauf haben muss. Aber in meinen Augen sind nur der Ductus tauracicus mit der Zisternachili, dann vielleicht noch der Ductus lymphaticus Dexter und die Trunkiugularis und die Trunki subclavi I relevant und alles andere ist halt einfach ein bisschen viel für die Makro. Aber das solltet ihr schon wissen und das ist der wichtige Teil des Lymphgefäßsystems.
SPEAKER_03Was auch ganz gut zu wissen ist, sind so typische Punkte, wo Lymphknoten auftreten. Also zum Beispiel, wenn man Richtung Achselhöhle geht.
SPEAKER_02Achselhöhle, ich glaube, ein Becken, so unterm Kinn sind auch relativ viele. Genau, auch im Inguinalbereich. Genau. Ja, das meinte ich mit Becken, genau, ja. Also ganz ehrlich, da wo einem früher der Kinderarzt immer mit seinem kalten Zeigefinger voll reingeröhrt hat. Genau, das stimmt. Ja, weil da werden halt Lymphknoten gefüllt. Genau, und diese Lymphknoten, die hängen halt im Lymphsystem drin und da gibt es verschiedene Organe, die gewisse Aufgaben haben und deswegen mehr oder weniger relevant sind beim Ganzen.
SPEAKER_03So, das heißt, wir hatten ja jetzt gesagt, einmal die erste wichtige Aufgabe des Lymphsystems ist der Transport, diese interstiziellen Flüssigkeit, die eben nicht von der venösen Seite der Kapillaren wieder aufgenommen wird, von diesen 10 Prozent. Eine zweite wichtige Aufgabe ist der Lipidransport. Und drittens, was besonders relevant ist, sind die Abwehrmechanismen, die vom Lymphsystem eben übernommen werden. In die Lymphe an sich gelangen eben im Bereich des Intestitiums auch Mikroorganismen und Fremdstoffe. Und die werden quasi, ich finde, man kann sich das so ein bisschen vorstellen, als ob die Lymphe dann untersucht wird. Dafür gibt es einmal die primär lymphatischen Organe, nämlich das Knochenmark und den Thymus. Die stellen B- und T-Lymphozyten her, kann man sich einfach merken, B-Lymphozyten wie Bone Marrow, also Knochenmark, SAB und die T-Lymphozyten eben vom Thymus. Und dann gibt es auch die sogenannten sekundärlymphatischen Organe. Und dort kommen die reifen Lymphozyten, die in den primär lymphatischen Organen produziert wurden, danach hin. Das sind einmal die überall im Körper verteilten Lymphoknoten und andererseits ist ein wichtiges sekundärlymphatisches Organ die Milz. Die Milz ist eine große Besonderheit, die ist auch in den Blutkreislauf eingeschaltet und hat neben der Funktion durch die Lymphozyten, die dort sind, was zum Beispiel so in Richtung geht, Antigenerkennung, die erkennen, wenn da eben irgendwelche Fremdstoffe in der Lymphis sind etc. und leiten dann die Abwehrmechanismen ein. Daneben hat die Milz noch eine andere Funktion und das ist die sogenannte Blutmauserung. Das heißt, dort werden einfach alte Erythrozyten, also rote Blutkörperchen und auch Thrombozyten, also Blutblättchen, abgebaut. Und damit bleibt das Blut quasi jung, beziehungsweise wird eben immer wieder neue Blutzellen produziert und alte werden eben in der Milz abgebaut. Genau.
SPEAKER_02Eine weitere Besonderheit, die ich finde, ist, dass die Milz als einziges mir bekanntes Organ zwei Namen hat. Und das führt oft zu Verwirrung, wenn man das nicht weiß, dass die Milz halt entweder Splen oder Lien ist. Das muss man einfach wissen. Gerade in der weiteren Benennung fällt es gleich bestimmt nochmal ein bisschen auf. Was auch besonders ist, dass die Milz eines der weichesten Organe ist, die man kennt. Deswegen gibt es halt eben auch wenige OPs, bei denen die Milz repariert werden kann, sondern das sind meistens wird es halt rausgenommen, weil man kann es nicht nähen. Deswegen gibt es halt Milzentfernungen. Und die Milz wird ganz oft als Kaffeebohne beschrieben, weil sie halt eben dieselbe Form und Farbe hat. Und so kann man sich das Ganze so ein bisschen aufbauen. Die Milz liegt auch intraperitoneal, wie auch Leber und nicht Bauchspatidrüse, sondern nur Leber. Hatten wir ja. Und die ist ja auch aufgehängt an ein paar Bändern. Einmal an die Niere, den Darm und den Magen, sprich Ligamentum spleno renale, splenocullicum und splenogastricum. Sollte man mal gehört haben. Sie liegt im Allgemeinen, dem linken Oberbauch, auch unter des Zwerschfells. Eine weitere Besonderheit ist eine bindegewebige Kapsel. Diese bindegewebige Kapsel ist sehr hart und überhaupt nicht elastisch. Und deswegen gibt es da dieses Bild der zweizeitigen Milzruptur. Das ist eigentlich ganz spannend, denn wenn man durch ein Trauma quasi seine Milz reißt, also quasi das Primärorgan, dann fängt es logischerweise an zu bluten, weil wie Tim sagte, das sehr gut durchblutet ist. Aber das Blut geht nicht direkt quasi in die Bauchhöhle ein, weil halt diese Kapseltraum herum ist. Deswegen gibt es quasi dann so starke Schmerzen, Druckschmerzen und dann gibt es nochmal einen sehr starken, kräftigen Schmerz und dann einen nachlassenden Schmerz. Weil bei diesem kräftigen Schmerz quasi diese Kapsel reißt und dann diese Spannung ein bisschen weggenommen wird und das als Linderung empfunden wird, ist es halt nicht, weil dann wird es quasi nur noch schlimmer. Aber das ist eigentlich auch ganz spannend, da kann man auch mal mit protzen während der Prüfung, mit dieser zweizeitigen Milzruptur.
