Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast

ANA Rumpfwand + Synopsis

Team Situs Inversus

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 36:07

Schreib uns einfach xD

BWA 5: Hieb- und stichfest

- In jedem guten Drama wird beim großen Finale jemand erstochen! - so auch gerne im Physikum...
Neben der Rumpfwand liefern wir euch oben drauf die "Must-Haves" unter den topografischen Highlights. Das i-Tüpfelchen bilden spannende Fun-Facts aus der Klinik, die euer Wissen vertiefen und festigen. 


Kapitel:

(00:00) - Rumpfmuskulatur

(11:30) - klinische Bezüge

(24:07) - Topographie obere Extremität

(31:42) - Klinik untere Extremität


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SPEAKER_03

Auf jeden Fall kommt aus der hinteren Wurzel generell, da verlaufen die sensorischen Bahnen, also das, was man führt. Zum Beispiel, wenn ich jetzt Leo im Oberamt zwicke, dann kommt das im Danke.

SPEAKER_06

Dann kommt das, indem ich hier behandelt werde. Ja, hallo, wir sind Situs Inversus, euer Falkini-Podcast, und melden uns zur letzten Folge zu Extremitäten. Wir möchten das machen, was übrig geblieben ist, sprich die Brustkorbmuskeln, und danach noch ein bisschen was zusammenfassen, was das Ganze so ein bisschen spannender machen soll und die ganzen Sachen, die wir jetzt gelernt haben, mal ein bisschen in die Praxis rufen. Und das waren tatsächlich bei uns Sachen, die auch gefragt wurden. Und selbst wenn sie nicht gefragt werden, ist es cool zu wissen, weil das halt zeigt, dass ihr euch wirklich mit der Materie befasst habt und es sich einfach nur stumpf auswendig gelernt habt.

SPEAKER_05

Ganz kurze Werbung.

SPEAKER_01

Gerade beim Faktenlernen habe ich immer wieder mal so richtig Motivationsprobleme. Und meine Methode to go ist es deswegen, abwechselnd verschiedene Kanäle anzusteuern. Den FallClinic-Podcasts gibt es also auf die Ohren und Meditrix bietet den perfekten visuellen Input aus Merkbildern und Erklärvideos. Und das löst jetzt nicht nur mein Motivationsproblem, sondern verknüpft auch noch diese Lerninhalte und führt deswegen nachhaltig zum Erfolg. Und vor allem in Kombi mit dem 30 bzw. 50 Tage Physikumslernplan bietet Meditrix eigentlich den perfekten Begleiter durch die Vorklinik.

SPEAKER_05

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SPEAKER_03

Ja, also nachdem wir uns jetzt mit Leos Spundekäs.

SPEAKER_06

Geile rein herzliche Sache, kann ich jeder mal stärken.

SPEAKER_03

Können wir auch beginnen mit der Rumpfmuskulatur.

SPEAKER_06

Genau, mit dem Brustkorb. Von oben nach unten macht das Ganze, glaube ich, am einfachsten. Ich glaube, ganz am Anfang sollte man den Muskel erwähnen, den ich noch nie gesehen habe, den ich auch nicht so wichtig fand, diesen Transversus Thorazis, so quasi von innen am Sternum, halt aus mit der Atmung zu tun, war jetzt aber bei mir in der Prüfung nie ein Thema.

SPEAKER_03

Der geht ja im Grunde einmal über den gesamten Rumpf vorne, ne?

SPEAKER_06

Genau, ja. Aber war jetzt für meine Prüfung noch nie so relevant, aber. Nee, man kommt auch oft gar nicht bis da runter. So ist es. Gut, dann als nächstes denke ich, am wichtigsten sind die Interkostalmuskeln. Externus, internus, muss man wissen, weil da auch so ein paar Besonderheiten mit drin sind. Die verbinden die Rippen, das kann man, glaube ich, so schon mal sagen. Und man muss sich halt nur merken, welcher von wo nach wo verläuft.

SPEAKER_03

Genau, also ich habe mir das immer gemerkt mit quasi einer Art Haus. Also wenn es ein Hausdach gibt, also wenn ihr das mit euren Händen macht, dann habt ihr die Verlaufsrichtung von den internen, also von den internen Interkostalmuskeln. Und wenn ihr dann eure Finger quasi zusammenklappt, dann wisst ihr auch, in welche Richtung die ziehen. Und dementsprechend zieht dann halt, ziehen die internen Interkostalmuskeln die obere Rippe zu der darunterliegenden und senken damit den Brustkorb. Und damit wird der Brustkorb eben verkleinert und man hat eine Expiration. Und andersrum, wenn ihr euch die externen anschaut, dann müsst ihr halt die Hände mit den Fingerspitzen so schräg nach unten drehen und so ein Dreieck bilden. Und dann weiß man, dass die externen Interkostalmuskeln im Grunde die Rippen nach oben ziehen und dadurch für eine Vergrößerung des Brustkorbs sorgen und eine Inspiration.

SPEAKER_06

Ja, bei den externen, die habe ich mir immer gemerkt, die Außenhosentaschen, weil wenn man quasi in seine vorderen Hosentaschen, seine Hände reinsteckt, dann zeigen die so, wie die Externosmuskeln verlaufen. Also quasi von unten vorne nach oben hinten.

SPEAKER_03

Genau, ja.

SPEAKER_06

Ja, und das ist halt auch so was, was ganz Nettes. Was man noch wissen muss bei den Externus-Muskeln, dass die verlaufen nur da, wo Knochen ist. Das heißt, in der Mitte, aber im Sternum, wo quasi die Rippenkorblich werden, sind keine Externusmuskeln mehr.

SPEAKER_03

Genau, aber die Internos sind noch da. Und da wurde auch im Physikum eben schon mal gefragt, was passieren würde, wenn man jetzt direkt neben einem Sternum einen Messestich bekommen hätte, was da verletzt sein könnte. Und dann sind eben die externen Interkostalmuskeln nicht dabei.

SPEAKER_06

Genau, dafür ist es aber hinten an der Wirbelsäule genau umgekehrt, dass in der Wirbelsäule die internen weg sind und nur noch die externen vorhanden sind. Das ist sowas, das muss man sich mal anguckt, muss man sich quasi merken, dass die externen eher hinten sitzen und die internen eher vorne. Muss man sich einfach mal gemerkt haben, ist ganz wichtig. Wenn wir jetzt mal ganz smooth überleiten, quasi die externen Verlaufen. Genauso im Brustkorb wie im Bauch.

SPEAKER_03

Genau. We have ja auch Bauchmuskeln. Wir werden ja ganz gerne trainiert.

SPEAKER_06

Der eine oder andere hat sie, ich hab sie nicht.

SPEAKER_03

Das, was man als Sixpack sieht, liegt gar nicht ganz außen. Sondern ganz außen hat man erstmal den Musculus obliquus externus abdominis. Und der verläuft eben genauso wie die externen Interkostalmuskeln. Also wieder, wenn man sich quasi einen Dreieck vorstellt. Die Spitze unten und die beiden Seiten sind so die Verlaufsrichtung des Muskels. Und darunter liegt der Musculus obliquus internus abdominis. Der bildet wieder quasi dieses Hausdach, wenn man sich so vorstellt. Also die Dreiecksspitze geht nach oben. Dann hat man da die Verlaufsrichtung. Und darunter liegt dann der Musculus rectus abdominis. Und der hat diese Szenenscheiden zwischen seinen verschiedenen Abschnitten. Und ja, eigentlich hat man da auch, wenn der richtig gut trainiert, ist kein Sixpack, sondern eher acht oder zehn?

SPEAKER_06

Ja, acht oder zehn, je nachdem, wie die restlichen Muskeln so trainiert sind. Also es sind theoretisch zehn, aber ich glaube, man sieht, man sieht meistens nur acht.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_06

Genau, und dann ganz unten drunter ist dann noch der Transversus Abdominis. Das heißt, wir fassen zusammen einen geraden, einen transversen und zwei Schräge.

SPEAKER_03

Genau. Und damit ist, wenn man es sich so vorstellt, dein Bauch sind ja die ganzen Organe und irgendwie müssen die ja gut festgehalten werden und damit hat man quasi eine Strebe in jede Richtung.

SPEAKER_06

Ja, genau, also ich stelle mir es gerne vor, wie ein Kompass oder ein Rad. Das heißt, der Einfachkeit halber nimmt man den Bauchnabel als Mittelpunkt und dann habe ich quasi in jede Himmelsrichtung eine Zuglinie, quasi nach Norden und Süden den Rektus und nach Westen und Osten den Transversus und dann nochmal immer zwischendrin nochmal ein Kreuz. Einmal von dem Internus und dem Externus.

SPEAKER_03

Genau, also von den Schrägen eben. Genau. Obliquus heißt übrigens auch schräg. Da kann man sich das vielleicht ganz gut merken.

SPEAKER_06

Die sollte schon Therm gehabt haben, aber der eine oder andere hat es vielleicht wieder vergessen, verdrängt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Genau, und wenn man sich das vorstellt mit diesem Kreuz, dann kann man sich auch sehr leicht herleiten, welcher Muskel was macht. Also wenn ich den Bauchnabel als Aufhängpunkt nehme und ich einfach mir diese acht Ecken als Fäden vorstelle, wie unsere Kobolde, die wir schon mal hatten, und ich ziehe einfach an den Faden, dann kann ich einfach gucken, wie folgt der Rest des Körpers. Ja, da müssen wir nicht viel drüber reden, muss man sich einfach mal klar machen, ist, glaube ich, relativ simpel.

SPEAKER_03

Genau, also dazu einfach wissen, man kann den rechten und linken Obliquus Externus abdominis zum Beispiel, kann man separat sehen. Also kann sich nur der Rechte oder auch nur der Linke verkürzen. Und wenn wir jetzt zum Beispiel sagen, der Obliquus externus abdominis rechts und der Obliquus internus abdominis rechts verkürzen sich, dann dreht sich halt der Oberkörper nach rechts. Genau.