SPEAKER_03Bei der Milzruptur verblutet man übrigens, also wenn das nicht sehr schnell behandelt wird.
SPEAKER_02Weil halt eben so viel Blut durchfließt. Denn das Hium der Milz, das möchte ich jetzt kurz schon mal vorweggreifen. Ich meine, die Durchblutung der Organe kommt später nochmal, aber hier ist es ganz deutlich, dass die Arterie und Vene in manchen Krankenhäusern als Splenika und in manchen als Lienalis bezeichnet wird. Also ich habe beides schon erlebt werden, meinen Pflegepraktika. Deswegen sollte man sich ganz klar im Kopf halten, dass wenn einen der Prüfer nach der Arteria Lienalis fragt, dann meint er auch die Splenika, aber es ist halt das Gleiche.
SPEAKER_03Ja, generell wird euch auch auffallen, es gibt voll häufig dann klinische Begriffe, die ein bisschen anders sind als die anatomischen.
SPEAKER_02Genau. Und als zweiten Funfact zu den Gefäßen voraus schon mal ganz spannend. Wir hatten gerade darüber gesprochen, dass die Milz an der Artenexkursion passiv beteiligt ist, weil sie sich halt an dem Zwerchnell mitbewegen muss. Und deswegen sind es halt die Gefäße der Milz so ein bisschen geschlängelt. Das sieht so ein bisschen aus wie so eine, also nicht wie eine Krampfade, aber fast schon, finde ich. Wenn man es so sieht.
SPEAKER_03Ja, halt so ein bisschen Spiralförmig quasi.
SPEAKER_02Genau, weil sich die Gefäße halt mit ausdehnen müssen, wenn sich das Zwerch bewegt. Weil ansonsten will die halt abreißen und praktisch, ja.
SPEAKER_03Ja, das gibt es immer mal bei Organen, die irgendwie sich eben bewegen oder verschieblich sind, dass die Gefäße dann ein bisschen länger sind, damit man diese Bewegung auch mitmachen kann.
SPEAKER_02Genau. Jetzt final nochmal erleuchten möchten, ist eine relativ topografische Besonderheit, die eben durch unsere heutigen drei Organe und noch den Magen gebildet wird, die sogenannte Bursa Omentalis. Die ist eine der größten Bauchlücken.
SPEAKER_03Das ist tatsächlich der größte Spaltraum des Peritonealraums.
SPEAKER_02Genau, habt ihr vorhin herausgefunden.
SPEAKER_03Und dementsprechend wirklich wichtig. Vor allem, wenn man sich jetzt die Lage des Pankreas nochmal überlegt. An das Pankreas kommt man chirurgisch nämlich wirklich schlecht ran. Da liegen laute Organe davor, da liegt der Magen davor, die Leber so ein bisschen. Auf jeden Fall kommt man da schlecht ran und die Bursa Omentalis ist da ein wichtiger Zugangsweg.
SPEAKER_02Genau. Und also der ganze Trick bei der Bursa Omentalis ist eigentlich, sich zu merken, durch welche Wände das Ganze begrenzt wird, weil dann hat man das relativ schnell drauf. Also quasi die Vorderwand wird durch das Oumentum Minus, den Magen, das Ligamentum Gastrocolicum und das Kolon Transversum gebildet, also sprich quasi durch Magen und Kolon und die Verbindungslinien dazwischen. Kaudal geht es dann weiter mit dem Meso vom Kolon Transversum, das ist quasi so der Boden des Ganzen. Dorsal ist dann eigentlich nur noch Pancreas und Rumpfand, also die ganzen Gefäße, die halt rumlaufen. Und halt Pankreas, quasi das Objekt der Begierde in unserem Fall. Und dann ist es Granial eigentlich nur noch Leber. Die hängt da so ein bisschen drüber, rechts ist auch noch Leber und links sind halt unsere Milz. Also rechts Leber, links Milz und obendrauf auch noch Leber. Und wenn man das halt drauf hat, dann weiß man, welche Wende die Bursa Omentalis hat. Und dann weiß man quasi, was die Bursa Omentalis ist.
SPEAKER_03Wie die aufgebaut ist, genau. Und dann ist natürlich die letzte Frage, die man sich dran stellen muss, wie kommt man jetzt in die Bursa Omentalis rein? Also was hat man für Zugänge? Da gibt es einen natürlichen Zugang, das ist das sogenannte Foramen Oumentale. Das ist so ein bisschen ja quasi von oben links, würde ich sagen, kommt man da rein. Oder man kann eben auch durch die Bandstrukturen reingehen, da hat Leo ja drei genannt. Also einmal durch das Ligamentum gastrokolicum oder durch das Mesocolon Transversum oder auch durch das Omentuminus.
SPEAKER_02Genau, aber da muss man halt irgendwas aufschnippeln. Und durch das Foramen könnte man einfach ohne irgendwas zu verletzen reingehen.
SPEAKER_03Und dementsprechend dann am Pancreas operieren.
SPEAKER_02Genau. Und damit möchten wir quasi einen runden Abschluss unserer Folge geben über die drei restlichen Bauchorgane. Ich hoffe, es hat euch gefallen, hat euch was genützt, ihr habt die Verdauung jetzt verstanden. Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß bei der Prüfungsvorbereitung und hoffentlich hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Tschüss. Bis bald.
SPEAKER_03Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
SPEAKER_01Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.