SPEAKER_06

Aber das kann man sich klar machen, das ist nämlich relativ simpel, wenn man drüber nachdenkt. Die Besonderheit, die es noch gibt, ist die sogenannte Rectuscheide, die sollte man sich nochmal klar machen, weil es ist ja logisch, dass wenn man sich jetzt diese Rumpfmuskeln so ein bisschen als Becher vorstellt und ich von oben die Organe reinstopfe, dass unten am Becherboden mehr Gewicht auszuhalten ist als oben quasi da wohl. Genau, da ist einfach der Druck höher. Genau. Und deswegen gibt es quasi ab der Linea-Akuata, ohne R in der Mitte. Arcuata, ich sage das immer falsch, eine kleine Verdrehung der Aponeurosen, also quasi der Ansatz denen. Weil wenn man sich das überhalb anschaut, dann ist logischerweise der Rektus in der Mitte und die drei, ich nenne es mal äußeren Bauchmuskeln, die bilden zwei Aponeurosen. Die eine Aponeurose liegt ventral vom Rektus und die andere Aponeurose liegt dorsal. Das heißt, der nimmt.

SPEAKER_03

Und die eine teilt sich auf. Also der Rektus hat ja so eine Scheide um sich hinterher.

SPEAKER_06

Ja, genau, ja. Und quasi diese Aufteilung habe ich somit eine Gleichverteilung der Aponeurosen ventral und dorsal von diesem Rektus.

SPEAKER_03

Genau, es gibt drei Aponeurosen von den drei anderen Bauchmuskeln und die verteilen sich dann quasi vorne und hinten gleichmäßig.

SPEAKER_06

Außer unterhalb dieser Linear Acuata. Da brauchen wir halt einfach ein bisschen festeren Zug und ein bisschen besseren Zusammenhalt. Deswegen haben wir da quasi eine Neuordnung von diesen Aponeurosen.

SPEAKER_03

Genau, und die gehen dann im Grunde alle vor den Rectus abdominis. Ja. Und hinter dem ist dann nur noch eine Faszien. Genau, ja.

SPEAKER_06

Also irgendwas, was nicht so wirklich viel Zug hat. Und dadurch kann man halt eben einfach so eine Art Becher unten bauen, um das Ganze gut und fest zuzuhalten. Als letztes wichtiges Merkmal sollte man noch, denke ich, die Linea Alba nennen, dass man sie mal gehört hat. Also quasi die weiße Linie, die, glaube ich, jeder kennt, der schon mal so ein Modell in Körperwelten gesehen hat. Quasi, die einmal von dem Spitze des Sternus bis an diese Füße geht, also quasi einfach einmal diese weiße Linie.

SPEAKER_03

Das, was im Sixpack in der Mitte von oben nach unten ist. Ja, auf jeden Fall. Und die wird manchmal vom Musculus pyramidalis gespannt. Das ist so ein Muskel, der aber auch nicht bei jedem vorkommt. Kann man mal sehen. Das ist nicht relevant in meinen Augen. Ist nicht wirklich relevant.

SPEAKER_06

Naja. Gut, haben wir das auf jeden Fall geklärt. Soweit jetzt schon mal zu den Rumpfmuskeln. Jetzt ist nur die letzte Frage. Das hatten wir letzte Folge schon mal erwähnt, wie das Ganze innerviert wird. Sollte man sich auf jeden Fall nochmal angucken.

SPEAKER_03

Genau. Also die ganzen Rumpfmuskeln werden von Nervi Intercostalis innerviert. Was das genau ist, würde ich dann gleich nochmal drauf kommen. Aber wir haben ja in der letzten Folge über den Nervus Iliohypogastricus und Ilio Inguinalis gesprochen. Und da gesagt gab, dass die auch Anteile vom Obliquus internus abdominis und vom Musculus transversus abdominis innervieren. Genau. Aber auch die werden eben auch unter anderem extra noch von Interkostalmuskelnervenerviert. Und da kommen wir gleich nochmal drauf.

SPEAKER_06

Richtig. Jetzt bilden diese Bauchmuskeln so eine Stelle für klassische Verletzungen oder Traumata, die eigentlich fast jeder schon mal gehört hat, die sogenannten Hernien. Und diese Hernien sind auch im Klinikalltag relativ wichtig, weil die können halt auftreten, wenn man zu viel Belastung auf diesem Becher, wie man es jetzt mal nennen sollte, hat. Und das muss man sich einfach klar machen, was das ist und wie es entsteht, weil das kann man auch einfach super gut mal anführen bei so einem Thema, wenn man das gefragt wird.

SPEAKER_03

Genau, das wurde ich, glaube ich, auch in der Prüfung gefragt. Es gibt dann generell am Bauch einfach Schwachstellen, die zum Teil angeboren sind, zum Teil auch erworben sein können. Und eine Hernie ist im Grunde immer gleich aufgebaut. Man hat diese Schwachstelle, das ist dann die Bruchpforte, da schiebt sich die Herne durch und es gibt in der Regel dann eine innere Bruchpforte und eine äußere Bruchpforte und dann hat man einen Bruchsack. Das ist so die innere Auskleidung der Härne und die umgibt einfach den Inhalt. Und dieser Bruchinhalt, ähm, ja, das ist meistens irgendwie ein Teil vom Darm oder so.

SPEAKER_06

Das, was halt gerade in der Nähe liegt. Ja, das, was halt gerade in der Nähe liegt, was halt da so ein bisschen rausploppt.

SPEAKER_03

Genau. Und dieser Bruchsack, der den Bruchinhalt umgibt, ist normalerweise Peritoneum und was das ist, das lernt ihr erst bei Situs.

SPEAKER_06

Genau, ja. Und ich glaube, der Klassiker, den man schon mal gehört hat, sind Leistenhernien. Also quasi, wenn halt da an dieser an der Leiste, an diesem Ligamentum inguinalis halt Durchbrüche passieren, weil das halt eben quasi die Spitze oder der Boden unseres Bechers ist, wenn wir dabei bleiben wollen. Und da gibt es halt eben diesen Leistenkanal, diesen Anulus inguinalis, durch den quasi die Sachen, die im Bauch sind, die aber nach außen gehören, zum Beispiel klassisch, jetzt bei mir persönlich, der Funiculus spermaticus.

SPEAKER_03

Genau, und auch der Musculus chemasta, zum Beispiel. Genau, die ganzen Sachen da drin.

SPEAKER_06

Die, die kommen quasi durch diesen Anulus. Und da gibt es halt eben diese, durch den Kanalis. Anulus ist ja die Öffnung, durch die Canalis, genau. Und diese Anulus superficialis, also quasi die äußere Öffnung, oberflächliche äußere Öffnung, die ist halt eine sehr, sehr gute Bruchforte für so einen Leistenhernien-Vorfall.

SPEAKER_03

Genau, weil man da eben natürlicherweise schon eine Schwachstelle hat.

SPEAKER_06

Und da kann man auch glänzen, da gibt es quasi eine direkte und eine indirekte Hernie. Das heißt, wenn das in diesen Puniculus spermaticus reinploppt, dann ist es eine indirekte Hernie und wenn es dran vorbeiploppt und quasi einen extra Bruchsack bildet, dann ist es eine direkte Hernie. Und das kann man sich einfach mal merken, ist eigentlich ganz cool, ist auch soweit nicht gefährlich. Es wird nur dann gefährlich, wenn quasi Gefäße abgeknickt werden.

SPEAKER_03

Genau, oder wenn man einen Ilios hat, also einen Darmverschluss zum Beispiel.

SPEAKER_06

Aber das merkt man beim Patienten doch schon relativ aggressiv normalerweise. Also das ist das merkt man. Das tut hölllich weh.

SPEAKER_03

Und in der Regel kann man diese Hernien tatsächlich auch wieder reponieren, also wieder zurück in den Bauchraum stopfen. Und normalerweise wird man dann halt operiert und dann wird ein Netz drüber gemacht. Dann ist es wieder gut.

SPEAKER_06

Aber wichtig ist halt auch bei der OP, das hatte ich schon mal erwähnt, dass dieser Nervus ilio inguinalis da sehr, sehr gefährlich langläuft. Und wenn man ihn halt eben verletzt oder annäht oder was auch immer, kann das echt Riesenschmerzen geben. Und deswegen möchte ich das mal ganz smooth überleiten zu unserem nächsten Thema und zwar, was ist ein Nerv überhaupt? Wo kommt der her? Und was kann der, was macht der und so? Und das hat sich Tim mit höchster Inbrunst vorbereitet.

SPEAKER_03

Ich fand immer das beim Plexus brachialis oder Plexus Nombalis und so weiter ja schon irgendwie einleuchtend, aber ich finde es irgendwie interessant zu wissen, wie überhaupt diese Plexus entstehen und ja, wo unsere Nerven hinführen, wo die wirklich herkommen. Und nicht nur zu wissen, welche Muskeln die quasi innervieren. Und dazu muss man erstmal zum Rückenmark zurückgehen. Das kann man sich vorstellen, so ein bisschen wie so ein Schmetterling, der verschiedene Hörner hat. Die obere Spitze ist quasi hinten Richtung Rücken, also dorsal, und die Vorderspitze, also das Vorderhorn, ist ventral. Und es gibt dann noch einen Seitenhorn, das ist aber nur fürs vegetative Nervensystem wichtig. Auf jeden Fall kommt aus der hinteren Wurzel generell, da verlaufen die sensorischen Bahnen, also das, was man fühlt. Zum Beispiel, wenn ich jetzt Leo im Oberarm zwickt, dann kommt das im hinteren Wurzel an und wenn Leo sein Bizeps anspannt, kommt das aus der vorderen Wurzel gegen motorische Efferenz. Und die Fasern, die aus der hinteren und vorderen Wurzel kommen, die vereinigen sich im Spinalnerv. Dieser Spinalnerv ist nur so ein kurzer Abschnitt, aber da werden diese sensorischen und motorischen Fasern einfach vermischt. Und dann zahlt sich das Ganze wieder in zwei Äste auf. Einen hinteren Ast, der interessiert uns jetzt nicht so, und einen vorderen Ast. Und dieser Ast hat jetzt sensorische und motorische Anteile. Also er kann einerseits irgendwie Muskeln bewegen, andererseits kann er aber auch Gefühle bzw. Reize auf der Haut oder so weiterleiten. Und jetzt vereinigen sich diese ventralen Äste von verschiedenen Spinalnerven. Es ist ja so, jedes, man hat ja auf jedem Rückenmarksegment bzw. bei jedem Wirbelkörper ein Rückenmarkssegment und für jedes Rückenmarkssegment dann einen Spinalnerven. Genau, und die vorderen Äste aus dem Spinalnerven, die von verschiedenen Rückenmarkssegmenten stammen. Es gibt ja für jeden Wirbelkörper quasi ein Rückenmarkssegment und jedes Rückmarkssegment hat einen Spinalnerven und jeder von diesen Spinalnerven hat einen vorderen Ast und die verkreuzen sich dann miteinander und tauschen Fasern aus und bilden dann die sogenannten Plexus. Und da gibt es einige. Da gibt es von C1 bis 4 den Plexus cervicalis, dann, was jedem bekannt ist, von C5 bis TH1, den Plexus brachialis, dann den Plexus lumbalis, TH12 bis L4 und von L5 bis S4 den Plexus sacralis. So, jetzt ist euch klar, dass aus den verschiedenen Plexus dann die tatsächlichen peripheren Nerven rauskommen, die dann letztendlich die Muskeln versorgen an der oberen und unteren Extremität. Was aber übrig geblieben ist bisher, sind die Segmente von TH1 bis TH12, also die ganzen Segmente im Brustbereich. Und da gibt es jetzt keinen Plexus, sondern da gibt es die sogenannten Interkostalnerven. Und die heißen so, weil die tatsächlich einfach zwischen den Kosten, also zwischen den Rippen liegen.

SPEAKER_06

Könnte einem auffallen, dass es sie nur da geben kann, weil es nur da Rippen gibt.

SPEAKER_03

Richtig. Und es gibt einen, der liegt unter den Rippen, der ist dann subkostales, das ist quasi der zwölfte. Ja, gut. Und die enervieren letztendlich einfach die Bauchmuskulatur. Ja, top.

SPEAKER_06

Einfache Sachen, ich mag einfache Sachen.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_06

Genau, und damit, ähm. Ja, was ich dann noch ganz sagen möchte, was ich ganz cool finde, habt ihr vielleicht auch schon mal gehört, dass wenn jemand so Luft im Postkorb hat muss, muss man das so punktieren, so ein quasi ein Pneumotorax muss man punktieren mit so einem, quasi mit so einer dicken Nadel. Und worauf ich hinaus will, ist, dass man sich merken kann, dass die Rippen sind aufgebaut wie ein Keller. Das heißt, wenn ich im Keller stehe, dann sind die Rohre an der Decke. Das heißt, wenn ich mir meine Interkostalräume als Keller vorstelle und ich stelle mich jetzt auf die Rippe, auf die untere, als Boden, dann sind alle Gefäße, Nerven, Leitungen, was auch immer an der Decke. Das heißt quasi, auch wenn ihr preppt, dann findet ihr, dass ganz immer unter der Rippe befinden sich die Gefäße. Direkt unter der Rippe kommt sie. Halt auch ein Schutzfaktor auf jeden Fall, aber es ist eigentlich ganz cool. Und somit sind das quasi die Interkostalnerven.

SPEAKER_03

Genau, wichtig bei der Punktion. Und jetzt haben wir ja geklärt, was dieser ventrale Ast vom Spinalnerven macht. Und dann könnt ihr jetzt noch die Frage auftauchen, was der dorsale Ast macht.

SPEAKER_06

Tim, was macht der dorsale Ast?

SPEAKER_03

Und der dorsale Ast, der führt hauptsächlich zur autoktonen Rückenmuskulatur. Und das ist im Grunde Rückmuskulatur, die wir jetzt nicht im Detail können mussten, die deshalb so ist, weil sie im Grunde in der Entwicklungsgeschichte des Menschen immer am selben Ort geblieben ist, während die anderen Muskelgruppen zum Großteil einfach gewandert sind und dann auch ihre Innervation mitgenommen haben. Genau. Und die autochtone Rückmuskulatur ist einfach am Rücken geblieben und wird immer noch von den dorsalen Ästen aus den Spinalnerven innerviert. Und damit haben wir eigentlich auch alle Nerven geklärt, die es so in der Peripherie gibt.

SPEAKER_06

Ja, super easy. Jetzt habt ihr das auch schon mal gelernt. Das Ganze kommt bei Kopfhals nochmal, zumindest in unserem Podcast. Und deswegen ist es nicht schlimm, wenn es nicht ganz gerafft hat. Ich habe es am Anfang auch nicht verstanden. Ich habe es versucht, habe es noch nicht gerafft, aber das kommt irgendwann nochmal. Weißt du halt, irgendwann wird es prüfungsrelevant. Dieses Mal ist es nicht. Es ist nur cool zu wissen, damit man das Ganze so ein bisschen zusammenführen kann. Weil irgendwann kommt halt dieser Aha-Moment, wo alles Sinn macht.

SPEAKER_03

Genau, es gibt ja diese ganzen verschiedenen Plexion. So es und die hängen alle zusammen.

SPEAKER_06

Genau. Jetzt abschließend wollten wir nochmal drauf eingehen, auf so klassische Beispielerkrankungen, die oft auch mit Nervenschäden zu tun haben. Was uns da als allererstes genannt wurde, war die, war die Scapula Alata. Also Scapula ist logisch, aber was heißt Alata? Es hat was mit, ich glaube, Flügel zu tun, um ehrlich zu sein.

SPEAKER_03

Ja, Alla ist, glaube ich, der Flügel.

SPEAKER_06

Genau. Weil die Scapula absteht wie ein Flügel. So, jetzt fragt man sich, wie kommt das zustande? Die Scapula wird ja nur von Muskeln am Oberkörper gehalten. Das heißt, ohne Muskeln fällt der Arm ab, auf gut Deutsch. Und jetzt ist die Frage, es geht da um die Mago Medialis, die absteht. Und jetzt ist die Frage, welcher Muskel oder welcher größter Muskel sitzt da? Der Serratus anterior. Das ist der Muskel, der, also der größte Muskel, der in dieser Mago Medialis sitzt und deswegen zieht der diese Magomedialis aggressiv Richtung Brustkorb. Und wenn jetzt der Nervus Thoracicus longus, wenn der jetzt aus welchen Fällen, aus welchen Gründen auch immer ausfällt.

SPEAKER_03

Zum Beispiel, wenn man einen schweren Rucksack getragen hat, wo die Riemen irgendwie einschneiden oder so.

SPEAKER_06

Genau, sowas. Oder man hat irgendeine Verletzung, was auch immer, dann fällt dieser Muskel aus und die Scarbola steht nach hinten ab, wie so ein Engelsflügel quasi. Und daher kommt halt der Name Scapola Alater. Und das ist sowas, das kann man halt mal anführen, wenn man über den Seratus geprüft wird, dass man halt eben so ein bisschen über den Tellerant hinausschaut. Eigentlich ganz cool. Ja, genau. Und ich habe da noch einen Impetto, der weitere topografische Highlights der Extremitäten für euch vorbereitet hat. Und ich kann ihn kaum zurückhalten, die hier noch weiter vorzutragen.

SPEAKER_05

Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gibt. Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge!

SPEAKER_02

Ich brenne förmlich dafür. Also, ich finde auch so, Topografie war immer so das Zeug, was am Ende dann irgendwie Spaß gemacht hat, wenn man sich das nochmal angeschaut hat. Weil das irgendwie dann so das ganze Bild irgendwie so perfektioniert und vollendet hat. Genau.

SPEAKER_06

Jetzt waren wir gerade schon am Schulterblatt. Machen wir da direkt weiter, würde ich sagen.

SPEAKER_02

Genau, guter Plan. Also, wenn wir uns jetzt mal diese topografischen Highlights an der oberen Extremität versuchen zu Gemüte zu führen, dann geht es erstmal los, natürlich in der Achselhöhle. Die Achselhöhle ist der erste Ort, wo wirklich verschiedene relevante Strukturen durchlaufen. Im Prinzip läuft da sogar alles durch. Also das ist dann auch immer der Punkt, wo dann natürlich auch einige Prüfungen sich aufhängen, dass man versuchen soll, an diesen in der Achselhöhle verschiedene Nerven und Gefäße zu identifizieren. Und da auch so ein kleiner Fact, der mir irgendwie nicht ganz so klar war. Die Achselhöhle, das spürt man ja sogar bei sich selbst, die wird ja ventral und dorsal begrenzt durch zwei Muskeln. Ventral ist es der Musculus pectoralis major und minor und dorsal ist es der Musculus subscapularis, teres major und vor allem der Latissimus dorsi. Also diese beiden oder diese beiden Hautfalten, die da irgendwie bestehen in der Achselhöhle, das sind eben diese Muskeln, Ventral und Dorsal. Ja, und wenn wir uns dann weiter dorsal runterarbeiten, dann sind wir jetzt hinter der Achselhöhle. Und hinter der Achselhöhle haben wir die sehr, sehr relevanten, sogenannten Achellücken. Und diese Achellücken, die entstehen einfach ganz logisch aus der Struktur, die sich aus den Muskeln ergibt, die wir behandelt haben. Und diese Muskeln, das sind vor allem der Musculus Teresminor und der Teresmajor. Und da muss man sich nochmal klar vor Augen führen. Der Teresminor, der zieht ja so ein bisschen nach hinten, also der zieht zum Tuberculum majus und der Teresmajor zieht ja zum Tuberculum Minus. Deswegen zieht der nach vorne. Und dazwischen rein schlängelt sich jetzt das Carpudlongum des Musculus trizeps brachii. Und dadurch, dass sich dieses Carpudlongum da so dazwischen franselt, haben wir. Franzelt! Gibt's wahrscheinlich gar nicht dieses Wort. Ich finde es schön. Gibt es jetzt eine mediale und eine laterale Achsellücke. Und dementsprechend ist diese mediale Achsellücke natürlich dreieckig, weil dieses linke Eck oder dieses mediale Eck quasi durch den Teres Minor und Major entsteht. Und die laterale Achsellücke ist viereckig, da diese begrenzt wird durch den Humorus schlussendlich. Richtig relevant ist es jetzt aber vor allem, sich klarzumachen, welche Gefäße da durchziehen oder welche Nerven, weil das auch ganz entscheidend und wichtig ist, um diese dann zu identifizieren. Also da haben wir einmal in der medialen Achellücke, haben wir die Arteria und auch die Vena Zirkumflexa Scapole, haben wir alles schon behandelt. Und in der lateralen Achsellücke haben wir die Arteria und Vena Zirkumflexa humeri posterior und den Nervus axillaris. Haben wir auch alles schon durchgekaut. Deswegen hier nur ein paar Überblick. Genau. Dann darunter setzt sich dann der Trizepschlitz fort. Da treten auch, also man kann an dieser auch Strukturen identifizieren, aber richtig relevant und richtig hilfreich, finde ich, wird es dann auch wieder am Sulzus bicipitalis medialis. Ja, das ist nämlich einfach quasi die mediale Gefäßnervenstraße am Oberarm, wenn man so möchte, an der wesentliche Strukturen entlanglaufen. Also zwischen Flexorn und Extensoren am Oberarm kann man eben wesentliche Arterien, Venen und Nerven, die da entlangziehen, auch gut identifizieren. Am weitesten medial, also am weitesten innen bei dieser medialen Achsel, äh nicht Achselstraße, sondern Gefährstnervenstraße am Oberarm finden wir die Arteria und Vena brachialis. Dann schließt sich der Nervus Musculocutaneus an. Und dann noch weiter oberflächlich haben wir die Nervi Medianus, Cutaneus antebrachia medialis und ulnaris. Also auch das vor Augen führen, verschiedene Arterien und Venen und Nerven, deren Verlauf wir alle im Detail schon besprochen haben, die laufen eben durch diese Gefäßnervenstraße. Ja, und wenn wir jetzt noch weiter runter gehen, dann könnte man noch kurz an der Fossa Cubitalis vorbeischauen, die sich aber eigentlich wirklich sehr trivial ergibt, wie wir finden aus den Inhalten, die wir schon erklärt haben. Und richtig relevant wird es dann wieder an der Hand am sogenannten Kapaltunnel. Also man muss sich das so vorstellen, das habt ihr ja bestimmt alle, als ihr die Knochen gelernt habt, schon gesehen und auch wahrscheinlich gelernt, dass sich die Handwurzelknochen in eine Richtung palmare Seite so ein bisschen konkav wölben. Also so eine kleine Wanne bilden. Und jetzt ist über diese Wanne ein Band gespannt, das sogenannte Retinaculum flexorum, das eben auch Ligamentum Carpi Transversum heißt. Und dadurch entsteht ein Kanal, also zwischen Wanne und dem darüberliegenden Band, entsteht ein Kanal und dieser Kanal ist der sogenannte Kapaltunnel. Und durch diesen Kapaltunnel, da laufen jetzt verschiedene Strukturen. Im Prinzip alle oder wesentliche Flexoren am Unterarm. Nämlich vor allem natürlich der Flexorpolis longus, dann die restlichen Flexoren, also Flexordigitorum superficialis und profundus. Und darüber hinaus noch der Flexorcarpi radialis. Und das ist wichtig, dass ihr euch merkt, der Flexorcarpi radialis geht er durch, aber nicht der Flexorcarpi ulnaris. Denn der Flexorcarpi Ulnaris, der setzt ja schon davor an die Handwurzelknochen an und zieht nicht durch den Karpaltunnel. Deswegen haben wir eben auch dann hier nicht eine Sehne, die da durchzieht durch diesen Tunnel. Und darüber hinaus, und jetzt wird es sehr, sehr relevant, neben den Flexoren, zieht hier auch noch der Nervus Medianus durch. So, und daraus resultiert das sogenannte Karpaltunnel-Syndrom. Denn beim Karpaltunnel-Syndrom kommt es durch das wiederholte Ausführen von gewissen mechanischen Bewegungen, wie zum Beispiel das Ziehen von Lebensmitteln über das Kassenband oder Tippen oder sowas in die Richtung, kann es zu Druckschäden von eben diesem Nervus Medianus kommen und dann zu den typischen Sensibilitätsausfällen, wie wir sie auch schon besprochen haben, an den ersten dreieinhalb Fingern, Atrophie der Thenarmuskulatur etc. Über dem Kapaltunnel findet man dann noch eine weitere Wichtig, eine weitere wichtige Loge, die sogenannte Guillon-Loge. Und durch diese Guillon-Loge ist quasi dann einfach nochmal obendrauf gelegt und die hat dann als obere Begrenzung das Ligamentum Carpi Palmare und da ziehen eben die Arteria Ulnaris und der Nervus Ulnaris durch.

SPEAKER_06

Die müssen natürlich wieder besonders sein.

SPEAKER_02

Genau, ja. Der heißt so ein bisschen. Der Ulnaris, der zieht, tanzt irgendwie alles so ein bisschen aus der Reihe. Der Nervus Ulnaris zieht eben hier schön durch die Guillon-Loge und der Musculus flexor carpiulnaris, der ist sich zu fein und durch den Kapaltum zu tun.

SPEAKER_06

Tja, so ist es halt.

SPEAKER_02

So, und weil wir jetzt auch schon wieder relativ viel geredet haben heute, möchte ich nur noch kurz auf eine Sache verweisen, die ihr euch aber auch wirklich am besten einfach selbst zu Gemüte führt, nämlich die Sehnenfächer. Ja, also das ist, es sind insgesamt sechs Fächer, durch die quasi am Handrücken die verschiedenen Extensor, Sehnen der Extensoren ziehen, die, das habe ich auch überrascht, relevant sind für die Prüfungen. Also schaut euch die an. Ich hatte die beim ersten Überfliegen der Themen niemals als prüfungsrelevant eingeschätzt, aber sie sind es. Also merkt euch auswendig, welcher Extensor durch welches Sehnentwacht.

SPEAKER_06

Auf jeden Fall höchst sinnvoll. Genug zur oberen Extremität gehen wir wieder zurück zur unteren Extremität, da haben wir auch noch eine Kleinigkeit vorbereitet. Was wir auch noch vorbereitet haben, ist so eine kleine Geschichte an der Hüfte, die ausgelöst wird auch durch Nervenschäden.

SPEAKER_03

Genau, es gibt da so zwei typische Symptome quasi, die auftreten können. Das Trendelenburg-Zeichen und das Döchchenhinken. Die hängen beide zusammen. Grundsätzlich das Problem dabei ist eine Schwäche der kleinen Gluten, also das Musculus gluteus medialis und minimus. Und die werden ja beide innerviert vom Nervus gluteus superior. Und wenn der aus irgendeinem Grund ausfällt, dann hat man eben diese beiden Zeichen. Und das durch Hennenhinken, kannst du das gut erklären?

SPEAKER_06

Also tatsächlich, ich habe sogar einen Kollegen beim Kreuz gehabt, der so komisch gehumpelt ist. Weil das Problem ist halt, wenn ihr es mal beobachtet, wenn ihr einen Schritt macht, dann ist die erste Bewegung, ist quasi so ein kleines Hüftkippen, wobei ihr den Fuß, den ihr bewegen möchtet, nach oben zieht. Weil dann kann, dann hängt er quasi frei und ich kann ihn und ich kann ihn nach vorne bewegen. Wenn aber, wenn das aber nicht möglich ist, dann müsste man quasi, das macht er dann auch, seinen Oberkörper benutzen, um diesen um dieses Hüftkippen zu ermöglichen. Weil ich, ansonsten komme ich ja mit dem Fuß nicht vorwärts, wenn der am Boden klebt. Das nützt ja nichts. Und wenn ich dann quasi meinen Oberkörper in die entgegengesetzte Richtung von meiner Bewegung bewege, dann kann ich quasi meine Hüfte kippen und das zu bewegende Wein wird frei. Und das ist dieses Duchenne-Hinken, dieses Überziehen vom Oberkörper. Und das Trendelenburg-Zeichen beschäftigt sich damit, dass ich die Hüfte nicht anheben kann. Also quasi, das Duchenne-Hinken ist quasi während der Bewegung, was macht der Körper während der Bewegung? Das Trendelenburg-Zeichen zeigt quasi, dass ich die Hüfte nicht kippen kann.

SPEAKER_03

Also das Trendelenburg-Zeichen ist ja im Grunde, dass das Becken zur gesunden Seite hin absenkt. Genau. Um das zu kompensieren, diese Schwäche der Glutealenmuskulatur.

SPEAKER_06

Genau, und das ist halt dieses Problem bei der ganzen Sache. Und dadurch quasi humpeln die Leute so, ohne dass sie Schmerzen haben. Weil halt eben dieser Nerv, aus welchen Gründen auch immer, nicht funktioniert, somit die Muskel nicht funktionieren und dann kommt so ein komisches Hinken zustande. Und das ist eigentlich die ganze Zauberei dahinter, quasi. Dass dieser eine Nerv da nicht funktioniert.

SPEAKER_03

Genau.

SPEAKER_06

Gut, dann würde ich eigentlich fast behaupten, würde ich jetzt einfach mal das Thema Extremitäten abschließen. Wir haben jetzt fünf Folgen für euch aufbereitet. Ich hoffe, wir konnten euch dabei helfen, die Prüfungsvorbereitung ein bisschen entspannter und netter zu gestalten. Es würde uns freuen, wenn ihr langfristig ein bisschen Feedback dalasst. Wir sind da in unseren Beschreibungen gut vernetzt. Ihr könnt da einfach mal draufklicken, einfach was dalassen.

SPEAKER_03

Genau gibt es auf jeden Fall einen Link.

SPEAKER_06

Genau. Und somit würde ich uns jetzt einfach mal verabschieden für diese Folge. Wir sehen uns dann im Situs wieder. Nächstes Testat, neues Glück. Ich hoffe, ihr seht die Prüfung alle mit Bravour. Da geht es ja davon aus, wenn ihr unseren kleinen Podcast gehört habt. Und deswegen hoffe ich, wir waren unseren Situs wieder. Ich wünsche euch noch einen großen Land und bis zum nächsten Mal.

SPEAKER_03

Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.

SPEAKER_05

Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.